Betrieb von Sportanlagen
Occhio GmbH
Wiener Platz 7, 81667 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefano Marcello Coschignano seit 24.4.2026 | Prokura |
Susann Meise seit 24.4.2026 | Geschäftsführer |
Axel Meise seit 24.4.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.40% | |
| 1.00% |
Ungelöste Beteiligungen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.50% | |
| 19.70% | |
DYNAMICPIONEERLIMITED | 1.80% |
Occhio GmbHEigenbeteiligung | 0.60% |
Occhio GmbHEigenbeteiligung | 0.60% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Occhio GmbHMünchenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
ANHANG zum Jahresabschluss 30. Juni 2023Allgemeine Grundsätze Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Sitz der Occhio GmbH ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 133172 im Handelsregister des Amtsgerichtes München eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bzw. nach denen des GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr ist abweichend zum Kalenderjahr, es beginnt am 01.07.2022 und endet zum 30.06.2023. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind mit Ausnahme des Ausweises der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Steuerrückstellungen bzw. die passiven latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr unverändert fortgeführt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert aktiviert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, und sonstigen Vermögensgegenständen wurden für bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbare Risiken je nach Zulässigkeit Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalwert. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Beim Ausweis und Ansatz des Kapitals und der Rücklagen wurde den gesetzlichen Vorschriften Rechnung getragen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen und Rückstellungen für drohende Verluste aus Währungsgeschäften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert. Vom Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 HGB wird Gebrauch gemacht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände. Flüssige Mittel und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte entsprechend. Die auf fremde Währung lautenden Bankguthaben (USD, CNY, CHF und GBP) wurden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Stichtagskurs bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, welcher integraler Bestandteil des Anhangs ist. Eigene Entwicklungskosten wurden über die anderen aktivierten Eigenleistungen als selbst geschaffene immaterieller Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 710 (Vj .: T€ 574) aktiviert. Von den zum Bilanzstichtag aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten wurde ein Betrag in Höhe von T€ 6.619 noch nicht einer planmäßigen Abschreibung unterworfen, da diese Vermögensgegenstände noch nicht zum Bilanzstichtag fertiggestellt waren. Im Vorjahr wurden die noch nicht fertiggestellten aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte noch innerhalb des Postens geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Diesjährig wurde der Ausweis zur Erhöhung der Klarheit vollständig in laufender Rechnung angepasst bzw. die Darstellung umgegliedert und auf eine Anpassung des Vorjahresbetrags in Höhe von T€ 6.447 verzichtet. Analog hierzu wurde auf die Anpassung des Vorjahres in Bezug auf den sich ergebenden Ausweis von in Höhe von T€ 2.126 erhöhten passiven latenten Steuern bzw. in dieser Höhe reduzierten Steuerrückstellungen verzichtet und die Effekte in lfd. Rechnung korrigiert. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände abzüglich der dafür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 5.948 einer Ausschüttungssperre. Anteile an verbundenen Unternehmen
1) Ergebnisabführungsvertrag mit der Occhio
GmbH
Ausleihungen an verbundene Unternehmen Es bestehen Ausleihungen an Occhio Scandinavia ApS in Höhe von T€ 890 (Vj.: T€ 890), die zum 30.06.2021 vollständig wertberichtigt wurden. Darüber hinaus wurde ein Intercompany Darlehen an die Occhio Italia S.r.l. in Höhe von T€ 1.360 (VJ.: T€ 1.580) gewährt. Die Darlehen gegenüber der Lichtgalerie betragen T€ 2.910 (Vj.: T€ 3.270) und gegenüber der LR Innovation Lab GmbH T€ 1.100 (Vj.: T€ 649). Im Geschäftsjahr 2022/23 hat die Gesellschaft der Occhio Lighting Shanghai Co. Ltd. ein Darlehen in Höhe von T€ 681 (Vj. : T€ 0) gewährt. Ausleihungen an Gesellschafter Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft der Axel und Susann Meise Beteiligungsges. mbH, Starnberg (jetzt: Paro Holding GmbH, Starnberg) ein ungesichertes Darlehen i.H.v T€ 5.300 zu einem Zinssatz von 3,00 % gewährt. Fertige Erzeugnisse und Waren In den Fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von T€ 18.998 (Vj.: T€ 27.251) sind T€ 2.163 Waren in Transit enthalten (Vj.: T€ 5.728). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Lediglich die Kautionen (T€ 353, Vj.: T€ 270) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. T€ 5.609 (Vj.: T€ 7.502) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 1.957 (Vj.: T€ 2.081), sowie Forderungen aus der Gewinnabführung i.H.v. T€ 1.218 (Vj.: T€ 2.214) enthalten. Unter den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. T€ 532 (Vj.: T€ 73) ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Beteiligungsvereinbarung, Verweisungsurkunde V00711/2017 vom 30.03.2017, wonach die Alt-Gesellschafter für Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen für den Zeitraum bis 30.06.2016 haften, und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus der Übernahme der Kapitalertragsteuerzahlung T€ 459 (Vj.: T€ 0). Die Aktive Rechnungsabgrenzung i.H.v. T€ 756 (Vj .: T€ 449) enthält im Wesentlichen Lizenzgebühren und Softwarewartung (T€ 448) und Versicherungsprämien (T€ 135). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen i.H.v. T€ 955 (Vj.: T€ 1.095), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 1.203 (Vj.: T€ 611) sowie Personalrückstellungen i.H.v. T€ 707 (Vj.: T€ 2.112) und T€ 1.237 (Vj.: T€ 0) für Drohverluste aus Währungsabsicherungsgeschäften. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel Occhio GmbH zum 30. Juni 2023
Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten. Für den Kontokorrentrahmen bei der Commerzbank bestehen Sicherheiten in Form einer Sicherheitsübereignung der Warenlager. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 27.735 (Vj.: T€ 27.600) ausgewiesen. Davon bestanden zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus dem operativen Lieferungs- und Leistungsaustausch in Höhe von T€ 305 (Vj.: T€ 170) und eine ungesicherte und unverzinsliche Darlehensverbindlichkeit gegenüber DYNAMIC PIONEER in Höhe von T€ 430 (Vj.: T€ 430). Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 28.06.2021 wurde die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst und als Dividende ausschließlich an die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG ausgeschüttet, wobei die Ausschüttung in ein Darlehen gewandelt wurde und in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht gebucht wurde. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Für die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherungen. Für die Mietverträge Standort Wiener Platz, Brand Experience Center, München, Store Mailand, Store Berlin, Store Köln und Store Hamburg bestehen Avalkredit-Verträge in Höhe von T€ 780. Darüber hinaus besteht ein Zollaval in Höhe von T€ 50. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Steuerlich zu berücksichtigende Verlustvorträge liegen im Berichtsjahr nicht vor. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltende Steuersatz für Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,15 %.
Finanzinstrumente Für den wesentlichen Anteil des geplanten Einkaufsvolumens in CNY sind Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Um die Währungseffekte planbar zu halten und trotzdem eine gewisse Möglichkeit zu wahren an möglichen Kursverbesserungen zu partizipieren wird eine Kombination aus verschiedenen Sicherungsgeschäften angewendet. Währungsbezogene Geschäfte, die nicht zum Zeitwert bilanziert sind:
Da die Marktwerte der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag negativ waren, wurden Drohverlustrückstellungen gebildet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse sind im aktuellen Geschäftsjahr von T€ 104.649 um T€ 6.351 auf T€ 98.298 zurückgegangen. Diese wurden im Wesentlichen in Deutschland (56,8 %), in Ländern der EU (27,8 %) und der Schweiz (12,4 %) erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Währungskursgewinn i.H.v. T€ 1.314 (Vj.: T€ 3.400) und der Verrechnungen von Sachbezügen T€ 218 (Vj.: T€ 206). Im Geschäftsjahr entstanden ferner Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt T€ 537 (Vj.: T€ 140). Die periodenfremde Erträge betrugen T€ 644 (Vj.: T€ 1). Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug T€ 15.980 (Vj.: T€ 15.774); dieser gliedert sich wie folgt auf:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen i.H.v T€ 3.101 (Vj.: T€ 2.112) und periodenfremde Aufwendungen von T€ 576 (Vj.: T€ 147) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 398 (Vj.: T€ 167). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 1.298 (Vj.: T€ 876). Gemäß des Gewinnabführungsvertrags zwischen der Occhio GmbH und der Lichtgalerie GmbH vom 03.02.2020 wurde der Gewinn der Lichtgalerie aus dem Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von T€ 1.218 als Forderung eingebucht. Die Auszahlung erfolgt in mehreren Zahlungen im folgenden Geschäftsjahr. Sonstige Angaben Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres Mit notarieller Urkunde vom 25. Juli 2024 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 59.558,00 um EUR 32.336,00 EUR auf EUR 91.894,00 im Rahmen einer Bareinlage erhöht und die Satzung in einzelnen Punkten geändert. Danben wurde im Rahmen eines Einbringungs- und Abtretungsvertrags ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. EUR 27,6 Mio. als schuldrechtliches Agio in die Kapitalrücklage der Gesellschaft als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Haftungsverhältnisse Es besteht eine Patronatserklärung für die Occhio Scandinavia ApS, Kopenhagen/Dänemark. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt, da die Gesellschaft kein operatives Geschäft unterhält und die überwiegende Geschäftsbeziehung mit der Muttergesellschaft besteht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 15.154. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte: Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Darin sind keine Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Außerbilanzielle Geschäfte
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr erfolgten monatliche Lizenzzahlungen an Axel und Susann Meise in einer Höhe von T€ 1.428. Weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden bei der jeweiligen Anhangsposition erläutert. Organe Geschäftsführer sind:
Die Angabe des Betrags der Gesamtbezüge für den Geschäftsführer unterbleibt unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet. Die Angabe erfolgt im Anhang des Konzernabschlusses der Occhio GmbH. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2022/23 waren 196 Personen (Vj.: 183 Personen) beschäftigt, davon 148 in Vollzeit und 48 in Teilzeit. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt neben den 172 Angestellten, 5 Auszubildende und 19 Personen als geringfügig Beschäftigte. Konzernverhältnis Die Gesellschaft erstellt als Obergesellschaft den Konzernabschluss zum 30.06.2023 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen und wird diesen beim Betreiber des Unternehmensregister zur Veröffentlichung einreichen. Sonstige Pflichtangaben zu bestimmten Sachverhalten Vorschlag über die Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss weist für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresfehlbetrag von € 1.492.386,31 aus. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 5. August 2024 Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der Occhio GmbH, München, im Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind fasziniert davon, mit unseren einzigartigen und ganzheitlichen Leuchtensystemen den Menschen zum Lichtgestalter seines Lebensraums zu machen und erschaffen so eine neue Kultur des Lichts. Wir sind der Überzeugung, dass gutes Licht Lebensqualität bedeutet. Die modularen Leuchtensysteme von Occhio ermöglichen kreative Lichtgestaltung, die präzise auf individuelle Anforderungen abgestimmt werden kann. Durchgängig in Design- und Lichtqualität, können mit Occhio nicht nur einzelne Situationen und Räume, sondern auch ganze Gebäude in höchster Qualität mit Licht gestaltet werden. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterscheidet sich Occhio von allen anderen Marktteilnehmern und dies ist damit Grundlage unserer Marktpositionierung. Darüber hinaus bietet Occhio mit seinen Innovationen wie Touchless Control (Gestensteuerung), Occhio air (bluetooth-basierte Steuerung über App) und vielen anderen innovativen Features einzigartige Möglichkeiten der Interaktion mit Leuchten und Licht - für höchstmöglichen ,joy of use' für den Anwender. Unsere Produkte vertreiben wir weltweit, mit einem Schwerpunkt auf den europäischen Absatzmarkt bzw. insbesondere DACH. Dafür nutzen wir einen selektiven Vertriebsweg durch ein flächendeckendes Netz an Fachhandelspartnern in Europa via Shop-in-Shop Lösungen sowie von Partnern geführten Occhio Stores. Diese Shop-in-Shop und von Partnern geführten Occhio Stores entwickeln wir fortlaufend weiter, um diese auf die neuen Produkte und Marktanforderungen anzupassen. Wir haben den Anspruch, den Kunden ein durchgängiges und durchdachtes Markenerlebnis zu bieten. Darüber hinaus betreiben wir unsere eigene Webplattform "my Occhio" sowie mehrere eigene Flagship-Stores. Mit unserem ganzheitlichen Vermarktungsansatz sind wir in einer führenden Marktposition in Europa und schaffen als eine der führenden deutschen Luxusmarken für unsere Kunden ein ganzheitliches Kauf- und Nutzererlebnis. Am Unternehmenssitz in München werden alle wesentlichen operativen Funktionen wie Produktdesign, Beschaffung, Qualität, Kundenservice, Marketing und Vertriebsteuerung erfüllt. Die österreichische Tochtergesellschaft mit Sitz in Wien betreibt die Produkt-, sowie Software- und Hardware-Entwicklung. Um die Struktur so schlank wie möglich zu halten, haben wir nicht zu diesen Kernkompetenzen gehörende Aktivitäten outgesourced. Unser Logistik-Dienstleister führt in der Nähe des Münchner Flughafens neben der teilweise notwendigen Endmontage die Logistik durch. Unsere Tochtergesellschaft in Guangzhou, China, unterstützt mit fortlaufenden Qualitätskontrollen bei unserem produzierenden Partner, im Einkaufsprozess sowie im Vertrieb in China. Seit Januar 2022 wurde die Vertriebsaktivitäten in China durch die neu gegründete Gesellschaft in Shanghai übernommen. Der zur gleichen Zeit eröffnete Flagship Store in Shanghai wird ebenfalls von dieser Gesellschaft geführt. Unsere Münchner Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH betreibt unsere fünf Flagship- Stores sowie ein eigenes Fachhandelsgeschäft. Die italienische Gesellschaft betreibt einen Flagship Store in Mailand. Im Jahr 2022 wurde die spanische Tochtergesellschaft gegründet, die einen Store in Palma de Mallorca betreibt. Die im Jahr 2022 gegründete Vertriebsgesellschaft im Vereinten Königreich führt einen Flagship-Store in London und betreut die lokalen Vertriebspartner. Im Berichtsjahr wurde in den Niederlanden die Vertriebsgesellschaft Occhio NL gegründet. 2. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zielen auf die Erweiterung und Vervollständigung des Produktportfolios sowie der User Interfaces und Smart Home Anbindungen ab. Während des letzten Geschäftsjahres lagen die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit für die neuen Produkte Luna, Coro und coro moon. Ein weiterer Entwicklungsbereich betrifft die Weiterentwicklung Lichtsteuerung per App. In der Occhio GmbH arbeiten elf Mitarbeiter im Bereich Design und Entwicklung. Forschungsleistungen werden keine erbracht. Occhio macht vom handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch und aktiviert soweit handelsrechtlich zulässig Entwicklungskosten. In der Bilanz werden diese als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Aufwendungen für Design und Entwicklung betrugen T€ 4.412, davon wurden im Geschäftsjahr T€ 3.468 aktiviert, was einer Aktivierungsquote von rd. 79 % entspricht. Im Wesentlichen wurden dabei die neue Produktfamilien Luna und Coro, sowie die Lichtsteuerung per App entwickelt. Diese wurden bzw. werden im Geschäftsjahr 2023/24 und im Folgejahr auf den Markt gebracht. Die Entwicklungskosten enthalten fremde Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.759. Die Abschreibung für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betrug insgesamt T€ 3.350 (Vj.: T€ 2.009). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hatte keine wesentliche Bedeutung mehr im Berichtsjahr. Die Lieferketten und Verfügbarkeiten haben sich auf ein Niveau entwickelt, die mit der Zeit vor Corona vergleichbar sind. Dafür sind neue Probleme aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg entstanden. Die durch den Lieferstopp von Gas und Öl aus Russland hervorgerufene extreme Verteuerung von Energie, sowie die Verknappung landwirtschaftlicher Produkte und Baustoffe aus der Ukraine haben die Inflation in fast allen unserer Märkte in die Höhe schnellen lassen. Dies wiederum führte zu stetigen Leitzinserhöhungen der Zentralbanken. Die wirtschaftliche Entwicklung des für uns wichtigsten Marktes in Deutschland trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Insbesondere die Konsum- und Baukonjunktur litten unter dem schwierigen Umfeld 1. Der selektive Vertrieb unserer Waren über den Fachhandel - unser präferierter Vertriebsweg - unterliegt weiterhin einem Strukturwandel durch verändertes Kaufverhalten der Endkunden. Im hochwertigen Sanierungsmarkt sowie Neubau von Privatwohnungen und Wirtschaftsbau erfolgt der Entscheidungsprozess zunehmend unter Einbindung von Architekten und Planern. Dies ist unter anderem getrieben durch die zunehmende Komplexität der Produkte und Technologien wie "Smart Home" Lösungen und dem Wunsch nach individualisierten Lichtlösungen (veränderbare Lichtszenarien, Lichtwirkungen und Lichtfarben). Der Onlinehandel hat bei uns bisher einen niedrigen Anteil. Das Internet nimmt als Ergänzung zum Fachhandel für den Informations- und Entscheidungsprozess allerdings eine entscheidende Funktion ein. Kunden erwarten ein ganzheitliches Markenerlebnis im gesamten Prozess vom ersten Kontakt zur Marke, dem Kauf- und Lieferprozess, bis hin zum Auspacken des Produkts und im After-Sales-Services. Der Anspruch an einen hervorragenden Service steigt bei gleichzeitiger sehr dynamischer Entwicklung der Leuchten zu intelligenten Lichtwerkzeugen. Daraus resultieren zunehmende Herausforderungen wie zum Beispiel der erhöhte Anspruch an Kompatibilität zu smarten Steuerungssystemen bei immer kürzeren Innovationszyklen. In der Konsequenz suchen Kunden und Partner Hersteller, die ganzheitliche Lösungen anbieten, sie gut schulen und schnelle und gute Lösungen im Reklamationsfall bieten. 2. Geschäftsverlauf Unser Geschäftsverlauf war trotz der vorstehend beschriebenen Marktentwicklung stabil und dennoch unter unserer Vorjahresplanung. Dies basiert darauf, dass wir unser Produktportfolio konsequent auf die gestiegenen Marktanforderungen angepasst und gleichzeitig die verwendeten Technologien harmonisiert und anwenderfreundlich gestaltet haben. Ergänzend verbessern wir fortlaufend das ganzheitliche Markenerlebnis konsequent und digitalisieren unsere Prozesse.
1 Ifo Konjunkturprognose Herbst 2023
Entgegen der Marktentwicklung wurde im Berichtsjahr weiter in Wachstum investiert. So wurde die Brand Campaign mit Mads Mikkelsen um weitere 6 Monate verlängert. Insbesondere fand diese Kooperation im Zusammenhang mit dem Markteintritt der Gioia statt. Ebenso wurde in Bereichen der Vertriebsunterstützung investiert. So fand im Berichtsjahr ein zweiwöchiges Partnerfestival statt. Im Rahmen der Euroluce in Mailand fand die Markteinführung der Luna-Serie statt. Der Messeauftritt wurde gleichzeitig als Brandbuilding Initiative zum Roll Out/Sell-In des neuen PoS-Konzepts "Luna Lounge" genutzt und wendete sich speziell an Partner und Professionals. Wie in den vergangenen Jahren wurde Occhio für sein Design ausgezeichnet. Im Jahr 2023 erhielt die Gioia den iF Gold Award 2. Entsprechend der Internationalisierungsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2022/23 die internationale Markenpräsenz gesteigert. So wurden die selbst geführten Flagship Stores in Palma de Mallorca und London eröffnet. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 der Occhio GmbH lag bei rd. T€ 7.993 (Vj.: rd. T€ 5.234). Dabei ist das Vorjahr durch Sondereffekte besonders niedrig gewesen. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahrs ist vergleichbar mit dem des Geschäftsjahres 2020/21. 3. Ertragslage Die Netto-Umsatzerlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 auf T€ 98.298 (im Vj.: T€ 104.649). Dabei wurden 76,2 % der Umsätze in der DACH-Region und 20,8 % im Rest von Europa generiert. Der Rückgang des Umsatzes in Höhe von 6,1 % spiegelt die eingetrübte Konsumstimmung im abgelaufenen Geschäftsjahr wider. Allerdings beträgt der Umsatzrückgang bereinigt durch den Anstieg des Auftragsbestands und strukturellen Änderungen in der Occhio Gruppe lediglich 3,2 %. Der Aufwand für bezogene Waren und Leistungen (unter Berücksichtigung der Bestandsänderung) ist mit T€ 41.429 gegenüber Vorjahr T€ 40.531 angestiegen und hat sich im Verhältnis zum Umsatz von 38,7 % im Vorjahr auf 42,1 % erhöht, was das Resultat von Wechselkurs- und Einmaleffekten war, die die operativen Verbesserungen der Rohertragsmarge überdeckt haben. Der Rohertrag, der den Umsatzerlösen abzüglich Materialaufwand unter Berücksichtigung der Bestandsänderung entspricht, betrug T€ 56.869 (Vj.: T€ 64.118). Entsprechend der Geschäftsentwicklung wurde kaum Personal aufgebaut und es wurden kaum ergebnisabhängigen Boni ausbezahlt. So stieg der Personalaufwand nur geringfügig um 1,3 % auf T€ 15.980.
2 Quelle:
https://ifdesign.com/en/winner-ranking/project/gioia-series/564414
Die Marketingkosten sind 2022/23 von T€ 9.099 auf T€ 13.485 gestiegen. Die Steigerung ist vor allem auf höhere Event- und Messekosten zurückzuführen. Die Gesellschaft hat hier bewusst zusätzliche Budgets freigegeben, um neben dem geplanten Partner-Festival auch noch ein großes Event im Rahmen der Mailänder Euroluce durchzuführen. Sondereffekte in den übrigen Ergebnispositionen lassen sich wie folgt zusammenfassen
Das Jahresergebnis wurde durch Währungseffekte und die Freigabe für Sonderbudgets für Kundenevents und Messen bei gleichzeitigem Rückgang des Umsatzes belastet. Nach einem Jahresüberschuss von T€ 12.016 im Vorjahr, war im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.492 zu verzeichnen. Unter Berücksichtigung der Vorjahresprognose mit entsprechend ansteigendem Jahresergebnis wurde das Ziel sehr stark verfehlt. 4. Vermögenslage und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der schwächeren Geschäftsentwicklung etwas verschlechtert. Sowohl das operative Ergebnis als auch die Liquidität sind als zufriedenstellend zu bezeichnen. Vermögenslage Das Anlagevermögen beläuft sich auf T€ 38.809 (Vj.: T€ 27.595). Die Erhöhung betrifft vor allem die immateriellen Vermögensgegenstände (T€ +3.291) sowie das Sachanlagevermögen (T€ +1.250). Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich stark um T€ 6.672. Die Erhöhung resultiert vor allem aus einem Darlehen an einen Gesellschafter. Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 35.368 (Vj.: T€ 51.906). Ein großer Teil des Umlaufvermögens setzt sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren von T€ 18.998 (Vj.: T€ 27.251) zusammen. Nach einer deutlichen Erhöhung im Vorjahr, die vor allem aus strategischen Gründen erfolgte, um die Lieferfähigkeit bei Risiken in den Lieferketten zu gewährleisten, wurden die Bestände im Berichtsjahr entsprechend der Situation wieder abgebaut. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf T€ 3.643 (Vj.: T€ 2.421) und sind aufgrund des Factorings im Vergleich zur Gesamtleistung niedrig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten. Die Liquiden Mittel sind wegen der hohe Investitions- und Marketingaktivitäten von T€ 7.933 auf nun T€ 1.584 gesunken. Es bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen von Kontokorrentlinien bei Hausbanken in Höhe von T€ 977. Das Eigenkapital ist durch das negative Periodenergebnis auf T€ 22.127 (Vj.: T€ 23.619) leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2023 29,5 % (im Vj.: 29,5 %). Die Rückstellungen sind zum Vorjahr leicht von T€ 17.169 auf T€ 14.424 gesunken. Die Steuerrückstellungen sind um T€ 2.243, die Personalrückstellungen um T€ 1.404 und die Rückstellungen für Partnerboni um T€ 427 zurückgegangen. Neu wurden Drohverlustrückstellungen für Währungssicherungsgeschäfte in Höhe von T€ 1.237 gebildet. Die Verbindlichkeiten von T€ 36.205 (Vj.: T€ 38.274) betreffen insbesondere Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 27.735 (Vj.: T€ 27.600) und Lieferungen und Leistungen von T€ 4.105 (Vj.: T€ 8.842). Die Reduzierung ist das Resultat des Lagerabbaus. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital bzw. aus dem Gesellschafterdarlehen. Bankdarlehen bestehen keine. Es wurden lediglich bestehende Kontokorrentrahmen bei den Hausbanken genutzt. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Cash-Flow-Analyse in vereinfachter Form unter Betrachtung des Jahresergebnisses zuzüglich Abschreibungen und Auflösung zu Rückstellungen ergibt zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres folgendes Bild:
Zum Bilanzstichtag bestand ein Kreditrahmenvertrag über T€ 1.750, der zu T€ 628 als Kontokorrentkredit und zu T€ 780 für Avale genutzt wurden. Ein weiterer Kreditrahmenvertrag über T€ 4.000 wurde zu T€ 349 als Kontokorrentkredit und zu T€ 50 für Avale genutzt. Die Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH konnte ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft aufgrund eines positiven Cash Flows deutlich reduzieren. Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ausleihungen in Höhe von T€ 2.910. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen T€ 503. Darüber hinaus wurde der Tochtergesellschaft Occhio Scandinavia ApS in Dänemark ein Darlehen in Höhe von T€ 890 zur Verfügung gestellt, welches jedoch bereits im Geschäftsjahr 2020/21 zu 100 % abgeschrieben wurde. Die langfristigen Ausleihungen gegenüber der Occhio Italia S.r.l. betrugen T€ 1.360 und gegenüber LR Innovation Lab GmbH T€ 1.100. Im Berichtsjahr gewährte die Gesellschaft der Occhio Shanghai Lighting Co. Ltd. ein Darlehen in Höhe von T€ 681 sowie der Occhio UK Ltd. ein weiteres in Höhe von T€ 770. Gegenüber der Gesellschafterin der Paro Holding GmbH (vormals Axel & Susann Meise Beteiligungsgesellschaft mbH) wurde im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von T€ 5.300 ausgegeben. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr in 2022/23 niedriger ausgefallen, was auf das sich eingetrübte konjunkturelle Umfeld zurückzuführen ist. Das EBITDA betrug zum 30. Juni 2023 T€ 3.069 (Vj.: T€ 21.152). Zu dem Rückgang haben vor allem die Währungskurseffekte, die rückläufigen Umsatzerlöse sowie die stark aufgestockten Marketingaktivitäten geführt. Das um Einmaleffekte - welche weitestgehend außergewöhnlicher Natur sind - bereinigte EBITDA ("adjusted EBITDA") lag 2022/23 bei T€ 10.020. Hierbei wurden i.W. folgende Sondereffekte berücksichtigt:
III. Chancen - und Risikobericht 1. Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das interne Risikomanagement überwacht Risiken, die sich aus der Bevorratung, der Absatzseite, der internen Organisation sowie aus der Finanzierung ergeben können, und versucht, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Die folgenden Risiken könnten allein oder zusammen mit weiteren Risiken und Unsicherheiten, die der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt sind oder die sie derzeit möglicherweise als unwesentlich erachtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erheblich beinträchtigen. Die genannten Risiken können einzeln oder kumulativ auftreten. Gemäß unserer internen Risikoeinschätzung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Wechselkurs-, Produkt- und Beschaffungs-, Branchenspezifische Risiken sowie Risiken aus Zahlungsausfällen in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an. Branchenspezifische Risiken Die bleibenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie, wie gestiegene Preise mancher Vorprodukte und Dienstleistungen, sowie Unsicherheiten in den Lieferketten haben ein Niveau erreicht, die man als "neue Normalität" betrachten kann. Der Ukraine-Krieg, dessen Dauer und Ausgang - und damit dessen Auswirkung auf die weltweite Konjunktur - nicht vorhergesagt werden können, hat bereits starke Spuren in Form von hoher Inflation, gestiegenen Zinsen und deutlich gesenkter Konjunkturprognosen geführt. Die Baubranche ist besonders stark von hohen Zinsen und gestiegenen Materialkosten betroffen. Die immer weiter sinkende Bautätigkeit wird zu einem Rückgang der Aufträge bei Neubauprojekten führen. Daneben ist die Gesellschaft abhängig von einem Hauptlieferanten. Risiken aus Wechselkursschwankungen Der Großteil unseres Wareneinkaufs wird in CNY getätigt. Wir sehen uns grundsätzlich dem Risiko aus Währungskursschwankungen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Um das kurz- und mittelfristige Risiko zu minimieren, schließen wir fortlaufend Währungssicherungen ab. Zum Bilanzstichtag waren 60 % der in den folgenden 12 Monaten erwarteten Verbindlichkeiten in CNY abgesichert. Darüber hinaus haben wir in unserem Lager die Warenbestände für eine Reichweite von durchschnittlich 5 bis 6 Monaten, so dass uns kurzfristige Währungskursschwankungen weniger stark treffen. Da Einkäufe in CNY stetig über das Jahr verteilt erfolgen, wirken sich kurzfristige Wechselkursschwankungen auf das Exposure nicht wesentlich aus. Allerdings kann es aufgrund der Bestandsbewertung nach dem Niederstwertprinzip in bestimmten Konstellationen - wie im Berichtsjahr geschehen - zu einer signifikanten Abwertung der Bestände kommen. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt. Produkt- und beschaffungsspezifische Risiken Risiken sehen wir weiterhin im Bereich der Produkthaftung und in unseren Beständen. Occhios Vermarktungskonzept basiert auf hoher Produktverfügbarkeit und somit - aufgrund langer Wiederbeschaffungszeiten - auf hohen Lagerreichweiten. Gerade bei Markteinführungen birgt dies das Risiko, dass wir bei unerwartet positiver Resonanz auf unsere Produkte hohe Logistikkosten durch Luftfracht haben, bzw. bei zu hoher Eindeckung einzelner Varianten mit langen Lagerreichweiten und Bestandsrisiken umgehen müssen. Darüber hinaus beinhalten neu entwickelte Produkte und die damit einhergehenden Investitionen in Werkzeuge auch Unsicherheiten. Ferner birgt auch der Beschaffungsmarkt Risiken, da einzelne technische Komponenten sehr lange Lieferzeiten haben können. Daneben wird bei der Produktion und Beschaffung auf einzelne wenige Schlüssellieferanten bzw. -produzenten zurückgegriffen, was entsprechende Abhängigkeitsrisiken mit sich bringt. Des Weiteren können sich Risiken aus Verwerfungen in den Logistikketten ergeben. Ursachen können Lockdowns aufgrund Pandemien aber auch geopolitische Ereignisse, wie der Ukraine-Krieg sein. Finanzwirtschaftliche Risiken Die solide Liquidität versetzt Occhio in die Lage für die geplanten Investitionen, aber auch für den Fall einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs aufgrund von Corona- und Kriegs-bedingten negativen Effekten gerüstet zu sein. Vor Liquiditätsrisiken hat sich Occhio mit einer Aufstockung der Betriebsmittellinien abgesichert. Die Gesellschaft finanziert sich wie in den Vorjahren im Wesentlichen über den positiven Cash Flow und durch Gesellschafterdarlehen. Die ansteigende Inflation führt zu einem Preisdruck auf der Beschaffungsseite, der allerdings dank der starken Marktposition von Occhio größtenteils an die Kunden weitergegeben werden kann. Risiken aus Zahlungsausfällen Für Occhio könnten finanzielle Risiken aus Zahlungsausfällen für gelieferte Waren an für Occhio tätige Fachhändler entstehen. Die Forderungsausfälle hätten negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Wir setzen weiterhin eine Factoring Bank ein, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren. Jedoch werden nicht alle Forderungen angekauft, so dass ein Restrisiko bei uns bestehen bleibt. Durch das interne Debitorenmanagement wird dieses Restrisiko zusätzlich kontrolliert. Grundsätzlich verfügen wir über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bisher sind nur geringe negative Entwicklungen aufgrund der konjunkturellen Eintrübung zu erkennen. Um dem verbleibenden Risiko zu begegnen, wurde ein regelmäßiges Monitoring der ausstehenden Fachpartnersalden eingerichtet, um somit rechtzeitig Gegenmaßnahmen, wie bspw. Umstellung auf Vorkasse, ergreifen zu können. 2. Gesamtbild der Risikolage Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend bekannt und im Geschäftsmodell integriert, jedoch birgt der andauernde Ukraine-Krieg weiterhin ein bedeutendes Risikopotenzial. Der nach dem Berichtsjahr begonnene Krieg in Nahost hat bisher keine direkte Auswirkung auf das Geschäft von Occhio. Aber auch hier besteht ein deutliches Risiko je nach Dauer und Ausbreitung. Der gezielte Managementaufbau in den Vorjahren sowie die Verschlankung der Hierarchien im Unternehmen führen dazu, dass Occhio so beeinflussbare Risiken gezielt minimieren und Entscheidungen schneller und effizienter treffen kann. Der Fortbestand der Gesellschaft war zu keiner Zeit gefährdet. Weiterhin sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken bekannt, die sich fortbestandsgefährdend auf die Gesellschaft auswirken können oder die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage dauerhaft negativ beeinflussen und damit eine solche Fortbestandsgefährdung herbeiführen könnten. 3. Chancenbericht Chancen aus Wechselkursschwankungen Zuvor genanntes CNY-Währungskursrisiko bietet gleichzeitig eine Chance. Bei starker Aufwertung des Euro gegenüber dem CNY, würden in China bezogene Materialien nach Auslaufen der Wechselkurssicherungsgeschäfte günstiger werden und den Rohertrag verbessern. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko und gleichzeitig eine Chance aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt. Produktspezifische Chancen Die Einführung neuer Produkte bietet ebenso Chancen hinsichtlich der Nachfrage und somit hinsichtlich des Absatzpotentials. Da wir bei Produkteinführungen die im Budget hinterlegten Umsätze mit den neuen Produkten eher konservativ planen, würde eine höhere Nachfrage im Rahmen der Produktionskapazitäten zu höheren Umsätzen führen. Volumenspezifische Chancen Aufgrund steigender Einkaufsvolumina können unsere Lieferanten z.T. vertraglich vereinbarte Skaleneffekte erzielen. Die Jahresgespräche und Preisverhandlungen mit unseren Lieferanten können zu besseren als den geplanten Konditionen führen, die unsere Margen und folglich den Ertrag verbessern würden. Chancen im Rahmen der Internationalisierung Bisher werden rd. 76,2 % der Umsätze in der DACH-Region realisiert. In anderen EU- sowie speziell in Drittländern beginnt sich erst die Bekanntheit unsere Produkte zu steigern. Durch Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, wie unseren Kampagnenfilmen mit internationaler und hochklassiger Prominenz, werden wir in den kommenden Jahren die Bekanntheit sowohl unserer Marke als auch unserer Produkte weiter vorantreiben. Die ersten Schritte der Internationalisierungsstrategie wurden bereits umgesetzt. So wurden weitere eigene oder von Partnern geführte Occhio Stores in den Fokusmärkten Skandinavien, Südeuropa und vor allem China eröffnet. In Großbritannien wird der Markt mit der Eröffnung des Flagship Stores in London und der Neuaufstellung des lokalen Vertriebsteams strategisch bearbeitet. Chancenseitig erwarten wir dadurch ein erhebliches und signifikantes Wachstum. Chancen durch Flächenerweiterung Bisher sind im Vertrieb im vergangenen Geschäftsjahr mit dem neuen PoS-Konzept viele Ressourcen auf die Erweiterung und Optimierung der für Occhio Produkte genutzten Fläche bei unseren Fachhandelspartnern eingesetzt. Dies wird im Geschäftsjahr 2023/24 insbesondere durch das neue PoS-Konzept der "Occhio Lounge" weiter fortgesetzt. Unsere Erfahrung zeigt, dass mehr Verkaufsfläche in einem auf das Markenerlebnis optimierten Brandspace zu mehr Umsatz führt. Die Flächenerweiterung und Optimierung bieten somit zusätzliche Absatzchancen. Chancen durch Projektvertrieb Mit der erfolgten Markteinführung von Occhio+, einer speziell auf die Anforderungen des Projektgeschäfts ausgerichteten Erweiterung des Produktportfolios, der Bildung eines auf Projekte spezialisierte Vertriebs-Team und der Einführung von internen Prozessen, welche die reibungslose Abwicklung von Großprojekten sicherstellt, arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung des Auftragsvolumens in diesem Segment. Die Bemühungen werden durch auf das Projektgeschäft abgestimmtes Marketing unterstützt. Da der Anteil am Projektgeschäft bei Occhio noch relativ gering ist, sehen wir gerade in diesem Bereich überproportionale Wachstumspotenziale in den Kernmärkten der DACH-Region. In bestimmten Märkten außerhalb dieser Kernmärkte, wie z.B. China und UK, ist das Projektgeschäft der vorranginge Vertriebsweg. Da insbesondere in diesen Märkten hohes Wachstum erwartet wird, wird die verstärkte Kompetenz in diesem Bereich Grundlage für die Marktpräsenz. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Factoring von Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden i.d.R. innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten, so dass Kontokorrentkredite lediglich vorübergehend genutzt werden müssen und folglich die Zinsrisiken überschaubar sind. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Eine integrierte Ertrags-, Vermögens- und Finanzplanung ermöglicht es, Liquiditätsbedarfe mittelfristig zu erkennen und zu steuern. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und einen Factoring Vertrag. Um das kurz- und mittelfristige Risiko von Wechselkursschwankungen zu minimieren, wurden fortlaufend Währungssicherungen für die nächsten rd. 12-18 Monate abgeschlossen. Da der Vertrag mit dem größten chinesischen Lieferanten inzwischen auf EUR-Fakturierung umgestellt wurde, fällt diese Währungsabsicherung nun weg. Die zum Stichtag bestehenden Absicherungsverträge laufen bis zum Q1 2024 aus. 5. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2022/23 ist mit dem Umsatzrückgang nicht nach Erwartung verlaufen. Die Geschäftsführung hat entgegen dem allgemeinen Branchentrend und mit Blick auf die mittel- und langfristige Wirkung zusätzlich Marketingbudgets freigegeben, um die Marke Occhio und die Produkte noch bekannter zu machen. Mit Umsatzerlösen von T€ 98.298 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 6,1 %. Über die letzten 3 Jahre ist Occhio dennoch im Schnitt um ca. 8 % gewachsen und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt, der von 2020 bis 2022 mit -3 % im Durchschnitt negativ war. 3 Das signifikant geringer ausgefallene EBITDA ist einerseits durch die Umsatzentwicklung zu erklären. Andererseits haben Währungsverluste und das zusätzliche Marketingbudget das Ergebnis belastet. Die wirtschaftliche Lage der Occhio GmbH kann insgesamt als stabil bezeichnet werden. IV. Prognosebericht Der Fokus liegt im Geschäftsjahr 2023/24 auf der Rückkehr zum Wachstumspfad der vergangenen Jahre. Allerdings wird sich die Gesellschaft den äußerst schwierigen Marktumfeld stellen und erwartet gemäß Forecast 2023/2024 insgesamt einen Rückgang der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Rohertragsmarge wird sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Beim EBITDA erwartet die Geschäftsführung hingegen eine deutliche Verbesserung, da die Geschäftsführung die hohen Währungsverluste als Einmaleffekte betrachtet und Sonderbudgets für Marketing nicht vorgesehen sind. Die Maßnahmen zur Steigerung des Rohertrags werden im Geschäftsjahr 2023/24 sichtbar werden. Die Einführung der Luna als Produktlinie, die Kunden erreichen wird, die dekoratives Licht schätzen, wird zu einem Wachstumsschub führen. Die Occhio Lounge bei den Handelspartnern wird auf die positiven Effekte des Kundenerlebnisses einzahlen. Weiterhin wird der Marketingdruck in China hochgehalten, um die Marke bekannter zu machen. Ein sehr exklusives Event mit hochrangigen Interior Designern, Architekten und Projektierern, das im Oktober 2023 in der Nähe von Peking stattgefunden hat, soll helfen, den Zugang zu wichtigen Projekten zu eröffnen. Das im Berichtsjahr eröffnete Brand Experience Center wird bereits intensiv genutzt, um die Kultur des Lichts, für das Occhio steht, im Kunden- und Partnernetzwerk zu etablieren. So wurden im September und Oktober 2023 mehrere Occhio Academy Summits abgehalten, bei den dem Verkaufs- und Lichtplanungspersonal unserer Handelspartner das Marken- und Produktwissen in Verbindung mit der praktischen Anwendung im Umgang mit den Endkunden vermittelt wurden. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Durch verschiedene Maßnahmen in Zusammenhang mit der Produktprofitabilität soll die Rohertragsmarge weiter gesteigert werden, so dass es zu einem leicht steigenden Rohertrag führt. Ebenfalls sollen verschiedene Maßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie durch das Ausbleiben von Einmaleffekten die im Geschäftsjahr 2023/2024 eingeleitete positive EBITDA- Entwicklung weiter verstärken und zu einer weiteren leichten Verbesserung im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 führen.
München, den 5. August 2024 Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Occhio GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Occhio GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 5. August 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 10. September 2024 festgestellt. Konzernbilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23A. Vorbemerkung/Allgemeine Grundsätze Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Occhio GmbH (Amtsgericht München, HRB 133172) stellt zum 30. Juni 2023 einen konsolidierten Abschluss nach § 290 HGB (Konzernabschluss) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf (im Folgenden "Konzernabschluss" genannt). Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Konzern- Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitgehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des darauffolgenden Jahres. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, das sich einzelne Zahlen in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Occhio GmbH, München, sowie ein inländisches Tochterunternehmen und zehn ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Bei dem einbezogenen deutschen Tochterunternehmen handelt es sich um die 100%-Beteiligung an der Lichtgalerie GmbH, München. Bei den einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen handelt es sich wie im vergangenen Geschäftsjahr um die 100%-Beteiligungen an der Guangzhou Occhio Lighting Design Co. Ltd., Guangzhou (China), die Occhio Scandinavia ApS, Kopenhagen (Dänemark), die occhio ag, Zürich (Schweiz), die Occhio HK Limited, Kowloon (Hong Kong), die Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) und die Occhio Italia S.r.l., Mailand (Italien). Neu ab dem 1. Juli 2022 in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden die LR Innovation Lab GmbH, Wien (Österreich), die Occhio Lighting UK Ltd., London (Vereinigtes Königreich), die Occhio Lighting Spain S.L., Barcelona (Spanien) und die Occhio Lighting B.V., Amsterdam (Niederlande). Alle Gesellschaften sind 100%-Beteiligungen der Occhio GmbH mit Ausnahme der Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., welche zu 100 % von der Occhio HK Limited gehalten wird. Zwei inländische Tochterunternehmen werden aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Konzern nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach § 313 Abs. 2 HGB:
C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei den deutschen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2023. Die chinesischen Tochtergesellschaften in Guangzhou und Shanghai haben, den lokalen gesetzlichen Vorschriften folgend, den Stichtag 31. Dezember. Zum Zwecke der Konsolidierung wurde jedoch ein Zwischenabschluss zum 30. Juni erstellt. Die Erstkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach §§ 298 i.V.m. 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach §§ 306 i.V.m.274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Lichtgalerie in Höhe von T€ 4.012 wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Neben dem Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Auftragsbestand, Kundenstamm sowie die Marke (Lichtgalerie) im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Stichtag T€ 1.538. Daneben wird seit dem 1. Juli 2022 auch der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung in Höhe von T€ 4.189 der LR Innovation Lab GmbH über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Stichtag T€ 3.142. Die Marke Lichtgalerie GmbH aus der Erstkonsolidierung in Höhe von T€ 113 wird ebenfalls über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Des Weiteren wird der Kundenstamm der Lichtgalerie GmbH in Höhe von T€ 348 linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Gesellschaften Occhio Lightning UK Ltd., London (Großbritannien), die Occhio Lightning Spain S.L., Barcelona (Spanien), die Occhio Lightning B.V., Amsterdam (Niederlande) und die LR Innovation Lab GmbH, Wien (Österreich) wurden aufgrund des Einbeziehungswahlrechts nicht zum Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, sondern erst ab dem 1. Juli 2022. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von € 58.390 wurde abweichend von dem oben dargestellten vorgehen mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet, da es sich insofern um einen technischen Unterschiedsbetrag gehandelt hat. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 30. Juni 2023 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Währungsbedingte Aufrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. anteilig konsolidiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden eliminiert. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode. D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Im Berichtsjahr wurden mit Ausnahme des Ausweises der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Steuerrückstellungen bzw. die passiven latenten Steuerndie Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwert und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Geschäfts- und Firmenwerte werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert aktiviert. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wurden für bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbare Risiken je nach Zulässigkeit Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalwert. Flüssige Mittel sind mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlußstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Beim Ausweis und Ansatz des Kapitals und der Rücklagen wurde den gesetzlichen und ggf. satzungsmäßigen Vorschriften Rechnung getragen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte entsprechend. Die auf Fremdwährung lautenden Bankguthaben wurden zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs bewertet. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Eigene Entwicklungskosten wurden über die anderen aktivierten Eigenleistungen als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 2.231 (Vj.: T€ 574) aktiviert. Von den zum Bilanzstichtag aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten wurde ein Betrag in Höhe von T€ 6.619 noch nicht einer planmäßigen Abschreibung unterworfen, da diese Vermögensgegenstände noch nicht zum Bilanzstichtag fertiggestellt waren. Im Vorjahr wurden die noch nicht fertiggestellten aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte noch innerhalb des Postens geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Diesjährig wurde der Ausweis zur Erhöhung der Klarheit vollständig in laufender Rechnung angepasst bzw. die Darstellung umgegliedert und auf eine Anpassung des Vorjahresbetrags in Höhe von T€ 6.447 verzichtet. Analog hierzu wurde auf die Anpassung des Vorjahres in Bezug auf den sich ergebenden Ausweis von in Höhe von T€ 2.126 erhöhten passiven latenten Steuern bzw. in dieser Höhe reduzierten Steuerrückstellungen verzichtet und die Effekte in lfd. Rechnung korrigiert. Anteile an verbundenen Unternehmen:
Das Geschäftsjahr der Occhio Store GmbH endet am 30. Juni, während die LEDES GmbH das Geschäftsjahresende am 31. Dezember hat. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft der Axel und Susann Meise Beteiligungsge. mbH, Starnberg (jetzt: Paro Holding GmbH, Starnberg) ein ungesichertes Darlehen i.H.v. T€ 5.300 zu einem Zinssatz von 3,00 % gewährt, welches unter den Ausleihungen an Gesellschafter ausgewiesen ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 531 (Vj.: T€ 73) haben eine Laufzeit kleiner einem Jahr und resultieren im Wesentlichen aus der Kapitalertragsteuerzahlung in Höhe von T€ 459 und der Beteiligungsvereinbarung, Verweisungsurkunde V00711/2017 vom 30. März 2017, wonach die Alt-Gesellschafter für Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen für den Zeitraum bis 30. Juni 2016 haften (T€ 73). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Kautionen in Höhe von T€ 618 (Vj.: T€ 521) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von rd. T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge -soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann- berücksichtigt. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen, an konzerneinheitliche Bilanzierungsvorschriften angepassten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragssteuersätze. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag in Höhe von 32,15 %. Auf Zwischengewinne in den Vorratsbeständen und Anlagevermögen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzen mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens.
5. Eigenkapital Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie aktive latente Steuern bei den einbezogenen Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 5.948 einer Ausschüttungssperre. Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage setzt sich wie folgt zusammen:
6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 2.347), Personalrückstellungen (T€ 1.222) und Gewährleistungsrückstellungen (T€ 965). 7. Verbindlichkeiten Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Gegenüber den Gesellschaftern bestanden zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus dem operativen Lieferungs- und Leistungsaustausch in Höhe von T€ 305 (Vj.: T€ 28) und eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber Gesellschafter DYNAMIC PIONEER in Höhe von T€ 430 (Vj.: T€ 430). Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2021 wurde die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst und als Dividende ausschließlich an die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG ausgeschüttet, wobei die Ausschüttung in ein Darlehen gewandelt wurde und in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gebucht wurde. Für die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherungen. Für die Mietverträge Standort Wiener Platz, Brand Experience Center, München, die Stores Köln, Hamburg, Berlin und Mailand, die Lichtgalerie Steinstraße 24 sowie das Brand Experience Center in München bestehen Avalkredit-Verträge in Höhe von T€ 794. Seit 2023 besteht ein Zoll-Aval in Höhe von T€ 50.
1) Für die davon-Vermerke ist nur die
Angabe des Gesamtbetrags erforderlich.
Derivate Finanzinstrumente Für den wesentlichen Anteil des geplanten Einkaufsvolumens in CNY sind Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Um die Währungseffekte planbar zu halten und trotzdem die Möglichkeit zu wahren an möglichen Kursverbesserungen zu partizipieren, werden Sicherungsgeschäfte angewendet. Währungsbezogene Geschäfte, die nicht zum Zeitwert bilanziert sind:
Da die Marktwerte der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag negativ waren, wurden Drohverlustrückstellungen gebildet. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.517 (Vj.: T€ 4.030) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 537, Vj.: T€ 183) und aus Währungsumrechnung (T€ 1.477, Vj.: T€ 3.352) enthalten. Periodenfremde Erträge waren in Höhe von T€ 708 (Vj.: T€ 1) enthalten. 3. Personalaufwand
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 674 (Vj.: T€ 147), sowie aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.053 (Vj.: T€ 2.060) enthalten. 5. Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 1.380. F. Sonstige Angaben 1. Personal Im Jahresdurchschnitt 2022/23 waren 269 Personen (VJ.: 261) beschäftigt, die sich wie folgt verteilen.
2. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 19.615. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte: Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen:
Darin sind keine Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres Mit notarieller Urkunde vom 25. Juli 2024 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 59.558,00 um EUR 32.336,00 EUR auf EUR 91.894,00 im Rahmen einer Bareinlage erhöht und die Satzung in einzelnen Punkten geändert. Danben wurde im Rahmen eines Einbringungs- und Abtretungsvertrags ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. EUR 27,6 Mio. als schuldrechtliches Agio in die Kapitalrücklage der Gesellschaft als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Außerbilanzielle Geschäfte
3. Organe des Mutterunternehmens Organe der Muttergesellschaft sind die Geschäftsführer Dr. Benno Zerlin, München, Ingenieur und Susann Meise, Starnberg, Unternehmerin (bis 31.12.2023), Herr Dr. Oliver Arndt, Zürich/Schweiz, Kaufmann (ab 01.01.2024). Die Angabe der Organbezüge entfällt nach § 286 Abs. 4 i.V. mit § 314 Abs.3 HGB. 4. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr erfolgten monatliche Lizenzzahlungen an Axel und Susann Meise in einer Höhe von T€ 1.428. Weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden bei der jeweiligen Anhangsposition erläutert. 5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
6. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von T€ 3.873 (Vj.: T€ 10.624) abzüglich jederzet fällige Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von T€ 977 (Vj.: T€ 0). 7. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Jahresabschluss des Mutterunternehmens weist für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresfehlbetrag von € 1.492.386,31 aus. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 5. August 2024 Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Occhio GmbH, München, im Geschäftsjahr 2022/2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023
Konzerneigenkapitalspiegel der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2022/2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Konzernstruktur Die Occhio GmbH ist die Muttergesellschaft der Occhio-Gruppe und umfasst die Zentralfunktionen des Konzerns. Die Occhio GmbH hält dreizehn Gesellschaften zu je 100 %. Die Occhio GmbH und ihre Tochtergesellschaften Lichtgalerie GmbH, Guangzhou Occhio Lighting Design Co. Ltd., Occhio Scandinavia ApS, occhio ag, Occhio HK Limited, Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., Occhio Italia S.r.l., LR Innovation Lab GmbH, Occhio Lighting Spain S.L., Occhio Lighting UK Ltd. und die Occhio Lighting B.V. werden in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften Occhio Store GmbH und LEDES GmbH werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 296 Absatz 2 Satz 2 i.V.m. Satz 1 HGB im Geschäftsjahr 2022/23 nicht konsolidiert. 2. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind fasziniert davon, mit unseren einzigartigen und ganzheitlichen Leuchtensystemen den Menschen zum Lichtgestalter seines Lebensraums zu machen und erschaffen so eine neue Kultur des Lichts. Wir sind der Überzeugung, dass gutes Licht Lebensqualität bedeutet. Die modularen Leuchtensysteme von Occhio ermöglichen kreative Lichtgestaltung, die präzise auf individuelle Anforderungen abgestimmt werden kann. Durchgängig in Design- und Lichtqualität, können mit Occhio nicht nur einzelne Situationen und Räume, sondern auch ganze Gebäude in höchster Qualität mit Licht gestaltet werden. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterscheidet sich Occhio von allen anderen Marktteilnehmern und ist damit Grundlage unserer Marktpositionierung. Darüber hinaus bietet Occhio mit seinen Innovationen wie Touchless Control (Gestensteuerung), Occhio air (bluetoothbasierte Steuerung über App) und vielen anderen innovativen Features einzigartige Möglichkeiten der Interaktion mit Leuchten und Licht - für höchstmöglichen ,joy of use' für den Anwender. Unsere Produkte vertreiben wir weltweit, mit einem Schwerpunkt auf den europäischen Absatzmarkt. Dafür nutzen wir einen selektiven Vertriebsweg durch ein flächendeckendes Netz an Fachhandelspartnern in Europa via Shop-in-Shop Lösungen sowie von Partnern geführten Occhio Stores. Diese Shop-in-Shop und von Partnern geführten Occhio Stores entwickeln wir fortlaufend weiter, um diese auf die neuen Produkte und Marktanforderungen anzupassen. Wir haben den Anspruch, den Kunden ein durchgängiges und durchdachtes Markenerlebnis zu bieten. Darüber hinaus betreiben wir unsere eigene Webplattform "my Occhio" sowie mehrere eigene Flagship-Stores. Mit unserem ganzheitlichen Vermarktungsansatz sind wir zum Marktführer in Deutschland für hochwertige Designleuchten geworden und schaffen als eine der führenden deutschen Luxusmarken für unsere Kunden ein ganzheitliches Kauf- und Nutzererlebnis. Am Unternehmenssitz in München werden alle wesentlichen operativen Funktionen wie Produktdesign und -entwicklung, Beschaffung, Qualität, Kundenservice, Marketing und Vertriebsteuerung erfüllt. Die österreichische Tochtergesellschaft mit Sitz in Wien betreibt die Produkt-, sowie Software- und Hardware-Entwicklung. Um die Struktur so schlank wie möglich zu halten, sind nicht zu diesen Kernkompetenzen gehörende Aktivitäten outgesourced. Unser Logistik-Dienstleister führt in der Nähe des Münchner Flughafens neben der teilweise notwendigen Endmontage die Logistik durch. Unsere Tochtergesellschaft in Guangzhou, China unterstützt mit fortlaufenden Qualitätskontrollen bei unserem produzierenden Partner, im Einkaufsprozess sowie im Vertrieb in China. Seit Januar 2022 wurden die Vertriebsaktivitäten in China durch die neu gegründete Gesellschaft in Shanghai übernommen. Der zur gleichen Zeit eröffnete Flagship Store in Shanghai wird ebenfalls von dieser Gesellschaft geführt. Unsere Münchner Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH betreibt unsere Flagship- Stores sowie ein eigenes Fachhandelsgeschäft. Die italienische Gesellschaft betreibt einen Flagship Store in Mailand. Im Jahr 2022 wurde die spanische Tochtergesellschaft gegründet, die einen Store in Palma de Mallorca betreibt. Die im Jahr 2022 gegründete Vertriebsgesellschaft im Vereinten Königreich führt einen Flagship-Store in London und betreut die lokalen Vertriebspartner. 3. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zielen auf die Erweiterung und Vervollständigung des Produktportfolios sowie der User Interfaces und Smart Home Anbindungen ab. Während des letzten Geschäftsjahres lagen die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit in der neuen Leuchtenserien Luna und Coro, sowie die Entwicklung einer weiteren Mito-Variante Cosmo. Ein weiterer Entwicklungsbereich betrifft die Weiterentwicklung der Lichtsteuerung per App. In der Occhio Gruppe arbeiten elf Mitarbeiter im Bereich Design und Entwicklung. Forschungsleistungen werden keine erbracht. Wir machen vom handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch und aktivieren soweit handelsrechtlich zulässig Entwicklungskosten. In der Bilanz werden diese als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Aufwendungen für Design und Entwicklung betrugen T€ 4.412, davon wurden im Geschäftsjahr T€ 3.468 aktiviert, was einer Aktivierungsquote von etwa 79 % entspricht. Im Wesentlichen wurden dabei die neue Produktfamilien Luna und Coro entwickelt. Diese wurden bzw. werden im Geschäftsjahr 2023/24 auf den Markt gebracht. Die Abschreibung auf für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betrug insgesamt T€ 3.350 (Vj.: T€ 2.009). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hatte keine wesentliche Bedeutung mehr im Berichtsjahr. Die Lieferketten und Verfügbarkeiten haben sich auf ein Niveau entwickelt, die mit der Zeit vor Corona vergleichbar sind. Dafür sind neue Probleme aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg entstanden. Die durch den Lieferstopp von Gas und Öl aus Russland hervorgerufene extreme Verteuerung von Energie, sowie die Verknappung landwirtschaftlicher Produkte und Baustoffe aus der Ukraine haben die Inflation in fast allen unseren Märkten in die Höhe schnellen lassen. Dies wiederum führte zu stetigen Leitzinserhöhungen der Zentralbanken. Die wirtschaftliche Entwicklung des für uns wichtigsten Marktes in Deutschland trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Insbesondere die Konsum- und Baukonjunktur litten unter dem schwierigen Umfeld 1. Der selektive Vertrieb unserer Waren über den Fachhandel - unser präferierter Vertriebsweg - unterliegt weiterhin einem Strukturwandel durch verändertes Kaufverhalten der Endkunden. Im hochwertigen Sanierungsmarkt sowie Neubau von Privatwohnungen und Wirtschaftsbau erfolgt der Entscheidungsprozess zunehmend unter Einbindung von Architekten und Planern. Dies ist unter anderem getrieben durch die zunehmende Komplexität der Produkte und Technologien wie "Smart Home" Lösungen und dem Wunsch nach individualisierten Lichtlösungen (veränderbare Lichtszenarien, Lichtwirkungen und Lichtfarben). Der Onlinehandel hat bei uns bisher einen niedrigen Anteil, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Das Internet nimmt als Ergänzung zum Fachhandel für den Informations- und Entscheidungsprozess eine entscheidende Funktion ein.
1 Ifo Konjunkturprognose Herbst 2023
Kunden erwarten ein ganzheitliches Markenerlebnis im gesamten Prozess vom ersten Kontakt zur Marke, dem Kauf- und Lieferprozess, bis hin zum Auspacken des Produkts und im After-Sales-Services. Der Anspruch an einen hervorragenden Service steigt bei gleichzeitiger sehr dynamischer Entwicklung der Leuchten zu intelligenten Lichtwerkzeugen. Daraus resultieren zunehmende Herausforderungen wie zum Beispiel der erhöhte Anspruch an Kompatibilität zu smarten Steuerungssystemen bei immer kürzeren Innovationszyklen. In der Konsequenz suchen Kunden und Partner Hersteller, die ganzheitliche Lösungen anbieten, sie gut schulen und schnelle und gute Lösungen im Reklamationsfall bieten. 2. Geschäftsverlauf Unter Berücksichtigung der Vorjahresprognose mit einem Umsatzwachstum von über 15 % wurde im aktuellen Geschäftsjahr, mit einem Rückgang der Umsatzerlöse um 4 %, dieses deutlich verfehlt. Das Geschäftsjahr 2022/23 war vor allem geprägt durch die konjunkturelle Entwicklung. Entgegen der Marktentwicklung wurde im Berichtsjahr weiter in Wachstum investiert. So wurde die Brand Campaign mit Mads Mikkelsen um weitere 6 Monate verlängert. Insbesondere fand diese Kooperation im Zusammenhang mit dem Markteintritt der Goia statt. Ebenso wurde in Bereichen der Vertriebsunterstützung investiert. So fand im Berichtsjahr ein zweiwöchiges Partnerfestival statt. Im Rahmen der Euroluce in Mailand fand die Markteinführung der Luna-Serie statt. Der Messeauftritt wurde gleichzeitig als Brandbuilding Initiative zum Roll Out/Sell-In des neuen PoS-Konzepts "Luna Lounge" genutzt und wendete sich speziell an Partner und Professionals. Wie in den vergangenen Jahren wurde Occhio für sein Design ausgezeichnet. In 2023 erhielt die Gioia den iF Gold Award 2. Entsprechend der Internationalisierungsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2022/23 die internationale Markenpräsenz gesteigert. So wurden die selbst geführte Flagship Stores in Palma de Mallorca und London eröffnet.
2 Quelle:
https://ifdesign.com/en/winner-ranking/project/gioia-series/564414
Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 der Occhio Gruppe lag bei rd. T€ 11.768 (Vj.: rd. T€ 7.551). Dabei ist das Vorjahr durch Sondereffekte besonders niedrig gewesen. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahr ist vergleichbar mit dem des Geschäftsjahres 2020/21. 3. Ertragslage Die Netto-Umsatzerlöse auf Konzernebene beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 auf T€ 111.187 (im Vj.: T€ 116.133). Dabei wurden ca. 58 % der Umsätze in Deutschland generiert (im Vj.: 61 %). Der Rückgang des Umsatzes ist auf das global schwache makroökonomische Umfeld zurückzuführen, welches durch multiple Krisen und deren Auswirkungen belastet wurde. Insbesondere die für Occhio wichtige Bauwirtschaft ist aufgrund der Rohstoffverteuerung und der gestiegenen Zinsen eingebrochen. Der Aufwand für bezogene Waren und Leistungen (unter Berücksichtigung der Bestandsänderung) in der Gruppe ist mit T€ 44.539 gegenüber Vorjahr T€ 43.257 im Verhältnis zum Umsatz mit 40,1 % zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte gestiegen, was größtenteils auf Auswirkungen von Wechselkurseffekten zurückzuführen ist. Der Rohertrag, der der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung, aktivierte Eigenleistungen sowie sonstige betriebliche Erträge) abzüglich Materialaufwand entspricht, betrug auf Konzernabschlussebene T€ 72.395 (Vj.: T€ 77.480). Entsprechend der Geschäftsentwicklung wurde in den Kernmärkten kaum und in den Wachstumsmärkten nur in geringem Umfang Personal aufgebaut und es wurden kaum ergebnisabhängigen Boni ausbezahlt. So stieg der Personalaufwand zusätzlich inflationsbedingt um 13 % auf T€ 23.847 (Vj.: T€ 21.123). Die Marketingkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.375 erhöht worden. Die Erhöhung der Werbekosten ist auf die Freigabe eines Zusatzbudgets für den Marken- und Produktauftritt in Mailand während der Messe Euroluce zurückzuführen. Die Eröffnung weiterer Stores und des Brand Experience Center hat zu einer Erhöhung der Strukturkosten geführt. So stiegen die Gebäudemieten um 62 % auf T€ 3.533. Die Reise- und Bewirtungskosten sind wegen der nach Corona wiederbelebten Reisetätigkeit und vor allem im Zusammenhang mit den Marketing-Events um etwa 55 % zum Vorjahr auf T€ 1.843 gestiegen. Die Belastung des Ergebnisses auf Konzernebene durch Abschreibungen aufgrund der Kaufpreisallokation aktivierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen für die Gesellschaft Lichtgalerie T€ 413 (Vj.: T€ 445). Die Nutzungsdauer des in den Vorjahren aktivierten Geschäfts- und Firmenwerts auf die Lichtgalerie GmbH beträgt zehn Jahre, der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert zum Bilanzstichtag rd. T€ 1.538. Der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerts der 2021 erworbenen Gesellschaft LR Innovation Lab, welche diesjährig erstmalig konsolidiert wurde, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 3.142, wobei T€ 1.047 im Geschäftsjahr abgeschrieben wurden (Nutzungsdauer 4 Jahre). Sondereffekte in den übrigen Ergebnispositionen lassen sich wie folgt zusammenfassen
Das Jahresergebnis wurde durch Währungseffekte und die Freigabe für Sonderbudgets für Kundenevents und Messen bei gleichzeitigem Rückgang des Umsatzes belastet. Nach einem Konzernjahresüberschuss von T€ 9.733 im Vorjahr, war im Berichtsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ 4.289 zu verzeichnen. 4. Vermögenslage und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der schwächeren Geschäftsentwicklung etwas verschlechtert. Sowohl das operative Ergebnis als auch die Liquidität sind ohne die Sondereffekte als zufriedenstellend zu bezeichnen. Vermögenslage Das Anlagevermögen beläuft sich auf T€ 33.321 (Vj.: T€ 24.422). Die Erhöhung betrifft die immateriellen Vermögensgegenstände und das Finanzanlagevermögen. Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 36.364 (Vj.: T€ 51.727). Ein großer Teil des Umlaufvermögens setzt sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren von T€ 20.046 (Vj.: T€ 28.015) zusammen. Die Verringerung erfolgte nach einer aus strategischen Erhöhung in den Vorjahren, um die Lieferfähigkeit bei Coronabedingten Risiken in den Lieferketten zu gewährleisten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf T€ 5.956 (Vj.: T€ 5.562) und sind aufgrund des Factorings bei der Occhio GmbH im Vergleich zur Gesamtleistung niedrig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von rd. T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten. Die liquiden Mittel sind von T€ 10.624 auf T€ 3.873 zurückgegangen. Es wurden zum Stichtag Kontokorrentlinien bei den Hausbanken in Höhe von T€ 977 genutzt. Die Verbindlichkeiten von T€ 39.418 (Vj.: T€ 39.991) betreffen insbesondere Lieferungen und Leistungen von T€ 4.973 (Vj.: T€ 9.667). Außerdem wurde gemäß des Gesellschafterbeschlusses vom 28. Juni 2021 die Kapitalrücklage in der Occhio GmbH in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst, um sie dann als Dividende ausschließlich der Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG auszuschütten. Die Ausschüttung ist allerdings so lange gestundet, bis die Gesellschaft eine Banken-Refinanzierung erhalten hat. Der Betrag ist zum Bilanzstichtag unter Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen sind um T€ 2.211 auf T€ 9.993 gesunken. Ebenso sind die Sonstigen Rückstellungen um T€ 418 zurückgegangen, was insbesondere auf den Rückgang der Personalrückstellungen um T€ 1.559 und die Rückstellungen für Partnerboni um T€ 427 zurückzuführen ist. Gegenläufig sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um T€ 1.664 erhöht. Das Eigenkapital sinkt aufgrund des Periodenergebnisses und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 14.026 (Vj.: T€ 18.173). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2023 19,8 % (Vj.: 23,7 %). Finanzlage Die Gruppe finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital bzw. aus dem Gesellschafterdarlehen. Bankdarlehen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Es wurden lediglich bestehende Kontokorrentrahmen bei den Hausbanken genutzt. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Konzern erwirtschaftete einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ +9.590 (im Vj.: T€ +12.955). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ -225 (im Vj.: T€ -152) und beinhaltet im Wesentlichen Zinsen und Auszahlungen aus der Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ -17.093 (im Vj.: T€ -15.453), und entfällt zu einem großen Teil auf die Investitionen bei Handelspartnern in Form von Brand Spaces, Entwicklungskosten für neue Produkte und auf Werkzeuge für die Produktion der Leuchten. Zum Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen. Zum Bilanzstichtag gab es eine Kontokorrentkreditlinie über T€ 1.750 sowie eine weitere Linie in Höhe von T€ 4.000, welche zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 830 für Avale genutzt werden. Die Kontokorrentlinien wurden in Höhe von T€ 977 ausgenutzt. Gegenüber der Gesellschafterin der Paro Holding GmbH (Vormals: Axel & Susann Meise Beteiligungsgesellschaft mbH) wurde im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von T€ 5.300 ausgegeben. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft und der Konzern gesteuert werden, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). Der Umsatz und der Rohertrag haben sich 2022/23 unter Berücksichtigung der genannten Sonderfaktoren nicht zufriedenstellend entwickelt. Das EBITDA ist von T€ 22.753 um T€ 17.941 auf T€ 4.812 gesunken. Die Werte liegen aus den oben genannten Gründen deutlich unterhalb der im Vorjahresprognosebericht geäußerten Erwartung. Das um Einmaleffekte - welche weitestgehend außergewöhnlicher Natur sind - bereinigte EBITDA ("adjusted EBITDA") ging 2022/23 auf T€ 11.609 (Vj.: T€ 23.312) zurück. Dabei sind folgende Bereinigungen vorgenommen worden:
III. Chancen - und Risikobericht 1. Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das interne Risikomanagement überwacht Risiken, die sich aus der Bevorratung, der Absatzseite, der internen Organisation sowie aus der Finanzierung ergeben können, und versucht, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Die folgenden Risiken könnten allein oder zusammen mit weiteren Risiken und Unsicherheiten, die der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt sind oder die sie derzeit möglicherweise als unwesentlich erachtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Occhio-Gruppe erheblich beinträchtigen. Die genannten Risiken können einzeln oder kumulativ auftreten Gemäß unserer internen Risikoeinschätzung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Wechselkurs-, Produkt- und Beschaffungs-, Branchenspezifische Risiken sowie Risiken aus Zahlungsausfällen in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an. Branchenspezifische Risiken Die bleibenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie, wie gestiegene Preise mancher Vorprodukte und Dienstleistungen, sowie Unsicherheiten in den Lieferketten haben ein Niveau erreicht, die man als "neue Normalität" betrachten kann. Der Ukraine-Krieg, dessen Dauer und Ausgang - und damit dessen Auswirkung auf die weltweite Konjunktur - nicht vorhergesagt werden können, hat bereits starke Spuren in Form von hoher Inflation, gestiegenen Zinsen und deutlich gesenkter Konjunkturprognosen geführt. Die Baubranche ist besonders stark von hohen Zinsen und gestiegenen Materialkosten betroffen. Die immer weiter sinkende Bautätigkeit kann gegebenenfalls zu einem stärkeren Rückgang der Aufträge bei Neubauprojekten - als in der Prognose berücksichtigt - führen. Risiken aus Wechselkursschwankungen Der Großteil unseres Wareneinkaufs wird in CNY getätigt. Die Gesellschaft sieht sich grundsätzlich dem Risiko aus Währungskursschwankungen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Um das kurz- und mittelfristige Risiko zu minimieren, werden fortlaufend Währungssicherungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren 60 % der in den folgenden 12 Monaten erwarteten Verbindlichkeiten in CNY abgesichert. Darüber hinaus haben wir in unserem Lager die Warenbestände für eine Reichweite von durchschnittlich 5 bis 6 Monaten, so dass uns kurzfristige Währungskursschwankungen nicht unmittelbar treffen. Da Einkäufe in CNY stetig über das Jahr verteilt erfolgen, wirken sich kurzfristige Wechselkursschwankungen auf das Exposure nicht wesentlich aus. Allerdings kann es aufgrund der Bestandsbewertung nach dem Niederstwert-prinzip in bestimmten Konstellationen - wie im Berichtsjahr geschehen - zu einer signifikanten Abwertung der Bestände kommen. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt. Produkt- und Beschaffungsspezifische Risiken Risiken sehen wir weiterhin im Bereich der Produkthaftung und in unseren Beständen. Occhios Vermarktungskonzept basiert auf hoher Produktverfügbarkeit und somit - aufgrund langer Wiederbeschaffungszeiten - auf hohen Lagerreichweiten. Gerade bei Markteinführungen birgt dies das Risiko, dass wir bei unerwartet positiver Resonanz auf unsere Produkte hohe Logistikkosten durch Luftfracht haben, bzw. bei zu hoher Eindeckung einzelner Varianten mit langen Lagerreichweiten und Bestandsrisiken umgehen müssen. Darüber hinaus beinhalten neu entwickelte Produkte und die damit einhergehenden Investitionen in Werkzeuge auch Unsicherheiten. Ferner birgt auch der Beschaffungsmarkt Risiken, da einzelne technische Komponenten inzwischen sehr lange Lieferzeiten haben. Daneben wird bei der Produktion und Beschaffung auf einzelne wenige Schlüssellieferanten bzw. - produzenten zurückgegriffen, was entsprechende Abhängigkeitsrisiken mit sich bringt. Des Weiteren können sich Risiken aus Verwerfungen in den Logistikketten ergeben. Ursachen können Lock-Downs aufgrund Pandemien aber auch geopolitische Ereignisse, wie der Ukraine-Krieg sein. Finanzwirtschaftliche Risiken Die grundsätzlich solide Liquidität versetzt Occhio in die Lage für die geplanten Investitionen, aber auch für den Fall einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs aufgrund von Corona- und Kriegsbedingten negativen Effekten gerüstet zu sein. Vor Liquiditätsrisiken hat sich Occhio mit einer Aufstockung der Betriebsmittellinien abgesichert. Die Gesellschaft finanziert sich wie in den Vorjahren im Wesentlichen über den positiven Cash Flow und durch Gesellschafterdarlehen. Risiken aus Zahlungsausfällen Für die Occhio-Gruppe könnten finanzielle Risiken aus Zahlungsausfällen für gelieferte Waren an für die Gruppe tätigen Fachhändler entstehen. Die Forderungsausfälle hätten negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Wir setzen bei der Occhio GmbH weiterhin eine Factoring Bank ein, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren. Jedoch werden nicht alle Forderungen angekauft, so dass ein Restrisiko bei uns bestehen bleibt, was jedoch für den Konzern ein unwesentliches Restrisiko ist. Durch das interne Debitorenmanagement wird dieses Restrisiko zusätzlich kontrolliert. Grundsätzlich verfügen wir über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bisher sind nur geringe Entwicklungen aufgrund der konjunkturellen Eintrübung zu erkennen. Um dem verbleibenden Risiko zu begegnen, wurde ein regelmäßiges Monitoring der ausstehenden Fachpartnersalden eingerichtet, um somit rechtzeitig Gegenmaßnahmen, wie bspw. Umstellung auf Vorkasse, ergreifen zu können. 2. Gesamtbild der Risikolage Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend bekannt und im Geschäftsmodell integriert, jedoch birgt der andauernde Ukraine-Krieg weiterhin ein bedeutendes Risikopotential. Der nach dem Berichtsjahr begonnene Krieg in Nahost hat bisher keine direkte Auswirkung auf das Geschäft von Occhio. Aber auch hier besteht ein deutliches Risiko je nach Dauer und Ausbreitung. Der gezielte Managementaufbau in den Vorjahren sowie der Verschlankung der Hierarchien im Unternehmen führt dazu, dass Occhio so beeinflussbare Risiken gezielt minimieren und Entscheidungen schneller und effizienter treffen kann. Der Fortbestand der Gesellschaft war zu keiner Zeit gefährdet. Weiterhin sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken bekannt, die sich fortbestandsgefährdend auf die Gesellschaft auswirken können oder die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage dauerhaft negativ beeinflussen und damit eine solche Fortbestandsgefährdung herbeiführen könnten. 3. Chancenbericht Chancen aus Wechselkursschwankungen Zuvor genanntes CNY-Währungskursrisiko bietet gleichzeitig eine Chance. Bei starker Aufwertung des Euro gegenüber dem CNY würden in China bezogene Materialien nach Auslaufen der Wechselkurssicherungsgeschäfte günstiger werden und den Rohertrag verbessern. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko und gleichzeitig eine Chance aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt. Produktspezifische Chancen Die Einführung neuer Produkte bietet ebenso Chancen hinsichtlich der Nachfrage und somit hinsichtlich des Absatzpotentials. Da wir bei Produkteinführungen die im Budget hinterlegten Umsätze mit den neuen Produkten eher konservativ planen, würde eine höhere Nachfrage im Rahmen der Produktionskapazitäten zu höheren Umsätzen führen. Volumenspezifische Chancen Aufgrund steigender Einkaufsvolumina können bei unseren Lieferanten z. T. vertraglich vereinbarte Skaleneffekte erzielt werden. Die Jahresgespräche und Preisverhandlungen mit unseren Lieferanten können zu besser als geplanten Konditionen führen, die unsere Margen und folglich den Ertrag auf Konzernabschlussebene verbessern würden. Chancen im Rahmen der Internationalisierung Bisher werden knapp 75 % der Umsätze in der DACH-Region realisiert. In anderen EU- sowie speziell in Drittländern beginnt sich erst die Bekanntheit unsere Produkte zu steigern. Durch Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, wie unserem Kampagnenfilm mit internationaler und hochklassiger Prominenz, werden wir in den kommenden Jahren die Bekanntheit sowohl unserer Marke als auch unserer Produkte weiter vorantreiben. Die ersten Schritte der Internationalisierungsstrategie wurden bereits umgesetzt. So wurden weitere eigene oder von Partnern geführte Occhio Stores in den Fokusmärkten Skandinavien, Südeuropa und vor allem China eröffnet. In Großbritannien wird der Markt mit der Eröffnung des Flagship Stores in London und der Neuaufstellung des lokalen Vertriebsteams strategisch bearbeitet. Chancenseitig erwarten wir dadurch ein erhebliches und signifikantes Wachstum. Chancen durch Flächenerweiterung Bisher sind im Vertrieb im vergangenen Geschäftsjahr mit dem neuen POS- Konzept viele Ressourcen auf die Erweiterung und Optimierung der für Occhio Produkte genutzten Fläche bei unseren Fachhandelspartnern eingesetzt. Dies wird im Geschäftsjahr 2023/24 insbesondere durch das neue PoS-Konzept der "Occhio Lounge" weiter fortgesetzt. Unsere Erfahrung zeigt, dass mehr Verkaufsfläche in einem auf das Markenerlebnis optimierte Brandspace zu mehr Umsatz führt. Die Flächenerweiterung und Optimierung bergen somit zusätzliche Absatzchancen. Chancen durch Projektvertrieb Mit der erfolgten Markteinführung von Occhio+, einer speziell auf die Anforderungen des Projektgeschäfts ausgerichteten Erweiterung des Produktportfolios, der Bildung eines auf Projekte spezialisierten Vertriebs- Teams und der Einführung von internen Prozessen, welche die reibungslose Abwicklung von Großprojekten sicherstellt, arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung des Auftragsvolumens in diesem Segment. Die Bemühungen wird durch auf das Projektgeschäft abgestimmtes Marketing unterstützt. Da der Anteil am Projektgeschäft bei Occhio noch relativ gering ist, sehen wir gerade in diesem Bereich überproportionale Wachstumspotenziale in den Kernmärkten der DACH-Region. In bestimmten Märkten außerhalb dieser Kernmärkte, wie z.B. China und UK, ist das Projektgeschäft der vorranginge Vertriebsweg. Da insbesondere in diesen Märken hohes Wachstum erwartet wird, wird die verstärkte Kompetenz in diesem Bereich Grundlage für die Marktpräsenz. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Factoring von Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden i.d.R. innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten, so dass Kontokorrentkredite nur vorübergehend genutzt werden und folglich kaum Zinsrisiken bestehen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und - eingänge vermittelt. Eine integrierte Ertrags-, Vermögens- und Finanzplanung ermöglicht es, Liquiditätsbedarfe mittelfristig zu erkennen und zu steuern. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und einen Factoringvertrag. Zur Minimierung der kurz- und mittelfristigen Risiken von Wechselkursschwankungen, schließen wir fortlaufend Währungssicherungen für die nächsten 12-18 Monate ab. Da der Vertrag mit dem größten chinesischen Lieferanten inzwischen auf EUR-Fakturierung umgestellt wurde, fällt diese Währungsabsicherung nun weg. Die zum Stichtag bestehenden Absicherungsverträge laufen bis zum Q1 2024 aus. 5. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2022/23 ist mit dem Umsatzrückgang nicht nach Erwartung verlaufen. Die Geschäftsführung hat entgegen dem allgemeinen Branchentrend und mit Blick auf die mittel- und langfristige Wirkung zusätzlich Marketingbudgets freigegeben, um die Marke Occhio und die Produkte noch bekannter zu machen. Mit Umsatzerlösen von T€ 111.187 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 4 %. Über die letzten 3 Jahre ist Occhio dennoch im Schnitt um gut 9 % gewachsen und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt, der von 2020 bis 2022 mit -3 % im Durchschnitt negativ war 3. Das signifikant geringer ausgefallene EBITDA ist einerseits durch die Umsatzentwicklung zu erklären. Andererseits haben Währungsverluste und das zusätzliche Marketingbudget das Ergebnis belastet. Die wirtschaftliche Lage der Occhio GmbH kann insgesamt als gut bezeichnet werden. IV. Prognosebericht Der Fokus liegt im Geschäftsjahr 2023/24 auf der Rückkehr zum Wachstumspfad der vergangenen Jahre. Allerdings wird sich die Gesellschaft dem äußerst schwierigen Marktumfeld stellen und erwartet gemäß Forecast 2023/2024 insgesamt einen Rückgang der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozent Bereich. Die Rohertragsmarge wird sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen, allerdings den Umsatzrückgang nicht vollständig ausgleichen können, so dass der Rohertrag leicht rückläufig erwartet wird. Beim EBITDA wird hingegen eine deutliche Verbesserung erwartet, da die hohen Währungsverluste im Berichtsjahr als Einmaleffekt betrachtet und Sonderbudgets für Marketing nicht vorgesehen sind. Die Maßnahmen zur Steigerung des Rohertrags werden im Geschäftsjahr 2023/24 sichtbar werden. Die Einführung der Luna als Produktlinie, die Kunden erreichen wird, die dekoratives Licht schätzen, wird zu einem Wachstumsschub führen. Die Occhio Lounge bei den Handelspartnern wird auf die positiven Effekte des Kundenerlebnisses einzahlen. Weiterhin wird der Marketingdruck in China hoch gehalten, um die Marke bekannter zu machen. Ein sehr exklusives Event mit hochrangigen Interior Designern, Architekten und Projektierern, das im Oktober 2023 in der Nähe von Peking stattgefunden hat, soll helfen, den Zugang zu wichitgen Projekten zu eröffnen. Das im Berichtsjahr eröffnete Brand Experience Center wird bereits intensiv genutzt, um die Kultur des Lichts, für das Occhio steht, im Kunden- und Partnernetzwerk zu etablieren. So wurden im September und Oktober 2023 mehrere Occhio Academy Summits abgehalten, bei den dem Verkaufs- und Lichtplanungspersonal unserer Handelspartner das Marken- und Produktwissen in Verbindung mit der praktischen Anwendung im Umgang mit den Endkunden vermittelt wurden. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Durch verschiedene Maßnahmen in Zusammenhang mit der Produktprofitabilität soll die Rohertragsmarge weiter gesteigert werden, so dass es zu einem weiter steigenden Rohertrag führt. Ebenfalls sollen verschiedene Maßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie durch das Ausbleiben von Einmaleffekten die im Geschäftsjahr 2023/2024 eingeleitete positive EBITDAEntwicklung weiter verstärken und zu einer weiteren leichten Verbesserung im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 führen.
München, den 5. August 2024 Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Occhio GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Occhio GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 5. August 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin Josef Eberl , Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 10. September 2024 gebilligt. |
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