Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 1744
Eingetragen
8.6.1990
Branche
Großhandel mit SchuhenEinzelhandel mit SchuhenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Schuh- und Sportartikeln, Lederwaren und Accessoires.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nora Schöppe
seit 19.1.2024
Geschäftsführer
Georg Dr. Bantleon
seit 28.12.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

75.00% identifiziert25.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
25.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Am Tierstein 7, 73342 Bad Ditzenbach
150000
50.00%
Mörikestraße 6, 73342 Bad Ditzenbach
75000
25.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mayer`s Markenschuhe GmbH

Treuen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Mayer ́s Markenschuhe GmbH, Treuen

A. Bericht zum Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Mayer ́s Markenschuhe GmbH betreibt den Einzelhandel mit Schuh- und Sportartikeln, Lederwaren und Accessoires in Ostdeutschland. Die vertriebenen Schuhwaren und Nebenartikel werden weltweit beschafft.

Die Weltkonjunktur (IWF) ist im Verlauf des Jahres 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 3,5% gewachsen (Vorjahr: 6,0%). Für 2023 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft von nur 3,3% festgestellt (Juli 2024, IWF). Für 2024 wird ein Wachstum von nur 3,2% prognostiziert, für 2025 aktuell 3,3%.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren 2022 stark geprägt von den steigenden Lebenshaltungskosten, dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und der anhaltenden COVID-19-Pandemie. Daher litt der Schuhhandel unter der allgemein schlechten Konsumstimmung. Viele Kundinnen und Kunden achteten aufgrund der steigenden Energiekosten und der allgemeinen Preissteigerungen genau auf ihr Ausgabenbudget.

Betrachtet man die Umsätze 2022/2023 im stationären Handel, so kann im Vergleich zu 2021/2022 eine deutliche Steigerung erkannt werden. Dies zeigt deutlich, dass die Kundschaft nach der Wiedereröffnung die Vorzüge des lokalen Handels mit Shopping-Erlebnis, persönlicher Beratung, Möglichkeit zur Anprobe und die sofortige Mitnahme der Schuhe zu schätzen weiß.

Im Jahr 2022 hat sich der Umsatz im gesamten Einzelhandel in Deutschland nominal um 7,2% zum Corona-Vorjahr erhöht (2021: 1,4%; HDE). Die Textilbranche (offline und online) schloss wie im Vorjahr mit einem Plus von 5% ab (BTE). Damit lag das Vorcorona-Niveau noch in weiter Ferne. Ebenso verhielt es sich beim Umsatz im Schuheinzelhandel: Nach einem verhaltenen Wachstum im Vorjahr in Höhe von 2% erfolgte ein Wachstum von 10,6% (BTE). Dies entspricht immer noch einem Minus von -2% zu 2019.

Der Onlinehandel hatte 2022 einen Anteil von 13,4% am gesamten Einzelhandel in Deutschland (HDE). Dies ist erstmalig ein Rückgang nach kontinuierlichen Steigerungen in den Vorjahren mit dem Klimax von 14,7% im Corona-Jahr 2021. Der Online-Anteil im Schuhhandel betrug etwa 19% nach 24% im Vorjahr (BTE).

Der Online-Handel mit Schuhen ist komplett eingebrochen und betrug inklusive Retouren -16,6% zum Vorjahr (BEVH). 2021 betrug das Wachstum noch +12,7%, nach kontinuierlichem Wachstum in den Vorjahren.

Dies weist darauf hin, dass die Verlagerung von stationär zu online stärker den Schließungen als dem grundsätzlich geänderten Kundenverhalten zuzuschreiben ist. Die nachhaltig hohe Kundenfrequenz während der Monate mit vollständiger Öffnung zeigt vielmehr, dass die Kunden ein sehr großes Interesse am Einkauf mit fachkundiger Beratung und der Möglichkeit zur Anprobe haben und die sofortige Mitnahme der Schuhe wertschätzen. Vorteile, die der stationäre Schuhhandel vor dem Online-Handel hat.

2. Umsatzentwicklung

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Schuhhandels in Ostdeutschland stellte sich die Entwicklung bei der Mayer ́s Markenschuhe GmbH etwas positiver dar.

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2022/2023 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.513,9 bzw. 22,0% auf TEUR 41.694,3. In den Vorjahren erfolgte eine Veränderung von +5,4% (2021/2022), -28,1% (2020/2021), +1,6% (2019/2020), -4,5% (2018/2019), -0,3% (2017/18), +2,4% (2016/2017).

3. Beschaffung

Bei der Beschaffung gab es im Jahr 2022/2023 keine größeren Schwierigkeiten. Die Materialaufwandsquote im Vergleich zur Gesamtleistung lag mit 42,2% deutlich niedriger als das Niveau der Vorjahre (2021/2022: 47,8%; 2020/2021: 55,0%; 2019/2020: 47,4 %).

4. Investitionen

Das umfangreiche und erfolgreiche Personalschulungsprogramm konnte 2022 nach den coronabedingten Kontaktbeschränkungen wieder vollumfänglich durchgeführt werden.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden insgesamt 4 Filialen vollständig und 4 Filialen teilweise renoviert und in einem ansprechenden und zeitgemäßen Ladenkonzept gestaltet. Die Ladenoptik und der technische Stand aller Filialen sind damit auf einem aktuellen Niveau. Dabei sind die Großfilialen mit den neuen Shop-in-Shop-Konzepten von Hush Puppies und Tamaris ausgestattet. Die hierzu notwendigen Investitionen entsprechen der Finanzplanung des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 gab es keine Filialeröffnungen oder - Schließungen. Damit betrieb Mayer ́s Markenschuhe zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 107 Filialen. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 282,6 (Vorjahr 256) getätigt.

5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Es sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Darlehen zum 31.01.2023 vorhanden. Die im Geschäftsjahr 2022/2023 getätigten Investitionen wurden ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert.

6. Personal- und Sozialbereich

Die Personal- und Sozialaufwendungen stehen insgesamt in einer angemessenen Relation zur gesamten Unternehmensentwicklung.

Während des Geschäftsjahres 2022/2023 waren durchschnittlich 495 Mitarbeiter (einschließlich geringfügig Beschäftigte und Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr 480 Mitarbeiter).

B. Bericht zur Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 29.650,0 im Vorjahr um TEUR 2.888,4 auf TEUR 32.538,4 erhöht. Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 875,2 auf TEUR 887,4 erhöht. Das Vorratsvermögen ist von TEUR 10.524,6 um TEUR 323,5 auf TEUR 10.848,1 angestiegen.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist nach wie vor durch ein hohes Eigenkapital von TEUR 23.222,7 geprägt. Dieses hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 745,2 erhöht. Die Eigenkapitalquote lag bei 71,4%.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 2.870,7 auf TEUR 31.563,8 erhöht. Das Umlaufvermögen setzt sich im Wesentlichen aus dem Vorratsvermögen TEUR 10.848,1 (Vorjahr TEUR 10.524,6), Wertpapieren TEUR 11.064,4 (Vorjahr TEUR 2.995,7), Kassenbestand und Bankguthaben TEUR 9.224,4 (Vorjahr TEUR 14.007,0) und sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 387,4 (Vorjahr TEUR 1.161,3) zusammen.

Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.812,0 auf TEUR 3.372,2 erhöht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Die Rückstellungen sind um TEUR 136,2 auf TEUR 3.511,3 reduziert, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich auf TEUR 0,0 reduziert. Bezüglich der Pensionsrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind auf TEUR 2.432,3 um TEUR 1.081,0 gestiegen. Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten auf TEUR 9.315,7 und sind damit um TEUR 2.143,2 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

2. Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR -838,4 (Vorjahr TEUR 10.986,5) und der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf TEUR -282,6 (Vorjahr TEUR -255,9). Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 12.886,0 (Vorjahr TEUR 15.081,0). Der Finanzmittelbestand berücksichtigt ausschließlich den Kassenbestand und das Bankguthaben sowie die an die Gesellschaft verkauften eigenen Anteile. Unter Berücksichtigung der Wertpapiere des Umlaufvermögens und des Kassenbestandes sowie der Bankguthaben, ohne eigene Anteile, belaufen sich die liquiden Mittel insgesamt auf TEUR 20.288,8 und damit 62,4% der Bilanzsumme.

3. Ertragslage

Der Umsatz hat sich nominell um TEUR 7.513,9 auf TEUR 41.694,3 erhöht. Der Wareneinsatz hat sich von TEUR 16.328,2 im Vorjahr auf TEUR 17.541 im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.533,2 auf TEUR 146,8 verringert. Hier ist die Fixkostenhilfe des Bundes im Rahmen der Überbrückungshilfe III im Vorjahr maßgeblich. Die Personalaufwendungen erhöhten sich vor allem aufgrund des Wegfalls der Kurzarbeit und der Erhöhung des Mindestlohns von TEUR 9.650,7 auf TEUR 12.012,1.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 266,8 (Vorjahr TEUR 287,1). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 10.840,6 im Vergleich zu TEUR 8.969,1 im Vorjahr und haben sich damit um 20,9% erhöht. Dies lag sowohl an der allgemeinen Kostensteigerung, als auch an den geringeren Kosten im Vorjahr während der Schließzeiten.

Das Betriebsergebnis hat sich von TEUR 3.625,3 im Vorjahr auf TEUR 1.180,9 im laufenden Geschäftsjahr verringert. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 398,4 auf TEUR 330,2 gesunken. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt TEUR 745,1 nach TEUR 2.985,2 im Vorjahr.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung überwacht anhand geeigneter Steuerungsinstrumente, welche die Art und den Umfang der Geschäftstätigkeit berücksichtigen, die Gesellschaft. Im Wesentlichen dient als internes Steuerungsinstrument die monatlich erstellte betriebswirtschaftliche Auswertung (Erfolgsrechnung) sowie die laufenden bzw. täglichen Umsatzzahlen der Filialen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren für die Überwachung der Geschäftsentwicklung sind vor allem die Umsatzplanung mit integrierter Liquiditätsplanung, die Umsätze je Filiale und das Betriebsergebnis. Den Ist-Zahlen aus der Erfolgsrechnung werden Planzahlen gegenübergestellt. Die Plan-Ist-Abweichungen werden von der Geschäftsleitung überwacht. Eine Erfolgsplanung wurde auch für das folgende Geschäftsjahr erstellt.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage für 2022/2023

Die Geschäftsführung ist mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2022/2023 nicht zufrieden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Konsumzurückhaltung der Kunden konnten jedoch durch ein intensives Kostenmanagement bestmöglich reduziert werden. Vor dem Hintergrund der soliden Liquiditätssituation stellt diese verhaltene Entwicklung keine Bedrohung für das Unternehmen dar.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung während des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung für das Geschäftsjahr 2022/2023 lagen vor allem durch die Corona Pandemie vor. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ereignet.

7. Bericht zur Gleichstellung und zur Entgeltgleichheit nach §21 Entgelttransparenzgesetz

Bereits heute ist festzuhalten, dass im Berichtszeitraum von den vier Geschäftsführern zwei männlich sind und eine weiblich ist. Inzwischen haben wir eine weitere Geschäftsführerin. sind. Damit liegt der Frauenanteil heute bei 50% bzw. im Berichtszeitraum bei über 30%. Daher können wir derzeit auf weitere Zielgrößen verzichten, da wir bereits sämtliche Bestimmungen erfüllen. Wir werden auch weiterhin den Frauenanteil, insbesondere in der Führungsebene, so hoch wie möglich halten.

Für Frauen und Männer gelten dieselben Entlohnungsgrundsätze. Die Eingruppierung in Gehaltsstufen erfolgt auf Basis einheitlicher Maßstäbe gemäß ausgeübter Funktion, Qualifikation und Verantwortung. Somit bestehen geschlechtsunabhängige Kriterien zur Stellenbewertung und der dazugehörigen Vergütung, so dass Entgeltgleichheit für Männer und Frauen bereits im Vergütungssystem angelegt ist. Die Feststellung der Stellenwertigkeit bei sämtlichen Stellen erfolgt geschlechtsneutral über ein analytisches Bewertungsverfahren und wird regelmäßig kontrolliert.

Die Mayer ́s Markenschuhe GmbH unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit vielen Jahren bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch das Angebot individuell angepasster Arbeitszeitmodelle. Es werden verschiedene Teilzeitmodelle mit unterschiedlichen monatlichen Arbeitszeiten angeboten. Durch die flexiblen Arbeitszeitmodelle ist es möglich, entsprechend den familiären Gegebenheiten die Arbeitszeiten einzuteilen. Durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen wird die Transparenz und Bekanntheit der Angebote weiterhin erhöht. Dies schlägt sich in einer stetigen Nachfrage nach den verschiedenen Angeboten nieder.

Beschäftigte von Mayer ́s Markenschuhe GmbH 2022/2023 (Stichtag 31.01.2023 vgl. 31.01.2022):

Gesamt Männer Frauen
Gesamt 495 (+12) 33 (+7) 458 (+5)
in Teilzeit 364 (+30) 22 (+9) 342 (-+21)
in Vollzeit 127 (-18) 11 (-2) 121 (-16)

C. Chancen, Risiko- und Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung und Chancen

Das Wachstum des gesamten Einzelhandels 2023 lag nur bei 2,9% und wird für 2024 nur auf 3,5% prognostiziert (HDE). Das Umsatzvolumen des stationären Handels, der etwa 87% des gesamten Einzelhandels ausmacht, hat sich 2023 um 3,2% erhöht, während der Online-Handel nur um 1% zugenommen hat. Für 2024 wird für den stationären Einzelhandel 3,5% und für den Online-Einzelhandel 3,4% prognostiziert (HDE).

Die Umsatzentwicklung im stationären Schuhfachhandel 2023 lag bei -4,3%, wobei die Entwicklungen in den Vorjahren deutlich zweistellig negativ waren (BTE). Die Entwicklung 2024 entspricht in etwa dem Vorjahr.

Nach Berechnungen des BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) stieg das Marktvolumen mit Schuhen in Deutschland in 2023 um 0,9 % auf insgesamt etwa 11,6 Mrd. Euro. Im Vergleich zur Zeit vor der Coronapandemie liegen die Umsätze im gesamten Schuhhandel noch etwa 2 % unter dem Niveau von 2019. Der Online-Handel mit Schuhen sank 2023 um -14%, der mit Bekleidung um -13% (BEVH). Im 1. HJ 2024 stieg der Online-Handel mit Schuhen knapp um 2%, der mit Bekleidung um 1%.

Auch die Geschäftsjahre 2023/2024 und 2024/2025 sind stark geprägt von den steigenden Lebenshaltungskosten, dem anhaltenden Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie. Daher leidet der Schuhhandel unter der allgemein schlechten Konsumstimmung. Viele Kundinnen und Kunden achten aufgrund der steigenden Energiekosten und der allgemeinen Preissteigerungen genau auf ihr Ausgabenbudget.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 entwickelte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit -0,5% leicht negativ. Dies ist eine Umsatzreduzierung um 8,5% gegenüber dem Vorcoronageschäftsjahr 2019. Der Brutto-Umsatz 2023/2024 betrug EUR 49,1 Mio. Nach Abschlussbuchungen gehen wir von einem leicht negativen Jahresüberschuss aus.

Das laufende Geschäftsjahr vom 01.02.2024 bis 30.09.2024 entwickelt sich moderat. Der Umsatz ist in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr leicht um -1 % zurückgegangen. Dies bedeutet ein Minus von 14% zum Vorcoronaniveau 2019. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 planen wir mit einem ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr, aufgrund der stark gestiegenen Kosten jedoch wiederum mit einem leicht negativen Jahresüberschuss.

Die stark gestiegenen Kosten bereiten allen Unternehmen große Probleme. Diese müssten bei niedrigeren Umsätzen nach betriebswirtschaftlicher Logik sinken, aber bei Energiepreisen, Löhnen und Mieten ist das Gegenteil der Fall. Die Erholung beim Umsatzniveau wird durch die drastischen Kostensteigerungen stark getrübt.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Als gewichtige Risiken sind 2024/2025 das verhaltene Konsumentenverhalten und die steigenden Kosten zu sehen. Die weitere Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2024/2025 wird davon abhängen, wie sich die Kundenfrequenzen und das Konsumentenverhalten unter dem Eindruck der steigenden Lebenshaltungskosten entwickeln.

Der Gefahr eines zu hohen Warenbestandes wird mit einer deutlich reduzierten Einkaufsmenge begegnet. Die Problematik auf dem Beschaffungsmarkt durch Probleme in der Lieferkette sind zum aktuellen Zeitpunkt kein größeres Problem für das Unternehmen, da die Beschaffung in Europa davon ausgenommen ist und bei Beschaffung in Fernost über frühe Auftragserteilung eine Verzögerung bei den Lieferterminen kompensiert werden kann. Die zu erwartenden Preiserhöhungen für Waren aus Fernost aufgrund der höheren Transportkosten werden die gesamte Schuhbranche betreffen, insbesondere jedoch Anbieter im unteren Preissegment. Daher erwarten wir im Wettbewerbsvergleich keine größeren Probleme.

Die Erhöhungen des Mindestlohnes und die entsprechend notwendigen Anpassungen des gesamten Lohngefüges führten nach den drei Erhöhungen 2022 zu einer dramatischen Personalkostensteigerung. Da 2023 keine Erhöhung des Mindestlohns erfolgte, muss hier nicht mit einer wesentlichen Personalkostensteigerung gerechnet werden. Die Erhöhung des Mindestlohns zum 01.01.24 und 01.01.25 um 3,4% bzw. 3,2% wird eine entsprechende Personalkostensteigerung nach sich ziehen.

Den Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Energie, Produkt und Mieten wollen wir mit einer Umsatzsteigerung durch moderate Steigerung der Verkaufspreise, Erhöhung der Zusatzverkäufe und der Gewinnung durch Marktanteile begegnen. Insbesondere gehen wir davon aus, dass in nächster Zeit durch die Auswirkung der Corona-Pandemie und steigender allgemeiner Kosten der Wettbewerbsdruck deutlich zunehmen wird und Unternehmen mit unsolider Finanzsituation Marktanteile verlieren werden.

Trotz der seit Jahren unverändert drückenden Probleme in der Branche behauptet sich das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 71,4 % im Geschäftsjahr 2022/2023 und einem rundum soliden Filialnetz, sodass derzeit keine nennenswerten Risiken aus dem Markt zu erkennen sind. Seit Jahren gelingt es dem Unternehmen, sich gegen den negativen Umsatztrend der Branche zu behaupten und das Abschneiden ist besser als die sonstigen Entwicklungen am Markt. Infolge der guten Liquiditätslage der Gesellschaft bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken.

Die kurz- und mittelfristige Erfolgsplanung wird laufend aktualisiert, um rechtzeitig Änderungen im Trend erkennen zu können. Wir rechnen im Geschäftsjahr 2024/2025 bei einem Brutto-Umsatz von ca. EUR 49 Mio. mit einem leicht negativen Jahresergebnis aufgrund der extremen Kostenentwicklung.

Unsere finanzielle Situation ist auch unter Berücksichtigung der unklaren weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen infolge der Corona-Krise gut. Unsere Unabhängigkeit von Banken in den vergangenen Jahren und die hohe Liquidität machen sich in Krisenzeiten bezahlt. Wir haben weiterhin Einsparmaßnahmen eingeleitet wie bspw. Kürzungen im Werbebereich oder reduzierte Einkaufsbudgets. Mit einem Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenguthaben und Wertpapieren in Höhe von rund EUR 20 Mio. ist unsere finanzielle Situation unter Berücksichtigung dieser Krisensituation stabil.

3. Chancen zur künftigen Entwicklung

Die nachhaltige Positionierung des Unternehmens im Wettbewerb kann durch die Fortsetzung des Ausbaus des Filialnetzes und vor allem durch dessen ständige Modernisierung weiter gefestigt werden. Insbesondere wird diese Entwicklung durch die Integration von hochwertigen Marken-Shops in das Ladenbaukonzept ergänzt und auf solider finanzieller Basis fortgesetzt.

Trotz der scheinbaren Übermacht des Distanzhandels werden 2024 wieder größere Umsätze im stationären Handel erwirtschaftet. Die Wachstumsdynamik im Online-Schuhhandel ist nicht mit der anderen Branche vergleichbar, da sie deutlich verhaltener ist. Der stationäre Schuhhandel hat also offensichtlich weiterhin seine Daseinsberechtigung.

Die Mayer ́s Markenschuhe GmbH will weiterhin ihren Anteil am Schuhmarkt behaupten und ausbauen, indem sie die bestehenden Vorteile gegenüber dem Distanzhandel weiter pflegt und ausbaut. Dies erfolgt mit einem attraktiven und vielseitigen Angebot vor Ort und den Vorteilen des stationären Handels wie Beratung, Probetragen und sofortiger Verfügbarkeit.

Zahlreiche Aktivitäten in Personalmarketing und Employer Branding zielen darauf ab, die bestehenden Mitarbeiter weiterhin dauerhaft an das Unternehmen zu binden und bei potentiell neuen Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten.

Durch gezielte Schulungs- und Motivationsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter wird das sehr gute Niveau unserer Leistungen in allen Bereichen auch für die Zukunft gewährleistet. Dies gilt insbesondere für die Leistungen im Bereich der Kundenansprache, Markenverkäufe und Warenpräsentation. Hauptziel der Schulungsaktivitäten ist, die Personalqualitäten in den Bereichen Beratung, Service und Präsentation auf einem sehr hohen Stand zu halten und neue Mitarbeiter intensiv zu unterstützen.

Die Multichannel-Marketing Aktivitäten werden weiter ausgebaut, um die hohe Sichtbarkeit bei den Kunden zu erhalten und weiter auszubauen. Die hohe Online-Sichtbarkeit von Mayer ́s Markenschuhe GmbH auch ohne eigenen Online-Shop zeigt die Erfolge des Online-Marketings. Das erfolgreiche Multichannel-Marketing wird fortgesetzt und weiter ausgebaut. Dabei werden die langjährig erfolgreichen Maßnahmen wie Printwerbung und Kundenbindungsaktionen vor Ort um Onlinemedien wie Homepage, Online-Prospekt, Newsletter und Aktivitäten in sozialen Netzwerken ergänzt.

Die partnerschaftliche Kooperation mit Markenherstellern bietet einen immensen Vorteil bei der langfristigen erfolgreichen Geschäftspolitik und wird weiter intensiviert, um den Kunden nicht nur eine hervorragende Qualität bei der Beratung zu bieten, sondern auch absolut marktgerechte Schuhe anzubieten.

Zusammenfassend streben wir einen kontinuierlichen Anstieg der Umsatzerlöse und eine Steigerung der Ertragssituation sowie eine Steigerung der Jahresüberschüsse in den nächsten Jahren an. Wir gehen davon aus, dass sich das Geschäftsjahr 2024/2025 beim Umsatz ähnlich entwickeln wird als das Jahr 2023/2024, jedoch geprägt von einer allgemeinen Kostenexplosion. Wir rechnen mit einem leicht negativen Jahresüberschuss und damit einem Rückgang beim Ergebnis.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten i. S. d. Handelsgesetzbuches zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Forderungsausfälle werden im Rahmen des Mahnwesens geprüft. Die Buchführung und das Mahnwesen funktionieren sehr zuverlässig. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

 

Treuen, den 25.11.2024

Oskar Kottmann

Dr. Georg Bantleon

Henriette Tröger

Nora Schöppe

Bilanz zum 31.01.2023

für Zwecke der Offenlegung gem. § 327 HGB

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00 ) 9,00 0,0
II. Sachanlagen
- davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken EUR 258.791,13 (Vorjahr: EUR 291.905,13 )
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 628.591,00 (Vorjahr: EUR 583.321,00 ) 887.382,13 875,2
III. Finanzanlagen
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 1,00 (Vorjahr: EUR 1,00 ) 1,00 887.392,13 0,0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 10.848.066,99 10.524,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 426.972,98 1.165,8
III. Wertpapiere 8.564.428,70 2.995,7
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.724.335,99 31.563.804,66 14.007,0
C. Rechnungsabgrenzungsposten 87.201,52 81,7
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,0
32.538.398,31 29.650,0

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153,4
II. Eigene Anteile -38.346,89 -38,3
III. Gewinnvortrag 22.362.489,83 19.377,2
IV. Jahresüberschuss
745.073,51 23.222.604,01 2.985,2
B. Rückstellungen 3.511.268,98 3.647,5
C. Verbindlichkeiten 5.804.525,32 3.525,0
32.538.398,31 29.650,0

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.02.2022-31.01.2023

für Zwecke der Offenlegung gem. § 327 HGB

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 24.300.304,97 22.532,2
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.248.268,69 7.948,9
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.763.760,93 1.701,8
3. Abschreibungen auf immaterielle Ver- Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 266.806,86 287,1
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.840.603,75 23.119.440,23 8.969,1
5. Betriebsergebnis 1.180.864,74 3.625,3
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.700,61 211,7
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 123.278,76 -71.578,15 103,5
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 330.252,95 728,6
9. Ergebnis nach Steuern 779.033,64 3.004,9
10. Sonstige Steuern 33.960,13 19,7
11. Jahresüberschuss 745.073,51 2.985,2

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis 31.01.2023

der Mayer ́s Markenschuhe GmbH, Treuen für Zwecke der Offenlegung gem. § 327 HGB

A. Allgemeine Angaben

Die Mayer ́s Markenschuhe GmbH hat ihren Sitz in Treuen und ist unter der Registernummer HRB 1744 beim Amtsgericht Chemnitz eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesellschaftsvertrages und des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB und der §§ 268 - 274a HGB und der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Bei der Mayer ́s Markenschuhe GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft (vgl. § 267 Abs. 3 HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr, bis auf folgendes, unverändert geblieben. Im Geschäftsjahr kam es zu einer Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu den sonstigen Verbindlichkeiten, da der Darlehensgeber nicht mehr Gesellschafter der Gesellschaft ist.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

I. Anlagevermögen

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

2. Sachanlagen

Bewegliche Anlagegegenstände wurden linear und auch aus der Vergangenheit heraus degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von EUR 800,00 sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist (gemildertes Niederstwertprinzip).

3. Finanzanlagen

Die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft wurde zu Anschaffungskosten abzüglich außerplan-mäßiger Abschreibung bewertet.

4. Außerplanmäßige Abschreibungen

Bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mussten im Geschäftsjahr 2022/2023 keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden.

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Damit werden alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich insbesondere aus geminderter Verwertbarkeit (Saisonartikel) ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Einzelwertberichtigungen mussten nicht gebildet werden. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung wird mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, der dem Zeitwert entspricht, und soweit dieser nicht die Kriterien als Deckungsvermögen i.S.d. HGB erfüllt, unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Somit erfüllen die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung nicht die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Zum 31.01.2023 wurden TEUR 10,5 als Deckungsvermögen nach den IDW RH FBA 1.021 gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Abschnitt B. III Nr. 3 Rückstellungen für Pensionen)

3. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere werden zum Anschaffungskurs bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

4. Kassen und Bankguthaben

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen.

6. Außerplanmäßige Abschreibungen

Bei den Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden entsprechend § 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, wurden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen.

7. Aktive und passive latente Steuern

Auf die Bildung aktiver latenter Steuern wird infolge des Aktivierungswahlrechtes verzichtet. Aktive latente Steuern resultieren aus dem Unterschiedsbetrag der handels- und steuerrechtlichen Wertansätze der Pensionsrückstellung. Der Unterschiedsbetrag beläuft sich auf ca. TEUR 901,8 vor Berücksichtigung von Deckungsvermögen. Passive latente Steuern bestehen nicht.

III. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungs-mathematischen Grundsätzen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf Basis eines versicherungs-mathematischen Gutachtens unter Verwendung der PUC Methode nach IAS 19 errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird für alle betroffenen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren von 1,78% bei der Bewertung zugrunde gelegt. Es wurden ausschließlich feste Beträge zugesagt, so dass erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen unbeachtlich sind. Weiterhin wurde keine Fluktuationsrate sowie ein Rententrend von 0,00% bei der Geschäftsführerversorgung unterstellt. Bei der Arbeitnehmerversorgung wurde ebenso keine Fluktuationsrate, aber eine Rentendynamik von 1,00% unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die durch Rückdeckungsversicherung gedeckt sind. Die angelegten Vermögens-Gegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der genannten Verpflichtungen und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wird der Aktivwert, der nicht die Voraussetzungen der Saldierung des § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB erfüllt, ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellung wurde unter Beachtung des IDW RH FAB 1.021 ermittelt.

Angaben zu den Rückstellungen für Pensionen:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen 2.669,9
Saldierungsfähiges Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. HGB zum 331.01.2023 1.925,0
Pensionsrückstellung nach Saldierung 744,9

Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden ausgeschütteten Erträge, die Abschreibungen aufgrund des Zeitwertrückgangs sowie die Verrechnung mit den Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2022/2023 sind nachfolgend dargestellt:

TEUR
Zinsanteil 57,3
Zinsänderungseffekt 11,5
Zinsertrag des Deckungsvermögens -44,1
Veränderung der Aktivierung 2,3
Personalaufwand -384,3

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31.01.2023 EUR 54.076,00. Bei einem Wertansatz nach § 253 HGB -bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinses- beträgt die Pensionsverpflichtung, vor Berücksichtigung des Deckungsvermögens, TEUR 2.724,0.

Als sonstige Vermögensgegenstände wurden TEUR 10,5 gesondert aktiviert. Der Aufwand aus der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 beträgt TEUR 99,4.

2. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen aus Ertragsteuern betragen zum 31.01.2023 TEUR 922,1.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -soweit vorhanden- werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst.

IV. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

V. Rechnungsabgrenzung

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

VI. Bilanzierungs- und Bewertungsstetigkeit

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

VII. Währungsumrechnung

Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Vermögensgegenstände oder Schulden in fremder Währung.

C. Der Anlagenspiegel wird gesondert beigefügt

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

1. Beteiligungen

Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben nach § 286 Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 HGB.

2. Restlaufzeiten der Forderungen

Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Art der Forderung EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.544,02 39.544,02 0,00
(Vj. 4.509,85) (Vj. 4.509,85) (Vj. 0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 387.428,96 376.914,96 10.514,00
(Vj. 1.161.257,38) (Vj. 594.125,37) (Vj. 567.132,01)
Gesamt 426.972,98 416.972,98 10.514,00
(Vj. 1.165.767,23) (Vj. 598.6325,22) (Vj. 567.132,04)

3. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden die Aktivwerte der nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 10,5 (Vj. TEUR 567,1) ausgewiesen. Weiterhin werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen vor allem Körperschaft- und Gewerbesteuererstattungen sowie Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 200,5 aus dem Vorjahr sowie Forderungen aus KUG in Höhe von TEUR 0,0 (Vj. TEUR 172,2) ausgewiesen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (TEUR 153,4) ist voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft mit Notarvertag vom 03.12.2021 eigene Anteile mit einem Nominalwert von TEUR 38,3 für einen Kaufpreis von TEUR 1.200,0 erworben. Der den Nominalwert übersteigende Kaufpreis vonn EUR 1.161,7 wurde von dem Gewinnvortrag abgezogen.

Das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar:

31.01.2023 31.01.2022
TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 153 153
Eigene Anteile -38 -38
Ausgegebene Anteile 115 115
Gewinnvortrag 22.363 19.377
Jahresüberschuss 745 2.985
Gesamt-Eigenkapital 23.223 22.477

Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren von 1,78%. Zum durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren von 1,46% ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 54.076,00. Der Unterschiedsbetrag ist für eine Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Im Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung (Wertansatz nach § 253 HGB) zum 31.01.2023 beträgt TEUR 2.669,9. TEUR 1.925,0 wurden als Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB zum 31.01.2023 unter Beachtung des IDW RH FAB 1.021 ( Rückdeckungsversicherungen), die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen berücksichtigt und wurden mit diesen Schulden entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31.01.2023 auf TEUR 744,9.

6. Wesentliche sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: Sonstige Nebenkosten (TEUR 600,0), Urlaubs- und Überstundenansprüche (TEUR 697,0), Nachzahlungen an Mieten und Nebenkosten (TEUR 367,5) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 70,0).

7. Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Art der Verbindlichkeit EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.372.158,23 3.372.158,23 0,00
(Vj. 1.560.116,85) (Vj. 1.560.116,85) (Vj. 0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00
(Vj. 613.550,26) (Vj. 613.550,26) (Vj. 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.432.367,09 2.253.794,25 178.572,84
(Vj. 1.351.293,64) (Vj. 1.498.760,51) (Vj. 147.159,54)

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

TEUR %
Inland 41.681,7 99,9
EU-Ausland 6,3 0,0
Übriges Ausland 6,3 0,1
41.694,3 100,0

2. Sonstiger betrieblicher Ertrag

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Sachbezüge (TEUR 92,4), Überbrückungshilfe (TEUR 0,0) und Versicherungsentschädigungen (TEUR 7,6) enthalten. In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7,3 EUR (Vj. TEUR 26,7) enthalten.

3. Materialaufwendungen

Die Materialaufwendungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 17.540,7 und sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 16.328,2) angestiegen.

4. Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen (TEUR 12.012,0) sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 9.650,6), deutlich angestiegen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 10.840,6 (Vj. TEUR 8.969,1) beinhalten vor allem Raumkosten wie Mietaufwendungen und Nebenkosten (TEUR 6.672,7) sowie Werbeaufwendungen (TEUR 1.233,8), Verwaltungskosten (TEUR 831,4) und Vertriebskosten (TEUR 514,7).

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen oder Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 123,3 (Vj. TEUR 103,1). In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 99,4 (Vorjahr TEUR 70,2) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf TEUR 51,7 (Vorjahr TEUR 211,7) und beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus der Anlage in Wertpapieren.

E. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergeben sich in Höhe von insgesamt TEUR 25.624,5 sonstige, nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende, finanzielle Verpflichtungen. Dabei handelt es sich um zukünftige Verpflichtungen aus Mietverträgen für Verkaufsräume sowie aus Leasingverträgen bis zum Laufzeitende.

Bei Kreditinstituten bestehen Bürgschaften und Garantien in Höhe von TEUR 598,4 sowie Briefgrundschulden in Höhe von TEUR 1.533,8. Akkreditive bestehen in Höhe von TEUR 105. Das Wertpapiervermögen ist mit einem Betrag von TEUR 8.072,9 für Sicherungszwecke verpfändet.

Bei den Wareneinkäufen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte bis zur Bezahlung der Waren.

2. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor.

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl
Angestellte 420
Aushilfen 68
Gesamt 488

Weiterhin beschäftigt die Gesellschaft 7 Auszubildende.

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Oskar Kottmann, Diplom-Kaufmann, seit dem 03.05.1990

Frau Henriette Tröger, Handelsfachwirtin, seit dem 05.01.2010

Herr Dr. Georg Bantleon, seit dem 03.12.2021

Frau Nora Schöppe, seit dem 19.01.2024

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Der Jahresabschlussprüfer hat im Geschäftsjahr ein Gesamthonorar (Netto) von TEUR 9,4 erhalten. Für Abschlussprüfungsleistungen wurden TEUR 9,4 (Netto), für Steuerberatungs-leistungen und für sonstige Leistungen TEUR 0 vergütet.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 sind hier die durch das Corona-Virus ausgelöste und andauernde Krise sowie der Krieg in der Ukraine und Israel zu nennen. Zum jetzigen Zeitpunkt zeichnen sich für 2024 aufgrund der laufenden Projekte sowie eingehender Aufträge keine negativen Folgen ab. Angesichts der bestehenden Krisen ist aber mit Liefer- und Materialengpässen sowie steigenden Energiepreisen zu rechnen.

Die zukünftigen Folgen für das Unternehmen, wie auch für die Gesamtwirtschaft, sind nur schwer abzuschätzen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht Risiko- und Prognosebericht

 

Treuen, den 25.11.2024

Oskar Kottmann

Henriette Tröger

Dr. Georg Bantleon

Nora Schöppe

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 02.12.2024.

C. Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.02.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 31.01.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme 291.571,39 0,00 0,00 291.571,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 2.123.967,55 0,00 0,00 2.123.967,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.342.614,66 282.630,86 81.574,91 7.543.670,61
9.466.582,21 282.630,86 81.574,91 9.667.638,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.000,00 0,00 0,00 16.000,00
16.000,00 0,00 0,00 16.000,00
9.774.153,60 282.630,86 81.574,91 9.975.209,55
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.02.2022 Zugänge 202/2023 Abgänge 2022/2023 Stand 31.01.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme 291.562,39 0,00 0,00 291.562,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.832.062,42 33.114,00 0,00 1.865.176,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.717.466,65 233.692,86 36.079,90 6.915.079,61
8.549.529,07 266.806,86 36.079,90 8.780.256,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.999,00 0,00 0,00 15.999,00
15.999,00 0,00 0,00 15.999,00
8.857.090,46 266.806,86 36.079,90 9.087.817,42
Buchwert
Stand 31.01.2023 Stand 31.01.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme 9,00 9,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 258.791,13 291.905,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 628.591,00 583.321,00
887.382,13 875.226,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1,00 1,00
887.392,13 875.236,13

Hinweis: Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mayer`s Markenschuhe GmbH, Treuen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mayer`s Markenschuhe GmbH, Treuen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Februar2022 bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mayer`s Markenschuhe GmbH, Treuen, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 geprüft. Die Erklärung der Unternehmensführung nach § 21 EntgTranspG -Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit- haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 und

 

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Angaben nach § 21 EntgTranspG -Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit- im Lagebericht der Gesellschaft genannten Bestandteile.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung der Unternehmensführung nach § 21 EntgTranspG zum Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit im Lagebericht (vgl. Abschnitt B Nr. 7 im Lagebericht der Gesellschaft).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kempten, 25.11.2024

ETL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Sauer, Wirtschaftsprüfer

Ambros, Wirtschaftsprüfer

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