SEE Bau GmbH
52mErrichtung von Fertigteilbauten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steven Marcus Ramos seit 28.3.2024 | Geschäftsführer |
Marco de Benedetti seit 21.12.2023 | Geschäftsführer |
Sam Amid seit 4.7.2023 | Prokura |
Francois Lombart seit 6.9.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Tupperware Nederland B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tupperware Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024I. Allgemeine Angaben Die Tupperware Deutschland GmbH i.l. hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 31654). Die Gesellschaft hat mit Datum vom 1. Februar 2025 infolge der Insolvenz nach Chapter 11 der Muttergesellschaft Tupperware Brands Corporation, Orlando, Florida/USA, Insolvenz angemeldet. Dies erfolgte insbesondere aufgrund des Auslaufens der Lizenzvereinbarung zur Nutzung der Marke „Tupperware“ und aufgrund bestehender Intercompany-Forderungen, die voraussichtlich nicht mehr beglichen werden. Herr Rechtsanwalt Thomas Rittmeister, Frankfurt am Main, wurde zum Insolvenzverwalter im Verfahren bestellt. II. Gliederung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt auf Basis der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: „Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss“ (IDW RS HFA 17) mit Stand vom 11. Juli 2018. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen Die Vermögensgegenstände und Schulden sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Aufgrund der Bewertung gemäß IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: „Auswirkungen einer Abkehr von der Going-Concern-Prämisse auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss“ (IDW RS HFA 17) werden die Vermögensgegenstände unter Veräußerungsgesichtspunkten mit Liquidations- bzw. Zerschlagungswerten angesetzt. Bei den Verpflichtungen sind auch solche zu berücksichtigen, die durch die Abkehr von der Going Concern-Prämisse und der zu erwartenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen. Aufgrund der Insolvenz werden die Verbindlichkeiten im Rahmen der Masseverteilung nicht vollständig oder gar nicht beglichen, so dass der Abschluss auf der Passivseite nicht den tatsächlichen späteren Mittelabflüssen entsprechen dürfte. Die einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Lieferantenskonti, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 13 Jahre. Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Aufgrund der zum 1. Februar 2025 eingetretenen Insolvenz wurden die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen vollständig zum Bilanzstichtag 31.12.2024 abgeschrieben. Finanzanlagen Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Im vorherigen Geschäftsjahr 2023 wurde infolge der Insolvenz die bestehende Beteiligung vollständig abgeschrieben, da die Geschäftsaktivitäten in Russland in der bisherigen Eigentümerstruktur nicht fortgeführt werden können. Vorräte Die Bewertung des Warenbestandes erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Bestandsrisiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Das Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die überfälligen Forderungen an Bezirkshändler, die auch bis Ende Juni 2025 noch nicht bezahlt waren, wurden vollständig wertberichtigt. Des Weiteren wurden die Forderungen an Unternehmen des Tupperware-Konzerns wertberichtigt, sofern diese nicht bis zum Aufstellungszeitpunkt zugeflossen waren. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich im Berichtsjahr ausschließlich aktive latente Steuern. Diese resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und dem Verlustvortrag aus dem entstandenem Verlust der Jahre 2023 und 2024. Aufgrund der Insolvenz der Tupperware Deutschland GmbH können die aktiven latenten Steuern nicht mehr durch künftige Gewinne genutzt werden, so dass der Wertansatz von aktiven latenten Steuern unterbleibt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,90 % (Vorjahr 1,83 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2024 bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0%) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bewertet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen IV. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der nachfolgend beigefügt ist. AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Finanzanlagen Zum 31. Dezember 2024 weist die Gesellschaft folgende Anteile an verbundenen Unternehmen aus. Das Ergebnis 2024 war ein Verlust:
1
Umrechnung per 31.12.2024: 117,73 RUB/EUR (Quelle: www.exchange-rates.org) Die oben genannte Beteiligung wurde aufgrund der Insolvenz vom 1.2.2025 abgeschrieben. Das russische Management hat für den Kauf der Beteiligung 1,00 USD angeboten. Vorräte Die zum 31. Dezember 2024 erfassten Abwertungen auf den Vorratsbestand belaufen sich auf T€ 28 (Vorjahr T€ 9). Der Bestand der Handelswaren für Tupperware Produkte betrug im Berichtsjahr T€ 28 (Vorjahr T€ 123). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Nach Wertberichtigung ergeben sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 3.703. Die Forderungen entfallen i,W. auf solche an Bezirkshändler sowie ehemalige Bezirkshändler in Höhe von T€ 1.023, und mit T€ 2.680 auf Forderungen an B2B Partner. Im Wesentlichen wurden diese Forderungen zum Bilanzstichtag 31.12.2024 bis Ende Juni 2025 von den Kunden bezahlt. Zudem beinhalten die Bezirkshändler Forderungen nicht wertberichtigte Mehrwertsteuer. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus der Vergabe eines kurzfristigen revolvierenden Darlehens an ein verbundenes Unternehmen (T€ 38.411; Vorjahr T€ 35.453), Forderungen an Tupperware Products AG (Schweiz) in Höhe von T€ 4.104, sowie Forderungen an Tupperware Österreich GmbH T€ 306 (Vorjahr T€ 242) und Forderungen an Tupperware Nederland B.V. (Gesellschafterin) T€ 76 (Vorjahr T€ 76). Aufgrund der Insolvenz der Tupperware Brands Corporation wurden alle Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen vollständig wertberichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen den Aktivwert der Rückdeckungsversicherung (T€ 3.527; Vorjahr T€ 3.898), der eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat, sowie Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 2.553 (Vorjahr T€ 3.677). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Vorauszahlungen für Handelswaren (Tupperware Products AG) T€ 585, Warenversand (DHL Paket) T€ 304, Rechtsanwälte T€ 150, der Deutschen Telekom T€ 40 und Versicherungen T€ 44. Aufgrund der Insolvenz haben diese Geschäftspartner Vorauszahlungen für Waren und Dienstleistungen verlangt. Die Abgrenzung erfolgt pro rata temporis. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Kapital beträgt DM 700.000,00; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 357.904,32. Aufgrund der infolge der Insolvenz vorgenommen Wertberichtigungen und Abschreibungen resultiert ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von T€ 31.694 (Vorjahr T€ 24.045). Rückstellungen für Pensionen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 34.792 (Vorjahr T€ 34.279). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Ausweitung des Zinsermittlungszeitraums von sieben auf zehn Jahre für Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2024 T€ -313, d.h. der Erfüllungsbetrag kalkuliert mit einem Rechnungszins mit 7- Jahres-Durchschnitt ist niedriger als der mit 10 Jahren. Steuerrückstellungen Aufgrund des Steuerbilanziellen Verlustes ergeben sich für das Jahr 2024 keine Steuerrückstellungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 4.055 (Vorjahr T€ 1.862). Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Garantiegutscheine, die an Kunden ausgegeben wurden, aber noch nicht eingelöst sind T€ 2.197, Rückstellungen für die Kosten des Insolvenzverfahrens T€ 650, Rückstellungen für Boni (T€ 300), Rückstellungen für noch nicht berechnete Ware (T€ 254), Rückstellungen für Überstunden (T€ 64) Rückstellungen für noch nicht gelieferte Prämien aus dem Prämienshop (T€ 235), Rückstellungen für Prüfung und Beratung (T€ 89) sowie Rückstellungen für Restrukturierung (T€ 151). Die sonstigen Rückstellungen enthalten keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr T€ 0). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt T€ 6.231 setzen sich folgendermaßen zusammen: Verbindlichkeiten gegenüber Tupperware Products AG (Schweiz) T€ 6.021, Manufacturing Belgium T€ 71 Verbindlichkeiten gegenüber Dart Ind. T€ 66, Manufacturing Portugal T€ 60 und GBS Poland T€ 11. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden zum Jahresende nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, weil aufgrund der Insolvenz keine Zahlungen für Gehälter, Krankenversicherung, Lohn- und Kirchensteuer und Umsatzsteuer ab November 2024 geleistet wurden. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 774 auf Gehälter (Vorjahr T€ 7), T€ 1.129 (Vorjahr T€ 355) auf Verbindlichkeiten aus Steuern, T€ 196 (Vorjahr T€ 100) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und T€ 95 (Vorjahr T€ 92) auf Verbindlichkeiten gegen Bezirkshändlern. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Im laufenden Jahr gibt es keine passive Rechnungsabgrenzungsposten (Vorjahr T€ 0). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus Provisionen und Handelswaren wurden im Inland erzielt. Tupperware Deutschland GmbH ist ein Händler mit beschränktem Risiko. Gegenüber den Bezirkshandlungen besteht ein Kommissionsvertrag. Die Erträge aus Konzernumlagen für an verbundene Unternehmen erbrachte Dienstleistungen wurden am jeweiligen Sitz des Rechnungsempfängers, in den USA, der Schweiz und Österreich, erzielt. Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Der Materialaufwand für Handelswaren entspricht dem nach § 285 Nr. 8a HGB angabepflichtigen Materialaufwand gemäß Gesamtkostenverfahren. Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen: Personalaufwand
Der Personalaufwand beinhaltet wie auch im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Transfer Pricing Erträge von T€ 272 (Vorjahr T€ 1.272), der Weiterbelastung von Frachtkosten an Bezirkshändler und Beraterinnen T€ 2.450 (Vorjahr T€ 2.630), Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen T€ 406 (Vorjahr 1.035 T€), der Weiterbelastung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen T€ 268 (Vorjahr T€ 810), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 403 (Vorjahr T€ 202) Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Wesentlichen weisen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wertberichtigungen auf das kurzfristig revolvierende Darlehen in Höhe von T€ 2.958 (Vorjahr T€ 35.453) und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 4.407 (Vorjahr T€ 2.504) aus. Zudem sind Aufwendungen aus der Anpassung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 372 (Vorjahr T€ 289), der Abschreibung des Anlagevermögens T€ 171, sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 11) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Erträge aus Beteiligungen In den Erträgen aus Beteiligungen werden Dividendenerträge aus der Beteiligung an TW Russland ausgewiesen T€ 10 (Vorjahr T€ 69). Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.961 (Vorjahr T€ 1.764), und Zinserträge für zurückgezahlte Steuervorauszahlungen für frühere Jahre T€ 1 (Vorjahr 5 T€). Es gab keine Abschreibungen auf Finanzanlagen (Vorjahr T€ 110 vollständige Abschreibung auf die Beteiligung an Tupperware Ltd. Liability Company Moskau/Russland) Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten den Zinsanteil der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 620 (Vorjahr T€ 630). Es gab keine Zinsaufwendungen für Steuern (Vorjahr T€ 4). Steuern vom Einkommen und Ertrag Es gab keine Steueraufwendungen und nur Steuererträge in Höhe von 2,24 €. Im Vorjahr gab es periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 607 und periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 47. Sonstige Steuern Die Sonstigen Steuern enthalten Umsatzsteueraufwendungen von T€ 16 (Vorjahr T€ 20) und Quellensteueraufwendungen auf erhaltene Dividenden aus der Beteiligung an TW Russland T€ 2 (Vorjahr T€ 10). V. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen erwachsen der Gesellschaft in den kommenden Jahren folgende Zahlungsverpflichtungen:
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für das Bürogebäude in Frankfurt am Main, aus Kfz-Leasing Verträgen sowie für Drucker. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Leasing- bzw. Mietobjekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Die oben genannten Verpflichtungen werden aufgrund der Insolvenz voraussichtlich nicht mehr vollständig zahlungswirksam werden, da sie über die Forderungsanmeldungstabelle durch den Insolvenzverwalter im Rahmen der Masseverteilung behandelt werden. Organe der Gesellschaft und Bezüge Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
Die Angabe von Geschäftsführerbezügen ist nach § 286 Abs. 4 HGB nicht erfolgt. Frühere Organmitglieder erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 595 (Vorjahr T€ 649). Aufgrund der Insolvenz wurden nur die Renten für die Monate Januar bis November 2024 ausgezahlt. Ab Dezember 2024 übernahm der Pensionssicherungsverein die Rentenzahlungen. Für frühere Organmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 5.227 (Vorjahr T€ 5.602) gebildet. Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 55 (Vorjahr 61). Dabei handelte es sich um 32 weibliche und 23 männliche Mitarbeiter. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2024 hat der Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von T€ 56 berechnet, das sich wie folgt zusammensetzt:
Gesellschafterverhältnisse Alleinige Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2024 war die Tupperware Nederland B.V., Loenen aan de Vecht/Niederlande. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag von T€ 7.648 und der Verlustvortrag von T€ 30.083 sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Eröffnung Insolvenzverfahrens Mit Datum vom 1. Februar 2025 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und Herr Thomas Rittmeister zum Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft bestellt.
Frankfurt am Main, den 25. August 2025. Tupperware Deutschland GmbH i.l. Thomas Rittmeister, Insolvenzverwalter Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäftsmodell Die Tupperware Deutschland GmbH i.I. (nachfolgend auch „Gesellschaft“) vertreibt Tupperware Markenprodukte im Wesentlichen über selbständige Bezirkshandlungen im Direktvertrieb über Tupperpartys® auf dem deutschen Markt. In der Vergangenheit erzielte die Gesellschaft Provisionserlöse für die Vertriebsaktivitäten als Kommissionär. Seit 2019 kauft und verkauft die Gesellschaft die Tupperware Markenprodukte als Limited Risk Distributor (LRD) auf eigene Rechnung. Zusätzlich zum Direktvertrieb über Tupperpartys® gibt es seit 2018 einen Online Shop. Über diesen Vertriebskanal können die Bezirkshändler und die selbständigen Beraterinnen Provisionserlöse erzielen, wenn sie Kunden vermitteln. Online Shop-Kunden können auch direkt ohne Vermittlung durch Beraterinnen im Online Shop einkaufen. Im Jahr 2023 wurde mit dem B2B Verkauf von Tupperware Markenprodukten über Einzelhandelsketten begonnen. Es wird nicht das gesamte Tupperware Produktsortiment angeboten, sondern speziell dafür geeignete Produkte, die nicht besonders erklärungsbedürftig sind. 1.2. Standorte Die Gesellschaft hat einen Mietvertrag für ein Verwaltungsgebäude in Frankfurt am Main, das bis Ende Mai 2025 als Hauptniederlassung diente. 1.3 Konzernverflechtungen und -abhängigkeiten Die von der Gesellschaft in Deutschland vertriebenen Tupperware-Markenprodukte werden in ausländischen Schwestergesellschaften der Unternehmensgruppe produziert. Ohne die Belieferung durch die ausländischen Schwestergesellschaften sind keine Auslieferungen an die Kunden in Deutschland möglich. Die Belieferung mit Tupperware- Markenprodukte durch die ausländischen Schwestergesellschaften endete am Ende Januar 2025, weshalb der Geschäftsbetrieb der Tupperware Deutschland GmbH eingestellt werden musste. Liquiditätsüberschüsse der Tupperware Deutschland GmbH wurden an die irische Schwestergesellschaft Tupperware International Capital Limited, Dublin, im Rahmen eines Cash-Pooling-Verfahrens weitergeleitet. Der in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen vor Abschreibungen ausgewiesene Betrag beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf € 38,4 Mio. Die Tupperware Brands Corporation hat am 17. September 2024 Gläubigerschutz durch Chapter 11 beim Konkursgericht im Bezirk Delaware, USA, beantragt. Infolge dessen hat die Tupperware Deutschland GmbH am 27. November 2024 beim Amtsgericht Frankfurt am Main wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Es wird erwartet, dass die Forderungen aus dem Cash-Pooling-Verfahren uneinbringlich sind, weshalb diese vollständig wertberichtigt wurden. Zudem wurde Tupperware Deutschland die Lizenz zum Verkaufen von Tupperware gekündigt, so dass Tupperware Deutschland den Verkauf an Kunden Ende Dezember 2024 einstellen musste. 1.4. Finanzielle Leistungskennziffern Die wesentlichen finanziellen Leistungskennziffern sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern. Andere Kennziffern wie der PartyManager-Stand, die Anzahl der Tupperpartys®, die Anzahl der Gäste und weitere Kennziffern dienen der Transparenz der Ursachen von Entwicklungen bei den Umsatzerlöszahlen und der Messung des Erfolgs von Vertriebsaktivitäten. 2. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. Von den privaten Konsumausgaben kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Sie stiegen preisbereinigt um 0,3 %. Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln. Am stärksten stiegen die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte für Gesundheit (+2,8 %) sowie im Bereich Verkehr (+2,1 %). Demgegenüber gaben die privaten Haushalte deutlich weniger für Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen aus als im Vorjahr (-4,4 %). Auch Bekleidung und Schuhe wurden preisbereinigt weniger gekauft als im Jahr 2023 (-2,8 %). In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut. (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024) Das Konsumklima erhoben von der GfK in Zusammenarbeit mit dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) war im Jahr 2024 negativ. Der Konsumklimaindex startete mit negativen 27,6 Punkten im Januar 2024 und verbesserte sich bis zum Dezember 2024 nur leicht auf minus 23,1 Punkte. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 % gegenüber 2023 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate im Jahr 2024 deutlich geringer aus als in den drei vorangegangenen Jahren. Im Jahresdurchschnitt hatte sie 2023 bei +5,9 %, 2022 sogar bei +6,9 % und 2021 bei +3,1 % gelegen. Zuvor waren im Jahresdurchschnitt die 2 Prozent selten überschritten worden, zuletzt 2011 mit ebenfalls +2,2 %. Im Dezember 2024 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +2,6 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem die monatlichen Raten bereits im 4. Quartal 2024 stetig zugelegt hatten. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag 2024 bei +3,0 %, nach +5,1 % im Jahr 2023 und +3,8 % im Jahr 2022. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich dieser Wert abgeschwächt, er liegt damit aber weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Diese Kenngröße verdeutlicht zudem, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2024 weiterhin hoch war. (Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024) 3. Lage der Gesellschaft 3.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 sanken die Umsatzerlöse um 17% auf € 59,3 Mio. (Vorjahr € 71,7 Mio.). Auch das schlechte gesamtwirtschaftliche Umfeld und das schlechte Konsumklima trug zu dieser Entwicklung bei. Im Jahr 2024 haben wir einen starken Rückgang der Party-Umsätze um 29% erlebt. Die gute Arbeitsmarktlage und der höhere Mindestlohn sind eine erhebliche Konkurrenz für die Arbeit als Partymanager. Der Online Shop entwickelte sich im Jahr 2024 positiv und wuchs 39%. Dieser Vertriebsweg erreichte einen Anteil von 16,0% (Vorjahr 9,5%) an den Gesamtumsätzen. Im Jahr 2023 wurde mit dem B2B Verkauf von Tupperware® Markenprodukten über Einzelhandelsketten begonnen. Es wird nicht das gesamte Tupperware Produktsortiment angeboten, sondern speziell dafür geeignete Produkte, die nicht besonders erklärungsbedürftig sind. Im Jahr 2024 wuchs das B2B Geschäft um 121% im Vergleich zum Vorjahr und erreichte einen Anteil von 8,6% (Vorjahr 3,2%) an den Gesamtumsätzen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist prozentual mit 24% höher im Vergleich zum Vorjahr (21%). Der Rückgang des Bruttoergebnisses vom Umsatz als auch der Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in absoluten Zahlen ist bedingt durch den Rückgang der Umsatzerlöse. Die Vertriebskosten von € 17,1 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr fast unverändert (Vorjahr 17,3 Mio.). Dagegen sind die Verwaltungskosten mit € 2,6 Mio. um € 0,6 Mio. niedriger. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr auf € 4,0 Mio. (Vorjahr € 6,2 Mio.) aufgrund niedriger konzerninterne Ausgleichzahlungen, um gemäß den Bestimmungen der Ausgestaltung der Low Distributor Tätigkeit ein positives Jahresergebnis zu erzielen, niedrigeren Auflösungen von Pensionsrückstellungen und niedrigeren Weiterbelastungen an andere Konzerngesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Wertberichtigung auf das kurzfristig revolvierende Darlehen in Höhe von € 3,0 Mio. (Vorjahr € 35,5 Mio.) und Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 4,4 Mio. (Vorjahr € 2,5 Mio.). Weitere Positionen waren die Kosten des Insolvenzverfahrens mit € 0,65 Mio., die Verminderung des Aktivwertes der Pensionen € 0,4 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.) und die Abgänge aus dem Anlagevermögen aufgrund der vollständigen Abschreibung des Anlagevermögens € 0,2 Mio. Die Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten im Wesentlichen die Zinserträge aus der Vergabe des kurzfristigen revolvierenden Darlehens an die irische Schwestergesellschaft Tupperware International Capital Limited, Dublin, in Höhe von € 3,0 Mio. (Vorjahr 1,7 Mio.). Die Zinsaufwendungen mit € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.) waren auf dem Vorjahresniveau. Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen. Insgesamt belief sich der Fehlbetrag vor Ertragsteuern auf € 7,6 Mio. (Vorjahr Fehlbetrag € 35,7 Mio.). Aufgrund des Jahresfehlbetrags gab es im Berichtsjahr keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr Ertrag aufgrund von Steuererstattungen aus Verlustrückträgen € 0,6 Mio.). Unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von € 7,6 Mio. (Vorjahr Jahresfehlbetrag € 36,3 Mio.). 3.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 auf € 48,4 Mio. (Vorjahr € 37,9 Mio.) gestiegen. Auf der Aktivseite sinkt das Anlagevermögen um € 0,5 Mio. auf € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024 wurden aufgrund der Insolvenz die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen vollständig abgeschrieben. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um € 2,6 Mio. auf 15,5 Mio. (Vorjahr € 12,9 Mio.). Es gab zum Jahresende 2024 keinen Warenbestand (Vorjahr € 0,1 Mio.). Die bei einem externen Dienstleister für den Verkauf auf dem deutschen Markt gelagerten Tupperware- Markenprodukte stehen bis zum Verkauf durch die Gesellschaft im Eigentum des liefernden Schwesterunternehmens. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Rückgang von € 0,4 Mio. auf € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.) aufgrund der vollständigen Abschreibung dieser Forderungen wegen der Insolvenz der Schwestergesellschaften zu verzeichnen. Die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr haben sich geringfügig um € 0,1 Mio. auf € 3,7 Mio. (Vorjahr € 3,6 Mio.) erhöht. Die sonstigen Vermögensgestände sind mit € 6,1 Mio. um € 1,7 Mio. niedriger als im Vorjahr, was im Wesentlichen auf niedrigere Ertragsteuer Forderungen (Rückgang um €1,1 Mio. € auf € 2,6 Mio.) und einem niedrigerem Pension Aktivwert (Rückgang um € 0,4 Mio. auf € 3,5 Mio.) zurückzuführen ist. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund der Jahresfehlbeträge der Jahre 2023 und 2024 vollständig aufgebraucht und es resultiert ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von € 31,7 Mio. Die Rückstellungen sind mit € 38,8 Mio. um € 2,7 Mio. höher als im Vorjahr. Bei den Pensionsrückstellungen i,H.v. € 34,8 Mio. ist eine Erhöhung um € 0,5 Mio. zu verzeichnen. Aufgrund des Jahresfehlbetrages gibt es keine Steuerrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um € 2,2 Mio. auf € 4,1 Mio. Der Anstieg ist insbesondere durch höhere Rückstellungen für ausgegebene Garantiegutscheinen und der Rückstellung für die Kosten des Insolvenzverfahrens begründet. Demgegenüber gab es Rückgänge bei Rückstellungen, die den Geschäftsbetrieb betreffen, aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes. 3.3. Finanzlage Der Bankbestand der Gesellschaft stieg zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 gegenüber dem Vorjahr um € 4,7 Mio. auf € 5,7 Mio. (Vorjahr € 1,0 Mio.). Kreditlinien stehen der Gesellschaft nicht zur Verfügung. Die Gesellschaft finanziert sich über ihren eigenen operativen Cash-Flow. Nach Wertberichtigung gab es keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr € 0,4 Mio.). 3.4. Mitarbeiter Die Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 55 (Vorjahr 61). Dabei handelte es sich um 32 weibliche und 23 männliche Mitarbeiter. 4. Darstellung der Entwicklung des Tupperware-Konzerns (oberste Muttergesellschaft mit Tochterunternehmen) infolge der KonzernabhängigkeitenDie Tupperware Brands Corporation hat am 17. September 2024 Gläubigerschutz durch Chapter 11 beim Konkursgericht im Bezirk Delaware, USA, beantragt. Infolge dessen wurden sechs nicht europäische Länder in eine neue Tupperware Gesellschaft überführt. Das gesamte Tupperware Geschäft in Europa wurde per Ende Dezember 2024 eingestellt. 5. Prognosebericht und AusblickDie Tupperware Deutschland GmbH hat am 27. November 2024 beim Amtsgericht Frankfurt am Main wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Der Tupperware Deutschland GmbH wurde die Lizenz zum Verkaufen von Tupperware gekündigt, so dass Tupperware Deutschland den Verkauf an Kunden Ende Dezember 2024 einstellen musste und am 1. Februar 2025 die endgültige Insolvenz folgte, weshalb es im Jahr 2025 nur noch ein Rumpfgeschäftsjahr Januar 2025 gibt. Für das Die Tupperware Deutschland GmbH hat am 27. November 2024 beim Amtsgericht Frankfurt am Main wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gestellt. Der Tupperware Deutschland GmbH wurde die Lizenz zum Verkaufen von Tupperware gekündigt, so dass Tupperware Deutschland den Verkauf an Kunden Ende Dezember 2024 einstellen musste und am 1. Februar 2025 die endgültige Insolvenz folgte, weshalb es im Jahr 2025 nur noch ein Rumpfgeschäftsjahr Januar 2025 gibt. Für das Rumpfgeschäftsjahr Januar 2025 erwarten wir einen deutlich verminderten Umsatz und einen wesentlich niedrigeren Fehlbetrag.
Frankfurt am Main, den 25. August 2025 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tupperware Deutschland GmbH i.l. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tupperware Deutschland GmbH i.l. - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tupperware Deutschland GmbH i.l. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Abkehr von der Annahme zur Unternehmensfortführung Der Insolvenzverwalter hat wie in Abschnitt II. des Anhangs ausgeführt den Jahresabschluss unter Abkehr von der Annahme zur Unternehmensfortführung aufgestellt und die Vermögensgegenstände und Schulden unter Veräußerungsgesichtspunkten mit Liquidations- bzw. Zerschlagungswerten angesetzt. Unser Prüfungsurteil ist im Hinblick auf den hervorgehobenen Sachverhalt nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 27. August 2025 WEDDING & Cie. GmbH Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer |
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