Gravotech GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eric Pfrimmer seit 27.12.2018 | Geschäftsführer |
Pascal Cros seit 27.10.2017 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GravoTech GmbHUmkirchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen der GesellschaftDie GravoTech GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GravoTech S.A., welche weltweit als führendes Unternehmen in der Graviertechnologie gilt. Die Erfahrung in der Entwicklung von Anlagen, Software, Materialien, Schulungen und technische Dienstleistungen werden genutzt, um Kunden spezifische Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen zu liefern - sowohl für den Einzelhandel und das Gewerbe als auch für industrielle Anwendungen. Die Bandbreite erstreckt sich von der Personalisierung über Gebäudebeschilderung bis hin zur Markierung von Industrieteilen. Innerhalb der GravoTech Gruppe übernimmt die GravoTech GmbH die Vertriebsfunktion vor allem für den deutschen Markt. Die wesentlichen Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Die für die GravoTech GmbH relevante Forschung und Entwicklung wird insbesondere durch Konzerngesellschaften wahrgenommen, die die GravoTech GmbH mit Handelswaren beliefern. II. Wirtschaftsbericht1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland, es wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt 11.01.2018). 2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Im Vergleich zum Vorjahr konnte insgesamt eine Umsatzsteigerung von 2,7% verzeichnet werden, welches der budgetierten Steigerung für 2017 entsprach. Die Gesellschaft vertreibt die Produktmarken Gravograph, Technifor und Type 3. Unter der Produktmarke Gravograph, zu der die manuellen Graviermaschinen, die softwaregesteuerte CNC und Laser-Graviermaschinen, sowie das Verbrauchsmaterial gehören, wurde 2017 leicht unter Vorjahresniveau abgeschlossen. Der Umsatz betrug 2017 T€ 10.098 zu T€ 10.119 in 2016. Nach dem Ausnahmejahr 2015 und dessen außergewöhnlichem Umsatz aus dem Thomas Sabo Großkundenprojekt, bewegt sich der Umsatz der Jahre 2017 und 2016 auf identischem Niveau. Keine Außergewöhnlichen Verkäufe konnte verzeichnet werden, lediglich der Produktmix veränderte sich. Gruppe 1: Manuelle Graviermaschinen - Umsatz 2017 T€ 113; Umsatz 2016 T€ 68 Manuelle Graviermaschinen verzeichneten im Jahr 2017 einen starken Zuwachs von 65% auf T€ 113 (Vorjahr: T€ 68). Gruppe 2: Softwaregesteuerte CNC und Laser-Graviermaschinen -Umsa tz 2017 T€ 5.163; Umsatz 2016T€ 5.387 Softwaregesteuerte CNC und Lasergravurmaschinen sind als 4 Untergruppen zu verstehen: Rotary (CNC-Graviermaschinen), Gantry (Laser-Graviermaschinen mit Flachtisch), Galvo (Laser-Graviermaschinen mit Spiegelkopf) und der Software. Der Umsatz von CNC-Graviermaschinen ist zwischen 2016 und 2017 um 25,6% (-T€ 551) zurückgegangen. Der Rückgang ist mit der aktuellen Marktnachfrage konform, da die Anfragen vermehrt Richtung Lasergraviermaschinen tendieren. Der Markttrend, wie auch die Spezialisierung der Vertriebsmitarbeiter auf die Laser Einheiten förderte die Umsatzsteigerung im Lasermaschinenbereich. (+9,2% bei Gantry und +42,1% bei Galvo). Kumuliert fand im Laserbereich eine Steigerung von 16,4% statt. Der Softwarebereich ist ein komplementäres Produkt zu allen Graviereinheiten. Korreliert ist der Verkauf jedoch mit den Umsätzen der CNC-Graviermaschinen, da die Software zur Nutzung der CNC-Graviereinheiten absolut notwendig ist und in den Maschinen-Paketen hinzu verkauft wird. Im Laserbereich wird sie grundsätzlich kostenlos mitgeliefert, da sie zur Steuerung nicht zwingend notwendig ist, aber einen Mehrwert bieten kann. Kunden die dies verstanden haben, beziehen für Laseranwendungen im Nachgang Erweiterungen oder zusätzliche Optionen. Der Rückgang um ca. 21,9% (- T€ 115), ist demnach schlüssig und direkt an den Umsatzrückgang im Bereich CNC-Graviermaschinen gekoppelt. Insgesamt findet hier eine Verschiebung innerhalb des Produktmixes statt. Durch die starken Leistungen im Laserbereich ergibt sich in der Gesamtheit eine leichte Umsatzminderung von 4,2% (-T€ 224). Gruppe 3: Verbrauchsmaterialien - Umsatz 2017 T€ 3.633; Umsatz 2016 T€ 3.685 Im Materialbereich war im Jahr 2017 der Umsatzrückgang von 1,4% geringer als im Vorjahr, wieder einmal ist dies auf den starken und extrem effizient ausgerichteten Wettbewerb zurückzuführen. Trotz einer weiteren Verbesserung unserer Lieferzeiten und unseres Qualitätsniveaus fehlt der online Vertriebskanal. Gruppe 4: Technifor - Umsatz 2017 T€ 4.095; Umsatz 2016 T€ 3.554 Die fortlaufende Entwicklung und Neu Ausrichtung des Bereichs Technifor trägt auch in 2017 seine Früchte und ermöglichte eine Umsatzsteigerung von 15,2% (+ T€541). Das Vertriebsteam wurde seit dem Jahr 2013 komplett neu aufgebaut, und wurde in 2017 im Bereich der Customisierung verstärkt. Somit können Vertriebsprojekte im Haus besser gehandhabt und die Leitung von größeren Projekten aus der Automobilindustrie übernommen werden. Die Anforderungen nach beständiger Rückverfolgbarkeit sind in der Industrie und besonders im Automobilbereich stetig am Wachsen, die Nachfrage nach Produkten aus dem Techniforbereich demnach auch. Gruppe 5: Software und Servicebereich TYPE3 Umsatz 2017 T€ 198; Umsatz 2016 T€ 330 Ende 2016 verließ der einzige zuständige Vertriebsmitarbeiter des Bereichs Type 3 die Firma. Bis ein/e Nachfolger/in gefunden werden konnte wurden die Software und Serviceleistungen über einen externen Vertriebspartner und Händler vertrieben. Der Erfolg war sehr bedürftig und es wurde ein eindeutiger Umsatzrückgang von 40,0% im Jahr 2017 verzeichnet. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind in 2017 um T€ 388 auf T€ 14.391 gestiegen. Die Entwicklung der Umsätze ist in den einzelnen Produktgruppen erläutert. Materialaufwand Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 54,6 % auf 55,2%. Dies erklärt sich im Wesentlichen durch den Anstieg des Umsatzes im margenschwächeren Laserbereich. Die Beschaffung erfolgte fast ausschließlich über den GravoTech Konzern. Personalaufwand Die Anzahl der Beschäftigten betrug 2017 durchschnittlich 72 Mitarbeitern (Vorjahr 76). Die Personalaufwandsquote ist aufgrund des gesunkenen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr um 0,75 %-Punkte gestiegen auf 28,5 % gestiegen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 47 erhöht, was sich hauptsächlich aus der angestiegenen Verrechnung der Kosten gemäß des Servicevertrag des Mutterkonzerns ergab. EBITDA Das EBITDA betrug 2017 T€ 350 und ist somit um 49,6 % gesunken. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Produktmix und der Verrechnung aus dem Servicevertrag, sowie höheren Personalaufwendungen. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite der Bilanz mit T€ 362 durch das Anlagevermögen, mit T€ 1.829 durch das Vorratsvermögen sowie mit T€ 14.877 durch Forderungen gekennzeichnet, die mit T€ 12.612 verbundene Unternehmen betreffen. Das Vorratsvermögen beinhaltet mit T€ 1.813 Handelswaren, die im Wesentlichen von Konzernunternehmen bezogen wurden. Darüber hinaus verfügt die GravoTech GmbH über Flüssige Mittel von T€ 557. Um reaktiver am Markt zu sein, wurden die Vorräte in den Bereichen CNC, Laser aber auch bei den Reparatur- und Ersatzteilen sowie bei den Graviermaterialien aufgestockt. Wesentlicher Bestandteil der Vorratssteigerung hängt jedoch mit dem Aufbau von Showräumen zusammen, so dass die Vorräte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 215 erhöht haben. Bei den Investitionen ins Anlagevermögen von T€ 254 handelt es sich vor allem um den Ankauf der neuen Software für die Warenwirtschaft Ifax 10/Godesys (T€ 205). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt mit T€ 7.768 insbesondere über verbundene Unternehmen des GravoTech Konzerns. Hiervon entfallen T€ 6.139 auf ein Darlehen von der GravoTech Germany Holding GmbH. Des Weiteren weist die Gesellschaft Rückstellungen in Höhe von T€ 1.172, die mit T€500 Rückstellungen aus Steuerrisiken beinhalten. Der Jahresüberschuss von T€ 559 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 15.10.2016 an die Gravotech Germany Holding abgeführt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt somit unverändert T€ 7.678, was einer Eigenkapitalquote von 43,5% entspricht. Die Liquidität der Gesellschaft ist gut und es wird auch weiterhin ein positiver Cashflow von T€ 621 (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) erzielt. Es werden keine Bankmittel beansprucht. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht Aufgrund der optimistischen Wirtschaftsprognose in Deutschland für 2018 (Wachstum bei 1,5%), war der Umsatzausblick auf 2018 Ende 2017 sehr positiv, durch interne Umstellungen im EDV Bereich und Personellen Änderungen konnte das geplante Ergebnis jedoch nur bedingt von diesem Umsatzwachstum profitieren. Das geplante Umsatzziel wurde 2018 unterschritten, wobei der Umsatz über dem Ergebnis von 2017 lag. Das geplante EBITDA konnte in 2018 durch den durch die Systemumstellung generierten Umsatzverlust und durch Zusatzausgaben im Personalbereich nicht erreicht werden. Die Wirtschaftsprognose für 2019 ist gedämpfter als 2018 und befindet sich mit 1,0% auf dem tiefsten Stand seit 5 Jahren. Interne Umstellungen und Umstrukturierungen werden voraussichtlich mitte bis Ende 2019 vollständig abgeschlossen und sollten dahingehend einen positiven Effekt auf das Ergebnis von 2019 haben. Hinzu kommt ein hoher Auftragseingang Ende 2018 und Anfang 2019 der in den ersten beiden Quartelen dazu beigetragen hat die Planzahlen zu Ende Q2 2019 zu erreichen. Voraussichtlich wird sich diese positive Entwicklung auch in der 2. Jahreshälfte fortführen. Für 2019 wird daher mit einem deutlichen Wachstum der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2018 gerechnet und der EBITDA wird sich ebenfalls im Vergleich zu 2018 deutlich erhöhen. 2. Chancen- und Risikobericht Die folgenden Chancen sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Zielerreichung der Gesellschaft wie folgt in einer Rangfolge dargestellt. Die Aussicht bei Gravograph für die kommenden Monate ist weiterhin positiv mit mehreren guten Projekten. Das Jahr 2017 schloss leicht über Vorjahr ab, wobei 2018 einen Umsatzeinbruch durch die Umstellung des ERP-Systems erfolgte. Für 2019 liegt im Bereich Gravograph eine Chance vor, die verlorenen Umsätze aus 2018 wieder einzufahren. Bei Technifor ist weiterhin mit einem Wachstumspotenzial, aufgrund der dynamischen Automobilbranche und unseres noch eher schwachen Marktanteil in diesem Bereich zu rechnen. Die Chance zielt auf eine Umsatzsteigerung ab, welche 2017 und 2018 erreicht wurden und für 2019 trotz der Krisen im Automobilsektor weiterhin noch im Fokus stehen. Im Bereich Type 3 ist 2019 durch eine Neubesetzung des Vertriebs eine klare Umsatzsteigerung zu erwarten. Die folgenden Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Zielerreichung der Gesellschaft wie folgt in einer Rangfolge dargestellt. Im Bereich der Beschaffung besteht eine Abhängigkeit von unserer Muttergesellschaft in Frankreich. Das Risiko liegt in einem möglichen Lieferengpass. Weitere Risiken bestehen in einer erneuten Abschwächung der Konjunktur und Nachfrage in den für unsere Gesellschaft relevanten Branchen und Märkten. Das Risiko liegt in einer Verminderung der Umsatzerlöse. Die Gesellschaft betreffenden Finanzinstrumente sind im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese betragen zum 31.12.2017 T€ 2.124. Ein wesentliches Risiko ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, vereinbart die Gesellschaft klare Zahlungsbedingungen. Ferner wird der Forderungseingang regelmäßig und auch unter Zuhilfenahme von Kennzahlen überwacht, und es ist ein Mahnwesen eingerichtet. Die DSO (Days Sales Outstanding) betragen weiterhin 50 Tage. Mahnungen werden in einem Turnus von 3 Wochen verschickt. Der Druck der Mahnungen erfolgt automatisch gemäß der hinterlegten Zahlungsbedingungen in unserem IFAX-Buchungsprogramm FX90. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht bekannt. Insgesamt sehen wir die Chancen- und Risikosituation der Gesellschaft als ausgewogen an.
Umkirch, den 4. Juli 2019 Pascal Cros, Geschäftsführer Eric Pfrimmer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017A. Allgemeine AngabenDie Gravotech GmbH hat ihren Sitz in Umkirch und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau (HRB 3974). Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB auf. Von der größenabhängigen Erleichterung des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. B. Bilanzierung und Bewertung, WährungsumrechnungEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei werden für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahre sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 13 Jahre zu Grunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Nutzungsdauern wurden unter Beachtung der steuerrechtlichen Vorschriften, die auch dem handelsrechtlichen Nutzungsverlauf entsprechen, geschätzt. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden auf 5 Jahre linear abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt worden ist, dass alle Wirtschaftsgüter zum 1. Januar des Jahres zugegangen sind. In Vorjahren angewandte Abschreibungsmethoden wurden bei allen Vermögensgegenständen beibehalten. Bei den Finanzanlagen sind die Ausleihungen und die Genossenschaftsanteile mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Waren wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung erfolgt dabei zum gleitenden Durchschnittspreis mit Ausnahme der Waren, für die eine Einzelbewertung vorgenommen wird. Für Risiken in der Lagerhaltung und andere Wertminderungen wurden Abwertungen nach dem Gebot der verlustfreien Bewertung auf Basis eines Reichweitenverfahrens vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Für spezielle Kreditrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die in der nächsten Rechnungsperiode zu Aufwand werden. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method)unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Auf die Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck wurde verzichtet, da das Gutachten vor der Veröffentlichung beauftragt wurde. Anpassungen unterblieben, da aus Sicht der Geschäftsführung kein wesentlicher Anpassungsbedarf bestand. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (Vorjahr: zehn) Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %). Der Unterschiedsbetrag zur Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre 2,80% (Vorjahr 3,24%) beträgt T€ 13. Die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB kam aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags jedoch nicht zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine jährlichen Gehalts- oder Rentensteigerungen sowie keine Fluktuation berücksichtigt, da die Verpflichtung einen laufenden Pensionsfall betrifft, bei dem die vertragliche Vereinbarung keine Steigerungen beinhaltet. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Verpflichtungen in Höhe von T€ 201 wurden mit Ansprüchen aus Deckungsvermögen in Höhe von T€ 194 saldiert. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden auch entstandene Gewinne realisiert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die in der nächsten Rechnungsperiode zu Ertrag werden. C. Angaben und Erläuterungen zum JahresabschlussI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem in der Anlage zum Anhang abgebildeten Anlagenspiegel ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergibt sich wie folgt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten sowie die Rückstellung für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Besicherung der Verbindlichkeiten Es bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. II. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag besteht eine gesamtschuldnerische Bürgschaft aller Gesellschaften der GravoTech Gruppe für die einzelnen Kreditnehmer der GravoTech Gruppe zugunsten der kreditgewährenden Bank. Die hiermit besicherten Kreditverbindlichkeiten betragen zum 31. Dezember 2017 insgesamt T€ 50.085. Die Verwertung der gegebenen Sicherheiten ist wie folgt begrenzt: Soweit Forderungen gegen andere Gruppengesellschaften bestehen, ist die Verwertung nur soweit zulässig, dass das Stammkapital erhalten bleibt. Die zugunsten der anderen Konzernunternehmen eingegangene Verpflichtung war nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die anderen Konzernunternehmen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. In diesem Zusammenhang, sowie zur Besicherung ihrer eigenen Bankverbindlichkeiten hat die Gesellschaft bestimmte Bankkonten verpfändet T€ 233 (Vorjahr T€ 245) zum 31. Dezember 2017. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet- und Leasingverträge führen gegenüber dem Kauf der Objekte zu einer verbesserten Liquidität. Chancen und Risiken ergeben sich aus sich verändernden Marktpreisen für Miete und Leasing. III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Laufende Ertragsteuern entfallen aufgrund der zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 begründeten Stellung als Organgesellschaft innerhalb der steuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft Gravotech Germany Holding GmbH. Infolge des am 15. Oktober 2016 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2016 mit der Gravotech Germany Holding GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags wird zum Bilanzstichtag ein Aufwand aus Gewinnabführung in Höhe von T€ 559 sowie ein Jahresüberschuss von Null ausgewiesen. D. Sonstige AngabenI. Geschäftsführung und Organbezüge Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum und bis heute bestellt:
Bei den Angaben über die Organbezüge wird von den Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Für die Pensionsansprüche der ehemaligen Geschäftsführung wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 7 gebildet. Die Verpflichtungen in Höhe von T€ 201 wurden mit Ansprüchen aus Deckungsvermögen in Höhe von T€ 194 saldiert. Es wurden im Geschäftsjahr 2017 Zahlungen an die ehemalige Geschäftsführung in Höhe von T€ 20 geleistet. II. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter war wie folgt:
III . Mutterunternehmen der Gesellschaft Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt, ist die:
Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. E. Nachtragsbericht Mit Datum vom 29. März 2018 erfolgte auf Ebene des obersten Mutterunternehmens ein Wechsel der Gesellschafter. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Refinanzierung der Gruppe vorgenommen. Die bislang zugunsten der ehemaligen Kreditgeber bestehende Kontenverpfändung und Bürgschaftsgewährung der GravoTech GmbH besteht nicht mehr. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Umkirch, den 4. Juli 2019 Pascal Cros, Geschäftsführer Eric Pfrimmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in 2017
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GravoTech GmbH, UmkirchPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GravoTech GmbH, Umkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GravoTech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. Juli 2019 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer ppa. Norbert Römmermann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 17.07.2019 festgestellt. |
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