AOW Potsdam GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arnaud Sabadie seit 30.12.2025 | Geschäftsführer |
Björn Rudolf Überschär seit 16.4.2021 | Geschäftsführer |
Marie-Christine Marchive seit 27.2.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sephora Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Sephora Germany GmbH, Düsseldorf1. Geschäft und Rahmenbedingungen Die Sephora Germany GmbH wurde am 13. Januar 2017 gegründet und befindet sich seitdem kontinuierlich im Aufbau. Die Gesellschaft vertreibt Parfum- und Kosmetikprodukte, diese umfassen die Segmente Parfum, Make- up, Haut- und Haarpflege für Damen und Herren. Die Sephora Germany GmbH ist zu 100% eine Tochtergesellschaft der Sephora S.A.S., Saran/Frankreich; beide Gesellschaften sind Teil der LVMH-Gruppe. Die von der Sephora Germany GmbH vertriebenen Produkte werden bei der Muttergesellschaft, verbundenen Unternehmen und dritten externen Unternehmen eingekauft. Die Produkte werden ausschließlich an Endverbraucher veräußert. Das Unternehmen betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Der Vertrieb von Produkten der Sephora Germany GmbH erfolgt über den eigenen Onlineshop, sephora.de, sowie in 6 eigenen Stores und 14 Cornern (Shop-in-Shop-Konzept bei Galeria GmbH, Essen) in Deutschland. Ebenfalls werden die Produkte über das Online-Portal von Galeria GmbH, Essen, vertrieben (galeria.de). Die im September 2021 geschlossene Zalando-Partnerschaft wurde einvernehmlich zum 06. Oktober 2023 beendet. Die Sephora Stores befinden sich in Köln, Frankfurt am Main (Zeil und Main-Taunus-Zentrum), Oberhausen, Hamburg und Düsseldorf. Es werden Corner an Standorten der Galeria GmbH in den folgenden Städten betrieben: München, Bonn, Hannover, Heidelberg, Düsseldorf, Berlin (2x), Stuttgart, Aachen, Nürnberg, Kassel, Leipzig, Dortmund und Dresden. Der Corner in Oberhausen wurde am 09. September 2023 und der Corner in Bremen am 14. Oktober 2023 geschlossen. Zum 01. Januar 2023 wurde die Sephora Germany GmbH Teil eines sogenannten HUBs, dass die Märkte Deutschland, Schweiz, Dänemark und Schweden einschließt. Die Ländergesellschaften existieren weiterhin, allerdings wurde die Geschäftsführung, das Management Team sowie die Teams in den einzelnen Abteilungen konsolidiert. Der Großteil des Teams ist in Deutschland tätig, die Verteilung sämtlicher Personalkosten wird im Rahmen eines Service Level Agreements geregelt. 2. Bilanzielle Überschuldung sowie Patronats- und Rangrücktrittserklärung Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 63.581 (Vorjahr: TEUR 60.472). Die alleinige Gesellschafterin der Sephora Germany GmbH, die Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, hat gegenüber der Sephora Germany GmbH am 14. Mai 2024 eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung erteilt. Die Gültigkeit dieser Patronatserklärung endet 12 Monate nach der Feststellung des für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, spätestens jedoch zum 31. Dezember 2025 oder zum Zeitpunkt der Beendigung der Gesellschafterstellung der Sephora S.A.S. vor der Feststellung des für das Jahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, sofern eine mit dieser Patronatserklärung gleichwertige Erklärung des Rechtsnachfolgers oder eines anderen geeigneten Dritten vorliegt. Derzeit liegen keine Anhaltspunkte vor, die darauf schließen lassen würden, dass die Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um den Verpflichtungen aus der für die Gesellschaft abgegebenen Patronatserklärung nachkommen zu können. Die Geschäftsführung geht bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Gesellschaft aus. Hinsichtlich der Ausführungen zur Finanzierung und zu den bestandsgefährdenden Tatsachen verweisen wir auf Abschnitt 4 (Finanzlage) und Abschnitt 7 (Risiken der künftigen Entwicklung). 3. Geschäftsverlauf 2023 Der Einzelhandel in Deutschland konnte in den vergangenen Jahren den Umsatz kontinuierlich steigern. Für das Jahr 2023 errechnete der Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 650,3 Milliarden Euro. 1 Im Gegensatz zum Vorjahr erzielte der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz als im Jahr 2022. Der Versand- und Interneteinzelhandel konnte während der Corona-Krise enorme Umsatzzuwächse erzielen, im Jahr 2023 ging der Umsatz abermals um 3,9% real und um 0,4% nominal gegenüber 2022 zurück. 2 Der Umsatz im Bereich Versand- und Interneteinzelhandel beläuft sich im Jahr 2023 auf 79,7 Milliarden Euro und ist somit 12% unter Vorjahr. 3 Der Umsatz im Einzelhandel im Bereich Apotheken, kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte lag im Jahr 2023 real bei 2% unter Vorjahr, nominal bei 2,8% über Vorjahr. 4
1 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland bis 2023
| Statista
2 Einzelhandelsumsatz Im Jahr 2023 I Destatis
3 E-Commerce-Umsatz 2023 | Statista
4 Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 I Destatis
Die deutsche Wirtschaft und deren Entwicklung kam im Jahr 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds ins Stocken. Hohe Preise, steigende Zinsen und geringere Nachfragen prägten 2023. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland sank im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 5 Die Inflationsrate 2023 lag mit 5,9 Prozent unter Vorjahr, jedoch weiterhin auf einem hohen Stand. 6 Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwäche stabil: Die Anzahl der Erwerbstätigen stieg im Durchschnitt um 0,7 Prozent auf einen Höchststand von 45,9 Millionen im Jahr 2023 und die Arbeitslosenquote betrug im Jahresdurchschnitt 5,7 Prozent. Maßgeblich für die Beschäftigungszunahme auf dem deutschen Arbeitsmarkt war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. 7
5 Deutsches Bruttoinland.sprodukt I Bundesbank
6 Inflationsrate Im Jahr 2023 I Destatis
7 Erwerbstätiqkeit im Jahr 2023 I Destatis
Die Sephora Germany GmbH erwirtschaftete im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 124 und ist 48% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das Retailgeschäft hat sich nach der Corona-Pandemie vollständig entspannt und verzeichnete eine Verdoppelung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Das Onlinegeschäft inkl. der erwirtschafteten Umsätze aus dem Zalando-Partnerprogramm wuchs mit 44%, allerdings ist hier die Beendigung der Partnerschaft mit Zalando zum 06. Oktober 2023 zu berücksichtigen. Der Umsatz im deutschen Prestige Beauty Markt ist im Jahr 2023 um rund 12% (Quelle: Circana) gewachsen, die Sephora Germany GmbH konnte dementsprechend ihre Marktanteile ausbauen. Der größte Wettbewerber, die Parfümeriekette Douglas, konnte ebenfalls Marktanteile gewinnen. Insbesondere der Onlinehandel ist durch starken Preisdruck geprägt, der eine Herausforderung für die Margenentwicklung darstellt. Das Alleinstellungsmerkmal von Sephora ist der Vertrieb von exklusiven Produkten und der eigenen Marke, die unter der Bezeichnung "Sephora Collection" geführt wird. Die Sephora Germany GmbH ist stark durch die saisonalen Effekte im Einzelhandel geprägt. Dies sind unter anderem Valentinstag, Ostern, Muttertag und vor allem der Black Friday und das Weihnachtsgeschäft. 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme der Sephora Germany GmbH hat sich um TEUR 2.036 auf TEUR 90.302 erhöht. Die Erhöhung ist vor allem auf den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 63.581 (Vorjahr: TEUR 60.472) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 2.369 auf TEUR 81.165. Das Anlagevermögen ist um TEUR 998 gesunken und liegt bei TEUR 3.698 (Vorjahr: TEUR 4.696). Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 112 und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.175 andererseits Abgänge in Höhe von TEUR 426 sowie Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.229 gegenüber. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte (= Umsatzerlöse/Vorratsbestand) ist von 5,7 im Jahr 2022 auf 7,3 im Jahr 2023 gestiegen. Die Veränderung der Vorräte ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Umsatzvolumen beider Geschäftsbereiche (Retail und Web). Die Beschaffung der Handelsware erfolgt bei der französischen Muttergesellschaft wie auch bei verbundenen Unternehmen der LVMH-Gruppe und externen Lieferanten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.081 (Vorjahr: TEUR 8.464) sind kurzfristig. Der Hauptanteil betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.262 (Vorjahr: TEUR 5.039) sowie Forderungen gegenüber lokalen Lieferanten in Bezug auf Bonusabsprachen über TEUR 1.682 (Vorjahr: TEUR 1.197). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Wegfall der Forderungen gegenüber Zalando zurückzuführen, die erwirtschafteten Umsätze über die Plattform abzüglich der vereinbarten Kommission unterlagen einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 2.725. Der Jahresfehlbetrag konnte im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gemindert werden und beträgt TEUR 3.109, der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöht sich auf TEUR 63.581. Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 8.370 (-1%) knapp unter Vorjahres-Niveau und beinhalten in erster Linie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und Personalkosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten liegen bei TEUR 4.898 und somit TEUR 1.658 über dem Vorjahr. Gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf TEUR 73.211 (Vorjahr: TEUR 72.813); der Hauptanteil entfällt dabei mit TEUR 66.487 (Vorjahr: TEUR 68.113) auf das Cash-Pooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 3.056, davon sind TEUR 2.880 Umsatzsteuerverbindlichkeiten zuzuordnen. Der Anstieg in den sonstigen Rückstellungen sowie in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steht ebenfalls in Zusammenhang mit dem generellen Umsatzanstieg sowie dem damit verbundenen Personalaufbau im Retailbereich. Finanzlage Die Finanzierung des Unternehmens, seiner Gesellschafterin und der LVMH-Gruppe insgesamt erfolgt durch das Cash-Pooling mit der LVMH Group Treasury S.A., Paris, Frankreich (vorher: LVMH Finance Belgique S.A., Brüs- sel/Belgien), welche eine 100%ige Tochtergesellschaft der LVMH SE (LVMH Moet Hennessy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich) ist. Für das Cash-Pooling stehen Mittel der LVMH-Gruppe zur Verfügung. Die Planungen und Forecasts der Sephora Germany GmbH sind dabei Bestandteil der Liquiditätsplanung der Muttergesellschaft Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, und der LVMH-Gruppe. Die Sephora Germany GmbH erwartet auch, sich im laufenden Jahr 2024 unter Inanspruchnahme des konzerninternen Cash-Poolings bei der LVMH Group Treasury S.A., Paris, Frankreich, finanzieren zu können. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR. 124 (Vorjahr: Mio. EUR 84). Der Umsatzzuwachs in Höhe von 48% gegenüber dem Vorjahr ist gleichermaßen auf das Retail und Web Geschäft zurückzuführen. Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen auf TEUR 5.963 (Vorjahr: TEUR 4.340) steht im Zusammenhang mit Beteiligungen an Marketinginvestitionen. Ein weiterer Teil der sonstigen betrieblichen Erträge sind die Weiterbelastungen der Personalkosten im Rahmen des Service Level Agreements des HUBs in Höhe von TEUR 1.540. Relativ blieben die sonstigen betrieblichen Erträge auf Vorjahresniveau bei 4,7% der Umsatzerlöse. Die operativen Kosten (Material- und Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen um 28% und damit deutlich weniger stark wie der Umsatz. Der Anstieg im Kostenbereich begründet sich durch das Wachstum im Onlinegeschäft und den damit verbundenen höheren Aufwendungen für Lager- und Transportkosten sowie den gestiegenen Werbe- IT- und Reisekosten. Der Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte gesunken. Das Jahresergebnis liegt über Vorjahres-Niveau, der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt TEUR 3.109 (Vorjahr: TEUR 14.814). Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 267 Mitarbeiter (Vorjahr: 238), davon 45 Mitarbeiter (Vorjahr: 46) in der Verwaltung und 222 Mitarbeiter (Vorjahr: 192) im Verkauf. Die Stellen im Verkauf wurden im Jahr 2023 aufgrund der Umsatzentwicklung sukzessive aufgebaut, um eine ausreichende personelle Besetzung im Tagesgeschäft zu gewährleisten. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 7%. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken (TEUR 2.229; Vorjahr TEUR 2.627). Grund hierfür sind die auslaufenden Abschreibungen auf Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 5.473 auf TEUR 44.604. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen enthalten: Aufwendungen für Werbung, für Mieträumlichkeiten, für Logistik und Management Fees sowie Lizenzen für die Muttergesellschaft, die auch den Hauptteil des Anstiegs verursachten. Zusammenfassend, betreffend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, konnte im Geschäftsjahr 2023 das Geschäft im stationären Handel sowie im Online-Business nochmal deutlich ausgebaut werden. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren In 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 124 erzielt, in 2022 von Mio. EUR 84. Die Geschäftsführung hatte auf Basis der letzten Hochrechnung in 2023 Umsatzerlöse von Mio. EUR 114 geplant, die Umsätze insbesondere während des Weihnachtsgeschäftes lagen nochmals deutlich über der Erwartung. Es gab allerdings leichte Abweichungen in den Kanälen, das stationäre Geschäft lag mit +7%, das Onlinebusiness mit +16% über den Erwartungen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend. Für 2024 plant die Gesellschaft Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau in Höhe von Mio. EUR 124; dies entspricht der aktuellen Prognose. Hierbei ist der Wegfall des Business mit Zalando zu berücksichtigen, wessen Umsatzerlös in 2023 16 Mio. EUR betrug. Bei der Prognose gehen wir weiterhin davon aus, dass es im Laufe des Jahres zu keinem Ausbruch in Bezug auf Corona kommen wird und die Entwicklung der Verbraucherpreise weiterhin keine Auswirkungen auf den Beautymarkt haben wird. Zudem gibt es derzeit keine Erkenntnisse, dass die geplanten Standortschließungen im Zuge der erneuten Insolvenz der Galeria GmbH einen der aktuellen Standorte betreffen wird. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Krankenquote lag im Geschäftsjahr 2023 bei durchschnittlich 8,5% (Vorjahr: 10,3%). Dies lässt sich durch die Grippewelle im Frühjahr sowie im Herbst und die heiße Sommerzeit und die damit verbundenen Hitzewellen in unseren Stores erklären. Für 2024 liegt die Krankenquote im 1. Quartal 2024 bei 11,4% aufgrund der kalten Jahreszeit und der bekannten Grippewelle. Die Sephora Germany GmbH rechnet mit einer dem Vorjahr vergleichbaren Krankheitsquote von ca. 8% für das Gesamtjahr 2024. Langfristig wird mit einer Reduktion der Krankenquote auf 5% geplant. In den letzten Jahren konnte eine kontinuierliche Umsatzsteigerung im Online-Business verzeichnet werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese im Jahr 2024 weiterhin zunehmen werden, aufgrund der anhaltenden positiven Entwicklung im stationären ist auch hier von einer weiteren Umsatzsteigerung auszugehen. 7. Risiken der künftigen Entwicklung Die alleinige Gesellschafterin der Sephora Germany GmbH, die Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, hat gegenüber der Sephora Germany GmbH eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung erteilt. Die Gültigkeit dieser Patronatserklärung endet 12 Monate nach der Feststellung des für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, spätestens jedoch zum 31.12.2025 oder zum Zeitpunkt der Beendigung der Gesellschafterstellung der Sephora S.A.S. vor der Feststellung des für das Jahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, sofern eine mit dieser Patronatserklärung gleichwertige Erklärung des Rechtsnachfolgers oder eines anderen geeigneten Dritten vorliegt. Die Planungen der Sephora Germany GmbH zeigen jedoch, dass die Gesellschaft auch über die Gültigkeitsdauer der Patronatserklärung hinaus auf die finanzielle Unterstützung durch den Gesellschafter oder LVMH Group Treasury S.A., Paris/Frankreich, angewiesen ist; insoweit ist die Gesellschaft bei einem Ausbleiben dieser Unterstützung in ihrem Bestand gefährdet. Das Ausbleiben der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin wird durch die Geschäftsführung als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. Die Produktpalette von Sephora Germany GmbH wird hauptsächlich von der Muttergesellschaft und von den verbundenen Unternehmen bezogen, es ist daher derzeit kein Lieferantenengpass ersichtlich. Die IT wird über die LVMH-Gruppe betrieben, was die eigenen Sephora-Stores betrifft, und über die Galeria GmbH, was die Corner betrifft; diese Daten werden über eine Schnittstelle der Galeria GmbH der Sephora Germany GmbH zur Verfügung gestellt. Es besteht das Risiko, dass durch die finanziell angespannte Situation der Galeria GmbH (erneutes Insolvenzverfahren in Q4 2023 eingeleitet) notwendige Investitionen in der IT nicht oder nicht zeitnah ausgeführt werden, so dass es zu IT-Ausfällen kommen könnte. Das Risiko schätzt die Geschäftsführung jedoch als gering ein. Das Cash-Pooling wird gemeinsam mit der LVMH-Gruppe geführt. Weiterhin besteht eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung mit der Sephora S.A.S., Saran/Frankreich. Die Geschäftsführung sieht das Risiko eines Ausfalls des Patrons als gering an, da die Sephora S.A.S. ebenfalls zur LVMH-Gruppe gehört und die LVMH Moet Hennessy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich, als oberste Gesellschaft über ausreichende Liquidität verfügt. Wesentliche Preisänderungs- und Ausfallrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen bei der Gesellschaft aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht. Liquiditätsrisiken sind auszuschließen, solange die Gesellschaft weiterhin finanzielle Unterstützung von der Gesellschafterin oder der LVMH Group Treasury S.A., Paris/Frankreich, erhält. Von Seiten der LVMH SE, Paris/Frankreich, als Konzernobergesellschaft werden die Finanzlage und die Liquidität des Konzerns nach wie vor als robust eingestuft, so dass sich aktuell keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung der Liquidität über das konzernweite Cash-Pooling ergeben. Liquiditätsschwierigkeiten im Zusammenhang mit etwaigen Forderungsausfällen werden als gering eingestuft. Außerdem hat die Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, gegenüber der Sephora Germany GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Zur Risikoidentifizierung sind interne Richtlinien entwickelt und implementiert worden. Die Einhaltung der Richtlinien wird in regelmäßigen Abständen intern geprüft. Die Sephora Germany GmbH ist vollständig in die Prozesse, das Berichtswesen und in das Risikofrüherkennungssystem der börsennotierten LVMH-Gruppe eingebunden. Das Risikofrüherkennungssystem der LVMH Gruppe sowie das bei der Sephora Germany GmbH eingerichtete Kontrollumfeld zielen darauf ab, dass bestandsgefährdende Risiken identifiziert und angemessene Maßnahmen eingeleitet werden. Risiken bezüglich der Forderungen aus den Kreditkarteneinnahmen sind über das jeweilige Kreditinstitut abgesichert. Forderungen gegen die Galeria werden wöchentlich überwacht und im Falle eines Zahlungsausfalls direkt geklärt. Durch die weiterhin angespannte finanzielle Situation der Galeria GmbH besteht ein Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Galeria GmbH. Für die Sephora Germany GmbH bedeutet dies, dass diese Forderungen gegebenenfalls als "Risiko"-Forderungen betrachtet und abgewertet werden müssen. Im Zuge des Insolvenzverfahrens der Galeria GmbH wurden weitere Filialschließungen angekündigt, die allerdings nach derzeitigem Kenntnisstand keine der Standorte der Sephora Germany GmbH betreffen. Eine weitere Gefährdung der Galeria würde auch Umsatzeinbußen für die Sephora Germany GmbH mit sich ziehen. Zwar ist das Zinsniveau auf dem Weltmarkt angestiegen, die LVMH-Gruppe verfügt jedoch über hohe Liquidität und kann sich dementsprechend günstig finanzieren. Nichtsdestotrotz hatte das in 2023 gestiegene Zinsniveau einen wesentlichen Einfluss auf den Cashflow der Sephora Germany GmbH. Basierend auf der Prognose sinkender Zinsen, wird davon ausgegangen, dass sich die Situation in 2024 entspannen wird. Das Ausmaß und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken werden von der Geschäftsführung als mittel eingeschätzt. 8. Chancen und voraussichtliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 ist durch den Verlauf der Weltwirtschaft und der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Lage beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass die makroökonomische Lage sowie die geopolitisch angespannte Situation weiter bestehen bleiben und sich negativ auf das Kaufverhalten der Konsumenten auswirken wird. Eine genauere Quantifizierung der Effekte auf die prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren kann jedoch aufgrund der dynamischen Entwicklung und der diesbezüglich bestehenden Unsicherheiten aktuell nicht erfolgen. Bis dato hatte insbesondere der Anstieg der Verbraucherpreise keine Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Das 1. Quartal 2024 zeigt weiterhin eine positive Entwicklung im Retail- sowie im Onlinebusiness, insofern erwarten wir Umsätze auf Vorjahresniveau, dies berücksichtigt den Wegfall der Umsätze aus der Zalando-Partnerschaft. Die Prioritäten liegen beim kontinuierlichen Ausbau des Online-Geschäftes, der Erhöhung des Digitalisierungsgrades, der Stabilisierung und des Ausbaus des Retail Netzwerkes und der Durchführung eines konsequenten und agilen Krisenmanagements. Die prognostizierte Umsatzsteigerung wird erwartungsgemäß zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen. Die Gesellschaft setzt auf Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie arbeiten wir kontinuierlich an unserem Marken- und Produktportfolio, das wir in allen Kategorien optimieren und erweitern. Somit können wir auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppen eingehen, zusätzliche Umsätze generieren und weitere Marktanteile gewinnen. Bezüglich der Prognose für 2024 verweisen wir auf die Ausführungen zu den finanziellen (Abschnitt 5) und nichtfinanziellen (Abschnitt 6) Leistungsindikatoren.
Düsseldorf, den 20. März 2024 Sephora Germany GmbH Die Geschäftsführung Marie-Christine Marchive Björn Rudolf Überschär Nazli Zeynep Onursal Bilanz zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Sephora Germany GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB83025). Die Sephora Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Der Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzielle Überschuldung sowie Patronats- und Rangrücktrittserklärung Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt Tsd. EUR 63.581 (Vorjahr: Tsd. EUR 60.472). Die alleinige Gesellschafterin der Sephora Germany GmbH, die Sephora S.A.S., Saran/ Frankreich, hat gegenüber der Sephora Germany GmbH am 14. Mai 2024 eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung erteilt. Die Gültigkeit dieser Patronatserklärung endet 12 Monate nach der Feststellung des für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, spätestens jedoch zum 31. Dezember 2025 oder zum Zeitpunkt der Beendigung der Gesellschafterstellung der Sephora S.A.S. vor der Feststellung des für das Jahr 2023 aufgestellten Jahresabschlusses, sofern eine mit dieser Patronatserklärung gleichwertige Erklärung des Rechtsnachfolgers oder eines anderen geeigneten Dritten vorliegt. Die Geschäftsführung sieht die Fortführung der Gesellschaft als nicht gefährdet an, solange die Gesellschaft weiterhin finanzielle Unterstützung von der Gesellschafterin oder der LVMH Finance Belgique S.A., Brüssel/ Belgien, erhält. Sofern die Gesellschaft die Unterstützung nicht mehr erhält, ist die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Es wird auf die entsprechenden Abschnitte des Lageberichts verwiesen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 10 Jahre. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EstG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellkosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen. Die Vorräte sind zu Einzelanschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/ oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vordem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern ermittelt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr ist auf Forderungen gegenüber Zalando zurückzuführen; die erwirtschafteten Umsätze über die Plattform abzüglich der vereinbarten Kommission unterlagen einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Die Partnerschaft wurde mit Oktober 2023 beendet. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferantenkonditionen, deren Abrechnung erst im Folgejahr erfolgt. Gezeichnetes Kapital Zum 31.12.2023 betrug das gezeichnete Kapital unverändert Tsd. EUR 2.725. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von Tsd. EUR 4.044 (Vorjahr Tsd. EUR 4.109) 1 , Logistikrückstellungen in Höhe von Tsd. EUR 958 (Vorjahr Tsd. EUR 715), Urlaub in Höhe von Tsd. EUR 72 (Vorjahr Tsd. EUR 121), für Sozialversicherungszahlungen Tsd. EUR 96 (Vorjahr Tsd. EUR 86), für Rechts- und Beratungskosten Tsd. EUR 370 (Vorjahr Tsd. EUR 95) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten sowie Steuerberatungsaufwendungen Tsd. EUR 138 (VorjahrTsd. EUR40).
1 Vorjahr korrigiert, vorher Tsd. EUR 4.193
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Tsd. EUR 6.157 (Vorjahr Tsd. EUR 4.462) gegenüber Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von Tsd. EUR 6.157 (Vorjahr Tsd. EUR 4.462). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling von Tsd. EUR 66.487 (Vorjahr Tsd. EUR 68.113) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. EUR 2.880 (Vorjahr Tsd. EUR 2.611) sowie Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer von Tsd. EUR 176 (Vorjahr Tsd. EUR 131). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist zum Stichtag Abgrenzungen von Erträgen aus Mietzuschüssen in Höhe von Tsd. EUR 768 (Vorjahr Tsd. EUR 1.008) aus. IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von Tsd. EUR 124.236 (Vorjahr Tsd. 83.897) resultieren aus dem Verkauf von Parfümeriewaren und Kosmetikprodukten sowie aus Dienstleistungen im Parfümerie- und Kosmetikbereich, 10% (Vorjahr 8%) der Umsatzerlöse wurden in Österreich erzielt. Auf die Verteilung der Umsatzerlöse gern. § 285 Nr. 4 HGB wird verzichtet, da von der Schutzklausel gern. § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht wird. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus weiterbelasteten Leistungen in Bezug auf Marketingmaßnahmen sowie Weiterbelastungen von Personalkosten innerhalb des HUBs. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Werbe- und Repräsentationskosten in Höhe von Tsd. EUR 13.856 (Vorjahr Tsd. EUR 12.625), Raumkosten von Tsd. EUR 11.540 (Vorjahr Tsd. EUR 9.540), Logistikkosten von Tsd. EUR 5.748 (Vorjahr Tsd. EUR 5.370), Aufwendungen für externe Mitarbeiter von Tsd. EUR 536 (Vorjahr Tsd. EUR 740) sowie Aufwendungen für Lizenzgebühren von Tsd. EUR 2.612 (Vorjahr Tsd. EUR 1.924). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren aus Zinsen für Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Poolings in Höhe von Tsd. EUR 2.952 (VorjahrTsd. EUR 426). V. Sonstige Angaben Haftung: Cash-Pool Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling mit der LVMH Group Treasury S.A., Paris, Frankreich (vorher: LVMH Finance Belgique S.A., Brüssel/Belgien), eingebunden. Zum Bilanzstichtag bestand kein Risiko der Haftungsinanspruchnahme. Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom gesetzlichen Abschlussprüfer ein Honorar von ca. Tsd. EUR 28 berechnet. Die Steuerberaterleistungen betrugen Tsd. EUR 110. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Geschäftsführung Marie-Christine Marchive, Sephora One Europe Region VP, Paris/ Frankreich (seit 20. Januar 2020) Björn Rudolf Überschär, Sephora Germany General Manager, Düsseldorf (seit 15. März 2021) Nazil Onursal, Sephora Germany, Paris/Frankreich (seit 06. April 2023) Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft allein. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Betreffend die Geschäftsführervergütung wird auf die in § 285 Nr. 9a HGB verlangten Angaben gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 267 Arbeitnehmer, davon 222 Arbeitnehmer in den einzelnen Verkaufsräumen sowie 45 Arbeitnehmer in der Verwaltung. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Sephora Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss der LVMH Moet Hennessy-Louis Vuitton SE, Paris/ Frankreich, mit einbezogen (kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist bei der LVMH Moet Hennessy-Louis Vuitton SE, 22, Avenue Montaigne, 75008 Paris/ Frankreich, sowie beim Registre du Commerce et des Societes (www.infogreffe.fr) erhältlich. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die makroökonomische Lage sowie die geopolitisch angespannte Situation haben im Geschäftsjahr 2024 Auswirkungen auf die Wirtschaft. Wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht (Prognosebericht, Risikobericht). Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.
Düsseldorf, den 20. März 2024 Sephora Germany GmbH Marie-Christine Marchive Björn Rudolf Überschär Nazil Onursal Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sephora Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sephora Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sephora Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Bilanzielle Überschuldung sowie Patronats- und Rangrücktrittserklärung" im Abschnitt I "Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie die Angaben im 2. Abschnitt ("Bilanzielle Überschuldung sowie Patronats- und Rangrücktrittserklärung") und im 7. Abschnitt ("Risiken der künftigen Entwicklung") des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet, finanziell abhängig von der Alleingesellschafterin, der Sephora S.A.S., Saran/Frankreich, und in ihrem Bestand gefährdet ist. Wie im Anhang und in Abschnitt 2 sowie 7 des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs.2 S.3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 7. Oktober 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer Christoph Mack, Wirtschaftsprüfer |
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