Sparkasse StockachLiquidiert
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Sparkasse StockachStockachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Geschäftsbericht mit Lagebericht 2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141 Grundlagen der Sparkasse Stockach1.1 Geschäftsmodell der Sparkasse StockachDie Sparkasse Stockach ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stockach. Als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen bietet sie zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe für private und gewerbliche Kunden Finanzdienstleistungsprodukte an. Träger der Sparkasse Stockach sind die Stadt Stockach, die Gemeinden Bodman-Ludwigshafen, Eigeltingen, Hohenfels, Mühlingen und Orsingen-Nenzingen. Direkt vor Ort und dadurch kundennah, trifft die Sparkasse Stockach schnelle und an den Interessen des Geschäftsgebietes orientierte Entscheidungen, bei denen sie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Region berücksichtigt. Damit verbinden sich Kundennähe, Effizienz und Sachkompetenz. Auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse ist es die besondere, gesetzliche Aufgabe der Sparkasse Stockach, im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden unterhielt die Sparkasse Stockach am 31. Dezember 2014 eine Hauptstelle mit den Beratungscentern Baufinanz- und Immobilien-Center, S-Finanzberatung und dem Vermögens-Anlage-Center sowie sieben Geschäftsstellen und zwei SB-Filialen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Stockach und beschäftigte insgesamt 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemessen an der Bilanzsumme gehört die Sparkasse Stockach zu den kleineren Sparkassen in Baden-Württemberg. Sicherheit ist seit Ausbruch der Finanz- und Staatsschuldenkrise ein großes Anliegen. Die Sparkasse Stockach ist als Mitglied im Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) über dessen Sparkassenstützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Dieser Haftungsverbund sichert den Bestand aller Sparkassen und damit in vollem Umfang auch die Einlagen der Kunden. Dieser Schutz gilt für Einlagen privater und gewerblicher Anleger ohne betragsmäßige Begrenzung. OrganisationsstrukturOrgane der Sparkasse Stockach sind der Verwaltungsrat, der Kreditausschuss, der Personalausschuss, der Risikoausschuss und der Vorstand. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse Stockach, erlässt Geschäftsanweisungen für den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht deren Tätigkeit. Er setzt sich aus insgesamt 15 Mitgliedern (mit Wirkung zum 28. Oktober 2015 zwölf Mitgliedern) zusammen. Der Kreditausschuss, bestehend aus dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, zwei weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrates und zwei ständigen Stellvertretern, die zu allen Sitzungen des Kreditausschuss eingeladen sind, beschließt über die Zustimmung zur Gewährung von Krediten nach der Geschäftsanweisung und über die Zustimmung zur Gewährung von Organkrediten im Sinne von § 15 des Gesetzes über das Kreditwesen. Der Personalausschuss im Sinne des Sparkassengesetzes, bestehend aus dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates und zwei weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrates, entscheidet über die Bedingungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder. Ab 01.01.2015 beginnt die Amtszeit des Risikoausschusses nach § 12 SpG. Im Jahr 2014 fanden keine Sitzungen des Risikoausschusses statt. Der Risikoausschuss, bestehend aus dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, zwei weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrates und einem ständigen Stellvertreter, der zu allen Sitzungen des Risikoausschuss eingeladen wird, leistet einen beratenden und vorbereitenden Beitrag zur Überwachungsfunktion des Verwaltungsrates und ist für die Entgegennahme und Erörterung der Geschäfts- und Risikostrategie und des Risikoberichts des Vorstandes zuständig. Der Vorstand, bestehend aus zwei Mitgliedern, leitet die Sparkasse Stockach in eigener Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse Stockach und führt ihre Geschäfte. 1.2 Forschung und EntwicklungDie Sparkasse Stockach betreibt keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt dieser Teilbericht. Die Aktivitäten bezüglich neuer Produkte und Dienstleistungen finden sich im Chancenbericht wieder. 2 WirtschaftsberichtGesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur Lage 2014Die Sparkasse Stockach kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Die geschäftliche Entwicklung und die Finanz- und Vermögenslage können unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung, die von vielen Unsicherheiten geprägt war, als insgesamt günstig bezeichnet werden, wie die nachfolgenden Übersichten zeigen. Die wesentlichen Kennzahlen für den Wirtschaftsbericht haben sich wie folgt entwickelt (die Werte sind kaufmännisch gerundet; die Veränderungen und prozentualen Angaben sind auf Basis der EUR-Beträge berechnet):
1) Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten.
Die Sparkasse Stockach hat im Bereich der Kundeneinlagen, entgegen der Prognose, die von einem leichten Anstieg ausging, eine deutliche Steigerung erzielt. Ursächlich hierfür war der Zufluss von Kundenneugeldern im originären Einlagengeschäft. Im Kreditgeschäft wurde ein Wachstum erzielt, das den für das Geschäftsjahr 2014 von der Sparkasse Stockach prognostizierten Werten entspricht. Insbesondere private Immobilienfinanzierungen verursachten eine günstige geschäftliche Entwicklung. Die Bilanzsumme hat gemäß den Erwartungen eine leichte Steigerung erfahren. Das Durchschnittswachstum der Sparkassen des baden-württembergischen Verbandsgebietes konnte übertroffen werden. Ursächlich für das absolute Wachstum der Bilanzsumme waren vor allem der Anstieg des Mittelaufkommens von Kunden sowie, entgegen der Prognose, die Steigerung des Kundenkreditvolumens. Die wesentlichen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich wie folgt entwickelt:
Die Ertragslage, die sich im Vergleich zu anderen Sparkassen gleicher Größe in unserem badenwürttembergischen Verbandsgebiet befriedigend entwickelt hat, war gekennzeichnet durch ansteigende Zins- und Provisionserlöse. Die Steigerung bei den Zinserlösen entsprach der Prognose, während bei den Provisionserlösen die Erwartung deutlich übertroffen wurde. Gleichzeitig wurde die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erhöht. Dies wirkte sich auch entsprechend auf das Ergebnis nach Bewertung aus. Der ausgewiesene Jahresüberschuss liegt auf dem Vorjahresniveau und entspricht dem erwarteten Geschäftsergebnis. 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliches UmfeldDer Welthandel hat 2014 etwas langsamer expandiert als 2013, und die Weltproduktion ist 2014 ungefähr im gleichen Tempo gewachsen wie im Jahr zuvor. Dabei fiel das Ausmaß der Expansion in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus. Auch das zuvor insgesamt sehr starke Wachstumsfeld der Schwellenländer hat sich etwas abgeschwächt und zuletzt auch weiter aufgefächert. China wuchs etwas langsamer als gehabt, aber immer noch mit hohen Raten. Russland erwuchsen erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen aus dem politisch und militärisch eskalierten Konflikt in der Ukraine; gegen Jahresende litt Russland dann auch zunehmend unter dem Ölpreisverfall. Unter den Industrieländern sind vor allem die USA und das Vereinigte Königreich 2014 stark gewachsen. Japan steckte dagegen weiter in den bekannten Schwierigkeiten fest. Der Euroraum blieb ebenfalls weiterhin anfällig. Zwar setzte sich hier zunächst die im Frühjahr 2013 begonnene Erholung fort, doch geriet sie dann im Frühjahr 2014 aufgrund der sich verdichtenden geopolitischen Risiken (Osteuropa, Islamischer Staat, Ebola etc.) schon wieder ins Stocken. Innerhalb Europas verlief die Entwicklung dabei zunehmend differenziert: Während diejenigen Länder, die entschlossen Strukturreformen umgesetzt haben, wie etwa Spanien und Irland, wieder wuchsen, verharrte Italien weiter in einer Stagnation. Deutschland hat das Jahr 2014 mit einem sehr starken ersten Quartal eröffnet. In jenem Vierteljahr legte das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,8 Prozent zu. Insbesondere die Bauproduktion profitierte von einer milden Witterung. Gleichwohl hielt die im Jahresverlauf eingetretene Schwäche auch im dritten Quartal weiter an, so dass über den gesamten Sommer de facto eine Stagnation zu verzeichnen war. Insbesondere die zuvor endlich in Gang gekommene Investitionstätigkeit in Deutschland brach wieder recht abrupt ab. Für das Gesamtjahr 2014 wurde in der ersten amtlichen Schätzung ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent gemeldet. Getragen wurde das deutsche Wachstum breit von allen Verwendungskomponenten, vor allem von der Binnennachfrage. Die privaten Konsumausgaben legten 2014 in preisbereinigter Rechnung um 1,1 Prozent zu. Die Bruttoanlageinvestitionen wurden - unter Schwankungen im Jahresverlauf - unter dem Strich real um 3,1 Prozent ausgeweitet. Dazu trugen sowohl die Ausrüstungsinvestitionen als auch die Bauten mit einem fast identischen Wachstumstempo bei. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg 2014 noch einmal um 371 Tausend auf einen Jahresdurchschnitt von 42,7 Mio und erreichte damit einen neuen Rekordstand. Die Arbeitslosenquote in der national üblichen Berechnung nahm um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent ab. Die Verbraucherpreise stiegen in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 0,9 Prozent. Der Ölpreis hat sich im Laufe des zweiten Halbjahres mehr als halbiert. Die Zielinflationsraten der Europäischen Zentralbank (EZB) von "unter, aber nahe bei zwei Prozent" sind auf absehbare Zeit nicht erreichbar. Was die Finanzmärkte im Euro-Währungsgebiet betrifft, so gaben die kurzfristigen Geldmarktsätze in einem Umfeld erhöhter Überschussliquidität weiter nach und befanden sich zeitweilig auf einem neuen historischen Tiefstand. Die Langfristzinsen erreichten ebenfalls ein neues Allzeittief und spiegelten damit die schwache Wachstums- und die gedämpfte Inflationsdynamik sowie die Erwartungen der Märkte im Hinblick auf den Ankauf von Staatsanleihen durch das Eurosystem wider. Unterdessen zogen die Aktienkurse im Euroraum an. Des Weiteren engagierten sich die Investoren in ihrer Suche nach Rendite verstärkt in Unternehmensanleihen. Deutsche KreditwirtschaftDie Risiken für die deutsche Kreditwirtschaft verharrten weiter auf hohem Niveau. Ausschlaggebend hierfür waren neben den Entwicklungen im regulatorischen Bereich, insbesondere in Europa, der anhaltende Druck seitens der Aufsichtsbehörden und Anleger sowie das niedrige Zinsniveau. Die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsvereinbarungen stellten für die Banken weltweit weiterhin eine Belastung dar. Die gegen einzelne Finanzinstitute verhängten Geldstrafen erreichten in den USA neue Rekorde. Die EZB hat im Laufe des Jahres 2014 weitere expansive geldpolitische Schritte eingeleitet. Die sich zuvor schon auf Rekord-Niedrigständen befindenden Leitzinsen wurden im Juni und im September in zwei Stufen nochmals weiter abgesenkt. Der Satz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte erreichte damit 0,05 Prozent. Der Zinssatz für die Einlagefazilität wurde mit -0,2 Prozent sogar negativ. Ferner hat die EZB insbesondere neue Langfristtender aufgelegt, die über vier Jahre zum Festzins laufen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 sind die aufsichtsrechtlichen Anforderungen des Basel III-Regelwerks (CRR, Capital Requirements Regulation/Verordnung (EU) Nr. 575/2013) und CRD IV (Capital Requirements Directive IV/EU-Richtlinie 2013/36/EU) in Kraft getreten. Die Umsetzung der EUR-Richtlinie erfolgte in Deutschland durch das CRD IV-Umsetzungsgesetz. In diesem Zusammenhang haben sich unter anderem die Anforderungen an die quantitative und qualitative Mindestkapital- und Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten erhöht. Entwicklungen in der SparkassenorganisationFür die 53 Sparkassen in Baden-Württemberg verlief das Jahr 2014 trotz der extremen Niedrigzinsphase erfreulich. Im vergangenen Jahr standen erneut Immobilienfinanzierungen im Fokus. Die Kreditsumme für Immobilien erreichte mit über 50 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. 2014 erzielten die Sparkassen in Baden-Württemberg ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,7 Milliarden Euro. Dies ist zwar ein leichtes Minus von 56 Millionen Euro gegenüber 2013, aber immer noch ein sehr gutes Ergebnis. Die Ratingagentur FitchRatings erteilte mit dem Ratingbericht vom Januar 2015 den Sparkassen erneut ein Emittentenrating für langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von A+ sowie für kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von F1+. Das Viability Rating (Stand-alone-Rating) in Höhe von a+ für die Gruppe der Sparkassen wurde ebenfalls erneut bestätigt. Die Agentur Moody's Investors Service bestätigte im Februar 2014 für die Sparkassen-Finanzgruppe ein Verbundrating (Corporate Family Rating, CFR) von Aa2. Des Weiteren erteilte Moody's ein Bank-Finanzkraftrating (BFSR) C+ für die Sparkassen-Finanzgruppe. Die Agentur DBRS Ratings Limited bestätigte im April 2014 erneut die Floor-Ratings A (high) für Emittenten- und langfristige nicht nachrangige Verbindlichkeiten sowie R-1(middle) für kurzfristige Verbindlichkeiten für sämtliche Mitglieder des Haftungsverbundes der Sparkassen-Finanzgruppe. Regionale RahmenbedingungenDie für das Geschäftsgebiet der Sparkasse Stockach zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee berichtete im "Wirtschaftsbericht Herbst 2014" bzw. im "Wirtschaftsbericht Jahreswechsel 2014/2015", dass es der Wirtschaft in der Region gut geht. Mit einem Wert von 149 Punkten bestätigt der entsprechende Indikator für die Geschäftslage das hohe Niveau der vorangegangenen Monate. Insbesondere im Handels- und Dienstleistungsbereich herrsche weiterhin ungebrochen gute Stimmung. Zwar hat sich gemäß vorliegenden Berichten die Stimmung in dieser Branche gegenüber dem Vorjahr etwas eingetrübt, dennoch berichten über 57 Prozent der durch die IHK Hochrhein-Bodensee zuletzt befragten Unternehmen von einer guten Geschäftslage. Die Industrieunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage leicht negativer. Die Kapazitätsauslastung liegt gemäß IHK Hochrhein-Bodensee bei diesen Unternehmen mit 87 % über dem Vorjahresniveau. Der von der IHK Hochrhein-Bodensee errechnete Konjunkturklima-Index verharrt gemäß "Wirtschaftsbericht Jahreswechsel 2014/2015" mit 132 Punkten weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Erwartungen über den weiteren Verlauf der Konjunktur sind gemäß "Wirtschaftsbericht Jahreswechsel 2014/2015" bei den Unternehmen überwiegend positiv. Dagegen werden als hohe Risiken für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft gemäß Angaben, im Gegensatz zum Vorjahr, der Fachkräftemangel, steigende Arbeitskosten sowie die Inlandsnachfrage genannt. Abgeschwächt hat sich dagegen das Risiko aus den Energie- und Rohstoffpreisen. Verantwortlich hierfür ist insbesondere der anhaltende Ölpreis-Verfall, der den Unternehmen auf der Kostenseite Luft verschafft. Dennoch müssen Produktionsbetriebe den eingeschlagenen Weg hin zu mehr Energieeffizienz auch in der momentanen Situation konsequent gehen um ihre Wettbewerbsfähigkeit diesbezüglich weiter zu verbessern. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Stockach, der die Stadt Stockach sowie die Gemeinden Bodman-Ludwigshafen, Eigeltingen, Hohenfels, Mühlingen und Orsingen-Nenzingen umfasst, waren im Dezember 2014 insgesamt 744 Personen als arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 10 Personen. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) liegt in diesem Bezirk zum Vorjahr unverändert bei 4,2 % (Vorjahr: 4,2 %). Wettbewerbssituation und Marktstellung im GeschäftsgebietIm Geschäftsbereich der Sparkasse Stockach befinden sich drei Konkurrenzinstitute. Insgesamt verfügen die Wettbewerber über sechs Geschäftsstellen und zwei Zahlstellen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Stockach. Zudem sind in diesem Geschäftsgebiet einige private Finanz- und Versicherungsvermittler tätig. 2.2 GeschäftsverlaufBilanzsumme und GeschäftsvolumenDie Bilanzsumme und das Geschäftsvolumen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und den vier Vorjahren wie folgt entwickelt: Entwicklung von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen in Mio Euro
Aktivgeschäft (inklusive Passiv-Posten 1 unter dem Strich)Das Aktivgeschäft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und den vier Vorjahren wie folgt entwickelt: Entwicklung des Aktivgeschäfts in Mio Euro
KundenkreditvolumenDie Sparkasse Stockach hat im Geschäftsjahr 2014 neue Kredite in Höhe von insgesamt 62,3 Mio EUR zugesagt (im Vorjahr 56,9 Mio EUR). Die prozentuale Erhöhung des Kundenkreditvolumens lag mit 4,5 % deutlich über dem verbandsdurchschnittlichen Vergleichswert und deutlich über dem Wert des Vorjahres. Wie erwartet wurde insgesamt ein leichter Zuwachs im Kreditgeschäft erzielt. Analog dem Vorjahr war das Wachstum der Kredite an Unternehmen und Selbständige aus dem originären gewerblichen Kundenkreditgeschäft im Jahr 2014, entsprechend unserer Prognose, leicht rückläufig. Insbesondere hohe Tilgungen führten weiterhin zu diesem Umstand. Wie in den Vorjahren wurden im Eigenhandelsbereich auch Schuldscheindarlehensverträge mit Unternehmen abgeschlossen, die dem Kundenkreditvolumen zuzuordnen sind. Diese konnten das rückläufige originäre gewerbliche Kundenkreditgeschäft kompensieren. Das Wachstum vollzog sich größtenteils im mittel- und langfristigen Bereich, während sich der kurzfristige Bereich rückläufig entwickelte. Insbesondere die privaten Kreditkunden der Sparkasse Stockach nutzten die im langjährigen Vergleich nach wie vor günstigen Konditionen und bevorzugten überwiegend langfristige Kreditlaufzeiten bei ihren Finanzierungen. Die Wachstumsrate der Ausleihungen an Privatkunden ist im Umfeld einer guten Immobilienkonjunktur gegenüber dem Vorjahr entgegen den Erwartungen deutlich angestiegen. Bei den öffentlichen Haushalten war gegenüber dem Vorjahr relativ gesehen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Forderungen an KreditinstituteDie Sparkasse Stockach hat im Bereich der Forderungen an Kreditinstitute, entgegen der Prognose, die von einem deutlichen Rückgang ausging, einen erheblichen Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute um 5,4 Mio EUR bzw. 15,0 % zu verzeichnen, der insbesondere auf die Rückführung einer Termingeldanlage zurückzuführen ist. WertpapiervermögenDas Wertpapiervermögen wurde, entsprechend der Prognose, gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Mio EUR bzw. 6,1 % auf 184,3 Mio EUR weiter deutlich erhöht, während im Verbandsdurchschnitt lediglich eine geringe Erhöhung vorliegt. In Relation zum Geschäftsvolumen liegt das Wertpapiervermögen der Sparkasse Stockach deutlich über dem Verbandsdurchschnitt. Insbesondere wurden die verzinslichen Wertpapiere erheblich erhöht, während der Bestand an Publikumsfonds, die überwiegend in Anleihen mit "Investmentgrade-Rating" investiert sind, erheblich reduziert wurde. Insgesamt ist der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Rückführung der Forderung an Kreditinstitute und der Anlage von Mittelaufkommen von Kunden begründet. Auf Engagements in Euro-Peripherie-Staaten wird im Risikobericht unter dem Abschnitt Adressenausfallrisiken Handelsgeschäfte eingegangen. Das Wertpapiervermögen dient überwiegend der Liquiditätsreserve und setzt sich insbesondere aus festverzinslichen Wertpapieren hoher Bonität ("Investmentgrade-Rating") mit einer durchschnittlich mittelfristigen Laufzeit zusammen. Die Anlagen erfolgten insbesondere zur Optimierung der Diversifikation der Aktiva der Sparkasse Stockach, zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos sowie zur Erzielung von Erträgen aus der Fristentransformation. Beteiligungen und Anteile an verbundenen UnternehmenIm Geschäftsjahr 2014 blieb das Volumen der Beteiligungen und der Anteile an verbundenen Unternehmen unverändert. Die Sparkassen-Grundstücksgesellschaft mbH Stockach wurde zum 01.01.2015 aufgelöst. PassivgeschäftDas Passivgeschäft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und den vier Vorjahren wie folgt entwickelt: Mittelaufkommen von Kunden in Mio Euro
Die "Darunter-Positionen" haben sich wie folgt entwickelt: Mittelaufkommen von Kunden in Mio Euro - darunter Positionen
Mittelaufkommen von KundenDie Sparkasse Stockach kann im Geschäftsjahr 2014 beim Mittelaufkommen von Kunden entgegen ihren Erwartungen ein deutliches Wachstum um 18,3 Mio EUR bzw. 5,4 % auf 360,9 Mio EUR verzeichnen. Der Zuwachs liegt unter den Wachstumsraten des Vorjahres jedoch über den Wachstumsraten des Verbandsdurchschnitts. Entgegen der Prognose wurde das Wachstum ausschließlich im originären Kundengeschäft erzielt, während die Geldanlagen von institutionellen Kunden insgesamt unverändert blieben. Im Bereich der Spareinlagen gibt es im Vergleich zum Vorjahr keine nennenswerten Veränderungen. Die Sicherheit des Geldes war somit auch im Jahr 2014 weiterhin ein wichtiges Anlagemotiv, wobei im originären Kundeneinlagengeschäft - bedingt durch die Zinssituation - insbesondere die kurzfristigen Anlagen einen Zuwachs verzeichnen, was der Prognose entspricht. Die Kunden wollen liquide bleiben, um schnell handeln zu können. Im Bereich der nachrangigen Verbindlichkeiten kam es im Geschäftsjahr 2014 zu einem deutlichen Wachstum um 2,8 Mio EUR bzw. 29,8 %. Dies ist auf die Einführung des Produktes Nachrangsparbriefe seit dem zweiten Quartal 2014 zurückzuführen. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigten im Vergleich zum Vorjahr entsprechend der Erwartung einen leichten Anstieg, während im Verbandsdurchschnitt ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. DienstleistungenDas Geschäftsjahr 2014 war im Bereich der Dienstleistungen, entgegen den Erwartungen, insbesondere durch das Immobiliengeschäft geprägt. Die Nachfrage bei Immobilien konzentrierte sich überwiegend auf wohnwirtschaftliche Gebrauchtimmobilien. Es wurde insgesamt ein Objektvolumen von 5,4 Mio EUR (im Vorjahr 4,0 Mio EUR) vermittelt, womit das Niveau des Vorjahres erheblich überschritten wurde. Diese Provisionseinnahmen stiegen erheblich gegenüber dem Vorjahr um 56,1 %. Der Wertpapierumsatz erhöhte sich gegenüber 2013 wie erwartet um 27,7 %. Da mehr Käufe als Verkäufe getätigt wurden, verzeichnete die Sparkasse Stockach einen Nettoabsatz (ohne S-Broker) im außerbilanziellen Wertpapiergeschäft in Höhe von 1,8 Mio EUR (im Vorjahr 0,7 Mio EUR negativ). Dabei erhöhten sich die Bruttoerträge gegenüber dem Vorjahr um 14,6 %. Im Bereich der Dienstleistungen hat die Sparkasse Stockach bei der Vermittlung von Derivaten im Vergleich zum Vorjahr einen merklichen Zugang bei den Umsätzen und somit auch bei den Provisionen verzeichnet. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2014 Bausparverträge der LBS mit einer Bausparsumme von insgesamt 12,3 Mio EUR (im Vorjahr 11,5 Mio EUR) abgeschlossen. Das Ergebnis des Vorjahres wurde damit deutlich überschritten. An Lebens-, Kfz-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Rechtsschutz- und Krankenversicherungen konnten Verträge mit einer Beitragssumme von 3,7 Mio EUR (im Vorjahr 2,7 Mio EUR) vermittelt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich somit eine deutliche Erhöhung. Der erwartete Ausbau des Verbund- und Vermittlungsgeschäftes ist in diesen Bereichen gelungen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Erträge aus der Übernahme von Bürgschaften und Gewährleistungen deutlich um 34,6 %. DerivateDie Derivate dienen ausschließlich der Sicherung des Zinsbuches und nicht spekulativen Zwecken. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden Geschäfte wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen. EigenhandelDie durchschnittliche Laufzeit der Eigenanlagen wurde gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Geschäfte wurden nahezu ausschließlich in den Bereichen verzinslicher Wertpapiere, Aktien und Publikumsfonds getätigt. Die Sparkasse Stockach konzentrierte sich hierbei überwiegend auf Wertpapiere von Schuldnern im "Investment-Grade-Bereich". InvestitionenIm Geschäftsjahr 2014 wurden keine größeren Investitionen vorgenommen. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage2.3.1 VermögenslageDie Vermögenslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr und den vier Vorjahren wie folgt entwickelt: Entwicklung der Vermögenslage in Mio Euro
Das Wertpapiervermögen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nehmen im Vergleich zu den Sparkassen im baden-württembergischen Verbandsgebiet einen erheblich überproportionalen Strukturanteil ein. Demgegenüber sind das Mittelaufkommen von Kunden deutlich und die Forderungen gegenüber Kreditinstituten erheblich unterdurchschnittlich. Der Strukturanteil beim Kundenkreditvolumen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und liegt leicht unter dem Verbandsdurchschnitt. Auf im Wertpapiervermögen enthaltene Engagements in Euro-Peripherie-Staaten wird im Risikobericht unter dem Abschnitt Adressenausfallrisiken Handelsgeschäfte eingegangen. Die Bewertung des Wertpapiervermögens erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Den bestehenden bilanziellen Risiken wurde durch Wertberichtigungen und Rückstellungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Die Eigenmittelausstattung gemäß CRR stellte sich im Jahresverlauf wie folgt dar:
In den bilanzierten Aktivwerten, insbesondere dem Wertpapierbestand, sind stille Reserven enthalten. Außerdem hat die Sparkasse Stockach gemäß § 340f HGB zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute zusätzlich Vorsorge getroffen. Der für allgemeine Bankrisiken gebildete Fonds nach § 340g HGB ist nach einer Zuführung von 1,9 Mio EUR zum Ende des Geschäftsjahres auf 17,1 Mio EUR angestiegen. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen. Die Eigenkapitalanforderungen wurden im Berichtsjahr jederzeit eingehalten. Zum Bilanzstichtag liegt die gemäß CRR ermittelte Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag, insbesondere bestehend aus Kreditrisiken, Marktrisiken und operationellen Risiken bei 14,6 % (Vorjahr 14,9 %) und damit deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 8,0 % und bildet damit eine solide Basis. Die Kernkapitalquote beträgt 11,1 % und übersteigt damit ebenfalls den gesetzlichen vorgeschriebenen Wert von 5,5 % deutlich. Damit ist die Sparkasse Stockach für die Zukunft gut ausgestattet. Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zuführung aus dem Bilanzgewinn wird sich die Sicherheitsrücklage von 19,4 Mio EUR auf 19,7 Mio EUR erhöhen - dies entspricht auf Basis der genauen Beträge einem Plus von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse Stockach über ergänzende Eigenkapitalbestandteile. Diese gute Eigenkapitalbasis bildet neben den Erkenntnissen aus unserer Kapitalplanung die Grundlage für die zukünftige Geschäftsausweitung zur Erreichung der Geschäftsziele der Sparkasse Stockach. Das Kernkapital und die Eigenmittel der Sparkasse Stockach sind im Jahre 2014 entsprechend der Prognose leicht gestiegen. Die Risikoaktiva hat sich, entgegen der Prognose, leicht erhöht. Des Weiteren gibt die Sparkasse Stockach seit dem zweiten Quartal 2014 Nachrangsparbriefe zur Erhöhung des Eigenkapitals aus. 2.3.2 FinanzlageDas Liquiditätsmanagement der Sparkasse Stockach liegt in der Verantwortung der Abteilung Gesamtbanksteuerung. Die Steuerung der täglichen Zahlungszuflüsse und Zahlungsabflüsse, die Planung der erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zur Deutschen Bundesbank ist Aufgabe des operativen Liquiditätsmanagements in der Abteilung Gesamtbanksteuerung. Ergänzend verantwortet die Abteilung den Zugang zu den Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie dem Management des Liquiditätsportfolios. Die Steuerung liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite erfolgt innerhalb des strategischen Liquiditätsmanagements. Im Berichtszeitraum hatte die Sparkasse Stockach einen uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse Stockach war im gesamten Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge entsprechend ihrer Erwartungen gegeben. Zur Überwachung der Zahlungsbereitschaft bedient sich die Sparkasse Stockach kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die - nach Monaten gestaffelt - die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die statistisch aus der Vergangenheit entwickelten Prognosewerte des Kundengeschäfts enthalten. Gegebenenfalls werden die Plandaten in einem weiteren Schritt um Erfahrungs- und Zielwerte ergänzt. Zum Jahresende ermittelte sich eine nach der Liquiditätsverordnung berechnete Liquiditätskennzahl (Untergrenze 1,0) von 3,33, so dass die Liquidität, wie auch im gesamten Geschäftsjahr 2014, als ausreichend anzusehen ist. Die Anforderungen der Liquiditätsverordnung wurden in 2014 jederzeit deutlich überschritten. Die Liquiditätskennzahl lag in 2014 zwischen Werten von 2,54 und 3,33. Die Entwicklung der Kennzahl in 2014 zum jeweiligen Monatsende stellte sich wie folgt dar: Entwicklung der Liquiditätskennzahl Dezember 2013 - Dezember 2014
Auch die nach der Liquiditätsverordnung für die weiteren Beobachtungszeiträume (Laufzeitbänder bis zu zwölf Monaten) zu berechnenden Beobachtungskennzahlen, deuten nicht auf zu erwartende Engpässe hin. An den gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank hat die Sparkasse Stockach in Höhe von 10,0 Mio EUR teilgenommen. Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben wurde in der erforderlichen Höhe bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Die Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Deutschen Bundesbank und der Landesbank Baden-Württemberg wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Zahlungsbereitschaft ist aufgrund der zu erwartenden Liquiditätszuflüsse und Kreditvolumina auch künftig gewährleistet. 2.3.3 Entwicklung der Ertragslage nach der Gewinn- und VerlustrechnungDer Zinsüberschuss ist, entsprechend der Erwartung, gegenüber dem Vorjahr deutlich mit 12,5 % auf 10,4 Mio EUR angestiegen. Er ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle der Sparkasse Stockach. Verantwortlich für den im Geschäftsjahr 2014 deutlich über dem Jahr 2013 liegenden Zinsüberschuss ist der erheblich rückläufige Zinsaufwand aus dem Kundengeschäft, der insbesondere aus dem Wegfall des im Jahresabschluss 2013 vorhandenen Sondereffektes, der aufgrund einer erstmalig gebildeten Rückstellung für ein langfristiges Einlageprodukt entstanden ist, resultiert. Entgegen der Prognose wirkt sich der steigende Zinsaufwand aus dem langfristigen Einlagenprodukt im Geschäftsjahr 2014 weniger stark auf die Ertragslage aus. Durch das im Geschäftsjahr 2014 weiterhin lang anhaltende, historisch niedrige Zinsniveau wurden die Erträge im Kundengeschäft erheblich geschmälert. Durch die Erhöhung des Wertpapiervermögens und den weiteren Abschlüssen von Schuldscheindarlehensverträgen sind die Erträge aus Wertpapiervermögen nur leicht gesunken und aus Schuldscheindarlehensverträgen deutlich angestiegen. Die durch das gesunkene Zinsniveau beim Kundenkreditgeschäft deutlich rückläufigen Zinserträge konnten nicht durch das Wachstum im Kundenkreditgeschäft ausgeglichen werden. Die Erträge aus Fristentransformation sind im Vergleich zum Vorjahr und entgegen unserer Erwartung deutlich gestiegen. Im Bereich der Dividendenerträge der Aktien und Ausschüttungen der Fonds wurde im Jahre 2014 bei den Dividendenerträgen ein erheblich höherer Ertrag erzielt, während bei den Ausschüttungen der Fonds, entgegen der Prognose, aufgrund der erheblichen Reduzierung des Bestandes, ein erheblich geringerer Ertrag vereinnahmt werden konnte. Die Erträge aus Verbundbeteiligungen entsprechen der Prognose. Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr und entgegen der Prognose deutlich um 11,9 % auf 2,5 Mio EUR erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Vermittlung von Immobilien und Wertpapieren, die erheblich über dem Vorjahr lagen. Die Erträge aus der Übernahme von Bürgschaften und Gewährleistungen gingen im Geschäftsjahr 2014 deutlich zurück. Die Provisionsaufwendungen haben sich aufgrund der Provisionen und Gebühren aus dem Depotgeschäft gegenüber dem Vorjahr deutlich um 16,2 % erhöht. Der Verwaltungsaufwand hat sich, entgegen der Prognose, erheblich um 13,5 % auf 8,6 Mio EUR erhöht. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Erhöhung des Personalaufwands. Ursächlich für die deutliche Erhöhung der Personalkosten war ein Zugang bei den Pensionsrückstellungen für Pensionsanwartschaften und für laufende Pensionen. Des Weiteren sind die Tarifsteigerungen für den erhöhten Personalaufwand verantwortlich. Der Sachaufwand hat sich vor allem im Bereich der übrigen Sachkosten erhöht. Im Bereich des Handelsbestandes wurden im Geschäftsjahr 2014 keine Geschäfte getätigt, so dass der Nettoertrag des Handelsbestands keinen Wert aufweist. Der negative Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen liegt deutlich über dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer zu zahlenden Forderung der Sicherungseinrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe, da die Sparkassenorganisation den Haftungsfonds unter anderem weiter aufstocken möchte. Des Weiteren sanken im Jahr 2014 deutlich die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Bewertung in Höhe von 4,0 Mio EUR liegt, entgegen der Prognose, um 0,1 Mio EUR bzw. 3,5 % über dem Wert des Vorjahres. Der verfügbare Gewinn lag im Geschäftsjahr 2014 auf Vorjahresniveau. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft war gekennzeichnet von einer Dotierung der Einzelwertberichtigungen die erheblich unter Vorjahresniveau und dem Prognoseansatz lag, während der Fonds für allgemeine Bankrisiken gegenüber dem Vorjahr erheblich gestärkt wurde. Beim Bewertungsergebnis Wertpapiergeschäft lag der negative Saldo, aufgrund des im Jahresverlauf anhaltend niedrigen Zinsniveau sowie der geringen Marktvolatilität, erheblich unter dem Vorjahr und dem Prognoseansatz. Bei den Beteiligungen waren keine Abschreibungen vorzunehmen. Der negative Saldo beim Bewertungsergebnis war insgesamt deutlich höher als im Vorjahr, lag aber unter dem vorsichtig bemessenen Prognoseansatz. Nach Vornahme der notwendigen Bewertungsmaßnahmen einschließlich der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken, weist die Sparkasse Stockach im Vergleich zum Vorjahr, entsprechend der Prognose, ein um 0,2 Mio EUR bzw. 14,0 % auf 1,3 Mio EUR deutlich verschlechtertes Ergebnis nach Bewertung aus. Für das Geschäftsjahr 2014 war ein um 0,1 Mio EUR bzw. 9,4 % deutlich gesunkener Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mio EUR auszuweisen. Die Entwicklung beruht in erster Linie auf dem deutlich gesunkenen Steuerbilanzgewinn. Der ausgewiesene Jahresüberschuss liegt auf Vorjahresniveau und reicht aus, um den notwendigen Kernkapitalbedarf der Sparkasse Stockach, der für eine stetige Geschäftsentwicklung notwendig ist, zu sichern. Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,05 %. Zur weiteren Analyse der Ertragslage setzt die Sparkasse Stockach für interne Zwecke den sogenannten "Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation ein, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der Sparkasse Stockach in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme erfolgt. In das danach errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses resultiert das Betriebsergebnis nach Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt letztlich der Jahresüberschuss. Das Betriebsergebnis vor Bewertung der Sparkasse Stockach liegt wieder deutlich unter dem Durchschnitt der baden-württembergischen Sparkassen ähnlicher Größenordnung. Das Betriebsergebnis nach Bewertung ist erheblich unterdurchschnittlich. 2.4 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiterDie Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % erhöht. Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse Stockach - nach Köpfen - insgesamt 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 58 vollzeitbeschäftigte, 41 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 14 Auszubildende. In dieser Zahl sind auch die freigestellten Mitarbeiter aufgrund "Elternzeit" oder sonstige Freigestellte eingerechnet. Kennzeichnend für die Sparkasse Stockach ist hierbei der überwiegend ausgewogene Anteil unterschiedlicher Altersstrukturen wie die nachfolgende Graphik zeigt: Altersstruktur zum Jahresende 2014
Die Sparkasse Stockach hat unterschiedliche Angebote, mit denen sich Familie und Beruf vereinbaren lassen. Neben der flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit gibt es auch unterschiedliche Teilzeitmodelle. Insgesamt arbeiten 36,3 % der aktiven Mitarbeiter (inklusive freigestellte Mitarbeiter) in einem Teilzeitverhältnis. Erklärtes Ziel der Arbeitsschutzpolitik ist es, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und nach Möglichkeit auch zu fördern. Die Gesundheit zu schützen und zu fördern ist nicht nur eine soziale Verpflichtung, sondern auch eine ökonomische Notwendigkeit. Mit der Einrichtung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements will die Sparkasse Stockach deshalb einen aktiven Beitrag für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten. Im Jahr 2014 gab es daher verschiedene Angebote im Rahmen der Sport- und Gesundheitsplanung. Lebenslanges Lernen ist heute die notwendige Voraussetzung, um bis zum Pensionsalter beschäftigungsfähig zu sein. Stete Weiterbildung liegt deshalb sowohl im Interesse des Arbeitgebers als auch des Arbeitnehmers. Daher steht die Sparkasse Stockach zu der Strategie des lebenslangen Lernens vom Auszubildenden bis zur Führungsebene, nicht nur in wirtschaftlich guten, sondern auch in schwierigen Zeiten. So bietet die Sparkasse Stockach die Teilnahme an externen (z. B. an Sparkassenakademien) Weiterbildungsprogrammen an, die sich an Tätigkeitsfeldern wie beispielsweise "Qualifizierungsprogramm Fachseminar Privatkundenberatung" ausrichten und eine Laufbahnplanung ermöglichen. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte sowie technischer Neuerungen bildeten auch im vergangenen Jahr die gezielte Förderung, Weiterbildung und Höherqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Schwerpunkte der Personalentwicklung. Die Ausbildung Jugendlicher hat hohe Priorität und steht an der Hauptstelle sowie den Geschäftsstellen in der Oberstadt und in Ludwigshafen auf dem Programm. Die Quote der Auszubildenden betrug 12,4 % (im Vorjahr 12,6 %) gemessen am gesamten Personalbestand (inklusive freigestellter Mitarbeiter). KundenbeziehungenDie Sparkasse Stockach stellt das Interesse der Kunden in den Vordergrund und orientiert die internen Maßstäbe konsequent an den Bedürfnissen, Erwartungen und Wünschen der Kunden. Denn für die Sparkasse Stockach hängt der wirtschaftliche Erfolg in den kommenden Jahren wesentlich davon ab, ob es gelingt, die heutigen Geschäftsfelder auszubauen und neue zu erschließen - regional und produktbezogen. Voraussetzung dafür ist es, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Lösungen umzusetzen. Basis hierfür bilden der langjährige Erfahrungsschatz hochkarätiger Mitarbeiter aus der Beratung und Betreuung der Kunden sowie der konsequente Einsatz der Kundenbetreuungskonzepte (Finanzplanung, Finanzcheck). Mit dieser Beratungssystematik wird die finanzielle Situation des Kunden in einer umfangreichen Bedarfsanalyse erfasst. Auf Basis dieser Ist-Situation erfolgt eine lebensphasenorientierte Beratung. Die enge Beziehung und das hohe Vertrauensverhältnis sind wesentliche Voraussetzungen für den geschäftlichen Erfolg. Die Individualisierung der Kundenwünsche ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die weltweit zu beobachten ist. Die Sparkasse Stockach hat sich darauf in den vergangenen Jahren unter anderem durch intensive Mitarbeiterschulungen sowie verlängerten Beratungs- und Servicezeiten vorbereitet und bietet heute individuelle Lösungen für unterschiedlichste Finanzierungsbedürfnisse an. Dies führt allerdings zu steigenden Kosten, die die Sparkasse Stockach durch Effizienzsteigerung auffangen muss. Dazu trägt eine Qualitätssicherung bei, welche die gesamte Prozesskette im Blick haben muss - bis hin zum Umgang mit den Kunden. Dem Beschwerdemanagement kommt für die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle zu: Mittels gezielter Erfassung und Auswertung der Beschwerden bietet es einen guten Einblick in die grundsätzlichen Anforderungen der Kunden. Zum anderen ist eine zügige Bearbeitung von Beanstandungen ein zentraler Punkt, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten. UmweltverträglichkeitDie Umweltverträglichkeit durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern und den Verbrauch natürlicher Ressourcen stetig zu senken, sind ebenfalls zentrale Anliegen der Sparkasse Stockach. Für uns bedeutet dies, mit dem Einsatz moderner Technologien an allen Standorten den Anforderungen des Umweltschutzes gerecht zu werden und das Umweltbewusstsein der Mitarbeiter zu fördern. Durch den steten Einsatz von Thin Clients in der IT-Landschaft wird der Energieverbrauch der EDV nachhaltig reduziert. Soziale VerantwortungSoziale Verantwortung überall dort zu leben, wo die Sparkasse Stockach tätig ist, wird seit jeher als Eckpfeiler der Unternehmenskultur betrachtet. Mit Spenden und durch Sponsoring fördert die Sparkasse Stockach die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie die Attraktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen 42 TEUR. Es wurden soziale Einrichtungen unterstützt, gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen Projekte initiiert und das kulturelle und sportliche Leben gefördert. Die Verantwortung beschränkt sich aber nicht auf Fürsorgemaßnahmen oder Sponsoringaktivitäten. Nach Auffassung der Sparkasse Stockach handelt ein Unternehmen heute nur dann sozial, wenn es Beschäftigung aktiv sichert, seine Mitarbeiter qualifiziert und in die Gestaltung der Unternehmenszukunft einbezieht. Dies setzen wir an allen unseren Standorten im Geschäftsgebiet um. 3 NachtragsberichtAm 15. Januar 2015 gab die Schweizer Notenbank bekannt, dass sie die seit September 2011 verteidigte Wechselkursuntergrenze von 1,20 EUR/CHF aufgegeben wird. Dies führte in der Folge zu einer massiven Aufwertung des CHF gegenüber dem EUR. Diese Entwicklung hat uns als grenznahe Sparkasse im Kundenkreditgeschäft betroffen. Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden sich im laufenden Geschäftsjahr in Form einer gestiegenen Bilanzsumme, steigenden Adressenausfallrisiken und geringeren Kapitalquoten gemäß CRR niederschlagen. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2014 haben sich nicht ergeben. 4 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht4.1 RisikoberichtDa die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken unter Berücksichtigung eines risiko- und ertragsadäquaten Einsatzes des Eigenkapitals, Kernfunktionen von Kreditinstituten sind, wurde als Bestandteil der Unternehmenssteuerung vom Vorstand der Sparkasse Stockach ein Risikomanagement installiert. Es dient der Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken. Die risikorelevanten Steuerungsinformationen dienen als Grundlage für operative und strategische Geschäftsentscheidungen. Klare Aufgabenteilung und ein enges Zusammenspiel zwischen den beteiligten Geschäftsbereichen der Sparkasse Stockach ermöglichen eine effiziente Umsetzung der risikopolitischen Steuerungsimpulse. Um den Anforderungen kontinuierlich sich verändernder Rahmenbedingungen zu begegnen, werden die Strategien, Konzepte, Verfahren, Instrumente und aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen stetig angepasst. Die Sparkasse Stockach hält bezüglich ihrer gesetzten Strategien und implementierten Prozesse die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ein. Auf der Grundlage einer Risikoinventur stuft die Sparkasse Stockach als wesentliche Risiken die Adressenausfallrisiken (einschließlich Länderrisiken), insbesondere im Beteiligungs-, Handels- und Kundenkreditgeschäft, die Marktpreisrisiken, hier vor allem das Zinsänderungsrisiko, die Kursrisiken im Wertpapiergeschäft, Risiken aus impliziten Optionen des Zuwachssparens und Spreadrisiken, die Liquiditätsrisiken und die operationellen Risiken ein. 4.1.1 RisikomanagementsystemDer Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse Stockach und erlässt Geschäftsanweisungen für den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht deren Tätigkeit. Über die Risikosituation der Sparkasse Stockach wird er durch den Vorstand vierteljährlich anhand von Risikoberichten informiert. Der Vorstand legt, neben der geschäftspolitischen Zielsetzung, die wesentlichen strategischen und methodischen Ausrichtungen fest und bestimmt die Höhe des zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenzials sowie dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten (Risikotragfähigkeit). Die Aufgabe der Risikosteuerung wird dann durch die jeweils verantwortlichen Abteilungen wahrgenommen. Die Steuerung der Adressenausfallrisiken erfolgt durch den Vorstand. Bei Kreditentscheidungen bis zu 1,2 Mio EUR oder einem Blankoanteil von bis zu 0,5 Mio EUR entscheidet der Gesamtvorstand einzelfallbezogen. Oberhalb dieser Grenzen ist eine Zustimmung des Kreditausschusses notwendig. Auf Basis der jeweiligen rating-, scoring- und betragsabhängigen Kreditkompetenzen gibt der Marktbereich in Form eines Erstvotums eine erste Risikoeinschätzung ab. Die Marktfolgeeinheit Kundenservice-Kredit nimmt im Rahmen des Zweitvotums die Kreditanalyse und -überwachung auf Einzelgeschäftsebene wahr. Bei festgelegten Abweichungen von der Strategie erfolgt des Weiteren eine Stellungnahme der Leiterin Risikocontrolling. Entscheidungen über Engagements mit akuten Risiken erfolgen durch den Gesamtvorstand. Der Vorstand steuert die Marktpreisrisiken im Rahmen der strategischen Vorgaben. Darüber hinaus steuert er auch die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften, Spreadrisiken und die Liquiditätsrisiken. Die Abteilung Gesamtbanksteuerung koordiniert den Prozess zur Ermittlung der operationellen Risiken, überprüft das eingesetzte Instrumentarium, analysiert bzw. überwacht die Entwicklung der Risiken auf Basis der fokussierten Risikolandkarte, der eingetretenen Schäden und der Ergebnisse der Internen Revision und informiert vierteljährlich den Vorstand im Rahmen des Gesamtrisikoberichtes. Um die Risiken aus neuen Produkten oder neuen Märkten korrekt einschätzen zu können, werden die Voraussetzungen für die Einführung durch den Marktfolgebereich analysiert und diskutiert. Bei Handelsgeschäften wird vor dem laufenden Handel grundsätzlich eine Testphase unter Einbindung der betroffenen Organisationseinheiten durchgeführt. Erst bei erfolgreichem Test und Vorhandensein geeigneter Risikosteuerungsinstrumente beginnt nach Entscheidung des Vorstandes der laufende Handel. Vor einer geplanten Veränderung betrieblicher Prozesse und Strukturen werden die Auswirkungen auf die Kontrollverfahren und die Kontrollintensität im Rahmen des Projektmanagements erhoben und analysiert. Das Risikocontrolling, das aufbau- und ablauforganisatorisch von Bereichen die Geschäfte initieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Funktion, die Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Dem Risikocontrolling obliegen die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet das Risikocontrolling die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Es unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Diese für die Überwachung und Steuerung von Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch die Mitarbeiter der Abteilung Gesamtbanksteuerung wahrgenommen. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt der Leiterin der Gesamtbanksteuerung. Unterstellt ist sie dem Überwachungsvorstand. Die Compliance-Funktion wurde mit dem Ziel eingerichtet, Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken. Die Interne Revision unterstützt als prozessunabhängige Stelle in ihrer Überwachungsfunktion den Vorstand und die anderen Führungsebenen der Sparkasse Stockach. Grundlage hierfür ist ein risikoorientierter Prüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde. Er bildet die Grundlage, auf der die Interne Revision grundsätzlich alle Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet. Darunter zählen auch die Prüfung des Risikomanagements sowie die Einhaltung interner und externer Regelungen. Der Fokus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden unter Beachtung der Grundsätze von Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Dies trägt wesentlich zur Einhaltung definierter Prozesse bei und unterstützt die Weiterentwicklung und Verbesserung der Risikomanagementprozesse. Wesentliche Feststellungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr 2014 bei Prüfungen durch die Interne Revision der Sparkasse Stockach nicht ergeben. Vorschläge der Internen Revision bezüglich Verbesserungen werden umgesetzt. Phasen des RisikomanagementprozessesMit dem Ziel der Entwicklung eines einheitlichen und in sich geschlossenen Systems zur Analyse und Quantifizierung der bestehenden Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken werden vier Phasen im Risikomanagementprozess unterschieden. Zuerst sollen im Rahmen der Risikoidentifikation bestehende und zukünftige wesentliche Risiken identifiziert werden, um davon ausgehend eine Klassifizierung durchführen zu können. Hierzu zählen beispielsweise die bei neuen Produkten oder komplexen Geschäften bestehenden Risiken und deren Integration in das bestehende System. Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen werden im Rahmen der Risikoidentifikation berücksichtigt. Ziel der Risikobeurteilung ist, mit einer dem Risiko angemessenen Methode, das Risiko zu bestimmen und zu bewerten. Dabei werden für die einbezogenen wesentlichen Risiken angemessene Risikomessungen für die Risikotragfähigkeit und Stresstest durchgeführt. Die Risikosteuerung stellt sich als Gesamtheit der Maßnahmen dar, die darauf abzielen, Risiken einzugehen, zu verringern, zu begrenzen, zu vermeiden oder zu übertragen. Die letzte Phase des Prozesses ist die Überwachung der vom Vorstand festgelegten Limite und das Reporting der Risikokennziffern sowie der Analyseergebnisse an den Vorstand, den Verwaltungsrat beziehungsweise ab 2015 an den Risikoausschuss des Verwaltungsrats und die zuständigen Geschäftsbereiche durch das Risikocontrolling. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung über die wesentlichen Risiken gemäß MaRisk erfolgt auch eine bedarfsgerechte Ad-hoc-Berichterstattung. Darüber hinaus werden auch die Methoden der vorherigen Prozessphasen und die Güte der verwendeten Daten bzw. Ergebnisse kontrolliert sowie validiert. RisikotragfähigkeitIm Rahmen der monatlich durchzuführenden Risikotragfähigkeitsberechnung stellt die Sparkasse Stockach ihr Risikodeckungspotenzial den eingegangenen Risiken gegenüber. Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Sparkasse Stockach wendet einen an der handelsrechtlichen Rechnungslegung orientierten periodischen Steuerungskreis an. Sie richtet sich dabei an einem Going-Concern-Ansatz aus, wonach sichergestellt ist, dass auch bei Verlust des zur Risikoabdeckung eingesetzten Risikodeckungspotenzials die Mindestkapitalanforderungen gemäß den CRR erfüllt werden können. Ausgehend vom maximalen Risikodeckungspotenzial, werden Abzugspositionen angesetzt, welche die erwarteten negativen Wertänderungen, Risikokonzentrationen, die nicht beim originären Risiko berücksichtigt sind, sowie das nicht hinreichend genau quantifizierbare wesentliche Risiko (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) abdecken. Der Vorstand legt jeweils zum Ende eines laufenden Jahres fest, welcher Teilbetrag vom verbleibenden Risikodeckungspotenzial, zur Abdeckung der wesentlichen anzurechnenden Risiken zur Verfügung stehen soll. Wesentliche Bestandteile des eingesetzten Risikodeckungspotenzials sind das geplante Betriebsergebnis vor Bewertung des laufenden Jahres, die Vorsorgereserven nach §§ 340f und 340g HGB und Teile der Sicherheitsrücklage. Zudem werden stille Reserven und das Zuschreibungspotenzial aus verzinslichen Wertpapieren und stille Reserven der Schuldscheindarlehen mit angerechnet. Die stillen Reserven werden hierbei um die durch Verkauf der Wertpapiere sowie die durch Verkauf der Schuldscheindarlehen wegbrechenden Zinserträge korrigiert. Anschließend werden die hinreichend genau quantifizierbaren wesentlichen Risiken auf die aus dem zur Verfügung gestellten Risikodeckungspotenzial abgeleiteten Limite angerechnet. Das Risikotragfähigkeitskonzept ist seit dem 01.01.2014 rollierend auf eine Zwölf-Monats-Betrachtung ausgerichtet. Um einen möglichen etwaigen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, haben wir einen zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozess eingerichtet. Mit Blick auf die steigenden quantitativen und qualitativen Eigenkapitalanforderungen aus Basel III haben wir Berechnungen bis zum Jahr 2021 angestellt. Dabei wurden diverse Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung sowie den künftigen Kapitalbedarf getroffen, wie z. B. rückläufige Betriebsergebnisse aufgrund einer anhaltenden Niedrigzinsphase und somit nur leicht steigenden Zinsen gemäß Hausmeinung, keine Abzugspflicht für mittelbare Beteiligungen, Berücksichtigung der Übergangsfristen z. B. ratierliches Abschmelzen der stillen Einlagen und der Nachrangverbindlichkeiten, Steigerung des Provisionsertrages, Wachstum im Kundenkreditgeschäft, jährliche Zuführung des geplanten Jahresergebnisses zur Sicherheitsrücklage und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB sowie eine Gesamtkapitalquote gem. CRR im Jahr 2019 von 10,5 %. Des Weiteren wurden bereits entsprechende Maßnahmen, wie z. B. die Einführung der Privilegierung von Realkrediten im gewerblichen Bereich, Umschichtungen der Risikoaktiva in risikoärmere Forderungsklassen sowie weiterhin die Aufnahme von Nachrangsparbriefen, bei dieser Berechnung mit einbezogen. Danach erhöht sich das für die Risikotragfähigkeit nach MaRisk verbleibende freie periodische Risikodeckungspotenzial von 20,7 Mio EUR im Jahr 2014 auf 24,0 Mio EUR im Jahr 2021. Auf Basis des aktuellen Risikoszenarios wäre die Risikotragfähigkeit damit nur noch knapp darstellbar. RisikostrategieBeim Umgang mit den Geschäftsrisiken verfolgt die Sparkasse Stockach auf Basis der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:
Die Risikostrategie ist in der allgemeinen Risikostrategie und den entsprechenden Teilrisikostrategien festgelegt. 4.1.2 AdressenausfallrisikenAls Adressenausfallrisiken bezeichnet man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Geschäftspartner. KundenkreditgeschäftDa das Kreditgeschäft ein wesentliches Kerngeschäft der Sparkasse Stockach bildet, ist das Eingehen von Adressenausfallrisiken, sowie die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken eine Kernkompetenz der Sparkasse Stockach. In der Kreditrisikostrategie wird für alle Geschäftssegmente die Risikoneigung differenziert nach Produkten, Kundensegmenten und Risikoklassen definiert. Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Kreditgeschäfts erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung im Kundenkreditgeschäft insofern einen hohen Stellenwert ein, so dass bei den Unternehmenszielen für das Geschäftsjahr 2015 wie in der Vergangenheit ein moderates Wachstum avisiert wurde, weil hier unverändert die Qualität, d. h. ein möglichst risikominimiertes Kreditgeschäft, im Vordergrund steht. Die Kreditnehmergruppen zum 31.12.2014, einschließlich Schuldscheindarlehen, die dem Kundenkreditgeschäft zugeordnet sind, gliedern sich wie folgt (der verwendete Begriff Volumen umfasst nicht nur die tatsächliche Inanspruchnahme, sondern auch die nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien, interne Linien, genehmigte Überziehungen, die offenen Zusagen und die Avalrahmen): Kundenkreditnehmergruppen
Dabei zeigt unser Kreditportfolio einen im Vergleich zu den Sparkassen unseres Verbandsgebietes überdurchschnittlichen Anteil von Krediten an Unternehmen. Nachfolgende Übersicht der Hauptbranchen im klassischen Firmenkundenportfolio (klassisches Kundenkreditvolumen, d. h. ohne Wertpapiere, Derivate und Beteiligungen, aber einschließlich von Schuldscheindarlehen, die dem Kundenkreditgeschäft zugeordnet sind) spiegelt die Struktur der Wirtschaft in unserem Geschäftsgebiet wieder und zeigt dabei auf, dass die Ausleihungen im klassischen Kreditgeschäft neben der diversifizierten Branche "Baugewerbe/Grund-/Wohnungswesen/Bauträger" insbesondere die Branche "Handel" mit 47,0 Mio EUR bzw. 20,8 % den Schwerpunkt bilden. Branchenschwerpunkte des klassischen Firmenkundenportfolios
Dabei zeigt unser Kreditportfolio einen im Vergleich zu den Sparkassen unseres Verbandsgebietes durchschnittlichen Anteil an Krediten ab einem Obligo von 1,0 Mio EUR. Mit einem Anteil von 52,0 % überwiegen kleinere Engagements bis zu einem Obligo von unter 0,5 Mio EUR. Bei Engagements mit einem Obligo ab 1,0 Mio EUR beläuft sich der Anteil auf 34,2 %. Größenklassengliederung des Kundenkreditvolumens
Nach Restlaufzeiten haben 52,6 % der Ausleihungen am Jahresende eine Restlaufzeit von größer fünf Jahren, während 17,4 % der Ausleihungen am Jahresende eine Restlaufzeit bis einschließlich ein Jahr aufweisen. Der Schwerpunkt liegt somit im langfristigen Bereich. An Kunden mit Wohnsitz in Spanien waren am Jahresende 2014 insgesamt 0,5 Mio EUR (Vorjahr 0,6 Mio EUR) ausgeliehen. Abschreibungen waren nicht erforderlich. Die Sparkasse Stockach geht hinsichtlich dieses Volumens von 0,5 Mio EUR von keinen wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage in den Folgejahren aus. Die Sparkasse Stockach verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisiken hat die Bonitätsbeurteilung. Zur Beurteilung und Steuerung der Kreditrisiken setzt die Sparkasse Stockach in erster Linie die Rating- und Scoringkonzepte der S-Rating und Risikosysteme GmbH (einer Tochtergesellschaft des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes) ein, in die aktuell nahezu alle Firmen- und Gewerbekunden, sowie nahezu alle Privat- und Individualkunden einbezogen sind. Zur Beurteilung der Kreditnehmerbonität setzt die Sparkasse Stockach das Programm ImmobiliengeschäftsRating, das StandardRating, das KundenKompaktRating und das KundenScoring sowie, zur Bilanzanalyse, das Programm EBIL vom DSV (Deutscher Sparkassenverlag) ein. Des Weiteren wird in Einzelfällen das Rating von der RSU (Rating Service Unit) der Landesbank Baden-Württemberg verwendet. Bei den gewerblich tätigen Kunden basiert die quantitative Beurteilung auf einer systemgestützten Analyse der Jahresabschlüsse in Verbindung mit einem mathematisch-statistischen Ratingmodell. Das Ergebnis wird ergänzt durch die Beurteilung der Geschäftsentwicklung, der Kapitaldienstfähigkeit sowie der Qualität und Aktualität der vorliegenden Unternehmenszahlen. Darüber hinaus werden grundsätzlich qualitative Faktoren wie die Unternehmensführung und die Branchenaussichten bewertet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung des Kreditportfolios mittels des Kreditrisikoberichtes informiert. Er beinhaltet unter anderem die Portfoliozusammensetzung nach Bonitätsklassen, Branchen und risikobehaftetem Volumen unter besonderer Berücksichtigung von Risikokonzentrationen. Das Kundenkreditvolumen (klassische Kundenkreditvolumen) der Sparkasse Stockach in Höhe von 421,2 Mio EUR, ist am Jahresende mit 47,9 % in der S&P Ratingklasse "AAA bis BBB" (Ausfallwahrscheinlichkeit S&P von 0,01 % bis 0,20 %) bzw. DSGV-Ratingklasse 1-3 eingestuft, während 16,1 % eine S&P Ratingnote von B+ bis D (Ausfallwahrscheinlichkeit S&P von 3,43 % bis 100,00 %) bzw. DSGV-Ratingklasse 10 bis 18 haben. Das nicht geratete Volumen beläuft sich auf 0,3 %. Die Bonitätsbeurteilung erfolgt durch erfahrene Mitarbeiter in der Marktfolgeeinheit Kundenservice-Kredit unter Einbeziehung der Informationen der Firmenkundenbetreuer. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Im Rahmen des Frühwarnsystems werden die Kreditnehmer alle zwei Monate auf Risikomerkmale geprüft. Problembehaftete bzw. ausfallgefährdete Engagements werden so identifiziert und erforderlichenfalls wird eine Beratung im Vorstand angestoßen. Die Intensivbetreuung, die Sanierung oder die Abwicklung sind weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -begrenzung. Notleidende Engagements werden durch die Marktfolgeeinheit Kundenservice-Kredit (Sachbearbeitung Abwicklung) betreut. Entscheidend für die Bonitätseinstufung sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die daraus ermittelte Zahlungsfähigkeit. Darüber hinaus werden im Kundenkreditgeschäft neben der reinen Kundenbonitätsbeurteilung auch die Sicherheiten bei der Risikoklassifizierung berücksichtigt. Je nach Kundenbonität und Besicherung sind zusätzlich interne Obergrenzen festgelegt. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit welcher der Kreditnehmer seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Zum anderen erfolgt eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, welche erfolgt, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden gemäß den internen Richtlinien kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und daraus resultierend gegebenenfalls Anpassungen. Bei nachhaltiger Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers oder bei einer Kreditrückführung erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fortschreibung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgt bei der Sparkasse Stockach in einem zentralen System. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Stockach Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB sowie ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen und die Prozesse zur Genehmigung der Risikovorsorge geregelt. Die Entwicklung der Risikovorsorge im Berichtsjahr 2014 stellt sich wie folgt dar:
Die Werte wurden kaufmännisch aufgerundet. Die Sparkasse Stockach berechnet das Adressenausfallrisiko für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird eine Verschlechterung der Ratings aller Kreditnehmer um zwei Ratingklassen unterstellt. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse Stockach auch hierbei von einer als günstig einzustufenden Situation ausgehen kann. Stresstests wurden auf Basis folgender Annahmen erstellt:
Gekennzeichnet ist das Kreditportfolio der Sparkasse Stockach durch eine Risikokonzentration in Bezug auf den hohen Anteil größenmäßig bedeutender Engagements im Kundenkreditgeschäft. Des Weiteren ist der Anteil an Unternehmenskrediten, insbesondere in der Branchengruppe "Handel" (hier Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, sowie Groß- und Einzelhandel) als Risikokonzentration anzusehen. Diese Risiken geht die Sparkasse Stockach in Ausübung ihres öffentlichen Auftrags bei der Begleitung und Versorgung der heimischen Wirtschaft bewusst ein. Das Kreditportfolio der Sparkasse Stockach weist des Weiteren eine gute Diversifizierung im Bereich der Ratingklassen auf. Die Länderrisiken sind vor dem Hintergrund ihrer Größe als gering einzustufen. Vor dem Hintergrund der sich aus den Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse stuft die Sparkasse Stockach die Entwicklung der Risikolage aus dem Kreditgeschäft zwar leicht erhöht jedoch noch immer als günstig ein. Das Adressenausfallrisikolimit war zum Jahresende in Höhe von 2,6 Mio EUR mit 2,4 Mio EUR zu 93,7 % ausgelastet, so dass die Sparkasse Stockach aktuell von einer als akzeptabel einzustufenden Risikosituation ausgeht. Die Risiken bewegten sich 2014 jederzeit innerhalb des Limits. HandelsgeschäfteZur Begrenzung der Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bestehen Limite je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite). Ergänzend besteht ein zusammenfassendes Limit für Unternehmensanleihen und für ungedeckte Anleihen von Kreditinstituten. Die hieraus resultierenden Risiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung begrenzt. Die Auslastung der Limite wird durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung berechnet. Die Handelsgeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ohne anteilige Zinsen ein Volumen von 224,1 Mio EUR. Positionen sind dabei die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (157,2 Mio EUR), Aktien (0,9 Mio EUR), Publikumsfonds (24,4 Mio EUR) und Schuldscheindarlehen, die dem Handelsgeschäft zugeordnet, sind (41,5 Mio EUR). Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung:
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die direkten Engagements der Sparkasse Stockach und die vorgenommenen Ab- bzw. Zuschreibungen in wirtschaftsschwachen Staaten:
Die Bestände setzen sich aus festverzinslichen Wertpapieren zusammen. Die direkten Engagements in den Staaten Italien, Spanien, Griechenland und Irland beliefen sich zum Jahresende auf ein Nominalvolumen von insgesamt 11,7 Mio EUR. Abschreibungen auf die direkten Engagements in diesen Ländern waren nur in geringem Umfang bei Italien, Spanien und Irland erforderlich. Direkte Engagements in den Ländern Zypern und Portugal sind nicht vorhanden. Neben den in der Tabelle dargestellten Volumen sind in den Publikumsfonds Wertpapiere aus direkten und indirekten Engagements sowie Immobilien in den Staaten Irland, Italien, Spanien und Portugal mit einem Zeitwert von insgesamt 2,8 Mio EUR enthalten. Die Sparkasse Stockach berechnet das Adressenausfallrisiko für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird eine Verschlechterung der Ratings aller Emittenten um drei (im Vorjahr zwei) Ratingklassen unterstellt. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse Stockach auch hierbei von einer als günstig einzustufenden Situation ausgehen kann. Stresstests wurden auf Basis von konkreten Kreditausfällen bei den Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien unter Berücksichtigung einer Recovery Rate zusätzlich zum bereits angesetzten Planwert durchgeführt. Des Weiteren wurden Stresstests bei den Wertpapieren auf der Basis von Spreadausweitungen durchgeführt. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr 2014 jederzeit innerhalb der im Rahmen der Risikotragfähigkeit festgelegten Grenzen. Zum Jahresende 2014 war das Risikolimit für Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften in Höhe von 1.000 TEUR (im Vorjahr 720 TEUR) mit 935 TEUR zu 93,50 % (im Vorjahr 73,62 %) ausgelastet, so dass die Sparkasse Stockach - wie auch im gesamten Geschäftsjahr 2014 - von einer akzeptabel einzustufenden Risikosituation ausgeht. Aufgrund der nach wie vor konjunkturellen Probleme in weiten Teilen Europas sind die Exposures weiterhin mit nicht unerheblichen Risiken behaftet. Um ungewollte Risikokonzentrationen zu vermeiden, hat die Sparkasse Stockach für ausgewählte europäische Länder, unter anderem für Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien, im Jahr 2012 Länderlimite angelegt. Konzentrationsrisiken bestehen im Hinblick auf das Kredit-Engagement gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg sowie im Hinblick auf das Volumen in der Branche Finanzierungs-/Kreditinstitute. Die eingesetzten Instrumente versetzen die Sparkasse Stockach in die Lage, die Adressenausfallrisiken zu steuern. BeteiligungenDie Gefahr eines finanziellen Verlustes aufgrund von Wertminderungen des Beteiligungsportfolios wird als Beteiligungsrisiko bezeichnet. Neben dem Risiko eines potenziellen Wertverlustes besteht das Risiko der Un- oder Unterverzinslichkeit der Anlagen. Darüber hinaus besteht das Risiko steigender Umlagen beim SVBW. Bei den Verbundbeteiligungen der Sparkasse Stockach handelt es sich um strategische Beteiligungen. Sie dienen insbesondere der Stärkung des Sparkassenfinanzverbundes. Die Verbundbeteiligungen sollen den Geschäftszweck der Sparkasse Stockach langfristig unterstützen. Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVBW gehalten. Daneben bestehen weitere Beteiligungen an einem verbundenen Unternehmen und an Baugenossenschaften; diese sind jedoch von untergeordneter Bedeutung. Das Beteiligungsportfolio (Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen) beläuft sich insgesamt auf 4,4 Mio EUR (Buchwert) und entspricht damit dem Vorjahreswert. In der Risikostrategie hat die Sparkasse Stockach die Ziele und Rahmenbedingungen für die Beteiligungen festgelegt. Die Beteiligungsrisiken werden angemessen in das Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse Stockach einbezogen. Das Beteiligungscontrolling erfolgt für die Verbundbeteiligungen durch den SVBW und für die sonstigen Beteiligungen durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung. Die Methoden der Risikoermittlung werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Das Beteiligungsrisiko wird für die sonstigen Beteiligungen anhand der Auswertung der Jahresabschlussunterlagen unter Einsatz des ImmobiliengeschäftsRatings bzw. des KundenKompaktRatings ermittelt. Die Beteiligungsrisiken werden zusätzlich über Stressszenarien mit unterschiedlichen Parametern, die die Besonderheit der jeweiligen Beteiligung abbilden, durchgeführt. Die Steuerungs- und Überwachungssysteme gewährleisten, dass die Sparkasse Stockach ausreichend über die Situation bei den einzelnen Beteiligungsunternehmen unterrichtet ist. Die Sparkasse Stockach ist Mitglied des SVBW, der sich 2009 zusammen mit den weiteren Trägern an der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital an der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) beteiligt und eine Rückgarantie aus einer Risikoimmunisierungsaktion für die LBBW übernommen hat. Als Mitglied ist die Sparkasse Stockach verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken. Dies gilt auch für den Fall, dass die erwarteten Erträge die aus den im Rahmen dieser Konstruktionen möglicherweise entstehenden Aufwendungen nicht abdecken. Auch unter Berücksichtigung des Gesamtkreditengagements besteht insoweit eine Risikokonzentration bezüglich der Adresse LBBW. Ein akutes Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen über eine Verbandsumlage ist derzeit nicht erkennbar. Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die S-Finanzgruppe hat die Sparkasse Stockach sich über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö. K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Nach unseren Erkenntnissen sind für die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 der Erwerbsgesellschaft ein Verpflichtungsüberhang zu Lasten der Unterbeteiligten zu erwarten, so dass insofern die Bildung einer Rückstellung im Jahre 2013 erforderlich war. Unser Risiko aus den Beteiligungen zum 31.12.2014 belief sich auf 0,1 Mio EUR und ist daher als moderat einzustufen. Die Risiken bewegten sich 2014 jederzeit innerhalb des Limits. Die Beteiligungsunternehmen befinden sich alle in Deutschland. Insgesamt betrachtet konzentriert sich das Beteiligungsrisiko der Sparkasse Stockach derzeit vor allem auf die großen Verbundbeteiligungen (LBBW, SV Sparkassenversicherung, LBBH, SVBW). BerichtswesenDer Notwendigkeit eines angemessenen und zeitnahen Risikoinformationswesens trägt die Sparkasse Stockach durch den Adressenausfallrisikobericht und den Gesamtrisikobericht Rechnung, die dem Vorstand vierteljährlich vorgelegt werden. Der Verwaltungsrat beziehungsweise ab 2015 der Risikoausschuss des Verwaltungsrats wird vierteljährlich anhand des Gesamtrisikoberichtes informiert. Die Berichte bilden mit den anderen eingesetzten Systemen die Basis der Kreditentscheidungsprozesse und ermöglichen es uns, das Risikoportfolio zu bewerten und zu steuern. Sie beinhalten im Wesentlichen folgende Darstellungen und gegebenenfalls erforderliche Kommentierungen:
Darüber hinaus erhalten der Vorstand bzw. die zuständigen Stellen regelmäßig
4.1.3 MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind mögliche Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für Wertpapiere und Devisen, aus Schwankungen der Zinssätze und Kurse sowie aus den hieraus resultierenden Preisänderungen der Derivate ergeben. Marktpreisrisiken werden gesteuert mit dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des Handels- und AnlagebuchsFür die operative Steuerung der Sparkasse Stockach werden die Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften täglich auf Basis aktueller Marktpreise und möglicher Marktpreisveränderungen durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung ermittelt und auf die entsprechenden Limite angerechnet. Die potenziellen negativen Marktpreisveränderungen aus Handelsgeschäften werden börsentäglich mittels des Value-at-Risk-Konzepts gemessen und überwacht. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Risikocontrolling das Programmsystem SimCorpDimension eingesetzt. Bei Überschreiten der Limite legt der Vorstand entsprechende Maßnahmen fest. Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5 % erhöht. Dem Portfolio liegen die historische Simulation auf Basis einer Haltedauer von 10 Tagen, einem Konfidenzniveau von 99 % und ein historischer Betrachtungszeitraum von 500 Tagen zu Grunde. Durch ein regelmäßiges Backtesting wird die Qualität des Risikomodells überprüft und gegebenenfalls werden die Parameter angepasst. Die Marktpreisrisiken bewegten sich in 2014 jederzeit innerhalb des Rahmens des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Zum Jahresende 2014 war das Risikolimit aus Handelsgeschäften, gemessen mit dem um 20 % geshifteten Value-at-Risk, in Höhe von 3,0 Mio EUR (im Vorjahr 3,0 Mio EUR) mit 2,3 Mio EUR (im Vorjahr 2,2 Mio EUR) zu 78,1 % (im Vorjahr 73,3 %) ausgelastet, so dass die Sparkasse Stockach von einer zufriedenstellenden Risikosituation ausgeht. Der Value-at-Risk der direkten Euro-Peripherie-Anleihen belief sich zum Jahresende auf 0,1 Mio EUR (im Vorjahr 0,1 Mio EUR). Aufgrund der teilweise immer noch vorhandenen Unsicherheiten an den Märkten im Euroraum sind Risiken hinsichtlich eines Bewertungsbedarfs bei den Eigenanlagen nicht auszuschließen. Bezüglich der Höhe des Engagements in Euro-Peripherie-Anleihen wird auf den Risikobericht Abschnitt Adressenausfallrisiken Handelsgeschäfte verwiesen. Im Rahmen der Risikotragfähigkeit erfolgt die Messung der Risiken aus Handelsgeschäften auf Basis einer Haltedauer von 250 Tagen (Vorjahr 250 Tagen), einem Konfidenzniveau von 99 % und einem historischen Betrachtungszeitraum seit dem 02.01.2008. Die Marktpreisrisiken bewegten sich in 2014 überwiegend - mit Ausnahme von zwei Monaten - im Rahmen des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Zum Jahresende 2014 war das Risikolimit aus Handelsgeschäften im Rahmen der Risikotragfähigkeit, gemessen mit dem Value-at-Risk, in Höhe von 17,6 Mio EUR (Vorjahr 15,3 Mio EUR) mit 14,8 Mio EUR (Vorjahr 10,8 Mio EUR) zu 83,9 % (Vorjahr 67,5 %) ausgelastet, so dass die Sparkasse Stockach auch hier von einer zufriedenstellenden Risikosituation ausgeht. Nachfolgende Übersicht zeigt die Marktpreisrisiken anhand des Value-at-Risk im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist festzuhalten, dass die Risiken aufgrund der Ausweitung des Wertpapiervermögens insgesamt angestiegen sind.
Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse Stockach auch bei extremen Marktentwicklungen von einer angemessenen Risikosituation ausgehen kann. Eingesetzt wird beim wöchentlichen Stresstest die historische Simulation mit folgenden Parametern: Verlängerung der Haltedauer auf 20 Handelstage bei einem Konfidenzniveau im Bereich von 99 %. In einem weiteren Szenario wird eine Haltedauer von 10 Handelstagen bei einem Konfidenzniveau von 99,6 % angenommen. Vierteljährliche Stresstests wurden auf der Basis veränderter Zinsstrukturkurven (Parallelverschiebung mit bis zu +300 Basispunkten bei Unternehmensanleihen bzw. +200 Basispunkten bei weiteren Anleihen und Swaps sowie +100 Basispunkten bei Pfandbriefen) sowie der Simulation von Kursverlusten (mit 5 % bei Renten und Immobilienfonds und bis zu 15 % bei Aktien und Aktienfonds) durchgeführt. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwartet hohen Marktpreisschwankungen die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Währungsrisiken sind bei der Sparkasse Stockach nur von untergeordneter Bedeutung. Offene Positionen wurden in der Regel durch gegenläufige Geschäfte abgesichert. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen mittels des Marktpreisrisikoberichts "Bericht Handelsgeschäfte BTR2" durch das Risikocontrolling wöchentlich zur Verfügung gestellt:
Der Verwaltungsrat beziehungsweise ab 2015 der Risikoausschuss des Verwaltungsrats wird vierteljährlich im Rahmen des MaRisk-Berichts informiert. Gesamtinstitutsbezogenes ZinsänderungsrisikoDie Sparkasse Stockach setzt im Rahmen der institutsspezifischen Risikosteuerung bei der periodischen Ermittlung des Zinsspannenrisikos des Gesamtinstituts das Simulationstool GuV-Planer seitens der Abteilung Gesamtbanksteuerung ein. Am Geschäftsjahresende 2014 beläuft sich das Zinsänderungsrisiko, einschließlich statistischer und optionaler impliziter Optionen, auf 662 TEUR (im Vorjahr 332 TEUR). Das Risiko ist aufgrund der Ausweitung der Handels- und Kundengeschäfte gestiegen. Hierbei wurde mit der Anwendung GuV-Planer bei einem Konfidenzniveau von 99% und einer Haltedauer von 250 Tagen eine Zinserhöhung mit folgenden Parametern simuliert: bei der Stützstelle ein Monat +330 Basispunkte und bei der Stützstelle drei Jahre +249 Basispunkte sowie bei der Stützstelle zehn Jahre +192 Basispunkte, dazwischen wurde interpoliert. Aufgrund des vorhandenen Geschäftsumfanges und dem bestehenden Risikogehalt erfolgt eine monatliche Bewertung und Ermittlung des Zinsänderungsrisikos. Zur wertorientierten Quantifizierung mittels des Risikomaßes Value-at-Risk setzt die Abteilung Gesamtbanksteuerung die Anwendung sDIS OSPlus ein. Monatlich werden die Zinsänderungsrisiken des Sparkassen-Cashflows sowie verschiedener Benchmarks errechnet und anschließend in einem Risk-Return-Diagramm dokumentiert. Dabei werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von drei Monaten und der Beobachtungszeitraum von 1988 bis 2013 zugrunde gelegt. Variable Produkte werden mittels Mischungsverhältnissen auf der Basis gleitender Durchschnitte berücksichtigt. Nachfolgende Übersicht zeigt die Zinsänderungsrisiken (wertorientiert) anhand des Value-at-Risk im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist festzuhalten, dass die Risiken gegenüber dem Vorjahresende erheblich gesunken sind.
Darüber hinaus wird mit Hilfe dieses Instruments die risikoadjustierte Performancekennziffer RORAC (return on risk adjusted capital) monatlich ermittelt, bei der die Mehrperformance in Relation zum Risiko des Portfolios gesetzt wird. Die RORAC-Kennziffer betrug zum Jahresende 2014 5,42 % (im Vorjahr 15,4 %). In 2014 bewegten sich die wertorientiert ermittelten Risiken - mit Ausnahme von neun Monaten - innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Die periodenorientiert ermittelten Risiken bewegten sich - mit Ausnahme von einem Monat - innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Das wertorientiert gemessene Zinsänderungsrisiko stuft die Sparkasse Stockach - bezogen auf den Verbandsdurchschnitt - als unterdurchschnittlich ein. Zinsänderungsrisiken bestehen in erster Linie bei steigenden Marktzinsen. Der Zinsrisikokoeffizient gemäß § 25a Abs. 2 in Verbindung mit dem BaFin-Rundschreiben 11/2011 (Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um +/- 200 Basispunkte) belief sich zum 31. Dezember 2014 bei + 200 Basispunkte auf -21,43 % (Verhältnis der Barwertänderung des Zinsbuchs zu den regulatorischen Eigenmitteln). Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen in der periodischen Sichtweise durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse Stockach auch bei extremen Marktentwicklungen von einer als günstig einzustufenden Risikosituation in der periodischen Sicht ausgehen kann. Stresstests wurden durch Veränderungen der Zinsstrukturkurve durchgeführt. Neben deutlichen Zinserhöhungen werden dabei auch Drehungen und eine Verflachung der Zinsstrukturkurve berücksichtigt. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwartet starken Veränderungen der Zinsstrukturkurve die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung werden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken neben bilanzwirksamen Instrumenten auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps (Nominalbetrag: 31 Mio EUR; Vorjahr 31 Mio EUR) eingesetzt. Die Risiken bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen Zielsetzung. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen mittels des Marktpreisrisikoberichts "S-Treasury" und "GuV-Planer" durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung monatlich zur Verfügung gestellt:
Da der Zinsüberschuss die Hauptertragsquelle der Sparkasse Stockach ist, stellen die Zinsspanne, der hohe Anteil an verzinslichen Wertpapieren im Wertpapiervermögen, der hohe Anteil kurzfristiger Kundeneinlagen und die Abhängigkeit von Fristentransformationserträgen eine Ertrags- bzw. Risikokonzentration dar. Risiken für die künftige Entwicklung sieht die Sparkasse Stockach daher insbesondere in der Entwicklung des Zinsüberschusses, dessen Transformationsbeitrag maßgeblich von der Zinsenwicklung an den Kapitalmärkten beeinflusst wird. Das Zinsänderungsrisiko wird daher monatlich überwacht. Der Verwaltungsrat beziehungsweise ab 2015 der Risikoausschuss des Verwaltungsrats wird vierteljährlich im Rahmen des MaRisk-Berichts informiert. 4.1.4 LiquiditätsrisikenDem Risiko, den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können (Termin- und Abrufrisiken; Liquiditätsrisiken im engeren Sinne) und die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität in einzelnen Produkten nicht oder nicht zu erwartende Konditionen kontrahieren zu können (Marktliquiditätsrisiken), wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanagements und -controllings entgegen gesteuert. Das Refinanzierungsrisiko repräsentiert die Gefahr, dass erforderliche Anschlussfinanzierungen und zusätzliche Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu ungünstigen Konditionen beschafft werden können. Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt. Als Grundlage für die Planung und Steuerung der Liquidität dient der Sparkasse Stockach der Liquiditätsstatus. Der aktuelle Liquiditätsstatus wird auf täglicher Basis durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung gemessen und dient der Disposition der täglichen Liquidität. Mit Hilfe des Excel-Tools LIMA sowie den Daten aus dem Prognosesystem erfolgt die Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Liquidität. Auf der Basis von Erfahrungswerten erfolgt eine monatliche Feinsteuerung durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung. In den Planungen werden unplanmäßige Entwicklungen wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern dadurch berücksichtigt, dass monatlich anhand Stresstest außergewöhnliche Mittelabflüsse simuliert werden. An liquiditätsmäßig engen Märkten ist die Sparkasse Stockach nicht investiert. Es erfolgt eine laufende Überprüfung, inwieweit die Sparkasse Stockach in der Lage ist, einen Liquiditätsbedarf decken zu können. Handlungsalternativen für einen sich abzeichnenden Liquiditätsengpass und ein Notfallplan für einen tatsächlichen Liquiditätsengpass wurden definiert. Zur Messung und Limitierung der längerfristigen Liquiditätsreserve orientiert sich die Sparkasse Stockach darüber hinaus an den Anforderungen des § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung und den MaRisk. Das Refinanzierungsrisiko wird auf Basis eines angenommenen Abzugs von Kundeneinlagen quantifiziert, der über den Kapitalmarkt zu gestiegenen Kosten refinanziert werden muss. Das für die Risikotragfähigkeit für Refinanzierungsrisiken ermittelte Real-Case Limit beläuft sich am 31.12.2014 auf 1,0 Mio EUR und weist eine Auslastung von 93,4 % auf. Bei der Ermittlung des Liquiditätsrisikos wird mit der Anwendung GuV-Planer mit folgenden Parametern simuliert: bei der Stützstelle ein Monat +330 Basispunkte und bei der Stützstelle drei Jahre +249 Basispunkte sowie bei der Stützstelle zehn Jahre +192 Basispunkte, dazwischen wurde interpoliert. Des Weiteren Erhöhung der Zinsen bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 252 Basispunkten in rollierender Betrachtung. Über die Liquiditätssituation erstattet die Abteilung Gesamtbanksteuerung dem Vorstand monatlich bzw. seit 06.10.2014 vierteljährlich Bericht. Die Sparkasse Stockach verfügt - wie es auch die Liquiditätskennzahl im Abschnitt Finanzlage zeigt - insgesamt über eine starke Liquiditätsposition. Ausschlaggebend hierfür ist der Bestand an hochliquiden Wertpapieren und die Möglichkeit der kurzfristigen Geldaufnahme bei der Deutschen Bundesbank. Darüber hinaus werden bei der Deutschen Bundesbank zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben unterhalten. Die gute Liquiditätslage zum 31.12.2014 zeigt sich auch in der unter dem Punkt Finanzlage dargestellten Entwicklung der Liquiditätskennzahl. Liquiditätsengpässe, wie sie seit Ausbruch der Finanz- und Staatsschuldenkrise bei einigen Instituten entstanden sind, ergaben sich bei der Sparkasse Stockach nicht. Im Jahr 2014 berechnete die Sparkasse Stockach monatlich bzw. seit 06.10.2014 vierteljährlich sieben Stresstests, in denen auch extreme Entwicklungen der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsverpflichtungen angenommen werden. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchgeführten Stresstests zeigen am Jahresende, dass die Sparkasse Stockach auch in diesen Szenarien über eine starke Liquiditätsposition verfügt. Selbst in den Stresstests liegt die Liquiditätskennziffer zum Jahresende deutlich über dem internen Schwellenwert von 1,25. Stresstests werden durch Veränderungen der Zahlungsmittel (Reduzierung der Aktiva) und der Veränderung der Zahlungsverpflichtungen (Verkürzung der Laufzeit der Passiva) durchgeführt. Im Hinblick auf die kurzfristigen Kundeneinlagen liegt eine Risikokonzentration vor. Risikoinformationen werden dem Vorstand mittels des Liquiditätsrisikoberichts durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung monatlich bzw. seit 06.10.2014 vierteljährlich in folgendem Umfang zur Verfügung gestellt:
Bei Erreichen eines Schwellenwertes wird auf eine tägliche Berichterstattung des Vorstands umgestellt und es werden gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. Der Verwaltungsrat beziehungsweise ab 2015 der Risikoausschuss des Verwaltungsrats wird vierteljährlich im Rahmen des MaRisk-Berichts informiert. 4.1.5 Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken versteht die Sparkasse Stockach die Gefahr von Schäden, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten können. Für den adäquaten Umgang mit operationellen Risiken ist letztendlich der Vorstand verantwortlich, dem in diesem Zusammenhang die Aufgabe der Festlegung, der regelmäßigen Überprüfung und der Sicherstellung der Rahmenbedingungen im Umgang mit operationellen Risiken zufällt. Bei der Sparkasse Stockach werden operationelle Risiken einmal jährlich im Rahmen des vom DSGV im Projekt "Operationelle Risiken" entwickelten Instruments "fokussierte Risikolandkarte" identifiziert und dokumentiert. Die "fokussierte Risikolandkarte" dient neben der Identifikation operationeller Risiken der szenariobezogenen Analyse von risikorelevanten Verlustpotenzialen (ex ante Betrachtung). Zu den installierten Regelungen bzw. Verfahren zum Management der operationellen Risiken zählen insbesondere das interne Kontrollsystem, die schriftlich fixierte Ordnung für die Aufbauorganisation und die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von qualifiziertem Personal, sowie die ständige Weiterentwicklung der Methoden und die Verbesserung der technischen Abläufe. Betriebsrisiken aus dem IT-Bereich, sowie aus Organisations- und Bearbeitungsfehlern werden durch Vereinbarungen mit dem Rechenzentrum Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Notfallkonzepte, zunehmende Automatisierung und ständigen Kontrollen durch qualifizierte Mitarbeiter gemindert; zum Teil durch Versicherungen gedeckt. Rechtliche Risiken werden durch sorgfältige Prüfung der vertraglichen Grundlagen und den Einsatz gebräuchlicher Standardverträge reduziert. Darüber hinaus setzt die Sparkasse Stockach das vom DSGV im Projekt "Operationelle Risiken" entwickelte Instrument "Schadensfalldatenbank" ein. In der "Schadensfalldatenbank" werden tatsächlich eingetretene Schäden aus operationellen Risiken ab einem Betrag von 1 TEUR erfasst (ex post Betrachtung). In Bezug auf die hohe IT-mäßige Abhängigkeit von der Finanz Informatik (FI) liegt bei der Sparkasse Stockach eine Risikokonzentration vor. Der Umfang der operationellen Risiken wird insgesamt als vertretbar eingeschätzt. Diese Risiken sind für die Sparkasse Stockach von eher geringerer Bedeutung. Die für außergewöhnliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse Stockach auch in diesen Szenarien von einer als günstig einzustufenden Risikosituation ausgehen kann. Stresstests werden durch Veränderung der Parameter Eintrittshäufigkeit und Verlusthöhe durchgeführt. Risikoinformationen werden dem Vorstand mittels des MaRisk-Berichts durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung vierteljährlich in folgendem Umfang dargelegt:
Im Risikotragfähigkeitsmodell werden sowohl die erwarteten als auch die unerwarteten operationellen Risiken berücksichtigt. Aufgrund der in der fokussierten Risikolandkarte gesammelten Szenarien ergibt sich zum 31.12.2014 ein durchschnittlicher Verlust von ca. 0,08 Mio Euro (Vorjahr 0,06 Mio Euro) pro Jahr. Bei diesen Szenarien wurden bereits Versicherungen und sonstige das Risiko mindernde Maßnahmen abgezogen. Dies ist der von der Sparkasse Stockach erwartete Verlust für operationelle Risiken. Der erwartete Verlust ist auf Grund der Erwartungseigenschaft aber bekannt und somit kein Risiko. Treten Ereignisse unerwartet ein, so bildet dies für die Sparkasse Stockach ein Risiko. Daher wird der erwartete Verlust mit dem Skalierungsfaktor von 8,35 multipliziert. Das unerwartete Risiko (abzüglich erwartetes Risiko) beläuft sich am 31.12.2014 auf 0,6 Mio Euro (Vorjahr 0,4 Mio Euro). Der Skalierungsfaktor 8,35 ist ein geschätzter Wert, der einmal jährlich überprüft wird. Der Wert vom Vorjahr in Höhe von 8,35 wurde für dieses Jahr beibehalten. Das vorgegebene Risikolimit in Höhe von 700 TEUR (im Vorjahr 500 TEUR) war zum 31.12.2014 mit 84,4 % (im Vorjahr 87,4 %) ausgelastet. 4.1.6 Übergreifender StresstestNeben den oben aufgeführten Stresstests führt die Sparkasse Stockach auch einen Stresstest zu einem schweren konjunkturellen Abschwung durch, bei dem alle Risikoarten gestresst und die Werte addiert werden. Dieser für außergewöhnliche Ereignisse durchgeführte Stresstest zeigt zum Jahresende, dass die Sparkasse Stockach auch in diesem Szenario von einer als günstig einzustufenden Risikosituation ausgehen kann. 4.1.7 Gesamtbild der RisikolageZusammenfassende RisikobeurteilungDie Sparkasse Stockach verfügt über ein hinreichendes, dem Umfang der Geschäftstätigkeit angemessenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkasse Stockach können frühzeitig Risiken identifiziert, Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Die Ermittlung der Risiken erfolgt in der periodischen Sichtweise über einen einheitlichen Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Die vergebenen Limite in Höhe von insgesamt 24,0 Mio EUR waren am Bilanzstichtag zusammen mit 86,05 % (Vorjahr 73,6 % bei einem Limit von 19,8 Mio EUR) ausgelastet. Die Erhöhung ist hauptsächlich auf den Ansatz der Liquiditätsrisiken, welche bisher dem erwarteten Risiko zugerechnet wurden, als unerwartetes Risiko und die Ausweitung der Wertpapieranlagen zurückzuführen. Die Risikotragfähigkeit, die rollierend berechnet wird, war und ist derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Marktentwicklungen durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial derzeit abgedeckt werden können. Aufgrund der steigenden Eigenkapitalanforderungen nach Basel III und auf Basis der von uns durchgeführten Kapitalplanung sowie einem lang anhaltenden Niedrigzinsniveau ist mittelfristig jedoch eine Verschlechterung der Risikotragfähigkeit zu erwarten. Die Risikolage ist insgesamt als vergleichsweise günstig einzustufen. Bezüglich der Adresse LBBW beziehungsweise Adressen aus der Branche Finanzierungs-/Kreditinstitute besteht eine Risikokonzentration. Darüber hinaus bestehen Risikokonzentrationen hinsichtlich der Abhängigkeiten von der Finanz Informatik, dem hohen Anteil größenmäßig bedeutender Engagements im Kundenkreditgeschäft und dem hohen Anteil an Engagements aus der Branche Handel, dem Zinsüberschuss, insbesondere aus Fristentransformationserträgen sowie im Hinblick auf den hohen Anteil an Zinspapieren im Eigenbestand und dem hohen Anteil kurzfristiger Kundeneinlagen. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aus Sicht der Sparkasse Stockach in erster Linie in der, im Vergleich der baden-württembergischen Sparkassen ähnlicher Größenordnung, unterdurchschnittlichen Ertragslage sowie in der unterdurchschnittlichen und somit mit Blick auf Basel III nur befriedigenden Eigenkapitalsituation. Die Sparkasse Stockach sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowohl für das bestehende Geschäft als auch für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. 4.2 ChancenberichtDas Chancenmanagementsystem der Sparkasse Stockach ist analog dem Risikomanagementsystem in den jährlichen strategischen Planungsprozess integriert. Dies ermöglicht es Trends und Veränderungen im Marktumfeld zu erkennen und zu analysieren und dient als Basis zur Bewertung von Chancen. Eine zentrale Rolle spielen hier die Mitarbeiter am Markt und im Controlling. Sie erhalten kontinuierlich Marktinformationen im direkten Austausch mit unseren Kunden und Partnern zu Produktanforderungen und eventuellen Trends. Diese Informationen werden in geeigneter Form verdichtet und mit bewertet. Dies zielt auf die Verbesserung bestehender Produkte und Prozesse sowie die Entwicklung neuer Produkte und Vertriebsansätze für unsere strategischen Geschäftsfelder Privat- und Vermögenskundengeschäft sowie Firmen- und Gewerbekundengeschäft ab. Auch Chancen aus Prozessoptimierungen werden analysiert. Chancen mit entsprechendem Geschäftspotenzial werden in den Strategiesitzungen erörtert und fließen nach entsprechender Billigung durch den Vorstand in die jeweilige Geschäftsstrategie ein. In den strategischen Planungsprozess sind als Planungsverantwortliche die Abteilungen Gesamtbanksteuerung und Planung eingebunden. Verantwortlich für die Gesamtabstimmung ist der Gesamtvorstand. Die Berichterstattung an den Vorstand über die aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Chancen baut auf den Ergebnissen der strategischen Planung auf. Im Rahmen der Kommunikation der Geschäftsstrategie werden unsere Mitarbeiter über die identifizierten Chancenpotenziale informiert. Auf Basis von Soll-Ist-Abweichungen wird die Zielerreichung durch einen vierteljährlichen Reportingprozess von der Abteilung Gesamtbanksteuerung überwacht. Strategische Chancen
Bereits heute verfügt die Sparkasse Stockach über ein breites Angebot anerkannter Finanzprodukte mit einer hohen regionalen Marktabdeckung. Die Produktpolitik zielt darauf ab, in allen wirtschaftlich attraktiven Marktsegmenten angemessen vertreten zu sein. Chancen will die Sparkasse Stockach vor allem dadurch nutzen, dass sie künftig einzelne Geschäftsfelder mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen ausbaut. Dies gilt insbesondere für Geschäftsfelder, in denen die Sparkasse Stockach bislang noch unterrepräsentiert ist. So zielt die Produktpolitik darauf ab, in allen wirtschaftlich sinnvollen Marktsegmenten angemessen vertreten zu sein. Darüber hinaus wird die Sparkasse Stockach die Prozesse optimieren. Dadurch sollte es möglich sein, die Ertragskraft steigern zu können. Darüber hinaus sieht die Sparkasse Stockach durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit ihren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation die Möglichkeit, dem starken Wettbewerb und dem anhaltend hohen Rentabilitätsdruck zu begegnen. 4.3 PrognoseberichtDie Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Sparkasse Stockach für das Geschäftsjahr 2015 beziehen, stellen die Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, weist die Sparkasse Stockach darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen können, sofern die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen. Darüber hinaus wird die Rentabilität der Bankenbranche nachhaltig durch die steigende Regulierung belastet (Basel III, Einlagensicherung, Bankenunion etc.). Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen für 2015In seinem Jahresgutachten 2014/15 zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage sowie der aktualisierten Konjunkturprognose vom 26. März 2015, geht der Sachverständigenrat für 2015 grundsätzlich von positiven Aussichten für die Weltwirtschaft aus. Für Deutschland wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 % prognostiziert, welches damit das Wachstum im Euro-Raum deutlich übertreffen wird. Für den Euro-Raum sieht der Sachverständigenrat die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts wie im Vorjahr bei 1,3 %. Die Verbesserungen im Rahmen der Konjunkturprognose vom 26. März 2015 gegenüber dem Jahresgutachten 2014/15 sind vor allem auf erheblich verbesserte makroökonomische Rahmenbedingungen zurückzuführen. Insbesondere der Ölpreis, der seit Oktober 2014 kräftig gefallen ist, trägt hierzu bei. Das tatsächliche Wachstum dürfte sich 2015 in Deutschland, gemäß Deutscher-Sparkassen- und Giroverband (DSGV), vor allem aus der Binnennachfrage speisen. Die Rahmenbedingungen für den privaten Konsum sind bei weiterhin stabiler Beschäftigung, einer gewissen Zuwanderung, moderaten Lohnsteigerungen, stabilen Preisen und einem extrem niedrigen Zins sehr förderlich. Es ist deshalb gut vorstellbar, dass der private Konsum sogar mit einer höheren Rate expandiert als das Bruttoinlandsprodukt insgesamt. Bei den Anlageinvestitionen ist gemäß DSGV noch offen, ob der Knoten platzt und die in den letzten Jahren zu beobachtende Zurückhaltung überwunden wird. Die Ausgangsbasis für das Investitionsvolumen hat sich mit den wechselhaften Zuwächsen von 2014 unter dem Strich bereits leicht erhöht. Insofern ist der Nachholbedarf nicht ganz extrem aufgelaufen. Dennoch bestehen, nicht zuletzt bei der guten Ertragslage der Unternehmen und dem auf Sicht weiter anhaltenden Niedrigzinsumfeld, alle Chancen für etwas mehr Investitionen. Der Preisauftrieb wird 2015 in Deutschland und erst recht im Euroraum, wegen der dort in Teilen immer noch herrschenden Unterauslastung, moderat bleiben. Wie stark die Raten gedrückt bleiben - in den ersten Monaten des Jahres wohl sogar unvermeidbar im negativen Bereich -, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Ölpreise ab. Die meisten Prognosen gehen gemäß DSGV im Jahresdurchschnitt von Steigerungen der Verbraucherpreise in Deutschland um knapp ein Prozent und im Euroraum um knapp ein halbes Prozent aus. Die EZB hat in diesem Umfeld ein Quantitative Easing (QE) - also den Ankauf von Staatsanleihen in erheblichen Größenordnungen - begonnen. Ein solch extremes Instrument der Geldpolitik ist gemäß DSGV an sich nur gerechtfertigt, wenn sich tatsächlich deflationäre Gefahren verdichten. In jedem Fall ist ein QE mit erheblichen Risiken und Nebenwirkungen verbunden. Es drohen eine immer weiter reichende Verzerrung von Finanzmarktpreisen und nicht zuletzt negative Rückwirkungen auf die Anreize zur Reformpolitik. In den USA könnte dagegen im Laufe des Jahres 2015 eine Wende im Zinszyklus eintreten, wenn sich die dortigen Wachstumstrends und Besserungen am Arbeitsmarkt weiter bestätigen. Im Euroraum ist eine solche Wende definitiv noch nicht zu erwarten. Eine sich ausweitende transatlantische Zinsdifferenz könnte insofern den Außenwert des Euro noch weiter unter Druck halten. Die Bankenbranche wird nach Ansicht der Sparkasse Stockach auch in den nächsten beiden Jahren von regulatorischen Veränderungen betroffen sein. Neben den deutlich schärferen Eigenkapital-Vorschriften durch Basel III kommen auf die Banken zahlreiche neue Regeln im Verbraucherschutz zu. Die steigenden Regulierungen führen neben einer Stärkung des Finanzsystems auch zu einer weiteren Belastung der Rentabilität. In diesem schwierigen Zinsumfeld wird den Banken gleichzeitig mehr Eigenvorsorge durch höhere Kapitalanforderungen abverlangt. Deshalb ist es zwingend, dass die Banken angemessene Gewinne erzielen und diese Mittel zur Stärkung der eigenen Substanz nutzen. Im Geschäftsgebiet der Sparkasse Stockach wird sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln können. Die Sparkasse Stockach erwartet im Rahmen ihrer Planung für das Jahr 2015 keine großen Veränderungen der Finanzmarktindikatoren. Die Zinssätze werden voraussichtlich auf historisch niedrigem Niveau bleiben. Die Sparkasse Stockach rechnet bei den kurzfristigen Laufzeiten mit gleichbleibenden Zinsen, während für die mittleren und langen Laufzeiten ein leichter Zinsanstieg prognostiziert ist. Für die Aktienmärkte erwartet die Sparkasse Stockach einen erheblichen Anstieg bei zunehmender Volatilität. Die Sparkasse Stockach sieht sich den Herausforderungen eines dynamischen Wettbewerbsumfeldes gegenüber. Hierzu zählen ein sich weiter verstärkender Wettbewerb zwischen den Kreditinstituten beziehungsweise anderen Finanzdienstleistern, die steigenden Ansprüche der Kundschaft, der Verbraucherschutz und die Bankenaufsicht. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nehmen seit der Finanz- und Staatsschuldenkrise kontinuierlich zu. Auch grenzt die Erfüllung der Anforderungen des Basler Ausschusses mit der ansteigenden Bindung von Ressourcen und damit ansteigenden Kosten die Handlungsmöglichkeiten weiter ein. Voraussichtliche Entwicklung der Sparkasse StockachAngesichts der gesamtwirtschaftlichen Prognosen erwartet die Sparkasse Stockach im Geschäftsjahr 2015 ein leicht steigendes Wachstum der Bilanzsumme, das im Wesentlichen von den Eigenanlagen und dem Kundenkreditgeschäft getragen werden dürfte. Die von der Sparkasse Stockach erwarteten Zielgrößen werden nachfolgend ihren Vergleichswerten des Berichtsjahres gegenübergestellt:
Im gewerblichen Kreditgeschäft erwartet die Sparkasse Stockach auf Basis der prognostizierten Durchschnittsbestände für das Geschäftsjahr 2015 ein leichtes Kreditwachstum, das durch die Nachfrage nach Kreditmitteln für Ersatzinvestitionen und für Rationalisierungen aber auch von kleineren Erweiterungsinvestitionen getragen werden wird, aber dennoch durch weiterhin hohe Tilgungsleistungen insgesamt nur leicht ansteigen wird. Auch die hohe Innenfinanzierung der Unternehmen wirkt hierbei dämpfend auf die Nachfrage nach Krediten. Bei den Privathaushalten steht die Wohnraumfinanzierung und Modernisierung im Vordergrund. Aufgrund der niedrigen Zinsen und einer Steigerung des Konsums sowie der aufgrund eines unsicheren Marktumfeldes hervorgerufenen Präferenz für Sachwerte ist im Privatkundenkreditgeschäft mit einem deutlichem Wachstum auf Basis der prognostizierten Durchschnittsbestände zu rechnen. Im Rahmen der konjunkturellen Entwicklungsprognosen erwartet die Sparkasse Stockach im Geschäftsjahr 2015 insgesamt einen leichten Zuwachs im Kreditgeschäft. Beim Mittelaufkommen von Kunden erwarten wir auf Grundlage der prognostizierten Durchschnittsbestände, insbesondere aufgrund der Rückführung von Geldanlagen von institutionellen Kunden, einen leichten Rückgang der Kundeneinlagen. Im originären Kundengeschäft wird sich im laufenden Jahr aufgrund einer steigenden Sparneigung sowie der Bedeutsamkeit der Sicherheit des Geldes, ein leichter Anstieg im kurzfristigen Bereich ergeben, der aber dennoch den Rückgang von Geldanlagen institutioneller Kunden nicht kompensieren wird. Die Entwicklung des Zinssatzes hat den größten Einfluss auf die Höhe des Zinsüberschusses. Eine positive Zinsentwicklung wirkt sich in verschiedenen Bereichen aus. Steigende Zinsen erhöhen grundsätzlich die Refinanzierungs- und Kapitaldienstkosten, bieten aber im Rahmen von Zinsanpassungen die Chancen der Margenausweitung. Differenziert wirkt sich ein steigender Zins auf das Kundenverhalten aus. Aufgrund der höheren Grundverzinsung wird die Einlagenseite für den Kunden interessanter, das Kreditgeschäft wird durch die Verteuerung belastet. Sinkende Zinsen wirken in umgekehrter Richtung. Für das Jahr 2015 erwartet die Sparkasse Stockach, dass die Zinsen auf niedrigem Niveau verharren werden. Die Erträge aus der Fristentransformation werden somit rückläufig sein. Erschwerend kommt hinzu, dass Anleihen mit höherverzinslichen Kupons verstärkt auslaufen und nur zu einem niedrigeren Zinssatz wieder angelegt werden können. Resultierend aus dem anhaltend niedrigen Zinsniveau und der vorhandenen Liquiditätsausweitung seitens der Notenbanken erwarten wir auf dem Aktienmarkt für 2015 erheblich steigende Indizes. Damit kann sich für die Sparkasse Stockach eine deutliche Steigerung bei den Dividendenerträgen ergeben. Aufgrund der Reduzierung der Anlagen in Investmentfonds Ende 2014 und Anfang 2015 sowie des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus, welches sich negativ auf die Ausschüttungen aus den Rentenfonds auswirkt, geht die Sparkasse Stockach von rückläufigen Ausschüttungen aus Investmentfonds aus. Aus Gründen der Vorsicht erwartet die Sparkasse Stockach weiterhin nur geringe Erträge aus den Verbundbeteiligungen und hat dies in ihrer Ertragsprognose berücksichtigt. Weitere Abschreibungen auf bzw. Rückstellungen für die Verbundbeteiligungen sind aus heutiger Sicht nicht auszuschließen. Die Sparkasse Stockach erwartet, dass in einem Umfeld weiter sinkender Margen jedoch der Wettbewerbsdruck auf die Preise abnehmen wird. Da in diesem schwierigen Zinsumfeld noch stärker als früher eine individuelle Beratung erforderlich ist, will die Sparkasse Stockach besonders bei beratungsintensiven Dienstleistungen und im Produktvertrieb verstärkt Akzente setzen. Die Sparkasse Stockach geht 2015 von einem leicht steigenden Provisionsergebnis aus, das aufgrund eines veränderten Preismodells im Bereich der Girokonten, insbesondere von steigenden Ergebnisbeiträgen aus dem Girobereich getragen wird. Darüber hinaus erwartet die Sparkasse Stockach, in Anbetracht des Niedrigzinsniveaus, im Bereich des bilanzneutralen Wertpapiergeschäfts Provisionssteigerungen zu erzielen. Der prognostizierte Verwaltungsaufwand für 2015 ist durch einen leicht steigenden Personalaufwand gekennzeichnet. Durch ein konsequentes Kostenmanagement wird die Sparkasse Stockach versuchen, das Verhältnis ordentlicher Aufwand zum Kundengeschäftsvolumen im Vergleich zu dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres zu begrenzen. Die aufgrund aktueller Tarifabschlüsse und aus unserer durchgeführten Einstellungsinitiative resultierenden zusätzlichen Auszubildenden, verbunden mit einer selektiven Höherbewertung der Arbeitsplätze durch zunehmende Qualifizierung, tendenziell steigenden Personalkosten werden insbesondere im Geschäftsjahr 2015 zu höheren Personalkosten führen. Die Sparkasse Stockach versucht, die Aufwendungen für den Bereich Datenverarbeitung in den nächsten Jahren auf leicht steigendem Niveau zu halten. Die Sparkasse Stockach ist über ihren Anschluss an die bundesweit tätige Finanz Informatik GmbH & Co. KG für diese Herausforderungen gerüstet. Für das Geschäftsjahr 2015 ist in diesem Bereich allerdings zunächst mit deutlich steigenden Kosten zu rechnen. Insgesamt wird der Sachaufwand 2015 leicht steigen. Wir erwarten beim Bewertungsergebnis für 2015 einen erheblich steigenden Bewertungsaufwand. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der Konjunkturentwicklung auch durch die regionale Wirtschaftsentwicklung nachhaltig beeinflusst. Im Bereich der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft und bei den Abschreibungen auf den Wertpapierbestand erwartet die Sparkasse Stockach eine erhebliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Dabei sieht die Sparkasse Stockach die Gefahr sich erhöhender Abschreibungen auf den Wertpapierbestand, aufgrund steigender Zinsen, für das laufende Jahr als gering an. Für das laufende Geschäftsjahr sind aufgrund der optimistischen Einschätzungen auch keine größeren Abschreibungen auf unseren Aktienbestand zu erwarten. Aufgrund der Finanz- und Staatsschuldenkrise und einer gegebenenfalls neuerlichen geopolitischen Krisenverschärfung kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass erheblich höhere Abschreibungen auf unseren Wertpapierbestand vorzunehmen sind. Aufgrund der erhöhten Anforderungen an Qualität und Quantität der Eigenkapitalausstattung im Rahmen von Basel III erwartet die Sparkasse Stockach zunächst keinen massiven zusätzlichen Kapitalbedarf. Für 2015 prognostiziert die Sparkasse Stockach leicht steigende Eigenmittel sowie eine leicht steigende Risikoaktiva, was insgesamt zu einer leicht steigenden Gesamtkennziffer gemäß CRR führen wird. Die Erfüllung der bankenaufsichtlichen Kennzahlen im Bereich des Eigenkapitals ist für 2015 sichergestellt. GesamtaussageDie Perspektiven für das Geschäftsjahr 2015 beurteilt die Sparkasse Stockach positiv sofern sich die Rahmenbedingungen wie unterstellt entwickeln. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet die Sparkasse Stockach, bei weiterhin sehr niedrigen Zinsen, einer allgemein leicht steigenden Kreditnachfrage, einem rückläufigen Zinsaufwand sowie aufgrund tendenziell steigender Kosten, eine Geschäftsentwicklung mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung das leicht über dem Vorjahresniveau liegt. Das Betriebsergebnis nach Bewertung wird, aufgrund höherer Zuführungen zur Risikovorsorge im Kundenkredit- und Wertpapiergeschäft, stark rückläufig sein. Die Sparkasse Stockach kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kernkapital aus dem erwarteten künftigen Gewinn weiterhin selbst erwirtschaften. Aufgrund einer vorausschauenden Finanzplanung geht die Sparkasse Stockach davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Abweichende negative Entwicklungen im Bereich der Risiken sind über die vorhandene Risikotragfähigkeit abgedeckt.
Stockach im Mai 2015 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014der Sparkasse Stockach, Land Baden-WürttembergJahresbilanz zum 31. Dezember 2014Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang 2014A. ALLGEMEINE ANGABENDer Jahresabschluss der Sparkasse Stockach wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, da die Mehrheitsbeteiligung an einem Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFORDERUNGEN UND WECHSELDie Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschl. Schuldscheindarlehen) sind zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt. Für kreditgeschäftliche Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Außerdem haben wir eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des steuerlich zulässigen Betrages auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet. Für die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen. Wechsel sind zum Zeitwert ausgewiesen. Sie wurden zu effektiven Hereinnahmesätzen abgezinst. WERTPAPIEREDie Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds werden zu Rücknahmepreisen ohne Berücksichtigung der bei einer vorzeitigen Rückgabe anfallenden Rücknahmeabschläge bewertet. BETEILIGUNGEN UND ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENDie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. IMMATERIELLE ANLAGEWERTE UND SACHANLAGEVERMÖGENDie immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Aus Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen, in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen, Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 150,00 Euro) sofort als Sachaufwand erfasst und Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 410,00 Euro) sofort abgeschrieben. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEDie sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Niederstwert angesetzt. VERBINDLICHKEITENDie Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz von 4,54 % bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten Abschlussstichtag werden im Personalaufwand ausgewiesen. Bei der Berechnung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und ein Rententrend von jährlich 2,0 % berücksichtigt. Daneben bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4,8 Mio EUR, die sich aus der Zusatzversorgung der Beschäftigten der Sparkasse ergeben und nicht durch entsprechendes Vermögen der Versorgungskasse gedeckt sind. Die Berechnung dieses entsprechend Artikel 28 Abs. 2 EGHGB anzugebenden Betrags erfolgte nach einem dem Teilwertverfahren angelehnten Näherungsverfahren, welches versicherungsmathematische Grundsätze berücksichtigt. Die Ermittlung erfolgte auf Datenbasis des Vorjahresultimos unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G und einer pauschalen Berücksichtigung des auf die Sparkasse entfallenden Anteils am gesamten Kassenvermögen der Versorgungskasse. Gehalts- bzw. Rententrends wurden bei der Berechnung vereinfacht durch Kompensation mit dem bei der Abzinsung zu verwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz einbezogen. Der so ermittelte und zugrunde gelegte Rechnungszins betrug 3,0 %. Für am Bilanzstichtag bei bestimmten langfristigen Einlagenprodukten bereits wirtschaftlich verursachte steigende Aufwendungen in der Zukunft sind Rückstellungen gebildet. Die Berechnung erfolgte durch ein Näherungsverfahren auf Basis des konstanten Effektivzinssatzes und der am Bilanzstichtag vorhandenen Guthaben. Der Möglichkeit einer vorzeitigen Vertragsbeendigung durch den Kunden wurde mit einem geschätzten Fluktuationsabschlag in Höhe von 3,4 % Rechnung getragen. VERLUSTFREIE BEWERTUNG DER ZINSBEZOGENEN GESCHÄFTE DES BANKBUCHS (ZINSBUCHS)Gemäß IDW RS BFA 3 wurde zum Bilanzstichtag auf Basis einer barwertigen Betrachtungsweise unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war diesbezüglich keine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erforderlich. DERIVATEDie zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte wurden in die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDas Währungsrisiko wird über eine Währungsposition als Einheit gesteuert. In diese werden die einzelnen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen je Währung angenommen. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten (einschließlich Sortenbestände) und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten Kassageschäfte erfolgte generell mit dem Kassamittelkurs. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Erträge aus der Umrechnung besonders gedeckter Geschäfte wurden ebenfalls erfolgswirksam vereinnahmt. Die Erfolge aus der Währungsumrechnung wurden in dem GuV-Posten ausgewiesen, dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des zugrunde liegenden Geschäfts zugeordnet sind. Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus besonders gedeckten Positionen erfolgte saldiert im sonstigen betrieblichen Ergebnis. BEHANDLUNG NEGATIVER ZINSENIm Rahmen der Mindestreservehaltung und der Bargeldversorgung hat die Sparkasse im abgelaufenen Geschäftsjahr negative Zinsen an die Europäische Zentralbank gezahlt. Diese Negativzinsen wurden mit den Zinserträgen die üblicherweise bei derartigen Geschäftsvorfällen anfallen verrechnet. Die Beträge sind von untergeordneter Bedeutung. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGENDer Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend seinem Stammkapitalanteil im Geschäftsjahr 2009 an der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank Baden-Württemberg beteiligt und eine Rückgarantie zusammen mit der Stadt Stuttgart gegenüber dem Land Baden-Württemberg aus einer Risikoimmunisierungsaktion für die Landesbank Baden-Württemberg übernommen. Als Mitglied dieses Verbandes sind wir verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken. Dies gilt auch für den Fall, dass die zufließenden Erträge die aus den im Rahmen dieser Konstruktionen möglicherweise entstehenden Aufwendungen nicht abdecken. Ein akutes Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen über die Verbandsumlage ist derzeit nicht erkennbar. Als Mitglied des Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg und des überregionalen Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation werden sämtliche Kundenansprüche in voller Höhe sichergestellt. Aus der Verpflichtung im eventuellen Stützungsfall eines angeschlossenen Instituts gegebenenfalls Nachschusszahlungen zu leisten, ist derzeit nicht mit einer konkreten Inanspruchnahme zu rechnen. Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2016 der Erwerbsgesellschaft besteht eine Rückstellung von 185 TEUR. TREUHANDGESCHÄFTEDas Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden. Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Die Sachanlagen entfallen mit 798 TEUR auf Grundstücke und Gebäude, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden, und mit 527 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENIn den Rechnungsabgrenzungsposten sind enthalten:
NACHRANGIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDENachrangige Vermögensgegenstände sind in folgenden Aktivposten enthalten:
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SCHULDEN IN FREMDWÄHRUNGAuf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 14.921 TEUR und Schulden im Gesamtbetrag von 14.881 TEUR.
BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN SOWIE UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHTDie folgenden Bilanzposten enthalten Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITENFür die in diesem Posten ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr Aufwendungen von insgesamt 401 TEUR angefallen. Die Bedingungen der Nachrangigkeit sämtlicher nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen § 10 Abs. 5a KWG (in der am 31.12.2013 gültigen Fassung) bzw. Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR). Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder eine andere Schuldform besteht nicht. Folgende Mittelaufnahmen übersteigen 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten (ohne anteilige Zinsen):
Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt 10.182 TEUR (ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht übersteigen, haben eine Durchschnittsverzinsung von 3,09 % und eine restliche Laufzeit bis 9 Jahren. EIGENKAPITALIm gezeichneten Kapital sind stille Einlagen in Höhe von 665 TEUR enthalten, deren Rückzahlungsanspruch in weniger als zwei Jahren fällig wird. STELLUNG VON SICHERHEITEN FÜR EIGENE VERBINDLICHKEITENZum Abschlussstichtag waren im Rahmen von Offenmarktgeschäften mit der Deutschen Bundesbank Vermögensgegenstände in Höhe von 10.001 TEUR verpfändet. Daneben hat die Sparkasse im Rahmen zentraler Kreditaktionen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der landwirtschaftlichen Rentenbank und der Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank Forderungen mit einem Buchwert von 52.982 TEUR an die Landesbank Baden-Württemberg abgetreten. D. SONSTIGE ANGABENDERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEDie am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
Bei den Zinsswaps handelt es sich um Deckungsgeschäfte. Bei diesen Geschäften werden theoretisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt (Mark to Model Bewertung). Bei der Mark to Model Bewertung wird der Zinsswap in die Basisbestandteile Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der Barwert der Zinsswaps ergibt sich dabei aus der Differenz der Barwerte der beiden Basisprodukte. Diese in die Zinsbuchsteuerung einbezogenen Zinsswaps wurden bei der verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) berücksichtigt (vgl. Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") und waren insoweit nicht gesondert zu bewerten. Kontrahent ist ein deutsches Kreditinstitut. LATENTE STEUERNAufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei ergaben sich bei der bilanzpostenbezogenen Betrachtung ausschließlich absehbare künftige Steuerentlastungen. Ein Ausweis passiver latenter Steuern war insoweit nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern hat die Sparkasse entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 27,725 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825 % berücksichtigt. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAREFür das Geschäftsjahr wurden von unserem Abschlussprüfer für folgende Leistungen Honorare berechnet:
MITARBEITER/INNENIm Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
BEZÜGE / KREDITGEWÄHRUNGEN AN VORSTAND UND VERWALTUNGSRATDen Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 406 TEUR gewährt. Für die früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in Höhe von 275 TEUR bezahlt. Für diese Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.990 TEUR. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 69 TEUR. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite (einschließlich eingegangener Haftungsverhältnisse) in Höhe von 853 TEUR gewährt. An die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden Kredite (einschließlich eingegangener Haftungsverhältnisse) in Höhe von 3.936 TEUR ausgereicht. ORGANE DER SPARKASSEVerwaltungsratRainer Stolz, Bürgermeister (Vorsitzender) Heinrich Wagner, Dipl. Ing., Geschäftsführer eines Bauunternehmens i.R. (1. stv. Vorsitzender) Manfred Jüppner, Bürgermeister (2. stv. Vorsitzender) Alois Fritschi, Bürgermeister Patrick Haieck, Sparkassenangestellter Karl-Heinz Höre, Sparkassenangestellter (bis 31.12.2014) Andreas Kramer, Sparkassenangestellter (ab 01.01.2015) Helmut Lempp, Inhaber eines Heizungs- u. Sanitärunternehmens Carl-Heinz Pfeiffer, Geschäftsführer eines Groß- und Einzelhandelsunternehmens Marco Sarfert, Sparkassenangestellter Andrea Scholze, Sparkassenangestellte Hans Veit, Bürgermeister i. R. Günter Velten, Geschäftsführer eines Softwareunternehmens Bernhard Volk, Bürgermeister Angelika Wahl, Sparkassenangestellte Matthias Weckbach, Bürgermeister VorstandDirektor Michael Grüninger (Vorstandsvorsitzender) Direktor Thomas Lorenz (Vorstandsmitglied) Eines unserer Vorstandsmitglieder ist Mitglied im Aufsichtsrat der S-Direkt-Marketing GmbH & Co. KG, Halle.
Stockach, den 16.04.2015 Der Vorstand Michael Grüninger Thomas Lorenz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sparkasse Stockach für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 12. Mai 2015 Sparkassenverband
Baden-Württemberg
Witt, Wirtschaftsprüfer Mack, Wirtschaftsprüfer |
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