Sun Chemical Color Solutions GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DIC Europe GmbHKöln (vormals: Düsseldorf)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Geschäftsgrundlagen DIC Europe hatte unselbstständige Niederlassungen in Düsseldorf (Hauptsitz), in Karlstein am Main und in Wien. Der Sitz wurde 2023 nach Köln verlegt, mit der Handelsregisternummer HRB 113319 beim Amtsgericht Köln. DIC Europe GmbH ist ein Handels- und Produktionsunternehmen und hat keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ausgeführt. Hauptvertriebsgebiete sind nach wie vor Deutschland, Italien und Frankreich. Hauptlieferanten sind die DIC Corporation, Tokio, Japan, und ihre Tochtergesellschaften. Die lokale Produktion erfolgt im Werk der Niederlassung Wien in Österreich. Zwischen der Sun Chemical GmbH (Organträgerin) und der DIC Europe GmbH (Organgesellschaft) besteht ein unter dem Datum 19. Juli 2018 abgeschlossener Ergebnisabführungsvertrag i.S.d. § 302 AktG. Damit wurde die DIC Europe GmbH in den körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organkreis aufgenommen. Allgemeine Wirtschafts- und Branchenentwicklung Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) schloss die weltweite Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 6,1 Prozent (Vorjahr -3,1%). Für das Gesamtjahr 2021 stieg das BIP im Euroraum und in der EU um 5,3 %, nach -6,4 % im Euroraum bzw. -5,9 % in der EU im Jahr 2020 (Quelle: Eurostat vom 8. März 2022). Das preisbereinigte, deutsche BIP lag im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis - Pressemitteilung vom 23. März 2022) um 2,9 %-Punkte höher als im Jahr 2020. Demnach wuchs die deutsche Wirtschaftsleistung nach dem Corona- bedingten Rückgang im Jahr 2020 wieder an. Laut VdL (Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie) ist der Absatz von Druckfarben in 2021 weiter zurückgegangen - es wurden 224.000 Tonnen produziert, ein Minus von 4 %. Insgesamt wurden Druckfarben für Publikationen und Verpackungen im Wert von 765 Millionen Euro umgesetzt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Jahresüberschuss vor Abführung an SUN Chemical GmbH T€ 5.611 gegenüber einem Überschuss in Höhe von T€ 2.633 im Geschäftsjahr 2020. Das Wachstum ist vorwiegend dem Bereich der Hochleistungskunststoffe nach der Corona-Krise zuzurechnen (+ Mio. € 9,6 Umsatz). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 um 25,1 % gestiegen. Der Bruttogewinn steigt um 45 %. Absolut ist der Bruttogewinn von T€ 7.626 (16,2 % der Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2020 auf T€ 11.091 (18,9 % der Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2021 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus Fremdwährungsumrechnung gesunken. Die FX-bezogenen Kursverluste aus Fremdwährung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um T€ 196 bzw. 58 %. Die sonstigen Aufwendungen sind insbesondere infolge des Rückgangs der zuvor beschriebenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung um 37 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 41% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Vertriebsaufwendungen (6,5 % der Umsatzerlöse) blieben im Geschäftsjahr 2021 weitestgehend unverändert im Vergleich zum Vorjahr (7,4 % der Umsatzerlöse). Für die Gesellschaft insgesamt leistet das Geschäft mit Hochleistungskunststoffen (Mio. € 35,5 / Vorjahr: Mio. € 25,9) den größten Beitrag zum Umsatz sowie zum Gewinn. Der Anstieg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Auftragslage sich im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie stark verschlechtert hatte. In 2021 hat sich die Auftragslage wieder erholt. Bei den Spezial-Materialien und Chemikalien (Mio. € 11,2 / Vorjahr: Mio. € 8,9) sind die Umsatzerlöse gestiegen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Funktionswerkstoffe sind von Mio. € 11,9 auf Mio. € 11,7 gesunken. Dieser Bereich bleibt weiterhin stabil. Der Bruttogewinn der Gesellschaft (Mio. € 11 Vorjahr: Mio. € 7,6) ist gegenüber 2020 gestiegen. Hauptsächlich resultiert der Anstieg aus dem Geschäftsbereich der Hochleistungskunststoffe. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über eine konzerninterne Inhouse-Bank. Zur Absicherung von Fremdwährungen werden bei der Inhouse-Bank auch Salden in Fremdwährungen geführt. Insgesamt hat sich die Forderung gegen die Inhouse-Bank im Vergleich zum Vorjahr (Mio. € 10,2) um Mio. € 5,2 erhöht. Der Cashflow resultiert dabei im Wesentlichen aus laufender Geschäftstätigkeit. Darstellung der Bilanz Das Anlagevermögen ist insbesondere aufgrund der Abschreibungen von Mio. €6,2 auf Mio. € 5,1 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind leicht von Mio. € 4,7 auf Mio. € 5,0 gestiegen. Die Umschlagsdauer der Forderungen ist von 37 Tagen auf 31 Tage gesunken (Forderungen / Umsatz x 365 Tage). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich von Mio. € 10,5 auf Mio. € 15,9 im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Forderungen gegen die Inhouse-Bank. Im Umlaufvermögen sind die Vorräte im Jahr 2021 weiterhin ein wichtiger Vermögensposten (Mio. € 11,2 / Vorjahr: Mio. € 11,1). Der Lagerumschlag ist gegenüber dem Vorjahr von 86 Tagen im Jahr 2020 auf 70 Tage im Jahr 2021 zurückgegangen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Umsatzsteuerforderungen zum Bilanzstichtag von Mio. € 6,7 auf Mio. € 1,2 gesunken. Die Kapitalrendite (= Ergebnis vor Einkommensteuern / durchschnittliches verwendetes Kapital (Anfangssaldo + Endsaldo) / 2) ist von 10,8 % im Geschäftsjahr 2020 auf 22,9 % im laufenden Jahr gestiegen. Die Rückstellungen stiegen um 27 % (T€ 981 / Vorjahr: T€ 770). Ursächlich für den Anstieg war insbesondere eine gestiegene Steuerrückstellung (+ TEUR 77,5). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von Mio. € 1,3 auf Mio. € 0,281 gesunken Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von Mio. € 5,8 im Geschäftsjahr 2020 auf Mio. € 11,3 im Geschäftsjahr 2021 gestiegen. Der Anstieg ist dabei insbesondere auf eine gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 3,0 erhöhte Ergebnisabführung zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlich aufgrund niedrigerer Umsatzsteuer- Verbindlichkeiten von Mio. € 6,5 auf Mio. € 0,77 gesunken. Niederlassungen In der Niederlassung Wien waren im Jahr 2021 durchschnittlich 21,25 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 22,75). DIC Europe GmbH Niederlassung Wien - Anzahl der Mitarbeiter
DIC Europe GmbH Niederlassungen Deutschland -
DIC Europe GmbH Total - Anzahl der Mitarbeiter
Die Niederlassung Wien ist in der Herstellung von PPS-Verbindungen tätig. Leistungsindikatoren Wesentliche Größen für das interne Controlling der Gesellschaft sind die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.
Diese wesentlichen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
Finanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator für unsere Gesellschaft sind die Umsatzerlöse. Der Umsatz liegt Mio. 11,8 über Vorjahr. Im Wesentlichen ist das Wachstum der Umsatzerlöse auf mehr Umsatz im Bereich der Hochleistungskunststoffe (+ Mio. € 9,6) und im Geschäftsbereich Spezial-Materialien und Chemikalien von Mio. € 2,3 zurückzuführen. Das Jahr 2020 war insbesondere durch die Covid-Pandemie geprägt. Der Anstieg im Jahr 2021 ist im Wesentlichen auf eine Erholung der Lage im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie zurückzuführen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist gegenüber dem Vorjahr auf Mio. € 5,6 (Mio. € 2,6) gestiegen. Die Umsatzerlöse liegen mit 58,8 Mio. € rund 7,8 Mio. € über den geplanten Umsatzerlösen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die Hochleistungskunststoffe. Die Absatzmengen im Bereich Hochleistungskunststoffe lagen deutlich über den geplanten Mengen, was den Anstieg gegenüber dem Planwert erklärt. Auch der Anstieg des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung gegenüber dem Planwert von 4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Absatz im Bereich der Hochleistungskunststoffe. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr 2021 wurden die internen Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter fortgeführt. Inhalt der Schulungen sind die Sicherheit am Arbeitsplatz, Produktqualität und persönliche Weiterentwicklung in den entsprechenden Funktionen. Eine wichtige Größe für die Steuerung von unserem Unternehmen ist ein möglichst geringer Krankenstand unsere Mitarbeiter. Wir messen den Krankenstand auf monatlicher Basis und treffen geeignete Maßnahmen. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Krankenstand unternehmensweit 3,39 %. Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert (VJ:3,50 %).
Chancen- und Risikobericht Die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, unterscheiden sich in operative Risiken und Finanzrisiken. Operative Risiken sind z.B. Geschäfts-, Verkaufs-, Gewinn-, Kunden-Kredit-, Lieferanten- und Vermögensrisiken. Finanzrisiken sind z.B. Währungsrisiken. Vorhersehbare Risiken werden von der Gesellschaft weiterhin während des Geschäftsjahrs beobachtet und analysiert und entsprechende Ergebnisse werden im Rahmen unseres Berichtssystems erfasst. Notwendige Gegenmaßnahmen wurden durch den Aufbau und die fortlaufende Weiterentwicklung von Controlling- und Dokumentationssystemen sowie durch individuelle Einzelmaßnahmen ergriffen. Systeme zur Überwachung der Forderungen sowie ein internes Kontrollsystem sind vorhanden. Das elektronische Dokumentenmanagement-system zur Verbesserung der Freigabe und Überprüfung von Dokumenten durch entsprechende Stellen an allen Standorten (Düsseldorf bzw. Köln, Wien und Heimarbeitsplätze) ist vollständig in Betrieb. Die Zentralisierung führt außerdem zu einer Reduzierung der Risiken. Aufgabentrennung wird, soweit die Firmengröße dies zulässt, beachtet. Im Jahr 2021 ist das Forderungsausfallrisiko aufgrund des Kunden-Portfolios auf einem niedrigen Niveau stabil geblieben. Der Verkauf von Rohstoffen ist weiterhin geprägt durch hohes Volumen und niedrige Gewinnspannen. Das Risiko entspricht dem des letzten Jahres. Wesentliche Geschäfte in Fremdwährungen werden durch Inhouse-Bank-Funding in der entsprechenden Fremdwährung abgesichert. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können, wurden seitens der Geschäftsführung nicht identifiziert. Die Gesellschaft hat bis Ende 2022 Lieferengpässe bei Rohstoffen im Beschaffungsprozess gehabt durch die Rohstoffknappheit auf dem Markt. Seitdem ist eine Normalisierung in Rohstofflieferungen zu sehen. Chancen des Unternehmens werden insbesondere in der derzeit hohen Nachfrage im Bereich der Hochleistungskunststoffe gesehen. Ausblick Die Geschäftsführung erwartet, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich verbessern werden und dass die Gesellschaft etwas besser als die konjunkturelle Entwicklung abschneiden wird. Mit zunehmender Produktion in der Wiener Anlage erwartet die Gesellschaft, das hohe Ergebnisniveau (vor Gewinnabführung) zu halten. Wir erwarten, dass die makroökonomischen Rahmenbedingungen wie Konsum, Inflation, Zinsniveau, Investitionstätigkeiten, Produktion und internationaler Handel sich leicht positiv entwickeln. Trotz der schwierigen Lage geprägt durch die Lieferengpässe, den Krieg in der Ukraine und der Covid-19-Pandemie verzeichnen wir 2022 steigende Umsatzerlöse. Inzwischen haben die Aktivitäten im Bereich Marketing und die Erweiterung des Produktportfolios um neue Produktgruppen positive Auswirkungen, und die weitere Suche nach Optionen steht bei der Gesellschaft im Mittelpunkt. Aufgrund des vorhandenen breiten Produktportfolios, qualifizierter Mitarbeiter und ständiger Verbesserungen der Infrastruktur und Organisation der Gesellschaft ist die Geschäftsführung zuversichtlich, die Marktstellung verbessern zu können. Es wird erwartet, dass sich die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einschließlich der Niederlassungen für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin positiv entwickeln wird. Aus diesem Grund wird mit einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von Mio. € 5,6 und Umsatzerlösen von Mio. € 59 gerechnet. Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Zum Zweck der organisatorischen Optimierung und der Senkung von Sachkosten hat die Schwesterfirma DIC Performance Resins GmbH zum 1.3.2022 im Zuge eines Betriebsübergangs das Anlagevermögen, das Fertigwarenlager, das Rohstofflager und die Mitarbeiter der DIC Europe GmbH in Wien übernommen. Dieser Geschäftsbereich betrifft das Produkt PPS (Geschäftsbereich Hochleistungskunststoffe). Der Vertrieb der Hochleistungskunststoffe erfolgt weiterhin durch die DIC Europe GmbH. Im Februar 2022 ist in der Ukraine ein Krieg ausgebrochen. Die Auswirkungen auf unser zukünftiges Geschäft können wir derzeit nicht abschließend abschätzen. Falls sich hieraus eine wirtschaftliche Konjunkturdelle bzw. langfristige Auswirkungen auf der Beschaffungsseite oder bei unseren Kunden ergeben sollten, könnte sich dies auf unser Geschäft entsprechend auswirken. Die laufenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen die Russische Föderation und Belarus können Auswirkungen auf die europäischen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft haben. Das Unternehmen ist nicht in nennenswertem Umfang direkt in der Ukraine, Russland oder Belarus engagiert. Die Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftslage können dazu führen, dass bestimmte Annahmen und Schätzungen künftig geändert werden müssen. Dies kann wesentliche Anpassungen des Buchwerts bestimmter Vermögenswerte und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres erforderlich machen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Management nicht in der Lage, die Auswirkungen verlässlich abzuschätzen, da sich die Ereignisse von Tag zu Tag entwickeln. Die längerfristigen Auswirkungen können sich auch auf das Handelsvolumen, den Cashflow und die Rentabilität ergeben. Im Jahr 2022 zeigte sich nach aktuellen Erkenntnissen keine wesentliche Auswirkung des Ukraine-Kriegs auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DIC Europe GmbH. Ansonsten sind der Geschäftsführung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.
Köln, 23. Mai 2023 Martijn Schoonenberg Masaya Nakafuji Dr. Stefan Hellwig Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 20211. Beschreibung der Geschäftstätigkeit DIC Europe GmbH (die "Gesellschaft"), ein Unternehmen in Köln (vormals: Düsseldorf), Deutschland, ist ein Teil der Sun Chemical GmbH, die von der DIC Corporation, Tokio, Japan, als Muttergesellschaft geleitet wird. Seit dem 2. Februar 2009 sind alle Geschäftsanteile der Gesellschaft in den Händen des Sun-Chemical-Konzerns. Die Gesellschaft betreibt neben der Niederlassung in Köln (vormals: Düsseldorf) eine Niederlassung in Wien, Österreich, (seit dem 12. Mai 2012) und eine Niederlassung in Karlstein am Main. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht weiterhin im Handel von chemischen und verwandten Produkten und speziell im Import, Export und Vertrieb vor allem im europäischen Markt. Im Jahr 2013 wurde die Herstellung der PPS (Polyphenylensulfid)-Verbindungen in Wien aufgenommen. Der Großteil der Waren des Unternehmens für den Weiterverkauf wird von DIC Corporation, Tokio, Japan, oder anderen verbundenen Unternehmen geliefert. 2. Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze und Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Unternehmenssitz der DIC Europe GmbH befand sich in Düsseldorf, Deutschland, und war im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nr. HRB 23479 eingetragen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. November 2022 wurde der Sitz nach Köln verlegt und die Gesellschaft ist seit dem 16. Januar 2023 mit der Handelsregisternummer HRB 113319 beim Amtsgericht Köln eingetragen. Der Jahresabschluss wird in Übereinstimmung mit den geltenden Rechnungslegungs- standards in Deutschland erstellt. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB (Handelsgesetzbuch). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkosten-verfahren aufgestellt. Die Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen werden den Umsatzkosten zugerechnet, soweit die Verluste nicht aus der Bewertung am Jahresende resultieren. Die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendeten wichtigsten Bilanzierungsgrundsätze sind im Folgenden zusammengefasst. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (a) Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände durchgeführt.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt auf der Grundlage der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwert wurde vollständig über einen Zeitraum von 5 Jahre abgeschrieben. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021
(b) Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Unfertige und Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. (c) Forderungen Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen werden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Im normalen Geschäftsverlauf gewährt die Gesellschaft ihren Kunden Kredite und deckt das Kreditrisiko durch Kreditgenehmigungen und Überwachungsverfahren. Pauschalwertberichtigungen werden gebildet, um das allgemeine Ausfallrisiko von Forderungen abzudecken, die nicht durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt sind. Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen.
Forderungen gegen die Gesellschafterin Sun Chemical GmbH, Osterode, bestehen zum 31.12.2021 nicht. Auch zum 31.12.2020 bestanden keine Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 15.384 (Vorjahr: TEUR 10.218) Forderungen gegen die Inhouse-Bank. Die übrigen Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen beinhalten sowohl zum 31.12.2021 als auch zum 31.12.2020 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen oberste Muttergesellschaft DIC Corporation betreffen (wie auch im Vorjahr) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Alle Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (d) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche in Deutschland und anderen EU-Ländern, in denen die Gesellschaft umsatzsteuerpflichtig ist. Wie im Vorjahr haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (e) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen bilanziert. (f) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasste im Vorjahr vorausbezahlte Mitgliedsbeiträge. (g) Latente Steuern Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Sun Chemical GmbH werden keine Latenten Steuern abgebildet. (h) Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. (i) Rückstellungen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Zukünftige Kostensteigerungen wurden einbezogen. Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine langfristigen Rückstellungen, die eine Abzinsung auf den Netto-Barwert erfordern. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Altersteilzeitrückstellungen sind durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert. Diese stellt Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB dar. Entsprechend wurde der Vermögenswert mit der Rückstellung saldiert ausgewiesen. Der Verpflichtung aus der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 140 steht ein Vermögensgegenstand in Höhe von TEUR 123 entgegen. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht den Anschaffungskosten. Erträge aus der Rückdeckungsversicherung sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. (j) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Fiskalvertretern in Deutschland. Banksicherheiten im Gesamtwert von T€ 400 wurden im Wesentlichen zur Sicherung von Einfuhrsteuer und -zoll ausgegeben. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der obersten Muttergesellschaft DIC Corporation betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung gegenüber der Gesellschafterin Sun Chemical GmbH, Osterode in Höhe von TEUR 5.611 (Vorjahr: TEUR 2.633) enthalten. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen sowohl zum 31.12.2021 als auch im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(k) Fremdwährungsgeschäfte Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Durchschnittskurs am Tag der Entstehung (Erstbewertung) und entsprechend § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. (I) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden erfasst, sobald das Risiko und der Nutzen auf den Kunden übergegangen sind. Die Umsatzerlöse enthalten die Umsätze (ohne Umsatzsteuer), die mit den Gütern und Dienstleistungen erzielt wurden. Skonti und andere Erlösschmälerungen werden abgezogen. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht weiterhin im Handel von chemischen und verwandten Produkten, insbesondere im Import, Export, Vertrieb und in der Herstellung. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsfeldern wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Absatzmärkten wie folgt:
Die Angaben wurden gegenüber dem Vorjahresabschluss angepasst. Umsatzerlöse aus Großbritannien wurden nun den Drittländern zugeordnet. Zur Vereinfachung wurde der komplette Jahresumsatz den Drittländern zugeordnet. Der Austritt aus der EU fand mit Wirkung zum 31. Januar 2020 statt. (m) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Umsatzkosten in Höhe von Mio. € 47,7 (Vorjahr: Mio. € 39,4) umfassen Materialkosten, die wiederum die Kosten für bezogene Waren bzw. Rohstoffe einschließlich Zölle und Frachtkosten beinhalten. Von Lieferanten gewährte Skonti werden abgezogen. (n) Materialaufwand
(O) Personalaufwand Der Personalaufwand im Geschäftsjahr setzt sich wie folgt zusammen:
(p) Sonstige betriebliche Erträge
(q) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(r) Steueraufwendungen
Die Betriebstätten müssen vor Ort versteuert werden. DIC Europe GmbH bestellt lokale Steuerberater, um die Körperschaftsteuerberechnung durchzuführen. In 2021 ist für die Körperschaftsteuer in Österreich Aufwand in Höhe von TEUR 122 (VJ TEUR 82) angefallen. (s) Gesamthonorar der Abschlussprüfer: Im Geschäftsjahr fielen für die Abschlussprüfung Aufwendungen in Höhe von TEUR 58 an. Davon waren TEUR 3 für das Vorjahr. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat vertragliche Verpflichtungen, die in erster Linie die Miete für die Fabrik in Österreich, Büromieten in Deutschland sowie Miete für das PPS Tech Center betreffen. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Die Herstellungsaktivitäten der österreichischen Niederlassung wurden am 1. März 2022 in Rahmen eines Asset Deals an DIC Performance Resins GmbH verkauft, daher sinken die Verpflichtungen in der Zukunft. 4. Konzernabschluss Die DIC Europe GmbH wurde in den Konzernabschuss der DIC Corporation, Tokio, Japan, einbezogen. Die DIC Corporation (Registernummer 70114-01-003807), Tokio, Japan stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist außerdem am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich: DIC Corporation, DIC Building 7 - 20 Nihonbashi 3-chome Chuo-Ku, Tokio 103-8233 Japan Außerdem wird der Konzernabschluss dieser Gesellschaft im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E00901 veröffentlicht. 5. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2021 gehörten der Geschäftsführung folgende Personen an: Masaya Nakafuji, Tokio, Japan Martijn Schoonenberg, Utrecht, Niederlande Robert Greßlinger, Wurmannsquick, Deutschland (Geschäftsführer bis 31.12.2022) Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung wird für das Berichtsjahr 2021 gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die Gesellschaft nur einen Geschäftsführer hat, der seine Bezüge direkt von der Gesellschaft erhält. Dr. Stefan Hellwig wurde am 12.01.2023 als Geschäftsführer bestellt und registriert. 6. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Anzahl der von der Gesellschaft während des Jahres beschäftigten Personen war wie folgt:
7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Zweck der organisatorischen Optimierung und der Senkung von Sachkosten hat die Schwesterfirma DIC Performance Resins GmbH zum 1.3.2022 im Zuge eines Betriebsübergangs das Anlagevermögen, das Fertigwarenlager, das Rohstofflager und die Mitarbeiter der DIC Europe GmbH in Wien übernommen. Dieser Geschäftsbereich betrifft das Produkt PPS (Geschäftsbereich Hochleistungskunststoffe). Der Verkauf der Produktionsanlage an die DIC Performance Resins GmbH in 2022 ist im Wesentlichen zu Buchwerten erfolgt, sodass hieraus keine wesentlichen Gewinne oder Verluste resultierten. Zukünftig übernimmt die DIC Performance Resins GmbH die Produktion der PPS-Produkte. Die DIC Europe GmbH übernimmt aber weiterhin den Vertrieb der Hochleistungskunststoffe, sodass die Produktpalette der DIC Europe GmbH sich nicht ändert. Im Februar 2022 ist in der Ukraine ein Krieg ausgebrochen. Der Krieg hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Handelsvolumen, Cashflow oder Rentabilität. Falls sich hieraus eine wirtschaftliche Konjunkturdelle bzw. langfristige Auswirkungen auf der Beschaffungsseite oder bei unseren Kunden ergeben sollten, könnte sich dies auf unser Geschäft entsprechend auswirken. Die laufenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen die Russische Föderation und Belarus können Auswirkungen auf die europäischen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft haben. Das Unternehmen ist nicht in nennenswertem Umfang direkt in der Ukraine, Russland oder Belarus engagiert. Die Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftslage können dazu führen, dass bestimmte Annahmen und Schätzungen künftig geändert werden müssen. Dies kann wesentliche Anpassungen des Buchwerts bestimmter Vermögenswerte und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres erforderlich machen. Der Sitz wurde 2023 nach Köln verlegt mit der Handelsregisternummer HRB 113319 beim Amtsgericht Köln. Außerdem hat Herr Greßlinger zum 31.12.2022 sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt. Anfang 2023 wurde Dr. Hellwig als Geschäftsführer bestellt. Ansonsten sind der Geschäftsführung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.
Köln, 23. Mai 2023 Martijn Schoonenberg Masaya Nakafuji Dr. Stefan Hellwig Feststellung des Jahresabschlusses, ErgebnisverwendungsbeschlussIn der Gesellschafterversammlung vom 29. Mai 2023 wurde der Jahresabschluss festgestellt und der Ergebnisverwendungsbeschluss wie folgt gefasst: Der Bilanzgewinn in Höhe von € 9.080.567,35 wird auf neue Rechnung vorgetragen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DIC Europe GmbH, Köln (vormals: Düsseldorf) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DIC Europe GmbH, Köln (vormals: Düsseldorf), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIC Europe GmbH, Köln (vormals: Düsseldorf), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar- stellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. Mai 2023 Deloitte
GmbH
Sandra Baumann, Wirtschaftsprüferin Dorothea Spang, Wirtschaftsprüferin |
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