Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 24551
Vorher
AU kabeldata Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
25.2.2021
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist: a. die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, der Vertrieb von sowie der Handel mit - elektrischen, elektronischen und elektromechanischen Systemen, Komponenten und Modulen, - Leitern und Verbindungssystemen für die Übertragung und Speicherung von Leistung, Signalen und Daten sowie - sonstigen verwandten Produkten, Komponenten, Systemen, Anlagen und Lösungen; b. die Tätigkeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie (einschließlich elektronischer Datenverarbeitung und übertragung sowie der Entwicklung, Bereitstellung und des Vertriebs von und des Handels mit Software, Plattformen und selbstlernenden Systemen) für Zwecke des Energie- und Datenmanagements, c. die Erbringung von Dienstleistungen aller Art im Zusammenhang mit den vorgenannten Tätigkeiten. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Unternehmen gründen oder sich an anderen Unternehmen mit dem gleichen oder einem ähnlichen Gegenstand beteiligen. Die Gesellschaft kann sich auch auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreiben, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fjodor Lamm
seit 15.1.2026
Prokura
Dominik Schlarb
seit 15.1.2026
Prokura
Frank Wettstein
seit 24.11.2022
Geschäftsführer
Andreas Hempel
seit 17.9.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 8 angezeigt

Nomainvest S.A.
Belgium
66.655 €
23.10%
Germany
32.930 €
11.41%
Germany
11.41%
Primare B.V.
Netherlands
21.680 €
7.57%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kerpen Datacom GmbH

Stolberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 452.962,00 507.606,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 313.274,04 221.241,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.246.979,00 819.323,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991.901,00 951.611,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.285,50 268.232,67
2.556.439,54 2.260.407,71
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 102.755,63 102.755,63
2. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 0,00
1.102.755,63 102.755,63
4.112.157,17 2.870.769,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.313.716,28 5.585.868,46
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.708.139,28 761.393,51
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.547.551,82 3.414.065,48
4. Geleistete Anzahlungen 5.158,26 15.722,50
9.574.565,64 9.777.049,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 415.256,79 947.403,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 100.000,00 60.196,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 606.205,68 1.495.935,80
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
1.121.462,47 2.503.535,80
III. Guthaben bei Kreditinstituten 267.876,04 1.679.906,70
10.963.904,15 13.960.492,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.126,99 23.786,38
15.152.188,31 16.855.048,17

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.610.908,89 2.099.992,39
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -2.260.909,63 1.510.916,50
3.349.999,26 5.610.908,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 311.707,00 308.699,00
2. Steuerrückstellungen 81.096,00 109.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.668.992,86 3.367.056,14
3.061.795,86 3.784.755,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.158.042,73 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.560.507,35 (Vorjahr: 0,00 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 597.535,38 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.888,01 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.888,01 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.362.067,30 3.003.527,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.362.067,30 EUR (Vorjahr: 3.003.527,38 EUR)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.007.912,50 2.120.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.912,50 EUR (Vorjahr: 120.000,00 EUR)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 EUR (Vorjahr: 2.000.000,00 EUR)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 649.482,65 686.856,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 649.482,65 EUR (Vorjahr: 686.856,76 EUR)
davon aus Steuern 242.267,99 EUR (Vorjahr 117.887,46 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.366,43 (Vorjahr 0,00 EUR)
8.196.393,19 5.810.384,14
D. Passive latente Steuern 544.000,00 1.649.000,00
15.152.188,31 16.855.048,17

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.947.807,29 41.510.030,29
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.232.498,66 2.319.994,11
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.702.585,96 11.963.738,30
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 68,21 EUR (Vorjahr 346,98 EUR)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -31.401.566,43 -28.243.847,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.193.881,34 -1.922.747,26
-32.595.447,77 -30.166.595,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.014.915,93 -11.820.298,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.363.034,00 -2.094.465,75
davon für Altersversorgung 57.854,86 EUR (Vorjahr 56.773,13 EUR)
-14.377.949,93 -13.914.763,84
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -517.199,57 -537.285,85
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.473.744,28 -8.648.208,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 57,44 EUR (Vorjahr 2.283,89 EUR)
8. Erträge aus Beteiligungen 100.000,00 60.196,36
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.507,29 2.450,17
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -381.227,75 -262.768,66
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 10.659,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.132.904,00 -748.297,00
davon Erträge aus der Auflösung von latenten Steuern 1.105.000,00 (Vorjahr: 0,00)
davon Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern 0,00 EUR (Vorjahr: 867.297,00 EUR)
12. Ergebnis nach Steuern -2.196.266,10 1.578.490,82
13. Sonstige Steuern -64.643,53 -67.574,32
14. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -2.260.909,63 1.510.916,50

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der KERPEN DATACOM GmbH, Stolberg

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die KERPEN DATACOM GmbH hat ihren Sitz in Stolberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HR B 24551 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 ff. HGB für Kapitalgesellschaften erstellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Anlagevermögen

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens erfolgen nach der linearen Methode.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fremdkapitalzinsen werden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen einen Factorer ausgewiesen, der für die abgetretenen Forderungen das Ausfallrisiko übernimmt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich insgesamt um Ausgaben i.S.v. § 250 Abs. 1 HGB.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag passiviert. Der Jahresabschluss wird vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB auf der Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen der "Richttafeln Heubeck 2018G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, durchgeführt.

Die Bewertung der Verpflichtung aus Versorgungszusagen gegenüber 15 Mitarbeitern erfolgt nach dem Barwert des unverfallbaren Anspruchs bei der Entgeltumwandlung. Ansonsten wird die PUC- Methode angewendet. Da es sich um eine Entgeltumwandlung handelt und der Wert des unverfallbaren Anspruchs bewertet wird, wird keine Fluktuation berücksichtigt. Die Entwicklung der kapitalgedeckten Pensionsrückstellungen ist nicht gehaltsabhängig.

Der Abzinsungssatz für die Versorgungsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,82 %. Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die handelsrechtlichen Zinssätze entsprechen den Durchschnittszinssätzen der letzten zehn Geschäftsjahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 6.671,00 €. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die Aktivwerte von Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen, die an die Pensionsberechtigten sicherungshalber verpfändet sind, werden mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern angesetzt und mit diesen saldiert ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 622.242,51 97.200,21 0,00 0,00 719.442,72
622.242,51 97.200,21 0,00 0,00 719.442,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 226.565,45 108.301,64 0,00 0,00 334.867,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 860.960,08 521.427,46 0,00 0,00 1.382.387,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.142.204,66 50.283,59 51.378,07 268.232,67 1.409.342,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 268.232,67 4.285,50 0,00 -268.232,67 4.285,50
2.497.962,86 684.298,19 51.378,07 0,00 3.130.882,98
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 102.755,63 0,00 0,00 0,00 102.755,63
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00
102.755,63 1.000.000,00 0,00 0,00 1.102.755,63
3.222.961,00 1.781.498,40 51.378,07 0,00 4.953.081,33
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.636,51 151.844,21 0,00 266.480,72
114.636,51 151.844,21 0,00 266.480,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.324,41 16.268,64 0,00 21.593,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.637,08 93.771,46 0,00 135.408,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.593,66 255.315,26 28.467,07 417.441,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
237.555,15 365.355,36 28.467,07 574.443,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
352.191,66 517.199,57 28.467,07 840.924,16
Bilanzwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 452.962,00 507.606,00
452.962,00 507.606,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 313.274,04 221.241,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.246.979,00 819.323,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991.901,00 951.611,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.285,50 268.232,67
2.556.439,54 2.260.407,71
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 102.755,63 102.755,63
2. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 0,00
1.102.755,63 102.755,63
4.112.157,17 2.870.769,34

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in voller Höhe aus sonstigen Forderungen.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von 562 T€ (Vorjahr: 554 T€) sind mit Rückdeckungsansprüchen in Höhe von 250 T€ (Vorjahr: 246 T€) innerhalb der Rückstellungen für Pensionen auf einen Bilanzwert von 312 T€ (Vorjahr: 309 T€) verrechnet.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalaufwendungen in Höhe von 1.564 T€ (Vorjahr: 1.719 T€) sowie drohende Verluste im Zusammenhang mit vereinnahmten Hochwasserentschädigungen in Höhe von 587 T€ (Vorjahr: 851 T€).

Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von 1.088 T€ (Vorjahr: 643 T€) sind mit Rückdeckungsansprüchen in Höhe von 445 T€ (Vorjahr: 232 T€) innerhalb der sonstigen Rückstellungen auf einen Bilanzwert von 643 T€ (Vorjahr: 411 T€) verrechnet.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.000 T€ haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in voller Höhe aus sonstigen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von T€ 517 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren sowie in Höhe von T€ 80 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Für Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die sich voraussichtlich in der Zukunft ausgleichen, werden latente Steuern gebildet.

Die passiven latenten Steuern betreffen temporäre Differenzen aus der Bewertung des Anlagevermögens und des Vorratsvermögens sowie aus der Bildung einer Rücklage für Ersatzbeschaffung (R 6.6 EStR) infolge der Hochwasserschäden im Juli 2021. Aktive latente Steuern wurden für temporäre Differenzen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen sowie drohende Verluste und für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die Verrechnung sämtlicher steuerlicher Verlustvorträge innerhalb der kommenden fünf Geschäftsjahre wird erwartet.

Die angewendeten Steuersätze betragen 33,15 % (kombinierter Ertragsteuersatz für Bewertungsunterschiede 17,29 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) bzw. 15,86 % (Gewerbesteuer).

Im Einzelnen ergibt sich folgender, saldierter Gesamtausweis:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Aktive latente Steuern
• Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 86 89
• Steuerliche Verlustvorträge 1.950 570
• sonstige Rückstellungen 376 488
2.412 1.147
Passive latente Steuern
• Anlagevermögen -667 -452
• Vorratsvermögen -798 -852
• Bildung Rücklage für Ersatzbeschaffung -1.492 -1.492
-2.957 -2.796
Gesamtausweis passive latente Steuern -544 -1.649

Es bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen und Mietverträgen, die in ihrer Höhe von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Kerpen Datacom hat eine gesamtschuldnerische Haftung für Verbindlichkeiten einer anderen Gesellschaft bis zu einer Höhe von EUR 4.275 T€ (Vorjahr: 3.100 T€) übernommen, die durch Grundpfandrechte an Immobilien der Kerpen Datacom abgesichert sind. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Abschlussstichtag mit EUR 4.066 T€ (Vorjahr: 2.952 T€). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die begünstigte Gesellschaft ausschließlich in der Immobilienhaltung tätig ist und die Immobilien langfristig an Mieter mit guter Bonität vermietet sind.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge im Zusammenhang mit der Regulierung der Schäden aus dem Hochwasserereignis im Jahr 2021 in Höhe von 3.734 T€ (Vorjahr: 10.975 T€) enthalten.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden mit einem Diskontierungszinssatz von 1,74% p.a. (Vorjahr: 1,44% p.a.) abgezinst. Der Ertrag aus der Änderung des Zinssatzes in Höhe von 8 T€ ist mit den unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurden gem. der Vorgabe des § 246 Abs. 2 HGB mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen saldiert.

2023 2022
Zinsaufwand aus Aufzinsung der Pensionsrückstellungen 10.048,00 9.961,00
abzüglich Zinsertrag aus Rückdeckungsversicherungen -6.140,00 -5.797,00
Saldo Zinsaufwand 3.908,00 4.164,00

Die in den Steuern vom Einkommen und Ertrag enthaltenen latenten Steueraufwendungen sind mit latenten Steuererträgen in Höhe von 413 T€ (Vorjahr: 733 T€) saldiert ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Anzahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Jahr 2023 auf 209. Davon sind 200 Mitarbeiter in Vollzeit und weitere 9 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich auf in 105 gewerbliche und 99 Angestellte sowie 5 Auszubildende bzw. Werkstudenten.

Angaben zu Organmitgliedern (§ 285 Nr. 10 HGB)

Im Berichtsjahr waren Herr David Schlenter (Wirtschaftsingenieur), Stolberg, sowie Herr Frank Wettstein (Kaufmann), Langerwehe zum Geschäftsführer bestellt.

Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer werden unter Anwendung der Vorschrift § 286 Abs. 4 HGB nicht getätigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.260.909,63 € und den Gewinnvortrag in Höhe von 3.610.908,89 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stolberg, den 16. April 2024

David Schlenter, Geschäftsführer

Frank Wettstein, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der KERPEN DATACOM GmbH, Stolberg

1 Grundlagen des Unternehmens

Aufbauend auf den Aktivitäten des 1919 in Stolberg gegründeten Kerpenwerks startete die KERPEN DATACOM GmbH im Jahr 2021 mit der Produktion und dem Handel passiver Datennetzkomponenten, wie kupfer- oder glasfaserbasierte Datenkabel, RJ45-Stecker, Patchkabel und Rechenzentrumsausrüstung sowie mit der Produktion und dem Handel von Compounds für die Kabelfertigung.

Für High-End-Anforderungen an Datenraten, Zuverlässigkeit und Verarbeitbarkeit werden komplette passive Verkabelungssysteme angeboten. In diesem Bereich gehört die KERPEN DATACOM zu den Top3-Anbietern in Deutschland. Die Anwendung der Produktpalette reicht von der Gebäudeinfrastruktur bis hin zur Industrie 4.0.

Die KERPEN DATACOM GmbH ist im Handelsregister unter HR B 24551 beim Amtsgericht Aachen eingetragen.

Statuarischer Gegenstand des Unternehmens ist:

a.

die Entwicklung, Herstellung, Lieferung, der Vertrieb von sowie der Handel mit - elektrischen, elektronischen und elektromechanischen Systemen, Komponenten und Modulen, - Leitern und Verbindungssystemen für die Übertragung und Speicherung von Leistung, Signalen und Daten sowie - sonstigen verwandten Produkten, Komponenten, Systemen, Anlagen und Lösungen;

b.

die Tätigkeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie (einschließlich elektronischer Datenverarbeitung und -übertragung sowie der Entwicklung, Bereitstellung und des Vertriebs von und des Handels mit Software, Plattformen und selbstlernenden Systemen) für Zwecke des Energie- und Datenmanagements,

c.

die Erbringung von Dienstleistungen aller Art im Zusammenhang mit den vorgenannten Tätigkeiten.

Die Vertriebstätigkeit umfasst die DACH-Region sowie im Bereich International im Wesentlichen die Märkte in Frankreich, Benelux bis hin zur MENA-Region. Die KERPEN DATACOM beabsichtigt, die eigenen Marktanteile in den etablierten Märkten sukzessive auszubauen und dabei als Qualitätsführer zu agieren. Ebenfalls soll das Produktsortiment für neue Zielkunden verbreitert werden.

Produzierte Compounds sollen zukünftig verstärkt weiterverarbeitet werden.

2 Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland im Jahr 2023

Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften wie den USA oder China zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundsamtes (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Auch wenn das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 Prozent höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 war, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der für uns relevante Hochbau betroffen. Insgesamt gingen die Bauinvestitionen um 2,1 Prozent zurück. Bereits im Vorjahr führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung.

Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion.

Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen.

Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um 14,0 Prozent gestiegen waren, von Januar bis November 2023 nochmals um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dabei stiegen vor allem die Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu.

(Quelle: Statistisches Bundesamt - Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland")

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

KERPEN DATACOM deckt mit seinem Produktportfolio die komplette Bandbreite der Übertragungssysteme für passive IP-basierte Daten- und Kommunikationsnetzwerke ab. Der relevante Absatzmarkt für das Sortiment ist die Bauindustrie im Bereich der Nichtwohnbauten.

Die Bauinvestitionen in Nichtwohnbauten in Deutschland haben sich im Jahr 2023 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent und damit im dritten Jahr in Folge reduziert. Damit ist der Rückgang bei den Nichtwohnbauten geringer als im Wohnungsbau (minus 2,8 Prozent).

(Quelle: Inlandsproduktberechnung Vierteljahresergebnisse - Fachserie 18 Reihe 1.1 - 2023 (destatis.de)

Gegenüber dem Jahreseröffnungskurs (7.838 USD/t) ist der Preis für den bedeutendsten Rohstoff Kupfer zum Jahresende um 2,24 Prozent auf 7.662 USD/t gefallen. Im Jahresverlauf schwankte der Kupferpreis zwischen rd. 7.295 USD/t und 8.620 USD/t und damit weniger stark als im Vorjahr.

(Quelle: www.boerse.de/historische-kurse/Kupferpreis/XC0005705501)

Zudem bewegte der Währungskurs (EUR/USD) sich im Jahresverlauf 2023 eher seitwärts.

(Quelle: Europäische Zentralbank (ecb.europa.eu)

Laut dem ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. lag der monatliche Auftragseingang der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2023 insgesamt neunmal unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Insgesamt reduzierte sich das Auftragsvolumen gegenüber 2022 um zwei Prozent.

3 Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat die KERPEN DATACOM Umsatzerlöse von rd. 43,9 Millionen € (Vorjahr: 41,5 Millionen €) erwirtschaften können. Dies entspricht einer im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Steigerung von rd. 6 Prozent.

Im Geschäftsbereich Datacom haben die Umsatzerlöse um mehr als 14 Prozent zugenommen, während die Umsatztätigkeit im Bereich Compounds bei leicht gestiegenen Absatzmengen preisbedingt gegenüber dem Vorjahr rückläufig war.

Die Umsätze entfallen mit rd. 69,2 Prozent (Vorjahr: 71,3 Prozent) auf den Vertrieb im Inland. Unter Hinzurechnung der Bestandserhöhung betrug die Gesamtleistung 46,2 Millionen € (Vorjahr: 43,8 Millionen €).

Unter Bereinigung von Erlösen aus Abfallverkäufen innerhalb der Umsatzerlöse von 1,4 Millionen € (Vorjahr: 2,2 Millionen €) ergibt sich eine Materialeinsatzquote bezogen auf die bereinigte Gesamtleistung von 69,7 Prozent. Der Vorjahresvergleichswert beträgt unter Eliminierung einer im Vorjahr erfolgten Bewertungsanpassung des Vorratsvermögens 71,3 Prozent.

Sonstige betriebliche Erträge sind insbesondere und sonstige betriebliche Aufwendungen in Teilen von der Beseitigung der Flutschäden aus dem Jahr 2021 geprägt und daher nur bedingt zur Darstellung der Lage aussagekräftig.

Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 2,3 Millionen € (Vorjahr: Jahresüberschuss 1,5 Millionen €) aus.

3.2 Finanzlage

KERPEN DATACOM verfügt zum Abschlussstichtag über eine Eigenkapitalquote von 22,1 Prozent (Vorjahr: 33,3 Prozent) bzw. unter Hinzurechnung der Darlehen der Gesellschafter von rd. 35,4 Prozent. Der KERPEN DATACOM stehen nachrangige Darlehen mit einer Laufzeit bis mindestens zum 31. Dezember 2026 in Höhe von 2,0 Millionen € zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Darlehen von rd. 4,5 Millionen € zur Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen aufgenommen. Mit den zufließenden Mitteln wurden insbesondere auch Verbindlichkeiten reduziert. Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über eine nicht in Anspruch genommene Betriebsmittellinie von 0,3 Millionen €.

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Abschlussstichtag rd. 0,3 Millionen € (Vorjahr: 1,7 Millionen €). Der Zahlungsmittelabfluss aus investiver Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 1,7 Millionen € (Vorjahr: 1,6 Millionen €).

3.3 Vermögenslage

Das Vermögen der KERPEN DATACOM ist zu mehr als 70 Prozent lediglich kurzfristig gebunden.

Zum weiteren Aufbau und zur Modernisierung von Produktion und Geschäftsbetrieb wurden insgesamt rd. 0,8 Millionen € in das Anlagevermögen investiert. Zur Finanzierung der Modernisierung eines an ein nahestehendes Unternehmen veräußertes Bürogebäude wurde ein langfristiges Darlehen von 1,0 Millionen € gewährt, welches unter den sonstigen Ausleihungen innerhalb des Finanzanlagevermögens ausgewiesen wird.

Für wesentliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Factoringvereinbarung.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Unternehmens werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzrendite, Materialeinsatzquote, EBITDA-Marge und operativer Cashflow herangezogen.

Die Materialeinsatzquote beträgt bezogen auf die bereinigte Gesamtleistung 69,7 Prozent (Vorjahr: 71,3 Prozent). Die rückläufige Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Energiekosten.

Auf Grund der Beeinflussung der weiteren Kennzahlen durch die finanziellen Auswirkungen des Hochwassers sind diese für das Geschäftsjahr weiterhin nicht aussagekräftig.

3.5 Gesamtaussage

Die KERPEN DATACOM ist positiv in das Geschäftsjahr 2023 gestartet und konnte das erste Quartal innerhalb der Erwartungen abschließen. In Folge der konjunkturellen Krise wurden die Umsatzziele ab April 2023 nicht erreicht, sodass die im Geschäftsjahr 2022 prognostizierte Umsatzsteigerung auf rd. 60 Millionen und die damit verbundene leichte Jahresergebnisverbesserung nicht eingetreten sind. Somit hat die Gesellschaft, wenn auch zeitversetzt, ihre eigenen Kapazitäten reduzieren müssen. Dennoch konnte der Umsatz mit 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr über dem Branchendurchschnitt gesteigert werden. Der steigende Anteil der Umsatzerlöse mit Kunden im Ausland bestätigt den eingeschlagenen Weg der Internationalisierung, um die Abhängigkeit von inländischen Marktentwicklungen zu reduzieren. Die weitergehende Diversifizierung mit dem Ausbau des Compounds-Geschäfts konnte indes nur bedingt erreicht werden.

Positiv zeigt sich der verbesserte Materialeinsatz, wenngleich die Zielsetzung für das Jahr 2023 (unter 65 Prozent) nicht erreicht wurde. Der Preisdruck am Absatzmarkt einerseits und andererseits ein erhöhter Materialverbrauch auf Grund umfangreicher Entwicklungsprojekte im Bereich der Kabelproduktion haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

4 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Zukünftige Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse von rd. 57 Millionen € bei einer weiterhin sinkenden Materialeinsatzquote und einem leicht positiven Jahresergebnis.

Für das Geschäftsjahr 2025 sowie die folgenden Geschäftsjahre erwartet die KERPEN DATACOM weitere Umsatzsteigerungen von anfänglich rd. 10 Prozent pro Jahr. Bei einer weiterhin verbesserten Materialeinsatzquote wird eine EBITDA-Marge von rd. 5 Prozent im Geschäftsjahr 2025 angestrebt.

Für die Geschäftsjahre 2024 bis 2025 sind Investitionen von insgesamt 2,5 Millionen € vorgesehen.

4.2 Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Unser Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

4.2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bestehen konjunkturelle Risiken im Zusammenhang mit den weltpolitischen Spannungen, insbesondere verursacht durch den Krieg in der Ukraine und der Nahost-Krise, deren Folgen nicht abschließend einzuschätzen sind. Weiterhin können erhebliche Verwerfungen in etablierten Lieferketten und damit Beschaffungsschwierigkeiten und Preissprünge nicht ausgeschlossen werden.

Sofern diese Entwicklungen anhalten oder durch hinzukommende Pandemien oder Veränderungen der weltpolitischen Lage sich verschärfen, können neben den beschaffungsseitigen Schwierigkeiten und der nachteiligen Preisentwicklungen ebenfalls nachfrageseitige Risiken bestehen, die sich in einer verminderten Auftragslage und damit reduzierten Auslastung äußern können. Gleichzeitig könnten behördenseitige Verordnungen zum Gesundheitsschutz schlimmstenfalls zu Produktionsstillständen führen.

Ein Überangebot an offenen Stellen führt dazu, dass geplante Stellen in Unternehmen nicht besetzt werden können und damit sowohl Produktions- wie Absatzziele nicht erreicht werden können. Daneben spricht auch die Entwicklung der Inflation in Europa für ansteigende Kosten, insbesondere auch Personalkosten und Zinsen, die gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig weitergegeben werden können und sich somit auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken können.

Die allgemeine gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann im Extremfall dazu führen, dass Forderungen gegen Kunden auch bei guter Bonitätseinschätzung ausfallen, wenn deren Geschäftsmodell sich z.B. bei plötzlichen Veränderungen als nicht resilient erweist.

4.2.2 Branchenspezifische Risiken

Ein Rückgang der Bauinvestitionen bzw. das Nichtanziehen der Baukonjunktur kann zu einer reduzierten Nachfrage nach den Produkten der KERPEN DATACOM führen, denen nur begrenzt durch eigene dispositive Maßnahmen gegengesteuert werden kann und so die Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen kann. Gleichzeitig können Tarifabschlüsse zu steigenden Arbeitskosten und Tarifauseinandersetzungen zu Produktionsausfällen mit Auswirkungen auf die Ertragslage führen.

Eine Verschärfung des Wettbewerbs auf der Angebotsseite kann zu Preiskämpfen führen, die die Nachfrage nach Produkten der KERPEN DATACOM reduzieren können oder die zu einer Reduktion der eigenen Verkaufspreise und damit zu einer Margenverschlechterung führen kann.

4.2.3 Standortrisiken

Das Betriebsgelände der KERPEN DATACOM wurde von der Jahrhundertflut im Jahr 2021 schwer beschädigt. Ähnliche Wetterlagen können dazu führen, dass die Produktion gänzlich oder teilweise, auch über einen längerfristigen Zeitraum, ausfallen kann. KERPEN DATACOM reduziert diese Risiken durch den Abschluss von Sachversicherungen.

Für den Betrieb am Standort wurden diverse behördliche Genehmigungen erteilt. Sofern durch geänderte regulatorische Bedingungen erforderliche Genehmigungen nicht erteilt oder gewährte Genehmigungen entzogen werden, können sich Auswirkungen auf die Produktion am Standort ergeben.

Produktions- und Logistikhallen sind durch den Betrieb, sofern diese nicht im Eigentum der Gesellschaft stehen, seit langer Zeit gepachtet. Die Beendigung des Pachtverhältnisses würde zusätzliche Logistik- und Produktionsflächen zur Aufrechterhaltung des Betriebs erfordern.

4.2.4 Produktions-, Qualitäts- und IT-Risiken

Der Ausfall von Maschinen in der Produktion oder Qualitätsmängel können dazu führen, dass die betriebliche Leistung zurückgeht und vereinbarte Liefertermine nicht eingehalten werden können. Solche Ausfälle können auch durch die Nichtverfügbarkeit von Informationssystemen entstehen, die durch innerbetriebliche Fehler oder Eingriffen von außen bedingt sein kann.

4.2.5 Finanzierungsrisiken

Die Fremdfinanzierung der KERPEN Datacom erfolgt über ein Kreditinstitut, dessen Engagement im Wesentlichen grundpfandrechtlich besichert ist. Risiken bestehen insbesondere bei einer Nichtprolongation auslaufender Kredite, der Nichtgewährung erforderlicher Finanzierungen oder bei einem weiteren Anstieg der Finanzierungskosten.

4.3 Chancen

Die Verbesserung von Übertragungseigenschaften, Lebensdauer, Sicherheit und Herstellungsverfahren ist permanenter Gegenstand unserer Forschung & Entwicklung. Ebenso sind wir bestrebt, unser Sortiment permanent zu ergänzen sowie zusätzliche Regionen vertrieblich zu betreuen.

Dadurch bestehen Chancen für KERPEN DATACOM neben dem Marktwachstum auch zusätzliche Marktanteile und damit Umsatzwachstum zu generieren.

Mit der Beseitigung der Hochwasserschäden verfügt KERPEN DATACOM über einen komplett überholten Maschinenpark, der den aktuellen kundenseitigen Qualitätsansprüchen entspricht. Mit der Schlagkraft eines mittelständischen Unternehmens und unserer hochmotivierten Belegschaft können wir zeitnah auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren und bei Lieferschwierigkeiten anderer Hersteller neue Umsatzpotenziale erschließen.

4.4 Gesamtaussage

Grundsätzliche Ertragsrisiken bestehen in konjunkturellen Einflüssen und einer fortwährenden Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt, insbesondere der Preisentwicklung bei Kupfer und Energie. Daher kann eine Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation oder ein verzögertes Umsatzwachstum nicht ausgeschlossen werden.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Bankkredite. Bei einem verzögerten Wachstum können Investitionen auch zeitversetzt und damit liquiditätsschonend erfolgen. Für Neufinanzierungen stünden nach unserer Einschätzung ausreichende Sicherungsinstrumente zur Verfügung.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.

5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Für wesentliche Forderungen besteht ein Warenkreditversicherungsschutz im Rahmen genehmigter Limite. Die Überwachung der zur Verfügung stehenden Limite wird in der Auftragsannahme berücksichtigt ebenso wie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsziele. Die Fakturierung erfolgt nahezu ausschließlich auf €-Basis, so dass diesbezüglich keine Währungsrisiken bestehen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Bankguthaben werden auf verschiedene Kreditinstitute ausschließlich im €-Raum verteilt.

Ziel des Kontroll- und Risikomanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Diese Kontroll- und Risikomanagementsysteme werden weiter optimiert und geänderten Marktverhältnissen angepasst.

Ausfall- und Bonitätsrisiken bei bestehenden Finanzinstrumenten entgegnet die Gesellschaft mit der Bildung von Wertberichtigungen und Erteilung von Lieferstopps. Vor einer Erstlieferung erfolgt zudem die Prüfung der Kundenbonität.

6 Forschung und Entwicklung

Die Verbesserung von Übertragungseigenschaften, Lebensdauer, Sicherheit und Herstellungsverfahren unserer Produkte ist permanenter Gegenstand unserer Forschung und Entwicklung (FE). In unseren Laboren forschen Mitarbeiter an intelligenten Lösungen und optimierten Fertigungsverfahren sowie der maximalen Reduktion elektrischer oder mechanischer Störeinflüsse durch Produktdesign und Werkstoffmischungen. Eine gesonderte Erfassung der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erfolgt nicht, da sämtliche FE-Mitarbeiter auf Grund der Unternehmensgröße auch in Produktionsabläufe mit eingebunden werden.

 

Stolberg, den 16. April 2024

David Schlenter, Geschäftsführer

Frank Wettstein, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kerpen Datacom GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kerpen Datacom GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kerpen Datacom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 17. April 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

R. van Kerkom, Wirtschaftsprüfer

C. Renner, Wirtschaftsprüfer

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 (Bilanzsumme 15.152.188,31 EUR; Jahresfehlbetrag 2.260.909,63 EUR) und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 der Kerpen Datacom GmbH, Stolberg.

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