Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 1028
Vorher
Nette Papier GmbH
Eingetragen
2.4.1979
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit AnstrichmittelnHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Handel mit Verbrauchsartikeln, insbesondere mit Verpackungen aus Papier und Kunststoff

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrike Fricke
seit 30.4.2015
Prokura
Hartmut Diederich
seit 23.3.2006
Prokura
Ingrid Nette
seit 23.3.2006
Geschäftsführer
Michael Nette
seit 23.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Nette GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nette GmbH

Göttingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.01. BIS 31.12.2023

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind als Spezialist für Verpackungslösungen im Großhandel deutschlandweit und im benachbarten Ausland tätig. Unser Sortiment reicht dabei von einfachen Papiertragetaschen über multifunktionale Verpackungsboxen bis hin zu qualitativ hochwertigen und hochpreisigen Verpackungssystemen sowie einem unter dem Markennamen "circ" europaweit von uns eingeführtem Mehrwegsystem für den HoReCa-Bereich.

Wir sind nach wie vor der Spezialist für Verpackungslösungen für den Einzelhandel, für die Gastronomie und für die Industrie. Aber, wir entwickeln uns auch immer mehr zum Lieferanten für Verbrauchsartikel für große Systemkunden, die wir bundesweit beliefern.

Als weiteren Schritt haben wir unseren rechtlich selbständigen B2C-Shop unter der Firmierung www.der-verpackungsprofi.de GmbH zum 6.11.2023 mit der Nette GmbH verschmolzen.

Als weiteren Schritt haben wir unseren rechtlich selbständigen B2C-Shop unter der Firmierung www.der-verpackungsprofi.de GmbH rückwirkend zum 01.01.2023 mit der Nette GmbH verschmolzen um ihn im Rahmen eines ganzheitlichen Markenauftritts mit einem 2024 an den Start gehenden neuen B2B und B2C-Shop unter der Nette GmbH weiter zu entwickeln.

Ziel der Nette-Gruppe ist es, durch die Gesetzgebung unvermeidliche Umsatzverluste im klassischen Verpackungssortiment (Kunststoff-Tragetaschen, Einweggeschirr aus Kunststoff) durch die neuen, innovativen Sortimente "Nette-Natürlich" und "circ" aufzufangen und Umsätze mit nationalen und europaweiten Systemkunden weiter auszubauen.

B. WIRTSCHAFTBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Verpackungsmittel-Branche ist in Deutschland nicht nur, wie in den Vorjahren, geprägt durch einen starken Verdrängungs-Wettbewerb und hohen Preisdruck, nun auch von der allgemeinen Diskussion und gesetzgeberischen Maßnahmen zur Einsparung von Einweg-Verpackungen insbesondere der Kunststoff-Verpackungen.

Im Jahr 2023 haben unseren Warenbestand kontinuierlich weiter abgebaut auf nunmehr 7.863 T€. Durch das steigende Zinsniveau sind die Aufwendungen zur Finanzierung unseres Warenbestandes stark gestiegen. Insgesamt hat der Zinsaufwand um 171 T€ zugenommen.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 %.

Die Messen in 2023 waren geprägt durch eine hohe Nachfrage nach unseren circ-Mehrweg-Produkten.

Die Gesamt-Aufwendungen in die neue Marke circ belaufen sich aktuell auf rund 850 TEUR.

Der Umsatz unserer Marke circ betrug in 2023 1.7 Mio €.

Ausgehend vom Jahresergebnis von 51 TEUR ergibt sich ein Geschäftsergebnis (EBITDA) des Berichtsjahres von 879 TEUR (Vorjahr: 619 TEUR).

Unsere Liquidität ist nach wie vor belastet durch unseren hohen Warenbestand.

Die damit einhergehenden Finanzierungsgespräche wurden in 2023 weitergeführt.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Umsätze haben um 2.1 % abgenommen. Der Materialaufwand hat überproportional um 7,1 % abgenommen. Das betriebliche Rohergebnis hat um 945 TEUR zugenommen.

Der Personalaufwand hat um 148 TEUR zugenommen, im Wesentlichen durch allgemeine Gehaltssteigerungen.

Die Abschreibungen sind um 26 TEUR gesunken.

Die sonstigen Aufwendungen liegen um 536 TEUR über dem Vorjahresniveau, u.a. durch gestiegene Ausgangsfrachten/LKW -Kosten durch die Verschmelzung mit dem verpackungsprofi und gestiegene Mietaufwendungen.

Die sonstigen Erträge haben um 134 TEUR abgenommen, im Wesentlichen durch den Wegfall einer Einmal-Prämie im Vorjahr.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist mit T€ -441 negativ. Durch die Verschmelzung mit dem verpackungsprofi werden keine Erträge aus der Gewinnabführung mehr ausgewiesen (im Vorjahr TEUR 169). Die Zinsaufwendungen haben bedingt durch das gestiegene Zinsniveau um TEUR 171 zugenommen.

Das EBITDA ist um 260 TEUR auf 879 TEUR gestiegen.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 von 51 TEUR liegt um 42 TEUR unter dem Vorjahr.

b. Vermögenslage

Die Analyse zum Bilanzstichtag zeigt einen Rückgang der Bilanzsumme um 1.727 TEUR auf 12.069 TEUR. Dieses ist im Wesentlichen auf den Abbau unserer Vorräte -2.479 TEUR zurückzuführen. Unsere Forderungen dagegen haben um 761 TEUR zugenommen.

Das langfristig gebundene Vermögen hat nach Investitionen von 307 TEUR, Abgängen von 25 TEUR und Abschreibungen von 313 TEUR um insgesamt 32 TEUR abgenommen.

Die Investitionen im Geschäftsjahr betreffen u.a. Werkzeuge für circ, Klischeekosten sowie Laptops und PC-Erneuerungen. Im Folgejahr sind ebenfalls im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen geplant.

Das langfristig gebundene Vermögen wird durch Eigenmittel vollständig finanziert. Von den Vorräten werden 54 % ebenfalls noch durch Eigenmittel und lang- und mittelfristiges Fremdkapital finanziert.

c. Finanzlage

Sämtliche Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die planmäßigen Tilgungen betrugen 440 TEUR. Hinzu kommen außerplanmäßige Tilgungen Darlehen Dritter von 75 TEUR.

Die Eigenkapitalquote beträgt 19,9 % nach 17,1 % im Vorjahr. Dies ist auf das positive Jahresergebnis und auf die Verminderung des Warenbestandes und der damit verbundenen Bilanzverkürzung zurückzuführen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit 271 TEUR positiv nach -2.428 TEUR im Vorjahr.

Die Entwicklung der finanziellen Lage unserer Gesellschaft stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -2.520 -445
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +271 -2.428
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -282 -720
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +12 +1.073
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -2.519 -2.520

Die Verbindlichkeiten sind um T€ 1.646 gesunken, im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei Kreditinstituten wurden T€ 527 an Darlehen aufgenommen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung das Rohergebnis und das Jahresergebnis heran.

2023 2022 2020 2019 2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rohergebnis 12.858 11.913 10.535 9.236 8.299
Jahresergebnis 51 92 237 298 -187

Das Rohergebnis hat im Vergleich zum Vorjahr aufgrund sinkender Einkaufspreise zugenommen.

Der Umsatz ist aufgrund der gesunkenen Einkaufspreise ebenfalls leicht gesunken.

Das Jahresergebnis ist leicht rückläufig.

Der durch die Lieferkettenproblematik in 2021/2022 extrem gestiegene Warenbestand, der unsere Liquidität belastet hat, konnte in 2023 um 2.480 TEUR abgebaut werden. Der Abbau muss in 2024 fortgesetzt werden.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das für 2023 geplante Rohergebnis von 12.800 TEUR wurde erreicht; das für 2023 geplante Ergebnis von 360 TEUR wurde wie dargestellt nicht erreicht.

Für 2024 erwarten wir ein Rohergebnis von rund 13.100 TEUR und ein Jahresergebnis von 330 TEUR.

Der Planung des laufenden Geschäftsjahres 2024 liegt die Entwicklung des Jahres 2023 zugrunde. Der geplante Rückgang des Umsatzes und die leichte Steigerung des Rohergebnisses entspricht der verhaltenen allgemeinen Wirtschaftslage bei leicht verbesserter Marge.

Hatten wir im ersten Halbjahr 2024 einkaufsseitig eine Marktberuhigung erwarten wir für das zweite Halbjahr rohstoffbedingte Preiserhöhungen und leider wieder steigende Containerpreise.

Wir haben im ersten Halbjahr den Warenbestand um T€ 200 vermindert, erwarten aber für das zweite Halbjahr aufgrund der oben genannten Entwicklung wieder einen leicht steigenden Warenbestand.

Die Liquiditätslage ist noch nicht entspannt. Zur Verbesserung der Liquiditätslage und Durchfinanzierung des Warenbestandes werden auch in 2024 weitere Finanzierungsgespräche mit Banken geführt sowie weiter daran gearbeitet, die Warenbestände zu reduzieren.

Die Umsätze CIRC in 2024 sind nicht zufriedenstellend, da der Gesetzgeber die Mehrwegpflicht nicht nachhaltig überprüft. Wir gehen dennoch davon aus, dass die Umsätze in Zukunft wieder steigen werden, sollte der Gesetzgeber seinen Pflichten nachkommen.

Das seit 01. Januar 2024 bestehende Einweg-Kunststoff-Fonds-Gesetz wird leider in der Branche ebenfalls nicht durchgehend umgesetzt

2. Risikobericht

Bestandsgefährdende und sonstige entwicklungsbeeinträchtigende Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die über das allgemeine Markt- und Branchenrisiko hinausgehen, sind nicht ersichtlich.

Das aktuell bereits angestiegene Zinsniveau ist als Risiko - insbesondere aufgrund der noch zu hohen Warenbestände - zu nennen.

Wir nehmen die Bedenken unserer Hausbank hinsichtlich der in 2023 neu abgeschlossenen kurzfristigen Finanzierungen unseres Lagerbestandes ernst und sehen neben der Gewinnung neuer Finanzierungspartner nach wie vor den Abbau des Warenbestandes und damit den Abbau unserer Verbindlichkeiten als wichtigste Aufgabe für 2024.

Die Umbrüche in der Branche weg von Kunststoff und der Einwegverpackung sind ebenfalls als Risiko zu nennen.

Der verschärfte Wettbewerb und der aggressive Preiskampf fordern uns auch in Zukunft.

Die zum Jahresende vorhandenen Warenbestände konnten wir im ersten Halbjahr 2024 um rund 200 TEUR reduzieren.

3. Chancenbericht

Die oben dargestellten Umbrüche in der Branche sind Treiber für den weiteren Ausbau unserer Produktlinie "circ", unseres neuen Mehrwegsystems, das Schwerpunkt unserer Vertriebsaktivitäten auch in 2024 sein wird.

 

Göttingen, den 12. September 2024

Michael Nette, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 617.793,95 607.483,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.848,00 23.242,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.276.331,25 1.270.133,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 20.014,00
1.296.179,25 1.313.389,90
III. Finanzanlagen 30.000,00 55.000,00
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
davon Beteiligungen 30.000,00 30.000,00
1.943.973,20 1.975.873,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.862.783,05 10.342.357,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.158.849,75 1.397.576,46
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 134.100,06 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.049,32 7.545,68
10.035.682,12 11.747.479,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 89.836,07 72.469,63
12.069.491,39 13.795.822,93

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 158.000,00 158.000,00
II. Kapitalrücklage 2.120.000,00 2.120.000,00
III. Gewinnvortrag/i.V. Verlustvortrag 64.493,01 -27.870,51
IV. Jahresüberschuss 50.579,12 92.363,52
2.393.072,13 2.342.493,01
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 12.326,07 15.973,23
C. Rückstellungen 917.890,34 1.045.486,32
D. Verbindlichkeiten 8.746.202,85 10.391.870,37
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.824.037,86 3.731.546,88
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 117.097,62
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 67.898,02
12.069.491,39 13.795.822,93

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01.01. BIS 31.12.2023

2023 2022
1. Rohergebnis 12.858.489,19 11.913.391,26
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.198.077,17 5.011.557,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.102.964,25 1.141.736,14
- davon für Altersversorgung € 92.478,34 (VJ € 140.796,02)
6.301.041,42 6.153.294,02
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 313.463,35 339.229,69
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.677.718,47 5.141.722,07
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB € 8.728,00 (VJ € 8.728,00)
5. Erträge aus Beteiligungen 3.479,00 8.508,00
6. Erträge aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages 0,00 169.461,64
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57,48 2.117,32
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 444.871,38 273.599,35
- davon aus Abzinsung € 18.903,56 (VJ € 30.819,98)
- davon an verbundene Unternehmen € 0,00 (VJ € 8.219,63)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 74.351,93 93.269,57
10. Ergebnis nach Steuern 50.579,12 92.363,52
11. Jahresüberschuss 50.579,12 92.363,52

Amtsgericht Göttingen, HRB 1028

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Einzelnen im Zusammenhang mit den Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist aus dem in der Anlage dargestellten Anlagegitter zu ersehen. Im Einzelnen ist zu den Posten des Anlagevermögens folgendes anzumerken:

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte, planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden pro rata temporis abgeschrieben.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren oder sofort bzw. im Bereich Klischees und Leihgeräte über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

2. Vorräte

Die Bestandserfassung der Vorräte erfolgt mittels Warenwirtschaftsprogramm durch permanente Inventur, sowie mindestens einmal unterjährig durch eine körperliche Aufnahme.

Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Bewertung von Valuta-Forderungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 134 (i. V. T€ 0) ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bis auf T€ 8 (i.V. T€ 9) ausnahmslos Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Zahlungen für Werbungskostenzuschüsse, Messegebühren, Software-Lizenzen und Kfz-Steuer, die das Folgejahr betreffen.

5. Eigenkapital

5.1 Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

5.2. Kapitalrücklage

Es handelt sich mit € 137.927,19 um eine Rücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB aus der Verschmelzung zum 01. Januar 2008.

Bei den übrigen Kapitalrücklagen handelt es sich um Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

5.3 Gewinnvortrag

Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde entsprechend dem Gesellschafterbeschluss vom 25. August 2023 mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet und der verbleibende Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

5.4 Ergebnisverwendungsvorschlag/-beschluss

Der Geschäftsführer hat der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss von € 50.579,12 zusammen mit dem Gewinnvortrag von € 64.493,01 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB unter Erweiterung des Gliederungsschemas des § 266 HGB hier ausgewiesen. Die ertragswirksame Vereinnahmung erfolgt über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände. Der Sonderposten hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

T€
Stand am 01. Januar 16
Auflösung 4
Stand am 31. Dezember 12

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Anwartschaften und laufende Leistungen und sind nach der PUC-Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (Abzinsungssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB durch Bekanntgabe der Deutschen Bundesbank) und unter Anwendung der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (pauschale Verwendung des 15-Jahres-Zinssatzes) von der Magnus GmbH, München, zum Bilanztag errechnet worden.

Die Berechnungen wurden für die Anwartschaften unter Berücksichtigung zukünftiger Steigerungen von 0 % bei den Gehältern und 2 % bei den Renten sowie für die laufenden Leistungen mit 3 % bei den Renten durchgeführt.

Erträge/Aufwendungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt T€ 13 und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, aus der Umstellung auf das BilMoG erforderliche Zuführungen bis zum 31. Dezember 2024 zu verteilen, wurde Gebrauch gemacht. Die demgemäß nicht bilanzierten Rückstellungen betragen T€ 9.

Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag von T€ 1.286 (i.V. T€ 1.246) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Planvermögen zu Anschaffungskosten von T€ 508 (i.V. T€ 471) und einem beizulegenden Zeitwert von T€ 514 (i.V. T€ 474) verrechnet.

Entsprechend wurden Zinsen und ähnliche Aufwendungen von T€ 22 (i.V. T€ 22) aus der Abzinsung der Verpflichtungen und Erträge von T€ 3 (i.V. T€ -9) aus dem Planvermögen miteinander verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind jeweils mit ihren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Sie enthalten u. a. Beträge für Urlaubsüberhänge und Kosten des Jahresabschlusses.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Von den Verbindlichkeiten haben T€ 5.730 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 3.016 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, T€ 3.016 Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und T€ 0 Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren. Von den Verbindlichkeiten bestehen T€ 0 gegenüber Gesellschaftern und T€ 0 gegenüber verbundenen Unternehmen. Insgesamt sind T€ 6.099 durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert. Verbindlichkeiten von T€ 69 resultieren aus Steuern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert und haben mit T€ 3.083 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und mit T€ 741 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Bewertung von Valuta-Verbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat sich gegenüber Banken für Darlehensverbindlichkeiten verbundener Unternehmen von T€ 4.500 verbürgt. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation der verbundenen Unternehmen nicht zu rechnen.

Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen von unabgezinst T€ 1.617 (i.V. T€ 1.215) p.a., davon T€ 270 (i.V. T€ 135) p.a. gegenüber verbundenen Unternehmen.

10. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements wurden wesentliche Teile der Kundenforderungen auf eine Factoring-Gesellschaft ausgelagert. Die Gesellschaft haftet nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Forderungen, was im Kaufpreis für die Forderungen berücksichtigt wird. Die dadurch generierte zusätzliche Liquidität wird zur vermehrten Inanspruchnahme von Lieferantenskonti verwendet.

III. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

11. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere Erträge aus Kfz-Nutzung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Sonderposten und Wertberichtigungen ausgewiesen.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen Grundstücks-, Werbe-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen, Kursverluste sowie insbesondere Zuführungen zu diversen sonstigen Rückstellungen.

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 9 einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen.

IV. Sonstige Angaben

13. Personalzahlen im Jahresdurchschnitt

Im Jahresdurchschnitt wurden 133 (i.V. 141) Personen beschäftigt.

14. Geschäftsführung

Herr Dipl.-Kfm. Michael Nette, Göttingen, Kaufmann.

Frau Ingrid Nette, Göttingen, Kauffrau.

15. Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung

Von der Möglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB "Unterlassen von Angaben über die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans" hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht.

 

Göttingen, den 12. September 2024

Michael Nette, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.249.310,80 41.402,55 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.507,37 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.128.217,15 265.164,15 16.845,56 20.014,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.014,00 0,00 0,00 -20.014,00
3.350.738,52 265.164,15 16.845,56 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00
2. Beteiligungen 30.000,00 0,00 0,00 0,00
55.000,00 0,00 25.000,00 0,00
4.655.049,32 306.566,70 41.845,56 0,00
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2023 Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.290.713,35 641.826,85 31.092,55 0,00 672.919,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.507,37 179.265,37 3.394,00 0,00 182.659,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.396.549,74 1.858.083,25 278.976,80 16.841,56 2.120.218,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.599.057,11 2.037.348,62 282.370,80 16.841,56 2.302.877,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 30.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
30.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.919.770,46 2.679.175,47 313.463,35 16.841,56 2.975.797,26
Nettobuchwert Nettobuchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 617.793,95 607.483,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.848,00 23.242,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.276.331,25 1.270.133,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 20.014,00
1.296.179,25 1.313.389,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 30.000,00 30.000,00
30.000,00 55.000,00
1.943.973,20 1.975.873,85

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nette GmbH, Göttingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nette GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nette GmbH, Göttingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göttingen, den 12. September 2024

Friedrichs & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Müller, Wirtschaftsprüfer

Michael Sackmann, Wirtschaftsprüfer

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