BAUEN+LEBEN Verwaltungs GmbH
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernlageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG in Düsseldorf ist ein Baustoffhändler, der sich dem BAUEN+LEBEN Franchisesystem angeschlossen hat. Wir handeln mit Baustoffen aller Art. Hierbei übernehmen wir die dazugehörigen Dienst- und Serviceleistungen sowie die Durchführung von Transporten. Zu unseren Kunden gehören im Wesentlichen der professionelle Abnehmer aber auch der private Kunde. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Einzelangaben zur gesamtwirtschaftlichen Situation In seinem am 9. November 2022 vorgelegten Jahresgutachten 2022/2023 weist der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage darauf hin, dass die Energiekrise und die hohe Inflation die Haushalte und die Unternehmen in Deutschland massiv belasten. Die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2022 wurde vor allem durch den noch steigenden Dienstleistungskonsum gestützt. Seit Mitte des Jahres führen die massiv angestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise aber zu immer stärkeren Kaufkraftverlusten und dämpfen den privaten Konsum. Gleichzeitig belastet die Energiekrise die Produktion, insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Der Sachverständigenrat erwartet daher für 2022 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 % und für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland erreichte im Oktober 2022 mit 10,4 % den höchsten Wert seit Anfang der 1950er-Jahre. Seit Jahresbeginn sind die Energiepreise weiter gestiegen. Die nun höheren Produktionskosten werden zunehmend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben, was auch die Kerninflation antreibt. Der Sachverständigenrat rechnet daher mit einer Inflationsrate von 8,0 % für das Jahr 2022 sowie von 7,4 % für das Jahr 2023. Hohe Inflationsraten dämpfen das Wirtschaftswachstum und können sich negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken. Sie können auch die Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen der Unternehmen nachteilig beeinflussen. Kurzfristig muss die Energieknappheit durch eine Ausweitung des Angebots und Einsparungen bekämpft werden. Zudem sollten Haushalte und Unternehmen von den hohen Energiepreisen möglichst zielgenau entlastet werden. Mittelfristig muss die Wirtschaftspolitik das Fachkräftepotenzial sichern und angesichts der geopolitischen Veränderungen Abhängigkeiten reduzieren. Die DIHK berichtete in ihrer Konjunkturumfrage im Herbst 2022, dass die Geschäftslage der Unternehmen geprägt ist von der Energiepreiskrise und der Rekordinflation. Seit der Vorumfrage im Frühsommer lagen die monatlichen Inflationsraten durchgängig bei über sieben Prozent, zuletzt, im September, nach Angaben des Statistischen Bundesamts sogar bei 10 Prozent. Größter Treiber sind dabei die Energiekosten. Zudem ist auch die Lieferkettenproblematik noch nicht ausgestanden. Hinzu kommt eine Eintrübung der Weltkonjunktur, die besonders der Exportwirtschaft zunehmend Sorgen bereitet. Gleichzeig gab es im Sommer und zu Herbstbeginn keine nennenswerten Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Über alle Branchen hinweg schätzen knapp ein Drittel der Unternehmen (32 Prozent) ihre Geschäftslage im Herbst als "gut" ein. Das sind vier Prozentpunkte weniger als in der Vorumfrage im Frühsommer. Hingegen steigt der Anteil der Unternehmen, die von einer schlechten Geschäftslage berichten, leicht auf 19 Prozent (zuvor 17 Prozent). Der Saldo aus guten und schlechten Lageeinschätzungen verschlechtert sich damit im Vergleich zum Herbst um sechs auf 13 Punkte und liegt damit merklich unter dem langjährigen Schnitt (21 Punkte). Ein Blick in die unterschiedlichen Sektoren zeigt, dass sich die Lageeinschätzung fast flächendeckend verschlechtert hat. In der Industrie und im Baugewerbe sind vor dem Hintergrund von teils dramatischen Preissteigerungen und Engpässen bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen deutliche Eintrübungen der Geschäftslage erkennbar. Die Geschäftslage ist im Baugewerbe insgesamt weiterhin überwiegend gut. Jedoch hinterlassen die gestiegenen Kosten für Material und Energie sowie die zuletzt anziehenden Bauzinsen ihre Spuren, insbesondere im Hoch- und Tiefbau. Hinzu kommt der anhaltende Fachkräftemangel und die Sorge vor weiter steigenden Arbeitskosten. Mit 37 Prozent berichten insgesamt neun Prozentpunkte weniger Bauunternehmen als in der Vorumfrage von einer guten Geschäftslage. Hingegen steigt der Anteil der Bauunternehmen mit schlechter Lage von sieben auf nun elf Prozent. Damit sinkt die Lagebewertung auf einen Saldo von 26 nach zuvor 39 Punkten. Die im Zuge der Leitzinssatzanhebung sprunghaft gestiegenen Bauzinsen und Kürzungen bei den Investitionsplänen von Unternehmen führen zu einem deutlichen Rückgang der Aufträge, insbesondere im Hoch- und Tiefbau. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der die Geschäfte im Bau belastet. Daher verringert sich im Hochbau der Saldo aus guten und schlechten Lageeinschätzungen um 19 auf 19 Punkte, im Tiefbau sinkt der Saldo um zehn auf 22 Punkte. Deutlich besser ist die Geschäftslage im Ausbaugewerbe. Die hohen Energiepreise sorgen derzeit auch für eine hohe Nachfrage seitens der Unternehmen, aber auch der privaten Haushalte nach energetischer Sanierung und Umrüstung. Trotz steigender Kosten und Engpässen bei Material schätzt fast die Hälfte (46 Prozent nach zuvor 50 Prozent) der Betriebe im Ausbaugewerbe ihre Lage als gut ein, nur bei neun Prozent (nach zuvor sieben Prozent) laufen die Geschäfte schlecht. Entsprechend sinkt der Saldo aus positiven und negativen Lagebewertungen um sechs auf 37 Punkte. Im Baugewerbe herrscht trotz der aktuell noch guten Geschäftslage großer Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate. Den Unternehmen machen nicht nur die gestiegenen Preise für Baumaterialien und Energie zu schaffen, sondern die Angst vor wegbrechenden Aufträgen. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Bauzinsen und der verringerten Investitionsabsichten der Unternehmen dürfte sich die Auftragslage im nächsten Jahr deutlich verschlechtern. b) Berichterstattung über die Branchensituation Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) geht von einem realen Rückgang des Umsatzes von sechs Prozent in 2023 aus. Aufgrund eines historisch hohen Auftragsbestandes ist die Stimmung im Augen- blick jedoch noch gut. Sorgen bereitet indes die schleppende Lage im Wohnungsbau. Im Dezember 2022 war die Stimmung im Bauhauptgewerbe weiterhin gespalten. Die aktuelle Geschäftslage wurde per Saldo noch als positiv eingestuft, die Geschäftserwartungen lagen dagegen deutlich im Minus. Verglichen mit den Dezemberwerten 2021 hat sich die Stimmung deutlich verschlechtert. Die Versorgungslage bei Baumaterial hat sich deutlich verbessert. Im Mai 2022 meldeten noch 52 Prozent der Firmen des Bauhauptgewerbes eine Behinderung ihrer Produktion durch Materialknappheit, bis Dezember ging der Wert auf 20 Prozent zurück. Auch bei den Preisen gibt es Entspannung. Bei den meisten Baumaterialien wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes im Juni 2022 erreicht, seitdem waren die Preise - teilweise deutlich - rückläufig. Für 2023 wird mit einer weiteren Verbesserung gerechnet. Der Anteil der Firmen, die eine Behinderung ihrer Produktion durch Auftragsmangel melden, lag im Dezember bei 23 Prozent, 12 Prozent meldeten eine Behinderung durch Stornierungen. Beides wird der Branche 2023 zu schaffen machen. Die Baugenehmigungen für neue Bauten im Nichtwohnungs(hoch-)bau stiegen von Januar bis Oktober nominal um 5,9 Prozent. Angesichts der Baupreissteigerungen ist dies ein zweistelliger Rückgang. Bei den Wohngebäuden lag der nominale Zuwachs nur bei 1 Prozent, der reale Rückgang fällt entsprechend größer aus (ca. minus 15 Prozent). Die Entwicklung bei den Baugenehmigungen deutet auf ein rückläufiges Interesse der Investoren in allen Bereichen hin. Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe stieg im ersten Quartal 2022 noch um 4,1 Prozent. Dann kamen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Von Januar bis Oktober war ein realer Rückgang von 7,9 Prozent zu verzeichnen. Der Auftragsbestand lag Ende September mit 71 Milliarden Euro auf einem Rekordwert, der aber durch die Baupreisentwicklung überzeichnet war. Die Reichweite der Auftragsbestände lag im Dezember mit (saisonbereinigt) 4,4 Monaten noch auf einem hohen Niveau. Wenn die Zahl der Stornierungen nicht weiter ansteigt, sind die Auftragsbestände noch ein "Puffer" für das erste Halbjahr 2023. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) teilt mit, dass die genehmigten Wohneinheiten im Oktober um gut 14 % zurückgingen und damit den dritten Monat in Folge im Wohnungsbau die Aufträge in deutlich zweistelliger Höhe ausbleiben. Real ist es ein Rückgang um fast 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Eine Trendumkehr ist mit Blick auf die Baugenehmigungen in den nächsten Monaten nicht in Sicht. Das betrifft nun auch den Mehrfamilienhausbau. Im Oktober wurden fast 2.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-12 %). Inflation und steigende Zinskosten bremsen nachhaltig die Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichen die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Oktober einen Umsatz von ca. 10 Mrd. Euro, nominal ein Plus von ca. 6 %, real ein Verlust von ca. 10 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Bis einschließlich Oktober haben die Betriebe 85,7 Mrd. Euro umgesetzt, nominal ein Zuwachs um ca. 10 %, real ein Rückgang um ca. 5 %. Stützend wirkt hier das erste Quartal nach,in dem die Umsätze noch um nominal ca. 20 % und real ca. 6 % über dem Vorjahresquartal lagen. 2. Geschäftsverlauf Die BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr die BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG, Ottendorf-Okrilla, mit insgesamt 4 Standorten erworben. Mit dem Erwerb haben wir unsere Präsenz in den neuen Bundesländern begründet. Somit wird an 7 Standorten unser Baustoffhandelsgeschäft durchgeführt. Darüber hinaus haben wir unsere Beteiligung an den Duisburger Standorten ausgebaut, diese haben wir nun durch die Übernahme der restlichen Kommanditanteile im Geschäftsjahr vollständig übernommen. Die Geschäftsentwicklung 2022 verlief etwas besser als im Vergleich zum Vorjahr, was nicht zuletzt auf die Standorterwerbe zurückzuführen ist, trotz der Auswirkungen des Ukraine Krieges mit Beginn am 24. Februar 2022, einer abgeschwächten Corona-Pandemie, sowie einer hohen Inflationsrate insbesondere im Energiebereich, was nicht zuletzt auf die Standorterwerbe zurückzuführen ist. Gleichwohl waren die Rahmenbedingungen für den Absatz- und Beschaffungsmarkt schwierig. Der Beginn des Ukraine Krieges sorgte bekanntermaßen sehr schnell für Turbulenzen im Energiebereich. Die produzierende Baustoffindustrie ist extrem energieabhängig. Somit kam es in sehr kurzer Zeit zu starken Preiserhöhungen, laufende Projekte wurden aufgrund der Energiesituation aufgekündigt und der Verhandlungsspiel- raum für uns als Handelshaus wurde geringer und schwieriger. Seitens der Beschaffung entwickelten sich die Lieferketten durch wegfallende Transportlogistik (Ukraine), gestörte bis hin zu zerstörten Produktionsanlagen (z.B. größtes Stahlwerk in Europa wurde zerstört) deutlich schwieriger als sonst in einem geordneten Tagesgeschäft gewohnt. Der Aufwand durch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unser Handelsgeschäft erfolgreich weiterzuentwickeln, war durch diese Bedingungen deutlich erschwert und verkompliziert. Aufgrund der neuen Standorte, aber auch der Preissteigerungen konnten wir unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich steigern, dieser hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,6% erhöht. Da sich der Materialaufwand allerdings aufgrund von Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr um 26,8% erhöhte, ist der Rohertrag lediglich um 17,5% angestiegen, da wir nicht alle Kostensteigerungen im gewohnten Umfang weitergeben konnten. Dieser beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 75.086,3 (Vorjahr: T€ 63.919,1). Die Personalkosten haben sich, dem Markt folgend, insbesondere durch Lohn- und Gehaltsanpassungen, aber auch durch erfolgsabhängige Vergütungen von T€ 30.364,9 um 14,9% auf T€ 34.885,6 erhöht, damit haben wir unsere Mitarbeiter an unserem schwierigen, aber dennoch erfolgreichen, Geschäftsjahr teilhaben lassen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 18,0% erhöht und betrugen T€ 19.435,6. Wesentliche Positionen hierbei sind standortbezogenen Kosten, wie z.B. Mieten, aber auch Transportkosten, um unsere Baustoffe innerhalb unseres Netzwerkes zu bewegen oder an den Kunden auszuliefern. Auch ist die Erhöhung im Wesentlichen auf die neuen Standorte zurückzuführen. Im Geschäftsjahr haben wir wieder erfreuliche Ergebnisbeiträge von den assoziierten Unternehmen erhalten, auch wenn sich diese ebenfalls der allgemeinen Marktentwicklung bezüglich der teilweise stark gestiegenen Einkaufskosten nicht entziehen konnten. Hierdurch ist unser Finanzergebnis nach wie vor maßgeblich beeinflusst. Da sich unser Zinsaufwand aufgrund der Akquisitionen ebenfalls deutlich erhöhte, liegt unser Finanzergebnis fast unverändert zum Vorjahr bei T€ 2.774,9. 3. Lage a) Ertragslage Mit der Ertragslage unseres Unternehmens befinden wir uns weiterhin im Plan. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Rohergebnisses, des Betriebsergebnisses sowie die Entwicklung des Finanzergebnisses und die wichtigsten Einflussfaktoren über die Jahre 2021 bis 2022.
b) Finanzlage Das Geschäftsjahr 2022 zeigte eine stabile Finanzlage. Wir verfügen, wie auch im Vorjahr, über ausreichende liquide Mittel von insgesamt T€ 3.489,5 sowie umfangreiche teilweise ungenutzte Kontokorrentlinien. Das Gesellschafterkapital, hierunter fassen wir sowohl die ausgewiesene Kommanditeinlage als auch die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern zusammen, hat sich von T€ 30.313,7 um 18,9% auf T€ 36.052,3 deutlich erhöht. Ursache hierfür war, neben dem höheren Jahresüberschuss auch die im Geschäftsjahr durchgeführte Erhöhung des Kommanditkapitals um T€ 4.000,0. Da sich unsere Bilanzsumme deutlich um 23,8% ausgeweitet hat, diese beträgt zum Stichtag T€ 106.551,5, verringerte sich der Anteil des Gesellschafterkapitals hieran geringfügig von 35,2% auf 33,8%. Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben wir planmäßig bedient. Die ausgewiesenen Kreditverbindlichkeiten haben im Wesentlichen feste Laufzeiten und planmäßige Tilgungen auch wenn Teile der Finanzierung aus zinsgünstigen, revolvierenden Geldmarktkrediten und Terminkrediten bestehen. Durch die Fremdfinanzierung der Standorterwerbe, erhöhte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 32,7% der Bilanzsumme (Vorjahr: 31,2%). Wechselverbindlichkeiten haben wir in 2022 in einem sehr geringen Umfang aufgenommen, da diese Finanzierungsquelle für uns grundsätzlich keine attraktiven Konditionen mehr bietet. Die Lieferantenverbindlichkeiten betragen 8,0% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden im Rahmen der eingeräumten Zahlungsziele beglichen. Es steht außer Frage, dass wir auch zukünftig unsere finanziellen Verpflichtungen termingerecht erfüllen werden. Eine geordnete Vermögens- und Finanzlage ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, um auch zukünftig erfolgreich arbeiten zu können. c) Vermögenslage Innerhalb unseres Gesamtvermögens von T€ 106.551,5 ist sowohl das buchmäßige Anlagevermögen von T€ 35.430,7 um 34,1% auf T€ 47.496,4 als auch das Umlaufvermögen von T€ 50.597,1 um 16,5% auf T€ 58.940,4 gestiegen. Damit ist der Hauptteil des Kapitals nach wie vor kurzfristig im Umlaufvermögen investiert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr T€ 18.892,4 in das Anlagevermögen investiert, was im Wesentlichen das übernommene Anlagevermögen der neuen Standorte, aber auch Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen innerhalb unserer bestehenden Standorte betraf. Aus der Übernahme aller neuen Standorte ist auch ein Firmenwert von insgesamt T€ 6.184.0 entstanden. So haben wir unsere Standorte in Viersen und Mönchengladbach ausgebaut. Innerhalb des Umlaufvermögens haben sich die Vorräte preisbedingt insgesamt von T€ 20.052,3 um 28,7% auf T€ 25.813,83 erhöht. Sie bilden damit weiterhin einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens. Daneben haben sich die Leistungsforderungen von T€ 12.314,6 um 17,2% auf T€ 14.429,2 erhöht. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Vermögens entfällt mit T€ 10.196,8 auf die sonstigen Vermögensgegenstände. Hierin waren zum Bilanzstichtag Forderungen aus Einkaufs-Boni von T€ 4.525,0 (Vorjahr: T€ 3.203,5) enthalten. Daneben wurden noch Finanzierungshilfen an Beteiligungsgesellschaften sowie Netzwerkpartner von insgesamt T€ 5.063,9 in Form von kurzfristigen Darlehen gewährt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzwachstum sowie EBIT heran. Das EBIT errechnen wir aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich des Zinssaldos sowie zuzüglich der Steuern vom Einkommen und Ertrag. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 23,6% auf T€ 234.207,1 gestiegen, auch wenn ein hoher Anteil des Umsatzwachstums akquisitionsbedingt war. Gleichwohl hat das Umsatzwachstum unsere ursprünglichen Erwartungen übertroffen, da wir ursprünglich nur ein leichtes Wachstum geplant hatten. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessert, und zwar um 13,3%, es beträgt im Geschäftsjahr somit T€ 22.914,3. Es liegt somit deutlich über unsere Vorjahresprognose, ursprünglich sind wir für 2022 aufgrund von gestiegenen Kosten von einem rückläufigen EBIT ausgegangen. 5. Nichtfinanzielle Analyse der Gesellschaft Unsere Verkaufsaktivitäten haben wir im Geschäftsjahr durch den Erwerb mehrerer Standorte gesteigert. Hierdurch erweitern sich unsere Marktgebiete und die Bekanntheit unserer Gesellschaft. Wo möglich werden wir auch in Zukunft unsere Marktgebiete sinnvoll erweitern. Engagierte und qualifizierte Mitarbeiter tragen entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei. Die Förderung der Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität ist daher ein zentrales Thema. Hierbei wird systematisch an einer zukunftsfähigen Aufstellung, der Gewinnung sowie der langfristigen Bindung von Talenten gearbeitet. Dazu gehören unter anderem eine angemessene Entlohnung, erweiterte betriebliche Leistungen, flexible Arbeitszeitmodelle, die sich an die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeiter anpassen, und eine stetige Aus- und Weiterbildung 6. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 hat unsere Erwartungen trotz des schwierigen Marktumfeldes übertroffen, da sich alle unsere Leistungsindikatoren positiver als geplant entwickelt haben. Wir konnten unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich steigern, dieser hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund wie beschrieben um 23,6% erhöht. Da sich der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 26,8% erhöhte, ist der Rohertrag um 17,5% angestiegen. Dieser beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 75.086,3. III. Prognosebericht Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und Einschätzungen. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann von unseren Prognosen abweichen. Die seit einigen Jahren andauernde gute und stabile Geschäftslage ist hinsichtlich des Jahres 2023 leicht ein- getrübt. Das massiv gestiegene Zinsniveau hat insbesondere negative Auswirkungen im Ein- und Zweifamilienhausbau. Potenzielle Bauherren bekommen geplante Maßnahmen nicht mehr solide finanziert. Darüber hinaus wirkt sich die massive Preisentwicklung aus 2022 negativ hinsichtlich der Entscheidungen potentieller Investoren auf geplante Baumaßnahmen aus. Massiv gestiegene CO 2 Abgaben/Zertifikate sind für die Baustoffproduktion kostensteigernd und verteuern viele Maßnahmen. Dem gegenüber steht der hohe Bedarf an Wohnungsneubau (400.000 neue Wohnungen sind laut Bundesregierung jedes Jahr notwendig). Der Sanierungsbedarf ist außerordentlich groß und viele Tiefbau und Infrastrukturmaßnahmen sind dringend und zeitnah anzugehen und umzusetzen. Eine mögliche geringere Nachfrage wird aber auch wieder insbesondere bei den Baustoffproduzenten die Wettbewerbssituation intensivieren und sich so positiv hinsichtlich mancher in Vergangenheit überhitzter Preisentwicklungen positiv auswirken. Trotz dieser leicht eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten im Baubereich sehen wir uns aufgrund unseres bestehenden Standortnetzes und unseres sehr breit aufgestellten Produkt Portfolios gut vorbereitet und können so der leicht eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Situation am Bau sehr gut begegnen. Grundsätzlich sehen wir das Jahr 2023 maximal als "kurzfristige kleine Abwärtsbewegung". Aufgrund des sehr hohen Wohnraumbedarfes in Deutschland und des massiven Sanierungsbedarfs - insbesondere auch in unserem Einzugsgebietes - ist mittel- und langfristig mit einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung im Baubereich zu rechnen. Aufgrund unserer aktuellen Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung, gehen wir davon aus, dass die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens weiterhin positiv sein wird. Wir planen zwar für das kommende Geschäftsjahr mit nahezu gleichbleibenden Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sollte sich das EBIT für 2023 auf deutlich reduziertem Niveau entwickeln, da wir von wesentlichen Materialkostensteigerungen sowie von Kostensteigerungen im Personal und im Transportbereich ausgehen. Dies wird auch Effekte auf unsere Beteiligungsergebnisse haben, da sich auch diese dem Marktumfeld nicht entziehen können. Darüber hinaus planen wir für das Jahr 2023 Investitionen in Höhen von circa 6,5 Mio€. Hiervon wird der überwiegende Teil der Investitionssumme in den Erweiterungsbau unserer Krefelder Servicegesellschaft entfallen, um den Ausbau unseres Franchisesystems zu unterstützen. IV. Chancen- und Risikobericht Eine wichtige Basis für unser Chancen- und Risikomanagement ist unser Planungs- und Controllingsystem. Hier wird jeden Monat ein detailliertes Reporting erstellt und mit dem Management besprochen. Bei Abweichungen gegenüber Planwerten werden nach der Analyse der Ursachen die zur Planeinhaltung notwendigen Maßnahmen beschlossen und veranlasst. 1. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unseren hohen Qualitätsansprüchen werden wir durch laufende Qualitätskontrollen sowohl direkt bei uns, als auch bei unseren Lieferanten, gerecht. Weiterhin ist unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe in der notwendigen Tiefe mit geringsten möglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Seit dem Jahr 2017 vertreiben und erweitern wir unsere BAUEN+LEBEN Marke "bauline" in unseren Standorten, welche wir auch in Zukunft weiter ausbauen werden. Mit dieser Marke und deren stetigem Ausbau grenzen wir uns weiter von unseren Mitbewerbern ab und sichern so auch künftig zusätzlichen Umsatz und Deckungsbeitrag. 2. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Auf den Absatzmärkten des Neubaus und der Sanierung stehen wir weiterhin in einem scharfen Preis- und Verdrängungswettbewerb mit den Konzernen aus der eigenen Branche. Im Bereich der Modernisierung herrscht ein intensiver Wettbewerb mit den Bau- und Heimwerkermärkten. Auf dem Beschaffungsmarkt wächst mit dem andauernden Konzentrationsprozess in der Baustoffindustrie die Abhängigkeit des Baustoff-Fachhandels von den wenigen verbleibenden größeren Lieferanten. In diesem Wettbewerbsumfeld wird sich der Konzentrationsprozess im Baustoff-Fachhandel fortsetzen, der zu einer zunehmenden Umsatzkonzentration auf Großunternehmen und einem verstärkten Marktausscheiden von überwiegend kleinen und mittelgroßen Betrieben führen wird. Gleichzeitig wird die Kooperation der Branche weiter an Bedeutung gewinnen. Wir begegnen dieser Entwicklung, indem wir weiterhin unser Franchisesystem ausbauen, dem sich viele kleine und mittelgroße Baustoffhändler anschließen und so die Stärke unserer Marktsituation unterstützt. Darüber hinaus liegt unser Augenmerk auf dem "Spezialisierten Fachhandel für Bauunternehmer", so dass wir durch unsere Beratungsqualität den Wettbewerb erfolgreich bestehen werden. Daneben ist ein nach wie vor hohes Preisniveau für zahlreiche Baustoffe zu verzeichnen. Hierbei sind die mittel- und langfristigen konjunkturellen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft nur sehr schwer einzuschätzen. b) Regulatorische Risiken Unser Erfolg sowie der Erfolg unserer Kunden hängt maßgeblich von der Nachfrage nach Gebäudebauten und -sanierungen und somit Baustoffen ab. Verschärfungen von regulatorischen Vorgaben zur Errichtung von Neubauten, aber auch die für Wohnimmobilien umgesetzte Kreditrichtlinie können einen nachteiligen Einfluss auf die Nachfrage nach Wohnraum haben, was dann einen unmittelbaren Effekt auf den Verkauf von Baustoffen haben könnte. c) Ertragsorientierte Risiken Die vorstehend aufgeführten Risiken sind auch unsere wesentlichen ertragsorientierten Risiken. Die darüber hinaus bestehenden Wettbewerbsrisiken sind hierbei eher von untergeordneter Bedeutung. Da unsere Produkte einen hohen Standard ausweisen, sind auch unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Hier ist mit weiteren nicht unbedeutenden Steigerungen zu rechnen. Zusatzkosten können hierbei durch weitere Organisationsoptimierungen in Grenzen gehalten werden. d) Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. e) Gesamtrisiko Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir zurzeit nicht. Gleichwohl ist auch in Zukunft mit einem starken Wettbewerbsdruck und einem harten Preiskampf zu rechnen. Der Bestand an ausreichenden Fachkräften wird ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entwicklung unseres Unternehmens nehmen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden. Zudem besteht häufig eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil unserer Kunden. Soweit bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minderung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein TÜV-zertifiziertes Kreditmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien verschiedener Banken. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden regelmäßig Finanzpläne erstellt, welche einen detaillierten Überblick über die zu erwartenden Finanzströme im Unternehmen bieten.
Düsseldorf, den 30.06.2023 gez. die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Konsolidierungskreis Angaben zu allen Konzernunternehmen In den Konzernabschluss wurden neben der BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG in Düsseldorf als Muttergesellschaft folgende Unternehmen einbezogen:
Assoziierte Unternehmen In den Konzernabschluss wurden folgende assoziierte Unternehmen einbezogen:
Angaben zu nicht konsolidierten Tochterunternehmen
Die Nichteinbeziehung erfolgt gemäß § 296 Abs. 2 HGB, da die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Angaben zu nicht einbezogenen assoziierten Unternehmen Die Gesellschaft ist an den folgenden assoziierten Unternehmen beteiligt:
Die Nichteinbeziehung erfolgt gemäß § 311 Abs. 2 HGB, da die Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Angabe von Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB Gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Muttergesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Angaben zum Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Für Erwerbe, die vor dem 01. Januar 2010 erfolgten, erfolgte die Kapitalkonsolidierung abweichend von DRS 23 nach der Buchwertmethode. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwert unter den Immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und innerhalb der erwirtschafteten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Zwischenergebniseliminierung Bei der Zwischenergebniseliminierung wurden konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge an in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen eliminiert. Equity-Methode Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Die von den Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode sind mit denen des Konzerns identisch. Aus der Fortführung der Beteiligungsbuchwerte der assoziierten Unternehmen ergeben sich ausnahmslos positive Unterschiedsbeträge in Höhe von € 4.369.153. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist im Unterschiedsbetrag nicht enthalten. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an assoziierten Unternehmen nach der Equity Methode - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken werden durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die Kapitalanteile Kommanditisten wurden zum Nennwert bilanziert. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Steuerrückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet und beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet und für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Konzern-Bilanz ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Konzern-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäfts- oder Firmenwert Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Bilanzstichtag € 7.877.377,01. Hierin sind Geschäfts- oder Firmenwerte von € 1.720.510 enthalten die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen entstanden sind. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG, Ottendorf-Okrilla, wurde ein Firmenwert von € 4.121.600 aktiviert. Im Rahmen der Anteilsaufstockung von 9,9% an der BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG, Duisburg, wurde ein Firmenwert von € 2.062.400 aktiviert. Abschreibung Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und linear abgeschrieben. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden zehn Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von zehn sind im Wesentlichen die durchschnittliche Laufzeit der Kundenbeziehungen. Angaben zu Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 249.293 (Vorjahr: € 202.255). Es handelt sich hierbei um ein Mieterdarlehen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten kurzfristige Darlehensforderungen von € 5.063.858 (Vorjahr: € 5.103.500) In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr Forderungen aus Bonusabrechnungen als sonstige Vermögensgegenstände aktiviert. Hafteinlage Das Kommanditkapital wurde im Jahre 2022 um Euro 4.000.000,00 von Euro 15.000.000 auf Euro 19.000.000 erhöht. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgten am 15. November 2022. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 ergab sich zu diesem Zeitpunkt ein Zuführungsbedarf zu den Pensionsrückstellungen von € 18.184, welcher gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln ist. Dementsprechend erfolgte eine Zuführung von € 1.212 durch die Gesellschaft. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 7.835 (Vorjahr: € 13.025). Dieser Betrag ist insofern ausschüttungsgesperrt, als dass in dieser Höhe die Haftungseinlagen der Kommanditisten als nicht geleistet gelten, soweit die laufenden Gewinne den Kommanditisten in voller Höhe gutgeschrieben werden. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Betrag der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten und Sicherungsrechte Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Konzernbilanz aufgeführten Verbindlichkeiten. Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Sonstige Angaben Offenlegung und Befreiung Die BAUEN + LEBEN GmbH & Co. KG ist zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB verpflichtet. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Anhang und der zusammengefasste Lagebericht werden beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekanntgemacht. Die Befreiungsvorschrift nach § 264 b HGB wird für die folgenden einbezogenen Unternehmen BAUEN + LEBEN GmbH & Co. KG (Düsseldorf) BAUEN+LEBEN GmbH & CO. KG (Duisburg) BAUEN+LEBEN GmbH & CO. KG (Bonn) BAUEN+LEBEN GmbH & CO. KG (Nettetal) BAUEN+LEBEN GmbH & CO. KG (Jülich) BAUEN+LEBEN Grundstücksverwaltungs GmbH & CO. KG (Jülich) BAUEN + LEBEN Service GmbH & CO. KG (Krefeld) BAUEN+LEBEN Baufachhandel GmbH & CO. KG (Krefeld) BAUEN+LEBEN K2 GmbH & Co. KG (Krefeld) BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG (Stolpen) BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG (Ottendorf-Okrilla) EUROBAU-TRANS Transport- und Baustofflogistik GmbH & Co. KG (Tönisvorst) in Anspruch genommen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (mit Auszubildende) betrug 1.027. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag ergeben sich Leasingverpflichtungen in der Gesamthöhe von € 3.847.868. Mietverpflichtungen bestanden in Höhe von € 10.829.235.
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Als gesetzlicher Vertreter i. S. d. § 285 Nr. 10 HGB gelten gemäß § 264 a Abs. 2 HGB die Geschäftsführer der Komplementärin:
Vergütungen der Geschäftsführer Hier wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die im Handelsregister Düsseldorf unter HRB 33717 eingetragene BAUEN+LEBEN Verwaltungs-GmbH, Düsseldorf, deren Stammkapital € 25.566 beträgt. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 36.000 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Mit Wirkung vom 01. Juni 2023 hat die Gesellschaft im Rahmen eines asset deals in den neunen Bundesländern fünf Standorte eines Baustoffhändlers erworben. Die Standorte werden in die BAUEN+LEBEN GmbH & Co. KG, Ottendorf-Okrilla integriert. Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28. Juni 2023 vereinbarten die Gesellschafter eine weitere Erhöhung der Kommanditeinlagen in Höhe von € 7.000.000,00. Die Kommanditeinlagen der Gesellschafter betragen dann € 26.000.000,00. Unterschrift der Geschäftsführung
Düsseldorf, den 30.06.2023 Geschäftsführer gez. Günther Heilsberger gez. Patrick Nowak KonzernanlagespiegelKonzernanlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Günther Heilsberger gez. Patrick Nowak Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.08.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Konzernabschluss der BAUEN + LEBEN GmbH & Co. KG - be stehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar über hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAUEN + LEBEN GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse -entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften i.S.d. § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und -vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter der Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus -identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzern-Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. -gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. -beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. -ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. -beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. -beurteilen wir den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. -führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2023 RIEBSCHLÄGER
& KAUFMANN GMBH
Dipl. Kfm. Beda Messer, Wirtschaftsprüfer |
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