OPTIPER GmbH BerlinLiquidiert

Ostseestraße 111, 10409 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 171304
Vorher
Optiper GmbH Personaldienste
Eingetragen
20.10.2015
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die Arbeitnehmerüberlassung auf der Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, die Personalvermittlung, die Personalbetreuung sowie die Erbringung von Werk- und Dienstleistungen für andere Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elmar Karl Hoff
seit 8.8.2019
Geschäftsführer
Thomas Sotek
seit 20.4.2018
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OPTIPER GmbH Berlin

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

OPTIPER GmbH Berlin, Berlin

1. Grundlagen des Unternehmens

I. Beschreibung des Geschäftsmodells

Gegenstand der OPTIPER GmbH Berlin (im Folgenden: OPTIPER) ist die Arbeitnehmerüberlassung auf Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, die Personalvermittlung, die Personalbetreuung sowie die Erbringung von Werk- und Dienstverträgen für andere Unternehmen.

Die OPTIPER GmbH wurde im Jahr 2011 in Stuttgart gegründet. Nach Spaltung des Vorgängerunternehmens wurde der Sitz der OPTIPER GmbH Berlin im Jahr 2014 nach Berlin verlegt. Innerhalb der letzten 6 Jahre konnte der Umsatz zunächst von 2.039 TEUR (2015) auf 15.430 TEUR (2020) gesteigert werden. Nach dem pandemiebedingten leichten Umsatzrückgang im Jahr 2020 konnten die Umsatzerlöse im Jahr 2021 um 12% auf 17.330 TEUR gesteigert werden.

Wesentliche Teile der operativen Geschäftstätigkeit erfolgen in gesellschaftsrechtlich unselbständigen Niederlassungen neben Berlin auch in anderen Bundesländern.

II. Ziele und Strategien

OPTIPER stellt die konsequente Fokussierung auf die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit in den Mittelpunkt unseres Handelns. Ein weiteres vorrangiges Ziel des Unternehmens ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts und die langfristige Sicherstellung der Finanzkraft durch ausreichende Liquiditätsreserven.

III. Darstellung des Steuerungssystems

Zur Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung ziehen wir eine Vielzahl an verschiedenen Kennzahlen heran. OPTIPER verwendet bei den finanziellen Leistungsindikatoren unter anderem folgende Steuerungsgrößen:

der Umsatz im Verhältnis zur Anzahl der Mitarbeiter

die Produktivität

der Rohertrag

das Betriebsergebnis (EBIT).

Dabei erfolgt ein Vergleich zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Zielsetzung ist neben dem kontinuierlichen Ausbau des Kundenstamms vor allem der Erhalt vorhandener Kunden und die Vertiefung entsprechender Geschäftsbeziehungen.

IV. Forschung- und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

I. I Konjunkturelle Lage

Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie in eine Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 / 2009, geraten. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Covid-19-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässen konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen preisbereinigt um 2,7% höher als im Jahr 2020 (Vorjahr -4,9%).(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2022 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html)

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Covid-19-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt.

Der Arbeitsmarkt befindet sich weiterhin in einem schwierigen Umfeld. Die Zahl der Erwerbstätigen 44,9 Millionen ist im Jahr 2021 nur geringfügig gestiegen (Vorjahr 44,8). Allerdings wechselten viele Erwerbstätige in andere Wirtschaftsbereiche oder andere Beschäftigungsverhältnisse als zuvor. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14. Januar 2022 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html)

Mit Beginn der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 stieg die Zahl der Kurzarbeiter sprunghaft an. Im April 2020, dem am stärksten betroffenen Monat, bezogen knapp sechs Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld aus konjunkturellen Gründen - so viele wie noch nie. Im Laufe des Sommers sanken die Kurzarbeiterzahlen bis Oktober 2020. Die erneuten Eindämmungsmaßnahmen ab November 2020 führten bis zum Februar 2021 wieder zu steigenden Kurzarbeiterzahlen. Mit den ersten Öffnungen gingen die Werte ab März 2021 stetig zurück.

Auch im Jahr 2021 wurde der Arbeitsmarkt in erheblichem Umfang durch den Einsatz von Kurzarbeit gestützt, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zum ersten Covid-19-Jahr deutlich abgenommen. Der bisherige Höchststand war im April 2020 mit knapp 6 Millionen Personen in Kurzarbeit erreicht worden, was sich im Jahresdurchschnitt 2020 in einer Kurzarbeiterzahl von 2,94 Millionen abgebildet hatte. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit schätzt die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl 2021 mit rund 1,85 Millionen als deutlich geringer ein.

Bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von etwa 49 Prozent hat der Einsatz von Kurzarbeit rechnerisch Arbeitsplätze für rund 900.000 Beschäftigte gesichert und deren (vorübergehende) Arbeitslosigkeit verhindert.

Die Arbeitslosigkeit ist im Jahr 2021 jahresdurchschnittlich gesunken. So reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 82.000 auf 2.613.000 Menschen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7% (Vorjahr 5,9%). (Quelle: Bundesagentur für Arbeit https://www.arbeitsagentur.de/presse/2022-02-jahresrueckblick-2021-arbeitsmarkt-erholt-sich-im-zweiten-corona-jahr)

I. II Branchenumfeld

Das Geschäftsjahr 2021 hat nach drastischen Einbußen im Jahr 2020 deutlich zugelegt. Mit Wachstumsraten von durchschnittlich rund 21 Prozent gehen die großen deutschen Zeitarbeitsunternehmen aus der Covid-19-Krise. Trotz der anhaltenden Pandemie-Situation und Lieferkettenproblemen wuchs der entsprechende Dienstleistungsmarkt im Geschäftsjahr 2021 sehr deutlich. Allerdings konnte das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht ganz erreicht werden. Die starke Entwicklung der Zeitarbeitsunternehmen ist ein Indikator für den großen Personalbedarf der deutschen Wirtschaft, den sie aus eigener Kraft nicht kurzfristig decken kann oder möchte. (Quelle: https://www.luenendonk.de/aktuelles/themen-trends/luenendonk-liste-zeigt-fachkraeftemangel-bleibt-motor-fuer-die-zeitarbeit/)

Seit April 2021 steigt die Anzahl der Beschäftigten von Monat zu Monat. So gab es im Juni 2021 insgesamt 834.000 Beschäftigte (+12%). Im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2021 waren es 784.000. Da hier noch die von der Covid-19-Krise gezeichneten Monate des Sommers 2020 hineinfallen, zeigt sich die Erholung an dieser Stelle noch nicht so deutlich (-7 % ggü. Vorjahreszeitraum).

Die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kurzarbeit für Zeitarbeitnehmer trat zum 1. März 2020 in Kraft und war zunächst bis Ende 2020 befristet, wurde aber mit der ersten Verordnung zur Änderung des Kurzarbeitergeld-Verordnung zunächst bis Ende 2021 verlängert, später dann bis zum 30. Juni 2022.

Im Juni 2021 gab es in Deutschland knapp 48.000 Verleihbetriebe. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um knapp 1.000 (-1,8%) gesunken. Die rückläufige Tendenz der letzten Jahre setzte sich damit fort, aber nicht mehr so stark.

Auch der Anteil der Zeitarbeitnehmer an der Gesamtbeschäftigung nahm zum Juni des Vorjahres um 0,1% auf 2,1% zu. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/912852/umfrage/anteil-der-leiharbeiter-an-allen-beschaeftigten-in-deutschland/)

Gemäß den ersten Analysen von Lünendonk sind die Zeitarbeitsunternehmen trotz zahlreicher Herausforderungen wie dem Personalmangel, Lieferkettenproblemen, dem Ukraine-Krieg sowie der anhaltenden Pandemie überwiegend positiv in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Das zeigt, dass die starke Nachfrage nach flexiblem Personal weiterhin sehr groß ist. Für das Wachstum verantwortlich sind auch margenstarke Dienstleistungen wie Personalvermittlung und die temporäre Überlassung von Fachpersonal.(Quelle: https://www.luenendonk.de/aktuelles/themen-trends/erstes-quartal-2022-differierende-umsatzentwicklung-der-zeitarbeitsunternehmen-unter-der-lupe)

II. Geschäftsverlauf

Die positive Entwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2020 konnte im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt werden. Die Covid-19-Pandemie spielte für das Wirtschaftsgeschehen weiterhin eine signifikante Rolle. Die Ausbreitung der Omikron-Variante hat zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 zu einem starken Anstieg der Neuinfektionen geführt, sodass im zweiten Halbjahr 2021 die Umsatzentwicklung stagnierte. Insgesamt wurden aber die Ziele des Jahres 2021 übertroffen.

III. Darstellung der Lage der Gesellschaft

III.I Ertragslage

OPTIPER konzentrierte sich im Geschäftsjahr 2021 weiterhin auf organisches Wachstum und konnte sich ungeachtet der andauernden Covid-19-Pandemie entsprechend der Marktentwicklung positiv entwickeln.

Die Erlöse gliedern sich wie folgt auf:

Erlöse (Angabe
in TEUR)
2021 2020
Umsatzerlöse 17.330 15.430
Sonstige betriebliche Erträge 82 81
Summe 17.412 15.511

Die Umsatzerlöse sind ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,3% gestiegen, was dem allgemeinen Branchentrend von +12% entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr resultierten primär aus verrechneten Sachbezügen.

Der Personalaufwand ist ursächlich durch Änderung der Personalkostenstruktur und IGZ-Tariflohnerhöhungen um TEUR 1.262 gestiegen. Die Mitarbeiterzahl hat im Jahresdurchschnitt 555 Mitarbeiter betragen (Vorjahr 664). Im Jahr 2021 führte die Umstellung der Beitragszahlung an die Berufsgenossenschaft zu einem positiven Sondereffekt.

Das im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete Jahresergebnis lag bereinigt um die Sondereffekte über dem Ergebnis des Vorjahres.

III.II Finanzlage

Zum 31. Dezember 2021 beträgt die Eigenkapitalquote 23% gegenüber 14% im Vorjahr.

Aufgrund der guten Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2021 war OPTIPER jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Mittelzufluss von TEUR 1.018, im Investitionsbereich ein Mittelabfluss von TEUR 16 und im Finanzierungsbereich ein Mittelzufluss von TEUR 742. Der Finanzmittelbestand betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 2.618.

III.III Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 774 (15,6%) gegenüber dem Vorjahr. Auf der Aktivseite erhöhten sich insbesondere die liquiden Mittel um TEUR 1.744, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 921abnahmen. Auf der Passivseite resultiert dies ursächlich aus der Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 505, und den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten um TEUR 765 bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen um TEUR 619.

Die langfristigen Vermögenswerte (Anlagevermögen) betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 8, dies entsprach einer Quote von 0,2% des Gesamtvermögens (im Vorjahr: 0,4%).

Die kurzfristigen Vermögenswerte (Umlaufvermögen) beliefen sich mit TEUR 4.187 über dem Vorjahresniveau (TEUR 3.389).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtags- und abrechnungsbedingt um TEUR 921 auf TEUR 1.351 reduziert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um TEUR 27 auf TEUR 145.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 505 in Folge des erzielten Jahresüberschusses.

Die Rückstellungen reduzierten sich um insgesamt TEUR 112 auf TEUR 809. Dies ist insbesondere auf die Rückstellungen für Personalverpflichtungen bei gleichzeitigem Anstieg der Steuerrückstellungen zurückzuführen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen einen KfW-Schnellkredit 2020 und belaufen sich auf TEUR 765.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr stichtags- und abrechnungsbedingt um TEUR 6 auf 46. Sie beziehen sich auf den laufenden Geschäftsbetrieb.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 17 auf TEUR 705 reduziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 361 auf TEUR 911 reduziert. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens und der Reduzierung sind die laufenden Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten.

3. Prognosebericht

I. Konjunktur

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute u.a. auch das ifo Institut München haben in ihren Prognosen einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,6% im laufenden Jahr und einen Rückgang um 0,3 % im Jahr 2023 prognostiziert. Infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und damit verbundene krisenhafte Zuspitzung auf den Gasmärkten wird die deutsche Wirtschaft schwer belastet. Die hochgeschnellten Gaspreise erhöhen die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Dies dämpft nicht nur die noch unvollständige Erholung von der Corona-Krise, sondern drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Dabei kommen die Institute für den kommenden Winter zu dem Ergebnis, dass bei normalen Witterungsbedingungen keine Gasmangellage eintritt. Dennoch bleibt die Versorgungslage äußerst angespannt.

Aufgrund der konjunkturellen Abkühlung wird sich auf dem Arbeitsmarkt der Beschäftigungsaufbau vorübergehend verlangsamen. Das zunehmende Auslaufen der pandemiebedingten Einschränkungen wirkt sich zwar positiv auf den Arbeitsmarkt aus, aber die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland reduzieren das Tempo spürbar. So müssen Unternehmen wegen Lieferengpässen und/oder hohen Energiepreisen ihren Arbeitseinsatz reduzieren. Das ifo Institut München geht für das Jahr 2022 von einer Arbeitslosenquote von 5,3% aus. Für das Jahr 2023 wird von einer geringen Zunahme der Arbeitslosen auf 5,4% ausgegangen.(Quelle:https://www.ifo.de/fakten/2022-09-12/ifo-konjunkturprognose-herbst-2022-inflation-wuergt-privaten-konsum-ab-deutsche)

II. Branche

Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Lt. der Lünendonk-Liste 2022 sind die 25 führenden Zeitarbeitsunternehmen mit einem durchschnittlichen Wachstum von rund 21% ins neue Jahr gestartet. Eine vergleichbar stark positive Entwicklung gab es zuletzt im Jahr 2011. Die Wachstumsspanne zwischen den einzelnen Zeitarbeitsunternehmen ist zwar groß, aber bei vielen positiv. Das zeigt, dass die Nachfrage nach flexiblem Personal groß ist.

Grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen bereits in den letzten Jahren durch die zunehmende Regulierung herausfordernder geworden. Durch den pandemie-bedingten Nachfragerückgang hinterfragen die Mehrheit der Unternehmen die bisherige Geschäftsstrategie und setzen weiterhin verstärkt auf Digitalisierung und Erschließung neuer Kundenbranchen

III. Gesellschaft

Die Auswirkungen der noch anhaltenden Pandemie in der Winterperiode und aktueller Geschehnisse in Deutschland und der Welt werden sich auf unsere Geschäftsentwicklung durchschlagen.

OPTIPER erwartet im gesamten Wirtschaftsjahr 2022 einen Umsatzrückgang, der mit entsprechenden Personalaufwendungen einhergeht. Ursächlich hierfür sind die Veränderungen gemäß der Unternehmensstrategie der OPTIPER Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir daher mit einem leicht negativen EBIT.

Die Finanzierung und die Liquidität der Gesellschaft stehen auch im Geschäftsjahr 2022 auf einer soliden Basis. Zur Absicherung unserer Liquidität haben wir uns im Jahr 2021 einen Finanzierungsrahmen über die KfW in Höhe von TEUR 765 gesichert. Zweifel an der Fortbestehungsprognose des Unternehmens bestehen nicht.

4. Chancen- und Risikobericht

I. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst alle Maßnahmen eines systematischen und transparenten Umgangs mit den beschriebenen Risiken. Es zielt darauf ab, Risiken frühestmöglich zu identifizieren, sie adäquat zu bewerten, mittels geeigneter Maßnahmen zu begrenzen beziehungsweise zu vermeiden, zu überwachen und zu dokumentieren.

II. Risikobericht

Der Erfolg der Gesellschaft beruht auf der konsequenten Nutzung von Chancen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Dabei ist die Gesellschaft gewissen Risiken ausgesetzt.

II. I Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation stellt sich im Vergleich zum Vorjahr verändert dar. Einerseits werden gerade, wie erwartet, die meisten Covid-19-Einschränkungen gelockert und somit das gesellschaftliche Leben normalisiert. Andererseits bestehen hohe Unsicherheiten vor allem im Hinblick auf den weiteren Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges. Je nach Verlauf könnte es kurzfristig zu einem weit größeren wirtschaftlichen Schaden kommen.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2022 werden die nachfolgenden Risiken kontinuierlich beobachtet.

Aus heutiger Sicht sind dabei keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

II. II Einzelrisiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken können direkt oder indirekt die finanziellen Leistungsfaktoren Umsatz und EBIT von OPTIPER beeinflussen.

Personelle Risiken

Für OPTIPER ist es von großer Bedeutung, qualifiziertes und engagiertes Personal für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten würde es für das Unternehmen möglicherweise schwieriger sein, seiner Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen.

Kritisch gesehen wird bei steigendem Fachkräftebedarf die Verfügbarkeit und Gewinnung von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt sowie den Wechsel zu anderen Arbeitgebern, welches zu einem erhöhten Personalbeschaffungsaufwand führt. Ebenso besteht das Risiko der Übernahme von qualifiziertem Personal durch die Kunden.

Tarifliche Risiken

Die tariflichen Entgeltanpassungen gemäß den geltenden Tarifverträgen 2020-2022 sind eingeplant. (01.04.2021 / 01.04.2022). Auch die schrittweise Anpassung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 12 EUR/Stunde bis zum 1. Oktober 2022 wurde beschlossen. Die Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten sind schwer einschätzbar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese erneuten Tariferhöhungen bzw. gesetzliche Erhöhung negativ auf bestimmte Kundengruppen auswirken, vor allem bei niedrig qualifizierten Kräften und in Wirtschaftszweigen mit hoher Lohnsensibilität.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist OPTIPER rechtlichen Risiken ausgesetzt.

Mit der AÜG-Reform zum 1. April 2017 wurden den Verleihern und Entleihern Regularien auferlegt, die das Betreiben des Geschäftsmodells "Arbeitnehmerüberlassung" erschweren bzw. im Jahr 2022 weiter erschweren werden. Ebenso erhöhen die neuen und erweiterten Dokumentationspflichten den administrativen Aufwand für Verleiher und Entleiher. Zur Verminderung des Risikos wird gezielt rechtlich Beratung in Anspruch genommen. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, die Anwendung des Tarifvertrages sowie interner Richtlinien werden durch die interne Revision und externes QM-Management geprüft und sichergestellt.

OPTIPER hat 2019 erfolgreich das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015 eingeführt und wurde vom TÜV Hessen zertifiziert. Im Jahr 2021 wurde ein Überwachungsaudit erfolgreich durchgeführt.

Gegenwärtig bestehen keine gerichtlichen Verfahren, in denen sich OPTIPER befindet. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere im Bereich Arbeitsrecht.

Die Geschäftstätigkeit unterliegt den nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung könnten zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen.

IT-Risiken

Mit dem immer stärkeren Einsatz von Informationstechnologie in allen Bereichen steigen die informationstechnischen Risiken, wie beispielsweise Cyberkriminalität, unbefugter Zugriff, Verlust oder Manipulation von Daten, Ausfall der Hardware. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat OPTIPER moderne Sicherheitslösungen im Einsatz. Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie und qualifizierte Mitarbeiter tragen dazu bei, diese IT-Risiken zu minimieren. Ferner bedient sich OPTIPER hierzu zusätzlich einer IT-Beratungsunternehmung.

Finanzielle Risiken

Die Sicherung der kurz-, mittel- und langfristigen Liquidität hat für OPTIPER oberste Priorität.

Um Risiken frühzeitig zu erkennen, werden vorhandene Szenarienplanungen ständig an die aktuelle Entwicklung angepasst (insbesondere Umsatz, Marge, Kosten, Liquidität) und mit der Geschäftsführung abgestimmt.

III. Chancenbericht

Die Identifikation und Nutzung wertsteigernder unternehmerischer Chancen ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung profitablen Unternehmenswachstums. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt:

OPTIPER arbeitet intensiv an einer stärkeren Digitalisierung verschiedener Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, um Zeit- und Kostenvorteile zu realisieren.

Ebenso werden die Internetpräsenz und die Social-Media-Aktivitäten ständig ausgebaut.

Durch positiv wirkende kontinuierliche Verbesserungsprozesse in allen Bereichen des Unternehmens bestehen gute Chancen, die Produktivität weiter zu erhöhen und damit die Kosten zu senken. Hier besteht die Möglichkeit positiver Ergebniseffekte.

In der Personalvermittlung sieht OPTIPER ein erhöhtes Umsatzpotential auf Grund der Erhöhung der Übernahmequoten ("temp to perm" - Vermittlung) bzw. der direkten Personalvermittlung an die Kunden.

OPTIPER fördert das unternehmerische Denken ihrer Mitarbeiter und strebt eine kontinuierliche Leistungsverbesserung durch interne und externe Schulungsmaßnahmen an. Durch konsequentes und zeitnahes Kosten- und Qualitätsmanagement sowie flexible Vertriebsstrategie sieht sich OPTIPER in dem bestehenden Marktumfeld gut aufgestellt. Durch kurze Entscheidungswege ist OPTIPER in der Lage, sich schneller und umfassender an Veränderungen im operativen Umfeld anzupassen und den Kundennutzen zu steigern.

5. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft verfügt neben dem Hauptsitz in Berlin über 10 rechtlich unselbständige Geschäftsstellen.

 

Berlin, den 30. September 2022

gez. Chrisitan Vogt, Geschäftsführer

gez. Elmar Hoff, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

OPTIPER GMBH BERLIN, BERLIN

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 7.852,00 14.350,00
I. Sachanlagen 7.852,00 14.350,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.187.466,42 3.389.462,81
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.569.886,93 2.516.211,08
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.617.579,49 873.251,73
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.076,74 30.302,80
  4.208.395,16 3.434.115,61

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 972.527,60 467.804,51
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnvortrag 317.804,51 210.672,94
III. Jahresüberschuss 504.723,09 107.131,57
B. RÜCKSTELLUNGEN 808.957,43 921.294,68
C. VERBINDLICHKEITEN 2.426.910,13 2.045.016,42
  4.208.395,16 3.434.115,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 17.411.536,58 15.510.403,07
2. Personalaufwand -14.927.840,97 -13.666.251,52
a) Löhne und Gehälter -12.465.831,07 -11.174.960,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.462.009,90 -2.491.291,51
- Davon für Altersversorgung: EUR 18.690,55 (Vorjahr: EUR 22.322,60)    
3. Abschreibungen -22.906,10 -15.216,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -22.906,10 -15.216,64
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.775.193,98 -1.709.962,35
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,20 4,35
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.800,69 -6.610,24
- Davon an verbundene Unternehmen: EUR 6.192,28 (Vorjahr: EUR 5.959,85)    
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -145.281,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 510.520,04 112.366,67
9. Sonstige Steuern -5.796,95 -5.235,10
10. Jahresüberschuss 504.723,09 107.131,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

OPTIPER GmbH Berlin, Berlin

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der OPTIPER GmbH Berlin wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: OPTIPER GmbH Berlin
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintragung: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HRB 171304

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, vermindert um Wertberichtigungen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit TEuro 145 (Vorjahr TEuro 172). Darin sind enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEuro 23 (Vorjahr TEuro 100) und sonstige Forderungen mit TEuro 122 (Vorjahr TEuro 72).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit TEuro 705 (Vorjahr TEuro 722). Darin sind enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEuro 307 (Vorjahr TEuro 305) und sonstige Verbindlichkeiten mit TEuro 398 (Vorjahr TEuro 417).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch solche gegenüber der Gesellschafterin, OPTIPER Holding GmbH. Ferner sind in den sonstigen Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter in Höhe von TEuro 27 (Vorjahr TEuro 26) enthalten

Angaben zum Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den diesem Anhang beigefügten Bruttoanlagenspiegel hin, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 18.145,26 (Vorjahr: Euro 20.669,26).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 133.183,09 (Vorjahr: Euro 72.779,96).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Kautionen (TEuro 18) sowie Erstattungen nach dem IfSG (TEuro 45) enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Zeitguthaben sowie Sonderprämien für Mitarbeiter enthalten.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2021 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 765,0 85,0 680,0
Vorjahr 0,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 46,0 46,0 0,0
Vorjahr 52,1 52,1 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 705,3 705,3 0,0
Vorjahr 721,7 721,7 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 910,7 884,1 26,6
Vorjahr 1.271,2 1.245,6 25,6
Summe 2.427,0 1.720,4 706,6
Vorjahr 2.045,0 2.019,4 25,6

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEuro 258 (Vorjahr TEuro 201).

Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEuro 32 (Vorjahr TEuro 74).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEuro 340,0. Diese betreffen ausschließlich solche gegenüber Kreditinstitute.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 726.432,46 (Vorjahr: Euro 747.247,14).

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEuro 376.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde von der Gesellschafterin ein Forderungsverzicht mit Besserungsschein über einen Betrag in Höhe von TEUR 350 ausgesprochen. Der Besserungsschein verbrieft der Gesellschafterin das Versprechen, dass die erlassenen Schulden in Höhe von TEUR 350 bei Eintritt des Besserungsfalls wiederaufleben. Dies ist zum Stand 31.12.2021 nicht der Fall .

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Interne Angestellte 36
Externe Angestellte (Arbeitnehmerüberlassung) 519
Azubis 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit: 555

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Christian Vogt (Hauptamtlicher Geschäftsführer der OPTIPER GmbH Berlin)

Herr Elmar Hoff (Hauptamtlicher Geschäftsführer der OPTIPER Holding GmbH)

Auf die Angabe der Tätigkeitsvergütungen wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten.

 

Berlin, den 30. September 2022

OPTIPER GmbH Berlin

gez. Christian Vogt, Geschäftsführung

gez. Elmar Hoff, Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.907,99 16.408,10 0,00 194.316,09
  177.907,99 16.408,10 0,00 194.316,09
  177.907,99 16.408,10 0,00 194.316,09
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.557,99 22.906,10 0,00 186.464,09
  163.557,99 22.906,10 0,00 186.464,09
  163.557,99 22.906,10 0,00 186.464,09
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.852,00 14.350,00
  7.852,00 14.350,00
  7.852,00 14.350,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OPTIPER GmbH Berlin, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OPTIPER GmbH Berlin, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OPTIPER GmbH Berlin, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Recklinghausen, 23. November 2022

TC Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Edwin Haverkamp, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Dirk Richter, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 30.11.2022 festgestellt.

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