Lohoff Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Berg seit 25.1.2019 | Geschäftsführer |
Heidrun Lohoff seit 30.9.2009 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lohoff Transportservice GmbHWerneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021der Lohoff Transportservice GmbH, Werne,I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unser Unternehmen führt die komplette Baustofflogistik für Baustoffhändler durch. Zu der Vermietung von Spezial - Kran - Lkw für namenhafte Baustoffhändler, führen wir weitere Logistikdienstleistungen für diese Kunden aus, wie u.a. die Lagerung, speditionelle Dienste, Mehrwertdienste und die Kontraktlogistik. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklung ist die ständige Optimierung von Logistikprozessen. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist die stetige Weiterentwicklung an dem dynamischen und ständig wachsenden Markt der Logistik. Diese Weiterentwicklung wird durch den Kundenkontakt und die Verbesserung unserer "Hardware" gegeben. Ebenso nutzen wir die Innovationskraft unserer eigenen Mitarbeiter, um die stetige Weiterentwicklung voranzutreiben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen gesamtwirtschaftlich Für 2020 und auch für 2021 rechneten die Analysten der Commerzbank mit einem Einbruch des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von circa 10,0 % Prozent. Dies entspricht einer starken Reduzierung der Wachstumsrate gegenüber dem Jahr 2019. Gemäß dem statistischen Bundesamt liegt der Rückgang des inländischen Bruttoinlandsprodukts aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 bei - 4,8 %. Das war nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts der stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Er fiel noch deutlich stärker aus als während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise (minus 4,7 Prozent im 1. Quartal 2009). A Dagegen stieg das inländische Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 wieder um 2,9 % (Stand Statistisches Bundesamt, Mai 2022). Getragen wurde diese Entwicklung im Wesentlichen durch den privaten Konsum und durch Investitionen. Das Statistische Bundesamt erwartet gemäß seiner Veröffentlichung vom 27. Januar 2022 für 2022 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 4,9 % und für 2023 einen Anstieg von 1,5 %. Zu diesem Zeitpunkt waren weder der Krieg in der Ukraine berücksichtigt noch die dadurch erfolgten Preisanstiege bei den Energiepreisen sowie bei den von uns benötigten Ölprodukten. Das erste Quartal 2022 weist daher eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von lediglich 0,2 % aus. Hinsichtlich der Auftrags-, Ertrags- und Liquiditätslage im Jahr 2021 stieg der Anteil der Unternehmen an der Gesamtheit der Befragten, die aktuell kumuliert von einer guten oder saisonüblichen bzw. befriedigenden Situation sprachen. Bezogen auf die Auftragslage lag dieser Anteilswert bei annähernd 90 Prozent. Erholt sind im Jahr 2021 die privaten Konsumausgaben (+ 1,9 %) und die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge (+ 16,6 %). Auch die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen erholten sich (Export: + 15,2 %; Import + 13,0 %). Der Staat erhöhte ebenfalls seine Konsumausgaben während der Krise um 2,9 %. Auf der Entstehungsseite des BIP war die wirtschaftliche Entwicklung 2021 zweigeteilt. Einerseits verzeichneten die Wirtschaftsleistungen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) einen Zuwachs von 19,2 % sowie die der Dienstleistungsbereiche einen Zuwachs von 23,3 %. Andererseits ist die Wirtschaftsleistung des Baugewerbes um 6,2 % eingebrochen. Quellen: DESTATIS Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 1. Quartal 2022 insgesamt 0,7 % höher als im 4. Quartal 2021. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein gemischtes Bild: Verteuerte oder ausbleibende Vorprodukte sowie der Ende Februar 2022 beginnende Krieg in der Ukraine haben die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ohne Bau im 1. Quartal 2022 gebremst (- 0,4 %). Exemplarisch hierfür sind die in der Automobilindustrie benötigten, aber nicht ausreichend verfügbaren elektrischen Kabelbäume. Währenddessen stieg die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe um 4,5 %. Den stärksten Zuwachs verzeichneten mit 6,2 % die Sonstigen Dienstleister, zu denen unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen. Dies lag vor allem an den Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Laufe des 1. Quartals 2022. Quellen: DESTATIS - Pressemitteilung 215, 25. Mai 2022 Logistikmarkt Der deutsche Logistikmarkt hatte im Jahr 2021 ein Gesamtvolumen von 293 Milliarden Euro. Die Zahl aller in diesem Sektor beschäftigten Personen liegt bei 3,3 Millionen ( Quelle: Fraunhofer Supply Chain Services). Damit ist die Logistik in Deutschland nach Automobilindustrie und Handel der drittgrößte Wirtschaftsbereich. Reine Anbieter von Logistikdienstleistungen erwirtschafteten einen geschätzten Anteil von knapp 50 Prozent (einschließlich Transport und Umschlag) vom Gesamtumsatz der Branche. Etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes erbrachten die Unternehmen der verladenden Wirtschaft in Eigenleistung. Die Wirtschaft ist mit ihrer hochgradigen Arbeitsteilung auf eine leistungsfähige Logistik angewiesen. Die Speditions- und Logistikbranche hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend darauf eingestellt. War 1995 erst jedes vierte Unternehmen in der Absatzlogistik und jedes fünfte in der Beschaffungslogistik tätig, hat sich dieses Bild binnen weniger Jahre vollständig verändert. Entsprechend der DSLVBranchenanalyse erbringen inzwischen 83 Prozent der Speditionen logistische Dienstleistungen. ( Quelle: DSLV Logistikmarkt 2021) Deutsche Speditionshäuser, Logistikdienstleister, gewerbliche Lager- und Umschlagbetriebe beschäftigten am 31. Dezember 2021 insgesamt 600.733 Menschen ( Quelle: Beschäftigungsstatistik, Bundesagentur für Arbeit). Damit liegen die Beschäftigtenzahlen in der Branche oberhalb des Vorpandemieniveaus und setzen den 2010 begonnenen Wachstumstrend fort. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet in mittelständischen Betrieben. Unter anderem prägen die regionalen Produktions- und Verbrauchsstrukturen die Betriebsgröße der Branche. So verfügen rund 50 Prozent der Betriebe über bis zu 50 und nur 15 Prozent über mehr als 200 Mitarbeiter. Seit 2010 steigt der jährliche Branchenumsatz kontinuierlich. Deutsche Speditionshäuser, Logistikdienstleister, gewerbliche Lagerund Umschlagbetriebe erwirtschaften im Jahr 2020 einen jährlichen Branchenumsatz in Höhe von 117,5 Mrd. Euro - der jährliche Umsatz des Straßengüterverkehrssektors liegt bei zusätzlich 48 Mrd. Euro ( Quelle: Dienstleistungsstatistik, Statistisches Bundesamt). Die indexierten Daten der Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamts lassen für den Wirtschaftszweig 52.29 (Spedition) ein weiteres sowohl nachfrage- als auch kostengetriebenes zweistelliges Umsatzwachstum erwarten. Für das Jahr 2021 ist von einem Branchenumsatz in Höhe von 135 Mrd. Euro auszugehen. Die Gesellschaft ist mit ihrem Kern-Geschäft in der Baustofflogistik tätig und profitiert dabei von einer Nachfrage im Baustoffsektor. Der Fokus im Bereich der Logistikdienstleistungen liegt dabei auf Dienstleistungen, die über den reinen Transport hinausgehen, speditionelle Dienste, Mehrwertdienste und Kontraktlogistik. Baustoffe Im Jahr 2022 wurde davon ausgegangen, dass die Einflüsse durch Corona immer mehr abnehmen und sich die Baubranche dadurch erholen werde. Die Baukonjunktur in Deutschland sollte - angeführt vom Wohnungsbau - einen Aufschwung erleben. Insbesondere da auch seitens der neuen Bundesregierung verschiedene Versprechen ausstanden, die sich positiv auf das Bauwesen auswirken sollten. Während 2021 noch ein leichtes Plus zu sehen war, sieht die reale Entwicklung der Baubranche von Januar bis September 2022 weniger rosig aus. Laut statistischem Bundesamt ergibt sich folgendes Bild: Umsatz im Bauhauptgewerbe, Januar bis September 2022 im Vergleich zu 2021: • -4,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum (real) • +11 Prozent zum Vorjahreszeitraum (nominal) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Januar bis September 2022 im Vergleich zu 2021: • -7,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum (real, kalender- und preisbereinigt) • +7,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum (nominal) Explodierende Baustoffpreise, knappes Baumaterial, Fachkräftemangel und eine hohe Inflation - die unsichere weltwirtschaftliche Lage macht dementsprechend auch eine genaue Konjunkturprognose für die Bauwirtschaft bis in das Jahr 2023 schwierig. Dennoch gehen die Einschätzungen von einem leicht rückläufigen Markt aus. Trotz allem ist der Wohnraum limitiert und die Bundesregierung muss und ist in diesem Sektor aktiv. Als ein Beispiel gibt es seit Anfang 2022 das "Bündnis bezahlbarer Wohnraum" als Projekt der Ampel-Koalition. Am 12. Oktober 2022 fand der erste Bündnistag statt, der den Bericht "Maßnahmen für eine Bau-, Investitions- und Innovationssoftware" hervorbrachte. • Bis 2026 sollen dem sozialen Wohnungsbau 14,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln bereitgestellt werden. • Es soll bundesweit ermöglicht werden einen digitalen Bauantrag zu stellen. • Kommunale und regionale Bodenfonds sowie kommunale digitale Potenzial- und Brachflächenkataster sollen in Zukunft beim Umgang mit dem knappen Bauland helfen. All diese Maßnahmen sollen das große Ziel, 400.000 Wohnungen pro Jahr fertigzustellen, unterstützen. Aufgrund der schwer einzuschätzenden Lage sind die Baustoffhändler verhalten optimistisch. Es wurden gerade in der Pandemie viel im Privatkundensektor investiert und die Baustoffhändler haben dementsprechend Ihre Umsätze und Erträge steigern können. Genau dieser Sektor wird im kommenden Jahr als schwer einschätzbar gesehen und man geht dort eher von Umsatzrückgängen aus. Aufgrund der hohen Grundstückspreise geht man aber verstärkt von mehr Um- und Anbauten aus. Auch der Bereich Sanierung wird als Möglichkeit für 2023 gesehen. Diese teilweise Zurückhaltung und schwer einzuschätzende Lage ist für die Lohoff-Transportservice als Chance zu sehen, da die Baustoffhändler sich nicht langfristig an LKW-Finanzierungen binden sowie dem Problem des Fahrermangels aus dem Weg gehen wollen. Anstatt eigene Fahrzeuge einzusetzen, sollen diese Aufgabe Dienstleister übernehmen. Die Anfragen aus dem letzten Quartal 2021 sowie auch die Gespräche mit Neu- wie auch Bestandskunden unterstreichen diese Tendenz. 2. Geschäftsverlauf Im Jahr 2021 stiegen die Treibstoffkosten wesentlich an. Dieser Trend setzte sich 2022 fort. Tanken war noch nie so teuer, wie im Jahr 2022. Die massiv gestiegenen Treibstoffkosten konnten über eine Dieselmatrix aber komplett weitergegeben werden, so dass diese Kosten das Ergebnis nicht negativ beeinflusst haben. Die Coronakrise sorgte aufgrund steigender, krankheitsbedingter Ausfälle und durch die dadurch bedingte Nichtbesetzung der Fahrzeuge für teilweise Absagen bei den Kundenaufträgen. Um diesen Auswirkungen entgegenzutreten, wurde ein zusätzlicher Recruiter eingestellt, der sich ausschließlich um Neueinstellungen in den einzelnen Schwerpunktbereichen zu kümmern hat. Weiterhin wurde das Programm der Fahrerakademie erweitert, um die Attraktivität zu erhöhen. Der Fahrermangel stellt die Logistik weiter vor große Herausforderungen. 80.000 bis 100.000 LKW-Fahrer fehlen aktuell in Deutschland laut BGL-Vorstand (BGL= Bundesverband für Güterkraftverkehr und Logistik), die Dunkelziffer ist vermutlich noch höher. Die Anzahl der Berufskraftfahrer/innen in Deutschland unter 25 Jahren beträgt nur 2,7 Prozent laut Studie des BAG. Um diesen Trend entgegenzuwirken, mussten die Arbeitsbedingungen verbessert sowie die Attraktivität erhöht werden. Im Juli 2022 wurde das Bonusprogramm für Fahrer eingeführt. Weiterhin wurde die Attraktivität z.B. durch Angebote zur gesetzlichen Altersvorsorge mit erhöhtem AG-Anteil oder durch die Einführung von Corporate-Benefits gesteigert. Um die Auswertungen und die Arbeitsabläufe zu verbessern, wird ebenfalls eine neue Software mit einem professionellen Dienstleister eingeführt und begleitet, was für 2023 im Maßnahmenplan Priorität genießt und abgeschlossen sein soll. Mit der bestehenden Treibstoffmatrix, die durch die Preisentwicklungen bei den Treibstoffen zum Tragen kam, sowie einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 6% konnten die genannten Maßnahmen wirtschaftlich umgesetzt werden. Diese Maßnahmen habe die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2021 bereits beeinflusst. Aufgrund von Umstrukturierungen im Fuhrpark; Veräußerung von Zugmaschinen an Schwestergesellschaften und damit mehr angemietete Einheiten, führten zu einer Verlagerung des Abschreibungsaufwandes zum Materialeinsatz. Die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmen war gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig (T€ - 1.946). Dies lag im Wesentlichen daran, dass durch die Verschmelzung unseres Tochterunternehmens der MS Transporte GmbH, diese Aufträge durch die Lohoff Transportservice GmbH abgewickelt wurden. Die Verschmelzung erfolgte zum 1. Januar 2021. Die Materialaufwandsquote verringerte sich daher um 1,3 Prozentpunkte gegenüber 2020. Im Personalbestand spiegeln sich die Personal-Zugänge aus der Verschmelzung mit der MS Transporte wider. Die Personalaufwandsquote stieg um 4,5 Prozentpunkte auf 42,3 %. Die in den letzten 2 Jahren erfolgten Veräußerungen von Zugmaschinen und Auflieger an eine Schwestergesellschaft führten insgesamt zu gegenüber dem Vorjahr geringeren Abschreibungen. Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stiegen entgegen den gesunkenen Erlösen (T€ -1.572) um T€ 469. Wesentlichen Anteil daran haben die Versicherungskosten des Fuhrparks (T€ +109), Prozesskosten (T€ +100) sowie einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung (T€ 249). Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ -148 auf T€ -78 verbessert. Dabei sind ausschließlich die Zinsaufwendungen aus Investitionsdarlehen gesunken. Im Geschäftsjahr 2021 konnten wir ein EBIT von T€ -294 (Vorjahr: T€ 232) verzeichnen. Dem liegen kummulierte Sondereffekte (Erträge und Aufwendungen) von T€ +872 (Vorjahr T€ +607) zu Grunde. Die im Geschäftsjahr einmalig angefallenen Aufwendungen belaufen sich auf insgesamt T€ 410 und betreffen Prozesskosten sowie Verschmelzungsaufwendungen. Unter Berücksichtigung dieser einmaligen Aufwendungen würden wir ein positives EBIT von 116 ausweisen. Unser Unternehmen befand sich im Geschäftsjahr 2021 weiterhin in einer angespannten Ertragssituation, welches im Wesentlichen auf die lang anhaltenden Preisverhandlungen mit Kunden zurückzuführen war. Des Weiteren war es marktbedingt schwierig, Kunden die gestiegenen Frachtkosten (Personalkosten, Fahrzeuginstandhaltungskosten sowie Versicherungskosten) im gleichen Verhältnis wie die Belastung entstand, weitzugeben. Für 2021 müssen wir auf ein verhaltenes Geschäftsjahr zurückblicken. Die notwendigen Preisverhandlungen wurden Mitte 2022 im größeren Umfang durchgeführt und im Jahr 2022 abgeschlossen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unserer Gesellschaft war maßgeblich von den erfolgten Preismaßnahmen abhängig. Weiterhin wurden Verträge mit Kunden im unteren Preissegment gekündigt. Wir gehen entsprechend der bereits erfolgreich eingeleiteten Maßnahmen von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Dieses zeigt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, in gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern und dennoch einen positiven Geschäftsverlauf darstellen kann. Erreicht werden konnte dieses Ergebnis durch Abgrenzung zu unlukrativen Geschäftsfeldern und Neukundenakquisition. Mit Hilfe der etablierten Kostenrechnung und einer genauen Analyse der Plan-Ist-Abweichungen sowie einer integrierten Unternehmensplanung war die Gesellschaft in der Lage, die Schwachstellen und Kostentreiber zu identifizieren und diesen frühzeitig entgegenzuwirken. So konnten u. a. in Teilbereichen Erhöhungen der Dienstleistungspreise mit den Kunden besprochen und umgesetzt werden. Ein wesentlicher und immer wichtiger werdender Bestandteil zur Kompensation steigender Dieselkosten sind die sogenannten "Dieselfloater"-Vereinbarungen, welche die Gesellschaft mit allen Key-Kunden geschlossen hat. Über diese Vereinbarungen beteiligen sich die Auftraggeber an den steigenden Dieselkosten oder partizipieren an Kosteneinsparungen im Fall rückläufiger Dieselkosten. Im Geschäftsjahr 2021 ist es der Gesellschaft dennoch weiter gelungen, die vorhandene Marktposition zu sichern und die Kundenbindungen zu vertiefen. Wichtig ist dabei, sich auf die Bereiche zu fokussieren, die das Kerngeschäft abbilden und in denen die Gesellschaft stark ist, um sich so vom Wettbewerb abzuheben. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft, welches dem immer stärker werdenden Preisdruck der Baustoffhandelsketten und dem Verdrängungswettbewerb ausgesetzt ist. Im Dezember 2016 wurde daher eine neue Gesellschaft gegründet, die Lohoff Nutzfahrzeuge GmbH & Co.KG. Diese erwirbt die für unser operatives Geschäft notwendigen Zugmaschinen und Auflieger. Diese werden sodann von unserer Gesellschaft entsprechend den Aufträgen angemietet. Insgesamt können wir dadurch flexibler auf die Marktlage reagieren. a. Ertragslage:
Unsere Gesellschaft erzielte eine gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.572 gesunkene Gesamtleistung, die bei gesunkener Materialeinsatzquote (-1,3 Prozentpunkte) zu einem Rückgang des Rohertrags um T€ 656 führte. Die Abschreibungen sind aufgrund gesunkener Investitionsquote sowie dem Verkauf von Anlagevermögen an ein Schwesterunternehmen gegenüber dem Vorjahr verringert. (T€ -307) Der Anstieg der Lohnkosten ist auf den Anstieg des Personalbestands zurückzuführen. Gleichzeitig stieg die Personalaufwandsquote um 4,5 Prozentpunkte. Außerplanmäßige Abschreibungen auf forderungen beinflussten das EBIT mit T€ 61. Die Eigenkapitalrentabilität ist aufgrund des Jahresfehlbetrages negativ und beträgt daher für das Geschäftsjahr -491,9 % (Vorjahr: 52,3 %). Die Umsatzrentabilität verringerte sich von 0,9 % auf - 1,1 %. Die Finanzkraft unserer Gesellschaft ist nach den Kennzahlen von 3,9 % auf 0,3 % gesunken. Unsere Beschäftigungslage ist auch in der Corona-Pandemie als gut zu bezeichnen. b. Finanzlage: Unsere Gesellschaft erzielte aufgrund eines gegenüber dem Vorjahr um T€ 407 gesunkenes Jahresergebnisses und gleichzeitig gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Abschreibungen dennoch einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (T€ 65); Vorjahr: T€ 234). Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist zusätzlich auf den durch Factoring erfolgten Verkauf eines Großteils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Veräußerung von Anlagevermögen an die Schwestergesellschaft zurückzuführen. Insgesamt ist unser Forderungsbestand um T€ 165 gesunken. Die Kapitalstruktur unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 22,0 % (Vorjahr: 50,6 %) der Bilanzsumme. Die uns zur Verfügung gestellten Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien. Bestehende Bankverbindlichkeiten wurden im Berichtsjahr um T€ 1.673 abgebaut, welches unmittelbar mit der Veräußerung von Anlagevermögen zusammenhängt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere Umfangreichen Investitionsgeschäfte sind abgeschlossen. Für die Zukunft sind nur Ersatzinvestitionen geplant. Die Eigenkapitalquote ist trotz der geringeren Bilanzsumme aber aufgrund des Jahresüberfehlbetrages auf 1,7 % (Vorjahr: 9,2 %) gesunken. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. Die Liquidität 1. Grades liegt bei 58,9 % (Vorjahr 47,6 %), die des 2. Grades bei 128,3 % (Vorjahr: 146,3 %). c. Vermögenslage: Aktiva
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr durch eine Bilanzverkürzung geprägt, welche im Wesentlichen auf den Rückgang der Investitionen im Anlagevermögen zurückzuführen ist. Dem gegenüber steht der Abbau der Kreditverbindlichkeiten um T€ 1.673. Der Anlagendeckungsgrad beträgt 29,4 % (Vorjahr: 27,8 %), dagegen fiel die Anlagenintensität von 32,9 % auf 5,9 %. Der dynamische Verschuldungsgrad liegt bei 3.778,9 % (Vorjahr: 454,7 %). Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir einen durchschnittlichen Tagesumsatz pro LKW heran. Berücksichtigt werden zudem Umsatzrendite und der Cash-Flow. Bei den Mitarbeitern sind 2 Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte gesunken. Der Cash-Flow beträgt T€ 142 und ist damit um T€ 714 geringer als im Vorjahr. Diese Kennzahlen zeigen einen Rückgang der Umsatzrendite, welches weitere Preisanpassungen bei den Kundenaufträgen sowie Kostenoptimierungen in den Bereichen der Löhne und Kraftstoffkosten notwendig macht. Insgesamt können wir unsere wirtschaftliche Lage als den Marktverhältnissen angemessen bezeichnen. 5. Gesamtaussage Die Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage ist wie unter Punkt 2 beschrieben im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Wesentlichen nicht planmäßig verlaufen. III. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Um die positive Entwicklung des Unternehmens zukunftsweisend zu unterstützen, werden die Kundenakquise verstärkt. Zudem werden weiterhin erforderliche Preisanpassungen durchgesetzt, sowie interne Strukturen und Prozesse auf Effizienz und daraus resultierenden Kostensenkungen überprüft. Die für 2021 gesetzten Ziele hat unsere Gesellschaft bei der Gesamtleistung und bei dem Betriebsergebnis nicht erreicht. Bei der Gesamtleistung liegen wir mit T€ -3.284 und im Rohergebnis mit T€ - 3.185 hinter der Planung. Beim Ergebnis vor Steuern lagen wir mit T€ 1.106 unter unserem Planergebnis. Insgesamt erzielten wir wie geplant ein negatives Jahresergebnis. Hinsichtlich der Gründe für die Planabweichung verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf. Unsere Ertragsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzsteigerung gegenüber 2021 von T€ 2.352 und für 2023 eine Umsatzkonsolidierung vor. Beim Rohertrag erwarten wir eine Verbesserung gegenüber 2021 von T€ 1.447. Für das EBIT sieht unsere Planung einen Anstieg (T€ 394) vor. Während der Corona-Pandemie mussten wir im Jahr 2021 mit rückläufigen Umsätzen umgehen. Insgesamt rechnen wir in einem schwierigen Umfeld, mit positiven Ergebnissen und einer Verbesserung bei der Inanspruchnahme unserer eingeräumten Kreditlinien weiterhin verbesserter Kapitaldienstfähigkeit. Eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2022 nicht zu sehen, die Entwicklung der Gesellschaft stellt sich wie vorgesehen und geplant dar. Die für das Geschäftsjahr 2022 geplanten Ersatzinvestitionen liegen bei circa T€ 110. Veräußerungen von Anlagevermögen sind in Höhe von T€ 10 geplant, wobei die Mehrheit der Vermögensgegenstände an die Schwestergesellschaft, Lohoff Nutzfahrzeuge GmbH & Co. KG, veräußert wird. Die Anfragen von Neu- und Bestandskunden für zusätzliche Fahrzeuge/Aufträge sind 2022 gestiegen. Dies war der Auftragslage, wie auch dem eigenen Vertrieb geschuldet. Strukturell wurden die Abteilungen weiter optimiert, Arbeitsplätze zum Teil neu besetzt. Für 2023 sind im Maßnahmenplan weitere Planungen und Veränderungen vorgesehen. V. Chancen und Risiken 1. Risikobericht Branchenbezogene Risiken: Für die Zukunft wird es wichtig sein, den steigenden Kostenbelastungen insbesondere auch denen der Dieselkosten weiterhin über den sogenannten Dieselfloater zu begegnen und die Mehrbelastung an den Kunden/Produzenten weiterzugeben. Zu diesen Mehrbelastungen gehören u.a. auch die permanentsteigende Personal-und Energiekosten im Allgemeinen. Ertragsorientierte Risiken: Um den immer weiter steigenden Dieselkosten entgegenzuwirken, sind vielfältige Maßnahmen erforderlich. Hierzu zählen längst bewährte Maßnahmen wie beispielsweise optimiertes Flottenmanagement zur Vermeidung von Leerfahrten, der Einsatz von Kraftstoff sparenden Fahrzeugen oder Fahrerschulungen, um somit eine Verbesserung des Fahrverhaltens und damit eine Reduzierung der Durchschnittsverbräuche pro Fahrzeug zu erreichen. Würde es gelingen, den durchschnittlichen Verbrauch um einen weiteren Liter zu senken, würde das eine Kosteneinsparung von bis zu TEUR 260 p.a. ausmachen. Aber nicht allein die Reduzierung der Verbräuche lassen sich durch regelmäßige Schulungen des Fahrpersonals erzielen, auch insgesamt können durch die Optimierung der Fahrweise weitere Einsparungen bei Verschleißteilen wie Reifen, Bremsbeläge etc. erreicht werden. Über unser neues Telematiksystem (Samsara), mit welchem zukünftig der gesamte Fuhrpark umgerüstet wurde, wird das Fahrverhalten jedes Fahrers online überprüft und bewertet. Somit ist es der Gesellschaft möglich frühzeitig einzugreifen und weitere Kosteneinsparungen zu erreichen. Das Fahrverhalten eines Fahrers wird neben verschiedenen anderen Parametern in einem Prämiensystem abgebildet. Hierbei werden die Fahrer bei Erreichen festgelegter Werte mit der Auszahlung einer Prämie belohnt. Bei allen bewerteten Faktoren ist eine Verbesserung festzustellen, die damit zu einer messbaren Kostenreduzierung führt. Um den Schadenshäufigkeiten und den damit verbundenen Beitragserhöhungen des Flottenversicherers entgegenzutreten, wird seitens der Gesellschaft mehr Augenmerk auf die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter in Bezug auf eine Risikominimierung bei Auslieferungsfahrten favorisiert. Besondere Risiken sehen wir in der Beschaffung neuer qualifizierter Mitarbeiter, aufgrund von hohen Kosten, die für den Erwerb der CE Führerscheins entstehen, sowie in den schwierig zu kalkulierenden Dieselkosten. Finanzwirtschaftliche Risiken: Finanzwirtschaftliche Risiken ergeben sich bei unserer Gesellschaft vor allem durch Refinanzierungen und Zinsen. Des Weiteren werden finanzielle Risiken durch Factoring und Zentralregulierung minimiert. 2. Chancenbericht Neue Trends, ein verändertes Konsumverhalten sowie steigende Transportkosten erfordern von Industrie und Handel eine Neugestaltung ihrer Logistikkonzepte. Hierbei steht die weitere Prozessoptimierung auch für uns im Mittelpunkt. Was vor Jahren noch undenkbar war, ist heute praktizierte Realität: die Abgabe des Gesamtfuhrparks, das sogenannte "Outsourcing", ist durch die marktguten Leistungen der Gesellschaft nicht mehr überlegensrelevant, sondern gehört heute "zum guten Ton" in der Gesamtscene. Durch den bereits großen Marktanteil und durch das ausgefeilte Logistikkonzept sind wir erster Ansprechpartner nicht nur in NRW, sondern auch bei anderen Kunden in anderen Bundesländern, wenn es um Baustofftransporte geht. Langjährige, vertrauensvolle und enge Bindungen der Gesellschaft zu den Key-Kunden, die zu den Top-Adressen der Baustoffindustrie gehören, dokumentieren die Zufriedenheit dieser Kunden sowie das Vertrauen in die Gesellschaft. Basis für diese Zufriedenheit ist die sehr gute Qualität, die die Gesellschaft in all ihren logistischen Tätigkeiten an den Tag legt. Höchste Leistungsfähigkeit, Innovation, große Flexibilität, ausgezeichneter Service und kurze Entscheidungswege sind die gelebten Stärken der Gesellschaft. Nur so lassen sich in einem eng umkämpften Markt Logistikprojekte für und mit dem Kunden entwickeln und umsetzen. Ziel ist es dabei immer den Kunden mittel-bis langfristig zu binden und ihm durch das ausgefeilte Konzept genau den Mehrwert zu bieten, den die Gesellschaft versucht, dem Wettbewerb voraus zu sein. So konnten auch im Jahr 2021 alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen aufrechterhalten und in Teilen sogar ausgebaut werden. Nicht unbedingt in Bezug auf eine Umsatzausweitung, vielmehr über längerfristige Vereinbarungen zur Zusammenarbeit. In der Kundenakquisition fokussiert sich die Gesellschaft auch weiterhin auf Unternehmen im Baustoffhandelbereich. Die Qualifizierung von Mitarbeitern ist uns enorm wichtig. Wir bilden selbst Mitarbeiter aus. Darüber hinaus qualifizieren wir unsere Mitarbeiter. Bei Neueinstellungen werden in erster Linie Fachkräfte ausgewählt. Mit der Gründung unserer Fahrerakademie, werden Effizienz und Qualität in der Ausbildung stark verbessert und uns einen großen Vorteil bei der Suche nach neuen Fahrern am Markt verschaffen. In der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2021 insgesamt 261 Mitarbeiter beschäftigt, zum Vorjahreszeitpunkt waren es 257 Mitarbeiter. Ein großes Plus der Gesellschaft ist ein Team von engagierten und flexiblen Mitarbeitern, die eine hohe Bindung und eine hohe Identifikation zum bzw. mit dem Unternehmen haben und infolgedessen eine äußerst geringe Fluktuation zu verzeichnen ist. Ein Großteil der kaufmännischen Mitarbeiter sind in die derzeitigen Funktionen hineingewachsen. Die Entlohnungssysteme sind auf Monatslöhne ausgelegt, das Fahrpersonal erhält zusätzlich die gesetzlichen Spesen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit Prämienzahlungen zu bekommen, sofern fest definierte Parameter erreicht worden sind. Fachspezifische Weiterbildungsmaßnahmen (insbesondere im Bereich Trainer/ Ausbilder) werden von den Mitarbeitern gut angenommen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der Zukunft vermehrt im Bereich Personal, welchem wir aber durch die Gründung unserer Fahrerakademie entgegenwirken werden. Ebenso sehen wir den kommenden Mindestlohn als Chance der gesamten Branche, da nicht nur inländische Speditionen diesen an ihre Arbeitnehmer zahlen sollen, soweit sie ihre Dienstleistungen in Deutschland erbringen. Des Weiteren lässt die Corona-Pandemie keinen belastbaren Ausblick für die Zukunft zu. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Risiken in Bezug auf einen Forderungsausfall sind grundsätzlich nicht gegeben, da es zur Philosophie des Unternehmens gehört, in erster Linie nur direkt für die Baustoffhändler tätig zu sein und nicht als Subunternehmer eines anderen Spediteurs. Des Weiteren sind 50 % der Leistungen an eine warenkreditversicherte Factoring-Gesellschaft verkauft. Der andere Teil wird zu 100 % warenkreditversichert über die Zentralfakturierung einer Kundengruppe abgerechnet. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen. Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Werne, den 30. Oktober 2022 Lohoff Transportservice GmbH Geschäftsleitung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021der Lohoff Transportservice GmbH , WerneAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Durch notariellen Vertrag vom 5. März 2021, UR 233/2021 der Notarin Ölbracht, Bergkamen, wurde die MS Transporte GmbH, Werne, HRB 22670, Amtsgericht Dortmund, auf die Lohoff Transportservice GmbH, Werne, mit Rückwirkung zum 1. Januar 2021 verschmolzen. Die Übertragung erfolgte zu Buchwerten. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Vermögensgegenstände aus Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in der Bilanz mit 513.943 €. Darin enthalten:
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in der Bilanz mit 325.058 €. Darin enthalten:
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 2.406.433 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 246.335 Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 6.000 (Vorjahr: € 6.000). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 65.009 €. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: - Beiträge € 70.464 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 281.250 € (Vorjahr: 300.000 €). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 600.000 €. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 65.009 €. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: -9.459 €. Aufgrund der Verschmelzung wurden € 88.141 an passiven latenten Steuern aufgelöst. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert: Unsere Gesellschaft hat für ein Schwesterunternehmen Bürgschaften abgegeben. Aus diesen Erklärungen übernehmen wir Gewähr, den Kapitaldienst für die betreffenden Darlehen aufrechtzuerhalten, dass die zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern erfüllt werden können. Die Inanspruchnahme von Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Risiken könnten sich dann ergeben, wenn Rückgriffsansprüche seitens der Avalgeber oder Sicherungsnehmer entstehen sollten. Dies würde bei entsprechender Sachverhaltslage zu einer entsprechenden Zahlungsverpflichtung der Gesellschaft führen. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Rechtsgeschäfte und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung eine Zahlungsverpflichtung als nicht wahrscheinlich ein. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von sonstigen Vermögensgegenständen. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 28.022.328 € sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben betreffend assoziierter Unternehmen aufzuführen:
Die Betrachtung der finanziellen Verpflichtungen umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 5 HGB, verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten: Weitere wichtige Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres betrafenin 2022 die Auswirkungen der Coronakriese und des Krieges in der Ukraine. Die Preise für die Kraftstoffe stiegen im 1. Halbjahr 2022 überdurchschnittlich. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresfehlbetrag beträgt 364.037 €. Einschließlich des zu berücksichtigenden Ergebnisvortrages ergibt sich ein Betrag von -129.090 €, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden -129.090 € vorgetragen. Anlagespiegel
*) die Spalte Umbuchungen betrifft die Zugänge aus Verschmelzungen sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Werne, 30. Juni 2022 Marc Berg Heidrun Lohoff Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.01.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lohoff Transportservice GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lohoff Transportservice GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lohoff Transportservice GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 2 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertragsituation befindet. Für die künftigen Geschäftsjahre wurde eine Planung erstellt, welche unter Berücksichtigung von Restrukturierungsmaßnahmen zu positiven Auswirkungen auf die Ertragslage führt und eine gesicherte Liquidität ausweist. Gleichwohl sei auf Unsicherheiten und Beurteilungsrisiken von Planungen hingewiesen. Sollte sich entgegen der Planungen bei ungünstigen Marktentwicklungen die Ertragslage der Gesellschaft negativ entwickeln, werden liquiditätssichernde Maßnahmen zum Fortbestand der Gesellschaft erforderlich. Wie in Abschnitt 2 dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kamen, den 13. Januar 2023 Ecofides
GmbH
Torsten Rilling, Wirtschaftsprüfer |
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