Nutjob GmbH
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Günther Carsten Thomas Hasselmann seit 6.3.2020 | Geschäftsführer |
Michael Wilhelm Berghorn seit 18.10.2018 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mayntz GmbHEystrupKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht 2021I. Darstellung zum GeschäftsverlaufDer Mayntz-Konzern entwickelte sich aus einem 1888 von Friedrich Göbber gegründeten Unternehmen, der heutigen Göbber GmbH. In 2006 übernahm Michael Mayntz in vierter Generation die Rolle des geschäftsführenden Gesellschafters der familiengeführten Mayntz-Gruppe von seinem Vater. In 2013 übergab schließlich Michael Mayntz die Geschäftsführung vollständig an ein familienfremdes Managementteam. Die Mayntz-Gruppe stellt Konfitüren, Fruchtsirupe, Fruchtfüllungen, Fruchtaufstriche, vegane Produkte her und bereitet Honig auf. Das Unternehmen liefert Produkte an den Lebensmitteleinzelhandel ("LEH"), den Großhandel, das Bäckerhandwerk sowie die Backindustrie. 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die globale Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie trafen Gesellschaft und Wirtschaft im Jahr 2021 gleichermaßen. Die deutsche Wirtschaft befand sich in einem gebremsten konjunkturellen Aufschwung. Das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts betrug +2,9%, nach einem Rückgang von -4,9% im Vorjahr. Mit den im Frühsommer 2021 vollzogenen Lockerungen nahm die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich an Fahrt auf, wurde aber im weiteren Jahresverlauf von Lieferengpässen und neuen Einschränkungen infolge der vierten Corona-Welle wieder gebremst 1 . Der Arbeitsmarkt konnte sich 2021 gegenüber dem Vorjahr wieder erholen, so ist insbesondere die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse gestiegen. Weil die Zahl der geringfügig Beschäftigten und die der Selbstständigen jedoch zurückgingen, blieb die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt mit rund 44,91 Millionen auf dem Niveau des Vorjahres 2 . Auch im zweiten Jahr der Pandemie wurde der Arbeitsmarkt erheblich durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt, wobei die Inanspruchnahme gegenüber 2020 deutlich abgenommen hat. Während die Kurzarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt 2020 noch bei 2,94 Millionen lag, reduzierte sie sich im Jahr 2021 auf rund 1,85 Millionen. Dank dieser Maßnahme konnte ein leichter Rückgang der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um -0,2%-Punkte auf 5,7% erreicht werden. Dies entspricht einer Veränderung der Arbeitslosenzahl um -82.000 3 . Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) +0,7 % und nominal (nicht preisbereinigt) +2,9 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Der Umsatz des Einzelhandels mit Lebensmittel, Getränken und Tabakware (nur stationärer Handel) reduzierte sich hingegen real um -1,1%, während er nominal um +0,8% wuchs 4 . Die Marktforscher der GfK SE weisen ein Umsatzwachstum schnelldrehender Konsumgüter (FMCG, inkl. Frischeprodukte und Fachhandel) von 1% aus, welches ausschließlich aus dem ersten Quartal resultiert ("Lockdown"). Wesentlicher Treiber der Entwicklung ist der Online-Handel, der mit 19% wachsen konnte und damit mehr als die Hälfte des gesamten Wachstums ausmachte 5. Der Trend zum Online-Shopping wurde durch die Corona-Pandemie weiter beschleunigt, damit einher geht auch die rückläufige Entwicklung der Shopping-Trips bzw. Einkaufsakte der Verbraucher (2021: 222 vs. 2020: 235) 5 . Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt um 3,1% erhöht, einen solchen Anstieg hat es seit fast 30 Jahren nicht mehr gegeben. Als Ursache sind Basis-Effekte durch niedrige Preise im zweiten Halbjahr 2020 (u.a. durch reduzierte Mehrwertsteuersätze) sowie krisenbedingte Effekte wie Lieferengpässe und Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen zu nennen. Verteuert haben sich insbesondere Energie (+10,4%) und Nahrungsmittel (+3,2%), diese Entwicklung hat sich gerade zum Ende des Jahres 2021 noch einmal verschärft. So stiegen die Preise für Energie im Dezember 2021 um +18,3% und die für Nahrungsmittel um +6,0% 6 . 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die COVID-19 Pandemie und ihre Auswirkungen auf das Kauf- und Konsumverhalten haben sich in unterschiedlichem Umfang auf die einzelnen Geschäftsbereiche der Mayntz GmbH ausgewirkt, in Summe reduzierte sich der Umsatz um -5,4%. Das Geschäft mit den Produkten der Marke "GLÜCK" (Fruchtaufstrich und Honig) profitierte vom Trend zu hochwertigen Markenartikeln im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und wuchs um +31,1%. Wie bereits in den Vorjahren war "GLÜCK" erneut die Marke mit dem höchsten Umsatz-Wachstum innerhalb der Kategorie Konfitüre im LEH 7 . Im Geschäftsbereich "Discount/Handelsmarke" wurde ein Umsatzrückgang von -12,5% verzeichnet. Ursächlich für diese Entwicklung waren die allgemeine Absatzschwäche von Handelsmarken in der Pandemie sowie ein intensivierter Wettbewerb auf Anbieterseite. Der Umsatz im Segment des Backhandwerks und der Kunden der Lebensmittelindustrie wuchs aufgrund der Ausweitung des Geschäfts mit einigen Großkunden um +8,3%. Das Geschäft im Food Service-Kanal (Kunden der Gemeinschaftsverpflegung, Hotellerie und Gastronomie) litt - wie bereits im Vorjahr - auch im Jahr 2021 maßgeblich unter den pandemiebedingten Einschränkungen, der Umsatz reduzierte sich um -13%. Die Umsatzerlöse der im Konzern berücksichtigten Happy Cheeze sowie der honeypie & henry konnten aufgrund der Auswirkungen der Corona Pandemie die ambitionierten Erwartungen noch nicht komplett erfüllen. Dennoch stieg der Umsatz bei Happy Cheeze gegenüber dem Vorjahr deutlich an (+ 49,9%). 3. Produkte / Sortimentsentwicklung Im Bereich Fruchtzubereitungen und Honig verfügt die Mayntz GmbH über ein sehr vielfältiges Sortiment, welches genau auf die Anforderungen unterschiedlicher Kundengruppen und Verwender ausgerichtet ist. Mit dem Sortiment der Marke "GLÜCK" werden qualitäts- und genussorientierte Verbraucher mit Produkten der Warengruppen Konfitüre und Honig angesprochen. Mit dem bewährten Konzept einer emotionalen Markenführung in Verbindung mit einem ansprechenden Glaskonzept konnte "GLÜCK" auch im Jahr 2021 an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen, innerhalb der Kategorie Konfitüre wurde die Position 3 im Umsatzranking der einzelnen Marken erreicht und gefestigt 7. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren u.a. der gezielte Ausbau der Käuferreichweite, die regelmäßige Aktivierung über attraktive Themen-Promotions sowie eine zielgerichtete Marken-Kommunikation über digitale Kanäle. Das im Geschäftsbereich "Discount/Handelsmarke" angebotene Sortiment umfasst die für einzelne Handelspartner exklusiv entwickelten und produzierten Private Label Produkte (Handelsmarken). Ergänzt werden hier Standard-Artikel in Dauerlistung um zum Teil innovative und qualitativ höherwertige Aktionssortimente, die die Sortimentsattraktivität erhöhen. Im Geschäft mit professionellen Verwendern (B2B) bietet die Mayntz GmbH sowohl Markenartikel als auch Private Label-Sortimente an. Als Spezialist für süße Aufstriche aller Art (Konfitüre, Honig, Nuss-Nougat-Creme, Rübenkraut) ist die Mayntz GmbH ein etablierter Lieferant des deutschen Food Service Handels, welcher die unterschiedlichsten Verwender im Bereich der Gemeinschaftsgastronomie beliefert. Die angebotenen Formate (vorverpackte Portionen, Glasware, Eimerware zur losen Portionierung) decken alle Bedarfe der Großverbraucher ab. Mit der Einführung einer palmölfreien Nuss-Nougat-Creme hat die Mayntz GmbH im Jahr 2021 eine Vorreiter-Position im Markt der Portionspackungen eingenommen. Die den Kunden der Lebensmittelindustrie und des Bäckerei-Handwerks zur Weiterverarbeitung angebotenen Spezialsortimente sind in einem hohen Maße individualisiert. Für eine erfolgreiche Entwicklung der Kundenbeziehungen sind umfassende Entwicklungskompetenzen, beständig hohe Produktqualitäten und eine ausgeprägte Innovationskraft ebenso wichtig wie die uneingeschränkte Verlässlichkeit in der Betreuung und Belieferung. Der Vertrieb des Produktsortiments der Happy Cheeze, welches vegane Käse- und Milchalternativen umfasst, wurde in 2021 im Lebensmitteleinzelhandel ausgebaut. Weiterhin werden die Produkte zum großen Teil über den Onlinehandel sowie Biofachmärkten und Reformhäusern vertrieben. 4. Beschaffung Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von zum Teil erheblichen Preiserhöhungen bei allen relevanten Fruchtsorten. Begleitet wurde dieser Umstand von einer Unterversorgung am Markt in Folge von witterungsbedingten Missernten infolge des Klimawandels, einer Rezession bei dem Ausbau der Anbauflächen und global verändertem Nachfrageverhalten in Folge der Corona-Pandemie. Hinzu kam eine drastische Erhöhung der Frachtraten insbesondere aus Asien. Im Geschäftsjahr 2021 lag somit die Nachfrage- oberhalb der Angebotsmenge. Trotzdem konnten die Unternehmen der Mayntz-Gruppe die sich aus den Verkaufskontrakten ergebenden Bedarfe aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit den Lieferanten in den Anbauländern weitestgehend decken. Im Bereich Honig setzte ebenfalls eine Trendwende im Preis ein. Nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit ausgeglichenem Angebots- und Nachfrageverhältnis, führten verschiedene Einflüsse zu preislichen Verwerfungen im Berichtsjahr. Zu nennen sind dabei vor allem die erhöhte Nachfrage von Kunden aus den USA im Zusammenhang des Anti-Dumping-Cases der USA, schlechtere Erntemengen aus Hauptlieferländern (Argentinien, Brasilien, Mexiko) und der sinkende EUR/USD-Wechselkurs 8 . Insbesondere der Anti-Dumping-Case, welcher Ende des 1 Quartals 2021 bekannt und im 4. Quartal umgesetzt wurde, führte zu einer stark erhöhten Nachfrage in für die Mayntz-Gruppe wichtigen Lieferländern wie Argentinien und Ukraine. Während sich die USA dieser Märkte in der Vergangenheit nur untergeordnet bediente, führten Strafzölle gegen Lieferländer wie Indien und Vietnam nun zu erhöhter Nachfrage aus den USA. Ebenfalls stieg der Preis für Zucker. Hauptsächlich begründet war dies in geringeren Lagerbeständen bei den Erzeugern, schlechteren Erträgen infolge von Wettereinflüssen und einer starken Unterstützung durch ebenfalls hohe Preise alternativer Süßungsmittel wie Glukosesirup 9 . Infolge der Corona-Pandemie stiegen zudem die Preise der wesentlichen Verpackungsmaterialien deutlich an. Wellpappe - getrieben durch den coronabedingt boomenden Versandhandel - erreichten historische Höchststände 10 . Ebenfalls betroffen waren auch Verpackungsmaterialien hergestellt aus Blech (Verschlüsse) als auch Verpackungen auf PP und PET-Basis (Folien, Eimer, Honigspender). Diese stiegen aufgrund weltweiter Nachfrage ebenfalls stark an 11 . Langfristige Vereinbarungen mit Lieferanten aus der Verpackungsbranche und transparente Preisanpassungsmechanismen relativierten die absoluten Preisänderungen für unser Unternehmen. Zeitverzögert ergaben sich dennoch im Jahr 2021 negative Kosteneffekte. Der Trend setzt sich auch im Jahr 2022 fort. Trotz steigender Preise wurden nahezu alle Verträge durch die Lieferanten vollständig erfüllt. 5. Investitionen Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen im Jahr 2021 betrug insgesamt T€ 3.967. Hiervon entfielen im Wesentlichen T€ 2.285 auf die Produktionsanlagen im Herstell- und Abfüllbereich, T€ 585 auf Grundstücke und Bauten, T€ 174 auf das technische Grundstücks- und Gebäudemanagement inkl. Energieversorgung und T€ 160 auf den Versand- und Logistikbereich sowie T€ 527 auf IT und EDV. Schwerpunkte der Investitionen waren Anlagen für den Herstell- und Abfüllbereich sowie für den Bereich der Energieversorgung und des Gebäudemanagements. Ebenso wurden Investitionen getätigt, um die bestehenden Produktqualitäten zu verbessern und die Verluste zu reduzieren. In 2021 hat die Gruppe ihr Beteiligungsportfolio an Food-Start-Up Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von T€ 1.208 weiter ausgebaut. Für 2022 sind weitere Investitionen in neue Prozesstechnologien, neue Produkte und Verpackungslösungen, aber auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative eine Erweiterung der Ladesäulenkapazität für die E-Mobilität geplant. Ebenfalls werden in diesem Zusammenhang Projekte zur Energieeffizienz und -einsparung geplant, projektiert und umgesetzt. Im Rahmen der Primärenergieversorgung wird zur Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Energieträgern (Gas) die Aufstellung einer Photovoltaikanlage geprüft und die Rentabilität bewertet. 6. Personal und Sozialbereich Die Mayntz GmbH beschäftigte im Konzern im Jahresdurchschnitt insgesamt 407 Mitarbeitende, bzw. 394 Mitarbeitende ohne Azubis. Damit ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Zum Jahresende 2021 waren ohne Berücksichtigung der Rentner, aber einschließlich aller Auszubildenden, 278 Mitarbeiter und 124 Mitarbeiterinnen, also insgesamt 402 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Das Jahr 2021 war erneut durch die Covid-19 Pandemie stark von einem aktiven Krisenmanagement (Task Force) und daraus abgeleiteten umfangreichen Maßnahmenplänen geprägt. Diese Task Force wurde im März 2020 eingerichtet, die seitdem wöchentlich die aktuelle Lage beurteilte und daraufhin die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter sowie Sicherstellung der Produktion festlegte. Durch die betrieblichen Verhaltensregeln sowie das verantwortungsvolle und umsichtige Handeln konnte eine Ansteckung unter den Mitarbeitern und eine Beeinträchtigung der Produktions- und Lieferfähigkeit vermieden werden. Der zum 31.12.2019 aufgekündigte Entgelttarifvertrag der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie in Niedersachsen wurde erst am 26.02.2020 rückwirkend zum 01.01.2020 ersetzt. Die Tarifentgelte für die Beschäftigten wurden zunächst zum 01.11.2020 um 2,5 % erhöht. Zum 01.03.2021 wurden die Tarifentgelte um weitere 2,3% angehoben. 7. Qualität Oberstes Ziel unseres Unternehmens ist es, Produkte von höchster und beständiger Qualität nach den aktuellen Lebensmittelsicherheits-Standards herzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, unterliegt unser seit Jahren gelebtes Qualitätsmanagementsystem sowohl einer ständigen externen Überwachung als auch einem umfangreichen System interner Kontrollen. Daher fanden auch im Geschäftsjahr 2021 Audits, sowohl durch externe Zertifizierungsstellen als auch durch Behörden sowie durch unsere internen Auditoren statt. Bedingt durch die Corona-Pandemie jedoch zum Teil in geänderter Form. Im Jahr 2021 wurde zudem ein unangekündigtes Kundenaudit (November 2021) durchgeführt. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde die Zertifizierung nach dem Qualitätsmanagement-Standard des europäischen Einzelhandels, IFS Food, im Rahmen eines zweitägigen, unangekündigten Audits durchgeführt. Hierbei wurde erneut das Niveau Higher Level erreicht und das Ergebnis der Vorjahre bestätigt. Die Hinweise und durch die Auditoren und Institute festgestellten Abweichungen aus allen Audits wurden systematisch aufgenommen und die sich daraus ergebenden Korrekturmaßnahmen sofort umgesetzt bzw. projektiert. Über die Audits hinaus, tragen sowohl der jährlich erstellte Management-Review des Bereichs QM sowie die monatlichen Auswertungen der Kennzahlen zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess bei. Das bei der Mayntz-Gruppe bestehende Qualitätsmanagement-System wurde mit Unterstützung der QS auch in den konsolidierten Food-Start-Ups implementiert. 8. Forschung und Entwicklung Auch 2021 lag ein bedeutender Fokus im Bereich der Entwicklung von kosteneffizienten und gleichzeitig qualitativ hochwertigen Rezepturen, welche in einem sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbsumfeld die Profitabilität des Unternehmens sicherstellen. Auch durch diese Innovationen und Optimierungen ist es gelungen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. Es ist gelungen die Arbeit der Produktentwicklung auch während der Pandemie durchgehend und sicher fortzuführen und eine hohe Anzahl von neuen Produkten zu testen oder als Erstproduktionen zu finalisieren. 9. Ökologie/Umweltschutz Der notwendige Antrag zur Erneuerung der gehobenen Erlaubnis zur Brunnenwasserförderung nach Wasserrecht ist in 2019 fertiggestellt und mit den umfangreichen Anlagen eingereicht worden. In 2020 wurden die Stellungnahmen der in dem Entnahmegebiet vorhandenen Anwohner, Betriebe und sonstigen Interessengruppen bearbeitet. Durch die allgemein getroffenen Einschränkungen ab März durch die Corona-Pandemie im öffentlichen Leben und in der Wirtschaft, dauert auch die Bearbeitung des Antrages bei den zuständigen Behörden offensichtlich länger. Nach Ablauf der bestehenden Erlaubnis zur Förderung von Brunnenwasser im April 2019 wurde diese inzwischen zum zweiten Mal bis April 2022 verlängert, so dass auf dieser Grundlage weiterhin legal Brunnenwasser gefördert werden kann. Das Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001:2018 wurde erfolgreich im Mai nach der neuen Norm rezertifiziert. Des Weiteren wurde eine Studie zur werksinternen Abwassersituation erstellt und erste Maßnahmen eingeleitet. Eine weitere Studie zur externen / internen Abwasserbehandlung in Zusammenarbeit mit der Kommune wurde in 2021 vorgestellt, um auch hier eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige Abwasserbehandlung für unser Unternehmen und die Kommune sicherzustellen. Die NH 3-Kälteanlage wurde einer sicherheitstechnischen Prüfung durch einen Sachverständigen im Sinne des § 29a BImSchG und der Prüfung einer Anlage mit wassergefährdenden Stoffen (WHG § 62, AwSV) unterzogen. Aus Sicht des Sachverständigen bestehen keine sicherheitstechnischen Bedenken gegen den Weiterbetrieb der Kälteanlage. Die nächste wiederkehrende Prüfung ist für Juli 2023 angesetzt worden. Die bestehende Genehmigung nach BImSchG musste in diesem Jahr nicht erweitert bzw. angepasst werden. 10. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Unter der Projektbezeichnung "Grüner Faden" wurde in 2020 eine umfassende Nachhaltigkeitsinitiative gestartet, die in 2021 u.a. mit der Definition einer Wesentlichkeitsmatrix und eines Ziel- und Maßnahmenplans fortgeführt wurde. Ziel ist eine Zertifizierung nach dem ZNU (Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung) -Standard im Jahre 2022. Hervorzuheben im Rahmen dieses Projektes sind bisher die Projekte Einsparung von Frischwasser, energie- und kostenoptimierte Umstellung des Blockheizkraftwerks und Wärmerückgewinnung aus der Drucklufterzeugung. Des Weiteren fand ein Umbau und die Fertigstellung des Göbber Marmeladen (Werkverkaufs) unter klimaschonenden Aspekten und dem Einsatz von Photovoltaik-Technologie statt. Verschiedene Verpackungslösungen wurden optimiert und fast der komplette Papierverbrauch in der Produktion und Verwaltung auf nachhaltige Materialien umgestellt. Der Konzern hat sein Beteiligungsengagement über das 100-prozentige Tochterunternehmen Evolution 4 Food GmbH im Bereich Food-Start-Ups in 2021 weiter ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2021 hat die steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 begonnen und dauert noch an. II. Darstellung der Lage1. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.741 auf T€ 92.545 gestiegen. Neben dem durch den Aufbau von Unternehmensbeteiligungen gestiegenen Anlagevermögen auf T€ 27.956 (2019: T€ 26.845), erhöhte sich auch das Umlaufvermögen, u.a. durch deutlich höhere Vorratsbestände T€ 49.782 (2020: T€ 41.196). Dies ist im Wesentlichen durch gestiege Rohwarenpreise begründet. Demgegenüber stehen die um T€ 7.229 deutlich geringeren liquiden Mittel, sowie um T€ 4.614 erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten u.a. aufgrund der Finanzierung der höheren Vorratsbestände. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit T€ 5.730 (2020: T€ 6.950) unter dem Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände auf insgesamt T€ 5.633 gegenüber dem Vorjahreswert (2020: T€ 3.844) begründet sich im Wesentlichen durch Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Lieferanten. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund der nicht mehr notwendigen Drohverlustrückstellung für USD-Devisentermingeschäfte und geringeren ungewissen Schulden vermindert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.252 auf T€ 13.053, auch bedingt durch erhöhte Vorratsbestände. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich, hauptsächlich begründet durch das stille Factoring, um T€ 458 auf T€ 1.650. 2. Finanzlage Kreditlinien standen von den Hausbanken in ausreichender Höhe zur Verfügung. Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich um T€ 4.614 auf T€ 33.775, dem liquide Mittel über T€ 2.308 gegenüberstehen. Die höheren Vorratsbestände, denen gesunkene Forderungen und liquide Mittel gegenüberstehen, führten zu einem gestiegenen Umlaufvermögen um T€ 2.638 auf T€ 64.165. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit gemäß DRS 21 beträgt im Jahr 2021 T€ -5.234 (2020: T€ -5.738) Im Verhältnis der Verwendung der Darlehensmittel sind die Kreditlinien in kurz- und langfristige Tranchen aufgeteilt und in Anspruch genommen worden. Durch abgeschlossene Zinssicherungsgeschäfte für die Kreditlinien ist das aktuell günstige Zinsniveau gesichert. 3. Ertragslage Die Ertragslage entwickelte sich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, konnte die Planung für das Geschäftsjahr jedoch deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse sanken im Wesentlichen volumenbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 5,4% auf T€ 187.155. Davon entfielen 2,1% auf die Beteiligungsunternehmen. Der Materialaufwand verringerte sich absatzbedingt um 3,1% auf T€ 126.932, wobei preisbedingt die Materialeinsatz-Quote (Materialaufwand/Betriebsleistung) im Vergleich zum Vorjahr leicht zunahm (2021: 67,2%; 2020: 66,3%). Die sonstigen betrieblichen Erträge befinden sich mit T€ 3.011 über dem Vorjahresniveau. Dazu trugen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen bei. Die Erhöhung des Personalaufwands um T€ 855 ist zum großen Teil auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze, insbesondere auch bei den Beteiligungsunternehmen, einen Anstieg bei den Vergütungen, sowie höheren personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen. Der Personalaufwand lag ebenfalls über dem der Planung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um T€ 1.424 im Wesentlichen durch die geringeren Aufwände durch Währungskursverluste sowie für Werbe- und Marketing, Rechts- und Beratungskosten. Gegenläufige Effekte waren bei höheren Abwasser-, externen Personal- sowie Wartung- und Instandhaltungskosten festzustellen. Ferner wurden weiterhin konsequent -wie in den Vorjahren- die Miet- und Leasingkosten reduziert. Das Finanzergebnis liegt durch erhöhte Zinsaufwendungen um T€ 123 unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern hat sich durch Mengen- und Margenverluste insbesondere im wettbewerbsintensiven Handelsmarkengeschäft um T€ 3.944 verringert. Zudem wird das Ergebnis durch erwartbare Anlaufverluste im Zusammenhang mit den neuen Beteiligungen belastet, deren eingetretene Wertsteigerungen bilanziell jedoch nicht berücksichtigt werden können. Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von T€ 3.544, der somit um T€ 2.255 unter dem Vorjahr liegt. Die Vorjahresprognose, die von einem deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Konzernjahresüberschuss ausging, konnte trotz der negativen Effekte aus den Beteiligungen deutlich übertroffen werden. III. Risiko- und ChancenberichtDie Überwachung und Kontrolle des laufenden Geschäfts ist einem umfassend organisierten Controlling übertragen, dessen Berichterstattung direkt an die Geschäftsführung erfolgt. Rechtliche Risiken: Mögliche Risiken aus dem Steuerrecht und anderen Rechtsgebieten werden durch die kontinuierliche externe steuerrechtliche und sonstige rechtliche Beratung abgesichert. Mit Einführung eines Honig-Sortiments unter der Marke GLÜCK wurde das in der Kategorie Konfitüre sehr erfolgreiche Markenkonzept seit Ende 2019 auf die Kategorie Honig übertragen. Unter der Marke 'Liebee' hat der Wettbewerber Fürsten-Reform wenig später gleichfalls ein Honig-Sortiment eingeführt, welches im Gesamteindruck eine vollständige Nachahmung des GLÜCK-Sortiments darstellt. Die Friedrich Göbber GmbH hat sich gegen diese Kopie sowohl im Eilverfahren als auch im nachfolgenden Hauptsacheverfahren erfolgreich gewehrt. In der Folge führte der Wettbewerber mehrere Abwandlungen in der Produktgestaltung des Liebee-Sortiments durch, die das Design zwar vom Original entfernten, gegen die aber ebenfalls juristisch vorgegangen wird. In diesem Zusammenhang sind noch mehrere Verfahren anhängig, in welchen beide Seiten jeweils Schadensersatzforderungen geltend machen. Operative Risiken: Der sich beständig erhöhende Konzentrationsgrad im deutschen Lebensmitteleinzelhandel lässt die bereits hohe Bedeutung weniger nationaler Großkunden für die Mayntz-Gruppe weiter steigen. Gleichzeitig sind Handels- und Hersteller-Strukturen von deutlichen Überkapazitäten geprägt. Im Ergebnis führt dies zu einer ausgeprägten Wettbewerbsintensität und hohem Margendruck mit entsprechenden Risiken für Umsätze und Erträge der Mayntz-Gruppe. Beschaffungsrisiken auf Grund noch nicht absehbaren Auswirkungen der Corona - Pandemie, extremer Wetterlagen weltweit, und plötzlicher nicht vorhersehbarer Ernteausfälle bilden nach wie vor die größten Risiken. Um hier jedoch wie in der Vergangenheit die größtmögliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird ein Fokus auf die Risikodiversifizierung über verschiedene Ursprungsländer weiter vorangetrieben. Der Bedarf an Honig aus den Kriegsregionen der Ukraine ist bis August/September 2022 gedeckt. Die weiteren Verfügbarkeiten bleiben abzuwarten. Die Vertragsgespräche mit Lieferanten aus anderen Ländern zur Deckung bzw. Ersatz des Honigbedarfes aus Ukraine hat begonnen. Weitere Rohstoffe werden aus den Krisengebieten direkt nicht bezogen. Generell bestehen -wie auch in Vorjahren und in der Zukunft- immer Risiken aus ungeplanten Preissteigerungen, die nur mit zeitlichem Versatz weitergegeben werden können. Produktrisiken begegnen die Gesellschaften der Mayntz-Gruppe mit regelmäßig überprüften und weiterentwickelten Qualitätssicherungsmaßnahmen. Für mögliche Schadensfälle sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass finanzielle Risiken soweit möglich abgesichert sind. Diese Versicherungen werden in Zusammenarbeit mit einem namhaften Maklerunternehmen jährlich einer Prüfung unterzogen und laufend den geänderten Risiken im Unternehmen angepasst. Preisrisiken im Einkauf werden wo immer möglich durch eine kongruente Preisbindung in Einkauf- und Verkauf (nach den wesentlichen Erntezyklen), sowie durch den Abschluss von Kontrakten jeweils für die komplette Erntesaison minimiert. Besondere Risiken für anschließende Kaufabschlüsse, sind bis dato nicht zu erkennen. Aufgrund zum Teil drastischer Preissteigerungen insbesondere bei Energie- und Transportkosten versuchen Lieferanten vermehrt Preisanpassungen in laufenden Verträgen umzusetzen. Bisher konnten diese Forderungen vollständig zurückgewiesen werden. Es besteht jedoch weiterhin das Risiko, dass Lieferanten mit der Einstellung der Belieferung drohen oder eine Weiterbelieferung von Preiszugeständnissen abhängig machen. Durch eine hohe Abhängigkeit vom Energieträger Gas und der politischen Diskussion über ein Gas-Embargo aus dem Hauptlieferland Russland besteht ein gewisses Risiko, dass die gesicherten Gaslieferungen durch den Versorger nicht oder nicht vollständig geliefert werden können. Die Zugehörigkeit der Gruppe zu den Unternehmen der Nahrungsmittelerzeugung dürfte das Risiko der Nichtbelieferung jedoch minimieren. Finanzielle Risiken Ein Währungsrisiko besteht bei der Gesellschaft lediglich durch den Einkauf von Rohwaren in USD. Diese werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgedeckt. Für das Jahr 2022 sind die Sicherungen vollständig umgesetzt. Risiken bestehen lediglich bei steigenden Absätzen über das budgetierte Volumen hinaus. Die Entwicklung wird laufend überwacht und durch rechtzeitige Nachsicherungen bestmöglich kompensiert. Für den neuen Kontraktzeitraum werden Sicherungspositionen sukzessive aufgebaut. Das mögliche Ausfallrisiko von Forderungen unterliegt der laufenden Überwachung durch das Rechnungswesen. Der Großteil der Forderungen ist über eine Kreditversicherung abgesichert. Nicht versicherte Forderungen betreffen ausschließlich einen Großkunden, der in Europa als einer der Marktführer im Discountbereich anzusehen ist. Aufgrund der vorhandenen Sicherungsmaßnahmen sowie der ständigen Kontrolle und Überwachung der Risiken werden diese eher als gering eingestuft. Die Prüfung der Risiken, insbesondere der unveränderten Absatz- und Gewinnerwartungen sowie die finanzielle Lage des Konzerns lassen keine, den Fortbestand gefährdende Risiken für die Zukunft erkennen. Der Risiko- und Chancenbericht bezieht sich auf die Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts. Chancen Chancen für die Mayntz-Gruppe ergeben sich insbesondere durch Wachstum mit neuen Kunden -auch im europäischen Ausland-, durch Sortimentserweiterungen, fortschreitender Distribution sowie der aktiven Erschließung neuer Märkte, vor allem im Bereich der neuen Beteiligungen. Die Fortsetzung des Anfang 2017 gestarteten Aufbaus der Produktrange unter der Marke GLÜCK dürfte vor dem Hintergrund der bisherigen Markterfolge und trotz einer bereits guten Marktposition weiteres Wachstumspotential bieten. Zudem sehen wir nach wie vor weitere Potentiale im kontinuierlichen Ausbau unserer Global-Sourcing-Aktivitäten sowie der ganzheitlichen Betrachtung von Lieferketten mit unseren Lieferanten. IV. PrognoseberichtFür 2022 wird nach einem ersten Quartal über Planniveau mit einem preisbedingten Umsatzanstieg im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr wird das Jahresergebnis aufgrund von Margenverlusten u.a. durch gestiegene Energie- und Bezugskosten deutlich geringer prognostiziert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind aufgrund der Corona - Pandemie keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abzusehen. Die Antizipation der gestiegenen Energiekosten sowie der Kostenweitergabe durch Preiserhöhungen an die Kunden führt im Ergebnis -nach jetzigem Stand- nur zu geringen Abweichungen zu den Budgetannahmen. Das Ergebnis des ersten Quartals 2022 liegt über den Planprognosen und lässt dementsprechend aus heutiger Sicht keine Risiken für die Planerfüllung zum Jahresende erkennen, sofern die bevorstehende Erntesaison sowie die Folgen aus einer Verschärfung der Ukrainekrise keine signifikanten Ausfälle bzw. sonstige negative Effekte und daraus resultierende Preissteigerungen und die im Jahr 2022 stattfindenden Kontraktverhandlungen keine weiteren negativen Effekte für das laufende Jahr mit sich bringen.
Eystrup, 10. Juni 2022 Michael Berghorn, Geschäftsführer
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung 074 vom 25.02.2022
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021I. Allgemeine AngabenDie Mayntz GmbH, Eystrup, ist beim Amtsgericht Walsrode unter der Handelsregisternummer HR B 203972 gemeldet und stellt den Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG auf. Ergänzend waren die Vorschriften des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Der Konzernabschluss der Mayntz GmbH zum 31. Dezember 2021 entspricht den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Entstehung des Mayntz-KonzernsDurch Einbringung der Gesellschaftsanteile an der Göbber GmbH & Co. KG, Eystrup, zum 31. Dezember 2006 in die neu gegründete Mayntz KG, ist der Mayntz-Konzern entstanden. Mit Beschlussfassung vom 21. September 2012 wurde die Mayntz KG im Wege des Formwechsels gem. den § 190 ff., § 214 ff. UmwG in eine GmbH umgewandelt. III. KonsolidierungskreisDie Mayntz GmbH, Eystrup, stellt als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf. In den Konzernabschluss sind neben der Mayntz GmbH als Mutterunternehmen sieben inländische Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden, bei denen der Mayntz GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Zudem wurde die completeorganics GmbH, auf die ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird, entsprechend § 311 Abs. 1 HGB (At Equity) einbezogen. Folgende Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss der Mayntz GmbH einbezogen:
IV. Konsolidierungsgrundsätze und MethodenEinheitliche Bilanzierung und Bewertung Die Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen wurden in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zur Einführung des BilMoG zum 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode, nach der die Beteiligungsbuchwerte gegen die im Zeitpunkt des Erwerbs vorhandenen Eigenkapitalwerte der Tochterunternehmen aufgerechnet werden. Für Folgekonsolidierungen wird das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 66 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen. Für Erstkonsolidierungen nach Einführung des BilMoG werden im Rahmen der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Aus der Erstkonsolidierung resultierte gem. § 301 Abs. 3 HGB ein Geschäfts- oder Firmenwert bei der Evolution 4 Food GmbH, Hamburg, welcher innerhalb von fünf Jahren unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Lebensmitteleinzelhandelbranche planmäßig abgeschrieben wird. Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt worden. Als Zeitpunkt der Gegenüberstellung des Buchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen wurde grundsätzlich der Zeitpunkt gewählt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises sind gegeneinander aufgerechnet worden. Zwischenergebniseliminierung Im Konzern sind Zwischenergebnisse i.H.v. T€ 763 realisiert worden, welche im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bewertet und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände beträgt fünf Jahre. Die Nutzungsdauer für Gegenstände des Sachanlagevermögen richtet sich nach den amtlichen Afa Tabellen des Bundesfinanzministeriums. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250,00 netto nicht übersteigen. Für geringwertige Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 250,00 netto und bis € 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Anlagegut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung über die voraussichtlich wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag ausgewiesen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in angemessener Höhe gebildet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % p.a. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt, sowie eine altersabhängig fallende Fluktuation unterstellt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläen werden unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % p.a. und auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Aufgrund festgelegter Jubiläumszahlungen entsprechend der Betriebszugehörigkeit wurde keine Einkommenssteigerung berücksichtigt. Zudem wurde eine altersabhängig fallende Fluktuation unterstellt. Alle übrigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Alle kurzfristigen auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,32% zugrunde ( 15,83% für die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und 13,49% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz in Höhe von 385,53%. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen wurden entsprechend latente Steuern gemäß § 306 HGB gebildet. VI. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden technische Anlagen und Maschinen mit ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von T€ 527 identifiziert, die in den Vorjahren nicht im Anlagenspiegel enthalten waren. Diese sind vollständig abgeschrieben, sodass sich aus der Anpassung der Eröffnungswerte im Anlagenspiegel keine Auswirkung auf die Buchwerte ergab. Angaben gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Posten sind innerhalb eines Jahres fällig. Steuerabgrenzung (latente Steuern) Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Führen Konsolidierungsmaßnahmen zu temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen wurden entsprechend latente Steuern gemäß § 306 HGB gebildet. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die aktiven latenten Steuern über T€ 306 resultieren aus den saldierten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie den Differenzen aus der Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden im Zuge der Erstkonsolidierung der Happy Cheeze GmbH. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt T€ 2.000 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage von T€ 92 resultiert aus der Verschmelzung der Eystruper Früchte GmbH auf die Mayntz GmbH. Diese Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr mit dem Unterschiedsbetrag aus dem Hinzuerwerb weiterer Anteile an den Tochterunternehmen honeypie & henry sowie Happy Cheeze verrechnet. Der überschießende Unterschiedsbetrag von T€ 50 wurde mit dem Konzernbilanzgewinn verrechnet. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Konzernjahresüberschuss wurde wie folgt verwendet:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (1,87 %) zugrunde gelegt. Der Differenzbetrag der Rückstellung, der sich gegenüber der Abzinsung mit dem 7-Jahreszinsatz (1,35 %) ergibt, von T€ 126 ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverluste aus personalbezogenenRückstellungen (T€ 4.855; Vorjahr T€ 5.028), Zentral-, Rückvergütungen, sonstige Erlösschmälerungen und Werbekostenzuschüsse (T€ 1.935; Vorjahr T€ 1.971) aufgrund von mit einzelnen Kunden geschlossenen Vereinbarungen sowie ausstehende Rechnungen und Sonstiges (T€ 2.467; Vorjahr T€ 4.096). Verbindlichkeiten
Darüber hinaus besteht ein Sicherheitenpoolvertrag in Bezug auf die Mayntz Gesellschaften. Hierfür wurden folgende Sicherheiten gestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestanden ausschließlich aus dem Gesellschafterverrechnungskonto. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten Der Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte, Zinsoptionen und Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) sowie zur Absicherung von Zinsrisiken aus variabel verzinslichen Darlehen eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. a) Bewertungseinheiten Zinsänderungsrisiken wurde durch den Abschluss von Zinsswap-Geschäften Rechnung getragen. Die Zinsswap-Geschäfte mit einem Nominalvolumen von T€ 7.368 wurden mit den zugehörigen Verbindlichkeiten von T€ 7.368 nach der Einfrierungsmethode als Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB im Rahmen von Mikro-Hedges bilanziert. Die gegenläufigen Zahlungsströme gleichen sich über einen Zeitraum von bis zu 27 Monaten gegenseitig aus. Die Bewertung der Zinsswaps erfolgte durch die beteiligten Banken auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (market-to-market). Der Marktwert der Zinsswaps zum Stichtag beträgt T€ -30. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mittels der Critical Term Match-Methode geprüft. b) Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Beschaffungsgeschäften resultieren, die in USD denominiert sind, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Während in der Vergangenheit zum Sicherungszeitpunkt die Auftragskontrakte bereits vereinbart waren und somit von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der geplanten Beschaffungskontrakte ausgegangen werden konnte, ist dieser Zusammenhang im aktuellen Geschäftsjahr weggefallen, sodass die Voraussetzungen für die Bildung einer Bewertungseinheit nicht mehr gegeben sind. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf $ 1,0 Mio bei beizulegenden Zeitwerten von € 0,8 Mio und negativen Marktwerten von T€ 48. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsätze der Mayntz GmbH im Berichtsjahr lassen sich wie folgt aufteilen:
VII. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Zum 31. Dezember 2021 bestehen zudem Abnahmeverpflichtungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe von T€ 10.069 sowie Verpflichtungen aus bereits getätigten Bestellungen von T€ 222. Die Göbber GmbH nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Das Programm ist unbefristet und mit einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende des Kalenderjahres kündbar und hat ein Volumen von 8,5 Mio. €. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von 6,3 Mio. € ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Die Göbber GmbH & Co. KG verkaufte in 2009 das Verwaltungsgebäude an die Leasinggesellschaft Amanis Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, und in 2010 das Tiefkühlhaus an die Leasinggesellschaft Zanella Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz. Die Gebäude werden gleichzeitig zur weiteren Nutzung wieder zurückgeleast. Es handelt sich dabei um Sale-and-Lease-back Geschäfte, welche der Verbesserung der Bilanz- und Finanzierungsstruktur dienen. Das bestehende Andienungsrecht des Leasinggebers ist als Risiko für die Gesellschaft zu betrachten, sofern der Marktwert zum Zeitpunkt der Andienung unter dem vereinbarten Übernahmewert liegt. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds besteht zum 31. Dezember 2021 aus Kassenbestand, Kontokorrentguthaben und Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
Angaben gemäß § 314 Nr. 9 HGB Das im Geschäftsjahr erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug für Abschlussprüfungsleistungen T€ 99, andere Bestätigungsleistungen T€ 5, für Steuerberatungsleistungen T€ 33 und für sonstige Beratungsleistungen T€ 27. Organbezüge Auf die Angabe von Organbezügen wurde analog § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Weitere wesentliche Vorgänge, über die hier zu berichten wäre, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht. Er dient somit für die einbezogene Deutsche Honig Import GmbH, Eystruper Land GmbH, Friedrich Göbber GmbH, die Göbber GmbH sowie die Evolution 4 Food GmbH als Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften i.S.d. § 264 Abs. 3 HGB.
Eystrup, den 10. Juni 2022 Michael Berghorn, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mayntz GmbH, Eystrup Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mayntz GmbH, Eystrup, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mayntz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 10. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Niedenhof, Wirtschaftsprüfer ppa. Christoph Hölscher, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 13.10.2022 gebilligt. |
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