Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 167909
Vorher
Soft Baked Apps UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
15.6.2015
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Die Entwicklung von Handy-Applikationen und die erlaubnisfreie Beratung von Unternehmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Beinert
seit 12.9.2023
Prokura
Geschäftsführer
Gil Emil Mincberg
seit 15.6.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Soft Baked Apps GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Soft Baked Apps GmbH

Raumerstaße 36

10437 Berlin

Germany

 

November 24, 2023

Inhalt

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

a. Rahmenbedingungen

b. Geschäftsverlauf

c. Vermögenslage

d. Finanzlage

e. Ertragslage

f. Leistungsindikatoren

3. Risiko- und Chancenbericht

a. Risiken der künftigen Entwicklung

b. Chancen der künftigen Entwicklung

4. Prognosebericht

5. Gesamtaussage

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegründet 2015 in Berlin durch Carl Livie und Gil Mincberg entwickelt und published die Soft Baked Apps GmbH und ihre Schwestergesellschaft JustPlay GmbH, Berlin, mit ihrer Tochter GIMICA GmbH, Berlin, (im Folgenden zusammen "JustPlay Gruppe") Software (Mobile Games) für mobile Endgeräte.

Ziel der JustPlay Gruppe ist es, den Nutzern über die JustPlay Loyalitäts-Plattform und damit verbundenen Spielen ein Spielerlebnis anzubieten, das im Gegensatz zu den meist zahlungspflichtigen Spiele-Apps nicht nur kostenfrei ist, sondern bei dem die Nutzer für die App-Nutzung in Form von kleineren Rückzahlungs-Guthaben oder Gift Cards für ihre Treue belohnt werden. Das Geschäftsmodell der JustPlay Gruppe beruht somit ausschließlich auf der Erzielung von Einnahmen durch die Platzierung von Werbung und beinhaltet keine weiteren Einnahmeaspekte (wie z. B. Einnahmen durch App-Abonnements, InApp-Käufe, Glücksspiel etc.).

2. Wirtschaftsbericht

a. Rahmenbedingungen

Die Welt der Mobile Games, insbesondere der "Hyper Casual Games" ist sehr dynamisch bedingt durch regelmäßige Änderungen in Technologie und Regularien in der Branche. Über die letzten Jahre ist der Markt signifikant gewachsen und es bieten sich global kontinuierlich neue Wachstumschancen. Auf der anderen Seite wird auch der Wettbewerb immer größer.

Im Jahr 2021 nutzten rund 23,5 Millionen Menschen das Smartphone für Spiele; das ist ein Zuwachs von circa 900.000 im Vergleich zum Vorjahr. Das Smartphone bleibt damit - wie auch in den Vorjahren - mit Abstand die beliebteste Spieleplattform in Deutschland. Dahinter folgen Konsolen (17,8 Millionen), PC (14,3 Millionen) und Tablet (10,7 Millionen) (vgl. Jahresreport der Deutschen Games-Branche 2022 des game - Verband der deutschen Games-Branche e. V.). Im Jahr 2022 sind die Zahlen für das Mobile Gaming geringfügig zurückgegangen (Smartphone 22,8 Millionen, Tablet 10,2 Millionen Nutzer in Deutschland) (vgl. Jahresreport der Deutschen Games-Branche 2023 des game - Verband der deutschen Games-Branche e. V.).

Die JustPlay Gruppe behauptet sich in diesem Markt mit einem einzigartigen Geschäftsmodell, der Kombination aus Spieleentwicklung und Vertrieb mit einer Loyalitäts-Plattform. Dies führt zu einer einzigartigen Kundenbindung und sehr profitablem Wachstum. Durch ständige Weiter- und Neuentwicklung von Spielen und der Loyalitäts-Plattform werden die Nutzer immer wieder aufs Neue begeistert.

b. Geschäftsverlauf

Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung unseres Unternehmens positiv. Die Soft Baked Apps GmbH entwickelt sich planmäßig in den Bereichen Märkte (Regionen), Mitarbeiter, Diversität und Nachhaltigkeit kontinuierlich weiter, verbessert Prozesse und konnte im Ergebnis den Gewinn deutlich steigern. Bei der Realisierung von Umsatzerlösen auf dem Niveau des Vorjahres konnten sowohl das EBIT als auch das Jahresergebnis um rund T€ 2.000 erhöht werden.

c. Vermögenslage

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
T€ T€ T€
Wertpapiere 4.248 20% 3.470 32% 778 22%
Forderungen 8.819 43% 2.907 27% 5.912 203%
Bank 7.764 37% 4.454 41% 3.310 74%
Sonstige Aktiva 16 0% 16 0% 0 0%
20.847 100% 10.847 100% 10.000 92%

Passiva

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
T€ T€ T€
Eigenkapital 9.214 44% 6.951 64% 2.263 33%
Verbindlichkeiten 10.482 50% 1.061 10% 9.421 888%
Sonstige Passiva 1.151 6% 2.835 26% -1.648 -59%
20.847 100% 10.847 100% 10.000 92%

Die Vermögenslage der Soft Baked Apps GmbH ist stabil und ausgeglichen. Die kurzfristigen Forderungen und liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.101. Das Unternehmen ist ausschließlich eigenkapitalfinanziert. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 44 %.

Da die Gesellschaft in größerem Umfang Transaktionen in Fremdwährungen (sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandsseite) tätigt und auch Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung bilanziert, bestehen grundsätzlich wechselkursbedingte Einflüsse auf das Unternehmen, welche jedoch insgesamt das Unternehmen nicht belasten.

Aktiva:

Die Wertpapiere sind eine langfristige Anlagestrategie für freies Kapital.

Die Forderungen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Handelspartner im Zusammenhang mit Werbeeinnahmen. Der Anstieg der Forderungen im Vergleich zum Vorjahr ist abrechnungs-/stichtagsbedingt.

Passiva:

Die in den Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind - analog zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - lediglich abrechnungs-/stichtagsbedingt angestiegen.

Darüber hinaus beinhalten die Verbindlichkeiten Verpflichtungen gegenüber der Schwestergesellschaft. Diese resultieren aus der Geschäftsbeziehung der Soft Baked Apps GmbH mit den Handelspartnern; die Soft Baked Apps GmbH erhält zunächst alle Zahlungen der Handelspartner und leitet diese laufend an die Schwestergesellschaft weiter; der zum Stichtag bestehende Saldo wird im Folgejahr ausgeglichen.

Die ebenfalls in den Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich die im Geschäftsjahr beschlossene Gewinnausschüttung.

Der Rückgang der Sonstigen Passiva resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Steuerrückstellungen.

d. Finanzlage

Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtliche Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr termingerecht nachkommen zu können.

Zwischen den Schwestergesellschaften Soft Baked Apps GmbH und der JustPlay GmbH werden Forderungen und Verbindlichkeiten regelmäßig verrechnet.

Liquide Mittel werden unter sorgfältiger Kontrolle gemanaged, damit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch zukünftig gesichert ist. Zahlungsverpflichtungen in größerem Umfang, wie sie aus großen Aufwendungen für z. B. Marketing und User Acquisition resultieren können, werden sowohl hinsichtlich ihres Auszahlungszeitpunktes als auch unter Berücksichtigung von Wechselkursänderungen geplant.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit T€ 2.733 deutlich positiv. Zum Stichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 7.764 (Vorjahr T€ 4.454).

e. Ertragslage

2021 2020 Veränderung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 12.518 100% 12.429 100% 89 1%
Rohergebnis 9.066 72% 11.157 90% -2.091 -19%
Betriebsergebnis 7.356 59% 4.930 40% 2.426 49%
Finanzergebnis -54 0% 17 0% -71 -418%
Steuern -1.816 -15% -1.519 -12% -297 20%
Jahresergebnis 5.485 44% 3.428 28% 2.057 60%

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Das gesunkene Rohergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Umstand, dass Aufwendungen, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden (ca. T€ 5.700), jetzt im Materialaufwand dargestellt werden. Dem stehen höhere sonstige betriebliche Erträge aus Anlagenverkäufen gegenüber.

Die Erhöhung des Betriebs- und Jahresergebnisses resultiert um Wesentlichen aus Gewinnen aus Anlagenverkäufen.

f. Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind:

2021
T€
2020
T€
Umsatzerlöse 12.518 12.429
EBIT 7.356 4.930
Jahresergebnis 5.485 3.428

Das EBIT entspricht dem im Abschnitt "Ertragslage" erläuterten Betriebsergebnis.

3. Risiko- und Chancenbericht

a. Risiken der künftigen Entwicklung

Das Risikomanagement und Controlling erfolgen durch die Finanzabteilung und die Geschäftsführung.

Einordnung bestehender Risiken und deren potenzieller Auswirkungen auf die Gesellschaft:

• Unsichere Weltwirtschaft (Krise) -> Risiko medium

• Zahlungsfähigkeit der Geschäftspartner (Ausfallrisiko), Abhängigkeit großer Partner -> Risiko minimal

• angewiesen auf Mobile Device Hersteller -> Risiko minimal

• Konkurrenzanalyse? Nachahmer/Copy Cats -> Risiko minimal

• demografische Verteilung der Nutzer-> Risiko minimal

• Nachfragesituation -> Fluktuationsrisiko in den Nutzern -> Risiko minimal

• Datenschutz -> im Ergebnis einer Analyse als ausreichend und angemessen validiert

Die wichtigsten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Business:

• Sicherstellung der dauerhaften Zahlungsfähigkeit

• Stärkung Eigenkapital, Umsatz und EBIT

• Vermeidung von Finanzierungsverbindlichkeiten durch Dritte (Darlehen etc.) sowie daraus resultierenden Zinsbelastungen (Zinsänderungsrisiko)

• Stetige Neu-Validierung zur Nutzung der liquiden Mittel (z. B. Wertpapiere)

Folgende wesentliche Kontrollmechanismen werden genutzt:

• Marktübliche sowie interne Reportingstandards

○ Compliance Tools / Cyber Security

○ Datensicherung über Server mittels diverser Cloud Services (Google)

○ Unternehmensinterne Policies

○ Regelmäßige betriebswirtschaftliche Analysen

• deren regelmäßige Kontrolle und Aktualisierung

b. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Beurteilung der Geschäftsmöglichkeiten und Controlling erfolgen durch die Finanzabteilung und die Geschäftsführung.

Wachsendes Marktpotential

Die aktuelle Marktlage lässt - unabhängig von den leicht rückläufigen Nutzerzahlen - auf einen weiterhin boomenden Markt schließen, allerdings erhöhen Privacy Regulierungen das Risiko für unser Geschäftsmodell. Personalisierte Werbung treibt das Wachstum stark voran, jedoch unterliegt diese Art der Werbung immer mehr Regularien (insbesondere Datenschutzaspekten).

Strategische Ausrichtung

Gaming auf Konsolen und Desktop sowie Gaming auf mobilen Geräten wächst nach wie vor rasant. Mobiles Gaming ist ein Markt, der Menschen mit unterschiedlichstem Alter, Geschlecht und sozialen Status anspricht. Der Markt für Konsolengaming ist zwar hochpreisiger, aber erreicht weniger Nutzer (ca. 29% der Nutzer in Deutschland). Wir beschränken uns auf Mobiles Gaming (ca. 52% der Nutzer in Deutschland), da dort die Werbeindustrie besser funktioniert.

Der globale Spielemarkt wächst im Schnitt über die letzten drei Jahre im zweistelligen Prozentbereich, die Prognose ist ein weiteres Wachstum.

Wir passen uns dynamisch dem Markt an. Die JustPlay Gruppe veröffentlicht im Schnitt ein Spiel pro Monat und kann so schnell und fokussiert auf Trends reagieren.

Die Justplay Gruppe wird ihr Risiko noch weiter reduzieren sowie ihre Wachstumschancen erhöhen, indem sie sich sowohl regional (insbesondere außerhalb USA) diversifiziert, als auch weitere externe Partner einbindet.

Erweiterung Plattformen und Märkte

iOS ist die große Plattform-Erweiterung, aber wir erhoffen uns vor allem starkes Wachstum über die Expansion nach Asien. Japan, Korea und Südostasien sind gigantische Gaming-Märkte, in denen wir und unsere Konkurrenz im Real Money Gaming kaum vertreten sind.

4. Prognosebericht

Soft Baked Apps GmbH

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens entwickelt sich grundsätzlich positiv.

Aufgrund strategischer Entscheidungen wird die Soft Baked Apps GmbH in den nächsten Geschäftsjahren weniger bzw. keine neuen Spiele auf den Markt bringen; dies erfolgt zukünftig ausschließlich über die verbundenen Unternehmen JustPlay GmbH und GIMICA GmbH. Aufgrund des dynamischen Spielemarkts und dem Umstand, dass die Nutzer neue Spiele präferieren, wird dies zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und auch Ergebnisse führen.

Für die nächsten Geschäftsjahre wird dementsprechend mit einem signifikanten Rückgang der Umsatzerlöse und damit verbunden auch des EBIT und des Jahresergebnisses gerechnet.

JustPlay Gruppe

Die JustPlay Gruppe ist konstant dabei das Spiele- und Nutzerportfolio zu optimieren. Kleine Investitionen fließen ausschließlich in die Unternehmensentwicklung. Bestehende liquide Mittel werden in Wertpapiere und Tagesgeld angelegt.

Für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 wird gemäß Businessplan über alle Gesellschaften der Gruppe ein moderater Anstieg in den Umsatzerlösen erwartet. Das Kostenniveau wird abhängig vom Umsatz ebenfalls moderat ansteigen, da beide Faktoren einander teilweise bedingen. Antizipierend wird die Gesamtperformance leicht besser ausfallen als im Geschäftsjahr 2021.

5. Gesamtaussage

Zusammenfassend sind - trotz des planmäßigen Rückgangs der Umsätze und Ergebnisse - keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken erkennbar. Eine negative Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens liegt nach heutigem Wissensstand nicht vor.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 4.257.627,11 3.479.423,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 9.126,00 8.962,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.126,00 8.962,00
III. Finanzanlagen 4.248.499,11 3.470.459,97
B. Umlaufvermögen 16.588.174,22 7.365.525,80
I. Vorräte 4.497,21 4.497,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.819.408,72 2.907.005,57
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.268,35 177.545,38
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.754.140,37 2.729.460,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 370.193,48 452.191,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.764.268,29 4.454.023,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.333,40 2.333,36
Aktiva 20.847.134,73 10.847.283,13

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 9.213.987,11 6.950.507,60
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 68.856,17 68.856,17
III. Gewinnvortrag 3.634.840,43
IV. Jahresüberschuss 5.485.290,51
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 6.856.651,43
davon Gewinn-/Verlustvortrag 3.428.380,32
B. Rückstellungen 930.416,04 2.835.970,39
C. Verbindlichkeiten 10.481.894,46 1.060.805,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.276,53 15.018,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.276,53 15.018,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.221.811,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.221.811,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.064.315,72 21.312,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.064.315,72 21.312,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.187.491,21 1.024.474,32
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.187.491,21 1.024.474,32
D. Passive latente Steuern 220.837,12
Passiva 20.847.134,73 10.847.283,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 9.065.600,87 11.156.544,92
2. Personalaufwand 297.224,37 149.284,96
a) Löhne und Gehälter 273.064,68 146.248,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24.159,69 3.036,26
3. Abschreibungen 29.931,90 5.713,52
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.512,46 5.713,52
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 19.419,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.382.032,70 6.071.840,82
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 405.039,64 12.858,57
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.451,04 29.208,20
davon aus verbundenen Unternehmen 15.252,54
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 172.929,77 11.560,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 172.929,77 11.560,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 342,23 358,56
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.816.260,43 1.518.684,15
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 220.837,12
9. Ergebnis nach Steuern 5.485.330,51 3.428.311,11
10. sonstige Steuern 40,00 40,00
11. Jahresüberschuss 5.485.290,51 3.428.271,11
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.428.380,32
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 6.856.651,43

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Soft Baked Apps GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Soft Baked Apps GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 167909

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt; bei Fremdwährungen wurde der Bestand zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gemäß § 256a HGB ist bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger das Anschaffungskostenprinzip nach § 253 Abs. 1 S.1 HGB bzw. das Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs.1 Nr. 4 HGB nicht anzuwenden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendung ausgewiesenen Aufwendungen im Zusammenhang mit Werbung werden in diesem Jahr im Materialaufwand - Aufwendungen für bezogene Leistungen - ausgewiesen (keine Anpassung des Vorjahreswerts).

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 659,47 0,00 0,00 0,00 659,47
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 659,47 0,00 0,00 0,00 659,47
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.750,75 10.676,46 0,00 0,00 29.427,21
Summe Sachanlagen 18.750,75 10.676,46 0,00 0,00 29.427,21
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.482.019,97 5.188.793,59 4.247.015,40 0,00 4.423.798,16
Summe Finanzanlagen 3.482.019,97 5.188.793,59 4.247.015,40 0,00 4.423.798,16
Summe Anlagevermögen 3.501.430,19 5.199.470,05 4.247.015,40 0,00 4.453.884,84
kumulierte Abschreibung 01.01.2021
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 657,47 0,00 0,00 0,00 657,47
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 657,47 0,00 0,00 0,00 657,47
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.788,75 10.512,46 0,00 0,00 20.301,21
Summe Sachanlagen 9.788,75 10.512,46 0,00 0,00 20.301,21
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 11.560,00 172.929,77 0,00 0,00 184.489,77
Summe Finanzanlagen 11.560,00 172.929,77 0,00 0,00 184.489,77
Summe Anlagevermögen 22.006,22 183.442,23 0,00 0,00 205.448,45
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2021
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.126,00 8.962,00
Summe Sachanlagen 0,00 9.126,00 8.962,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 9.190,72 4.248.499,11 3.470.459,97
Summe Finanzanlagen 9.190,72 4.248.499,11 3.470.459,97
Summe Anlagevermögen 9.190,72 4.257.627,11 3.479.423,97

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 64.886,87 EUR (Vorjahr: 63.614,81 EUR) Forderungen gegen Gesellschafter.

Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 220.837,12 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 220.837,12 EUR.

Im Vorjahr wurden keine latenten Steuern ausgewiesen, da die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HBG war und von ihrer größenabhängigen Erleichterung nach § 274a HGB gebrauch gemacht hat.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus Gewinnen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 1.393 TEUR enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 609 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 3.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 2,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 3,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Carl Livie ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Gil Mincberg ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat an Mitglieder der Geschäftsführung Darlehen über insgesamt 430 TEUR gewährt (Zugang im Geschäftsjahr 180 TEUR). Die Darlehen sind mit 2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen und haben eine Laufzeit von 5 Jahren.

Nachtragsbericht

In den Jahren 2022 und 2023 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit auf weitere Länder ausgeweitet.

Aufgrund strategischer Entscheidungen wird die Soft Baked Apps GmbH in den nächsten Geschäftsjahren weniger bzw. keine neuen Spiele auf den Markt bringen; dies erfolgt zukünftig ausschließlich über die verbundenen Unternehmen JustPlay GmbH und Gimica GmbH. Aufgrund des dynamischen Spielemarkts und dem Umstand, dass die Nutzer neue Spiele präferieren, wird dies zu einem Rückgang der Umsatzerlöse und auch Ergebnisse führen.

Für die nächsten Geschäftsjahre wird dementsprechend mit einem signifikanten Rückgang der Umsatzerlöse und damit verbunden auch des EBIT und des Jahresergebnisses gerechnet.

UNTERZEICHNUNG

 

Berlin, 24.11.2023

gez. Carl Livie

gez. Gil Mincberg

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Soft Baked Apps GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Soft Baked Apps GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Soft Baked Apps GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 24. November 2023

MeyPa aud.IT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Karina Riese, Wirtschaftsprüferin

gez. Mirko Ludwig, Wirtschaftsprüfer

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