DEUTA Controls GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Klösgen seit 8.4.2022 | Prokura |
Holger Manz seit 16.1.2015 | Prokura |
Peter Rasche seit 16.1.2015 | Prokura |
Thomas Blau seit 11.9.2009 | Geschäftsführer |
Rudolf Dr. Ganz seit 11.9.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEUTA-WERKE GmbHBergisch GladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeines Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die DEUTA-WERKE GmbH hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der HRB Nr. 67107 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die DEUTA-WERKE GmbH ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens werden zu ursprünglichen Anschaffungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Um den tatsächlichen Verlauf des Wertesverzehrs sachgerecht darzulegen, nutzen wir bei bestimmten Anlagegütern des Sachanlagevermögens die Möglichkeit der degressiven Abschreibung. Handelsrechtlich wird ebenfalls von dem steuerrechtlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, sofort abzuschreiben und als Abgang im Anlagengitter zu zeigen. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 250,00 werden aufwandswirksam erfasst. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden, sofern erforderlich, vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den am Abschlussstichtag niedrigeren Beschaffungspreisen bewertet. Lagerbestands- und andere Risiken der Verwertbarkeit sind durch Abschläge berücksichtigt worden. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Personalkosten auch angemessene Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereiches und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Lagerbestands- und andere Risiken der Verwertbarkeit sind durch Abschläge berücksichtigt worden. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Sofern Einzelrisiken bei den Forderungen vorliegen, werden diese durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet; Verluste aus Kursänderungen werden stichtagsbezogen berücksichtigt. Kurzfristige Kursgewinne werden gem. § 256a HGB stichtagsbezogen berücksichtigt. Aktive latente Steuern (Aktivüberhang) werden auf Grund des Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den sonstigen Rückstellungen und werden mit einem Steuersatz von 30,0 % ermittelt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Finanzanlagen Im November 2013 wurde die DEUTA America Corp. mit Sitz in Hauppage, New York, USA, gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz zum 1. Dezember 2019 von Richmond, Virginia, USA, nach Saint Augustine, Florida, USA, verlegt. Die Beteiligung der DEUTA-WERKE GmbH an dieser Gesellschaft beträgt 100 %. Zum 31. Dezember 2023 weist die DEUTA America Corp. ein Eigenkapital von TEUR -16 (i. V. TEUR 226) aus. Die Gesellschaft schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 242 (i. V. TEUR -8) ab. Der Jahresabschluss der DEUTA America Corp. wurde nach den Vorschriften der USGAAP erstellt. Im Mai 2016 wurde DEUTA Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Beteiligung der DEUTA-WERKE GmbH beträgt 100%. Zum 31. Dezember 2023 weist die DEUTA Railway Technologies ein Eigenkapital von TEUR 178 (i.V. TEUR 427) aus. Die Gesellschaft schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 269 (i.V. TEUR 213) ab. Im April 2018 wurde das Stammkapital an der DEUTA Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd. in Höhe von TEUR 129 eingezahlt. Der Jahresabschluss der DEUTA Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd. wurde nach den Vorschriften der PRC-GAAP erstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.012 (i. V. TEUR 466). Sie resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen zum Stichtag nicht (i. V. TEUR 134). Eigenkapital Alleingesellschafterin ist die DEUTA Group GmbH, Bergisch Gladbach. Das Stammkapital in Höhe von TEUR 750 wurde durch das im Wege der Ausgliederung zur Neugründung gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG zu Buchwerten übertragene Vermögen der DEUTA Group GmbH erbracht. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn von EUR 18.098.469,47 in Höhe von EUR 1.800.000,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von EUR 16.298.469,47 auf neue Rechnung vorzutragen. Steuerrückstellungen Im Berichtsjahr wurden für Gewerbesteuer TEUR 1.146 und für Körperschaftsteuer TEUR 1.114 zurückgestellt. Im Vorjahr wurden aufgrund des negativen Ergebnisses keine Rückstellungen gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 5.028 (i. V.TEUR 4.446) und beinhalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Gewährleistungen und Rückstellungen für ausstehende Personalaufwendungen. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 281 wurde mit Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe des Zeitwertes (fortgeführte Anschaffungskosten) des Aktivvermögens aus Altersteilzeitrückdeckung von TEUR 97 verrechnet. Es wurden Erträge und Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 44 (i. V. TEUR 44) verrechnet. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 114 (i. V. TEUR 173) handelt es sich wie im Vorjahr um solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin beläuft sich auf TEUR 29 (i. V. TEUR 15).
Die in Klammern gesetzten Zahlen betreffen das Vorjahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 9.349. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Dienstleistungsvertrag mit der DEUTA Group GmbH bestehen in Höhe von TEUR 1.313. Des Weiteren bestehen sonstigen finanzielle Verpflichtungen aus offenen Rahmenverträgen und Bestellungen in Höhe von insgesamt TEUR 15.795. Diese haben eine Gültigkeit von bis zu 5 Jahren. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 21.098 (i. V. TEUR 13.857) auf das Inland und mit TEUR 39.770 (i. V. TEUR 26.156) auf das Ausland. Die Umsatzerlöse teilen sich auf in Lieferungen und Leistungen TEUR 59.206 (i. V. TEUR 38.524) und Umsatzerlösen aus Reparaturen TEUR 1.662 (i. V. TEUR 1.488). Schwankungen im Umsatz sind aufgrund unseres Projektgeschäftes nicht ungewöhnlich. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR 701 (i. V. TEUR 852). Sie betreffen hauptsächlich die Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 70 (i.V. TEUR 1) als periodenfremd zu betrachten. E. Sonstige Angaben Abschlussprüfer Das uns von unserem Abschlussprüfer, der RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, berechnete Gesamthonorar im Geschäftsjahr beträgt TEUR 33. Konzernabschluss Die DEUTA-WERKE GmbH, Bergisch Gladbach, steht zu 100 % im Besitz der DEUTA Group GmbH, Bergisch Gladbach. Die DEUTA Group GmbH stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft nach den Vorschriften zur Vollkonsolidierung gemäß §§ 301 ff. HGB einbezogen wird. Der Konzernabschluss dieser Gesellschaft wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Geschäftsführung Thomas Blau, Bergisch Gladbach (kaufmännischer Geschäftsführer), Dr. Rudolf Ganz, Overath (technischer Geschäftsführer). Beirat Fabian Rensch Felix Kirchgässler Beschäftigte Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 237 (i. V. 235) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon:
Bergisch Gladbach, 19. März 2024 DEUTA-WERKE GmbH Geschäftsführung Thomas Blau Dr. Rudolf Ganz Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die DEUTA-WERKE GmbH ist ein international tätiges Unternehmen mit dem Branchenschwerpunkt Bahnindustrie und mit den Produktfamilien Anzeige- und Rekorder-Technologie sowie Sensor-Technik. Diese Produkte werden in geringem Umfang ebenfalls an die allgemeine Industrie veräußert. Das Unternehmen unterhält derzeit ein technisches Büro in Berlin. Darüber hinaus ist die DEUTA-WERKE GmbH alleinige Gesellschafterin der Tochtergesellschaften DEUTA America Corporation, St. Augustine, FL, USA, und DEUTA Railway Technologies (Shanghai) Ltd., Shanghai, China. Die DEUTA-WERKE gehört zu 100 % der DEUTA Group GmbH. Die Geschäftsleitung besteht aus zwei Geschäftsführern und drei Prokuristen. Gemeinsam mit den Leitern der entsprechenden Funktionsbereiche üben die Mitglieder der Geschäftsleitung die Unternehmensleitung aus. 1.2 Ziele und Strategien Die DEUTA-WERKE GmbH setzt in stetig zunehmendem Maße auf Produkt- und Technologieinnovationen sowie auf eine nischenorientierte Marktbearbeitung. Sicherheitsrelevante Produkte und Systeme stehen im Fokus unserer weiteren Unternehmensentwicklung. Zudem wollen wir neben den Anforderungen an das Produkt bzw. das System das Applikationsverständnis vertiefen und diesbezüglich auch Angebote unseren Kunden unterbreiten. Der weltweite Absatz unserer komplexer werdenden Produkte und die damit einhergehende weitere Integration in die Gesamtsteuerung der Fahrzeuge, bedingt immer mehr lokale Projektunterstützung von der Planungsphase bis zur Inbetriebnahme und Service. Die beiden Tochtergesellschaften, die DEUTA America Corp. für den amerikanischen Markt und die DEUTA Railway Technologies (Shanghai) Ltd für den chinesisch/asiatischen Markt, unterstützen diesen Ansatz. 1.3 Steuerungssystem Das Qualitäts-Management System auf Basis der Zertifizierung nach ISO/TS 22163 (IRIS, International Railway Industry Standard), diese beinhaltet auch die ISO 9001, dient der DEUTA- WERKE GmbH als Steuerungssystem zur Identifizierung operativer Risiken. Ergänzt wird dies um den ganzheitlichen umweltbezogenen Ansatz, welcher mit der Zertifizierung nach ISO 14001 dokumentiert wurde. Aufbauend auf den monatlichen und somit aktuellen Reportings über die Geschäftsentwicklung erhalten die Geschäftsführung sowie der Gesellschafter der DEUTA-WERKE GmbH eine regelmäßige Berichterstattung. Die Berichterstattung zeigt mögliche Abweichungen von den Plangrößen auf und dient als Grundlage zur Lösungsfindung innerhalb der Geschäftsführungssitzungen. Es werden etwaige Abweichungen von den Zielvorgaben der Planung unverzüglich erkannt und entsprechende Maßnahmen zeitnah eingeleitet. 1.4 Forschung und Entwicklung Um auch künftig den Anforderungen an einen modernen und effizienten Industriebetrieb gerecht zu werden, wurden an den Standorten Bergisch Gladbach und Berlin Investitionsmaßnahmen vorgesehen und planmäßig umgesetzt. Größere Investitionsprojekte in Ausstattung und Infrastruktur gab es keine, es wurde punktuell in Kapazitätsausbau, Rationalisierung und Ersatzbedarf investiert. Der Investitionsbedarf wird kontinuierlich ermittelt. Nach Erhalt der regulatorischen Freigaben haben wir im Jahr 2023 mit der Ausweitung der Fertigungskapazitäten und der Modernisierung der Fertigungstechnologien begonnen. Für das Jahr 2024 planen wir den Abschluss der Baumaßnahmen, die Lieferung und Inbetriebnahme der Anlagen sowie die entsprechende Kundenfreigabe. Schwerpunkt im Berichtsjahr war die Weiterentwicklung der DMI-Geräteplattformen, die auch Security-Funktionen beinhalten. Wir bereiten uns im Rahmen der Hard- und Softwareentwicklung auf die steigenden Anforderungen im Zusammenhang mit Cybersecurity vor und streben eine Zertifizierung nach ISO27001 im Jahr 2024 an. Die Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung in Prozent zum Umsatz beträgt 15,8 % (i. V. 27,3 %) und verdeutlicht die Wichtigkeit von Innovationen für die DEUTA-WERKE GmbH. Die Qualifikation unserer Belegschaft hat sich durch interne und externe Schulungsmaßnahmen auch im Jahr 2023 kontinuierlich weiterentwickelt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Bahnindustrie in Deutschland verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 einen Umsatz von 7,8 Milliarden Euro (i. V. 6,8 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser um rund 15 %. Das Geschäft mit Schienenfahrzeugen erzielte einen Umsatz von rd. 5,1 Milliarden Euro, der Infrastrukturbereich von rd. 1,3 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz lag bei 5 Milliarden Euro und macht damit ca. 64 % des Gesamtumsatzes aus. Der Auftragseingang stieg auf 12,2 Milliarden Euro (i. V. 9 Milliarden Euro) das entspricht ca. 36 % (aus VDB Pressmitteilung Nr. 11/2023 vom 07.11.2023). VDB-Präsident Rodenbeck fordert schlanke Finanzierungsmechanismen für die zeitnahe Umsetzung der angekündigten Investitionen. Er wies nochmals auf die Herausforderungen der Industrie durch die Inflation im Zusammenhang mit den bestehenden Einzel- und Rahmenverträgen hin, die aktuell nur ausnahmsweise eine Preisgleitung vereinbart hätten. Zudem fordert der VDB (Verband der Bahnindustrie) eine zentrale und unabhängige Koordinierungsstelle für die digitale Fahrzeugausrüstung mit ETCS (European Train Control System), da rd. 13.000 Schienenfahrzeuge in Deutschland mit mehr als 300 verschiedenen Fahrzeugtypen umgerüstet werden müssen (aus VDB Pressmitteilung Nr. 11/2023 vom 07.11.2023). In der deutschen Elektroindustrie lag der aggregierte Umsatz von Jan. bis Dez. 2023 bei 238,1 Milliarden Euro (i.V. 224,6 Milliarden Euro) und damit um 6,0 % höher als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz stieg sich dabei um 7,2% (auf 115,0 Milliarden Euro), der Auslandsumsatz um 5,1% (auf 123,1 Milliarden Euro). Der Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum stieg um 5,8% auf 44,0 Milliarden Euro, das Geschäft mit Drittländern stieg um 4,7% auf 79,1 Milliarden Euro (aus ZVEI Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2024). Die Auftragseingänge sanken um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Das Geschäftsklima der deutschen Elektroindustrie hat sich im Januar 2024 verbessert, 22 % der Branchenfirmen bewerten ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut, 52 % stuften sie als unverändert und 26 % als schlecht ein (aus ZVEI Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2024). 2.2 Geschäftsverlauf Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Jahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind. Die DEUTA-WERKE GmbH entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich besser als die Planerwartungen. Der IST-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 20,9 Mio. von EUR 40,0 Mio. auf EUR 60,8 Mio. Gegenüber der Planung von EUR 53,5 Mio. (i.V. EUR 50,0 Mio.) stellt dies ein Plus von 13,8% dar. Das Planergebnis in Höhe von EUR 0,3 Mio. (i.V. EUR 0,8 Mio.) wurde um EUR 4,9 Mio. übertroffen, es wird ein Gewinn in Höhe von EUR 5,2 Mio. ausgewiesen. Im Jahr 2023 wurden rückständige Kundenaufträge aus 2022 umgesetzt neben einem zusätzlich guten Verlauf des Geschäftsjahres. Auch wenn sich die Bauteilversorgung wieder verbessert hat, so sind doch einige Hersteller oder auch Bauteile immer noch schwierig in der kontinuierlichen und stabilen Versorgung. Nach der Verfügbarkeit der Bauteile im Spätherbst 2022 konnte der Kapazitätsaufbau in der Produktion nicht im gleichen Tempo aufgebaut werden. Dies hatte zur Folge, dass auch zum Jahreswechsel rückständige Kundenaufträge in Höhe von rd. EUR 3.2 Mio. ausgewiesen wurden. 2.3 Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist nach wie vor solide. Die hohe Eigenkapitalquote und eigenen liquiden Reserven bilden eine stabile finanzielle Lage. 2.3.1 Ertragslage Die Ertragslage im Jahr 2023 ist zufriedenstellend. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 20,9 Mio. Der geplante Umsatz in Höhe von EUR 53,5 Mio. wurde um EUR 7,3 Mio. übertroffen. Die Umsatzerlöse teilen sich auf in Lieferungen und Leistungen TEUR 59.206 (i.V. TEUR 38.524) und Umsatzerlösen aus Reparaturen TEUR 1.662 (i.V. TEUR 1.488). Die Rohertragsquote ((Umsatzerlöse +Bestandsveränderung +sonstige betriebliche Erträge ./. periodenfremde Erträge ./. Materialaufwand) / Gesamtleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Im Berichtsjahr sanken wieder die relativen Kostenpositionen im Verhältnis zum Umsatz für Material (incl. Dienstleister für die Softwareentwicklung und Energie) gegenüber dem Vorjahr. Durch den gestiegenen Umsatz ist eine quantitative Steigerung der Kostenpositionen zu verzeichnen. Die Personalaufwendungen stiegen um 11,7 % auf EUR 20,3 Mio. (i. V. EUR 18,1 Mio.). Zur Umsetzung des gestiegenen Umsatzes wurde der Personalbestand aufgebaut. Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 25,1 % auf EUR 1,0 Mio. (i. V. EUR 1,3 Mio.) gesunken. Es gab 2023 nur moderate Investitionstätigkeiten im Bereich Maschinen und technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen errechnen sich durch planmäßige Abschreibungen auf das existierende Anlagevermögen sowie durch planmäßige Abschreibungen auf die Investitionen des Berichtsjahres. Die geplante Modernisierung und Ausweitung der Fertigung konnte im Berichtsjahr nicht vollzogen werden, weil regulatorische Freigaben erst verspätet zugegangen sind. Diese Investitionen stehen für 2024 an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 16,7% auf EUR 9,4 Mio. (i.V. EUR 8,1 Mio.). Wesentlich gesunken sind die Aufwendungen für Messen/Marketing und Zeitarbeitnehmer in der Entwicklung. Gestiegen sind hingegen die Wartungskosten/Miete für Software, Provisionen für Auslandsvertretungen, Zeitarbeitnehmer in der Produktion und Verwaltung sowie Kosten für Reisekosten und Mieten/Leasing. Das Ergebnis nach Steuern stieg um EUR 6,1 Mio. auf einen Gewinn in Höhe von EUR 5,2 Mio. Im Berichtsjahr rechnen wir mit einer Ertragsteuerbelastung in Höhe von EUR 2,3 Mio. (i. V. EUR 0,0 Mio.). Die Wertschöpfungsquote (Betriebsleistung-Materialaufwand/Personalaufwand) betrug im Jahr 2023 189 % (i. V. 147 %) und hat sich verbessert. Das EBITD (Betriebsergebnis + normal AfA) betrug im Jahr 2023 EUR 8,5 Mio. (i. V. EUR 0,4 Mio.). 2.3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt in 2023 insgesamt EUR 3,1 Mio. und hat sich im Vorjahresvergleich (EUR - 4,4 Mio.) deutlich verbessert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR - 0,9 Mio. (i. V. EUR - 0,5 Mio.) und aus der Finanzierungstätigkeit EUR- 0,1 Mio. (i. V. EUR -1,1 Mio.). Die Liquidität 1. Grades ((flüssige Mittel + kurzfristiges Umlaufvermögen) / kurzfristige Verbindlichkeiten + Rückstellungen) betrug im Jahr 2023 357,0 % (i. V. 384,7 %). Die Cash-Flow-Rate ((Jahresergebnis + Normal-AfA) / Betriebsleistung) betrug im Jahr 2023 10,3 % (i. V. 1,0 %). 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens stieg um EUR 7,8 Mio. auf EUR 36,8 Mio. Die Investitionstätigkeit im Jahr 2023 lag leicht unter den vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen. Somit sank das Anlagevermögen um 1,9 % auf EUR 3,3 Mio. Das Vorratsvermögen stieg um weitere 2,5 % (i. V. 55,1 %) auf EUR 14,7 Mio. (i. V. EUR 14,3 Mio.). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen um 11,7 %, dies ist notwendig zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft, obwohl es zwischenzeitlich etwas Entspannung auf den Beschaffungsmärkten gegeben hat. Die unfertigen/fertigen Erzeugnisse haben sich um 11,2 % reduziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+58,6 % auf EUR 12,6 Mio.) ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Dies ist zurückzuführen auf den gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 117,3 % auf EUR 1,0 Mio. Die flüssigen Mittel der DEUTA-WERKE GmbH, welche unbeschränkt verfügbar sind, stiegen um 137,7 % auf EUR 3,5 Mio. (i. V. EUR 1,5 Mio.). Die Rückstellungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 63,9% auf EUR 7,3 Mio. (i.V. EUR 4,4 Mio.). Die wesentlichen Rückstellungspositionen sind einzelvertragliche Gewährleistungsrückstellungen, Personalkostenrückstellungen sowie Steuerrückstellungen. Die Summe der Verbindlichkeiten reduzierte sich um 12,1% auf EUR 1,8 Mio. (i.V. EUR 2,1 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind leicht um 14,3% auf EUR 1,1 Mio. gesunken (i.V. EUR 1,3 Mio.). Die finanzielle Situation im Unternehmen ist geordnet. Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 75,3% (i.V. 77,6%). Die Gesamtkapitalrendite (Ergebnis vor Ertragsteuern + Zinsaufwand) / Gesamtkapital) betrug im Jahr 2023 20,4 % (i. V. - 3,1 %). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risiken 3.1.1 Finanzwirtschaft Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist eine angemessene Eigenkapitalquote. Die Kapitalstruktur wird unter Berücksichtigung der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert und angepasst. Zur Risikominimierung werden Finanzierungen, Geldanlagen und Wechselkursrisiken innerhalb des Unternehmens gebündelt betrachtet. Im Gesamtjahr 2023 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements vorgenommen. Das Kapitalmanagement bezieht sich auf das bilanzielle Eigenkapital des Unternehmens. Die Aufrechterhaltung der finanziellen Substanz des Unternehmens trotz zukunftsgerichteter Investitionstätigkeit führt dazu, dass die DEUTA-WERKE GmbH in ihrem Bestand nicht gefährdet wird. Der Zielkorridor der Eigenkapitalquote > 50 % konnte auch in 2023 erreicht werden. Die Zahlungsfähigkeit sichert das Unternehmen durch eine umfassende Liquiditätsplanung und -kontrolle ab. Diese Planungen werden auf lang-, mittel- und kurzfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Zinsänderungsrisiken sind für die DEUTA-WERKE GmbH nur von geringer Bedeutung, da, sofern notwendig, für langfristige Verbindlichkeiten die Zinssätze konsequenterweise auch fest vereinbart werden. Wir schätzen es derzeit als gering ein, dass ein finanzwirtschaftliches Risiko eintritt. 3.1.2 Umfeld und Branche Die Risiken für die Absatzseite liegen primär in der Finanzierbarkeit von Verkehrsprojekten, wie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimatransformationsfond zeigt. Der grundsätzliche Bedarf an Massenverkehrsmitteln wie dem Schienenverkehr nimmt ständig zu. So ist der weltweite Trend der Konzentration von Bevölkerung in Städten sowie von langen Transportwegen von der Rohstoffquelle zur Verarbeitung ungebrochen. Die langen Projektvorlaufzeiten mit komplexen Zulassungs- und Genehmigungsverfahren für Bahnstrecken, rollendes Material und Betrieb in Verbindung mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln auch der öffentlichen Hand bergen Umsetzungs- und Realisationsrisiken. Nach wie vor sind die wichtigsten Beschaffungsmarktrisiken durch Schwankungen in den Rohstoff- und Energiepreisen bedingt, sowie in der Verfügbarkeit der von uns eingesetzten Zukaufteile. Die grundsätzliche Verfügbarkeit von Kaufteilen hat sich verbessert, die bereits in 2022 teilweise deutliche gestiegenen Lieferzeiten sind meist noch unverändert. Soweit möglich begegnen wird den Risiken auf den Beschaffungsmärkten wird mit langfristigen Bezugskontrakten und bei Bedarf durch fristenkongruente Rahmenverträge begegnet. Zudem betreibt das Unternehmen ein aktives Obsoleszenzmanagement. Im Berichtsjahr waren auf der Beschaffungsseite die Auswirkungen auf die Kundentermine immer noch deutlich, primär in weiterhin langen Lieferzeiten und Preissteigerungen. Im Folgejahr erwarten wir eine horizontale Entwicklung der Versorgungslage bei den Zukaufteilen. 3.1.3 Leistungswirtschaftliche Risiken Als Hersteller elektronischer und elektromechanischer Produkte für die Bahnindustrie unterliegt die DEUTA-WERKE GmbH komplexen regulatorischen Vorschriften. Die Erfordernisse an Langzeitverfügbarkeit unserer Produkte verbunden mit kurzen Produktlebenszyklen unserer Zulieferprodukte führt zwangsläufig zu höheren Kosten, die auf Dauer über die Produktpreise finanziert werden müssen und sich somit auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit negativ auswirken können. Die Zahlungsbedingungen mit Kunden und Lieferanten werden ständig überwacht und entsprechen dem Branchen- und Landesdurchschnitt. Einkaufswährung ist in Europa vorrangig der Euro, zu einem geringen Anteil auch der US-Dollar. Darüber hinaus optimiert das Unternehmen mit kontinuierlichen Verbesserungen die Produktions- und Logistikstrukturen und steigert somit fortlaufend die Effizienz des Produktionsprozesses. In Verbindung mit unseren Maßnahmen sehen wir den Eintritt von leistungswirtschaftlichen Risiken als gering an. 3.1.4 Informationstechnologie Mit dem immer stärkeren Einsatz von Informationstechnologie in allen Unternehmensbereichen steigen die informationstechnischen Risiken, wie beispielsweise der Ausfall von Personalcomputern oder der unbefugte Zugriff auf Hard- und Software. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen von der Prävention bis zur Intervention entwickelt und im Einsatz, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Zudem wird laufend in moderne Informationstechnologie investiert, so dass die Prozesse im Unternehmen noch stabiler werden. Die Ergebnisse der durchgeführten Schwachstellenanalyse wurden intensiv im Berichtsjahr bearbeitet. Im Folgejahr planen wir eine Zertifizierung nach ISO27001. Den Eintritt der Risiken aus Informationstechnologie sehen wir als gering an. 3.1.5 Unternehmensstrategie Die DEUTA-WERKE GmbH beobachtet die aktuelle Marktentwicklung und den Wettbewerb in den für uns relevanten Märkten kritisch. Im Moment wurden keine Risiken festgestellt, die die Stabilität und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 3.2 Chancen Zur Messung der Wahrnehmung der Marke DEUTA führen wir Kundenbefragungen durch. Die Bewertungen der Kunden werden analysiert, um mögliche Verbesserungspotenziale zum Kundennutzen zu verbessern. Die innovativen Produkte und Anwendungen der DEUTA-WERKE GmbH ermöglichen es weiterhin, den Weg eines nachhaltigen Wachstums fortzuführen. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Vor allem im Bereich von sicherheitsrelevanten Produkten, künftig mit verstärktem Blick auf Cybersecurity, sehen wir für die Zukunft großes Potential, um unser Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Diese sicherheitsrelevanten Produkte, insbesondere im Produktsegment Anzeigetechnologie, und der nunmehr unter ETCS zwingend vorgeschriebenen sicheren Anzeige der Fahrzeuggeschwindigkeit, stellen ein attraktives Produktportfolio für unsere Kunden bereit. 3.3 Prognosen Die gesamtwirtschaftliche Situation in den ersten Monaten des Jahres 2024 ist grundsätzlich stabil. Dem bestehenden Engpass der Fertigungskapazität durch die stark gestiegenen Umsätze im Berichtsjahr wurde bereits mit einem deutlichen Personalaufbau in der Fertigung begegnet. Trotz der weltweiten politischen Unwägbarkeiten (wie z. B. Handelsstreit USA ./. China, Ukraine-Konflikt) rechnen wir mit einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum (gem. Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung) in 2024 in Höhe von 0,2 %. Positive Impulse für unsere Produkte und Anwendungen erwarten wir vor allem aus dem weiteren Ausbau der Nachfrage nach sicheren Anzeige- und Rekordersystemen. Die DEUTA-WERKE GmbH setzt in stetig zunehmendem Maße auf Produkt- und Technologieinnovationen sowie eine nischenorientierte Marktbearbeitung. Zudem wird die Stellung auf den relevanten Weltmärkten fortschreitend ausgebaut. Dem tragen wir mit einer lokalen Marktbearbeitung in den USA und China mit eigenen Tochtergesellschaften Rechnung. Für die nächsten Geschäftsjahre erwarten wir grundsätzlich eine horizontale Unternehmensentwicklung. Abhängig von Kundenprojektverläufen, den Preis- und Verfügbarkeitsvolatilitäten auf den Rohstoffmärkten, welche sich im absoluten Umsatzwert niederschlagen, streben wir an, unseren Absatz mittelfristig weiter leicht zu steigern, um inflationsbereinigt zu wachsen. Unsere konservative Umsatz- und Ergebnisplanung für 2024 sieht gegenüber den IST-Umsätzen des Geschäftsjahres 2023 eine weitere leichte Steigerung vor (Planumsatz 2024 EUR 66,5 Mio., IST-Umsatz 2023 EUR 60,9 Mio.), wobei das Planergebnis 2024 gegenüber dem IST-Ergebnis deutlich niedriger ausfallen wird (Planergebnis 2024 EUR 1,3 Mio. nach Steuern, IST-Ergebnis 2023 EUR 5,4 Mio. nach Steuern). Zum 18. März. 2024 beträgt der Gesamtauftragsbestand EUR 74,7 Mio., für das Geschäftsjahr 2024 EUR 49,7 Mio., wobei bis zum 18. März 2024 bereits EUR 15,1 Mio. umgesetzt wurden. Auch im Jahr 2024 wird uns Corona bzw. die Nachwirkungen aus der Corona-Pandemie (COVID-19) und den deutlich angestiegenen anderen Infektionskrankheiten weiter begleiten. Wir gehen davon aus, dass die Krankenquote, die bereits im Jahr 2023 erhöht war, weiterhin auf diesem Niveau verbleiben wird. Die in den Vorjahren bereits erlebte Verschlechterung der Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern wird sich im Jahr 2024 und folgende sehr wahrscheinlich fortsetzen. Wir begegnen dem durch eigene Ausbildung sowie Qualifizierung von Mitarbeitern und Bewerbern. Der andauernde Ukraine-Konflikt mit Russland, begleitet von vielen Embargos, welche den wirtschaftlichen Austausch mit der Krisenregion deutlich einschränken bis verhindern wird, hat uns im vergangenen Jahr nur unwesentlich mittelbar beeinflusst. Aktuell haben wir keine direkten Absatz- und Beschaffungsaktivitäten in der Krisenregion bzw. der vom Embargo betroffenen Länder. Zurzeit haben wir keine Kenntnis davon, dass Einkaufsteile in der Versorgungslage mittelbar vom Konflikt bzw. Embargo betroffen sind. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die DEUTA-WERKE GmbH ist international tätig, wodurch Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und der Absatzseite grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden können. Anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen werden Risiken bei Bedarf mit geeigneten Finanzierungsinstrumenten abgesichert. Derzeit sind solche Finanzinstrumente nicht im Einsatz.
Bergisch Gladbach, den 19. März 2024 DEUTA-WERKE GmbH Geschäftsführung Thomas Blau Dr. Rudolf Ganz Entwicklung des Anlagevermögens der DEUTA-WERKE GmbH, Bergisch Gladbach im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DEUTA-WERKE GmbH, Bergisch Gladbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DEUTA-WERKE GmbH, Bergisch Gladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEUTA-WERKE GmbH, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 5. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co.KG
Holger Wildgrube, Wirtschaftsprüfer Stefan Römer, Wirtschaftsprüfer |
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