Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 509710
Vorher
Backstube Sömmerda GmbH
Eingetragen
11.12.2013
Branche
Herstellung von DauerbackwarenHerstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenEinzelhandel mit Back- und Süßwaren
Gegenstand
die industrielle Herstellung von Backwaren (auch Tiefkühlbackwaren) im Produktionswerk Bleicherode und der Vertrieb von diesen Backwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dr. Rammert
seit 2.4.2024
Geschäftsführer
Pierre Sauer
seit 2.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

25.10% identifiziert74.90% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Karlheinz Bindewald
25.10%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sonnländer Holding GmbH
Germany
7.490.000 €
74.90%
VNU Verwaltungsgesellschaft Nuthe mbH
Germany
2.510.000 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Panem Backstube GmbH

Bleicherode

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell der Panem Backstube GmbH

Die Panem Backstube GmbH ist ein etabliertes Unternehmen im Bereich der industriellen Herstellung von tiefgekühlten Backwaren. Die Herstellung dieser Produkte erfolgt in der im Jahre 2014 neugebauten und im Januar 2015 in Betrieb genommenen Betriebsstätte in Bleicherode (Thüringen), in der zunächst mit drei Produktionslinien gestartet wurde. Eine weitere Anlage kam drei Jahre später hinzu ("Werk 1") Dieser Werksteil ist bei dem Großbrand vom Mai 2022 komplett untergegangen.

Im Jahr 2021 wurde die Betriebsstätte maßgeblich erweitert. Unter dem Namen "Werk 2" kamen eine zweite Produktionshalle und ein zweites Tiefkühl- (TK) sowie ein Trocken-Lager nebst Betriebsausstattung hinzu. Diese Werkserweiterung war größtenteils nicht vom Großbrand betroffen und konnte die Produktion noch im Jahr 2022 wieder aufnehmen. Die Erweiterung lässt Platz für insgesamt vier Linien. Im Werksteil 2 wurden die Linie 5 für Laugenprodukte, die Linie 6 für MAP-Produkte sowie die Linie 7 Steinofenbaguettes und die Linie 8 für Brote betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

Konjunktur und Branchenentwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von den multiplen globalen Krisen und ihren Folgen. Auf die Corona-Pandemie folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem steigen ließ. Der im Herbst 2023 eskalierende Nahostkonflikt sorgte für neue Unsicherheit, zudem traf die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche.

Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent, während in 2022 die größte europäische Volkswirtschaft noch um 1,8 Prozent gewachsen war.

Im Jahr 2023 ging der Umsatz des deutschen Einzelhandels gegenüber 2022 inflationsbereinigt um 3,3 Prozent zurück. Der Internet- und Versandhandel, der während der Corona-Pandemie geboomt hatte, verzeichnete ein Minus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Lebensmitteln bewegten sich die realen Umsätze im Jahresverlauf in etwa auf dem im Vergleich zu den Corona-Jahren niedrigen Niveau des Jahres 2015.

Im Vergleich der Vertriebsschienen des Lebensmitteleinzelhandels überzeugten laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2023 vor allem die Discounter mit einem nominalen Umsatzwachstum von 10,3 Prozent. Aber auch die Vollsortimenter entwickelten sich mit 6,3 Prozent positiv.

Für die Brot- und Backwarenbranche sind zwei Aspekte von bemerkenswerter Bedeutung: zum einen leidet die Branche besonders unter Personalnot, da die Arbeitszeiten, Löhne und Gehälter und das Image anderer Branchen oftmals besser sind. Bereits jetzt verkürzen Lebensmittelgeschäfte und Bäckereien ihre Ladenöffnungszeiten, weil Personal fehlt. Zum anderen belasten die gestiegenen Energiepreise sowie die allgemein schwache Konsumstimmung in Folge der hohen Inflation die Ergebnisse der traditionellen Handwerksbäcker im Kleingewerbe sowie im Mittelstand. Die Nachfrageverlagerung in Richtung Lebensmitteleinzelhandel, bspw. an die Backstationen, setzte sich fort.

III. Geschäftsverlauf 2023

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren unseres Unternehmens sind der Umsatz und das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen).

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen konnte nicht an das durch Versicherungserstattungen geprägte Vorjahr heranreichen. Operativ - exklusive der Versicherungserstattungen - konnte das Ergebnis ggü. dem Vorjahr jedoch gesteigert werden. Neben den Auswirkungen des Brands wurde die Gesellschaft wesentlich operativ durch Anlauf- und Leistungsverluste stark herausgefordert.

Ereignis von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2023

Auch das Jahr 2023 wurde deutlich von den Folgen des Großbrands vom 22. Mai 2022 beeinflusst. Infolge des Großbrandes wurden die Produktionsanlagen sowie Gebäudeteile des Werkes 1 vollständig zerstört. Das Jahr 2023 war somit von dem Wiederaufbau des Werks 1 sowie einer sukzessiv steigenden Auslastung des Werks 2 gekennzeichnet.

Die laufende Abwicklung der Allgefahren-Versicherung des Unternehmens und tranchenweise Auszahlung der Versicherungsleistungen sorgten für laufende Liquidität, die für den Wiederaufbau des Werks 1 eingesetzt wurde.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderungen) im Geschäftsjahr 2023 lagen mit 76.761 TEUR um 36.225 TEUR bzw. 89 % über dem Vorjahr. Diese deutliche Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen auf den Hochlauf der Produktionsanlagen im Werk 2 nach dem brandbedingten Stillstand des Jahres 2022 sowie die weitergegebenen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie zurückzuführen. Die prognostizierte deutliche Umsatzentwicklung konnte somit erreicht werden.

Beschaffung und Kostenentwicklung

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 66 % von 25.011 TEUR auf 41.516 TEUR gestiegen. Der absolute Anstieg ist neben der gesteigerten Produktionsmenge auf Preissteigerungen an den Rohstoff- und Energiemärkten zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote hat sich von 60,6 % auf 54,5 % verringert. Hintergrund dieser Entwicklung sind die im Vorjahr notwendigen Deckungskäufe, um den Lieferverpflichtungen gegenüber dem Hauptkunden nachkommen zu können. Diese waren von einer deutlich geringeren Marge geprägt als dies bei den selbst hergestellten Backwaren der Fall ist.

Der Personalaufwand ist um 2.249 TEUR auf 14.639 TEUR angestiegen. Hintergrund hierfür ist der Aufbau von 39 Mitarbeitenden auf insgesamt 364 Mitarbeitende im Zuge des Anlagenhochlaufs sowie auf zusätzliches Personal bei den manuellen Prozessen in den Verpackungsbereichen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der deutlich gestiegenen Gesamtleistung um ca. 18,1 %-Punkte auf rd. 19,1 % der betrieblichen Gesamtleistung gesunken.

Betriebsleistung und Ergebnis vor Steuern und Zinsen

Im Jahr 2023 konnten wir mit unseren Produktionsanlagen 53.961 to Backwaren produzieren (ggü. 40.736 to im Jahr 2022). Die Betriebsleistung (Umsatz zuzüglich der Bestandsveränderung) betrug insgesamt 76.761 TEUR (Vorjahr: 40.536 TEUR). Der Anstieg des Rohertrags um 19.720 TEUR ist auf den Hochlauf der Produktionsanlage im Werk 2 zurückzuführen. Im vergangenen Jahr konnte der aus dem Brand bedingte Produktionsstopp durch Deckungskäufe kompensiert werden, was im Vorjahr zu Verkäufen mit geringeren Margen resultierte. Durch das Hochfahren der Produktion im Geschäftsjahr 2023 wurden die Deckungskäufe erheblich eingeschränkt und daher im Rohertrag wieder höhere Margen erzielt.

Die sonstigen betriebliche Erträge beliefen sich in 2023 auf 14.611 TEUR (Vorjahr: 49.330 TEUR), von denen 14.100 TEUR auf Versicherungsentschädigungen zum Ausgleich der Brandschäden entfielen (Vorjahr: 48.807 TEUR).

Im Jahr 2023 wurde unter Berücksichtigung der deutlich gesunkenen Abschreibungen ein negatives Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 6.574 TEUR (Vorjahr: +3.563 TEUR) erwirtschaftet. Damit wurde die Prognose des Vorjahres deutlich verfehlt, die einen deutlichen Anstieg gegenüber 2022 vorsah. Das Jahresergebnis zeigt einen Jahresfehlbetrag von 6.905 TEUR (Vorjahr: Gewinn von 1.985 TEUR). Ursächlich für die negative Entwicklung ggü. dem Vorjahr und gegenüber der Prognose sind neben den geringeren Erträgen aus Versicherungsentschädigungen insbesondere auch erhöhte Betriebsaufwendungen für den Hochlauf der Anlagen in Werk 2, der aufgrund einer Vielzahl an technischen Störungen über einen längeren Zeitraum gestreckt werden musste. Zudem fehlen entscheidende Hochleistungsanlagen, bspw. Weizenbrötchenanlage 1, die als Volumenträger erst im Jahr 2024 aufgeschaltet werden können.

Übersicht der betrieblichen Kennzahlen

Nachfolgend werden die betrieblichen Kennzahlen dargestellt:

Ertragslage:
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Betriebliche Gesamtleistung 76.761 100,0 40.536 100,0
sonst. betriebliche Erträge 14.611 19,0 49.330 121,7
Gesamte Betriebsaufwendungen 97.946 127,6 86.303 212,9
Betriebsergebnis -6.574 -8,6 3.563 8,8
Steuern, Zinsen 331 0,4 1.578 3,9
Jahresergebnis -6.905 -9,0 1.985 4,9
Vermögenslage:
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen 79.244 84,8 73.401 83,6
Kurzfristig gebundenes Vermögen 14.244 15,2 14.400 16,4
Vermögen insgesamt 93.488 100,0 87.801 100,0
Eigenkapital 10.471 11,2 18.766 21,4
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 73.278 78,4 53.186 60,6
Langfristiges Fremdkapital 9.739 10,4 15.849 18,0
Kapital insgesamt 93.488 100,0 87.801 100,0
Finanzlage:
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Jahresergebnis (in % der Gesamtl.) -6.905 -9,0 1.985 4,9
Abschreibungen (in % der Gesamtl.) 5.407 7,0 17.327 42,7
Cashflow (JE+Abschreibungen) -1.499 -2,0 19.312 47,6

Investitionen

Der Großbrand vom Mai 2022 zerstörte sämtliche Produktionsanlagen sowie Gebäudeteile des Werkes 1. Das Werk 2 blieb bei der Brandkatastrophe weitestgehend unbeschädigt. Es ergibt sich ein erheblicher Bedarf an Ersatzinvestitionen, der auch entsprechend in das Jahr 2023 hereinreicht. Im Geschäftsjahr 2023 wurden unter Berücksichtigung von hierfür erhaltenen Versicherungsentschädigungen insgesamt Investitionen in Höhe von 11.249 TEUR getätigt. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um den Wiederaufbau der beschädigten Gebäude inklusive technischer Infrastruktur im Werk 1 sowie um Anzahlungen für die Ersatzbeschaffung der untergegangenen Linien. Die Abschreibungen haben sich dabei um 11.921 TEUR auf 5.407 TEUR reduziert, was auf hohe außerordentliche Abschreibungen infolge des Brandes im Vorjahr zurückzuführen ist.

Bilanz und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen entspricht 83,8 % der Bilanzsumme. Der Anstieg des Anlagevermögens um 5.843 TEUR ist im Wesentlichen auf die Investitionen in Ersatzinvestitionen zurückzuführen. Die Vorräte haben sich infolge der gestiegenen Gesamtleistung um 508 TEUR auf 2.195 TEUR aufgebaut.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 2.946 TEUR (Vorjahr: 2.897 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Vorjahr noch unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden und ab dem Geschäftsjahr 2023 infolge der geänderten Eigentümerstruktur nun separat auszuweisen sind, betragen 3.512 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und sind auf offene Posten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Der Kassenbestand reduzierte sich infolge des negativen Jahresergebnisses um 5.667 TEUR.

Das Eigenkapital ist in Höhe des Jahresfehlbetrags um 6.905 TEUR und Ausschüttungen in Höhe von 1.390 TEUR gesunken und beträgt zum Abschlussstichtag 10.471 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Wesentlichen aufgrund der im Berichtsjahr vorgenommenen Tilgungen um 5.888 TEUR verringert und betragen zum Abschlussstichtag noch 41.915 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 5.291 TEUR angestiegen. Dies ist auf die wieder hochgefahrenen Produktionskapazitäten und offene Verbindlichkeiten für Anlagenkäufe im Zuge des Wiederaufbaus zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 20.323 TEUR i.W. aus Verbindlichkeiten für Deckungskäufe, da der Kunde bei anderen Lieferanten zu nachteiligen Preisen die Bedarfsmengen abdecken musste. Die vertraglichen Verpflichtungen von Panem ggü. den Kunden bestanden dennoch fort. Es besteht eine Stundungsvereinbarung, so dass die Verbindlichkeiten in den Folgejahren schrittweise bis 2029 getilgt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 7.759 TEUR sind im Wesentlichen Gesellschafterdarlehen für Investitionsprojekte.

Sonstige Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 14.897 TEUR gesunken. Dieser Effekt rührt aus der Umgliederung von den Deckungskäufen im Bilanzausweis durch die neue Anteilsstruktur. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich.

Die Gesellschaft verfügt über eine ausreichende Rahmenkreditvereinbarung in Höhe von 5 Mio. EUR zur Sicherstellung der operativen Liquidität. Zum Stichtag bestand ein Guthaben in Höhe von 2.940 TEUR. Die Kreditlinie steht künftig unverändert zur Verfügung.

Personal

Die Personalkosten betrugen im Jahr 2022 14.639 TEUR (Vorjahr: 12.390 TEUR). Die Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr durchschnittlich 364 Personen und hat sich somit um 39 Personen erhöht.

IV. Prognosebricht

Nach einem schwierigen 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) für 2024 mit leicht verbesserten Einzelhandelsumsätzen. Prognostiziert wird ein um 3,5 Prozent gestiegener Gesamtumsatz. Preisbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von einem Prozent. Der Handelsverband erwartet 2024 eine leichte gesamtwirtschaftliche Erholung bei einem anhaltend hohen Preisniveau. Der Konsum werde deshalb voraussichtlich nur moderat wachsen. Die Ursachen seien eine getrübte Stimmung und Unsicherheit bei Unternehmen und Verbraucher sowie eine weiterhin hohe Sparquote.

Mit unserer industriellen Produktion im Teilsegment tiefgekühlte Backwaren und der Erweiterung auf MAP-Produkte sehen wir gute Marktchancen und erwarten für 2024 eine gute Auslastung unserer bestehenden Kapazitäten.

Für 2024 gehen wir davon aus, dass wir unseren Umsatz entsprechend der Planung gegenüber 2023 deutlich steigern können, wobei das Betriebsergebnis aufgrund der wieder hohen Produktivität und Effizienz planmäßig deutlich höher ausfallen wird als 2023. Neben den brandbedingten Ersatzinvestitionen werden wir weitere Optimierungsinvestitionen am Standort Bleicherode vornehmen. Damit werden wir Leistung und Flexibilität des Unternehmens weiter steigern.

V. Risiko- und Chancenbericht

Risiken der künftigen Entwicklung

Im Zuge unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken durch ein angemessenes Risikomanagement-System. Wesentlicher Bestandteil des Systems sind einheitliche Vorgaben und Richtlinien für Arbeitsabläufe, kontinuierliche Durchführung von Wartungen und Instandhaltungen der Produktionsanlagen, permanente Qualitätskontrollen, monatliche Auswertung und Steuerung der Geschäftsentwicklung und Auswahl der Zulieferer. Aufgrund dieses Systems konnte und kann angemessen auf die dynamischen Herausforderungen in unserem Geschäftsumfeld reagiert werden.

Die abgeschlossenen Kreditverträge der aufgenommenen Investitionskredite sind auch mit Einhaltung von Financial Covenants (Finanzkennzahlen) verbunden. Die hierbei wichtigen Finanzkennzahlen sind "Verschuldungsgrad" und "(wirtschaftliche) Eigenkapitalquote". Für das Geschäftsjahr 2023 kann zum Testatszeitpunkt kein finales Urteil getroffen werden, ob die Financial Covenants erreicht werden, da den Banken die finale Berechnung noch nicht vorlag. Aus einer möglichen Nichteinhaltung könnten die Banken vertragliche Konsequenzen ziehen. Aufgrund der Gesamtsituation des Unternehmens und fortlaufenden Gesprächen mit den Banken geht die Gesellschaft momentan nicht davon aus, dass diese vertraglichen Konsequenzen gezogen werden. Sollte dies wider Erwarten der Fall sein, sind die gesetzlichen Vertreter davon überzeugt, mit Unterstützung der Anteilseigner alternative Wege zu finden.

Das Risiko einer verzögerten Inbetriebnahme und der damit verbundenen Ertragsreduzierung der neuen Produktionslinien wird als beherrschbar angesehen. Nachdem im Werk 2 alle vier Anlagen nunmehr in Betrieb sind, werden im Jahr 2024 die Anlagen für Weizenbrötchen und Brezeln, ggf. auch für Spezialbrötchen am Standort in Bleicherode in Betrieb gehen. Die Technik aller neuen Linien ist uns bekannt und wir gehen deshalb jeweils von einer zügigen Produktivitätssteigerung aus.

Grundsätzlich ist die Panem Backstube GmbH als Zulieferer für einen geringen Kundenstamm im Marktsegment tiefgekühlte Backwaren und MAP-Produkte mit ihrer Umsatz- und Ergebnisentwicklung stets zu 100 % von der Auftragslage und Konjunktur dieses Marktsegmentes abhängig. Das Ausfallrisiko des Hauptkunden wird aufgrund der Marktsituation im Einzelhandel sowie aufgrund der engen, vertraglichen Beziehungen zwischen der Panem Backstube GmbH und dem Kunden über die reine Kundenbeziehung hinaus, als äußerst gering eingeschätzt. Die neuen Produktionslinien im Werk 2 sowie der beschlossene Wiederaufbau von Werk 1 mitsamt Produktionsanlagen werden diese weiter stärken und darüber hinaus die produzierten Produkte weiter diversifizieren und somit unabhängiger von kurzfristigen Markttrends machen.

Ein weiteres Risiko ist die Rohstoffbeschaffung unseres Hauptrohstoffes Mehl. Um diesem Risiko zu begegnen, schließen wir Mehlkontrakte ab. Unsere jeweils ab Februar eines Jahres startenden Verkaufskontrakte sind gewöhnlich mindestens bis in die zweite Jahreshälfte mit entsprechenden Mehlkontrakten im Einkaufsbereich gegengedeckt. Wir rechnen jedoch für 2024 mit konstanten bis leicht sinkenden Preisen für Weizen- wie auch für Roggenmehl.

Die langfristig abgeschlossenen Preise für Strom und Gas liegen für 2024 über dem Vorjahresniveau, sodass wir mit weiter steigenden Kosten rechnen. Sowohl die aus Werk 2 existierenden Anlagen sowie die neu angeschafften Produktionslinien des Werks 1 unterliegen den neuesten Energiestandards und tragen somit zu einer möglichst großen Energieeffizienz bei.

Zunehmend rücken generelle IT-Risiken in den Fokus. Dem Risiko eines Produktionsausfalls durch den Ausfall der EDV-Systeme (z.B. durch Viren, Hackerangriffen o.ä.) wird mithilfe von technischen Gegenmaßnahmen begegnet.

Im Personalbereich stellt sich das Risiko des Fachkräftemangels auch für unser Unternehmen zunehmend als Herausforderung dar. Wir begegnen diesem Risiko mit einem gezielten und umfassenden Personalmanagement, welches insbesondere die Bereiche Mitarbeitergewinnung, Qualifizierung und Mitarbeiterzufriedenheit umfasst. Hierfür wurden u.a. zusätzliche externe Arbeitsvermittlungen aktiviert, um insb. internationale Arbeitskräfte für Panem zu gewinnen.

Abschließend stellen wir fest, dass bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft derzeit nicht erkennbar sind.

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft wird weiterhin zusammen mit dem Hauptkunden wie vertraglich vereinbart zusammenarbeiten.

Die Panem Backstube GmbH hat viele hochwertige und innovative Produkte entwickelt. Das Verfahren, vorgegarte Teiglinge zu produzieren, welche erst in den Filialen gebacken werden, führt zu einer höheren Produktqualität, sowie einer höheren Effizienz in der Logistik. Der Ausbau der Produktion ermöglicht eine effizientere Produktion, insbesondere auf den neuen Linien, und eine größere Möglichkeit der Produktionsvielfalt. Markttrends können besser bedient werden und zusätzliche Marktsegmente bieten die Chance für weiteres Wachstum und Stabilität.

 

Bleicherode, den 5. April 2024

gez. Pierre Sauer, Geschäftsführer

gez. Dr. Markus Rammert, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Panem Backstube GmbH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.537,08 111.637,12
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 94.537,08 111.637,12
II. Sachanlagen 79.149.296,87 73.289.127,84
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.732.812,32 15.236.062,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.915.929,48 38.768.118,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 887.948,28 750.056,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.612.606,79 18.534.889,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.194.697,78 1.687.159,75
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.159.205,78 1.237.250,09
2. Fertige Erzeugnisse 1.035.492,00 449.909,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.067.441,15 3.953.440,23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.945.515,81 2.896.860,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.512.082,99 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 183.983,74 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.425.858,61 1.056.579,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.939.513,56 8.606.096,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.995,96 79.720,50
D. Aktive latente Steuern 0,00 73.426,00
SUMME AKTIVA 93.488.482,40 87.800.608,38

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.471.481,91 18.766.445,25
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 7.376.866,25 0,00
III. Gewinnvortrag 0,00 6.781.332,93
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -6.905.384,34 1.985.112,32
B. Rückstellungen 3.086.207,67 1.391.147,57
1. Steuerrückstellungen 116.059,00 568.191,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.970.148,67 822.956,57
C. Verbindlichkeiten 79.930.792,82 67.343.015,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.914.742,00 47.802.634,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.033.453,82 3.742.370,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.322.811,47 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.759.123,84 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 900.661,69 15.798.011,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 300.000,00
SUMME PASSIVA 93.488.482,40 87.800.608,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der Panem Backstube GmbH

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 76.175.516,89 41.245.481,59
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 585.582,34 -709.372,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.610.761,42 49.329.636,98
4. Materialaufwand 41.515.667,19 25.010.725,55
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.345.939,54 24.810.533,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 169.727,65 200.192,06
5. Personalaufwand 14.638.579,14 12.390.062,89
a) Löhne und Gehälter 12.020.196,17 10.268.024,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.618.382,97 2.122.037,99
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.406.518,31 17.327.211,87
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.385.348,50 31.575.280,02
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34,09 105,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 696.130,59 638.172,47
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -378.705,85 871.962,99
11. Ergebnis nach Steuern -6.891.643,14 2.052.435,30
12. Sonstige Steuern 13.741,20 67.322,98
13. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -6.905.384,34 1.985.112,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Panem Backstube GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 509710 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Bleicherode.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB angewandt. Darüber hinaus wurden die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags beachtet.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften der §§ 265 ff. HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Grundsätze des Bilanzzusammenhangs, der Unternehmensfortführung, der Einzelbewertung, das Vorsichts- und Imparitätsprinzip, die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen sowie der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurden beachtet.

Im Berichtsjahr wurden in der Handelsbilanz Anpassungen aus den Feststellungen einer steuerlichen Außenprüfung berücksichtigt.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

- Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

- Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in einer Bandbreite von 3 bis 33 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe / Nutzungsdauern:

Gebäude bauliche Betriebsvorrichtungen: 15 bis 33 Jahren
Technische Anlagen und Maschinen: 6 bis 19 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 20 Jahren

- Für Zugänge werden die Abschreibungen zeitanteilig (pro rata temporis) berechnet.

- Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00) werden in Anlehnung an die gesetzliche Vorschrift des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

- Wirtschaftsgüter der Anschaffungsjahre 2018, 2021, 2022 und 2023 mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden als "Sammelposten Geringwertige Wirtschaftsgüter" erfasst und in Anlehnung an die gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EstG (a. F.) über 5 Jahre linear abgeschrieben.

- Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen (Rabatte, Skonti, Boni) bewertet.

- Die Fertigerzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden sowohl die Einzelkosten als auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.

- Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

- Der Ansatz des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalbetrag.

- Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen des Geschäftsjahres, die wirtschaftlich nachfolgenden Jahren als Aufwand zuzurechnen sind.

- Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

- Das Eigenkapital ist ebenfalls mit dem Nennwert angesetzt.

- Allen am Abschlussstichtag bestehenden Risiken, soweit sie bei der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbar waren, ist durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr, deshalb wurde keine Abzinsung nach § 253 Abs. 2 HGB vorgenommen. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags sind zukünftige Kosten- oder Preissteigerungen zu berücksichtigen.

- Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

4. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter des Vorjahres beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden insbesondere für Software-Servicegebühren, Versicherungsbeiträge, Mietvorauszahlungen und Wartungskosten gebildet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert in der Höhe von TEUR 10.000 angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Der Gewinnvortrag hat sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt entwickelt:

EUR
Stand 31.12.2022 6.781.332,93
Zzgl. Jahresüberschuss Vorjahr 1.985.112,32
Abzgl. Einstellung Gewinnrücklagen -7.376.866,25
Abzgl. Gewinnausschüttung 2022 -1.389.579,00
Stand 31.12.2023 0,00

Entsprechend den Vorgaben des Gesellschaftsvertrages wird der Jahresüberschuss des jeweiligen Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt und nicht als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinnvortrag der Vorjahre wurde zur Erfüllung der satzungsmäßigen Vorgaben in 2023 ebenfalls in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und für Gewerbesteuer wurden nicht gebildet. Die Rückstellungen für Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag aus dem VJ in Höhe von TEUR 452 wurde aufgelöst, da ein Verlustrücktrag geltend gemacht wird.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.678; im Vorjahr TEUR 465), Urlaubsverpflichtung (TEUR 196; im Vorjahr TEUR 219), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 43; im Vorjahr TEUR 36), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 48; im Vorjahr TEUR 29), sowie übrige rückstellungspflichtige Sachverhalte in Höhe von TEUR 1.005 (im Vorjahr TEUR 74).

Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahren
EUR
über 5 Jahren
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.914.742,00 6.590.006,00 25.585.824,00 9.738.912,00
Vorjahr 47.802.634,00 6.367.734,00 25.585.824,00 15.849.076,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.033.453,82 9.033.453,82 0,00 0,00
Vorjahr 3.742.370,29 3.742.370,29 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 7.759.123,84 2.902.923,84 4.856.200,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 20.322.811,47 4.060.721,92 16.262.089,55 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 900.661,99 900.661,99 0,00 0,00
Vorjahr 15.798.011,27 15.798.011,27 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Raumsicherungsübereignungen der Produktionsanlagen sowie durch eine Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 20.000 am Standort Kirchhagenscher Weg 1, 99752 Bleicherode gesichert.

Umsatzerlöse

Sämtliche Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde bzw. neutrale Aufwendungen in Höhe von TEUR 271, welche im Wesentlichen auf Berufsgenossenschaftsbeiträge des Vorjahres (TEUR 25) und auf sonstige Rechnungen des Vorjahres (TEUR 124) entfallen.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 14.100 enthalten. Die außerordentlichen Erträge des Berichtsjahres resultieren in voller Höhe aus Entschädigungen der Versicherung aufgrund des Brandschadens in Werk I aus dem Jahr 2022. Darüber hinaus sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 9.029 enthalten. Diese betreffen Deckungskäufe durch Kunden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Auflösung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 73 (i. Vj. Bildung von 310 TEUR) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen für das Geschäftsjahr 2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 476.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzte sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 345 293
Angestellte 19 32
Gesamt 364 325

Sonstige Angaben

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen stellen sich wie folgt dar:

2022 Verkäufe
in TEUR
Einkäufe
in TEUR
EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg 40.948 15.746
EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH, Hamburg - 4.060
EDEKA Versicherungsdienst Vermittlungs-GmbH, Hamburg - 239
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg - 4.401
coolback Hoppegarten GmbH, Hoppegarten 350 160
coolback GmbH, Nuthe-Urstromtal 2.469 7.506
coolback diet GmbH, Luckenwalde 93 27
2023 Verkäufe
in TEUR
Einkäufe
in TEUR
EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg 72.504 1.089
EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH, Hamburg - 3.461
EDEKA Versicherungsdienst Vermittlungs-GmbH, Hamburg - 336
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg - 6.624
coolback Hoppegarten GmbH, Hoppegarten 9.730 8.244
coolback GmbH, Nuthe-Urstromtal 2.268 6.818
coolback diet GmbH, Luckenwalde 89 -

Geschäftsführung

Gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Pierre Sauer, Burgau (ab Dezember 2023), sowie Herr Dr. Markus Rammert, Hamburg (ab Dezember 2023).

Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 werden der Gesellschaft vom Abschlussprüfer Honorare von insgesamt TEUR 21 (im Vorjahr TEUR 16) berechnet, die in voller Höhe auf die Abschlussprüfungsleistungen entfallen.

Unterlassen von Angaben

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Konzernverhältnisse

Die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 6.905.384,34 ab. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens der Panem Backstube GmbH im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 581.207,38 13.700,00 0,00 0,00 594.907,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.301.207,64 8.185,00 0,00 0,00 17.309.392,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.053.658,22 -7.709.931,49 17.509.394,32 0,00 53.853.121,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.767.541,18 350.221,83 0,00 -104.453,21 2.222.216,22
4. Geleistete Anzahlungen 18.534.889,71 18.587.111,40 -17.509.394,32 0,00 19.612.606,79
81.657.296,75 11.235.586,74 0,00 -104.453,21 92.997.336,70
Gesamtsummen 82.238.504,13 11.249.286,74 0,00 -104.453,21 93.592.244,08
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 469.570,26 30.800,04 0,00 500.370,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.065.144,68 511.435,64 0,00 2.576.580,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.285.539,80 4.651.651,77 0,00 9.937.191,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.017.484,43 212.630,86 -104.152,65 1.334.267,94
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.368.168,91 5.375.718,27 -104.152,65 13.848.039,83
Gesamtsummen 8.837.739,17 5.406.518,31 -104.152,65 14.348.410,13
Buchwert
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 94.537,08 111.637,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.732.812,32 15.236.062,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.915.929,48 38.768.118,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 887.948,28 750.056,75
4. Geleistete Anzahlungen 19.612.606,79 18.534.889,71
79.149.296,87 73.289.127,84
Gesamtsummen 79.243.833,95 73.400.764,96

 

Bleicherode, 5. April 2024

gez. Pierre Sauer, Geschäftsführer

gez. Dr. Markus Rammert, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Panem Backstube GmbH, Bleicherode

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Panem Backstube GmbH, Bleicherode, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Panem Backstube GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 10. April 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Thomas Wülfing, Wirtschaftsprüfer

gez. Torben Rohland, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 9. Januar 2025 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 6.905.384,34 ab. Dieser wird ins neue Jahr vorgetragen.

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