Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 733620
Vorher
HOHENSTAUFEN DREIHUNDERTDRITTE (303.) Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
23.7.2009
Branche
Herstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung oder Vertrieb von Maschinen jeder Art, insbesondere von Maschinen für spezielle Einsatzbereiche. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisse zu entwickeln, zu konstruieren, herzustellen oder vertreiben

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Terzer
seit 26.7.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOLZ-HER GmbH

Nürtingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HOLZ-HER GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HOLZ-HER GmbH, Nürtingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOLZ-HER GmbH, Nürtingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. 

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 27. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maurer, Wirtschaftsprüfer

Müll, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.938,00 13
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 235.437,00 251
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.662.718,00 2.743
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.690,50 58
2.956.845,50 3.052
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.001,00 35
3.005.784,50 3.100
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 9.533.851,85 11.621
2. Geleistete Anzahlungen 23.155,26 83
9.557.007,11 11.704
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.915.986,33 4.391
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.019.309,24 2.860
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.001.492,83 2.147
8.936.788,40 9.398
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.562.201,69 3.284
20.055.997,20 24.386
C. Rechnungsabgrenzungsposten 125.862,22 116
23.187.643,92 27.602

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000
III. Gewinnvortrag 1.099.174,19 5.580
IV. Jahresüberschuss 4.708.006,47 2.519
6.832.180,66 9.124
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 485.198,90 1.428
2. Sonstige Rückstellungen 959.500,72 1.749
1.444.699,62 3.177
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.202.598,74 7.654
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 703.006,16 1.623
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.674.131,71 4.835
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.245.835,42 1.119
14.825.572,03 15.231
D. Rechnungsabgrenzungsposten 85.191,61 70
23.187.643,92 27.602

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 109.436.075,57 117.562
2. Sonstige betriebliche Erträge 828.663,19 414
110.264.738,76 117.976
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 78.861.669,87 84.329
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.120,17 43
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.488.334,50 9.615
b) Soziale Abgaben 1.818.474,93 1.722
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 807.450,21 796
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.127.908,64 17.820
110.161.958,32 114.325
7. Erträge aus Beteiligungen 5.000.000,00 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.500,03 61
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 81.706,68 83
4.990.793,35 -22
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 372.273,32 1.097
11. Ergebnis nach Steuern 4.721.300,47 2.533
12. Sonstige Steuern 13.294,00 13
13. Jahresüberschuss 4.708.006,47 2.520

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB auf.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgeschriebene davon-Vermerke teilweise durch Angaben im Anhang ersetzt.

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma HOLZ-HER GmbH mit Sitz in Nürtingen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 733620 eingetragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden, da kurzfristiger Natur, zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, das Sachanlagevermögen und die Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Abschreibung der Softwareprogramme erfolgt linear über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren.

Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren linear. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und fiktiver Abgang ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 29,5% im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des hierfür bestehenden Wahlrechts. Passive Latenzen sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

(2) Angaben zum Anteilsbesitz

Die HOLZ-HER GmbH hält 100 % der Anteile an der HOLZ-HER Maschinenbau GmbH, Voits-berg / Österreich.

Ferner hält die HOLZ-HER GmbH 100 % der Anteile an der HOLZ-HER U.S. Inc., Mooresville / USA, die wiederum 100 % der Anteile an der HOLZ-HER Canada Inc., Laval / Canada, hält.

Angaben in Tausend (Landeswährung) Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 Anteil am Kapital
HOLZ-HER Maschinenbau GmbH, Voitsberg, Österreich (EUR) 15.843 185 100%
HOLZ-HER U.S. Inc, Mooresville, USA (USD) 10.308 3.661 100%
HOLZ-HER Canada Inc., Laval, Kanada (CAD) 5.146 1.829 100%

(3) Vorräte

Lager- und Bestandsrisiken wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 392 (Vorjahr TEUR 338) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 22 (Vorjahr TEUR 107) gegenüber Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten daneben Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3). Alle weiteren Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig.

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 25.000 EUR.

(6) Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungskosten in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr TEUR 524) und Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr TEUR 726) enthalten.

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.177 (Vorjahr: TEUR 3.091). Hiervon resultieren TEUR 6.000 (Vorjahr: TEUR 2.800) aus Cashpool-Darlehen. Im Übrigen resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuern TEUR 142 (Vorjahr TEUR 154).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr- innerhalb eines Jahres fällig.

(8) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden zum 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen gemäß folgender tabellarischer Auflistung:

Nr. Art der Verpflichtung Höhe der finanziellen Verpflichtung
1 Gebäudemietvertrag 6.120.143 EUR
2 Leasing Büroelektronik 6.917 EUR

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Dezember 2023 und Juni 2031.

Die Gesellschafterin Michael Weinig Aktiengesellschaft, Tauberbischofsheim, hat am 24. Juni 2022 einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Durch Kreditinanspruchnahmen hieraus bestanden zum Bilanzstichtag bei der Gesellschafterin Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 110.000 gegenüber Kreditinstituten. Darüber hinaus wurden durch die Michael Weinig Aktiengesellschaft sowie andere verbundene Unternehmen Avale in Höhe von TEUR 25.520 in Anspruch genommen. Aus dem abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der Holz-Her GmbH.

Die zugunsten die Michael Weinig Aktiengesellschaft sowie anderen verbundene Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen und Bürgschaften gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die Michael Weinig Aktiengesellschaft sowie die anderen verbundene Unternehmen erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme aus den Gewährleistungen bzw. Bürgschaften nicht zu rechnen ist.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(9) Umsatzerlöse

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und Konstruktion, der Vertrieb sowie der Service von Maschinen und Anlagen für Holzwerkstoffbearbeitung.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Maschinen und Anlagen 90.727 97.510
Übrige 18.709 20.052
Gesamt 109.436 117.562

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 11.148 22.397
Ausland 98.288 95.165
Gesamt 109.436 117.562

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungskursdifferenzen und der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 5) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 82).

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen solche aus Fremdleis-tung, Werbung und Messen, Reisen und Instandhaltungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen und der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 8).

(12) Zinsen und ähnliche Erträge

Die Position beinhaltet TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

(13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet TEUR 81 (Vorjahr TEUR 83) Zinsen an verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

(14) Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern, getrennt nach Gruppen, gliedert sich wie folgt:

2023 2022
Anzahl Anzahl
Angestellte 139 138
Auszubildende 0 0
Summe 139 138

(15) Organe der Gesellschaft

Zum Geschäftsführer war im letzten Geschäftsjahr bestellt:

Herr Gregor Baumbusch, Vorstandsvorsitzender der Michael Weinig Aktiengesellschaft, Tauberbischofsheim

Herr Frank Epple, Kaufmännischer und technischer Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

(16) Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Anteile an der HOLZ-HER GmbH werden zu 100 % von der Michael Weinig Aktiengesellschaft, Tauberbischofsheim, gehalten.

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der HOLZ-HER GmbH, Nürtingen, erstreckt sich gemäß § 271 HGB auf das oberste Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt, die WEINIG International AG, Tauberbischofsheim, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss wird von der WEINIG International AG, mit Sitz in 97941 Tauberbischofsheim, Weinigstraße 2/4 , eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim, Deutschland, unter HRB 560568, konsolidiert, aufgestellt und offengelegt. Die HOLZ-HER GmbH, Nürtingen, wird ebenfalls in den für sie befreienden, nach internationalen Rechnungsvorschriften (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Michael Weinig Aktiengesellschaft, Tauberbischofsheim - Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen - einbezogen.

(17) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

(18) Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar der Abschlussprüfer wird nicht angegeben, da es in den Angaben im Konzernabschluss der WEINIG International AG einbezogen wird.

(19) Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinns i. H. v. EUR 5.807.180,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nürtingen, den 27. März 2024

Gregor Baumbusch, Geschäftsführer

Frank Epple, Geschäftsführer

Anlagenspiegel der HOLZ-HER GmbH zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.087.141,12 9.584,00 0,00 0,00 4.096.725,12
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 274.441,78 2.917,20 0,00 0,00 277.358,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.173.674,51 890.713,11 596.237,87 23.873,90 5.492.023,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.519,40 24.045 0,00 -23.873,90 58.690,50
5.506.635,69 917.675,31 596.237,87 0,00 5.828.073,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.001,00 0,00 0,00 0,00 35.001,00
9.628.777,81 927.259,31 596.237,87 0,00 9.959.799,25
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.074.225,12 8.562,00 0,00 4.082.787,12
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.598,78 18.323,20 0,00 41.921,98
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.430.527,51 780.565,01 381.786,87 2.829.305,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.454.126,29 798.888,21 381.786,87 2.871.227,63
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.528.351,41 807.450,21 381.786,87 6.954.014,75
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.938,00 12.916,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 235.437,00 250.843,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.662.718,00 2.743.147,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.690,50 58.519,40
2.956.845,50 3.052.509,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 35.001,00 35.001,00
3.005.784,50 3.100.426,40

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen

Die HOLZ-HER GmbH, Nürtingen, beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von sekundären Holzbearbeitungsmaschinen im Bereich der handwerklichen Holzwerkstoffbearbeitung sowie dem Erbringen von zugehörigen Serviceleistungen. Die Produktion der Maschinen erfolgt durch die österreichische Tochtergesellschaft HOLZ-HER Maschinenbau GmbH, Voitsberg/Österreich.

Die Gesellschaft ist Mitglied der WEINIG-Gruppe mit Sitz in Tauberbischofsheim.

II. Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,6 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,5 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten.

Nach den Rekordjahren 2021 und 2022 konnte die Branche der Massivholz- und Holzwerkstoffbearbeitungsmaschinen im Jahr 2023 dieses Niveau halten und ausbauen. Das Umsatzniveau lag - ohne Berücksichtigung von Preisbereinigungen - um circa 19 % über dem Vorjahr und weit über dem Durchschnitt des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, welcher im Vergleich zum Vorjahr nur um 9,4 % gestiegen ist. Für den Bereich der sekundären Holzbearbeitungsmaschinen, der die Produkte von HOLZ-HER am aussagekräftigsten repräsentiert, wurde im nicht preisbereinigten Auftragseingang ein Rückgang von 26% zum Vorjahr ermittelt, wobei das vierte Quartal mit nur 4 % hinter dem Vorjahr blieb. Besonders schlecht entwickelte sich die Nachfrage in EURO-Ländern mit einem Rückgang von 28 % zum Vorjahr. Der Branchenumsatz im Bereich der sekundären Holzbearbeitungsmaschinen verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg um 11 %, wobei besonders die Exporte in Nicht- EURO-Länder zulegten. Dies ist bedingt durch die noch guten Auftragsbestände.

III. Geschäftsverlauf

(1) HOLZ-HER GmbH im Vergleich zur Branche

Das Jahr 2023 war geprägt von einem insgesamt positiven, wenn auch fordernden Geschäftsverlauf. Schwerpunkte unserer Tätigkeit war, die Abläufe den sich stetig ändernden Corona- und Liefer-Bedingungen anzupassen und auf das nun sinkende Auftragsvolumen einzustellen. Weiterhin haben wir gemeinsam mit der HOLZ-HER Maschinenbau Strategien für die Minimierung der Auswirkungen der Lieferkettenstörungen erarbeitet, als uns auch auf das sinkende Auftragsvolumen eingestellt. Daneben lag der Fokus der Gesellschaft in der Produktentwicklung, der weiteren Erhöhung der Produktqualität, sowie der Restrukturierung der Service- und Vertriebsorganisation.

Gemessen am relevanten Markt hat sich die HOLZ-HER GmbH auch 2023 angemessen gegen den internationalen Wettbewerb behaupten können und ihre Marktposition trotz teils hohen Rückgängen festigen können.

(2) Auftragseingangsentwicklung

Die Auftragseingänge haben sich deutlich unter unseren Erwartungen zu Geschäftsjahresbeginn entwickelt, konnten das hohe Niveau des Vorjahres nicht wieder erreichen. Der gesamte Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 betrug EUR 76,6 Mio. (Vorjahr: EUR 106,3 Mio.).

Der Schwerpunkt der Auftragseingänge lag nach wie vor in Europa. Besonders starke Rückgänge mussten jedoch - wie auch die Branche - in Deutschland verzeichnet werden. Hintergrund ist, dass 2021 und 2022 viele Coronaförderungen existierten, die das Investitionsklima bei unseren Kunden besserten, so dass teilweise Investitionen vorgezogen wurden.

In Nordamerika konnten unsere Tochtergesellschaften die Vorjahreswerte ebenfalls nicht mehr erreichen. Im Vergleich zu 2022 sank der Auftragseingang der beiden Gesellschaften um circa 30 %.

Ebenfalls gesunken sind die kumulierten Auftragseingänge in Asien sowie in Australien/Neuseeland, teilweise um mehr als 30%. Die weiterhin bestehenden Spannungen im Nahen Osten beeinflussten neben der Pandemie auch im Jahr 2023 die Auftragseingänge im östlichen Mittelmeerraum negativ. In China konnten wir das sehr gute Niveau von 2021 nicht wieder erreichen und verblieben weit hinter den Erwartungen zurück.

Trotz der isoliert betrachtet schwachen Auftragsentwicklung ist die HOLZ-HER GmbH im Jahresverlauf etwas erfolgreicher als der Branchendurchschnitt gewesen, weshalb die Position im Wettbewerb und bei den Kunden leicht verbessert werden konnte.

(3) Technische Entwicklungen

Die Entwicklungsaktivitäten der HOLZ-HER GmbH beinhalteten im Geschäftsjahr 2023 sowohl Neuentwicklungen als auch die Weiterentwicklung bestehender Baureihen und Komponenten. Rund 30 % der Mitarbeiter sind dem Entwicklungsbereich zuzurechnen.

Die HOLZ-HER GmbH ist als Vertriebs-, Service- und Entwicklungsgesellschaft für Serienmaschinen aufgestellt. Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag 2023 in der Erhöhung der Produktqualität und in der Verbreiterung des Produktportfolios.

Bei den Kantenanleimmaschinen wurde in der AURIGA-Baureihe das neue Flaggschiff AURIGA 1308XL MULTI eingeführt. Die STREAMER-Baureihe wurde mit neuen Automatisierungsfunktionen erweitert. Auf der LIGNA wurde das neue RETURN-System zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.In 2024 wird das zweimotorige Formfräsen für die SPRINT-Baureihe eingeführt. Unter Hochdruck wird die neue GLU JET-Generation mit seinen verschiedenen Ausprägungen für alle Maschinenbaureihen in die Serie überführt. Eine Aktualisierung der ACCURA-Baureihe steht ebenfalls auf dem Programm.

Highlight im Bereich der CNC-Bearbeitungszentren war die Einführung der komplett neuen POWER-PIN-Baureihe mit ihrer neuen Werkstückspanntechnik und voller Integration in das Software-Ökosystem der HOLZ-HER-Bearbeitungszentren.

Auf der LIGNA wurde neben der POWER-PIN auch erstmalig eine Roboterzelle in Verbindung mit einer EVOLUTION gezeigt. 2024 werden weitere Robotik-Systeme im Bereich Nesting folgen. Eine neue Type wird die EPICON-Baureihe nach unten abrunden und eine neue EPICON 7245 für die Massivholz- und Fensterbearbeitung wird auf der HOLZ-HANDWERK vorgestellt. Fokus in der Entwicklung im CNC-Bereich wird sein, das Produktportfolio mit neuen Baureihen zu erweitern und neue Optionen für bestehende Baureihen zu entwickeln.

Im Plattenzuschnitt wurde die ZENTREX mit dem XL-Paket präsentiert. Im Jahr 2024 sollen erste Druckbalkensägen mit der neuen Steuerungsgeneration und komplett neuer intuitiver Bedienoberfläche gebaut werden und dann Anfang 2025 in Serie gehen.

Im Automatisierungsbereich System Solutions konnten einige neue Installationen in Betrieb genommen werden. Das Automation Pro - System wurde wiederum mit neuen, teils kundenspezifischen Funktionen, unter anderem im Bereich der Handlagerplätze, erweitert.

Der Fokus im Bereich System Solutions liegt für 2024 sicherlich im Bereich Robotik.

(4) Beschäftigung und Mitarbeiter

Bei zuletzt 139 Mitarbeitern wurde die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresverlauf leicht reduziert. Für das Jahr 2024 planen wir, den Personalstand auf gleichem Niveau zu belassen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde erstmalig ein dualer Studienplatz erfolgreich besetzt.

IV. Ertragslage

(1) Umsatzentwicklung

Das schlechte Auftragsniveau, die jedoch noch guten Auftragsbestände ermöglichten uns einen nur marginalen Umsatzrückgang um 6,9 % auf EUR 109,4 Mio. (Vorjahr: EUR 117,6 Mio.). Ernüchternd ist, dass der Umsatz in vielen Regionen gesunken ist. Selbst Deutschland und Österreich, seit jeher ein konstanter Absatzmarkt für Holz-Her sind im Geschäftsjahr 2023 eingebrochen. Ausnahmen bildeten lediglich Asien, ins besondere Japan und Korea, die Benelux Länder als auch mittel- und osteuropäische Länder. Aufgrund des russisch geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen sind Geschäfte mit beiden Ländern zum Erliegen gekommen.

(2) Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis vor Steuern von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) lag weit unter dem Vorjahresniveau und der Planung, insbesondere aufgrund der Verschlechterung des operativen Ergebnisses. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % auf 109,4 Mio. EUR reduziert. Der operative Ergebnisrückgang resultiert vor allem aus den erhöhten Vertriebs- und Reiseaufwendungen, die durch die Coronapandemie in den Vorjahren deutlich geringer waren. Der Personalaufwand sank im Vorjahresvergleich um 0,3 %. Für 2024 wird eine Steigerung aufgrund Gehaltsanpassungen erwartet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden überproportional zum Umsatz um 7,3 % gesteigert, was im Wesentlichen auf erhöhte umsatzabhängige Provisionen und Fremdleistungsaufwendungen, Frachtaufwendungen, Energie- und Raumkosten sowie gestiegene Werbe- und Messekosten zurückzuführen ist. Der Materialaufwand sank um 6,5 % auf EUR 78,9 Mio. Der Rückgang des Materialaufwandes ist hauptsächlich bedingt durch den Umsatzrückgang.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern wird ein Jahresüberschuss von EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.) ausgewiesen.

V. Finanzlage

(3) Finanzlage und Kapitalstruktur

Die HOLZ-HER GmbH ist mit einer Eigenkapitalquote von 29,5 % (Vorjahr 33,0 %) hinreichend mit Eigenkapital ausgestattet. Die Liquidität ist im Rahmen von Darlehens- und Cashpool-Verträgen mit der Muttergesellschaft langfristig gesichert. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Für Bankverbindlichkeiten und Avale von verbundenen Unternehmen besteht eine Mithaftung.

VI. Vermögenslage

(4) Bilanz

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,4 Mio. (= 16,0 %) verringert. Auf der Aktivseite gab es insbesondere im Umlaufvermögen Verschiebungen. So sanken vor allem die Vorräte (-18,3 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (-10,8%), und die sonstigen Vermögensgegenstände um 53,4%, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 40,5 % gestiegen sind. Der Zahlungsmittelbestand lag bei EUR 1,6 Mio. (Vorjahr EUR 3,3 Mio.).

Die Veränderungen des Anlagevermögens stehen in Zusammenhang mit Mietereinbauten für die neuen Räumlichkeiten in Nürtingen, angeschaffte Betriebs- und Geschäftsausstattung und dem höheren Abgang von Vorführmaschinen im Verhältnis zum Zugang.

Auf der Passivseite konnten die Verbindlichkeiten leicht reduziert werden. Zum Bilanzstichtag betrugen sie insgesamt EUR 14,8 Mio. (Vorjahr EUR 15,2 Mio.). Es gab innerhalb der Verbindlichkeiten eine deutliche Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen auf EUR 3,2 Mio. (Vorjahr EUR 7,7 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um EUR 0,9 Mio., wohingegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 9,6 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.) gestiegen sind. Das Eigenkapital ist durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss von EUR 4,7 Mio. abzüglich einer an den Gesellschafter ausgeschütteten Dividende i.H.v. EUR 7,0 Mio. auf EUR 6,8 Mio. (Vorjahr EUR 9,1 Mio.) gesunken.

(5) Investitionen und Finanzierung

Bei den im Geschäftsjahr 2023 getätigten Anlagenzugängen handelte es sich im Wesentlichen um Ersatzmaßnahmen bei Betriebs- und Geschäftsausstattung, IT-Hard- und Software sowie Fahrzeuginvestitionen und Ausstellungsmaschinen.

Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von TEUR 526 geplant. Schwerpunkt werden der Ersatz unseres Fuhrparks, vereinzelte Vorführmaschinen und Ersatz von IT-Ausstattung (Hardware und Software) sein. Diese IT-Investitionen dienen der Rationalisierung und Verbesserung der EDV-Systeme.

VII. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen des innerhalb der WEINIG Gruppe eingerichteten Risikofrüherkennungssystems wurden im Geschäftsjahr 2023 für die HOLZ-HER GmbH regelmäßig Risikoanalysen durchgeführt und die identifizierten Risiken überprüft. Die internen Kontrollmechanismen sind funktionsfähig und geeignet, Risiken frühzeitig zu erkennen und, soweit möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Ein monatliches Berichtswesen sowie monatliche Abschlüsse geben zeitnah Aufschluss über die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Als Lieferant von Investitionsgütern beliefert die HOLZ-HER GmbH sowohl handwerklich tätige Betriebe als auch Industriekunden in unterschiedlicher Größe. Viele Kunden werden jedoch durch die Gesellschaft nicht direkt, sondern über Zwischenhändler bedient. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder einzelnen Landesmärkten bestehen nicht.

Für die HOLZ-HER GmbH bestehen grundsätzlich Beschaffungs-, Bestands-, Entwicklungs-, Produkt-, Absatz-, Ertrags-, Liquiditäts-, Ausfall-, Länder- und Umsatzrisiken.

Mit dem Beginn der Ukraine-Krise zu Anfang des Geschäftsjahres 2022 und den als Reaktion darauf verhängten Sanktionen gegen Russland, kam es weltweit zu erheblichen Kostensteigerungen im Energiesektor, als auch einer sehr hohen Inflation in Deutschland. Diese Kombination führte im Jahresverlauf dazu, dass viele Branchen signifikante Preissteigerungen erlebt haben.

Die Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen und der Ukraine-Krise beeinflussen im besonderen Maße die Entwicklung der Wirtschaft in Europa sowie die Stabilität der internationalen Finanzmärkte. Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass die Eskalationsspirale nicht weiter intensiviert wird. Aktuelle Entwicklungen weisen darauf hin, dass die derzeitige Situation nachhaltige Auswirkungen auf die einst etablierten globalen Wirtschaftsbeziehungen haben wird.

Weitere Risiken stellen andere fortbestehende geopolitische Krisen sowie mögliche Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten dar. Der steigenden Inflation wird weltweit von den Noten- und Zentralbanken mit der Anhebung des Leitzinses begegnet. Auch wenn dies ein zu erwartender Schritt gewesen ist, werden wir erst im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 die tatsächlichen Folgen dieser Maßnahmen beurteilen können. Tendenziell ist jedoch davon auszugehen, dass große Investitionen weiterhin eher zurückgehalten werden.

In diesem volatilen Marktumfeld gehen wir aufgrund unserer guten Marktposition im Bereich der Herstellung von Maschinen für die Bearbeitung von Holzwerkstoffen und wegen unserer Ausrichtung auf vielversprechende Wachstumsfelder davon aus, dass HOLZ-HER GmbH in dem aktuell durch Unsicherheiten geprägten Marktumfeld seine Marktposition behaupten wird.

Unter Berücksichtigung der zurzeit verfügbaren Informationen sind bestandsgefährdende Risiken in der künftigen Entwicklung - auch nach Würdigung potenzieller Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der erst neulich sich andeutenden Probleme im Bankensektor - auf unser Unternehmen derzeit nicht erkennbar. Chancen sehen wir in der strategischen Ausrichtung der WEINIG Gruppe, die es HOLZ-HER als eigenständige Division ermöglicht, neue Absatzmärkte zu erschließen. Sollten sich im Verlauf des Jahres 2024 die Lieferketten weiter entspannen und auch die Zinsen nicht weiter steigen, werden wir an der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen können.

Eine zentrale Chance stellt für uns 2024 die Weiterentwicklung der Vertriebs- und Serviceorganisation dar. Durch die weitere Umstellung, den vollzogenen Kapazitätsaufbau und vor allem die engere Verzahnung mit dem Service erwarten wir positive Ergebnisse bei der Kundenbetreuung. Effekte im Auftragseingang und Umsatz werden wir voraussichtlich erst in den folgenden Jahren erkennen. Die Serviceorganisation durchläuft derzeit eine Reorganisation mit dem Ziel der Erhöhung der Kundenzufriedenheit und des Umsatzes vor allem über verringerte Reaktionszeiten und professionalisierter Prozesse. Eine weitere Chance sehen wir in den Produktinnovationen im Jahr 2024.

VIII. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China.

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Nach Ansicht des ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) dürfte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 allenfalls verhalten zulegen. Das Institut rechnet für 2024 nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,7 Prozent. Mit dem im Haushaltsausschuss vereinbarten Bundeshaushalt wurden nach Schätzung des ifo Instituts zusätzliche Einsparungen in Höhe von knapp 19 Milliarden Euro beschlossen. Unternehmen und Haushalte werden dadurch mehr belastet oder weniger entlastet, und die Staatsausgaben werden gekürzt. Unter dem Strich wird das die gesamtwirtschaftliche Erholung etwas dämpfen. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, und der Zinshöhepunkt dürfte nach Ansicht des Instituts bereits überschritten sein. Das Institut rechnet mit einer Inflationsrate von 2,2 Prozent für 2024. Damit läge sie nur noch geringfügig über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 % der EZB. Kapitalmarkt- und Kreditzinsen sinken bereits seit Anfang November, und im Frühsommer dürfte die Europäische Zentralbank eine erste Leitzinssenkung beschließen. Diese Entwicklung dürfte auch die deutschen Absatzmärkte stützen, zumal auch dort mit einem Kaufkraftplus zu rechnen ist. Schließlich sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im laufenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. Insgesamt jedoch dürfte selbst das Jahresende 2024 noch schwach ausfallen.

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, und der Maschinenbau ist als reiner Investitionsgüterlieferant ein Spätzykliker. Zwar gibt es erste, noch sehr zaghafte Signale, dass ein Tiefpunkt der Bestellungen bald erreicht ist. Das ifo-Geschäftsklima für den Maschinenbau hat sich zuletzt stabilisiert, und der Orderrückgang hat sich zum Jahresende 2023 etwas abgeschwächt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung bei der Auslandsnachfrage noch nicht als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Aufgrund der trüben Aussichten haben viele Unternehmen ihre Einstellungsabsichten derzeit zwar zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

Wir gehen im aktuellen Planungsszenario für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass der Auftragseingang ähnlich dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Im Januar 2024 lagen wir zwar noch deutlich unter dem Vorjahresniveau, hoffen aber durch die in diesem Jahr stattfindende Messe in Nürnberg vermehrt Aufträge akquirieren zu können. Das Niveau des Vorjahres konnten wir im Februar und März ebenfalls noch nicht erreichen. Wir erwarten trotz der aktuellen wirtschaftlichen Krisen eine Umsatzentwicklung, die deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023 anknüpft und das Vorjahresniveau nicht erreicht. Das um mögliche Beteiligungserträge bereinigte Ergebnis wird dabei jedoch durch die stark gestiegenen Faktorpreise leicht unter dem des Jahres 2023 liegen. Belastend werden sich voraussichtlich vor allem die Preiserhöhungen unserer Lieferanten und steigende Personalaufwendungen aufgrund von notwendigen Gehaltsanpassungen auswirken, als auch stetig sich verteuernde Fremdleistungen.

 

Nürtingen, 27. März 2024

Gregor Baumbusch, Geschäftsführer

Frank Epple, Geschäftsführer

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