Inwerk Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Sporket seit 19.12.2025 | Geschäftsführer |
Thorsten Wolf Louis seit 20.10.2025 | Geschäftsführer |
Heinz Knolle seit 26.2.2024 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Inwerk Holding GmbHMeerbuschKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022Grundlagen des KonzernsInwerk ist ein führender E-Commerce-Händler von Büromöbeln und -systemen in Deutschland und seit ca. 20 Jahren am Markt. Inwerk richtet sich konsequent auf B2B und den spezifischen Bedarf von Firmenkunden aus. Der Kundenstamm umfasst tausende Unternehmen quer durch alle Branchen, darunter viele Dax 40-Mitglieder. Das Vertriebsgebiet fokussiert sich aktuell auf die D-A-CH-Region. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen eine stetige, evolutionäre Weiterentwicklung genommen - vom reinen Handelsgeschäft zum ganzheitlichen Anbieter von modernen, auf neue Arbeitsformen (New Work) fokussierte Einrichtungslösungen. Sukzessive wurde dabei auch die Kompetenz für das komplexe Projektgeschäft erarbeitet, in dem individuelle Anforderungen in jeder Größenordnung seitens unserer Auftraggeber (u.a. Großunternehmen, öffentliche Auftraggeber) berücksichtigt und umgesetzt werden. Mit der Entwicklung und Herstellung von eigenen Produkten unter der Marke "Made by Inwerk" stellt das Unternehmen zudem seine kreative Leistungsfähigkeit bei der Produktinnovation unter Beweis. Sie findet Ausdruck in vielen nicht nur neuen, sondern auch neuartigen Büromöbeln/-systemen und in einem umfassenden kundenorientierten Service. Dafür hat Inwerk zahlreiche Innovations- und Designpreise erhalten. Allein 2022 sind drei namhafte Auszeichnungen hinzugekommen. So wurden Inwerk mit dem Top 100 Innovationspreis prämiert und belegt in der Studie "Bester Mittelstandsdienstleister" der WirtschaftsWoche in der Büromöbelbranche den zweiten Platz. Das LAB-3 am Standort in Biebertal wurde als "Best Workspace" bei dem gleichnamigen Architektur-Wettbewerb ausgezeichnet. Neben einem Online-Shop, in dem Kunden aus einer Vielzahl von Varianten und Optionen auswählen können, bietet Inwerk die Möglichkeit, Produkte und Einrichtungswelten in seinen beiden großen Büromöbel-Ausstellungen auf zusammen über 5000 qm kennenzulernen. Im "Forum für Bürokultur" am Standort Meerbusch bei Düsseldorf, einer kernsanierten ehemaligen Brauerei, werden in einer umfangreichen Gesamtschau renommierte Büromöbelmarken aus ganz Europa präsentiert, die auch in einem 360-Grad-Rundgang online entdeckt werden kann. Innovative Lösungen für die räumliche Gestaltung und Ausstattung von New Work Arbeitswelten zeigt Inwerk auch im Jahr 2021 eröffneten "LAB-3" am Standort Biebertal bei Gießen. Dort können Kunden variable Einrichtungskonzepte im authentischen Praxisbetrieb in der Bürolandschaft der Inwerk-Teams erleben. Der Vertrieb umfasst neben der Eigenmarke die Sortimente von führenden deutschen und europäischen Herstellern, u. a. Dauphin, Haworth und Bisley. Die Produkte unserer Eigenmarke "Made by Inwerk", die in zertifizierten Fertigungsstätten produziert werden und die wir exklusiv vertreiben, erzeugen einen Umsatzanteil von über 40 %. Sie decken alle wesentlichen Segmente der Büroeinrichtung ab. Eine besondere Rolle im Sortiment spielen elektrisch höhenverstellbare Schreibtische, die sich in Funktionalität, Verarbeitungsqualität und Design vom Wettbewerb abheben. Bis heute hat Inwerk mehr als 100 Patent-, Marken- und Designeintragungen eingereicht. Vielfach wurden die Produkte in nationalen und internationalen Wettbewerben prämiert z. B mit dem iF Award, Red Dot Award, oder Stahl-Innovationspreis. Das Möbelbausystem Masterbox® entwickelt sich zu einem Produkt weiter, mit dem sich Inwerk als Designmarke etablieren möchte. Durch werkzeugloses Zusammenfügen über Magnetfolien lassen sich die Elemente aus Stahlkuben in vielseitige Stauraummöbel-Lösungen für moderne Arbeitswelten erstellen. Für diese Flexibilität und seine stilvolle Ästhetik wurde Masterbox® ebenfalls mit Design-Awards ausgezeichnet. Mit den auf langfristige Nutzung ausgelegten Produkten und durch den Einsatz recyclingfähiger Materialien übernimmt Inwerk Verantwortung für nachhaltigen Ressourceneinsatz. So wurde die Modulsystem-Serie Masterbox® für ihre ökologische Nachhaltigkeit als Stauraummöbel und Raum-In-Raum-System mit dem Green Product Award Label ausgezeichnet. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2022 wurde wesentlich durch den Krieg Russlands in der Ukraine bestimmt. Nach Beginn des Angriffskriegs am 24.02.2022 verschlechterten sich ab März das Geschäftsklima und die Geschäftserwartung dramatisch; erst ab Oktober verbesserte sich die Stimmung wieder. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,9 % zu, nach 2,6 % im Vorjahr 2021. Exporte wie auch Importe nahmen deutlich weniger stark zu als im Vorjahr 2021, in dem Aufholeffekte aus dem Corona-Jahr 2020 deutlich zum Tragen kamen. Die Inlandsnachfrage legte dagegen weiter stärker zu, um 3,4 % nach 1,9 % im Vorjahr. Der Bundeshaushalt schloss nach vorläufigem Jahresabschluss 2022 erneut mit einem Finanzierungsdefizit ab, das trotz Überschüssen der anderen staatlichen Ebenen zu einem gesamtstaatlichen Defizit von 115,4 Mrd. Euro führte. Die Destabilisierung bzw. Unterbrechung der Lieferketten während der Corona-Pandemie und durch den Krieg in der Ukraine haben die Abhängigkeiten der deutschen Volkswirtschaft und der EU insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich deutlich gemacht. Mit einem Fokus auf diversifizierte Lieferketten, Rohstoffeffizienz und einer erweiterten Wertschöpfung auch im produzierenden Gewerbe innerhalb Deutschlands sollen die wirtschaftliche Resilienz in Deutschland und der EU gestärkt werden. Der Arbeitsmarkt zeigte sich hingegen stabil und ist geprägt durch einen Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2022 lag mit 5,3 % nur leicht über dem Wert von 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Die Zahl der offenen Stellen nahm deutlich zu bei gleichzeitig starkem Rückgang der Kurzarbeit. Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung adressiert neben den Handlungsfeldern Aus- und Weiterbildung sowie Ein- und Abwanderung von Fachkräften unter anderem auch die wirksamere Nutzung von Arbeitspotentialen durch höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Verbesserung der Arbeitsqualität und Wandel der Arbeitskultur. Die beiden letzteren Punkte zielen vor allem auf die Diskrepanz zwischen einem Rekordhoch an erwerbstätigen Personen bei gleichzeitig stagnierendem Arbeitsvolumen (geleistete Arbeitsstunden). Dies liegt nicht zuletzt in der Erwerbstätigkeit von Frauen, die zwar zunehmend erwerbstätig sind, aber zu einem hohen Anteil in Teilzeit arbeiten. Die Corona-Pandemie und die Übernahme von Betreuung und anderen familiären Verpflichtungen hat dabei zu einem Rückgang der realisierten Erwerbstätigkeit geführt. Die Konsumausgaben privater Haushalte waren 2022 stark von der hohen Inflation bestimmt. Im Jahresdurchschnitt 2022 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 6,9 % gegenüber 2021. Die Inflationsrate wurde überproportional von Preisanstiegen bei Lebensmitteln und Energieprodukten seit Kriegsbeginn in der Ukraine getrieben. Trotz niedrigerem Konsum bei Nahrungsmitteln, Strom und Gas mussten die privaten Haushalte deutlich mehr dafür bezahlen. In jeweiligen Preisen stiegen die Konsumausgaben um 10,7 % im Vergleich zum Vorjahr, der preisbereinigte Anstieg betrug 3,4 %. Preisbereinigt stiegen die Konsumausgaben für Gastronomie und Reiseverkehr mit am stärksten, ausgelöst durch den Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber erhöhte sich das verfügbare Einkommen um 7,0 % und damit weniger stark als die Konsumausgaben. Die Sparquote der privaten Haushalte sank deutlich um 4 Prozentpunkte auf 11,4 % und näherte sich dem Niveau vor der Pandemie an. Branchenspezifische Entwicklung Auch 2022 konnten die Hersteller von Büromöbeln nach der massiven Beeinträchtigung der Branche während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 weiter Boden gutmachen. Nach einem Umsatzplus von 5,7 % im Vorjahr konnte der Umsatz im Jahr 2022 um weitere 6,9 % gesteigert werden. Insbesondere die Nachfrage aus dem Inland trieb den Umsatz. Die Umsatzbilanz bei Bürositzmöbeln und Möbeln für das Homeoffice fiel geringer als in den beiden Vorjahren aus, während Tische, Schreibtische, Schränke, Regale und Raumgliederungselemente besonders stark zulegten. Der Fachkräftemangel stellt sich für die Branche einerseits als Herausforderung, andererseits als Wachstumstreiber dar. Die Nachfrage nach qualifizierter Beratung bei der Einrichtungsplanung und verknüpften Dienstleistungen mit Organisationsberatung oder Change Management stellt die Unternehmen vor Herausforderungen in der Gewinnung engagierter und qualifizierter Mitarbeiter. Gleichzeitig wird das Arbeitsumfeld im Büro, Homeoffice und alternativen Arbeitsorten als Faktor für Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterbindung und Inspiration für Innovationen immer wichtiger, und viele Unternehmen gestalten ihre Büros und Aufenthaltsflächen im Sinne und als Teil ihrer Innovations-, Kommunikations- und Arbeitskultur neu. Die schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten hält an. Die Preise für Vormaterialien, Energie und Logistik sind auch im Jahr 2022 weiter stark gestiegen. Durch den Krieg in der Ukraine, den damit einhergehenden Sanktionen und den daraus resultierenden Störungen der Versorgungssituation hat sich der Kostenanstieg verstetigt und weiter verschärft. Der Druck auf die Margen in der Möbelindustrie ist somit weiterhin hoch und führte 2022 zu unvermeidlichen Preisanhebungen auf breiter Ebene. Die Zukunftsaussichten der Büroeinrichtungsbranche werden insgesamt positiv gesehen: Im Kampf um die knappe Ressource Mensch werden Anpassungen der Arbeitswelt sowohl hinsichtlich Arbeitszeitmodellen als auch in der räumlichen Gestaltung als notwendig gesehen. Die Zukunft der Arbeitswelt ist geprägt durch Co-Working, hybrides Arbeiten, ergonomische und nutzerzentrierte Arbeitsplätze bis hin zur Nachhaltigkeit. Konzepte und Produkte sind notwendig, um Mitarbeitern Freiräume zu ermöglichen und die Arbeitsatmosphäre motivierend zu gestalten. Der physische Raum des Arbeitsplatzes wird zu einem Arbeitsmittel, wenn er Kommunikation und gemeinsames Lernen, Wertschätzung und einen positiven Ort der Begegnung ermöglicht. Der Mehrwert, die Mitarbeiter zu motivieren sich vor Ort zu treffen und zu arbeiten, zeigt sich im kreativen und innovativen Output in diesen Phasen. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung einzelner Arbeitsplätze, sondern um eine allgemeine Steigerung der Aufenthaltsqualität, z. B. durch Schaffung von Kommunikationsbereichen. Der Branchenverband IBA erwartet daher für 2023 eine stabile Nachfrage und beobachtet seit Jahresende 2022 sogar eine wieder gestiegene Investitionsbereitschaft. Ertragslage Der Konzern der Inwerk-Gruppe ist mit der Erstkonsolidierung der Inwerk Management GmbH und Inwerk GmbH Ende Dezember 2020 entstanden. Die Finanzkennzahlen basieren sowohl für das Geschäftsjahr 2022 als auch für das Vorjahr 2021 auf der gleichen legalen Struktur. Die Inwerk Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von 53,3 Mio. EUR und blieb damit auf Vorjahresniveau. Von diesem Umsatz wurden 95 % im Inland erzielt (Vorjahr 96 %). Das EBITDA der Unternehmensgruppe lag mit 2,4 Mio. EUR um 4,1 Mio. EUR (63 %) unter dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen sank um 3,8 Mio. EUR auf -14,7 Mio. EUR. Wesentliche Gründe hierfür sind neben höheren operativen Logistik-, Personal- und Sachkosten auch fortgesetzte außerplanmäßige Beratungsleistungen im Rahmen der ERP-Einführung bzw. Professionalisierung des Unternehmens. Im Geschäftsjahr betrugen die in der Unternehmensgruppe angefallenen Ertragsteuern einschließlich der latenten Steuern 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Der Aufwand für Abschreibungen von Firmenwert und Zinsen lag wie erwartet in etwa auf Vorjahresniveau. Die Büromöbel-Branche konnte trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Marktumfeldes Umsatzzuwächse verzeichnen. Inwerk hielt das Umsatzniveau auf Vorjahresniveau. Eine deutlich gestiegene Kostenstruktur drückte das Ergebnis. Die von der 2021 amtierenden Geschäftsführung ausgelegte Prognose für Umsatz und Ergebnis (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2022 wurde nicht erreicht. Nach einer personellen Neuaufstellung in vielen Bereichen und einer Professionalisierung der Prozesse, insbesondere nach der ERP-Einführung im zweiten Halbjahr 2021, stellt sich das Geschäftsjahr 2022 für Inwerk als Übergangsjahr dar. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von 124,1 Mio. EUR in Jahr 2021 um -12,3 Mio. EUR auf 111,8 Mio. EUR ab. Hauptursache auf der Aktivseite ist das sinkende Anlagevermögen. Dieses ging gegenüber dem Vorjahr um -12,3 Mio. EUR (-11,2 %) zurück. Grund hierfür sind insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 11,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022. Neben weiteren Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,7 Mio. EUR und Abgängen von 0,04 Mio. EUR wurden im Anlagevermögen Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,2 Mio. EUR und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,7 Mio. EUR getätigt. Diese betrafen insbesondere die Weiterentwicklung des im Jahr 2021 eingeführten ERP-Systems. Zum Bilanzstichtag wiesen die liquiden Mittel mit 3,4 Mio. EUR einen gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. EUR erhöhten Bestand auf. Das gesamte Umlaufvermögen der Unternehmensgruppe blieb auf Vorjahresniveau bei 14,1 Mio. EUR. Die Bestände an fertigen Erzeugnissen wurden zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit bei 6,8 Mio. EUR konstant gehalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben bei 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) annähernd konstant. Die Steuervorauszahlungen reduzierten sich um 1 Mio. EUR. Der Rückgang der Bilanzsumme zeigt sich auf der Passivseite vor allem durch einen Rückgang des Eigenkapitals sowie der Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital beträgt 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR) und ist im Wesentlichen durch den Jahresfehlbetrag beeinflusst, der wiederum wesentlich von den liquiditätsneutralen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert geprägt ist. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote per 31.12.2021 von 0,3 % (Vorjahr: 7,8 %). Zu diesem Stichtag deckte das Eigenkapital das Anlagevermögen zu 0,3 % (Vorjahr: 8,8 %). Die Rückstellungen betrugen zum Stichtag 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2022. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um langfristige Verbindlichkeiten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 56,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,2 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 45,2 Mio. EUR (Vorjahr: 47,5 Mio. EUR) zusammen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) und die im eCommerce wichtigen erhaltenen Anzahlungen 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR). Im Jahr 2022 ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit -0,4 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,9 Mio. EUR (Vorjahr: -2,3 Mio. EUR) und aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1,0 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR) ergibt sich für 2022 eine Veränderung des Finanzmittelfonds um 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: -4,0 Mio. EUR). Die Unternehmensgruppe war damit im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang nachzukommen. Personal Im Jahresdurchschnitt waren 116 Mitarbeiter (Vorjahr: 104 Mitarbeiter) bei der Inwerk Gruppe beschäftigt. Während des Geschäftsjahres 2022 wurden im Rahmen der weiteren Professionalisierung des Unternehmens insgesamt 38 neue Mitarbeiter eingestellt, gleichzeitig verließen 33 Mitarbeiter das Unternehmen. Zum Jahresende 2022 sind etwa die Hälfte der Mitarbeiter weniger als 2 Jahre im Unternehmen, was der strategischen Transformation der Firma hin zu einem modernen, taktgebenden und fachlich versierten E-Commerce Dienstleister Ausdruck verleiht. Dieser Anspruch wird auch durch die erneute Auszeichnung als "kununu Top Company" untermauert, durch die sich Inwerk in einem umkämpften Arbeitsmarkt auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber behaupten kann. Nach dem erfolgreichen Eintritt der aktuellen Geschäftsführung zogen sich auch die beiden Unternehmensgründer im Jahr 2022 aus dem Unternehmen zurück, stehen aber den Geschäftsführern weiterhin in beratender Funktion mit ihrer Erfahrung zur Seite. Für Löhne und Gehälter einschließlich der Sozialabgaben sowie der Aufwendungen für Altersversorgung wurden im Berichtsjahr 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) aufgewendet. NachhaltigkeitAls mittelständisch geprägte Unternehmensgruppe handeln wir traditionell verantwortungsvoll für unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Aus dieser Grundhaltung heraus gestalten wir Lösungen für die wirtschaftlichen, ökologischen und demographischen Herausforderungen der Zukunft. Die Inwerk-Gruppe versteht Nachhaltigkeit als kooperativen Lern- und Innovationsprozess, den wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, unseren Investoren und externen Anspruchsgruppen aktiv weiter vorantreiben, um einen wertvollen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu leisten. Nachhaltigkeit im Sinne eines unternehmerischen wie ökologischen Denkens ist eine von drei Säulen in der Markenstrategie von Inwerk. Im Geschäft der Inwerk-Gruppe werden die Nachhaltigkeitsaktivitäten im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG = Environment, Social, Governance) direkt mit der Geschäftsführung zentral bearbeitet. Die Ergebnisse unserer ESG-Aktivitäten werden darüber hinaus regelmäßig an unsere Anteilseigner berichtet. Dabei steht die langfristige Sicherung des Unternehmens und seiner Umwelt im Fokus. Hier wird eine fundierte Basis gebildet, um Lösungen für alle Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln. Das Thema Nachhaltigkeit ist damit in der Inwerk-Gruppe bereichsübergreifend verankert. Zudem beschäftigen wir uns kontinuierlich mit der weiteren Optimierung und Diversifizierung unserer Lieferketten sowie der Verbesserung der Lieferkettentransparenz. Beim Thema Energieeffizienz setzen wir auf nachhaltigen Energiebezug für unsere Büros und Showrooms, betreiben einen 100% elektrischen Fuhrpark und werden im Jahr 2023 weiter in die ökologische Förderung der Mitarbeitermobilität investieren. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancenbericht Neben den mit den geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken ergeben sich für die Inwerk-Gruppe in ihren jeweiligen Märkten auch Chancen für die zukünftige Entwicklung. Die Chancen werden regelmäßig sowohl im Rahmen der langfristigen Strategieüberprüfung und im unterjährigen Planungsprozess analysiert und hinsichtlich ihres potenziellen Wertbeitrags bewertet. Sofern Chancen hinreichend wahrscheinlich sind, werden diese in die Unternehmensplanung aufgenommen. Sie werden zudem in den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungs- und Geschäftsleitungssitzungen detailliert diskutiert und überprüft. Chancen ergeben sich für Inwerk durch anhaltende Trends in der Veränderung der Arbeitswelt und -kultur, die sowohl die Arbeitsumgebungen in klassischen Büros in Unternehmen (B2B), aber auch "Work from Home" Lösungen im privaten Arbeitsbereich (B2C) betreffen. Der geschäftliche Fokus der Inwerk Gruppe liegt hier im B2B Bereich. Der Bedarf an ganzheitlichen Lösungen, von der Möblierung bis zu Lösungen für Akustik und Beleuchtung, wird von Inwerk wahrgenommen und bei entsprechendem Kundeninteresse im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung adressiert. Neben alternativen Optionen wie Homeoffice und Co-Working-Space behält das Präsenzbüro seine Schlüsselrolle als unverzichtbarer Ort für den informellen Austausch und für soziale Kontakte, als Kitt für die Mitarbeitenden und die Unternehmenskultur. Mit diversifizierte Produktwelten und ganzheitlichen Lösungen kann Inwerk alles liefern, damit Büros ihren Stellenwert als beliebte oder auch bevorzugte Arbeitsplatzoption behaupten können. Inwerk-Produkte erzeugen ergonomische und attraktive Arbeitsumgebungen, in denen sich Menschen wohlfühlen können - die Voraussetzung, um motiviert gute Leistungen zu erbringen. Durch das Herausstellen der Qualität unserer Produkte sehen wir in der Inwerk-Gruppe die Chance, noch mehr Kunden für unser Angebot und unsere Eigenprodukte der Marke "Made by Inwerk" zu begeistern. Wir fokussieren uns auf eine außerordentliche Qualität, hohe Kundenzufriedenheit und ein gutes Lieferversprechen. Eine kontinuierliche Verbesserung unseres Produktsortiments, sowohl bei Eigenprodukten als auch bei Handelsware, stellt sicher, dass aktuelle Markttrends aufgenommen und nahtlos in bestehende Angebote integriert werden. Getreu unseres Purpose "Wir erschaffen die Zukunft der Arbeitswelt, in der Menschen ihr volles Potenzial entfalten möchten". Risikobericht Die Inwerk-Gruppe ist im Rahmen ihrer Aktivitäten internen und externen Risiken ausgesetzt. Von hoher Bedeutung sind dabei Risiken, die sich unmittelbar aus ihren jeweiligen Märkten und Branchen, durch Veränderungen im Kaufverhalten, durch Wettbewerber, Kundenbeziehungen oder durch konjunkturelle Einflüsse und veränderte politische Rahmenbedingungen ergeben. Durch die laufende Überprüfung des Produktportfolios mit einer Priorisierung margenstarker Eigenprodukte, sowie die Gewinnung neuer Kunden reduziert die Inwerk-Gruppe so weit wie möglich die Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten, Kunden und Produkten. Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien ist für die Inwerk-Gruppe selbstverständlich und wird von der Geschäftsführung genauestens überwacht. Um Compliance-Risiken zu vermeiden bzw. zu vermindern, hat Inwerk u.a. auch ein Compliance Management System mit Whistleblower-Funktionalität. Hierdurch wird der Gefahr von Verstößen gegen externe oder interne Vorgaben proaktiv entgegengewirkt, die auch im Rahmen des Inwerk Verhaltenskodex transparent dokumentiert sind. Leistungswirtschaftliche Risiken werden überwiegend als Risiken mit einer hohen Bedeutung eingestuft. Zu den leistungswirtschaftlichen Risiken zählen unter anderem konjunkturelle Risiken, zum Beispiel eine Zurückhaltung bei Investitionen durch Kostensteigerungen und gleichzeitig gedämpftem Wirtschaftswachstum. Auf das Jahr 2023 projiziert erwartet die Bundesregierung einen Anstieg von 0,2 % des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts. Als größte Unsicherheiten werden der andauernde Angriffskrieg Russlands in der Ukraine genannt und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen durch hohe Energie- und Verbraucherpreise in Europa. Zu Jahresbeginn ist der Preisauftrieb anhaltend hoch, mit auffälligen Steigerungen bei Dienstleistungen, Möbeln und Leuchten im Bereich Gebrauchsgüter. In den vergangenen Jahren häufen sich Meldungen über Hackerangriffe bei E-Commerce Unternehmen in verschiedenen Ländern, u.a. auch in Deutschland. Inwerk ist sich dieses Risikos bewusst und hat verschiedene präventive Maßnahmen eingeleitet, um sich vor den Folgen von Cyber-Angriffen zu schützen. Beispielsweise wurde in den letzten Jahren konsequent in die Qualität der IT-Infrastruktur investiert; Inwerk setzt hier nun auf ein Hard- und Software-Ökosystem von Microsoft und setzt konsequent die empfohlenen Schutzmaßnahmen, um die Sicherheit der operativen Systeme und Daten sicherzustellen. Geeignete Notfallpläne wurden erarbeitet und liegen für den Ernstfall bereit. Inwerk hat zusätzlich eine Cyber-Versicherung abgeschlossen, deren ausreichende Deckung regelmäßig durch den Versicherer überprüft wird. Während die Inwerk-Gruppe keine eigenen Aktivitäten in Russland und der Ukraine aufweist und vom Angriffskrieg nicht unmittelbar betroffen ist, kann sich Inwerk den globalen Auswirkungen auf Material-, Transport- und Logistikkosten nicht entziehen. Da, wo sich Kostensteigerungen nur unzureichend durch Effizienzgewinne abfedern lassen, müssen gestiegene Kosten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden, um negative Einflüsse auf das Ergebnis der Gruppe zu reduzieren. Die finanzwirtschaftlichen Risiken der Inwerk-Gruppe werden überwiegend als Risiken mit einer geringen Bedeutung eingestuft. Nennenswerte Währungsrisiken bestehen nicht. Die erhöhten Leitzinsen werden im Geschäftsjahr 2023 zu einem deutlich höheren Zinsaufwand führen, was in der Budgetplanung entsprechend berücksichtigt wurde. Ausfallrisiken aus Forderungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement und Wertberichtigungen in der Bilanz berücksichtigt. Zudem wird im ersten Halbjahr 2023 ein neuer Zahlungsdienstleister integriert. Die Inwerk-Gruppe ist über ein Bankenkonsortium finanziert. Der zugrunde liegende Konsortialkreditvertrag beinhaltet Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Covenants). Diese werden regelmäßig überwacht, kommuniziert und mit dem Konsortium besprochen. Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Unternehmensgruppe zeigt, dass der Fortbestand des Konzerns unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten nicht gefährdet ist. Prognosebericht Für das laufende Geschäftsjahr 2023 geht die Inwerk-Gruppe von einem Umsatzwachstum von ca. 5 % gegenüber dem Vorjahr aus. Spezifische operative Maßnahmen wurden erarbeitet, um sich gegenüber der allgemeinen Marktsituation auch weiterhin positiv abzusetzen. Der Margendruck durch Kostensteigerungen bei Energie-, Material- und Logistikkosten wird auch 2023 anhalten, jedoch sind korrektive Maßnahmen bereits erarbeitet und werden bei Bedarf konsequent umgesetzt. Die steigenden Leitzinsen beeinflussen den Zinsaufwand mit einem leichten Zeitverzug, werden aber einen signifikanten Mehraufwand verursachen. Das operative EBITDA wird dabei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich ansteigen, aber noch nicht wieder das Niveau von 2021 erreichen können.
Meerbusch, den 27. April 2023 Inwerk Holding GmbH Jan Kegelberg David Weidemann Amtsgericht Neuss, HRB 21748 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Erläuterungen(1) Der Konzernabschluss der Inwerk-Gruppe, Meerbusch, ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften in Tausend EURO aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren nach 275 Abs. 2 HGB angewendet. Zur verbesserten Darstellung der Vermögens- und Finanzlage wurde das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB um den Posten Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern erweitert. (2) Konsolidierungskreis Konzernobergesellschaft ist die Inwerk Holding GmbH. In den Konzernabschluss sind neben der Inwerk Holding GmbH zwei inländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Obergesellschaft unmittelbar oder mittelbar 100 % der Stimmrechte der Gesellschafter zustehen. (3) Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, aufgestellt. Die Berichtswährung ist der Euro. Es sind keine Abschlüsse in fremder Währung zu konsolidieren. Die für die Gruppe relevanten Wechselkurse sind US-Dollar und Schweizer Franken. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Aufstockung von Anteilen oder ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Das Eigenkapital wird nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert, der den in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt der vorgenannten Verrechnung beizulegen ist, angesetzt. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zwischenergebnisse, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. In dieser Position ist auch die Marke, die über einen Zeitraum von 4 Jahren linear abgeschrieben wird. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern sind durch ein langfristig gewachsene Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie einen langen Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Gesellschaft begründet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 11,5 Mio. EUR Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 € nicht übersteigen, und im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Vorräte an Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. In laufender Rechnung wurde aufgrund eines Fehlers im Jahr 2021 eine Korrektur aus den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in das Eigenkapital in Höhe von 2.268.398,22 € vorgenommen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern enthalten Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen. Erläuterungen zur Konzernbilanz(5) Anlagevermögen Wir verweisen auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens als Anlage zum Anhang. (6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen zum überwiegenden Teil Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für Personalaufwendungen und Jahresabschlussprüfungen. (8) Verbindlichkeiten
(9) Passive latente Steuern Passive latente Steuern entstanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Marke entstanden. Die Bewertung ist mit einem Steuersatz in Höhe von 31,8 % vorgenommen worden. Die Entwicklung der latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres und deren Änderungen im Laufe des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
(10) Umsatzerlöse
(11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 34) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 74) enthalten. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr TEUR 29) angefallen. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 21) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr TEUR 14) angefallen. Sonstige Angaben(13) Mitarbeiter In allen drei Konzerngesellschaften sind ausschließlich Angestellte beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
(14) Aufwendungen für Organmitglieder der Muttergesellschaft Unter Berufung auf HGB §286 Abs. 4 werden keine Angaben zu Aufwendungen für Organmitglieder der Muttergesellschaft gemacht. (15) Außerbilanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von 8,2 Mio EUR. (16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen entstehen, sobald bei Lieferanten platzierte und eventuell bereits angezahlte Bestellungen noch nicht vollständig ausgeliefert und damit bilanziell erfasst wurden. Diese Posten belaufen sich per 31.12.2022 auf 4,6 Mio EUR. (17) Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB Die Inwerk Holding GmbH hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:
Die Inwerk Management GmbH hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:
Bei allen Beteiligungen handelt es sich um in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen. (18) Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 79 und entfällt in Gänze auf gesetzliche Abschlussprüfungsleistungen. (19) Offenlegung Die Inwerk Holding GmbH veröffentlicht den Konzernabschluss und Konzernlagebericht im elektronischen Unternehmensregister. Bei der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, handelt es sich um das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Meerbusch erhältlich und wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Damit greift die befreiende Wirkung für die einzelnen Konzerngesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB. (20) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht. (21) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.
Meerbusch, den 27. April 2023 Jan Kegelberg David Weidemann Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Inwerk Holding GmbH, Meerbusch Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Inwerk Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 27. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Flür, Wirtschaftsprüfer ppa. Dario Nikolic, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 25.5.2023 gebilligt. |
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