Welsch GmbH
80mGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Horst Heinzerling seit 14.3.2024 | Prokura |
Shahriyar Dr. Taghavi-Moghadam seit 14.3.2024 | Prokura |
Rauad Al-Sahwi seit 14.3.2024 | Prokura |
Andreas Michael Martin seit 14.3.2024 | Prokura |
Thorsten Manfred Becker seit 29.11.2023 | Prokura |
Ralf Keil seit 12.5.2021 | Geschäftsführer |
Jean-Pierre Castenetto seit 2.2.2017 | Prokura |
Thorben Schäfer seit 17.10.2014 | Geschäftsführer |
Karsten Stückrath seit 28.2.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arvos Bidco S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARVOS GmbHKasselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024I. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellDie ARVOS GmbH, Kassel, ist ein Tochterunternehmen der ARVOS Holding GmbH, Heidelberg, deren alleinige Gesellschafterin die ARVOS Bidco S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg ist. Die ARVOS GmbH ist Teil der SCHMIDTSCHE SCHACK Division innerhalb der ARVOS Group. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kassel und einer Zweigniederlassung in Düsseldorf ist auf die Entwicklung, Design und Herstellung von Prozesswärmetauschern spezialisiert. Diese sind entscheidend für ein optimale Prozessführung und die effiziente Nutzung von Abwärme in industriellen Prozessen und werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt, darunter die petrochemische, chemische und metallurgische Industrie, das Wasserstoffgeschäft sowie in der Waste-to-Value-Kreislaufindustrie. Die Fertigung der Wärmetauscher erfolgt in den eigenen Produktionsstätten in der Hauptniederlassung in der Stadt Kassel und in Lohfelden im Landkreis Kassel. Die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens sind im In- und Ausland gefragt. 2. Forschung und EntwicklungIm Bereich Forschung und Entwicklung lag der Fokus auch im vergangenen Jahr auf neuen Entwicklungen sowie der technologischen Weiterentwicklung, Verbesserung und Kostenoptimierung des Produktportfolios. Dabei arbeitete das Unternehmen eng mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und wichtigen Geschäftspartnern zusammen, um geplante Vorhaben umzusetzen. Aufbauend auf den erfolgreichen Ergebnissen der letzten Jahre konzentriert sich die ARVOS GmbH auf die Entwicklung neuer Produkte basierend auf bewährten, hausinternen Technologieplattformen sowie die Verbesserung des bestehenden Produktprogramms. Besonders im Kontext der Nachhaltigkeit spielen dabei Effizienzsteigerung und Lösungen für neue Produktionsprozesse eine entscheidende Rolle. Die immer wichtigere Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt das Unternehmen durch adaptierte und neu entwickelte Produkte für CO 2 -emissionsreduzierte und elektrifizierte Prozesse sowie Lösungen für alternative Wasserstoffproduktionsverfahren. Ferner verfolgt das Unternehmen die Digitalisierung in allen Geschäftsprozessen, die Weiterentwicklung von Berechnungsprogrammen und die weitere Optimierung von Fertigungsabläufen und Beschaffungsprozessen durch zunehmende Automatisierung. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung mit Unternehmensmitteln durchgeführt, dafür wurden rund 1,1 Prozent des Umsatzes aufgewendet. II. Wirtschaftsbericht (Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft)1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1 2 3 4 5Die ARVOS GmbH bietet ihren Kunden in der petrochemischen, chemischen sowie metallurgischen Industrie individuell angefertigte Reaktoren, Wärmetauschersysteme und Serviceleistungen an. Die Produkte und Dienstleistungen sind weltweit gefragt, etwa in Ethylenproduktionsanlagen, Vergasungs- und Dampfreformierungsanlagen zur Rückgewinnung wertvoller Prozesswärme und als Grundelemente für die Herstellung von Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak. Daneben werden Hochtemperaturprodukte in der Rußindustrie und im Prozess der Direktreduktion von Eisen eingesetzt. Die Wärmetauscher finden ebenfalls Verwendung in Gasifizierungsanlagen, in welchen Reststoffe und Abfälle verwertet und so vollständig in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Um den Geschäftsverlauf des Unternehmens im zurückliegenden Jahr bewerten zu können, wird im Folgenden ein Überblick über die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 bis zum ersten Quartal des Jahres 2024 gegeben. Wie prognostiziert konnte die Weltwirtschaft weiterhin eine schrittweise Erholung von den negativen Auswirkungen der Pandemie sowie eine allmähliche Abschwächung der Inflation aufgrund der straffen Geldpolitik der Zentralbanken verzeichnen. Das weltweite BIP-Wachstum übertraf laut Internationalem Währungsfonds 2023 mit moderaten 3,2 Prozent in geringem Maße die vorhergesagten Erwartungen. Die Arbeitsmärkte stabilisierten sich in den meisten Volkswirtschaften. 2022 und 2023 belasteten bereits geopolitische Konflikte wie der Ukraine-Krieg und die Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und China die globale wirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund der andauernden Auseinandersetzungen sowie der jüngsten Eskalation im Nahen Osten gab es auch im letzten Jahr keine signifikante Entspannung. Die seit 2022 gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und damit einhergehenden Belastungen haben sich insgesamt konsolidiert, nicht zuletzt durch staatliche Strom- und Gaspreisbremsen, die Märkte bleiben jedoch weiterhin volatil. Diese Faktoren trugen zu einer weltweit eher schleppenden Nachfrage nach Chemikalien und Petrochemikalien bei, was in den meisten Ländern zu einem Überangebot sowie Lagerabbau und dadurch nur zu langsamen Wachstum führte. Maschinen- und Anlagenbau 6 7 8Die Maschinen- und Anlagenbauindustrie erlebte im vergangenen Jahr ebenso eine Reihe von Herausforderungen. Spürbar waren weiterhin die Belastungen durch gestiegene Kosten, welche sich erheblich auf die Produktion der Abnehmerindustrien auswirkten. Die Effekte der angespannten Weltkonjunktur beeinflussten die Absatzmärkte merklich. Im Jahr 2023 wurden weltweit Maschinen und Anlagen im Wert von schätzungsweise 3,28 Billionen Euro hergestellt, auf Euro-Basis sind es 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2022. Ein Drittel der produzierten Maschinen kam aus China, gefolgt von den USA, Deutschland und Japan. Die einzelnen Länderergebnisse waren besonders von Wechselkursschwankungen betroffen, wodurch sich die Umsatzergebnisse vermindert haben: gegenüber dem Euro hat sich der japanische Yen um mehr als 9 Prozent, der chinesische Yuan um etwa 8 Prozent und der US-Dollar um etwa 3 Prozent abgewertet. Die Europäische Union erzielte ein Umsatzvolumen von etwa 908 Milliarden Euro, wobei rund ein Drittel in Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes verkauft wurden. Diesem Anteil gegenüber stehen Maschinenimporte in Höhe von 140 Milliarden Euro. Somit konnte ein Außenhandelsüberschuss von rund 162 Milliarden Euro erzielt werden. Die Maschinenproduktion in der EU fiel damit im Jahresergebnis etwas besser aus als erwartet und übertraf den im vorausgehenden Kalenderjahr erreichten Zahlenwert um knapp ein Prozent. Insgesamt sank die Zahl der Auftragseingänge bei deutschen Maschinenbauern im Jahr 2023 auf 12 Prozent unter Vorjahreswert. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA hatte dieser Auftragsrückgang überschaubare Auswirkungen, da die Produktion oftmals durch einen nach wie vor hohen, wenn auch rückläufigen Auftragsbestand ausgeglichen werden konnte. Unternehmen profitierten in dieser Situation besonders von einer hohen Spezialisierung ihrer Produkte, die weltweit weiter gefragt sind. Gestörte Lieferketten stellten bereits zu Beginn der COVID19-Pandemie eine große Herausforderung für die Industrie dar und rückten mit zunehmend instabilen Wirtschafts- und Energiebedingungen weiter in den Fokus der Unternehmen. Die vielfachen Krisen erzeugten die Notwendigkeit, potenzielle Störungen besser zu bewältigen, um den dynamischen Entwicklungen entgegentreten zu können. Um ihre Resilienz gegenüber Lieferkettenproblemen zu erhöhen, reagierten Unternehmen mit Maßnahmen wie der Einführung eines ganzheitlichen Lieferantenmanagements und der Anpassung ihrer Zulieferstrukturen.
6 VDMA, Maschinenbau in Zahl und Bild 2023,
April 2024 https://www.vdma.org/maschinenbau-zahl-bild
2. GeschäftsverlaufDer Geschäftsverlauf des Unternehmens verlief im Geschäftsjahr sehr stabil und weitestgehend ohne Schwankungen. Ursächlich war dies vor allem dem guten Auftragsbestand geschuldet, der im Jahresverlauf eine stetige Geschäftsentwicklung erlaubte. Die Ukrainekrise und die Entwicklung im Nahen Osten haben dabei kaum negative Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit im Markt für Energieübertragungslösungen ausgeübt. Auch Lieferkettenprobleme haben sich kaum auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ausgewirkt. In den Hauptgeschäftsbereichen des Unternehmens - Wärmetransfersysteme für verfahrenstechnische Anlagen - konnten wesentliche Auftragseingänge in den Kernmärkten Europa, Nordamerika sowie Asien verzeichnet werden. Die Gesellschaft verfolgt und analysiert regelmäßig zahlreiche Finanzkennzahlen, unter denen insbesondere der Auftragseingang, der Umsatz, das Ergebnis vor Gewinnabführung und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit eine wesentliche Bedeutung für die Beurteilung und Bewertung der geschäftlichen Entwicklung haben. Der im Berichtszeitraum erzielte Auftragseingang addiert sich auf 148,9 Mio. € und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres (163,1 Mio. €). Jedoch lag der Auftragseingang deutlich über dem geplanten Auftragseingang in Höhe von 140,0 Mio. € und wurde wesentlich durch Großprojekte der petrochemischen Industrie unterstützt. Der Umsatz von 113,6 Mio. € übertraf den Vorjahreswert von 111,2 Mio. € geringfügig. Das Ergebnis vor Gewinnabführung war mit 22,7 Mio. € erheblich besser als der Vorjahreswert (1,5Mio. €) und wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft ARVOS Holding GmbH, Heidelberg, vollständig abgeführt. Im Wesentlichen bedingt durch vom Plan abweichender Schlussrechnungen zweier Großprojekte konnten sowohl der geplante Umsatz von 177,6 Mio. € als auch das geplante Ergebnis vor Gewinnabführung von 33,6 Mio. € nicht erreicht werden. Die Zusammensetzung des Kundenstammes hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert und auch zukünftig ist zu erwarten, dass internationale Anlagenbauer und -betreiber die wesentlichen Kunden sein werden. Die Fertigungskapazität der Produktionsstätten war durchgängig gut ausgelastet, sodass die Beschäftigung von Leiharbeitskräften notwendig wurde. Die ARVOS GmbH beschäftigt zum Bilanzstichtag 31. März 2024 335 Mitarbeiter. Die Mitarbeiterzahlen enthalten die zur Berufsausbildung beschäftigten Mitarbeiter. 3. Lagea) ErtragslageDer Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 113,6 Mio. € ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Jedoch konnte der Rohertrag der Gesellschaft in Höhe von 72,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesteigert werden (Vorjahr 56,8 Mio. €). Die wesentliche Aufwandsgröße ist der Materialaufwand, der 40,7 % (Vorjahr 53,9%) von der Gesamtleistung bereinigt um die sonstigen betrieblichen Erträge, beträgt. Die Reduzierung der Quote beruht auf einem veränderten Produktmix sowie verbesserten relativen Margen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Personalaufwand ist im Wesentlichen bedingt durch die Verarbeitung der Ergebnisse aktueller versicherungsmathematischer Gutachten zu den Altersteilzeit- und Pensionsrückstellungen um 0,7 Mio.€ auf 34,4 Mio.€ im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr 2,4Mio. €) beruhen im Wesentlichen auf Avalzinsen für Garantien und Bürgschaften. Aufgrund des unverändert zum 31. März 2024 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von 22,7 Mio. € an die Muttergesellschaft ARVOS Holding GmbH, Heidelberg, vollständig abgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis um 21,2 Mio.€ verbessert. b) FinanzlageIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €) getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. € gegenüber. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch aktives Liquiditäts-Management und einen Cash-Pool Vertrag mit der ARVOS Holding GmbH innerhalb der ARVOS Gruppe gesteuert. Bedingt durch die von der ARVOS Gruppe bereitgestellten Kredit- und Liquiditätslinien standen der Gesellschaft zu jeder Zeit während des Geschäftsjahres ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens waren zu keiner Zeit gefährdet und wurden gemäß den Vertragsbestimmungen ausgeführt. Eine wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, welcher aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Berücksichtigung von Veränderungen im Working Capital sowie getätigten Investitionen abgeleitet wird. Die Gesellschaft erwirtschaftete aus laufender Geschäftstätigkeit einen positiven Cashflow von 26,9 Mio. € (Vorjahr: 10,5 Mio. €), welcher auch im Vergleich zum geplanten Cashflow (16,7 Mio. €) erheblich besser ausfiel. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr auf 3,7 % gesunken (Vorjahr: 4,6% %). c) VermögenslageDas Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr, wie im Anlagespiegel dargestellt, von 10,2 Mio. € auf 10,5 Mio. € angestiegen. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr von 80,2 Mio. € auf 91,5Mio. € angestiegen. Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf höhere in Ausführung befindliche Aufträge und erhaltene Anzahlungen, verbunden mit der Bearbeitung eines größeren Auftragsvolumens im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere durch eine spätere Erstellung von Schlussrechnungen auf 11,5 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen vor allem Cash-Pool-Forderungen gegenüber dem Gesellschafter. Im Wesentlichen bedingt durch den weiteren Anstieg des Geschäftsvolumens und einer sich hieraus ergebenden positiven Liquiditätsentwicklung ist die CashPool-Forderung der Gesellschaft auf 73,8 Mio. € deutlich angestiegen (Vorjahr: 44,4 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 14,8 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €) verzeichnen einen leichten Rückgang, der im Wesentlichen auf einen niedrigeren Ansatz der Rückstellung für Altersteilzeit zurückzuführen ist. Die Summe der Verbindlichkeiten sind von 119,9 Mio. € auf 159,4 Mio. € deutlich gestiegen. Dies ist vor allem durch einen Anstieg an erhaltenen Kundenzahlungen sowie den erheblich gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter im Rahmen der Gewinnabführung (22,7 Mio. € statt 1,5 Mio. €) begründet. Aus den oben genannten Gründen ist die Bilanzsumme von 152,7 Mio. € auf 191,2 Mio. € gestiegen. 4. GesamtaussageDer Geschäftsverlauf war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Der hohe Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres und der wiederum gute Auftragseingang, insbesondere für Wärmetransfersysteme der petrochemischen Industrie, garantierten eine überdurchschnittliche Fertigungsauslastung, eine verbesserte Gesamtleistung und letztlich einen signifikant höheren Jahresüberschuss. Die Geschäftsführung sieht in der weltweit nach wie vor angespannten Wirtschaftslage und den bestehenden geopolitischen Konflikten weiterhin eine Herausforderung. Das Unternehmen hat sich jedoch mit einem weiterhin zufriedenstellenden Auftragsbestand, fortgeführten Produktweiterentwicklungen im Bereich der "Energiewende", der weiteren Verfolgung von Prozess- und Effizienzverbesserungsprogrammen und einer flexiblen Kostenstruktur gut auf die gegebenen Marktbedingungen ausgerichtet. III. Prognosebericht zur zukünftigen Entwicklung 9 10 11 12Es gibt Anzeichen dafür, dass die globalen Aussichten allmählich besser werden, auch wenn das Wachstum weiterhin mäßig bleibt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD geht von einem stetigen globalen Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 aus. Laut der Prognose wird das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um rund 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für das Jahr 2025 wird das weltweite Wirtschaftswachstum auf ebenfalls rund 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die Gesamtinflation in den OECD-Ländern wird voraussichtlich von 6,9 Prozent im Jahr 2023 auf 5 Prozent im Jahr 2024 und weiter auf 3,4 Prozent im Jahr 2025 sinken. Die starken geopolitischen Spannungen bleiben ein erhebliches kurzfristiges Risiko für Wirtschaftstätigkeit und Inflation, insbesondere wenn sich der Konflikt im Nahen Osten ausweiten oder eskalieren sollte. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres ging die deutsche Maschinen- und Anlagenproduktion zurück. Insbesondere die hohe Verunsicherung der Kunden hemmt Investitionen und lässt ein leicht rückgängiges Geschäft im Jahresverlauf erwarten. Der weltweite Bedarf an Kunststoffen für Verpackungen, Elektronik, Bau- und Automobilindustrie ist nach wie vor in allen Branchen vorhanden, sodass im Bereich der Petrochemie eine wachsende Nachfrage nach Basischemikalien wie Ethylen, Ammoniak und Methanol erwartet wird. Schwankungen der Rohöl- und Gaspreise beeinflussen auch zukünftig die Produktionskosten und Preisstrategien. Umweltvorschriften und Nachhaltigkeitsbedenken fördern Innovationen bei Produktionsprozessen und die Entwicklung umweltfreundlicherer Derivate. Die hohen Preise für fossile Brennstoffe haben erneuerbare Energiequellen attraktiver gemacht und wurden dadurch zu einem Treiber der Energiewende. Daher wird erwartet, dass sich durch die gestiegene Nachfrage nach Chemikalien und insbesondere Stoffen, die zur Unterstützung der Energiewende benötigt werden, die weltweite Chemieproduktion im Jahr 2024 voraussichtlich erhöhen wird. Solche technologischen Fortschritte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Produktionsanlagen und bieten Maschinen- und Anlagenbauern Möglichkeiten, Auftragseingänge zu erzielen. Für das nächste Geschäftsjahr geht das Unternehmen davon aus, dass der Auftragseingang auf einem etwas niedrigeren Niveau liegen wird. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass der aktuelle Mitarbeiterstamm gehalten wird, um die Unternehmensziele zu erreichen. Es wird erwartet, dass der Umsatz im nächsten Geschäftsjahr auf einem deutlich höheren Niveau als im vorherigen Berichtszeitraum liegen wird. Basierend auf den erteilten Aufträgen wird das Jahresergebnis vor Gewinnabführung für das nächste Geschäftsjahr ebenfalls spürbar höher ausfallen. Auch im nächsten Geschäftsjahr wird der operative Cashflow auf einem hohen Niveau erwartet, jedoch nicht die überdurchschnittliche Dimension des Berichtsjahres erreichen. V. Chancen- und Risikoberichta) Allgemeine Marktchancen und -risiken 1 3 1 4 1 5Im Rahmen der öffentlichen Diskussionen und gesetzlichen Vorgaben rund um die Themen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Grüne Industrie gewinnen Emissionsreduzierung, Energierecycling und Ressourcenrückgewinnung weltweit zunehmend an Bedeutung. Langfristig ist die Prozessindustrie angehalten, entsprechend zu reagieren, um wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben. Diese Veränderungen sind nur durch Prozessanpassungen oder technologische Neuentwicklungen möglich.
15 VDMA, Maschinenbau in Zahl und Bild 2023,
April 2024 https://www.vdma.org/maschinenbau-zahl-bild
Die Energiewende und die damit verbundenen Wachstumspotenziale bieten Unternehmen somit zahlreiche Chancen, neue Aufträge zu generieren. Das wachsende Interesse an klimaneutralen Lösungen führt prozessübergreifend zu einer steigenden Nachfrage nach Wärmeübertragungslösungen mit hoher Qualität, Nachhaltigkeit und Effizienz, welche die ARVOS GmbH entwickelt und liefert. In Zukunft werden zudem verstärkt Rest- und Abfallstoffe sowie regenerativ erzeugter Strom und Wasserstoff als Energieträger eingesetzt. Das Unternehmen baut seine Produktlinien für nachhaltigere Anwendungen und zur Förderung der Energiewende weiter aus. So können wir neben den Traditionsmarken Schmidt'sche®, Schack® und Zero.One® mit der evolution®-Linie alle traditionellen und neuen Entwicklungen mit unseren Kernkompetenzen abdecken. Dank unserer breiten Produktpalette sind wir bereit für neue Herausforderungen und entwickeln uns ständig weiter. Gleichzeitig stellt die Dekarbonisierung und der Wandel zur Klimaneutralität eine große Herausforderung für die Industrie dar. Notwendige Investitionsentscheidungen können aufgrund regulatorischer Unsicherheiten und hoher Energiepreise gebremst werden. Es bedarf daher politischer Impulse, um gezielt Innovationsanreize zu schaffen und die Transformation zukunftssicher umzusetzen. Zahlreiche soziale und ökologische Steuerungsfaktoren können sich auf die finanzielle Lage und die operative Leistung eines Unternehmens auswirken. Diese ESG-Risiken zu verstehen und zu managen ist deshalb entscheidend, um Kundenbeziehungen, finanzielle Stabilität und langfristigen Erfolg sicherzustellen. Die Unternehmen werden jedoch mit bislang nicht übergreifend harmonisierten politischen Standards konfrontiert, die ständig weiterentwickelt werden. Auch wenn die Richtlinien immer ausgereifter werden, ist es nach wie vor schwierig, sich durch die Anforderungen der verschiedenen staatlichen Vorgaben zu navigieren. Die proaktive Entwicklung einer ESG-Strategie ist daher wichtig, um sich auf zukünftige Regulationen vorzubereiten und vor Geldbußen zu schützen. Die ARVOS GmbH hat bereits ein internes Team eingerichtet, das die Gesamtentwicklung beobachtet und einen Aktionsplan für wesentliche Aspekte verfolgt. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels, ist es für Unternehmen besonders herausfordernd eine qualifizierte Belegschaft zu sichern. Um Talente zu gewinnen und langfristig zu binden, müssen Unternehmen sich auf die sich verändernden Erwartungen in Bezug auf Work-Life-Balance und Arbeitszufriedenheit konzentrieren. ARVOS GmbH hat daher dafür gesorgt, dass die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden durch ein breites Spektrum an betrieblichen Leistungen erhöht wird. Dabei geht es nicht nur um das körperliche und geistige Wohlbefinden durch flexible Arbeitszeitregelungen und Gesundheitsprogramme, sondern auch um eine Vielzahl von familienfreundlichen und diversitätsfördernden Kampagnen für eine integrative Unternehmenskultur. Auch das Recruiting wurde durch die Teilnahme an zahlreichen lokalen HR-Veranstaltungen gestärkt, um die Sichtbarkeit als Arbeitgeber zu erhöhen. Bedrohungen der Cybersicherheit stellen weiterhin ein erhebliches Risiko dar. Mit der zunehmenden Abhängigkeit von der digitalen Infrastruktur sind Unternehmen der Gefahr von Datenschutzverletzungen, Ransomware-Angriffen und anderen Cyber-Vorfällen ausgesetzt. Die ARVOS GmbH sensibilisiert und schult seine Mitarbeiter kontinuierlich, um das Bewusstsein für potenzielle Risiken zu schärfen, die mit der digitalen Kommunikation und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz einhergehen. Wir setzen erfolgreich wirksame IT-Risikomanagementverfahren ein, um die Anfälligkeit für IT-Sicherheitsvorfälle und Cyberbedrohungen zu begrenzen. b) Operative Chancen und RisikenBedingt durch die Krise im Nahen Osten besteht die grundsätzliche Problematik gestörter Lieferketten. Wenn das benötigte Material, Teile oder Werkzeuge nicht in der benötigten Menge oder zu dem geforderten Zeitpunkt verfügbar sind, kann es zu Lieferausfällen und daraus resultierenden Produktionsverzögerungen kommen. Diesen Risiken wird seitens der ARVOS GmbH insbesondere durch eine breite Lieferantenbasis, globale Beschaffungsaktivitäten, sowie durch Eigenproduktion entgegengewirkt. Das Risiko des kundenseitigen Zahlungsverzugs oder Zahlungsausfalls bei Fälligkeit wird durch eine wöchentliche Cash-Durchsprache mit Geschäftsführungsbeteiligung verfolgt und bewertet. Im Weiteren erfolgt über eine rollierende, zwölfmonatige Liquiditätsplanung eine regelmäßige Überprüfung der verfügbaren Liquidität, um etwaige Liquiditätsbedarfe bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und beheben zu können. Das Unternehmen besitzt angemessene Reserven, um mögliche Planabweichungen abfangen zu können. Gleiches gilt für Fremdwährungsgeschäfte, welche bereits im Angebotsstadium beurteilt werden, um Wechselkursrisiken zu minimieren. Insgesamt können die Risiken, die die Gesellschaft eingeht, im Rahmen der ausgeübten unternehmerischen Aktivitäten als angemessen beurteilt werden. c) Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenAufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung von Umsätzen und Einkäufen in Fremdwährungen können Wechselkursschwankungen entstehen. Diese Wechselkursrisiken werden durch aktive Sicherungsinstrumente abgesichert und über die Treasury Funktion innerhalb der Muttergesellschaft abgewickelt, welche diese Risiken extern per Devisentermingeschäft sichert. Sind aus Gründen des Projektverlaufs Laufzeiten einer Kurssicherung anzupassen, egal ob vorzeitige Abwicklung oder Prolongation, werden diese ebenso via Group-Treasury mit dem externen Counterpart per Devisen-Swap umgesetzt. Die Abrechnung des Fremdwährungsgeschäftes wird durch Banküberweisung von/an Group-Treasury ausgeführt. Abgesehen von dem bereits erwähnten Devisentermingeschäft und -Swap können noch klassische Kassa-Geschäfte (Spot) anfallen. d) GesamtaussageDer vorhandene Auftragsbestand der ARVOS GmbH sowie die sich zurzeit in der Bearbeitung befindlichen Projekte, gewährleisten eine solide Auslastung und eine positive Ertragserwartung für das kommende Geschäftsjahr. VI. Bericht über ZweigniederlassungZweigniederlassung DüsseldorfDie gemachten Aussagen zu Markt und Aussichten der Gesellschaft betreffen in gleichem Maße die Zweigniederlassung Düsseldorf wie auch den Hauptsitz der Gesellschaft in Kassel.
Kassel, den 10. Juli 2024 Karsten Stückrath, Geschäftsführer ARVOS GmbH Ralf Keil, Geschäftsführer ARVOS GmbH Thorben Schäfer, Geschäftsführer ARVOS GmbH Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 der ARVOS GmbH, Kassel, zum 31. März 2024BILANZ zum 31. März 2024der ARVOS GmbH, KasselAktiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024der ARVOS GmbH, Kassel
ANHANG für das Geschäftsjahr 1. April 2023 bis 31. März 2024der ARVOS GmbH, KasselA. Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenDie ARVOS GmbH mit Sitz in Kassel ist beim Amtsgericht Kassel unter der Nummer HRB 2153 in das Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss der ARVOS GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis dieser Posten mit den erforderlichen Erläuterungen erfolgt in den entsprechenden Abschnitten dieses Anhangs. Aus diesem Grund wurden auch die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden in den Anhang übernommen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Bilanzierung und Bewertung der AktivpostenAnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden entgeltlich erworben und werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Diese beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Dabei wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für Bauten 10 bis 33 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 20 Jahre und für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 Euro im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter, deren um die Vorsteuer geminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 250,00 Euro, jedoch nicht mehr als 1.000,00 Euro betragen, wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz ein steuerlicher Sammelposten gebildet und planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte bei Zugang mit den Anschaffungskosten angesetzt. Dauerhafte Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. UmlaufvermögenDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) sind grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bzw. zu den niedrigeren Tageswerten bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Durchschnittsmethode angewandt. Den in den RHB enthaltenen Risiken, die aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit resultieren, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten der in Ausführung befindlichen Aufträge enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit und gegebenenfalls durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Vorräten ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nicht von den Vorräten abgesetzt, sondern unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennwert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% vom Nettowert berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang angegebenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Alle übrigen Gegenstände des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt, wobei erkennbare Risiken durch entsprechende Abschläge berücksichtigt werden. Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend § 250 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Bilanzierung und Bewertung der PassivpostenDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens zum 31. März 2024 mit 1,83 % p.a. (VJ: 1,79 % p.a.) bestimmt. Die Abzinsung erfolgt hierbei mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen unverändert zum Vorjahr 2,75 % p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 2,00 % p.a. (VJ: 2,00 % p.a.) und die biometrischen Annahmen mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Als Fluktuation wurde wie im Vorjahr ein Wert von 0,00% p.a. unterstellt. Das Deckungsvermögen ist mit dem beizulegenden Zeitwert unabhängig von der Anschaffungskostenrestriktion angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei grundsätzlich dem Marktpreis (§ 255 Abs. 4 HGB). Die sich im Rahmen der Zeitwertbewertung ergebenden Wertunterschiede werden ergebniswirksam erfasst. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Zum 1. September 2014 wurde eine neue Altersvorsorgeregelung für die Mitarbeiter der ARVOS GmbH abgeschlossen, hierbei handelt es sich um ein beitragsorientiertes Altersversorgungssystem ("defined contribution plan"). Hierbei zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Subsidiär-Haftung des Unternehmens bleibt bestehen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres im operativen Ergebnis ausgewiesen; sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf insgesamt TEUR 602 (VJ: TEUR 570). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum 31. März 2024 mit 1,80 % p.a. (VJ: 1,50 % p.a.) bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 2,75 % p.a. (VJ: 2,75 % p.a.). Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Als Fluktuation wurde ein Wert von 3,20 % p.a. (VJ: 3,20 % p.a.) unterstellt. Die versicherungsmathematische Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens nach Maßgabe des Block-Modells. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen pauschalen Restlaufzeit von drei Jahren zum 31. März 2024 mit 1,17 % p.a. (VJ: 0,70 % p.a.) bestimmt. Auf Grund der Festschreibung der Gehälter während der Altersteilzeit ist keine Gehaltsdynamik eingerechnet. Die biometrischen Annahmen wurden mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetragsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. B. Erläuterungen zum Jahresabschluss1. BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDie Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. FinanzanlagenUnter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die ARVOS GmbH ist zum Bilanzstichtag unmittelbar an drei Gesellschaften beteiligt.
Darüber hinaus werden mit einer Höhe von 500 TEUR 1,95% der Anteile an einer finnischen Gesellschaft, deren Rechtsform mit einer deutschen GmbH vergleichbar ist, im Finanzanlagevermögen als sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. VorräteAuf Grund der großen Bedeutung unseres Anlagengeschäfts wird unverändert zum Vorjahr anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "unfertige Leistungen" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "In Ausführung befindliche Aufträge" verwendet und als gesonderter Posten des Vorratsvermögens ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Geschäftsjahr 2024 wie bereits im Vorjahr nicht. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich im Wesentlichen um das Guthaben aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 73.785 (VJ: TEUR 44.407). Die Forderungen gegen Gesellschafter haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuererstattungsansprüche gegenüber ausländischen Finanzbehörden, sowie um den Ausweis debitorischer Kreditoren. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Geschäftsjahr 2024 wie bereits im Vorjahr nicht. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital unserer Gesellschaft in Höhe von TEUR 4.090,5 wird zu 100% von der ARVOS Holding GmbH, Heidelberg gehalten. Die Kapitalrücklage der ARVOS GmbH in Höhe von TEUR 1.047,6 resultiert aus einer Bareinlage gem. Gesellschafterbeschluss vom 19. Mai 1998 in Höhe von TEUR 1.022,6 und der Verschmelzung mit der ARVOS IP GmbH in Höhe von TEUR 25. Die Gewinnrücklage in Höhe von 10% des gezeichneten Kapitals wurde in einem früheren Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 409 gebildet. Im Bilanzgewinn ist ein vororganschaftlicher Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.457 enthalten. RückstellungenPensionsrückstellungenDie Anschaffungskosten der Anteile am Deckungsvermögen betragen zum 31. März 2024 TEUR 340 (VJ: TEUR 329). Der beizulegende Zeitwert der Anteile am Deckungsvermögen beträgt zum 31. März 2024 TEUR 335 (VJ: TEUR 314). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 10.289. Bei Berechnung mit dem 7-Jahres Zinssatz von 1,80% beträgt dieser TEUR 10.327. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 38. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Garantie und Gewährleistung unterteilen sich in pauschale Vorsorge für die Garantiezeit, welche auf Basis des historischen Garantieaufwandes bemessen werden, sowie in Einzelgarantierückstellungen für bekannte projektspezifische Risiken. Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
VerbindlichkeitenFür alle oben aufgeführten bilanzierten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 159.363 (VJ: TEUR 119.933) beträgt die Restlaufzeit wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Im Wesentlichen enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 22.655. Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. HaftungsverhältnisseEs bestehen branchenübliche Anzahlungs- und Vertragsdurchführungsgarantien aus dem laufenden Geschäft in Form von Avalen in Höhe von EUR 41,4 Mio. (VJ: EUR 45,5 Mio.) gegenüber Fremden Dritten. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme grundsätzlich nicht zu rechnen. Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditgebern innerhalb des Konzernkreises der ARVOS MidCo S.à r.l., Luxemburg mit ihren liquiden Mitteln mit einem Buchwert zum Stichtag in Höhe von TEUR 1.428 (VJ: TEUR 944) sowie mit ihrem beweglichen Anlagevermögen und Vorratsvermögen mit einem Wert zum Stichtag in Höhe von TEUR 98.233 (VJ: TEUR 86.240). Des Weiteren sind alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Ansprüche aus Versicherungsleistungen sowie alle sonstigen Forderungen mit einem Gesamtwert zum Stichtag von TEUR 86.995 (VJ: TEUR 61.027) verpfändet. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass aufgrund der Liquiditätsplanung die Gesellschaft aus eingegangenen Haftungsverhältnissen nicht in Anspruch genommen werden wird. Ferner bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Mietaufwendungen sowie Leasinggebühren und Dienstleistungsverträge. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattung. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operate-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Derivative FinanzinstrumenteZwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich wesentliche Währungsrisiken resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen größer TEUR 50 mittels Devisentermingeschäften ab. Mit dem Abschluss von 16 Devisentermingeschäften über TEUR 3.639 mit einer Laufzeit bis spätestens zum 27. September 2024, sichert sich die Gesellschaft gegen Währungsrisiken ab. Diesen Absicherungsgeschäften stehen zukünftige Fremdwährungstransaktionen gegenüber, deren Eintritt aufgrund von Erfahrungswerten eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweist. Der positive Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. März 2024 TEUR 11, der negative Marktwert beträgt TEUR 9. Letzterer wurde als Rückstellung für Drohverluste in Höhe von TEUR 9 in den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte mit Hilfe eines Bewertungsmodells unter Verwendung aktueller Marktparameter. 2. Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
AbschreibungenEs wurden in diesem Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 2.632 (VJ: TEUR 2.208), Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.920 (VJ: TEUR 1.722), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 1.655 (VJ: TEUR 1.602), IT-Kosten in Höhe von TEUR 1.641 (VJ: TEUR 1.844), Versicherungen und Beiträge in Höhe von TEUR 1.602 (VJ: TEUR 1.343), Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.465 (VJ: TEUR 1.603), Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 1.244 (VJ: TEUR 1.054), Personalnebenkosten in Höhe von TEUR 802 (VJ: TEUR 802), Provisionen in Höhe von TEUR 749 (VJ: TEUR 2.463), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 467 (VJ: TEUR 1.032), Kaufmännische Dienstleistungen in Höhe von TEUR 419 (VJ: TEUR 140) sowie Kursverluste in Höhe von TEUR 256 (VJ: TEUR 2.271). Periodenfremde Aufwendungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 50 (VJ: TEUR 0,4). Zinsergebnis
Die Zinszuführungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 128 sind unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen belaufen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 0. ErgebnisverwendungAuf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird der entstandene Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von TEUR 22.655 an den Gesellschafter, die ARVOS Holding GmbH, Heidelberg, abgeführt. C. Sonstige AngabenGeschäftsführung (GmbH)
Beziehungen zu Unternehmensorganen und zu verbundenen UnternehmenBeziehungen zu UnternehmensorganenEntsprechend § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB erforderlichen Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung, und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 411 (VJ: TEUR 487). KonzernabschlussDas Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der ARVOS GmbH einbezogen ist, ist die ARVOS MidCo S.à r.l., Luxemburg. Der Konzernabschluss der ARVOS MidCo S.à r.l., Luxemburg wurde nach den von der Europäischen Union übernommenen Vorschriften der IAS/IFRS aufgestellt und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Geschäftsjahr 2023/2024 sind keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen worden. Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGBFür das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers TEUR 170. Dieser Betrag entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. D. NachtragsberichtWesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. ARVOS GmbH, Kassel
Kassel, den 10. Juli 2024 Geschäftsführung Karsten Stückrath Ralf Keil Thorben Schäfer AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Arvos GmbH, Kassel PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Arvos GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arvos GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 12. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer ppa. Charlotte Meky, Wirtschaftsprüferin |
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