Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 44733
Vorher
DPI Dekopflanzen-Import GmbH
Eingetragen
7.2.1991
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenErzeugung von BlumensamenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
der Import und der Vertrieb von Dekopflanzen und sonstigen Kunstblumen aller Art;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandro Röhrig
seit 25.9.2020
Prokura
Norbert Peter Röhrig
seit 27.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
NR Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DPI GmbH

Brühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die DPI GmbH gehört zu den führenden Unternehmen in Deutschland in den Bereichen Import und Vertrieb von Kunstblumen und Wohnaccessoires.

Das Unternehmen in Brühl entwickelt in diesem Bereich florale Innovationen für individuelle Botschaften, Produkte aus hochwertigen Materialien mit den weltweit besten Herstellern und vertreibt sie sowohl europaweit als auch mit globaler Reichweite.

Inspiriert von neuen Wohn- und Einrichtungstrends kreieren hochspezialisierte Designerteams jedes Jahr eine neue Kollektion für unsere Kunden.

2 Forschung und Entwicklung

Unsere Entwicklungstätigkeit liegt in individuellen Gestaltungsideen für florale Innovation, die wir im Zusammenspiel mit internationalen Partnern ständig realisieren.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Das Wachstum der Weltwirtschaft lag mit rd. 3,1% über den für das Jahr 2023 prognostizierten Werten (i.Vj.: 3,2%) (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 [2023/ Q4]).

Auch die Wirtschaft in Europa war von einer hohen Inflation, einer verschärften Geldpolitik sowie einer schwachen Auslandsnachfrage gekennzeichnet. Nach einer kräftigen Expansion im Vorjahr verlor die europäische Wirtschaft im Jahresverlauf 2023 zunehmend an Dynamik. Die Wirtschaftsleistung konnte im Euroraum im Ergebnis um 0,4% gesteigert werden (i.Vj.: 3,5%) (Quelle: Europäische Kommission vom 15.11.2023).

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2023, vor dem Hintergrund eines anhaltend krisenbehafteten Umfeldes ebenfalls von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Nach der Stagnation im zweiten und dritten Quartal war die Wirtschaftsleitung im vierten Quartal merklich rückläufig. Vor allem die Investition in Ausrüstung und Bauten verringerte sich deutlich. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich hingegen robust. Auch die Einkommen der Haushalte sind wegen steigender Tarifabschlüsse, der Zahlung von Inflationsgleichprämien sowie steuerliche Entlastungen weiter kräftig gestiegen. Frühindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima oder das Konsumklima haben sich stabilisiert, aber noch nicht nachhaltig aufgehellt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15.01.2024). .

2 Geschäftsverlauf

Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 widergespiegelt. Dennoch hat die Gesellschaft ein Rohergebnis auf Vorjahresniveau - unter Berücksichtigung eines Sondereffekts in Höhe von 602 TEUR - erwirtschafteten können.

a) Ertragslage

Der Umsatz verminderte sich um 26,7% gegenüber dem Vorjahr, weil Umsätze ohne Deckungsbeitrag im Geschäftsjahr nicht mehr angenommen wurden.

Der Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1% bei einer gegenüber dem Vorjahr geringeren Materialaufwandsquote von 50,3%. Alleinige Ursache hierfür waren die rasant gefallenen Eingangsfrachten.

Das Betriebsergebnis hat sich um 1.331 TEUR erhöht. Ursache hierfür war ein ertragswirksame Sondereffekt.

Das positive Finanzergebnis ergibt sich aus der Verzinsung von Festgeldanlagen.

Das Steuerergebnis hat sich im Einklang mit den gestiegenen Betriebsergebnis erhöht.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Unsere Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Eigenkapitalquote ist bei einer um 825 TEUR gestiegene Bilanzsumme auf im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% gestiegen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 8,6 Prozent der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Langfristige Anlagen sowie der permanente Vorratsbestand sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich um 0,6 % vermindert. Investitionskosten waren geringfügig kleiner als die Abschreibungen.

Das Vorratsvermögen hat sich um 541 TEUR (11,7 %) vermindert.

Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 799 TEUR (25,9%) erhöht.

3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den cash flow heran. Den cash flow berechnen wir aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 7% gestiegen. Der cash flow beträgt 1.627 TEUR und fällt damit um 983 TEUR höher als im Vorjahr aus. Das Betriebsergebnis hat sich um 159 % erhöht. Die Gesellschaft weist eine stabile Ertragslage auf.

Unsere wirtschaftliche Lage kann nach wie vor insgesamt als gut bezeichnet werden.

4 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2023 zeigt insgesamt einen positiven Verlauf.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Forderungen gedeckt.

III. ZWEIGNIEDERLASSUNGBERICHT

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

IV. PROGNOSEBERICHT

Der bisherige Jahresverlauf 2024 stehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und strukturelle Einschränkungen einer Zunahme der weltwirtschaftlichen Expansion restriktiv entgegen. Aktuell rechnet das IFW-Kiel mit einer Zunahme in Höhe von 3,2% (Quelle: Kieler Konjunkturbericht Nr. 116 [2024/ Q3])

Die Konjunktur in Deutschland war zu Beginn des Jahres 2024 weiterhin von den hohen Verbraucherpreissteigerungen aus dem Vorjahr und damit einhergehenden Kaufkraftverlusten beeinträchtigt. Die Jahresprognose der Bundesregierung ging aus diesem Grund von einen geringeren Wachstum des preisbereinigten BIP in Höhe von 0,2% aus. Aktuelle Konjunkturdaten zeigen, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf schwächer als erwartet entwickelt hat.

Das Bruttoinlandsprodukt ging im zweiten Quartal 2024 geringfügig um 0,1% gegenüber dem Vorquartal zurück. Die Inflationsrate ist leicht auf 2,3 % gestiegen (Quelle: BMWK, Jahresprojektion 2024 der Bundesregierung, Onlineversion vom 23.08.2024 / BMWK, Die wirtschaftliche Lage in Deutschland, Pressemitteilung vom 14.08.2024). .

Die zuvor dargestellte Entwicklung und die anhaltenden, weltweiten geopolitischen Unwägbarkeiten erschweren eine belastbare Prognose der künftigen Entwicklung der DPI GmbH. Eine genaue Prognose hinsichtlich der künftigen Einflüsse aus gegebenfalls erneut steigenden Preisen für Waren und Energie oder auch beeinträchtigten Lieferketten ist aus diesem Grund nicht möglich.

Gemäß einer vorsichtigen Einschätzung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 näherungsweise ein gesunkenes Umsatzvolumen von Mio. 1 EUR bis Mio. 1,5 EUR und gegenüber dem Vorjahr ein deutlich vermindertes Geschäftsergebnis.

Hinsichtlich der Umsatzrendite und des Cash Flows wird für das Jahr 2024 ebenfalls ein niedrigeres Niveau erwartet.

Die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens beurteilen wir weiterhin positiv. Die DPI GmbH ist insgesamt gut aufgestellt. Wir sind zuversichtlich, auch künftig die Chancen in unserem Marktsegment nutzen zu können.

Wir erwarten eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

V. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft hat die grundlegende Zielsetzung, den Unternehmenserfolg gegen jegliche Risiken mit signifikanter Ausprägung abzusichern. Die Unternehmensführung verfolgt hierbei eine konservative Risikopolitik.

Sollten sich die Geschäftsaussichten durch das außenwirtschaftliche Umfeld, welches von einer hohen politischen Unsicherheit geprägt ist, weiterhin eintrüben, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Dies könnte eine entsprechende Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens zur Folge haben. Risiken im Zusammenhang mit unvorhersehbaren Entwicklung im Zuge von Covid haben sich abgeschwächt. Der anhaltende Ukrainekrieg weist jedoch weiterhin ein bedeutsames Risikopotential auf. Hier ist die konjunkturelle Entwicklung einer großen Unsicherheit über den weiteren Verlauf geprägt.

Der intensive Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, ist eine unserer wesentlichen Herausforderungen.

Dieser Herausforderung begegnen wir weiterhin durch unsere Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität.

Unsere führende Rolle werden wir auch in Zukunft durch individuelle Gestaltungsideen, inspiriert von aktuellen Wohn- und Einrichtungstrends, absichern, die wir in unseren neuen Ausstellungsräumen optimal werden präsentieren können.

Chancen, die von uns geschaffen werden können, sehen wir in der Fokussierung auf Innovations- und Wachstumsfelder und -produkte und hauptsächlich in der Ausweitung der Kundenstruktur.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken.

Beschaffungsgeschäfte in unseren Auslandsmärkten werden in der jeweiligen Landeswährung abgewickelt. Währungsrisiken werden durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Entsprechende Zahlungskontingente werden vorgehalten.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Eigenkapitalsituation sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für unser Unternehmen.

 

Brühl, den 25.10. 2024

DPI GmbH

Norbert Röhrig, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 527.477,00 529.607,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 57.610,00 69.455,00
II. Sachanlagen 469.867,00 460.152,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.747,00 5.651,00
2. technische Anlagen und Maschinen 60.778,00 66.911,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 404.342,00 387.590,00
B. Umlaufvermögen 10.077.746,48 9.974.237,73
I. Vorräte 4.085.133,41 4.626.122,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.872.885,53 2.269.410,92
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 146.058,37 55.114,09
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.726.827,16 2.214.296,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 250,00 250,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.119.727,54 3.078.704,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 222.972,34 257.536,13
Summe Aktiva 10.828.195,82 10.761.380,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.156.733,23 6.992.181,10
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 5.666.616,51 6.444.723,96
III. Jahresüberschuss 1.464.552,13 521.892,55
B. Rückstellungen 1.250.315,69 584.250,73
C. Verbindlichkeiten 2.421.146,90 3.184.949,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 720.000,00 1.822.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 720.000,00 1.822.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.701.146,90 1.362.949,03
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.701.146,90 1.362.949,03
Summe Passiva 10.828.195,82 10.761.380,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.936.483,37 10.080.594,91
2. Personalaufwand 2.587.901,94 2.366.898,81
a) Löhne und Gehälter 2.164.955,99 1.987.770,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 422.945,95 379.128,63
davon für Altersversorgung 102.753,11 64.944,37
3. Abschreibungen 115.714,59 118.943,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 115.714,59 118.943,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.061.576,07 6.754.886,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 154.652,30 401.986,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.005,48 7.958,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.663,00 13.990,09
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.463,00 3.490,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 806.187,12 310.136,54
8. Ergebnis nach Steuern 1.466.446,13 523.697,55
9. sonstige Steuern 1.894,00 1.805,00
10. Jahresüberschuss 1.464.552,13 521.892,55

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die DPI GmbH hat ihren Sitz in Brühl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 44733 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem. § 253 III HGB mit zehn Jahren angenommen. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 I HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 III 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Das Bewertungsvereinfachungsfahren nach § 256 HGB und § 240 Abs. 4 HGB wurden angewendet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Wertberichtigungen auf Forderungen wurden soweit notwendig vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der Teilwertmethode ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre von 1,82 % verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit mit 2% berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge/ Umgliederung
EUR
Abschreibung
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.438,60 7.968,22 0,00 0,00 258.406,82
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 9.044,06 0,00 0,00 0,00 9.044,06
technische Anlagen und Maschinen 99.111,09 0,00 0,00 0,00 99.111,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 809.267,12 105.616,37 0,00 0,00 914.883,49
917.422,27 105.616,37 0,00 0,00 1.023.038,64
1.167.860,87 113.584,59 0,00 0,00 1.281.445,46
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibung
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.983,60 19.813,22 0,00 0,00 200.796,82
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 3.393,06 904,00 0,00 0,00 4.297,06
technische Anlagen und Maschinen 32.200,09 6.133,00 0,00 0,00 38.333,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 421.677,12 88.864,37 0,00 0,00 510.541,49
457.270,27 95.901,37 0,00 0,00 553.171,64
638.253,87 115.714,59 0,00 0,00 753.968,46
Restbuchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge/ Umgliederung
EUR
Abschreibung
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.455,00 7.968,22 0,00 19.813,22 57.610,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 5.651,00 0,00 0,00 904,00 4.747,00
technische Anlagen und Maschinen 66.911,00 0,00 0,00 6.133,00 60.778,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.590,00 105.616,37 0,00 88.864,37 404.342,00
460.152,00 105.616,37 0,00 95.901,37 469.867,00
529.607,00 113.584,59 0,00 115.714,89 527.477,00

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 613,6 TEUR (i.Vj.: 53,1 TEUR).

(3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen Umsatzsteuerforder- ungen dar.

(4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB für Aufwendungen gebildet, die zukünftigen Abrechnungszeiträumen zuzuordnen sind.

(5) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 50.000,00 DM und ist in voller Höhe eingezahlt. Das gezeichnete Kapital wurde noch nicht auf EUR umgestellt (Art. 42 III EGHGB).

(6) Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. projizierte Einmalbetragsmethode oder projected unit credit method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Jahre von 1,82 % (i.Vj.: 1,78 %) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde;

Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuation wurden nicht berücksichtigt;

Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018G".

Das Deckungsvermögen wurde im Geschäftsjahr 2023 ausgezahlt. Die Voraussetzungen einer Saldierung i.S.v. § 252 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen somit nicht mehr vor.

Deckungsvermögen
EUR
Pensionsverpflichtung
EUR
Saldierung
EUR
Stand am 31.12.2022 758.264,00 -960.800,00 -202.536,00
Ausgezahlte Versicherungsprämie -758.264,00 0,00 -758.264,00
Saldierung von Erträgen und Aufwendungen aus Deckungsvermögen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen 0,00 -17.979,00 -17.979,00
Personalanteil der Zuführung zum Erfüllungsbetrag (Personalaufwand) abzgl. gezahlter Renten 0,00 -27.038,00 -27.038,00
Stand am 31.12.2023 0,00 -1.005.817,00 -1.005.817,00

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 9.326,00 EUR, die im vollen Umfang auf den Ertrag aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen.

(7) Steuerrückstellungen

Betreffen die Gewerbesteuer i.H.v. 243 TEUR und Körperschaftsteuer i.H.v. 310 TEUR. Davon für das Geschäftsjahr 2023 i.H.v. 355 und für 2022 i.H.v. 198 TEUR.

(8) sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Tantieme 287.183,32 197.430,73
Gewährleistungen 96.805,00 118.830,00
Jahresabschluss, Prüfung u. Offenlegung 50.000,00 50.000,00
sonstige 15.357,00 15.454,00
449.345,32 381.714,73

(9) Verbindlichkeiten

Am Abschlussstichtag hatten die Verbindlichkeiten der Gesellschaft die nachfolgend dargestellte Restlaufzeiten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 990.748,79 818.162,92
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 720.000,00 1.822.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 641.647,88 544.786,11
2.352.396,67 3.184.949,03
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Sonstige Verbindlichkeiten 68.750,23 0,00
68.750,23 0,00
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
0,00 0,00
2.421.146,90 3.184.949,03

Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter werden i.H.v. 720 TEUR (i.Vj.: 1.822 TEUR) mit einem Zinssatz von 1,5% verzinst.

Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten.

(10) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse Gesamt Sicherung durch Pfandrechte o.ä.
EUR Sicherung EUR
aus Bürgschaften 0,00 keine 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 keine 0,00
aus Gewährleistungsverträgen 6.225.000,00 keine 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.225.000,00 keine 0,00
Stand am 31.12.2023 6.225.000,00 0,00

Die Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in volle Höhe zugleich Haftungsverhältnisse gegenüber Gesellschafter.

Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

(11) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind, in Höhe von Mio. 1,45 EUR (i.Vj.: Mio. 1,38 EUR).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(12) sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Finanzderivate in Höhe von 195 TEUR (i.Vj.: 298 TEUR) enthalten. Ferner sind in dem Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 34 TEUR (i.Vj.: 15 TEUR) und Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögen 0 TEUR (i.Vj.: 35 TEUR) enthalten.

(13) sonstige betriebliche Aufwendungen

Aus der Finanzderivate sind Aufwendungen in Höhe von 154 TEUR (i.Vj.: 402 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen von 1 TEUR (i.Vj.: 0 TEUR) erfasst worden. Ferner sind Forderungsverluste i.H.v. 0 TEUR (i.Vj.: 0 TEUR) enthalten.

(14) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen aus Vorjahren i.H.v. 198 TEUR (i. Vj.: +2,7 TEUR)

VI. Sonstige Angaben

(15) Angaben zu den Mitgliedern und Bezügen der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 und 10 HGB)

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 von

Herrn Norbert Röhrig, Kaufmann; Brühl

vertreten.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurden entsprechend der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

(16) Angaben zur Zahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 36 (i.Vj.: 37) Personen beschäftigt.

(17) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Zu gegenwärtigen Zeitpunkt können Dauer und Intensität der staatlichen verhängten Einschränkungen sowie deren Auswirkungen auf die zukünftige Wirtschaftslage nicht qualifiziert prognostiziert werden. Eine Bestandsgefährdung unseres Unternehmens erwarten wir aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Brühl, den 25.10.2024

DPI GmbH

Norbert Röhrig, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Norbert Röhrig

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DPI GmbH, Brühl

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DPI GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DPI GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25.10.2024

VHL Vahle & Langholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Hans-Georg Langholz, Wirtschaftsprüfer

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