Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 81335
Vorher
"Farnell" Electronic Components GmbHFarnell InOne GmbH
Eingetragen
26.3.1987
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von elektronischen Bauteilen und verwandten Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrew Robert Thorne
seit 9.12.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Darrel Scott Jackson
seit 17.5.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
EBV Erste Holding GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Farnell GmbH

Poing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 30.6.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291,68 507,68
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.824.658,14 12.357.553,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.447.976,91 75.751.716,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 83.567,05 84.356.202,10 151.376,95 88.260.647,52
II. Guthaben bei Kreditinstituten 36.571,63 77.825,58
84.392.773,73 88.338.473,10
84.393.065,41 88.338.980,78

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.557.000,00 2.557.000,00
II. Kapitalrücklage 37.324.307,33 37.324.307,33
III. Gewinnvortrag 27.118.947,61 27.118.947,61
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
67.000.254,94 67.000.254,94
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 77.025,99 174.313,89
2. Sonstige Rückstellungen 854.942,18 1.385.776,18
931.968,17 1.560.090,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.387,29 40.310,22
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 11.387,29 (i. Vj. EUR 40.310,22) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.202.669,14 17.894.912,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 15.163.112,66 (i. Vj. EUR 17.894.912,66) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.246.785,87 1.843.412,89
- davon Verbindlichkeit aus Steuern
EUR 318.361,01 (i. Vj. EUR 821.137,84) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.246.785,87 (i. Vj. EUR 1.843.412,89) -
16.460.842,30 19.778.635,77
84.393.065,41 88.338.980,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 121.613.850,46 124.942.459,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,00
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -108.275.661,48 -109.239.072,73
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.313.016,19 -2.610.971,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -434.539,11 -2.747.555,30 -566.995,93 -3.177.967,45
- davon für Altersversorgung EUR 5.114,15 (i. Vj. EUR 5.933,94) -
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -216,00 -2.550,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.382.972,57 -9.907.726,67
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.836.622,95 1.413.981,14
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.836.608,39 (i. Vj. EUR 1.413.981,14) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -21.934,03
9. Ergebnis nach Steuern 4.044.068,06 4.007.189,95
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44.015,69 0,00
11. Sonstige Steuern -782,00 -398,45
12. Aufwendungen aus Gewinnabführung -4.087.301,75 -4.006.791,50
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB mit Sitz in Poing und eingetragen im Handelsregister München unter der HRB-Nummer 81335.

Die Bilanzierung und Bewertung richtet sich nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wurde nach dem dritten Buch des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen in den Ausweis-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend geändert.

Im Einzelnen wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger linearer Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Die ¬geschätzte Nutzungsdauer entspricht der tatsächlichen Nutzungsdauer.

Nutzungsdauer der Ausrüstung

Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 9 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 3 Monate sind, wird eine Pauschalwertberichtigung von 40 % vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Sie werden in Höhe des Betrages (Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung) gebildet, mit dem das Unternehmen wahrscheinlich in Anspruch genommen wird bzw. den es zur Abdeckung der Risiken benötigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes der Farnell GmbH, der derzeit 27,0 % für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag beträgt.

Zum Bilanzstichtag bestanden aktive latente Steuern: Von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Informationen zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Für die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 72.448 T€ (Vorjahr: 75.752 T€) resultieren im Wesentlichen aus

elementl4 Holding BV 0 T€ Vorjahr: 0 T€
Avnet Holding Europe 72.448 T€ Vorjahr: 75.752 T€
BV/AFS Division

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehensforderungen und Darlehenszinsen und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB des ehemaligen Gesellschafters Farnell Overseas Ltd. durch in den Geschäftsjahren 1992/93 und 1993/94 erklärte Forderungsverzichte.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Beratungskosten (348 T€; Vorjahr: 448 T€), Personalkosten (173 T€; Vorjahr: 243 T€), Verpflichtungen aus Leasingverträgen und Rückbauverpflichtungen (79 T€; Vorjahr: 209 T€) sowie ausstehende Rechnungen (255 T€; Vorjahr: 371 T€). Die Rückstellungen sind alle kurzfristig.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 15.203 T€ (Vorjahr: 17.895 T€) betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie sind in voller Höhe kurzfristig.

Premier Farnell UK Ltd 10.918 T€ Vorjahr: 13.795 T€
TENVA GmbH 4.087 T€ Vorjahr: 4,007 T€
Avnet Business Services GmBH 198 T€ Vorjahr: 93 T€

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stammen aus dem Verkauf von elektronischen Bauteilen und verwandten Produkten. Die Umsatzerlöse gliedern sich geografisch wie folgt auf: Deutschland 110.757 T€ (Vorjahr: 114.164 T€) und Österreich 10.857 T€ (Vorjahr: 10.778 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position sonstige betriebliche Aufwendungen 8.383 T€ (Vorjahr: 9.908 T€) beinhaltet im Wesentlichen Ausgangsfrachten und Verpackungskosten 5.921 T€ (Vorjahr: 8.006 T€), Mietkosten 253 T€ (Vorjahr: 225 T€), IT- und Personaldienstleistungskosten in Höhe von 1.100 T€ (Vorjahr: 441 T€), Sicherheits- und Compliance-Kosten in Höhe von 220 T€ (Vorjahr: 0 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von 160 Tsd. € (Vorjahr: 164 T€) sowie Portokosten in Höhe von 83 Tsd. € (Vorjahr: 96 T€).

Zinsergebnis

Die Zinserträge in Höhe von 1.837 T€ (Vorjahr: 1.414 T€) resultieren aus der Gewährung von Darlehen an die Avnet Holding Europe BV/AFS Division in Höhe von 55.000 T€ mit einer Laufzeit bis zum 16. Oktober 2023. Dieses Darlehen wird mit 2,32 % p.a. verzinst. Die Höhe des Diskontsatzes basiert auf dem 3-Jahres-IRS-Satz mit einem Referenzpunkt zwei Tage vor dem Datum der Vertragsbegründung (-0,5 %).

Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat am 10. Juni 2021 einen Ergebnisabführungsvertrag mit dem verbundenen Unternehmen TENVA GmbH abgeschlossen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 4.087.302 € wird daher an die TENVA GmbH abgeführt werden.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen stellen sich zum 30. Juni 2023 wie folgt dar:

T€
Fällig in 2022/23 bis 2023/24 244
Fällig in 2022/23 bis 2027/28 978
Fällig in 2022/23 bis 2031/32 611

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr, aufgeschlüsselt nach Gruppen, betrug:

2022/2023 2021/2022
Externe Verkäufe 37 42
Verwaltung 12 12
49 54

Geschäftsführende Direktoren

Während des Berichtszeitraums waren folgende Personen als Geschäftsführer bestellt:

Robert Rospedzihowski seit 4. März 2019 bis 30. Juni 2023

Darrel Jackson seit 30. April 2019

Gavin Hodgson-Silke seit dem 29. April 2021

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird wie im Vorjahr gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die Bezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht von der Farnell GmbH, Poing, gezahlt wurden, sondern durch den Konzern liefen.

Verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft gehört über ihren Aktionär zum Konzern der Avnet Inc. mit Sitz in Phoenix, Arizona, Vereinigte Staaten von Amerika. Im vorliegenden Abschluss gelten Avnet Inc. und alle Unternehmen, an denen Avnet Inc. direkt oder indirekt mehr als 50 % hält, als verbundene Unternehmen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, belief sich im Geschäftsjahr auf 51 T€.

Muttergesellschaft

Der Gesellschafter der Farnell GmbH ist die EBV Erste Holding GmbH & Co. KG, die am 22. Juni 2018 die Anteile an der EBV Management GmbH erworben hat. Das Stammkapital beträgt 2.557.000 € und ist voll eingezahlt. Die Komplementärin der EBV Erste Holding GmbH & Co. KG ist die EBV Management GmbH; Kommanditist ist die EBV Elektronik International GmbH. Alleinige Gesellschafterin der EBV Management GmbH ist die Avnet Business Services GmbH. Alleinige Gesellschafterin der EBV Elektronik International GmbH ist die EBV Management GmbH.

Das oberste Mutterunternehmen des Konzerns ist die Avnet Inc. mit Sitz in 2211 South 47th Street, Phoenix, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss, in den die Farnell GmbH mit allen Schwestergesellschaften einbezogen ist, ist dort erhältlich.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Poing, 25. Juni 2024

Geschäftsführender Direktor Darrel Jackson

Geschäftsführender Direktor Gavin Hodgson-Silke

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.7.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 707.331,82 0,00 0,00 707.331,82
Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
1.7.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2023
EUR
30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 706.824,14 216,00 0,00 707.040,14 291,68 507,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

1. Grundprinzipien der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft

Die Farnell GmbH gehört zur Avnet Group, einem führenden Vertriebshändler von Produkt- und Servicelösungen für Elektronikentwickler, Wartungs- und Reparaturingenieure sowie Einkäufer. Die Farnell GmbH wurde im Jahr 1987 gegründet und ist in Deutschland und Österreich tätig.

Globales Management-System

Die Gesellschaft ist Teil des globalen Managementsystems der Avnet Group.

Die Rezertifizierung nach den Standards ISO9001, AS9100, AS9120, 45001, ISO13485 sowie ISO14001, wurde im Jahr 2020 erfolgreich auf Gruppen Ebene erneuert. Dies bedeutet, dass unser integriertes globales Managementsystem hinsichtlich Qualitätsstandards, Managementverantwortung, Prozessinteraktionen und -lösungen, Systemanalysen und -verbesserungen, Risikomanagement, Umwelt, Gesundheit, Sicherheit sowie Kommunikation, den Vorgaben der Anforderungen der internationalen Standards entspricht.

Das globale Managementsystem und damit verbundene strukturierte Berichtswesen der Avnet Group ermöglichen unserer Geschäftsleitung, die Unternehmensentwicklung und die strategischen Ziele gezielt zu steuern und voranzutreiben.

2. Finanzielles Berichtswesen

Makroökonomische und branchenspezifische Bedingungen

Der DMASS 1 -Umsatz erreichte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Wert von 15,5 Mrd. EUR. Der Vertriebsmarkt erlebte in diesem Zeitraum drei Quartale mit sequentiellem Wachstum, darunter ein sehr starkes Dezemberquartal. Im 4. Quartal gab es einen Rückgang von ca. 4 %, was eher der Saisonalität entspricht.

Bei einem Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 ist zu berücksichtigen, dass vom Gesamtumsatz 750 Mio EUR auf das neue DMASS Europe e.V. Mitglied "Future" entfallen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (11,3 Mrd. EUR) beträgt ohne Future 3,5 Mrd. EUR oder 30,5 %.

Der EMEA-Halbleitermarkt wuchs im Kalenderjahr 2022 um etwa 17 %, wobei die wichtigsten Wachstumstreiber in Europa die Segmente Automobil und Industrie waren. Makrofaktoren haben das Marktwachstum ebenfalls in gewissem Maße unterstützt, so dass die erwartete Energiekrise aufgrund des Ukraine-Krieges nicht eingetreten ist. Kostensteigerungen in der gesamten Lieferkette wurden teilweise an den Endverbraucher weitergegeben, was ebenfalls zum Marktwachstum beigetragen hat. Im Kalenderjahr 2023 wird mit einer Abkühlung des Marktes um etwa 8 % gerechnet. Die Faktoren hinter der allgemeinen Verlangsamung des Marktes sind das langsamere Wirtschaftswachstum in Europa und im Rest der Welt, insbesondere der chinesische Markt hat sich noch nicht erholt, sowie die steigenden Zinssätze und die Rückkehr der Lieferkette zu normaleren Vorlaufzeiten. Unsere Schlüsselsegmente Industrie und Automobil halten sich weiterhin gut, insbesondere dort, wo sich diese Segmente mit den erneuerbaren Energien überschneiden - Energieerzeugung, E-Charging und Elektrofahrzeuge. Auch die Luft- und Raumfahrt wächst.

Ein potenzieller zukünftiger Trend könnte die Rückkehr einiger Geschäfte aus China/Asien sein, da einige Kunden ihre Produktion nach EMEA zurückverlagern oder erst gar nicht nach Asien verlagern, damit die OEMs kurze Lieferketten, weniger Risiken, einen geringeren CO 2 -Fußabdruck haben, um ihre Kunden besser bedienen zu können. Während wir im Geschäftsjahr einen starken Halbleiterumsatz hatten, sehen wir im DMASS-IP&E-Markt Anzeichen für eine Markt- und Bestandskorrektur, die bereits in stärkerem Maße stattfindet, wobei der DMASS-Gesamtumsatz im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 14 % zurückging.

In Deutschland konnte der Halbleitermarkt im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz von 4,5 Milliarden EUR verzeichnen. Im Bereich der IP&E (Steckverbinder, passiven & elektromechanischen Bauelemente) lag der Umsatz bei 1,66 Milliarden EUR. Die Wachstumstreiber des deutschen Marktes spiegelten die allgemeinen europäischen Trends in den Bereichen Automobil, Industrie und in gewissem Maße auch Luft- und Raumfahrt wider. Während sich die Lieferketten im Laufe des Jahres verbesserten, wurden die Umsätze durch eine Mischung aus höheren Volumen und Preiserhöhungen angetrieben. Die Preiserhöhungen lassen sich auf Rohstoffeinsatz, Energiekosten und Löhne zurückführen. Die Transportkosten für Luft- und Seefracht haben sich wiederum im Laufe des Geschäftsjahres verbessert, da sich die Engpässe in Flughäfen und Häfen verringert haben.

Unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung gelten die alten Parameter noch: Der deutsche Markt repräsentiert knapp 30 % des europäischen Komponentendistributionsmarkts. Wenn wir dies auf den DACH-Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausweiten, entspricht dies 36 % des gesamten europäischen Marktes. Zusammen mit Osteuropa, das häufig als Outsourcing-Standort für deutsche Unternehmen genutzt wird, ergibt sich ein Marktanteil von 53 %. Der IP&E-Markt repräsentiert ca. 25 %.

Die Wachstumstreiber für Europa sind z.B. das 'Internet of Things' und seine industrielle Ausprägung Industrie 4.0, 5G oder E-Mobility. Starker Fokus liegt hier besonders auf den Aspekten E-Fahrzeugen und deren Ladetechnik (EV-Charging). Zwischen Smart Industry und Smart Infrastructure finden sich eine Vielzahl von Anwendungsfällen, die Stand heute das Attribut "smart" noch nicht verdienen. Da die Intelligenz immer näher zum direkten Anwendungsfall wandert, haben viele Technologien, die Distributoren anzubieten haben, erhebliche Marktchancen bei der typischerweise mittelständischen Kundschaft.

Die hier tätigen Unternehmen - viele von ihnen Weltmarktführer in ihrem Bereich - sind zum großen Teil Distributionskunden (90 %). Sie erwarten von der Distribution nicht nur kompletten Service vom Design bis zum Life-Cycle-Management, sondern auch zunehmend Software- und Lösungskompetenzen (z.B. KI-Algorithmen, die maschinelles Lernen befördern). Zusätzlich suchen mittlerweile auch große Tier 1 OEMs, die nicht unbedingt durch die Distribution bedient werden, als auch die Hersteller/Lieferanten verstärkt bei den Firmen der Avnet-Gruppe nach logistischen Serviceleistungen. Ziel ist es das Management ihrer Lieferketten, die in den letzten 2 Jahren diversen Herausforderungen gegenüberstanden, zu verbessern.

Um sich zudem aus der Ecke des Hardware-Lieferanten und Logistikers zu lösen, haben Avnet und ihre Tochterfirmen sich als Technologie-Enabler positioniert, der über Software- und Plattformlösungen Kunden den Zugang zu den notwendigen Lösungen bereitstellt. Hierzu gehören Technologieberatung, Engineering Communities, aber auch eine erweiterte Wertschöpfungskette in Richtung Design- und Entwicklungsunterstützung bis hin zu Prototypenentwicklung, Startup-Support und Design für Manufacturing sind weitere mögliche Lösungen. In diesem Jahr ergänzte das Unternehmen sein Angebot an digitalen Tools um ein Full Service Portal und den Design Hub.

Die Zukunft des Komponentenmarktes sieht allen Schwankungen zum Trotz sehr positiv aus. Avnet erwartet, dass sich der Europäische Distributionsmarkt (DTAM) bis 2030 verdoppelt und dass die Distribution aufgrund ihrer herausragenden technischen und logistischen Fähigkeiten auch einen höheren Anteil am Gesamtmarkt (TAM) sichern kann. Viele Hersteller geben kontinuierlich Kunden an die Distribution ab, um sich auf die Technologieinnovation zu konzentrieren. Die Halbleiterdistribution wird zusätzliche Lagerkapazitäten schaffen müssen, um den künftigen Bedarf bedienen zu können. Auch die Konsolidierung sowohl auf der Hersteller- als auch auf der Distributorenseite wird weitergehen, allerdings deutlich selektiver als in der Vergangenheit. In der gegenwärtigen Marksituation sind Preiserhöhungen aber auch potenzielle Margensteigerungen möglich.

Unternehmensentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 verzeichnete das Unternehmen einen leichten Rückgang des Gesamtumsatzes um 2,7 %. Der Umsatz wurde durch die Schrumpfung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 beeinträchtigt, die eine anhaltend hohe Inflation und einen Rückgang des BIP um 3 % verzeichnete. Darüber hinaus setzte Anfang 2023 auf dem Markt eine Korrektur der Lagerbestände und eine Rückkehr zu normalen Lieferzeiten nach den Auswirkungen von COVID 19 ein.

Der deutlichste Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren kam aus dem Segment der passiven Bauelemente, das einen Umsatzrückgang von insgesamt 25,8 % verzeichnete. Dieses Umsatzsegment war eines der am stärksten von den Bestandsengpässen infolge von COVID 19 betroffen. Die Lagerbestände begannen sich im Laufe des Jahres 2022 wieder zu normalisieren, was zu Überbeständen in den Vertriebskanälen und einem Umsatzrückgang führte. Darüber hinaus verzeichneten die Vertriebssegmente Steckverbinder und elektromechanische Produkte einen Umsatzrückgang von insgesamt 5,1 % bzw. 7,3 %. Dem stand jedoch ein Umsatzanstieg von insgesamt 21,1 % im Vergleich zum Vorjahr in den Segmenten Messtechnik und Werkstattbedarf sowie ein leichter Anstieg von 6,4 % im Segment Halbleiter gegenüber. Die erfolgreichste Produktkategorie für Deutschland und Österreich ist auch 2022/2023 der Halbleiterbereich mit einem Umsatz von 44,2 Mio. Euro und der Steckverbinderbereich mit einem Umsatz von 26,1 Mio. Euro.

Personal

Der durchschnittliche Personalstand reduzierte sich von 54 Mitarbeitern im Vorjahr auf 49 Mitarbeiter in der Finanzperiode 2022/2023.

3. Wirtschaftliche Leistung

Wichtige Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft mit Hilfe der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand). Diese werden auf monatlicher Basis bestimmt und vom Management analysiert. Das Unternehmen greift nicht auf nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zurück.

Ertragslage

Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen leichten Umsatzrückgang von 2 %, es wurde ein Umsatz von 121,6 Mio. EUR (Vorjahr: 124,9 Mio. EUR) erwirtschaftet und ein Rohergebnis für das Geschäftsjahr von 13,3 Mio. EUR bzw. 11,0 % erzielt, im Vorjahr waren es 15,7 Mio. EUR bzw. 12,6 %.

Die Materialaufwandsquote von 89,03 % hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 87,43 % leicht erhöht.

Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem auf die geringere Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,5 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR ist vor allem auf den Rückgang der Ausgangsfrachten und Verpackungskosten um 2,1 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR zurückzuführen. Diesem Rückgang steht ein Anstieg der IT- und Personalkosten von 0,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,1 Mio. EUR im laufenden Jahr gegenüber.

Am 10. Juni 2021 hat die Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag mit dem verbundenen Unternehmen TENVA GmbH abgeschlossen. Der Jahresüberschuss in Höhe von 4.087.302 EUR wurde daher an die TENVA GmbH abgeführt, was zu einer Steuerbelastung von 0 EUR führt. Die endgültige Beurteilung der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2019 bis 2022 steht noch aus. Wir erwarten hier keine wesentlichen steuerlichen Auswirkungen.

Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft ein Ergebnis nach Steuern von von 4,1 Mio EUR (Vorjahr 4,0 Mio EUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR und schloss mit 84,4 Mio. EUR (Vorjahr: 88,3 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 3,3 Mio. EUR und einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,5 Mio. EUR zurückzuführen, der den allgemeinen Umsatzrückgang widerspiegelt.

Die Solvabilität war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet.

Auf der Passivseite verringerten sich die sonstigen Rückstellungen um 0,5 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Rückstellungen für Frachtkosten, Beratungskosten und Wertberichtigungen auf Forderungen um jeweils 0,1 Mio. EUR zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen des Jahres blieben aufgrund des Abschlusses eines Ergebnisabführungsvertrages mit dem verbundenen Unternehmen TENVA GmbH bei 0 EUR.

Des Weiteren zeigt die Passivseite einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,7 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR).

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt durch Eigenkapital und kurzfristiges Fremdkapital. Die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens kann aufgrund der aktuellen Wirtschafts- und Branchenentwicklung insgesamt als solide bezeichnet werden.

4. Bericht zu Risiken und Chancen

Risikomanagement

Das vom Management umgesetzte Risikomanagementsystem umfasst alle Aktivitäten zur Reduktion von Markt- und Wettbewerbsrisiken. Im Bereich der Marktforschung beinhaltet dies eine ständige Überwachung der Positionierung unserer Marken im Marktumfeld. Als Teil der rollierenden Planung und der monatlichen Berichterstattung an das Management erfolgt ein ständiger Vergleich zwischen den budgetierten und den tatsächlichen Zahlen. Diese Analysen stellen eine frühe Erkennung der Chancen und Risiken sicher und ermöglichen eine zeitgerechte Reaktion auf identifizierte Abweichungen. Ausfallrisiken werden durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Mit den beschriebenen Instrumenten für die interne Kontrolle können Entwicklungen, die die Existenz des Unternehmens bedrohen, früh identifiziert und ggf. Maßnahmen zeitgerecht ergriffen werden, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus wird die finanzielle Sicherheit durch die Unterstützung der internationalen Gruppe garantiert. Die folgenden Risiken werden als nichtexistenzbedrohend bewertet.

Die Hauptrisiken und -unsicherheiten decken sich mit den Hauptrisiken der Gruppe und werden nicht getrennt nach Geschäftseinheiten verwaltet.

Für ein besseres Verständnis und mehr Transparenz des Berichts zu Risiken und Chancen wurden die einzelnen Risiken und Chancen nach ihrer Wichtigkeit oder in Kategorien eingeordnet, wobei gewichtigere Risiken und Chancen vor geringeren Risiken und Chancen erwähnt werden. Die Wichtigkeit von einzelnen Risiken und Chancen wird basierend auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Potenzial für Auswirkungen auf die Gesellschaft bestimmt. Risiken haben das Potenzial, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu beeinflussen.

Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen quantifiziert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in vier Gruppen eingeteilt: Unwahrscheinlich, wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich und sicher. Die Auswirkungen werden in folgende Gruppen eingeteilt: Unwesentlich, mäßig, wesentlich und geschäftsbedrohend. Je nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung wird die Risikostufe wie folgt bestimmt: Sehr hoch, hoch, mäßig und gering.

Sicherung von Marktanteilen

Die Situation auf dem deutschen Markt entwickelt sich positiv, weshalb unser Schwerpunkt nun auf einer Sicherung und schrittweisen Erhöhung der Marktanteile in Deutschland gelegt wird.

Aufgrund der Attraktivität des deutschen Marktes sehen wir hohe Wettbewerbsrisiken, die sich wesentlich auf unser Umsatzwachstum auswirken könnten. Insgesamt kann das Risiko daher als wesentlich eingestuft werden.

Zur Minimierung von Wettbewerbsrisiken werden unter anderem die folgenden Maßnahmen ergriffen:

i.

Investition in das Personal

ii.

Verbesserung der Website und des Online-Bestellverfahrens

iii.

Investition in das Inventar, um unser Produktangebot an die Kundenbedürfnisse anzupassen

Wir beurteilen dieses Risiko als sehr wahrscheinlich und mit einem mäßigen Risiko.

Entwicklungszyklen

Farnell element14 erreicht als Anbieter regelmäßig Spitzenplätze in verschiedenen Sektoren. Die immer schnellere Entwicklung von elektronischen Produkten sowie ständige Innovationen in diesem Bereich stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Durch das hohe Entwicklungstempo können Risiken von wesentlicher Bedeutung entstehen, zum Beispiel aufgrund von unliebsamen Entwicklungen (d. h. ohne Marktpotenzial) oder zu langen Entwicklungszeiten. Das Management kann dieses Risiko nicht aktiv beeinflussen, da Entwicklungen primär von Gruppenunternehmen vorangetrieben werden. Wir halten dieses Risiko für wahrscheinlich und moderat mit einem niedrigen Risikograd.

Finanzielles Risikomanagement

Kreditrisiko - Laut interner Analyse ist dieses Risiko sehr gering. Die Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Berichtszeitraum im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug 0,08 % des Umsatzes.

Wir stufen dieses Risiko als wahrscheinlich und moderat mit einem niedrigen Risikoniveau ein.

IT-Risiken

IT-Risiken sind Teil der Hauptrisiken für die Farnell GmbH. Das Risiko wird auf Konzernebene durch das Premier Farnell Management-Team betrachtet und die Maßnahmen werden regelmäßig geprüft, um eventuelle Risiken zu minimieren.

Die oben beschriebenen Risiken sind dem Unternehmen bekannt. Alle erforderlichen Maßnahmen zur Minimierung dieser Risiken wurden bereits ergriffen.

Insgesamt gibt es keine Risiken, die die Existenz des Unternehmens bedrohen könnten. Wir beurteilen das Risiko als unwahrscheinlich und unwesentlich mit einem geringen Risikoniveau.

Covid-19

Covid-19 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft.

Brexit

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU hat keine nennenswerten Auswirkungen auf das Geschäft gehabt.

Ukraine/Russland-Konflikt

Der Ukraine/Russland-Konflikt hat keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäft. Das Unternehmen ist in keinem der beiden Länder tätig.

Chancen

In den vergangenen Jahren konnten wir unsere Erfahrung im Bereich der High-Service-Distribution kontinuierlich ausbauen, ebenso unsere Kenntnisse in der kleinen und mittleren Produktion sowie im High-Mix-Bereich.

Die Integration in die Avnet Corporation hat das Serviceangebot weiter gestärkt. Die direkte Verfügbarkeit von Manufacturing- und Design-Services für die Farnell GmbH stellt einen großen Wettbewerbsvorteil dar.

Der Austausch von Kunden mit anderen Unternehmen innerhalb der Avnet Corporation hat sich ebenfalls als ein effektives Instrument erwiesen, welches Kunden einen Mehrwert auf allen Ebenen des Produktlebenszyklus bietet.

Verbesserung der Servicequalität

Die Verbesserung der Servicequalität zählt zu den wesentlichen Zielen von Farnell element14.

Die weltweite Messung der Servicequalität von Farnell vereint die wichtigsten Elemente der Services, die wir unseren Kunden bieten. Die Messung erfolgt mithilfe des Net Promoter Scores, des Feedback-Management-Systems und der servicebezogenen Leistungsdaten.

Wir konnten in allen Bereichen bedeutende Fortschritte erzielen und große Erfolge sowie zahlreiche Bestleistungen verzeichnen. Damit beweisen wir sowohl unseren Kunden als auch unserem Kundenteam, dass wir in der Lage sind, ein durchgehend hohes Serviceniveau bereitzustellen.

5. Prognose

Für den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 auf Basis vorläufiger Umsätze rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang auf rund 91 Mio. EUR bzw. rund 25 %. Das Rohergebnis wird mit etwa 8 Mio. EUR erwartet.

Der Lagebericht wurde auf Basis der verfügbaren Daten und Unterlagen erstellt und basiert auf dem aktuellen Kenntnisstand. Neben historischen Daten enthält er auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf aktuellen Erwartungen und Annahmen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Ergebnissen abweichen.

 

Poing, der 25. Juni 2024

Geschäftsführer Darrel Jackson

Geschäftsführer Gavin Hodgson-Silke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Farnell GmbH, Poing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Farnell GmbH, Poing, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Farnell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mühlhuber, Wirtschaftsprüfer

Blochberger, Wirtschaftsprüferin

1 DMASS = Distributors' and Manufacturers' Association of Semiconductor Specialists

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