Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 133172
Vorher
AML Licht + Design GmbHAxelmeiselicht GmbH
Eingetragen
15.9.2000
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Handel mit Leuchten und Beleuchtungskomponenten, Entwicklung von Leuchten und Beleuchtungskomponenten, Zusammenbau von Leuchten und Beleuchtungskomponenten, Erstellung von Beleuchtungskonzepten und Lichtplanung, Beteiligung an Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gegenstand.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Susann Meise
seit 24.4.2026
Geschäftsführer
Axel Meise
seit 24.4.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

2.40% identifiziert98.20% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
1.40%
1.00%

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
75.50%
19.70%
DYNAMICPIONEERLIMITED
1.80%
Occhio GmbHEigenbeteiligung
0.60%
Occhio GmbHEigenbeteiligung
0.60%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
EMH Digital Fund GmbH & Co. KG
Germany
72.256 €
75.50%
ParoHoldingGmbH
Germany
19.783 €
20.70%
DYNAMICPIONEERLIMITED
WSM
1.720 €
1.80%
P**** M*****
1.338 €
1.40%
Occhio GmbH
Germany
573 €
0.60%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Occhio GmbH

München

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.122.656,84 2.921.722,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.035.020,58 2.419.414,01
3. Geleistete Anzahlungen 166.370,00 3.691.866,89
12.324.047,42 9.033.003,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 430.313,88 609.215,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.893.663,12 1.559.175,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.538.267,95 1.443.814,14
4.862.244,95 3.612.204,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.500.824,81 9.451.069,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.821.458,87 5.498.960,00
3. Ausleihungen an Gesellschafter 5.300.000,00 0,00
21.622.283,68 14.950.029,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 750.000,00 750.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.997.694,37 27.251.381,79
3. Geleistete Anzahlungen 1.285.927,42 192.550,67
21.033.621,79 28.193.932,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.642.665,68 2.420.578,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.608.649,07 7.502.176,95
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 532.302,87 73.322,22
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.966.205,69 5.782.428,48
12.749.823,31 15.778.506,53
III. Flüssige Mittel 1.583.908,77 7.933.219,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 756.050,71 448.786,24
74.931.980,63 79.949.682,50

Passiva

Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 59.558,00 59.558,00
II. Kapitalrücklage 206.650,76 206.650,76
III. Gewinnvortrag 23.352.703,60 11.336.891,91
IV. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -1.492.386,31 12.015.811,69
22.126.526,05 23.618.912,36
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.952.607,68 12.195.595,48
2. Sonstige Rückstellungen 4.470.938,20 4.972.993,89
14.423.545,88 17.168.589,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 977.118,68 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 125.353,42 170.974,59
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.105.471,48 8.841.870,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 457.233,02 1.088.495,53
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.735.168,54 27.600.168,54
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.804.377,85 572.117,48
36.204.722,99 38.273.626,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.856,46 12.440,64
E. Passive latente Steuern 2.174.329,25 876.113,59
74.931.980,63 79.949.682,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 98.298.124,43 104.649.080,95
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -5.021.679,00 9.435.235,32
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 709.746,00 573.701,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.119.179,03 3.981.679,81
97.105.370,46 118.639.697,08
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 36.077.346,37 49.619.851,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 329.908,80 345.996,89
36.407.255,17 49.965.848,39
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.670.864,55 13.918.489,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.308.970,04 1.855.186,68
15.979.834,59 15.773.675,88
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.431.175,36 3.822.368,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 41.648.742,26 31.747.855,95
-2.361.636,92 17.329.948,37
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 397.815,44 190.807,36
10. Erträge aus Gewinnübernahme 1.218.106,44 2.214.410,79
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 223.378,43 146.971,57
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 489.847,56 7.516.314,79
902.695,89 -5.258.068,21
13. Ergebnis nach Steuern -1.458.941,03 12.071.880,16
14. Sonstige Steuern 33.445,28 56.068,47
15. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -1.492.386,31 12.015.811,69

ANHANG zum Jahresabschluss 30. Juni 2023

Allgemeine Grundsätze

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Sitz der Occhio GmbH ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 133172 im Handelsregister des Amtsgerichtes München eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bzw. nach denen des GmbHG.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr ist abweichend zum Kalenderjahr, es beginnt am 01.07.2022 und endet zum 30.06.2023.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind mit Ausnahme des Ausweises der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Steuerrückstellungen bzw. die passiven latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr unverändert fortgeführt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert aktiviert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, und sonstigen Vermögensgegenständen wurden für bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbare Risiken je nach Zulässigkeit Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalwert.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Beim Ausweis und Ansatz des Kapitals und der Rücklagen wurde den gesetzlichen Vorschriften Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen und Rückstellungen für drohende Verluste aus Währungsgeschäften ermittelt.

Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert. Vom Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 HGB wird Gebrauch gemacht.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände. Flüssige Mittel und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte entsprechend. Die auf fremde Währung lautenden Bankguthaben (USD, CNY, CHF und GBP) wurden zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Stichtagskurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, welcher integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Eigene Entwicklungskosten wurden über die anderen aktivierten Eigenleistungen als selbst geschaffene immaterieller Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 710 (Vj .: T€ 574) aktiviert. Von den zum Bilanzstichtag aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten wurde ein Betrag in Höhe von T€ 6.619 noch nicht einer planmäßigen Abschreibung unterworfen, da diese Vermögensgegenstände noch nicht zum Bilanzstichtag fertiggestellt waren. Im Vorjahr wurden die noch nicht fertiggestellten aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte noch innerhalb des Postens geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Diesjährig wurde der Ausweis zur Erhöhung der Klarheit vollständig in laufender Rechnung angepasst bzw. die Darstellung umgegliedert und auf eine Anpassung des Vorjahresbetrags in Höhe von T€ 6.447 verzichtet. Analog hierzu wurde auf die Anpassung des Vorjahres in Bezug auf den sich ergebenden Ausweis von in Höhe von T€ 2.126 erhöhten passiven latenten Steuern bzw. in dieser Höhe reduzierten Steuerrückstellungen verzichtet und die Effekte in lfd. Rechnung korrigiert.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände abzüglich der dafür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 5.948 einer Ausschüttungssperre.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Occhio Store GmbH 1) München, Deutschland Guangzhou Occhio Lighting Design Co. Ltd. 2) Guangzhou, China Occhio Scandinavia ApS Kopenhagen, Dänemark
Anteil am Stammkapital 1.000.000,00 CNY 50.000,00 DKK
25.000,00 EUR 121.600,00 EUR 6.700,00 EUR
(100%) (100%) (100%)
Ergebnis 0,00 EUR -7.161.259,54 CNY 404.860,38 DKK
-976.938,55 EUR 54.378,28 EUR
Eigenkapital 25.000,00 EUR -6.120.304,36 CNY -5.376.360,35 DKK
-774.888,83 EUR -721.911,06 EUR
Zeitpunkt der Beteiligung 13.01.2010 03.05.2013 24.06.2015
Gründung Gründung Gründung
Lichtgalerie GmbH 1) München, Deutschland occhio ag Zürich, Schweiz Occhio HK Limited Kowloon, Hongkong
Anteil am Stammkapital 100.000,00 CHF 10.000,00 HKD
25.600,00 EUR 85.984,52 EUR 1.112,49 EUR
(100%) (100%) (100%)
Ergebnis 0,00 EUR 108.611,60 CHF 556.119,14 HKD
111.417,83 EUR 69.753,74 EUR
Eigenkapital 25.599,99 EUR 275.875,38 CHF -2.174.159,73 HKD
281.850,61 € -336.301,83 €
Zeitpunkt der Beteiligung rückwirkend 30.06.2013 18.12.2017 18.12.2019
Übernahme Gründung Gründung
Occhio Italia S.r.l. Mailand, Italien LR Innovation Lab GmbH Wien, Österreich Occhio Lighting Spain S.L. Barcelona, Spanien Occhio Lighting UK Ltd. 3) London, Vereinigtes Königreich Occhio Lighting B.V Amsterdam, Niedelande
Anteil am Stammkapital 50.000,00 EUR 3.474.766,58 EUR 52.671,70 EUR 0,00 GBP 50.015,13 EUR
59.117,18 EUR 50.000,00 EUR 0,00 EUR 50.000,00 EUR
(100%) (100%) (100%) (100%) (100%)
Ergebnis 1.592,91 EUR -238.585,28 EUR 46.686,76 EUR 1.066,89 GBP -16.491,28 EUR
12.919,52 EUR
Eigenkapital -570.739,73 EUR -953.356,24 EUR 96.686,76 EUR 1.066,89 GBP 33.508,72 EUR
1.243,02 EUR
Zeitpunkt der Beteiligung 10.12.2020 30.06.2021 16.02.2022 05.05.2022 17.05.2023
Gründung Übernahme Gründung Gründung Gründung

1) Ergebnisabführungsvertrag mit der Occhio GmbH
2) abweichendes Geschäftsjahr (01.01.-31.12.)
3) Das Eigenkapital für die Occhio Lightning UK war zum 30.06.2023 noch nicht eingezahlt

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Es bestehen Ausleihungen an Occhio Scandinavia ApS in Höhe von T€ 890 (Vj.: T€ 890), die zum 30.06.2021 vollständig wertberichtigt wurden. Darüber hinaus wurde ein Intercompany Darlehen an die Occhio Italia S.r.l. in Höhe von T€ 1.360 (VJ.: T€ 1.580) gewährt. Die Darlehen gegenüber der Lichtgalerie betragen T€ 2.910 (Vj.: T€ 3.270) und gegenüber der LR Innovation Lab GmbH T€ 1.100 (Vj.: T€ 649). Im Geschäftsjahr 2022/23 hat die Gesellschaft der Occhio Lighting Shanghai Co. Ltd. ein Darlehen in Höhe von T€ 681 (Vj. : T€ 0) gewährt.

Ausleihungen an Gesellschafter

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft der Axel und Susann Meise Beteiligungsges. mbH, Starnberg (jetzt: Paro Holding GmbH, Starnberg) ein ungesichertes Darlehen i.H.v T€ 5.300 zu einem Zinssatz von 3,00 % gewährt.

Fertige Erzeugnisse und Waren

In den Fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von T€ 18.998 (Vj.: T€ 27.251) sind T€ 2.163 Waren in Transit enthalten (Vj.: T€ 5.728).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben im Geschäftsjahr 2022/2023 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Lediglich die Kautionen (T€ 353, Vj.: T€ 270) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. T€ 5.609 (Vj.: T€ 7.502) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 1.957 (Vj.: T€ 2.081), sowie Forderungen aus der Gewinnabführung i.H.v. T€ 1.218 (Vj.: T€ 2.214) enthalten.

Unter den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. T€ 532 (Vj.: T€ 73) ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Beteiligungsvereinbarung, Verweisungsurkunde V00711/2017 vom 30.03.2017, wonach die Alt-Gesellschafter für Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen für den Zeitraum bis 30.06.2016 haften, und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus der Übernahme der Kapitalertragsteuerzahlung T€ 459 (Vj.: T€ 0).

Die Aktive Rechnungsabgrenzung i.H.v. T€ 756 (Vj .: T€ 449) enthält im Wesentlichen Lizenzgebühren und Softwarewartung (T€ 448) und Versicherungsprämien (T€ 135).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage setzt sich wie folgt zusammen:

a)

Euro 15.338,76 verdeckte Einlage von Rechten

b)

Euro 191.312,00 Aufgeld bei Veräußerung eigener Anteile

c)

Im Zuge der Kapitalerhöhung vom 30.03.2017 um Euro 19.459,00 und Übernahme der neuen Geschäftsanteile durch EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG verpflichtete sich die Erwerberin einen Betrag in Höhe von Euro 19.980.541,00 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzuzahlen.

d)

Im Zuge der Kapitalerhöhung vom 19.09.2018 um EUR 5.503,00 und Übernahme der neuen Geschäftsanteile durch EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG verpflichtete sich die Erwerberin einen Betrag in Höhe von EUR 6.994.497,00 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzuzahlen.

e)

Im Zuge des Gesellschafterbeschlusses vom 28.06.2021 wurde die Auflösung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 27.000.000,00, sowie die Ausschüttung als Dividende ausschließlich and die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG beschlossen. Bis zur Refinanzierung über Kreditinstitute gewährt die EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG der Occhio GmbH ein ungesichertes Gesellschafterdarlehen zu einem Zinssatz von 0,5 % in Höhe der Dividende.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen i.H.v. T€ 955 (Vj.: T€ 1.095), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 1.203 (Vj.: T€ 611) sowie Personalrückstellungen i.H.v. T€ 707 (Vj.: T€ 2.112) und T€ 1.237 (Vj.: T€ 0) für Drohverluste aus Währungsabsicherungsgeschäften.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel Occhio GmbH zum 30. Juni 2023

30.06.2023
Restlaufzeit Summe
bis zu einem Jahr größer ein Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 977.119 0 0 977.119
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 125.353 0 0 125.353
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.105.471 0 0 4.105.471
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 457.233 0 0 457.233
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.305.169 430.000 27.735.169
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.804.378 0 0 2.804.378
- davon aus Steuern 1) 2.769.775 0 0 2.769.775
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1) 0 0 0 0
35.774.723 0 430.000 36.204.723
30.06.2022
Restlaufzeit Summe
bis zu einem Jahr größer ein Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 170.975 0 0 170.975
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.841.870 0 0 8.841.870
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.088.496 0 0 1.088.496
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.170.169 0 430.000 27.600.169
6. Sonstige Verbindlichkeiten 572.118 0 0 572.118
- davon aus Steuern 1) 243.188 0 0 243.188
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1) 0 0 0 0
37.843.627 0 430.000 38.273.627

Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten. Für den Kontokorrentrahmen bei der Commerzbank bestehen Sicherheiten in Form einer Sicherheitsübereignung der Warenlager.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 27.735 (Vj.: T€ 27.600) ausgewiesen. Davon bestanden zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus dem operativen Lieferungs- und Leistungsaustausch in Höhe von T€ 305 (Vj.: T€ 170) und eine ungesicherte und unverzinsliche Darlehensverbindlichkeit gegenüber DYNAMIC PIONEER in Höhe von T€ 430 (Vj.: T€ 430).

Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 28.06.2021 wurde die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst und als Dividende ausschließlich an die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG ausgeschüttet, wobei die Ausschüttung in ein Darlehen gewandelt wurde und in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht gebucht wurde.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Für die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherungen.

Für die Mietverträge Standort Wiener Platz, Brand Experience Center, München, Store Mailand, Store Berlin, Store Köln und Store Hamburg bestehen Avalkredit-Verträge in Höhe von T€ 780. Darüber hinaus besteht ein Zollaval in Höhe von T€ 50.

Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Steuerlich zu berücksichtigende Verlustvorträge liegen im Berichtsjahr nicht vor. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltende Steuersatz für Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,15 %.

in T€ 01.07.22 Veränderung 30.06.23
Aktive latente Steuern 87 417 504
Passive latente Steuern -963 -1.715 -2.678
Saldierte latente Steuern -876 -1.298 -2.174

Finanzinstrumente

Für den wesentlichen Anteil des geplanten Einkaufsvolumens in CNY sind Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Um die Währungseffekte planbar zu halten und trotzdem eine gewisse Möglichkeit zu wahren an möglichen Kursverbesserungen zu partizipieren wird eine Kombination aus verschiedenen Sicherungsgeschäften angewendet.

Währungsbezogene Geschäfte, die nicht zum Zeitwert bilanziert sind:

Nominal Marktwert nicht abgezinst Marktwert
Devisentermingeschäfte € 16.158.435 € -1.236.860 € -1.236.860

Da die Marktwerte der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag negativ waren, wurden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse sind im aktuellen Geschäftsjahr von T€ 104.649 um T€ 6.351 auf T€ 98.298 zurückgegangen. Diese wurden im Wesentlichen in Deutschland (56,8 %), in Ländern der EU (27,8 %) und der Schweiz (12,4 %) erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Währungskursgewinn i.H.v. T€ 1.314 (Vj.: T€ 3.400) und der Verrechnungen von Sachbezügen T€ 218 (Vj.: T€ 206). Im Geschäftsjahr entstanden ferner Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von insgesamt T€ 537 (Vj.: T€ 140). Die periodenfremde Erträge betrugen T€ 644 (Vj.: T€ 1).

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug T€ 15.980 (Vj.: T€ 15.774); dieser gliedert sich wie folgt auf:

2022/23 T€ 2021/22 T€
Löhne und Gehälter 13.671 13.918
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.309 1.855
davon für Altersversorgung 32 33
Gesamt 15.980 15.773

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen i.H.v T€ 3.101 (Vj.: T€ 2.112) und periodenfremde Aufwendungen von T€ 576 (Vj.: T€ 147) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 398 (Vj.: T€ 167).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 1.298 (Vj.: T€ 876).

Gemäß des Gewinnabführungsvertrags zwischen der Occhio GmbH und der Lichtgalerie GmbH vom 03.02.2020 wurde der Gewinn der Lichtgalerie aus dem Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von T€ 1.218 als Forderung eingebucht. Die Auszahlung erfolgt in mehreren Zahlungen im folgenden Geschäftsjahr.

Sonstige Angaben

Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Mit notarieller Urkunde vom 25. Juli 2024 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 59.558,00 um EUR 32.336,00 EUR auf EUR 91.894,00 im Rahmen einer Bareinlage erhöht und die Satzung in einzelnen Punkten geändert. Danben wurde im Rahmen eines Einbringungs- und Abtretungsvertrags ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. EUR 27,6 Mio. als schuldrechtliches Agio in die Kapitalrücklage der Gesellschaft als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Patronatserklärung für die Occhio Scandinavia ApS, Kopenhagen/Dänemark. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt, da die Gesellschaft kein operatives Geschäft unterhält und die überwiegende Geschäftsbeziehung mit der Muttergesellschaft besteht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 15.154.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Gesamt Fällig bis 1 Jahr Fällig zwischen 1 und 5 Jahren Fällig nach 5 Jahren
Mit Laufzeit bis max. 2032 T€ 15.154 T€ 2.248 T€ 8.579 T€ 4.326
Kündigungsfrist 3 Monate T€ 12 T€ 12

Darin sind keine Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Außerbilanzielle Geschäfte

Factoring Zweck: Zur Beschaffung liquider Mittel werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Targobank AG verkauft.
Vorteile: Liquidität wird verbessert
Finanzielle Auswirkungen: Zum Stichtag war ein Forderungsbestand mit einem Nominalwert von T€ 1.071 verkauft, wovon T€ 65 noch nicht fällig waren.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr erfolgten monatliche Lizenzzahlungen an Axel und Susann Meise in einer Höhe von T€ 1.428. Weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden bei der jeweiligen Anhangsposition erläutert.

Organe

Geschäftsführer sind:

 

Dr. Benno Mathias Zerlin, München, Ingenieur

 

Susann Meise, Starnberg, Unternehmerin, bis 31. Dezember 2023

 

Dr. Oliver Arndt, Zürich/Schweiz, Kaufman, ab 1. Januar 2024

Die Angabe des Betrags der Gesamtbezüge für den Geschäftsführer unterbleibt unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet. Die Angabe erfolgt im Anhang des Konzernabschlusses der Occhio GmbH.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2022/23 waren 196 Personen (Vj.: 183 Personen) beschäftigt, davon 148 in Vollzeit und 48 in Teilzeit. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt neben den 172 Angestellten, 5 Auszubildende und 19 Personen als geringfügig Beschäftigte.

Konzernverhältnis

Die Gesellschaft erstellt als Obergesellschaft den Konzernabschluss zum 30.06.2023 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen und wird diesen beim Betreiber des Unternehmensregister zur Veröffentlichung einreichen.

Sonstige Pflichtangaben zu bestimmten Sachverhalten

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss weist für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresfehlbetrag von € 1.492.386,31 aus. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 5. August 2024

Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer

Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Occhio GmbH, München, im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.7.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.319.451,21 5.025.630,11 3.525.496,89 0,00 15.870.578,21
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.521.905,13 2.431.112,15 0,00 0,00 8.953.017,28
3. Geleistete Anzahlungen 3.691.866,89 0,00 -3.525.496,89 0,00 166.370,00
17.533.223,23 7.456.742,26 0,00 0,00 24.989.965,49
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.343.833,63 69.220,80 0,00 0,00 2.413.054,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.924.791,19 601.937,55 1.749.906,02 20.957,15 6.255.677,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.443.814,14 1.844.359,83 -1.749.906,02 0,00 1.538.267,95
7.712.438,96 2.515.518,18 0,00 20.957,15 10.206.999,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.451.069,11 49.755,70 0,00 0,00 9.500.824,81
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.388.960,00 1.902.498,87 0,00 580.000,00 7.711.458,87
3. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 5.300.000,00 0,00 0,00 5.300.000,00
15.840.029,11 7.252.254,57 0,00 580.000,00 22.512.283,68
41.085.691,30 17.224.515,01 0,00 600.957,15 57.709.249,16
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.7.2022 Zugänge Abgänge Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.397.728,67 3.350.192,70 0,00 7.747.921,37
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.102.491,12 815.505,58 0,00 4.917.996,70
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.500.219,79 4.165.698,28 0,00 12.665.918,07
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.734.618,38 248.122,17 0,00 1.982.740,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.365.615,73 1.017.354,91 20.956,15 3.362.014,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.100.234,11 1.265.477,08 20.956,15 5.344.755,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 890.000,00 0,00 0,00 890.000,00
3. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
890.000,00 0,00 0,00 890.000,00
13.490.453,90 5.431.175,36 20.956,15 18.900.673,11
Buchwerte
Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.122.656,84 2.921.722,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.035.020,58 2.419.414,01
3. Geleistete Anzahlungen 166.370,00 3.691.866,89
12.324.047,42 9.033.003,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 430.313,88 609.215,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.893.663,12 1.559.175,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.538.267,95 1.443.814,14
4.862.244,95 3.612.204,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.500.824,81 9.451.069,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.821.458,87 5.498.960,00
3. Ausleihungen an Gesellschafter 5.300.000,00 0,00
21.622.283,68 14.950.029,11
38.808.576,05 27.595.237,40

Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind fasziniert davon, mit unseren einzigartigen und ganzheitlichen Leuchtensystemen den Menschen zum Lichtgestalter seines Lebensraums zu machen und erschaffen so eine neue Kultur des Lichts. Wir sind der Überzeugung, dass gutes Licht Lebensqualität bedeutet.

Die modularen Leuchtensysteme von Occhio ermöglichen kreative Lichtgestaltung, die präzise auf individuelle Anforderungen abgestimmt werden kann. Durchgängig in Design- und Lichtqualität, können mit Occhio nicht nur einzelne Situationen und Räume, sondern auch ganze Gebäude in höchster Qualität mit Licht gestaltet werden. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterscheidet sich Occhio von allen anderen Marktteilnehmern und dies ist damit Grundlage unserer Marktpositionierung.

Darüber hinaus bietet Occhio mit seinen Innovationen wie Touchless Control (Gestensteuerung), Occhio air (bluetooth-basierte Steuerung über App) und vielen anderen innovativen Features einzigartige Möglichkeiten der Interaktion mit Leuchten und Licht - für höchstmöglichen ,joy of use' für den Anwender.

Unsere Produkte vertreiben wir weltweit, mit einem Schwerpunkt auf den europäischen Absatzmarkt bzw. insbesondere DACH. Dafür nutzen wir einen selektiven Vertriebsweg durch ein flächendeckendes Netz an Fachhandelspartnern in Europa via Shop-in-Shop Lösungen sowie von Partnern geführten Occhio Stores.

Diese Shop-in-Shop und von Partnern geführten Occhio Stores entwickeln wir fortlaufend weiter, um diese auf die neuen Produkte und Marktanforderungen anzupassen. Wir haben den Anspruch, den Kunden ein durchgängiges und durchdachtes Markenerlebnis zu bieten. Darüber hinaus betreiben wir unsere eigene Webplattform "my Occhio" sowie mehrere eigene Flagship-Stores.

Mit unserem ganzheitlichen Vermarktungsansatz sind wir in einer führenden Marktposition in Europa und schaffen als eine der führenden deutschen Luxusmarken für unsere Kunden ein ganzheitliches Kauf- und Nutzererlebnis.

Am Unternehmenssitz in München werden alle wesentlichen operativen Funktionen wie Produktdesign, Beschaffung, Qualität, Kundenservice, Marketing und Vertriebsteuerung erfüllt. Die österreichische Tochtergesellschaft mit Sitz in Wien betreibt die Produkt-, sowie Software- und Hardware-Entwicklung. Um die Struktur so schlank wie möglich zu halten, haben wir nicht zu diesen Kernkompetenzen gehörende Aktivitäten outgesourced. Unser Logistik-Dienstleister führt in der Nähe des Münchner Flughafens neben der teilweise notwendigen Endmontage die Logistik durch.

Unsere Tochtergesellschaft in Guangzhou, China, unterstützt mit fortlaufenden Qualitätskontrollen bei unserem produzierenden Partner, im Einkaufsprozess sowie im Vertrieb in China. Seit Januar 2022 wurde die Vertriebsaktivitäten in China durch die neu gegründete Gesellschaft in Shanghai übernommen. Der zur gleichen Zeit eröffnete Flagship Store in Shanghai wird ebenfalls von dieser Gesellschaft geführt. Unsere Münchner Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH betreibt unsere fünf Flagship- Stores sowie ein eigenes Fachhandelsgeschäft. Die italienische Gesellschaft betreibt einen Flagship Store in Mailand. Im Jahr 2022 wurde die spanische Tochtergesellschaft gegründet, die einen Store in Palma de Mallorca betreibt. Die im Jahr 2022 gegründete Vertriebsgesellschaft im Vereinten Königreich führt einen Flagship-Store in London und betreut die lokalen Vertriebspartner. Im Berichtsjahr wurde in den Niederlanden die Vertriebsgesellschaft Occhio NL gegründet.

2. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zielen auf die Erweiterung und Vervollständigung des Produktportfolios sowie der User Interfaces und Smart Home Anbindungen ab. Während des letzten Geschäftsjahres lagen die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit für die neuen Produkte Luna, Coro und coro moon. Ein weiterer Entwicklungsbereich betrifft die Weiterentwicklung Lichtsteuerung per App.

In der Occhio GmbH arbeiten elf Mitarbeiter im Bereich Design und Entwicklung. Forschungsleistungen werden keine erbracht. Occhio macht vom handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch und aktiviert soweit handelsrechtlich zulässig Entwicklungskosten. In der Bilanz werden diese als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Die Aufwendungen für Design und Entwicklung betrugen T€ 4.412, davon wurden im Geschäftsjahr T€ 3.468 aktiviert, was einer Aktivierungsquote von rd. 79 % entspricht. Im Wesentlichen wurden dabei die neue Produktfamilien Luna und Coro, sowie die Lichtsteuerung per App entwickelt. Diese wurden bzw. werden im Geschäftsjahr 2023/24 und im Folgejahr auf den Markt gebracht. Die Entwicklungskosten enthalten fremde Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.759. Die Abschreibung für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betrug insgesamt T€ 3.350 (Vj.: T€ 2.009).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie hatte keine wesentliche Bedeutung mehr im Berichtsjahr. Die Lieferketten und Verfügbarkeiten haben sich auf ein Niveau entwickelt, die mit der Zeit vor Corona vergleichbar sind.

Dafür sind neue Probleme aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg entstanden. Die durch den Lieferstopp von Gas und Öl aus Russland hervorgerufene extreme Verteuerung von Energie, sowie die Verknappung landwirtschaftlicher Produkte und Baustoffe aus der Ukraine haben die Inflation in fast allen unserer Märkte in die Höhe schnellen lassen. Dies wiederum führte zu stetigen Leitzinserhöhungen der Zentralbanken. Die wirtschaftliche Entwicklung des für uns wichtigsten Marktes in Deutschland trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Insbesondere die Konsum- und Baukonjunktur litten unter dem schwierigen Umfeld 1.

Der selektive Vertrieb unserer Waren über den Fachhandel - unser präferierter Vertriebsweg - unterliegt weiterhin einem Strukturwandel durch verändertes Kaufverhalten der Endkunden. Im hochwertigen Sanierungsmarkt sowie Neubau von Privatwohnungen und Wirtschaftsbau erfolgt der Entscheidungsprozess zunehmend unter Einbindung von Architekten und Planern. Dies ist unter anderem getrieben durch die zunehmende Komplexität der Produkte und Technologien wie "Smart Home" Lösungen und dem Wunsch nach individualisierten Lichtlösungen (veränderbare Lichtszenarien, Lichtwirkungen und Lichtfarben). Der Onlinehandel hat bei uns bisher einen niedrigen Anteil. Das Internet nimmt als Ergänzung zum Fachhandel für den Informations- und Entscheidungsprozess allerdings eine entscheidende Funktion ein.

Kunden erwarten ein ganzheitliches Markenerlebnis im gesamten Prozess vom ersten Kontakt zur Marke, dem Kauf- und Lieferprozess, bis hin zum Auspacken des Produkts und im After-Sales-Services.

Der Anspruch an einen hervorragenden Service steigt bei gleichzeitiger sehr dynamischer Entwicklung der Leuchten zu intelligenten Lichtwerkzeugen. Daraus resultieren zunehmende Herausforderungen wie zum Beispiel der erhöhte Anspruch an Kompatibilität zu smarten Steuerungssystemen bei immer kürzeren Innovationszyklen. In der Konsequenz suchen Kunden und Partner Hersteller, die ganzheitliche Lösungen anbieten, sie gut schulen und schnelle und gute Lösungen im Reklamationsfall bieten.

2. Geschäftsverlauf

Unser Geschäftsverlauf war trotz der vorstehend beschriebenen Marktentwicklung stabil und dennoch unter unserer Vorjahresplanung. Dies basiert darauf, dass wir unser Produktportfolio konsequent auf die gestiegenen Marktanforderungen angepasst und gleichzeitig die verwendeten Technologien harmonisiert und anwenderfreundlich gestaltet haben. Ergänzend verbessern wir fortlaufend das ganzheitliche Markenerlebnis konsequent und digitalisieren unsere Prozesse.

1 Ifo Konjunkturprognose Herbst 2023

Entgegen der Marktentwicklung wurde im Berichtsjahr weiter in Wachstum investiert. So wurde die Brand Campaign mit Mads Mikkelsen um weitere 6 Monate verlängert. Insbesondere fand diese Kooperation im Zusammenhang mit dem Markteintritt der Gioia statt.

Ebenso wurde in Bereichen der Vertriebsunterstützung investiert. So fand im Berichtsjahr ein zweiwöchiges Partnerfestival statt. Im Rahmen der Euroluce in Mailand fand die Markteinführung der Luna-Serie statt. Der Messeauftritt wurde gleichzeitig als Brandbuilding Initiative zum Roll Out/Sell-In des neuen PoS-Konzepts "Luna Lounge" genutzt und wendete sich speziell an Partner und Professionals.

Wie in den vergangenen Jahren wurde Occhio für sein Design ausgezeichnet. Im Jahr 2023 erhielt die Gioia den iF Gold Award 2.

Entsprechend der Internationalisierungsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2022/23 die internationale Markenpräsenz gesteigert. So wurden die selbst geführten Flagship Stores in Palma de Mallorca und London eröffnet.

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 der Occhio GmbH lag bei rd. T€ 7.993 (Vj.: rd. T€ 5.234). Dabei ist das Vorjahr durch Sondereffekte besonders niedrig gewesen. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahrs ist vergleichbar mit dem des Geschäftsjahres 2020/21.

3. Ertragslage

Die Netto-Umsatzerlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 auf T€ 98.298 (im Vj.: T€ 104.649).

Dabei wurden 76,2 % der Umsätze in der DACH-Region und 20,8 % im Rest von Europa generiert.

Der Rückgang des Umsatzes in Höhe von 6,1 % spiegelt die eingetrübte Konsumstimmung im abgelaufenen Geschäftsjahr wider. Allerdings beträgt der Umsatzrückgang bereinigt durch den Anstieg des Auftragsbestands und strukturellen Änderungen in der Occhio Gruppe lediglich 3,2 %.

Der Aufwand für bezogene Waren und Leistungen (unter Berücksichtigung der Bestandsänderung) ist mit T€ 41.429 gegenüber Vorjahr T€ 40.531 angestiegen und hat sich im Verhältnis zum Umsatz von 38,7 % im Vorjahr auf 42,1 % erhöht, was das Resultat von Wechselkurs- und Einmaleffekten war, die die operativen Verbesserungen der Rohertragsmarge überdeckt haben.

Der Rohertrag, der den Umsatzerlösen abzüglich Materialaufwand unter Berücksichtigung der Bestandsänderung entspricht, betrug T€ 56.869 (Vj.: T€ 64.118).

Entsprechend der Geschäftsentwicklung wurde kaum Personal aufgebaut und es wurden kaum ergebnisabhängigen Boni ausbezahlt. So stieg der Personalaufwand nur geringfügig um 1,3 % auf T€ 15.980.

2 Quelle: https://ifdesign.com/en/winner-ranking/project/gioia-series/564414

Die Marketingkosten sind 2022/23 von T€ 9.099 auf T€ 13.485 gestiegen. Die Steigerung ist vor allem auf höhere Event- und Messekosten zurückzuführen. Die Gesellschaft hat hier bewusst zusätzliche Budgets freigegeben, um neben dem geplanten Partner-Festival auch noch ein großes Event im Rahmen der Mailänder Euroluce durchzuführen.

Sondereffekte in den übrigen Ergebnispositionen lassen sich wie folgt zusammenfassen

Im Geschäftsjahr hat der sich kontinuierlich schwächer werdende Kurs des CNY zum EUR dazu geführt, dass die Bestände deutlich abgewertet werden mussten, welches die Rohertragsmarge negativ beeinflusste.

Durch die Aufwertung des EUR gegenüber dem CNY ergab sich aus Devisentermingeschäften ein negativer Effekt von rund T€ 3.101.

Das Jahresergebnis wurde durch Währungseffekte und die Freigabe für Sonderbudgets für Kundenevents und Messen bei gleichzeitigem Rückgang des Umsatzes belastet. Nach einem Jahresüberschuss von T€ 12.016 im Vorjahr, war im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.492 zu verzeichnen. Unter Berücksichtigung der Vorjahresprognose mit entsprechend ansteigendem Jahresergebnis wurde das Ziel sehr stark verfehlt.

4. Vermögenslage und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der schwächeren Geschäftsentwicklung etwas verschlechtert. Sowohl das operative Ergebnis als auch die Liquidität sind als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich auf T€ 38.809 (Vj.: T€ 27.595). Die Erhöhung betrifft vor allem die immateriellen Vermögensgegenstände (T€ +3.291) sowie das Sachanlagevermögen (T€ +1.250). Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich stark um T€ 6.672. Die Erhöhung resultiert vor allem aus einem Darlehen an einen Gesellschafter.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 35.368 (Vj.: T€ 51.906). Ein großer Teil des Umlaufvermögens setzt sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren von T€ 18.998 (Vj.: T€ 27.251) zusammen. Nach einer deutlichen Erhöhung im Vorjahr, die vor allem aus strategischen Gründen erfolgte, um die Lieferfähigkeit bei Risiken in den Lieferketten zu gewährleisten, wurden die Bestände im Berichtsjahr entsprechend der Situation wieder abgebaut. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf T€ 3.643 (Vj.: T€ 2.421) und sind aufgrund des Factorings im Vergleich zur Gesamtleistung niedrig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten.

Die Liquiden Mittel sind wegen der hohe Investitions- und Marketingaktivitäten von T€ 7.933 auf nun T€ 1.584 gesunken. Es bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen von Kontokorrentlinien bei Hausbanken in Höhe von T€ 977.

Das Eigenkapital ist durch das negative Periodenergebnis auf T€ 22.127 (Vj.: T€ 23.619) leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2023 29,5 % (im Vj.: 29,5 %).

Die Rückstellungen sind zum Vorjahr leicht von T€ 17.169 auf T€ 14.424 gesunken. Die Steuerrückstellungen sind um T€ 2.243, die Personalrückstellungen um T€ 1.404 und die Rückstellungen für Partnerboni um T€ 427 zurückgegangen. Neu wurden Drohverlustrückstellungen für Währungssicherungsgeschäfte in Höhe von T€ 1.237 gebildet.

Die Verbindlichkeiten von T€ 36.205 (Vj.: T€ 38.274) betreffen insbesondere Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 27.735 (Vj.: T€ 27.600) und Lieferungen und Leistungen von T€ 4.105 (Vj.: T€ 8.842). Die Reduzierung ist das Resultat des Lagerabbaus.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital bzw. aus dem Gesellschafterdarlehen. Bankdarlehen bestehen keine. Es wurden lediglich bestehende Kontokorrentrahmen bei den Hausbanken genutzt.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Cash-Flow-Analyse in vereinfachter Form unter Betrachtung des Jahresergebnisses zuzüglich Abschreibungen und Auflösung zu Rückstellungen ergibt zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres folgendes Bild:

2022/23 T€ 2021/22 T€
Jahresergebnis -1.492 12.016
+ Abschreibung auf Gegenstände des AV 5.431 3.822
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.745 7.938
Vereinfachter Cash Flow 1.194 23.776

Zum Bilanzstichtag bestand ein Kreditrahmenvertrag über T€ 1.750, der zu T€ 628 als Kontokorrentkredit und zu T€ 780 für Avale genutzt wurden. Ein weiterer Kreditrahmenvertrag über T€ 4.000 wurde zu T€ 349 als Kontokorrentkredit und zu T€ 50 für Avale genutzt.

Die Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH konnte ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft aufgrund eines positiven Cash Flows deutlich reduzieren. Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ausleihungen in Höhe von T€ 2.910. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen T€ 503. Darüber hinaus wurde der Tochtergesellschaft Occhio Scandinavia ApS in Dänemark ein Darlehen in Höhe von T€ 890 zur Verfügung gestellt, welches jedoch bereits im Geschäftsjahr 2020/21 zu 100 % abgeschrieben wurde. Die langfristigen Ausleihungen gegenüber der Occhio Italia S.r.l. betrugen T€ 1.360 und gegenüber LR Innovation Lab GmbH T€ 1.100.

Im Berichtsjahr gewährte die Gesellschaft der Occhio Shanghai Lighting Co. Ltd. ein Darlehen in Höhe von T€ 681 sowie der Occhio UK Ltd. ein weiteres in Höhe von T€ 770.

Gegenüber der Gesellschafterin der Paro Holding GmbH (vormals Axel & Susann Meise Beteiligungsgesellschaft mbH) wurde im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von T€ 5.300 ausgegeben.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr in 2022/23 niedriger ausgefallen, was auf das sich eingetrübte konjunkturelle Umfeld zurückzuführen ist. Das EBITDA betrug zum 30. Juni 2023 T€ 3.069 (Vj.: T€ 21.152). Zu dem Rückgang haben vor allem die Währungskurseffekte, die rückläufigen Umsatzerlöse sowie die stark aufgestockten Marketingaktivitäten geführt.

Das um Einmaleffekte - welche weitestgehend außergewöhnlicher Natur sind - bereinigte EBITDA ("adjusted EBITDA") lag 2022/23 bei T€ 10.020. Hierbei wurden i.W. folgende Sondereffekte berücksichtigt:

- Produkteinführungen T€ 550
- Währungseffekte T€ 3.240
- Zusatzbudget Marketing T€ 2.350
- Eröffnung Experience Center T€ 815
- Periodenfremde Aufwendungen T€ 660
- Periodenfremde Erträge T€ 664

III. Chancen - und Risikobericht

1. Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das interne Risikomanagement überwacht Risiken, die sich aus der Bevorratung, der Absatzseite, der internen Organisation sowie aus der Finanzierung ergeben können, und versucht, diese auf ein Minimum zu reduzieren.

Die folgenden Risiken könnten allein oder zusammen mit weiteren Risiken und Unsicherheiten, die der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt sind oder die sie derzeit möglicherweise als unwesentlich erachtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erheblich beinträchtigen. Die genannten Risiken können einzeln oder kumulativ auftreten.

Gemäß unserer internen Risikoeinschätzung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Wechselkurs-, Produkt- und Beschaffungs-, Branchenspezifische Risiken sowie Risiken aus Zahlungsausfällen in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an.

Branchenspezifische Risiken

Die bleibenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie, wie gestiegene Preise mancher Vorprodukte und Dienstleistungen, sowie Unsicherheiten in den Lieferketten haben ein Niveau erreicht, die man als "neue Normalität" betrachten kann.

Der Ukraine-Krieg, dessen Dauer und Ausgang - und damit dessen Auswirkung auf die weltweite Konjunktur - nicht vorhergesagt werden können, hat bereits starke Spuren in Form von hoher Inflation, gestiegenen Zinsen und deutlich gesenkter Konjunkturprognosen geführt. Die Baubranche ist besonders stark von hohen Zinsen und gestiegenen Materialkosten betroffen. Die immer weiter sinkende Bautätigkeit wird zu einem Rückgang der Aufträge bei Neubauprojekten führen. Daneben ist die Gesellschaft abhängig von einem Hauptlieferanten.

Risiken aus Wechselkursschwankungen

Der Großteil unseres Wareneinkaufs wird in CNY getätigt. Wir sehen uns grundsätzlich dem Risiko aus Währungskursschwankungen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Um das kurz- und mittelfristige Risiko zu minimieren, schließen wir fortlaufend Währungssicherungen ab.

Zum Bilanzstichtag waren 60 % der in den folgenden 12 Monaten erwarteten Verbindlichkeiten in CNY abgesichert.

Darüber hinaus haben wir in unserem Lager die Warenbestände für eine Reichweite von durchschnittlich 5 bis 6 Monaten, so dass uns kurzfristige Währungskursschwankungen weniger stark treffen.

Da Einkäufe in CNY stetig über das Jahr verteilt erfolgen, wirken sich kurzfristige Wechselkursschwankungen auf das Exposure nicht wesentlich aus.

Allerdings kann es aufgrund der Bestandsbewertung nach dem Niederstwertprinzip in bestimmten Konstellationen - wie im Berichtsjahr geschehen - zu einer signifikanten Abwertung der Bestände kommen. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt.

Produkt- und beschaffungsspezifische Risiken

Risiken sehen wir weiterhin im Bereich der Produkthaftung und in unseren Beständen. Occhios Vermarktungskonzept basiert auf hoher Produktverfügbarkeit und somit - aufgrund langer Wiederbeschaffungszeiten - auf hohen Lagerreichweiten. Gerade bei Markteinführungen birgt dies das Risiko, dass wir bei unerwartet positiver Resonanz auf unsere Produkte hohe Logistikkosten durch Luftfracht haben, bzw. bei zu hoher Eindeckung einzelner Varianten mit langen Lagerreichweiten und Bestandsrisiken umgehen müssen.

Darüber hinaus beinhalten neu entwickelte Produkte und die damit einhergehenden Investitionen in Werkzeuge auch Unsicherheiten. Ferner birgt auch der Beschaffungsmarkt Risiken, da einzelne technische Komponenten sehr lange Lieferzeiten haben können. Daneben wird bei der Produktion und Beschaffung auf einzelne wenige Schlüssellieferanten bzw. -produzenten zurückgegriffen, was entsprechende Abhängigkeitsrisiken mit sich bringt.

Des Weiteren können sich Risiken aus Verwerfungen in den Logistikketten ergeben. Ursachen können Lockdowns aufgrund Pandemien aber auch geopolitische Ereignisse, wie der Ukraine-Krieg sein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die solide Liquidität versetzt Occhio in die Lage für die geplanten Investitionen, aber auch für den Fall einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs aufgrund von Corona- und Kriegs-bedingten negativen Effekten gerüstet zu sein. Vor Liquiditätsrisiken hat sich Occhio mit einer Aufstockung der Betriebsmittellinien abgesichert. Die Gesellschaft finanziert sich wie in den Vorjahren im Wesentlichen über den positiven Cash Flow und durch Gesellschafterdarlehen.

Die ansteigende Inflation führt zu einem Preisdruck auf der Beschaffungsseite, der allerdings dank der starken Marktposition von Occhio größtenteils an die Kunden weitergegeben werden kann.

Risiken aus Zahlungsausfällen

Für Occhio könnten finanzielle Risiken aus Zahlungsausfällen für gelieferte Waren an für Occhio tätige Fachhändler entstehen. Die Forderungsausfälle hätten negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Wir setzen weiterhin eine Factoring Bank ein, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren. Jedoch werden nicht alle Forderungen angekauft, so dass ein Restrisiko bei uns bestehen bleibt. Durch das interne Debitorenmanagement wird dieses Restrisiko zusätzlich kontrolliert.

Grundsätzlich verfügen wir über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Bisher sind nur geringe negative Entwicklungen aufgrund der konjunkturellen Eintrübung zu erkennen.

Um dem verbleibenden Risiko zu begegnen, wurde ein regelmäßiges Monitoring der ausstehenden Fachpartnersalden eingerichtet, um somit rechtzeitig Gegenmaßnahmen, wie bspw. Umstellung auf Vorkasse, ergreifen zu können.

2. Gesamtbild der Risikolage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend bekannt und im Geschäftsmodell integriert, jedoch birgt der andauernde Ukraine-Krieg weiterhin ein bedeutendes Risikopotenzial. Der nach dem Berichtsjahr begonnene Krieg in Nahost hat bisher keine direkte Auswirkung auf das Geschäft von Occhio. Aber auch hier besteht ein deutliches Risiko je nach Dauer und Ausbreitung.

Der gezielte Managementaufbau in den Vorjahren sowie die Verschlankung der Hierarchien im Unternehmen führen dazu, dass Occhio so beeinflussbare Risiken gezielt minimieren und Entscheidungen schneller und effizienter treffen kann. Der Fortbestand der Gesellschaft war zu keiner Zeit gefährdet. Weiterhin sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken bekannt, die sich fortbestandsgefährdend auf die Gesellschaft auswirken können oder die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage dauerhaft negativ beeinflussen und damit eine solche Fortbestandsgefährdung herbeiführen könnten.

3. Chancenbericht

Chancen aus Wechselkursschwankungen

Zuvor genanntes CNY-Währungskursrisiko bietet gleichzeitig eine Chance. Bei starker Aufwertung des Euro gegenüber dem CNY, würden in China bezogene Materialien nach Auslaufen der Wechselkurssicherungsgeschäfte günstiger werden und den Rohertrag verbessern.

Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird.

Ein Risiko und gleichzeitig eine Chance aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt.

Produktspezifische Chancen

Die Einführung neuer Produkte bietet ebenso Chancen hinsichtlich der Nachfrage und somit hinsichtlich des Absatzpotentials. Da wir bei Produkteinführungen die im Budget hinterlegten Umsätze mit den neuen Produkten eher konservativ planen, würde eine höhere Nachfrage im Rahmen der Produktionskapazitäten zu höheren Umsätzen führen.

Volumenspezifische Chancen

Aufgrund steigender Einkaufsvolumina können unsere Lieferanten z.T. vertraglich vereinbarte Skaleneffekte erzielen. Die Jahresgespräche und Preisverhandlungen mit unseren Lieferanten können zu besseren als den geplanten Konditionen führen, die unsere Margen und folglich den Ertrag verbessern würden.

Chancen im Rahmen der Internationalisierung

Bisher werden rd. 76,2 % der Umsätze in der DACH-Region realisiert. In anderen EU- sowie speziell in Drittländern beginnt sich erst die Bekanntheit unsere Produkte zu steigern. Durch Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, wie unseren Kampagnenfilmen mit internationaler und hochklassiger Prominenz, werden wir in den kommenden Jahren die Bekanntheit sowohl unserer Marke als auch unserer Produkte weiter vorantreiben. Die ersten Schritte der Internationalisierungsstrategie wurden bereits umgesetzt. So wurden weitere eigene oder von Partnern geführte Occhio Stores in den Fokusmärkten Skandinavien, Südeuropa und vor allem China eröffnet. In Großbritannien wird der Markt mit der Eröffnung des Flagship Stores in London und der Neuaufstellung des lokalen Vertriebsteams strategisch bearbeitet. Chancenseitig erwarten wir dadurch ein erhebliches und signifikantes Wachstum.

Chancen durch Flächenerweiterung

Bisher sind im Vertrieb im vergangenen Geschäftsjahr mit dem neuen PoS-Konzept viele Ressourcen auf die Erweiterung und Optimierung der für Occhio Produkte genutzten Fläche bei unseren Fachhandelspartnern eingesetzt. Dies wird im Geschäftsjahr 2023/24 insbesondere durch das neue PoS-Konzept der "Occhio Lounge" weiter fortgesetzt.

Unsere Erfahrung zeigt, dass mehr Verkaufsfläche in einem auf das Markenerlebnis optimierten Brandspace zu mehr Umsatz führt. Die Flächenerweiterung und Optimierung bieten somit zusätzliche Absatzchancen.

Chancen durch Projektvertrieb

Mit der erfolgten Markteinführung von Occhio+, einer speziell auf die Anforderungen des Projektgeschäfts ausgerichteten Erweiterung des Produktportfolios, der Bildung eines auf Projekte spezialisierte Vertriebs-Team und der Einführung von internen Prozessen, welche die reibungslose Abwicklung von Großprojekten sicherstellt, arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung des Auftragsvolumens in diesem Segment.

Die Bemühungen werden durch auf das Projektgeschäft abgestimmtes Marketing unterstützt.

Da der Anteil am Projektgeschäft bei Occhio noch relativ gering ist, sehen wir gerade in diesem Bereich überproportionale Wachstumspotenziale in den Kernmärkten der DACH-Region.

In bestimmten Märkten außerhalb dieser Kernmärkte, wie z.B. China und UK, ist das Projektgeschäft der vorranginge Vertriebsweg. Da insbesondere in diesen Märkten hohes Wachstum erwartet wird, wird die verstärkte Kompetenz in diesem Bereich Grundlage für die Marktpräsenz.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Factoring von Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden i.d.R. innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten, so dass Kontokorrentkredite lediglich vorübergehend genutzt werden müssen und folglich die Zinsrisiken überschaubar sind.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Eine integrierte Ertrags-, Vermögens- und Finanzplanung ermöglicht es, Liquiditätsbedarfe mittelfristig zu erkennen und zu steuern.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und einen Factoring Vertrag.

Um das kurz- und mittelfristige Risiko von Wechselkursschwankungen zu minimieren, wurden fortlaufend Währungssicherungen für die nächsten rd. 12-18 Monate abgeschlossen. Da der Vertrag mit dem größten chinesischen Lieferanten inzwischen auf EUR-Fakturierung umgestellt wurde, fällt diese Währungsabsicherung nun weg. Die zum Stichtag bestehenden Absicherungsverträge laufen bis zum Q1 2024 aus.

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022/23 ist mit dem Umsatzrückgang nicht nach Erwartung verlaufen. Die Geschäftsführung hat entgegen dem allgemeinen Branchentrend und mit Blick auf die mittel- und langfristige Wirkung zusätzlich Marketingbudgets freigegeben, um die Marke Occhio und die Produkte noch bekannter zu machen. Mit Umsatzerlösen von T€ 98.298 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 6,1 %. Über die letzten 3 Jahre ist Occhio dennoch im Schnitt um ca. 8 % gewachsen und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt, der von 2020 bis 2022 mit -3 % im Durchschnitt negativ war. 3

Das signifikant geringer ausgefallene EBITDA ist einerseits durch die Umsatzentwicklung zu erklären. Andererseits haben Währungsverluste und das zusätzliche Marketingbudget das Ergebnis belastet.

Die wirtschaftliche Lage der Occhio GmbH kann insgesamt als stabil bezeichnet werden.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt "Umsatz in der deutschen Beleuchtungsindustrie in den Jahren 2005 bis 2022"

IV. Prognosebericht

Der Fokus liegt im Geschäftsjahr 2023/24 auf der Rückkehr zum Wachstumspfad der vergangenen Jahre. Allerdings wird sich die Gesellschaft den äußerst schwierigen Marktumfeld stellen und erwartet gemäß Forecast 2023/2024 insgesamt einen Rückgang der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Rohertragsmarge wird sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen.

Beim EBITDA erwartet die Geschäftsführung hingegen eine deutliche Verbesserung, da die Geschäftsführung die hohen Währungsverluste als Einmaleffekte betrachtet und Sonderbudgets für Marketing nicht vorgesehen sind. Die Maßnahmen zur Steigerung des Rohertrags werden im Geschäftsjahr 2023/24 sichtbar werden. Die Einführung der Luna als Produktlinie, die Kunden erreichen wird, die dekoratives Licht schätzen, wird zu einem Wachstumsschub führen. Die Occhio Lounge bei den Handelspartnern wird auf die positiven Effekte des Kundenerlebnisses einzahlen. Weiterhin wird der Marketingdruck in China hochgehalten, um die Marke bekannter zu machen. Ein sehr exklusives Event mit hochrangigen Interior Designern, Architekten und Projektierern, das im Oktober 2023 in der Nähe von Peking stattgefunden hat, soll helfen, den Zugang zu wichtigen Projekten zu eröffnen.

Das im Berichtsjahr eröffnete Brand Experience Center wird bereits intensiv genutzt, um die Kultur des Lichts, für das Occhio steht, im Kunden- und Partnernetzwerk zu etablieren. So wurden im September und Oktober 2023 mehrere Occhio Academy Summits abgehalten, bei den dem Verkaufs- und Lichtplanungspersonal unserer Handelspartner das Marken- und Produktwissen in Verbindung mit der praktischen Anwendung im Umgang mit den Endkunden vermittelt wurden.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Durch verschiedene Maßnahmen in Zusammenhang mit der Produktprofitabilität soll die Rohertragsmarge weiter gesteigert werden, so dass es zu einem leicht steigenden Rohertrag führt. Ebenfalls sollen verschiedene Maßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie durch das Ausbleiben von Einmaleffekten die im Geschäftsjahr 2023/2024 eingeleitete positive EBITDA- Entwicklung weiter verstärken und zu einer weiteren leichten Verbesserung im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 führen.

 

München, den 5. August 2024

Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer

Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Occhio GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Occhio GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. August 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 10. September 2024 festgestellt.

Konzernbilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.122.657 2.921.723
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.181.659 2.480.323
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.680.209 1.939.303
4. Geleistete Anzahlungen 234.794 3.858.231
17.219.318 11.199.579
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 452.813 618.431
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.219.576 6.392.156
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.538.268 1.443.814
10.210.657 8.454.401
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 591.043 4.118.741
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 648.960
3. Ausleihungen an Gesellschafter 5.300.000 0
5.891.043 4.767.701
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 750.000 750.000
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.045.644 28.015.032
3. Geleistete Anzahlungen 1.396.407 295.668
22.192.051 29.060.700
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.956.321 5.561.729
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 30.635
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 532.303 73.322
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.810.122 6.376.721
10.298.746 12.042.407
III. Flüssige Mittel 3.873.134 10.623.767
C. Rechnungsabgrenzungsposten 818.393 505.296
D. Aktive latente Steuern 261.572 175.839
70.764.914 76.829.691

Passiva

Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 59.558 59.558
II. Kapitalrücklage 206.651 206.651
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 47.282 -36.295
IV. Konzernbilanzgewinn 13.712.139 17.942.978
14.025.630 18.172.892
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.992.514 12.204.472
2. Sonstige Rückstellungen 5.137.721 5.555.628
15.130.235 17.760.100
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 977.119 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.292.574 1.558.097
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.973.074 9.666.716
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 111.350
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.735.169 27.600.169
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.440.003 1.054.253
39.417.938 39.990.585
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.856 12.441
E. Passive latente Steuern 2.188.256 893.673
70.764.914 76.829.691

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 111.187.173 116.132.729
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.686.247 9.336.671
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.230.660 573.701
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.516.609 4.030.352
112.248.195 130.073.453
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.487.496 52.205.368
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 365.291 388.021
39.852.787 52.593.389
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 20.178.541 18.444.256
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.668.364 2.678.571
23.846.905 21.122.827
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.392.375 5.347.866
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 43.736.562 33.604.222
-3.580.434 17.405.149
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.155 24.822
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 225.256 151.646
-224.101 -126.824
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 434.819 7.484.270
12. Ergebnis nach Steuern -4.239.355 9.794.055
13. Sonstige Steuern 49.874 60.882
14. Konzernjahresfehlbetrag (i. V. -überschuss) -4.289.229 9.733.173
15. Gewinnvortrag 17.942.978 8.647.493
16. Änderung des Konsolidierungskreises 58.390 -437.688
17. Konzernbilanzgewinn 13.712.139 17.942.978

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23

A. Vorbemerkung/Allgemeine Grundsätze

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt.

Die Occhio GmbH (Amtsgericht München, HRB 133172) stellt zum 30. Juni 2023 einen konsolidierten Abschluss nach § 290 HGB (Konzernabschluss) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf (im Folgenden "Konzernabschluss" genannt). Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Konzern- Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitgehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des darauffolgenden Jahres.

Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, das sich einzelne Zahlen in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Occhio GmbH, München, sowie ein inländisches Tochterunternehmen und zehn ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Bei dem einbezogenen deutschen Tochterunternehmen handelt es sich um die 100%-Beteiligung an der Lichtgalerie GmbH, München. Bei den einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen handelt es sich wie im vergangenen Geschäftsjahr um die 100%-Beteiligungen an der Guangzhou Occhio Lighting Design Co. Ltd., Guangzhou (China), die Occhio Scandinavia ApS, Kopenhagen (Dänemark), die occhio ag, Zürich (Schweiz), die Occhio HK Limited, Kowloon (Hong Kong), die Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) und die Occhio Italia S.r.l., Mailand (Italien). Neu ab dem 1. Juli 2022 in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurden die LR Innovation Lab GmbH, Wien (Österreich), die Occhio Lighting UK Ltd., London (Vereinigtes Königreich), die Occhio Lighting Spain S.L., Barcelona (Spanien) und die Occhio Lighting B.V., Amsterdam (Niederlande). Alle Gesellschaften sind 100%-Beteiligungen der Occhio GmbH mit Ausnahme der Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., welche zu 100 % von der Occhio HK Limited gehalten wird.

Zwei inländische Tochterunternehmen werden aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Konzern nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nach § 313 Abs. 2 HGB:

Nr. Name Beteiligungsquote Gehalten von Nr.
(in%)
I. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden
Deutschland
1 Occhio GmbH, München
2 Lichtgalerie GmbH, München 100 1
Österreich
3 LR Innovation Lab GmbH, Wien 100 1
Dänemark
4 Occhio Scandinavia ApS, Kopenhagen 100 1
Schweiz
5 occhio ag, Zürich 100 1
Italien
6 Occhio Italia S.r.l., Mailand 100 1
Vereinigtes Königreich
7 Occhio Lighting UK Ltd., London 100 1
Spanien
8 Occhio Lighting Spain S.L., Barcelona 100 1
Niederlande
9 Occhio Lighting B.V., Amsterdam 100 1
China
10 Guangzhou Occhio Lighting Design Ltd., Guangzhou 100 1
11 Occhio HK Limited, Kowloon, Hong Kong 100 1
12 Occhio Lighting (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai 100 7
II. Verbundene Unternehmen, die nach § 296 HGB nicht einbezogen werden
Deutschland
13 Occhio Store GmbH, München 100 1
14 LEDES GmbH, München 100 1

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Bei den deutschen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2023. Die chinesischen Tochtergesellschaften in Guangzhou und Shanghai haben, den lokalen gesetzlichen Vorschriften folgend, den Stichtag 31. Dezember. Zum Zwecke der Konsolidierung wurde jedoch ein Zwischenabschluss zum 30. Juni erstellt.

Die Erstkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach §§ 298 i.V.m. 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach §§ 306 i.V.m.274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Lichtgalerie in Höhe von T€ 4.012 wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Neben dem Geschäfts- oder Firmenwert wurde der Auftragsbestand, Kundenstamm sowie die Marke (Lichtgalerie) im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckt. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Stichtag T€ 1.538. Daneben wird seit dem 1. Juli 2022 auch der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung in Höhe von T€ 4.189 der LR Innovation Lab GmbH über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum Stichtag T€ 3.142.

Die Marke Lichtgalerie GmbH aus der Erstkonsolidierung in Höhe von T€ 113 wird ebenfalls über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Des Weiteren wird der Kundenstamm der Lichtgalerie GmbH in Höhe von T€ 348 linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Gesellschaften Occhio Lightning UK Ltd., London (Großbritannien), die Occhio Lightning Spain S.L., Barcelona (Spanien), die Occhio Lightning B.V., Amsterdam (Niederlande) und die LR Innovation Lab GmbH, Wien (Österreich) wurden aufgrund des Einbeziehungswahlrechts nicht zum Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, sondern erst ab dem 1. Juli 2022. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von € 58.390 wurde abweichend von dem oben dargestellten vorgehen mit dem Konzerngewinnvortrag verrechnet, da es sich insofern um einen technischen Unterschiedsbetrag gehandelt hat. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 30. Juni 2023 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Währungsbedingte Aufrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. anteilig konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden eliminiert.

Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Durchschnittsermittlung erfolgt vereinfachend mit dem Mittelwert der Abrechnungsperiode.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Im Berichtsjahr wurden mit Ausnahme des Ausweises der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Steuerrückstellungen bzw. die passiven latenten Steuerndie Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwert und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Geschäfts- und Firmenwerte werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert aktiviert.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wurden für bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbare Risiken je nach Zulässigkeit Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Bilanzausweis erfolgt mit dem Nominalwert.

Flüssige Mittel sind mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlußstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Beim Ausweis und Ansatz des Kapitals und der Rücklagen wurde den gesetzlichen und ggf. satzungsmäßigen Vorschriften Rechnung getragen.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte entsprechend. Die auf Fremdwährung lautenden Bankguthaben wurden zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs bewertet.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Eigene Entwicklungskosten wurden über die anderen aktivierten Eigenleistungen als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 2.231 (Vj.: T€ 574) aktiviert. Von den zum Bilanzstichtag aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten wurde ein Betrag in Höhe von T€ 6.619 noch nicht einer planmäßigen Abschreibung unterworfen, da diese Vermögensgegenstände noch nicht zum Bilanzstichtag fertiggestellt waren. Im Vorjahr wurden die noch nicht fertiggestellten aktivierten selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte noch innerhalb des Postens geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Diesjährig wurde der Ausweis zur Erhöhung der Klarheit vollständig in laufender Rechnung angepasst bzw. die Darstellung umgegliedert und auf eine Anpassung des Vorjahresbetrags in Höhe von T€ 6.447 verzichtet. Analog hierzu wurde auf die Anpassung des Vorjahres in Bezug auf den sich ergebenden Ausweis von in Höhe von T€ 2.126 erhöhten passiven latenten Steuern bzw. in dieser Höhe reduzierten Steuerrückstellungen verzichtet und die Effekte in lfd. Rechnung korrigiert.

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Occhio Store GmbH München LEDES GmbH München
Anteil am 25.000,00 € 25.000,00€
Eigenkapital (100%) (100%)
Ergebnis € 0,00 € -2.069,70
Zeitpunkt der Beteiligung 13.1.2010 Gründung 31.01.2022 Übernahme

Das Geschäftsjahr der Occhio Store GmbH endet am 30. Juni, während die LEDES GmbH das Geschäftsjahresende am 31. Dezember hat.

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft der Axel und Susann Meise Beteiligungsge. mbH, Starnberg (jetzt: Paro Holding GmbH, Starnberg) ein ungesichertes Darlehen i.H.v. T€ 5.300 zu einem Zinssatz von 3,00 % gewährt, welches unter den Ausleihungen an Gesellschafter ausgewiesen ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 531 (Vj.: T€ 73) haben eine Laufzeit kleiner einem Jahr und resultieren im Wesentlichen aus der Kapitalertragsteuerzahlung in Höhe von T€ 459 und der Beteiligungsvereinbarung, Verweisungsurkunde V00711/2017 vom 30. März 2017, wonach die Alt-Gesellschafter für Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen für den Zeitraum bis 30. Juni 2016 haften (T€ 73).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Kautionen in Höhe von T€ 618 (Vj.: T€ 521) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Kautionen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von rd. T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge -soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann- berücksichtigt. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen, an konzerneinheitliche Bilanzierungsvorschriften angepassten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt.

Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragssteuersätze. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag in Höhe von 32,15 %.

Auf Zwischengewinne in den Vorratsbeständen und Anlagevermögen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzen mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
T€ T€
Stand zum 30. Juni 2022 175,8 893,6
Veränderung 85,8 1.294,6
Stand zum 30. Juni 2023 261,6 2.188,2

5. Eigenkapital

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie aktive latente Steuern bei den einbezogenen Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 5.948 einer Ausschüttungssperre.

Gezeichnetes Kapital

EMH Digital Growth Fund GmbH & Co.KG € 31.990,00 (53,72%)
Axel und Susann Meise Beteiligungsgesellschaft mbH (jetzt: Paro Holding GmbH, Starnberg) € 23.912,00 (40,15%)
DYNAMIC PIONEER LIMITED € 1.700,00 (2,85%)
Peter Martin € 1.360,00 (2,28%)
Lukas Pilat € 298,00 (0,50%)
Robert Kopka € 298,00 (0,50%)
€ 59.558,00 (100,00%)

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage setzt sich wie folgt zusammen:

a)

€ 15.338,76 verdeckte Einlage von Rechten

b)

€ 216.274,00 Aufgeld bei Veräußerung eigener Anteile

c)

Im Zuge der Kapitalerhöhung vom 30. März 2017 um € 19.459,00 und Übernahme der neuen Geschäftsanteile durch EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG verpflichtete sich die Erwerberin einen Betrag in Höhe von € 19.980.541,00 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzuzahlen. Der gesamte Betrag wurde eingezahlt.

d)

Im Zuge der Kapitalerhöhung vom 19. September 2018 um € 5.503,00 und Übernahme der neuen Geschäftsanteile durch EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG verpflichtete sich die Erwerberin einen Betrag in Höhe von € 6.994.497,00 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzuzahlen.

e)

Im Zuge des Gesellschafterbeschlusses vom 28. Juni 2021 wurde die Auflösung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 27.000.000,00, sowie die Ausschüttung als Dividende ausschließlich and die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG beschlossen. Bis zur Refinanzierung über Kreditinstitute gewährt die EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG der Occhio GmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe der Dividende.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 2.347), Personalrückstellungen (T€ 1.222) und Gewährleistungsrückstellungen (T€ 965).

7. Verbindlichkeiten

Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Gegenüber den Gesellschaftern bestanden zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten aus dem operativen Lieferungs- und Leistungsaustausch in Höhe von T€ 305 (Vj.: T€ 28) und eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber Gesellschafter DYNAMIC PIONEER in Höhe von T€ 430 (Vj.: T€ 430).

Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2021 wurde die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst und als Dividende ausschließlich an die Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG ausgeschüttet, wobei die Ausschüttung in ein Darlehen gewandelt wurde und in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gebucht wurde.

Für die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherungen.

Für die Mietverträge Standort Wiener Platz, Brand Experience Center, München, die Stores Köln, Hamburg, Berlin und Mailand, die Lichtgalerie Steinstraße 24 sowie das Brand Experience Center in München bestehen Avalkredit-Verträge in Höhe von T€ 794.

Seit 2023 besteht ein Zoll-Aval in Höhe von T€ 50.

30.06.2023
Restlaufzeit Summe
bis zu einem Jahr größer ein Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 977.119 0 0 977.119
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.292.574 0 0 2.292.574
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.973.074 0 0 4.973.074
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.305.169 0 430.000 27.735.169
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.440.003 0 0 3.440.003
- davon aus Steuern 1) 2.769.775 0 0 2.769.775
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1) 0 0 0 0
38.987.938 0 430.000 39.417.938

1) Für die davon-Vermerke ist nur die Angabe des Gesamtbetrags erforderlich.

30.06.2022
Restlaufzeit Summe
bis zu einem Jahr größer ein Jahr bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.558.097 0 0 1.558.097
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.666.716 0 0 9.666.716
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.262 19.088 0 111.350
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.170.169 0 430.000 27.600.169
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.054.253 0 0 1.054.253
- davon aus Steuern 1) 578.016 0 0 578.016
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1) 42.711 0 0 42.711
39.541.497 19.088 430.000 39.990.585

Derivate Finanzinstrumente

Für den wesentlichen Anteil des geplanten Einkaufsvolumens in CNY sind Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Um die Währungseffekte planbar zu halten und trotzdem die Möglichkeit zu wahren an möglichen Kursverbesserungen zu partizipieren, werden Sicherungsgeschäfte angewendet. Währungsbezogene Geschäfte, die nicht zum Zeitwert bilanziert sind:

Nominal Marktwert nicht abgezinst Marktwert
Devisentermingeschäfte T€ 16.158 T€ -1.237 T€ -1.237

Da die Marktwerte der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag negativ waren, wurden Drohverlustrückstellungen gebildet.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:

2022/23 2021/22
TEUR Anteil % TEUR Anteil %
Inland 64.200 58% 70.582 61%
Ausland 46.987 42% 45.551 39%
111.187 100% 116.133 100%

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.517 (Vj.: T€ 4.030) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 537, Vj.: T€ 183) und aus Währungsumrechnung (T€ 1.477, Vj.: T€ 3.352) enthalten. Periodenfremde Erträge waren in Höhe von T€ 708 (Vj.: T€ 1) enthalten.

3. Personalaufwand

2022/23 T€ 2021/22 T€
Löhne und Gehälter 20.179 18.444
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.668 2.679
davon für Altersversorgung 159 151
Gesamt 23.847 21.123

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 674 (Vj.: T€ 147), sowie aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.053 (Vj.: T€ 2.060) enthalten.

5. Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von T€ 1.380.

F. Sonstige Angaben

1. Personal

Im Jahresdurchschnitt 2022/23 waren 269 Personen (VJ.: 261) beschäftigt, die sich wie folgt verteilen.

- Vertrieb und Vertriebsunterstützung 178
- Entwicklung und Produktmanagement 35
- Qualität, Service und Beschaffung 19
- Administration 29
- Aushilfen/Werksstudenten 8

2. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 19.615.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen:

Gesamt Fällig bis 1 Jahr Fällig mehr als 1 Jahr Fällig mehr als 5 Jahre
Mit Laufzeit bis 2023 T€ 19.615 T€ 3.217 T€ 10.274 T€ 6.124
Kündigungsfrist 3 Monate T€ 121 T€ 121

Darin sind keine Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Mit notarieller Urkunde vom 25. Juli 2024 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 59.558,00 um EUR 32.336,00 EUR auf EUR 91.894,00 im Rahmen einer Bareinlage erhöht und die Satzung in einzelnen Punkten geändert. Danben wurde im Rahmen eines Einbringungs- und Abtretungsvertrags ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. EUR 27,6 Mio. als schuldrechtliches Agio in die Kapitalrücklage der Gesellschaft als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet.

Außerbilanzielle Geschäfte

Factoring Zweck: Zur Beschaffung liquider Mittel werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Targobank AG verkauft.
Vorteile: Liquiditätsplanung wird verbessert, flüssige Mittel stehen in der Regel schneller zur Verfügung.
Finanzielle Auswirkungen: Zum Stichtag war ein Forderungsbestand mit einem Nominalwert von T€ 1.071 verkauft, wovon T€ 65 noch nicht fällig waren.

3. Organe des Mutterunternehmens

Organe der Muttergesellschaft sind die Geschäftsführer Dr. Benno Zerlin, München, Ingenieur und Susann Meise, Starnberg, Unternehmerin (bis 31.12.2023), Herr Dr. Oliver Arndt, Zürich/Schweiz, Kaufmann (ab 01.01.2024).

Die Angabe der Organbezüge entfällt nach § 286 Abs. 4 i.V. mit § 314 Abs.3 HGB.

4. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr erfolgten monatliche Lizenzzahlungen an Axel und Susann Meise in einer Höhe von T€ 1.428. Weitere Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden bei der jeweiligen Anhangsposition erläutert.

5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Abschlussprüfungskosten T€ 210

6. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von T€ 3.873 (Vj.: T€ 10.624) abzüglich jederzet fällige Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von T€ 977 (Vj.: T€ 0).

7. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens weist für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Jahresfehlbetrag von € 1.492.386,31 aus. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 5. August 2024

Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer

Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Occhio GmbH, München, im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.7.2022 Veränderung Erstkonsolidierung Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursdifferenze Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.319.451 0 5.025.630 3.525.497 0 0 15.870.578
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.137.252 2.937 2.540.401 0 0 -1.119 9.679.471
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.945.479 4.189.538 0 0 0 0 8.135.017
4. Geleistete Anzahlungen 3.875.284 0 68.006 -3.708.497 0 -417 234.376
22.277.465 4.192.475 7.634.037 -183.000 0 -1.536 33.919.442
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.355.763 0 54.076 0 0 30.290 2.440.129
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.666.423 225.155 2.464.227 1.932.906 84.843 -150.292 17.053.576
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.443.814 0 1.844.360 -1.749.906 0 0 1.538.268
16.466.000 225.155 4.362.663 183.000 84.843 -120.002 21.031.973
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.118.741 -3.577.454 49.756 0 0 0 591.043
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 648.960 -648.960 0 0 0 0 0
3. Ausleihungen an Gesellschafter 0 0 5.300.000 0 0 0 5.300.000
4.767.701 -4.226.414 5.349.756 0 0 0 5.891.043
43.511.166 191.216 17.346.456 0 84.843 -121.538 60.842.458
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.7.2022 Veränderung Erstkonsolidierung Zugänge Umbuchungen Abgänge Kursdifferenzen Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.397.728 0 3.350.610 0 0 417 7.747.921
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.656.928 1.611 839.647 0 0 374 5.497.812
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.006.176 0 1.448.631 0 0 -1 3.454.808
4. Geleistete Anzahlungen 17.054 0 0 -17.054 0 417 -417
11.077.886 1.611 5.638.888 -17.054 0 1.207 16.700.124
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.737.331 0 249.984 0 0 -1 1.987.316
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.274.267 121.064 2.503.503 17.054 25.068 -56.820 8.834.000
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
8.011.598 121.064 2.753.487 17.054 25.068 -56.821 10.821.316
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
3. Ausleihungen an Gesellschafter 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0
19.089.484 122.675 8.392.375 0 25.068 -55.614 27.521.440
Buchwerte
Stand am 30.6.2023 Stand am 30.6.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.122.657 2.921.723
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.181.659 2.480.323
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.680.209 1.939.303
4. Geleistete Anzahlungen 234.794 3.858.231
17.219.318 11.199.579
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 452.813 618.431
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.219.576 6.392.156
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.538.268 1.443.814
10.210.657 8.454.401
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 591.043 4.118.741
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 648.960
3. Ausleihungen an Gesellschafter 5.300.000 0
5.891.043 4.767.701
33.321.018 24.421.681

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss -4.289 9.733
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.363 5.348
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -645 1.480
+/- Sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge 92 -96
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -390 -1.955
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.023 -7.224
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.790 -1.942
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 224 127
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 435 7.484
-/+ Ertragsteuerzahlungen -1.431 0
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 9.590 12.955
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -7.634 -8.806
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 265
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.210 -5.669
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 50 -1.268
- Auszahlungen für Ausleihungen an Gesellschafter -5.300 0
+ Erhaltene Zinsen 1 25
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17.093 -15.453
- Gezahlte Zinsen -225 -152
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -225 -152
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.728 -2.649
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 1.355
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.624 11.918
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.896 10.624

Konzerneigenkapitalspiegel der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2022/2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1.7.2021 58.962 206.651 13.388 8.647.493 8.926.494
Kapitalerhöhung 596 596
Währungsumrechnung -102.145 -102.145
Änderung des Konsolidierungskreises 52.462 -437.688 -385.226
Konzernjahresüberschuss 9.733.173 9.733.173
Stand am 30.6.2022 59.558 206.651 -36.295 17.942.978 18.172.892
Stand am 1.7.2022 59.558 206.651 -36.295 17.942.978 18.172.892
Währungsumrechnung 83.576 83.576
Änderung des Konsolidierungskreises 58.390 58.390
Konzernjahresfehlbetrag -4.289.229 -4.289.229
Stand am 30.6.2023 59.558 206.651 47.282 13.712.139 14.025.630

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Konzernstruktur

Die Occhio GmbH ist die Muttergesellschaft der Occhio-Gruppe und umfasst die Zentralfunktionen des Konzerns.

Die Occhio GmbH hält dreizehn Gesellschaften zu je 100 %.

Die Occhio GmbH und ihre Tochtergesellschaften Lichtgalerie GmbH, Guangzhou Occhio Lighting Design Co. Ltd., Occhio Scandinavia ApS, occhio ag, Occhio HK Limited, Occhio Lighting (Shanghai) Co. Ltd., Occhio Italia S.r.l., LR Innovation Lab GmbH, Occhio Lighting Spain S.L., Occhio Lighting UK Ltd. und die Occhio Lighting B.V. werden in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaften Occhio Store GmbH und LEDES GmbH werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 296 Absatz 2 Satz 2 i.V.m. Satz 1 HGB im Geschäftsjahr 2022/23 nicht konsolidiert.

2. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind fasziniert davon, mit unseren einzigartigen und ganzheitlichen Leuchtensystemen den Menschen zum Lichtgestalter seines Lebensraums zu machen und erschaffen so eine neue Kultur des Lichts. Wir sind der Überzeugung, dass gutes Licht Lebensqualität bedeutet.

Die modularen Leuchtensysteme von Occhio ermöglichen kreative Lichtgestaltung, die präzise auf individuelle Anforderungen abgestimmt werden kann. Durchgängig in Design- und Lichtqualität, können mit Occhio nicht nur einzelne Situationen und Räume, sondern auch ganze Gebäude in höchster Qualität mit Licht gestaltet werden. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz unterscheidet sich Occhio von allen anderen Marktteilnehmern und ist damit Grundlage unserer Marktpositionierung.

Darüber hinaus bietet Occhio mit seinen Innovationen wie Touchless Control (Gestensteuerung), Occhio air (bluetoothbasierte Steuerung über App) und vielen anderen innovativen Features einzigartige Möglichkeiten der Interaktion mit Leuchten und Licht - für höchstmöglichen ,joy of use' für den Anwender.

Unsere Produkte vertreiben wir weltweit, mit einem Schwerpunkt auf den europäischen Absatzmarkt. Dafür nutzen wir einen selektiven Vertriebsweg durch ein flächendeckendes Netz an Fachhandelspartnern in Europa via Shop-in-Shop Lösungen sowie von Partnern geführten Occhio Stores.

Diese Shop-in-Shop und von Partnern geführten Occhio Stores entwickeln wir fortlaufend weiter, um diese auf die neuen Produkte und Marktanforderungen anzupassen. Wir haben den Anspruch, den Kunden ein durchgängiges und durchdachtes Markenerlebnis zu bieten. Darüber hinaus betreiben wir unsere eigene Webplattform "my Occhio" sowie mehrere eigene Flagship-Stores.

Mit unserem ganzheitlichen Vermarktungsansatz sind wir zum Marktführer in Deutschland für hochwertige Designleuchten geworden und schaffen als eine der führenden deutschen Luxusmarken für unsere Kunden ein ganzheitliches Kauf- und Nutzererlebnis.

Am Unternehmenssitz in München werden alle wesentlichen operativen Funktionen wie Produktdesign und -entwicklung, Beschaffung, Qualität, Kundenservice, Marketing und Vertriebsteuerung erfüllt. Die österreichische Tochtergesellschaft mit Sitz in Wien betreibt die Produkt-, sowie Software- und Hardware-Entwicklung. Um die Struktur so schlank wie möglich zu halten, sind nicht zu diesen Kernkompetenzen gehörende Aktivitäten outgesourced. Unser Logistik-Dienstleister führt in der Nähe des Münchner Flughafens neben der teilweise notwendigen Endmontage die Logistik durch.

Unsere Tochtergesellschaft in Guangzhou, China unterstützt mit fortlaufenden Qualitätskontrollen bei unserem produzierenden Partner, im Einkaufsprozess sowie im Vertrieb in China. Seit Januar 2022 wurden die Vertriebsaktivitäten in China durch die neu gegründete Gesellschaft in Shanghai übernommen. Der zur gleichen Zeit eröffnete Flagship Store in Shanghai wird ebenfalls von dieser Gesellschaft geführt. Unsere Münchner Tochtergesellschaft Lichtgalerie GmbH betreibt unsere Flagship- Stores sowie ein eigenes Fachhandelsgeschäft. Die italienische Gesellschaft betreibt einen Flagship Store in Mailand. Im Jahr 2022 wurde die spanische Tochtergesellschaft gegründet, die einen Store in Palma de Mallorca betreibt. Die im Jahr 2022 gegründete Vertriebsgesellschaft im Vereinten Königreich führt einen Flagship-Store in London und betreut die lokalen Vertriebspartner.

3. Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung zielen auf die Erweiterung und Vervollständigung des Produktportfolios sowie der User Interfaces und Smart Home Anbindungen ab. Während des letzten Geschäftsjahres lagen die Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit in der neuen Leuchtenserien Luna und Coro, sowie die Entwicklung einer weiteren Mito-Variante Cosmo. Ein weiterer Entwicklungsbereich betrifft die Weiterentwicklung der Lichtsteuerung per App.

In der Occhio Gruppe arbeiten elf Mitarbeiter im Bereich Design und Entwicklung. Forschungsleistungen werden keine erbracht. Wir machen vom handelsrechtlichen Wahlrecht Gebrauch und aktivieren soweit handelsrechtlich zulässig Entwicklungskosten. In der Bilanz werden diese als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Die Aufwendungen für Design und Entwicklung betrugen T€ 4.412, davon wurden im Geschäftsjahr T€ 3.468 aktiviert, was einer Aktivierungsquote von etwa 79 % entspricht. Im Wesentlichen wurden dabei die neue Produktfamilien Luna und Coro entwickelt. Diese wurden bzw. werden im Geschäftsjahr 2023/24 auf den Markt gebracht.

Die Abschreibung auf für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betrug insgesamt T€ 3.350 (Vj.: T€ 2.009).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie hatte keine wesentliche Bedeutung mehr im Berichtsjahr. Die Lieferketten und Verfügbarkeiten haben sich auf ein Niveau entwickelt, die mit der Zeit vor Corona vergleichbar sind.

Dafür sind neue Probleme aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg entstanden. Die durch den Lieferstopp von Gas und Öl aus Russland hervorgerufene extreme Verteuerung von Energie, sowie die Verknappung landwirtschaftlicher Produkte und Baustoffe aus der Ukraine haben die Inflation in fast allen unseren Märkten in die Höhe schnellen lassen. Dies wiederum führte zu stetigen Leitzinserhöhungen der Zentralbanken. Die wirtschaftliche Entwicklung des für uns wichtigsten Marktes in Deutschland trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Insbesondere die Konsum- und Baukonjunktur litten unter dem schwierigen Umfeld 1.

Der selektive Vertrieb unserer Waren über den Fachhandel - unser präferierter Vertriebsweg - unterliegt weiterhin einem Strukturwandel durch verändertes Kaufverhalten der Endkunden. Im hochwertigen Sanierungsmarkt sowie Neubau von Privatwohnungen und Wirtschaftsbau erfolgt der Entscheidungsprozess zunehmend unter Einbindung von Architekten und Planern. Dies ist unter anderem getrieben durch die zunehmende Komplexität der Produkte und Technologien wie "Smart Home" Lösungen und dem Wunsch nach individualisierten Lichtlösungen (veränderbare Lichtszenarien, Lichtwirkungen und Lichtfarben). Der Onlinehandel hat bei uns bisher einen niedrigen Anteil, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Das Internet nimmt als Ergänzung zum Fachhandel für den Informations- und Entscheidungsprozess eine entscheidende Funktion ein.

1 Ifo Konjunkturprognose Herbst 2023

Kunden erwarten ein ganzheitliches Markenerlebnis im gesamten Prozess vom ersten Kontakt zur Marke, dem Kauf- und Lieferprozess, bis hin zum Auspacken des Produkts und im After-Sales-Services.

Der Anspruch an einen hervorragenden Service steigt bei gleichzeitiger sehr dynamischer Entwicklung der Leuchten zu intelligenten Lichtwerkzeugen. Daraus resultieren zunehmende Herausforderungen wie zum Beispiel der erhöhte Anspruch an Kompatibilität zu smarten Steuerungssystemen bei immer kürzeren Innovationszyklen. In der Konsequenz suchen Kunden und Partner Hersteller, die ganzheitliche Lösungen anbieten, sie gut schulen und schnelle und gute Lösungen im Reklamationsfall bieten.

2. Geschäftsverlauf

Unter Berücksichtigung der Vorjahresprognose mit einem Umsatzwachstum von über 15 % wurde im aktuellen Geschäftsjahr, mit einem Rückgang der Umsatzerlöse um 4 %, dieses deutlich verfehlt.

Das Geschäftsjahr 2022/23 war vor allem geprägt durch die konjunkturelle Entwicklung.

Entgegen der Marktentwicklung wurde im Berichtsjahr weiter in Wachstum investiert. So wurde die Brand Campaign mit Mads Mikkelsen um weitere 6 Monate verlängert. Insbesondere fand diese Kooperation im Zusammenhang mit dem Markteintritt der Goia statt.

Ebenso wurde in Bereichen der Vertriebsunterstützung investiert. So fand im Berichtsjahr ein zweiwöchiges Partnerfestival statt. Im Rahmen der Euroluce in Mailand fand die Markteinführung der Luna-Serie statt. Der Messeauftritt wurde gleichzeitig als Brandbuilding Initiative zum Roll Out/Sell-In des neuen PoS-Konzepts "Luna Lounge" genutzt und wendete sich speziell an Partner und Professionals.

Wie in den vergangenen Jahren wurde Occhio für sein Design ausgezeichnet. In 2023 erhielt die Gioia den iF Gold Award 2.

Entsprechend der Internationalisierungsstrategie wurde im Geschäftsjahr 2022/23 die internationale Markenpräsenz gesteigert. So wurden die selbst geführte Flagship Stores in Palma de Mallorca und London eröffnet.

2 Quelle: https://ifdesign.com/en/winner-ranking/project/gioia-series/564414

Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 der Occhio Gruppe lag bei rd. T€ 11.768 (Vj.: rd. T€ 7.551). Dabei ist das Vorjahr durch Sondereffekte besonders niedrig gewesen. Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahr ist vergleichbar mit dem des Geschäftsjahres 2020/21.

3. Ertragslage

Die Netto-Umsatzerlöse auf Konzernebene beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 auf T€ 111.187 (im Vj.: T€ 116.133).

Dabei wurden ca. 58 % der Umsätze in Deutschland generiert (im Vj.: 61 %).

Der Rückgang des Umsatzes ist auf das global schwache makroökonomische Umfeld zurückzuführen, welches durch multiple Krisen und deren Auswirkungen belastet wurde. Insbesondere die für Occhio wichtige Bauwirtschaft ist aufgrund der Rohstoffverteuerung und der gestiegenen Zinsen eingebrochen.

Der Aufwand für bezogene Waren und Leistungen (unter Berücksichtigung der Bestandsänderung) in der Gruppe ist mit T€ 44.539 gegenüber Vorjahr T€ 43.257 im Verhältnis zum Umsatz mit 40,1 % zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte gestiegen, was größtenteils auf Auswirkungen von Wechselkurseffekten zurückzuführen ist.

Der Rohertrag, der der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung, aktivierte Eigenleistungen sowie sonstige betriebliche Erträge) abzüglich Materialaufwand entspricht, betrug auf Konzernabschlussebene T€ 72.395 (Vj.: T€ 77.480).

Entsprechend der Geschäftsentwicklung wurde in den Kernmärkten kaum und in den Wachstumsmärkten nur in geringem Umfang Personal aufgebaut und es wurden kaum ergebnisabhängigen Boni ausbezahlt. So stieg der Personalaufwand zusätzlich inflationsbedingt um 13 % auf T€ 23.847 (Vj.: T€ 21.123).

Die Marketingkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.375 erhöht worden. Die Erhöhung der Werbekosten ist auf die Freigabe eines Zusatzbudgets für den Marken- und Produktauftritt in Mailand während der Messe Euroluce zurückzuführen. Die Eröffnung weiterer Stores und des Brand Experience Center hat zu einer Erhöhung der Strukturkosten geführt. So stiegen die Gebäudemieten um 62 % auf T€ 3.533. Die Reise- und Bewirtungskosten sind wegen der nach Corona wiederbelebten Reisetätigkeit und vor allem im Zusammenhang mit den Marketing-Events um etwa 55 % zum Vorjahr auf T€ 1.843 gestiegen.

Die Belastung des Ergebnisses auf Konzernebene durch Abschreibungen aufgrund der Kaufpreisallokation aktivierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen für die Gesellschaft Lichtgalerie T€ 413 (Vj.: T€ 445). Die Nutzungsdauer des in den Vorjahren aktivierten Geschäfts- und Firmenwerts auf die Lichtgalerie GmbH beträgt zehn Jahre, der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert zum Bilanzstichtag rd. T€ 1.538. Der Buchwert des Geschäfts- und Firmenwerts der 2021 erworbenen Gesellschaft LR Innovation Lab, welche diesjährig erstmalig konsolidiert wurde, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 3.142, wobei T€ 1.047 im Geschäftsjahr abgeschrieben wurden (Nutzungsdauer 4 Jahre).

Sondereffekte in den übrigen Ergebnispositionen lassen sich wie folgt zusammenfassen

Im Geschäftsjahr hat der sich kontinuierlich schwächer werdende Kurs des CNY zum EUR dazu geführt, dass die Bestände deutlich abgewertet werden mussten, welches die Rohertragsmarge negativ beeinflusste.

Durch die Aufwertung des EUR gegenüber dem CNY ergab sich aus Devisentermingeschäften ein negativer Effekt von rund T€ 3.130.

Das Jahresergebnis wurde durch Währungseffekte und die Freigabe für Sonderbudgets für Kundenevents und Messen bei gleichzeitigem Rückgang des Umsatzes belastet. Nach einem Konzernjahresüberschuss von T€ 9.733 im Vorjahr, war im Berichtsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ 4.289 zu verzeichnen.

4. Vermögenslage und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der schwächeren Geschäftsentwicklung etwas verschlechtert. Sowohl das operative Ergebnis als auch die Liquidität sind ohne die Sondereffekte als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich auf T€ 33.321 (Vj.: T€ 24.422). Die Erhöhung betrifft die immateriellen Vermögensgegenstände und das Finanzanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 36.364 (Vj.: T€ 51.727). Ein großer Teil des Umlaufvermögens setzt sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren von T€ 20.046 (Vj.: T€ 28.015) zusammen. Die Verringerung erfolgte nach einer aus strategischen Erhöhung in den Vorjahren, um die Lieferfähigkeit bei Coronabedingten Risiken in den Lieferketten zu gewährleisten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf T€ 5.956 (Vj.: T€ 5.562) und sind aufgrund des Factorings bei der Occhio GmbH im Vergleich zur Gesamtleistung niedrig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus dem Factoring gegenüber der Targo Bank von rd. T€ 1.071 (Vj.: T€ 1.351) enthalten. Die liquiden Mittel sind von T€ 10.624 auf T€ 3.873 zurückgegangen. Es wurden zum Stichtag Kontokorrentlinien bei den Hausbanken in Höhe von T€ 977 genutzt.

Die Verbindlichkeiten von T€ 39.418 (Vj.: T€ 39.991) betreffen insbesondere Lieferungen und Leistungen von T€ 4.973 (Vj.: T€ 9.667). Außerdem wurde gemäß des Gesellschafterbeschlusses vom 28. Juni 2021 die Kapitalrücklage in der Occhio GmbH in Höhe von T€ 27.000 aufgelöst, um sie dann als Dividende ausschließlich der Gesellschafterin EMH Digital Growth Fund GmbH & Co. KG auszuschütten. Die Ausschüttung ist allerdings so lange gestundet, bis die Gesellschaft eine Banken-Refinanzierung erhalten hat. Der Betrag ist zum Bilanzstichtag unter Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen sind um T€ 2.211 auf T€ 9.993 gesunken. Ebenso sind die Sonstigen Rückstellungen um T€ 418 zurückgegangen, was insbesondere auf den Rückgang der Personalrückstellungen um T€ 1.559 und die Rückstellungen für Partnerboni um T€ 427 zurückzuführen ist. Gegenläufig sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um T€ 1.664 erhöht.

Das Eigenkapital sinkt aufgrund des Periodenergebnisses und beträgt zum Bilanzstichtag T€ 14.026 (Vj.: T€ 18.173). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30. Juni 2023 19,8 % (Vj.: 23,7 %).

Finanzlage

Die Gruppe finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital bzw. aus dem Gesellschafterdarlehen. Bankdarlehen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Es wurden lediglich bestehende Kontokorrentrahmen bei den Hausbanken genutzt.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Konzern erwirtschaftete einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ +9.590 (im Vj.: T€ +12.955). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ -225 (im Vj.: T€ -152) und beinhaltet im Wesentlichen Zinsen und Auszahlungen aus der Inanspruchnahme des Kontokorrentkredits. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ -17.093 (im Vj.: T€ -15.453), und entfällt zu einem großen Teil auf die Investitionen bei Handelspartnern in Form von Brand Spaces, Entwicklungskosten für neue Produkte und auf Werkzeuge für die Produktion der Leuchten.

Zum Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen.

Zum Bilanzstichtag gab es eine Kontokorrentkreditlinie über T€ 1.750 sowie eine weitere Linie in Höhe von T€ 4.000, welche zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 830 für Avale genutzt werden. Die Kontokorrentlinien wurden in Höhe von T€ 977 ausgenutzt.

Gegenüber der Gesellschafterin der Paro Holding GmbH (Vormals: Axel & Susann Meise Beteiligungsgesellschaft mbH) wurde im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von T€ 5.300 ausgegeben.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft und der Konzern gesteuert werden, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag sowie das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). Der Umsatz und der Rohertrag haben sich 2022/23 unter Berücksichtigung der genannten Sonderfaktoren nicht zufriedenstellend entwickelt. Das EBITDA ist von T€ 22.753 um T€ 17.941 auf T€ 4.812 gesunken. Die Werte liegen aus den oben genannten Gründen deutlich unterhalb der im Vorjahresprognosebericht geäußerten Erwartung.

Das um Einmaleffekte - welche weitestgehend außergewöhnlicher Natur sind - bereinigte EBITDA ("adjusted EBITDA") ging 2022/23 auf T€ 11.609 (Vj.: T€ 23.312) zurück. Dabei sind folgende Bereinigungen vorgenommen worden:

- Produkteinführungen T€ 550
- Zusätzliches Marketingbudget T€ 2.350
- FX-Effekte T€ 3.130
- Eröffnung Experience Center T€ 815
- Periodenfremde Aufwendungen T€ 674
- Periodenfremde Erträge T€ 708

III. Chancen - und Risikobericht

1. Risikobericht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das interne Risikomanagement überwacht Risiken, die sich aus der Bevorratung, der Absatzseite, der internen Organisation sowie aus der Finanzierung ergeben können, und versucht, diese auf ein Minimum zu reduzieren.

Die folgenden Risiken könnten allein oder zusammen mit weiteren Risiken und Unsicherheiten, die der Geschäftsführung derzeit nicht bekannt sind oder die sie derzeit möglicherweise als unwesentlich erachtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Occhio-Gruppe erheblich beinträchtigen. Die genannten Risiken können einzeln oder kumulativ auftreten Gemäß unserer internen Risikoeinschätzung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Wechselkurs-, Produkt- und Beschaffungs-, Branchenspezifische Risiken sowie Risiken aus Zahlungsausfällen in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an.

Branchenspezifische Risiken

Die bleibenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie, wie gestiegene Preise mancher Vorprodukte und Dienstleistungen, sowie Unsicherheiten in den Lieferketten haben ein Niveau erreicht, die man als "neue Normalität" betrachten kann.

Der Ukraine-Krieg, dessen Dauer und Ausgang - und damit dessen Auswirkung auf die weltweite Konjunktur - nicht vorhergesagt werden können, hat bereits starke Spuren in Form von hoher Inflation, gestiegenen Zinsen und deutlich gesenkter Konjunkturprognosen geführt. Die Baubranche ist besonders stark von hohen Zinsen und gestiegenen Materialkosten betroffen. Die immer weiter sinkende Bautätigkeit kann gegebenenfalls zu einem stärkeren Rückgang der Aufträge bei Neubauprojekten - als in der Prognose berücksichtigt - führen.

Risiken aus Wechselkursschwankungen

Der Großteil unseres Wareneinkaufs wird in CNY getätigt. Die Gesellschaft sieht sich grundsätzlich dem Risiko aus Währungskursschwankungen auf der Beschaffungsseite ausgesetzt. Um das kurz- und mittelfristige Risiko zu minimieren, werden fortlaufend Währungssicherungen abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag waren 60 % der in den folgenden 12 Monaten erwarteten Verbindlichkeiten in CNY abgesichert.

Darüber hinaus haben wir in unserem Lager die Warenbestände für eine Reichweite von durchschnittlich 5 bis 6 Monaten, so dass uns kurzfristige Währungskursschwankungen nicht unmittelbar treffen.

Da Einkäufe in CNY stetig über das Jahr verteilt erfolgen, wirken sich kurzfristige Wechselkursschwankungen auf das Exposure nicht wesentlich aus. Allerdings kann es aufgrund der Bestandsbewertung nach dem Niederstwert-prinzip in bestimmten Konstellationen - wie im Berichtsjahr geschehen - zu einer signifikanten Abwertung der Bestände kommen. Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird. Ein Risiko aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt.

Produkt- und Beschaffungsspezifische Risiken

Risiken sehen wir weiterhin im Bereich der Produkthaftung und in unseren Beständen. Occhios Vermarktungskonzept basiert auf hoher Produktverfügbarkeit und somit - aufgrund langer Wiederbeschaffungszeiten - auf hohen Lagerreichweiten. Gerade bei Markteinführungen birgt dies das Risiko, dass wir bei unerwartet positiver Resonanz auf unsere Produkte hohe Logistikkosten durch Luftfracht haben, bzw. bei zu hoher Eindeckung einzelner Varianten mit langen Lagerreichweiten und Bestandsrisiken umgehen müssen.

Darüber hinaus beinhalten neu entwickelte Produkte und die damit einhergehenden Investitionen in Werkzeuge auch Unsicherheiten. Ferner birgt auch der Beschaffungsmarkt Risiken, da einzelne technische Komponenten inzwischen sehr lange Lieferzeiten haben. Daneben wird bei der Produktion und Beschaffung auf einzelne wenige Schlüssellieferanten bzw. - produzenten zurückgegriffen, was entsprechende Abhängigkeitsrisiken mit sich bringt.

Des Weiteren können sich Risiken aus Verwerfungen in den Logistikketten ergeben. Ursachen können Lock-Downs aufgrund Pandemien aber auch geopolitische Ereignisse, wie der Ukraine-Krieg sein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die grundsätzlich solide Liquidität versetzt Occhio in die Lage für die geplanten Investitionen, aber auch für den Fall einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs aufgrund von Corona- und Kriegsbedingten negativen Effekten gerüstet zu sein.

Vor Liquiditätsrisiken hat sich Occhio mit einer Aufstockung der Betriebsmittellinien abgesichert. Die Gesellschaft finanziert sich wie in den Vorjahren im Wesentlichen über den positiven Cash Flow und durch Gesellschafterdarlehen.

Risiken aus Zahlungsausfällen

Für die Occhio-Gruppe könnten finanzielle Risiken aus Zahlungsausfällen für gelieferte Waren an für die Gruppe tätigen Fachhändler entstehen. Die Forderungsausfälle hätten negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Wir setzen bei der Occhio GmbH weiterhin eine Factoring Bank ein, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren. Jedoch werden nicht alle Forderungen angekauft, so dass ein Restrisiko bei uns bestehen bleibt, was jedoch für den Konzern ein unwesentliches Restrisiko ist. Durch das interne Debitorenmanagement wird dieses Restrisiko zusätzlich kontrolliert.

Grundsätzlich verfügen wir über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Bisher sind nur geringe Entwicklungen aufgrund der konjunkturellen Eintrübung zu erkennen.

Um dem verbleibenden Risiko zu begegnen, wurde ein regelmäßiges Monitoring der ausstehenden Fachpartnersalden eingerichtet, um somit rechtzeitig Gegenmaßnahmen, wie bspw. Umstellung auf Vorkasse, ergreifen zu können.

2. Gesamtbild der Risikolage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend bekannt und im Geschäftsmodell integriert, jedoch birgt der andauernde Ukraine-Krieg weiterhin ein bedeutendes Risikopotential. Der nach dem Berichtsjahr begonnene Krieg in Nahost hat bisher keine direkte Auswirkung auf das Geschäft von Occhio. Aber auch hier besteht ein deutliches Risiko je nach Dauer und Ausbreitung.

Der gezielte Managementaufbau in den Vorjahren sowie der Verschlankung der Hierarchien im Unternehmen führt dazu, dass Occhio so beeinflussbare Risiken gezielt minimieren und Entscheidungen schneller und effizienter treffen kann. Der Fortbestand der Gesellschaft war zu keiner Zeit gefährdet. Weiterhin sind zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Risiken bekannt, die sich fortbestandsgefährdend auf die Gesellschaft auswirken können oder die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage dauerhaft negativ beeinflussen und damit eine solche Fortbestandsgefährdung herbeiführen könnten.

3. Chancenbericht

Chancen aus Wechselkursschwankungen

Zuvor genanntes CNY-Währungskursrisiko bietet gleichzeitig eine Chance. Bei starker Aufwertung des Euro gegenüber dem CNY würden in China bezogene Materialien nach Auslaufen der Wechselkurssicherungsgeschäfte günstiger werden und den Rohertrag verbessern.

Allerdings wurden die Lieferverträge mit dem chinesischen Hauptlieferanten nach dem Bilanzstichtag auf EUR-Fakturierung umgestellt, so dass sich dieses Währungsrisiko im Verlauf des Geschäftsjahres erheblich verringern wird.

Ein Risiko und gleichzeitig eine Chance aus den Schwankungen des Währungspaares EUR/GBP wird in Zukunft größer werden, da nach der Gründung der Vertriebsgesellschaft in Großbritannien die Fakturierung in GBP erfolgt.

Produktspezifische Chancen

Die Einführung neuer Produkte bietet ebenso Chancen hinsichtlich der Nachfrage und somit hinsichtlich des Absatzpotentials. Da wir bei Produkteinführungen die im Budget hinterlegten Umsätze mit den neuen Produkten eher konservativ planen, würde eine höhere Nachfrage im Rahmen der Produktionskapazitäten zu höheren Umsätzen führen.

Volumenspezifische Chancen

Aufgrund steigender Einkaufsvolumina können bei unseren Lieferanten z. T. vertraglich vereinbarte Skaleneffekte erzielt werden. Die Jahresgespräche und Preisverhandlungen mit unseren Lieferanten können zu besser als geplanten Konditionen führen, die unsere Margen und folglich den Ertrag auf Konzernabschlussebene verbessern würden.

Chancen im Rahmen der Internationalisierung

Bisher werden knapp 75 % der Umsätze in der DACH-Region realisiert. In anderen EU- sowie speziell in Drittländern beginnt sich erst die Bekanntheit unsere Produkte zu steigern. Durch Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, wie unserem Kampagnenfilm mit internationaler und hochklassiger Prominenz, werden wir in den kommenden Jahren die Bekanntheit sowohl unserer Marke als auch unserer Produkte weiter vorantreiben.

Die ersten Schritte der Internationalisierungsstrategie wurden bereits umgesetzt. So wurden weitere eigene oder von Partnern geführte Occhio Stores in den Fokusmärkten Skandinavien, Südeuropa und vor allem China eröffnet. In Großbritannien wird der Markt mit der Eröffnung des Flagship Stores in London und der Neuaufstellung des lokalen Vertriebsteams strategisch bearbeitet. Chancenseitig erwarten wir dadurch ein erhebliches und signifikantes Wachstum.

Chancen durch Flächenerweiterung

Bisher sind im Vertrieb im vergangenen Geschäftsjahr mit dem neuen POS- Konzept viele Ressourcen auf die Erweiterung und Optimierung der für Occhio Produkte genutzten Fläche bei unseren Fachhandelspartnern eingesetzt. Dies wird im Geschäftsjahr 2023/24 insbesondere durch das neue PoS-Konzept der "Occhio Lounge" weiter fortgesetzt.

Unsere Erfahrung zeigt, dass mehr Verkaufsfläche in einem auf das Markenerlebnis optimierte Brandspace zu mehr Umsatz führt. Die Flächenerweiterung und Optimierung bergen somit zusätzliche Absatzchancen.

Chancen durch Projektvertrieb

Mit der erfolgten Markteinführung von Occhio+, einer speziell auf die Anforderungen des Projektgeschäfts ausgerichteten Erweiterung des Produktportfolios, der Bildung eines auf Projekte spezialisierten Vertriebs- Teams und der Einführung von internen Prozessen, welche die reibungslose Abwicklung von Großprojekten sicherstellt, arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung des Auftragsvolumens in diesem Segment.

Die Bemühungen wird durch auf das Projektgeschäft abgestimmtes Marketing unterstützt.

Da der Anteil am Projektgeschäft bei Occhio noch relativ gering ist, sehen wir gerade in diesem Bereich überproportionale Wachstumspotenziale in den Kernmärkten der DACH-Region.

In bestimmten Märkten außerhalb dieser Kernmärkte, wie z.B. China und UK, ist das Projektgeschäft der vorranginge Vertriebsweg. Da insbesondere in diesen Märken hohes Wachstum erwartet wird, wird die verstärkte Kompetenz in diesem Bereich Grundlage für die Marktpräsenz.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Factoring von Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden i.d.R. innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten, so dass Kontokorrentkredite nur vorübergehend genutzt werden und folglich kaum Zinsrisiken bestehen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und - eingänge vermittelt. Eine integrierte Ertrags-, Vermögens- und Finanzplanung ermöglicht es, Liquiditätsbedarfe mittelfristig zu erkennen und zu steuern.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und einen Factoringvertrag.

Zur Minimierung der kurz- und mittelfristigen Risiken von Wechselkursschwankungen, schließen wir fortlaufend Währungssicherungen für die nächsten 12-18 Monate ab. Da der Vertrag mit dem größten chinesischen Lieferanten inzwischen auf EUR-Fakturierung umgestellt wurde, fällt diese Währungsabsicherung nun weg. Die zum Stichtag bestehenden Absicherungsverträge laufen bis zum Q1 2024 aus.

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022/23 ist mit dem Umsatzrückgang nicht nach Erwartung verlaufen. Die Geschäftsführung hat entgegen dem allgemeinen Branchentrend und mit Blick auf die mittel- und langfristige Wirkung zusätzlich Marketingbudgets freigegeben, um die Marke Occhio und die Produkte noch bekannter zu machen. Mit Umsatzerlösen von T€ 111.187 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 4 %. Über die letzten 3 Jahre ist Occhio dennoch im Schnitt um gut 9 % gewachsen und liegt damit weit über dem Branchendurchschnitt, der von 2020 bis 2022 mit -3 % im Durchschnitt negativ war 3.

Das signifikant geringer ausgefallene EBITDA ist einerseits durch die Umsatzentwicklung zu erklären. Andererseits haben Währungsverluste und das zusätzliche Marketingbudget das Ergebnis belastet.

Die wirtschaftliche Lage der Occhio GmbH kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt "Umsatz in der deutschen Beleuchtungsindustrie in den Jahren 2005 bis 2022"

IV. Prognosebericht

Der Fokus liegt im Geschäftsjahr 2023/24 auf der Rückkehr zum Wachstumspfad der vergangenen Jahre. Allerdings wird sich die Gesellschaft dem äußerst schwierigen Marktumfeld stellen und erwartet gemäß Forecast 2023/2024 insgesamt einen Rückgang der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozent Bereich.

Die Rohertragsmarge wird sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen, allerdings den Umsatzrückgang nicht vollständig ausgleichen können, so dass der Rohertrag leicht rückläufig erwartet wird.

Beim EBITDA wird hingegen eine deutliche Verbesserung erwartet, da die hohen Währungsverluste im Berichtsjahr als Einmaleffekt betrachtet und Sonderbudgets für Marketing nicht vorgesehen sind.

Die Maßnahmen zur Steigerung des Rohertrags werden im Geschäftsjahr 2023/24 sichtbar werden. Die Einführung der Luna als Produktlinie, die Kunden erreichen wird, die dekoratives Licht schätzen, wird zu einem Wachstumsschub führen. Die Occhio Lounge bei den Handelspartnern wird auf die positiven Effekte des Kundenerlebnisses einzahlen. Weiterhin wird der Marketingdruck in China hoch gehalten, um die Marke bekannter zu machen. Ein sehr exklusives Event mit hochrangigen Interior Designern, Architekten und Projektierern, das im Oktober 2023 in der Nähe von Peking stattgefunden hat, soll helfen, den Zugang zu wichitgen Projekten zu eröffnen.

Das im Berichtsjahr eröffnete Brand Experience Center wird bereits intensiv genutzt, um die Kultur des Lichts, für das Occhio steht, im Kunden- und Partnernetzwerk zu etablieren. So wurden im September und Oktober 2023 mehrere Occhio Academy Summits abgehalten, bei den dem Verkaufs- und Lichtplanungspersonal unserer Handelspartner das Marken- und Produktwissen in Verbindung mit der praktischen Anwendung im Umgang mit den Endkunden vermittelt wurden.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Durch verschiedene Maßnahmen in Zusammenhang mit der Produktprofitabilität soll die Rohertragsmarge weiter gesteigert werden, so dass es zu einem weiter steigenden Rohertrag führt. Ebenfalls sollen verschiedene Maßnahmen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie durch das Ausbleiben von Einmaleffekten die im Geschäftsjahr 2023/2024 eingeleitete positive EBITDAEntwicklung weiter verstärken und zu einer weiteren leichten Verbesserung im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2023/24 führen.

 

München, den 5. August 2024

Dr. Benno Zerlin, Geschäftsführer

Dr. Oliver Arndt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Occhio GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Occhio GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Occhio GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. August 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin

Josef Eberl , Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 10. September 2024 gebilligt.

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