Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 4288
Vorher
IMA AUTOMATION Amberg GmbHPreh IMA AUTOMATION Amberg GmbH
Eingetragen
6.11.2008
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
Die Konstruktion, Fertigung und Vertrieb von Sondermaschinen, Montagebauten, Schweißautomaten und vollautomatischen Fertigungseinheiten sowie das Erbringen aller hiermit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfram Schrittesser
seit 16.3.2026
Prokura
Wolfram Schrittesser
seit 25.2.2026
Prokura
Johannes Strasser
seit 10.5.2022
Geschäftsführer
Prokura
André Klaus Vales
seit 19.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ningbo PIA Automation Holding Corp.CHN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PIA Automation Holding GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PIA Automation Amberg GmbH

Amberg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die PIA Automation Amberg GmbH (PIA Amberg oder Gesellschaft) ist ein zukunftsorientiertes Technologieunternehmen mit globaler Ausrichtung im Bereich der Automatisierungstechnik.

Die PIA Amberg entwickelt, fertigt und liefert weltweit Montageautomationssysteme für Kunden aus den Bereichen Konsumgüter, Medizintechnik und Industrie.

1.2 Organisationsstruktur

Die PIA Automation Amberg GmbH (PIA Amberg oder Gesellschaft), eingetragen beim Amtsgericht Amberg HRB 4288 war zum 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von TEUR 50 ausgestattet. Sitz der Gesellschaft ist Wernher-von-Braun Straße 5, 92224 Amberg. Alleinige Gesellschafterin der PIA Bad Amberg zum 31. Dezember 2023 ist die PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale.

Am Ende des Berichtsjahrs waren insgesamt 356 Mitarbeiter beschäftigt.

1.3 Kunden und Absatzmärkte

Zu den Kunden der PIA Amberg zählen neben Produktproduzenten aus dem Bereich Konsumgüter auch Unternehmen der Medizin- und Informationstechnik, der Infrastrukturbranche, der Automotive, den regenerativen Energien sowie Haus- und Elektrogeräteindustrie. Großes Wachstumspotential ergab sich vor allem aus dem Antriebsstrang, unabhängigen passiven Elektrokomponenten und der Medizintechnik. Im Jahr 2023 hat PIA Amberg einen Auftragseingang von mehr als 50,1 Mio. EUR zu verzeichnen. PIA Amberg betreibt Geschäfte überwiegend in Europa, Afrika und Nordamerika inkl. Mexiko.

1.4 Unternehmensstrategie

Die Strategie von PIA Amberg zielt darauf ab, basierend auf den angestammten Geschäftsmodellen und Einsatzbereichen fokussiert auf die definierten Kernbereiche innovative Lösungen für neue technologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln, um weitere Wachstumspotenziale zu erschließen und im Markt der Automatisierungstechnik profitabel zu wachsen. Thematisch sind es globale Trends und daraus resultierende Wachstumspotenziale im Bereich Life Science inkl. Medizintechnik und die generelle Automatisierung der produzierenden Industrie.

1.5 Unternehmensführung und Steuerungssystem

Die Unternehmensführung von PIA Amberg orientiert sich an den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Verantwortlich für die Unternehmensführung ist die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung legt die Unternehmensstrategie in Einklang mit der Konzernstrategie fest und erarbeitet gemeinsam mit den verantwortlichen Abteilungsleitern und den Geschäftsbereichsleitern geeignete Maßnahmen zur Strategieumsetzung.

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen sind der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern (EBT). Darüber hinaus wird für die Steuerung der Auftragseingang genutzt.

1.6 Forschung & Entwicklung

PIA Amberg betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) primär mit dem Schwerpunkt für das eigene Projektgeschäft. Insbesondere in strategischen Produktkategorien aus den Industriesegmenten Consumer-Technik und Medizin sind im Berichtszeitraum Entwicklungsaktivitäten unternommen worden, die in Zukunft erhebliche Mittelrückflüsse bei bekannten und bei neuen Kunden generieren werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Konjunkturelle Lage 2023

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,0 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Im EURO-Raum verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, November 2023, weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Februar 2024

2.2 Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltenden unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern weltweit schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und die Produktion und den Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenbau-Umsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), detailliertere Informationen: "Maschinenbau Konjunktur International, Dezember 2023

2.3 Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamt wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

2.4 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr in Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe habe sich weitgehend aufgelöst. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweichlich der Ergebnisse der VDMA-Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal 7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. EURO, der Umsatz von 262 Mrd. EURO.

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

2.5 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war wie im Jahr 2022 immer noch geprägt durch eine unzuverlässige Materialversorgung auf dem Weltmarkt, insbesondere bei Computer-Chips und elektronischen Komponenten, die Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine sowie einer erheblichen Inflationsrate. Die Inflation wiederum führte zur Erhöhung der Personalkosten am Standort. Darüber hinaus stiegen die gesamten Herstellungskosten diverser Produkte erheblich. Die Stornierung eines Großprojekts aus dem Jahr 2022 hat den Auftragseingang statistisch um ca. 5 Mio. EURO geschmälert.

Eine Belebung des Auftragseingangs im zweiten Halbjahr aus den Bereichen Konsumgüter, Medizin und Industrie konnte beobachtet werden.

Die oben beschriebenen Einflüsse haben zu einer Steigerung der Umsatzerlöse auf TEUR 68.255 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 45.730. Dies bedeutet eine Erhöhung um TEUR 22.525 und gleichzeitig eine Steigerung um 49,3 %. Der Auftragsbestand beträgt zum Jahresende TEUR 36.888 gegenüber TEUR 44.041 im Vorjahr.

2.6 Ertragslage

Kennzahlen PIA Amberg 2023 2022
Auftragsbestand zum 31. Dezember TEUR 36.888 44.041
Umsatzerlöse TEUR 68.255 45.730
Betriebliche Leistung inkl. UFE TEUR 49.238 53.339
EBITDA TEUR -114 -1.356
EBIT TEUR -656 -1.928
Eigenkapitalquote (31.12.) % 26,7 21,0
Mitarbeiter (31.12.) Anzahl 356 360

Insgesamt erreichte die PIA Amberg einen fakturierten Umsatz von TEUR 68.255 (i. Vj. TEUR 45.730). Der geplante Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 lag bei TEUR 67.042. Damit sind die Fakturen ca. 1,8 % höher als geplant.

Im Berichtszeitraum konnten insbesondere margenschwache Portfolio-Erweiterungsprojekte aus dem Segment Industrie abgeschlossen werden.

Der Großteil des Umsatzes wurde dabei in Deutschland erzielt mit TEUR 35.869. In den anderen Ländern der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sind weitere TEUR 27.098 erwirtschaftet worden, die anderen Länder sind u. a. Marokko TEUR 1.537, Ägypten TEUR 1.295, China TEUR 1.105, USA TEUR 568.

TEUR 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
Umsatzerlöse 68.255 45.730
Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19.017 7.609
Sonstige betriebliche Erträge 1.666 1.776
Materialaufwand -18.960 -25.957
Personalaufwand -25.363 -25.231
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.695 -5.283
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen -114 -1.356
EBITDA
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -542 -572
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -656 -1.928
Finanzergebnis -1.275 -553
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.931 -2.481
Steuern -66 -4
Gewinn / (Verlust) -1.997 -2.485
Verlustausgleich durch Gewinnabführungsvertrag von der Holding übernommen 1.997 2.485
Jahresüberschuss 0 0

Die Kennzahl EBITDA erreichte im Geschäftsjahr 2023 einen Wert von TEUR -114 und lag damit besser als der Vergleichswert aus 2022.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beläuft sich auf TEUR -656 (i. Vj. TEUR 1.928).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf TEUR -1.931 (i. Vj. TEUR -2.481). Die Planung hierzu lag bei TEUR 1.960 positiv, also sind die Planwerte hier nicht erreicht worden.

Der Verlust des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR -1.997 (i. Vj. TEUR 2.485). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der PIA Automation Holding GmbH gleicht diese den Verlust des Geschäftsjahres aus mit TEUR -1.997 (i. Vj. TEUR -2.485), sodass ein ausgeglichenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 verbleibt.

2.7 Vermögenslage

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte 1.375 1.417
Kurzfristige Vermögenswerte 53.776 67.070
Summe Aktiva 55.151 68.487
Eigenkapital 14.952 14.952
Langfristige Verbindlichkeiten 504 544
Kurzfristige Verbindlichkeiten 39.696 52.991
Summe Verbindlichkeiten 40.199 53.535
Summe Passiva 55.151 68.487

Per 31. Dezember 2023 belief sich die Bilanzsumme der PIA Amberg auf TEUR 51.151 (i. Vj. TEUR 68.487).

Die wesentlichen Änderungen der kurzfristigen Vermögenswerte im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus den Unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen. Der Rückgang beträgt TEUR 19.008, von TEUR 53.262 im Vorjahr auf TEUR 34.254 im Berichtsjahr. Im Vorjahr 2022 vorbereitete und angearbeitete Kundenaufträge sind im Berichtsjahr beendet und an die Kunden fakturiert worden.

Auf der Passivseite ergeben sich die wesentlichen Veränderungen bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen in Höhe von TEUR 9.384 von TEUR 40.384 im Vorjahr ausgehend auf TEUR 31.000 im Berichtsjahr. Außerdem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.142 verringert worden, von TEUR 6.592 im Vorjahr auf 2.449 im Berichtsjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten von TEUR 1.694 im Vorjahr auf TEUR -13 verringert werden, also um TEUR 1.707.

Der Ausgangspunkt hierzu ist das deutlich verbesserte Cash-Management innerhalb PIA Amberg während des Berichtsjahres.

2.8 Finanzlage

Die wesentlichen Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherstellung eines positiven operativen Cashflow.

TEUR 01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.957 254
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -500 -629
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -1.309 -3.563
Veränderung des Finanzmittelbestandes (Summe) 4.148 -3.938
Währungsbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 7.009 2.861

PIA Amberg war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die PIA Automation Holding GmbH sichert die Finanzierung des Unternehmens ab durch den Ausgleich der Jahresergebnisse, auch im Verlustfall (Ergebnisabführungsvereinbarung).

2.9 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Beschaffung

Für die Beschaffungsstrategie spielt der Zukauf von Materialien und Baugruppen sowie von Dienstleistern im Geschäftsmodell eine zentrale Rolle. Preisvorteile am Beschaffungsmarkt ließ die Marktsituation im Berichtsjahr nur eingeschränkt zu. In Summe beliefen sich die Materialkosten bei PIA Amberg auf TEUR 18.960 (i. Vj. TEUR 25.957), was eine Quote zum bereinigten Umsatz im Berichtsjahr von TEUR 49.938 (i. Vj. TEUR 53.339) von 38,0 % (i. Vj. 48,7 %) entspricht.

Mitarbeiter

Die Stammbelegschaft der PIA Amberg belief sich am Jahresende auf 356 Personen (i. Vj. 360 Personen).

Ein wichtiges Ziel unserer Personalstrategie ist weiterhin, das Unternehmen auch in Zukunft als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Hierzu wurden umfassende Maßnahmen wie z. B. Employer Branding und Social Media umgesetzt. Die kontinuierliche Förderung der Mitarbeiter und Entwicklung von Talenten sind feste Bestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung.

Gesamtaussage

Im Jahre 2023 war die Geschäftsentwicklung von PIA Amberg geprägt durch eine Reihe von Programmen zur Reduzierung der Projektrisiken im Verkaufsprozess und zur Steigerung der Profitabilität. Mit diesen Maßnahmen konnte eine Trendwende herbeigeführt werden, wenn auch die ursprünglich geplanten Ergebnisziele nicht erreicht werden konnten. Ein deutlich positives Jahresergebnis ist im Jahr 2024 abzusehen.

3. Risiko- und Chancenbericht

Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen ist die PIA Amberg regelmäßig weltweiten Risiken aber auch Chancen ausgesetzt. Unser Ziel ist es, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch die damit verbundenen Chancen ein angemessener Betrag zum Unternehmenswert erwartet und eine Bestandgefährdung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

Die PIA Amberg definiert die Begriffe "Risiko" und "Chance" wie folgt:

Risiko ist die Möglichkeit von negativen künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Chance ist die Möglichkeit von positiven künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Risiken und Chancen werden wöchentlich an die Geschäftsführung der PIA Amberg berichtet.

3.1 Risiko-Managementsystem

Das Risikomanagementsystem dient der langfristigen Absicherung der Ziele und des Geschäftserfolgs des Unternehmens, zur Steigerung des Unternehmenswertes und zur Minimierung von Ausfällen aus Risiken. Das Risikomanagementsystem ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme integriert. Im Rahmen der Risikoanalyse werden Risiken systematisch identifiziert und auf Eintrittswahrscheinlichkeit und quantitative Auswirkungen analysiert. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt immer beim zuständigen operativen Management der Geschäftseinheit.

3.2 Chancen-Managementsystem

Das Chancenmanagement ist bei PIA Amberg fester Bestandteil des Risikomanagementprozesses. Es werden nicht nur die Risiken (Gefahren), sondern auch die Chancen als Abweichungen vom geplanten Ergebnis identifiziert.

3.3 Internes Kontrollsystem (IKS)

Gemeinsam mit dem Risiko- und Compliance Management ist es Aufgabe des IKS, durch systematische und organisatorische Regelungen ein Kontrollsystem zu gestalten, um das Unternehmen mit all seinem Vermögen für die Share- und Stakeholder zu sichern und Compliance mit internen Regelungen und Gesetzen sicherzustellen.

Die grundliegenden Prinzipien des IKS bilden

Das Vier-Augen-Prinzip als Minimalanforderung oder sofern möglich und geboten das Funktionstrennungsprinzip

Das Transparenzprinzip

Die Datensparsamkeit hinsichtlich notwendiger Informationen aufgrund von Funktionen, angelehnt an Datenschutzregelungen

3.4 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem der PIA Amberg umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung

Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften

Das Risikomanagement beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

3.5 Darstellung der wesentlichen Risiken und Chancen

Nachfolgend sind die wesentlichen Risiken und Chancen dargestellt.

Die strategischen Risiken und Marktrisiken sind hauptsächlich die Themenbereiche:

Beschaffungsmarktrisiken

Lieferengpässe

Inflationsrisiken

Preisdruck/Preisschwankungen

Zahlungsverhalten der Kunden

Finanzierungsrisiken

Konjunkturelle Veränderungen

Bedrohung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

Markttrends/Absatzschwankungen

Risiken aus der politischen und gesellschaftlichen Lage

Marktattraktivität

Wettbewerbsumfeld

Strategie/Organisation/Kernkompetenzen

Wesentlich sind:

Signifikantes Risiko durch anhaltende Kostensteigerungen bei unseren wichtigsten Rohstoffen und bei den Personalkosten.

Das Risiko aus Lieferterminverschiebungen und -engpässen auf dem Beschaffungsmarkt ist sehr hoch.

Die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit mit Sanktionen auf den im Februar 2022 begonnen Russland-Ukraine-Krieg reagiert. Wesentliche Risiken treffen die Realwirtschaft unter anderem in Hinblick auf Lieferketten, Energiebedarf und Versorgungsstabilität. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für PIA Amberg.

Strategische Chancen und Marktchancen

Neue technologische und gesellschaftliche Trends bieten der PIA Amberg gute Wachstumschancen. So sehen wir beispielsweise im Bereich Medizintechnik große Chancen. Eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise würde sich positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Marge von PIA auswirken.

Zu den operativen Risiken rechnen wir hauptsächlich die Themenbereiche

Produktion

Einkauf/Logistik

Personal

Projektmanagement

Forschung/Entwicklung

Vertrieb

Information Management

Die wesentlichen Risiken sind:

Projektübergreifende Risiken wie z. B. Projektverzögerungen und Aufkündigungen können gravierende Auswirkungen für das künftige Geschäft haben und zu hohen Sonderkosten führen. Dieses Risiko wird von uns als "mittel" eingeschätzt.

Ein weltweit operierendes Unternehmen wie PIA Amberg kann nur mit Hilfe komplexer IT-Systeme gesteuert werden. Systemausfälle, Angriffe auf Netzwerke, Verlust oder Manipulation von Daten können die Lieferbereitschaft gefährden, die Produktion beim Kunden vorübergehend unterbrechen und weitreichende Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. PIA arbeitet sowohl im konzeptionellen als auch im operativen Bereich permanent an der Optimierung des IT-Umfeldes. Dieses Risiko wird von uns als "mittel" eingeschätzt.

Zu den Operativen Chancen der PIA Amberg zählen die in den wichtigsten Märkten europaweit führende Position in den Bereichen Konsumgüter, Industriegütern und dem sich stetig entwickelnden Medizinbereich. Zu den operativen Chancen der PIA Amberg zählt der kurz- und mittelfristige Ausbau der führenden Position in den europaweiten Märkten für Konsumgüter, Industriegüter und dem sich entwickelnden Medizinbereich. Durch unsere bestehende Kundenstruktur sowie gezielte Neukunden-Gewinnung planen wir, im europäischen Markt weiter zu wachsen. Insgesamt werden sich diese Märkte unserer Einschätzung nach auch positiv entwickeln, so dass wir aufgrund unserer vorhandenen Marktstellung davon profitieren werden. Das Marktwachstum kann dabei einen erheblichen Beitrag zur Steigerung des Umsatzes und zum Profit der Gesellschaft leisten. Wir sehen hier folglich eine operative und eine finanzielle Chance.

Zu den finanziellen Risiken rechnen wir hauptsächlich die Themenbereiche

Währungs- und Zinsrisiken

Forderungsausfallsrisiken

Bankabhängigkeit

Finanzierung

Liquiditätsrisiken

Die wesentlichen Risiken sind:

Der Ausfall des Forderungsbestandes eines großen Kunden kann das Jahresergebnis spürbar negativ beeinflussen. Zur Vorsorge werden die Kunden, die mit PIA Amberg Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "moderat" ein.

PIA Amberg setzt zur Absicherung des geplanten Wachstums ausreichend fristenkongruente Kreditzusagen von Banken ein. Im Wesentlichen erfolgt dies in Form von klassischen Kreditlinien. Insgesamt schätzen wir dieses Risikos als "mittel" ein.

Compliance Risiken bestehen insbesondere in den folgenden Themenbereichen:

Import- und Exportrecht

Produkthaftpflicht

Umweltrisiken

Korruption

Fraud

Steuerrecht

Die wesentlichen Risiken sind:

Bei Verstößen kann es zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten, Schadensersatzansprüchen und je nach Land auch zu Haftstrafen für Führungskräfte und beteiligte Mitarbeiter kommen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Organe und/oder Mitarbeiter gegen Gesetze, interne Richtlinien oder von PIA Amberg anerkannte Standards guter Unternehmensführung verstoßen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein.

Embargoverschärfungen können die Auslieferung abgeschlossener Verträge unterbinden. Dadurch kann es zu Umsatzverlusten und Forderungsausfällen kommen. Insgesamt schätzen wir dieses Risiko als "gering" ein. Die Kunden der PIA Amberg sind aufgrund der geografischen und politischen Lage nicht vom Embargo bedroht.

4. Prognosebericht

Der Ausblick auf das restliche Jahr 2024 in Bezug auf den Auftragseingang, ist auf Grund der seit Mitte des Jahres andauernden Investitionszurückhaltung vor allem aus dem für den Standort wichtigen Bereichen Industrie (Bau - Folgeindustrie und allgemeine Industrie) verhalten. Dies führt zu Verschiebungen bei Neuprojekten und Verzögerungen bei der Projektabwicklung und kann einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von PIA Amberg über das Jahr 2024 hinaus haben.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung der PIA Amberg mit einem deutlich positiven Betriebsergebnis. Die in den letzten zwei Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der Projektrisiken und einem stringenten Projekt- und Unternehmens - Kosten Controlling, bei gleichzeitiger Erhöhung in Produkt fokussierten F&E Investitionen, zeigen Ihre Wirkung.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz mit TEUR 63.599 bei einem kalkulierten Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR 4.080.

Weiter wurde die vertriebliche Ausweitung des US-Marktes im Jahr 2024 stark ausgebaut.

Unter der Annahme der Normalisierung der wirtschaftlichen Gesamtsituation und auf Basis der aktuellen Planungen und Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Im Falle von negativen Einflüssen auf die Finanzmärkte sowie weiterer geopolitischer Entwicklungen negativer Art könnten jedoch außerplanmäßige Belastungen negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens erzeugen. Dies ist heute noch nicht prognostizierbar.

Ausgehend von der breit diversifizierten Kunden- und Produktbasis, vor allem in den Bereichen Konsumgüter, Medizintechnik und Industrie, sieht sich PIA Amberg für die Zukunft nach wie vor sehr gut aufgestellt.

 

Amberg, 20. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Johannes Strasser

Andre Vales

Bilanz zum 31. Dezember 2023 HRB 4288

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.445,19 131.094,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 257.515,52 74.796,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 458.278,52 597.599,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.753,78 499.907,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 70.280,87
III. Finanzanlagen
1. Aktivwert ATZ 0,00 43.009,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 67.414,51 73.728,67
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 33.907.353,58 50.822.287,02
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.174.858,87 1.191.745,31
4. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 261.333,74 1.122.458,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.971.224,19 3.381.018,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.104.032,36 6.485.044,31
3. Forderungen gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 99.723,03 928.761,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.009.394,24 2.861.079,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 181.228,97 203.903,26
55.151.556,50 68.486.714,04
Passiva 31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 14.901.730,50 14.901.730,50
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 503.898,65 543.399,11
2. Sonstige Rückstellungen 5.350.215,87 4.057.759,64
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.000.440,35 40.384.119,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.449.191,55 6.591.638,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -13.413,83 1.693.651,89
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 909.492,42 264.415,28
davon aus Steuern EUR 864.018,26 (Vj. EUR 229.909,39)
55.151.556,50 68.486.714,04

Eigenkapital

Aus Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinses bei Abzinsung von Pensionsrückstellungen resultiert eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 7.

 

Amberg, den 20. Dezember 2024

gez. André Vales

gez. Johannes Strasser

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 68.255.405,10 45.729.862,00
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19.945.952,13 7.445.954,03
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.666.001,10 1.775.620,40
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR -4.110,77 (Vj. EUR 1.795,78)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.238.268,77 -19.573.052,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.722.174,75 -6.384.296,80
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -21.047.796,38 -20.885.516,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.315.068,90 -4.345.340,28
davon für Altersversorgung EUR -222.554,74 (Vj. EUR -332.032,08)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -541.583,97 -571.520,73
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.766.041,39 -5.120.070,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -6.926,70 (Vj. EUR -8.228,03)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 294.784,26 37.800,00
davon aus verbundenen Unternehmen 263.942,99 37.800,00
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.569.799,21 -591.143,25
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
davon an verbundene Unternehmen EUR -928.860,57 (Vj. EUR 0,00)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -66.028,29 -4.051,71
14. Ergebnis nach Steuern -1.996.523,33 -2.485.755,28
15. Sonstige Steuern 0,00 0,00
16. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne/ übernommene Verluste 1.996.523,33 2.485.755,28
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Grundlagen des Unternehmens

Die PIA Automation Amberg GmbH (PIA Amberg oder Gesellschaft), eingetragen beim Amtsgericht Amberg unter HRB 4288 war zum 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von TEUR 50. ausgestattet. Sitz der Gesellschaft ist Wernher-von-Braun Straße 5 in 92224 Amberg. Alleinige Gesellschafterin der PIA Amberg zum 31. Dezember 2023 ist die PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale.

Die PIA Amberg entwickelt, fertigt und liefert weltweit Montageautomationssysteme für Kunden aus den Bereichen Konsumgüter, Medizintechnik und Industrie.

Inhalt und Gliederung der Finanzinformationen

Der Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Vorjahr hat die Gesellschaft die Erleichterungen zur Aufstellung, Offenlegung und Abschlussprüfung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Demzufolge wurde im Vorjahr kein Anhang erstellt und offengelegt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt drei bis fünf Jahre.

Sachanlagen werden bei Zugang mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst und dann planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immobilien werden linear abgeschrieben. Mobilien mit einem Anschaffungswert über EUR 1.000,00 werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 1.000,00 werden in einem Jahressammelposten (Pool) erfasst und mit 20 % p. a. abgeschrieben. Anlagenabgänge aus diesem Pool dürfen den Wert des Sammelpostens nicht beeinflussen.

Der Berechnung der Abschreibungen bei den einzelnen Sachanlagegruppen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Bauten 10 bis 22
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10
Geringwertige Wirtschaftsgüter (Pool-Regelung) 5

Auf die Aktivierung der Entwicklungskosten wurde nach § 248 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für die Berücksichtigung der Gängigkeit bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und von Vorratsteilen wurden je nach Zugangsjahr Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten und dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Anteilige Verwaltungskosten bleiben dabei außer Ansatz. Zinsen für Fremdkapital werden ebenso nicht einbezogen. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit oder unzureichenden Verkaufspreisen sind die niedrigeren beizulegenden Werte angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % auf die Netto-Forderungen innerhalb der europäischen Währungsunion und 1,5 % auf die Netto-Forderungen außerhalb der europäischen Währungsunion Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Aktivisch abgegrenzt werden erfolgte Auszahlungen, die erst im folgenden Geschäftsjahr aufwandswirksam werden. Diese werden in einem Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Der Wert beträgt TEUR 50 (i. Vj. TEUR 50). Der ausgewiesene Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 14.902 (i. Vj. TEUR 14.902) stammt aus der Zeit vor dem 01.01.2019. Ab diesem Datum gilt ein Gewinnabführungsvertrag mit der PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale. Der im Berichtsjahr übernommene Verlust durch die Holding beträgt TEUR 1.997 (i. Vj. TEUR 2.486).

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläum, Altersteilzeit und die Pensionen erfolgt nach der PUC-Methode (Projected-Unit-Credit Methode) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellung wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Bewertung wurde folgender Zinssatz zugrunde gelegt: 1,78 % (i. Vj. 0,58 %).

Die Bewertung der Jubiläumszahlungen erfolgte mit einem Rechnungszinsfuß von 1,62 % (i. Vj. 3,7 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Kundenbestellungen werden unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung und mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung und einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet.

Passivisch abgegrenzt werden erfolgte Einzahlungen, die erst im folgenden Geschäftsjahr ertragswirksam werden. Diese werden in einem Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt:

Anlagespiegel zum 31.12.2023

PIA Automation Amberg GmbH, Amberg

Anlageposten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 01.01.2023 Zugänge in 2023 Abgänge in 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 2.598.207,14 50.872,92
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.598.207,14 50.872,92 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 136.992,63 198.556,98
technische Anlagen und Maschinen 3.372.017,89 39.935,83
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 5.630.863,23 253.668,70 39.121,59
geleistete Anzahlungen im Bau 70.280,87 0,00
Summe Sachanlagen 9.210.154,62 492.161,51 39.121,59
Summe Anlagevermögen 11.808.361,76 543.034,43 39.121,59
Anlageposten Abschreibungen Zugänge Abgänge
zum 01.01.2023 in 2023 in 2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 2.467.112,72 67.522,15
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.467.112,72 67.522,15 0,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 62.196,38 15.837,71
technische Anlagen und Maschinen 2.774.418,55 179.256,65
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.130.955,84 278.967,46 38.985,87
geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.967.570,77 474.061,82 38.985,87
Summe Anlagevermögen 10.434.683,49 541.583,97 38.985,87
Anlageposten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
technische Anlagen und Maschinen
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
geleistete Anzahlungen im Bau
Summe Sachanlagen
Summe Anlagevermögen
Anlageposten Umb. in 2023 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 2.649.080,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.649.080,06
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 335.549,61
technische Anlagen und Maschinen 3.411.953,72
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 70.280,87 5.915.691,21
geleistete Anzahlungen im Bau -70.280,87 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.663.194,54
Summe Anlagevermögen 0,00 12.312.274,60
Anlageposten Umb. Abschreibungen
in 2023 zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 2.534.634,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.534.634,87
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 78.034,09
technische Anlagen und Maschinen 2.953.675,20
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.370.937,43
geleistete Anzahlungen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 8.402.646,72
Summe Anlagevermögen 0,00 10.937.281,59
Anlageposten Buchwert Buchwert
zum 31.12.2023 zum
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Schutzrechte, Lizenzen 114.445,19 131.094,42
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 114.445,19 131.094,42
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 257.515,52 74.796,25
technische Anlagen und Maschinen 458.278,52 597.599,34
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 544.753,78 499.907,39
geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 70.280,87
Summe Sachanlagen 1.260.547,82 1.242.583,85
Summe Anlagevermögen 1.374.993,01 1.373.678,27

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Berichtsjahr wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.104 (i. Vj. TEUR 6.485) entfallen in Höhe von TEUR 1. 082 (i. Vj. TEUR 1.686) auf Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 6.421 (i. Vj. TEUR 5.198) auf sonstige Forderungen.

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfällt zu TEUR 1.997 (i. Vj. TEUR 2.486) auf Forderungen gegen den Gesellschafter.

Rückstellungen für Pensionen

Die wesentlichen Bewertungsparameter für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen sind:

Rentendynamik: 2,0 %

Gehaltstrend: 5,2 %

Inflationsrate: 7,0 %

Fluktuationsrate: 3,0 %

Innerhalb der Pensionsrückstellungen sind die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag saldiert mit dem Gegenanspruch an die Mitarbeiter dargestellt. Der Passivüberhang aus dieser Position beträgt TEUR 504 (i. Vj. TEUR 543).

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellung für Pensionen 805 844
Aktivwert Pensionen 301 301
Passivüberhang 504 543

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 62 (i. Vj. TEUR 0) und betreffen die Ergebnisse einer steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2017 und 2018.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich folgendermaßen zusammen:

Personalrückstellungen TEUR 3.500 (i. Vj. TEUR 3.450)

Jahresabschlusskosten TEUR 45 (i. Vj. TEUR 45)

Gewährleistungen TEUR 201 (i. Vj. TEUR 145)

Sonstiges, vor allem aus ausstehenden Rechnungen TEUR 1.542 (i. Vj. TEUR 413)

Innerhalb den Personalrückstellungen sind die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag saldiert mit dem Gegenanspruch an die Mitarbeiter dargestellt. Der Passivüberhang aus dieser Position beträgt TEUR 60 (i. Vj. TEUR 211).

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellung für Altersteilzeit 386 381
Aktivwert Pensionen 326 211
Passivüberhang 60 211

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten gliedert sich wie folgt:

Verbindlichkeiten
TEUR
bis 1 Jahr zum 1 bis 5 Jahre 31.12.2023 über 5 Jahre gesamt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.000 0 0 31.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.449 0 0 2.449
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -13 -13
Sonstige Verbindlichkeiten 909 909
Verbindlichkeiten
TEUR
bis 1 Jahr zum 1 bis 5 Jahre 31.12.2022 über 5 Jahre gesamt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40.384 0 0 40.384
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.588 4 0 6.592
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.694 0 0 1.694
Sonstige Verbindlichkeiten 264 0 0 264

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 385 (i. Vj. TEUR 2.093) auf Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und mit TEUR 399 (i. Vj. TEUR 399) als Gegenanspruch auf sonstige Verbindlichkeiten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TUER 864 (i. Vj. TEUR 230). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 40 (i. Vj. TEUR 36).

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gliedern sich wie folgt:

Die Umsatzerlöse des laufenden Geschäftsjahres entfallen auf Europa mit TEUR 63.137 (i. Vj. TEUR 41.503), davon sind TEUR 35.869 (i. Vj. TEUR 24.295) in Deutschland erzielt worden. Auf Marokko entfallen TEUR 1.537 (i. Vj. TEUR 512), auf Ägypten TEUR 1.295 (i. Vj. TEUR 71), auf China TEUR 1.105 (i. Vj. TEUR 100), auf USA entfallen im Berichtsjahr TEUR 568 (i. Vj. TEUR 3.150), auf Mexiko TEUR 555 (i. Vj. TEUR 151).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den Erträgen verbundener Unternehmen i. H. v. TEUR 1.666 (i. Vj. TEUR 1.776) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 21 (i. Vj. TEUR 0).

Materialaufwand

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt TEUR 16.238 (i. Vj. TEUR 19.573). Der Aufwand für bezogene Leistungen liegt mit TEUR 2.722 deutlich niedriger als im Vorjahr mit TEUR 6.384. Die Reduzierung beträgt TEUR 3.662. Damit ist der Posten Materialaufwand insgesamt TEUR 6.997 niedriger gegenüber dem Vorjahr.

Personalaufwand

Der Personalaufwand mit TEUR 25.363 (i. Vj. TEUR 25.231) ist damit nahezu in gleicher Höhe wie im Vorjahr.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen betragen TEUR 542 (i. Vj. TEUR 572). Es sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Berichtsjahr vorhanden (i. Vj. EUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 5.766 (i. Vj. TEUR 5.120) und umfassen insbesondere Aufwendungen für von verbundenen Unternehmen an die Gesellschaft erbrachte Leistungen in Höhe von TEUR 1.750 (Vj. TEUR 1.709), Mieten und Leasing TEUR 1.612 (i. Vj. TEUR 1.268), Reisekosten TEUR 551 (i. Vj. TEUR 590), sowie Rechts- und Beratungskosten TEUR 358 (i. Vj. TEUR 225).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Erträge aus Zinsen belaufen sich auf TEUR 295 (i. Vj. TEUR 38) und stammen mit TEUR 264 (i. Vj. TEUR 38) von verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Zinsen TEUR 1.570 (i. Vj. TEUR 591) und stammen mit TEUR 929 (i. Vj. TEUR 0) von verbundenen Unternehmen. Die gebuchten Zinsaufwendungen gem. § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB betragen TEUR 12 (i. Vj. TEUR 23) und sind im Gesamtbetrag enthalten.

Gewinnabführungsvertrag / Übernommene Verluste

Die PIA Automation Holding GmbH hat das laufende negative Jahresergebnis aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag übernommen und damit wie im Vorjahr den Verlust ausgeglichen. In gleicher Höhe ist eine Forderung an die PIA Automation Holding GmbH in die Bilanz eingestellt worden. Der übernommene Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 1.997 (i. Vj. TEUR 2.486).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Höhe eingegangener Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB und Sicherungsübereignungen beträgt Euro 26.258.846,55.

Das Risiko der Inanspruchnahme sehen wir als gering an. Aufgrund der allgemeinen, positiveren Geschäftsentwicklung der PIA-Gruppe, sowie der Unterstützung aus dem Mutterkonzern ergeben sich aktuell keine bedeutenden Risiken bzgl. der Inanspruchnahme.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 6.878 (i. Vj. TEUR 7.150) und betreffen v.a. Miet-, Leasing und Dienstleistungsverträge. Der Wert bezieht sich auf den Verpflichtungsumfang eines Geschäftsjahres. Davon betreffen TEUR 6.415 (i. Vj. TEUR 6.403) Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Konzernzugehörigkeit

Alleiniger Gesellschafter der PIA Automation Amberg ist die PIA Automation Holding GmbH in Bad Neustadt a.d. Saale. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der Ningbo PIA Automation Holding Corp. wird beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt (kleinster Konsolidierungskreis gem. § 285 Nr. 14a).

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB

Nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahres

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 77 (i. Vj. TEUR 52) und ist wie folgt aufgegliedert:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 77 (i. Vj. TEUR 52)

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Mitgliedern:

Johannes Strasser, Geschäftsführer

André Klaus Vales, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde unter Inanspruchnahme § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 339 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 229 direkte, den Projekten zugeordnete Mitarbeiter, sowie 110 indirekten, nicht einzelnen Projekten zugeordnete Mitarbeiter.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

 

Amberg, 20. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Johannes Strasser

Andre Vales

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PIA Automation Amberg GmbH, Amberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PIA Automation Amberg GmbH, Amberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PIA Automation Amberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 20. Dezember 2024

KPMG AG
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