panamono GmbH
Selbe AdresseFernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Lucht seit 21.3.2018 | Geschäftsführer |
Yvonne Holzschneider seit 20.12.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Air Berlin PLC & Co. Co. Luftverkehrs KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
airberlin technik GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014I. Grundlage der GesellschaftDie airberlin technik GmbH (ABT), eine 100%-Tochtergesellschaft der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, erbringt technische Dienstleistungen im Bereich der Wartung, Instandhaltung und Reparatur ziviler Luftfahrzeuge. Das Portfolio technischer Dienstleistungen umfasst die so genannte Line und Base Maintenance. Während die Line Maintenance die Inspektionen und Instandsetzungen geringen Umfangs an Flugzeugen beinhaltet, umfasst die Base Maintenance sehr umfangreiche, i. d. R. routinemäßig durchgeführte Inspektionen und Überholungen der Flugzeuge und ihrer Systeme, die mit mehrtägigen oder -wöchigen Liegezeiten verbunden sein können. Zudem bietet die ABT weitere Dienstleistungen in den Bereichen Engineering (einschließlich Entwicklung, Planung und Beratung), Materialsteuerung und -versorgung, Logistik sowie Trainings an. Darüber hinaus bietet die ABT Dienstleistungen im Bereich der Reparatur von Flugzeugkomponenten an. Die Technikleistungen der ABT werden primär für die Fluggesellschaften der Air Berlin Gruppe (Air Berlin, Belair und NIKI) erbracht. Die Konzernflotte, die 111 Flugzeuge umfasst und sich größentechnisch gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat, gewährleistet eine solide Grundauslastung. Das Drittgeschäft ergänzt das Geschäftsvolumen der ABT. Zum Drittkundenstamm der ABT gehören u. a. die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), United Parcel Service, Etihad, Emirates, TUlfly, Air Serbia und Germania. Die ABT führt Flugzeugwartungen an über 14 Standorten durch. Die größten deutschen Standorte sind dabei Düsseldorf, München und Berlin. Während in Düsseldorf und Berlin Line Maintenance Leistungen erbracht werden, werden in München zusätzlich zu den Line Maintenance auch Base Maintenance Leistungen angeboten. II. Wirtschaftsbericht 20141. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 1,6%. Für 2015 erwartet die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für Deutschland ein etwas geringeres Wachstum von 1,1%. Das schwache Wachstum in der Euro-Zone wird zur Belastung für die Weltwirtschaft. Selbst Deutschlands Wirtschaft büßt in den kommenden zwei Jahren an Stärke ein. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturausblick der OECD hervor. Laut den Prognosen der OECD wuchs der Euro-Raum in 2014 nur noch um 0,9 Prozent - deutlich langsamer als die USA mit über zwei Prozent. Zum Sorgenkind im weltweiten Vergleich wird Europa vor allem wegen seiner Gesamtkombination aus schwachem Wachstum, niedriger Inflation und hoher Arbeitslosigkeit. Insgesamt erzielten Fluggesellschaften 2014 weltweit einen Nettogewinn von 19,9 Mrd. USD. Das sind 9,3 Mrd. USD mehr als 2013. Für 2015 wird der Gewinn auf 25 Mrd. Dollar geschätzt. In Europa erwartet die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) einen Gewinn von 2,7 Mrd. USD für 2014. Im Jahr 2015 wird aufgrund des sinkenden Ölpreises mit einem Gewinn von 4 Mrd. Dollar gerechnet. Der harte Preiskampf mit den Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet wird den klassischen Fluglinien zu schaffen machen und drückt der IATA zufolge weiterhin auf die Gewinne. Die europäischen Fluglinien können nur bei sehr hoher Auslastung Gewinne realisieren. Wie bereits in den Vorjahren bestanden bei den jeweiligen Verkehrs- und Gewinnentwicklungen erhebliche geografische Unterschiede. Überdurchschnittlich entwickelten sich die Passagierzahlen in den Regionen Mittlerer Osten (+12,9%, Nettogewinn 2014: 1,1 Mrd. USD) und Asien/Pazifik (+7,0%, Nettogewinn 2014: 3,5 Mrd. USD). Lateinamerika (+5,5%, Nettogewinn 2014: 0,7 Mrd. USD) und Europa (+5,5%, Nettogewinn 2014: 2,7 Mrd. USD) wiesen ein robustes Wachstum aus. Einen unterdurchschnittlichen Anstieg verzeichneten die Regionen Nordamerika (+2,7%, Nettogewinn 2014: 11,9 Mrd. USD) und Afrika (1,5%, Nettogewinn 2014: 0,0 Mrd. USD). Mit Abstand am höchsten fiel der Nettogewinn bei den nordamerikanischen Airlines (IATA 2014: 11,9 Mrd. USD; 2013: 7,2 Mrd. USD) aus. Diese profitierten u. a. von der in den vergangenen Jahren erfolgten Konsolidierung des Marktes, einer daraus resultierenden effizienteren Struktur der Industrie sowie einer strikten Kapazitäts- und Kostendisziplin. Die Zahl der Fluggäste hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem Internationalen Luftfahrtverband IATA wurden 2014 rund 3,3 Mrd. Passagiere weltweit befördert. Es seien etwa 170 Mio. Flugtickets mehr verkauft worden als im Vorjahr. Zuwächse seien vor allem im Nahen Osten (13%), im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Lateinamerika (jeweils 5,8%) erzielt worden. Knapp dahinter lagen die europäischen Fluggesellschaften mit einem Plus von 5,7%. Die weltweite Auslastung der Maschinen blieb der Statistik zufolge nahezu stabil, sie erhöhte sich um 0,2%-Punkte auf 79,7%. In Nordamerika war dieser Wert mit 81,7% am höchsten. Schlusslicht waren die afrikanischen Fluglinien, bei denen im Schnitt etwa zwei Drittel (67,5%) der Sitze belegt waren. Der IATA gehören nach eigenen Angaben 250 Fluglinien an, die zusammen 84% des internationalen Luftverkehrs abwickeln. Der Markt für technische Dienstleistungen an Flugzeugen (MRO bzw. Maintenance, Repair and Overhaul) konnte im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse realisieren. Für das Berichtsjahr 2014 wird von einem geschätzten Marktvolumen von 57,7 Mrd. USD weltweit ausgegangen. Dies bedeutet eine Steigerung von 1,5 Mrd. USD gegenüber dem Vorjahr. Die Triebwerkswartungen umfassen ca. 38% aller MRO-Aktivitäten und bleiben somit das größte Segment. Für den MRO Markt in Europa wird im Jahr 2014 von einem Marktvolumen von 16,3 Mrd. USD ausgegangen. Auch hier bilden die Triebwerkswartungen mit 33% das größte Segment aller MRO-Aktivitäten. In 2014 litt das MRO-Geschäft wie bereits im Vorjahr unter einem hohen Preisdruck, der durch die weltweite Erweiterung der MRO-Aktivitäten (insbesondere in Asien und in Osteuropa) bekräftigt wurde. 2. Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr wurde die gesamte MRO Struktur der ABT weiterhin optimiert. Die Base Maintenance, die in 2013 sowohl in Düsseldorf als auch in München angeboten wurde, findet seit Januar 2014 nur noch am Standort München statt. Dadurch konnten die Produktivität gesteigert und die Kosten gesenkt werden. In Düsseldorf wurde der Fokus auf die Optimierung der Line Maintenance gelegt. Insgesamt waren zum 31. Dezember 2014 bei der ABT 1.765 Mitarbeiter (1.569 FTE) beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Reduktion um 19 Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt am Standort Düsseldorf 911 Mitarbeiter (inkl. Airline Services), in München 317, in Berlin 341, in Frankfurt/Main 32, in Hamburg 10, in Köln 54, in Nürnberg 31, in Palma 12, in Stuttgart 20, in Zürich 25, in Warschau 4, in Paderborn 4, in Wien 2 und in der Dominikanischen Republik 2 Mitarbeiter beschäftigt. Im Bereich Airline Services waren zum 31. Dezember 2014 151 Mitarbeiter tätig. Der Bereich Airline Services umfasst die ehemaligen LTU Mitarbeiter des Bodenbetriebs, die seitens der ABT im Zuge der Verschmelzung und der Integration der LTU in die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zum 31. März 2011 übernommen wurden. Im Jahresdurchschnitt umfasste der Personalkörper 1.775 Mitarbeiter, wovon 1.312 in der Wartung/Technik, 260 in der Verwaltung und 203 im Airline Service beschäftigt sind. 3. Ertragslage Der Umsatz der ABT unterteilt sich in den internen Umsatz mit den Konzernairlines Air Berlin, Belair und NIKI sowie in das Drittgeschäft. Der konzerninterne Umsatz hat einen Anteil von rd. 81,5% an den Gesamterlösen. Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2014 ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio. EUR auf 149,9 Mio. EUR gestiegen und liegt hiermit deutlich über Budget. Ursächlich hierfür ist u. a. eine höhere durchschnittliche Flotte der Air Berlin Gruppe als ursprünglich prognostiziert. Bei den konzerninternen Umsätzen wirkten sich zusätzlich nicht geplante Checks aus. Auch das Geschäft mit Dritten konnte ausgeweitet werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 29,1 Mio. EUR (i. Vj. 18,6 Mio. EUR) resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (14,4 Mio. EUR). Hierin enthalten ist ein Betrag in Höhe von 10,4 Mio. EUR aus der indirekten Inanspruchnahme der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für drohende Verluste bezüglich Wartungsverträge mit der Air Berlin PLC & Luftverkehrs KG. Die Rückstellung wurde in voller Höhe in Anspruch genommen. Des Weiteren umfassen die sonstigen betrieblichen Erträge Erstattungen für Mitarbeiterüberlassungen der ABT an die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG in Höhe von 11,2 Mio. EUR (i. Vj. 11,4 Mio. EUR), Kostenerstattungen von 1,8 Mio. EUR (i. Vj. 3,6 Mio. EUR), Erträge aus Kursdifferenzen von 0,4 Mio. EUR (i. Vj. 0,5 Mio. EUR) sowie sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 3,2 Mio. EUR (i. Vj. 3,0 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang der Kostenerstattungen ist der Wegfall des Strukturkostenausgleichs in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Den Erstattungen für Mitarbeiterüberlassungen stehen in gleicher Höhe Personalaufwendungen gegenüber. Der Materialaufwand betrug im Berichtsjahr insgesamt 38,7 Mio. EUR und erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 um 3,0 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert vor allem aus höheren Aufwendungen für Verschleißteile (2,3 Mio. EUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen lagen bei 16,4 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Transportkosten für technisches Material (4,7 Mio. EUR), Kosten für Fremdpersonal (4,3 Mio. EUR) sowie Fremdkosten für Technische Leistungen an den Außenstationen (3,8 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote lag mit 25,8% in etwa auf dem Vorjahreswert von 25,4%. Der Personalaufwand stieg trotz der im Jahresdurchschnitt um 19 Mitarbeiter gesunkenen Arbeitnehmerzahl von 102,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 auf 106,0 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Grund für diese Erhöhung liegt in der tariflichen Gehaltserhöhung zum 1. Januar 2014 und 1. November 2014, die eine Tarifsteigerung von jeweils 3% beinhaltete. Die Personalaufwandsquote lag hingegen mit 63,3% leicht unter dem Vorjahresniveau von 64,8% (ohne Berücksichtigung des Personalaufwands für die Mitarbeiter im Bereich Airline Services). Die Abschreibungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR (i. Vj. 2,5 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus den Abschreibungen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung und sind nahezu unverändert zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr 2014 auf 46,4 Mio. EUR und liegen 2,7 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die Erhöhung resultiert vor allem aus den gestiegenen Miet- und Mietnebenkosten in Höhe von 2,1 Mio. EUR. Zudem entstand in 2014 im Vergleich zu 2013 ein zusätzlicher Aufwand aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus Mietverträgen von 3,0 Mio. EUR. Insgesamt hat die ABT ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -25,2 Mio. EUR auf -14,9 Mio. EUR verbessert. Dennoch verfehlte die ABT das im Vorjahr budgetierte Ergebnis deutlich. Im Vorjahr war das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowohl durch den Aufwand aus der Bildung der Rückstellung für drohende Verluste aus Wartungsverträgen als auch durch den sich hieraus ergebenden Verlust des Geschäftsjahres 2013 belastet. Der Verlust wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Air Berlin PLC übernommen. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2014 bei 119,0 Mio. EUR und hat sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr um 23,2 Mio. EUR erhöht. Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR. Im Umlaufvermögen erhöhte sich der Bestand an Verschleißteilen um 11,6 Mio. EUR auf 57,7 Mio. EUR. Begründet ist dies in dem Aufbau eines neuen Zentrallagers in Berlin und in der Erhöhung der Verfügbarkeit von wichtigen Ersatzteilen, um technische Defekte an Flugzeugen schneller beheben zu können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 3,5 Mio. EUR und betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die Luftfahrtgesellschaft Walter (2,3 Mio. EUR), Tuifly (0,2 Mio. EUR) und Germania (0,2 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 12,9 Mio. EUR auf 42,7 Mio. EUR. Die Erhöhung resultiert aus der Übernahme des Verlustes für das Geschäftsjahr 2014 seitens der Air Berlin PLC in Höhe von 15,0 Mio. EUR. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen aus Wartungsleistungen gegenüber der Air Berlin in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Die zum Verkauf stehenden Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverbindlichkeit wurden im Berichtsjahr in Höhe von 0,9 Mio. EUR als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die Umsatzsteuerforderungen verringerten sich hingegen zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote, definiert als Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt zum Gesamtkapital, beträgt 0,3% und hat sich damit um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR. Die Erhöhung ist vor allem aufgrund der erstmaligen Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 3,0 Mio. EUR für die Anmietung eines Hangars am Flughafen Düsseldorf zurückzuführen, dessen Kapazität nicht vollständig genutzt werden kann. Es wurden zudem Drohverlustrückstellungen für den Hangar am Flughafen Berlin-Brandenburg in Höhe von 1,5 Mio. EUR gebildet sowie für die Wartungsverträge mit der Air Berlin PLC & Co. KG in Höhe von 10,4 Mio. EUR. Zudem wurden Rückstellungen für Resturlaub, Überstunden und sonstige Personalkosten (7,8 Mio. EUR; i. Vj. 8,2 Mio. EUR), ausstehende Rechnungen (3,9 Mio. EUR; i. Vj. 3,0 Mio. EUR), sowie Rückstellungen für Jubiläumsgelder (0,8 Mio. EUR; i. Vj. 1,1 Mio. EUR) gebildet. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 88,3 Mio. EUR und lagen damit 20,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Gegenüber der Air Berlin Holding Ltd. besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von 36,6 Mio. EUR. Die Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Air Berlin Holding Ltd. beträgt zum Bilanzstichtag 24,6 Mio. EUR. Es wird pro Kalenderjahr mit 2,0% der jeweils noch offenen Darlehensschuld getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 6,6 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (5,7 Mio. EUR). 5. Finanzlage Die ABT ist in die Konzernfinanzierung des Air Berlin Konzerns eingebunden. In 2013 wurde das innerhalb des Konzerns bestehende Cash Pooling gekündigt. Sofern Liquiditätsbedarf besteht, wird dieser über die bestehenden Verrechnungskonten mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus finanziert sich die Gesellschaft über Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Air Berlin Holding Ltd. III. Finanzielle und nicht finanzielle LeistungsindikatorenDer Umsatz ist im Geschäftsjahr 2014 von TEUR 140.556 auf TEUR 149.866 gestiegen, was einer Erhöhung von 6,6 % entspricht. Die Umsätze lagen damit deutlich über Budget. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR -14.878 und verbesserte sich somit im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Gleichwohl wurde das Budget des Vorjahres aufgrund von Sondereffekten deutlich verfehlt. Die ABT ist bemüht, die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu fördern und ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Zu diesem Zweck führt die ABT zweimal im Jahr Mitarbeiterumfragen durch, um u. a. den Net Promotor Score (NPS) zu ermitteln. Mit Hilfe der Kennzahl NPS wird die Mitarbeiterzufriedenheit und die Bereitschaft zur Weiterempfehlung des Unternehmens als Arbeitgeber quantifiziert. IV. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine besonderen Vorgänge eingetreten, die Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der ABT haben. V. Prognose-, Chancen und RisikoberichtDie Fluggesellschaften haben 2014 weltweit 3,2 Mrd. Passagiere transportiert. Der Internationale Luftfahrtverband IATA prognostiziert ein jährliches Wachstum von 5,4%, so dass man für das Jahr 2015 mit rund 3,4 Mrd. Passagiere weltweit rechnen kann. Laut IATA wird der Fokus der Luftfahrtindustrie weiterhin nach Osten wandern. Der Flughafenverband ADV rechnet mit einem anhaltenden Wachstum für die deutschen Flughäfen und prognostiziert für 2015 ein Wachstum von 2,8% bei den Passagieren. Bereits das Jahr 2014 war für die deutschen Flughäfen insgesamt erfolgreich verlaufen. Der Flughafenverband ADV berechnete über 207 Millionen Passagiere (gegenüber 201 Millionen Passagieren in 2013). Eine positive Trendumkehr zeigt sich bei der Zahl der Flugbewegungen: Der Aufbau neuer Verbindungen und die Verdichtung der bestehenden Streckennetze der Airlines wird die Zahl der Starts und Landungen im kommenden Jahr wieder wachsen lassen. In den letzten Jahren hatte der Einsatz deutlich größerer Flugzeuge die Zahl der Flugbewegungen in Deutschland hach unten gedrückt, obwohl von Jahr zu Jahr mehr Passagiere abgefertigt wurden. Der Flughafenverband erwartet für 2015 bei den Flugbewegungen einen Anstieg um +1,4%. Ein noch höheres Wachstum wird nur durch externe Risikofaktoren verhindert, die die Verkehrsentwicklung im kommenden Jahr bremsen werden. Dazu zählen vor allem die Auswirkungen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine, die Kriege im Nahen Osten sowie die politische Instabilität in einigen der nordafrikanischen Tourismusregionen. Des Weiteren wird sich die Luftverkehrs-branche auch in 2015 auf Streiks einstellen müssen. Die Weltwirtschaft wird 2015 langsamer als erwartet wachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schraubte seine bisherige Prognose für das globale Wachstum um 0,3%-Punkte auf 3,5% nach unten. Grund dafür seien etwa schwächere Aussichten in China, Russland, Japan und im Euro-Raum. Vorteile durch fallende Ölpreise würden durch ungünstige andere Faktoren wie schwächere Investitionen wegen geringerer Wachstumserwartungen zunichte gemacht. Stagnation und niedrige Inflation geben nach wie vor Gründe zur Sorge in Japan und der Euro-Zone. Während für Deutschland der IWF nur ein Wachstum von 1,3% prognostiziert, wird für die Eurozone nur ein Wachstum von 1,2% erwartet. Im Jahr 2014 sank die Auslastung der Air Berlin Flotte trotz einer gestiegenen Anzahl von Passagieren von 84,9% auf 83,5%. Mit insgesamt rund 31,7 Mio. Fluggästen hat Air Berlin das fünfte Jahr in Folge bei den Passagieren die 30-Millionen-Marke überschritten. Das gesamte Sitzplatzangebot (ASK) betrug im Berichtsjahr 59,0 Mrd. Kilometer, die zurückgelegten Passagierkilometer (RPK) 49,3 Mrd. Hochrechnungen für das Berichtsjahr ergeben, dass der globale MRO-Markt im Vergleich zum Vorjahr uni $1,5 Mrd. auf $57,7 Mrd. gestiegen ist. Der nach wie vor hohe Kostendruck bei den Fluggesellschaften wird auch die Preise für technische Leistungen der MRO-Betriebe belasten. In den kommenden Jahren (bis 2024) wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 4,2% gerechnet. Es wird erwartet, dass in 2024 der größte MRO-Marktanteil in Asien liegen wird. Die Planung der ABT für das Geschäftsjahr 2015 basiert auf einer Flottenharmonisierung der Air Berlin Gruppe, die bis Ende des ersten Quartals 2016 abgeschlossen sein soll. Dabei werden alle Boeing Flugzeuge durch Airbus Flugzeuge ersetzt. In Kosice (Slowakai) wurde das Unternehmen "ABT Slovakia" gegründet, welches hauptsächlich aus einer Reifen- und Bremswerkstatt und einer Part-21 Abteilung bestehen soll. Die Geschäftsführung geht hierbei von Umsätzen für 2015 aus, die sich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Die verschiedenen Bereiche werden sich hingegen unterschiedlich entwickeln. Für 2015 wird gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Aufbaus eines Flex & Return to Service Teams und Q400 Supports mit einer um durchschnittlich 30 gestiegenen FTE-Anzahl gerechnet. Das operative Ergebnis der ABT wird laut Planung in 2015 einen Verlust (vor Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung bzw. Bildung einer möglichen Drohverlustrückstellung) in Höhe von -20 Mio Euro ausweisen. Nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen soll in 2016 ein deutlich besseres operatives Ergebnis erreicht werden. Ein Nachfragerückgang nach MRO-Leistungen bei der ABT erhöht das Risiko der Nicht-Auslastung der Personal- und Hallenkapazitäten. Während im Wartungsbereich der Anteil an Fremdpersonal kurzfristig reduziert werden kann, kann das Risiko an zu großen Hallenkapazitäten ausschließlich mittelfristig minimiert werden. Auf der Beschaffungsseite ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken aus der Preisentwicklung für bezogene Leistungen. Die ABT erhält die notwendigen finanziellen Mittel auf Basis der wöchentlichen Finanzbedarfsmeldung seitens der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Die ABT hat eine zweckgebundene Zuwendung zur Finanzierung der Errichtung einer Betriebsstätte zur Instandhaltung, Umbau und Reparatur von Flugzeugen und Triebwerken erhalten, mit der bestimmte Auflagen verbunden sind. U. a. sind nach Beendigung des Investitionszeitraums Arbeitsplätze in der Betriebsstätte zu schaffen und zu besetzen. Aufgrund der mehrmals verschobenen Eröffnung des Flughafens kann ABT diese Verpflichtung nicht erfüllen. Es liegt kein Verschulden seitens ABT vor. Daher sieht die Geschäftsführung hierin kein Risiko. Die ABT beabsichtigt, den Net Promoter Score (NPS) im Vergleich zu 2014 im Geschäftsjahr 2015 zu verbessern. VI. RisikomanagementsystemDie ABT ist in das umfassende Risikomanagementsystem der Air Berlin integriert. Chancen und Risiken werden im Rahmen des Steuerungs- und Berichtserstattungsprozesses systematisch erfasst und bewertet, wobei regelmäßige Reviews in Zusammenarbeit mit den Risikoträgern die Früherkennung sicherstellen und eine wirksame Steuerung ermöglichen. Es erfolgt generell eine quantitative, d. h. monetäre Bewertung der Risiken. Die Risiken aus den Kursentwicklungen des US-Dollars sind aufgrund des niedrigen Fremdwährungsanteils der ABT relativ gering. Die ABT ist in das zentrale Risikomanagement-System der Air Berlin eingebunden. Es können innerhalb des bestehenden Risikomanagementsystems mit namhaften Finanzdienstleistern die an internationalen Märkten üblichen Finanztermingeschäfte abgeschlossen werden, um die bestehenden Risiken aus der Kursentwicklung zu begrenzen. Im Berichtsjahr wurden keine Finanztermingeschäfte kontrahiert. VII. Abhängigkeit vom KonzernVor dem Hintergrund der Zentralisierung des gruppenweiten Finanzmanagements innerhalb des Air Berlin Konzerns besteht in Bezug auf die Liquiditätsversorgung eine vollständige Abhängigkeit vom Konzern. Seit Kündigung des bestehenden Cash Pooling wird der Liquiditätsbedarf über die bestehenden Verrechnungskonten mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG zur Verfügung gestellt. Solange der Konzern ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellen kann, besteht für die ABT kein Liquiditätsrisiko. Darüber hinaus bestehen enge wirtschaftliche Verpflechtungen mit verbundenen Unternehmen. Die ABT erzielt ihren Umsatz im Wesentlichen mit Konzernunternehmen, insbesondere mit der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Somit besteht auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der ABT eine starke Abhängigkeit vom Air Berlin Konzern und dessen Entwicklung. Aufgrund ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist die ABT auf den Ausgleich ihres Verlustes durch die Air Berlin PLC im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages angewiesen.
Berlin, 15. Juli 2015 Dr. Rainer Heumann Torsten Tamm Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014I. Allgemeine AngabenDie airberlin technik GmbH (nachfolgend ABT) ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Absatz 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Wartungs-, Instandhaltungs und Reparaturaufgaben sowie die Bereitstellung technischer Service- und anderer Dienstleistungen im Bereich des Luftverkehrs. Dies schließt Entwicklungs-, Planungs und Beratungsleistungen mit ein. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das Stammkapital der ABT beträgt 30,000 EUR und ist in voller Höhe einbezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungDie Bewertung der Vermögens- und Schuldteile erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten werden entsprechend der Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. 1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bilanziert. Es wird eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren zu Grunde gelegt. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. 2) Sachanlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 4 und 14 Jahren. Soweit erforderlich, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis EUR 1.000 werden pauschal über 5 Jahre linear abgeschrieben. 3) Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) abzüglich angemessener Wertabschläge bewertet. Unter den Vorräten werden Verschleißteile, die für einen einmaligen Nutzungsvorgang zu Verfügung stehen, ausgewiesen. 4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden, unter Berücksichtigung von eventuellen Ausgleichsansprüchen, abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. 5) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Nominalwert. 6) Rechnungsabgrenzungsposten Geleistete/erhaltene Zahlungen für Aufwendungen/Erträge, welche über den Bilanzstichtag hinaus ratierlich zu verrechnen sind, werden zeitanteilig aktivisch abgegrenzt. 7) Rückstellungen Die Bildung von Rückstellungen erfolgt entsprechend den Vorschriften des § 249 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden und Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren, langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Diese Vermögensgegenstände werden gemäß der Saldierungspflicht nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen aus Altersteilzeit verrechnet. Sofern sich für einzelne Zusagen ein Vermögensüberhang ergibt, wird dieser auf der Aktivseite als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Im Falle eines Verpflichtungsüberhangs wird dieser unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Weiterhin werden Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert. 8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 9) Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Laufzeit < 1 Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Laufzeit > 1 Jahr werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Erträge und Aufwendungen in ausländischer Währung werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagengitter) ist in der Anlage zu diesem Anhang in der Form eines Bruttoanlagespiegels dargestellt. 2) Vorräte Die Vorräte belaufen sich auf TEUR 57.703 (i. Vj. TEUR 46.087) und beinhalten die Verschleißteile. Es erfolgte eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 9.883 (i. Vj. TEUR 8.386). Die kumulierte Wertberichtigungsquote beträgt zum Bilanzstichtag 14,6 % (i. Vj. 15,7 %). 3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 3.501 und betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen die Luftfahrtgesellschaft Walter (TEUR 2.312), Tuifly (TEUR 181) und Germania (TEUR 154). Die Wertberichtigungsquote beträgt 2,8 % (i. Vj. 7,8 %). Die Forderungen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. 4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 42.668 handelt es sich hauptsächlich um Forderungen gegen die Air Berlin PLC (TEUR 40.382) aus der Verlustübernahme für die Geschäftsjahre 2013 und 2014. Zudem bestehen Forderungen gegen Niki (TEUR 1.787) und Belair (TEUR 451) aus von der ABT erbrachten Wartungsleistungen. Gegen die Gesellschafterin Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.935). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 5) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2,6 Mio resultieren im Wesentlichen aus den zum Verkauf stehenden Wertpapieren (EUR 0,9 Mio) sowie aus Umsatzsteuerforderungen gegen das Finanzamt in Höhe von EUR 0,7 Mio. 6) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Mietvorauszahlungen von ursprünglich TEUR 3.362 für einen Hangar. Der Posten wird ratierlich über einen 10-Jahreszeitraum aufgelöst -- beginnend ab September 2013. Zum 31. Dezember 2014 beläuft sich dieser Betrag auf TEUR 2.914. 7) Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung / Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind durch Cominvest SGB-CorentFonds der Allianz gesichert. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
8) Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt im Berichtsjahr TEUR 344. Das Stammkapital beträgt TEUR 30. Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere Gewinnrücklagen. Aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zur Finanzierung der Altersteilzeitverpflichtungen, um die der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, ergibt sich ein Betrag von TEUR 35. Dieser unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Da diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen höhere frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen, besteht eine Abführungssperre in Bezug auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 nicht. 9) Rückstellungen Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 27.453 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus den Wartungsverträgen zwischen der ABT und der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (TEUR 10.400), Rückstellungen für drohende Verluste aus der Anmietung einer Halle (Hangar und Büroräume) (TEUR 2.995) sowie für drohende Verluste aus der Anmietung eines weiteren Hangars (TEUR 1.475), Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 7.776), sonstige operative Kosten (TEUR 3.919) und Jubiläumsgelder (TEUR 812). Die Rückstellung für Altersteilzeit ist durch Vermögensgegenstände gesichert. Der Rückstellungsbetrag, der nicht durch den Cominvest SGB-Corent-Fonds gedeckt ist, beträgt TEUR 1.173 und ist unter den sonstigen Rückstellungen (Personalkosten) ausgewiesen. 10) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt TEUR 6.656 (i. Vj. TEUR 5.748) und beinhalten Verbindlichkeiten von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 562) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, die aus dem Ratenkauf von fünf Flugzeugschleppern, hydraulischen Bodenversorgungen sowie Hebebühnen resultieren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 11) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 81.618 sind zum Nominalwert bilanziert. Gegenüber der Air Berlin Holding Ltd. besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.584 aus Finanzierungen (Verrechnungskonto) sowie ein Darlehen in Höhe von TEUR 24.627. Das Darlehen weist in Höhe von TEUR 975 (i. Vj. TEUR 493) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 23.652 (i. Vj. TEUR 24.134) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre auf. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Gegenüber der Gesellschafterin Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 20.148 (i. Vj. TEUR 0). 12) Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft nahezu ausschließlich einen von der Investitionsbank des Landes Brandenburg gewährten Zuschuss in Höhe von TEUR 3.362 zur Errichtung einer Betriebsstätte zur Instandhaltung, Umbau und Reparatur von Flugzeugen und Triebwerken. Der Hangar wurde durch eine Fremdfirma errichtet, in deren Eigentum der Hangar steht, der von der ABT angemietet wird. Die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt über einen 10-Jahreszeitraum in Analogie zur Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens für geleistete Mietvorauszahlungen. Zum 31. Dezember 2014 beläuft sich der Betrag auf TEUR 2.914. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt. 1) Umsatzerlöse Die Umsätze belaufen sich auf TEUR 149.866. 85 % der Umsätze werden im Inland und 15 % im Ausland generiert. Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 29.109 und resultieren im Wesentlichen aus
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen beinhalten u. a. die indirekte Inanspruchnahme der Rückstellung für drohende Verluste (TEUR 10.500) hinsichtlich der Wartungsverträge mit der Air Berlin PLC & Luftverkehrs KG. Im Geschäftsjahr 2014 wurden sonstige betriebliche Erträge aus der Arbeitnehmerüberlassung an die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG in Höhe von TEUR 11.165 generiert. Es handelt sich hierbei im Jahresdurchschnitt um 151 FTE der ehemaligen LTU, die im Bereich Airline Services der ABT für die Air Berlin PLC & Luftverkehrs KG seit April 2011 tätig sind. Die Erlöse aus Kostenerstattung beinhalten u. a. Erlöse aus Schulungen von technischem Personal in Höhe von TEUR 1.207 (i. Vj. TEUR 1.014). 3) Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt insgesamt TEUR 106.041 und enthält Personalkosten in Höhe von TEUR 11.165 (i. Vj. TEUR 11.380) für die ehemaligen Mitarbeiter der LTU, die zwar bei der ABT beschäftigt sind, aber für die Air Berlin PLC & Luftverkehrs KG tätig sind. 4) Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.561 beinhalten im Wesentlichen die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 2.421). 5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 46.404 und gliedern sich wie folgt:
Bei den übrigen Aufwendungen der ABT im Berichtsjahr sind u. a. Fremdkosten für Verwaltung (TEUR 1.373; i. Vj. TEUR 1.131); Fremdgehälter für Zeitarbeiter (TEUR 673; i. Vj. TEUR 1.043) und Aufwendungen für Kursdifferenzen (TEUR 405; i. Vj. TEUR 478) enthalten. 6) Zinserträge Die Zinserträge in Höhe von TEUR 215 (i. Vj. TEUR 684) beinhalten den Zinsaufwand für die Altersteilzeit-Rückstellung (TEUR 64; i. Vj. TEUR 158). Dieser wurde im Berichtsjahr gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Wertpapiererträgen (TEUR 114; i. Vj. TEUR 131) aus dem Deckungsvermögen saldiert. 7) Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 386 (i. Vj. TEUR 586) beinhalten den Zinsaufwand für das Gesellschafterdarlehen (TEUR 245) und aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung (TEUR 52; i. Vj. TEUR 135). V. Sonstige Angaben1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen bei der ABT folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
2) Honorare des Abschlussprüfers Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 78 sowie für die prüferische Durchsicht der Quartale TEUR 25. 3) Organe der Gesellschaft Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an: Geschäftsführer: Seit 14. April 2015: Dr. Rainer Heumann (Diplom-Kaufmann), Düsseldorf Seit 14. April 2015: Torsten Tamm (MBA), München Vom 21. Juli 2014 bis 14. April 2015: Werner Rothenbächer, Berlin Bis 21. Juli 2014: Marco Ciomperlik (Diplom-Kaufmann), Mönchengladbach Nach § 286 Abs. 4 HGB wird die nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB verlangte Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen. 4) Zahl der Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 1.559 Mitarbeiter beschäftigt, davon 1.181 Mitarbeiter in der Wartung/Technik, 227 Mitarbeiter in der Allgemeinen Verwaltung und 151 Mitarbeiter im Airline Service Bereich. Die Teilzeitbeschäftigten sind hierbei nur anteilig berücksichtigt. 5) Ergebnisverwendung Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Air Berlin PLC. 6) Konzernzugehörigkeit Die airberlin technik GmbH ist über die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG mittelbar ein Tochterunternehmen der Air Berlin PLC, London/Großbritannien. Die Air Berlin PLC stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die airberlin technik GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Air Berlin PLC wird bei dem Companies House, Cardiff/Großbritannien, hinterlegt und ist darüber hinaus unter www.airberlin.com abrufbar.
Berlin, den 15. Juli 2015 Dr. Rainer Heumann Torsten Tamm Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der airberlin technik GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der airberlin technik GmbH, Berlin. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 15. Juli 2015 KPMG
AG
Sternberg, Wirtschaftsprüfer Altmeppen, Wirtschaftsprüferin Niederschrift der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 21. August 2015der airberlin technik GmbHA. Anwesenheit:I. Gesellschafter: Herr Stefan Pichler als Vertreter der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG II. Geschäftsführung: Herr Dr. Rainer Heumann und Herr Torsten Tamm III. Gäste: Keine B. AllgemeinesDer Vertreter der Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, die alleinige Gesellschafterin der airberlin technik GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 133638 B ("Gesellschaft"), erklärt, unter Verzicht auf alle gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen über die Ladung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung eine Gesellschafterversammlung der Gesellschaft abhalten zu wollen. Der Vertreter legt als Vorsitzender folgende Tagesordnung fest:
C. Behandlung der TagesordnungDer Vertreter der alleinigen Gesellschafterin tritt sodann in die Behandlung der Tagesordnung ein. Zu TOP 1 Feststellung des Jahresabschlusses Es ergeht auf Vorschlag der Geschäftsführung folgender einstimmiger Beschluss: "Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wird gemäß der vorgelegten Fassung festgestellt." Zu TOP 2 Entlastung der Geschäftsführung Es ergeht auf Vorschlag der Geschäftsführung folgender einstimmiger Beschluss: "Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt." Zu TOP 3 Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 Es ergeht folgender einstimmiger Beschluss: "Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 wird erneut die KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, bestellt." Damit ist die Tagesordnung erledigt. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Das Ergebnis der Beschlussfassung wurde durch den Vorsitzenden jeweils sofort festgestellt und verkündet. Der Vorsitzende schließt daraufhin die ordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft.
Berlin, den 21. August 2015 Stefan Pichler |
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