Klostermalz CMC GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Malz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Schenkel seit 13.1.2025 | Prokura |
Helene Wagner seit 5.2.2021 | Geschäftsführer |
Dipl.-Kfm. Bergler, Stephan Dipl.-Braumeister seit 18.7.2018 | Geschäftsführer |
Stefan Dipl.-Ing. Soiné seit 15.9.2017 | Geschäftsführer |
Mike Schmeißer seit 8.7.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 53.01% | |
IREKS GmbHEigenbeteiligung | 38.83% |
| 8.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IREKS GmbHKulmbachJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS1. Geschäftsmodell Unser Unternehmen beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Vorprodukten zur Weiterverarbeitung in der nationalen und internationalen Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft. Seit 165 Jahren sind wir zuverlässiger Partner unserer Kunden und überzeugen Abnehmer in über 90 Ländern mit erstklassigen Produkten und kreativen Produktideen. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Weltwirtschaft - Nach dem deutlichen Rückgang der weltweiten Produktion infolge der Corona-Krise in 2020 (-3,1%), erholte sich die Konjunktur in 2021 erwartungsgemäß. Allerdings hat die Erholung der Weltwirtschaft ab der Jahresmitte an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus die wirtschaftliche Aktivität, Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion, die Unsicherheiten nahmen deutlich zu und die chinesische Wirtschaft scheint aus dem Tritt geraten zu sein. In den USA sorgte zudem das Auslaufen fiskalischer Impulse seitens der Regierung für nachlassende Konsumfreude. Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2021 mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,7%. Europa - Auch in der Eurozone (+5,1%) war in allen Mitgliedsländern ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen. Hier waren die Infektionszahlen zumeist erst relativ spät in 2021 wieder gestiegen. Besonders Irland (+13,9%), Estland (+9,8%) und Griechenland (+8,9%) verzeichneten hohe Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt. Insgesamt blieb die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone aber hinter dem vor der Krise erreichten Produktionsniveau zurück. Deutschland - Die Erholung der deutschen Wirtschaft wurde durch das starke Infektionsgeschehen durch die vierte Corona-Welle in den Wintermonaten sowie Lieferengpässe in der Industrieproduktion spürbar ausgebremst (+2,6%). Nach wie vor beeinträchtigt Corona insbesondere im persönlichen Dienstleistungsbereich die Konjunkturentwicklung. Der Ukrainekonflikt wird sich in erheblichem Maße negativ auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen weltweit auswirken. 3. Absatz- und Umsatzentwicklung / Branchenkonjunktur Die Corona-Pandemie beeinträchtigte auch in 2021 unsere geschäftliche Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen und Ländermärkten teilweise nicht unerheblich. Im Backzutatenbereich konnten die Verluste durch die Lockdown-Maßnahmen bereits im Vorjahr stark begrenzt werden, sodass man in 2021 fast wieder an das Geschäftsvolumen aus 2019 anknüpfen konnte. International traten insbesondere ab dem 2. Quartal 2021 nahezu überall Erholungseffekte ein. Vor allem in den Touristenhochburgen (z.B. Italien, Kroatien, Spanien, Türkei etc.) konnten die Absätze von den Lockerungen und den damit verbundenen anziehenden Touristenzahlen profitieren, aber auch in nahezu allen anderen Ländern konnten die Verluste des Vorjahres weitestgehend aufgeholt bzw. sogar überkompensiert werden. Durch die Gründung der EICHENMÜHLE GmbH und der Beteiligung an der MONDO LIEVITO MADRE S.r.l. haben wir unser Firmen- und Produktportfolio deutlich erweitert und somit entlang der Wertschöpfungskette im Backzutatenbereich an Stärke gewonnen. Im Geschäftsbereich Malz ist ein deutlicher Rückgang der aus deutscher Ernte zur Verfügung stehenden Qualitätsbraugerste zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang sind, neben einer starken Anbauflächenreduktion, mangelnde Sonneneinstrahlung sowie starke Niederschlagsereignisse während der Aufwuchs- und Erntezeit. Auch im übrigen Europa waren die Ergebnisse oftmals unterdurchschnittlich. Zeitgleich war eine starke internationale Nachfrage zu verzeichnen, weshalb die Braugerstenpreise bisher nicht erwartete bzw. gekannte Höhen erreicht haben. Der Malzabsatz erholte sich durch die Öffnungsschritte der Regierungen ab dem Frühjahr 2021. Das Gastronomie- und Tourismusgeschäft hatte deutlich an Fahrt gewonnen, nachdem zuvor der Zusammenbruch des Fassbiergeschäftes zu drastischen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit geführt hatte. Mit der Verschärfung der Pandemielage ab dem Herbst / Winter 2021 waren wieder geringere Absatzimpulse zu verzeichnen. Insgesamt kann jedoch vor dem Hintergrund eines merklich rückläufigen Bierkonsums und der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurückgeblickt werden. 4. Beschaffung, Produktion, Forschung Die Beschaffung der benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unserer Sachanlagegüter und der in Anspruch genommenen Dienstleistungen orientiert sich wie schon in der Vergangenheit vorrangig an der Gewähr für Zuverlässigkeit und Qualität sowie der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Unseren Forschungs-, Entwicklungs-, Produktsicherheits- bzw. allgemein unseren Qualitätsmanagementaktivitäten wird weiterhin höchste Priorität eingeräumt. Der Fokus liegt dabei auf innovativen Produkten bzw. Produktvarianten, individuellen Lösungen für Kundenanforderungen, Verbesserung der Produktqualität und der Optimierung der Fertigungsprozesse. Unser Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001, EU-Ökoverordnung und zahlreichen weiteren branchenüblichen Standards zertifiziert. 5. Investitionen Unter den zahlreichen Investitionsmaßnahmen, die in 2021 im In- und Ausland in Angriff genommen wurden, sind insbesondere der Bau eines Technikums und einer Backakademie sowie die Erweiterung im Bereich der Außensilos in Kulmbach herauszustellen. Dabei sind derzeit im Baubereich teilweise massive Preissteigerungen und Ausführungsverzögerungen zu beobachten. 6. Personal- und Sozialbereich Unser Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.117 (Vorjahr 1.115) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitkräfte). Mit unseren hoch motivierten Teams war es uns wiederum möglich, der ständig wachsenden Komplexität der Marktanforderungen gerecht zu werden. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als coronabedingt in unseren Betrieben weltweit immer wieder spürbare Arbeitsausfälle zu bewältigen waren. Eine ausgewogene Altersstruktur zählt zu den bewährten Grundlagen unserer langfristig ausgerichteten Personalpolitik, zu der traditionell die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen einen wichtigen Beitrag leistet. Langjährig bewährt hat sich auch die Pflege eines guten Betriebsklimas, wozu beachtliche freiwillige Sozialleistungen sowie die Förderung der laufenden persönlichen und fachlichen Weiterbildung unserer Mitarbeiter gehören. 7. Unternehmensführung (Erklärung gem. § 289f Abs. 4 HGB) Für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 betragen die Zielvorgaben: Aufsichtsrat 0 %; Geschäftsführung 16,67 %. Aktuell beträgt der Anteil an weiblichen Führungskräften im Aufsichtsrat 0 %. In der Geschäftsführung beträgt der Anteil im Geschäftsjahr 2021 16,67%. 8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 weist eine Bilanzsumme von TEUR 679.273 (Vorjahr TEUR 664.481) aus. Das Eigenkapital beträgt TEUR 432.723 (Vorjahr TEUR 408.783), es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 63,70 % (Vorjahr 61,52 %). Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 27.791 (Vorjahr TEUR 12.270) erwirtschaftet. Der Anstieg des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf das gestiegene Finanz- und Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT, Cashflow und die Eigenkapitalquote heran. Die nachstehende Tabelle vermittelt einen zusammenfassenden Überblick:
Unsere Vermögens- und Finanzlage sprechen für sich. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als gut einzustufen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten auch im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch entsprechende liquide Vermögenswerte gedeckt. B. BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS1. Voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens Prognosen unserer geschäftlichen Entwicklung sind derzeit mit hoher Unsicherheit behaftet. Rohstoffpreiseexplosion und -knappheit, Corona-Pandemie sowie vor allem der Ukraine-Konflikt verbunden mit wechselseitigen Sanktionen mit der Russischen Föderation beeinträchtigen unsere Absatzentwicklung im In- und Ausland. In welchem Umfang und für wie lange diese ungeahnten Risikofaktoren bestehen bleiben kann derzeit nur geschätzt werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass frühestens 2023 mit einer partiellen Entspannung der geopolitischen und pandemischen Lage sowie einer langsamen Erholung im Bezug auf die Versorgungssicherheit zu rechnen ist. Ertragsseitig treten derzeit viele Kostensteigerungsfaktoren (Rohstoffe, Energie, Transportwege, Personalkosten etc.) gleichzeitig ein. Die zukünftige Entwicklung hängt daher im Wesentlichen davon ab, inwiefern es gelingt, die Belastungsfaktoren durch Preiserhöhungen, Absatzmengensteigerungen und interne Kostensenkungsmaßnahmen zu kompensieren. Hierzu stehen wir im engen Kontakt mit unseren Partnern auf der Zulieferer- und Abnehmerseite, um konsequent entstehende zusätzliche Kosten möglichst vollumfänglich weiterverrechnen zu können. Für 2022 ist daher in Summe aller vorgenannten Faktoren eine weitere erhebliche Ergebnisbelastung im operativen Geschäft zu erwarten. Darüber hinaus können auch die erkennbaren Volatilitäten an den internationalen Finanzmärkten entsprechend ausgeprägten Abwertungs- bedarf für unser Wertpapierportfolio auslösen. 2. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Potenzielle Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens haben können, werden systematisch laufend überwacht und analysiert. Als Hauptrisiken für unser Unternehmen sehen wir neben den allgemeinen insbesondere politisch veranlassten Versorgungsrisiken die marktbedingten Risiken für unser Malz- und Backzutatengeschäft an. Der anhaltende Konsolidierungs- und Wettbewerbsdruck in der Brauwirtschaft und im Backgewerbe in Verbindung mit deutlich gestiegenen Volatilitäten auf den Beschaffungsmärkten engen die Spielräume für notwendige Preisanpassungen stark ein. Noch nicht absehbar ist, wie lange sich die Ausbreitung des Corona-Virus negativ auf unser Geschäft auswirken wird. Ein weiteres Risiko besteht durch die zunehmenden Turbulenzen auf unseren Rohstoffmärkten. Die negativ wetterbedingten Einflüsse in den Hauptanbaugebieten bringen hohe Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit und die Qualität der von uns benötigten Rohstoffe, verbunden mit starken Preisschwankungen mit sich. Durch die Kriegshandlungen in der Ukraine fallen bedeutende Anbaugebiete weitgehend aus, so dass wir mit einer weiteren Verknappung und deutlichen Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten rechnen müssen. Auch die Energiepreise sind bereits deutlich angestiegen. Durch den sukzessiven Ausbau unserer Rohstofflagerkapazitäten werden wir in schwierigen Beschaffungssituationen die Möglichkeit haben, verfügbare Rohstoffe unmittelbar in unserem Verfügungsbereich einzulagern und auf diese Weise unabhängiger von Verfügbarkeits- und Preisvolatilitäten zu werden. Darüber hinaus begegnen wir den schwierigen Rahmenbedingungen durch die Entwicklung von Produktinnovationen und -verbesserungen und die schrittweise Verbreiterung unserer Geschäftsgrundlagen im Konzernverbund. Schadensrisiken für versicherbare Sach- und Haftungsschäden sind aus unserer Sicht in ausreichendem Umfang durch Versicherungen abgedeckt. Durch systematisches Debitorenmanagement überwachen wir Bonitätsveränderungen und begrenzen Ausfallsrisiken. Bei der Risikoüberprüfung haben wir unmittelbar bestandsgefährdende Risiken für unser Unternehmen bisher nicht identifiziert. Zur Bewältigung der identifizierten Risiken wurden aus unserer Sicht hinreichende Maßnahmen getroffen. Die weitere Entwicklung des Gesamtunternehmens ist vor allem wegen der nicht vorhersehbaren Auswirkung des Krieges in der Ukraine derzeit besonders schwer zu übersehen. Aufgrund unserer umfangreichen generellen Risiko-Vorsorgemaßnahmen sind wir allerdings davon überzeugt, die obwaltenden Krisen zu bewältigen. C. AUSBLICK, PERSPEKTIVEN UND CHANCENIn Deutschland wie in den meisten anderen Ländern werden die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sukzessiv zurückgefahren, was eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Lage erwarten lassen sollte. Allerdings kann das Auftreten neuer Virusmutationen und damit einhergehende neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen und zeigt auch für uns mittelbar die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen und Energie aus den betroffenen Regionen. Sollte die Verfügbarkeit von Erdgas in Deutschland eingeschränkt werden, könnte es auch für hiesige systemrelevante Lebensmittelproduzenten zum Produktionsstopp kommen. Die Ukraine gilt als einer der größten Getreideexporteure der Welt. Ein Lieferausfall bei Weizen, Gerste aber auch Ölsaaten wird zu weiteren beträchtlichen Verwerfungen am Rohstoffmarkt führen und birgt darüber hinaus das potenzielle Risiko von größeren Störungen der Lieferketten und von weiteren Rohstoffkostensteigerungen. Zudem werden die aktuell gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen der EU möglicherweise weiter verschärft und mit Gegenreaktionen seitens Russland beantwortet, was wiederum den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland sowie im gesamten Euroraum bremsen dürfte. Unsere Betriebe in Deutschland und im Ausland sind, wenn auch oft nur mittelbar, betroffen. Die bereits vor dem Kriegsausbruch kräftig anziehende Preisentwicklung bei für uns relevanten Agrar-Rohstoffen und Energieträgern hat seither zum Teil in ungewohnt hohem Ausmaß zugenommen. Nicht erst in jüngster Zeit haben wir intern versucht, uns durch permanente Bildung entsprechender finanzieller Rücklagen, fortlaufende Investitionen, Pflege langjähriger Partnerschaften, Aufbau von intakten Lieferketten und permanente Effizienzsteigerungen widerstandsfähig auch gegen schwerere Krisen zu machen. Wir sind uns der Herausforderungen des Jahres 2022 bewusst, vertrauen dabei besonders auf unser bewährtes Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen gilt unser Dank für die hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft sowie Treue und Verbundenheit zum Unternehmen. Darauf zählen wir auch in 2022.
Kulmbach, 31. März 2022 IREKS GmbH Die Geschäftsleitung gez. Hans Albert Ruckdeschel gez. Stefan Soiné gez. Lutz Hager gez. Dr. Sabine Krätzschmar gez. Dr. Mathias Warwel gez. Stephan Bergler gez. Olaf Lewe Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021Allgemeines Die IREKS GmbH, mit Sitz in Kulmbach, wird beim Amtsgericht Bayreuth unter Nr. HRB 86 geführt. Der Jahresabschluss der IREKS GmbH ist nach den für große Kapitalgesellschaften gültigen Vorschriften erstellt, wobei die Bilanz wie in den Vorjahren nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt worden ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren. Aus dem Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" wurden im Geschäftsjahr aufgrund der Beteiligungsverhältnisse TEUR 2.102 in den Posten "Beteiligungen" umgegliedert. Der Vorjahresbetrag wurde nicht angepasst (TEUR 2.102). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In den Anschaffungskosten sind Anschaffungsnebenkosten enthalten. Anschaffungskostenminderungen, die dem einzelnen Wirtschaftsgut zugeordnet werden können, sind - mit Ausnahme der Investitionszuschüsse, die passivisch im Rahmen eines Abgrenzungspostens ausgewiesen werden - abgesetzt. Eigenleistungen werden mit durchschnittlichen Stundenlöhnen für Betriebshandwerker zuzüglich eines Gemeinkostenaufschlags von 60 v. H. bewertet. Die planmäßige Abschreibung der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer geschätzt. Soweit in früheren Jahren Sonderabschreibungen nach steuerlichen Vorschriften in Anspruch genommen worden sind, hat die Gesellschaft vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert oder beizulegenden Wert angesetzt. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie Ausleihungen, die auf fremde Währung lauten, sind zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Anschaffung umgerechnet worden. Ist der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag niedriger, wird dieser angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorratsbestände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bzw. beizulegenden Wert angesetzt. Für Betriebsmaterial wurde ein Festwert gebildet. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten die Pflichtbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, vermindert um erkennbare Einzelrisiken, angesetzt. Zudem ist bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung aufgrund des allgemeinen Kreditrisikos abgesetzt worden. Soweit in fremder Währung fakturiert wurde, erfolgt die Bewertung mit dem Wechselkurs am Tag der Rechnungsstellung bzw. dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Der Ausweis von eigenen Anteilen erfolgt gemäß § 272 Abs. 1a HGB auf der Passivseite. Die sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Wechselkurs oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Flüssige Mittel sind grundsätzlich mit ihren Nennbeträgen angesetzt. In fremder Währung bestehende Bestände sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der nicht angesetzte Überhang aktiver latenter Steuern ergibt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei sonstigen Wertpapieren, sonstigen Rückstellungen, Pensionsrückstellungen und steuerlichen Ausgleichsposten der Firmen IRUSO GmbH, LUMEN GmbH Nährmittel- und Maschinenfabrik und Dreidoppel GmbH. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe von rund 30 % herangezogen. Abgrenzungsposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen In diesen Sonderposten eingestellt sind Zuschüsse für den Neubau einer Backzutatenfabrik. Der Abgrenzungsposten wird über die Nutzungsdauer der jeweils begünstigten Investitionen ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen Die Rückstellungen decken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen ab. Für die Pensionsrückstellungen sind die versicherungsmathematischen Berechnungen unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens vorgenommen worden. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,87 % sowie die erwarteten Entgeltsteigerungen in einer Bandbreite zwischen 2 und 5 % p. a. zugrunde gelegt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Berechnungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und Abs. 6 HGB durchgeführt. Der sich hierbei ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 2.204 (Vj. TEUR 2.660). Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen vor dem 01.01.1987 sind in voller Höhe zurückgestellt. Für die mögliche Inanspruchnahme der Gesellschaft als Trägerunternehmen des IREKS-Unterstützungsverein in Kulmbach e. V., Kulmbach (U-Kasse) wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem tatsächlichen Kassenvermögen und dem Teilwert der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,87 % und der erwarteten Rentensteigerung in voller Höhe zurückgestellt. Die Berechnungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und Abs. 6 HGB durchgeführt. Der sich hierbei ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 6.229 (Vj. TEUR 7.367). Für Jubiläumsgelder wurde die Rückstellung unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,35 % sowie der erwarteten Entgeltsteigerungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Die Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von EUR 50.199,00 wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Vermögensgegenständen der Aktivseite mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von EUR 34.626,92 verrechnet. Aufwandsrückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB a. F. sind für Abbruchkosten von stillgelegten Betriebsgebäuden gebildet. Vom Beibehaltungswahlrecht für Aufwandsrückstellungen wurde gemäß Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für künftige Instandhaltungsmaßnahmen gebildet, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten entsprechen den Erfüllungsbeträgen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Einzelposten ist aus folgendem Anlagenspiegel ersichtlich: Anlagespiegel zum 31.12.2021
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Die abgeführten Gewinne der Dreidoppel GmbH sowie der Malzfabrik Schweinfurt GmbH und die auszugleichenden Verluste der IRUSO GmbH sowie der LUMEN GmbH, Nährmittel- und Maschinenfabrik sind wegen der bestehenden Ergebnisabführungsverträge im Beteiligungsergebnis der Gesellschaft enthalten. Die Angaben zur Kulmbacher Unima Malzfabrik G.m.b.H. beziehen sich auf den Bilanzstichtag zum 30.09.2021 und die Angaben zur JRB Verwaltungsgesellschaft mbH auf den Bilanzstichtag zum 30.06.2021. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Finanzverkehr. Sonstige Vermögensgegenstände Die Position enthält Steuererstattungsansprüche von EUR 5.905.183,98 (Vj. TEUR 6.907) und abgegrenzte Zinserträge aus Wertpapieren in Höhe von EUR 542.701,16 (Vj. TEUR 525), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind EUR 9.295,48 (Vj. TEUR 27) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt dar:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen beinhalten die unmittelbaren Verpflichtungen für laufende Renten und Rentenanwartschaften in Höhe von EUR 27.230.277,00 (Vj. TEUR 25.008) sowie die Zuweisung zur U-Kasse, der die Alterssicherung für Mitarbeiter ohne Direktzusage obliegt. Ferner sind in Ausübung des Passivierungswahlrechts für die Subsidiärhaftung als Trägerunternehmen der rechtlich selbstständigen U-Kasse EUR 40.909.000,00 (Vj. TEUR 33.877) zurückgestellt, die das bestehende Risiko in voller Höhe abdecken. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Arten sowie Restlaufzeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
Sicherheiten wurden mit Ausnahme von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten nicht gewährt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Finanzverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 25.127.526,05 (Vj. TEUR 26.361) enthalten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Gründe für eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind derzeit nicht ersichtlich. Neben den Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmeverträgen mit der IRUSO GmbH, der Dreidoppel GmbH, der LUMEN GmbH, Nährmittel- und Maschinenfabrik, der IREKS GmbH International Beteiligungsgesellschaft, der IREKS Beteiligungs-GmbH, der Malzfabrik Schweinfurt GmbH und der WIB GmbH, die die Gesellschaft während der Vertragslaufzeit zum Ausgleich von Verlusten verpflichten, bestehen wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen für ein Erbbaurecht in Höhe von TEUR 2.107 bezogen auf die Gesamtlaufzeit sowie aus dem Bestellobligo für Investitionen und aus Kontrakten in geschäftsüblichem Umfang. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Nach geographisch bestimmten Märkten gliedert sich der Umsatz wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die Position beinhaltet folgende periodenfremde Posten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 222 (Vj. TEUR 219) sowie periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 136 - im Wesentlichen aus Forderungsberichtigungen von TEUR 120 - enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, getrennt nach Gruppen, zeigt folgende Übersicht:
Beziehungen zu Unternehmensorganen Geschäftsführung:
Aufsichtsrat:
Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt als oberstes Mutterunternehmen einen nach § 264 HGB befreienden Konzernabschluss für ihre Tochtergesellschaften auf. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers innerhalb der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Die Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird im Konzernabschluss gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Seit Anfang 2020 hat die Corona-Krise mit ihren umfassenden Auswirkungen auf das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben auch für unser Unternehmen weitreichende Konsequenzen, auch wenn der negative Effekt im operativen Bereich nicht so ausgeprägt war, wie zunächst befürchtet. Infolge der aus der Ukraine-Krise resultierenden Energie- und Rohstoffverknappung erwarten wir deutliche Kostensteigerungen in allen Unternehmensbereichen, die den Druck auf unsere künftigen Ertragsmargen weiter erhöhen werden. Die vorgenannten Entwicklungen könnten bei einem verschärften Krisengeschehen entsprechenden Bewertungsdruck insbesondere auch auf die Wertpapierbestände auslösen. Bedingt durch die gute Kapitalausstattung unseres Unternehmens sehen wir uns gut gerüstet, die negativen Folgen solcher Krisensituationen zu bewältigen.
Kulmbach, 31. März 2022 Die Geschäftsführung gez. Hans Albert Ruckdeschel gez. Stefan Soiné gez. Lutz Hager gez. Dr. Sabine Krätzschmar gez. Dr. Mathias Warwel gez. Stephan Bergler gez. Olaf Lewe Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IREKS GmbH, Kulmbach Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der IREKS GmbH, Kulmbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IREKS GmbH, Kulmbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9a) und b) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Organmitglieder, der ehemaligen Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie die dafür gebildeten Rückstellungen nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, den 12. April 2022 ROSENSCHON
. STIEFLER . WAHA . Partnerschaft mbB
Bernhard Leisner, Wirtschaftsprüfer Ottmar Stiefler, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss vom 28. Juli 2022 Der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2021 schließt, nach Einstellung von EUR 24.000.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen, unter Hinzuziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 1.612.892,47, mit einem Bilanzgewinn von EUR 5.403.466,48 ab. Der Bilanzgewinn wird wie folgt verwendet: Bardividende für das Jahr 2021 EUR 4.000.000,00 Vortrag auf neue Rechnung EUR 1.403.466,48 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 28. Juli 2022 festgestellt. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht und beraten. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig durch schriftliche und mündliche Berichte über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Beteiligungen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtszeitraum in fünf Sitzungen eingehend mit der finanziellen und wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und deren Beteiligungen befasst. Er hat genehmigungspflichtige Geschäfte mit der Geschäftsführung erörtert und nach sorgfältiger Abwägung Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat die von den Gesellschaftern zum Abschlussprüfer gewählte ROSENSCHON . STIEFLER . WAHA . Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bayreuth, mit der Abschlussprüfung beauftragt. Die Prüfung hat ergeben, dass die Buchführung, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht der IREKS GmbH und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Sie wurden mit dem Bestätigungsvermerk versehen, in dem darauf hingewiesen wird, dass die Angaben nach den §§ 285 Nr. 9a) und b) bzw. 314 Abs. 1 Nr. 6a) und b) HGB unterlassen wurden. Die Prüfungsberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart des Abschlussprüfers erörtert. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen geprüft. Einwendungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis des Abschlussprüfers zu und schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat empfiehlt den Gesellschaftern die Feststellung des Jahresabschlusses und dankt allen Geschäftsführern und Mitarbeiter/innen der IREKS GmbH und des Konzerns für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2021 geleistete Arbeit. Er dankt gleichermaßen den Gesellschaftern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Kulmbach, im Juli 2022 Dr. Rainer Grimme, Aufsichtsratsvorsitzender KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES KONZERNS 1. Geschäftsmodell Unsere Unternehmensgruppe beschäftigt sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Vorprodukten zur Weiterverarbeitung in der nationalen und internationalen Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft. Seit 165 Jahren sind wir zuverlässiger Partner unserer Kunden und überzeugen Abnehmer in über 90 Ländern mit erstklassigen Produkten und kreativen Produktideen. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Weltwirtschaft - Nach dem deutlichen Rückgang der weltweiten Produktion infolge der Corona-Krise in 2020 (-3,1%), erholte sich die Konjunktur in 2021 erwartungsgemäß. Allerdings hat die Erholung der Weltwirtschaft ab der Jahresmitte an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Coronainfektionen durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus die wirtschaftliche Aktivität, Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion, die Unsicherheiten nahmen deutlich zu und die chinesische Wirtschaft scheint aus dem Tritt geraten zu sein. In den USA sorgte zudem das Auslaufen fiskalischer Impulse seitens der Regierung für nachlassende Konsumfreude. Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2021 mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,7%. Europa-Auch in der Eurozone (+5,1%) war in allen Mitgliedsländern ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen. Hier waren die Infektionszahlen zumeist erst relativ spät in 2021 wieder gestiegen. Besonders Irland (+13,9%), Estland (+9,8%) und Griechenland (+8,9%) verzeichneten hohe Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt. Insgesamt blieb die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone aber hinter dem vor der Krise erreichten Produktionsniveau zurück. Deutschland - Die Erholung der deutschen Wirtschaft wurde durch das starke Infektionsgeschehen durch die vierte Corona-Welle in den Wintermonaten sowie Lieferengpässe in der Industrieproduktion spürbar ausgebremst (+2,6%). Nach wie vor beeinträchtigt Corona insbesondere im persönlichen Dienstleistungsbereich die Konjunkturentwicklung. Der Ukrainekonflikt wird sich in erheblichem Maße negativ auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen weltweit auswirken. 3. Absatz- und Umsatzentwicklung / Branchenkonjunktur Die Corona-Pandemie beeinträchtigte auch in 2021 unsere geschäftliche Entwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen und Ländermärkten teilweise nicht unerheblich. Im Backzutatenbereich konnten die Verluste durch die Lockdown-Maßnahmen bereits im Vorjahr stark begrenzt werden, sodass man in 2021 fast wieder an das Geschäftsvolumen aus 2019 anknüpfen konnte. International traten insbesondere ab dem 2. Quartal 2021 nahezu überall Erholungseffekte ein. Vor allem in den Touristenhochburgen (z.B. Italien, Kroatien, Spanien, Türkei etc.) konnten die Absätze von den Lockerungen und den damit verbundenen anziehenden Touristenzahlen profitieren, aber auch in nahezu allen anderen Ländern konnten die Verluste des Vorjahres weitestgehend aufgeholt bzw. sogar überkompensiert werden. Durch die Gründung der EICHENMÜHLE GmbH und der Beteiligung an der MONDO LIEVITO MADRE S.r.l. haben wir unser Firmen- und Produktportfolio deutlich erweitert und somit entlang der Wertschöpfungskette im Backzutatenbereich an Stärke gewonnen. Im Geschäftsbereich Malz ist ein deutlicher Rückgang der aus deutscher Ernte zur Verfügung stehenden Qualitätsbraugerste zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang sind, neben einer starken Anbauflächenreduktion, mangelnde Sonneneinstrahlung sowie starke Niederschlagsereignisse während der Aufwuchs- und Erntezeit. Auch im übrigen Europa waren die Ergebnisse oftmals unterdurchschnittlich. Zeitgleich war eine starke internationale Nachfrage zu verzeichnen, weshalb die Braugerstenpreise bisher nicht erwartete bzw. gekannte Höhen erreicht haben. Der Malzabsatz erholte sich durch die Öffnungsschritte der Regierungen ab dem Frühjahr 2021. Das Gastronomie- und Tourismusgeschäft hatte deutlich an Fahrt gewonnen, nachdem zuvor der Zusammenbruch des Fassbiergeschäftes zu drastischen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit geführt hatte. Mit der Verschärfung der Pandemielage ab dem Herbst / Winter 2021 waren wieder geringere Absatzimpulse zu verzeichnen. Insgesamt kann jedoch vor dem Hintergrund eines merklich rückläufigen Bierkonsums und der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurückgeblickt werden. Der Geschäftsbereich Eis, der im Vorjahr am stärksten von den coronabedingten Einschränkungen betroffen war, konnte in 2021 sein Geschäftsvolumen mit den eintretenden Lockerungen erfreulicherweise steigern. Allerdings verhinderten in diesem Bereich die teilweise fortgeltenden Beschränkungen wie beispielsweise Mundschutzpflicht, Impfnachweis und Indoor-Verzehrverbote eine weitergehende Erholung auf das Vorkrisenniveau. 4. Beschaffung, Produktion, Forschung Die Beschaffung der benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unserer Sachanlagegüter und der in Anspruch genommenen Dienstleistungen orientiert sich wie schon in der Vergangenheit vorrangig an der Gewähr für Zuverlässigkeit und Qualität sowie der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. Unseren Forschungs-, Entwicklungs-, Produktsicherheits- bzw. allgemein unseren Qualitätsmanagementaktivitäten wird weiterhin höchste Priorität eingeräumt. Der Fokus liegt dabei auf innovativen Produkten bzw. Produktvarianten, individuellen Lösungen für Kundenanforderungen, Verbesserung der Produktqualität und der Optimierung der Fertigungsprozesse. Unsere Unternehmen sind nach DIN EN ISO 9001, EU-Ökoverordnung und zahlreichen weiteren branchenüblichen Standards zertifiziert. 5. Investitionen Unter den zahlreichen Investitionsmaßnahmen, die in 2021 im In- und Ausland in Angriff genommen wurden, sind insbesondere der Bau eines Technikums und einer Backakademie sowie die Erweiterung im Bereich der Außensilos in Kulmbach herauszustellen. Dabei sind derzeit im Baubereich teilweise massive Preissteigerungen und Ausführungsverzögerungen zu beobachten. 6. Personal- und Sozialbereich Unsere Unternehmensgruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2.776 (Vorjahr 2.768) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitkräfte). Mit unseren hoch motivierten Teams war es uns wiederum möglich, der ständig wachsenden Komplexität der Marktanforderungen gerecht zu werden. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als coronabedingt in unseren Betrieben weltweit immer wieder spürbare Arbeitsausfälle zu bewältigen waren. Eine ausgewogene Altersstruktur zählt zu den bewährten Grundlagen unserer langfristig ausgerichteten Personalpolitik, zu der traditionell die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen einen wichtigen Beitrag leistet. Langjährig bewährt hat sich auch die Pflege eines guten Betriebsklimas, wozu beachtliche freiwillige Sozialleistungen sowie die Förderung der laufenden persönlichen und fachlichen Weiterbildung unserer Mitarbeiter gehören. 7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 weist eine Bilanzsumme von TEUR 903.622 (Vorjahr TEUR 842.749) aus. Das Eigenkapital beträgt TEUR 619.066 (Vorjahr TEUR 573.937), es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 68,5 % (Vorjahr 68,1 %). Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 46.206 (Vorjahr TEUR 26.976) erwirtschaftet. Der Anstieg des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf das gestiegene Finanz- und Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT, Cashflow und die Eigenkapitalquote heran. Die nachstehende Tabelle vermittelt einen zusammenfassenden Überblick:
Unsere Vermögens- und Finanzlage sprechen für sich. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als gut einzustufen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten auch im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch entsprechende liquide Vermögenswerte gedeckt. B. BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES KONZERNS1. Voraussichtliche Entwicklung unserer Unternehmensgruppe Prognosen unserer geschäftlichen Entwicklung sind derzeit mit hoher Unsicherheit behaftet. Rohstoffpreiseexplosion und -knappheit, Corona-Pandemie sowie vor allem der Ukraine-Konflikt verbunden mit wechselseitigen Sanktionen mit der Russischen Föderation beeinträchtigen unsere Absatzentwicklung im In- und Ausland. In welchem Umfang und für wie lange diese ungeahnten Risikofaktoren bestehen bleiben kann derzeit nur geschätzt werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass frühestens 2023 mit einer partiellen Entspannung der geopolitischen und pandemischen Lage sowie einer langsamen Erholung in Bezug auf die Versorgungssicherheit zu rechnen ist. Ertragsseitig treten derzeit viele Kostensteigerungsfaktoren (Rohstoffe, Energie, Transportwege, Personalkosten etc.) gleichzeitig ein. Die zukünftige Entwicklung hängt daher im Wesentlichen davon ab, inwiefern es gelingt, die Belastungsfaktoren durch Preiserhöhungen, Absatzmengensteigerungen und interne Kostensenkungsmaßnahmen zu kompensieren. Hierzu stehen wir im engen Kontakt mit unseren Partnern auf der Zulieferer- und Abnehmerseite, um konsequent entstehende zusätzliche Kosten möglichst vollumfänglich weiterverrechnen zu können. Für 2022 ist daher in Summe aller vorgenannten Faktoren eine weitere erhebliche Ergebnisbelastung im operativen Geschäft zu erwarten. Darüber hinaus können auch die erkennbaren Volatilitäten an den internationalen Finanzmärkten entsprechend ausgeprägten Abwertungsbedarf für unser Wertpapierportfolio auslösen. 2. Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Potenzielle Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Unternehmensgruppe haben können, werden systematisch laufend überwacht und analysiert. Als Hauptrisiken für unser Unternehmen sehen wir neben den allgemeinen insbesondere politisch veranlassten Versorgungsrisiken die marktbedingten Risiken für unser Malz- und Backzutatengeschäft an. Der anhaltende Konsolidierungs- und Wettbewerbsdruck in der Brauwirtschaft und im Backgewerbe in Verbindung mit deutlich gestiegenen Volatilitäten auf den Beschaffungsmärkten engen die Spielräume für notwendige Preisanpassungen stark ein. Noch nicht absehbar ist, wie lange sich die Ausbreitung des Corona-Virus negativ auf unser Geschäft auswirken wird. Ein weiteres Risiko besteht durch die zunehmenden Turbulenzen auf unseren Rohstoffmärkten. Die negativ wetterbedingten Einflüsse in den Hauptanbaugebieten bringen hohe Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit und die Qualität der von uns benötigten Rohstoffe, verbunden mit starken Preisschwankungen mit sich. Durch die Kriegshandlungen in der Ukraine fallen bedeutende Anbaugebiete weitgehend aus, so dass wir mit einer weiteren Verknappung und deutlichen Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten rechnen müssen. Auch die Energiepreise sind bereits deutlich angestiegen. Durch den sukzessiven Ausbau unserer Rohstofflagerkapazitäten werden wir in schwierigen Beschaffungssituationen die Möglichkeit haben, verfügbare Rohstoffe unmittelbar in unserem Verfügungsbereich einzulagern und auf diese Weise unabhängiger von Verfügbarkeits- und Preisvolatilitäten zu werden. Darüber hinaus begegnen wir den schwierigen Rahmenbedingungen durch die Entwicklung von Produktinnovationen und -verbesserungen und die schrittweise Verbreiterung unserer Geschäftsgrundlagen im Konzernverbund. Schadensrisiken für versicherbare Sach- und Haftungsschäden sind aus unserer Sicht in ausreichendem Umfang durch Versicherungen abgedeckt. Durch systematisches Debitorenmanagement überwachen wir Bonitätsveränderungen und begrenzen Ausfallsrisiken. Bei der Risikoüberprüfung haben wir unmittelbar bestandsgefährdende Risiken für unsere Unternehmensgruppe bisher nicht identifiziert. Zur Bewältigung der identifizierten Risiken wurden aus unserer Sicht hinreichende Maßnahmen getroffen. Die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe ist vor allem wegen der nicht vorhersehbaren Auswirkung des Krieges in der Ukraine derzeit besonders schwer zu übersehen. Aufgrund unserer umfangreichen generellen Risiko-Vorsorgemaßnahmen sind wir allerdings davon überzeugt, die obwaltenden Krisen zu bewältigen. C. AUSBLICK, PERSPEKTIVEN UND CHANCENIn Deutschland wie in den meisten anderen Ländern werden die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sukzessiv zurückgefahren, was eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Lage erwarten lassen sollte. Allerdings kann das Auftreten neuer Virusmutationen und damit einhergehende neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht ausgeschlossen werden. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen und zeigt auch für uns mittelbar die Abhängigkeit Europas von Rohstoffen und Energie aus den betroffenen Regionen. Sollte die Verfügbarkeit von Erdgas in Europa eingeschränkt werden, könnte es auch für hiesige systemrelevante Lebensmittelproduzenten zum Produktionsstopp kommen. Die Ukraine gilt als einer der größten Getreideexporteure der Welt. Ein Lieferausfall bei Weizen, Gerste aber auch Ölsaaten wird zu weiteren beträchtlichen Verwerfungen am Rohstoffmarkt führen und birgt darüber hinaus das potenzielle Risiko von größeren Störungen der Lieferketten und von weiteren Rohstoffkostensteigerungen. Zudem werden die aktuell gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen der EU möglicherweise weiter verschärft und mit Gegenreaktionen seitens Russland beantwortet, was wiederum den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland sowie im gesamten Euroraum bremsen dürfte. Unsere Betriebe in Deutschland und im Ausland sind, wenn auch oft nur mittelbar, betroffen. Die bereits vor dem Kriegsausbruch kräftig anziehende Preisentwicklung bei für uns relevanten Agrar-Rohstoffen und Energieträgern hat seither zum Teil in ungewohnt hohem Ausmaß zugenommen. Nicht erst in jüngster Zeit haben wir intern versucht, uns durch permanente Bildung entsprechender finanzieller Rücklagen, fortlaufende Investitionen, Pflege langjähriger Partnerschaften, Aufbau von intakten Lieferketten und permanente Effizienzsteigerungen widerstandsfähig auch gegen schwerere Krisen zu machen. Wir sind uns der Herausforderungen des Jahres 2022 bewusst, vertrauen dabei besonders auf unser bewährtes Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihnen gilt unser Dank für die hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft sowie Treue und Verbundenheit zu unserer Unternehmensgruppe. Darauf zählen wir auch in 2022.
Kulmbach, 26. April 2022 IREKS GmbH Die Geschäftsleitung gez. Hans Albert Ruckdeschel gez. Stefan Soiné gez. Lutz Hager gez. Dr. Sabine Krätzschmar gez. Dr. Mathias Warwel gez. Stephan Bergler gez. Olaf Lewe Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Grundlagen Das Mutterunternehmen IREKS GmbH, 95326 Kulmbach, Lichtenfelser Str. 20, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter der Nummer HRB 86 eingetragen. Der Konzernabschluss der IREKS GmbH wurde wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der IREKS GmbH folgende Unternehmen einbezogen:
*) Das Unternehmen macht von den Befreiungen des
§ 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.
Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben - wie die IREKS GmbH - den 31. Dezember als Abschlussstichtag. Folgende Beteiligungen werden nicht konsolidiert:
Die Gesellschaften zu a) bis g) werden wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihre Jahresergebnisse bzw. ihre Umsatzerlöse insgesamt weniger als 1,0% des Konzernergebnisses bzw. des Konzernumsatzes ausmachen. Die Gesellschaft zu h) wird aufgrund des Einbeziehungswahlrechtes des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB (eingeschränkte Vermögensrechte bei Unterstützungskassen) nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft zu i) wird wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft zu j) wird seit 31.12.2005 nicht mehr als assoziiertes Unternehmen konsolidiert, da die Kulmbacher Brauerei AG ihren Konzernabschluss nach IFRS/IAS aufstellt und die erforderlichen Angaben für die Konsolidierung in einem HGB-Konzernabschluss nicht vorliegen. Die Assoziierungsvermutung ist damit widerlegt. Die Gesellschaft wird entsprechend der Anschaffungskostenmethode mit dem Wert des letzten Equity-Ansatzes als Beteiligung im Konzernabschluss bilanziert. Im Einzelabschluss zum 31.12.2021 der Kulmbacher Brauerei AG wird ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 45.684 ausgewiesen, der Jahresüberschuss 2021 beträgt TEUR 5.058. Als assoziierte Unternehmen wurden einbezogen:
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte in früheren Geschäftsjahren nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der Erwerbs- bzw. der Erstkonsolidierung. Aktive Unterschiedsbeträge wurden mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem Geschäftsjahr 2010 findet als Erst- und Folgekonsolidierungsmethode für Neufälle die Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB Anwendung. Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung haben Eigenkapitalcharakter. Sie werden in der Konzernbilanz aufgrund der durch das BilMoG geänderten Vorschriften als separate Position nach dem Eigenkapital gezeigt. Transaktionen zwischen konsolidierten Gesellschaften sind im Konzernabschluss eliminiert. Die Umrechnung der Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz erfolgt, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden dagegen zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. In früheren Geschäftsjahren wurden nach der Equity-Methode bewertete Gesellschaften nach der Buchwertmethode angesetzt. Die Ermittlung der Wertansätze und Unterschiedsbeträge erfolgt jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. auf den Bilanzstichtag der erstmaligen Konsolidierung. Aufgrund der geänderten rechtlichen Vorgaben wurde die erstmalig in 2014 einbezogene Gesellschaft nach der Neubewertungsmethode angesetzt. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wurde den Positionen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, Maschinen und maschinelle Anlagen sowie Geschäfts- und Firmenwerte zugeordnet. Aus diesen Wertansätzen resultieren Abschreibungen von TEUR 7, die saldiert mit dem anteiligen Jahresüberschuss unter Zugänge bei Finanzanlagen ausgewiesen werden. Aus der erstmalig in 2021 einbezogenen Gesellschaft ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der einen Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert. Aus diesem Wertansatz resultiert eine Abschreibung von TEUR 93, die saldiert mit dem anteiligen Jahresüberschuss unter Abgänge bei Finanzanlagen ausgewiesen wird. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse werden an konzerneinheitliche Bilanzierungs-, Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst, soweit sie nicht den HGB-Grundsätzen entsprechen und die Bewertungsabweichungen wesentlich sind. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode werden die im Wesentlichen nach den konzerneinheitlichen Grundsätzen ausgewiesenen Wertansätze in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen beibehalten. Anlagevermögen Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer orientiert sich dabei an den voraussichtlichen Lebenszyklen der Produkte sowie den in der Branche herrschenden Rahmenbedingungen. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereiches einschließlich Abschreibungen. Steuerpflichtige Zuschüsse von Dritten für Investitionen sind als Abgrenzungsposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert und abschreibungskonform verrechnet. Die Abschreibungen erfolgten bis einschließlich 2009 und ab 2020 im Wesentlichen nach der degressiven und von 2010 bis 2019 nach der linearen Methode. Die ausländischen Tochtergesellschaften schreiben nach landesüblichen Grundsätzen ab. Die Abschreibungssätze richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Anlagengruppen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, die auf fremde Währung lauten, sind zum Wechselkurs im Zeitpunkt der Anschaffung umgerechnet worden. Umlaufvermögen Die Vorratsbestände sind zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Soweit in fremder Währung fakturiert wurde, erfolgt die Bewertung zum Wechselkurs am Rechnungsdatum bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Flüssige Mittel sind grundsätzlich mit ihren Nennbeträgen angesetzt. In fremder Währung bestehende Bestände sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der nicht angesetzte Überhang aktiver latenter Steuern ergibt sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei sonstigen Wertpapieren, sonstigen Rückstellungen, Pensionsrückstellungen und steuerlichen Ausgleichsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden die unternehmensindividuellen Steuersätze in Höhe von rd. 30 % herangezogen. Abgrenzungsposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen In diesen Sonderposten eingestellt sind Zuschüsse für Investitionen. Der Abgrenzungsposten wird über die Nutzungsdauer der jeweils begünstigten Investitionen ertragswirksam aufgelöst. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung hat Eigenkapitalcharakter. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen ab. Pensionsrückstellungen für die Versorgungsansprüche der Mitarbeiter und Pensionäre sowohl der inländischen wie der ausländischen Gesellschaften wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens vorgenommen, wobei ein Rechnungszinsfuß von 1,87 % sowie die erwarteten Entgeltsteigerungen in einer Bandbreite zwischen 2 und 5 % p. a. zugrunde gelegt wurden. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Für die Bestimmung von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Berechnungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und Abs. 6 HGB durchgeführt. Der sich hierbei ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 2.987 (Vj. TEUR 3.693). In Ausübung des Passivierungswahlrechts sind auch die Verpflichtungen als Trägerunternehmen der Unterstützungskasse in die Pensionsrückstellung in voller Höhe unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,87 % und der erwarteten Rentensteigerung mit einbezogen. Die Berechnungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und Abs. 6 HGB durchgeführt. Der sich hierbei ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 7.238 (Vj. TEUR 8.578). Ausländische Gesellschaften haben darüber hinaus Vorsorge für gesetzliche Ansprüche der Mitarbeiter bei ihrem Ausscheiden getroffen, die nach der wahrscheinlichen Höhe der Inanspruchnahme bemessen worden sind. Die Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von EUR 50.199,00 wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Vermögensgegenständen der Aktivseite mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von EUR 34.626,92 verrechnet. Vom Beibehaltungswahlrecht für Aufwandsrückstellungen wurde gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten entsprechen den Erfüllungsbeträgen. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind aus dem folgenden Anlagenspiegel ersichtlich: Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2021
Anlagenspiegel In den Konzernanlagenspiegel sind die Vermögensgegenstände mit den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten der einbezogenen Tochterunternehmen eingegangen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Position enthält Steuererstattungsansprüche von TEUR 8.477 und abgegrenzte Zinserträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 543, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 9 (Vj. TEUR 27) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigene Anteile Das Mutterunternehmen hält eigene Anteile im Nennwert von TEUR 13.680 (Vj. TEUR 13.680) bzw. in Höhe von 38 % (Vj. 38 %) des gezeichneten Kapitals. Die eigenen Anteile sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB vom gezeichneten Kapital abzusetzen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
Sicherheiten wurden mit Ausnahme von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten nicht gewährt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Nach geographisch bestimmten Märkten gliedert sich der Umsatz wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende periodenfremde Posten:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende periodenfremde Posten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von TEUR 1.013 (Vj. TEUR 946) ausgewiesen. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Der Posten beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 13). Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 erstellt. In den Finanzmittelfonds wurden nur Zahlungsmittel einbezogen. Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde gemäß DRS 22 erstellt. Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens beträgt TEUR 5.403. Vom Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wurden TEUR 24.000 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Gründe für eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind derzeit nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem Bestellobligo für Investitionen sowie Kontraktverpflichtungen in geschäftsüblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für ein Erbbaurecht in Höhe von TEUR 2.107 bezogen auf die Gesamtlaufzeit. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 148, für Steuerberatungsleistungen TEUR 1 und für sonstige Leistungen TEUR 7. Beziehungen zu Unternehmensorganen Geschäftsführung des Mutterunternehmens:
Aufsichtsrat des Mutterunternehmens:
Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Weitere Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, getrennt nach Gruppen, zeigt folgende Übersicht:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Seit Anfang 2020 hat die Corona-Krise mit ihren umfassenden Auswirkungen auf das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben auch für unsere Unternehmensgruppe weitreichende Konsequenzen, auch wenn der negative Effekt im operativen Bereich nicht so ausgeprägt war, wie zunächst befürchtet. Infolge der aus der Ukraine-Krise resultierenden Energie- und Rohstoffverknappung erwarten wir deutliche Kostensteigerungen in allen Unternehmensbereichen, die den Druck auf unsere künftigen Ertragsmargen weiter erhöhen werden. Die vorgenannten Entwicklungen könnten bei einem verschärften Krisengeschehen entsprechenden Bewertungsdruck insbesondere auch auf die Wertpapierbestände auslösen. Bedingt durch die gute Kapitalausstattung unserer Unternehmensgruppe sehen wir uns gut gerüstet, die negativen Folgen solcher Krisensituationen zu bewältigen.
Kulmbach, 27. April 2022 Die Geschäftsführung gez. Hans Albert Ruckdeschel gez. Stefan Soiné gez. Lutz Hager gez. Dr. Sabine Krätzschmar gez. Dr. Mathias Warwel gez. Stephan Bergler gez. Olaf Lewe Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IREKS GmbH, Kulmbach Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der IREKS GmbH, Kulmbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IREKS GmbH, Kulmbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6a) und b) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Organmitglieder, der ehemaligen Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen sowie die dafür gebildeten Rückstellungen nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, den 3. Mai 2022 ROSENSCHON
. STIEFLER . WAHA . Partnerschaft mbB
Bernhard Leisner, Wirtschaftsprüfer Ottmar Stiefler, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 28. Juli 2022 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
12 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Malz
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Mahl- und Schälmühlen
Herstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen