Oetjen Rohstoffhandel GmbHLiquidiert
27404 Zeven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Menzel seit 5.4.2022 | Prokura |
Frank Clausen seit 8.2.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rethmann SE & Co. KGSelmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernlagebericht 2020A. Grundlagen B. Wirtschaftsbericht C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen A. GrundlagenIn den Konzernabschluss der RETHMANN SE & Co. KG werden die Unternehmensgruppen REMONDIS (Kreislaufwirtschaft, Service und Wasser), Rhenus (Logistik) und SARIA (Verarbeitung tierischer Nebenprodukte) einbezogen. Die in 2019 hinzugekommene Beteiligung in Höhe von 34 % an der Transdev-Gruppe (Mobilität und öffentlicher Personennahverkehr) fließt unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein. Insgesamt setzt sich der Konsolidierungskreis des Konzerns aus 1.262 vollkonsolidierten (Vorjahr: 1.244) und 178 nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen (Vorjahr: 174) zusammen. Die REMONDIS-Gruppe zählt zu den weltweit größten Dienstleistern für Kreislaufwirtschaft, Service und Wasser. Sie verfügt in Deutschland über eine flächendeckende regionale Organisationsstruktur mit Niederlassungen und Beteiligungen. Weltweit ist die REMONDIS-Gruppe mit rund 38.300 Mitarbeitern 1 in über 30 Ländern an mehr als 900 Standorten vertreten. Schwerpunktmärkte sind Europa und Asien/Ozeanien. Die REMONDIS-Gruppe leistet einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung und trägt in besonderem Maße zum Schutz der Umwelt und des Klimas sowie zur öffentlichen Daseinsvorsorge bei. Die Rhenus-Gruppe besitzt ein flächendeckendes Netz von Standorten in Europa (insbesondere in Deutschland), Asien sowie in ausgesuchten Ländern der übrigen Kontinente. Rund 33.400 Mitarbeiter 1 sind für die Gruppe an rund 750 Standorten tätig. Entsprechend ihrer operativen Tätigkeiten ist die Rhenus-Gruppe in die Geschäftsbereiche Contract Logistics, Freight Logistics sowie Port Logistics strukturiert. Die SARIA-Gruppe ist in drei international tätige strategische Divisionen, Renewables, Energy & Services, Feed & Petfood sowie Food & Pharma, gegliedert und mit rund 10.300 Mitarbeitern 1 tätig als Hersteller von Qualitätserzeugnissen für die menschliche und tierische Ernährung, für die Landwirtschaft, die pharmazeutische Industrie, die Aquakultur und für industrielle Anwendungen. Außerdem produziert die SARIA-Gruppe neue Energien und erbringt Dienstleistungen für die Land- und Ernährungswirtschaft. Basis für die verschiedenen Geschäftsaktivitäten der Gruppe ist die Sammlung und Verwertung von organischen Reststoffen. Mit Aktivitäten in über 17 Ländern ist die Transdev-Gruppe eines der international führenden privaten Unternehmen im Bereich Mobilität und öffentlicher Personenverkehr. Das Angebot der Unternehmensgruppe deckt ein breites Spektrum an Transportmitteln ab und bietet individualisierte Dienstleistungen für private und kommunale Kunden, im städtischen wie im ländlichen Raum. Klassischer Bus-, Straßenbahn- und Zugverkehr ist ebenso Teil des Portfolios wie der Betrieb von Seilbahnen und Fähren, aber auch die Weiterentwicklung zukunftsgerichteter Modelle wie E-Mobilität, autonomes Fahren und Mobility-on-demand sowie Mobility-as-a-Service (MaaS) zählen zu den Geschäftsaktivitäten. Dabei versteht sich Transdev zu jedem Zeitpunkt nicht nur als ein Dienstleister, der heutigen Transportbedürfnissen gerecht wird, sondern als Anbieter der vernetzten Mobilitätskonzepte der Zukunft. Durch einen klaren Fokus auf innovativen, maßgeschneiderten und ökologisch nachhaltigen Personenverkehr bietet die Unternehmensgruppe gleichermaßen einen Mehrwert für Endkunden, Kommunen und Industrieunternehmen sowie die Umwelt. B. WirtschaftsberichtB.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf B.1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2 Die weltwirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Jahr war stark geprägt durch die weltweite COVID-19 Pandemie. Die Weltproduktion verzeichnete insgesamt einen Rückgang um -3,3 %. Auch wenn dieser Einbruch stärker ausfiel als in der Finanzkrise 2009, war noch im Herbst ein tieferer Einschnitt erwartet worden. Im vierten Quartal zog jedoch die gesamtwirtschaftliche Produktion vor allem im asiatischen und latein-amerikanischen Raum an. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Die Wirtschaft in den USA verzeichnete nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte im weiteren Verlauf des Jahres starke Zuwachsraten, die den Rückgang für das Jahr insgesamt auf -3,5 % abfederten. Die chinesische Wirtschaft musste zu Beginn des Jahres einen harten, aber kurzen Lockdown verkraften. Die anschließend einsetzende Expansion der Wirtschaftsleistung führte dazu, dass sich die Produktion in China bis zum Jahresende vollständig erholte und für das Jahr 2020 insgesamt sogar ein Wachstum von 2,0 % erzielt werden konnte. Das Vereinigte Königreich war sehr stark von wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen betroffen und auch die Ungewissheit über den Ausgang der Brexit-Verhandlungen war nicht förderlich. Für das Jahr 2020 ging das Bruttoinlandsprodukt um fast 10 % zurück. Auch die Wirtschaftsleistung des Euroraums litt im Jahr 2020 unter der COVID-19 Pandemie. Nach einem kräftigen Einbruch der Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte, gewann die Produktion im Sommer an Fahrt und trotz der erneuten Lockdown-Maßnahmen fiel der Rückgang im vierten Quartal mit -0,7 % mäßig aus. Insgesamt verzeichnete der Euroraum für das Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um -6,8 %. Den stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung verzeichneten die Länder Spanien mit -11,0 %, Italien mit -8,9 % und Frankreich mit -8,2 %. In Litauen und Luxemburg ging die Wirtschaftsleistung mit -0,8 % bzw. -1,3 % dagegen nur leicht zurück. Die deutsche Wirtschaft konnte sich ebenfalls nicht den Auswirkungen der Pandemie entziehen. Der private Konsum, der in den vergangenen Jahren die Wirtschaft stützte, brach infolge der Lockdown-Maßnahmen ein. Gegenläufig wirkten vor allem der aufblühende Onlinehandel und die zusätzliche Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel. Insgesamt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um -4,9 %. Dies spiegelte sich auch in einem deutlichen Rückgang des Arbeitsvolumens wider. Aufgrund eines umfangreichen Kurzarbeiterprogramms stieg die Arbeitslosenquote jedoch lediglich um +0,9 Prozentpunkte auf 5,9 %. Branchenbezogene Entwicklung REMONDIS Das Geschäftsjahr 2020 war auch für die deutsche Kreislaufwirtschaft, resultierend aus der COVID-19 Pandemie, von großer Ungewissheit geprägt. Gleichzeitig stand die Kreislaufwirtschaft infolge der anhaltenden Krise im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Dies führte zu einer Hervorhebung der gesellschaftlichen Bedeutung der Branche im Rahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Im Jahr 2020 setzte sich der intensive Wettbewerb in der Kreislaufwirtschaft fort. Dabei gelten in verschiedenen Märkten weiterhin kommunale Unternehmen als stärkste Konkurrenten um Marktanteile. In Deutschland zeigt sich dieser Trend vor allem bei der Sammlung von Restabfällen in einem zunehmenden Marktanteil öffentlicher Unternehmen gegenüber den führenden Unternehmen REMONDIS, Veolia, PreZero und ALBA. Auch für den Stahlschrottmarkt war das Jahr 2020 besonders herausfordernd. Waren bereits die vergangenen Jahre durch schwierige Marktbedingungen geprägt, hat sich die Lage infolge der COVID-19 Pandemie weiter verschärft. Im ersten Halbjahr führten die vorübergehende Einstellung der Produktion in der Automobilindustrie sowie ein deutlich verringertes Schrottaufkommen aufgrund der Lockdown-Maßnahmen zu einem starken Rückgang der Rohstahlproduktion in Deutschland. Infolge des starken Nachfrageeinbruchs kam es im ersten Quartal zu einem gravierenden Preisverfall sowohl für FE- als auch NE-Fraktionen. Im weiteren Jahresverlauf konnten sich die Preise mit einer zunehmenden Schrottnachfrage, insbesondere aus der Türkei, zunächst erholen, blieben jedoch im Jahresverlauf sehr volatil. Zum Jahresende zogen die Bedarfsmengen bei den Stahlwerken und die Auftragslage in der Automobilindustrie wieder an. Insbesondere im Dezember resultierte die erhebliche Preiserhöhung aus dem hohen Nachfrageanstieg der Automobilindustrie und der deutlichen Zunahme im Exportmarkt durch die rasante Erholung der südasiatischen und vor allem der chinesischen Wirtschaft. Das wirtschaftliche Umfeld des Geschäftsfelds Services war ebenfalls von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Es waren zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich und insbesondere Reisebeschränkungen und vorübergehende Betriebsschließungen hatten weltweit in der Industrieservicebranche kundenseitige Absagen und Projektverschiebungen zur Folge. Rhenus Im Transport- und Logistikgewerbe, deren Dienstleistungen vom Statistischen Bundesamt in der Rubrik Verkehr und Lagerei geführt werden, ist ab dem zweiten Quartal 2020 ein erheblicher Umsatzeinbruch gegenüber den Vorjahresquartalen eingetreten. Schon im dritten Quartal zeichnete sich aber eine erste Erholungstendenz ab, die sich im vierten Quartal verfestigte. 3
* kalender- und saisonbereinigt Im Jahr 2020 war das Transportaufkommen aller Verkehrsträger gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Beförderungsmengen der deutschen Binnenschifffahrt sind 2020 gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf 188 Mio. Tonnen gesunken. Das gleiche Bild zeigte sich im deutschen Seeverkehr. Hier gingen die Mengen um 5,9 % auf 273 Mio. Tonnen zurück. Auch der Straßenverkehr verzeichnete mit 3.120 Mio. Tonnen einen Rückgang um 2,8 %. Die Beförderungsmenge im deutschen Luftfrachtbereich war mit 5 Mio. Tonnen um -3,8 % rückläufig gegenüber dem Vorjahr. SARIA Die internationalen Protein- und Fettmärkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer breiten und nachhaltigen Preiserholung geprägt. Die Afrikanische Schweinepest (ASF) war im Geschäftsjahr 2020 in der gesamten Branche weiterhin ein zentrales Thema. Die Volksrepublik China mit dem größten Schweinebestand weltweit hatte die bislang massivsten Ausfälle zu verzeichnen. Die daraus resultierende hohe Nachfrage aus China führte zu erheblichen Verschiebungen am Weltmarkt. Dies betraf in der Konsequenz auch die Verfügbarkeit von Nebenprodukten. Am 10. September 2020 wurde erstmals auch ein Fall von ASF in Deutschland diagnostiziert. Damit hat Deutschland den Status "ASF-frei" verloren, welcher häufig die Voraussetzung für den Export von Schweinefleisch ist. Im Frühjahr 2020 lösten COVID-19-bedingte Schließungen von Schlachthöfen in Deutschland einen Stau bei den Schweineschlachtungen (sog. "Schweinestau") aus. Die Absatzprobleme in Folge der diagnostizierten ASF-Fälle vergrößerten diesen "Schweinestau" ab Herbst zusätzlich. In Dänemark, dem bis dahin größten Nerzproduzenten der Welt, wurde im November 2020 aufgrund der festgestellten Gefahr der Übertragung von COVID-19 vom Tier auf den Menschen der gesamte Nerzbestand von rund 15 Mio. Tieren getötet. In der Branche gewinnt das Thema "Nachhaltigkeit" immer mehr an Bedeutung. Neben steigenden Energiepreisen und damit einhergehenden Einsparnotwendigkeiten sind Themen wie Pet-Care bzw. Tierwohl und mögliche Fleischersatz-Produkte verstärkt in der öffentlichen Diskussion. Dies geht mit der klaren Maßgabe einher, den CO 2 -Fußabdruck über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg nachhaltig zu senken. Die COVID-19 Pandemie verursachte im Frühjahr 2020 einen Verbrauchsrückgang bei Kraftstoffen. Die Preise für Biodiesel und Pflanzenöl folgten diesem Trend und erreichten im Mai 2020 ihren mehrjährigen Tiefstand. Die nachfolgende Erholungsphase führte zu einer Erhöhung der Nachfrage mit einer spürbaren Preiserholung für Biodiesel. Die beigemischten Mengen an Biodiesel stiegen schneller als der Mineraldieselverbrauch, sodass in Deutschland im Jahr 2020 die Rekordbeimischung von 3,025 Mio. t nach 2,442 Mio. t im Jahr 2019 erreicht wurde. Ursache ist die für das Jahr 2020 von 4 auf 6 % erhöhte Treibhausgas-Minderungsverpflichtung. B.1.2 Geschäftsverlauf Als Holdinggesellschaft ist die RETHMANN SE & Co. KG nicht operativ tätig. Der Geschäftsverlauf der Gruppe entspricht daher grundsätzlich dem aggregierten Geschäftsverlauf der Unternehmenssparten REMONDIS, Rhenus und SARIA. Zu der Equitybeteiligung an der Transdev-Gruppe werden ergänzend Erläuterungen zu den wesentlichen Ereignissen aufgenommen. Die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf der Unternehmenssparten erfolgen analog zur internen Gliederung nach den verschiedenen Geschäftsbereichen. REMONDIS Das Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft beschäftigt sich mit der Erfassung, Aufbereitung und Verwertung von Stoffströmen sowie mit der Versorgung mit Recylingrohstoffen. Der Geschäftsverlauf der Inlandsregionen war auch 2020 von einer anhaltend guten Auftragslage mit entsprechenden umfangreichen Stoffströmen sowie einer zufriedenstellenden Auslastung der thermischen Verwertungs- und Recyclinganlagen geprägt. Ein aus der COVID-19 Pandemie resultierender Mengenrückgang bei den Gewerbeabfällen konnte durch gestiegene Sammelmengen bei Sperrmüll, Grünschnitt und Hausmüll überkompensiert werden. Ein großes Investitionsvolumen im Inland resultierte aus der Ausstattung neuer Leistungsverträge mit Behältern sowie der Umstellung von Kunststoffsäcken auf Behälter bei bestehenden LVP-Verträgen. Die Altpapierpreise waren 2020 recht volatil und profitierten u.a. von einer starken Nachfrage im Verpackungsbereich. Nachdem sich der starke Preisverfall beim Altpapier aus 2019 zu Beginn des Jahres zunächst weiter fortsetzte, stiegen die Papierpreise zu Beginn der COVID-19 Pandemie deutlich an und konnten sich nach einem zwischenzeitlichen erneuten Rückgang in den Sommermonaten zum Jahresende wieder erholen. Die Inlandsregionen haben 2020 zudem ihre Präsenz durch einige Unternehmensakquisitionen weiter stärken können. Insgesamt konnten die sechs Inlandsregionen ihre Gesamtleistung, das Rohergebnis und das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Bei den Unternehmen im Bereich International waren insbesondere die Aktivitäten in Belgien, Großbritannien und der Türkei aufgrund strikter Lockdown-Maßnahmen von Auswirkungen der Pandemie betroffen. Dagegen profitierten die polnischen Aktivitäten durch Vertragsanpassungen und den Abschluss von Neuverträgen. Auch die australischen Einheiten konnten ihre Ergebnisbeiträge bei anhaltend intensivem Wettbewerb und Preisdruck u.a. durch diverse Kostenoptimierungsmaßnahmen stabilisieren. Die dänischen Aktivitäten befinden sich weiterhin in der Restrukturierungsphase. Es wird intensiv an einer Verbesserung der Ertragslage gearbeitet. Insgesamt konnten die Unternehmen des Bereichs International Gesamtleistung, Rohergebnis sowie das operative Ergebnis gegenüber den Vorjahres- und Planwerten merklich erhöhen. Der Bereich REMONDIS Industrie Service konnte aufgrund einer sehr guten Auftragslage im Bereich der Sammlung und Behandlung von industriellen Sonderabfällen sowohl im nationalen als auch internationalen Bereich ein hohes Umsatzwachstum erzielen. Des Weiteren führte die im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie stehende außerordentliche Auslastung im Bereich der medizinischen Sonderabfälle sowie die Nachfrage im Bereich der Lösemitteldestillation und der Herstellung von Desinfektionsmitteln zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Ein Anstieg der Edelmetallpreise wirkte ebenfalls unterstützend. Dem Gegenüber standen negative Ergebniseinflüsse aufgrund strikter Lockdown-Maßnahmen vor allem in Frankreich sowie in Asien. Die Gesellschaften der TSR Recycling wurden aufgrund der COVID-19 Pandemie mit einer volatilen Nachfrage- und Preisentwicklung am Schrottmarkt konfrontiert. Insgesamt konnte 2020 trotz der massiven Auswirkungen der Pandemie akquisitionsbedingt eine Steigerung des Rohergebnisses im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, die sich jedoch nicht im operativen Ergebnis durchschlug. Aufgrund von Sondereffekten, insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten im Ausland, wurde insgesamt zudem im Vergleich zum Vorjahr kein positiver Beitrag zum Konzernjahresüberschuss erwirtschaftet. Für den Bereich REMEX Mineralstoffrecycling verlief das Geschäftsjahr aufgrund eines sehr stabilen Deponie- und Bodengeschäfts mit guter Auftragslage recht positiv. Zudem profitierte der Bereich von einer Verbesserung der Metallpreise. Vor allem im Ausland waren Beeinträchtigungen durch vorübergehende Lockdown-Maßnahmen und Exportstopps für Metalle zu verzeichnen. Insgesamt konnten Gesamtleistung, Rohergebnis und das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Der Spezialbereich REMONDIS Recycling wies 2020 einen anhaltenden Nachfragerückgang nach aufbereiteten Glasscherben und Kunststoffrezyklaten aus. Ursächlich hierfür waren neben zeitweisen Exportbeschränkungen auch der infolge eines geringen Ölpreisniveaus gesunkene Preis für recycelte Rohstoffe. Die Planwerte zu den wesentlichen Kennzahlen Gesamtleistung, Rohergebnis und operatives Ergebnis wurden im aktuellen Geschäftsjahr verfehlt. Im Geschäftsfeld Services werden die Unternehmensgruppen XERVON und BUCHEN unter dem Dach der REMONDIS Maintenance & Services geführt. Der reibungslose Geschäftsverlauf bei den Gesellschaften der XERVON- und Buchen-Gruppe wurde aufgrund der COVID-19 Pandemie gestört. In der ersten Jahreshälfte wurde das Ergebnis vor allem durch kundenseitige Projektabsagen und -verschiebungen stark belastet. Hinzu kamen gestiegene Materialkosten aufgrund pandemiebedingter höherer Sicherheits- und Vorsorgemaßnahmen sowie Reisebeschränkungen. Schlussendlich erwies sich das Geschäftsmodell jedoch als überaus stabil, sodass sich die Auftragslage im Tages- und Projektgeschäft im weiteren Jahresverlauf aufgrund nachgeholter Projekt- und Stillstandsaktivitäten sowie einer Belebung der Gerüstbauaktivitäten erholte. Dagegen befanden sich die Geschäftsaktivitäten im Nahen Osten weiterhin in einer Phase der intensiven Restrukturierung. Zudem belastete eine gebildete Risikovorsorge für die ägyptische und russische Einheit das Ergebnis. Insgesamt konnten im Geschäftsfeld Services die Berichtseinheiten 2020 ihre Gesamtleistung und ihr Rohergebnis trotz der Herausforderungen gegenüber dem Vorjahr erhöhen und einen verbesserten Beitrag zum operativen Ergebnis leisten. Im Geschäftsfeld Wasser wiesen die deutschen Aktivitäten insbesondere im Bereich der Klärschlammverwertung und -aufbereitung eine gute Auftragslage auf. Zum Jahresende erfolgte die technische Fertigstellung der europaweit ersten großtechnischen Anlage zum Phosphorrecycling, die im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit Hamburg Wasser betrieben wird. Unter Einsatz des von REMONDIS Aqua entwickelten TetraPhos-Verfahrens können bereits jetzt die ab 2029 geltenden gesetzlichen Vorgaben zum Phosphorrecycling aus Klärschlamm gemäß AbfKlärV eingehalten werden. Weiterhin erfreulich verlief bei der Beteiligung an der Südwestfalen Wasser und Energie AG (ENERVIE) die Entwicklung in Bezug auf die Ertrags- und Finanzlage, so dass eine Dividende auf Vorjahresniveau vereinnahmt werden konnte. Bei den spanischen Aktivitäten führte eine wesentliche Projektabrechnung im Vergleich zu 2019 zu einer Umsatzsteigerung. Die Aktivitäten in der Türkei im Geschäftsfeld Aqua wurden in den Bereich REMONDIS International überführt. Insgesamt blieben im Geschäftsfeld Wasser Gesamtleitung und Rohergebnis auf Vorjahresniveau, beim operativen Ergebnis konnte jedoch ein beachtlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Rhenus Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Contract Logistics entwickelte sich in den zugehörigen Geschäftsfeldern heterogen. In Summe führten die COVID-19-bedingten Ergebnisbelastungen in den Geschäftsfeldern Automotive und Aircargo Handling trotz der gegenläufigen positiven Entwicklungen der Geschäftsfelder Warehousing Solutions und Home Delivery zu einer deutlichen Unterschreitung sowohl des Vorjahresergebnisses als auch des Budgets. Die Situation verbesserte sich unterjährig erheblich, der starke Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr konnte die Ausfälle in der ersten Jahreshälfte jedoch nicht vollständig kompensieren. Folgende wesentliche Faktoren haben sich im Geschäftsverlauf niedergeschlagen: Die Automobilindustrie begegnete den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie insbesondere während der Lockdowns mit temporären Werksschließungen, die sich unmittelbar auf das Arbeitsaufkommen im Geschäftsfeld Automotive auswirkten. Die Geschäftsführung ergriff durch die Verringerung des Fremdpersonaleinsatzes, die Anmeldung von Kurzarbeit sowie durch Überstunden- und Urlaubsabbau umgehend Einsparmaßnahmen. Im zweiten Halbjahr entschärfte sich die Situation. Seit September betrug die Auslastung durchschnittlich wieder 70-95 % des ursprünglichen Niveaus. Insgesamt lagen der Umsatz, das Rohergebnis sowie das operative Ergebnis, welches zusätzlich durch Hochläufe in Deutschland, Polen, USA und China belastet wurde, deutlich unter dem Vorjahreswert und den Erwartungen. Im Geschäftsfeld Aircargo Handling brach das operative Ergebnis durch wegfallende Transportkapazität im Bereich Bellyfreight ein. Die erhebliche Reduzierung des weltweiten Flugverkehrs führte zu massiven Mengeneinbrüchen. Insgesamt bewegte sich die Tonnage im abgelaufenen Geschäftsjahr 31,5 % unter dem Wert des Vorjahres. Zum Jahresende konnte im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg der Tonnage verzeichnet werden. Umsatz, Rohergebnis und operatives Ergebnis lagen deutlich unterhalb der Vorjahreswerte. Die Änderung des Konsumentenverhaltens mit Beginn der Pandemie löste einen enormen Anstieg der Nachfrage im E-Commerce und damit der Sendungszahlen im Geschäftsfeld Home Delivery aus. Der Umsatz und das Rohergebnis konnten im Vergleich zu den Vorjahres- und Budgetwerten gesteigert werden, so dass im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 ein zufriedenstellenderes operatives Jahresergebnis erzielt wurde. Auch viele Standorte im Geschäftsfeld Warehousing Solutions profitierten vom gestiegenen E-Commerce und den Nachfragespitzen aus den ersten Monaten der Pandemie. In Summe befanden sich Umsatz, Rohergebnis und das operative Ergebnis des Geschäftsfeldes deutlich über den Erwartungen und über dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Freight Logistics unterschritt zwar mit seinem operativen Ergebnis insgesamt die selbst gesteckten Ziele, übertraf aber das Ergebnis des Vorjahres. In den Geschäftsfeldern der Freight Logistics sind folgende Punkte hervorzuheben: Im Geschäftsfeld Road wurde Südeuropa von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie am stärksten getroffen. Die Einheiten in Spanien und Italien litten besonders. Umsatz und Rohergebnis lagen zwar über den Vorjahres- und Budgetwerten, das operative Ergebnis des Geschäftsfelds Road bewegte sich jedoch unterhalb der Vergleichskennzahlen. Im Geschäftsfeld Air & Ocean waren die Auswirkungen der Krise bei den europäischen Aktivitäten deutlich zu spüren, die Aktivitäten in der Region Asia Pacific konnten dagegen bessere Margen im Luftfrachtbereich im Zuge der drastisch erhöhten Luftfrachtraten der Carrier erzielen. Der Anstieg der Luftfrachtraten war auf Kapazitätsengpässe zurückzuführen, die COVID-19 bedingt aus dem Rückgang des Flugverkehrs und der hohen Nachfrage nach Transporten im Medizinbereich resultierten. Grundsätzlich zeigte sich in Asien, anders als in Europa, eine deutlich schnellere Erholung der Wirtschaft. Positiv wirkte sich zudem die Akquisition eines neuseeländischen Zollspediteurs auf das Geschäftsfeld aus. Die Kennzahlen zu Umsatz, Rohergebnis und operativem Ergebnis lagen über dem Vorjahr, die selbst gesteckten Ziele konnten jedoch nicht erreicht werden. Das Geschäftsfeld Intermodal Systems erwirtschaftete geringere Umsätze als im Vorjahr, das Rohergebnis und das operative Ergebnis konnten die Vorjahreswerte jedoch übertreffen. Neben Auftragsausweitungen von Bestandskunden in Belgien und Russland wirkten sich gestiegene Transportmengen im Zusammenhang mit dem Abtransport von mit Borkenkäfern befallenem Rundholz aus Europa nach Asien positiv auf das Ergebnis aus. Der Geschäftsbereich Port Logistics verzeichnete ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und erfüllte somit trotz der Herausforderungen durch COVID-19 und der schwierigen Situation bei Kohle und Stahl in Summe die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020. Für die Geschäftsfelder sind folgende Geschäftsvorfälle und Entwicklungen erwähnenswert: Im Geschäftsfeld Ports wurde der Standort Cuxhaven durch wegfallende Fahrzeugmengen im Im- und Export aufgrund der pandemiebedingten Werksschließungen der Automobilhersteller und durch die Auswirkungen des Brexits belastet. Der Standort Wilhelmshaven verzeichnete einen Rückgang des Kohleumschlags aufgrund der geringeren Kohleverstromung und in der Region Rhein-Ruhr fehlte ein ausreichender Stahlumschlag. Umsatz, Rohergebnis und das operative Ergebnis des Geschäftsfeldes lagen unter den Erwartungen und unter dem Vorjahr. Im Geschäftsfeld Intermodal gingen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Kleinwasser- und Congestionzuschläge sowie geringere Aufwendungen für den Einkauf von Transportkapazität wirkten sich jedoch positiv aus. Das operative Ergebnis des Geschäftsfeldes konnte im Vergleich zum Vorjahr und über das budgetierte Ergebnis hinaus gesteigert werden. Das Geschäftsfeld Shipping hat seit Juli 2020 über einen Unternehmenskauf insgesamt knapp 600 Schiffseinheiten, bestehend aus Binnenschiffen, Schubbooten und Schubleichtern, hinzuakquiriert. Diese zusätzlichen Schiffseinheiten sind vor allem auf den östlichen Wasserstraßen Deutschlands sowie in Polen aktiv. Schwerpunkte liegen im Containerverkehr sowie dem Transport von trockenem Massengut und Schwergut. SARIA Die Division Renewables, Energy & Services beinhaltet die Geschäftsbereiche ReFood, SecAnim und ecoMotion. Im Geschäftsbereich ReFood sind aufgrund von Schließungen der Gastronomie- und Kantinenbetriebe in Folge der COVID-19 Pandemie die eingesammelten und verarbeiteten Mengen ab März 2020 zum Teil deutlich zurückgegangen. Während der Sommermonate stiegen die Mengen wieder kontinuierlich an, sanken dann ab November aber wieder. Die eingesammelten und verarbeiteten Mengen lagen im Geschäftsjahr -12,3 % unter dem Vorjahreswert und -16,1 % unter dem Budgetwert. Zudem stellt sich die Absteuerung der Gärreste weiterhin als kostenintensive Herausforderung dar. Die Marktpreisentwicklung für Fette führte jedoch zu einem positiven Umsatz- und damit Ergebnisbeitrag. Insgesamt blieben der Umsatz, das Rohergebnis genauso wie das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 hinter den Plan- und Vorjahreswerten zurück. Mit dem Geschäftsbereich SecAnim ist die Gruppe unter anderem in allen großen Volkswirtschaften in der EU aktiv. Es handelt sich in der Tendenz um einen relativ stabilen und in aller Regel staatlich geregelten Markt. Die verarbeitete Rohwarenmenge lag 2020 leicht unter dem Vorjahreswert. Unter anderem die gestiegenen Fettpreise, die Nerzentsorgung in Dänemark sowie ASF trugen positiv dazu bei, dass sich die Umsätze und das Rohergebnis auf dem Vorjahresniveau befanden. Das operative Ergebnisziel wurde für diesen Geschäftsbereich insgesamt erreicht und lag über dem Vorjahreswert. Der Geschäftsbereich ecoMotion hat sich 2020 aufgrund stabil hoher Absatzpreise umsatzseitig weiter sehr gut entwickelt und sowohl den Vorjahreswert als auch die Erwartung übertroffen. Die Umsatzsteigerung spiegelte sich auch deutlich im operativen Ergebnis wider. Die Division Feed & PetFood besteht aus den zwei Geschäftsbereichen SARVAL und Bioceval. Im Geschäftsbereich Bioceval waren die Fischnebenprodukte im Geschäftsjahr 2020 weiter stark umkämpft. Allerdings hat sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte der starke Wettbewerb auf der Einkaufsseite um die Beschaffung der Rohwaren sukzessive reduziert. Zudem haben insgesamt verbesserte Verkaufspreise dazu geführt, dass trotz rückläufiger Verarbeitungsmengen der Umsatz gesteigert wurde und das operative Ergebnis sich nur leicht unter dem Budget- und Vorjahreswert einpendelte. Der Geschäftsbereich SARVAL profitierte 2020 stark von der breiten und nachhaltigen Preiserholung auf den internationalen Fettmärkten. Die verarbeiteten Rohwarenmengen blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert, so dass vor allem die guten Fettpreise zu einer deutlichen Verbesserung der Umsatz- und Ergebnissituation beigetragen haben. Das Ziel für das Geschäftsjahr wurde in Folge dessen in den meisten Ländern deutlich übertroffen. Die Division Food & Pharma umfasst die Geschäftsbereiche Van Hessen und Bioiberica. Van Hessen profitierte im Jahr 2020 enorm von den deutlichen Preissteigerungen für die gewonnene Mukosa. Das Umsatz- und das Ergebnisziel wurden insgesamt erheblich übertroffen. Unter anderem der Ausbruch von ASF in China im Jahr 2019 und die damit verbundenen massiven Auswirkungen auf die Schweinebestände führten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 u.a. zu einem signifikanten Preisanstieg insbesondere für Mukosa, dem Grundstoff von Heparin. Dieser seit einigen Quartalen anhaltende Trend wurde in der zweiten Jahreshälfte 2020 weitgehend durchbrochen. Bei Bioiberica setzte sich die insgesamt positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 unverändert fort. In dieser Zeit profitierte Bioiberica von einer konstant hohen Nachfrage und weiter steigenden Verkaufspreisen vor allem nach dem produzierten Heparin API. Der Umsatz dieser Aktivität hat sich aufgrund der im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegenen Verkaufspreise nochmals deutlich erhöht. Die parallel sehr schnell und stark steigenden Einkaufspreise für die bezogene Mukosa entwickelten sich zunehmend zu einer enormen Herausforderung für Bioiberica. Hinzu kam, dass in Folge von COVID-19 weltweit geplante Operationen verschoben wurden und somit die Nachfrage nach Heparin API im Jahresverlauf stark abnahm. Dies zog einen erheblichen Bestandsaufbau nach sich, der zusammen mit den gestiegenen Einkaufspreisen das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2020 belastete. Aufgrund des sehr starken ersten Halbjahres hat sich der Geschäftsbereich Bioiberica im Jahr 2020 insgesamt positiv weiterentwickelt und den Umsatz und das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahres- und Budgetwert gesteigert. Das operative Ergebnis lag leicht unter dem Vorjahreswert, konnte die Erwartungen für das abgelaufene Geschäftsjahr aber übertreffen. Transdev Nach einem guten Start in das Jahr 2020 wurde die Transdev-Gruppe ab März vehement von der weltweiten COVID-19 Pandemie getroffen. Die Pandemie hatte in allen Ländern, in denen die Gruppe tätig ist, personelle, betriebliche und finanzielle Auswirkungen auf das Geschäft. Angesichts der staatlich verhängten Lockdown-Maßnahmen, der Reisebeschränkungen, der Aufforderung zum Homeoffice und der Schulschließungen brachen die Fahrgastzahlen stark ein. Gleichwohl kam Transdev unter Beachtung strikter Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen seinen Leistungsverpflichtungen in Abstimmung mit öffentlichen Verkehrsbehörden und Kunden nach. Der Vorstand der Transdev-Gruppe schätzt, dass in Summe ein Umsatzrückgang in Höhe von 700 Mio. € auf die COVID-19 Pandemie zurückzuführen ist. In Anbetracht der aktuellen Situation hat Transdev sich dazu entschlossen die Beförderungsdienstleistungen für Unternehmen (BtoB) in den Vereinigten Staaten und Frankreich zu begrenzen und sich wieder stärker auf den öffentlichen Personennahverkehr (BtoG) zu konzentrieren, der nun 93 % der Geschäftsaktivitäten ausmacht. Transdev hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der Pandemie weltweit erfolgreich an zahlreichen Ausschreibungen teilgenommen. Neben der Verlängerung von Verkehren in der Pariser Region konnte Transdev bedeutende Ausschreibungen in Deutschland, Kolumbien und in den Vereinigten Staaten für sich gewinnen. B.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage B.2.1 Ertragslage Konsolidiert stieg der Jahresumsatz im Konzernabschluss der RETHMANN SE & Co. KG im Geschäftsjahr 2020 auf 16.110 Mio. € (Vorjahr: 15.846 Mio. €). Hierzu trugen die Unternehmenssparten wie folgt bei:
Bei REMONDIS lagen die Handels- und Produkterlöse mit 3.581 Mio. € um 136 Mio. € bzw. 4 % unter dem Vorjahresniveau von 3.717 Mio. €. Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Absatzmengen und das niedrige Preisniveau insbesondere für FE- und NE-Schrotte konnten durch positive Mengeneffekte oder Preisänderungen bei anderen Stoffströmen und Produkten nicht aufgefangen werden. Im Bereich Erfassung, Aufbereitung, Verwertung und Beseitigung von Stoffströmen ist der Erlösanstieg von 2.770 Mio. € auf 3.018 Mio. € überwiegend auf die positive Auftragslage sowie die jüngeren Unternehmensakquisitionen im In- und Ausland zurückzuführen, die im Jahr 2020 zeitanteilig bzw. erstmalig für volle 12 Monate erfasst wurden. Positive Preisentwicklungen unterstützten den Anstieg. Die Umsatzvolumina der industriellen Dienstleistungen legten mit 748 Mio. € um 55 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 693 Mio. € zu und die sonstigen Erlöse stiegen vor allem in den Bereichen Miete und Pacht, Fuhrpark, Umschlag bzw. Lagerei um 70 Mio. € auf 831 Mio. € an. Bei Rhenus blieben die Umsätze im Bereich Contract Logistics im Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau. Aufgrund der COVID-19 Pandemie führten auf der einen Seite vorübergehende Werksschließungen bei etlichen Automobilherstellern und ein geringerer Luftverkehr zu deutlichen Umsatzrückgängen in den Geschäftsfeldern Automotive und Aircargo. Auf der anderen Seite profitierten die Geschäftsfelder Warehousing Solutions und insbesondere Home Delivery von der Veränderung des Konsumentenverhaltens in Form des gestiegenen E-Commerce. Im Geschäftsbereich Freight Logistics trugen die Akquisitionen der Geschäftsjahre 2019 und 2020 der Geschäftsfelder Road und Air & Ocean zum Anstieg der Umsätze bei. Der Bereich Port Logistics erzielte Umsätze unterhalb des Vorjahresniveaus. Der Umsatzrückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Umschlags- und Transportmengen in den mit Schütt- und Massengütern im Zusammenhang stehenden Aktivitäten. Die sonstigen Umsatzerlöse der Rhenus-Gruppe bestehen im Wesentlichen aus Umsätzen aus sonstigen Dienstleistungen, Mieterlösen und Handelserlösen. Sie sanken ebenfalls. Bei SARIA stieg im Berichtsjahr 2020 der konsolidierte Umsatz von 2.599 Mio. € um 102 Mio. € auf 2.701 Mio. €. Während sich die Umsätze vor allem in den Geschäftsbereichen Bioiberica, SARVAL und ecoMotion positiv entwickelten, gingen die Umsätze im Geschäftsbereich ReFood zurück. Der Gesamtumsatz der RETHMANN-Gruppe von 16.110 Mio. € (Vorjahr: 15.846 Mio. €) wurde zu 44 % (Vorjahr: 45 %) in Deutschland, zu 38 % (Vorjahr: 38 %) in der europäischen Union (ohne Deutschland) und zu 18 % (Vorjahr: 17 %) im übrigen Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 390 Mio. € auf 348 Mio. €. Dieser Rückgang ist vor allem auf geringere außergewöhnliche Erträge aus Desinvestitionen zurückzuführen. Dagegen stiegen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich der Materialaufwand um 1 %, so dass sich die Rohergebnisquote 4 von 43 % im Jahr 2019 auf 45 % im Jahr 2020 verbesserte. Der Personalaufwand nahm im Berichtsjahr um rd. 102 Mio. € bzw. 3 % auf 3.395 Mio. € (Vorjahr: 3.293 Mio. €) zu. Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf die gewachsene Zahl von Mitarbeitern. Die Personalintensität 5 reduzierte sich auf 47 % (Vorjahr 48 %). Im Berichtsjahr wurden in der RETHMANN-Gruppe durchschnittlich 79.971 (Vorjahr: 78.329) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzte sich zusammen aus 49.107 (Vorjahr: 48.579) gewerblich Beschäftigten, 26.626 (Vorjahr: 25.381) angestellt Beschäftigten und 4.238 (Vorjahr: 4.369) Aushilfen. Ergänzt um die in der Unternehmensgruppe beschäftigten Auszubildenden (2.075, Vorjahr: 1.934) ergab sich eine Gesamtmitarbeiterzahl von 82.046 (Vorjahr: 80.262). Auf das Inland entfielen rd. 55 % (Vorjahr: 55 %) der Arbeitsverhältnisse. Die Summe der Abschreibungen stieg im Berichtsjahr auf 969 Mio. € (Vorjahr: 834 Mio. €). Hiervon entfielen 956 Mio. € (Vorjahr: 831 Mio. €) auf Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und 13 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) auf Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen um 106 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 152 Mio. € bzw. 7 % auf 2.313 Mio. € (Vorjahr: 2.161 Mio. €). Größte Einzelpositionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren die Mieten und ähnliche Aufwendungen mit 330 Mio. € (Vorjahr: 317 Mio. €), die Reparaturen / Instandhaltungen mit 304 Mio. € (Vorjahr: 284 Mio.) und die KFZ-Kosten mit 282 Mio. € (Vorjahr: 293 Mio. €). Das Ergebnis aus Finanzanlagen sank im Vergleich zum Vorjahr um 36 Mio. € auf 48 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf die Beteiligung an der Transdev-Gruppe zurückzuführen. Während 2019 noch ein anteiliges Ergebnis von 15 Mio. € erzielt werden konnte, betrug das anteilige Ergebnis 2020 an der Transdev-Gruppe -39 Mio. €. Das Zinsergebnis verbesserte sich um 7 Mio. € auf -74 Mio. € (Vorjahr: -81 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern liegt 2020 mit 526 Mio. € rd. 46 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 572 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 216 Mio. € (Vorjahr: 204 Mio. €) erwirtschaftete die Unternehmensgruppe in 2020 einen Jahresüberschuss in Höhe von 310 Mio. € (Vorjahr: 368 Mio. €). Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag resultiert aus gestiegenen latenten Gewerbesteuern aus Einzelabschlüssen. Nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr um 7 Mio. € auf 34 Mio. € gesunkenen Ergebnisanteile fremder Gesellschafter ergibt sich zum 31.12.2020 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 276 Mio. € (Vorjahr: 327 Mio. €). In Relation zum Rohergebnis entwickelten sich die Kennzahlen EBITDA und Jahresüberschuss wie folgt:
Vergleich mit Vorjahresprognose Im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2019 wurde vom Vorstand der RETHMANN-Gruppe die Erwartung dargestellt, dass unter der Voraussetzung, dass sich die Märkte, auf denen die Unternehmensgruppe aktiv ist, stabil entwickeln und der Tiefpunkt der COVID-19 Pandemie überwunden wurde, ein solides Ergebnis erwirtschaftet wird. Dabei wurde aufgrund der hohen Unsicherheit im Zuge der COVID-19 Pandemie jedoch davon ausgegangen, dass die Kennzahlen für Umsatz, Rohergebnis, EBITDA sowie Jahresüberschusses das Vorjahresniveau nicht erreichen würden. Im Vergleich zu 2019 stellt sich die tatsächliche Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Unternehmensgruppe im Berichtsjahr wie folgt dar:
Entgegen der Erwartungen des Vorstands konnten der Umsatz, das Rohergebnis und das EBITDA gegenüber 2019 gesteigert werden. Im Jahresüberschuss zeigt sich jedoch aufgrund der gestiegenen Abschreibungen (+125 Mio. €) und Steuern vom Einkommen und Ertrag (+12 Mio. €) der erwartete Rückgang. Erläuterungen zu den Hintergründen der Abweichungen sind im Kapitel B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr beschrieben. B.2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr nur moderat um 73 Mio. € (+1 %) auf 10.433 Mio. € (Vorjahr: 10.360 Mio. €). Aus erstmals vollkonsolidierten Gesellschaften resultiert ein Anstieg von 352 Mio. €. Das Anlagevermögen der RETHMANN-Gruppe erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (5.950 Mio. €) auf 5.997 Mio. € (+1 %). Das Sachanlagevermögen wies einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 147 Mio. € bzw. 3 % auf 4.580 Mio. € aus. Die Veränderung des Sachanlagevermögens resultiert vor allem aus den Zugängen, die mit 880 Mio. € über den Abschreibungen und Abgängen in Höhe von 721 Mio. € bzw. 77 Mio. € lagen. Der Wert der Immateriellen Vermögensgegenstände ging dagegen um 59 Mio. € bzw. 10 % gegenüber dem Vorjahr auf 518 Mio. € zurück und der Wert der Finanzanlagen sank um 41 Mio. € bzw. 4 %. Das Umlaufvermögen blieb mit einem Anstieg um 16 Mio. € auf 4.246 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 49 Mio. € bzw. 6 % auf 835 Mio. €. Ebenfalls höher fiel das Guthaben bei Kreditinstituten mit 666 Mio. € (+27 Mio. € bzw. 4 %) aus. Gegenläufig reduzierten sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 50 Mio. € bzw. 11 % auf 413 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben auf Vorjahresniveau. Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe konnte erneut gesteigert werden. Die Summe des Eigenkapitals erhöhte sich von 3.716 Mio. € in 2019 um 183 Mio. € (+5 %) auf 3.899 Mio. € in 2020. Aufgrund der nur marginal gestiegenen Bilanzsumme ergab sich eine Eigenkapitalquote zur Bilanzsumme von 37 % im Vergleich zu 36 % im Vorjahr. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen stieg per 31.12.2020 auf 1.935 Mio. € und lag damit um 220 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 1.715 Mio. €. Dieser Anstieg ergab sich vor allem aus den gestiegenen sonstigen Rückstellungen (+186 Mio. €; +14 %). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen im Vorjahresvergleich um 8 Mio. € (+3 %) und die Steuerrückstellungen um 26 Mio. € (+20 %). Der für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen heranzuziehende Zinssatz wurde aus den individuellen Durationen der einzelnen Versorgungswerke abgeleitet. Er lag in keinem Fall oberhalb von 2,31 % p.a. Zu den weiteren Details wird auf die Erläuterungen unter Punkt IV. ii. im Anhang verwiesen. Die Summe der Verbindlichkeiten verringerte sich um 7 % auf 4.460 Mio. € (Vorjahr: 4.794 Mio. €). Dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 376 Mio. € (vgl. B.2.3. b)) stand ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 29 Mio. € gegenüber. B.2.3 Finanzlage Kapitalstruktur a) wirtschaftliches Eigenkapital Das wirtschaftliche Eigenkapital der RETHMANN-Gruppe setzt sich zusammen aus dem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von 3.899 Mio. € (Vorjahr: 3.716 Mio. €) und den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 22 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €). Bezogen auf die Bilanzsumme erhöhte sich die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 36 % auf 38 %. b) wirtschaftliches Fremdkapital 8 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch die starken operativen Cashflows in den Unternehmenssparten REMONDIS und SARIA um 376 Mio. € auf 2.668 Mio. € (Vorjahr: 3.044 Mio. €) vermindert werden. Der Bestand an Passiva aus Forfaitierungen stieg im Berichtsjahr um 3 Mio. € auf 25 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden zudem Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen (16 Mio. €; Vorjahr: 24 Mio. €), die nicht in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auszuweisen sind, dargestellt. Das wirtschaftliche Fremdkapital reduzierte sich daher in Summe im Berichtsjahr auf 2.709 Mio. €. Die Quote des wirtschaftlichen Fremdkapitals zur Bilanzsumme sank auf 26 %. Zur Sicherstellung der Finanzierung der RETHMANN-Gruppe wurden durch die Unternehmenssparten mit einer Vielzahl von Banken Finanzierungsrahmen und Kontokorrentlinien sowie Rahmen für Avale ausgehandelt. Der Großteil der vorgenannten Finanzierungen wird den Gruppengesellschaften auf Basis der Mithaftung der jeweiligen Spartenobergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Rahmen und Linien sind überwiegend revolvierend ausgestaltet und waren zum Jahresende und zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses zum überwiegenden Teil nicht ausgeschöpft. Die Einhaltung der für diese Kredite mit den Banken auf Ebene des jeweiligen Konzernabschlusses der Spartengesellschaften vereinbarten Covenants war jederzeit gewährleistet. Liquidität Im Rahmen des Cash-Managements stand den Unternehmen der RETHMANN-Gruppe neben den vereinbarten und nicht ausgeschöpften Linien wie im Vorjahr ein relevantes Guthaben zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds wies zum Jahresende 2020 einen Wert von 216 Mio. € aus und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 144 Mio. €. Enthalten in dieser Position sind Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 666 Mio. € (Vorjahr: 639 Mio. €) sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €), saldiert mit den Kontokorrentverbindlichkeiten von 451 Mio. € (Vorjahr: 567 Mio. €). Cashflow a) Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend des anzuwendenden Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 ergab sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.482 Mio. € (Vorjahr: 1.179 Mio. €). b) Cashflow aus der Investitionstätigkeit Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2020 bei -976 Mio. € (Vorjahr: -1.339 Mio. €). Größere Akquisitionen fanden im Berichtsjahr sowohl bei REMONDIS als auch bei Rhenus im In- als auch im Ausland zur Abrundung des Gruppenportfolios statt. Hierzu verweisen wir auf die Übersicht im Anhang unter II. i. Die Auszahlungen für Investitionen des Jahres 2020 in Höhe von 1.224 Mio. € (Vorjahr: 1.673 Mio. €) resultierten zu 22 % (Vorjahr: 20 %) aus Zugängen zum Konsolidierungskreis und zu 78 % (Vorjahr: 80 %) aus dem Erwerb von sonstigem Anlagevermögen. Ihnen standen Zuflüsse aus Desinvestitionen in Höhe von 136 Mio. € (Vorjahr: 231 Mio. €) gegenüber. c) Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr -401 Mio. € (Vorjahr: +82 Mio. €). Hierbei überstiegen die Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 929 Mio. € (Vorjahr: 654 Mio. €) die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von 631 Mio. € (Vorjahr: 851 Mio. €). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gehören vor allem zukünftige Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen, zu deren Erfüllung die Unternehmensgruppe vertraglich verpflichtet ist. Diese stiegen im Vorjahresvergleich von 1.488 Mio. € auf 1.640 Mio. € im Berichtsjahr an. Inklusive des Bestellobligos (86 Mio. €), der Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen (731 Mio. €), der Verpflichtung zur Übernahme von Beteiligungen (29 Mio. €) und der Verpflichtung aus Geschäftsbesorgungsverträgen (8 Mio. €) erhöhte sich die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen von 2.286 Mio. € auf 2.495 Mio. € in 2020. Verschuldungsquote Ein wesentlicher Indikator für die Finanzierungsfähigkeit der Unternehmensgruppe ist die Verschuldungsquote. Diese ergibt sich aus dem Vergleich der Netto-Finanzschulden mit dem EBITDA und stellte sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Aufgrund der geringeren Netto-Finanzschulden bei gleichzeitig gestiegenem EBITDA verbesserte sich die Verschuldungsquote der RETHMANN-Gruppe im Jahr 2020 auf 1,26 (Vorjahr: 1,59). B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der RETHMANN-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr war aus Sicht des Vorstands gut zufriedenstellend. Umsatz, Rohergebnis und EBITDA stiegen absolut gesehen zum Vorjahr. Obwohl das Ergebnis vor Steuern nicht gesteigert werden konnte, lag dieses angesichts der COVID-19 Pandemie auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. Auch der im Vorjahresvergleich gesunkene Konzernjahresüberschuss ist aus Sicht des Vorstands gut zufriedenstellend. Zudem konnte das Eigenkapital im Jahr 2020 erneut gesteigert werden. Die Verschuldungsquote verbesserte sich und liegt aus Sicht der Unternehmensleitung auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und ChancenC.1 Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Zur Erfassung der Risiken und zum Umgang mit diesen nutzt die RETHMANN-Gruppe wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Das sehr detaillierte monatliche Berichtswesen erfasst zeitnah die Geschäftsentwicklung in allen Bereichen der Gruppe und erlaubt über einen Plan-/Ist-Vergleich sowie eine umfangreiche Kommentierung die Identifikation neuer Risikopositionen. Marktpreisrisiken aus Recyclingrohstoffbeständen werden hierbei auf Ebene der Sparten mindestens quartalsweise pro Geschäftsbereich erfasst und mit bestehenden Risikolimiten abgeglichen. Risiken bezüglich der Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden permanent überwacht. Aus Rechtsstreitigkeiten hervorgehende Risiken werden mindestens zweimal pro Jahr ermittelt und bewertet. Anhand eines Länderrisikoreportings auf Basis öffentlich verfügbarer Risikoeinschätzungen von Marktexperten werden Länderrisiken einmal pro Jahr ermittelt und zusammen mit den in den Risikoländern investierten Mitteln der Gruppe dargestellt. Zweimal jährlich erstellt die Gruppe zudem umfassende Risikoberichte, in denen alle identifizierten Risiken erfasst und bewertet werden. Unter Risiken werden in diesem Zusammenhang negative Abweichungen von der Budgetplanung verstanden. Der Fokus in der Berichterstattung wird auf die Nettorisiken gelegt. Die Risikoberichte beziehen sich sowohl auf das aktuelle Budgetjahr als auch auf den Mittelfristzeitraum. Aus Gründen der Konsistenz mit dem Kapitel C.2 Prognosebericht gehen wir nachfolgend ausschließlich auf die wesentlichen Risiken und Chancen des laufenden Geschäftsjahres ein. Die Auflistung erfolgt dabei gemessen an der Risikobedeutung in abfallender Reihenfolge. Kunden- und Vertragsverluste. Das Risiko aus Kunden- und Vertragsverlusten stellt unverändert das bedeutendste Risiko in der RETHMANN-Gruppe dar. Bei REMONDIS besteht aufgrund der Rekommunalisierung von Dienstleistungen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland weiterhin das Risiko, kommunale Entsorgungsverträge bei der Neuvergabe zu verlieren oder bestehende Konditionen nicht weiter durchsetzen zu können, da die Ungleichbehandlung durch die nach wie vor geltenden Steuerprivilegien, u.a. das der Mehrwertsteuer, der Kommunen unverändert besteht. REMONDIS engagiert sich gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) auch in Brüssel weiterhin für eine entsprechende Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, damit für alle Marktteilnehmer bei öffentlichen Ausschreibungen die gleichen Ausgangsbedingungen herrschen. Bei Rhenus ist das Risiko möglicher Kunden- und Vertragsverluste das zentrale Risiko. Es resultiert unter anderem aus auslaufenden Kundenverträgen, dem Verfehlen der Vertriebsziele und aus anhaltenden Unsicherheiten in der Automobilindustrie. Den Risiken wird beispielsweise mit der Erweiterung des Angebotes in der Produkttiefe, der Verstärkung des Vertriebs sowie der frühzeitigen Vertragsprüfung und Vertragsverlängerungsinitiativen begegnet. Bei SARIA resultieren Risiken aus Kunden- und Vertragsverlusten besonders aus dem Wegfall von Entsorgungsaufträgen. Hinsichtlich des Vertriebs von Commodity-Produkten (Mehle und Fette) sind Kundenverluste weniger entscheidend, da diese Produkte an internationalen Märkten gehandelt werden. Die Schwankung in der Nachfrage hat jedoch über den Verkaufspreis eine Auswirkung auf die Profitabilität. Auch bei Transdev spielt der Erfolg bei den Ausschreibungen um profitable Verkehre eine bedeutende Rolle, so dass die Risiken aus Kunden- und Vertragsverlusten einen hohen Stellenwert einnehmen. Außerdem treten die Leitungen vermehrt in den Wettbewerb mit neuen Mobilitätslösungen. Rohstoff-, Produkt- und Dienstleistungsvermarktung. Relevant für die Unternehmensgruppe RETHMANN ist ebenfalls das Risiko aus der Rohstoff-, Produkt- und Dienstleistungsvermarktung, welches ein hohes Gewicht in den Unternehmenssparten REMONDIS und SARIA hat. Für REMONDIS hat der internationale Markt für Recyclingrohstoffe weiter eine zentrale Bedeutung. REMONDIS erwartet langfristig eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen. Kurzfristig ist die Entwicklung stark abhängig von der Konjunkturlage in Europa und von der wirtschaftlichen Dynamik in den Schwellenländern. Preisrisiken für Recyclingrohstoffe werden soweit möglich mittels Kontrakten an Warenterminbörsen oder anderer Vereinbarungen abgesichert. Jedoch werden keine Finanzinstrumente ohne kongruente Grundgeschäfte eingesetzt. In der Unternehmenssparte SARIA stellt vor allem die Entwicklung der Preise an den relevanten Rohstoff- und Absatzmärkten ein bedeutsames Risiko dar und wird laufend überwacht und bewertet. Das Risiko von auf der Beschaffungsseite steigenden und auf der Absatzseite sinkenden Rohstoffpreisen kann in der Regel mit einer zeitlichen Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Dem aus der Volatilität der Rohstoffmärkte, insbesondere im Bereich der Biodiesel-Aktivitäten, resultierenden Risiken wird konsequent durch aktives Hedging begegnet. Zur Erläuterung unseres Risikomanagementsystems in Bezug auf die eingesetzten Finanzinstrumente wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Externe Risiken. Im Unternehmensbereich REMONDIS werden unter den externen Risiken neben den Risiken aus der COVID-19 Pandemie, die politischen Risiken aus der Region Middle East North Africa (MENA) sowie Russland und deren mögliche Auswirkungen auf den Geschäftsbereich REMONDIS Maintenance & Services abgebildet. In der Unternehmenssparte SARIA wurde die ASF als erheblicher externer Einflussfaktor auf die Fleisch- und Fleischnebenprodukte verarbeitende Industrie identifiziert. Es besteht ein erhöhtes Risiko von strikteren Veterinärvorgaben für den Im- und Export, die die Vermarktung der Produkte erschweren. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland erste registrierte ASF-Fälle. Eine weitere Ausbreitung dieser Tierseuche würde für die Geschäftsbereiche SARVAL, Van Hessen und Bioiberica insbesondere aufgrund einer weiter reduzierten Rohwarenverfügbarkeit negative Wirkung zeigen. Dagegen könnte der Geschäftsbereich SecAnim von ASF zumindest vorübergehend profitieren. Bei Rhenus werden aufgrund der Erfahrungen mit der COVID-19 Pandemie insbesondere im Geschäftsfeld CL Aircargo Handling Risiken aus lokalen oder globalen Flugstopps für die Geschäftsentwicklung gesehen. Bei Transdev werden unter den externen Risiken hauptsächlich Risiken aus einem Anhalten der Pandemie oder einem Ausbruch einer weiteren Pandemie gesehen. Diese haben einen erheblichen Einfluss auf den reibungslosen Geschäftsverlauf und die Passagierzahlen. Zudem werden Risiken durch Terrorismus, Naturgewalten oder Umweltschäden hier erfasst und bewertet. Compliance. Das Compliancerisiko stellt gegenüber dem letzten Berichtszeitraum unverändert ein wesentliches Risiko in der RETHMANN-Gruppe dar. Neben denkbaren Fraud- sowie Korruptionsfällen, Zollrisiken und durch strengere Auflagen verursachte Kostensteigerungen werden vor allem Risiken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften und Normen und daraus resultierenden möglichen Bußgeldern, Schadensersatzforderungen und Vergleichszahlungen an dieser Stelle abgebildet. Forderungsausfälle. Das Risiko aus Forderungsausfällen hat in den Unternehmenssparten REMONDIS, SARIA und Rhenus eine ähnlich hohe Bedeutung. Alle drei Unternehmenssparten agieren weltweit in Ländern mit unterschiedlichen volkswirtschaftlichen Entwicklungen. Durch die COVID-19 Pandemie wird das Forderungsausfallrisiko aufgrund der unsicheren Auswirkung der Pandemie höher eingeschätzt. Nicht abschätzbar ist zudem, ob in Deutschland nach dem Wiedereinsetzen der Insolvenzantragspflicht ab Mai 2021 vermehrt Forderungsausfälle aufkommen. Neben einem intensiven Debitorenmanagement wird den Risiken unter anderem mit dem Einsatz von Kreditversicherern entgegengetreten. Seit der Pandemie ist jedoch eine Reduzierung der Limite zu beobachten. Chancenmanagement Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von unserer Budgetplanung, die auf zukünftigen Ereignissen und Entwicklungen basieren. Das Geschäftsmodell der REMONDIS-Gruppe hat sich als ausgesprochen stabil und im hohen Maße resilient gegenüber den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie erwiesen. Eine recht stabile Nachfrage nach Entsorgungs- und Recyclinglösungen führte zu einer niedrigen Ergebniselastizität. Zudem stellte die Krise den bedeutenden Beitrag des Dienstleistungsangebots zur öffentlichen Daseinsvorsorge hervor. Der Trend der letzten Jahre in Sachen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Erhöhung der Umweltverträglichkeit setzt sich weiter fort. Die EU hat im Dezember 2019 den "Green Deal" ausgerufen, mit dem Ziel einen komplett klimaneutralen europäischen Kontinent bis 2050 zu erreichen. Zur Erreichung dieses Ziels müssen zukünftig die EU-weiten Bemühungen im Bereich Recycling intensiviert werden. Für REMONDIS festigt dies die Chance auch in Zukunft von einer zunehmenden Nachfrage nach dem Dienstleistungsangebot und einem organischen Wachstum auszugehen. Mit der Einführung des neuen Verpackungsgesetzes im vergangenen Jahr und der damit verbundenen Stärkung der Kontrolle und Transparenz sind für REMONDIS die notwendigen Rahmenbedingungen für die Rückkehr in den Markt der Dualen Systeme gegeben. REMONDIS ist ab 2020 wieder mit dem Dualen System EKO-PUNKT im Markt aktiv und bundesweit zugelassen und berechtigt, Verträge zur Entpflichtung von Verpackungen zu schließen. Neben der Erfüllung von Rücknahme- und Verwertungspflichten ergeben sich in diesem Bereich insbesondere Potenziale in der Zusammenarbeit mit den Verpackungsherstellern in der ökologisch nachhaltigen Verpackungsgestaltung. Die durch die COVID-19 Pandemie ausgelöste Rezession führte zu einer Verschärfung der zum Teil bereits angespannten Finanzsituation vieler Kommunen in Deutschland. Insbesondere bei kostenintensiven Dienstleistungen der Daseinsvorsorge bieten sich sowohl in der Kreislauf- als auch in der Wasserwirtschaft Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) an. REMONDIS besitzt bereits durch eine Vielzahl von ÖPP-Gesellschaften im In- und Ausland Erfahrung als strategischer Partner. Deshalb sieht REMONDIS bei einer weiterhin angespannten Finanzlage der Kommunen die Chance, dass die Entscheidung zu einer strategischen Partnerschaft erleichtert wird, die beiden Seiten einen wirtschaftlichen Nutzen ermöglichen und neben einer Entlastung der Kommunen zu einer Förderung der Nachhaltigkeit führen wird. Die Unternehmenssparte Rhenus geht davon aus, dass die Transportmengen in der konventionellen Transportlogistik trotz des Einbruchs durch die COVID-19 Pandemie mittelfristig weiter in großem Umfang steigen werden. Unterjährige kurzfristige Versorgungsengpässe im Einzelhandel haben 2020 die gesamtwirtschaftliche Abhängigkeit von funktionierenden Transportketten besonders deutlich gemacht. Aus dieser Nachfrage nach Transportdienstleistungen resultieren Chancen für weiteres Wachstum der Rhenus-Gruppe. Im Güterverkehr wird nach der Einschätzung des Bundesamtes für Güterverkehr für 2021 eine starke Aufholbewegung von Transportaufkommen und -leistung erwartet. Im Eisenbahnverkehr ist zum einen für die schon grundsätzlich wachstumsstarken Segmente, darunter die im laufenden Jahr pandemiebedingt rückläufigen Fahrzeugtransporte und Kombinierten Verkehre, ein klares Plus zu erwarten. Zum anderen werden auch die Transporte von Kohle, Erzen sowie Eisen und Stahl, bei denen in den letzten Jahren teilweise drastische Einbußen zu verzeichnen waren, eine Aufholbewegung an den Tag legen und sich auch im Binnenschifffahrtsbereich positiv niederschlagen. In der Logistikbranche zeigt sich neben dem Fahrermangel zusätzlich ein Mangel an qualifizierten Fachkräften. Zudem sinkt die Attraktivität der Branche für Arbeitnehmer in anderen Bereichen. Der bestehende Stamm an qualifizierten, langjährigen Mitarbeitern dämpft die Beschäftigungsrisiken und dient kurzfristig als Basis für neue, ertragreiche Geschäfte. Neben Investitionen in Humanressourcen werden auch im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung Investitionen in zukunftsfähige technische Prozesse getätigt. Die Aufstellung und Vernetzung der Rhenus in Ost- und Mitteleuropa ist eine Chance, an dem regional starken Wirtschaftswachstum zu partizipieren. Die internationale Vernetzung der Rhenus bildet vor dem Hintergrund politischer Krisen sowohl Chancenaspekte durch Diversifizierung des Angebots als auch Risiken der indirekten Auswirkungen auf stärker national geprägte Märkte. Die erheblichen ökologischen Vorteile der Binnenschifffahrt werden aus Sicht des Rhenus-Vorstands diesen Verkehrsträger zukünftig stärker in den Nachfragefokus setzen. Darin liegt mittel- und langfristig die Chance einer Stärkung dieses Transportwegs, der seit Entstehung der Rhenus ein zentraler Bestandteil des Angebots ist. Gleichzeitig besteht mittelfristig, insbesondere für den Straßengüterverkehr, das Risiko von umweltpolitisch bedingten Veränderungen der Kostenstruktur. Vor allem der Bereich E-Commerce bietet aufgrund eines überproportionalen und deutlich beschleunigten Wachstums weitere Chancen, vor allem in der Kontraktlogistik. Der Branchenverband geht nach Eigenangaben davon aus, einen großen Teil der COVID-19-bedingten zusätzlichen Nachfrage halten zu können. Die Unternehmenssparte SARIA sieht insbesondere in der Nutzung und gruppenweiten Skalierung von "Best Practice"-Ansätzen ein deutliches Potenzial über alle Geschäftsaktivitäten hinweg sowohl auf der Kunden- als auch auf der Kostenseite. Weiteres Potenzial und damit auch Chancen ergeben sich aus SARIA-Sicht in der Konzentration und gezielten Bearbeitung von einzelnen Märkten, Kundengruppen und Key Accounts. Diese Kundenorientierung spiegelt sich in der Ausrichtung der Gruppe in drei operativen Divisionen mit jeweils klarem Kundenfokus wider. Nach starken Akquisitionsjahren wurde das Jahr 2020 dazu genutzt, die bereits 2018 begonnene Konsolidierung der SARIA-Gruppe weiter fortzusetzen. Mittel- und langfristig sieht der SARIA-Vorstand in der weiteren Integration der neu erworbenen Gesellschaften in die Gruppe und in den daraus resultierenden Synergien und Potenzialen weiterhin gute Chancen und Möglichkeiten, die Entwicklung der vergangenen Jahre erfolgreich fortzusetzen. In den SARIA-Ländern, in denen die Konsolidierung der Verarbeitungsbetriebe tierischer Nebenprodukte noch nicht abgeschlossen ist, prüft und treibt die Gruppe aktiv die Chancen, die sich aus interessanten Akquisitionsmöglichkeiten ergeben, voran. Die regionale Ausweitung der bestehenden Geschäftsaktivitäten über die bisherigen SARIA-Kernländer hinaus ist eine zusätzliche Zielrichtung, in der ein deutliches Wachstumspotenzial für die Gruppe gesehen wird. Kontinuierlich wird daran gearbeitet, günstige Gelegenheiten in weiteren Ländern zu ergreifen, bei denen durch eigene Neuinvestition oder aber durch externes Wachstum das Know-how aus den Kernländern genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang prüft die SARIA-Gruppe Möglichkeiten der Expansion nach China und auch Südamerika. Auch sieht der SARIA-Vorstand gute Chancen für die Gruppe, eine aktive Rolle in den Nachhaltigkeitsbestrebungen der gesamten Wertschöpfungskette zu spielen und den Geschäftspartnern mit Hilfe des nachhaltigen SARIA-Geschäftsmodells Lösungen anzubieten. SARIA wird jährlich durch ein auf Nachhaltigkeit spezialisiertes Ratingunternehmen geratet und wird aktuell mit einer Bronze-Medaille bewertet. Klares Ziel ist es, dieses Ranking sukzessive zu verbessern. In den Geschäftsfeldern, die Produkte für weiterverarbeitende Branchen wie die Oleochemie, die Lebensmittel- sowie die Pet Food-Industrie herstellen, wird durch eine zunehmende Spezialisierung die Chance gesehen, neue Kundengruppen zu akquirieren und die erzielbaren Erlöse aus den vorhandenen Rohstoffen weiter zu steigern. Zu diesem Zweck investiert die SARIA-Gruppe gezielt in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, einen kontinuierlichen Strom an marktfähigen Produktansätzen und -ideen zu generieren, die zunehmend höherwertige und spezialisierte kundenbezogene Einsatzmöglichkeiten erlauben. Einen wichtigen Beitrag erhofft sich der SARIA-Vorstand in diesem Zusammenhang aus dem Geschäftsbereich Bioiberica. Hier wird sehr fokussiert nach neuen Einsatzmöglichkeiten von in der Gruppe bereits vorhandenen Rohstoffen geforscht. Daneben pflegt SARIA eine enge Zusammenarbeit mit diversen Hochschulen, um neue Verfahren und Produkte zu entwickeln. Unternehmensgruppe Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus Sicht der RETHMANN-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr keine strukturelle Veränderung der Risikolandschaft. Der Vorstand sieht sich angesichts der komfortablen Finanzsituation und der eingeleiteten Maßnahmen gut aufgestellt, den weiterhin bestehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie zu begegnen. Zudem ist die Gruppe unverändert daran interessiert, das Portfolio weiter auszubauen sofern Unternehmen der für die Unternehmensgruppe interessanten Branchen national und international zum Verkauf stehen. Hinweise auf Risiken mit einem bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung der RETHMANN-Gruppe sind derzeit nicht bekannt. C.2 Prognosebericht Entwicklung der Rahmenbedingungen 11 Das aktuelle weltweite Wirtschaftsgeschehen wird im laufenden Jahr weiterhin durch die COVID-19 Pandemie beeinflusst. Zum Ende des Jahres 2020 lag jedoch die globale Industrieproduktion bereits über den Vorjahreswerten und auch der Welthandel verzeichnete Zuwachsraten. Unter Berücksichtigung der weltweit gestarteten Impfkampagnen wird für das laufende Jahr insgesamt ein Zuwachs der weltwirtschaftlichen Produktion von 6,7 % erwartet. Für die Schwellenländer wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 8,0 % angenommen, wobei für China ein Wachstum von 9,7 % veranschlagt wird. Auch die Annahme für das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften fällt mit 5,5 % kräftig aus. Hierbei hat vor allem die Erwartung über das Wachstum der Vereinigten Staaten großes Gewicht, welches aufgrund der fiskalischen Maßnahmen auf 6,6 % geschätzt wird. Im Vereinigten Königreich wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 5,6 % wachsen. Dies ist angesichts des drastischen Rückgangs im Vorjahr ein vergleichsweise geringes Wachstum und ist neben den Auswirkungen aus dem harten Lockdown zu Jahresbeginn auch auf die Folgen des Brexits zurückzuführen. Für den Euroraum wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes von 4,8 % erwartet. Dabei wird angenommen, dass ab der zweiten Jahreshälfte beim Dienstleistungshandel und beim privaten Konsum deutlich zugelegt wird. Zudem wird der Euroraum voraussichtlich von dem Wachstum wichtiger Handelspartner, wie beispielsweise den Vereinigten Staaten und China, profitieren. Für die deutsche Wirtschaft wird für das laufende Jahr ein Wachstum von 3,0 - 3,7 % prognostiziert. Die Industriegüterproduktion verläuft zwar weitgehend ungestört und profitiert von einer starken Auslandsnachfrage, die anhaltenden Lockdown-Maßnahmen dämpfen jedoch den privaten Konsum. Zudem hat sich die Zahl der Beschäftigten noch nicht erholt und liegt weiterhin unterhalb des Vorkrisenniveaus. Nicht genau abschätzbar ist zudem das Insolvenzgeschehen. Aufgrund der vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wird im laufenden Jahr mit einem Nachholeffekt gerechnet. REMONDIS Mit einem Konzernergebnis über dem Niveau des Vorjahres und den Planwerten ist der Start in das Jahr 2021 für REMONDIS in den ersten vier Monaten erfolgreich gelungen. Im Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft war bei den Inlandsregionen der Logistikbetrieb im Februar infolge eines starken Wintereinbruchs beeinträchtigt. Gleichzeitig konnten jedoch höhere Erlöse durch eine Zunahme der Winterdienstleistungen erzielt werden. In den Monaten März und April lagen die Gewerbemengen über den Erwartungen. Dies traf auch auf die Rohstoffpreise zu. Der Bereich der Papiervermarktung profitierte darüber hinaus von einem deutlichen Anstieg der Papierpreise. Auch der Bereich REMONDIS International zeigte einen erfreulichen Start ins Jahr 2021. In fast allen Ländern konnten die Planvorgaben erfüllt werden. REMONDIS Industrie Service konnte im Wesentlichen im Bereich Medison Ergebnisse über Plan- und Vorjahresniveau realisieren. Maßgeblich hierfür ist ein überdurchschnittliches Mengenaufkommen im Bereich der medizinischen Sonderabfälle insbesondere bei den internationalen Aktivitäten in Polen und Serbien. Innerhalb der TSR-Gruppe konnten die zu Jahresbeginn weiter steigenden Schrott- und Metallpreise genutzt werden, sodass in den ersten Monaten ein Ergebnis über Vorjahres- und Planniveau erzielt werden konnte. Der Spezialbereich REMEX profitiert von einer lebhaften Baukonjunktur mit entsprechend positiven Effekten auf den Baustoffbereich, hohen Metallpreisen und voll ausgelasteten Deponiekapazitäten. Das Marktumfeld für industrielle Dienstleistungen im Geschäftsfeld Services bleibt auch in 2021 anspruchsvoll. Einem projektbedingten Beschäftigungszuwachs standen zunächst witterungsbedingte Minderabrufe der Rahmenvertragskunden im klassischen Industriereinigungsgeschäft gegenüber, die jedoch bereits bis März durch größere Stillstands- und Projektaktivitäten überkompensiert werden konnten. Auch im Bereich Gerüstbau wurde aufgrund einer sehr erfreulichen Auslastung insbesondere im Inlandsgeschäft ein Leistungszuwachs im Vergleich zum Planansatz und zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt liegt das operative Ergebnis des Bereichs Maintenance & Services über den Vorjahreswerten und dem Planwert. Auch im Geschäftsfeld Wasser lagen die Ergebnisse über Plan- und Vorjahresniveau. Ausbleibende Analyseaufträge insbesondere in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Bäderbetrieben konnten durch eine gestiegene Nachfrage im Bereich der Klärschlammverwertung und -aufbereitung kompensiert werden. Das gesellschaftliche Leben ist auch 2021 weiterhin stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beeinträchtigt. Der weitere Verlauf der Pandemie und dessen Auswirkungen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zuverlässig prognostizieren. Das Geschäftsmodell der REMONDIS-Gruppe hat sich in diesem Zusammenhang im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch als äußerst resistent erwiesen. Dennoch lassen sich negative Auswirkungen auf die Ertragslage einzelner Bereiche der Geschäftsfelder der REMONDIS-Gruppe zukünftig nicht ausschließen. Der REMONDIS-Vorstand ist weiterhin zuversichtlich mit dem stabilen Geschäftsmodell mit den Schwerpunkten der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge, dem Recycling und der Versorgung mit Recyclingrohstoffen zusammen mit der komfortablen finanziellen Ausgangslage die Belastungen aus der COVID-19 Pandemie überwiegend kompensieren zu können. Der REMONDIS-Vorstand erwartet dementsprechend angesichts der zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch bestehenden Einflüsse der COVID-19 Pandemie für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz, Rohergebnis, EBITDA und Konzernjahresüberschuss auf dem Niveau von 2020, soweit keine zusätzlichen exogenen Einflüsse eintreten. Rhenus Das breite Portfolio der Rhenus, die Schlagkraft einer Vielzahl unternehmerisch agierender Geschäftseinheiten und deren konsequente Fokussierung auf kundenindividuelle Anforderungen sind wesentliche Erfolgsfaktoren von Rhenus. Im Geschäftsjahr 2020 hat die Rhenus-Gruppe ihre Schlagkraft und Reaktionsfähigkeit in dieser herausfordernden und historisch einmaligen Situation durch schnelle und konsequente Umsetzung umfangreicher Maßnahmen unter Beweis gestellt. Dadurch konnten drastischere Folgen verhindert werden. Der Rhenus-Vorstand wird weiterhin sehr wachsam das wirtschaftliche Umfeld verfolgen, um bei Störungen z.B. durch die noch anhaltende COVID-19 Pandemie, durch die Finanzmärkte oder durch andere nicht beeinflussbare Ereignisse wie politische Unsicherheiten möglichst schnell und flexibel Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Rhenus-Gruppe verzeichnete einen guten Start in das Jahr 2021. Die operativen Ergebnisse der Monate Januar bis April lagen trotz anhaltender Pandemie und widriger Witterung im Februar insgesamt sowohl über den budgetierten Erwartungen als auch über Vorjahr. Der Rhenus-Vorstand geht davon aus, dass Rhenus bei einem von besonderen Störungen freien Geschäftsverlauf im Jahr 2021 eine Wertschöpfung spürbar über dem Niveau von 2020 erzielen wird. Allerdings bleibt das wirtschaftliche Umfeld weiterhin außergewöhnlich unsicher, zumal die wirtschaftlichen Effekte aus weiteren Ausbreitungswellen des COVID-19 Virus oder entsprechender Mutationen, aber auch positive Effekte aus Impfmaßnahmen nur schwer vorhergesagt werden können. Mit einem geplanten operativen Ergebnis, welches sowohl deutlich über dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres als auch über dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 (vor COVID-19) liegt, ist der Rhenus-Vorstand dementsprechend fokussiert und gleichermaßen zuversichtlich für das Jahr 2021. SARIA Der SARIA-Vorstand geht davon aus, dass sich die COVID-19 Pandemie 2021 zwar negativ auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Gruppe auswirken wird, die Effekte für die Gruppe aber insgesamt beherrschbar bleiben sollten. Ganz wesentlich tragen das breite Dienstleistungs- und Produktportfolio genauso wie die geographische Diversifizierung zu der Stabilität der Gruppe auch in Krisenzeiten bei. Der SARIA-Vorstand erwartet für das Jahr 2021 und unter Berücksichtigung von COVID-19, dass sich die Marktpreise insgesamt positiv auf die finanzielle Entwicklung der Gruppe auswirken werden. Die weitere Konsolidierung der Gruppe wird zu Synergieeffekten führen. Dem Preistrend folgend, und beeinflusst durch die COVID-19 Pandemie, erwartet der SARIA-Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2020. Das EBITDA wird nach Erwartung des Vorstands moderat unter dem Niveau des Jahres 2020 liegen. Dieser Ausblick ist stark von der weiteren Entwicklung der COVID-19 Pandemie, aber auch der weiteren Ausbreitung von ASF abhängig. Aufbauend auf einer soliden finanziellen Basis, der guten strategischen Positionierung in den einzelnen Teilmärkten sowie dem breit diversifizierten Portfolio an Aktivitäten und bewirtschafteten Regionen sieht der SARIA-Vorstand gute Chancen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Gruppe. Transdev Die Transdev-Gruppe erzielte in den ersten vier Monaten noch nicht den Umsatz des Vorjahres. Aufgrund der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen im Zuge der COVID-19 Pandemie übertraf die Gruppe allerdings beim EBITDA und EBIT sowohl die Vorjahreswerte als auch die Erwartung. Wie im Vorjahr ist die weitere Entwicklung der Ergebnisse aufgrund der Pandemie in einem Geschäftsumfeld mit enger Kundennähe weiterhin mit großer Unsicherheit behaftet. Dennoch erwartet der Vorstand, wenn auch keinen positiven Ergebnisbeitrag, für das Jahr 2021 eine deutliche Verbesserung des anteiligen Ergebnisses aus der Beteiligung an der Transdev-Gruppe. RETHMANN Das interne Reporting auf Ebene der RETHMANN-Gruppe zeigt für die ersten vier Monate des Jahres 2021 sowohl für die Gesamtleistung und das Rohergebnis als auch für das EBITDA und den Konzernjahresüberschuss Werte deutlich oberhalb der Vorjahres- und Planwerte. Die Prognose zur weiteren Geschäftsentwicklung ist weiterhin aufgrund der COVID-19 Pandemie mit großer Unsicherheit behaftet. Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE schließt sich den Erwartungen der Vorstände der einzelnen Sparten an. Darüber hinaus erwartet der Vorstand insgesamt für das Geschäftsjahr 2021 jedoch unter der Voraussetzung, dass sich die Märkte, auf denen die Unternehmensgruppe aktiv ist, stabil entwickeln, eine leichte Steigerung von Umsatz, Rohergebnis sowie des Konzernjahresüberschusses und ein EBITDA auf dem Niveau des Jahres 2020.
Selm, 10. Juni 2021 RETHMANN SE & Co. KG Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE Klemens Rethmann Ludger Rethmann
1 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
inklusive Auszubildende.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzernanhang 2020RETHMANN SE & Co. KG, SelmAmtsgericht Dortmund HRA 15431I. GrundlagenDie Gesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne von § 290 HGB. Gemäß § 264a Abs.1 HGB werden alle Personengesellschaften, bei denen nicht wenigstens eine natürliche Person ein persönlich haftender Gesellschafter ist, für die Rechnungslegung wie eine Kapitalgesellschaft behandelt. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der RETHMANN-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Mio. € aufgestellt. II. Abgrenzung des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RETHMANN SE & Co. KG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der RETHMANN SE & Co. KG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.
Eine Liste der in den Konzernabschluss nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen befindet sich am Schluss des Anhangs; ebenso werden dort die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen namentlich aufgeführt. Die nicht einbezogenen Gesellschaften sind sowohl für sich genommen als auch in der Gesamtheit für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da ihre addierten Bilanzsummen die Grenze von 1 % der Konzernbilanzsumme nicht übersteigen und sowohl die Summe ihrer positiven als auch die Summe ihrer negativen Ergebnisse nach Steuern unter der Grenze von 1 % des Jahresüberschusses 2020 liegt. Die Equity-Bewertung wird ausschließlich auf Unternehmen angewandt, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Eine Liste der assoziierten Unternehmen befindet sich am Anhangsende. Ferner befindet sich am Schluss des Anhangs eine Auflistung der wesentlichen sonstigen Beteiligungen. Aus dem Teilbereich REMONDIS haben zwei und aus dem Teilbereich Rhenus haben drei Gesellschaften ein abweichendes Wirtschaftsjahr. Für alle fünf Unternehmen wurde zum Zweck der Einbeziehung ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2020 erstellt. Aus dem Teilbereich SARIA haben alle nach der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Wirtschaftsjahr. i. Verbundene Unternehmen Erstkonsolidierung Im Falle eines unterjährigen Zugangs wird die Erstkonsolidierung entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden folgende Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
Durch die erstmalige Einbeziehung der oben genannten Gesellschaften haben sich folgende wesentliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung ergeben: Auf der Aktivseite erhöhten sich das Anlagevermögen um 243 Mio. €, die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 87 Mio. € und der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten um 18 Mio. €. Die Passivseite stieg im Bereich der Rückstellungen um 50 Mio. € und bei den Verbindlichkeiten um 140 Mio. €. Im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhten sich die Umsatzerlöse um 412 Mio. €. Zudem nahmen der Materialaufwand um 264 Mio. €, der Personalaufwand um 64 Mio. €, die Abschreibungen um 29 Mio. € sowie der sonstige betriebliche Aufwand um 52 Mio. € zu. Bei den vorgenannten Werten handelt es sich um konsolidierte Beträge, die somit isoliert betrachtet nicht die Ergebnisauswirkung der erstmalig einbezogenen Unternehmen wiedergeben. Entkonsolidierung Verliert die RETHMANN-Gruppe den beherrschenden Einfluss oder die in § 290 Abs. 2 HGB aufgeführten Kontrollmöglichkeiten über ein vollkonsolidiertes Unternehmen, sei es durch Veräußerung von Anteilen oder durch Veränderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, so wird die Gesellschaft durch den Abgang ihrer Vermögensgegenstände und Schulden entkonsolidiert. Folgende Unternehmen verließen den Konsolidierungskreis: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
Durch die Entkonsolidierung der veräußerten Gesellschaften ergaben sich keine bedeutenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss. ii. Assoziierte Unternehmen Der Kreis der assoziierten Unternehmen, welche nach der Equity-Methode bewertet werden, vergrößerte sich um folgende Gesellschaften: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Folgende Abgänge sind im Berichtsjahr bei den nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen erfolgt: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
III. KonsolidierungsmethodenKapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Nach Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurden zuerst stille Reserven und stille Lasten aufgedeckt und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Seit dem 1. Januar 2010 wird gemäß BilMoG die Neubewertungsmethode angewendet. Hierbei werden vor Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus Kapitalkonsolidierung mögliche stille Reserven und stille Lasten aufgedeckt und das auf diese Art ermittelte, neubewertete Eigenkapital den Anschaffungskosten gegenübergestellt. Bei aufgedeckten stillen Reserven werden auf die Aufwertungsbeträge die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die Erstkonsolidierung wird entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs vorgenommen. Wenn unterjährig weitere Anteile an bestehenden Beteiligungen erworben werden und somit erstmals der Tatbestand eines verbundenen Unternehmens erfüllt ist, wird die Vollkonsolidierung zum Zeitpunkt des Übergangs zum verbundenen Unternehmen vorgenommen. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2020 entstanden aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 137 Mio. €. Sie entstanden im Wesentlichen durch den Erwerb neuer Gesellschaften. Die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge belaufen sich per 31. Dezember 2020 auf insgesamt 443 Mio. €. Im Berichtsjahr resultierte aus der Kapitalkonsolidierung ein Abschreibungsaufwand von 193 Mio. €. Die Nutzungsdauer für entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte liegt zwischen drei und fünfzehn Jahren. Geschäftsbereich REMONDIS Es wird unter Berücksichtigung der relevanten Rahmenbedingungen der Branche sowie bestehender Verträge mit Kunden davon ausgegangen, dass sich die Investitionen innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren amortisieren werden. Entsprechend wird der entstandene Unterschiedsbetrag über dessen voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geschäftsbereich Rhenus Üblicherweise werden Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rhenus-Gruppe über fünf Jahre abgeschrieben. Dies gilt auch für den Geschäftsbereich Freight Logistics, der mit seinen speditionellen Leistungen im Bereich der Stückgutverkehre bei einer isolierten Betrachtung des Geschäftsbereichs eine Nähe zur konjunkturellen Entwicklung hat. Ausnahmen bilden die vor 2010 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte der ehemaligen IHG-Gruppe und der ehemaligen TMI-Gruppe, die wegen ihrer langfristigen strategischen Ausrichtung linear über eine Nutzungsdauer von erwarteten 15 Jahren abgeschrieben werden. Eine weitere Ausnahme betrifft den Geschäftsbereich Port Logistics. Hier stehen neben Umschlagsaktivitäten speditionelle Leistungen für Massen- und Schüttgüter sowie logistische Dienstleistungen im Bereich Containerverkehre und Rail im Fokus. Aufgrund der heterogenen Zyklen der vorherrschenden Massengutbranchen Stahl, Kohle, Baustoffe und Getreide werden die konsolidierungsbedingten Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer zwischen drei und sechs Jahren abgeschrieben. Geschäftsbereich SARIA Die im Zuge der Kapitalkonsolidierung entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Die für die SARIA-Gruppe relevanten Rahmenbedingungen für die Sammlung und Verarbeitung tierischer Nebenprodukte und organischer Reststoffe stehen unter dem Einfluss der Gesetzgebung durch die EU sowie nationaler Vorgaben. Daher orientiert sich die Nutzungsdauer an der durchschnittlichen Nutzungsdauer bis zu einer wesentlichen Veränderung. Sofern sich ein passiver Unterschiedsbetrag ergab, wird dieser auf der Passivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen. Eine Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages erfolgt gemäß § 309 Abs. 2 HGB, wenn die im Kaufpreis berücksichtigte ungünstige Entwicklung der Ertragslage eingetreten ist, Sonderaufwendungen zu berücksichtigen sind oder am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Aus der Konsolidierung entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 6 Mio. €. Insgesamt wurden Beträge in Höhe von 2 Mio. € ergebniswirksam aufgelöst. Es besteht ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 17 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €). Equity-Konsolidierung Die Equity-Konsolidierung wird bei Minderheitsbeteiligungen angewandt, auf welche ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Die Erstkonsolidierung im Rahmen der Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Eine Anpassung der Bewertung in den Abschlüssen der assoziierten Unternehmen an die einheitlichen Bilanzierungsvorschriften der RETHMANN SE & Co. KG erfolgt nicht. Dies trifft auch auf den nach IFRS aufgestellten Abschluss der Transdev Group S.A zu. Im Falle eines unterjährigen Erwerbs wird die Erstkonsolidierung entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilerwerbs vorgenommen. Ein sich bei der Erstkonsolidierung ergebender Unterschiedsbetrag wird auf bestehende stille Reserven bzw. stille Lasten aufgeteilt. Ein die stillen Reserven übersteigender Betrag wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben, da davon ausgegangen wird, dass sich die Investitionen vor allem aufgrund bestehender Kundenbeziehungen und Verträge über einen Zeitraum von fünf Jahren amortisieren werden. Aktive Unterschiedsbeträge ergaben sich im Berichtsjahr in Höhe von 23 Mio. € (Vorjahr: 91 Mio. €), die vollständig den Geschäfts- oder Firmenwerten zugeordnet sind. Weiterhin entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €), die in 2020 ergebniserhöhend aufgelöst wurden. Zum Bilanzstichtag bestehen passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. sonstigen Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Erlöse und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaft verrechnet. Zwischenergebniseliminierung Buchgewinne aus Anlagenverkäufen werden, ebenso wie die bei dem Käufer anfallenden Abschreibungen, eliminiert und die ursprünglichen planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die daraus resultierenden Ergebnisänderungen im Vergleich zu den zugrunde liegenden Einzelabschlüssen führen zur Bildung latenter Steuern. Diese werden in den Folgejahren durch die vorzunehmenden Abschreibungskorrekturen betragsmäßig aufgelöst. Die Abschreibungskorrekturen, die aus den Zwischenerfolgen der Vorjahre stammen, wurden im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der stattgefundenen Abgänge fortgeführt. Aus konzerninternen Verkäufen des Anlagevermögens ergaben sich in 2020 Zwischengewinne in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Auf die Eliminierung weiterer Zwischenergebnisse aus Lieferungen von Gegenständen des Anlagevermögens innerhalb der einbezogenen Gesellschaften wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet, sofern der Zwischenerfolg für den einzelnen Anlagenverkauf unter 500 T€ liegt. IV. Erläuterungsberichti. Gliederung und Ausweis Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden wie im Vorjahr gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in einer zusammengefassten Gliederung dargestellt, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Die gemäß den §§ 264c, 266, 268, 275 und 277 in Verbindung mit § 298 HGB bzw. im Hinblick auf die Eigenkapitalgliederung gemäß DRS 22 erforderlichen Aufgliederungen sind im Konzernanhang enthalten. Den Besonderheiten der §§ 312 Abs. 4 Satz 2 und 307 Abs. 2 HGB ist Rechnung getragen worden. Die gesetzlich geforderten Aufgliederungen der §§ 264c, 266, 301 und 311 HGB werden erweitert im Hinblick darauf, dass auf der Aktivseite Vertragswerte innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände, der Fuhrpark innerhalb der Sachanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen und die geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen innerhalb der Finanzanlagen sowie auf der Passivseite der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung und der Sonderposten gesondert ausgewiesen werden. Die Privatkonten der Gesellschafter werden in Übereinstimmung mit §§ 264c, 265 Abs. 5 HGB als Forderungen gegen Gesellschafter bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Steuern in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €) werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sie sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. ii. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Seit dem Jahr 2011 werden in den Einzelabschlüssen neu gebildete Sonderposten für erhaltene Zuschüsse in den Konzernabschluss übernommen und entsprechend der Vorgehensweise in den Einzelabschlüssen ratierlich aufgelöst. Gleiches gilt auch für die gemäß Bilanzierungsrichtlinie ab dem 1. Januar 2011 zu bildenden Sonderposten für Investitionszulagen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich im gesamten Konzern einheitlich angewendet. Bei einzelnen ausländischen Jahresabschlüssen, die sowohl einzeln als auch zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, werden die nach den jeweiligen Landesvorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse nicht oder nach vereinfachten Methoden auf die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften umgestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. AKTIVA Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren und Kundenstämme sowie Vertragswerte über fünf Jahre bzw. in Abhängigkeit der jeweiligen Vertragslaufzeit abgeschrieben. Der Zeitraum der planmäßigen Abschreibung für bis einschließlich 2009 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt wie bisher 15 Jahre. Die ab 2010 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden überwiegend über fünf Jahre abgeschrieben. Grundlage für die Bemessung der Nutzungsdauer sind in der Regel längerfristige Kundenbeziehungen und Verträge mit Kunden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Bei vor dem 1. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf besser entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen bei den Gebäuden sowie den Außenanlagen zwischen acht und 33 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen drei und 25 Jahren, bei Fahrzeugen sechs bis elf Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen zwei und 25 Jahren. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die gesetzlichen Pflichtbestandteile. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu Anschaffungskosten in Höhe von 250 € (Vorjahr: 250 €) als Aufwand den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € (Vorjahr: 250 €) zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach Ablauf von fünf Jahren unterstellt. Insgesamt ist der Posten der geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bewertet, in Einzelfällen mit dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Zum Ansatz der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Equity-Konsolidierung. Ausleihungen und Anzahlungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt. Fertige und unfertige Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Soweit insbesondere bei Wertstoffen aus dem Recyclingprozess die Herstellungskosten unverhältnismäßig aufwändig zu ermitteln sind, werden sie retrograd aus dem Veräußerungswert abzüglich Gewinne und anteiliger Verwaltungs- und Vertriebskosten abgeleitet. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Die Bewertung erfolgt mit den ausgezahlten bzw. eingenommenen Nettobeträgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Der für die Berechnung der Pauschalwertberichtigung heranzuziehende Forderungsbestand wird um die Erstattungsbeträge der versicherten Forderungen gekürzt. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die Bewertung der sonstigen Wertpapiere und liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die Vorauszahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Ein vorhandenes Disagio wird über die Laufzeit des entsprechenden Darlehens verteilt und jährlich anteilsmäßig als Aufwand erfasst. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von fünf Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Gewerbesteuersätze sowie auf Basis eines aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis saldiert bei den aktiven latenten Steuern. Bei der Berechnung der Steuerabgrenzung wird unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung bei inländischen Kapitalgesellschaften von einer Steuerbelastung von 31 %, bei Personengesellschaften von einer Steuerbelastung von 15 % ausgegangen. Für Steuerabgrenzungen bei ausländischen Gesellschaften werden konzerneinheitlich länderspezifische Steuersätze angewendet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Deckungskapital bewertet. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Vermögenswert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. PASSIVA Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse, Zulagen und Investitionsförderungen zur Anschaffung und Herstellung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 2,31 % p.a. (Vorjahr: 2,71 % p. a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 1,75 % p.a. (Vorjahr 1,75 % p.a.) sowie eine zum Vorjahr unveränderte Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Ist die durchschnittliche Duration der Verpflichtung der Gesellschaft kleiner als 15 Jahre wird ein anderer Zinssatz zugrunde gelegt. Es ist der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit, die der zu erwartenden durchschnittlichen Duration der Verpflichtungen der Gesellschaft entspricht. Pensionsrückstellungen von Konzernunternehmen in Ländern aus dem Nicht-EURO-Raum werden mit abweichenden währungskongruenten Zinssätzen bewertet. Sofern zu den Pensionsverpflichtungen entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen wurden, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, erfolgte wie im Vorjahr der saldierte Ausweis der Aktivwerte mit den Pensionsrückstellungen. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe der voraussichtlich zu leistenden Zahlungen ausgewiesen. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Analog der Vorgehensweise bei den Pensionsrückstellungen wird auch hier das Wertbeibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen. Die Bildung der Deponierückstellungen erfolgt entsprechend dem Verfüllungsgrad der Deponien. Altersteilzeitrückstellungen werden auf der Grundlage der Arbeitsverhältnisse unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines auf den 31.12.2020 prognostizierten Zinssatzes von 1,6 % (Vorjahr: 1,96 %) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) angenommen. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Rentenähnliche Verpflichtungen sind zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre angesetzt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vereinnahmungen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken eingesetzte derivative Finanzinstrumente betreffen beiderseitig noch nicht erfüllte Verpflichtungen. Sie werden - unter Berücksichtigung der Grundsätze für bilanzielle Bewertungseinheiten - als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung. iii. Währungsumrechnung Die Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung werden mit den Stichtagskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird mit den Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gem. § 308a Satz 3 HGB gesondert als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" dargestellt. Der auf das Kapital außenstehender Gesellschafter entfallende Teilbetrag wird mit dem Kapital außenstehender Gesellschafter verrechnet. Die bei der Schuldenkonsolidierung auftretenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital als Differenzen aus der Währungsumrechnung gezeigt. V. Erläuterungen zur Bilanz(1) Die Einzelposten des Anlagevermögens gemäß § 266 HGB sind dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das als Anlage 1 beigefügt ist. Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen, der assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen (Aufstellung des Anteilsbesitzes) ist dem Anhang als Anlage 2 beigefügt. (2) Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
(3) In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) enthalten. (4) Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €), in den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) und in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 23 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €) enthalten. (5) Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). (6) In dem ausgewiesenen Aktivüberhang latenter Steuern in Höhe von 123 Mio. € (Vorjahr: 118 Mio. €) werden aktive latente Steuern in Höhe von 150 Mio. € (Vorjahr: 232 Mio. €) mit passiven latenten Steuern in Höhe von 27 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €) verrechnet. Die abziehbaren temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus aktivierten körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und Bewertungsunterschieden im Bereich des Anlagevermögens und der Rückstellungen. (7) Der in der Bilanz ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0,16 Mio. € (Vorjahr: 0,02 Mio. €) setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,25 Mio. € (Vorjahr: 0,11 Mio. €) sowie Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 0,09 Mio. € (Vorjahr: 0,09 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet und stimmen mit den Anschaffungskosten überein. (8) Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital beträgt 90 Mio. €. Die Aufteilung des Eigenkapitals ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
(9) Aus der Konsolidierung neuer Gesellschaften entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt 6 Mio. €. Gleichzeitig ist im Berichtsjahr ein passiver Unterschiedsbetrag von insgesamt 2 Mio. € erfolgswirksam aufgelöst worden. Damit wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 17 Mio. € ausgewiesen. (10) Sonderposten für Investitionszulagen sowie für Investitionszuschüsse werden aus den Einzelabschlüssen in den Konzernabschluss übernommen und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst. In der Bilanz wird ein Betrag in Höhe von 72 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €) ausgewiesen. (11) Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 17 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) sowie Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen/Pensionsrückstellungen in Höhe von 318 Mio. € (Vorjahr: 307 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet und stimmen mit den Anschaffungskosten überein. Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Rekultivierungsverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rückbauverpflichtungen, unterlassene Instandhaltung, drohende Verluste, Entsorgungskosten, bereits vereinnahmte Leistungsentgelte sowie Schadensersatzverpflichtungen gebildet. Die Überdeckung aus der Beibehaltung der höheren Rückstellungsbeträge gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB beträgt zum 31. Dezember 2020 noch 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Die innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Altersteilzeitverpflichtungen setzen sich zusammen aus Deckungsvermögen von 1 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) sowie Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens entsprechen den Anschaffungskosten. (12) Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 90 Mio. € (Vorjahr: 83 Mio. €) besichert, davon 80 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €) durch Grundpfandrechte und 10 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) durch Sicherungsübereignung. Von den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 24 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €) durch Sicherungsübereignung gesichert. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind des Weiteren 7 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) durch Grundpfandrechte besichert. (13) Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält bereits erhaltene Zahlungen für zukünftige Ansprüche sowie bereits vereinnahmte Entsorgungserlöse, bei denen die angenommenen Abfallmengen noch nicht verwertet bzw. beseitigt wurden, bzw. für Leistungen, die noch nicht vollständig erbracht worden sind. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Geographisch verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Zur Vergleichbarkeit wurde Großbritannien der Region "EU ohne Deutschland" zugeordnet, da der Brexit wirtschaftlich erst zum 01.02.2021 zum Tragen kommt. (2) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 167 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €), die hauptsächlich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Wertberichtigungen bestehen. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen außergewöhnliche Erträge aus der Entkonsolidierung sowie aus der Veräußerung von Teilbetrieben in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 79 Mio. €) enthalten. Im Berichtsjahr wurden Investitionszulagen und -zuschüsse von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) vereinnahmt. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 48 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) enthalten. (3) Die Materialaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
(4) Im Personalaufwand sind folgende Posten enthalten:
(5) In den Abschreibungen sind im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 45 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €) sowie auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) enthalten. Die Abschreibungen entfallen auf:
Des Weiteren sind in dem Ergebnis aus Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) enthalten. (6) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von 64 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €) insbesondere für Forderungsverluste, Einstellung in die Wertberichtigung, Zuführung zu den Rückstellungen sowie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 51 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) enthalten. (7) Das Ergebnis aus Finanzanlagen setzt sich wie folgt zusammen:
Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entstehen im Rahmen der Equity-Bewertung. Sie setzen sich aus dem anteiligen Ergebnis, den Abschreibungen auf ermittelte Geschäfts- oder Firmenwerte und Auflösungen der passiven Unterschiedsbeträge zusammen. (8) Folgendes Zinsergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:
Es wurden Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,02 Mio. €) mit Aufzinsungen auf Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen/Pensionsrückstellungen in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) saldiert. Aus der Abzinsung von übrigen langfristigen Rückstellungen resultieren Zinserträge in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Aus der Aufzinsung von übrigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich Zinsaufwendungen in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). (9) In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge für Vorperioden in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr: Erträge 0,1 Mio. €) enthalten. Weiterhin sind saldiert Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) enthalten. Hierbei wurden Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €) und Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 40 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) miteinander saldiert. (10) Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile beinhaltet Gewinnanteile in Höhe von 42 Mio. € (Vorjahr: 47 Mio. €) und Verlustanteile in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des KonzerngeschäftsjahresZwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Konzernabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. VIII. Ergänzende Angabeni. Arbeitnehmer In 2020 und 2019 waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:
ii. Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Zins-, Wechselkurs- und Preisrisiken eingesetzt. Bei den eingesetzten Zinsderivaten handelt es sich um Zinsswaps. Zum Ausschluss von Wechselkursrisiken werden Devisentermingeschäfte mit Kreditinstituten abgeschlossen. Um Risiken eines Preisverfalls für einige hochpreisige Warenbestände auszuschließen, wurden Absicherungen an der LME-Börse für diese Waren abgeschlossen, die bei Vorliegen des endgültigen Verkaufsvertrags wieder zurück gesichert werden, und Warentermingeschäfte für Rapssaat getätigt. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB Zinssicherungsgeschäfte Es wurden 19 Mio. € an variabel verzinslichen Darlehen mit Zinsderivaten im Rahmen einer 1:1-Beziehung gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert (Micro Hedge). Der Nachweis der Effektivität der jeweiligen Sicherungsbeziehungen erfolgt über die Critical-Terms-Match-Methode. Aufgrund der negativen Korrelation haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme bis zum Abschlussstichtag fast vollständig ausgeglichen und auch für zukünftige Zeiträume wird ein fast vollständiger Ausgleich erwartet, da die Bewertungseinheit bis zur Erreichung des Sicherungszwecks beibehalten wird und weitgehende Risikoidentität besteht. Das Zinsänderungsrisiko ist somit vollständig abgesichert. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Darlehen haben zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von 19 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) und Laufzeiten bis max. 2023. Die Höhe des durch diese Bewertungseinheiten abgesicherten Risikos beträgt zum Bilanzstichtag 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Devisentermingeschäfte im Metallhandelsbereich Im Metallhandelsbereich wird bei Vertragsabschlüssen in Fremdwährung jeweils ein Devisentermingeschäft in Höhe des prognostizierten Geschäftsvolumens abgeschlossen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Macro Hedge, bei dem es jedoch auch eine Vielzahl von Fremdwährungsabsicherungen gibt, die ohne eine Abweichung als Micro Hedge angesehen werden könnten. Die so abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte werden als Bewertungseinheiten behandelt und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Das Grundgeschäft wird dabei mit dem Kurs des Devisentermingeschäfts bewertet. Eventuelle zeitliche Verschiebungen zwischen dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft werden dadurch aufgefangen, dass ein Fremdwährungsbankkonto die Pufferfunktion übernimmt. Das Volumen der so abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte, bei denen es sich fast ausschließlich um Warenverkäufe in USD handelt, belief sich zum Bilanzstichtag auf einen Gegenwert in Höhe von 198 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €). Der Nominalwert der in die Bewertungseinheit einbezogenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf 195 Mio. € (Vorjahr: 92 Mio. €). Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag 3 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Der Marktwert des Portfolios ist wie im Vorjahr positiv und bedarf keiner Rückstellungsbildung. Die abgesicherten Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von 179 Mio. €. Der Nominalwert der in die Bewertungseinheit einbezogenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf 181 Mio. €. Im Berichtsjahr liegt eine Überdeckung mit Kurssicherungen vor. Übrige Devisentermingeschäfte Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatzgeschäften resultieren, die in USD (7 Mio. $) denominiert sind, werden gegenläufige Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beläuft sich auf 0,2 Mio. €. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen wird ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Die Derivate werden mit den Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Micro Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Zahlungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der erwarteten Zahlungen aus dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag anhand der Critical-Terms-Match-Methode prospektiv festgestellt. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf 6 Mio. € bei beizulegenden Zeitwerten von 0,2 Mio. € (davon positive Marktwerte in Höhe von 0,2 Mio. € sowie negative Marktwerte in Höhe von 0 Mio. €). Sie sind jeweils fällig im Jahr 2021 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz, soweit der Hedge effektiv war. Absicherung von Preisschwankungen im Metallhandel Die Sicherungsinstrumente in Bezug auf Preisschwankungen werden nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Bei den hochwertigen Schrotten wird das Delta aus den Vorratsbeständen zzgl. der offenen Einkaufsverträge abzgl. der offenen Verkaufsverträge gegen Wertänderungsrisiken abgesichert. Das Wertänderungsrisiko resultiert aus möglichen Veränderungen der Metallpreise. Eine zentrale Stelle in der betreffenden Gesellschaft überwacht ständig das Volumen der offenen Positionen im Bereich der hochwertigen Schrotte. In diese Überwachung werden alle Angaben aus den noch offenen Verträgen, den Beständen in den einzelnen Niederlassungen bzw. den bereits abgeschlossenen Absicherungsgeschäften einbezogen. Sofern das Volumen aus eingegangenen Einkaufskontrakten bzw. angelieferten Materialien ansteigt und noch nicht durch ein Absicherungsgeschäft abgedeckt wurde, wird umgehend eine Verkaufsorder an den Broker der Gruppe an der LME in London gegeben, um Risiken aus Preisschwankungen des Materials zu vermeiden. Wenn anschließend ein Verkaufsvertrag mit einem Abnehmer über die Lieferung des so abgesicherten Materials zustande kommt, schließt die zentrale Betreuungsstelle der betreffenden Gesellschaft wiederum einen Einkaufskontrakt über die vormals abgesicherte Menge mit dem Broker ab. Aufgrund der Vielzahl von Niederlassungen bzw. der dort gehandelten Sorten kann eine Absicherung nur in Form eines Macro Hedge durchgeführt werden. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente ist fristenkongruent zu der Laufzeit der abgesicherten Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente werden sich in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Es wird eine hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erwartet. Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird auf das angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem verwiesen:
Zum Bilanzstichtag stehen schwebende LME Kontrakte mit einem Volumen von 159 Mio. € (Kupfer 126 Mio. €, Aluminium 13 Mio. €, Blei 1 Mio. €, Zink 0,8 Mio. €, Edelmetalle 18 Mio. €) den schwebenden physischen Geschäften in Höhe von 49 Mio. € und Warenbestände mit einem Buchwert von 89 Mio. € (Kupfer 50 Mio. €, Aluminium 12 Mio. €, Zink 0,8 Mio. €, Blei 0,4 Mio. €, Nickel 0,2 Mio. € und Edelmetalle 25 Mio. €) gegenüber. Die Marktwertdifferenz der in die Bewertungseinheit einbezogenen Derivate beträgt -8 Mio. € (Kupfer -8 Mio. €, Aluminium -0,3 Mio. €). Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag 10 Mio. €. Absicherung von Preisschwankungen im Rohstoffhandel für Rapssaat Am Bilanzstichtag bestehen Warentermingeschäfte zur Sicherung von Einkaufspreisen für Rapssaat am Beschaffungsmarkt mit einem Nominalvolumen von 16.000 t, für die Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB (Portfolio-Hedges) gebildet worden sind. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Bezug von Rapssaat, Sicherungsinstrument ist der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko ist die Gefahr von Preissteigerungen, die nachteilige Effekte auf die Gewinnmarge hervorrufen können. Die Effektivität wird prospektiv mittels der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt. Da das Absicherungs- und das zugrunde liegende Basisgeschäft mit identischen Parametern abgeschlossen werden, kann von einer Effektivität von 100 Prozent ausgegangen werden. Warentermingeschäfte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Der zum Sicherungskurs umgerechnete Wert der Warentermingeschäfte beträgt insgesamt 6 Mio. €, der positive beizulegende Zeitwert beträgt 0,3 Mio. €. Devisentermingeschäfte ohne Bildung einer Bewertungseinheit Ausländische Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums werden teilweise über konzerninterne Darlehen in ihrer Funktionalwährung finanziert. Die aus der Rückzahlung der Darlehen vorhandenen Translationsrisiken werden in Höhe des Nennwerts der Darlehen abgesichert. Das Volumen der abgesicherten ausgegebenen internen Darlehen belief sich am Bilanzstichtag auf 43 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €). Die Forderung aus dem konzerninternen Darlehen wird mit der Verbindlichkeit aus dem internen Darlehen in der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Eine Bewertungseinheit wird im Konzern somit nicht gebildet. Diese Devisentermingeschäfte werden zum Bilanzstichtag als offene Position behandelt. Für negative Marktwerte der abgesicherten Transaktionen wurde zum Bilanzstichtag eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) gebildet. iii. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse in einer Gesamthöhe von 72 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €). Die Haftungsverhältnisse setzen sich aus Bürgschaften (37 Mio. €; Vorjahr: 39 Mio. €), aus Patronatserklärungen (32 Mio. €; Vorjahr: 33 Mio. €) sowie aus Mithaftungen und Garantien (3 Mio. €; Vorjahr: 4 Mio. €) zusammen. Für Schulden von assoziierten Unternehmen gegenüber Dritten wurden Haftungsverhältnisse über 65 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €) eingegangen. Zugunsten von Dritten wurden Verpflichtungen in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 22 Mio. €) übernommen. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Weiterhin ist die RETHMANN-Gruppe an Arbeitsgemeinschaften beteiligt, welche in der Rechtsform von Gesellschaften bürgerlichen Rechts geführt werden. Arbeitsgemeinschaften sehen gesetzlich eine gesamtschuldnerische Haftung für die von allen Partnern gegenüber dem Auftraggeber erbrachten Leistungen vor. Neben Leistungen aus wirtschaftlich noch nicht abgeschlossenen Arbeitsgemeinschaften besteht eine gesetzliche Nachhaftung für beendete Arbeitsgemeinschaften. Die Inanspruchnahme der Verpflichtung aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen würde eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund der Bonität und Solvenz der Primärverpflichteten wird derzeit aber nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. iv. Angaben zur Zusatzversorgung von Arbeitnehmern Die Zusatzversorgung verfolgt das Prinzip der sogenannten Gesamtversorgung. Dies bedeutet, dass die Höhe der Leistung der Zusatzversorgungskasse von der Dauer der jeweiligen Umlagezahlung für den betroffenen Mitarbeiter und der Höhe der ihm gewährten Rentenleistung des Sozialversicherungsträgers abhängig ist. Die Umlagesätze betrugen im Jahr 2020 4,25 % zzgl. eines Sanierungsgeldes von 3,5 %. Die Gesamtsumme der Umlage inklusive Sanierungsgeld betrug 1 Mio. € in 2020 (Vorjahr: 1 Mio. €). Bei den hier aufgeführten Altersversorgungsansprüchen der ehemaligen städtischen Mitarbeiter gegen verschiedene Zusatzversorgungskassen handelt es sich um mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 EGHGB. v. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weiterhin bestehen langfristige Kontingentverträge im geschäftsüblichen Umfang. vi. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zum Bilanzstichtag wurden im RETHMANN-Konzern Forderungen im Rahmen von Factoringverträgen in Höhe von insgesamt 162 Mio. € verkauft. Mit diesen Programmen werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Risiken können sich aus Kündigungsrechten ergeben. vii. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar sämtlicher Abschlussprüfer von vollkonsolidierten Unternehmen für das abgeschlossene Geschäftsjahr inklusive des Honorars für die Konzernabschlussprüfung der RETHMANN SE & Co. KG teilt sich wie folgt auf:
viii. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens Gemäß Gesellschaftsvertrag wurde auf die gesondert eingerichteten Steuer-Entnahmekonten sowie die Gesellschafterkonten der Gesellschafter des Mutterunternehmens insgesamt 32 Mio. € aus dem Jahresüberschuss 2020 und dem Gewinnvortrag umgebucht. Den Steuer-Entnahmekonten wurden Beträge in der Höhe gutgeschrieben, in der die Gesellschafter mit anrechenbarer Kapitalertragsteuer und Einkommensteuerzahlungen belastet worden sind. ix. Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2020 in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Die inländischen Tochtergesellschaften, die teilweise von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch machen, sind in der Liste des Anteilsbesitzes besonders gekennzeichnet. x. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin RETHMANN Beteiligungs SE (Gezeichnetes Kapital 120.000 €) vorgenommen. Die Komplementärin wird durch ihren geschäftsführenden Vorstand vertreten. Dem Vorstand gehören an:
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß Schutzklausel des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. xi. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der RETHMANN Beteiligungs SE gehören an:
Auf die Angabe der Aufsichtsratsbezüge wird gemäß Schutzklausel des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Selm, den 10. Juni 2021 RETHMANN SE & Co. KG Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE Klemens Rethmann Ludger Rethmann Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2020
Aufstellung des AnteilsbesitzesAnteile an verbundenen Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind
* Das Tochterunternehmen macht von der Befreiung des § 264b HGB Gebrauch ** Einbeziehung aufgrund einheitlicher Leitung Nicht einbezogene verbundene Unternehmen
Die Gesellschaften sind Neugründungen, in Liquidation oder von untergeordneter Bedeutung. In Einzelfällen erfolgte eine Nichteinbeziehung von im Berichtsjahr erworbenen Unternehmen aus organisatorischen Gründen. Assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden
Bei den Gesellschaften mit einem Anteil > 50 % handelt sich mangels einheitlicher Leitung und mangels Stimmrechtsmehrheit nicht um verbundene Unternehmen. Sonstige Beteiligungen über 20% 1)
1) Die sonstigen Beteiligungen über 20% bestehen im Wesentlichen aus Gesellschaften, bei denen nach § 311 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung auf eine Bewertung nach der Equity-Methode verzichtet wird. Konzernkapitalflussrechnung 2020
Konzerneigenkapitalspiegel 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rethmann SE & Co. KG, Selm Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG, Selm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rethmann SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 11. Juni 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Dominik Walschus, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 21. Juni 2021 gebilligt. |
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