Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Walter Dr. Demmelhuber seit 19.12.2025 | Geschäftsführer |
Petr Cechura seit 25.3.2024 | Geschäftsführer |
Hans Joachim Langanke seit 14.10.2019 | Geschäftsführer |
Tobias Dr. rer. nat. Rau seit 14.10.2019 | Prokura |
Gaby Nadler seit 14.10.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
RUAG MRO Holding AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RUAG GmbHKasselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 20241. Grundlagen des Unternehmens 1.1. RUAG GmbH Unternehmensgegenstand der RUAG GmbH ist der Vertrieb von Handelswaren, Ersatzteilen, Fertigteilen und die Instandsetzung von Komponenten jeweils für zivile und militärische Systeme; die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Vertrieb von Handelswaren, Ersatzteilen und Fertigungsteilen, jeweils für zivile und militärische Systeme sowie Marketing für (in- und ausländische) Unternehmen der RUAG Gruppe. Die RUAG GmbH ist eine Tochtergesellschaft der RUAG MRO Holding AG, Bern, Schweiz. 1.2 Steuerungssystem Die Verantwortung für die strategische Entwicklung und Gesamtsteuerung obliegt den Gesellschaftern. Die operative Steuerung erfolgt durch die Geschäftsleitung. Die wirtschaftliche Planung und Steuerung der Gesellschaft erfolgt über die von den Gesellschaftern festgelegten Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in konkrete, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch die permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen. Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die maßgeblichen wirtschaftlichen Leistungsindikatoren in der Gesellschaft. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Gesamtleistung (Umsatz und Bestandsveränderung), dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) sowie dem Jahresergebnis. Daneben sind aber auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Arbeitssicherheit sowie Umwelt und Klimaschutz zu nennen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Euroraum wurde für 2024 eine Erhöhung der Wirtschaftsleistung um +0,8 % ausgewiesen (2023: +0,4 %). Das deutsche Bruttoinlandprodukt ist im Jahr 2024 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um -0,1 % gesunken, nachdem im Vorjahr noch eine Minderung von -0,3 % zu verzeichnen war. Das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz hat sich nach einer Erhöhung im Jahr 2023 um +0,7 %, im Jahr 2024 um +1,8 % gesteigert. Laut Jahresbericht des Friedenforschungsinstituts SIPRI in Stockholm vom 22. April 2024 sind die weltweiten Militärausgaben im 9-ten Jahr in Folge gestiegen. Der reale Anstieg der Militärausgaben entspricht 6,8 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2023 entfielen auf die 31 Nato- Mitglieder 55 % der weltweiten Militärausgaben. Die meisten europäischen Nato-Mitglieder haben ihre Militärausgaben erhöht. „Für die europäischen Nato-Staaten haben die letzten zwei Jahre des Krieges in der Ukraine die Sicherheitsaussichten grundlegend verändert“, sagte Lorenzo Scarazzato, Forscher beim SIPRI Programm für Militärausgaben und Rüstungsproduktion. „Diese Verschiebung in der Bedrohungswahrnehmung spiegelt sich in einem wachsenden Anteil des BIP wider, der in Militärausgaben fließt, wobei das Nato-Ziel von 2 Prozent zunehmend als Ausgangswert und nicht als zu erreichende Schwelle angesehen wird.“ 11 von 31 Nato- Mitgliedern erreichten oder übertrafen das Ziel, 2 Prozent des BIP für das Militär auszugeben. Auch wenn die SIPRI-Zahlen nur den Zeitraum bis Ende 2023 erfassen, "hat der Ukrainekrieg, direkte Auswirkungen auf die militärischen Ausgabenentscheidungen in Mittel- und Westeuropa“, so der SIPRI Forscher Diego Lopes da Silva. „Wir können begründet annehmen, dass die Militärausgaben in Mittel- und Westeuropa in den vor uns liegenden Jahren weiter ansteigen werden.“ Die Umsatzkrise im Maschinen- und Anlagenbau hat sich verfestigt. Das Jahr 2024 endet mit einem negativen Ausblick auf das kommende Geschäft. Die deutsche Maschinenbauindustrie erwarte für 2025 den dritten Rückgang der Jahresproduktion in Folge. Die preisbereinigte Produktion der Betriebe werde um weitere 2 Prozent im Jahr 2025 sinken, heißt es in der VDMA-Prognose vom 10.Dezember 2024. Für das Gesamtjahr 2024 wird ein Einbruch der Produktion von 8 Prozent erwartet, so VDMA-Präsident Bertram Kawlath. Die durchschnittliche Auslastung der Fabriken liegt bei 84,4 %. Auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt forderte er, „eine klare und verlässliche Wirtschaftspolitik, die Unternehmen Vertrauen und Freiräume schenkt und ihnen die Flexibilität gibt, um erfolgreich im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Schluss mit der Überregulierung, Schluss mit engen technologischen Vorgaben und auch Schluss mir der viel zu hohen Kostenbelastung am Standort Deutschland." Die Branche kämpft erkennbar mit volatilen Kosten, einer schwachen Auftragslage und erheblichen Absatzschwierigkeiten in ihren Zielmärkten. 2.2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die RUAG GmbH hat das Jahr 2024 erfolgreich abschließen können. Die Umsatzerlöse konnten um 23,7 % auf EUR 24,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Damit wurde das Budget um EUR 0,6 Mio. übertroffen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) erhöhte sich von EUR 21,5 Mio. im Jahr 2023 auf EUR 24,4 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr. Damit wurde das Budget um EUR 0,6 Mio. übertroffen. Das EBIT mit TEUR 980 (Vj.: TEUR 2.738) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das budgetierte EBIT von EUR 1,5 Mio. verfehlt. Das geplante Jahresergebnis ist ebenfalls mit TEUR 644 (Vj.: TEUR 1.793) hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Geschäftsjahr 2024 war gekennzeichnet durch die Realisierung margenschwächerer Aufträge im Dienstleistungsgeschäft mit verbundenen Unternehmen. Umfassender Umweltschutz und höchste Sicherheitsstandards haben für unser Unternehmen oberste Priorität. Dabei achten wir insbesondere auf möglichst sparsamen Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Energie, die größtmögliche Abfallvermeidung bzw. ordnungsgemäße Verwertung und Entsorgung der Restabfälle sowie die Vermeidung umweltbelastender Emissionen (Verunreinigung von Luft und Wasser, Abgabe von Lärm und Wärme, sonstige Emissionen). Das Umweltmanagement unseres Unternehmens dient der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Auflagen. Die Sicherheitsausbildung der Mitarbeiter/-innen bezogen auf ihre Arbeitsumgebung dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen. 2.3. Lage i) Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich von EUR 19,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 24,4 Mio. im Geschäftsjahr 2024 erhöht. Während sich die Inlandsumsätze (-28,1 %) verringerten, konnten die Auslandsumsätze einen deutlichen Anstieg (+43,6 %) verzeichnen. Das Rohergebnis minderte sich von TEUR 6.639 auf TEUR 4.892 im Jahr 2024. Die Materialaufwendungen entwickelten sich unterschiedlich. Während Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sich reduzierten, sind bezogene Leistungen wegen der Zusammensetzung der Umsätze deutlich angestiegen. Die Materialeinsatzquote entwickelte sich überproportional zum Umsatz, liegt aber damit nur leicht über dem Niveau der Jahre bis 2022. Die Personalaufwendungen bewegen sich aufgrund der unterjährigen Fluktuation und nicht neu Besetzung des freigewordenen Arbeitsplatzes sowie geringerer erfolgsabhängiger Zahlungen unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 20 Mitarbeiter/innen (Vj.: 20) beschäftigt. Die Personalaufwandsquote minderte sich im Verhältnis zur Gesamtleistung von 8,5 % im Jahr 2023 auf 7,1 % im Jahr 2024. Die Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich unterschiedlich. Während sich die Vertriebs- und Ausgangsfrachtaufwendungen, infolge der angestiegenen Auslandsumsätze, erhöhten, konnten die übrigen Aufwendungen weitestgehend konstant zum Vorjahr gehalten werden. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unterproportional zur Betriebsleistung gestiegen. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -87 auf TEUR +2, infolge gestiegener Zinsen und der unterjährigen vollständigen Tilgung von Darlehn, erhöht. Das Geschäftsjahr 2024 konnte insgesamt positiv mit einem Jahresüberschuss von TEUR 644 (Vj.: TEUR 1.793) abgeschlossen werden. Die Ertragslage unserer Gesellschaft ist befriedigend. ii) Vermögenslage Die Bilanzsumme unserer Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 11,3 % auf EUR 10,899 Mio. gestiegen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Die getätigten Investitionen (TEUR 73) liegen unter den Abschreibungen (TEUR 204) und Anlageabgängen (TEUR 0) des Jahres 2024. Die Vorräte (EUR 3,7 Mio.; Vj.: EUR 3,5 Mio.) sind infolge von bindenden Rahmenverträgen und damit verbundener höherer Bestandsführung, um die Lieferfähigkeit zu garantieren, gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wegen Ausnutzung der gewährten Zahlungsziele und der Umsatzausweitung wieder stichtagsbezogen aufgebaut. Die Finanzierung erfolgt durch Abschlagszahlungen der Auftraggeber oder eigene Mittel und Lieferantenkredite. Lieferantenkredite aus dem Unternehmensverbund heraus zur Finanzierung von Aufträgen waren zum Bilanzstichtag, wie im Vorjahr, in Höhe von EUR 3,2 Mio. auszuweisen. Durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses und trotz Erhöhung der Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote auf 46,5 % (Vj.: 45,2 %). Die gestiegene Eigenkapitalquote sowie die Finanzierung durch Lieferantenkredite aus dem Unternehmensverbund sind weiterhin Garant für eine stabile Entwicklung und Finanzierung der Gesellschaft. Die Vermögenslage ist gut. iii) Finanzlage Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit der Gesellschaft sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und zu skontieren, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen sowie Kundenaufträge durch erhaltene Anzahlungen zu finanzieren. Die Bestände an flüssigen Mitteln betrugen zum Jahresende 2024 EUR 2,845 Mio. (Vj .: EUR 2,464 Mio.). Bankverbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. Langfristig gewährte Darlehen aus dem Unternehmensverbund heraus wurden in Höhe von EUR 0,75 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig getilgt. Das Working Capital (kurzfristige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel saldiert mit kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen) unserer Gesellschaft ist positiv und weist zum Bilanzstichtag einen Betrag von EUR 4,1 Mio. nach EUR 3,3 Mio. im Vorjahr aus. Die Gesellschaft hat ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig, fristgerecht und sofern möglich unter Ausnutzung gewährter Skonti beglichen. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. 3. Chancen- und Risikobericht Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für die RUAG GmbH im Berichtsjahr 2024 sowie im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Gesellschaft in ihrer Gesamtheit gefährden. Konjunkturelle Chancen und Risiken Eine konjunkturelle Abhängigkeit hat sich in den vergangenen Jahren nicht abgezeichnet. Fehlende Transportkapazitäten, Materialknappheit und sonstige Kostensteigerungen können jedoch ein erhebliches Risiko bilden, die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu behindern. Absatzchancen und -risiken Die politische Entwicklung beeinflusst die wirtschaftliche Situation und das Investitionsverhalten unserer Kunden sowie die Nachfrage nach unseren Produkten. Eine generelle Ausweitung der Investitionstätigkeit ist in RUAG-Abnehmerbranchen angesichts des weltpolitischen Umfeldes erkennbar. Demzufolge dürfte ein unveränderter Trend nach von RUAG GmbH vertriebenen Komponenten anhalten. Eine weitere Steigerung der Rüstungsausgaben ist angesichts der weltpolitischen Lage zu erwarten. Die zu berücksichtigenden Ausfuhrbestimmungen und Genehmigungen hängen vom politischen Konsens der Bundesregierung und der Schweizer Eidgenossenschaft ab. Zeitlich ausgeweitete Genehmigungsprozesse haben und können zu deutlichen Verzögerungen bei der Abwicklung des jeweiligen Auftrags oder auch Ablehnungen führen. Beschaffungschancen und -risiken Im Jahr 2024 waren auf der Beschaffungsseite Preiserhöhungen bei den RHB-Stoffen, Komponenten und bezogenen Leistungen zu verzeichnen, die unterjährig an Dynamik deutlich abgenommen haben. Steigende Energie- und Personalkosten haben dazu beigetragen, dass die Beschaffungspreise angestiegen sind. Preissteigerungen für Vormaterialien werden - soweit möglich - durch adäquate Anpassung der Absatzpreise aufgefangen. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigten Qualität wird durch eine kontinuierliche Überprüfung der Lieferantenbasis und der Qualitätskontrolle der eingekauften Bestände und Komponenten begegnet. Möglichen Verzögerungen in unseren Lieferketten auf der Beschaffungsseite begegnen wir durch eine aktive Einkaufspolitik und einer Suche nach alternativen Lieferanten. Operative Chancen und Risiken Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und dem steigenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Neben den Vertriebsaktivitäten und damit der Auftragsakquisition besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards, um kundenseitige Konventionalstrafen und Regressforderungen zu vermeiden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Da wir nahezu ausschließlich in Euro fakturieren und auch im Wesentlichen einkaufen gibt es nur geringe Währungsrisiken, die unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Mit einem Großteil der Kunden bestehen langjährige auf gegenseitigem Vertrauen basierende Geschäftsbeziehungen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 4. Prognosebericht Basierend auf den aufgeführten Chancen und Risiken sowie einem zum Jahresbeginn 2025 bestehenden Auftragsbestand planen wir eine Fortführung der stabilen Geschäftsentwicklung. Um die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir auch in Zusammenarbeit mit der RUAG AG, Schweiz, die bestehenden Geschäftsfelder weiter ausbauen, um so unsere Marktposition zu festigen. Für 2025 ist eine Gesamtleistung von rd. EUR 28,9 Mio. budgetiert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen sowie das Jahresergebnis werden über der Vorjahreshöhe erwartet. Die in dem Geschäftsjahr 2025 berücksichtigten Prognosen unterliegen wie alle Planungen gewissen Unsicherheiten. Die wesentliche Unsicherheit des Ausblicks auf das Jahr 2025 ergibt sich aus der geopolitischen Lage. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv.
Kassel, 24. Februar 2025 Hans Joachim Langanke, Geschäftsführer Petr Cechura, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Angaben zur Firma Der Jahresabschluss der RUAG GmbH, 34131 Kassel, Landgraf-Karl-Straße 1 (Amtsgericht Kassel, HRB 18048) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB aufgestellt. Tätigkeitsbereich Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Handelswaren, Ersatzteilen, Fertigungsteilen und die Instandsetzung von Komponenten, jeweils für zivile und militärische Systeme; die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Vertrieb von Handelswaren, Ersatzteilen und Fertigungsteilen, jeweils für zivile und militärischen Systeme sowie Marketing für (in- und ausländische) Unternehmen der RUAG Gruppe. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB). Er besteht gemäß § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang. Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Vorgaben nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Das Bilanz-Gliederungsschema wurde allerdings zur Erweiterung der Klarheit, um die Position Passiva C.4. „Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern“, erweitert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für den Jahresabschluss unserer Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbHG Anwendung. Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten aktiviert und über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Gesellschaft hat im Zuge ihrer Gründung einen bestehenden Teilbetrieb im Ganzen erworben. Die Einschätzung der Chancen und Risiken des übernommenen Geschäftsbereichs rechtfertigen eine Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes von 10 Jahren. Die Beurteilung basiert auf den verlässlichen Erwartungen über den Absatzmarkt der Handelsprodukte und Leistungsinhalte der Gesellschaft. Über die Konzernzugehörigkeit ist eine kontinuierliche Marktposition abgesichert. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen angesetzt. Die Bewertung der Herstellungskosten erfolgt unter Einbeziehung der Material- und Fertigungskosten sowie deren Gemeinkosten unter Einbeziehung anteiliger Abschreibungen und Verwaltungskosten. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die geringwertigen Sachanlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Beim Umlaufvermögen wurden bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordene negative Wertänderungen durch Abschreibungen berücksichtigt. Bei den Vorräten werden die Waren zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wiederbeschaffungswert, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu den Herstellungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen und Verwaltungskosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere der Ungängigkeit, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde, soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, dieser angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Forderungen/Umsatzerlöse für Projektleistungen werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang/die Abnahme durch Auftraggeber erfolgt ist. Forderungen, deren Zahlungseingang ungewiss ist, werden angemessen wertberichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung, in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen, gebildet. Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive Latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden, ist eine sich daraus ergebende Steuerbelastung als passive Latente Steuern anzusetzen. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung von zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ungewisse Verbindlichkeiten sind nach Abwägung des Risikos durch angemessene Rückstellungen erfasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen mit ihren historischen Anschaffungskosten, die für alle noch im Unternehmen befindlichen Vermögensgegenstände genau ermittelt wurden, und den kumulierten Abschreibungen sind in einem dem Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwert Durch einen Asset Deal-Vertrag vom 18.10.2019 (nebst Nachtragsvereinbarung vom 16.12.2019) hat die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.12.2019 von der RUAG Defence Deutschland GmbH deren gesamten Teilbetrieb "Glückauf Logistik" am Standort Kassel erworben. Unternehmensgegenstand dieses Teilbetriebs ist der Vertrieb von militärischen Ausrüstungsgegenständen. Von dem Gesamtkaufpreis entfallen TEUR 1.758 auf den erworbenen Geschäfts- bzw. Firmenwert, der auf eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Vorräte Die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: Unfertige Erzeugnisse TEUR 1.762 (Vj.: TEUR 1.759), Fertige Erzeugnisse und Waren TEUR 1.965 (Vj.: TEUR 1.713) und geleistete Anzahlungen TEUR 0 (Vj.: TEUR 33). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Fälligkeiten ist dem Forderungsspiegel zu entnehmen.
Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (Vj.: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Flüssige Mittel Es liegen flüssige Mitteln in Höhe von TEUR 2.845 (Vj.: TEUR 2.464) vor. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 100.000,00 ist vollständig eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für nachlaufende Rechnungen (TERU 840; Vj.: TEUR 0), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 110; Vj.: TEUR 159), ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 202; Vj.: TEUR 282), für drohende Verluste (TEUR 55; Vj.: TEUR 15), für Jahresabschlusskosten (TEUR 50; Vj.: TEUR 49), für Aufbewahrungspflichten (TEUR 6; Vj.: TEUR 6), sowie für Personalverpflichtungen (TEUR 130; Vj.: TEUR 161). Neben Einzelrisiken werden pauschale Gewährleistungsrückstellungen passiviert. Diese werden in Höhe von 0,25% der gewährleistungspflichtigen Umsatzerlöse der letzten beiden Jahre gebildet. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Fälligkeiten ist dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mitzugehörigkeit: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) in Höhe von TEUR 3.250 (Vj.: TEUR 3.237). C. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Für das Unternehmen bestehen am 31. Dezember 2024 folgende nicht in der Bilanz erfasste Haftungsverhältnisse: Aufgrund der Rückgriffsansprüche eines Kreditinstituts für von diesem im Auftrag der Gesellschaft an Dritte gestellte Bürgschaften besteht ein Obligo der Gesellschaft in Höhe von EUR 3.110 (Vj.: TEUR 49). Wegen der Fortführung der Aufträge wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN NACH § 285 NR. 31 HGB Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 230 und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR -26 angefallen. Die Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung betreffen Erträge aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen in Höhe von TEUR 230. Die Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung betreffen sonstige betriebliche Aufwendungen aus Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR -26. Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 32 HGB Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 230 auszuweisen. Die periodenfremden Erträge betreffen sonstige betriebliche Erträge aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen in Höhe von TEUR 230. Periodenfremde Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht angefallen. Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. Kosten der Warenabgabe mit TEUR 982 (Vj.: TEUR 836) sowie Raumkosten mit TEUR 152 (Vj.: TEUR 164) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen die Ertragsteuerbelastung für das abgelaufene Geschäftsjahr. E. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus diversen Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 764 (Vj.: TEUR 805) sowie aus dem Investitionsobligo in Höhe von TEUR 218 (Vj.: TEUR 0). Latente Steuern Der nicht angesetzte Überhang aktiver Steuerlatenzen ergibt sich aus dem Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes und den sonstigen Rückstellungen. Für die Bewertung der latenten Steuern käme ein Steuersatz von 31,2% zur Anwendung. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Hans Joachim Langanke, Fuldabrück Herr Petr Cechura, Horw/Schweiz (ab 15.02.2024) Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die ausgeübten Berufe der Geschäftsführer entsprechen der Organstellung. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr 2023 wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug:
Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Honorare für den Abschlussprüfer wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die RUAG GmbH wird in den Konzernabschluss der RUAG MRO Holding AG, Bern/Schweiz, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen. Die Veröffentlichung erfolgt in Bern/Schweiz. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Kassel, 24. Februar 2025 Hans Joachim Langanke, Geschäftsführer Petr Cechura, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RUAG GmbH, Kassel PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der RUAG GmbH, Kassel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RUAG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, 25. Februar 2025 BDO AG gez. Tewes, Wirtschaftsprüfer gez. Müller, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2024 Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 26. März 2025 festgestellt. |
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