Paul Müller GmbH
Brobbecke 1, 58802 Balve, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niklas Müller seit 5.10.2023 | Prokura |
Kai Becker seit 3.12.2018 | Prokura |
Jörg Hahn seit 14.1.2009 | Prokura |
Daniel von Oepen seit 25.6.2003 | Prokura |
Matthias Müller seit 24.2.2003 | Geschäftsführer |
Tobias Müller seit 24.2.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 30.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paul Müller GmbHBalveJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die Paul Müller GmbH beliefert ihre Kunden, die hauptsächlich aus der europäischen Automobil- und Automobilzulieferindustrie stammen, mit qualitativ hochwertigen Transport- und Verpackungsmitteln aus Stahl, Kunststoff und Holz. Im Oktober 2023 wurde der Gegenstand des Unternehmens um Outdoorprodukte, technische Überwachungssysteme sowie Produkte für Feuerwehren, Bergungsunternehmen und den Katastrophenschutz, insbesondere auch Sonderfahrzeugbau und -handel erweitert. 2. Ziele und Strategien Die Unternehmensstrategie zielt weiterhin auf eine stetige Steigerung des Unternehmenserfolges. Um profitabel zu sein, gestalten wir unsere Kostenstruktur marktgerecht. Die Ziele des in 2022 von der Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeiteten und den Mitarbeitern vorgestellten Strategieberichts "Perspektive 2026" werden konsequent verfolgt. Die damit beabsichtigte kontinuierliche Entwicklung in den Bereichen Aktiver Vertrieb, Diversifizierung, Prozessoptimierung 4.0 und Nachhaltigkeit wurde in 2023 wie geplant umgesetzt. Die angestrebte Diversifizierung des Kundenportfolios, von welchem wir uns neben einem automobilbranchenunabhängigen Wachstum auch eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber Branchenschwankungen versprechen, konnte vorangetrieben werden, so dass wir diesen Weg weiter beschreiten werden. Die Optimierung unserer Geschäftsprozesse für mehr Effizienz und Produktivität treiben wir durch Baumaßnahmen und im Bereich der Digitalisierung (Industrie 4.0) voran. Prozesse und Informationen werden strukturierter und transparenter, wovon wir uns einen Kostenvorteil versprechen. Neben der Umsetzung einzelner Projekte (z.B. digitale Lagerwirtschaft, Umbau Schweißerei) werden weitere Verbesserungen hinsichtlich der Qualitätskontrolle und dem Dokumentenmanagement angestrebt. In Zeiten von mehr Umweltbewusstsein und steigender Energiepreise gewinnt die Nutzung erneuerbarer Energien zunehmend an Bedeutung. Unser Unternehmen plant daher zunächst am Standort Balve die Errichtung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage), um die Nachhaltigkeit zu steigern und die Betriebskosten langfristig zu senken. Durch die Nutzung von Solarenergie können wir unseren CO 2 -Fussabdruck erheblich verringern und die Abhängigkeit von externen Energieversorgern reduzieren. Ein ökologisch nachhaltiger Betrieb verbessert zudem unser Unternehmensimage. Der Produktionsfaktor "Mensch" ist und bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Es ist zunehmend schwieriger, qualifizierte und motivierte Fachkräfte (insbesondere im gewerblichen Bereich) zu finden. Aus diesem Grund werden wir weiter daran arbeiten, als Arbeitgeber attraktiv zu sein und unseren Mitarbeitern ein reizvolles Umfeld zu bieten. Dementsprechend werden wir die Präsenz in unserer Umgebung (z. B. bei Ausbildungsbörsen) weiter hochhalten. 3. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten in unserem Unternehmen bestehen überwiegend darin, Verbesserungen unserer Spezialprodukte zu identifizieren sowie umweltfreundliche Umsetzungen zu ermöglichen, weshalb wir im Bereich Kunststoffverarbeitung weiterhin in Kooperation mit dem Kunststoffinstitut in Lüdenscheid Projekte verfolgen. Neben den bisherigen Produkten im Bereich Müller-Safety bieten wir hier nun auch Schulungen für Hochvoltfahrzeuge an. Zudem können wir für die Überwachung der E-Fahrzeuge ein Monitoring liefern. Im Geschäftsjahr wurde weiter am Projekt "smarte Ladungsträger" gearbeitet. Beim "SmaLa-System" werden Ladungsträger mit einer Sensorik ausgestattet, welche es ermöglicht, via Plattform Daten (z.B. Inhalt, Füllstand, Erschütterungen, Temperatur, Standort des Gestells etc.) aus einer Datenbank online oder lokal visualisiert abzurufen und zu analysieren. Hier konnten wir im Geschäftsjahr erfolgreiche Tests durchführen. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage wurde in Deutschland 2023 weiterhin von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den extremen Energiepreiserhöhungen sowie einem starken Anstieg der Inflationsrate geprägt. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen EUR. Preisbereinigt sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3% Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. In Deutschland wurden im Jahr 2023 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, was einen Anstieg vom 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Durch die andauernden geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten war die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gedämpft. Hierzu trugen auch die weiterhin hohen Energie- und Verbraucherpreise bei. Von den 2,84 Mio zugelassenen PKWs waren knapp die Hälfte (48,5%) mit einem alternativen Antrieb ausgestattet, wobei reine Batterieelektrische Fahrzeuge um 11,4% zulegten und Plug-in-Hybride um 51,5% rückläufig waren. Im Jahr 2023 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 12,8 Millionen Neufahrzeuge zugelassen, was einem Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Eine Erholung des Marktes im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019 ist allerdings noch nicht gegeben, da sich dieser noch immer 19% unter den damaligen Neuzulassungen befindet. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr bis auf Deutschland positiv. Das Marktvolumen stieg hier wir folgt an: Vereinigten Königreich (+10 %), Spanien (+11 %), Frankreich (+15 %) und in Italien (+6 %). Weltweit legte der Pkw-Markt im Vergleich zum Vorjahr wieder zu. Speziell China erreichte mit 25,8 Mio. zugelassenen PKW einen Eigenrekord. Auch in den USA wurden 15,5 Mio. Fahrzeuge mehr abgesetzt, was einem Anstieg von 12 % entspricht. Der mexikanische Light-Vehicle-Markt konnte mit einem + von 25 % zum Vorjahr sogar das Vorkrisenniveau von 2019 um 3% übertreffen. Der indische und brasilianische Markt kommen nicht ganz an diesen Anstieg heran und weisen ein Wachstum von 8 bzw. 11% im Vergleich zum Vorjahr auf. 2. Geschäftsverlauf Nach den wirtschaftlich sehr schwierigen und turbulenten Jahren 2020-2022, welche durch Unsicherheiten in der Covid-Pandemie und den Ausbruch des Ukraine-Krieges gekennzeichnet waren, konnte in 2023 durch Ausbleiben weiterer Extremereignisse wieder dem Tagesgeschäft in fast üblicher Form nachgegangen werden. Wir können stolz darauf zurückblicken, dass wir in der vorangegangenen schwierigen Phase all unsere Lieferverpflichtungen erfüllt haben, keinen einzigen Auftrag an unsere Kunden zurückgeben mussten und einer steigenden Nachfrage entgegensehen konnten. Der drastische Anstieg der Rohstoff- und Materialpreise wurde zwar gebremst, hat sich jedoch auf einem weiterhin hohen Niveau im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 eingependelt. Auch die Energiepreise sind auf einem weiterhin hohen Level, auch wenn Preisrückgänge zu verzeichnen sind. Die Zuschüsse für den Kauf von Elektrofahrzeugen und der damit steigende Absatz von Elektrofahrzeugen spiegelte sich bei uns als erfahrenem Ladungsträgerhersteller ebenfalls positiv wider, da wir unsere Ladungsträger für den Elektrofahrzeugbereich anbieten konnten. Auch unsere "Müller-Safety"-Sparte gewann durch den steigenden Anteil an Elektrofahrzeugen an Bedeutung. Der Fertigungsbereich "Tiefziehen" wurde bis auf einen kleinen Teil eingestellt, da sich hier u.a. aufgrund der hohen Energiekosten eine Eigenfertigung nicht mehr lohnte. Um weiterhin das bisherige Produktportfolio abdecken zu können, arbeiten wir hier mit einem Partner zusammen. Ausgebaut haben wir den Bereich EPP. Neben neuen Maschinen wurde auch die Produktpalette um Fallschutzkappen erweitert. Nachfolgend wird die Geschäftsentwicklung in den Geschäftsfeldern dargestellt, die erst in den letzten Jahren entwickelt wurden:
Nachdem wir nun die wirtschaftliche Lage und die vertriebliche Ausrichtung betrachtet haben, möchten wir nachfolgend auf die Themen eingehen, die unsere internen Strukturen und Abläufe betreffen. 1.) Umwelt und Nachhaltigkeit
2.) Strategie / Mitarbeitende
Ein wichtiger Bestandteil der Personalstrategie ist es, weiterhin qualifizierte Nachwuchsfachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Auch die Investitionen in Sponsoring, um qualifizierte Schüler und Studierende für den Start ins Berufsleben zu gewinnen, wurden nicht eingestellt. Das Unternehmen bietet gewerblich-technische und kaufmännische Ausbildungen an. 3.) Qualitätsmanagement Im Vergleich mit unserem Wettbewerbsumfeld gehören wir (gemäß diverser Äußerungen unserer Kunden) weiterhin zu den Herstellern mit der besten bzw. höchsten Entwicklungs- und Produktqualität. Dennoch möchten wir an dieser Stelle noch besser werden und sind mit der Anzahl der auftretenden Fehler nicht zufrieden. Aus diesem Grund haben wir im vergangenen Jahr Maßnahmen eingeleitet, um die Qualität unserer Produkte und Abläufe weiter zu verbessern und unsere Fehlerkosten noch reduzieren zu können. 4.) Digitalisierung
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens positiv. Der Auftragseingang und somit der Auftragsbestand sind weiterhin auf einem guten Niveau. 3. Lage der Gesellschaft In den folgenden Gliederungspunkten analysieren wir insbesondere unsere finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Rohergebnis. a) Vermögenslage Die Investitionen (immaterielle Vermögensgegenstände/Sachanlagen) betrugen im Geschäftsjahr T€ 2.256. Die größten Investitionen am Standort Nordhausen betreffen einen Dampfspeicher (T€ 171) und ein Messgerät (T€ 48). Zudem wurden weitere Anzahlungen für das Blockheizkraftwerk (T€ 382) und den EPP- Formteilautomaten (T€ 313) geleistet. In 2022 wurden bereits Anzahlungen für zwei Schweissroboter und einen EPP-Formteilautomaten geleistet. Hier entstanden im Geschäftsjahr 2023 bis zur endgültigen Anschaffung weitere Anschaffungskosten von insgesamt T€ 384. Die Anschaffungskosten des EPP-Formteilautomaten wurden in 2023 durch einen Investitionszuschuss aus dem Förderprogramm "Förderung von Investitionen zur Modernisierung der Produktion in der Fahrzeughersteller- und Zulieferindustrie" in Höhe von T€ 24 gekürzt. Im Werk Balve wurden u.a. Investitionen in eine Schweißsoftware (T€ 47) und in zwei neue Server (T€ 86) getätigt. Die Paul Müller GmbH hat ihre Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 mehr als verdoppelt. Die Ansprüche gegen nahestehende Unternehmen/Partnerunternehmen verringerten sich von T€ 1.507 auf T€ 728. Zum Bilanzstichtag besteht gegen das polnische Partnerunternehmen eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 242. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an das US-amerikanische Partnerunternehmen sind von T€ 4.175 auf T€ 976 gesunken. Gegen die Anton Müller GmbH & Co. KG (Besitzgesellschaft) besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 1.329). Der Wert des Vorratsvermögens hat sich aufgrund niedrigerer Lagerbestände und gesunkener Einkaufspreise vermindert. Das Eigenkapital erhöhte sich um T€ 2.267 (Jahresüberschuss T€ 2.467 abzüglich T€ 200 Gewinnausschüttung) auf T€ 13.318. Die Bilanzsumme minderte sich u.a. durch den Abbau der Verbindlichkeiten an die Anton Müller GmbH & Co. KG von T€ 27.101 auf T€ 26.856. b) Finanzlage Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt für 2023 T€ -2.123 (2022 T€ -498) Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme stieg aufgrund des Jahresüberschusses auf 49,6 % (Vorjahr 40,8 %). Die Eigenkapitalquote wird weiterhin als sehr gut beurteilt. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen voll und weitere 39,2 % des Umlaufvermögens. Die Verbindlichkeiten haben sich insbesondere durch die Minderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten gegenüber der Besitzgesellschaft um T€ 3.727 auf T€ 6.879 (Vorjahr T€ 10.606) verringert. c) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind leicht von T€ 59.636 auf T€ 60.969 gestiegen. Diese liegen damit rund € 1,3 Mio. über dem Vorjahr und um rund € 1 Mio. über dem im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierten Wert. Das Rohergebnis, das im Lagebericht 2022 für 2023 als nahezu gleichbleibend zum Vorjahr prognostiziert wurde, konnte um € 1,1 Mio. gesteigert werden. Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Gewinn abgeschlossen werden. Ursächlich für den Jahresüberschuss waren weiterhin gute Preismargen. Das Auslandgeschäft ist im Vergleich zum Jahr 2022 um rund 53,9 % gesunken und das Inlandsgeschäft um rund 21,5 % gestiegen. Die Exportquote des Unternehmens liegt im Geschäftsjahr bei ca. 12 % (Vorjahr ca. 26 %) Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistungen hat sich die Gesamtleistung um T€ 653 verbessert. Der Materialaufwand hat sich um T€ 574 gemindert, die Materialaufwandsquote minderte sich von 60,1 % im Vorjahr auf 58,5 % Das Rohergebnis liegt mit T€ 25.361 leicht über dem Rohergebnis des Vorjahres. Die Personalaufwandsquote (25,4 %; Vorjahr 23,5 %) hat sich im Geschäftsjahr erhöht. Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr von T€ 13.982 auf T€ 15.265, was auf die Rückstellung für Erfolgsprämien/Tantiemen, auf die Auszahlung einer Inflationsausgleichprämie und auf eine höhere Zuführung bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 291 (Vorjahr 291) Mitarbeiter beschäftigt. Neben festem Personal wurden auch Leiharbeitnehmer eingesetzt. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr um T€ 91 auf T€ 1.103. Dies ist auf die höhere Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um T€ 1.690 unten denen des Vorjahres. Insbesondere die Frachtaufwendungen sind aufgrund der niedrigeren Exportquote gesunken. Im Berichtsjahr wird ein Steueraufwand (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) in Höhe von T€ 1.210 ausgewiesen, der auf die Steuern des Berichtsjahres zurückzuführen ist. Das Jahresergebnis (€ 2.467) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (€ 1.467) insbesondere aufgrund besserer Gewinnmargen stark verbessert. III. PrognoseberichtAuftrags- und Umsatzentwicklung: Der Auftragseingang im Jahr 2024 ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Auswirkungen der Rezession in der deutschen Wirtschaft werden zunehmend auch in unserem Unternehmen erkennbar. Wie in der Vergangenheit werden wir jedoch immer mit schwankenden Auftragseingängen konfrontiert werden. Die auftragsabhängigen Modellwechsel bei den Automobilherstellern sind stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. In Zeiten der Rezession werden von den Automobilherstellern weniger Modellwechsel vollzogen. Dies kann sich negativ auf unser Ergebnis auswirken. Aufgrund der sinkenden Auftragseingänge erwarten wir für das Jahr 2024 Umsätze in Höhe von 49 Mio. € und ein im Vergleich zu 2023 deutlich niedrigeres Rohergebnis. Investitionen: Die Investitionsmaßnahmen in ein neues Blockheizkraftwerk am Standort Nordhausen sind im Juni 2024 abgeschlossen worden. Es handelt sich hierbei um eine der größten Einzelinvestitionen der Unternehmensgeschichte. Die Finanzierung erfolgt überwiegend über ein Bankdarlehen. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage am Standort Balve auf einigen Dachflächen ist in Planung. Im II. Quartal 2024 wurde zur Steigerung der Effizienz und Produktivität die Schweisserei am Standort Balve in eine modernere Produktionshalle verlegt. In der Vergangenheit waren Zuschnitt und Schweisserei zusammen in einer Produktionshalle. Durch den Umzug werden die hochwertigen Maschinen (Laseranlagen) vor einer höheren Schmutzbelastung bewahrt. Auch die Lärmbelästigung für die Schweißer vermindert sich. Weitere Investitionen bzw. Modernisierungen (z. B. große Hallensanierung, Überdachungen) werden durch die Besitzgesellschaft (Anton Müller GmbH & Co. KG) durchgeführt. Die Hallensanierung soll spätestens bis zum Herbst 2024 abgeschlossen sein. Personalentwicklung: Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens ist weiterhin die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Ihr offenes Feedback hilft den Führungskräften und dem Unternehmen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Es finden jährliche Mitarbeitergespräche statt. Das Unternehmen motiviert seine Mitarbeiter zudem, sich mit ihrem Wissen und ihren Ideen durch ein innerbetriebliches Ideenmanagement in das Unternehmen einzubringen, um Verbesserungen und Innovationen zu erreichen. Die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung bildet die Voraussetzung dafür, dass die Interessen des Unternehmens und der Beschäftigten im Einklang gehalten werden können. Wie in der Vergangenheit wird das Unternehmen weiterhin die zur Verfügung stehenden Maßnahmen der Arbeitszeitflexibilisierung (Arbeitszeitkonten) ausschöpfen, um die Beschäftigung aufgrund schwankender Auftragseingänge anzupassen. Durch Einsatz dieser Maßnahmen kann unsere Mitarbeiteranzahl auch in auftragsschwachen Zeiten konstant gehalten werden. Im Verwaltungsbereich des Stammwerkes in Balve bestehen weiterhin Gleitzeitregelungen. Diese eigenverantwortliche flexible Arbeitszeitgestaltung führt aus unserer Sicht zur Motivationssteigerung bei unseren Mitarbeitern. Auch die zunächst coronabedingt eingeführte Möglichkeit von Home-Office trägt zur Verbesserung der Mitarbeitermotivation bei und wird weitergeführt. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung: Laut der ifo Konjunkturprognose im Frühjahr 2024 deutet sich keine konjunkturelle Trendwende an. Von einer gesamtwirtschaftlichen Erholung wird erst in der zweiten Jahreshälfte ausgegangen. Die Inflationsrate wird im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,3% im Vergleich zum Vorjahr (5,9%) niedriger ausfallen. Erst im kommenden Jahr dürfte die Rate auf 1,6% zurückgehen. Die Bundesregierung erwartet für die deutsche Wirtschaft nur ein leichtes Wachstum, mit einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von 0,2%. Die Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und weniger Investition machen sich weiterhin bemerkbar. Wir verfolgen weiterhin strikt unsere Unternehmensziele, u.a. die langfristige und kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts. Das Unternehmen ist durch die Produktvielfalt, das in der Branche herausragende Entwicklungs-Know-How und die internationale Präsenz gut aufgestellt, um Marktchancen zu nutzen und neue Herausforderungen anzunehmen. Die Steigerung der Profitabilität und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt die Basis für unsere langfristige Planung in allen Geschäftsbereichen. Das kumulierte Ergebnis im Jahr 2024 entwickelt sich bislang leicht positiv. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten. Eine konservative Unternehmensführung ist unser Ansatz, der auf Stabilität, Risikominimierung und langfristigen Erfolg abzielt. Wir setzen hierbei auf bewährte Geschäftsmodelle, vorsichtige Investitionen und eine starke finanzielle Basis. Wesentliche Veränderungen in unserer Geschäftspolitik sind in den kommenden beiden Jahren nicht geplant. Es wird weiterhin moderat und damit zukunftsorientiert gewirtschaftet. Verstärkte Innovationsmaßnahmen und Vertriebstätigkeiten in den Bereichen Mueller Safety und Mueller Outdoor sollen zu einer Ausweitung unseres Kundenstammes beitragen. Marketingaktionen im Hinblick auf die Stärkung des Bekanntheitsgrades der neuen Produkte im B2C-Bereich und in der Feuerwehrbranche werden weiter verstärkt, insbesondere durch Messeauftritte. IV. Chancen- und RisikoberichtDie Risikolage der Paul Müller GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der guten Geschäftsergebnisse weiter entschärft. Im Folgenden erläutern wir Risiken in der Rangfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, wobei hier auf das Schadenspotential abgestellt wird. Das wichtigste Ziel ist, die Zahlungsfähigkeit und Unternehmensfinanzierung zu jeder Zeit sicherzustellen. Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin auf einem guten Niveau, und die Liquidität deckt unseren Bedarf zur Abwicklung der Geschäftstätigkeit. Durch die Jahresüberschüsse der letzten beiden Jahre konnte die Liquiditätslage weiter verbessert werden. Der Großteil des Umsatzes entfällt auf Kunden aus der Automobilindustrie und deren Lieferanten. Dadurch hat die Marktentwicklung in dieser Branche einen großen Einfluss auf das Geschäftsvolumen und das Unternehmensergebnis der Paul Müller GmbH. Wie jedes weltweit tätige Unternehmen haben wir mit Herausforderungen in der Lieferkette, der Logistik und einer eingeschränkten Mitarbeiterverfügbarkeit zu tun. Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern, um Störungen so weit wie möglich zu vermeiden. Risiken ergeben sich auch aus der Absatzpreisentwicklung. Die Paul Müller GmbH liefert seine Produkte in Märkte, die durch sehr hohen Wettbewerb gekennzeichnet sind. Beschaffungsrisiken entstehen weiterhin zum einen aus starken Marktpreisschwankungen, zum anderen aus der fehlenden Verfügbarkeit von Rohstoffen in geeigneter Qualität und Menge. Diesen Risiken wird weiterhin mit einer systematischen Lieferantenauswahl und -bewertung begegnet. Probleme in der Aufrechterhaltung von Lieferketten sind derzeit nicht erkennbar. Unvorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Pandemien können jedoch die Lieferketten stören und zu Unterbrechungen bei der Beschaffung führen. Gegen die Schwankungen bei den Rohstoffpreisen sichert sich das Unternehmen dadurch ab, dass Materialien nach Möglichkeit direkt nach Auftragseingang bestellt bzw. beschafft werden. Hierdurch wird allerdings eine hohe Liquidität gebunden. Das Unternehmen sichert sich nach Möglichkeit durch die Weitergabe der Preisschwankungen an den Kunden durch Preis-Gleitklauseln ab. Diese Weitergabe ist jedoch weiterhin schwierig. Derivative Finanzinstrumente zur Sicherung der Rohstoffpreise kommen nicht zum Einsatz. Umweltschutzmaßnahmen gewinnen in der Gesellschaft und auch in der Wirtschaft stark an Bedeutung. Unsere Kunden achten immer strenger auf die Einhaltung und Umsetzung von Umweltbelangen. Nichteinhaltungen können dazu führen, dass wir bei Auftragsvergaben nicht mehr berücksichtigt werden. Um dieses Risiko zu minimieren, haben wir uns im Bereich Umweltmanagement zertifizieren lassen. Zusätzlich wurde eine neue Stabsstelle des GSU (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt) -Koordinators im Werk Balve eingeführt. Zudem ist Nachhaltigkeit eine feste Strategie des Unternehmens. Hiermit übernimmt unser Unternehmen Verantwortung für eine klimafreundliche Gesellschaft. Ein dauerhafter Erfolg ist insbesondere auf die hohe Qualifizierung unserer Fach- und Führungskräfte und deren Einsatz für das Unternehmen zurückzuführen. Dennoch sehen auch wir uns aufgrund des demografischen Wandels einem grundsätzlichen Risiko ausgesetzt. Dieses Risiko versuchen wir weiterhin durch stetige Weiterbildung unserer Belegschaft und durch verstärkte Aktivität im Bereich Personalbeschaffung (Ausbildungsbörsen, soziale Medien etc.) entgegenzuwirken. Auch das altersbedingte Ausscheiden von Führungskräften wird durch eine frühzeitige Nachfolgeplanung begleitet. Zur teilweisen Absicherung von Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Unser Geschäftsbetrieb ist abhängig von digitalen Technologien. Wir beobachten eine weltweite Zunahme von IT-Sicherheitsbedrohungen und ein höheres Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko für Produkte, Systeme und Netzwerke sowie für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten dar. Wir minimieren dieses Risiko, indem wir uns zu mehreren Maßnahmen verpflichtet haben, zum Beispiel die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie der umfassenden Überwachung unserer Netzwerke und Systeme durch interne und externe IT-Fachleute. Durch den Abschluss einer Cyberversicherung bereits in 2022 haben wir die finanziellen Risiken eines Cyberangriffes minimiert. Aufgrund der globalen Ausrichtung sind mit dem operativen Geschäft Risiken und Chancen aus Wechselkursschwankungen verbunden. Diese resultieren insbesondere aus Schwankungen des US-Dollars bei Geschäften mit dem amerikanischen Partnerunternehmen. Diese Risiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften minimiert. Die Risiken aus Forderungsausfällen sind durch ein gutes Forderungsmanagement (auch bei nahestehenden Unternehmen) weiterhin gering. Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin deutlich im Umbruch. In naher Zukunft werden alle Automobilhersteller noch verstärkter im Bereich der Elektromobilität unterwegs sein. Dies erfordert auch Anpassungen bei den Automobilzulieferern. Durch innovative Maßnahmen im Bereich Batterieverpackungen werden wir daher weiterhin versuchen, neue Marktanteile zu generieren, und vor allem keine Marktanteile zu verlieren. Die Ausweitung der Kundenstruktur in Branchen außerhalb der Automobilindustrie wird auch zukünftig weiterverfolgt. Die Auszeichnung zum "Weltmarktführer" im Produktbereich Müller Safety kann unserem Unternehmen erheblich dabei helfen, den Absatz von Produkten außerhalb von Automotive zu steigern und den Markt auszubauen. Eine solche Auszeichnung kann in Marketing- und PR-Kampagnen hervorgehoben werden, was die Sichtbarkeit und das Ansehen des Unternehmens weiter verbessert. Sie kann auch intern wirken, indem sie die Motivation unserer Belegschaft stärkt. Daher sind nach unseren derzeitigen Erkenntnissen, die sich aus einer Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken ergeben, keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens kurz- oder mittelfristig gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen könnten. V. Bericht über Zweigniederlassungen/ZweigstelleEine Zweigniederlassung der Paul Müller GmbH befindet sich in Nordhausen (Thüringen).
Balve, den 02.08.2024 Die Geschäftsführung Matthias Müller Tobias Müller Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023A. Allgemeine AngabenDie Paul Müller GmbH hat ihren Sitz in Balve. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Arnsberg unter HRB 4751 eingetragen. Das Unternehmen ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die zwischen 3 und 10 Jahren liegen, abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Erhaltene Investitionszuschüsse werden in Ausübung des Wahlrechts und wegen der klareren Darstellung des Anlagevermögens von den Investitionen abgesetzt. Für geringwertige abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet, wonach diese im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern für das übrige Sachanlagevermögen liegen zwischen 3 und 25 Jahren. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Wertansatz der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach Abzug notwendiger Wertberichtigungen. Für Skonti und Boni im Bereich Fertigungsmaterial wurde ein prozentualer Abschlag von 1,5 % vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstandspreisen bzw. den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Stahlbestände und Kunststoffbestände wurden mit ihrem Schrottwert als Untergrenze angesetzt. Die Herstellungskosten der Erzeugnisse umfassen die Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne sowie deren Gemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die verlustfreie Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wird durch Vergleich der erzielbaren Verkaufspreise je Auftrag mit den angefallenen und noch zu erwartenden Aufwendungen durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten aktiviert. Zweifelhafte und uneinbringliche Posten werden einzelwertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die prozentuale Pauschalwertberichtigung beträgt wie im Vorjahr 1 %. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge werden grundsätzlich berücksichtigt, soweit sie voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Zum 31.12.2023 bestehen aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.060 (Vorjahr T€ 1.014). Der Erlös aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in Höhe von T€ 46 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,05 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,225 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird, abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unverändert auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 HGB n.F.). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden unverändert jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Die Pensionsverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen für die Handelsbilanz erfolgte nach den Regelungen des IDW RH FAB 1.021. Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des Passivprimats. Dabei wurde mit Hilfe der von der DAV genannten "Biometriefaktoren" eine multiplikative Umschätzung der biometrischen Rechnungsgrundlagen zwischen den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und den DAV-Tafeln vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungskasse werden mit dem Deckungskapital (unter Berücksichtigung der steuerlichen Maximalzuführung) angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen richten sich überwiegend an die Abnehmer aus der Automobilindustrie und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind unter anderem geleistete Anzahlungen, Darlehensforderungen, Kautionen, Zinsforderungen, Sicherheitsunterlegungen zu Währungsgeschäften und Forderungen an Sozialversicherungsträger erfasst. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Ausgewiesen werden überwiegend laufende Bankguthaben, Tagesgeldanlagen und Festgelder Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält überwiegend Wartungs- und Lizenzgebühren, KFZ-Versicherungsbeiträge und Leasingsonderzahlungen. Aktive latente Steuern Der in der Bilanz saldiert und gesondert ausgewiesene Posten resultiert aus nachstehend temporären Differenzen
Der angewandte Steuersatz auf temporäre Differenzen beträgt 31,05 %. Eigenkapital In der Kapitalrücklage ist unverändert das Agio aus der Kapitalerhöhung durch Sacheinlagen im Wege der Betriebsaufspaltung enthalten. Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf (ehemalige) Gesellschaftergeschäftsführer und deren Hinterbliebene. Zur Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde das am 17. März 2016 in Kraft getretene "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" angewandt, wonach die Abzinsung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren erfolgte. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung mit dem 7-Jahresdurchschnittsatz beträgt für 2023 T€ 81 und ist gem. §253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 5.413 (Vorjahr T€ 4.561). Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 1.318; Vorjahr T€ 1.113) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden folgende zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen klassifiziert: Rückdeckungsversicherung für vier Personen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 10) sind saldiert in den Zinszuführungen aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen (T€ 80) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB enthalten. Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Erfolgsprämien/Tantiemen, Gewährleistungsverpflichtungen, Jahresabschlusskosten und Urlaubsverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überwiegend durch Sicherungsübereignungen und für die KFW-Unternehmerkredite durch Gewährung einer Haftungsfreistellung der KFW-Bank in Höhe von 80 % für das durchleitende Finanzierungsunternehmen (Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis) gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen insbesondere auf Rohstofflieferungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren überwiegend aus der Gehaltsabrechnung Dezember 2023. Gegenüber der Anton Müller GmbH & Co. KG (Besitzgesellschaft) bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 1.329). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungskasse ergeben sich wie folgt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Steuerverbindlichkeiten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 643 Vorjahr: (T€ 673) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, T€ 2.451 (Vorjahr: T€ 3.095) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon haben T€ 458 (Vorjahr: € 639) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungskasse in Höhe von T€ 768 (Vorjahr T€ 820) haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sicherheiten wurden - mit Ausnahme für Bankverbindlichkeiten - nicht eingeräumt. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen aus Lieferleistungen für die Kraftfahrzeugindustrie erzielt und setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:
Die Unterschiede zwischen Inland und Ausland sind teilweise bedingt durch die Lieferung an verschiedene Standorte des jeweiligen Automobilwerkes. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 8 enthalten. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf insgesamt T€ 161 (Vorjahr T€ 124). Abschreibungen Die Abschreibungen auf Sachanlagen betreffen ausschließlich planmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Nennenswerte Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Aufwendungen für Leiharbeitskräfte in Höhe von T€ 452 (Vorjahr T€ 624) und Frachten T€ 1.338 (Vorjahr T€ 3.183). Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich insgesamt auf T€ 98 (Vorjahr T€ 99). Zinsergebnis Bei den Zinsaufwendungen sind T€ 41 (Vorjahr T€ 38) gegenüber der Unterstützungskasse angefallen. E. Sonstige PflichtangabenDerivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Es wurde folgende Bewertungseinheiten gebildet: Devisentermingeschäfte in USD Art der gebildeten Bewertungseinheit: Portfolio-Hedge Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (US-Dollar)) In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag 23 Kundenforderungen in USD in Höhe von insgesamt TUSD 740 einbezogen. Für Kundenforderungen wurde ein Devisenterminkontrakt abgeschlossen, dessen Laufzeit der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entspricht. Zum Abschlussstichtag ergibt sich die Höhe der mit der gebildeten Bewertungseinheit abgesicherten Risiken aus der unterlassenen Abwertung der Forderungen in USD auf den niedrigeren Devisenkassamittelkurs in Höhe von T€ 9. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte (Forderungen in USD) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen des Devisenterminkontraktes (Verkauf von USD gegen Euro) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs USD/EUR) ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den Forderungen in USD zum Fälligkeitszeitpunkt Verbindlichkeiten in USD zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Forderungen in USD werden im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Januar 2024 fällig; dies gilt ebenso für die Devisentermingeschäfte. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 740. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird anhand der critical-term match -Methode prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch aufwandswirksam durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen erfasst. Haftungsverhältnisse Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Paul Müller GmbH gegenüber der Volksbank im Märkischen Kreis in Höhe von T€ 1.250. Diese Bürgschaft zugunsten der Müller & Damas steht im Zusammenhang mit dem Neubau einer Produktionshalle in Polen. Das Darlehen hierzu wurde durch das polnische Partnerunternehmen planmäßig getilgt. Die Restschuld zum Bilanzstichtag beträgt T€ 507. Ein Risiko der Inanspruchnahme wird daher nicht gesehen. Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Immobilien unserer Produktionsstätten in Balve, Nordhausen haben wir von der Anton Müller GmbH & Co. KG angemietet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Pachtverträgen betragen insgesamt T€ 5.401, davon sind T€ 1.155 im Folgejahr fällig. Diese genannten Geschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen. Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die Herren
Organbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge und die Angabe der Pensionszahlungen/Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und für Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen liegen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer i. S. des § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 35. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) 291 (Vorjahr 291) Mitarbeiter beschäftigt. Davon betreffen gewerbliche Mitarbeiter 210 (Vorjahr 209), kaufmännische und technische Angestellte 75 (Vorjahr 76) und geringfügig Beschäftigte 6 (Vorjahr 6). Nachtragsbericht Mit Datum vom 26.02.2024 und Wirkung ab dem 01.03.2024 wurde das Pachtverhältnis mit der Anton Müller GmbH & Co. KG über die Grundstücke und Gebäude vorzeitig um weitere 5 Jahre bis zum 28.02.2029 verlängert. Zu weiteren Einzelheiten vgl. unsere Ausführungen im Prognose- sowie im Chancen- und Risikobericht als Bestandteile des Lageberichts. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Bilanzgewinn (€ 2.467.360,37) € 2.467.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen und € 360,37 auf neue Rechnung vorzutragen.
Balve, den 02.08.2024 Die Geschäftsführung Matthias Müller Tobias Müller Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Paul Müller GmbH, Balve Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Paul Müller GmbH, Balve, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paul Müller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 2. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer ppa. Robin Thiele, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 15.08.2024 festgestellt. |
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