SD Automotive Solutions GmbHLiquidiert

49124 Georgsmarienhütte, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 214372
Vorher
Friedenssee 55. V V GmbH
Eingetragen
28.1.2020
Branche
Herstellung von HandwerkzeugenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
Die Herstellung von Giessereimodellen aller Art aus Holz und Styropor sowie Werkzeuge und Formen aus Stahl, die Herstellung von Einzelteilen aus Stahl und Aluminium sowie der Karosseriebau/Fahrzeugbau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dröge
seit 17.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SD Automotive Solutions GmbH

Georgsmarienhütte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 21.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte

Aktiva

Stand 31.12.2020 Stand 21.1.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 90.944,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 6.180,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.732.554,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571.125,00 0,00
3.400.803,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 207.853,42 0,00
2. Unfertige Leistungen 2.679.976,03 0,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ./. 53.524,80 0,00
4. Fertige Erzeugnisse 137.654,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 944.545,19 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 514.841,25 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 66,02 25.000,00
4.431.411,21 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.549,16 0,00
7.868.763,37 25.000,00

Passiva

Stand 31.12.2020 Stand 21.1.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 800.000,00 0,00
III. Jahresüberschuss 4.139,72 0,00
1.829.139,72 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.741,51 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 98.473,60 0,00
100.215,11 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.320.878,35 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 154.069,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240.319,88 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 240.319,88
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378.210,31 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.418.664,75
5.939.408,54 0,00
7.868.763,37 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 21.1. - 31.12.2020

SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte

21.1. - 31.12.2020
1. Rohergebnis 2.402.833,35
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.198.686,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 409.432,31
- davon für Altersversorgung: € 6.288,93
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 316.712,11
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 449.605,59
- Betriebsergebnis 28.397,21
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.031,88
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.741,51
7. Ergebnis nach Steuern 5.623,82
8. Sonstige Steuern 1.484,10
9. Jahresüberschuss 4.139,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Firma SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte

A. Allgemeine Angaben

Die SD Automotive Solutions GmbH mit Sitz in Georgsmarienhütte (Amtsgericht Osnabrück, HRB 214372) ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 264 ff. HGB) sowie des § 42 GmbHG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis € 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung entspricht den Grundsätzen des §§ 253 Abs. 1 und 4 und 255 Abs. 1 und 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennwert abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Kassenbestände werden zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung erfolgt nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge und berücksichtigt alle Risiken.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Weitere Haftungsverhältnisse sind nicht auszuweisen als diejenigen, die im Jahresabschluss zum Ansatz gelangten.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anlagenspiegel

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 21.1.2020 Zugang 2020 Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 92.825,00 92.825,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.180,00 6.180,00
0,00 99.005,00 99.005,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.960.000,00 2.960.000,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 658.510,11 658.510,11
0,00 3.618.510,11 3.618.510,11
0,00 3.717.515,11 3.717.515,11
Abschreibung Buchwert
Stand 21.1.2020 Zugang 2020 Stand 31.12.2020 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0,00 1.881,00 1.881,00 90.944,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 6.180,00
0,00 1.881,00 1.881,00 97.124,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 227.446,00 227.446,00 2.732.554,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 87.385,11 87.385,11 571.125,00
0,00 314.831,11 314.831,11 3.303.679,00
0,00 316.712,11 316.712,11 3.400.803,00

D. Sonstige Angaben

1. Angaben zu den Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten gem. § 285 Nr. 1 und 2 HGB

mit einer Restlaufzeit von
Gesamt bis zu einem Jahre 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.320.878,35 154.069,16 1.305.698,17 861.111,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240.319,88 240.319,88 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.378.210,31 2.418.664,75 959.545,56 0,00
5.939.408,54 2.813.053,79 2.265.243,73 861.111,02

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Stichtag durch Sicherungsübereignung des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens sowie durch Abtretung von Außenständen in Form der Globalzession sichergestellt. Bürgschaften werden durch den Gesellschafter-Geschäftsführer und dem Land Niedersachsen gestellt.

Den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zugrunde.

2. Finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Aus Leasingverträgen für verschiedene Betriebsanlagen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von T€ 144,5. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen von T€ 90,6 und Erbbauzinsen von T€ 57,8. Die Angaben beziehen sich auf die Verpflichtung für 2021.

3. Personalstruktur gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 175 .

4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB

Auf die Angabe der Bezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Angaben zu Mitgliedern der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 10 HGB

 

Geschäftsführer der Berichtsgesellschaft war im Berichtszeitraum:

Herr Markus Dröge, Georgsmarienhütte.

6. Aktivierung von Entwicklungskosten gem. § 285 Nr. 22 HGB

Im Geschäftsjahr 2020 wurden T€ 6,2 an Entwicklungskosten unter den geleisteten Anzahlungen zu den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert.

 

Georgsmarienhütte, 25. März 2021

SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte

Markus Dröge

Lagebericht der SD Automotive Solutions GmbH für das Geschäftsjahr 2020

Rückblick 2020

1. Geschäftsablauf

Die SD Automotive Solutions GmbH, mit Sitz in Georgsmarienhütte, ist im Bereich des Werkzeugbaus, des Prototypenbaus, des Karosseriebaus sowie der Ersatzteilfertigung für die Automobilindustrie tätig.

Die Gesellschaft wurde Anfang 2020 gegründet und hat mit Unternehmenskaufvertrag vom 06.10.2020 zum wirtschaftlichen Übergabestichtag am 01.10.2020 im Rahmen eines Asset-Deals die folgenden Bereiche von der SD Automotive GmbH i. L. übernommen:

immaterielle Vermögensgegenstände

bewegliches Sachanlagevermögen

Vorratsvermögen

Auftragsbestand

Des Weiteren wurden die bestehenden Arbeitsverhältnisse der SD Automotive GmbH i. L. in die SD Automotive Solutions GmbH übernommen.

Die Gesellschaft weist für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 31.12.2020 ein Gewinn in Höhe von 4 TEUR aus.

2. Lage des Unternehmens

Die aus der Insolvenz der SD Automotive GmbH gegründete Gesellschaft ist ein Familienunternehmen (Familie Dröge) mit Beteiligung der NBank Capital Beteiligungsgesellschaft mbH. Das Unternehmen kann auf langjährige Geschäftskontakte und Beziehungen zurückgreifen, da das Know-how mit den Mitarbeitern in die neue Gesellschaft gewechselt ist.

Durch die Übernahme des Auftragsbestandes aus der insolventen Gesellschaft wurden bestehende Aufträge im IV. Quartal 2020 abgearbeitet und neue Aufträge akquiriert.

Die erreichte Gesamtleistung für das Rumpfgeschäftsjahr betrug 2.726 TEUR und ist um 373 TEUR höher als in den vorgegebenen Planzahlen.

Die Entwicklung der Fremdverschuldung beträgt zum Jahresende 76,40 % und setzt sich wie folgt zusammen:

Finanzierung Unternehmenskauf Anlagevermögen 2.007 TEUR 25,86 %
Finanzierung Unternehmenskauf Umlaufvermögen 186 TEUR 2,34 %
Finanzierung Unternehmenskauf Übernahme Bestände 1.394 TEUR 17,99 %
Finanzierung Anlagemögen aus Vertragsübernahmen 1.836 TEUR 23,68 %

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt ./. 407 TEUR.

Das Kundenportfolio konnte ebenfalls aus der insolventen Gesellschaft übernommen werden. Um für die Aufgaben der Zukunft gerüstet zu sein, wurde die Vertriebsabteilung neu strukturiert und vergrößert, um die neuen Marktteilnehmer im Bereich der E-Mobilität und die Möglichkeit weitere Geschäftsfelder abzudecken.

Die Personalkosten sind höher ausgefallen als geplant, da die Urlaubstage, die im Rahmen des Unternehmenskaufvertrages übernommen wurden, die Kosten belastet haben.

Des Weiteren war auf Grund der Auftragslage noch keine Vollauslastung gegeben und um Kündigungen zu vermeiden, wurde das Mittel der Kurzarbeit eingesetzt.

Die geplanten sonstigen Kosten konnten durch ein striktes Controlling noch minimiert werden. Die konsequente Kostenoptimierung wird in 2021 fortgeführt.

Auf Grund der Übernahme des Anlagevermögens im Rahmen des Unternehmenskaufvertrages wurden keine weiteren größeren Investitionen getätigt. Es besteht kein Investitionsrückstau, da der erworbene Maschinenpark relativ modern ist.

3. Lage der Branche

Die Corona Krise hat sich nach aktuellen Statistiken für 2020 erheblich auf den internationalen Markt ausgewirkt. Insgesamt gingen weltweit die Umsatzzahlen drastisch zurück. In Bezug auf die drei größten Absatzregionen EU, USA und China, gingen in der EU die Absätze um ca. 25 % zurück. Es wird davon ausgegangen, dass in 2021 eine langsame Verbesserung der Marktlage eintritt, sich die Rückgänge aus 2020 aber nicht aufholen lassen.

Bezogen auf den deutschen Markt produzierten die deutschen Autohersteller in den ersten drei Monaten acht Prozent weniger als im I. Quartal des Vorjahres. Weltweit wurden neun Prozent weniger ausgeliefert als im Vorjahresquartal.

Die Kaufanreize und Steuervorteile im Bereich der alternativen Antriebe führten dazu, dass im März 2021 eine Steigerung der Anschaffungen von 191 Prozent für rein batterieelektrische PKW und 277 Prozent für Plug-in-Hybride zu verzeichnen waren.

Die Mobilität der Menschen befindet sich seit Beginn der Corona-Pandemie in einem Transformationsprozess. Durch den Wegfall von Dienstreisen und dem erhöhten Prozentsatz an Homeoffice verändert sich der Wunsch des Konsumenten bezüglich der eigenen Mobilität. Hinzu kommt die Klimadebatte, die ab 2019 durch weltweite Demonstrationen an Bedeutung gewonnen hat. Die Konsumenten erwarten kurzfristige Lösungen von der Regierung und der Automobilindustrie im Bereich von umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Möglichkeiten, sich im Straßenverkehr zu bewegen.

Die Automobilindustrie ist nach wie vor Deutschlands Schlüsselindustrie mit ca. 800.000 Arbeitsplätzen (Stand 2020) und einer großen Wertschöpfungskette sowie mit einem hohen Umsatzvolumen im Exportbereich. Die Corona-Pandemie hat zwar in 2020 zu Umsatzeinbußen geführt, die Ergebniszahlen der OEM waren jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

Trotz der Pandemie werden weiterhin hohe Investitionen der Hersteller und Zulieferer im Bereich der alternativen Antriebe getätigt. Hier sind neben der Elektromobilität auch die Erdgasantriebe, Wasserstoff und klimaneutrale E-Fuels zu nennen. Des Weiteren nimmt die Digitalisierung im Automobilbereich immer weiter zu. International ist Deutschland derzeit Vorreiter bei der Anmeldung von Patenten im Bereich des vernetzten und automatisierten Fahrens.

Die Problematik der Stickoxidemissionen in deutschen Städten wird die Branche auch weiter begleiten. Durch Gesetzesverschärfungen auf EU-Ebene und national wird hier weiter an Lösungen gearbeitet.

Der Markt der Autobauer erweitert sich seit einigen Jahren durch neue Teilnehmer und ist dadurch stark in Bewegung. Die Firma Tesla hat sich inzwischen am Markt etabliert. Es bleibt abzuwarten, welche Marktanteile die kleinen Start-Up Unternehmen erreichen werden.

Die deutschen Unternehmen sind mit einem stark regulierten Arbeitsmarkt und steigenden Strompreisen im Wettbewerb. Die Steuerpolitik sowie die Förderung im Bereich der Forschung und Entwicklung wird in der Zukunft eine entscheidende Rolle für den Standort Deutschland sein. Des Weiteren ist in außenpolitischer Hinsicht weiterhin die Entwicklung der Handelsrestriktionen (z. B. Brexit) abzuwarten.

Zusammenfassend ist zu bemerken, dass auf Grund der politischen und gesamtwirtschaftlichen Weltlage sowie der Corona Pandemie die Voraussage für das Jahr 2021 mit vielen Unwägbarkeiten belegt ist.

4. Chancen und Risiken

Wie bereits erläutert, ist die Automobilindustrie eine der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine Deutschlands. Durch übergeordnete Regulierungen, z. B. im Bereich der Abgasnormen und Energiepolitik, hängt die Entwicklung dieses Wirtschaftszweiges stark von den Entscheidungen der Europäischen Union ab.

Für die deutsche Wirtschaft ist m. E. von größter Bedeutung, dass Deutschland seine Innovationsfähigkeit weiter ausbaut, dass bedeutet, in die mobile Zukunft zu investieren und im Bereich von zukunftsorientieren und klimaneutralen Antrieben und Leichtbauweise zu forschen und weiter zu entwickeln. Die Forschung betrifft die Optimierung der klassischen Antriebe, Plug-in-Hybrid, batterie- und elektrisch betriebenen Fahrzeuge sowie Entwicklungen in Bereichen von Wasserstoff und Brennstoffzellen. In der Folge führt dies zu einer Vielzahl von neuen Fahrzeugderivaten mit neuem Design.

Und hier sehen wir uns als kompetenter Partner der OEMs im Bereich der Prototypen bis zur Vorserie. Weiterhin kommt es auf Grund der Vielzahl der Derivate zu immer mehr Kleinserien von Fahrzeugen. Mit den Kapazitäten unserer Produktionsanlagen können wir diese Aufträge mit den begrenzten Stückzahlen sehr gut abarbeiten.

Um die notwendigen Voraussetzungen für eine Auftragsvergabe seitens der OEM zu schaffen, bereiten wir die Zertifizierung nach IATF vor, die voraussichtlich im IV. Quartal 2021 durchgeführt wird. Des Weiteren sollen Prozessschritte kontinuierlich durchleuchtet und optimiert werden.

Als Arbeitgeberin beschäftigen wir hochqualifiziertes Personal. Deshalb liegt ein Schwerpunkt im Ausbau der Attraktivität als Arbeitgeberin für die Region Osnabrück. Dies bedeutet, neben der Einrichtung von hochmodernen Arbeitsplätzen auch die weichen Faktoren, wie Qualifizierungs- und Gesundheitsangebote sowie das Arbeitsumfeld zu berücksichtigen. In der Verantwortung als Familienunternehmen sind wir uns der Aufgabe bewusst, die Arbeitsplätze für die Zukunft sicher zu machen.

Die Verknappung und damit die Verteuerung von Rohstoffen in 2020 ist ein Risiko, was sich bei bestehenden Aufträgen direkt auf die Marge auswirkt. Im Kleinserienbereich der Automobilisten kommt es zu Reduzierungen von Stückzahlen im laufenden Produktionsprozess auf Grund von Lieferschwierigkeiten von wichtigen Komponenten.

Verschiebungen innerhalb der Projektlandschaften sowie die Einkaufspolitik der OEMs sind ein Risikofaktor im Projektgeschäft. Um dem entgegen zu wirken, liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Vertriebsoffensive Aufträge zu akquirieren, die die Verschiebung vom Projektgeschäft zum Kleinseriengeschäft einleiten sollen.

Ausblick 2021

Für das Geschäftsjahr 2021 gehen wir nach vorsichtiger Einschätzung davon aus, dass die Auftragslage auf Grund der Anfragefrequenz und der Aussagen unserer Kunden bis zum Ende des Jahres weiter ansteigt und die Gesellschaft wieder mit einer 100 % Auslastung rechnen kann.

 

Georgsmarienhütte, 25. März 2021

Markus Dröge, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende und zur Offenlegung nach § 325 HGB bestimmte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 sowie der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Versagungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 21.1.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SD Automotive Solutions GmbH, Georgsmarienhütte, für das Geschäftsjahr vom 21.1.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 21.1.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 26. März 2021

Dr. Merschmeier + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Scheiper, Wirtschaftsprüfer

Jäger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 27. Januar 2022 festgestellt. Es wurde ferner beschlossen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

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