Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 14345
Eingetragen
19.4.2006
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von nicht elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
Gegenstand
An- und Verkauf, die Entwicklung und Herstellung von Manometern, Temperaturmessgeräten, Druckmittlern, Druckmessgeräten, Schaltern sowie sonstiger Messgeräte für den gewerblichen und industriellen Einsatz sowie das Erbringen zugehöriger Dienstleistungen, soweit dafür keine besondere behördliche Erlaubnis erforderlich ist. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Sie ist insbesondere befugt, im In- und Ausland andere Unternehmen zu gründen, zu erwerben, zu pachten oder sich daran zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torsten Gubsch
seit 27.2.2026
Prokura
Christof Näther
seit 27.2.2026
Prokura
Sven Richter
seit 14.10.2025
Prokura
Thomas Hahn
seit 14.10.2025
Prokura
Steven Culmone
seit 16.6.2011
Geschäftsführer
Eckhardt Michael
seit 16.8.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ashcroft-Nagano Keiki Holdings, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Ashcroft-Nagano Keiki Holdings, Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ashcroft Instruments GmbH

Alsdorf (vormals: Baesweiler)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler)

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Geschäftstätigkeit und Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf, die Entwicklung und Herstellung von Manometern, Temperaturmessgeräten, Druckmittlern, Druckmessgeräten, Schaltern sowie sonstiger Messgeräte für den gewerblichen und industriellen Einsatz sowie das Erbringen zugehöriger Dienstleistungen. Instrumente unter den Markennamen Ashcroft® und Heise® werden in zahlreichen Branchen seit vielen Jahren weltweit eingesetzt - Schwerpunkte liegen in der Öl- und Gasindustrie, Chemie & Petrochemie, Energiewirtschaft, Pharmaindustrie, Pumpen & Kompressoren, Maschinenautomation, Klimatechnik, Nahrungsmittel sowie Wasserstoff und Technische Gase. Die Gesellschaft erzielt rund 72 % (i.V. 67 %) ihrer Umsätze im Ausland. Als Tochter der Ashcroft Nagano Keiki Holdings Inc. (USA) ist die Gesellschaft ein Unternehmen im Konzernverbund der Nagano Keiki Co. Ltd mit Sitz in Tokyo, Japan.

2. Marktentwicklung

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2023 um 3,9 Prozent. Im historischen Kontext stellt dieses Wachstum zwar eine moderate Entwicklung dar, zeigt sich jedoch angesichts der bestehenden Rahmenbedingungen als bemerkenswert stabil. Belastend wirkten sich insbesondere hohe Energiepreise, deutlich gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der anhaltend hohen Inflation sowie geopolitische Spannungen und Unsicherheiten aus. In der Folge schwächte sich die industrielle Produktion in vielen Volkswirtschaften spürbar ab, während der Dienstleistungssektor seine Widerstandsfähigkeit weitgehend bewahren konnte und in mehreren Regionen zum zentralen Wachstumstreiber wurde.

Im Geschäftsjahr 2023 zeigt sich eine leichte Erholung der Preise für Rohöl von im Durchschnitt $98 je Barrel in 2022 auf $81 je Barrel im Jahresdurchschnitt 2023. Die Ölpreisentwicklung im Jahr 2024 war von einem Spannungsfeld geprägt: Spannungen im Nahen Osten und Sorgen um die Versorgungssicherheit trieben die Preise in die Höhe, während die schwache Weltkonjunktur und eine geringe Ölnachfrage zu Preisrückgängen führten, die den Ölpreis im September zeitweise unter 70 US-Dollar drückten. Die Ölpreisentwicklung im Jahr 2025 ist durch eine erwartete schwächere Nachfrage aufgrund der globalen Konjunktur und ein gleichzeitig steigendes Angebot geprägt, was auf sinkende oder stabile Preise hindeutet. Der Ölpreis durchläuft aktuell eine Korrekturphase nach dem starken Anstieg von 55,12 USD auf das Juni-Hoch bei 66,60 USD. Mit dem aktuellen Kurs von 66 USD hat sich der Preis um etwa 10 USD von den Hochs zurückgezogen. Geopolitische Risiken im Nahen Osten können zwar zu kurzfristigen Preisanstiegen führen, das hohe Angebot und die hohen Reservekapazitäten am Markt dämpfen jedoch langfristige Preissteigerungen. Einige Experten prognostizieren gegen Ende des Jahres 2025 einen Anstieg der Preise, während andere von einem stabilen oder leicht schwächeren Niveau ausgehen.

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Inflationsrate unter dem Niveau des Jahres 2022, als sie 6,9 % betragen hatte. Trotz des Rückgangs blieb die Teuerungsrate auf einem insgesamt hohen Niveau. Besonders stark verteuerten sich im Jahresverlauf Nahrungsmittel, die überdurchschnittlich zur Gesamtinflation beitrugen. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahresmonat - bei 3,7 %. Nach einem Rückgang im Jahresverlauf zeigte sich damit zum Jahresende erneut eine leichte Beschleunigung des Preisauftriebs.

Erst mit dem Frühjahr 2024 zeigte sich hier einhergehend mit nivellierenden Energiepreisen eine Erholung und die Inflationsrate wurde im Jahresdurchschnitt 2024 mit 2.2% angegeben. Die Inflation in Deutschland soll sich laut Prognose von Ökonomen im Jahr 2025 bei etwa 2,0 % bis 2,4 % einpendeln und damit näher an die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) rücken. Aktuelle Daten zeigen, dass die Inflationsrate im Juli 2025 bei +2,0 % lag, was auf eine Stabilisierung der Preise hindeutet.

Unsere Märkte im Überblick

Die Entwicklung des Marktsegments Öl und Gas wird in erheblichem Maße durch die Investitionsentscheidungen der Unternehmen in der Exploration, Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen bestimmt.

Im Maschinen- und Anlagenbau zeigte sich im Jahr 2023 ein insgesamt uneinheitliches Bild. Während der reale Auftragseingang um 12 Prozent zurückging, fiel der Produktionsrückgang mit real ein Prozent vergleichsweise moderat aus. Ausschlaggebend hierfür waren die hohen Auftragsbestände aus dem Vorjahr, die die Auslastung vieler Unternehmen weiterhin stützten. Trotz der rückläufigen Auftragslage stiegen für den Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) die Ausgaben um rund 5 % an. Die Branche stand vor anhaltenden Herausforderungen, insbesondere infolge des Fachkräftemangels und zunehmender regulatorischer Anforderungen. In einzelnen Technologiefeldern, wie der Robotik und der Automatisierungstechnik, konnten jedoch positive Auftragstrends verzeichnet werden.

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau zeigt ein gemischtes Bild für 2025: Im ersten Halbjahr gab es ein leichtes Plus von 1 %, angetrieben durch Aufträge aus dem Euro-Raum. Jedoch war der Juni 2025 von einem Rückgang der Aufträge um 5 % im Vergleich zum Vorjahr geprägt, was die Unsicherheit über die weitere Entwicklung unterstreicht. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert der VDMA einen Rückgang der Produktion um etwa 2 % aufgrund globaler Unsicherheiten und Handelskonflikte, die sich trotz erster positiver Signale im Auftragseingang vor allem im Inland negativ auswirken.

Im Projektgeschäft besteht weiterhin eine hohe Abhängigkeit vom Investitionsverhalten der petrochemischen Industrie, die nach wie vor einen zentralen Schwerpunkt der Zielmärkte bildet. Trotz der anhaltenden Klimakrise verzeichnet die Öl- und Gasindustrie weiterhin ein solides Wachstum. Nach Angaben der Global Oil and Gas Exit List 2023 planen nahezu zwei Drittel der dort aufgeführten Unternehmen Investitionen in den Ausbau von LNG-Terminals, Gaskraftwerken und Pipelineinfrastrukturen. Rund die Hälfte der Unternehmen erschließt zudem aktiv neue Öl- und Gasfelder. Insgesamt sind nahezu alle der etwa 700 gelisteten Förderunternehmen in entsprechende Projekte eingebunden.

Der im Frühjahr 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine hat auch unser Geschäft beeinträchtigt. Unser Unternehmen ist zwar nicht direkt im russischen Markt tätig, jedoch wirkten sich die geopolitischen Entwicklungen über indirekte Geschäftskanäle aus. Insbesondere über Kunden aus dem Maschinenbau sowie im Rahmen von Projektanfragen mit Endkunden in Russland war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Mit der schrittweisen Verschärfung der internationalen Sanktionen hat sich dieser Rückgang bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung zu einem nahezu vollständigen Ausfall aller Geschäftsaktivitäten in diesem Markt entwickelt.

B. Darstellung der Lage

1. Auftragseingang

Neben dem Umsatz und dem Jahresergebnis betrachtet die Gesellschaft den Auftragseingang als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator. Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang in Höhe von EUR 21,7 Mio. erreicht (geplant für 2023 war ein Auftragseingang von EUR 23,3 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 21,1 Mio.) stellt dies ein Wachstum um 2,8 % dar. Dieses Wachstum wurde zum überwiegenden Teil durch Projektaufträge im Mittleren Osten und Asien erzielt (+53,5 %), während wir in Europa einen Rückgang des Auftragseingangs verzeichneten (-8,1 %).

Im Projektgeschäft konzentrieren sich unsere wichtigsten Zielmärkte auf den Öl- und Gassektor, insbesondere in den Regionen Mittlerer Osten und Asien.

Wir verzeichneten im Berichtsjahr Wachstum in dieser Sparte um 53,5 %. Die Investitionsbereitschaft im Marktsegment Öl und Gas wird für die kommenden Jahre als äußerst positiv eingeschätzt und spiegelt sich bereits in einem deutlich steigenden Auftragseingang unseres Unternehmens wider.

In Europa ist der Auftragseingang im Geschäftsjahr um 8,1 % gesunken. In Afrika hat sich unser Auftragsvolumen im Geschäftsjahr um 19,2 % gegenüber dem Vorjahr verringert.

Die Verteilung der Auftragseingänge nach Produktbereichen zeigt ein Wachstum von 0,8 % im Segment der mechanischen Messgeräte. Den größten Beitrag hierzu leistete die Sparte Temperaturmessgeräte und hier insbesondere die Produkte der Rüeger Linien. Im Segment der elektronischen Messgeräte verzeichneten wir ein Wachstum von 10,2 %. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die erfolgreiche Marktentwicklung unserer Differenzdrucksensoren und dem Vertriebsfokus im Bereich Elektronik zurückzuführen.

2. Umsatzerlöse, Produktion und Beschaffung

Im Berichtsjahr wurde der Umsatz um 15,4 % auf TEUR 20.811 (i.V. TEUR 18.036) gesteigert. Die positive Entwicklung des Auftragseingangs spiegelt sich hier wider. Aufgrund längerer Durchlaufzeiten im Projektgeschäft und bestehender langfristiger Rahmenverträge im OEM-Bereich ergab sich im Vorjahr ein zeitlicher Versatz zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisierung. Dieser Überhang im Auftragsbestand konnte im Geschäftsjahr 2023 deutlich verringert werden. Der geplante Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 22.612 konnte nicht erreicht werden.

Die Produktionsleistung wurde vor dem Hintergrund des Umsatzwachstums um 18,4 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Die in USD-Währung fakturierten Materialeinkäufe bei unserem Mutterwerk in USA verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt um 2,6 %, was im Wesentlichen auf veränderte Wechselkurse zurückzuführen ist.

Insgesamt hat sich die Materialeinsatzquote von 49,5 % im Jahr 2022 auf 54 % im Jahr 2023 erhöht. Grund hierfür war der gesteigerte Einsatz von Handelswaren im Projektgeschäft.

3. Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände ohne die Investitionen in das Finanzanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 418 (i.V. TEUR 343). Die Investitionen im Berichtsjahr hingen schwerpunktmäßig mit dem Gebäude am neuen Standort zusammen sowie mit Maschinen und Betriebsausstattung zur Ertüchtigung der Fertigungslinie Temperatur. Bei den Investitionen in das Finanzanlagevermögen handelt es sich um eine Kapitalerhöhung bei der italienischen Tochtergesellschaft Ashcroft Instruments Srl.

4. Sonstige Entwicklungen

Im Berichtsjahr wurde entschieden, die gesamte Fertigung aus der Schweiz nach Deutschland zu verlagern. Dieser Prozess wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2024 mit der letzten Fertigungslinie abgeschlossen.

C. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 4.706 (i.V. TEUR 4.515) und beläuft sich auf 24,9 % (i.V. 29,6 %) des Gesamtvermögens (Bilanzsumme exklusive nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag). Die Veränderung setzt sich zusammen aus einer Erhöhung der Immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 28 und einer Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 351, welche aus den Investitionen des Geschäftsjahres vermindert um planmäßige Abschreibungen resultieren.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (TEUR 227; i.V. TEUR 216) lagen unter den Investitionen des Geschäftsjahres (TEUR 418; i.V. TEUR 343).

Durch die Reduzierung des Eigenkapitals verblieb die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) zum Bilanzstichtag auf 0,0% (i.V. 0,0%).

Das Umlaufvermögen betrifft mit TEUR 4.712 Vorräte (i.V. TEUR 4.087) und mit TEUR 8.056 (i.V. TEUR 6.027) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Die Veränderung der Vorräte geht im Wesentlichen einher mit dem gestiegenen Umsatzvolumen und der Übernahme von Vorräten der Schweizer Tochtergesellschaft im Zuge der Verlagerung von Fertigungslinien. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.895 spiegelt den höheren Umsatz wider und den darin enthaltenen Anteil im Projektgeschäft.

Der Anstieg des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus Investitionen in das neu angemietete Gebäude. Dieser Teil der Investitionen wird gemäß vertraglicher Vereinbarung in den zukünftigen Jahren über die Grundmietzeit mit der laufenden Miete verrechnet werden.

Die Gesellschaft hat ein gezeichnetes Kapital von TEUR 25. Aufgrund des im Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrages ist das Eigenkapital um TEUR 5.592 zurückgegangen. Zum Geschäftsjahresende weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 11.425 aus (siehe hierzu auch Abschnitt E).

Das Fremdkapital setzt sich zusammen aus TEUR 9.115 Rückstellungen (i.V. TEUR 7.366) und TEUR 21.201 Verbindlichkeiten (i.V. TEUR 13.693). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Darlehen der Muttergesellschaft auf TUSD 4.753 (i.V. TUSD 1.603) sowie der Erweiterung des Konzernlieferantenkredits. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist begründet durch gestiegene Materialeinkäufe im Zusammenhang mit dem Wachstum im Auftragsvolumen. In den Rückstellungen enthalten sind TEUR 7.459 für den betrieblichen Pensionsplan (i.V. TEUR 6.585). Die Erhöhung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 874 ist im Wesentlichen auf die Rentensteigerungen zurückzuführen.

D. Ertrags- und Finanzlage

Die Umsatzerlöse zeigen eine Steigerung um TEUR 2.775. Das Bruttoergebnis vom Umsatz hat sich um TEUR 1.313 (TEUR 2.508, i.V. TEUR 3.821) verringert. Die Verringerung des Bruttoergebnisses ergibt sich aus einer Steigerung der Umsätze im Projektgeschäft im Mittleren Osten und Asien sowie den Verkäufen an verbundene Unternehmen, die beide mit leicht niedrigeren Verkaufsmargen getätigt werden. Zudem sind die Herstellkosten des Umsatzes im Zuge der Verlagerung der Fertigungslinien aus der Schweiz nach Deutschland mit höheren Abweichungskosten während der Einführungsphase verbunden gewesen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind um TEUR 1.610 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Personalkosten und höheren Provisionen im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum sowie Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 337 erhöht, was auf die Veränderung durch Währungsumrechnung zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 312 verringert, im Wesentlichen durch Effekte der Währungsumrechnung. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres ist durch die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 150 belastet, welche aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen notwendig geworden ist. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beläuft sich somit auf TEUR 5.592 und hat sich somit um TEUR 916 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 479 (i.V. TEUR 142) sind verursacht durch Währungsumrechnungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 276 (i.V. TEUR 588) sind Beträge aus Währungsumrechnung TEUR 229 (i.V. TEUR 543) enthalten. Die ausgewiesenen Werte aus Währungsumrechnung resultieren im Wesentlichen aus dem Einkauf von Waren in USD-Fakturierung. Das Betriebsergebnis (Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten) hat sich um TEUR 2.923 auf TEUR -5.427 (i.V. TEUR -2.504) verschlechtert. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der oben beschriebenen Steigerung des Vertriebs- und Verwaltungskosten im Berichtsjahr sowie den gestiegenen Herstellkosten der Umsätze.

Die operativen Ergebnisse sind auch in den Folgejahren zunächst negativ. Aus diesem Grund wird mit Unterstützung der Muttergesellschaft eine Umstrukturierung der europäischen Aktivitäten durchgeführt. Hierzu zählt insbesondere die Zusammenlegung der Fertigungskapazitäten und damit einhergehend umfangreiche Investitionen in einen neuen Standort in Deutschland. Diese Umstrukturierung wird von der Muttergesellschaft aktiv begleitet und zu jeder Zeit mit den für den Zweck erforderlichen Finanzmitteln unterstützt.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch Gesellschafterdarlehen in Höhe von TUSD 4.753 (Laufzeit bis Dezember 2027 bzw. 31.12.2029, Zinssatz im Durchschnitt 4.54 %) sowie aus täglich fälligen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 12.821; i.V. TEUR 9.754) mit der Konzerngesellschaft Ashcroft Inc./USA, von der die Gesellschaft einen Großteil ihrer Vorprodukte und Materialien in USD bezieht. Der Gesellschaft standen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs aufgrund der Konzernfinanzierung jederzeit ausreichende Mittel zur Verfügung (weitere Ausführungen siehe Abschnitt E).

Der Finanzmittelfonds (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) hat sich zum Stichtag um TEUR 159 auf TEUR 724 erhöht. Die Veränderung resultiert aus dem regulären Geschäftsbetrieb.

Abschließende Beurteilung durch die Geschäftsführung:

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Ertragslage zwar verschlechtert, jedoch wurde auch im zweiten Jahr in Folge der höchste Umsatz in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet. Die Verschlechterung der Ertragslage ist im Wesentlichen auf gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten und gestiegene Herstellkosten zurückzuführen. Die Umsatzsteigerung um 15,5 % führten wegen der gestiegenen Herstellkosten und geringeren Margen im Projektgeschäft nicht zu einer Verbesserung des Bruttoergebnisses vom Umsatz. Das Wachstum im Auftragseingang um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr steht in direktem Zusammenhang mit diesen Investitionen in den Ausbau der Vertriebskanäle. Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Gesellschaft insbesondere in Hinblick auf die Wachstumsschritte weitgehend zufrieden, jedoch werden weitere Maßnahmen erforderlich sein, die Ertragslage nachhaltig zu verbessern.

E. Finanzierungsrisiko und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Aufgrund der laufenden Verluste der letzten Jahre und der daraus resultierenden negativen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit sowie verzögerter Zahlungseingänge von Kunden, benötigt die Gesellschaft finanzielle Unterstützung in Form von Gesellschafterdarlehen und Lieferantenkrediten einer weiteren Konzerngesellschaft. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Gesellschafterdarlehen um TUSD 3.150 (Laufzeit bis Dezember 2029, Zinssatz durchschnittlich 4,54 %) erweitert. Im Geschäftsjahr 2024 wurden weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe TUSD 8.230 (Laufzeit bis Dezember 2030, Zinssatz 4,18 %) gewährt. Hierdurch wurde die Finanzierung des Umzugs an den neuen Standort in Deutschland gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2025 wurde das Darlehen nochmals um TUSD 700 (Laufzeit bis Dezember 2029; Zinssatz 4,52 %) und um TUSD 1.500 (Laufzeit bis Dezember 2029, Zinssatz 4,46 %) erhöht. Die Lieferantenkredite der weiteren Konzerngesellschaft erhöhten sich vom Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 13.136 auf TEUR 16.365 per 31. Dezember 2024.

Mit Vertrag vom 27. Mai 2025 haben die Gesellschafterin sowie eine Schwestergesellschaft eine unbefristete und unbeschränkte Patronatserklärung und Rangrücktrittsvereinbarung mit der Gesellschaft abgeschlossen. Hierin verpflichten sich die beiden Gesellschaften gegenüber der Ashcroft Instruments GmbH jederzeit kurzfristig dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft jederzeit zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist und dadurch jede drohende oder bestehende Zahlungsunfähigkeit der Ashcroft Industries GmbH zu beseitigen. Die Patronatserklärung und die Rangrücktrittsvereinbarung können jederzeit mit einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten zum Geschäftsjahresende ordentlich gekündigt werden. Die Kündigung entbindet die beiden Gesellschaften lediglich von der Haftung für Neuverbindlichkeiten, die nach dem Zeitpunkt der Wirksamkeit der Kündigung entstehen. Die beiden Patrone haften weiterhin für vor diesem Zeitpunkt entstandene Verbindlichkeiten, unabhängig vom Zeitpunkt von deren Fälligkeit.

Aufgrund der beschriebenen Finanzierungsstruktur besteht zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft eine ausgeprägte Abhängigkeit von der laufenden Finanzierung durch die Konzerngesellschaften. Ohne die Aufrechterhaltung dieser Finanzierung ist die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet.

Die Gesellschaft weist aufgrund des Verlustes des Berichtsjahres einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 11.425 aus. Aufgrund weiterer Verluste in 2024 hat sich dieser auf TEUR 17.733 erhöht. Mit Vereinbarung vom 27. Mai 2025 sind die Gesellschafterin sowie ein verbundenes Unternehmen gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 InsO mit ihren Forderungen in Höhe vonTUSD 30.287 (Stand 31. Dezember 2024) im Rang hinter sämtliche Forderungen anderer gegenwärtiger oder künftiger Gläubiger in der Weise zurückgetreten, dass die Erfüllung der Gläubigeransprüche nur nachrangig nach allen anderen gegenwärtigen oder künftigen Forderungen von Gläubigern im Rang des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO verlangt werden kann. Aus diesem Grund liegt bei der Ashcroft Instruments GmbH keine Überschuldung im Sinn des § 19 Abs. 2 InsO vor.

Mit Abschluss der Patronatserklärung und der Rangrücktrittsvereinbarung vom 27. Mai 2025 sieht die Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als gesichert an. Beide Vereinbarungen waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung weiterhin gültig und bleiben mindestens bis zum 31. Dezember 2026 bestehen.

F. Entwicklungen im Geschäftsjahr 2024

Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete das Unternehmen ein deutliches Wachstum im Auftragseingang von 4,5 %. Der Zuwachs resultierte überwiegend aus der Region Westeuropa (+51 %), insbesondere im Segment der Temperaturmesstechnik. Diese Entwicklung spiegelt die erfolgreiche Integration der Rüeger-Temperaturproduktlinien in die bestehenden Märkte wider.

Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 um 2,3 % auf TEUR 21.280 (Vorjahr: TEUR 20.811). Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg auf TEUR 3.569 (Vorjahr: TEUR 2.508) und erreichte damit eine Bruttomarge von 16,8 % (Vorjahr: 12,1 %).

Der Jahresfehlbetrag belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR -6.309 (Vorjahr: TEUR -5.592). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich um TEUR 308. Während die Personalkosten um TEUR 847 sowie die Vertreterprovisionen um TEUR 121 zurückgingen, stiegen die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem neuen Standort in Alsdorf um TEUR 1.285.

Der Umsatz wurde im Zeitraum von 2020 bis 2024 um ca. 36,6 % gesteigert. Dieses Wachstum wurde zum größten Teil durch die Steigerung der Umsätze im Temperaturbereich erreicht. Die Integration der Rüeger Temperatur Produktlinie in unser Portfolio konnte erfolgreich in unseren Märkten umgesetzt werden. Trotz dieser positiven Entwicklung in Form von erheblichen Umsatzzuwächsen, blieb das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2024 negativ. Grund hierfür sind vor allem Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug an den neuen Standort und die Mietkosten für das neue Gebäude.

G. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2025

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Umsatzes um 12 % auf TEUR 23.647 (i.V. TEUR 21.280). In den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahres konnte der Auftragseingang um 1,6 % gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir insgesamt mit einer Steigerung des Auftragseingangs von 9,2 %. Das Ergebnis wird auch im Geschäftsjahr 2025 negativ erwartet, jedoch verbessert gegenüber dem Vorjahr.

H. Chancen

Die Konsolidierung der europäischen Fertigungsstandorte sowie die Neuausrichtung der Vertriebsorganisation bilden zentrale Bausteine unserer langfristigen Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der regionalen Kosteneffizienz. Durch diese Maßnahmen schaffen wir die strukturellen Voraussetzungen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken und zugleich die Basis für weiteres internationales Wachstum auszubauen. Auch künftig wird der europäische Markt unser primärer Vertriebsschwerpunkt bleiben; gleichzeitig werden wir unsere Rolle in globalen Investitionsprojekten gezielt ausbauen. Die Bündelung der EPC-Projektaktivitäten am Standort Deutschland stellt dabei einen strategisch bedeutenden Schritt dar, um unsere Position in diesem Segment weiter zu festigen.

Im Ausbau unseres Produktportfolios um elektronische Temperaturmesslösungen sowie in der fokussierten Weiterentwicklung elektronischer Druckmesstechnik für OEM-Anwendungen sehen wir wesentliche Treiber zukünftiger Wertschöpfung. Diese technologischen Schwerpunkte eröffnen attraktive Wachstumschancen in Märkten, die von Innovation und hoher Integrationsdichte geprägt sind. Die globale Zusammenarbeit der Ashcroft- und Nagano-Standorte in technischer Entwicklung und Supply-Chain-Management ist dabei ein entscheidender Hebel, um Skaleneffekte zu realisieren, Time-to-Market zu verkürzen und die Leistungsfähigkeit unseres Angebotsportfolios strategisch zu stärken.

I. Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist aufgrund ihrer operativen Ausrichtung und der bestehenden Marktbedingungen unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Ein proaktiver und verantwortungsvoller Umgang mit diesen Risiken ist ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Unternehmensführung. Entsprechend verfolgt die Gesellschaft das Ziel, Risiken nicht nur zu begrenzen, sondern sie frühzeitig zu erkennen und in ihren strategischen Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Zur systematischen Identifikation, Bewertung und Steuerung wesentlicher Risiken ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagementsystem JSOX integriert. Dieses System ermöglicht eine frühzeitige Erfassung relevanter Entwicklungen, die Bewertung potenzieller Auswirkungen sowie die Einleitung gezielter Maßnahmen zur Risikominimierung. Das Risikomanagement ist organisatorisch im Bereich Corporate Controlling verankert und nimmt eine zentrale koordinierende Rolle innerhalb der Unternehmensorganisation ein, um eine einheitliche, transparente und wirksame Risikosteuerung sicherzustellen.

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Gesellschaft umfasst sämtliche definierten Kontroll- und Überwachungsmechanismen und dient der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus gewährleistet das IKS die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung und stellt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, interner Richtlinien sowie konzernweiter Standards sicher. Damit bildet es einen wesentlichen Pfeiler für eine robuste Governance-Struktur und unterstützt die langfristige Stabilität und Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Für das Jahr 2025 prognostizieren führende Wirtschaftsinstitute lediglich ein geringfügiges Wachstum zwischen 0,1 % und 0,2 %. Auch wenn diese Entwicklung auf ein mögliches Ende der Rezession hindeutet, bleibt sie noch weit von einer belastbaren wirtschaftlichen Erholung entfernt. Die verhaltene Binnennachfrage stellt weiterhin einen wesentlichen Bremsfaktor dar, da die Konsumneigung der privaten Haushalte angesichts fortbestehender Unsicherheiten nach wie vor gedämpft ist.

Ab 2026 wird hingegen ein moderater wirtschaftlicher Aufschwung erwartet. Steigende Investitionen - insbesondere in Infrastrukturprojekte - sowie eine schrittweise Erholung der privaten Konsumnachfrage dürften das Wirtschaftswachstum voraussichtlich auf 1,3 % bis 1,7 % anheben. Diese Entwicklung würde ein stabileres konjunkturelles Umfeld schaffen und damit auch einen positiven Rahmen für unternehmerische Planungen und Investitionsentscheidungen bieten.

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten auch auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Während die schwache Investitions- und Konsumnachfrage in den Jahren 2023 und 2024 das Marktumfeld belastete, profitiert das Unternehmen zunehmend von stabileren Lieferketten, der Wiederaufnahme internationaler Investitionsprojekte und den ab 2026 erwarteten Wachstumsimpulsen.

Langfristig bleibt das Umfeld jedoch herausfordernd. Hohe Energiekosten, Bürokratie, demografischer Wandel sowie geopolitische Spannungen und Handelskonflikte beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und können sich mittelbar auf Nachfrage und Beschaffungskosten der Gesellschaft auswirken.

Insgesamt wird die Risikolage derzeit als moderat eingeschätzt. Abgesehen vom Finanzierungsrisiko (siehe Abschnitt E) bestehen aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken.

Markt- und Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist insbesondere von Rohstoffpreisen und der Verfügbarkeit zugekaufter Komponenten abhängig. Steigende Kosten und Lieferengpässe stellen die wesentlichen Beschaffungsrisiken dar. Durch enge Abstimmung zwischen Einkauf und Geschäftsbereichen wird sichergestellt, dass Mehrkosten, soweit möglich, an Kunden weitergegeben werden können, um Margenauswirkungen zu begrenzen.

Kritische Beschaffungsrisiken werden durch gezielte Maßnahmen gesteuert, darunter langfristige Lieferverträge, die Beschaffung über mehrere Lieferanten, die Erweiterung der Lieferantenbasis sowie erhöhte Sicherheitsbestände.

Risiken in den Absatzmärkten

Die Nachfrage nach unseren Produkten ist stark von den Investitionsentscheidungen unserer Kunden abhängig, die wiederum durch die gesamtwirtschaftliche Lage und die jeweilige Branchenentwicklung beeinflusst werden. Zyklische Schwankungen wirken sich sowohl auf den OEM-Markt als auch auf Kunden in den Prozessindustrien aus. Da Fixkosten nur begrenzt variabel sind, können Umsatzrückgänge ergebnisbelastend sein.

Obwohl das Geschäft mit Projektkunden im Mittleren Osten und Asien an Bedeutung gewinnt, entfällt der größte Teil des Umsatzes weiterhin auf Europa. Die dort vorherrschenden Marktbedingungen prägen somit maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Geopolitische Risiken

Handels- und geopolitische Konflikte können die weltwirtschaftliche Entwicklung bremsen und die Nachfrage nach unseren Produkten beeinträchtigen. Wesentliche Risikofaktoren sind der Krieg in der Ukraine sowie mögliche Eskalationen im Handelskonflikt zwischen den USA, Europa und China. Solche Entwicklungen können die Investitionsbereitschaft der Kunden verringern und somit die Umsatzentwicklung negativ beeinflussen.

Strategisches Risikomanagement

Die Gesellschaft überwacht wesentliche Risikofaktoren und deren potenzielle Auswirkungen kontinuierlich. Maßnahmen wie die Erweiterung des Produktportfolios sollen mittel- bis langfristig konjunkturbedingte Ertragsrisiken begrenzen. Ein breit diversifizierter Kundenstamm über Branchen und Regionen trägt zusätzlich zur Risikoreduzierung bei.

Die Unternehmensstrategie zielt auf die Verringerung von Abhängigkeiten durch eine breite regionale Geschäftsbasis. Investitionen im Berichtsjahr und den Folgejahren sind zentral, um Einzelrisiken zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.

Zins- und finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken

Aufgrund von Einkaufsgeschäften in US-Dollar mit der Muttergesellschaft besteht ein Wechselkursrisiko. Dieses wird aktiv durch abgestimmte Zahlungsprozesse und gezielte Gegenmaßnahmen gesteuert.

Zins- und Pensionsrisiken

Das zur Bewertung der Pensionsrückstellungen genutzte Zinsniveau ist seit 2020 stabil. Die höheren Zuführungen im Jahr 2023 aufgrund inflationsbedingter Lohn- und Gehaltsanpassungen stellen derzeit kein zusätzliches Risiko dar, da sich die Inflation wieder auf ein niedrigeres Niveau eingependelt hat.

Finanzierungsrisiken

Das Darlehen der Muttergesellschaft wird zu marktüblichen Konditionen verzinst und unterliegt den Schwankungen des Kapitalmarktes.

Ausfallrisiko

Ein effizientes Debitorenmanagement reduziert das Risiko von Forderungsausfällen. Dazu gehören die Bonitätsprüfung neuer Kunden vor Geschäftsaufnahme sowie regelmäßige Mahnläufe zur frühzeitigen Identifikation überfälliger Forderungen.

Im Berichtsjahr kam es zu Zahlungsverzögerungen im EPC-Projektgeschäft, für die vorsorglich Wertberichtigungen vorgenommen wurden. Zudem wurde das Forderungsmanagement konzernweit abgestimmt und die Zusammenarbeit der globalen Konzerngesellschaften intensiviert.

Gesamtbetrachtung

Die Umstrukturierung der Fertigungsstandorte und Vertriebsstrukturen wird durch umfangreiche Investitionen der Muttergesellschaft unterstützt. Trotz voraussichtlich anhaltender Verluste im Geschäftsjahr 2025, sind wir von der positiven Wirkung der Maßnahmen überzeugt.

Im Rahmen der Zusammenlegung der Schweizer und deutschen Standorte wurde der Personalbestand in Europa um 50 Mitarbeiter reduziert. Die daraus resultierenden Synergien werden sich nach Abschluss der organisatorischen Anpassungen, einschließlich der Einführung einer effizienteren ERP-Software, schrittweise in den Betriebsergebnissen niederschlagen.

 

Alsdorf, 28. November 2025

Ashcroft Instruments GmbH

Geschäftsführung

Steven Culmone

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ASHCROFT INSTRUMENTS GMBH, ALSDORF (BIS 22. AUGUST 2024: BAESWEILER)

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.706.279,70 4.514.581,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 152.410,00 124.216,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.985,00 124.216,00
2. Geleistete Anzahlungen 34.425,00 0,00
II. Sachanlagen 1.395.200,61 1.231.696,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278.439,28 293.358,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.745,81 938.338,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.015,52 0,00
III. Finanzanlagen 3.158.669,09 3.158.669,09
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.158.669,09 3.158.669,09
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.492.235,15 10.678.350,50
I. Vorräte 4.711.677,69 4.087.114,72
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.671.929,42 1.630.953,25
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 338.668,12 417.266,88
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.682.880,15 2.038.894,59
4. Geleistete Anzahlungen 18.200,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.056.454,86 6.026.551,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.431.870,18 2.537.253,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.335.547,99 3.244.518,91
3. Sonstige Vermögensgegenstände 289.036,69 244.778,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 724.102,60 564.684,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 692.502,51 33.958,11
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 11.424.659,53 5.832.301,43
30.315.676,89 21.059.191,41

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 17.497.598,96 17.497.598,96
III. Bilanzverlust -28.947.258,49 -23.354.900,39
1. Verlustvortrag -23.354.900,39 -18.678.081,17
2. Jahresfehlbetrag -5.592.358,10 -4.676.819,22
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11.424.659,53 5.832.301,43
B. RÜCKSTELLUNGEN 9.115.141,37 7.366.096,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.458.782,62 6.585.368,73
2. Sonstige Rückstellungen 1.656.358,75 780.728,16
C. VERBINDLICHKEITEN 21.200.535,52 13.693.094,52
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.838.061,01 1.590.882,18
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.092.584,63 11.818.539,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 269.889,88 283.672,76
- davon aus Steuern: EUR 97.901,75 (Vorjahr: EUR 81.663,90)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 9.747,08)
30.315.676,89 21.059.191,41

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 20.810.960,44 18.035.553,56
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 18.302.923,91 14.214.592,65
3. Vertriebskosten 5.132.799,44 4.356.693,35
4. Allgemeine Verwaltungskosten 2.801.740,49 1.967.824,09
5. Sonstige betriebliche Erträge 478.960,25 141.935,23
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 478.960,25 (Vorjahr: EUR 141.935,23)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 275.772,30 587.877,79
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 229.022,42 (Vorjahr: EUR 542.862,45)
- davon aus Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: EUR 33.241,00 (Vorjahr: EUR 33.241,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 150.000,00 1.557.503,93
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 214.688,46 165.271,93
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 116.726,00 (Vorjahr: EUR 112.596,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 77.789,04 (Vorjahr: EUR 35.663,41)
9. Ergebnis nach Steuern -5.588.003,91 -4.672.274,95
10. Sonstige Steuern 4.354,19 4.544,27
11. Jahresfehlbetrag -5.592.358,10 -4.676.819,22

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler)

I. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben

Die Ashcroft Instruments GmbH hat ihren Sitz in Alsdorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 14345 eingetragen. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Gesellschaft i. S. d. § 267 HGB zu klassifizieren.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt.

Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen Ashcroft Instruments GmbH ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt „E. Finanzierungsrisiko und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ des Lageberichts. Wie in diesem Abschnitt dargelegt, besteht aufgrund des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags und der gegebenen Finanzierungsstruktur zur Sicherstellung der Liquidität eine ausgeprägte Abhängigkeit von der laufenden Finanzierung durch Konzerngesellschaften, weshalb die Gesellschafterin Ashcroft Nagano Keiki Holdings Inc. und die Ashcroft Inc., beide Stratford/USA, zur Verhinderung der insolvenzrechtlichen Überschuldung der Gesellschaft einen Rangrücktritt in Höhe von TUSD 30.287 (Stand 31. Dezember 2024) vereinbart haben. Zur Sicherstellung derFinanzierung haben beide Gesellschaften zudem eine Patronatserklärung abgegeben. Sollte diese Finanzierung, entgegen der Erwartung der gesetzlichen Vertreter, nicht aufrechterhalten werden, ist die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen für:

Immaterielle Vermögensgegenstände 10 Jahre

Gebäude und Außenanlagen 10 - 30 Jahre

Maschinen und maschinelle Anlagen 8 - 14 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre.

Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG in der derzeit gültigen Fassung an. Dementsprechend werden GwG mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei Wertminderungen erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden erst bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Durchschnittsmethode.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt werden. Gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde der niedrigere Wert aus Herstellungskosten und Verkaufspreisen abzüglich noch anfallender Aufwendungen bis zur Fertigstellung angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten angesetzt werden, werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen angemessen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden sonstige Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurden die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck „2018 G“ bei Berechnung der Pensionsrückstellung berücksichtigt. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde im Geschäftsjahr ein weiteres 1/15 des zum 01. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags von TEUR 499 den Pensionsrückstellungen zugeführt (TEUR 33; i.V. TEUR 33). Damit sind im kommenden Jahr noch TEUR 33 einzustellen. Folgende Annahmen wurden der Berechnung der Rückstellungen zugrunde gelegt.

Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 1,83 % (i.V. 1,79 %)
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 3,00 % (i.V. 3,00 %)
Erwartete Rentensteigerungenzum 01.07.2024: 3,00 % dann 2,25 % (i.V. 2,25 %)
Erwartete Steigerung der Beitragsbemessungsgrenzenin der gesetzlichen Rentenversicherung 3,00 % (i.V. 3,00 %)

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2023 TEUR 108 (i.V. TEUR 479) und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Änderungen der Pensionsverpflichtungen aufgrund der Änderung des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Da mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen alle Rückstellungen eine Laufzeit unter einem Jahr haben, war eine Abzinsung nicht erforderlich.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet.

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,5 % zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der sich ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Einzelnen im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Ashcroft Instruments GmbH hält sämtliche Geschäftsanteile an der Ashcroft Basinc Ve Sikaklic Ölcü Aletleri Ic Ve Dis Ticaret Ltd., Istanbul/Türkei. Zum 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital TEUR -502 bei einem Ergebnis von TEUR -48 für das Geschäftsjahr 2023.

Ferner hält die Gesellschaft sämtliche Geschäftsanteile an der in 2015 gegründeten und eingetragenen Ashcroft Instruments Ltd., Cambridge/Großbritannien. Zum 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital TEUR -1.001 bei einem Ergebnis von TEUR 13 für das Geschäftsjahr 2023.

Zum 30.04.2019 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der Rüeger Holding S.A., Crissier/Schweiz, sowie an der Stiko Meetapparatenfabriek B.V., Roden/Niederlande, erworben. Zum 31.12.2023 werden unverändert sämtliche Anteile an den beiden Gesellschaften von der Ashcroft Instruments GmbH gehalten.

Das Eigenkapital der Rüeger Holding S.A. beträgt zum 31.12.2022 TEUR 7.663. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von TEUR -53.

Das Eigenkapital der Stiko Meetapparatenfabriek B.V. beträgt zum 31.12.2023 TEUR 3.019. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 125.

Im Jahr 2019 wurde die Ashcroft Instruments Srl, Turin/Italien, gegründet. Die Geschäftstätigkeit wurde zum 01.02.2020 aufgenommen. Die Ashcroft Instruments GmbH hat am 24.12.2020, am 21.12.2021, und am 20.12.2022 eine Einlage in die Kapitalrücklage der Ashcroft Instruments Srl in Höhe von jeweils TEUR 600 sowie am 22.12.2023 in Höhe von TEUR 150 geleistet. Zum 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital TEUR 119. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -333.

Im Jahr 2020 wurde die Ashcroft Instruments SAS, Paris/Frankreich, gegründet. Die Geschäftstätigkeit wurde zum 01.12.2020 aufgenommen. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TEUR -540 bei einem Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR -58.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 35 (i.V. TEUR 37) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen und restlichen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.336 (i.V. TEUR 3.245) handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Berichtsjahr wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 528 auf Grund der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen wertberichtigt.

(3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Aachen unter HRB 14345 eingetragen und voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Ashcroft Nagano Keiki Holdings Inc., Stratford/USA.

Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage TEUR 17.498.

(4) Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen i.W. Rückstellungen für Abfindungen (TEUR 448), Provisionen (TEUR 403), Boni (TEUR 195), Urlaub und Überstunden (TEUR 191), Beratungsleistungen (TEUR 183), Gewährleistungen (TEUR 84), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 47), Erlösschmälerungen und Gutschriften (TEUR 22) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 15).

(5) Verbindlichkeiten

Abgesehen vom üblichen Eigentumsvorbehalt aus den Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren sind die Verbindlichkeiten nicht besichert. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 4.410 (i.V. TEUR 1.494). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen bis auf einen Betrag von TEUR 4.410 (i.V. TEUR 1.494) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Betrag von TEUR 4.410 (i.V. TEUR 1.494) betrifft Finanzverbindlichkeiten.

31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1-5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.838 0 0 1.838
(1.591) (0) (0) (1.591)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.683 4.410 0 19.093
(10.324) (1.494) (0) (11.818)
Sonstige Verbindlichkeiten 270 0 0 270
(284) (0) (0) (284)
- davon aus Steuern 98 0 0 98
(82) (0) (0) (82)
- Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(10) (0) (0) (10)
16.791 4.410 0 21.201
(12.199) (1.494) (0) (13.693)
Vorjahr in Klammern

(6) Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 6.186 6.149
Ausland
übriges Europa 6.072 4.960
Rest der Welt 8.958 7.266
Erlösschmälerungen -405 -339
20.811 18.036

(7) Materialaufwand

Der Materialaufwand (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren) beträgt TEUR 14.031 (i.V. TEUR 11.478).

(8) Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich gemäß dem Gesamtkostenverfahren wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 5.419 3.869
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 2.304 1.738
davon Aufwendungen für Altersversorgung (1.055) (684)
7.723 5.607

(9) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr betragen TEUR 227 (i.V. TEUR 216).

(10) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Anteile an dem verbundenen Unternehmen Ashcroft Instruments Srl, Turin/Italien wurden aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der dadurch bedingten dauerhaften Wertminderungen der Beteiligung in Höhe von TEUR 150 außerplanmäßig abgeschrieben.

IV. Sonstige Angaben

(1) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

(2) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Leasinggeschäfte werden im geschäftsgewöhnlichen Umfang abgeschlossen. Weitere wesentliche nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen nicht vor.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 399 (i.V. TEUR 133) betreffen neben Miet- und Leasingverträge für gewöhnliche Büroausstattung und Firmen-PKW. Die Laufzeiten reichen bis maximal 2028. Im Berichtsjahr wurde ein langfristiger Immobilienmietvertrag abgeschlossen, welcher erstmals zum 31. Dezember 2033 gekündigt werden kann. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen hieraus betragen TEUR 5.473.

Zum 31.12.2023 bestehen sonstige Einkaufsverpflichtungen und ein Bestellobligo in Höhe von insgesamt TEUR 2.634. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

(4) Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer einschließlich Teilzeitkräften

2023 2022
Angestellte 69 62
gewerbliche Mitarbeiter 67 57
136 119

(5) Geschäftsführer im Geschäftsjahr

Steven Culmone, Wallingford/USA (CEO der Ashcroft Nagano Keiki Holdings Inc., Stratford/USA).

Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft keine Organbezüge bezogen. Zudem wurden ihm von der Gesellschaft keine Kredite gewährt und keine Haftungsverhältnisse übernommen. Leistungen an andere ehemalige Geschäftsführer einschließlich deren Hinterbliebenen liegen nicht vor.

(6) Größter und kleinster Konzernkreis

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird für den kleinsten Kreis in den Konzernabschluss der Ashcroft Nagano Keiki Holdings Inc., Stratford/USA, eingezogen und für den größten Kreis in den Konzernabschluss der Nagano Keiki Co. Ltd., Tokio/Japan, einbezogen. Die Abschlüsse sind jeweils am Sitz der Gesellschaften erhältlich.

(7) Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von EUR 5.592.358,10 auf neue Rechnung vorzutragen.

(8) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 535 wertberichtigt.

Im Geschäftsjahr 2024 wurde durch den Verkauf von Grund und Boden und Immobilien ein Buchgewinn in Höhe von TEUR 1.225 erzielt. Im Geschäftsjahr 2024 fielen durch den Umzug an den neuen Unternehmensstandort Investitionen in Höhe von TEUR 1.684 und Aufwendungen in Höhe von TEUR 314 an.

 

Alsdorf, 28. November 2025

Ashcroft Instruments GmbH

Geschäftsführung

Steven Culmone

Entwicklung des Anlagevermögens der Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler) im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 770.065,78 33.365,00 0,00 803.430,78
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 34.425,00 0,00 34.425,00
770.065,78 67.790,00 0,00 837.855,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 536.023,10 2.946,89 0,00 538.969,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.309.600,46 173.735,26 27.562,09 2.455.773,63
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 174.015,52 0,00 174.015,52
2.845.623,56 350.697,67 27.562,09 3.168.759,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.171.507,23 150.000,00 0,00 14.321.507,23
17.787.196,57 568.487,67 27.562,09 18.328.122,15
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 645.849,78 39.596,00 0,00 685.445,78
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
645.849,78 39.596,00 0,00 685.445,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 242.664,82 17.865,89 0,00 260.530,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.371.262,46 169.327,45 27.562,09 1.513.027,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.613.927,28 187.193,34 27.562,09 1.773.558,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.012.838,14 150.000,00 0,00 11.162.838,14
13.272.615,20 376.789,34 27.562,09 13.621.842,45
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.985,00 124.216,00
2. Geleistete Anzahlungen 34.425,00 0,00
152.410,00 124.216,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 278.439,28 293.358,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.745,81 938.338,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.015,52 0,00
1.395.200,61 1.231.696,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.158.669,09 3.158.669,09
4.706.279,70 4.514.581,37

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ashcroft Instruments GmbH, Alsdorf (bis 22. August 2024: Baesweiler), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt „I. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt „E. Finanzierungsrisiko und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass aufgrund der gegebenen Finanzierungsstruktur eine ausgeprägte Abhängigkeit von der laufenden Finanzierung durch die Gesellschafterin und weitere Konzerngesellschaften besteht. Deshalb wurde zur Sicherstellung der Finanzierung eine Patronatserklärung durch die Gesellschafterin und eine weitere Konzerngesellschaft abgegeben, die mindestens bis zum 31. Dezember 2026 fortbesteht. Sollte diese Finanzierung, entgegen der Erwartung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft, nicht aufrechterhalten werden, ist die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Wie im Abschnitt „I. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben“ im Anhang und im Abschnitt „E. Finanzierungsrisiko und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 3. Dezember 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Nikolaus Krenzel, Wirtschaftsprüfer

gez. Stefan Römer, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung erfolgte am 3. Dezember 2025.

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