DRTJ Organic Cosmetics GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Penz seit 10.1.2025 | Geschäftsführer |
Timo Knapheide seit 25.3.2022 | Prokura |
Markus Bartenschlager seit 15.10.2019 | Geschäftsführer |
Jörg Walter Reimann seit 15.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% | |
| 33.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Digital Charging Solutions GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023PräambelDie Digital Charging Solutions GmbH (im Folgenden "DCS") unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:
Der Jahresabschluss der DCS ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über finanzielle Mittel, die nach sorgfältiger Prüfung und Prognose den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf für die kommenden Geschäftsjahre vollumfänglich decken. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Wahlrecht zur Bilanzierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände wurde, wie bereits im Vorjahr, auch in diesem Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. Entgeltlich erworbene Software, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Herstellungskosten bewertet und umfassen alle direkt zurechenbaren Einzelkosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden für alle absehbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf Basis einer sorgfältigen kaufmännischen Einschätzung gebildet. Die Bewertung erfolgt in Höhe des erforderlichen Erfüllungsbetrags. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt, erhaltene Anzahlungen mit dem Nennbetrag. Die DCS hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuer-Latenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 112 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) betreffen Lieferungen und Leistungen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.373 TEUR besteht im Wesentlichen aus im Voraus gezahlten Netzzugangsentgelten (446 TEUR) und Lizenzen (782 TEUR). Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 255 TEUR (Vorjahr: 255 TEUR) und ist vollständig eingezahlt. Des Weiteren erhöhte sich die Kapitalrücklage von 163.030 TEUR auf 174.030 TEUR. Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2023 wurde die Kapitalerhöhung in Höhe von 11.000 TEUR beschlossen. Die Einzahlungen der Gesellschafter erfolgten am 30. Juni 2023. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 31.016 TEUR bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 29.586 TEUR und Personalrückstellungen für 2023 in Höhe von 848 TEUR. Die Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter (aus Lieferungen und Leistungen) in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 473 TEUR besteht im Wesentlichen aus im Voraus abgerechneten Netzzugangsentgelten (408 TEUR). Angaben und Erläuterungen zur GuVDie Umsatzerlöse setzen sich aus Umsätzen mit Endkunden (173.794 TEUR) und Projektumsätzen (7.603 TEUR) zusammen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.486 TEUR, die sich aus Mietverpflichtungen für die Bürogebäude in Höhe von 3.440 TEUR sowie Kfz-Leasingverpflichtungen in Höhe von 46 TEUR zusammensetzen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse, die nach § 251 HGB und § 268 Abs. 7 HGB angegeben werden müssen, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Beschäftigte
Mitglieder der Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich im Berichtsjahr auf 1.111 TEUR. Der Aufsichtsrat erhält keine Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
Honorare des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beläuft sich gemäß § 285 Nr. 17 HGB auf insgesamt 70 TEUR. Davon entfallen 30 TEUR auf Abschlussprüfung, 30 TEUR auf andere Bestätigungsleistungen und 10 TEUR auf sonstige Leistungen. Nachtragsbericht Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. Juli 2024 wurde eine Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Betrag von insgesamt 3.600 TEUR entsprechend ihrer Beteiligungen am Stammkapital beschlossen. Weiterhin wurde vereinbart, dass die Gesellschafter beabsichtigen, per separatem Gesellschafterbeschluss über eine mögliche weitere Eigenkapitalfinanzierung der Gesellschaft durch erneute Zuzahlungen in bar in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gem. §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Betrag von insgesamt bis zu 2.400 TEUR entsprechend ihrer Beteiligungen am Stammkapital der Gesellschaft zu beschließen. Weitere relevante Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Berlin/München, den 19. Juli 2024 Geschäftsführer gez. Markus Bartenschlager gez. Jörg Reimann BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Digital Charging Solutions GmbH, Berlin PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Digital Charging Solutions GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Digital Charging Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 25. Juli 2024 BDO
AG
gez. Sartori, Wirtschaftsprüferin gez. Wirth, Wirtschaftsprüferin LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Digital Charging Solutions GmbH (DCS) entwickelt Ladelösungen für Automobilhersteller, Flottenbetreiber und Privatkunden und trägt damit maßgeblich zum Wandel hin zur Elektromobilität bei. Das öffentliche Ladenetzwerk der DCS ermöglicht die Nutzung von Ladesäulen einer Vielzahl von Ladestationsbetreibern (Charge Point Operators, CPOs). Damit macht die DCS das Laden von E-Fahrzeugen einfach, komfortabel und sicher und unterstützt zugleich die Automobilindustrie und Unternehmen bei der Umsetzung ihrer E-Mobilitätsstrategien. Das öffentliche Ladenetzwerk der DCS umfasst verschiedene Arten von Ladestationen (AC / DC / HPC). Ende des Jahres 2023 sind mehr als 720.000 Stationen in 31 Märkten im Netzwerk angebunden. In 2023 konnten so 10.966.335 Transaktionen über die DCS abgewickelt werden. Die Gesellschaft verfügt über langjährige Erfahrung bei der Einführung und Entwicklung von Services für öffentliches Laden und befand sich im Jahr 2023 weiterhin auf Wachstumskurs. Ziel der DCS ist es, sich weiterhin als ein führender Anbieter zu positionieren und das zukünftige Marktwachstum bestmöglich zu nutzen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Erhalt der Marktstellung im Bereich öffentlicher Ladelösungen, sondern es wurden auch erste Schritte im Ausbau des Angebots im Bereich des Home & Workplace Charging gemacht, um gegenüber den Wettbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben. Seit Anfang 2019 ist die DCS Teil des Mobility Joint Ventures der BMW Group und der Mercedes-Benz Group AG. Im Geschäftsjahr 2021 erwarb die BP Europa SE 33,3 % der Anteile und wurde dritter Gesellschafter der DCS. Über die Partnerschaft mit dem Mineralölkonzern wird die DCS künftig unter anderem kombinierte Lade- und Tanklösungen für Flotten- und Privatkunden anbieten. Das gemeinsame Privatkunden Ladeprodukt "Aral me" wurde in Q2 2023 in Betrieb genommen, das Flottenprodukt ist geplant in 2024 zu launchen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab 1. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche. Steigende Inflationsraten sorgen für eine Erhöhung der Zinsen und somit weniger Wirtschaftswachstum. Diese wirtschaftlichen Einschränkungen beeinflussen das Geschäftsmodell der DCS.
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Laut den offiziellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2023 524.219 Elektro-Pkw neu zugelassen - ein Plus von 11,4 Prozent und ein neuer Rekordwert 2. Der Markt für Plug-in-Hybride brach 2023 mit 175.724 Neuzulassungen allerdings gegenüber dem Vorjahr ein - um rund die Hälfte. Der Anteil von Elektroautos am Gesamtmarkt (2,84 Mio.) beträgt 18,4 Prozent mit einem Wachstum von 11,4 Prozent. Im Jahr 2022 waren es noch 470.559 neue Elektroautos. Das Wachstum hat sich deutlich abgeschwächt: 2022 wuchs das BEV-Segment gegenüber 2021 noch um 32,2 Prozent bei ähnlichem Marktanteil (17,7 Prozent) 3. Gründe für diese volatile Entwicklung dürften vor allem Vorzieheffekte im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Umweltprämie sein, die für gewerbliche Zulassungen Ende August und für Privatpersonen Mitte Dezember beendet wurde. Wohingegen 2022 von Versorgungsengpässen innerhalb der gesamten PKW-Produktionsketten geprägt war, insbesondere auf Grund der mangelnden Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten, wie z.B. Halbleitern, stand in 2023 die schwächelnde Nachfrage an elektrifizierten Fahrzeugen im Vordergrund. Auf Grund von Inflation, volatilen Energiepreisen und auslaufenden Umweltprämien übten sich Kunden in Zurückhaltung 4. Auch ein aggressives Pricing der OEMs konnte dem nicht entgegenwirken.
4
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/foerderung-elektroautos/
Die genannten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben auch Auswirkungen auf die konkreten branchenbezogenen Entwicklungstrends. Während einzelne Marktteilnehmer aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und schärfer werdenden Wettbewerbsbedingungen bereits aus dem Markt scheiden, nimmt die Investitionsintensität großer Player aus angrenzenden Märkten zu. 5 Eine Verschärfung des Wettbewerbs ist entsprechend genauso zu erwarten wie eine zunehmende Konsolidierung des Marktes.
5
www.electrive.net/2021/02/10/statkraft-wird-mehrheitseigner-von-bee-charging-solutions
2.2. Geschäftsverlauf Die Geschäftstätigkeit der DCS wird über folgende Leistungsindikatoren analysiert und gesteuert:
Die Transaktionsmarge wird nicht mehr als bedeutsamer Leistungsindikator betrachtet. Das Umfeld für die Geschäftstätigkeiten der DCS im Ausbau von Ladelösungen entwickelte sich auch im letzten Jahr rasant und gestaltet sich aufgrund der dynamischen Marktumgebung weiterhin herausfordernd. Wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben, wies die Anzahl an PKW-Neuzulassungen im Bereich von Elektrofahrzeugen einen neuen Rekordwert auf, jedoch bei verlangsamtem Wachstum. Trotz Herausforderungen (wirtschaftliche Entwicklung, stark volatile Energiepreise, auslaufende Umweltförderungen, usw.), erzielt die DCS im Ergebnis im Jahr 2023 ein deutliches Wachstum. Die Umsätze mit Endkunden stiegen um ca. 95 % und übertrafen die Erwartungen. Der Anstieg der Umsatzerlöse aus Ladetransaktionen führte zu einem Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen um ca. 27 %. Die Optimierung der Profitabilität der Umsätze mit Endkunden wird in den kommenden Jahren dennoch weiter im Fokus stehen. Die Projektumsätze stiegen erwartungsgemäß um ca. 2%. 2.3. Lage Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von 30.212 T€ (VJ 35.632 T€). Vor dem Hintergrund der auslaufenden Umweltförderungen und der stark volatilen Energiepreise schätzt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend ein. Im Hinblick auf die Planzahlen zeigten sich für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt leicht schlechtere Wachstumsaussichten als prognostiziert. 2.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 betragen 181.397 T€, im Vorjahr beliefen sich diese auf 96.624 T€, was ein Umsatzwachstum von 88 % bedeutet und damit leicht unter Plan liegt. Im Vergleich zum Wachstum der Umsätze mit Endkunden (95 % von 89.120 T€ auf 173.794 T€) stiegen die aus Market Rollouts, Change requests und Implementierungen resultierenden Projektumsätze mit den OEMs und Flottenbetreibern nur um 2 % von 7.434 T€ auf 7.603 T€. Die Anzahl an Transaktionen (Ladevorgänge) stieg von 6.870.203 auf 10.966.335 im Vergleich zum Vorjahr um 60 %, was vor allem an einer höheren Anzahl an Transaktionen pro aktiven Kunden lag. Die Anzahl an registrierten Kunden stieg um über 48 % auf 714.948; die Anzahl der aktiven Kunden stieg im Vergleich zu den registrierten Kunden sogar noch stärker. Die Anzahl an Transaktionen und der Kundel lagen jedoch etwas unter Plan. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.026 T€ (VJ 1.424 T€) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Fremdwährungsbewertung (827 T€, VJ 390 T€). Der Aufwand für bezogene Waren hat sich von 81.795 T€ im Vorjahr bedingt durch das Wachstum der Charging-Umsätze im Berichtsjahr auf 157.684 T€ erhöht. Ferner hat sich der Aufwand für bezogene Leistungen um 27 % auf 2.792 T€ (VJ 2.202 T€) erhöht, was im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für den Callcenter Service aufgrund der höheren Transaktionsvolumina resultiert. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um 23 % von 20.780 T€ auf 25.614 T€ gestiegen. Maßgeblicher Faktor für die Erhöhung ist die gestiegene durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 200 (VJ) auf 246 Personen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 24.380 T€ (VJ 26.553 T€). Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für IT-Dienstleistungen, Produktentwicklung, Rechts- und Beratungsleistungen und Mieten. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung resultieren zum überwiegenden Teil aus Beratungsaufwendungen für IT-Dienstleister im Rahmen der Weiterentwicklung der DCS-Plattform sanken leicht auf 18.504 T€ (VJ 18.899 T€). Die Abschreibungen in Höhe von 2.508 T€ bewegen sich auf Vorjahresniveau (2.478 T€). Sie resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungen auf die im Rahmen des Carve-Outs von der BMW Group übernommene IT-Plattform sowie ebenfalls in diesem Kontext übertragenen Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von 30.212 T€ (VJ 35.632 T€). 2.3.2. Finanzlage Die Gesellschaft ist wie auch im Vorjahr zu 100 % eigenkapitalfinanziert, entsprechend bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 8.464 T€ (VJ 27.676 T€). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis sowie aus dem gegenläufigen Effekt aus einem Zahlungsmittelzufluss aus der Finanzierung durch die Gesellschafter im Rahmen einer Einzahlung in die Kapitalrücklage i.H.v. 11.000 T€. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.3.3. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 verringerte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr von 69.671 T€ auf 66.163 T€. Das Anlagevermögen in Höhe von 3.460 T€ (VJ 5.719 T€) besteht in Höhe von 2.636 T€ (VJ 3.412 T€) hauptsächlich aus der im Rahmen des Carve-outs von der BMW Group übernommenen IT-Plattform sowie den Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind entsprechend der Umsatzentwicklung von 30.163 T€ im Vorjahr auf 41.289 T€ zum Bilanzstichtag gestiegen. Die Guthaben bei Kreditinstituten i. H. v. 17.321 T€ liegen unter dem Bestand des Vorjahres (28.614 T€). Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich deutlich von 28.135 T€ im Vorjahr auf 31.016 T€ per 31.12.2023. Dies ist im Wesentlichen auf die höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gegenüber Lieferanten insbesondere für Energie (26.241 T€, VJ 22.582 T€) zurückzuführen. Die Ursachen hierfür liegen in dem deutlichen Anstieg der Charging Umsätze. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Stichtag auf 6.400 T€ (VJ 968 T€) und betreffen ebenfalls vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Energielieferanten. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognose- und Chancenbericht Der Fokus der DCS liegt auf dem Ausbau der Elektromobilität, indem einem ständig wachsenden Kunden-Portfolio der Zugang zu dem größten Ladenetz Europas, u.a. durch White-Label-Produkte, angeboten wird. Dabei entwickelt die DCS marktführende digitale und kundenorientierte Ladelösungen, wie der eMobility Excellence Report im Dezember 2023 gezeigt hat. 7 Drei der Top 4 White Lable OEM Produkte werden von der DCS betrieben: Charge my Hyundai (Hyundai), My BMW (BMW) und Mercedes me (Mercedes-Benz).
7
https://emobilityexcellence.com/en/report-december-2023
In diesem Zusammenhang erwartet die Geschäftsführung, dass die DCS aufgrund ihrer bereits bestehenden Marktposition im europäischen Markt und ihrer hohen Reichweite durch ihr CPO-Partnernetzwerk sowie durch die strategische Allianz mit den Gesellschaftern Mercedes-Benz Group AG, BMW Group und BP Europa SE (BP) überproportional vom Marktwachstum profitieren wird. Das Management erwartet, dass nach den Einstieg des Gesellschafters BP Europa SE die Marktposition der DCS auch im Geschäftsjahr 2024 weiter gestärkt wird und die Erschließung neuer Marktsegmente beschleunigt werden kann. Gemeinsam mit BP plant die DCS das Portfolio an Produkten und Dienstleistungen signifikant zu erweitern. Zentraler Bestandteil ist das gemeinsame Fuel & Charge (F&C) Produkt, dass das Know-how und die Vorteile beider Partner vereint. F&C adressiert den Flottenkunden und bietet eine 360° "One-Stop Solution" für alle relevanten Anwendungsfälle wie z. B. Workplace- und Home-Charging sowie Public Charging. F&C soll in 2024 für die Flottenkunden verfügbar sein. Das gemeinsame B2C Produkt "Aral me" ist seit Q2 2023 für Privat-Kunden verfügbar. An weiteren Market-Launches und Produkterweiterungen wird gearbeitet. Die dafür erforderlichen Investitionen sowie der weitere Ausbau des Partnernetzwerkes werden in den folgenden Wirtschaftsjahren das Unternehmensergebnis auch weiterhin belasten. Für die Endkundenumsätze wird für das Kalenderjahr 2024 eine Steigerung um 49,92 % auf 261 Mio. € anvisiert. Diese Steigerung wird getragen von einer moderaten Erhöhung der Basis an registrierten Kunden um 54,97 % auf 1.107.968, aber insbesondere von einer signifikanten Erhöhung des Anteils der aktiven Kunden und der damit einhergehenden Steigerung der Anzahl der Ladevorgänge um 42,44 % auf 15.620.864. Eine Steigerung der Umsätze mit Endkunden wird aufgrund des allgemeinen Marktwachstums an vollelektrischen Fahrzeugen und der Marktposition der DCS als sehr wahrscheinlich angesehen. In 2023 ist unser B2C Service CHARGE NOW live gegangen, welcher Fahrern von Elektroautos Zugang zu einem der größten Ladenetze Europas bietet. Mit unserem eigenen Produkt erwarten wir auch hier mittel- bis langfristig deutliche Umsatzsteigerungen. Aufgrund schwacher wirtschaftlicher Entwicklung, stark volatilen Energiepreise und auslaufender Umweltförderungen für Elektrofahrzeugen besteht eine höhere Planungsunsicherheit in Bezug auf die Transaktionsumsätze durch Kundenneuregistrierungen. Jedoch gehen wir davon aus, das Geschäft mit den vorhandenen Mitteln fortführen zu können. Für die DCS-Leistungsindikatoren ist folgende Entwicklung geplant (gemäß Forecast I Mai 2024):
Auch bezüglich der aktiven Kunden plant das Management mit einer signifikanten Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr. Die DCS verfolgt auch im Jahr 2024 die Strategie, ihre Marktposition im Gründungsland Deutschland, aber vor allem in Europa und international weiter auszubauen. Auch in Zukunft muss das Anbieten von Elektromobilitätslösungen sich mit rechtlichen und steuerlichen Unklarheiten auseinandersetzen in Bezug auf Definition der angebotenen Leistungen, Wettbewerber etc. Änderungen des regulatorischen Umfelds auf nationaler und internationaler Ebene werden die Geschäftstätigkeit der DCS weiterhin beeinflussen und den wachsenden Markt der Mobilitätsdienstleistungen stärker definieren. Die politische Entwicklung zu klimaneutralen Neuwagen ab 2035 wird für unser Geschäftsmodell mithin weiterhin bedeutend sein. Die Gesellschaft wird auch im Geschäftsjahr 2024 ein negatives Jahresergebnis erzielen. Das Ziel der Geschäftsleitung bleibt es, mittelfristig über das Unternehmen ein nachhaltig positives wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen. Dies soll vor allem über gesteigertes Volumen und Profitabilitätsmaßnahmen erfolgen. 3.2. Risikobericht Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, durch das sichergestellt ist, dass sämtliche bekannten Risiken für die Gesellschaft kontinuierlich erfasst, evaluiert und ggf. mitigiert werden. Besonderes Augenmerk liegt aufgrund des Geschäftsmodells der DCS auf Informationssicherheitsrisiken. Um sich bestmöglich gegen etwaige Risiken abzusichern, ist die Gesellschaft nach ISO 27001 zertifiziert - die Rezertifizierung findet in Q2 2024 statt. Für eventuell auftretende IT-Probleme wurden automatisierte Warnsysteme entwickelt, welche allgemeine technische und fachliche KPIs im Plattformbetrieb permanent überwachen, um die hohe Verfügbarkeit der Plattform und ihrer Bestandteile zu gewährleisten. Zusätzlich wurden drei Informationssicherheitsexperten für die Bereiche Cloud, Workplace und Produkt eingestellt. Aufgrund der Globalisierung und weiteren Erhöhung des Sicherheitsrisikos durch internationale Hackerangriffe, wird DCS weitere Investitionen für interne Sicherheitsexperten und Sicherheitssysteme tätigen. Es bestehen Marktrisiken, deren Ausprägung insbesondere auch von der Strategie der Wettbewerber und Automobil OEMs abhängt. Beispielsweise drängen Anbieter anderer Automobilkonzerne mit eigenen Lösungen auf den Markt. Gleichzeitig erhöhen viele Automobilhersteller ihre Eigenleistung im Bereich des Lade-Ökosystems und weiten entsprechend ihrer eigenen Kompetenzen aus. Dies führt zu einem verstärkten Wettbewerbs- und Anpassungsdruck auf dem deutschen und internationalen Markt für die DCS, wenngleich Qualität, Innovationskraft und Produktangebot bestehender Anbieter (wie DCS) nur mit erheblichem Aufwand erzielt werden kann und entsprechend relativ hohe Markteintrittsbarrieren vorhanden sind. Die Geschäftsführung erwartet zudem, dass sich künftig weitere Wettbewerber mit dem Angebot der DCS regional überschneiden werden. Demzufolge sind für die DCS der fortwährende Ausbau der Marktposition auf dem deutschen und den internationalen Märkten von großer Bedeutung, damit das Kerngeschäft erfolgreich fortgeführt werden kann. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden für unser Unternehmen Forderungsausfallrisiken. Diese Risiken ergaben sich aus möglichen Zahlungsunfähigkeiten unserer Kunden, die ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber unserem Unternehmen nicht erfüllen könnten. Zur Identifikation und Bewertung dieser Risiken wurden regelmäßige Bonitätsprüfungen unserer Geschäftspartner durchgeführt. Im Rahmen unserer internationalen Geschäftstätigkeiten sind wir Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die aus Schwankungen der Wechselkurse resultieren. Diese können den Wert unserer Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen beeinflussen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir alle relevanten Währungspositionen systematisch erfasst und die Volatilität der entsprechenden Wechselkurse analysiert. Durch die kontinuierliche Überwachung der Forderungsausfalls- und der Fremdwährungsrisiken und die Implementierung gezielter Risikomanagementmaßnahmen konnten wir im Geschäftsjahr 2023 diese Risiken erfolgreich identifizieren, bewerten und steuern. Als strategisches Risiko erachtet die Geschäftsführung die fortlaufende Sicherstellung der zur Umsetzung des geplanten Wachstumspfads notwendigen Kapitalisierung der Gesellschaft mit Eigen- und ggf. Fremdkapital. Die Shareholder BMW Group und Mercedes-Benz Group AG, welche über die YOUR NOW Holding GmbH beteiligt sind, sowie die BP Europa SE (BP) haben zugesichert die erforderlichen finanziellen Mittel bis zum geplanten break-even-point der DCS zur Verfügung zu stellen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 10. Juli 2024 wurde eine Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft im Betrag von insgesamt 3.600 T€ entsprechend ihrer Beteiligungen am Stammkapital beschlossen. Weiterhin wurde vereinbart, dass die Gesellschafter beabsichtigen, per separatem Gesellschafterbeschluss über eine mögliche weitere Eigenkapitalfinanzierung der Gesellschaft durch erneute Zuzahlungen in bar in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft im Betrag von insgesamt bis zu 2.400 T€ entsprechend ihrer Beteiligungen am Stammkapital der Gesellschaft zu beschließen. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Gesetzgeber auf nationaler und europäischer Ebene Zugang, Bezahlung und Preissetzung an der Ladesäule weiter in den Fokus nehmen wird. Im Jahr 2021 wurde dazu auf nationaler Ebene (d.h. nur in Deutschland) die Ladesäulenverordnung umgesetzt, welche kartenbasierte Bezahlung und "ad-hoc Laden" an allen öffentlichen Ladesäulen ermöglichen soll. Ähnliche Regelungen sind in der "Alternative Fuel and Infrastructure Regulation" vorgesehen, deren Regelungen im April 2024 wirksam werden. Dies stellt für das bestehende Geschäftsmodell der DCS ein Risiko dar. Beispielsweise kann der Wettbewerbsvorteil des größten Ladenetzes an Bedeutung verlieren oder Tarife müssen auf Grund von gesetzlichen Vorgaben für die Preissetzung geändert werden. Die Auswirkungen der Gesetzgebung werden von der Geschäftsführung - auch in Abstimmung mit weiteren Marktakteuren - genauestens beobachtet. Das Management der Gesellschaft stellt durch permanente Marktbeobachtung sicher, dass auf Risiken, die aus der Veränderung der Marktpreise oder einer veränderten Wettbewerbssituation erwachsen, schnellstmöglich reagiert werden kann.
Berlin/München, den 19. Juli 2024 Die Geschäftsführung Jörg Reimann Markus Bartenschlager |
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