Koschwitz Immobilien e.K.
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hakan Kartal seit 9.7.2007 | Geschäftsführer |
Johannes Meerloo seit 9.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 22.74% | |
| 10.53% | |
| 5.26% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jurex GmbHErkelenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007Lagebericht1. Geschäftsverlauf Überblick Die Jurex GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das auf förmliche Zustellungen von Poststücken für Justiz und Verwaltung spezialisiert ist. Produktions- oder Leistungsbereich Im Laufe des 2. Kalenderhalbjahres 2007 hat der Konzern seine Produktpalette erweitert und bietet jetzt auch die Zustellung von weiteren höherwertigen Dienstleistungen an. Unter anderem werden Wert-, Ident-, Customer Direct- und Einschreibesendungen bundesweit zugestellt. Absatzbereich Die Jurex GmbH bedient als Muttergesellschaft Kunden innerhalb Deutschlands nahezu flächendeckend. Investition und Finanzierung Die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Investitionen resultieren vor allem aus dem Wachstum und der weiteren Expansion. Diese dient der Gewährleistung der flächendeckenden Versorgung und der Präsenz in den Regionen in denen wir die Ausschreibungen für uns entscheiden konnten. Im Juli 2007, am Tage des Abschlusses des Kauf- und Übernahmevertrags der neuen Gesellschafter, wurde Kapital in Form von Darlehen mit Rangrücktritt zur Verfügung gestellt. Aufgrund des Insolvenzverfahrens und den damit verbundenen negativen Bonitätsreferenzen werden alle Konten auf einer "Haben Basis" geführt. Im September 2007 haben die Gesellschafter einer Kapitalerhöhung um € 500.000,00 auf € 750.000,00 zugestimmt. Die Finanzierung des Fahrzeugbestandes wird über Leasingverträge gedeckt. Durch die Umstellung von ausschließlich sozial- und rentenversicherungspflichtigen Mitarbeitern auf Subunternehmen und Servicepartner wird das finanzielle Risiko deutlich gesenkt. Personal- und Sozialwesen Infolge des Insolvenzverfahrens wurde in der 2. Jahreshälfte 2007 die Anzahl der sozial- und rentenversicherungspflichtigen Mitarbeiter bundesweit von ca. 1.400 auf 182 Mitarbeiter reduziert. Im Jahr 2008 wurde die Gesamtzahl der Mitarbeiter weiter reduziert. Anstelle der vormals fest angestellten Mitarbeiter sind nun überwiegend Subunternehmer und Service Partner getreten. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahrs Die operative Aufnahme des Großauftrags eines Amtsgerichts wurde zum September 2007 realisiert. Auf Grund mangelnder Bereitschaft der Behörde, mit der finanzwirtschaftlich angeschlagegenen Jurex GmbH zu kooperieren, wurde der Auftrag kurz darauf wieder entzogen. Die vorab getätigten Investitionen in Infrastruktur, Personal und EDV wurden somit vernichtet. Trotz sofortiger Maßnahmen, die neu geschaffenen Strukturen kurzfristig wieder abzubauen, wurden die folgenden Monatsergebnisse aufgrund der Nachlaufkosten erheblich negativ beeinflusst. Durch den sofortigen Wegfall der Umsatzerlöse verzeichnete die Gesellschaft gravierende Liquiditätseinbußen. Die DP AG, im Konzert mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, und dem eigens dafür gegründeten Arbeitgeberverband AGV Postdienste, haben mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für Briefdienste, eine erfolgreiche "Quasiverlängerung" des Postmonopols erreicht. Als Konsequenz haben zahlreiche Marktteilnehmer Insolvenz anmelden müssen oder sich gänzlich aus dem Briefmarkt zurückgezogen. Prominentestes Opfer der neuen Gesetzeslage wurde die PIN Group, Deutschlands größter privater Briefdienst. Die Ereignisse um die PIN in Verbindung mit der unsicheren wirtschaftlichen Perspektive für alle Marktteilnehmer, hat das Vertrauen vieler Kunden in den jungen liberalisierten Postmarkt erheblich erschüttert. Die Bundesnetzagentur in Bonn (BNA), Aufsichts- und Regulierungsbehörde für alle Postmarktteilnehmer, setzt den schon im Vorjahr gesetzten Trend der Genehmigung aller Entgeltanträge im Bereich der förmlichen Zustellungen (PZA) fort. Ungeachtet der wirtschaftlichen Erfolgsaussichten vieler Anträge, genehmigte die BNA immer niedrigere Entgelte, was letztendlich die Preisspirale nach unten weiter beschleunigt. Die steuerliche Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer lässt weiter auf sich warten. Die Bundesregierung, hier in erster Linie das BMF, kämpft weiter für das MwSt. Privileg der DP AG. Bei nichtvorsteuerabzugsberechtigten Kunden kämpft der private Postdienstanbieter somit weiter gegen einen automatischen 19% igen Wettbewerbsvorteil der DP AG. Hiervon ist der Jurex Konzern, der seine Dienstleistung fast ausschließlich Behörden und Verwaltungen anbietet, besonders hart betroffen. Der Jurex Konzern konnte die Ausschreibung eines Oberlandesgerichts für sich entscheiden. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist für den 01.04.2008 geplant. Durch den Zusammenschluss des Jurex Konzerns mit der DIREKTexpress Holding AG erfährt der Jurex Konzern entscheidende Verbesserungen im Bereich der Qualität der Dienstleistung. So wurde z. B. seit dem 01.08.2007 die Sendungsverfolgung für alle Sendungen eingeführt. 2. Lage der Kapitalgesellschaft Vermögens- und Finanzlage Der Jahresabschluss weist einen nominellen Kapitalfehlbetrag in Höhe von T€ 6.239 aus. Durch das vorliegen von Gesellschafterdarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt, vereinbarten Aufgeldern und einer Bürgschaft wird eine materielle Überschuldung verhindert. Mit Großgläubigern wurden intensive Verhandlungen mit dem Ziel von Forderungsverzichte und Ratenzahlungsvereinbarungen für Altschulden geführt. Ertragslage Hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung kann das Geschäftsjahr nicht als erfolgreich bezeichnet werden. Die Entwicklung des Ergebnisses stellt sich als sehr negativ dar. Die Ursache lag insbesondere in den durch das Insolvenzverfahren verloren gegangenen Aufträgen. Der Umsatz der Gesellschaft liegt mit T€ 10.084 um 17 % unter dem Vorjahresumsatz. Das Ergebnis der Gesellschaft verringerte sich um 11 % auf T€ - 1.890. 3. Risiken der künftigen Entwicklung der Kapitalgesellschaft Zur Vermeidung von unternehmerischen Risiken wurde das bestehende Risikomanagementsystem weiter ausgebaut. Eine stetige Weiterentwicklung ist unabdingbar. Die Entwicklung der Branche -im Sektor der förmlichen Zustellung- verlangsamt sich und die Mitbewerber versuchen zunehmend über eine Reduktion der Entgelte eigene Marktanteile zu sichern. In aller Regel verzögert sich die Zuschlagserteilung nach erfolgter Ausschreibung weil der kleine Teil der Mitbewerber durch Rügen und Nachprüfungsverfahren versucht, die Vergaben für sich zu entscheiden. Die mit der Ausschreibung verbundene Sicherstellung von Betriebsmitteln führt folglich zu Dispositionsschwierigkeiten. Durch den starken Wettbewerb haben sich die Preise erheblich ermäßigt. Von einer weiteren Reduzierung der Preise, insbesondere auch durch die Deutsche Post AG, ist auszugehen. Die Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens wird über die Erhöhung der Stückzahlen und Verdichtung in den Zustellgebieten erreicht. Darüber ist eine Ausdehnung in andere nachweispflichtige Geschäftsfelder unerlässlich. Die Geschäftsphilosophie wurde überdacht und grundlegend verändert. In Verbindung mit der neu entstandenen Allianz der zwei größten privaten Anbieter von Postdienstleistungen im nachweispflichtigen Bereich, in der Bundesrepublik Deutschland, wurden folgende Schwerpunkte gesetzt: a) Nutzung von Synergieeffekten der beiden Zustellstrukturen b) Nutzung von Synergieeffekten in den Verwaltungsbereichen der Konzerne c) Nutzung von Synergieeffekten der beiden Fuhrparkflotten d) Nutzung von Synergieeffekten in der Niederlassungsstruktur e) Abbau von Personal f) Schließung von überflüssigen Betriebsstätten g) Stilllegung nicht eingesetzter KFZ Die Logistikbereiche Linienverkehre, Nachtlogistik und Sortierzentren im Jurex Konzern wurden eliminiert und in die bestehende Logistikstruktur der DIREKTexpress Gruppe eingegliedert. 4. Voraussichtliche Entwicklung der Kapitalgesellschaft Die Ertragslage im Jahr 2008 stellt sich positiv dar. Die Liquiditätslage ist durch Altlasten aus dem Jahr 2007 nachhaltig angespannt. Mit Hilfe einer detaillierten Planungsrechnung wird dem entgegen gewirkt. 5. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft Bis zum 31.12.2007 wurden fast alle Niederlassungen/Betriebsstätten in der Bundesrepublik Deutschland geschlossen.
Düsseldorf Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 31.12.2007Allgemeine AngabenGrundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertansätze in der Bilanz der Jurex GmbH zum 31.12.2007 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Als Abschreibungsmethode kam die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung. Von der Vereinfachungsregel entsprechend Abschnitt 44 EStR für Zugänge bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird Vollabschreibungen im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (§ 268 Abs. 2 Satz 3 HGB). Anteilsbesitz Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Abs. 11 HGB: An den nachfolgend aufgeführten Unternehmen besteht ein Anteilsbesitz von mindestens 20 %: Die Gesellschaft war zum 31. Dezember 2007 an folgenden Unternehmen beteiligt, die - sofern nicht veräußert - in der Bilanz unter der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" ausgewiesen sind:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Geschäftsjahr setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen Im Einzelnen ist die Bildung der Rückstellungen den Erläuterungen zum Jahresabschluss zu entnehmen. Der Rückstellungsspiegel lautet wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden finanziellen Verpflichtungen: Hier sind Verpflichtungen an Miete, Strom und Dienstleistungsverträgen über die vertragliche Laufzeit nach dem Bilanzstichtag in Höhe von EUR 142.635,92 ausgewiesen. Sonstige Angaben Personalstand Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 142 Mitarbeiter beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 276 Abs. 5 HGB. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Herrn Hakan Kartal und Herrn Johannes Meerloo. Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor. Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtigen Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.
Düsseldorf Andere BerichtsbestandteileAnlagenentwicklung vom 01.01.2007 bis 31.12.2007
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