Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 1709
Vorher
KSP Engel und Zimmermann GmbHKSP Jürgen Engel Architekten GmbH
Eingetragen
2.9.1981
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Die Übernahme und Durchführung aller Architekten- und Ingenieurleistungen; b) die Übernahme und Durchführung von Objektüberwachung und Baubetreuung einschließlich Bauverwaltung; c) die Übernahme und Duchführung aller Geschäfte und Maßnahmen, die den vorstehend angegebenen Zwecken unmittelbar oder mittelbar dienen und/oder förderlich sind. Tätigkeiten gewerblicher Art sind ausdrücklich nicht Zweck und Gegenstand der Gesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Schmidt
seit 25.8.2025
Prokura
Peter Feuerbach
seit 23.4.2024
Prokura
Tobias Thiel
seit 23.4.2024
Prokura
Ulf Gatzke-YU
seit 6.4.2022
Prokura
Anja Keller
seit 14.12.2020
Prokura
Prokura
Christian Eichinger
seit 27.4.2018
Prokura
Prokura
Sebastian Schöll
seit 3.2.2015
Geschäftsführer
Prokura
Gremmelspacher Ulrich
seit 15.10.2007
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jürgen Engel Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jürgen Engel Holding GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KSP ENGEL GmbH

Braunschweig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das mittelständige Unternehmen erbringt hochwertige Architekturleistungen in Deutschland an den Standorten Braunschweig, Frankfurt, Berlin, München und Hamburg. Auftraggeber sind insbesondere große institutionelle Bauherren im In- und Ausland. Das Leistungsspektrum erstreckt sich auf Wettbewerbe, Akquisitionen, den Bereich Planung inkl. Generalplanung, Baumanagement, Künstlerische Oberleitung sowie Design.

II. Wirtschaftsbericht

1. Die Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft

Gem. Ifo Institut verzeichnet die Baubranche insbesondere im Bereich Wohnungsbau durch Zinssteigerungen, anhaltende Baukostenexplosion und Förderkürzungen einen Abwärtstrend. Öffentliche Bauherren stehen auf Grund dessen vor größeren Herausforderungen hinsichtlich Projektbudgetierungen. Bereits in Planung befindliche Projekte tangiert dieses bis zur Bauantragsreife eher nicht.

Der Hoch- und Wirtschaftsbau, insbesondere Nachfragen zu Büros und Hotels erfährt nach wie vor eine Stagnation wobei Nachfragen zu Bestandsimmobilien wieder zunehmen; der Bereich Wohnungsbau unterliegt nach wie vor einem Stillstand bzw. strategisch diversen Nutzungsänderungsanforderungen. Bestehende Aufträge befinden sich in der Bearbeitungsphase. Auf Grund erheblich gestiegener Finanzierungskosten, Inflation sowie Verknappung und Verteuerung im Energie- und Rohstoffsektor ist die Investitionstätigkeit bei gewerblichen Bauherren nach wie vor differenziert rückläufig; im Bereich Wohnungsbau größtenteils ruhend oder sind mit Änderungsanforderungen konfrontiert.

Größere Architekturbüros wie wir können auf Grund der Streuung des Portfolios und der überregionalen Tätigkeit in Deutschland und der EU weiter relativ stabil agieren. Planungsleistungen für nachhaltige Neu-, Sanierungs- und Bestandsbauten erfahren eine weiterhin gestiegene Nachfrage, für welche wir umfassende Referenzen nachweisen können.

2. Geschäftsverlauf und Darstellung der Lage

Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, Personalaufwand, EBIT und Investitionen.

2.1. Ertragslage

Die Gesamtleistung (vor sonstigen betrieblichen Erträgen) verringerte sich, bei einer Erhöhung des Umsatzes von TEUR 15.081 (+ 72 %), im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1 % auf TEUR 19.311 (Vorjahr TEUR 19.495). Die Verringerung der Gesamtleistung ist nach der Corona-Pandemie einschl. einhergehender angestiegener Inflation nach wie vor von der Rohstoff- und Energiekrise überlagert und führt weiterhin zu verzögerten Projektbearbeitungen und Projektstopps (z.B. im Hotelsegment, Wohnungsbau und kleinere Projektentwicklungen). Damit verbunden sind erforderliche Nachtrags- und Zusatzleistungen, z.B. Umnutzungsplanung für Projektentwickler, die Anpassung von Zahlungsplänen sowie die weitere Verschiebung von Abrechnungen in das Folgejahr. Die Nutzung der dezentralen Unternehmensstruktur war ein geeignetes Mittel, die Projektverzögerungen abzufangen sowie auf eine kurzfristige Projektfortführung reagieren zu können. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine höhere Bestandsminderung auf Grund der Realisierbarkeit von Schlussrechnungen. Das Verhältnis Umsatz zu Bestand hat sich damit innerhalb der Gesamtleistung zu Gunsten des Umsatzes im Geschäftsjahr 2023 auf Grund von mehreren größeren Projektrealisierungen wie z.B. "Mauerstraße Berlin" und "Neue Mainzer Str. 57-59" verschoben.

In 2023 fielen Aufwendungen für den Ausbau der Internationalen Märkte über unsere Tochter- und Enkelgesellschaften, KSP ENGEL INTERNATIONAL GmbH und KSP ENGEL Architects (Shanghai) Co., Ltd. in Höhe von rd. TEUR 920 an. Ohne diesen außerordentlichen, strategisch wichtigen Aufwand wäre das Jahresergebnis entsprechend besser ausgefallen und wäre wieder mit den Ergebnissen vor Corona vergleichbar.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf TEUR 522 (Vorjahr TEUR 687) und beinhalten vorwiegend die Verringerung von Erträgen sonstiger betrieblicher Sondersachverhalte.

Aus verringerter Gesamtleistung verbunden mit verringerten Personalaufwendungen, erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie erhöhten bezogenen Leistungen resultiert die Erhöhung des EBIT auf 408 TEUR (Vorjahr TEUR 208). Das Finanzergebnis verschlechterte sich auf TEUR -131 (Vorjahr TEUR - 66).

Die Ergebniskennzahlen stellen sich in der Übersicht wir folgt dar:

Gesamtleistung TEUR 19.311
Personalaufwand TEUR 10.967
EBIT TEUR 408
Investitionen TEUR 81

KSP ENGEL plant in der Regel große, komplexe Bauvorhaben, deren Planungsphase sich im Durchschnitt über drei und mehr Jahre erstreckt. Wettbewerbs- und Akquisitionsleistungen wurden im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich in Projektrealisierungen umgesetzt. Darunter befinden sich im Verhältnis zur Objektplanung gleichbleibend Leistungen im Generalplanungsbereich.

Des Weiteren werden Akquisitionsleistungen im Ausland ebenfalls kontinuierlich in Projekte umgewandelt. Die Nachfrage in Drittländern nimmt weiter moderat zu, die zwischenzeitlich vornehmlich auf Grund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie in China aber auch auf Grund von innenpolitischen Umorientierungen und der damit verbundenen, sehr verhaltenen ausländischen Auftragsvergabe auf gleichbleibendem Niveau verblieben war. Auf Grund dieser Unsicherheiten sowie teilweise willkürlicher Eingriffe von Regierungsseite in den Projektablauf, insbesondere hinsichtlich Beauftragungen über die KSP ENGEL International GmbH, unterliegen unsere akquisitorischen Aufwendungen im nicht europäischen Raum nach wie vor einer regelmäßigen zeitnahen Risikoeinschätzung.

Die Personalaufwendungen verringerten sich auf TEUR 10.967 bei verringerter Mitarbeiteranzahl. Der durchschnittliche Personalbestand belief sich auf 140 Mitarbeiter. Der Einsatz von freien Mitarbeitern hat sich zum Vorjahr um -15 % verringert. Die rückläufigen Personalaufwendungen sind den strukturell geänderten Nachfragen am Immobilienmarkt auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen (gestiegene Zinsen, Baukostenerhöhungen, Unsicherheiten der wirtschaftlichen Lage unserer potenziellen Auftraggeber) geschuldet. Als Folge hieraus haben sich teilweise Projektunterbrechungen, Projektstopps und die Verlangsamung von Projektbearbeitungen auf Grund von Nutzungsänderungen ergeben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich differenziert verändert:

Abschreibungsbedarf einschließlich Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 107; Vorjahr TEUR 291)

Reisekosten (TEUR 202; Vorjahr TEUR 151)

Personalnebenkosten (TEUR 176; Vorjahr TEUR 284)

Versicherungsbeiträge TEUR 473; Vorjahr TEUR 610)

Foto-, Pausen- und Modellbaukosten (TEUR 236; Vorjahr TEUR 277)

Werbekosten (TEUR 111; Vorjahr TEUR 52)

Sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR 5.476; Vorjahr TEUR 4.895) davon TEUR 919 für die strategische Unterstützung des internationalen Geschäftes

Wertberichtigungen erfolgen nach wie vor nach dem Vorsichtsprinzip, insbesondere auf Grund erwartbarer Unsicherheiten bei Projektentwicklern und deren besonderer Finanzierungsproblematik.

Es ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR -137 ein geringeres Jahresergebnis. Ohne die strategische Unterstützung des internationalen Geschäftes hätten wir ein entsprechend höheres Ergebnis auf Vor-Corona-Niveau erreicht, womit das für 2023 geplante Ergebnis übertroffen gewesen wäre.

2.2. Vermögenslage

Aus den kontinuierlichen Akquisitions- und Wettbewerbsbemühungen im In- und Ausland resultiert die Möglichkeit der stetigen Umsetzung in konkret abzurechnende Projekte. Länger laufende Projekte konnten abgeschlossen werden, einhergehend mit einer höheren Umsatzerzielung.

Der Forderungsbestand hat sich stichtagsbezogen leicht erhöht. Die generelle monatliche Rechnungslegung wird weiterverfolgt, insbesondere auch die expliziten monatlichen Projektabrechnungen, auch zum 31. Dezember. Die Liquidität ist stichtagsbezogen zum Vorjahr rückläufig.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 25 % (Vorjahr 23 %). Rückstellungen sind ausreichend gebildet worden und resultieren vorwiegend aus Verpflichtungen für Fremdarbeiten und Personal. Die erhaltenen Anzahlungen sind nach Saldierung mit den Vorräten gegenüber dem Jahr 2023 rückläufig, als Finanzierungsinstrument aber weiterhin höher als die Vorräte.

2.3. Finanzlage

Die Investitionen 2023 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit strukturellen projektbezogenen Änderungen und den dauerhaft notwendigen Anschaffungen und Aktualisierungen im Hard- und Softwarebereich, insbesondere für die erforderlichen Subskriptionen der CAD-Bearbeitung im 3D-Bereich und der fortführenden Entwicklung von BIM. Die Investitionen erfolgen teilweise durch Eigenfinanzierung sowie durch die Inanspruchnahme von Leasinggesellschaften nach verschiedenen Finanzierungsmodellen.

Verbindlichkeiten und Kredite unterliegen dem kurzfristigen Bereich und entsprechen marktüblichen Konditionen, die aber langfristig vereinbart werden. Insgesamt haben sich damit zum Vorjahr überwiegend keine Veränderungen ergeben.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit wird durch ein zentrales Finanz-, Vertrags- und Forderungsmanagement sowie Projektcontrolling und deren digitalen Ausbau gesteuert. Der Finanzmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde für Mittel im Finanzbereich verwendet.

Wir sind jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Mit der strategischen Stärkung des internationalen Geschäftes ergaben sich zunächst höhere Aufwendungen, die zu dem ausgewiesenen Jahresergebnis geführt haben. Diese Entscheidung zur Stärkung des internationalen Geschäftes haben wir bewusst vorgenommen, da wir uns davon mittel- und langfristig entsprechende Erträge versprechen.

Damit haben wir natürlich die Prognose für das Jahr 2023, für die wir einen leichten Rückgang der Gesamtleistung bereits erwartet hatten, nicht erreichen können.

Unabhängig von der ergebnismäßigen Betrachtung war unsere Geschäftstätigkeit in 2023 von Projektanbahnungen geprägt, die sich bereits in großem Umfang in der Anlauf- und Entwicklungsphase befinden.

III. Prognosebericht

Auftragsvergaben von Teilleistungen an kleinere Architekturbüros erfolgen weiterhin, - sei es auf Bauherrenwunsch, um regionale Kompetenz einzubinden - oder aus Strategieüberlegungen heraus, im Sinne von Netzwerkstärkung. Für KSP ENGEL bedeutet dies, dass Aufträge nach wie vor mit kleineren Büros in Kooperation abgewickelt werden, jedoch auf Grund der aktuellen Lage am Finanzmarkt nach wie vor verhalten; im europäischen Bereich nach wie vor durch Bildung von Arbeitsgemeinschaften.

Die Umstrukturierungsmaßnahmen in den Standorten hinsichtlich Innenorganisation und Erweiterung um die standortübergreifende Stabsstelle Büromanagement, der teilweisen Organisation in Geschäftsbereichen, der verstärkten Nutzung digitaler Medien und digitalen Schulungsmöglichkeiten einschl. Außenauftritt werden fortgesetzt, umgesetzt und unterliegen der Anpassung gem. marktspezifischen Erfordernissen. Außerdem ist auf Grund der anhaltenden Komplexität unserer Aufgaben im In- und Ausland sowie der gleichbleibenden Generalplanungsnachfragen vorgesehen, neben der Anpassung unseres Projektcontrolling-Tools, den Anforderungen auf die gesamtheitliche Umstellung auf X-Rechnungslegung sowie der Nutzung von iCloud-Lösungen einschl. Vertragsmanagement an die Erfordernisse der Digitalisierung, dieses zu erweitern.

Die Anforderungen von in Bearbeitung befindlichen Großprojekten, auch im Ausland, sowie die Umsetzung der expliziten 3D-Marktanfragen, Revit, BIM und iCloud in der Projektbearbeitung und Projektpartnerschaften erfordern für die Jahre 2024 ff. kontinuierlich den weiterführenden qualitativen Mitarbeitereinsatz, qualitative Mitarbeiterauswahl sowie Förderung von Expertenwissen.

Die Maßnahmen qualitativer Personalentwicklung, einhergehend mit umfassenden Inhouse-Schulungsangeboten, und damit kompetenter und konzentrierter Bearbeitung verschiedener Leistungsbereiche innerhalb erforderlicher Termine und Fristen sowie der expliziten Nutzung der standortübergreifenden Projektbearbeitung und Fachkompetenz sind für unsere Auftragsentwicklung maßgebliche Mittel.

Auf Grund der Akquisitionstätigkeit im Jahr 2023 erwarten wir auch für das Jahr 2024 eine stetige Nachfrage nach der Marke KSP ENGEL. Die Umsetzung dieser Projektanbahnungen wird jedoch durch die aktuelle wirtschaftliche Lage national und international beeinflusst. Die Nachfrage nach Architekturleistungen verbleibt damit grundsätzlich auf hohem Niveau.

Gleichwohl rechnen wir dennoch teilweise mit verzögerten Abrufen von Leistungsphasen aus Stufenverträgen sowie in Einzelfällen mit einem differenzierten Rückgang, auch auf Grund von Nutzungsänderungen oder ruhend Stellung von Projekten seitens der Bauherren. Bisher halten die Bauherren an den vertraglich verabredeten Terminen, insbesondere zur Einreichung von Bauvoranfragen und Bauanträgen, fest bzw. forcieren deren Beschleunigung. Auftragsvergaben für geplante Projekte werden seitens der Bauherren weiterverfolgt. Die seit Herbst 2021 bestehenden erheblichen Preiserhöhungen im Bausektor (Baustoffe, etc.) werden weiter anhalten und nach wie vor wiederholte Ausschreibungen von Leistungen sowie Verzögerungen in Auftragsvergaben an ausführende Firmen nach sich ziehen. Die Zusammenarbeit mit anderen Architekten in unterschiedlichsten Konstellationen sowie die Kooperation mit kleineren Büros wird weiter erfolgen.

Der Trend zu Baupartnermodellen und vergleichbaren Konstellationen zur Lösungsfindung ganzheitlicher Konzepte (PPP etc.) mit Entwicklern, Investoren, Finanzinstituten und Bauunternehmern hält an. Eine erhöhte Nachfrage nach ganzheitlichen Generalplanerleistungen ist zu verzeichnen. Es zeichnet sich ab, dass Bauherren zur Anwendung von PRECON-Verfahren unter Einbeziehung der Generalunternehmer und Architekten übergehen, um entsprechende Planungssicherheit für Projektrealisierungen zu erhalten.

Aus den positiven Ansätzen im Akquisitions- und Wettbewerbsbereich sowie unserer langjährigen Zusammenarbeit mit Generalunternehmern erwarten wir in 2025 weitere Auftragseingänge.

Auch einzelne Beratungsleistungen im Bereich umfassender Bauherrenbetreuungen, Einbeziehung in Projektentwicklungen, Standortanalysen, Nutzungs- und Vermarktungskonzepte insbesondere Änderungsleistungen im Alternativbereich zu Wohnungsbau, Kostensicherung sowie Einbindung in strategisch unternehmerische Entscheidungen einzelner Entwickler und Investoren werden weiterverfolgt. Auf Grund der Finanzkrise ist mit erhöht differenzierteren Anfragen von Planungsaufgaben, verbunden mit einem weiterhin höheren Beratungsaufwand, sowie einer Vielzahl an Zusatz- und Wiederholungsleistungen zu rechnen.

Nach wie vor haben wir eine sehr positive Resonanz am inländischen - verstärkt im europäischen Markt - sowie auch ausländischen Markt - insbesondere über unsere Beteiligung KSP ENGEL International GmbH im Ausland als Marke "KSP Engel" zu verzeichnen.

Unsere Tätigkeiten im internationalen Markt gemeinsam mit unseren Tochter- und Enkelgesellschaften ist sehr differenziert zu betrachten. Beim chinesischen Markt bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen China zur Stärkung der Wirtschaft ergreift. Trotz wirtschaftlicher Unwägbarkeiten wird es möglich sein, Projekte fertigzustellen, einzuweihen und als Referenz zu nutzen. Aus den von uns in den letzten Jahren erfolgten zusätzlichen Ausrichtungen auf Märkte in Vietnam, Saudi-Arabien, Indien und weiterhin Algerien erwarten wir für die zukünftigen Jahre ein nicht unbedeutendes Ertragswachstum. Das internationale Akquisitions- und Wettbewerbsengagement wird unabhängig vom Standort China mit Nachdruck verfolgt und weiterentwickelt. Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen hatten einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der KSP ENGEL International GmbH und KSP ENGEL Architects (Shanghai) Co., Ltd., denen wir mit der oben bereits beschriebenen strategischen Unterstützung des internationalen Geschäftes begegnet sind.

Auf Grund der Erweiterung der Märkte, wie beschrieben, auf Basis der erfolgten strategischen Unterstützung unserer Tochter - und Enkelgesellschaften, verbunden mit der Erschließung weiterer konkreter Geschäftsanbahnungen, sehen wir eine zukünftige Verbesserung der Ertragslage der KSP ENGEL International GmbH und der KSP ENGEL Architects (Shanghai) Co., Ltd.

Dementsprechend berücksichtigt die Unternehmensplanung der Geschäftsführung eine Verbesserung der Ertragslage beider Gesellschaften, die den Ausweis der Beteiligung an der KSP ENGEL International GmbH zu Anschaffungskosten rechtfertigt. Sollten die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung der KSP ENGEL International GmbH in der Zukunft nicht eintreten und zu einer dauerhaften Wertminderung der Beteiligung an dieser Gesellschaft führen, müsste in Folgejahren eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen werden.

Mehrere langfristige Projekte in 2024 und über 2024 hinaus sowie die damit verbundenen Aufwendungen werden sich entsprechend im Bestand widerspiegeln.

Des Weiteren haben wir das Ziel, unsere Geschäftsbereiche entsprechend unserer Kompetenzen (Mitglied im DGNB, Holzbau, nachhaltiges Bauen, QM-Zertifizierung, etc.) zu erweitern und in diesem Zusammenhang unsere Investitionen entsprechend weiter zu verfolgen. Die hohen Anforderungen an das Berichtswesen gegenüber Banken, Wirtschaftsprüfer und innerhalb unseres Unternehmens erfordern die professionelle Fortschreibung und Erweiterung unseres Projektcontrolling-Programms inkl. Workflow und Digitalisierungsprozess von zusätzlichen Bereichen neben dem Vertragsmanagement. Darüber hinaus wird dieses um die Nachhaltigkeitsberichterstattung ergänzt werden müssen, mit deren Anforderungen wir uns bereits befassen.

Trotz der Markterweiterungen und Geschäftsanbahnungen gehen wir vorsichtshalber durch die bestehenden Unsicherheiten auf den nationalen und internationalen Märkten von einer moderaten Minderung der Gesamtleistung aus, welcher wir mittels Kostenoptimierungen und standortübergreifenden Bearbeitungen in ausgewählten Bereichen begegnen.

Das zur Verfügung stehende Personal werden wir für fokussiertes Bearbeiten nutzen und die Terminpläne flexibel gestalten.

Insgesamt rechnen wir mit einer rückläufigen Gesamtleistung aber auf Grund von Kostenoptimierungen mit einem gleichbleibendem EBIT und Jahresergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Der Personalaufwand wird sich in diesem Zusammenhang gegenüber dem Jahr 2023 weiter verringern, jedoch stets im Hinblick auf die qualitative Personalauswahl, der Förderung von besonderem Expertenwissen und standortübergreifender Projektbearbeitung.

Die positiven Auswirkungen der Neugestaltung unseres Internetauftritts sowie die Erlangung des CrefoZert nutzen wir als Ergänzung unserer Auftritte in weiteren digitalen Medien verschiedener Zielgruppen. Essentielle Veröffentlichungen werden wir akquisitorisch den entsprechenden Märkten, auch international, Zugang gewähren.

Die Investitionen, insbesondere im IT-Bereich, werden sich im Jahr 2024 aus Aktualisierungsgründen, auf Grund fortschreitender BIM-Anforderungen einhergehend mit höheren Anforderungen an die neueste Technik, Erweiterung unseres digitalen Projektcontrolling-Tools sowie aus aktuellen Cyberschutzerfordernissen erhöhen. Hier bilden die Personalentwicklung (Entwicklung Projektmanagement, Lizenzen, Schulungen, qualitative Personalentwicklung, Hardwareanschaffungen für erforderliche und zunehmend ausschließlich über Online-Plattformen stattfindende Projektarbeit einschl. Abgaben, Videokonferenzen, spezielle Online-Programme, Nachhaltigkeitserfordernisses, etc.), die Digitalisierung weiterer Unternehmenszweige, der erforderliche neueste Stand in der EDV-Anwendung sowie die standortspezifische Nutzung von Baustellenbüros die Schwerpunkte.

IV. Chancen- und Risikobericht

Nach Einschätzung des Ifo-Instituts und des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes ist die zukünftige Entwicklung der Baubranche immer noch schwierig bis verhalten einzustufen. Aufgrund der weiterhin angespannten globalen Finanzsituation, einhergehend mit der anhaltenden Energie- und Rohstoffkrise, sind Budgetvergaben der öffentlichen Hand teilweise unsicher auf Grund politik-wirtschaftlicher Abhängigkeiten sowie den Auswirkungen internationaler Entwicklungen. Darüber hinaus bleiben die Auswirkungen von Wahlausgängen im In- und Ausland abzuwarten.

In unsere Risikobetrachtung fließt ein, dass eine nachhaltige Trendwende aufgrund des weiterhin schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Umfelds, insbesondere im internationalen Bereich in Drittländern, stets expliziter Prüfung sämtlicher Randbedingungen unterliegt. Die innerpolitischen Entwicklungen in Drittländern werden wir strikt verfolgen und darauf eingehen. Der andauernde Krieg in der Ukraine sowie die Verteuerung von Krediten bedingt, dass sämtliche Auswirkungen auf Baupreise, Immobilieninvestitionen, etc., fortbestehen.

Hinsichtlich unseres großen Wettbewerbsengagements besteht nicht immer die Möglichkeit, den Wettbewerbserfolg in ein Projekt umwandeln zu können. Insbesondere auf Grund der Lage der öffentlichen Hand ist dieses in Teilen mit Risiken verbunden. Bei Nichtrealisierung von Projekten können wir nach wie vor die Vorteile unserer dezentralen Struktur nutzen sowie mit Kostensenkungen (Freie Mitarbeiter, befristete Arbeitsverträge, standortübergreifende Projektbearbeitungen, etc.) reagieren.

Eine allgemeine Rechtsprechung zur Leistungserbringung bei Projektunterbrechungen, Projektstopps und Projektverzögerungen wegen höherer Gewalt (Krieg, gestiegenen Zinsen, Rohstoff- und Energiekrise, etc.) ist unsicher, da nach wie vor situationsbedingt nicht vorhanden. Dieses kann unsere Leistungserbringung insbesondere zur Einhaltung von Terminen und Fristen ggf. rückläufig tangieren. Risiken könnten u.a. sein, dass Anlaufkosten für Projekte entstehen, deren Vergütung unsicher ist mangels Rechtsprechung. Einerseits wäre nach etwaiger Projektunterbrechung wegen höherer Gewalt ohne Anlaufzeit im Projekt mit dem ursprünglichen Projektteam nahtlos weiter zu planen; andererseits wird nach wie vor diskutiert, welche Rechtsprechung mangels vorhandener Musteranwendung daraus resultieren würde. Die mit der Erhöhung der Baupreise ggf. einhergehenden Wiederholungs- und Zusatzleistungen sind entsprechend der HOAI abbildbar. Insgesamt nutzen wir nach wie vor unsere professionellen Rechtsberatungen im In- und Ausland sowie unsere Mitgliedschaften in einschlägigen Architektenkammern und Vereinen.

Auf Grund der zukünftig weiter differenzierten Anforderungen an unsere Projekte (Nachhaltigkeit etc.) wird zusätzlich qualifiziertes Personal benötigt. Als Risiko ist weiterhin der zunehmende Fachkräftemangel anzusehen, da es sich nach wie vor aufwändig und kostenintensiv gestaltet, gut qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Für unser Unternehmen bestehen keine Währungsrisiken. Gegen Planungsrisiken besteht in ausreichendem Maße eine Berufshaftpflichtversicherung einschl. Übernahme der juristischen Vertretung dessen. Zusätzlich nutzen wir die erweiterten Leistungen von Creditreform, um Bauherrenausfällen und Zahlungsverzügen vorzubeugen.

Da wir nach wie vor vermehrt im europäischen Bereich, im asiatischen Raum als Subunternehmer über die KSP ENGEL International GmbH und unabhängig von China im Ausland tätig sind, ergeben sich daraus für uns die entsprechenden Chancen auf Projektrealisierungen. Bezogen auf die anhaltend gestiegenen Zinsen, der Rohstoff- und Energiekrise, einhergehend mit stark erhöhten Bau- und Finanzierungspreisen - verbunden mit den erwähnten Unsicherheiten auf nationalen und internationalen Märkten muss differenziert weiter mit Projektverzögerungen gerechnet werden. Im internationalen Bereich bilden die jeweiligen Kooperationsbüros die länderspezifische Haftung ab.

Zu den Bauherren unserer Gesellschaft zählen insbesondere große institutionelle Bauherren von guter und sehr guter Bonität sowie große öffentliche Bauherren. Die Gesellschaft besitzt ein gutes Forderungsmanagement. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Die Beharrlichkeit der Verfolgung von Akquisitionen auch über lange bis sehr lange Zeiträume zahlt sich gerade in schwierigen Zeiten am Finanz- und Rohstoffmarkt aus. Das Unternehmen verfügt über sehr gute nationale und internationale Referenzen und langjährige gute Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen Großbanken einschl. kontinuierlichem Auftritt bei Creditreform und Erlangung des CrefoZert. Diese Sachverhalte sind letztlich als Chance für die weitere erfolgreiche Geschäftspolitik zu werten und Indikatoren für eine Direktnachfrage.

Neben standortübergreifenden Projektabstimmungen im Rahmen unseres Qualitätsmanagements sowie der Schaffung der übergeordneten Stabsstellen Generalplanung und Büromanagement wird auch das standortübergreifende Projektcontrolling einschl. monatlichem Berichtswesen sowie Schaffung von digitalen Workflows weiterhin als effektives Mittel genutzt. Die Erweiterung des Projektcontrolling-Programms sowie dessen stetiger Ausbau zum Projektmanagement-Programm einschl. Fortführung des Digitalisierungsprozesses und Schaffung von Workflows werden erfolgreich für die Planung und Prognose der Projekte unter Einbeziehung sämtlicher Parameter bis zum Projektende eingesetzt und ermöglichen eine langfristige Kosten-/ Leistungsplanung sowie Vorausplanung.

Darüber hinaus werden wir unser Augenmerk auf die effektive Nutzung unserer dezentralen und Stabsstellenstruktur sowie Fortsetzung der Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse und deren Umsetzung richten, was durch die anhaltend gestiegenen Zinsen sowie der Rohstoff- und Energiekrise und deren Auswirkungen auf die Projekte sowie den gleichbleibenden und wachsenden Wettbewerbsbereich von großer Bedeutung ist.

 

Braunschweig, den 05.12.2024

gez. Jürgen Engel

gez. Sebastian Schöll

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.877.922,25 3.939.640,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.354,50 24.418,00
II. Sachanlagen 328.154,50 382.809,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.154,50 382.809,50
III. Finanzanlagen 3.532.413,25 3.532.413,25
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.532.413,25 3.532.413,25
B. Umlaufvermögen 3.422.778,67 4.682.656,70
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.501.339,09 2.410.337,50
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 199.496,59 160.554,56
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.301.842,50 2.249.782,94
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 921.439,58 2.272.319,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 242.866,42 269.963,34
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.427,00
Aktiva 7.545.994,34 8.892.260,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.898.461,72 2.035.978,05
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 1.835.978,05 1.779.931,98
III. Jahresfehlbetrag 137.516,33 -56.046,07
B. Rückstellungen 1.790.602,95 1.294.943,84
C. Verbindlichkeiten 3.856.929,67 5.561.238,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.466.672,00 3.000.004,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.390.257,67 2.561.234,90
D. Rechnungsabgrenzungsposten 100,00
Passiva 7.545.994,34 8.892.260,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.994.164,39 17.670.831,35
2. Personalaufwand 10.967.166,83 12.406.340,58
a) Löhne und Gehälter 9.304.045,27 10.516.922,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.663.121,56 1.889.417,99
davon für Altersversorgung 6.956,16 50.425,49
3. Abschreibungen 142.848,94 160.823,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 142.848,94 160.823,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.476.094,10 4.895.461,54
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.754,28 6.449,33
davon aus verbundenen Unternehmen 3.754,33 3.754,33
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.832,86
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.832,86
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 140.435,52 69.910,62
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 411.144,22 83.961,65
9. Ergebnis nach Steuern -133.770,94 57.950,24
10. sonstige Steuern 3.745,39 1.904,17
11. Jahresfehlbetrag 137.516,33 -56.046,07

Anhang

I Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wird unter der Firma KSP ENGEL GmbH geführt und hat ihren Sitz in Braunschweig. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter der Nummer HRB 1709 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden.

Die Grundsätze der Darstellungsstetigkeit wurden beachtet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens wurden linear in entsprechender Anwendung der steuerlich anerkannten Nutzungsdauern nach den AfA-Tabellen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die maßgeblichen Beträge sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesene 100%ige Beteiligung an der KSP ENGEL International GmbH, Braunschweig, wird zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Das übrige Umlaufvermögen ist zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen wurde durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %.

Für sämtliche Pensionsverbindlichkeiten existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche insgesamt verpfändet sind. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Verpflichtungen saldiert ausgewiesen. Des Weiteren erfolgte die Verrechnung von Zinsaufwendungen und Zinserträgen gemäß § 246 Abs. 2 HGB.

Die kongruenten Bestandteile zwischen Pensionsverpflichtung und Rückdeckungsversicherung werden ab dem Geschäftsjahr 2022 gemäß den Vorgaben des IDW RH FAB 1.021 mit dem Aktivprimat bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Eine Darstellung des Anlagevermögens zeigt der als Anlage beigefügte Anlagenspiegel.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der KSP Jürgen Engel ENGEL International GmbH, Braunschweig. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist ein Eigenkapital von TEUR 518 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 94 aus.

Die unfertigen Leistungen werden saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen:

TEUR
Bilanzansatz unfertige Leistungen 48.068
abzüglich darauf erhaltene Anzahlungen 48.068
0

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 0).

Auf die Verrechnung von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, entfallen folgende Werte:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen 233
beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 235
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung -2

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt EUR 0,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung entsprechen dem Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend ausstehende Rechnungen (TEUR 633), Urlaubs- und Überstunden (TEUR 196) und Gewährleistungen (TEUR 178), Jahresabschlusskosten (TEUR 140) sowie Tantiemen und Erfolgsprämien (TEUR 132).

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten einschließlich der gewährten Sicherheiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:

mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
gesichert
in TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.134 333 0 2.467 0
(Vorjahr) (2.333) (667) (0) (3.000) (0)
2. übrige Verbindlichkeiten 1290 100 0 1.390 0
(Vorjahr) (2.444) (117) (0) (2.561) (0)
3.424 433 0 3.857 0
(4.777) (784) (0) (5.561) (0)

Im Rahmen von Kreditvereinbarungen mit diversen Banken bestehen Kreditlinien, die Prolongationen und damit Tilgungen mit Laufzeiten über 1 Jahr ermöglichen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 296; Ausweis: sonstige Verbindlichkeiten).

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergibt sich wie folgt:

mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
zwischen 1 größer und 5 Jahren
TEUR
5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
1. aus Mietverträgen für Büroräume der Standorte 924 2.225 243 3.392
2. aus Leasingverträgen für EDV und Kfz 91 58 0 149

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Aufzinsungsbetrag zur Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7) wird mit den Zinserträgen aus den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7) saldiert und unter dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge aus Wertberichtigungs- und Rückstellungsauflösungen in Höhe von TEUR 132, aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 213 und aus sonstigen Sachverhalten in Höhe von TEUR 5 im Posten sonstige betriebliche Erträge enthalten. Den Erträgen stehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 919 außergewöhnliche Aufwendungen enthalten. Dabei handelt es sich um einen gewährten Zuschuss ohne Anspruch auf eine Gegenleistung.

V. sonstige Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 140 angestellte Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon waren 16 leitende Mitarbeiter, 107 Architekten und 17 sonstige Verwaltungskräfte.

2. Geschäftsführung

Mitglieder der Leitungsorgane

Dipl.-Ing. Jürgen Engel, Architekt

Dipl.-Ing. Sebastian Schöll, Architekt

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Gesamtbezüge an frühere Organe

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr sind im Folgenden dargestellt:

Verkäufe
TEUR
Käufe
TEUR
Erbringung von Dienstleistung
TEUR
Bezug von Dienstleistung u.ä.
TEUR
Gesellschafter 0 0 36 0
Tochterunternehmen 0 0 71 919

 

Braunschweig, den 5.12.2024

gez. Jürgen Engel

gez. Sebastian Schöll

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Z A U Zugänge Abgänge Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 444.699,19 A 0,00 444.699,19
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung *) Z 81.130,44
1.878.990,21 A 2.686,73 1.957.433,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.532.413,25 0,00 3.532.413,25
Z 81.130,44
5.856.102,65 A 2.686,73 5.934.546,36
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Z A Zugänge Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 420.281,19 Z 7.063,50 427.344,69
A 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung *) Z 135.785,44
1.496.180,71 A 2.686,73 1.629.279,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Z 142.848,94
1.916.461,90 A 2.686,73 2.056.624,11
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.354,50 24.418,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung *)
328.154,50 382.809,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.532.413,25 3.532.413,25
3.877.922,25 3.939.640,75
*) Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr gleich als Abgang gezeigt.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KSP ENGEL GmbH, Braunschweig

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KSP ENGEL GmbH, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KSP ENGEL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die KSP ENGEL GmbH weist in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Anteile an der KSP ENGEL International GmbH, Braunschweig, in Höhe von EUR 3.532.413,25 aus. Planungsunterlagen sowie darauf aufbauende vereinfachte Wertermittlungen nach dem Discounted Cash Flow-Verfahren wurden uns vorgelegt. Aus dieser Planung und Bewertung ergibt sich nach Einschätzung der Geschäftsführung eine Werthaltigkeit der Beteiligung. Die Planung der prognostizierten Erträge als auch die Annahmen enthalten Unsicherheiten. Auf Basis der vorgelegten Unterlagen können wir nicht abschließend beurteilen, ob aufgrund einer dauerhaften Wertminderung eine Abschreibung entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB hätte erfolgen müssen. Ebenso konnten wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit der Beteiligung gewinnen. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere bei der Bewertung der Finanzanlagen und der Höhe der Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie beim Jahresergebnis und Eigenkapital hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Braunschweig, den 6. Dezember 2024

Höweler | Rischmann und Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Fiedrich, Wirtschaftsprüfer

Dr. Brackhan, vereidigte Buchprüferin

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