Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 67582
Eingetragen
29.11.2005
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteBereitstellung von Datenverarbeitungsdiensten
Gegenstand
Datenerfassung und Datenverarbeitung, Mikroverfilmung, Scanning, Konvertierung und Migration digitaler Datenbestände sowie die Erbringung aller weiteren branchenverwandter Dienstleistungen, insbesondere auch im Rahmen des Business Process Outsourcing, ferner die Erstellung und der Vertrieb von Software, die Konfiguration und der Vertrieb von Hardware und die Erbringung von Dienstleistungen im technischen Bereich, insbesondere Support, und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art in der analogen und digitalen Archivierung sowie von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Telekommunikation einschließlich Online-, Hotline- und Helpline-Diensten für alle Branchen. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Zeitarbeit nach Maßgabe des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Ender
seit 2.9.2025
Vorstandsmitglied
Jirka Liske
seit 19.8.2019
Prokura
Marcus Hensel
seit 27.1.2015
Prokura
Dirk Wilbertz
seit 4.6.2014
Vorsitzender des Vorstands
Volkmar Schulz
seit 4.11.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

22.22% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
H*** T******
17.68%
A****** T******
4.54%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

H*** T******
238.720 €
17.68%
A****** T******
61.280 €
4.54%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TROPPER DATA SERVICE AG

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell und Produktangebot

Die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft firmiert unter TROPPER DATA SERVICE AG und ist seit dem 04.11.2009 im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 67582 eingetragen. Das Aktienkapital wurde 2009 von Euro 300.000 auf Euro 550.000, 2014 noch einmal auf Euro 1.000.000, 2017 um Euro 50.000 auf Euro 1.050.000 und 2019 um Euro 300.000 auf insgesamt Euro 1.350.000 erhöht.

Herr Dirk Wilbertz (Vorstandsvorsitzender) wurde als Vorstandsmitglied durch den Aufsichtsrat bestellt.

Herr Dirk Wilbertz vertrat die Gesellschaft alleinvertretungsberechtigt oder gemeinschaftlich mit einem Prokuristen der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat, bestellt am 02.08.2019, besteht aus den folgenden 3 Mitgliedern:

Herr Dr. Markus Adams (Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Herr Wolfgang Holzhäuser (Stellvertretender Vorsitzender)

Herr Andreas Tropper

Die TROPPER DATA SERVICE AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert als Servicedienstleister auf dem Gebiet der Dokumenteneingangsverarbeitung und der Bestandsmigration von Dokumenten sowie als Lösungsanbieter für Posteingangs- und Dokumentenverwaltungsprodukte tätig.

Die Serviceleistungen der Bestandsmigrationen sind im Besonderen mit der Einführung und dem Ausbau der elektronischen Dokumentenspeicherung und der elektronischen Dokumentenverarbeitung gewachsen. Die TROPPER DATA SERVICE AG ist im Bereich der Verarbeitung von Personalakten und Kreditakten eines der marktführenden Unternehmen in Deutschland.

Eine weitere Serviceleistung der TROPPER DATA SERVICE AG ist die Übernahme von standardisierten Geschäftsprozessen in den Bereichen der Posteingangsverarbeitung, der Rechnungseingangsverarbeitung und der Antragsbearbeitung. Hier sehen wir zukünftig ein starkes Wachstum, da im Besonderen große Unternehmen die Leistungen vermehrt an Dienstleistungsunternehmen auslagern. Die Vorteile und der Nutzen für Unternehmen bei der Auslagerung der integrierten elektronischen Posteingangsverarbeitung liegen in der Skalierbarkeit des Verarbeitungsvolumens und der Verbesserung und Kontrolle (SLA) von Qualität und Kosten.

Der Bereich IT SERVICES erstellt ECM-Lösungen für mittelgroße Unternehmen in den Bereichen der E-Mail-Archivierung und der digitalen Vorgangsakte (Personalakte, QM-Akte).

Ebenfalls setzten wir hier Erfahrungen aus der Serviceleistung der Posteingangsverarbeitung und das Know-how aus den Bereichen OCR, Workflow für den Vertrieb von Posteingangsprodukten ein.

Das Portfolio der TROPPER DATA SERVICE AG umfasst

DATA SERVICES

• Scandienstleistungen

• Datenerfassung / Datenextraktion

• Bestandsmigration und Indizierung von Personal- und Kreditakten

• Langzeitarchivierung von Papierarchiven

• Scannen und Indizieren von Belegen und Zeichnungen

• Arbeitnehmerüberlassung im kaufmännischen Bereich

• Hotline-Service bzw. Technical Helpdesk

BUSINESS SERVICES

• Business Process Outsourcing

• Rechnungsverarbeitung

• Poststellenbetrieb

• Kaufmännische Sachbearbeitung

IT Services

• Applikationsentwicklung auf der Basis von Enterprise Content Management (ECM),

Workflow Management (BPM), E-Mail-Archivierung

• IT Service & Support

• Analyse & Erstellung von Lösungen zur Posteingangsverarbeitung

Diese Produktpalette ermöglicht aufgrund ihrer Flexibilität und Komplexität und den bestehenden Partnerschaften auch im Zusammenhang mit dem verstärkten Trend zum Outsourcing in den kommenden Jahren in der TROPPER DATA SERVICE AG ein Wachstum.

2. Forschung und Entwicklung

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft umfasst keine Forschung und Entwicklung, so dass die Berichterstattung entfällt.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)).

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)).

3.2. Entwicklung der Branche

Die Dienstleistungsbranche zählt zu den größten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereichen in Deutschland. Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im Jahr 2023 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 2,0 % und nominal (nicht preisbereinigt) 2,1 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Während die realen Umsätze im 1. Halbjahr 2023 gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 kräftig um 3,5 % stiegen, fiel das Wachstum im 2. Halbjahr 2023 mit einem Plus von 0,8 % gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 moderater aus. Insgesamt erzielte der Dienstleistungssektor im Jahr 2023 den höchsten realen Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 lag er um 5,8 % höher.

Der reale Umsatzanstieg im Dienstleistungssektor im Jahr 2023 ist unter anderem auf die weiter fortschreitende Erholung im Bereich der konsumnahen Dienstleistungen zurückzuführen, die ihre Leistungen in erster Linie für private Endkunden erbringen. Im Jahr 2023 stiegen die realen Umsätze der konsumnahen Dienstleister gegenüber dem Vorjahr um 5,6 %. Insbesondere im 1. Halbjahr 2023 verzeichneten die konsumnahen Dienstleister mit einem Umsatzplus von 8,7 % einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte lag der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 2,9 %. Die konsumnahen Dienstleistungen waren von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie sehr stark betroffen gewesen, hatten aber bereits 2022 fast wieder das Niveau von 2019 erreicht (-0,1 %). Im Jahr 2023 wurde der bisherige Höchstwert des Jahres 2019 sogar um 5,5 % übertroffen.

(Quelle: Umsatz im Dienstleistungsbereich im Jahr 2023 um 2,0 % höher als im Vorjahr - Statistisches Bundesamt (destatis.de))

Die Wettbewerbssituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Auslastungssituation hat sich im Vergleich zu den Vorjahren stabilisiert.

3.3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war wesentlich geprägt durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie durch die geopolitischen Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg und der damit wachsenden Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Umfeld. Trotz des Abbaus von Personalressourcen und den erheblichen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen konnten die angestrebten Erlösziele (Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge) und damit auch die angestrebten Kennzahlen EBITDA, Eigenkapital- und Umsatzrendite aus dem letztjährigen Prognosebericht im Geschäftsjahr 2023 erreicht werden.

Der Vertrieb blieb personell unverändert. Pandemiebedingt gestaltete sich das Vertriebsjahr 2023 deutlich besser als 2022, das Vorkrisenniveau konnte wieder erreicht werden. Dennoch haben sich die Vertriebszyklen deutlich verlängert.

Der Erlös im Geschäftsjahr 2023 fiel leicht besser als erwartet aus.

Die Umsatzerlöse zzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge der TROPPER DATA SERVICE AG sind im Jahr 2023 um 9,3 % im Vergleich zu 2022 gestiegen. Somit konnte der positive Trend aus dem Geschäftsjahr 2022 (+ 2,5 % Erlös zum Geschäftsjahr 2021) fortgesetzt werden und ein weiterer Erlöszuwachs erreicht werden.

Der Erlöszuwachs in 2023 ist leicht höher ausgefallen als im Vorhinein prognostiziert, womit wir sehr zufrieden sind. Eine deutliche Verlängerung in der Umsetzung der Vertriebsprojekte, scharfer Wettbewerb, längere Genehmigungswege beim Kunden sowie verlängerte Zyklen bei der Einsteuerung bei Projekten haben eine weitere Umsatzsteigerung verhindert.

Das Jahresergebnis konnte aufgrund der Erlöserhöhung und Kosteneinsparungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR + 118) in 2023 mit TEUR + 345 deutlich gesteigert werden.

4. Darstellung der Lage der Gesellschaft

4.1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Zu den wesentlichen Vermögenswerten in der Bilanz der TROPPER DATA SERVICE AG gehören der Grund und Boden sowie die Gebäude des Hauptsitzes Marie-Curie-Str. 6 in Leverkusen. Das Anlagevermögen insgesamt hat einen Anteil von 50 % an der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote liegt gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert bei 56 %. Das Verhältnis des kurzfristig gebundenen Vermögens zu den kurzfristigen Verpflichtungen ist ausgewogen. Die Geschäftskonten (Girokonten) sind zum 31.12.2023 im Rahmen der gewährten Kreditlinien.

Finanzlage

Die nicht ausgelastete Kontokorrentlinie ermöglicht es, einen kurzfristigen höheren Liquiditätsbedarf zu decken. Die TROPPER DATA SERVICE AG erfüllt ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht.

Die Eigenkapitalquote ist wegen der Zuführung zur gesetzlichen Rücklage sowie des in 2023 erzielten Jahresüberschusses bei gleichzeitig höherer Bilanzsumme bei 55,8 % (Vj. 53,5 %) nochmals verbessert.

Die Finanzschulden konnten durch planmäßige Rückführungen der bestehenden Darlehen weiter gesenkt werden.

Insgesamt sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der planmäßigen Tilgungen und ohne Ausnutzung bestehender Kontokorrentlinien gesunken.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Ersatzinvestitionen in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Verbesserung der IT-Technik sowie notwendiger Beschaffungen zur Sicherstellung der Produktion sowie zur Modernisierung der IT-Infrastruktur. Analog dem Vorjahr konnte ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert werden. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr niedriger. Das deutlich höhere Jahresergebnis wird durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Cashflow-Rechnung überkompensiert.

Ertragslage

Das Jahresergebnis ist von TEUR + 118,3 im Vorjahr auf TEUR 345 gestiegen.

Das Ergebnis ist durch höhere Gesamterlöse deutlich höher als im Vorjahr erreicht worden. Durch eine permanente Analyse der Kosten und der fortlaufenden Optimierung des Produktionsprozesses konnten die Produktionskosten weiter verringert werden.

Nicht zuletzt die deutlich gestiegenen Personalkosten im Wesentlichen aufgrund der mehrfachen Mindestlohnanpassungen haben das Ergebnis belastet. Die Mehrkosten konnten nur in Teilen an die Kunden weitergegeben werden.

Die Investitionen, die permanente Optimierung der Kosten und die damit einhergehende Verbesserung der Ertragslage werden sich in den kommenden Geschäftsjahren weiter positiv auswirken.

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren, die für die Steuerung der Gesellschaft von Bedeutung sind, haben sich wie folgt entwickelt:

Die Gesamterlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 9,3 % auf nunmehr 13,1 Mio. EUR erhöht.

Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 61,8 % auf nunmehr + 732 TEUR erhöht.

Die Eigenkapitalrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr von ca. + 4,58 % auf nunmehr + 11,8 % erhöht.

Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr von ca. + 0,99 % auf + 2,65 % wieder verbessert.

Gesamtaussage

Zusammenfassend ist der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr besser als in der letztjährigen Prognose, damit trotz der geopolitischen Einflüsse besser als erwartet ausgefallen, vor dem Hintergrund der deutlichen Ergebnisverbesserung bei gleichzeitig leichtem Erlösanstieg insgesamt als sehr gut einzuschätzen.

4.2. Aussagen zur Produktion

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere zukunftsorientierte Investitionen für Hardware, Software, Datensicherheit und Datenschutz realisiert. Zur Finanzierung der notwendigen Investitionen existiert eine langjährige Rahmenvereinbarung mit einer Finanzierungsgesellschaft und der Hausbank.

Die leicht reduzierten Personalkapazitäten in der Produktion wurden überwiegend mit flexiblen Ressourcen realisiert. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 288 Arbeitskräfte (auf Vollzeitbeschäftigung umgerechnet) tätig.

Die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wurde 2023 weitergeführt, ebenso die Fortführung des Konzepts zur "Personal Ressource Zukunft" durch Duale Studien-Plätze. Zudem wurde das Schulungsprogramm für die Führungskräfte der mittleren Ebene wieder aufgenommen.

Entsprechend der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserungen von Produktionsprozessen führt die TROPPER DATA SERVICE AG an Hand eines Weiterbildungsplanes die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter durch.

Durch den eigenen Bereich IT SERVICES wird ein störungsfreier Produktionsbetrieb gesichert.

Seit 1996 wurden die Geschäftsstellen der TROPPER DATA SERVICE AG durch das Qualitätssicherungssystem ISO 9001:2015 zertifiziert. Das Zertifikat (Zertifikat-Registrier-Nr. 04 100 020732) erstellt durch die TÜV NORD CERT GmbH hat Gültigkeit bis zum 18.01.2025.

4.3. Angaben zum Datenschutz, Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz

Richtig eingesetzte Managementsysteme tragen wesentlich dazu bei, die Aufbau- und Ablauforganisation in den Unternehmen entsprechend den Anforderungen von Markt, Kunden, Gesellschaft und Staat zu entwickeln und zu verbessern.

Die TROPPER DATA SERVICE AG hat diesen Zusammenhang frühzeitig erkannt und die Erarbeitung und Entwicklung der Managementsysteme entsprechend initiiert und gefördert.

Um dem Wachstum und der Entwicklung der TROPPER DATA SERVICE AG eine Grundlage zu geben, wurde ein Handbuch für ein Integriertes Managementsystem (IMS) entwickelt und fortlaufend erweitert.

Im Handbuch Integriertes Managementsystem (IMS) sind eine umfassende Darstellung des Unternehmens, die unternehmensindividuellen Grundsätze des Aufbaus und der Wirkungsweise des Integrierten Managementsystems mit seinen Teilsystemen, der Stand und die weitere Entwicklung des Prozessmanagements im Unternehmen, das Dokumentationsmanagement mit einem Verzeichnis der Firmen- und relevanten externen Dokumente sowie die Grundsätze für die Bewertung und Entwicklung des Unternehmensmanagements enthalten.

Die Handbücher Qualitätsmanagementsystem (QMS), Datenschutzmanagement-System (DMS) und Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) wurden 2022 überarbeitet und enthalten nur noch die spezifischen Orientierungen und Festlegungen für die bisher eingeführten und praktizierten Systeme, die als Teilsysteme in das Integrierte Managementsystem eingeordnet wurden.

Damit besteht die Möglichkeit, dass bei Audits bzw. Kontrollen durch die Zertifizierungsstellen, Aufsichtsbehörden, Gewerbeämter oder Berufsgenossenschaften ein unmittelbarer Zugriff zu den gegenwärtig noch unterschiedlichen Anforderungen (DIN EN ISO 9001:2015 und EFQM, Bundesdatenschutzgesetz, Arbeitsschutzgesetz und -verordnungen, berufsgenossenschaftliche Vorschriften) an die jeweiligen Einzelsysteme nicht in Frage gestellt wird.

Auf Grund der hohen Bedeutung des Datenschutzes im Allgemeinen sowie durch Einführung der DSGVO zum Mai 2018 im Speziellen wurden alle für die TROPPER DATA SERVICE AG relevanten Maßnahmen und Verantwortlichkeiten in einer Verfahrensanweisung zum Datenschutz geregelt und alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf das Bundesdatenschutzgesetz sowie die DSGVO belehrt und verpflichtet.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde umfassend in eine Photovoltaik-Anlage sowie Ladesäulen für E-Kfz am Standort in Leverkusen investiert. Zudem wurden Teile der Kfz-Flotte auf elektrisch aufladbare Hybrid-Fahrzeuge umgestellt. Hierdurch möchte die TDS AG die eigene Umweltbilanz verbessern und ihren Anteil an der Umstellung auf erneuerbare Energien beitragen. Durch die PV-Anlage konnten im Berichtsjahr 2023 die Kraftstoffverbräuche der Kfz-Flotte sowie der Stromverbrauch für die Niederlassung Leverkusen nachhaltig gesenkt werden.

5. Angaben zu Niederlassungen und Geschäftsstellen

Die TROPPER DATA SERVICE AG mit Sitz in Leverkusen und der Niederlassung in Neuenhagen ist mit den Geschäftsstellen und Produktionsorten in Dresden, Ratingen, Düsseldorf und Köln bundesweit präsent.

Alle Produktionsbereiche werden monatlich im Rahmen der Kostenstellenauswertung bewertet.

6. Prognosebericht

Die Gesamterlöse für das Geschäftsjahr 2024 sind im Vergleich zum Vorjahr mit ca. 2,2 % Anstieg in der Planung berücksichtigt. Im Fokus stehen für 2024 der weitere Ausbau des Geschäftsfeldes Business-Services sowie die weiteren Optimierungen der Produktionsprozesse, unter anderem die weitere Automatisierung von Standardprojekten steht hierbei im Fokus. Der Gewinn für das Geschäftsjahr 2024 wird im Vergleich zum Vorjahr trotz des höheren Gesamterlöses aufgrund höherer Kosten insgesamt leicht geringer ausfallen.

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einem leicht geringeren Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Das Jahresergebnis 2024 wird nach unserer Erwartung zwischen 300 und 330 TEUR liegen.

Durch das Ergebnis erwarten wir dennoch eine leichte Verbesserung der Eigenkapitalrendite sowie des EBITDA, die Umsatzrendite wird vermutlich leicht sinken.

Durch technische Modernisierung und einer damit verbundenen Automatisierung von Prozessen wird der Personalaufwand hierfür weiterhin sinken.

Technische Optimierung durch den Einsatz verbesserter und spezialisierter Software in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wird zu einer Reduzierung des internen und externen Personalaufwands führen.

Durch den Aufbau und Pflege strategischer Partnerschaften wollen wir unsere Chancen zur Erschließung neuer Vertriebsfelder fördern und ausbauen.

Zur weiteren Abgrenzung gegenüber unseren Wettbewerbern haben wir inhaltliche Änderungen im Rahmen der Angebotserstellung vorgenommen, um unsere künftigen Chancen bei Auftragsvergaben zu verbessern.

Auf Grund des weiteren Ausbaus des vorhandenen und des erwarteten Auftragsvolumens sowie der Verbesserung der Marktchancen lässt sich eine positive Prognose für die Gewinnerzielung in den kommenden Jahren ableiten.

Hierzu werden jedoch noch weitere Investitionen sowie die Beschaffung von Liquidität notwendig sein.

In der Vertriebspipeline werden derzeit Vertriebsprojekte betreut, die ein Volumen von ca. 8,6 Mio. Euro haben und im Geschäftsjahr 2024 vergeben werden, wobei die Abarbeitung der Aufträge in 2024 und Folgejahren erfolgen wird. Die durchschnittliche Erfolgsquote der Vorjahre lag bei ca. 30%.

Auch mit der soliden Auftragslage und dem guten Forecast wird die TROPPER DATA SERVICE AG den Vertriebsbereich weiter verstärken, um in den nächsten Jahren ein kontinuierliches Wachstum gewährleisten zu können.

7. Chancen- und Risikobericht

Ein Gefährdungspotenzial finanzieller, rechtlicher oder sonstiger Natur mit schwerwiegendem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage besteht darin, dass ein möglicher Geschäftsverlust, nicht zeitnah durch neue Projekte kompensiert werden könnte. Hierdurch könnten Kosten für eine Personalreduzierung gemeinsam mit einem rückläufigen Umsatz das Eigenkapital belasten.

Dieses, für Dienstleistungsunternehmen nicht unübliche Risiko, wird in Teilen durch eine flexible Personalressourcenplanung minimiert.

Der Markt der Wettbewerber hat sich in den letzten Jahren bereinigt und überwiegend konsolidiert. Die TROPPER DATA SERVICE AG gehört heute in ihren Dienstleistungsbereichen zu den TOP 10 der Unternehmen in Deutschland. Trotz der negativen pandemiebedingten und geopolitischen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist das Risiko für die künftige Entwicklung geringer als in den Vorjahren.

Die weitere Erhöhung des Mindestlohns stellt für uns ein Risiko dar, da wir personalkostenlastige Prozesse abbilden.

Die Entwicklung insbesondere der Kapitalmarktzinsen ist für uns eine weitere Risikoquelle. Ein Teil unserer Finanzierung basiert auf kurzfristigen Finanzierungsinstrumenten und könnte demzufolge bei deutlich steigenden Kapitalmarktzinsen kurzfristig höhere Kosten erzeugen. Der Großteil unserer Finanzierung ist allerdings über mittel- bis langfristige Zinsbindungen gesichert, so dass sich entsprechende Änderungen erst mittel- bis langfristig auswirken würden.

Ein weiteres Risiko stellen mögliche Forderungsausfälle dar. Aufgrund unserer Kundenstruktur und durch ein funktionierendes Mahnwesen sehen wir hier allerdings nur ein sehr geringes Risiko.

Chancen ergeben sich durch den Bekanntheitsgrad unseres Unternehmens am Markt hinsichtlich unserer Kernprodukte.

8. Abhängigkeitsbericht des Vorstandes nach § 312 AktG

Mit dem Abhängigkeitsbericht des Vorstandes gemäß § 312 AktG über die Verhältnisse und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat dieser erklärt, dass die TROPPER DATA SERVICE AG nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Die TROPPER DATA SERVICE AG ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Leverkusen, den 17.05.2024

gez. Dirk Wilbertz, Vorstandsvorsitzender

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.625.019,69 2.633.531,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 37.964,00 47.743,02
II. Sachanlagen 2.587.055,69 2.585.788,57
B. Umlaufvermögen 2.495.587,16 2.087.830,25
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.012.461,62 1.659.980,19
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 483.125,54 427.850,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.569,86 111.286,08
Aktiva 5.256.176,71 4.832.647,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.930.148,55 2.584.696,77
I. Gezeichnetes Kapital 1.350.000,00 1.350.000,00
II. Gewinnrücklagen 82.551,10 65.278,51
III. Bilanzgewinn 1.497.597,45 1.169.418,26
B. Rückstellungen 344.519,00 263.530,00
C. Verbindlichkeiten 1.567.173,41 1.620.415,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 194.666,75 243.635,56
E. Passive latente Steuern 219.669,00 120.370,00
Passiva 5.256.176,71 4.832.647,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.785.631,70 11.716.989,54
2. Personalaufwand 9.718.046,28 8.956.706,64
a) Löhne und Gehälter 8.087.267,86 7.449.379,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.630.778,42 1.507.327,24
davon für Altersversorgung 24.719,99 24.790,24
3. Abschreibungen 200.287,21 214.651,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 200.287,21 214.651,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.339.554,51 2.307.849,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.159,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.389,54 42.105,45
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 129.932,80 62.482,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 99.299,00 62.482,00
8. Ergebnis nach Steuern 359.580,54 133.194,42
9. sonstige Steuern 14.128,76 14.887,76
10. Jahresüberschuss 345.451,78 118.306,66
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.169.418,26 1.057.026,93
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 17.272,59 5.915,33
a) in die gesetzliche Rücklage 17.272,59 5.915,33
13. Bilanzgewinn 1.497.597,45 1.169.418,26

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

- Firma und Rechtsform: TROPPER DATA SERVICE AG

- Sitz: Leverkusen

- Handelsregistereintragung: Amtsgericht Köln HRB 67582 vom 4. November 2009

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den Regelungen des § 264 HGB aufgestellt und ist nach dem Schema der §§ 265, 266 bzw. § 275 Abs. 1 und 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Nach der Terminologie des Handelsgesetzbuches handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB).

Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden für die Gewinn- und Verlustrechnung sowie für den Anhang (§§ 276 und 288 HGB) in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie ergänzende Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Anlagevermögen

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände. Für die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern im Berichtsjahr 2023 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit 20% aufgelöst wird. Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert betrifft einen in 2018 übernommenen Geschäftsbereich, insbesondere den übernommenen Mitarbeiterstamm. Auf Basis der Altersstruktur der übernommenen Mitarbeiter wird die voraussichtliche Nutzungsdauer auf 15 Jahren geschätzt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden grundsätzlich mit ihrem Nominalwert angesetzt. Soweit der wahrscheinliche Wert einzelner Forderungen niedriger ist als ihr Nominalwert, werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Für die zukünftigen Verwaltungskosten, Mahnkosten, Kosten der gerichtlichen Verfügung und Zwangsvollstreckung sowie für das allgemeine, noch nicht bekannte Ausfallrisiko wird ein pauschaler Bewertungsabschlag in Höhe von 2 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abzug der Einzelwertberichtigungen und der in den Forderungen enthaltenen Umsatzsteuer vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennbetrag der Zahlung.

Eigenkapital

Das Grundkapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen, welches vollständig eingezahlt ist. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 1.350.000,00 gliedert sich in 1.350.000 Stammaktien, welche jeweils als Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben wurden. Weitere Aktiengattungen liegen nicht vor.

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 22. August 2014 und Eintragung im Handelsregister vom 14. Oktober 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 14. Oktober 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 500.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Auf der Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschlussfassung vom 22. September 2017 unter Zustimmung des Aufsichtsrats die Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bareinlage und Satzungsänderung beschlossen. Das Grundkapital wurde um nominal EUR 50.000,00 auf nominal EUR 1.050.000,00, durch die Ausgabe von 50.000 neuen auf den Namen lautender Stammaktien als Stückaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00 je Aktie, erhöht.

Auf der Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 23. August 2019 unter Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, im Rahmen von § 4 Abs. 2 der Satzung (Genehmigtes Kapital) das Grundkapital der Gesellschaft von bis dahin EUR 1.050.000,00 um einen Betrag von EUR 300.000,00 auf nunmehr EUR 1.350.000,00 gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 300.000 neuen, auf den Namen lautenden Stammaktien als Stückaktien unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen.

Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG

Die Tropper Consult GmbH & Co. KG, Leverkusen, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft unmittelbar gehört.

Weiter hat uns die Tropper Consult GmbH & Co. KG, Leverkusen, gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft unmittelbar gehört.

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 1.169.418,26
Gewinnausschüttung in 2023 0,00
Jahresüberschuss 2023 345.451,78
Einstellung in Gewinnrücklagen (gesetzl. Rücklage) - 17.272,59
Bilanzgewinn 1.497.597,45

Rückstellungen

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet (§ 253 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Nr. 1 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von ca. TEUR 182 Ansprüche der Mitarbeiter (Provisionen, Prämien, Urlaub sowie Arbeitszeitkonten) sowie in Höhe von ca. TEUR 42 Rückstellungen für Tantiemen, in Höhe von ca. TEUR 3 Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft, in Höhe von ca. TEUR 30 Rückstellungen für Archivierungskosten und in Höhe von ca. TEUR 57 Rückstellungen für Jahresabschlusskosten sowie ausstehende Eingangsrechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Angaben zur Fristigkeit und Besicherung ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:

2023

Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit gesicherte Beträge Art der Sicherung
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
von 1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 934.172,00 93.064,13 396.510,35 444.597,52 934.172,00 Grundpfandrecht
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.906,56 243.906,56
Sonstige Verbindlichkeiten 389.094,85 291.569,94 46.862,80 50.662,11 120.241,38 Sicherungsübereignung von bzw./ Juristisches Eigentum an EDV-Ausstattung
Gesamt 1.567.173,41 628.540,63 443.373,15 495.259,63 1.054.413,38

2022

Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit gesicherte Beträge Art der Sicherung
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
von 1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.024.895,02 90.748,36 386.643,99 547.502,67 1.024.895,02 Grundpfandrecht
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.346,81 194.346,81
Sonstige Verbindlichkeiten 401.173,76 280.932,38 61.127,64 59.113,74 143.362,92 Sicherungsübereignung von bzw./ Juristisches Eigentum an EDV-Ausstattung
Gesamt 1.620.415,59 566.027,55 447.771,63 606.616,41 1.168.257,94

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge enthalten, die im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert sind.

Ferner sind in diesem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 10.304,60 (Vorjahr: EUR 10.000,00) enthalten.

Passive latente Steuern

Aufgrund von Bewertungsunterschieden zwischen handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Abschreibung im Bereich des Anlagevermögens werden passive latente Steuern ausgewiesen, deren Höhe saldiert mit aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt wurde. Die passiven latenten Steuern betragen EUR 219.669,00 (Vorjahr: EUR 120.370,00).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus bestehenden Leasing- und Mietverträgen betragen insgesamt TEUR 490. Für Betriebsgrundstücke entstehen jährlich Mietaufwendungen von TEUR 448. Entsprechend der Laufzeit der Verträge werden bis 2026 insgesamt TEUR 721 fällig.

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB lagen am Bilanzstichtag nicht vor.

Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 12,67) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

III. Sonstige Angaben

Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 288 Arbeitnehmer. Davon lag die durchschnittliche Anzahl der männlichen Arbeitnehmer bei 96 und die durchschnittliche Anzahl der weiblichen Arbeitnehmer bei 192.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Durch den umfassenden Ausbruch der Corona-Pandemie zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 werden sich auch weiterhin erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit ergeben, ohne dass wir den Umfang und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum derzeitigen Zeitpunkt einschätzen können.

Die Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine als geopolitischer externer Faktor kann vom Vorstand derzeit nicht quantifiziert werden. Bei einem allgemeinen negativen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft, könnte es die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft entsprechend auch negativ beeinflussen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, von dem in 2023 angefallenen Jahresüberschuss 5 % in die gesetzliche Gewinnrücklage gem. § 150 Abs. 2 AktG einzustellen. Vom verbleibenden Betrag soll eine Dividendenausschüttung in Höhe von 81.000,00 EUR erfolgen und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Dem Vorstand gehört folgende Person an:

EDV-Kaufmann Herr Dirk Wilbertz (seit 24. Mai 2014: Vorsitzender)

Herr Wilbertz vertrat im Berichtsjahr die Gesellschaft alleine oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Die Vorstandstätigkeit für die Gesellschaft entspricht dem nach § 285 Nr. 10 HGB ausgeübten Beruf.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dr. Markus Adams, Kaufmann (Vorsitzender)

Herr Wolfgang Holzhäuser, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Andreas Tropper, EDV-Kaufmann

Die Gesellschaft hat diesen Personen keine Vorschüsse und Kredite gewährt, ebenso ist sie ihnen zugunsten auch keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

Von den Schutzvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

 

Leverkusen, den 17. Mai 2024

gez. Dirk Wilbertz, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Das Geschäftsjahr 2023 war von einer Erholung nach der Corona Pandemie geprägt. Die unsichere globale Situation ist für die Gesellschaft nur indirekt relevant, weil Kunden teilweise von rückläufiger Nachfrage betroffen sind. Während der Umsatz mit 13,1 m EUR fast 9% über dem Vorjahr lag, ist das Ergebnis der Geschäftstätigkeit mit 490 k EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich besser ausgefallen (+ 250%) und bestätigt die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre.

Für das Jahr 2024 erwarten wir für die Gesellschaft ein weiterhin herausforderndes wirtschaftliches Umfeld mit leicht gesteigertem Umsatz und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage und die aktuelle Geschäftsentwicklung der Gesellschaft sowie die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich, sowie monatlich durch ausführliche Unterlagen schriftlich unterrichtet und ferner anläßlich der Aufsichtsratssitzungen am 10.03.2023, 02.06.2023 und am 08.12.2023 ausführlich mündlich und schriftlich Bericht erstattet. Hierbei wurde die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in ihrer Entwicklung, ihrem aktuellen Stand und in ihrer Projektion für die Zukunft dargelegt und erläutert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben den jeweiligen Bericht des Vorstandes bzw. die jeweilige Sitzungsvolage in ihren o.g. Sitzungen im Einzelnen diskutiert. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen voliständig vertreten.

Den Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2023, den Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie den bisherigen Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2024 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17.05.2024 behandelt.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im vergangenen Geschäftsjahr 2023 über die o. g. Sitzungen hinaus regelmäßig abgestimmt. Gegenstand der Beratungen des Aufsichtsrats waren in der Berichtszeit die grundsätzliche Geschäftsentwicklung, der Auftragseingang und die Entwicklung der Kostensituation insbesondere unter Berücksichtigung deutlich und kontinuierlich verbesserter Liquiditätssituation der Gesellschaft.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 für das Geschäftsjahr 2023 ist, wie auch in den letzten Jahren, unter Einbeziehung der Buchführung im Auftrag des Vorstands von der KBHT Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Max-Delbrück-Straße 12 - 16, 51377 Leverkusen erstellt worden. Der Jahresabschluß ist mit der üblichen Abschlussbescheinigung versehen worden. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist ebenfalls, wie auch in den letzten Jahren, durch den Abschlussprüfer, Wirtschaftsprüfer - Steuerberater Christopher & Friedrich Bonato, Twicklerstr. 1, 48691 Vreden geprüft und mit einer nicht modifizierten Bestätigung (uneingeschränktes Testat) versehen worden. Die Ergebnisse der Prüfung wurden mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden vorab am 13.05.2024 und dem gesamten Gremium in der Sitzung vom 17.05.2024 ausführlich besprochen und diskutiert.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 seinerseits geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand bzw. in dessen Auftrag aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Jahresergebnisses, nämlich eine Dividende in Höhe von 0,06 EUR/Aktie auszuschütten und darüber hinaus das Jahresergebnis vorzutragen, schließen wir uns an.

Ebenso wurde der Abhängigkeitsbericht des Vorstandes für den Berichtszeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 durch den Abschlußprüfer geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Testat versehen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind Einwendungen gegen die Schlußerklärung des Vorstandes gemäß Abschnitt Hl. des Berichts nicht zu erheben (8 314 Abs. 3 AktG).

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstandsvorsitzenden, der Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 mit hohem Einsatz und Engagement erfolgreich geleistete Arbeit, die wiederum im Ergebnis wiedergespiegelt ist.

 

Leverkusen, den 17. Mai 2024

Dr. Markus Adams, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TROPPER DATA SERVICE AG, Leverkusen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TROPPER DATA SERVICE AG, Leverkusen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebricht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vreden, 17. Mai 2024

BONATO & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft

Friedrich Bonato, Wirtschaftsprüfer

Christopher Bonato, Wirtschaftsprüfer

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