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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Detlev Dr. Harig seit 13.11.2020 | Geschäftsführer |
Alexander Michael Reus seit 13.11.2020 | Geschäftsführer |
Gabriele Gräber seit 14.1.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
Graeber & Partner Fachpersonal GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Graeber & Partner Fachpersonal GmbHAufgelöst | 10.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Graeber & Partner Fachpersonal GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015
Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015I. Allgemeine GrundsätzeDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der Graeber & Partner Fachpersonal GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB auf und nimmt daher teilweise die entsprechenden größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - sofern abnutzbar - vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear pro rata temporis über folgende zugrunde gelegte Nutzungsdauern vorgenommen: Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. In früheren Geschäftsjahren wurden gemäß § 254 HGB in geringem Umfang aufgrund steuerlicher Vorschriften degressive Abschreibungen vorgenommen. Diese wurden im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt. Gemäß den Übergangsvorschriften des BilMoG wurden die niedrigeren Wertansätze beibehalten. Das laufende Jahresergebnis wurde durch die Fortführung dieser steuerrechtlichen Abschreibungen nur unwesentlich beeinflusst. Auch zukünftig sind keine erheblichen Auswirkungen daraus zu erwarten. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. 2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Dabei wird das allgemeine Zins- und Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung von 2 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes berücksichtigt. Liquide Mittel werden zum Stichtag mit dem Nennwert bewertet. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich um Ausgaben vor dem Stichtag, die den Zeitraum nach dem Stichtag betreffen. 4. Eigenkapital Die eigenen Anteile (10 %) werden in Höhe des Nennbetrages offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. 5. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung beinhaltet die Pensionsverpflichtung in Höhe von 206.446 EUR abzüglich der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von 169.914 EUR. Die Rückdeckungsversicherungen sind an den Pensionsberechtigten verpfändet und werden daher mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Rückdeckungsansprüche wurden mit dem nach steuerrechtlichen Vorschriften (EStR H 6a (23)) ermittelten Aktivwert bewertet. Aufgrund von im Berichtsjahr geleisteten Versicherungsbeiträgen und versicherungsseitig erwirtschafteten Kapitalerträgen erhöhte sich der Aktivwert im Geschäftsjahr um 5.378 EUR. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde als versicherungsmathematische Bewertungsmethode die projected unit credit method angewandt. Der Barwert wurde mit einem Zinsfuß von 3,89 % (Vorjahr: 4,58 %) ermittelt. Soweit das Betriebsrentengesetz Anwendung findet, wurde ein Rententrend von 2 % pro Jahr berücksichtigt. Lohn- und Gehaltssteigerungen werden nicht erwartet. Es wurden die biometrischen Risiken der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für die Erhöhung der Pensionsrückstellung in Höhe von 27.652 EUR an. In diesem Betrag sind Zinskosten in Höhe von 8.189 EUR enthalten. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Erträge aus der erhöhten Bewertung der Aktivwerte der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen wurden nach Abzug der geleisteten Prämien und der enthaltenen Zinserträge mit den Aufwendungen des laufenden Jahres aus der erhöhten Bewertung der Pensionsrückstellungen verrechnet. Entsprechend wurden die Zinsaufwendungen und Zinserträge verrechnet. Hieraus ergeben sich per Saldo Aufwendungen in Höhe von 22.274 EUR. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurde allen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken Rechnung getragen. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. überzahlte Sozialversicherungsbeiträge enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 4 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 90.000,00 (= EUR 46.016,26). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben1. Zahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2015 354 (Vj. 348) externe und 27 (Vj. 24) interne Mitarbeiter. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
3. Konzernzugehörigkeit und Ergebnisabführung Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gess & Partner GmbH, Düsseldorf, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit Datum vom 13.11.2012 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der Gess & Partner GmbH, Düsseldorf, in das Handelsregister eingetragen (UR-Nr. 1018/12 vom 19.10.2012). Das Ergebnis wurde vollständig abgeführt. 4. Geschäftsführung Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2015 Herr Peter Beurlen, Kaufmann, Münster, bestellt. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Münster, 30. März 2016 gez. Peter Beurlen, Geschäftsführer Lagebericht 20151. GrundlagenGraeber & Partner Fachpersonal GmbH, 1992 gegründet, ist ein Personaldienstleistungsunternehmen, das sich auf die Rekrutierung höher qualifizierter Mitarbeiter überwiegend im gewerblichen Bereich spezialisiert hat. Diese Mitarbeiter werden unseren Kunden überwiegend projektbezogen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung gestellt. Darüber hinaus rekrutieren wir aber auch Mitarbeiter für Festanstellungen bei unseren Kunden. Zusammen mit den Schwesterunternehmen BJC Best Job IT Services GmbH, Gess Consulting GmbH und Gess Medical GmbH sowie dem Mutterunternehmen Gess & Partner GmbH bildet sie die Gess Group, welche in den operativen Geschäftsbereichen -office, -industry, -it und -medical tätig ist. Durch die spartenorientierte Ausrichtung unseres Unternehmens sind wir in der Lage, spezifisch auf die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden und Bewerber innerhalb einer Qualifikation einzugehen. Dies ermöglicht es uns, schnell und passgenau Positionen für unsere Kunden zu besetzen. Unseren Mitarbeitern und Bewerbern können wir dadurch bessere, auf ihre Situation und Berufswünsche hin ausgerichtete Job- und Weiterentwicklungsperspektiven anbieten. Der Industry-Bereich mit Schwerpunkt im Maschinen- und Anlagenbau macht mit etwa 80 % Umsatzanteil weiterhin das Hauptgeschäft vor den Bereichen Engineering, Handwerk und Office aus. Neben dem Unternehmenshauptsitz in Münster bestehen noch Standorte in Ahaus und Rheine. Zentrale Verwaltungs- bzw. Holding-Aufgaben wie Controlling & Berichtswesen, Finanz- und interne Lohnbuchhaltung, IT, Key Account Management und Marketing sind seit 2012 in Düsseldorf unter dem Dach der Konzernmutter Gess & Partner GmbH angesiedelt. 2. WirtschaftsberichtDas Wirtschaftsjahr 2015 war für die Graeber & Partner Fachpersonal GmbH erneut geprägt von Stabilität. Eine Entspannung des anhaltenden Drucks auf die Preise ist auch weiterhin nicht festzustellen gewesen. Die zum 01.06.2015 erfolgte allgemeine Steigerung der Tariflöhne des eingesetzten IG Metall Haustarifvertrags um 3,4 % haben unsere Kunden aber aufgrund der neuen vereinbarten Kalkulationsmodelle wieder zu einem Großteil mitgetragen. Die nächste Tariferhöhung findet zum 01.06.2016 um weitere 2,0 % für alle Entgeltgruppen statt. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und damit die Entwicklung der Zeitarbeitsnachfrage unserer Kunden war mit einem Bruttoinlandsproduktwachstum von 1,7 % im Jahr 2015 leicht höher als im Vorjahr und damit weiterhin stetig und solide. Der Bereich Maschinenbau, in dem der Großteil unserer Kunden tätig ist, konnte das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr erneut um 6 Mrd. € bzw. 2,8 % steigern. Auch die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Deutschland entwickelte sich 2015 weiter positiv. Nach ersten von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen und Trendrechnungen ergäbe sich eine Beschäftigtenzunahme von ca. 4,5 % - 5,0 % gegenüber 2014. Die Arbeitslosenquote in Münster ist hingegen gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken und betrug im Jahresdurchschnitt 2015 nur noch 5,8 %. Damit lag sie 0,6 %-Punkte unter dem Bundesdurchschnitt, was die Besetzung der Aufträge mit adäquaten Mitarbeitern in dieser Region weiterhin schwieriger macht als in anderen Teilen Deutschlands. Die vorhandenen Kundenbeziehungen waren weiterhin stabil und konnten in Teilen noch ausgebaut werden. Dem entgegen standen jedoch auch vermehrt Übernahmen von Mitarbeitern durch unsere Kunden, die so ihre Stammbelegschaften vergrößern und sich vorhandenes Know-how sichern. Neue Großkunden, um die Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden zu entschärfen, konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des gestiegenen Preiskampfes und Margendrucks nach Einführung der Branchenzuschläge nicht gewonnen werden. Dennoch konnten auch wir unsere eigenen Mitarbeiterzahlen (Vollzeitäquivalent) im Jahresdurchschnitt aufgrund der positiven Allgemeinentwicklung der Wirtschaft und im Besonderen im Maschinen- und Anlagenbau steigern, wenn auch nur um +2,1 %. Der Umsatz der Graeber & Partner GmbH wuchs 2015 um 4,7 % bzw. 0,68 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 15,20 Mio. € an, allerdings gab es in 2015 auch zwei Feiertage weniger bzw. zwei Arbeitstage mehr als noch 2014. Bereinigt liegt das Umsatzwachstum bei 3,9 % bzw. 0,57 Mio. € und resultiert aus dem Mitarbeiteraufbau sowie den Branchenzuschlägen und Tariferhöhungen bei uns und unseren Kunden. Der externe Personalaufwand des Geschäftsjahres wuchs jedoch um 5,1 % bzw. 0,64 Mio. €, so dass sich der relative Rohertrag etwas verschlechterte. Ursächlich hierfür waren die außerordentlich hohen Krankheitskosten gerade im 1. Quartal, verursacht durch eine Grippeepidemie, die 20,6 % über Vorjahr lagen. Zudem erhöhte sich der betriebliche Aufwand vor dem Hintergrund der weiteren Investitionen in die Standorte bzw. Fachbereiche um 0,13 Mio. € bzw. 11,9 %, so dass sich insgesamt ein um -0,08 Mio. € bzw. -9,1 % niedrigeres EBITDA von 0,83 Mio. € ergab. Bei Gleichbleibenden Abschreibungen und einem um 37,7 % höheren Zinssaldo von 0,05 Mio. € konnte ein EBT von 0,86 Mio. € nach 0,93 Mio. € im Vorjahr erreicht werden. Nach Steuern ergab sich auch ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 0,86 Mio. €, da aufgrund der steuerlichen Organschaft Ertragssteuern erst auf Ebene der Gess & Partner fällig werden. In 2014 wurden diese nur in der Gesellschaft selbst abgebildet, da sich die Steuern aus einer Betriebsprüfung eines Zeitraumes vor Konzernzugehörigkeit ergeben hatten, wodurch sich ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 0,80 Mio. € ergeben hatte. Der Jahresüberschuss wird aufgrund des am 13.11.2012 in das Handelsregister eingetragenen Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Gess & Partner GmbH vollständig an diese abgeführt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag um 2,9 % auf insgesamt 3,04 Mio. € nach 2,95 Mio. € im Vorjahr. Auf der Aktivseite beträgt das Sachanlagevermögen zum Abschlusszeitpunkt 0,46 Mio. € gegenüber 0,48 Mio. € im Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 0,02 Mio. € auf 1,17 Mio. €. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 1,38 Mio. € und lagen damit um 0,11 Mio. € höher als im Jahr 2014. Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital unverändert 0,99 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 0,03 Mio. € auf 0,04 Mio. €. Insgesamt sanken die Rückstellungen jedoch von 1,05 Mio. € auf 0,95 Mio. €, resultierend aus geringen Steuer- und sonstigen Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft erhöhten sich zum Stichtag um 0,18 Mio. € auf 1,09 Mio. €, was sich im Wesentlichen aus Erhöhungen der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um 0,13 Mio. € und der sonstigen Verbindlichkeiten um 0,05 Mio. € ergibt. Die Liquidität des Unternehmens war und ist jederzeit sichergestellt. Zusammenfassend lag die Geschäftsentwicklung 2015 mit negativen aber auch positiven Abweichungen insgesamt jedoch hinter unseren Erwartungen und Planungen zurück. Von der leicht positiveren gesamtwirtschaftlichen und Maschinenbau-Entwicklung konnten wir in der Region Münster mit gleichbleibend geringen Arbeitslosenquoten und dadurch erschwertem Recruiting zwar auch noch mit leichtem Wachstum profitieren, allerdings lag dies hinter unseren Erwartungen. Durch eine interne Umorganisation und Neuverteilung von Aufgaben, eine stärkere Fokussierung aller auf den Vertrieb sowie die Durchführung entsprechender Schulungen, konnte das Geschäftsvolumen zwar ausgebaut werden, jedoch nicht im ursprünglich geplanten Maße, so dass die Investitionskosten nicht vollständig gedeckt wurden. Die Grundlage für eine weiterhin solide Entwicklung des Unternehmens in 2016 ist jedoch geschaffen, für das wir wieder leicht steigende Umsätze mit einem etwas schwächeren Ergebnis erwarten. 3. Risikomanagementziele und -methodenBei wöchentlichen Meetings mit der Geschäftsführung werden alle relevanten Aktivitäten und Entwicklungen der jeweiligen Standorte erörtert sowie Maßnahmen und das weitere Vorgehen festgelegt. Vierteljährlich finden größere Meetings mit allen Niederlassungen am Hauptstandort Münster statt. Innerhalb der Gess Group finden zudem monatlich Meetings mit allen Geschäftsführern und halbjährlich Intensive Business Reviews mit dem Beirat statt. Gewinn- und Verlustrechnungen in Kombination mit entsprechenden Controllingberichten und Analysen der Zahlen werden monatlich von der Hauptverwaltung erstellt und gut verständlich aufbereitet. Der Liquiditätsstatus wird täglich auf Ebene der Muttergesellschaft aktualisiert zur Verfügung gestellt und monatlich eine rollierende Liquiditätsplanung durchgeführt. 4. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben. 5. Chancen-, Risiko- und PrognoseberichtDie Zeitarbeitsbranche bewegt sich in einem sehr stark konjunkturell abhängigen und politisch regulierten Marktumfeld. Bei konjunkturellen Schwankungen reagiert sie in der Regel früher als andere Branchen, sowohl positiv als auch negativ. Doch trotz des in 2015 erneuten klaren Wachstums der Gesamtwirtschaft und der Zeitarbeit als solcher ist es uns aufgrund der Kundenstruktur und des engen Bewerbermarktes in Münster nicht gelungen, in gleichem Maße an dieser Entwicklung zu partizipieren. Auch wenn wir die Erwartung der Bundesbank teilen und für 2016 von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 % ausgehen, erwarten wir hieraus auf Basis der diesjährigen Entwicklung für Graeber & Partner keine automatischen positiven Multiplikatoreffekte. Neben der rein konjunkturellen Korrelation gibt es aber auch noch weitere Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Zeitarbeitsmarktes, die einen immer entscheidenderen Einfluss haben. Neben dem für immer mehr Kundenunternehmen wachsenden Flexibilitätsbedarf, der grundsätzlich ebenfalls positive Auswirkungen haben sollte, trüben die Verfügbarkeit von Fachkräften und regulatorische Eingriffe unsere Erwartungen eher ein. Der aktuell ohnehin recht stabile Arbeitsmarkt mit geringen Arbeitslosenquoten - vor allem in der Region Münster - ist bei einem allgemeinen Aufschwung ein noch größerer Engpassfaktor und die Rekrutierung von Fachkräften für Zeitarbeitseinsätze wird weiter erschwert. Entgegen kommen uns hier die bisher erfolgten regulatorischen Eingriffe wie die Einführung des Mindestlohns, die Einführung von Branchenzuschlagstarifen oder allgemeine Tariferhöhungen. Dies macht die Branche, auf das Einkommen bezogen, für potentielle Mitarbeiter deutlich attraktiver. Allerdings führt dies auch zu einer entsprechenden Verteuerung der Zeitarbeit für den Kunden und Preiserhöhungen wirken eher wachstumshemmend und haben damit einen gegenläufigen Effekt zum Konjunkturaufschwung. Hinzu kommt das Risiko der Einführung weiterer bereits im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierungsparteien vereinbarten Eingriffe in den Zeitarbeitsmarkt. Die beiden auswirkungsreichsten sind die Einführung der diskutierten Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten oder die Einführung von Equal Pay für alle Zeitarbeitskräfte mit einer Gleichbezahlung entsprechend der Mitarbeiter des Kundenbetriebs nach spätestens neun Monaten Einsatzdauer. Wann genau und in welcher Art und Weise diese weiteren Marktregulierungen nun wirksam werden, kann leider auch zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht klar beantwortet werden, da man in der Regierung noch nicht über den Status eines nachzubessernden Referentenentwurfs hinaus gekommen ist. Fest steht unseres Erachtens aber, dass es - wahrscheinlich ab 2017 - weitere Eingriffe geben wird und dass diese zu einer weiteren Verteuerung führen, zu Lasten der Flexibilität gehen und sicherlich keine positiven Marktimpulse setzen werden. Durch die angestoßenen und teils schon umgesetzten Maßnahmen sowie die anstehenden Tariferhöhungen erwarten wir aber für die Graeber & Partner Fachpersonal GmbH in 2016 trotzdem umsatzseitig nochmal eine leichte Verbesserung gegenüber 2015. Die Steigerung der Produktivität und die Erhöhung der vertrieblichen Aktivitäten sind hierbei weiterhin von entscheidender Bedeutung, um in dem immer stärkeren Verdrängungswettbewerb um Kunden, aber auch Mitarbeiter, Marktanteile Zurückzugewinnen. Vor allem durch die gestiegenen Personalkosten und einen Feiertag mehr als in 2015 erwarten wir im Ergebnis allerdings einen leichten Abrieb. Für die Folgejahre ab 2017 gehen wir derzeit in unseren Geschäftserwartungen von ähnlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen wie in 2015/16 aus und sehen auf mittlere Sicht aufgrund der Branchenzuschläge keine Entspannung in unserem klassischen Zeitarbeitsbereich Maschinen- und Anlagenbau. Wachstumseffekte bieten unseres Erachtens jedoch noch unsere weiteren Bereiche Engineering, Handwerk und Office, deren Umsatz- und Ergebnisanteil weiter ausgebaut werden soll.
Münster, im März 2016 Peter Beurlen Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke unter Inanspruchnahme von Erleichterungen verkürzte Fassung. Dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Graeber & Partner Fachpersonal GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 9. Mai 2016 Roever
Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG
Rudolph, Wirtschaftsprüfer Semrau, Wirtschaftsprüfer |
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