Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 160484
Vorher
DST Akquisitions GmbH
Eingetragen
19.12.2019
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie von Grundbesitz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Dr. Orth
seit 12.5.2020
Geschäftsführer
Matthias Klug
seit 12.5.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEALABLE Beteiligungs GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2022

Inhalt

1. Grundlagen der Unternehmensgruppe

2. Wirtschaftsbericht nach §289 (1) und (3) HGB

2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

2.1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland 2021

2.1.2. Entwicklung der Branche im Geschäftsjahr 2021

2.1.3. Entwicklung der SEALABLE Unternehmensgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr

2.2. Lage der Gesellschaft

2.2.1. Vermögenslage

2.2.2. Liquiditätslage

2.2.3. Ertragslage

3. Forschungs- und Entwicklungsbericht nach §289 (2) Nr. 2 HGB

4. Chancen und Risikobericht nach §289 (2) Nr. 1 HGB

4.1. Risikomanagementsystem

4.2. Chancen

4.3. Risiken

5. Prognosebericht

5.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

5.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

5.3. Unternehmensprognose

1. Grundlagen der Unternehmensgruppe

Die SEALABLE Unternehmensgruppe, bestehend aus der SEALABLE Beteiligungs GmbH, der SEALABLE Solutions GmbH, der SEALABLE Immobilien GmbH und der SEALABLE Verwaltung Assets GmbH. Sie entwickelt, produziert und vertreibt Extrusionsartikel auf Kautschukbasis für die produzierende Industrie und als Dichtungen für den Hoch- und Tiefbau.

Das Businessmodell basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen. Einerseits offeriert das Unternehmen standardisierte Produkte, welche im Hoch- und Tiefbau bzw. in standardisierten Industrieprodukten- und Systemen Anwendung finden. Dabei handelt es sich z.B. um Dichtungen für Fenster, Fassaden, Tür- und Tordichtungen oder Verglasungsdichtungen für Zugwagons. Die zweite Säule bildet ein projektspezifisches Portfolio von Spezialdichtungen, die in Infrastrukturprojekten eingesetzt werden und auf eine spezielle Anforderung abgestimmt sind. Solche Projektgeschäfte kommen z.B. im internationalen Tunnel- oder Gleisoberbau zum Tragen.

Die SEALABLE Unternehmensgruppe wurde zum 01.05.2020 im Rahmen des Verkaufs der Dätwyler Sealing Technologies Deutschland GmbH aus der Dätwylergruppe gegründet. Die Geschäftsanteile der Dätwyler Schweiz AG wurden zu 100 % durch die SEALABLE Beteiligungs GmbH übernommen, deren Mehrheitsgesellschafter die BPE 4 Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie das Management der SEALABLE Unternehmensgruppe ist.

Der Konzernjahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 aufgestellt.

2. Wirtschaftsbericht nach §289 (1) und (3) HGB

2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

2.1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland 2022

Anfang 2022 war eine kurze wirtschaftliche Erholungsphase aufgrund postpandemischer Nachholeffekte zu verzeichnen. Die Industrienationen hatten ihre Strategie zur Reaktion auf die Covid-19-Pandemie geändert und sich entsprechend angepasst. Die Grenzen wurden weltweit geöffnet und der Handel wurde zunächst belebt. Ab dem 24.2.2022 hat sich allerdings die geopolitsuche und geowirtschaftliche Lage in der Welt drastisch verändert, nachdem Russland seine Militäroperation in der Ukraine startete. 1 Dieser Konflikt verursachte langfristige Beeinträchtigungen von Handelsbeziehungen, insbesondere durch mehrerer Sanktionspakete der EU und darüber hinaus einen extremen Anstieg der Energiekosten durch den Importstopp von russischem Gas ab dem 3. Quartal des Jahres 2022. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Importpreis der fossilen Energie extrem angestiegen. Der Kohlepreis hat sich verfünffacht und der Gaspreis sogar verzehnfacht. Die meisten Regionen in der Welt leiden nachhaltig unter der Energieknappheit sowie dem Preisanstieg von Öl, Gas und Strom. Die aktuelle Energiekrise ist die Folge einer Überlappung mehrerer Themenfelder, bestehend aus der Covid-19-Pandemie, dem Klimawandel, dem überhitzten Wirtschaftswachstum der letzten Jahre sowie als Multiplikator dem Russland-Ukraine-Krieg. Einhergehend mit den extremen Preissteigerungen für Gas und Strom leiden die westlichen Länder seitdem unter einer hohen Inflation. Zahlreiche Zentralbanken hatten deswegen die Währungspolitik in mehreren Schritten verschärft. Angesichts dieser weiter anhaltenden Inflation sowie der Energiekrise steht die Weltwirtschaft vor einer Rezession, die möglicherweise noch im Jahr 2023 andauern wird. 2

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs im Jahr 2022 um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings fiel das BIP 2022 im Vergleich zum Vorjahrswachstum von 2,9 % um 1,1 Prozentpunkte niedriger aus. 3 Die ursprünglich erhoffte, wirtschaftliche Regeneration nach der Corona-Pandemie fiel aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges sowie den steigenden Energiepreisen und der damit verbundenen Rekordinflation geringer aus als noch Ende 2021 von Analysten erwartet. 4

2.1.2. Entwicklung der Branche im Geschäftsjahr 2022

Die Entwicklung der Branche wurde nachhaltig negativ durch die Folgen des Russland-Ukraine-Krieges beeinflusst und befindet sich seit dem 1. Quartal 2022 in einem Krisenmodus. Hauptursachen sind die bereits beschriebene Energiekrise sowie eine Verfügbarkeitsproblematik relevanter Rohstoffe aufgrund diverser Sanktionspakete der EU gegen Russland. Die dadurch bedingten Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe bewegten sich seit dem 1. Quartal 2022 im zweistelligen Prozentbereich und konnten durch Preiserhöhungen der Unternehmen der Kautschukindustrie nicht vollständig weitergeben werden. Zwar erreichte die Branche ein Umsatzplus von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr, allerdings ging die Produktion der Branche um 5 % zurück. Durch unvollständig kompensierte Kostensteigerungen sanken trotz Umsatzwachstum die Erträge der Unternehmen der Branche. 5

Die Geschäftsentwicklung der deutschen Kautschukindustrie stellt sich in den einzelnen Subbranchen, insbesondere hinsichtlich des Absatzmarktes, unterschiedlich dar. Die größte Abnahmebrache ist die Automobilindustrie. Letztere wurde in der ersten Jahreshälfte 2022 durch Lieferengpässe bei Halbleitern und Kabelbäumen aus der Ukraine negativ beeinflusst und erholte sich erst in der zweiten Jahreshälfte, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau im Vergleich zu den Vorjahren.

Im non-automotive Industriegeschäft lagen die Einschränkungen im Produktionsbereich sowie in einer ab der zweiten Jahreshälfte zu verzeichnenden rezessiven Entwicklung im Bausektor. 6 Innerhalb der technischen Elastomer-Erzeugnisse ist die Anbieterseite sehr heterogen aufgestellt und eine aggregierte Branchenbetrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte stellt lediglich eine Tendenz der Branche dar, die nicht für alle Unternehmen gilt. Allerdings waren alle Unternehmen der Branche gleichermaßen von der extremen Entwicklung der Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten des Jahres 2022 betroffen, deren Höhe nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Dadurch verschlechterte sich die Ertragslage und viele Unternehmen der Branche hatten mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen. 7

Die Kostensteigerungen für die wichtigsten synthetischen Kautschuktypen betrugen im Durchschnitt des Jahres 2022 bis zu 50 %. 8 Hauptursache für den extremen Preisanstieg war eine teilweise Mangellage von Vorprodukten sowie die Preisentwicklung von Rußen, Ölen und sonstigen Chemikalien als elementare Bestandteile sämtlicher Elastomerprodukte. Bei Naturkautschuk waren es die erhöhten Logistikkosten, die für den Preisanstieg verantwortlich waren. Der Strom- und Gaspreis hatte sich für die Unternehmen mehr als verdoppelt. 9

2.1.3. Entwicklung der SEALABLE Unternehmensgruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr der SEALABLE Unternehmensgruppe folgte den in Abschnitt 2.1.2. beschriebenen Kostenentwicklungen innerhalb der Branche.

Das abgelaufene Geschäftsjahr lag umsatzseitig über alle Segmente um 17 % über dem Vorjahr. Allerdings konnte diese Umsatzsteigerung nicht den Kostenanstieg von 40 % im Rohstoffbereich und 30 % in den sonstigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr kompensieren. Somit ist die Umsatzentwicklung durchaus positiv zu bewerten, allerdings blieb die Ertragslage der Gesellschaft unterhalb der Erwartungen. Die Umsatzentwicklung stellte sich darüber hinaus in den drei Subsegmenten Tunnelbau, Gleisoberbau und Industrial Solutions im Vergleich zum Vorjahr sehr unterschiedlich dar. Von den extremen Preissprüngen waren allerdings die drei Segmente gleichermaßen negativ beeinflusst.

Im Tunnelsegment ist weltweit generell ein konsolidierender Trend in einzelnen Märkten zu beobachten, wodurch strategische Maßnahmen hinsichtlich der Vertriebs- und Produktionsstruktur notwendig wurden. Es konnte in diesem Segment ein Umsatzanstieg von 17 % gegenüber 2021 erreicht werden. Ein Grund für diesen positiven Trend sind Projektverschiebungen des Vorjahres, die wiederum mit Lieferketten-Unterbrechungen der Projekteigner verknüpft waren oder mit einem durch das Management gezielten und strategisch bewusst gesteuerten Projektmanagement.

Der bereits im vierten Quartal 2021 zu verzeichnende positive Trend im Auftragseingang sorgte somit in 2022 zu einer positiven Entwicklung des Umsatzes in diesem Segment. Allerdings verursachten die ab dem 1. Quartal 2022 beschriebenen Kostenentwicklungen sowie mit dem Tunnelsegment verknüpfte langfristige Kundenverträge zu einem Ertragsrückgang innerhalb dieses Subsegments, da die Kostensteigerungen lediglich zu einem kleinen Teil weitergegeben werden konnten.

Im Gleisoberbau-Segment konnte eine Umsatzsteigerung um 40 % gegenüber dem Vorjahr realisiert werden. In diesem Segment machte sich einerseits ein Nachholeffekt der Umsatzausfälle des Pandemiejahres bemerkbar, andererseits aber auch die konsequente Verfolgung der Wachstumsstrategie mit den strategisch wichtigen A-Kunden und Verkehrsbetrieben. Weiterhin konnten internationale Großprojekte, die sich bereits seit einiger Zeit in der Projektierung befanden, umgesetzt werden. Durch zusätzlich realisierte Projektaufträge im Nahverkehr konnte neben kosteninduzierten Preiserhöhungen ein Mengenwachstum in diesem Segment erreicht werden.

Das Segment Industrial Solutions blieb umsatzseitig auf dem Vorjahresniveau bestehen. Besonders im Bereich der Fenster- und Fassadendichtungen, Tür- und Tordichtungen sowie speziellen Dichtungen für den Technischen Markt kam es durch die enge Verzahnung mit Märkten, die dem allgemeinen Negativtrend der übrigen Branche folgten, zu erheblichen Mengeneinbußen. Zwar konnten durch schrittweise Preisanpassungen auf Basis gestiegener Energie- und Rohstoffpreise Mengenverluste teilweise kompensiert werden, allerdings blieb auch in diesem Segment die Ertragslage hinter den Erwartungen zurück. Weiterhin befanden sich größere, mengenwirksame Aufträge in 2022 noch in der Projektierungsphase, wodurch, insbesondere bei den projektgetriebenen Umsatzanteilen innerhalb dieses Segments, ein im Vergleich zum Vorjahr niedriges Auftragseingangs-Niveau zu verzeichnen war.

Die Produktionsprozesse wurden weiter optimiert, um, neben notwendigen Preiserhöhungen, für eine Kompensation der gestiegenen Kosten zu sorgen. Hervorzuheben sind hier die Investitionen und Aktivitäten zur Energiekosteneinsparung im Unternehmen. Weiterhin ist ein positiver Trend beim Auftragseingang in den Bereichen Tunnelbau, Industrial Solutions und Gleisoberbau und somit diejenigen technischen Produkte, die eng mit dem Baugewerbe und der Infrastruktur verknüpft sind, zu beobachten. In Kombination mit einer Entspannung am Energie- und Rohstoffmarkt kann mit einer Verbesserung der Ertragslage innerhalb der Segmente gerechnet werden.

Die für die Steuerung der SEALABLE- Gruppe vom Management verwendeten Kennzahlen sind nachfolgend dargestellt:

Kennzahl Definition
Umsatz Gemäß § 277 Abs. 1 HGB
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Ertrags- und sonstigen Steuern
Jahresergebnis Gemäß § 275 HGB

2.2. Lage der Gesellschaft

2.2.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie nachfolgend gezeigt dar:

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021 Änderung
T€ % T€ % T€ %
Immaterielles Vermögen 2.155 8,4 % 2.697 10,1 % - 543 -20,1 %
Sachanlagen 14.556 56,9 % 16.514 61,8 % - 1.958 -11,9 %
Anlagevermögen 16.710 65,3 % 19.211 71,9 % - 2.501 -13,0 %
Vorräte 4.093 16,0 % 3.174 11,9 % 919 28,9 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.241 12,7 % 2.553 9,6 % 689 27,0 %
sonstige Vermögensgegenstände 260 1,0 % 292 1,1 % - 33 -11,2 %
Bankguthaben und Kasse 1.125 4,4 % 1.298 4,9 % - 173 -13,3 %
Umlaufvermögen 8.719 34,1 % 7.318 27,4 % 1.401 19,2 %
Aktive Rechnungsabgrenzung 149 0,6 % 176 0,7 % - 27 -15,5 %
25.578 100,0 % 26.705 100,0 % - 1.127 -4,2 %

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 25.278 T€ (im Vorjahr: 26.705 T€). Damit hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahressniveau um 1.127 T€ reduziert. Dieser Effekt resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Anlagevermögens. Den Investitionen in Höhe von 883 T€ standen Abschreibungen in Höhe von 3.370 T€ sowie Anlagenabgänge in Höhe von 14 T€ gegenüber.

Dem entgegen stehen gestiegene Vorräte am Bilanzstichtag um 28,9 % und ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 27,0 % im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Insbesondere sind die Vorräte an Fertigerzeugnissen um 878 T€ höher, was zum einen in höheren unterwegs befindlichen Beständen von 559 T€ (Vorjahr 54 T€) sowie auftragsbedingt höheren Beständen an Handelswaren von 343 T€ (Vorjahr 197 T€) und zum anderen in der Bewertungsanpassung aufgrund gestiegener Herstellkosten begründet ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen wegen des umsatzstarken Dezembers zum Bilanzstich um 689 T€ höher als im Vorjahr.

PASSIVA 31.12.2022 31.12.2021 Änderung
T€ % T€ % T€ %
Eigenkapital 2.346 9,2 % 2.700 10,1 % - 354 -13,1 %
passivischer Unterschiedsbetrag 3.988 15,6 % 5.184 19,4 % - 1.196 -23,1 %
Steuerrückstellungen - 0,0 % 1.152 4,3 % - 1.152 -100,0 %
sonstige Rückstellungen 792 3,1 % 709 2,7 % 83 11,7 %
Rückstellungen 792 3,1 % 1.861 7,0 % - 1.069 -57,4 %
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 8.878 34,7 % 8.419 31,5 % 459 5,5 %
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 4.390 17,2 % 5.890 22,1 % - 1.500 -25,5 %
mittel- und langfristige Verbindlichkeiten 13.268 51,9 % 14.309 53,6 % - 1.041 -7,3 %
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.500 5,9 % 1.500 5,6 % - 0,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.580 14,0 % 1.054 3,9 % 2.527 239,7 %
sonstige Verbindlichkeiten 104 0,4 % 96 0,4 % 8 7,9 %
kurzfristige Verbindlichkeiten 5.185 20,3 % 2.650 9,9 % 2.534 95,6 %
25.578 100,0 % 26.705 100,0 % - 1.127 -4,2 %

Die Reduktion des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der linearen Auflösung, da der Posten planmäßig über eine Laufzeit von sechs Jahren vereinnahmt wird.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.152 T€ aus dem Vorjahr wurden im Geschäftsjahr liquiditätswirksam beglichen. Rückstellungen für Steuern für das Berichtsjahr waren nicht zu bilden.

Zum Stichtag weist die SEALABLE-Gruppe Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 8.878 T€ aus. Diesen enthalten kapitalisierte Zinsen in Höhe von 1.228 T€. Aufgrund der planmäßigen Tilgung sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.500 T€ niedriger als zum Vorjahr.

Die SEALABLE-Gruppe stellt sich in der Finanzierung zum Bilanzstichtag insbesondere durch ein langfristiges Darlehen bei der Sparkasse Rhein-Nahe in Höhe von 5.890 T€ und ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 8.878 T€ solide auf. Das Darlehen bei der Sparkasse Rhein-Nahe ist seit dem 31.12.2020 in halbjährlichen Kapitalraten in Höhe von 750 T€ rückzuzahlen und endet vertragsgemäß am 30.06.2027. Die Finanzierungskonditionen des Darlehens basieren auf dem jeweiligen EURIBOR zuzüglich einer Marge, die in Abhängigkeit zum Verschuldungsgrad der Gruppe steht. Zum 31.12.2022 betrug der Zinssatz 2,723 % p.a. Der Verschuldungsgrad gilt zeitgleich als Finanzkennzahl im Kreditvertrag, deren Einhaltung sichergestellt sein muss (Covenantvereinbarung).

Der Verschuldungsgrad ist vertraglich wie folgt definiert:

Verschuldungsgrad = Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA

Die Gesellschafterdarlehen sind ab 2022 jährlich in Höhe von bis zu 1.275 T€ rückzahlbar, insoweit die Zins- und Tilgungsverpflichtungen gegenüber der Sparkasse Rhein-Nahe erfüllt wurden und der SEALABLE-Gruppe freie Liquidität zur Verfügung steht. Die Darlehen werden vertragsgemäß mit 6 % p.a. verzinst. Zum 31.12.2022 wurden Zinsen an die Gesellschafter in Höhe von 1.128 T€ kapitalisiert. Die Gesellschafterdarlehen treten in Nachrang zur finanzierenden Sparkasse Rhein-Nahe.

2.2.2. Liquiditätslage

31.12.2022
T€
Konzernergebnis -395
Abschreibungen auf das Anlagevermögen +3.370
Auflösung Unterschiedsbetrag -1.196
Abnahme Steuerrückstellungen -1.152
Abnahme sonstige Rückstellungen +83
Zunahme Vorräte -919
Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -689
Abnahme andere Aktiva +61
Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen +2.527
Abnahme andere Passiva +7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen +656
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit +2.354
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände +0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -870
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -870
Auszahlung für die Tilgung von Darlehen -1.500
gezahlte Zinsen -197
Zunahme Eigenkapital +39
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.658
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -173
Finanzmittel am Anfang der Periode +1.298
Finanzmittel am Ende der Periode +1.125

Der Finanzmittelfonds der SEALABLE Gruppe ist um 173 T€ niedriger als zu Jahresbeginn. Aus dem operativen Geschäft hat die SEALABLE Gruppe 2.407 T€ erwirtschaftet.

Dem gegenüber stehen Liquiditätsabflüsse in Höhe von 883 T€ für Investitionen und 1.697 T€ für die Tilgung von Darlehen und die Zahlung von Zinsen.

Die SEALABLE Gruppe verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 1.125 T€. Mit einer zugesagten und zeitweise in Anspruch genommenen Kontokorrentlinie in Höhe von 2.000 T€ zum Bilanzstichtag hat die Gruppe jederzeit ausreichende Liquidität, um saisonale finanzielle Schwankungen auszugleichen. Die Einhaltung der Covenants ist ebenfalls Ziel des Liquiditätsmanagements.

Ertragslage

Die Ertragslage für Konzernabschluss sieht wie nachfolgend gezeigt aus.

01.01.-31.12.2022 01.01.-31.12.2021 Änderung
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 38.091 93,4 % 32.686 92,8 % 5.404 16,5 %
Bestandsveränderung 850 2,1 % 429 1,2 % 421 98,2 %
Aktivierte Eigenleistungen 244 0,6 % 256 0,7 % -12 -4,7 %
sonstige betriebliche Erträge 1.577 3,9 % 1.835 5,2 % -258 -14,0 %
Betriebsleistung 40.762 100,0 % 35.206 100,0 % 5.555 15,8 %
Materialaufwand -20.375 -50,0 % -15.560 -44,2 % -4.814 30,9 %
Rohergebnis 20.387 50,0 % 19.646 55,8 % 741 3,8 %
Personalaufwand -8.757 -21,5 % -8.509 -24,2 % -248 2,9 %
Abschreibungen -3.370 -8,3 % -3.309 -9,4 % -62 1,9 %
sonstiger Aufwand -7.972 -19,6 % -6.043 -17,2 % -1.928 31,9 %
übriger Betriebsaufwand -20.099 -49,3 % -17.861 -50,7 % -2.238 12,5 %
Betriebsergebnis (EBIT) 288 0,7 % 1.785 5,1 % -1.497 -83,9 %
Zinserträge 0 0,0 % 0 0,0 % 0
Zinsaufwendungen -656 -1,6 % -718 -2,0 % 62 -8,6 %
Finanzergebnis -656 -1,6 % -718 -2,0 % 62 -8,6 %
Ertragsteuern 0 0,0 % 0 0,0 % 0
sonstige Steuern -27 -0,1 % -2 0,0 % -25 1041,7 %
Jahresergebnis -395 -1,0 % 1.065 3,0 % -1.460

Die Umsatzerlöse verteilen sich im Berichtsjahr mit 53,4 % auf das Projektgeschäft und mit 46,6 % auf das Standardgeschäft. Beide Tätigkeitsfelder halten sich im Wesentlichen die Waage. Das Umsatzplus in Höhe von 5.404 T€ zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Preisanpassungen bei Kunden und Neugeschäft zurückzuführen.

01.01.-31.12.2022
T€
Verteilung
%
01.01.-31.12.2021
T€
Verteilung
%
Projektgeschäft 20.357 53,4 % 15.256 46,7 %
Standardgeschäft 17.733 46,6 % 17.431 53,3 %
Umsatzerlöse 38.091 100,0 % 32.687 100,0 %

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.577 T€ enthalten insbesondere die Auflösung des Unterschiedsbetrages aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von 1.196 T€.

Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 288 T€ leicht unter unseren Erwartungen aus dem Vorjahr in Höhe von 460 T€. Insbesondere haben wir im Geschäftsjahr 2022 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen höhere, als erwartete Kostenpositionen zu verzeichnen. Hier aufzuführen sind im Wesentlichen Energiekosten in Höhe von 1.695 T€, Kosten für Warentransporte in Höhe von 2.056 T€ und Provisionen in Höhe von 965 T€.

Zusammenfassende Aussage

Unter Berücksichtigung der schwierigen Entwicklung auf den Rohstoffmärkten zeigt die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für 2022 für die SEALABLE-Gruppe insgesamt einen zufriedenstellenden Verlauf. 2022 konnten die gesteckten Ziele in Höhe von 35 Mio. € Umsatzsatzziel deutlich übertroffen werden. Das erwartete Nachsteuerergebnis von 997 T€ wurde mit -395 T€ jedoch aufgrund der in den Abschnitten 2.1.2 und 2.1.3 beschriebenen Entwicklungen auf der Kostenseite verfehlt.

3. Forschungs- und Entwicklungsbericht nach §289 (2) Nr. 2 HGB

Das umfangreiche Produktsortiment des SEALABLE Gruppe Konzerns erfordert für die Umsetzung von Kundenwünschen entsprechende Kompetenzzentren. Dementsprechend arbeiten die Bereiche aus Forschung- und Entwicklung daran, in den verschiedenen Segmenten auf die die speziellen Erfordernisse für jede technische Anwendung gezielt eingehen zu können.

Die Hauptaufgaben der F&E-Abteilungen liegen in der Weiterentwicklung der technischen Eigenschaften der Produkte bzw. deren Rohstoff, sowie die Erreichung von weiteren Fortschritten bei der Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit oder einer weiteren Verbesserung der Verarbeitbarkeit. Des Weiteren ist die Entwicklung und Konstruktion von Werkezeugen eine wesentliche Aufgabe.

Zum Stichtag des Geschäftsjahres 2022 waren 22 Mitarbeiter/-innen im Bereich F&E beschäftigt. Die Personal- und Sachaufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Zeitraum des Geschäftsjahres 1.395 T€. Die Personalkosten der F&E-Mitarbeiter/-innen sind in den Personalaufwendungen der SEALABLE-Gruppe enthalten.

4. Chancen und Risikobericht nach §289 (2) Nr. 1 HGB

4.1. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der SEALABLE-Gruppe erfasst und beurteilt die relevanten Risiken, kommuniziert diese im Rahmen einer regelmäßigen internen Berichterstattung und entwickelt entsprechende Gegenmaßnahmen. Die Chancen- und Risikosituation hat sich vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise sowie dem Russland-Ukraine Konflikt zwischenzeitlich deutlich verändert und stellt sich wie nachfolgend gezeigt dar.

4.2. Chancen

Chancen sieht das Management in einer weiteren Etablierung der SEALABLE- Marke und in der Entwicklung eines attraktiven Arbeitgeberimages. Gerade die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ist ein Hauptanliegen der Geschäftsführung. Durch den gesellschaftlichen Wandel einerseits und die Auswirkungen der Erfahrungen aus zwei Jahren Pandemie, sind Begriffe wie New Work, flexibles Arbeiten, Homeoffice und Telearbeit von der Ausnahme zum Standard geworden. Die SEALABLE Gruppe stellt sich dieser Herausforderung und beschäftigt sich auch im Rahmen eines InnoFarm-Projektes proaktiv mit der Etablierung neuer Organisationsformen. Chancen einer proaktiven Organisationsentwicklung sieht das Management für die SEALABLE-Gruppe in einer Zunahme der Agilität, d.h. die flexible und antizipative Anpassungsfähigkeit an technologische und marktseitige Veränderungen künftig zu erhöhen.

Hinsichtlich der Märkte findet eine weitere Fokussierung auf technisch- und technologisch anspruchsvolle Extrusionsartikel als Bestandteil komplexer Systeme im Tunnel-, und Gleisoberbau statt. Zusätzlich erfolgt der weitere Ausbau enger Kooperationen mit strategischen Partnern im Bereich Industrial Solutions, wodurch sich gerade mit A-Kunden weitere Wachstumspotentiale ergeben. Durch Qualität und zunehmende Flexibilität der Produktionsbereiche sieht das Management zusätzliches Wachstumspotential. Dabei liegt das Augenmerk einerseits auf dem weltweiten Ausbau des Projektgeschäftes im Gleisoberbau und andererseits in der Verfolgung des Wachstumstrends im Bereich der Technischen Märkte im Industrial Solutions Segment.

Im Tunnelsegment ergeben sich Chancen durch umfassend durchgeführte kosten- und effizienzoptimierende Maßnahmen im produktiven Bereich und eine gezielte marktseitige Sales- und projektorganisatorische Ausrichtung andererseits.

Durch den anhaltenden Trend der Urbanisierung und die dadurch entstehenden Bedarfe im Bereich der Infrastruktur des Verkehrs sowie bei Be- und Entwässerungssystemen, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, werden unsere patentierten Dämpfungssysteme für den Schienenverkehr ebenso positiv beeinflusst wie unsere Dichtungslösungen im Abwasserbereich. Durch höhere Normanforderungen im Bereich des Brandschutzes sowie speziellen Trinkwasserverordnungen kann SEALABLE durch spezielle Entwicklungen in diesem Bereich das Portfolio künftig erweitern.

In den Operations sieht die Geschäftsleitung Chancen in der weiteren Optimierung von Prozessen, insbesondere in der Produktion und der Logistik. Die weitere Umsetzung des "Lean-Gedanken" wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

4.3. Risiken

Nachfolgend zeigen wir Ihnen die Risiken in der Reihenfolge ihrer Bedeutung auf, wobei zu Beginn die Risiken genannt werden, die wir in ihrer Bedeutung höher für die Gesellschaft einschätzen.

BRANCHENBEZOGENE RISIKEN - RUSSLAND-UKRAINE-Konflikt

Verursacht durch den Krieg in der Ukraine ergebene sich, insbesondere für die kautschukverarbeitende Industrie, weitrechende Risiken. Einerseits ist die Preisentwicklung der Rohstoffe, insbesondere für Ruß und synthetische Kautschuke seit Beginn des Jahres 2022 in nie gekannte Dimensionen gestiegen und andererseits können sich mittelfristig Versorgungsengpässe ergaben. 10 Durch diese Determinanten kommt es zu Nachfrageschüben einerseits, die von der Industrie kaum zu bewältigen sind und zu Preissprüngen, die erst zeitverzögert an Kunden weitergegeben können. Weiterhin wurde im Rahmen des zehnten Sanktionspakets vom 24.02.2023 die Einfuhr von Ruß aus Russland in die EU ab 2024 verboten.

UNTERNEHMENSBEZOGENE RISIKEN

Materialverfügbarkeits-, Materialpreis- und Lieferantenrisiko

Aufgrund der Verzahnung der Europäischen Kautschukindustrie mit dem russischen Markt und der beschlossenen Sanktionspakete in Verbindung mit dem oligopolgeprägte Kautschukmarkt, sorgte zu Beginn des Ukraine-Russland-Konflikts eine drohende Versorgungsknappheit mit Kautschukprodukten für eine sprunghaft gestiegene Nachfrage. Gleichzeitig befeuert die Angst vieler Kunden vor weiter steigenden Preisen diesen Nachfrageeffekt. Die Energie- und Transportpreise folgten ebenso einem steigenden Trend. 11 Innerhalb der letzten 10 Monate wurden alternative Beschaffungsquellen kritischer Rohstoffe gesichert. Weiterhin wurde russischer Ruß außerhalb von Russland in unseren Produkten substituiert. Aktuell ist eine Entspannung am Rohstoff- und Energiepreismarkt zu beobachten. Ebenso hinsichtlich der Verfügbarkeiten.

Produktionsrisiko

Es bestehen derzeit keine Produktionsausfallrisiken durch Beschaffungsengpässe aufgrund des Russland-Ukraine-Konfliktes. Durch einen gezielten Aufbau alternativer Beschaffungsquellen konnten die Verfügbarkeitsrisiken und die damit verbundenen Produktionsunterbrechungen deutlich reduziert werden.

Absatzrisiko

Das Absatzrisiko wird als gering eingestuft. Durch bestehende Langzeitverträge sowie einen aktuell hohen Projektbearbeitungsstand künftiger Aufträge, wird ein weiterhin stabiler Auftragsbestand für die SEALABLE-Gruppe erwartet.

Personalrisiko

Die im Jahr 2021 und zu Beginn des Jahres 2022 hohen pandemiebedingten Ausfallzeiten haben sich seit der zweiten Jahreshälfte 2022 auf ein normales Niveau eingepegelt. Es existieren derzeit keine Vakanzen. Die hohe Auslastung in den produktiven Bereichen kann durch das bestehende Personal abgedeckt werden. Der allgemeine demografischen Wandel bringt allerdings mittelfristig Probleme bei der Verfügbarkeit von Fachkräften und Saisonarbeitern. Die Attraktivität als Arbeitgeber rückt daher mehr und mehr in den Mittelpunkt der Bemühungen um die Gewinnung von geeignetem Personal.

Liquiditäts-/Finanzierungsrisiko

Die Liquidität wird derzeit durch einen Anstieg im Working Capital und die damit verbundene hohe Bindung von Kapital negativ beeinflusst.

Die Zahlungsfähigkeit der SEALABLE-Gruppe ist abhängig von der Kreditwürdigkeit bzw. Bonität des Unternehmens. Sie war jederzeit gewährleistet. Der unterjährig schwankende Finanzbedarf wird über Kontokorrentkredite abgedeckt, für die in ausreichender Höhe Kreditlinien bereitstehen.

Die Fremdfinanzierung bei Kreditinstituten ist an Bedingungen, sog. Covenants, geknüpft, deren Einhaltung die Aufrechterhaltung der Kreditlinien sichert. Die Entwicklung der Covenants wird im Rahmen der Planungs- und Forecastrechnungen beachtet und lassen derzeit keine Herausforderungen in der nahen Zukunft erkennen.

Ein Ausfallrisiko der Forderungen diversifiziert sich durch die Kundenstruktur und deren Bonität. Das Zahlungsverhalten wird durch ein stringentes Debitorenmanagement überwacht.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen (Cash-Flow) wird durch zur Verfügungstellung von hinreichenden Kontokorrentlinien entgegengewirkt.

IT-Risiken

Vorhandenen IT-Risiken begegnet wir mit technischen und organisatorischen Maßnahmen. Dazu zählen geeignete Backup- und Notfallszenarien, administrative Richtlinien und moderne IT-Sicherheitssysteme. Neben Sensibilisierungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter, finden ebenfalls regelmäßige Schulungen im Umgang mit IT-Risiken statt. Außerdem wurden versicherbare Risiken auf externe Risikoträger wie Versicherungen übertragen.

WECHSELKURS- UND ZINSRISIKEN

Die im Geschäftsjahr abgeschlossenen Fremdwährungsgeschäfte sind hinsichtlich ihres Umfangs und des Wechselkursrisikos zu vernachlässigen. Zur Abschwächung der inflationären Entwicklungen hat die EZB seit der Zinswende im Juli 2022 sieben Zinsschritte verabschiedet, mit denen Zinserhöhungen für die Sealable-Gruppe verbunden sind. Ein Zinsrisiko besteht daher durch die Anlehnung des Zinsniveaus des Fremdkapitals am Euribor. Absicherungen für Währungs- und Zinsrisiken wurden geprüft, werden allerdings aufgrund des schlechten Kosten-Nutzenverhältnisses nicht in Anspruch genommen.

STRATEGISCHE RISIKEN

Risiken für die weitere Entwicklung könnten sich aus einer weiteren Eskalation des Russland-Ukraine Konflikts und den damit verbundenen Verfügbarkeitsthemen bestimmter Rohstoffe ergeben. Allerdings werden für sämtliche Rohstoffe alternative Beschaffungsquellen aufgebaut.

Das Risikomanagement der SEALABLE- Gruppe erfasst und beurteilt die relevanten Risiken, und entwickelt Gegenmaßnahmen.

Vor dem Hintergrund der durch den Gesellschafter gewährten Unterstützung sieht die Geschäftsführung jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken für die Unternehmensgruppe.

5. Prognosebericht

5.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Seit dem 4. Quartal 2022 sinken die Rohstoff- und Energiepreise. Der Ausblick auf die kommenden Monate wird dennoch differenziert gesehen. Auf der Nachfrageseite gibt es, trotz eines wegfallenden Absatzmarktes in Russland, weiterhin positive Signale. Ein weiterer Nachfragschub wird in unserem Schienen- und Nahverkehrgetriebenen Geschäftsbereich sowie im Bereich der regenerativen Energien im Segment Industrial Solutions gesehen.

Andererseits ergeben sich negative Effekte durch die Folgen des russisch-ukrainischen Krieges für die deutsche Konjunktur. Das Ausmaß der negativen Auswirkungen hängt neben den weiteren wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland davon ab, wie sich die Rohstoff- und Energiepreise mittel- und langfristig entwickeln und wie wir als Unternehmen mit den gesetzten politischen Rahmenbedingungen unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Marktbegleitern beibehalten werden.

5.2. Unternehmensprognose

Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einer Steigerung des Umsatzes auf 38.500 T€, einem EBIT von ca. -190 T€ und mit einem Nachsteuerergebnis von -955 T€ gerechnet. Mittelfristig wird angestrebt, dass die SEALABLE Gruppe eine EBIT-Marge von 6 % - 8 % erreicht.

Die Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen sind derzeit nur bedingt abschätzbar und führen insoweit zu einer Einschränkung der Prognosefähigkeit.

 

Waltershausen, den 16. Juni 2023

Matthias Orth

Matthias Klug

1 https://vovworld.vn/de-DE/politische-aktualitat/zehn-von-vov-gewahlte-wichtige-ereignisse-in-der-welt-1163766.vov
2 https://vovworld.vn/de-DE/politische-aktualitat/zehn-von-vov-gewahlte-wichtige-ereignisse-in-der-welt-1163766.vov
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/
5 https://wdk.de/ - Bericht "Die Kautschukindustrie 2022/2023", für Mitglieder abrufbar auf der Internetseite des WdK
6 https://wdk.de/ - Bericht "Die Kautschukindustrie 2022/2023", für Mitglieder abrufbar auf der Internetseite des WdK
7 https://wdk.de/ - Bericht "Die Kautschukindustrie 2022/2023", für Mitglieder abrufbar auf der Internetseite des WdK
8 Vgl. WdK-Indizes 12/2022 vom 13.12.2022.
9 file:///C:/Users/OrthMa.SEALABLE/Downloads/KI2022-2023.pdf
10 Vgl. WdK Indizes April 2022 und Statistisches Bundesamt
11 PROTOKOLL wdk Erfahrungsaustausch Russland Ukraine Konflikt,17.03.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Lizenzen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 2.154.701,51 2.697.363,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.127.165,84 6.329.409,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.014.861,73 8.322.806,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.720,00 1.165.300,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 320.894,01 696.319,10
14.555.641,58 16.513.835,47
16.710.343,09 19.211.198,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 910.501,15 841.846,18
2. Unfertige Erzeugnisse 309.148,98 337.441,66
3. Fertige Erzeugnisse 2.873.422,91 1.995.153,95
4.093.073,04 3.174.441,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.241.452,58 2.552.615,19
2. Sonstige Vermögensgegenstände 259.562,44 292.421,79
3.501.015,02 2.845.036,98
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.124.901,38 1.298.141,19
8.718.989,44 7.317.619,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.982,64 176.326,68
25.578.315,17 26.705.145,44

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.250.000,00 2.250.000,00
III. Gewinnvortrag (Vorjahr Verlustvortrag) 390.569,10 -713.460,22
IV. Konzernjahresfehlbetrag (Vorjahr Konzernjahresüberschuss) -394.631,84 1.064.625,04
2.345.937,26 2.701.164,82
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.987.860,58 5.184.218,76
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 1.152.292,41
2. Sonstige Rückstellungen 792.117,12 709.170,73
792.117,12 1.861.463,14
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.890.000,00 7.390.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.580.462,07 1.053.900,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.877.825,13 8.418.825,01
4. Sonstige Verbindlichkeiten 104.113,01 95.573,42
(davon aus Steuern € 76.498,72; Vorjahr € 67.034,03)
18.452.400,21 16.958.298,72
25.578.315,17 26.705.145,44

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 38.090.571,78 32.686.465,69
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 849.976,28 428.854,93
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 243.985,27 256.043,66
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.577.018,00 1.834.795,94
40.761.551,33 35.206.160,22
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.267.908,58 15.470.625,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 106.685,76 89.531,72
20.374.594,34 15.560.157,57
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.087.305,64 6.830.986,32
b) Soziale Abgaben 1.669.631,12 1.677.888,31
8.756.936,76 8.508.874,63
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3.370.403,37 3.308.881,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.971.534,18 6.043.260,38
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,02 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 656.187,34 718.007,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -349,04 0,00
12. Ergebnis nach Steuern -367.755,60 1.066.979,04
13. Sonstige Steuern 26.876,24 2.354,00
14. Konzernjahrefehlbetrag (Vorjahr Konzernjahresüberschuss) -394.631,84 1.064.625,04

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2022

Inhalt

1. Allgemeine Angaben

2. Konsolidierungskreis

3. Konsolidierungsgrundsätze

3.1. Kapitalkonsolidierung

3.2. Schuldenkonsolidierung

1.1. Zwischenergebniskonsolidierung

1.2. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

2. Angaben der auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Anlagevermögen

2.2. Umlaufvermögen

2.3. Rechnungsabgrenzungsposten

2.4. Latente Steuern

2.5. Eigenkapital

2.6. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

2.7. Rückstellungen

2.8. Verbindlichkeiten

3. Angaben Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1. Anlagevermögen

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.3. Sonstige Rückstellungen

3.4. Verbindlichkeiten

4. Angaben Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

4.2. Aktivierte Eigenleistungen

4.3. Sonstige betriebliche Erträge

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

4.5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

4.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

1. Sonstige Pflichtangaben

1.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

1.2. Honorar der Abschlussprüfer

1.3. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

1.4. Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel

1.5. Angaben zu Mitgliedern der Unternehmensorgane

1.6. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

1.7. Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen

2. Nachtragsbericht

2.1. Angaben gemäß § 314 (26) HGB

1. Allgemeine Angaben

Die SEALABLE Beteiligungs GmbH (Amtsgericht Hamburg, HRB 160446) hat ihren Sitz in Hamburg und wird im Registergericht in Hamburg im Handelsregister B unter der Handelsregister-Nummer 160446 geführt.

Die SEALABLE Beteiligungs GmbH ist gemäß § 290 HGB als Mutterunternehmen zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Gemäß § 313 (2) HGB stellt die SEALABLE Beteiligungs GmbH, Sitz in Hamburg, den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger unter der SEALABLE Beteiligungs GmbH.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss wird für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

2. Konsolidierungskreis

Der SEALABLE Beteiligungs GmbH steht bei Folgendem im Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Beteiligungsbesitz
in %
SEALABLE Solutions GmbH Waltershausen 100,0
SEALABLE Immobilien GmbH Hamburg 100,0
SEALABLE Verwaltung Assets GmbH Waltershausen 100,0

Die SEALABLE Solutions GmbH versteht sich als operativ tätige Gesellschaft und sieht ihren Geschäftsbereich in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von kautschukbasierten Dichtungsprofilen.

Die SEALABLE Immobilien GmbH hält die Betriebsimmobilien der SEALABLE Gruppe.

In der SEALABLE Verwaltung Assets GmbH werden die wesentlichen technischen Maschinen und Anlagen gehalten.

Die SEALABLE Beteiligungs GmbH ist die Muttergesellschaft.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zugrunde, die unter Anwendung des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes nach grundsätzlich einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften erstellt wurden.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften lauten auf einen einheitlichen Stichtag. Das Geschäftsjahr der SEALABLE Beteiligungs GmbH, der SEALABLE Solutions GmbH, der SEALABLE Immobilien GmbH und der SEALABLE Verwaltung Assets GmbH entsprechen dem Kalenderjahr.

3.1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung, d. h. die Verrechnung des Beteiligungswertansatzes für das einbezogene Unternehmen mit den in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Im Zuge der Folgekonsolidierung der SEALABLE Beteiligungs GmbH ergibt sich eine passivische Differenz aus dem auf die SEALABLE Beteiligungs GmbH entfallenden Kaufpreis und deren bilanziellem Eigenkapital. Dies führt im Konzernabschluss zum Ausweis eines Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung, der auf einem günstigen Gelegenheitskauf beruht und daher Eigenkapitalcharakter hat. Die bilanzielle Darstellung erfolgt nach § 309 Abs. 2 in Verbindung mit DRS 23 Tz. 144 im Ausweis nach dem Eigenkapital. In den Folgekonsolidierungen ist der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände in Höhe von 6 Jahren planmäßig zu vereinnahmen. Zum Stichtag weist der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung einen Betrag in Höhe von 3.988 T€ aus.

3.2. Schuldenkonsolidierung

Ausleihungen sowie andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Soweit erforderlich, wurden Unterschiedsbeträge aufgrund zeitlicher Buchungsunterschiede durch Anpassungsbuchungen vor Durchführung der Konsolidierung eliminiert.

1.1. Zwischenergebniskonsolidierung

Soweit erforderlich, wurden Zwischenergebnisse gemäß § 304 HGB eliminiert.

1.2. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze, die zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entstanden sind, mit den korrespondierenden Aufwendungen konsolidiert. Die übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge wurden ebenfalls voll konsolidiert.

2. Angaben der auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten bewertet und auf Grundlage der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten im Wesentlichen Mischungsrezepturen, welche über 6 Jahre abgeschrieben werden.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Material- bzw. Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung, sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten sowie des planmäßigen Werteverzehr (Abschreibung) des Anlagevermögens. Diese Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern innerhalb des Sachanlagevermögens bewegen sich dabei im Wesentlichen zwischen einem und 15 Jahren (z.B. Regalsysteme). Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000, welche im Jahr 2022 angeschafft wurden, werden in einem Sammelposten erfasst und einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr lagen keine dauernden Wertminderungen vor.

2.2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Sofern auf Grund von Bestandsrisiken der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, erfolgen entsprechende Wertberichtigungen. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen. Auftretende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigt. Zum Stichtag lagen keine wesentlichen Geschäftsvorfälle mit einem Ausfallrisiko vor. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen in fremder Währung (ausschließlich kurzfristig) sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet.

2.3. Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungsvorgänge des Berichtsjahres abgegrenzt, die Aufwendungen oder Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

2.4. Latente Steuern

Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden unter Anwendung des ortsüblichen Steuersatzes von 29,8 % (Vorjahr 29,8 %) ermittelt. Zusätzlich werden --soweit vorhanden-- auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, wenn mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren gerechnet werden kann.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Latenz angesetzt. lm Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktiv-Überhang) wird vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. Zum Stichtag resultierten die Latenzen im Wesentlichen aus einem steuerlich noch vorhandenen Firmenwert, Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszahlungen und Verlustvorträgen.

2.5. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

2.6. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Konsolidierung der SEALABLE Solutions GmbH und wird zum Nennwert angesetzt. Er wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände in Höhe von 6 Jahren ratierlich vereinnahmt.

2.7. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Berechnung der folgenden Rückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen:

Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung, welche für 25-, 40- und 50-jährige Dienstjubiläen gewährt wird, kommen die folgenden Methoden und Parameter zur Anwendung: modifiziertes Teilwertverfahren, Heubeck-Richttafel 2018 G, Abzinsungssatz 1,44 % (Vorjahr 1,35 %), erwartete Einkommenssteigerung wie im Vorjahr 2,50 %.

Für die Berechnung der Sterbegeldrückstellung kommen die folgenden Parameter zur Anwendung: Projected Unit Credit Methode (PUCM), Heubeck-Richttafel 2018 G, Abzinsungssatz 1,44 % (Vorjahr 1,35 %).

Die Berechnung der Altersteilzeitrückstellung erfolgt mit den folgenden Parametern: Blockmodell mit Erfüllungsrückstand (Barwert) und Aufstockungsbeträgen (Barwert), Heubeck-Richttafel 2018 G, Abzinsungssatz 0,43 % (Vorjahr 0,30 %), erwartete Einkommenssteigerung wie im Vorjahr 2,50 %. Auf den gesonderten Ausweis der Aufzinsungsbeträge unter dem Zinsaufwand wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Gewährleistungsrückstellung wird auf Basis der Gewährleistungsfälle der letzten drei Jahre in Bezug zum jeweiligen Umsatz ermittelt.

2.8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung (ausschließlich kurzfristig) sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurde das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

3. Angaben Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Einzelnen in der Anlage zum Anhang dargestellt.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuererstattungen in Höhe von 190 T€ (Vorjahr 170 T€).

3.3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für Gewährleistungen (51 T€, Vorjahr 60 T€), Personalrückstellungen für Jubiläumszahlungen, Bonus, Betriebliches Vorschlagswesen, Erfindervergütung, Urlaubsansprüche und Berufsgenossenschaft (336 T€, Vorjahr 286 T€) sowie Rückstellung für ausstehende Rechnungen und Provisionen (185 T€, Vorjahr 211 T€).

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde das Sicherungsvermögen für die Schulden aus Altersteilzeitverträgen in Höhe des beizulegenden Zeitwerts von 73 T€ (Vorjahr 118 T€) mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung für abgeschlossene Altersteilzeitverträge in Höhe von 124 T€ (Vorjahr 158 T€) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Sicherungsvermögens liegen bei 73 T€ (Vorjahr 118 T€). Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen ist auf Grund von Unwesentlichkeit nicht erfolgt.

3.4. Verbindlichkeiten

Gesamt
bis zu einem Jahr
mehr als ein Jahr
davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.890 1.500 4.390 0
(Vorjahr) 7.390 1.500 5.890 750
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.580 3.580 0 0
(Vorjahr) 1.054 1.054 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.878 0 8.878 4.878
(Vorjahr) 8.419 0 8.419 4.419
Sonstige Verbindlichkeiten 105 105 0 0
(Vorjahr) 96 96 0 0
Summe 18.453 5.185 13.268 4.878
(Vorjahr) 16.959 2.650 14.309 5.169

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Sparkasse Rhein-Nahe) sind wie im Vorjahr vollständig durch eigene Grundschulden besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind vertragsgemäß ab 2021 entsprechend freier Liquidität zu tilgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten zum Stichtag nicht ausgezahlte Zinsen in Höhe von 1.228 T€ (Vorjahr 769 T€).

4. Angaben Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen wie folgt auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche:

01.01.-31.12.2022
T€
Verteilung
%
01.01.-31.12.2021
T€
Verteilung
%
Projektgeschäft 20.357 53,4 % 15.256 46,7 %
Standardgeschäft 17.733 46,6 % 17.431 53,3 %
Umsatzerlöse 38.091 100,0 % 32.687 100,0 %

Geografisch verteilen sich die Umsätze wie folgt:

01.01.-31.12.2022
T€
% 01.01.-31.12.2021
T€
%
Deutschland 10.699 28,1 % 11.134 34,1 %
Europa 20.934 55,0 % 18.242 55,8 %
übrige Welt 6.457 17,0 % 3.310 10,1 %
Umsatzerlöse 38.091 100,0 % 32.687 100,0 %

4.2. Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen resultieren in Ihrer gesamten Höhe aus der Herstellung von speziellen Werkzeugen für die Extrusionsanlagen. Sie umfassen die Konstruktionsleistung, die Herstellung im Werkzeugbau und die Inbetriebnahmekosten.

4.3. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen die Erträge aus der ergebniswirksamen Auflösung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 1.196 T€ enthalten. Des Weiteren betragen die Erträge aus Währungsumrechnung 128 T€ (Vorjahr 16 T€), die Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 104 T€ und die Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von 34 T€.

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von 157 T€ (Vorjahr 6 T€).

4.5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 3 T€).

4.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Vorjahre.

1. Sonstige Pflichtangaben

1.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften betragen 523 T€ (Vorjahr 20 T€). Wir gehen bei allen Haftungsverhältnissen nicht von einer Inanspruchnahme aus, da die Schuldner der verbürgten Verpflichtungen solvent sind.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 587 T€. Diese resultieren aus Miet- und Leasingzahlungen. Insgesamt haben sie mit 196 T€ eine Laufzeit bis zu einem Jahr und mit 309 T€ eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 82 T€.

1.2. Honorar der Abschlussprüfer

Die von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt insgesamt 50 T€ und verteilt sich wie folgt:

Gesamt
T€
Abschlussprüfungsleistungen 50
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 30
sonstige Leistungen 0
Summe 80

1.3. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorgaben des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus liquiden Mitteln, zum Stichtag bereits valutarisch gutgeschriebenen Bankguthaben und jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.

1.4. Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel

Bei der Aufstellung des Konzerneigenkapitalspiegels erfolgte nach den Vorgaben des DRS 22. Beträge, die einer Ausschüttungssperre unterliegen, existieren nicht.

1.5. Angaben zu Mitgliedern der Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung erfolgte im Berichtsjahr durch Herrn Matthias Orth (Diplom-Wirtschaftsingenieur) und Herrn Matthias Klug (staatlich geprüfter Techniker).

Es findet die Befreiung nach § 314 (3) S. 2 in Verbindung mit § 286 (4) HGB Anwendung.

1.6. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2022 2021
Angestellte 39 41
Gewerbliche Arbeitnehmer 129 129
Auszubildende 3 1
Summe 171 171

1.7. Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen

Bezüglich der Tochtergesellschaften SEALABLE Solutions GmbH, SEALABLE Immobilien GmbH und SEALABLE Verwaltung Assets GmbH ist vorgesehen, die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung in Anspruch zu nehmen.

2. Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 haben, ergeben.

2.1. Angaben gemäß § 314 (26) HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in seiner gesamten Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Waltershausen, 16. Juni 2023

Matthias Orth

Matthias Klug

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Lizenzen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Konzessionen, sonstige Rechte 4.869.530,57 25.973,17 64.878,03 0,00 4.960.381,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.665.377,08 0,00 0,00 0,00 6.665.377,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.896.126,71 20.236,00 863.093,61 8.165,00 16.771.291,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.863.228,78 21.822,77 248.970,17 117.878,47 4.016.143,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 696.319,10 815.353,46 -1.176.941,81 13.836,74 320.894,01
27.121.051,67 857.412,23 -64.878,03 139.880,21 27.773.705,66
31.990.582,24 883.385,40 0,00 139.880,21 32.734.087,43
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Lizenzen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Konzessionen, sonstige Rechte 2.172.167,24 633.513,02 0,00 2.805.680,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 335.967,57 202.243,67 538.211,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.573.320,11 2.191.274,48 8.165,00 9.756.429,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.697.928,52 343.372,20 117.877,47 2.923.423,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.607.216,20 2.736.890,35 126.042,47 13.218.064,08
12.779.383,44 3.370.403,37 126.042,47 16.023.744,34
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Engeltlich erworbene Lizenzen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Konzessionen, sonstige Rechte 2.154.701,51 2.697.363,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.127.165,84 6.329.409,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.014.861,73 8.322.806,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.720,00 1.165.300,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 320.894,01 696.319,10
14.555.641,58 16.513.835,47
16.710.343,09 19.211.198,80

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
T€
2021
T€
1. Jahresergebnis -395 1.065
2. +/-Abschreibungen/Zuschreibungen 3.370 3.309
3. - Auflösung Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung -1.196 -1.196
4. +/-Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 40 0
5. +/-Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.069 -66
6. +/- Abnahme/Zunahme Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.546 411
7. +/-Zunahme/Abnahme Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.533 -780
8. +/-Verlust/Gewinn aus Anlagenabgängen 14 0
9. +/-Zinsaufwendungen/Zinserträge 656 718
10. +/-Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag 1 0
11. -Ertragsteuerzahlungen -1 0
12. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.407 3.461
13. -Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -883 -1.446
14. Cashflow aus Investitionstätigkeit -883 -1.446
15. -Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -1.500 -1.500
16. - Gezahlte Zinsen -197 -265
17. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.697 -1.765
18. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -173 250
19. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.298 1.048
20. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.125 1.298
davon Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.125 1.298

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
T€
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
T€
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 31.12.2020 100 2.250 -5 -709 1.636
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 -709 1.065 356
Stand am 31.12.2021 100 2.250 -714 1.065 2.701
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 1.065 -395 670
Sonstige Veränderung 0 0 40 0 40
Stand am 31.12.2022 100 2.250 391 -395 2.346
Konzernkapital
T€
Stand am 31.12.2020 1.636
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 356
Stand am 31.12.2021 2.701
Konzern-Jahresüberschuss/-fehlbetrag 670
Sonstige Veränderung 40
Stand am 31.12.2022 2.346

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SEALABLE Beteiligungs GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SEALABLE Beteiligungs GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SEALABLE Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzern abschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, den 16. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katrin Bock, Wirtschaftsprüferin

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