MF Bad Lippspringe GmbHLiquidiert

Zum Strothebach 11, 33175 Bad Lippspringe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 8168
Vorher
STG Zweihundertzwölfte Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbHStammschröer Möbel GmbH
Eingetragen
13.4.2006
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und WohnzimmermöbelnHerstellung von Polstermöbeln
Gegenstand
Die Produktion von Möbeln und der Handel mit Möbeln.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

MF Bad Lippspringe GmbH

Bad Lippspringe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

1. Grundlagen

Die MF Bad Lippspringe GmbH produziert Kastenmöbel am Standort Bad Lippspringe. Der Vertrieb der Produkte wird in Deutschland und Europa ausschließlich durch die Schwestergesellschaft Wellemöbel GmbH vorgenommen.

Gesellschafterin der MF Bad Lippspringe GmbH ist die Howelpa Logistik GmbH, Paderborn. Für das genutzte Grundstück und die genutzten Gebäude besteht ein langfristiger Mietvertrag mit der Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG als Konzernmuttergesellschaft.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Frau Sommermeyer-Rickert, zuständig für die Bereiche Personal, Verwaltung, Vertrieb und Marketing, und Herr Waldemar Bauer, zuständig für die Bereiche Technik, Betriebsleitung und Einkauf.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaft

Trotz schwieriger internationaler Rahmenbedingungen ist das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2014 um 1,6 % gewachsen. Die Konsumausgaben erhöhten sich zum Vorjahr preisbereinigt um 1,2 %. Der Zuwachs fiel damit kräftiger aus als im Vorjahr (+0,8 %). Dazu trugen die nach wie vor aufwärtsgerichtete Beschäftigungsentwicklung, zunehmende Tarifverdienste und ein vergleichsweise geringer Anstieg der Verbraucherpreise bei. Positiv auf das inländische Konsumverhalten wirkten sich überdies die Anhebung des Einkommensteuer-Grundfreibetrages sowie umfangreiche Leistungsauswertungen in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Bestätigt wird dies durch den GfK Konsumklimaindexes, der im Dezember 2014 auf 8,7-Punkte stieg und damit um 1,3-Punkte über dem Wert zum Vorjahreszeitpunkt lag.

2.2 Branche und Wettbewerb

Die Möbelbranche in Deutschland konnte in 2014 einen Umsatzzuwachs in Höhe von 1,5 % zum Vorjahr verzeichnen, wobei Wohnmöbelproduzenten u.a. aufgrund des geringen Vorjahresniveaus und der teil-

weisen Zurechnung von Boxspringbetten um 3,7 % zulegen konnten.

Die Wellemöbel GmbH weist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang in Höhe von 6,1 % aus. Bis auf die Umsätze mit der Marke JOOP!, die um 16,7 % zulegen konnten, und mit dem "Wirtschaftsraumwunder (+1,2 %), hatten alle weiteren Segmente Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Die Umsatzrückgänge im Bereich Schlafraummöbel (-12,4 %) sind dabei auf den nach wie vor starken Hype bei den Boxspringbetten, der zulasten der Standardschlafzimmer geht, und die erst Ende des II. Halbjahres erfolgten Neuplatzierungen von Kastenmöbeln, die die Boxspringbetten optimal im Schlafzimmer ergänzen, zurückzuführen. Die Entwicklung der Büromöbelsparte lag mit -0,7 % nahezu auf Vorjahresniveau. Einen starken Rückgang verzeichnete das Segment der Jugendzimmer (-11,9 %) insbesondere aufgrund veränderter Lebensgewohnheiten der Zielgruppe und geringerer Stellflächen im Handel.

Nach wie vor ist die Branche geprägt durch starke Konzentrationen auf der Seite des Handels. Die großen Handelshäuser wachsen einerseits anorganisch durch Zukäufe ehemaliger Wettbewerber und andererseits organisch durch Eröffnung neuer, moderner Märkte in attraktiver Großstadtrandlage. Diese Entwicklung führt auf der einen Seite zu einer Verdrängung kleiner und mittlerer Möbelhändler hin zum Verkauf auf der Großfläche am Stadtrand und auf der anderen Seite zu einem Preisdruck auf die Möbelproduzenten. Negativ auf die Preisentwicklung wirkt sich zudem der starke Anstieg bei den Möbelimporten aus Osteuropa und China aus. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und zu weiteren Konsolidierungen im Bereich der Möbelhändler und Möbelproduzenten führen. Hier herrscht bereits eine sehr starke Konzentration auf wenige Anbieter.

2.3 Gesellschaft

2.3.1 Insolvenz und Sanierung

In 2014 hatte die Gesellschaft, wie die gesamte inländische Möbelbranche und vor allem die Kastenmöbelproduzenten mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen. In den vergangenen Jahren ist es der Wellemöbel GmbH als Schwestergesellschaft bereits gelungen, zahlreiche Meilensteine der Umstrukturierung umzusetzen:

Einführung neuer Programme im gehobenen Segment (insbesondere JOOP!) und Relaunch-Maßnahmen für bestehende Programme,

Reduzierung der Produktionsstandorte von vier auf drei durch die Verlagerung der Produktion aus Paderborn in das Hauptwerk Bad Lippspringe (MF Bad Lippspringe GmbH),

Steigerung der Auslastung der unternehmenseigenen Logistik durch Aufnahme von Drittaufträgen.

Trotz dieser ersten Erfolge behinderten die weiter bestehende operative Komplexität mit drei Standorten, ein deutlicher Personalüberhang und ein hoher Verschuldungsgrad der Gesamtgruppe eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Das Unternehmen und damit auch die MF Bad Lippspringe GmbH operierten über Jahre "finanziell am Anschlag".

Aufgrund des wie auch im Vorjahr starken Umsatzrückgangs und der damit einhergehenden Ergebnisverschlechterung wurde am 26. November 2014 ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt (§ 270a InsO). In den nachfolgenden Monaten wurde von der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung GmbH (BBU), Düsseldorf, ein Sanierungskonzept nach IDW S 6 erarbeitet, auf dessen Grundlage am 27. April 2015 die Eröffnung des Verfahrens erfolgte; es wurde Eigenverwaltung angeordnet (§ 270 Ins0). Die BBU kam in dem Sanierungskonzept der MF Bad Lippspringe GmbH zu folgendem Fazit:

 

"Das Unternehmen hat BBU im November 2014 mit der Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes nach IDW S6 unter Einbeziehung alternativer Planszenarien (Insolvenzlösungen) als Grundlage für einen Insolvenzplan beauftragt sowie sie aufgefordert, auf dieser Grundlage eine abschließende gutachterliche Stellungnahme zur Sanierungsfähigkeit abzugeben. Das vorliegende Konzept wurde von BBU gemeinsam mit der Geschäftsführung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns erstellt und erfüllt zum Zeitpunkt seiner Erstellung die rechtlich zwingenden BGH-Mindestanforderungen an ein solches Konzept.

Auf Basis der Analyse der aktuellen Situation und der Krisenursachen wurden gemeinsam mit der Geschäftsführung des Unternehmens unter Einbeziehung weiterer Mitarbeiter ein Leitbild und darauf aufbauend geeignete Sanierungsmaßnahmen erarbeitet. Im Weiteren wurden die Voraussetzung und erwarteten Auswirkungen in eine integrierte Sanierungsplanung überführt.

Die im Konzept dargestellten, für die Sanierung geplanten und in Teilen bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen, sind zusammen objektiv geeignet, MF Bad Lippspringe GmbH bis Ende 2017, d.h. in einem überschaubaren Zeitraum, durchgreifend zu sanieren.

Die Geschäftsführung von MF Bad Lippspringe GmbH hat sich das Sanierungskonzept und das zugrundeliegende Leitbild zu eigen gemacht und uns ggü. erklärt, dass sie beabsichtigt und in der Lage ist, die zur Sanierung erforderlichen und im Konzept beschriebenen Maßnahmen - soweit sie hierzu nicht von der Mitwirkung Dritter abhängig ist - umzusetzen. Auf die dem Sanierungskonzept beigefügte Vollständigkeitserklärung wird verwiesen.

Der Benchmarkvergleich zeigt, dass das Ziel-EBT für Wellemöbel GmbH und MF Bad Lippspringe GmbH als untrennbarer Leistungsverbund bei 3,3% liegt, um wettbewerbsfähig zu sein. Übergeordnetes Ziel ist es somit im Verbund eine wettbewerbsfähige EBT-Marge zu erzielen, ohne in der MF Bad Lippspringe GmbH Verluste zu erwirtschaften. Bei Eintritt der Prämissen der integrierten Sanierungsplanung erzielt die MF Bad Lippspringe GmbH in 2017 eine EBT-Marge von 1,4%. Bei Umsetzung der identifizierten Restrukturierungsmaßnahmen und Beherrschung der kritischen Faktoren und Annahmen ist damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gegeben. Ende 2017 beträgt die Eigenkapitalquote bei Eintritt der Prämissen der integrierten Sanierungsplanung 62,0%. Kritische Faktoren und Annahmen sind dabei:
1.

Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen des vorliegenden Konzeptes

2.

Einhaltung des Zeitplanes zur Programmverlagerung und Aufgabe des Standortes Detmold

3.

Realisierung der Umsatzplanung

4.

Realisierung der geplanten Effizienzsteigerungen

5.

Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen der Sanierungskonzepte von Wellemöbel GmbH und Howelpa Logistik GmbH

Die dem Konzept beigefügte integrierte Planung weist zudem ein positives Reinvermögen und künftige Liquiditätsüberschüsse aus. Somit ist auch die Wiedererlangung der Renditefähigkeit gegeben.

Das Sanierungskonzept enthält die folgenden wesentlichen Annahmen, die von der Mitwirkung Dritter abhängen und für die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzeptes noch keine Vereinbarungen getroffen wurden:
1.

Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan von MF Bad Lippspringe GmbH

2.

Finanzierung des aufgezeigten Liquiditätsbedarfs von MF Bad Lippspringe GmbH von bis zu 2,4 Mio. €

3.

Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan von Wellemöbel GmbH und Howelpa Logistik GmbH sowie Sicherstellung der Finanzierung dieser Gesellschaften

4.

Einhaltung des Zeitplanes und Budgets für den Personalabbau

5.

Einigung mit den Lieferanten mit einfachen Eigentumsvorbehaltsrechten auf Zahlungspläne gemäß der eingeplanten Beträge

6.

Erreichen der eingeplanten Zahlungsziele/des Abbaus der Vorkassen bei Lieferanten im eingeplanten Umfang

Die vorgenannten Annahmen 1. - 3. können in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzeptes auch nicht in einer Bandbreite beurteilt werden, so dass die BBU eine positive Aussage zur Sanierungsfähigkeit in die Schlussbemerkung aufnehmen wird, sobald diese Bedingungen erfüllt sind. Die Beurteilung der Sanierungswürdigkeit obliegt den Stakeholdern."

Analog zur MF Bad Lippspringe GmbH wurde auch mit den übrigen wesentlichen Gesellschaften der Wellemöbel-Gruppe (Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG, Wellemöbel GmbH, Howelpa Logistik GmbH) verfahren. Die dem Amtsgericht Paderborn vorgelegten Insolvenzpläne der vier Gesellschaften wurden am 30. Juni 2015 bestätigt. Die Aufhebung der Verfahren erfolgte jeweils am 31. August 2015.

2.3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesellschaft produziert ausschließlich für die Wellemöbel GmbH die Segmente Schlafraummöbel, exklusive Solitärmöbel in Lizenz für JOOP! und Komponenten für die Wellemöbel GmbH. Die Umsätze und Auftragseingänge der Wellemöbel GmbH entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr mit -6,7 % im Auftragseingang und -5,5 % im Umsatz rückläufig. Eine schwache Auslandsnachfrage sowie das zurückhaltende Konsumentenverhalten im Inland haben branchenweit zu der rückläufigen Kastenmöbelnachfrage geführt.

2.3.3 Investitionen zur Standortsicherung

Der Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG als mittelbares Mutterunternehmen wurde gemeinsamen mit der Wellemöbel GmbH und MF Bad Lippspringe GmbH von der Hausbank in 2014 eine Finanzierung in Höhe von EUR 6,5 Mio. gewährt, für die die Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen eine Bürgschaft in Höhe von insg. 80% des Ausfalls übernommen haben. Mit den zusätzlichen Finanzierungsmitteln wurden u.a. am Standort Bad Lippspringe die Verwaltung ausgebaut bzw. modernisiert und eine neue Heizungsanlage installiert. Darüber hinaus wurde in Maschinen und Anlagen zur Realisierung von Kostensenkungs- und Produktivitätsverbesserungspotenzialen investiert, so dass der ehemalige Standort in Paderborn vollständig geräumt werden konnte.

2.3.4 Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft ist seit dem 1. Januar 2009 eine reine Produktionsgesellschaft ohne eigene Vertriebs-und Verwaltungsmitarbeiter. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich im Vergleich

zum Vorjahr um 10 Mitarbeiter. Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter sank dabei auf durchschnittlich 212 von insgesamt 244 Mitarbeitern.

3. Ertrags , Finanz und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die wesentlichen Daten zur Ertragslage sind in dem folgenden Tableau zusammengestellt:

2014 2013 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 30.836 100,6 34.791 100,8 -3.955 -11,4
Bestandsveränderung -190 -0,6 -282 -0,8 92 32,6
Gesamtleistung 30.646 100,0 34.509 100,0 -3.863 -11,2
Materialaufwand -20.567 67,1 -22.483 -65,2 1.916 8,5
sonstige betriebliche Erträge 1.299 4,2 1.149 3,3 150 13,1
Rohergebnis 11.378 37,1 13.175 38,2 -1.797 -13,6
Personalaufwand -9.426 -30,8 -9.645 -27,9 219 2,3
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.743 9,0 2.844 8,2 -101 -3,6
sonstige Steuern 0 0,0 -1 0,0 1 100
außerordentlicher Aufwand -215 -0,7 0 0,0 -215 100
EBITDA -1.007 -3,3 686 2,0 -1.693 <-100
Abschreibungen -3.121 -10,2 -586 -1,7 -2.535 <-100
EBIT -4.128 -13,5 100 0,3 -4.228 <-100
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,0 0,0 181 0,5 -181 -100
Finanzergebnis/Zinsergebnis -2 0,0 31 0,1 -33 <-100
Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.130 -13,5 312 0,9 -4.442 <-100

In 2014 hat die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.130, nach einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 312 im Vorjahr, erzielt. Die Umsatzerlöse verminderten sich um 11,4 %, die Gesamtleistung ging um 11,2 % zurück. Die Personalaufwandsquote stieg auf 30,8 % der Gesamtleistung. Das EBITDA war negativ.

3.2. Vermögens und Finanzlage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat in 2014 aufgrund von Investitionen um TEUR 97 zugenommen. Es setzt sich zusammen aus Anlagenzugänge von TEUR 412, Anlagenabgänge von TEUR 58 und Abschreibungen von TEUR 270.

Das Vorratsvermögen hat um insgesamt TEUR 169 abgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ermäßigten sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. TEUR 513, was auf den deutlichen Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Die Gesellschaft besitzt ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.438 bei einem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 25 und ist damit zum Bilanzstichtag überschuldet.

Die Bilanzsumme stieg aufgrund des Bruttoausweises des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages um TEUR 841 auf nunmehr TEUR 8.791.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 143. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 1.519. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 1.484. Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Forderungen der Insolvenzgläubiger, auf die zwischenzeitlich im Rahmen des am 30. Juni 2015 bestätigten Insolvenzplanes zum überwiegenden Teil verzichtet wurde.

4. Nachtragsbericht

Insoweit wird auf die Ausführungen in den Abschnitten 2.3.1 Gesellschaft: Insolvenz und Sanierung sowie Abschnitt 5. Prognosebericht, verwiesen.

5. Prognosebericht

Das Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung bietet der MF Bad Lippspringe GmbH die außerordentliche Möglichkeit, die weitere strategische Umstrukturierung schneller und deutlich konsequenter umzusetzen, um sich wieder zu einem nachhaltig profitablen Unternehmen auszurichten.

Das im Rahmen der Insolvenz der Wellemöbel GmbH erarbeitete und an IDW S 6 ausgerichtete Sanierungskonzept sieht nachstehendes Leitbild für die Zukunft vor:

 

"Als führender deutscher Hersteller von Kastenmöbeln bieten wir unseren nationalen und internationalen Kunden ein Höchstmaß an Qualität bei gleichzeitiger Individualisierungsmöglichkeit.

Wir differenzieren uns vom Wettbewerb insbesondere durch ein effizientes Innovationsmanagement. Hierdurch erkennen wir marktseitige Chancen schneller als der Wettbewerb. Dies bildet die Grundlage, um unser intelligent ausdifferenziertes Produktportfolio sukzessive weiterzuentwickeln. Unsere effektive Einkaufsorganisation, unsere effiziente Produktion sowie eine modulare sowie normierte Bauweise stellen ein wettbewerbsfähiges Preis-/Leistungsverhältnis mit auskömmlichen Margen sicher. Die Schlagkraft unseres Vertriebs platziert unsere Produkte schneller und breiter als der Wettbewerb.

Unser Ziel ist es, als Innovationsführer, stärker als der Markt zu wachsen und unseren Qualitätsanspruch durch fortlaufende Optimierung unserer Prozesse, Schulung unserer Kunden sowie Optimierung der Produktpräsentation am POS noch stärker bis zum Endkunden zu transportieren. Hierbei wollen wir insbesondere die mittelständischen Händler verstärkt bedienen und das Wachstumsfeld Onlinehandel selektiv nutzen."

Zur Umsetzung des Leitbildes haben das Management und die involvierten Sanierungsberater konkrete und bedeutende Optimierungspotentiale identifiziert, die in Zukunft zu einer substantiellen Verbesserung

der Ertragskraft sowie Steigerung des Unternehmenswertes führen werden. Das von dem Sanierungsberater gemeinsam mit der Geschäftsführung erstellte und von den Gläubigerausschüssen genehmigte Sanierungskonzept der Wellemöbel GmbH sieht dazu eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen vor, darunter folgende drei wesentliche Maßnahmen:

Weitere Standortkonzentration: Schließung der Produktion in Detmold Mitte 2015 und Konzentration auf zwei Standorte in Bad Lippspringe und Alsfeld.

Deutlicher Personalabbau: Beseitigung des extraordinären Personalüberhangs durch Reduzierung der Mitarbeiterzahl auf noch 255 Mitarbeiter.

Fokussierung Produktprogramm: Sehr deutliche Reduzierung der Sortiments- und Variantenvielfalt durch Aufgabe der margenschwachen, im unteren Segment angesiedelten Einzelmöbel (Wirt-schaftsraumwunder) und Auslaufen von 65 % der margenschwächsten Programme. Neun Programme werden neu eingeführt.

Die umfangreichen Maßnahmen zur Umstrukturierung und Neuausrichtung des Unternehmens sollen nach dem Sanierungskonzept dazu führen, dass die Wellemöbel GmbH nach einem "real case scenario" in 2015 Umsatzerlöse von EUR 69,4 Mio. erzielt. Aufgrund der in 2015 auslaufenden Programme sind für das Jahr 2016 eine Bodenbildung bei Umsatzerlösen von EUR 67,5 Mio. und ein Erreichen des Break-Even vorgesehen. Für 2017 sieht der Plan ein Wachstum von 4,5 % auf EUR 70,5 Mio. und auskömmlichen Ergebnisse vor.

6 Chancen- und Risikobericht

6.1 Allgemeiner Risikobericht

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland hat sich in 2014 deutlich erholt, das Konsumentenverhalten hat sich insgesamt positiv entwickelt. Die südeuropäischen Länder kämpfen nach wie vor mit hoher Verschuldung und Arbeitslosigkeit, scheinen aber die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme ergriffen zu haben. Zudem hat die Europäische Union, den zuletzt befürchteten Grexit durch Gewährung zusätzlicher finanzieller Mittel verhindert. Ein Zerfall des EURO-Währungsraums ist nach wie vor nicht zu erwarten. Ein solcher Fall würde die deutsche Wirtschaft aufgrund ihrer Exportausrichtung empfindlich treffen und sich negativ auf das inländische Konsumentenverhalten auswirken. Für 2015 wird derzeit in Deutschland vom DIW Berlin ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % erwartet. Die aktuelle Prognose des DIW geht für 2016 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % aus.

Die Konsumausgaben sind in 2015 auf einem unverändert hohen Niveau. Der GfK Konsumklimaindex lag durchweg in 2015 deutlich über dem Schlusswert des Jahres 2014 (8,7-Punkte) und betrug 9,6-Punkte im Oktober 2015. Vor dem Hintergrund stabiler Preise, niedriger Zinsen, eines robusten Arbeitsmarktes und steigender Einkommen ist für das Jahr 2015 mit einem Anstieg des privaten Konsums zu rechnen. Eine Steigerung der Konsumentenausgaben wird entsprechend auch weitere positive Einflüsse auf die Möbelbranche haben. Im September 2015 hat der Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. (VDM) infolgedessen seine Wachstumsprognose der deutschen Möbelindustrie für 2015 auf 3 % erhöht.

Auf der anderen Seite werden steigende Lohnkosten dazu führen, dass die Möbelproduzenten in Deutschland auch in 2015 weiter unter Kostendruck stehen. Sollten aufgrund der Marktmacht der Einkaufsverbände des Möbelhandels keine Anpassungsmöglichkeiten bestehen, werden daraus möglicherweise entsprechende Umsatz- und Ergebnisrisiken für die Möbelindustrie entstehen.

6.2. Spezieller Risikobericht

Die Wellemöbel-Gruppe und damit auch die MF Bad Lippspringe GmbH befinden sich nach der Aufhebung der Insolvenz am 31. August 2015 in der Sanierung. Das Eigenkapital der MF Bad Lippspringe GmbH ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2014 negativ. Im Zuge der Umsetzung des am 30. Juni 2015 bestätigten Insolvenzplans erfolgt zum Insolvenzaufhebungsstichtag eine Bereinigung der Passivseite, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation führen wird.

Der Markt der Wellemöbel GmbH als einzigem Kunden der MF Bad Lippspringe GmbH ist im Inland durch starke Konzentrationen auf der Seite des Handels geprägt, die tendenziell weiter zunehmen wird. Negativ auf die Preisentwicklung bei den Produkten kann sich zudem ein weiterer Anstieg bei den Möbelimporten aus Osteuropa und China auf die Zielmärkte von Wellemöbel auswirken. Auf der Einkaufsseite können steigende Rohstoffpreise, höhere Energiekosten und teurer werdende Zulieferprodukte zu sinkenden Margen führen. Um derartige Veränderungen zu kompensieren, sind zusätzliche Einsparungen oder Preiserhöhungen erforderlich.

Weitere Risikopotentiale oder mögliche Bestandsgefährdungen können aus einem Scheitern der Sanierung oder aus einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation infolge eines Einbruchs der Binnenkonjunktur bzw. einer weiteren Weltwirtschaftskrise resultieren.

Im Rahmen der Annahme des Insolvenzplans und der damit verbundenen Aufhebung des Insolvenzverfahrens am 31. August 2013 entstanden wesentliche Erträge durch den Wegfall von Verbindlichkeiten, die zu einer erheblichen Steuerlast führen können. Laut einer unverbindlichen Auskunft seitens der Finanzverwaltung für Zwecke der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags stellt dieser Ertrag einen Sanierunsgewinn im Sinne des BMF-Schreibens vom 27. März 2003 dar, womit die Stundung oder der Erlass aus Billigkeitsgründen ermöglicht werden kann. Ein entsprechender Antrag wurde hinsichtlich der gewerbesteuerlichen Behandlung an die Kommunen gestellt, die Antwort ist jedoch noch ausstehend.

 

Bad Lippspringe, den 2. Dezember 2015

MF Bad Lippspringe GmbH

Anna Sommermeyer-Rickert

Waldemar Bauer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.348,00 17.268,00
II. Sachanlagen 1.113.830,47 1.014.491,84
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 4.505.628,38 4.674.962,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 47.721,50 559.362,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.405,51 4.108,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.406,98 49.389,30
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.631.112,00 1.631.112,00
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.437.786,44 0,00
  8.791.239,28 7.950.694,47

PASSIVA

   
  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.450.058,72 1.450.058,72
III. Gewinnrücklage 771.402,07 771.402,07
IV. Gewinnvortrag 445.762,33 134.189,04
V. Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.130.009,56 311.573,29
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.437.786,44 0,00
  0,00 2.692.223,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 242.748,20 413.350,00
C. VERBINDLICHKEITEN 8.548.491,08 4.845.121,35
  8.791.239,28 7.950.694,47

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

  2014 2013
  EUR EUR
1. Rohergebnis 11.377.961,65 13.175.405,09
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -7.802.066,47 -7.922.903,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.624.213,11 -1.721.641,82
  -9.426.279,58 -9.644.545,43
3. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -269.818,62 -586.478,39
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -2.851.248,13 0,00
  -3.121.066,75 -586.478,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.743.341,44 -2.843.970,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 45.349,23
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.304,72 -14.222,91
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.915.030,84 131.536,84
8. außerordentliche Aufwendungen -214.569,11 0,00
9. außerordentliches Ergebnis -214.569,11 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 180.952,00
11. sonstige Steuern -409,61 -915,55
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -4.130.009,56 311.573,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den diese ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden.

Die Gewinn und Verlustrechnung wird entsprechend dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Software wird über drei bis zehn Jahre abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Nutzungsdauer beträgt bei den zum Bilanzstichtag aktivierten technischen Anlagen und Maschinen im Wesentlichen drei bis fünfzehn Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Geringwertige Anlagegegenstände bis EUR 410 werden im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bilanziert. Sinkende Beschaffungspreise werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips durch den Ansatz des niedrigeren beizulegenden Wertes berücksichtigt. Für Reparaturmaterialien wird ein Festwert gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Einzelkosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Soweit notwendig, wurden zur verlustfreien Bewertung angemessene Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

Die Vorauszahlungen, die Aufwendungen zukünftiger Perioden darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzung ausgewiesen.

Passiva

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in der Höhe der Erfüllungsbeträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig und angemessen sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Posten Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.631.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 263) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 263) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 4.606 (Vorjahr: TEUR: 4.463) durch branchenübliche Eigentumsvorbehaltsrechte gesichert.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.519 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 395 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 60) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 22) erfasst.

Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 0), Schadensersatz wegen Nichtabnahme von Waren aufgrund der Insolvenz in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 0) und Aufwendungen für die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 0). Der verbleibende Saldo in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus von Gläubigern angemeldeten Kosten und Zinsen für den Zeitraum von der Insolvenzeröffnung bis zum 31. Dezember 2014.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind keine aus verbundenen Unternehmen enthalten (Vorjahr: TEUR 45). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten keine Zinsen an verbundene Unternehmen (Vorjahr: TEUR 12).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 9.230 (Vorjahr: TEUR 3.642). Davon bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.471 (Vorjahr: TEUR 1.277) aus Leasingverträgen und TEUR 7.759 (Vorjahr: TEUR 2.365) aus Miet- und Pachtverträgen insbesondere mit verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit für Kreditverbindlichkeiten der Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG in Höhe von ursprünglich insg. TEUR 6.500. Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 6.189 (Vorjahr: TEUR 0).

Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Mithaft war am Abschlusszeitpunkt als hoch erachtet, weil das kreditnehmende Unternehmen angesichts der am 08. Dezember 2014 beantragten Insolvenz akut bestandsgefährdet war. Mit der Aufhebung der Insolvenzverfahren bei der kreditnehmenden Gesellschaft am 31. August 2015 wird das Risiko der Inanspruchnahme aus der Mithaft als gering erachtet, weil das kreditnehmende Unternehmen nicht mehr akut bestandsgefährdet ist.

Im Rahmen der Eigenverwaltung ist eine Umschuldung erfolgt.

Sonstige Verpflichtungen

Das Bestellobligo entspricht dem Umfang der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

  2014 2013
Produktion 212 218
Allgemeine Verwaltung 31 35
Auszubildende 1 1
  244 254

Konzernabschluss

Der Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig auch kleinsten Kreis von Unternehmen wird durch Wellemöbel Beteiligungs GmbH & Co. KG (HRA 5218), Bad Lippspringe, aufgestellt. MF Bad Lippspringe GmbH wird darin einbezogen und ist somit von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Frau Anna Sommermeyer-Rickert, Paderborn (seit August 2015)
zuständig für die Bereiche Personal, Vertriebsinnendienst und Export,

Herr Waldemar Bauer, Borchen,
zuständig für die Bereiche Technik, Betriebsleitung und Einkauf,

Herr Volker Meurer, Bochum (bis Juli 2015),
zuständig für die Bereiche Vertriebsaußendienst, Marketing und Verwaltung,

Herr Daniel Meintz, Neuss (von November 2014 bis September 2015),
als Chief Restructuring Officer (CRO).

Die unmittelbaren Leistungen der Gesellschaft an die Organmitglieder belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 0. Im Vorjahr wurde die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

VI. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag dem Verlustvortrag zuzuweisen.

 

Bad Lippspringe, den 2. Dezember 2015

MF Bad Lippspringe GmbH

Anna Sommermeyer-Rickert

Waldemar Bauer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  01. Jan 14 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2014
  EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.029,24 0,00 0,00 28.029,24
II. SACHANLAGEN        
1. technische Anlagen und Maschinen 2.447.648,89 128.798,30 55.047,22 2.521.399,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.656,43 37.990,48 3.038,50 490.608,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 245.329,47 0,00 245.329,47
  2.903.305,32 412.118,25 58.085,72 3.257.337,85
  2.931.334,56 412.118,25 58.085,72 3.285.367,09
  AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
  01. Jan 14 Zuführungen Abgänge 31. Dez. 2014
  EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.761,24 2.920,00 0,00 13.681,24
II. SACHANLAGEN        
1. technische Anlagen und Maschinen 1.582.206,05 224.847,14 9.166,22 1.797.886,97
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.607,43 42.051,48 3.038,50 345.620,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.888.813,48 266.898,62 12.204,72 2.143.507,38
  1.899.574,72 269.818,62 12.204,72 2.157.188,62
  NETTOBUCHWERTE
  31. Dez. 2014 31. Dez. 2013
  EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.348,00 17.268,00
II. SACHANLAGEN    
1. technische Anlagen und Maschinen 723.513,00 865.442,84
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.988,00 149.049,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 245.329,47 0,00
  1.113.830,47 1.014.491,84
  1.128.178,47 1.031.759,84

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MF Bad Lippspringe GmbH, Bad Lippspringe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 6.2 ausgeführt, dass die Sanierung gem. Insolvenzplan notwendige Voraussetzung für den Fortbestand des Unternehmens ist. Weitere Risikopotenziale oder mögliche Bestandsgefährdungen können aus einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation infolge eines Einbruches der Binnenkonjunktur bzw. einer weiteren Weltwirtschaftskrise resultieren."

 

Hagen, den 10. Dezember 2015

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Fw. (FH) Dominik Spielmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dipl.-Kfm. Mark Schüttler, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung: 6. Januar 2016

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