Conrad Real Estate Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Constantin Carsten Conrad seit 7.10.2022 | Geschäftsführer |
Sebastian Häbler seit 18.1.2021 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KGBremenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns Die Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, firmiert als Konzernmutter aller Gesellschaften der LESCHACO Gruppe. Dem Konsolidierungskreis gehören neben dem Mutterunternehmen 13 inländische und 32 ausländische Gesellschaften an. Im Folgenden wird von der LESCHACO Gruppe oder der Unternehmensgruppe gesprochen. Die Zukunft der LESCHACO Gruppe als Familienunternehmen mit klaren Strukturen wurde in 2021 durch den Vollzug weiterer Schritte zum Generationsübergang gesichert. Jörg Conrad übertrug, als alleiniger Inhaber die Mehrheitsanteile an der Leschaco Gruppe seinen Kindern Constantin Conrad und Charlotte Palermo. Das Geschäftsjahr des Familienunternehmens wurde durch den plötzlichen Tod seines geschäftsführenden Gesellschafters Jörg Conrad überschattet. Constantin Conrad war bereits seit Juli 2019 Mitglied der Geschäftsleitung und wurde zum August 2021 zum geschäftsführenden Gesellschafter. Er tritt nun die Nachfolge seines Vaters an. 1. Geschäftstätigkeit, Strukturen und Organisation Das Kerngeschäft unserer Unternehmensgruppe besteht aus weltweit zu erbringenden Logistik- und Transportlösungen. Wir übernehmen dabei für unsere Kunden die Steuerung teilweiser oder kompletter Logistikketten und arbeiten sehr eng mit Transportpartnern der Verkehrsträger Straße, Schiene sowie Luft- oder Seefracht zusammen. In dem Geschäftsmodell verzichten wir weitestgehend darauf, eigenes Anlagevermögen einzusetzen. Wir vermitteln, organisieren, überwachen und bündeln Transportleistungen. Leistungsschwerpunkt und größter Geschäftsbereich der Gruppe sind interkontinentale Seefrachttransporte inklusive vor- und nachgelagerter transportnaher logistischer Mehrwertdienste. Weltweit erbringen wir als LESCHACO Gruppe mit 48 eigenen Gesellschaften und mehr als 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 20 Ländern Logistik- und Transportlösungen für unsere Kunden aus den Industriesegmenten Anlagen- und Maschinenbau, Automotive, Chemie und chemienahe Industrien, Konsumgüter sowie Pharma. Unser eigenes Netzwerk wird zusätzlich durch ausgewählte Agenten in aller Welt verstärkt. Die LESCHACO Gruppe ist in den Geschäftsbereichen Seefracht, Kontraktlogistik, Tankcontainer und Luftfracht aktiv. 1.1. Seefracht Unser größter Geschäftsbereich sind interkontinentale Seefrachtlösungen. Wir sind in allen für uns strategisch wichtigen Welthäfen und Wirtschaftszentren mit eigenen Gesellschaften oder Vertriebsstandorten vertreten. Der Geschäftsbereich Seefracht erbringt weltweit Transport-und Logistiklösungen mit allen wichtigen Verladearten Vollcontainer, Sammelcontainer (LCL), Projekt- und Anlagenverschiffung sowie Transporte mit Special Equipment vielfach in Verbindung mit vor- und nachgelagerten Value-Added Services. 1.2. Kontraktlogistik Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik bietet die LESCHACO Gruppe kundenspezifische Lösungen in den Bereichen Warehousing, Terminaloperations, logistische Mehrwertdienste und Supply Chain Management an. Zwei wesentliche Branchenschwerpunkte im Geschäftsbereich Kontraktlogistik liegen in den Bereichen Automotive und Gefahrgut. In Deutschland zählt die LESCHACO Gruppe zu den größten Unternehmen im Automobilumschlag. Weltweit reicht unser Automotive-Dienstleistungsspektrum von der Beschaffungslogistik über Outsourcingprojekte bis hin zu CBU-Logistik (Completely Built Unit) inklusive VAS (Value Added Services) wie Auslieferungsinspektion und Distribution zu den Händlern weltweit. Neben just in time Transporten mit eigenem Fuhrpark übernehmen wir auch die Bestandsführung produzierter Teile, die Vormontage, Planung und Optimierung von Verpackungen, das Kommissionieren sowie das Erstellen von Transportdokumenten und Lieferscheinen. In Asien betreibt die LESCHACO Gruppe an mehreren Standorten für Gefahrgut geeignete Speziallager. Auch hier ist das Dienstleistungsspektrum vielfältig. In enger Verknüpfung mit der Supply Chain der Kunden bilden wir klassische Hub-Konzepte, Produktionsversorgung, Distribution und natürlich VAS wie zum Beispiel Qualitätskontrollen und landesspezifische Dokumentationen ab. Aufgrund der zum Teil extremen klimatischen Verhältnisse sind einige Hallen zum Teil klimatisiert. Das Rückgrat der Operationen ist das von der LESCHACO Gruppe global eingesetzte Lagerverwaltungssystem. Verschiedene Schnittstellen zu ERP-Systemen, Transportmanagementsystemen und Webshops garantieren einen reibungslosen und fehlerfreien Ablauf. Die technische Betreuung erfolgt durch unsere eigenen IT Teams in verschiedenen Zeitzonen. 1.3. Tankcontainer Als Tankcontainer Operator bewirtschaften wir derzeit ca. 5.500 Tankcontainer, mit denen wir weltweit ausschließlich für Kunden aus der Chemie oder chemienahen Industrie Überseetransporte durchführen. Als logistischer Komplettanbieter übernehmen wir nicht nur die Transporte der Produkte unserer Kunden in Tankcontainern, sondern offerieren im Zusammenspiel mit unserem weltweiten LESCHACO Netzwerk auch alle zusätzlichen logistischen Dienstleistungen bis hin zur Auslieferung und Verzollung der Güter. 1.4. Luftfracht Die LESCHACO Gruppe bietet im Geschäftsbereich Luftfracht weltweit Sammel- und Komplettladungen sowie Expressverkehre und Projektladung an. Wir sind lizenzierter IATA-Agent und sind durch unser globales Netzwerk mit eigenen Gesellschaften und Agenten an allen wichtigen Verkehrsflughäfen der Welt vertreten. 2. Strategie In der weiter fortschreitenden Internationalisierung unseres Konzerns und einer durch eine tiefergehende Verzahnung herbeizuführenden vermehrten Nutzung von Synergien zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften, Bereichen und Partnern liegt ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Strategie. Die Internationalisierung hat unserer Unternehmensgruppe bereits heute zu einer deutlich höheren Robustheit verholfen. Wir bewerten die Zunahme der Globalisierung als einen langfristigen Trend trotz einsetzender Nearshoring Tendenzen und werden unsere starke Marktposition insbesondere in den Regionen Asiens, im Mittleren Osten und in Südamerika weiter ausbauen. Die Unternehmensgruppe hat eine klar formulierte Strategie, welche durch acht globale Initiativen unterlegt ist. Alle Initiativen haben zum Ziel, die Organisation zu ihrer Vision 2030 zu verhelfen und stellen den Kunden sowie den Mitarbeiter in den Fokus. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Weltkonjunktur im Laufe des Jahres eingetrübt. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine Ende Februar führte zu erhöhten Energiekosten und als Folge zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsraten (EU und USA über 8%, Lateinamerika über 17%, APAC 5%, Indien 7% und China 2%). Die hohen Inflationsraten wiederum haben den privaten Konsum in den Industrieländern wie auch in den Schwellenländern deutlich eingeschränkt. Darüber hinaus versuchen die Zentralbanken durch Erhöhung der Leitzinsen die inflationären Entwicklungen in den Griff zu bekommen. Von China gingen auf Grund der sehr restriktiven Covid-19 Politik mit mehrwöchigen Lockdowns in Wirtschaftsmetropolen wie Shanghai nicht die Impulse aus, die eine deutliche Belebung der Weltkonjunktur im Laufe des Jahres zur Folge hätten haben können. Die chemische Industrie, speziell im EU-Raum, litt besonders vom Sommer 2022 an unter den deutlich erhöhten Erdgaspreisen, da Erdgas Rohstoff für die Herstellung von Produkten, sowie auch Energieträger für das Betreiben der Anlagen ist. Dies führte verstärkt zum Lagerabbau in Überseeregionen und somit zum Ausfall von Exporten in Überseeregionen. Die nachlassende weltweite Nachfrage, das sich Auflösen von coronabedingten Lieferengpässen, führte speziell im zweiten Halbjahr zu deutlichen Ratenreduzierungen auf den Routen von Asien nach Europa und von Asien in die USA. Die Wartezeiten vor den Häfen haben sich signifikant reduziert bzw. ganz aufgelöst. Die Zuverlässigkeit der Liniendienste im Hinblick auf Einhaltung der Fahrpläne hat sich sichtlich verbessert. Die LESCHACO Gruppe hat am 28. Dezember 2022 einen Kaufvertrag mit der in Bogotá, Kolumbien, ansässigen Spedition Coltrans S.A.S. unterzeichnet. Leschaco arbeitet mit dieser kolumbianischen Speditionsfirma schon seit vielen Jahrzehnten erfolgreich im Agentenverhältnis zusammen. Der Vollzug der Akquisition stärkt damit unsere geographische Abdeckung insbesondere in Südamerika. Die LESCHACO Gruppe ist nun in 24 Ländern weltweit vertreten und begrüßt ca. 500 neue Mitarbeiter:innen. Die Region Americas stellt für die LESCHACO Gruppe eine wichtige Region mit Wachstumspotential dar. Die Integration wird durch den Regional Head Americas geleitet. 2. Ertragslage Das Ergebnis der LESCHACO-Gruppe entwickelte sich außerordentlich erfreulich und erreicht trotz der anhaltenden Corona Krise und der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine Rekordniveau. Die Konzernumsätze haben sich deutlich auf EUR 1.195 Mio. erhöht. Die Rohertragsquote sank von 17,1 Prozent auf 1 6,5 Prozent bei einem Rohertrag von EUR 196 Mio. (Vorjahr: EUR 156 Mio.). Hinsichtlich der Aufteilung der Konzernumsätze nach geographischen bestimmten Märkten verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang. Die Entwicklung der einzelnen Gesellschaften ist insgesamt sehr zufriedenstellend verlaufen. Nahezu alle Gesellschaften haben deutlich über Plan abgeschlossen. Der Personalaufwand ist in der Gruppe um ca. 24 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Personalaufbau, aus organisatorischen und gehaltlichen Anpassungen sowie aus Umsatzsteigerung bedingten Aufwandsbestandteilen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 39 Prozent und somit im Verhältnis zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit überproportional gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Währungskurseffekten. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Konzernjahresüberschuss von EUR 24,0 Mio. und somit deutlich über dem Vorjahresergebnis ab. Somit konnte das im Vorjahres-Konzernlagebericht prognostizierte Ergebnis im unteren zweistelligen Millionenbereich übertroffen werden. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2022 hat sich um EUR 44,2 Mio. auf EUR 323,5 Mio. erhöht. Das immaterielle Anlagelagevermögen hat sich durch die Akquisition von Coltrans und den daraus resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert um EUR 18,6 Mio. erhöht. Außer dem bilanzierten Grundbesitz von EUR 27,6 Mio. hält der Konzern kein nennenswertes eigenes Sachanlagevermögen. Die Finanzanlagen haben sich leicht auf EUR 10,6 Mio. (Vorjahr EUR 10,3 Mio.) erhöht und bestehen überwiegend aus nicht zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaftsanteilen und sonstigen Ausleihungen. Das Umlaufvermögen hat sich auf EUR 247,2 Mio. (Vorjahr EUR 229,1 Mio.) erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der liquiden Mittel um ca. EUR 25 Mio. bei leicht gesunkenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Das Eigenkapital ist um EUR 14,3 Mio. auf EUR 64,7 Mio. gestiegen. Trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote damit um 2,0 Prozentpunkte auf nunmehr 20,0 Prozent erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind um EUR 17,8 Mio. auf EUR 75,6 Mio. gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der operativen Rückstellungen sowie aus Rückstellungen im Zusammenhang mit den Anschaffungskosten des Erwerbs von Coltrans. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich leicht auf EUR 94,4 Mio. (Vorjahr: EUR 93,5 Mio.) erhöht. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 36,8 Mio. erzielt. Größte Bestandteile waren Jahresergebnis sowie Veränderungen der Rückstellungen und der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aus Investitionstätigkeit wurde ein Cashflow in Höhe von EUR -16,8 Mio. erzielt, der im Wesentlichen aus der Akquisition von Coltrans resultiert. In Verbindung mit dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 4,6 Mio. ergibt sich im Geschäftsjahr eine zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel von EUR 24,7 Mio. Der Konzern steuert die Konzernfinanzierung, die Vergabe von Garantien und Patronatserklärungen, die Vergabe von Darlehen und die Überwachung der Liquidität zentral. Die Steuerung der kurzfristigen Liquidität und die Disposition der Zahlungen erfolgen dezentral. Zur Deckung des Finanzbedarfs stehen der LESCHACO Gruppe bei nationalen und internationalen Banken in ausreichendem Maße Kreditlinien zur Verfügung. Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt die Unternehmensgruppe auch außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente. Sofern es vor dem Hintergrund der jeweiligen landesspezifischen rechtlichen Gegebenheiten und unter Kostengesichtspunkten möglich und vertretbar ist, werden insbesondere Pkw, Fahrzeuge für den Transport und für die Verladung sowie IT-Hardware geleast. Im Inland und in den Niederlanden wird bei verschiedenen Gesellschaften auch das Instrument Factoring zur kurzfristigen Finanzierung eingesetzt. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben. III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risikobericht Die Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, ist als global operierender Konzern im Rahmen des weltweiten Geschäfts unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags- und Finanzlage wesentlich negativ beeinflussen können. Die Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Insgesamt ist das Umfeld aufgrund des Krieges in der Ukraine und daraus entstandener wirtschaftlicher Einflussfaktoren von deutlich erhöhten Energiekosten, Materialknappheit, Inflation und Zinsumfeld deutlich volatiler geworden. Die Nachfrage nach Transport- und Logistikleistungen schwankt mit der konjunkturellen Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsregionen, in denen wir vertreten sind. Wir können daher niemals ausschließen, dass infolge einer Eintrübung konjunktureller Entwicklungen auch unser Geschäft stagniert oder sich rückläufig entwickelt. Politische Krisen, Terrorismus oder Naturkatastrophen, Pandemien und deren Folgen können negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Transport- und Logistikleistungen haben und sich damit auch negativ auf unser Unternehmensergebnis auswirken. Im Folgenden werden die Risikobereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Unternehmensgruppe wesentlich beeinflussen könnten. Die Darstellung kann nur solche Risiken beinhalten, die heute bekannt oder einschätzbar sind. Das Risikomanagement im operativen Bereich der Überseespedition zählt zu den Kernkompetenzen der LESCHACO Gruppe. Für die Bewältigung der damit zusammenhängenden Aufgaben wird in der Zentrale eine eigene Abteilung mit Sicherheitsexperten unterhalten, die ein erfolgreiches Qualitätsmanagement und die Aktualisierung der Zertifizierung aller wesentlichen operativen Gesellschaften der LESCHACO Gruppe nach DIN/ISO 9001 und 14001 (Integrated Management System - Qualität und Umwelt) gewährleistet. Bei der LESCHACO Gruppe betreibt eine Vielzahl von Geschäftseinheiten das operative Geschäft mit jeweils eigener Ergebnisverantwortung. Zentralbereiche unterstützen diese Einheiten mit Dienstleistungen. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt unserem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Seit dem 1. Oktober 2014 hat die LESCHACO Gruppe eine weltweite Warenkreditversicherung zur Absicherung des Ausfalls von Forderungen abgeschlossen. Sämtliche verbleibende Kreditausfallrisiken werden gesondert überwacht und vom Konzern zentral gesteuert. Die LESCHACO Gruppe ist im kurzfristigen Bereich auf Basis variabler Basiszinssätze bei Banken und einer Factoringgesellschaft finanziert. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund von Veränderungen des Marktzinses und können zu höheren Fremdfinanzierungskosten führen. In der Regel wird das Zinsänderungsrisiko bei Finanzierungen abgesichert. Das Währungsrisiko wird nicht abgesichert. Generell werden die Auswirkungen von Währungsschwankungen eng dahingehend überwacht, dass in den unterschiedlichen Währungsräumen die Kosten im ausgeglichenen Verhältnis zu den erwirtschafteten Umsätzen stehen. Die LESCHACO Gruppe unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu weltweit agierenden Großkunden, die durch enge Bindung und intensive Kommunikation geprägt sind. Dies birgt das Risiko einer gewissen Abhängigkeit. Von einem Rückgang der Nachfrage nach Transporten in der Chemischen Industrie und der Automobilindustrie sowie auch in den übrigen Industriesegmenten wäre das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe direkt betroffen. Mit dem Ausbau des nationalen und internationalen Vertriebes wollen wir auch das Geschäft mit kleineren und mittelständischen Verladern ausbauen, was dieses Risiko noch weiter relativieren wird. Die Haftungsrisiken aus internationalen Transporten und für unsere Kunden durchgeführte logistische Zusatzleistungen entlang der Lieferkette wie Dokumentation, Zollabwicklung, Gefahrguttransporte, seemäßige Verpackung, Projektorganisation und Monitoring von Transportleistungen können aufgrund des komplexen Haftungsumfangs nicht vollständig abgedeckt werden. Fehler oder Störungen in unseren Prozessen können die Supply Chain unterbrechen und zu signifikanten Schäden bei unseren Kunden und Partnern führen. Für Haftungsrisiken daraus wurden Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen der im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. um letztere auszuschließen. Mit der Anker Assekuranz GmbH, Bremen, wird zu diesem Zweck eine eigene Gesellschaft in der Unternehmensgruppe unterhalten, die den Umfang der Versicherungen laufend überprüft. Das verbleibende Risiko wird daher als gering eingestuft. In diesem Zusammenhang ist auf die gestiegenen Risiken aus der Zollabwicklung hinzuweisen. Für laufende Verfahren wurden aufgrund der derzeitigen Risiko- bzw. Erfolgseinschätzung angemessene Risikovorsorge getroffen. Die Gefährdung unserer IT-Systeme schätzten wir aufgrund der vertraglich zugesicherten Leistungskomponenten unseres Dienstleisters und unserer eigenen Kontrollsysteme noch in 2020 als begrenzt ein. Nach einem Ransomware-Vorfall im August 2021, bei dem Daten und Server von Unbekannten verschlüsselt wurden und die Gruppe mehrere Tage operativ eingeschränkt war, sind in 2022 Maßnahmen und Sicherheitskonzepte zur Verminderung von IT-Sicherheitsrisiken konzipiert und umgesetzt worden. Die Maßnahmen umfassen u. a. den Aufbau eines ISMS nach ISO27001, technische Sicherheit/ZeroTrust, Schulung unserer Mitarbeiter (Awareness) und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Die seit Anfang 2020 anhaltende Covid -1 9 Pandemie hat eine starke Anfälligkeit der gesamten Weltwirtschaft gezeigt. Gestörte Lieferketten, eine gestiegene Nachfrage und damit einhergehende Veränderungen auf die Handelsaktivitäten aber vor allem, die sich im Laufe des Jahres 2022, als drittes Jahr in Folge, verknappenden Transportkapazitäten haben einen Einfluss auf das Geschäftsvolumen und Profitabilität der LESCHACO Gruppe. Die LESCHACO Gruppe konnte weiterhin durch den effizienten Einsatz von digitaler Kommunikation und mobiles Arbeiten sowohl unternehmensintern als auch mit Kunden und Geschäftspartnern den Geschäftsbetrieb weltweit auch während lokaler Shutdowns reibungslos fortführen. Kosteneffizienz und eine gesteigerte Nachfrage vor allem in der Chemieindustrie entgegen der ursprünglichen Planung wirkten sich sehr positiv auf die Ergebnisentwicklung der LESCHACO Gruppe aus. 2. Chancenbericht Wesentliche Chancen der Unternehmensgruppe bestehen in Ausbau und Weiterentwicklung unserer Märkte, der noch stärkeren Ausrichtung unserer Leistungen auf die Bedürfnisse unserer Kunden und einer Stärkung unserer Wettbewerbsposition durch eine konsequente Weiterentwicklung und Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Zusätzlich bieten die Optimierung unserer Prozesse sowie Verbesserung unserer Dateninfrastruktur gute Chancen, unsere wirtschaftliche Stärke weiter auszubauen. Die Nachfrage nach Transport- und Logistiklösungen wird durch die fortschreitende Globalisierung auch künftig stärker steigen als das weltwirtschaftliche Wachstum. Wir sind in den wachstumsstarken Regionen in Asien, Südamerika und im Mittleren Osten präsent und werden von der Entwicklung in diesen Regionen stark profitieren. Bei einer sich weiter positiv und stetig entwickelnden Nachfrage unserer Kunden und der Bereitstellung von ausreichenden Transportkapazitäten durch Lieferanten ist angesichts der vorliegenden konjunkturellen Prognosen für 2023 von guten Chancen auszugehen, die bereits starke Position unserer Unternehmensgruppe im Markt weiter ausbauen und nachhaltig festigen zu können. 3. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage der LESCHACO-Gruppe Aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken und Chancen hat sich kein gegenüber dem Vorjahr wesentlich verändertes Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage der LESCHACO-Gruppe ergeben. Vorausgesetzt, die kriegerische Eskalation in der Ukraine bleibt lokal bzw. geographisch begrenzt, sind nach unserer Einschätzung keine besonderen Risiken erkennbar, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der LESCHACO-Gruppe gefährden könnten. 4. Prognosebericht für die LESCHACO Gruppe Die strategische Ausrichtung der LESCHACO Gruppe hat sich auch 2022 in einem herausfordernden, sich konjunkturell abschwächenden Umfeld grundsätzlich bewährt. Es ist davon auszugehen, dass sich in 2023 zumindest im ersten Halbjahr die Weltkonjunktur eintrüben wird. Die rezessiven Entwicklungen in Europa sind deutlich am gegenwärtigen schwachen Auftragseingang spürbar. Während in den asiatischen Ländern zumindest verhaltener Optimismus berechtigt ist, zeigen die USA und Lateinamerika ähnliche Tendenzen wie Europa. Vor diesem Hintergrund werden den globalen Verkaufsaktivitäten in der LESCHACO Gruppe höchste Priorität eingeräumt, um gestärkt aus diesem Krisenszenario hervorzutreten. Darüber hinaus bleibt die Weiterentwicklung unserer Führungs- und Organisationsstrukturen, unseres Personals, unserer Produkte und unserer kundenorientierten IT-Lösungen von größter strategischer Bedeutung. All diese Maßnahmen dienen der langfristigen Bindung unseres jetzigen Kundenstammes und den in der Strategie 2030 festgelegten Wachstumszielen. Die Vorhersagen für den Welthandel (IWF) sehen ein globales Wachstum von 2,9 % für 2023 vor, wobei es in den Industrieländern bei 1,2 % liegen soll. Der Wachstumsimpuls kommt hiernach aus China, Indien und den ostasiatischen Schwellenländern. Die LESCHACO Gruppe ist gut in diesen Ländern vertreten. Wir sind verhalten optimistisch, dass wir beginnend mit dem Ende des 2. Quartales hiervon im Rest des Jahres profitieren können. Aufgrund der Ergebnislage im 1. Quartal 2023 sowie der erwarteten Entspannung ab Mitte des Jahres prognostizieren wir ein Konzernjahresüberschuss im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Bremen, den 28. März 2023 gez. Constantin Conrad, Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen gez. Constantin Conrad, Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft B.V., Rotterdam KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang1. Allgemein Die Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen ist beim Amtsgericht Bremen unter HRA 12639 HB eingetragen. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, werden neben dem Mutterunternehmen 45 Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht oder die unter ihrer einheitlichen Leitung stehen. Die assoziierten Unternehmen werden aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns gemäß § 311 Absatz 2 HGB nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Tochterunternehmen und die assoziierten Unternehmen sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich somit folgende Zugänge zum Konsolidierungskreis:
Die Erstkonsolidierung der Gesellschaft in Peru erfolgte zum 1. Januar 2022, die Erstkonsolidierung der Gesellschaften in Kolumbien erfolgte zum 31. Dezember 2022. Aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Vermögensgegenstände und Schulden der kolumbianischen Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 sind die Werte der Bilanz nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Bilanzwerte zum 31. Dezember 2022 beinhalten folgende Werte aus den kolumbianischen Gesellschaften:
Aus der Erstkonsolidierung der Gesellschaft in Peru ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Danach wird das konsolidierungspflichtige Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beizulegen ist. Der Zeitpunkt der erstmaligen Kapitalkonsolidierung für die einbezogenen Gesellschaften ist grundsätzlich der 1 .Januar 2006. Bei einem Erwerb von Anteilen nach diesem Zeitpunkt ist die diesbezügliche Erstkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2009 zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss durchgeführt worden. Aufgrund der Neuregelung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfolgt die Erstkonsolidierung für den Erwerb von Anteilen nach dem 31. Dezember 2009 zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die sich bei der Erstkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge zwischen den Wertansätzen der Anteile an den einbezogenen Unternehmen und dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital werden in der Konzernbilanz den anzusetzenden Vermögensgegenständen des jeweiligen Tochterunternehmens zugeschrieben, soweit deren Wert höher als der bisherige Wertansatz ist. Danach verbleibende Unterschiedsbeträge werden in der Konzernbilanz als Geschäfts oder Firmenwert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Bei der Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf 20 Jahre wird vom voraussichtlichen Nutzen ausgegangen, da der Aufbau eines globalen Netzwerks viele Jahre in Anspruch genommen hätte und der erzielte Mehrgewinn erst später eingetreten wäre. Ein sich aus der Erstkonsolidierung ergebener passivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen der Anteile an den einbezogenen Unternehmen und dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital werden in der Konzernbilanz als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung passiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig linear abgeschrieben. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises werden gegeneinander aufgerechnet. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Haftungsverhältnisse werden, soweit diese sich mit den entsprechenden Passivposten in den konsolidierten Einzelposten decken, weggelassen. Von der Eliminierung der in den Vorräten enthaltenen geringfügigen Konzernzwischenergebnisse wird wegen ihrer untergeordneten Bedeutung abgesehen. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Inland erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Einbringungswerten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Dabei wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt, soweit dies zulässig ist und die degressive Abschreibung zu einer höheren Abschreibung im Vergleich zu der linearen Methode führt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 (bis 31. Dezember 2017: EUR 150,00) bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Ab dem Jahr 2019 werden geringwertige Anlagegüter mit den Anschaffungskosten bis EUR 800,00 aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Im Ausland erfolgen Abschreibungen grundsätzlich nach der linearen Methode. Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden mit Ihren Anschaffungskosten aktiviert und linear über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung über eine Nutzungsdauer von mehr als 5 Jahren abgeschrieben werden, bestehen die Gründe in der Stabilität des erworbenen Geschäfts bzw. der Kundenstruktur. Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Tilgungen, bewertet. Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Uni-Cre-dit-Methode bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 1 5 Jahren ergibt. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2018 G) zugrunde. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden die Pensionsrückstellungen mit Teilwerten bilanziert. Diese wurden durch versicherungsmathematische Gutachten auf Basis der Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6,0 % p. a. ermittelt. Aufgrund der Neuregelung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz werden seit dem Geschäftsjahr 2010 Pensionsrückstellungen für Anwartschaften noch tätiger Pensionsberechtigter nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Nach den Änderungen des HGB durch das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" vom 11. März 2016 erfolgt die Abzinsung von Pensionsrückstellungen aus dem durchschnittlichen Marktzins der letzten 10 Jahre (vorher: 7 Jahre). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag ist in Abschnitt 5 angegeben. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Einzelabschlüssen werden auf fremde Währung lautende Posten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion. Hinsichtlich der Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wird wie folgt verfahren: Die Posten der Bilanz werden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag, die Bestandteile des Eigenkapitals mit den historischen Kursen (Kurse zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und in einen Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung teilweise Gebrauch gemacht. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen werden dabei verrechnet angesetzt. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht. Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs- und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen sind aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) ersichtlich. Der Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts resultiert in Höhe von TEUR 20.779 aus der Kapitalkonsolidierung und im Übrigen aus den Geschäfts- und Firmenwerten der einbezogenen Unternehmen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren überwiegend aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit diesen Gesellschaften. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 158) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde von folgenden Annahmen ausgegangen:
Gehaltstrends wurden bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen nicht berücksichtigt, da die Höhe der künftigen Zahlungen von der individuellen Gehaltsentwicklung unabhängig ist. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 898. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 19.430 (Vorjahr: TEUR 17.280) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 5.724 (Vorjahr: TEUR 4.114) von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren und TEUR 3.601 (Vorjahr: TEUR 7.289) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 9.500 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Außer den oben genannten Verbindlichkeiten haben sämtliche Verbindlichkeiten - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Grundpfandrechte am Grundvermögen in Höhe von nominell TEUR 10.088 (Vorjahr: TEUR 15.088) eingetragen. Zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken hat die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente in Form eines Cross-Currency-Swaps abgeschlossen. Die Gesellschaft hat sich im Zusammenhang mit einem Darlehen in Höhe von EUR 7,0 Mio. gegen Währungs- und Zinsrisiken abgesichert. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2030. Das Absicherungsgeschäft wird nicht bilanziert, da gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit besteht. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird durch Critical Terms Match-Methode ermittelt. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen, steuerlichen Verlustvorträgen oder Konsolidierungsmaßnahmen:
Die Bewertung der im Inland vorliegenden temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen, der demjenigen des aktuellen Geschäftsjahres entspricht. Vorliegend handelt es sich um den Steuersatz für Gewerbesteuer von 16,1%. Die latenten Steuern der ausländischen Gesellschaften werden mit jeweils unternehmensindividuellen Steuersätzen zwischen 17 % und 35 % berechnet. 6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
7. Außerbilanzielle Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Das Mutterunternehmen sowie zwei inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen haben mit einem Factoringunternehmen, einen Factoringvertrag abgeschlossen. Zum 1. Oktober 2014 wurde zusätzlich eine Kreditversicherung mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2024 vereinbart, wodurch nahezu alle Forderungen gegenüber Dritten weltweit kreditversichert sind. Zum 31. Dezember 2022 waren Kundenforderungen in Höhe von insgesamt EUR 46,0 Mio. an den Factor verkauft. Die Verträge wurden mit dem Ziel abgeschlossen, Forderungsausfälle zu verringern und gleichzeitig die Liquidität zu verbessern. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile, die sich für die Gesellschaft aus dem Factoringgeschäft ergeben. Risiken bestehen in den variablen Zinsen und Gebühren. Aus bestehenden Mietverträgen im Inland resultiert eine Belastung von EUR 1,45 Mio. p.a., so dass sich die Belastung kumuliert auf EUR 12,98 Mio. beläuft. In geringem Umfang wurden weitere Mietverträge für Gewerbeflächen abgeschlossen. Im Ausland wurden Miet- und Leasingverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten für Büroräume sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Für 2023 ergeben sich daraus finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 3,96 Mio. Durch die Mietverträge werden die für die operative Tätigkeit notwendigen Büros und Gewerbeflächen angemietet. Der Vorteil besteht insbesondere darin, dass keine Kapitalbindung erfolgt. Risiken können sich aus der zeitlichen Vertragsbindung ergeben, da die monatlichen Belastungen auch anfallen, wenn keine Nutzung der Flächen und Räumlichkeiten erfolgt. Die Miet- und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung dienen im Vergleich zum Erwerb der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile der Verträge. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Ausstattung bei technischen Neuerungen ausgetauscht werden kann. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den teilweise höheren Refinanzierungskosten. Bei den bestellten Erbbaurechten belaufen sich die Erbbauzinsen auf TEUR 382 p. a., so dass sich die Belastung auf kumuliert EUR 9,3 Mio. beläuft. Durch die bestellten Erbbaurechtsverträge werden langfristige Nutzungsrechte an den Grundstücken gesichert. Hierin liegt auch der wesentliche Vorteil der Erbbaurechtsverträge begründet. Das Risiko liegt in der langen zeitlichen Bindung, da die monatlichen Belastungen auch dann anfallen, wenn keine Nutzung erfolgt. Sowohl im In- als auch im Ausland wurden diverse Miet- und Leasingverträge für bewegliche Wirtschaftsgüter mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen. Diese Verträge dienen im Vergleich zum Erwerb der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile der Verträge. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Ausstattung bei technischen Neuerungen ausgetauscht werden kann. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den teilweise höheren Refinanzierungskosten. 8. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Bestimmungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 des Deutschen Standardisierungsrats (DRS) aufgestellt. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung setzt sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie täglich fälligen Bankverbindlichkeiten zusammen. Er umfasst somit den Saldo der kurzfristig fälligen liquiden Mittel. 9. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Konzern durchschnittlich 3.405 Arbeitnehmer beschäftigt. Hiervon entfallen 999 Arbeitnehmer auf das Inland und 2.406 Arbeitnehmer auf das Ausland. Die Geschäftsführung obliegt der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen und Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft B.V, Rotterdam/Niederlande. Deren Stammkapital beläuft sich jeweils auf EUR 52.000,00. Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen, war Herr Jörg Conrad (bis zum 23. Oktober 2022) bzw. ist Herr Constantin Conrad. Die Herren Conrad sind bzw. waren hauptberuflich als geschäftsführender Gesellschafter der Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, tätig. Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft B.V., Rotterdam/Niederlande, war Herr Jörg Conrad (bis zum 23. Oktober 2022) bzw. ist Herr Constantin Conrad (seit dem 18. Januar 2023). Die nachfolgend aufgeführten einbezogenen Gesellschaften haben von der Befreiung des § 264 Absatz 3 bzw. § 264b HGB (Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschlüssen) Gebrauch gemacht: Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Anker Assekuranz GmbH, AC CONTAINER LINE GmbH, Leschaco Airfreight GmbH, ANLOG Logistics GmbH, Gesellschaft für Logistikservice Bremen GmbH (i.L.), Leschaco Solutions Bremen GmbH (i.L.), Leschaco Solutions GmbH, CPL Logistics GmbH & Co. KG, Leschaco Solutions Groß-Gerau GmbH & Co.KG, alle Bremen, Anker-Schiffahrts-Gesell- schaft mbH, Anker Service GmbH, alle Emden, Logward GmbH & Co. KG, Hamburg. Die inländischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises haben folgende Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers in Anspruch genommen:
Bremen, den 28. März 2023 gez. Constantin Conrad, Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen gez. Constantin Conrad, Geschäftsführer der Komplementärin Conrad Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft B.V., Rotterdam Weitere Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27. Oktober 2023 gebilligt. Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lexzau, Scharbau GmbH & Co. KG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 3. Mai 2023 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Noodt, Wirtschaftsprüfer gez. Middendorf, Wirtschaftsprüfer |
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