TAL-Wohnbau GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nick Lindemann seit 25.9.2023 | Geschäftsführer |
Sven Feil seit 10.12.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TALBAU-Haus GmbHWeissach im TalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER TALBAU-HAUS GMBH; WEISSACH IM TALI. Unternehmensprofil Die TALBAU-Haus GmbH mit Sitz in 71554 Weissach im Tal wurde am 11.05.1981 gegründet und fertigt individuelle Wohnhäuser im Segment der Holzfertigbauweise. Unsere individuelle Architektur vom Einfamilienhaus bis zur anspruchsvollen Stadtvilla macht aus jedem TALBAU-Haus ein Unikat. Die Produktion unserer Häuser erfolgt in Weissach im Tal. In den Fertighausausstellungen in 89312 Günzburg, 70736 Fellbach (bei Stuttgart), 68163 Mannheim sowie am Firmensitz in Weissach im Tal sind Musterhäuser für den Publikumsverkehr geöffnet. Um nachhaltig sehr hohe Qualität zu gewährleisten, durchläuft jedes TALBAU-Haus ein zweistufiges Kontrollverfahren der Gütegemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF), welches in der Bauwirtschaft einmalig ist. Das RAL-Gütezeichen garantiert, dass über die gesetzlichen Anforderungen hinaus eine ergänzende Überwachung bei TALBAU-Haus stattfindet. Die im Mai 2024 erhaltenen CrefoZert und EcoZert Bonitäts- und Nachhaltigkeitszertifikate bestätigen unsere weiterhin gesunde wirtschaftliche Situation und unsere ökologische Bauweise. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigsten Ressourcen unseres Unternehmens. Das Wissen, die Erfahrung und die Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen sorgen für erfolgreiche Geschäftsabläufe und zufriedene Kunden. Die Größe und Organisationsstruktur unseres Unternehmens erlauben kurze Wege der Kommunikation und Entscheidungsfindung und somit die unbürokratische Zusammenarbeit verschiedener Hierarchien. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet dies abwechslungsreiche Tätigkeiten, bei denen sich jeder persönlich einbringen kann. II. Wirtschaftsbericht 1. Marktlage Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 nicht gewachsen. Während in 2022 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber 2021 um 1,9 % stieg, war es in 2023 ein leichter Rückgang von -0,2 %. Dies ergaben Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche- Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html). Im deutschen Baugewerbe hingegen ist nach 2021 (-0,4 %) und 2022 (-2,3%) auch in 2023 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich von -1,9 % zu verzeichnen, drei Jahre in Folge. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Presse- mitteilungen/2024/05/PD24_205_811.html). Das temporäre Aussetzen der KFW-Förderprogramme im Februar 2023 und deren anschließend reduzierten Programme führten zu einem Einbruch des Auftragseingangs in 2023 mit einer spürbaren Abnahme des bis dato sehr guten Auftragsbestandes. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html). 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind weiterhin: • Umsatzentwicklung • Jahresüberschuss 2.1 Ertragslage Nach dem Jahresüberschuss in 2022 von TEUR 124 wurde für 2023 ein positives Ergebnis in vergleichbarer Höhe erwartet. Mit einem Jahresverlust von TEUR -282 wurde diese Erwartung nicht erfüllt. Die Auftragsentwicklung war für die TALBAU-Haus GmbH in 2023 wenig zufriedenstellend. Der leichte Rückgang der Auftragseingänge im zweiten Quartal 2022 wurde durch ein Auftragsloch von einigen Monaten in 2023 verstärkt und führte zu einem deutlichen Rückgang des Auftragsbestandes. Danach und im ersten Halbjahr 2024 haben sich die Auftragseingänge auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Aufgrund der langen Durchlaufzeit der Aufträge konnte das hohe Umsatzniveau 2022 wie erwartet fast gehalten, aber nicht übertroffen werden. Die starken Einkaufspreiserhöhungen in 2021 und 2022 haben sich in 2023 nicht in dem Maße fortgesetzt. Die vorher entsprechend erhöhten Verkaufspreise konnten die Ergebnisbelastung aus dem weiteren Anstieg der Einkaufspreise etwas dämpfen. Das weiterhin hohe Umsatzniveau von EUR Mio. 18,5 war die Basis für eine verbesserte Gemeinkostendeckung und ermöglichte, Preissteigerungen zum Teil zu kompensieren. Die Materialpreissteigerungen traten vorwiegend im Energiebereich auf und führten bei energieintensiven Produkten zu höheren Preisen sowie Energiekostenzuschlägen für Transport. Die Materialaufwandsquote stieg deshalb mit 68,8 % deutlich über das Niveau des Vorjahres (66,1 %). Die Personalkostenquote stieg bezogen auf die Gesamtleistung in 2023 auf 22,3 % gegenüber dem Vorjahr (21,7 %). An Abschreibungen wurden TEUR 356 (Vj. TEUR 308) verbucht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erweiterung der Webseite, den Austausch von Nagelpistolen (GWG) und des Tauschs einiger Kfz zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres gingen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 328 zurück. Den größten Rückgang aufgrund geringerer Neuaufträge stellen die Verkaufsprovisionen mit TEUR 177 (Vj. TEUR 721) dar, hiervon entfällt ein erheblicher Anteil auf Umsätze nach Ablauf des Geschäftsjahres. Die Werbe- und Reisekosten sind von TEUR 221 im Vorjahr auf TEUR 165 zurückgegangen, die Personalbeschaffungskosten sind um TEUR 67 gesunken. Insgesamt führt der starke Rückgang des Rohertrages trotz deutlich zurückgegangenen weiteren Aufwendungen zur Ergebnisverschlechterung und dem Jahresverlust mit TEUR -282. 2.2 Finanzlage Der Anlagendeckungsgrad I ist aufgrund der leicht angestiegenen Investitionstätigkeit bei einem Jahresverlust von 47,7 % auf 33,8 % gesunken (Eigenkapital/ Anlagevermögen zu Buchwerten). Die Liquidität ist mit einem Bestand an flüssigen Mitteln von TEUR 1.401 (Vj. TEUR 1.938) zurückgegangen aber weiterhin stabil und bei einem Anteil der flüssigen Mittel von 23 % (Vj. 34 %) an der Bilanzsumme als gut zu bezeichnen. Darüber hinaus unterhält unsere Gesellschaft Kreditlinien in ausreichender Höhe zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen. Unsere Zahlungsstrategie ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und, wo immer möglich, auch Skontovorteile zu nutzen. Die Eigenkapitalquote ist mit 16,8 % im Vergleich zum Vorjahr mit 22,3 % rückläufig, da das thesaurierte Ergebnis sank, bei gleichzeitig leicht steigender Bilanzsumme. Vor dem Jahresende 2022 wurde aufgrund der niedrigen Zinssätze ein Betriebsmittelkredit zur Absicherung der Liquidität in Anspruch genommen. Zwei weitere Kredite zum Erweiterungsbau des Hauptstandortes und zum Erwerb eines Grundstückes wurden in 2023 aufgenommen. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 39 %. Zur weiteren Absicherung der Liquidität wurden im Folgejahr zwei Eigentumswohnungen verkauft. Ebenso wird mit den Hausbanken die Erhöhung des, z.Z. nicht genutzten, Kontokorrentkreditrahmens verhandelt. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2023 TEUR 5.991 (Vj. TEUR 5.765). Die Zunahme resultierte aus geleisteten Anzahlungen für den eigenen Büroneubau und der Erhöhung der Forderungen und der geleisteten Anzahlungen für Kundenbauvorhaben. Aufgrund des überproportional gestiegenen Anlagevermögens gegenüber der Bilanzsumme hat dessen Anteil mit nun 50 % gegenüber dem Vorjahr (47 %) leicht zugenommen. Das Vorratsvermögen betrifft die unfertigen Bauten, geleistete Anzahlungen und die zur Montage benötigen Waren abzüglich erhaltener Anzahlungen. Es ist mit hohen erhaltenen Anzahlungen nahezu komplett abgedeckt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund vieler Hausübergaben 3. Personalentwicklung Bei TALBAU Haus GmbH waren zum Ende des Berichtsjahrs inkl. den beiden Geschäftsführern 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 94), darunter 32 Angestellte, 33 gewerblich Beschäftigte, 5 Mitarbeiter/innen in Teilzeit, 7 Auszubildende und 3 Aushilfen, 2 Werkstudenten sowie 2 Geschäftsführer. Zur Anpassung an die geringere Geschäftslage sind zum Jahresende 14 Mitarbeiter ausgeschieden. Unser Ausbildungsspektrum umfasst die Ausbildungsberufe Bauzeichner, Industriekaufmann, Kaufmann für Marketingkommunikation und Zimmerer. Um dem Mangel von Fachkräfte entgegen zu wirken ist TALBAU-Haus GmbH Bildungspartner am Bildungszentrum Weissacher Tal. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern genannt. Das Ziel ist es, als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden (Personalstrategie). III. Chancen und Risiken der Gesellschaft 1. Risikomanagementziele Die stetige Überwachung und das Management von Risiken gehören zu den essentiellen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Hierzu sind abgestimmte Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um potenzielle Risiken kontinuierlich zu identifizieren und zu analysieren. Die Kontrollen und Maßnahmen stellen sicher, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Personen (Kunden usw.), Mitarbeitern, Sachen, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. 2. Risikomanagement-Methoden, Risikoanalyse Das Risikomanagement der Gesellschaft bedient sich geeigneter Methoden, um sicherzustellen, dass Rechtskonformitäts-, Sicherheits-, Betriebs- und finanzielle Risiken auf ein für die Gesellschaft tragbares Maß reduziert werden. Führungskräfte werden auf die Risiken in den genannten Bereichen sensibilisiert. Wir analysieren die unser Unternehmen betreffenden Risiken regelmäßig. Hierbei wurden insbesondere Vermögens-, Finanz- und Marktrisiken untersucht. 2.1 Markt-, Preis und Konkurrenzrisiko Die Marktrisiken liegen in der Entwicklung des Marktes für die Baubranche allgemein, dem knappen Angebot an baureifen Grundstücken im Geschäftsgebiet sowie der Konkurrenz-Situation. Hier hat die zeitweise Aussetzung der KFW-Förderung und deren spätere Wiedereinführung auf niederem Niveau zu einer Verunsicherung und Kaufzurückhaltung geführt. Diese wurde durch kriegsbedingte Unsicherheiten und steigende Bauzinsen weiter verstärkt. Der Wettbewerb am Markt und vor allem die zunehmende Konkurrenz werden laufend beobachtet und analysiert, um adäquat agieren zu können. Wir gehen insgesamt von einem weiterhin rückläufigen Markt für Eigenheime aus. Aufgrund der ökologisch steigenden Nachfrage nach Häusern in Holzbauweise erwarten wir für unser Marktsegment einen etwas geringeren Rückgang des Markvolumens. Risiken von besonderer Bedeutung ergeben sich aus der hohen Inflation, gestörten Lieferketten mit unkalkulierbaren Auswirkungen auf die Produktion der für unsere Bauvorhaben benötigten Produkte und damit die Fertigstellung dieser Bauvorhaben, sowie empfundenen hohen Zinsen, welche die Baunachfrage bremsen. Eine undurchsichtige und z.T. unwirtschaftliche Förderpolitik der KFW-Förderbank verstärken die Kaufzurückhaltung. Hinzu kommt die ab 01.01.2025 geforderte Einreichung der Baugesuche per Elster durch die Bauherren und deren Bearbeitung von den Baubehörden mit Elster, was zu Verzögerungen in der Bauabwicklung führen kann. Chancen ergeben sich aus unserer starken lokalen Präsenz, neuen Fachberatern zur Auftragseinholung sowie durch die Erweiterung unserer Präsenz mit unserem neuen Musterhaus in Mannheim in 2021. Bei steigendem Anteil der Fertighäuser und davon der Holzbauten kann der Branchenrückgang abgefedert werden. Den Erhalt des CrefoZert im 8. Jahr in Folge (Bonitätsindex der Creditreform) sowie deren neu eingeführtes EcoZert (Index für nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften) gibt dem Vertrieb weitere gute Argumente. Durch die Konzentration auf Qualitätsprodukte und die laufende Optimierung der Produktionsprozesse sehen wir uns einem geringeren Preisrisiko ausgesetzt. Der branchenweit stark nachlassenden Nachfrage kann sich auch die TALBAU-Haus GmbH nicht entziehen. Der Auftragseingang 2023 war für Monate massiv rückläufig, eine erste Normalisierung zeichnete sich erst spät im Geschäftsjahr 2023 ab. Ausgehend von einem Ende 2023 einsetzenden steigenden Bauinteresse wird der Auftragseingang wieder ansteigen. Durch die erheblichen Materialpreissteigerungen in 2021 und 2022, vorwiegend bei Holz und Dämmstoffen und danach kriegsbedingt generell bei energieintensiven Produkten, wirken sich unsere Preiserhöhungen aufgrund der Festpreisbindung erst verzögert aus. Daher gehen wir für 2024 von leicht verbesserten projektbezogenen Margen aus. 2.2 Liquiditätsrisiken, Währungsrisiko, allgemeine Risiken Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen weiterhin eine konservative Strategie. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient, damit Verbindlichkeiten innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen erfüllt werden. Sonstigen Finanz- und Liquiditätsrisiken wird durch Preisanpassungen und Betriebsmittelkredite begegnet. Zur Abdeckung von weiteren Liquiditätsrisiken stehen nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude zur Verfügung und werden z.T. schon genutzt. Unser Umsatz ist deutlich von der allgemeinen konjunkturellen Lage abhängig. Umsatzminderungen wirken sich aufgrund von Fixkosten deutlich auf die Liquidität aus. Das geplante laufende Investitionsvolumen entspricht weitgehend den Abschreibungen des Geschäftsjahres, insoweit sind keine gesonderten Liquiditätsrisiken aus der Investitionstätigkeit zu erwarten. Für geplante Investitionen in Betriebsgebäude stehen Bankkredite zur Verfügung. Aufgrund der für die Branche typischen Abschlagszahlungen der Erwerber nach Baufortschritt wird hieraus das laufende Geschäft im Wesentlichen vorfinanziert. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen und des von Kontinuität geprägten Geschäftsmodells haben sich finanzielle Engpässe für 2024 nicht ergeben. Für 2025 werden weitere Sicherungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität wie Personalabbau, Kurzarbeit und externe Finanzierungsmaßnahmen getroffen. Die Gesellschaft ist keinem Währungsrisiko ausgesetzt. Ausfallrisiken im Bereich der Kundenforderungen sind gering, da für jeden unterschriebenen Werkvertrag Finanzierungsbestätigen der Banken unserer Bauherren eingeholt werden. Den steigenden Beschaffungskosten wird mit einer Verstärkung des Einkaufs im Bereich Nachunternehmerbeziehungen begegnet. Aufgrund der Energie- und Ukrainekrise ergeben sich weitere Beschaffungsrisiken. Wir beziehen zwar keine Waren direkt aus den Kriegsstaaten Russland und Ukraine. Massive Probleme in der Energieversorgung hätten aber kurzfristige Auswirkung auf die energie- intensive Produktion von Dämmstoffen und in der Folge auf deren Verfügbarkeit und auch auf deren Preise. 2.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft sichert Finanz- und sonstige Risiken durch eine enge Steuerung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Unterhaltung von Kontokorrentlinien ab und sichert seine Liefer- und Leistungsfähigkeit durch eine breite Palette von ausgewählten Lieferanten. 3. Chancen Allgemeine Chancen ergeben sich aus der steigenden Nachfrage nach CO 2 unschädlicheren Holzhäusern, der uns gegenüber der klassischen Betonbauweise einen höheren Marktanteil bescheren dürfte. Regelmäßige Werksbesichtigungen am Firmenstandort mit ausgewählten Interessentenzeichnen sich durch eine hohe weitergehende Angebotsentwicklung aus. Ergänzende Veranstaltungen sind die gut besuchten Kundenhausbesichtigungen im Rohbau. Eine durchdachte Print- und Online-Werbestrategie gewährleistet einen effizienten Ressourceneinsatz im Vertriebsgebiet. Eine aktualisierte Webseite bietet den Kunden weitere Vorauswahlmöglichkeiten. Ein in 2024 neu eingesetztes CRM-Tool (Customer- Relationship-Management) lässt uns unsere Interessenten deutlich besser auswerten und verfolgen und erhöht unsere Anteile an Vertragsabschlüssen. Regelmäßige Wettbewerbs- und Marktanalysen ermöglichen es uns, unsere guten Kenntnisse des lokalen Marktes auszubauen und eröffnet uns somit die Chance für ein weiteres Wachstum auf Basis der bestehenden Produktionsmöglichkeiten. Durch eine Ausdehnung unseres Produktportfolios auch in den Geschosswohnungsbau und als verlängerte Werkbank für Auslandsgeschäfte sehen wir Möglichkeiten uns breiter im Markt aufzustellen. Bauen im Bestand, mit dem Zukunftsprodukt Holz und auch in Zusammenarbeit mit freien Architekten erhöhen unseren Marktzugang. Ebenso verbessert eine Erhöhung des Vorfertigungsgrades unsere Marktposition. Den kräftigen Materialpreissteigerungen in 2021 und in 2022 sind wir mit Preiserhöhungen und individuellen Verkaufspreisanpassungen entgegengetreten. Die Festpreisbindung unserer in 2021 und 2022 abgeschlossenen Aufträge, die in der Abwicklung sind, ist auf 12 Monate reduziert - diese Maßnahme resultierte aus der damaligen Preisentwicklung. Die Berechnung von Festpreisüberschreitungen führt in 2024 zu einer weiteren Kompensation der Materialpreissteigerungen. Einen deutlich positiven Effekt daraus erwarten wir in den Folgejahren, wenn diese Maßnahmen wirksam werden und auch die Materialpreissteigerungen auf ein Vorkrisenniveau zurückgehen. Maßgeblich dafür ist auch die Auftragseingangsentwicklung, die sich gegen Ende 2024 wieder deutlich positiver gestaltet. Zusammenfassend stellen wir fest: Dem in den Folgejahren zu Beginn geringeren Auftrags- und Umsatzvolumen begegnen wir mit Personalanpassungen (1. Teil zum 31.12.2023 durchgeführt) und Kurzarbeit (Anmeldung für August 2024 bis Juli 2025) um flexibel auf das bestehende Auftragsvolumen reagieren zu können und eine Unterauslastung zu vermeiden. Die Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben oder die Stabilität der Gesellschaft gefährden könnten sich aus der aktuell starken Kaufzurückhaltung und behindernden statt flankierenden staatlichen Maßnahmen ergeben, welche bei längerem Anhalten zu einer Anpassung der Unternehmensziele und nochmals der dafür benötigten Ressourcen führen. Gute Chancen ergeben sich aus unseren Kenntnissen des lokalen Marktes und den ökologischen Vorteilen unserer Produkte und der breiteren Produktpalette. 4. Prognosebericht Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland war in 2023 (preis- und kalenderbereinigt) 0,2 % geringer als in 2022 und im 1. Quartal 2024 um 0,9 % unter dem Niveau Ende 2023. Die weitere Entwicklung hängt wesentlich von der Energiesicherheit und der Inflationsrate ab (Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung Statistisches Bundesamt (destatis.de)). Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZdB) hat ermittelt, dass die Bauwirtschaft bis Ende 2023 auf Basis der vollen Auftragsbücher nominal 1,3 % über dem Umsatz von 2022 lag, aufgrund von Preiserhöhungen real aber um 5 % unter 2022 abgeschlossen hat. Der massive Einbruch beim Auftragseingang ab dem 2. Quartal 2022 führte z.T. schon zu Personalanpassungen (https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose- 2023 :~:text=F%C3%BCr%202023%20rechnen%20wir%20mit%20einem%20realen% 20R%C3%BCckgang%20beim%20Umsatz,2%2C5%20%25..) Im Bereich des Wohnungsbaus führten hohe Zinsen und eine anhaltend hohe Inflation von 5,9 % in 2023 zu Kaufzurückhaltung, was sich in einem Rückgang von 41,5 % bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser widerspiegelt. Daher wird für 2024 mit einem realen Umsatzrückgang von 13 % im Wohnungsbau gerechnet. Neben den steigenden Zinsen und der allgemeinen Marktunsicherheit lassen die zuerst zurückgenommenen und jetzt deutlich reduzierten neuen Förderprogramme die Anzahl der Neuverträge zunächst weiter sinken. (Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) | KfW) Aufgrund dieser Rahmenbedingungen erwarten wir eine deutlich zurückhaltende Investitionstätigkeit von privaten Bauherren und Kapitalanlegern und einen sich deutlich abschwächenden Bauboom. Wir sehen daher vorsichtig in die Zukunft. Nach dem starken Rückgang der Auftragseingänge in 2023 und der Erholung auf niedererem Niveau in 2024, haben wir eine weitere Erholung zum Ende 2024, das sich auch in 2025 fortsetzen sollte. Bezogen auf den Umsatz sehen wir die Erholung auf niedrigerem Niveau ab 2026. Einen deutlich positiven Ergebniseffekt aus Verkaufspreiserhöhungen und Materialkostenersparnissen erwarten wir in den Folgejahren, wenn unsere Maßnahmen wirksam werden. Bezogen auf den Umsatz wird daher 2024 deutlich unter dem Niveau von 2023 liegen, die Gesamtleistung wird ebenfalls deutlich geringer ausfallen. Für 2025 erwarten wir einen weiteren Rückgang dieser Größen. Das Ergebnis sehen wir aufgrund unserer Anpassungsmaßnahmen für 2024 und 2025 als ausgeglichen erreichbar
Weissach i.T. Januar 2025 gez. Sven Feil BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326, 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, auch wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veran- lasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden nach § 6 Abs. 2 EStG sofort als Aufwand verbucht. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt und soweit erforderlich mit dem am Bilanzstichtag vorliegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Löhne einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei der Bemessung der gemäß §249 HGB zu bildenden Rückstellungen wurden allen wesentlichen Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, Urlaubs- und Überstundenguthaben der Arbeitnehmer und Provisionen für Fachberater. Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2023 auf insgesamt 3.850,3 T€ (Vorjahr 2.737,3 T€), davon betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.827,6 T€ (Vorjahr 1.737,3 T€) bzw. mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 978,7 T€ (Vorjahr 531,3 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.282 T€ (Vorjahr 100 T€) mit Grundschulden besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus Warenlieferungen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 232,6 T€ (Vorjahr 309,1 T€) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 4,7 T€ (Vorjahr 7,4 T€) enthalten. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 175,6 T€ (Vorjahr: 0,0 T€). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Periodenfremde Erträge sind enthalten für Zuschreibungen Anlagevermögen entsprechend der steuerlichen Betriebsprüfung mit 45 T€ sowie Schadenersatz für frühere Jahre mit 142 T€. Periodenfremde Mehraufwendungen mit 54 T€ betreffen Umsatzsteuer aus der steuerlichen Betriebsprüfung. Soziale Abgaben und Aufwendungen aus Altersversorgung In den sozialen Abgaben und Aufwendungen aus Altersversorgung sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von 18,0 T€ (Vorjahr 17,5 T€) enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von derzeit 71,0 T€ aus Miet- und Leasingverträgen. Vorteile aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung. Risiken ergeben sich aus den Vertragslaufzeiten. Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag Seit August 2024 hat die Gesellschaft Kurzarbeit angemeldet. Nach dem branchenweiten massiven Rückgang der Auftragseingänge in 2023, von dem auch die TALBAU-Haus GmbH betroffen war, nahm der Auftragseingang in 2024 auf niedrigem Niveau zu. Die Gesellschaft passt die Struktur an das niedrigere Auftragsvolumen an, insbesondere durch Personalabbau und liquiditätssichernde Maßnahmen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer Sven Feil (Weissach im Tal), Dipl.-Betriebswirt und Jürgen Feil, Kaufmann (Weissach im Tal) sowie Nick Lindemann (Auenwald) geführt. In 2023 ist Jürgen Feil aus der Geschäftsführung ausgeschieden und Nick Lindemann eingetreten. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Beruf ist jeweils Geschäftsführer. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Unterschrift der Geschäftsführung
Weissach im Tal, den 25. Februar 2025 gez. Sven Feil sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.02.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TALBAU-Haus GmbH, Weissach im Tal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TALBAU-Haus GmbH, Weissach im Tal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TALBAU-Haus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 8. Januar 2025 BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Roth, Wirtschaftsprüfer Eisler, Wirtschaftsprüfer |
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