Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 101621
Eingetragen
26.2.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Export von Maschinen und Anlagen, insbesondere zur Verarbeitung von Süßwaren und deren Verpackung. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen im In- und Ausland erwerben, sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die der Förderung des vorgenannten Gegenstandes des Unternehmen dienen. Gegenstand der Gesellschaft kann auch sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen Organschaftsverhältnisses zu sein. Die Gesellschafterversammlung kann die Geschäftsführung ermächtigen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Theobald Huch
seit 17.3.2020
Geschäftsführer
Uwe Miodowski
seit 9.7.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
360.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CHOCOTECH GmbH

Wernigerode

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

CHOCOTECH GMBH, WERNIGERODE

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.275.481,50 2.302
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 75.511,00 75
II. Sachanlagen 99.970,50 127
III. Finanzanlagen 2.100.000,00 2.100
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.645.711,99 17.459
I. Vorräte 2.855.219,29 5.224
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.366.323,77 9.564
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.424.168,93 2.671
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 124.911,24 411
18.046.104,73 20.172

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 11.752.707,76 10.753
I. Gezeichnetes Kapital 360.000,00 360
II. Kapitalrücklage 9.200.000,00 8.200
III. andere Gewinnrücklagen 2.192.707,76 2.193
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.367.476,00 2.138
C. VERBINDLICHKEITEN 3.916.920,97 7.281
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.000,00 0
18.046.104,73 20.172

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 18.203.003,54 15.541.532,88
2. Personalaufwand -12.972.956,79 -12.237.797,41
a) Löhne und Gehälter -10.795.460,15 -10.050.100,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.177.496,64 -2.187.697,27
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -153.652,38 -175.186,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -8.126.786,47 -5.723.962,36
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 213,60 255,22
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.621,94 -30.154,88
7. Ergebnis nach Steuern -3.084.800,44 -2.625.313,52
8. sonstige Steuern -2.374,04 -2.410,54
9. Erträge aus Verlustübernahme 3.087.174,48 2.627.724,06
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CHOCOTECH GMBH, WERNIGERODE

A. Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.266.567,39 56.990,00 2.900,00 1.320.657,39
2. geleistete Anzahlungen 0,00 6.225,00 0,00 6.225,00
1.266.567,39 63.215,00 2.900,00 1.326.882,39
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 502.803,87 2.549,88 21.381,33 483.972,42
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.921.331,90 60.814,50 153.515,54 1.828.630,86
2.424.135,77 63.364,38 174.896,87 2.312.603,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.100.000,00 0,00 0,00 2.100.000,00
5.790.703,16 126.579,38 177.796,87 5.739.485,67
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.191.821,39 62.449,00 2.899,00 1.251.371,39
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.191.821,39 62.449,00 2.899,00 1.251.371,39
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 488.432,87 4.538,88 21.377,33 471.594,42
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.807.880,40 86.664,50 153.506,54 1.741.038,36
2.296.313,27 91.203,38 174.883,87 2.212.632,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.488.134,66 153.652,38 177.782,87 3.464.004,17
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.286,00 74.746,00
2. geleistete Anzahlungen 6.225,00 0,00
75.511,00 74.746,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.378,00 14.371,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.592,50 113.451,50
99.970,50 127.822,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.100.000,00 2.100.000,00
2.275.481,50 2.302.568,50

A. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Allgemeines

Die CHOCOTECH GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB. Sie hat ihren Sitz im Dornbergsweg 32 in 38855 Wernigerode und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nr. B 101621 eingetragen.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Für Zwecke der Offenlegung werden die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über einen Zeitraum von 1 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen werden grundsätzlich über die kürzeste zulässige Nutzungsdauer linear vorgenommen. Als Nutzungsdauer der Sachanlagen wird ein Zeitraum von 1 bis 14 Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter über EUR 250,00 bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden, gemäß Wahlrecht § 6 Abs. 2 EStG, im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anschaffungskosten angesetzt.

Bei dauernden Wertminderungen im Anlagevermögen werden Abwertungen vorgenommen.

Die Vorräte werden gemäß § 255 HGB zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurden gemäß § 255 Abs. 3 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen abzüglich der notwendigen Bewertungsabschläge aktiviert.

Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen werden gemäß § 255 HGB zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung werden auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und der notwendigen Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Eine verlustfreie Bewertung wird im Rahmen der Feststellung der Werthaltigkeit und unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Verkaufspreise gewährleistet.

Der Bestand an Kleinmaterial und Werkzeugen wurde durch einen Festwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Höhe gebildet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Bei dem Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellung wurde nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels des Barwertverfahrens unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Als Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung von Trendannahmen ermittelt. Er ist in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Bezüglich des Anlagevermögens verweisen wir auf den unter A. aufgeführten Anlagenspiegel.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich ausschließlich um eine Beteiligung. Angaben zum Anteilsbesitz unterbleiben gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB.

Vorräte

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden in voller Höhe von TEUR 8.393 (Vorjahr: TEUR 4.434) offen von den Vorräten abgesetzt. In den erhaltenen Anzahlungen sind TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 288) der Gesellschafterin enthalten. Der Bestand an Kleinmaterial und Werkzeugen wurde per 31.12.2023 mittels Inventur ermittelt und mit einem Festwert in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 137) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 3.119 (Vorjahr: TEUR 1.921) enthalten. Diese entfallen in Höhe von TEUR 3.119 (Vorjahr: TEUR 1.921) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin. Davon betreffen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 849) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 3.087 (Vorjahr: TEUR 627) sonstige Forderungen. Der Restbetrag betrifft von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 445) sonstige Vermögensgegenstände.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen

Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurde der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung relevante pauschale durchschnittliche Marktzins der letzten zehn Jahre, bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren der Deutschen Bundesbank, zugrunde gelegt. Dieser Zinssatz beträgt zum 31.12.2023 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Der sich aus der Veränderung des maßgeblichen Zinssatzes nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf EUR 4.401,00 und ist gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die Rückstellung für Pensionen berücksichtigt jährliche Rentensteigerungen mit 1,5 %. Gehaltstrends waren nicht zu berücksichtigen.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 5.738) enthalten. Diese entfallen vollständig auf die Gesellschafterin Sollich KG. Von diesem Betrag betreffen TEUR 988 (Vorjahr: TEUR 2.238) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 3.500) sonstige Verbindlichkeiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 818.

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Rohergebnis

Das Rohergebnis enthält in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 64) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren sind in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 575) Erträge aus dem Zahlungseingang wertberichtigter Forderungen enthalten.

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 110) für Aufwendungen für Altersvorsorge enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung betragen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuerumlagen werden von der Organträgerin (Sollich KG) nicht berechnet.

Latente Steuern

Aufgrund der steuerlichen Organschaft werden latente Steuern auf Ebene der Organträgerin berücksichtigt.

D. Ergänzende Angaben

1. Mitarbeiterzahl

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende):

2023 2022
Ø
Anzahl
Ø
Anzahl
Angestellte 89 87
Gewerbliche Arbeitnehmer 106 111
195 198

2. Geschäftsführer

Die Geschäftsführung der CHOCOTECH GmbH wird durch den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer:

Herrn Dipl.-Ing. Theobald Huch, Wolfenbüttel

wahrgenommen.

 

Wernigerode, den 12. August 2024

CHOCOTECH GmbH

gez. Theobald Huch

Hinweis:

Der Jahresabschluss der Chocotech GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 11.11.2024 festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

CHOCOTECH GMBH, WERNIGERODE

A. Grundlagen des Unternehmens

Organisatorische/rechtliche Struktur

Die CHOCOTECH GmbH entwickelt und produziert Prozessanlagen für die Süßwarenindustrie und deren weltweiten Bedarf. Der Firmensitz befindet sich in Wernigerode/Deutschland.

Wesentliche Absatzmärkte und Marktpositionen

Die CHOCOTECH GmbH vertreibt die Anlagen weltweit. Wichtige Absatzmärkte sind Nordamerika, Europa und Asien. Prozessanlagen für Gelee, Karamell, Bindermasse, Kaubonbon und Riegelmassen sind strategische Säulen der Unternehmensausrichtung.

Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Gesellschaft dienten der Weiterentwicklung von Anlagen zur Süßwarenherstellung. Themenschwerpunkte waren:

Ausbau der Anlagenmodule zur effizienteren Realisierung der Kundenprozesse

Erhöhung der Anlageneffizienz, Energieoptimierung im Gesamtprozess

Plattform- und Datenaufbau für weitere Analysemöglichkeiten der Prozessdaten zur Digitalisierung und zur Anlagenkommunikation.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie Neuentwicklungen stärken unsere Marktposition als einer der führenden Systemanbieter. Die Begleitung unserer Kunden bei Entwicklungsprojekten führt zu einer engeren Kundenbindung. Die Fähigkeit, Veränderungen im Markt schnell und effizient mitzugestalten, sowie auf neue Marktanforderungen Antworten zu realisieren, zeigt eine gute Entwicklung zur Stärkung unserer Wettbewerbssituation.

B. Wirtschaftsbericht

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. In den USA (+ 2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils + 0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit + 4,1 Prozent beibehalten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. VDMA (Originaltext)

Der Auftragseingang der CHOCOTECH GmbH lag gegenüber dem Vorjahr auf einem deutlich höheren Niveau. Die Auftragsentwicklung ist als gut zu bezeichnen.

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Ertragslage

Die Auftragssituation spiegelt sich in einem deutlich gestiegenen Umsatz des Jahres 2023 wider. Das Rohergebnis stieg dementsprechend um 17,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erhöhung resultiert hauptsächlich aus gestiegen Umsatz und einer Erhöhung der Bestandsänderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 735 gestiegen. Der Grund für die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr liegt vorwiegend in der Anpassung der Löhne- und Gehälter und in der verbesserten kapazitiven Auslastungssituation. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist mit 195 (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich um TEUR 459 auf ./. TEUR 3.085.

Die Geschäftsentwicklung ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 um TEUR 2.126 auf TEUR 18.046 vermindert.

Die Eigenkapitalquote ist um 11,8 % auf 65,1 % gestiegen. Ursache hierfür ist die gesunkene Bilanzsumme bei gleichzeitig erhöhtem Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt und unterstreicht die finanzielle Stabilität der Gesellschaft, die unseren Kunden Langzeitperspektiven für eine solide Zusammenarbeit ermöglichen.

Die Höhe der Rückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 10,7 % erhöht.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und sind sehr deutlich um TEUR 3.959 auf TEUR 8.393 gestiegen.

Die mit Kreditinstituten vereinbarten Kreditlinien wurden nur im Rahmen von Avallinien zur Besicherung von geschäftsüblichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften genutzt. Darüber hinaus bestanden am Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus hatten keine aufwandsrelevante Auswirkung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 70,6 % gesunken. Hintergrund der Verminderung waren stichtagsbedingt gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Rückführung der durch die Gesellschafterin kurzfristig bereitgestellten Finanzmittel.

Bei den im Jahr 2023 durchgeführten Investitionen für Sachanlagen handelte es sich vorwiegend um Ersatzinvestitionen. Im Rahmen einer Betriebsaufspaltung werden die wesentlichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens durch die CHOCOTECH GmbH von der Besitzgesellschaft gemietet bzw. gepachtet.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.369 gesunken. Es kam zwar zu einer deutlichen stichtagsbezogenen Erhöhung des Bestandes an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen, aber gleichzeitig kam es zu einem noch wesentlich höheren Anstieg der erhaltenen Anzahlungen, auf die in Summe die Senkung der Vorräte zurückzuführen ist.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind stichtagsbezogen um 8,4 % gegenüber dem Vorjahresniveau gestiegen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur unterjährigen Steuerung und Kontrolle des Unternehmens haben sich als dauernde Leistungsindikatoren folgende Kennzahlen etabliert:

Neben Umsatz und Ergebnis spielt der Auftragsbestand eine wesentliche Rolle. Mitarbeiterbezogene Kennzahlen der Ertragslage, wie die Pro-Kopf-Wertschöpfung, runden im Branchenvergleich das Bild ab.

Die Prognose ging von einem leicht erhöhten Umsatz und einer leichten Verbesserung der ProKopf-Wertschöpfung aufgrund der steigenden Nachfrage für das Jahr 2023 aus. Wie erwartet hat sich die Nachfragesituation ab dem zweiten Halbjahr deutlich verbessert.

Die Pro-Kopf-Wertschöpfung ist gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorjahres im Rahmen der Erwartungen um 23,3 % gestiegen. Das geplante Umsatzziel wurde zwar leicht überschritten, aber das geplante Ergebnisziel wurde dennoch verfehlt. Grund waren insbesondere erhöhte Aufwendungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Bereich der Warenabgabekosten, sowie der Werbe- und Reisekosten nicht in der entstandene Höhe erwartet worden waren. Des Weiteren haben sich nicht prognostizierte Effekte im Rohertrag negativ ausgewirkt.

Verglichen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres liegt der derzeitige Auftragsbestand deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Auftragsbestand sind bereits Aufträge für das Jahr 2025 enthalten. Der Stand der Auftragsakquisition lässt auf eine deutlich steigende Nachfrage schließen, zumindest bis zum ersten Halbjahr 2024.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Finanzwirtschaftliche Risiken

Erhöhte Risiken resultieren unter anderem auch daraus, dass in immer mehr Verträgen multiple Vertragsstrafen (für Terminverzug in Kombination mit zusätzlichen Leistungsparametern) akzeptiert werden müssen sowie mitunter längere Zahlungsziele eingeräumt werden. Darüber hinaus ergeben sich mitunter Verzögerungen im zeitlichen Ablauf von Inbetriebnahmen und somit auch der Zahlungsziele.

Um den Risiken entgegenzuwirken, werden die Geschäftsprozesse ständig optimiert, um z. B. Terminüberschreitungen zu vermeiden.

Personalrisiken

Der Fachkräftemangel in einigen Fachbereichen bedingt es, den Personalbedarf aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Wir bilden weiterhin aus und unterstützen auch berufsbegleitende Studiengänge für unsere Mitarbeiter. Darüber hinaus gewinnen Recruiting Maßnahmen mit Hilfe externer Dienstleister immer mehr an Bedeutung.

Umfeld-/Branchenrisiken

Durch die globale Präsenz ist die CHOCOTECH GmbH weitestgehend unabhängig von einzelnen regionalen Teilmärkten. Dennoch sind wir vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklung Risiken ausgesetzt. Auch im Hinblick auf eine weitere mögliche Abschwächung von einigen Teilmärkten, in denen in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum zu verzeichnen war.

Hinzu kommen die anhaltenden geopolitischen Risiken. Insbesondere die Entwicklung des Krieges in der Ukraine. Dieser dämpft die Erwartung auf eine Erhöhung des Umsatzanteils in der Region.

Die steigenden Kosten durch Preiserhöhungen werden, soweit möglich, an Kunden weitergegeben. Für bereits geschlossene Verträge liegt das Risiko bei CHOCOTECH als Lieferant und wird gegebenenfalls das Ergebnis belasten. Die Auswirkung der Störung von Lieferketten haben sich deutlich abgeschwächt. Durch die Sanktionen und Restriktionen ist der russische Markt auf lange Sicht nicht mehr von Bedeutung.

Die Größenordnung dieser Risiken ist aktuell schwer einzuschätzen.

Mit der Intensivierung des Wettbewerbs in der Branche ist ein Risiko verbunden. Insbesondere dadurch, dass sich die Nachfragesituation langsam wieder abschwächen könnte und dies zu einem erhöhten Preisdruck führt. Unser Fokus liegt daher auf einer kontinuierlichen Entwicklung von Innovationen, der Qualität und dem Ausbau des Servicegeschäftes. Da wir dies als wesentlichen Erfolgsfaktor unseres Unternehmens erachten, wollen wir uns von den Wettbewerbern abgrenzen.

Chancen

Chancen sehen wir insbesondere in den weltweiten Wachstumsmärkten für die Süßwarenindustrie. Durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Entwicklung und der Erschließung neuer Märkte nutzen wir die Chance, unser künftiges Wachstum systematisch voranzutreiben und unsere Position zu stärken. Der Ausbau des Servicegeschäftes bietet weitere Wachstumschancen.

Prognosebericht

Der Auftragseingang hat sich im zweiten Halbjahr 2023 wieder auf das Niveau vor der Coronapandemie entwickelt. Dieser Trend hat bis Mitte des Jahres 2024 angehalten, könnte sich aber im 2. Halbjahr 2024 verlangsamen. Aufgrund des derzeitigen Auftragsbestandes ist im Jahr 2024 von einer vollen Kapazitätsauslastung auszugehen. Darüber hinaus wird es sogar punktuell zu Kapazitätsengpässen kommen. Wir rechnen zukünftig mit einer guten Marktsituation in Nordamerika, sowie mit einer weiterhin stabilen Nachfrage in Europa.

Die kontinuierlichen Beratungen zwischen der Geschäftsführung und dem Gesellschafter stützen die Zielstellungen. Analysen und Zwischenergebnisse in den Beratungen geben die Möglichkeit, bei Fehlentwicklungen bzw. Abweichungen von den Zielstellungen gegenzusteuern.

Wir erwarten für das Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr einen deutlich erhöhten Umsatz und ebenfalls eine deutliche Verbesserung der ProKopf-Wertschöpfung. Die Entwicklung des Rohergebnisses unterliegt auftrags- und sortimentsabhängigen Schwankungen der Materialeinsatzquote. Hier lässt sich die ganzjährige Entwicklung nicht sicher vorhersagen. Die Bemühungen zur Steigerung der Effizienz durch Standardisierung des Equipments und der internen Organisation werden weiter fortgesetzt. Dadurch werden Geschäftsprozesse optimiert und das Unternehmen kann sich zukunftssicher den Ansprüchen des ständig wachsenden Kundenkreises stellen. Produktionsspitzen wird durch zugekaufte Fremdleistungen Rechnung getragen werden. Es wird von einer steigenden Mitarbeiteranzahl ausgegangen.

Die erwarteten Ertragsaussichten für 2024 sind vom weiteren Verlauf der gesamtwirtschaftlichen globalen Situation abhängig. Der derzeitige Trend, aufgrund der vollen kapazitiven Auslastung, deutet auf deutlich gestiegenen Umsatz gegenüber dem Vorjahr und somit auch auf ein positives Ergebnis hin.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Werte von der prognostizierten Umsatz- und Ergebnisentwicklung abweichen können, wenn sich die derzeitige Weltwirtschaftslage instabil entwickelt.

 

Wernigerode, den 12. August 2024

CHOCOTECH GmbH

gez. Theobald Huch

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CHOCOTECH GmbH, Wernigerode

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CHOCOTECH GmbH, Wernigerode - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHOCOTECH GmbH, Wernigerode, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 27. September 2024

Dr. Stückmann und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Martell, Wirtschaftsprüfer

Wörmann, Wirtschaftsprüferin

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