Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 14664
Vorher
H & P Nummer Einhundert GmbHDOBAU Service GmbH
Eingetragen
30.3.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
ist die Übernahme von Managementaufgaben und Dienstleistungsaufgaben, der Handel mit Waren, die Beteiligung an Unternehmen und artgleiche Geschäfte. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabrina Kranz
seit 29.1.2024
Geschäftsführer
Kosima Stricker-Rasch
seit 18.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
0.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heisterborg Steuerberatungs-gesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%
DOBAU Holding GmbH
Germany

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOBAU Holding GmbH

Herne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht 2022

I. Geschäftstätigkeit

Die operativ tätigen Konzernunternehmen der DOBAU Holding GmbH sind leistungsstarke Unternehmen auf den Gebieten des Infrastrukturbaus, baulichen Umweltschutzes und des Brückenbaus.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit sind:

der Verkehrswegebau mit der Kernkompetenz im Ausbau und der Sanierung von Bundesautobahnen, Landes- und Kreisstraßen. Neben der Kernkompetenz im Straßenbau verfügt die Gesellschaft auch im Flughafenbau (Ausbau und Sanierung von Start-/Landebahnen sowie Rollfeldern) über hervorragende Referenzen.

Ein weiteres wichtiges Standbein neben dem Verkehrswegebau ist die Sanierung von ehemaligen Industrie- und Zechenstandorten (incl. Schachtverfüllung und Schachtkopfsicherung) sowie die anschließende Erschließung der Flächen für eine Anschlussnutzung.

der Rückbau von Gebäuden und komplexen Industriekomponenten, die Sanierung von Schadstoffen aller Art (z.B.: PCB, Asbest, Schimmelpilz und sonstigen Schadstoffen), die Brandschadensanierung und die Bodensanierung

die Bereiche Brückenbau und -sanierung

Die Unternehmen verfügen darüber hinaus über ein besonderes technisches und logistisches Know-how im Bereich von Infrastruktur- oder Erschließungsmaßnahmen mit großen Massenbewegungen, sowie im Umgang und der Sanierung belasteter Böden, im Deponiebau sowie bei der Erstellung von Baugruben.

Regionaler Kernmarkt der Unternehmensgruppe ist die Region Rhein-Ruhr. Darüber hinaus hat der Konzern zwei Bürostandorte im Saarland und in Berlin.

II. Wirtschaftliches Umfeld

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Der seit Frühjahr 2022 von Russland geführte Angriffskrieg auf die Ukraine hat die geopolitische Situation in der Welt und in Europa nachhaltig verändert und Europa, und im besonderen Maße Deutschland vor große wirtschaftliche Herausforderungen gestellt.

Die Energiepreise sind als Folge des Ukrainekrieges kräftig gestiegen und die Einschränkungen der russischen Erdgaslieferungen seit Mitte des Jahres 2022 haben die Energiekrise weiter verschärft und die Inflation in Deutschland weiter angeheizt.

Die durch die Energiekrise ausgelöste Inflation hat sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen erheblich belastet und den konjunkturellen Ausblick deutlich verschlechtert.

Weitere negative Effekte aus der Corona-Pandemie und den gestörten Lieferketten und Fachkräfteengpässe kommen hinzu.

Für das Jahr 2022 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung (BIP) von 1,9 %, wobei insbesondere die 2. Jahreshälfte durch eine Stagnation geprägt war.

Die Inflation wird nach den Prognosen des Sachverständigenrates für das Jahr 2022 in Deutschland bei 7,4% liegen.

In der Baubranche hat sich die Inflation bei wesentlichen Preisindikatoren wie folgt ausgewirkt:

Wichtige Baupreisindikatoren Preisanstieg Feb. 2023/Feb.2022
Diesel +5,9 %
Asphaltmischgut +26,1 %
Kies, Sand +17,7 %
Transportbeton +30,3 %
Betonstahl -8,2 %
Baumaschinen +8,7 %

Damit waren die Kostensteigerungen wichtiger Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in der Baubranche noch höher als die allgemeine Inflationsrate, bei laufenden Projekten drückt diese Kostensteigerungen auf die Gewinnmarge.

Der Baugewerbliche Umsatz ist in Deutschland im wesentlichen inflationsbedingt um rd. 10,0 % gestiegen.

Die Anzahl der Beschäftigten ist im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,6% gestiegen (Vorjahr +2,6%).

Bundesweit sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 4,8 % gestiegen (Vorjahr +9,4%).

In den einzelnen Bau-Sparten stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:

Der Wohnungsbau hatte in Jahr 2022 erstmals seit mehreren Jahren einen Rückgang bei den Auftragseingängen in Höhe von -3,9% zu verzeichnen. (Vorjahr: +8,5%).

Der Wirtschaftsbau verzeichnete bei den Auftragseingängen einen Zuwachs von +6,3% (Vorjahr: -4,9%). Der Anstieg entfiel hierbei allein auf den Tiefbau (+16,5%), der Hochbau war mit -1,0% leicht rückläufig.

Der öffentliche Bereich verzeichnete im Hochbau einen Zuwachs von +4,8% (Vorjahr: +12,7%). Im Straßenbau lag der Auftragszuwachs bei +8,0% (Vorjahr: -1,4%). Der öffentliche Tiefbau verzeichnete einen Anstieg von +13,1% (Vorjahr +2,8%).

2.2 Unternehmensbezogene Darstellung des wirtschaftlichen Umfeldes

Die wirtschaftliche Entwicklung im Bauhauptgewerbe lag in Nordrhein-Westfalen geringfügig unter dem Niveau des Bundesdurchschnitts. Während der baugewerbliche Umsatz bundesweit um +10% gegenüber dem Vorjahr zugelegt hat, lag der Zuwachs in NRW bei +9,6%.

Die Auftragseingänge lagen in Nordrhein-Westfalen zum Ende des Berichtszeitraums um 4,6% über dem Stand des Vorjahres.

Im Wohnungsbau lagen die Auftragseingänge um 2,0% über dem Vorjahresniveau (Vorjahr +0,1%) und im Wirtschaftsbau konnte ein Zuwachs von +4,8% verzeichnet werden (Vorjahr: 19,6%).

Im öffentlichen Bereich war die Auftragsentwicklung im Hochbau mit -0,9% leicht rückläufig, während im Straßenbau ein Zuwachs von +3,6% und im sonstigen Tiefbau ein Anstieg von +21,1% erreicht wurde.

Der DOBAU-Konzern ist mit seiner Ausrichtung im Infrastrukturbereich, insbesondere im Straßen- und Brückenbau sehr gut positioniert, was sich durch die zufriedenstellende Unternehmensentwicklung der letzten Jahre bestätigt.

III. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2022 ist für den DOBAU-Konzern in Bezug oberhalb der Planung verlaufen.

Der Konzern hatte für das GJ 2022 mit einer wirtschaftlichen Bauleistung von rd. 118 Mio. EUR und einem Bilanzergebnis (n. St.) von 4,5 Mio. EUR geplant.

Tatsächlich hat der Konzern mit einer wirtschaftlichen Leistung von 138 Mio. EUR (+16,9 % über dem Plan) abgeschlossen und hat einen Konzernjahresüberschuss von 5,4 Mio. EUR erreicht.

3.1 Auftragseingänge, Auftragsbestand und Bauleistung

Die Auftragseingänge lagen im Konzern im Berichtsjahr bei 139,5 Mio. EUR und damit um rd. 10 % über dem Plan.

Wichtige Auftragseingänge waren im Geschäftsjahr 2022 bei der HEITKAMP Erd- und Straßenbau GmbH die Arge Straßenbau A 1 rechtsrheinisch mit 11,3 Mio. EUR und die Maßnahmen im Zuge der Sprengarbeiten an der A 45 Talbrücke Rahmede mit 11,0 Mio. EUR. Bei HEITKAMP Umwelttechnik GmbH schlug der Auftrag A 45 Talbrücke Rahmede mit einem Auftragsanteil von 4,1 Mio. EUR zu Buche. Bei HEITKAMP Brückenbau GmbH war der größter Einzelauftrag Auftragseingang der Ersatzneubau der Brücke B226 in Wetter mit 8,6 Mio. EUR.

Der Auftragsbestand liegt zum Jahresende bei 156,7 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 1,2% gegenüber dem Geschäftsjahr 2021. (Vorjahr: 154,8 Mio. EUR).

Die Bauleistung lag im Berichtsjahr mit 138,1 Mio. EUR um 16,6% über dem Niveau des Vorjahres (118,4 Mio. EUR).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen des Konzerns beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 16,1 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 1,9 Mio. EUR erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistung haben sich im Geschäftsjahr 2022 um rd. 3,2 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR erhöht.

Der Bankbestand belief sich im Konzern zum Jahresende auf rd. 50,0 Mio. EUR (Vorjahr: 33,7 Mio. EUR)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2022 um rd. 2,1 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR erhöht. Die Gesamtverbindlichkeiten liegen bei 26,8 Mio. EUR, das entspricht einer Quote von 26,0 % (Vorjahr: 19,6 %)

Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr auf 27,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,7 Mio. EUR) gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um rd. 25 %. Die Eigenkapitalquote liegt bei 26,4 %.

Der Konzern ist jederzeit in der Lage seine Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Skontofrist zu erfüllen.

Damit hat sich die Vermögens- und Finanzlage insgesamt im Konzern weiter positiv entwickelt.

3.3 Ertragslage

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 eine bilanzielle Gesamtleistung von 128,8 Mio. EUR erreicht. Die Gesamtleistung ist damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 29,1 Mio. EUR gestiegen.

Der Gesamtleistung stand ein Materialaufwand von 82,8 Mio. EUR gegenüber. Davon entfielen 27,1 Mio. EUR auf die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 55,7 Mio. EUR auf Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Die Personalaufwendungen lagen im Geschäftsjahr bei 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,7 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2022 mit 5,3 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres.

Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf rd. 5.417,3 TEUR. (Vorjahr 4.285,4 TEUR).

3.4 Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich im Vorjahresvergleich betriebswirtschaftlich wie folgt dar:

Geschäftsfeld Bauleistung 2021
(in Mio. EUR)
Bauleistung in 2022
(in Mio. EUR)
Straßenbau 37,6 33,6
Sanierung 17,9 14,5
Erd- / Deponiebau 15,8 29,1
Erschließung 2,0 8,3
Flughafenbau (S/L) 0,4 2,3
Rückbau incl. Schadstoffsanierung 7,3 11,2
Bodensanierung, Erdarbeiten 18,5 9,1
Brückenbau/ Brückensanierung 18,9 29,6
Gesamt 118,4 137,6

Die Geschäftsentwicklung im Straßenbau lag im Berichtsjahr mit 33,6 Mio. EUR um rd. 4,0 Mio. EUR unter Vorjahresniveau.

Die Leistung im Geschäftsbereich Straßenbau wurde im Wesentlichen durch die Projekte Currenta Stollen Leverkusen mit 6,5 Mio. EUR, A 43 LSW Marl-Sinsen mit 5,1 Mio. EUR und der 4- streifiger Ausbau der B 54 Lünen mit 4,7 Mio. EUR beeinflusst.

Der Sanierungsbereich lag mit 14,5 Mio. EUR um rd. 3,4 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Wichtige Projekte waren in diesem Bereich die Sanierung Halde Geisheck (2,3 Mio. EUR) und die Bergehalde Hirschbach (1,8 Mio. EUR).

Im Geschäftsbereich Erdbau konnte die Leistung im Berichtsjahr um 13,3 Mio. EUR auf 29,1 Mio. EUR gesteigert werden. Größte Leistungsträger waren die Projekte Berlin TXL Tegel in Berlin (3,0 Mio. EUR), Schrottinsel Duisburg (2,8 Mio. EUR) und die Hochwasserschutzanlage Hamm (2,7 Mio. EUR).

Wichtige Projekte im Erschließungsbereich waren die Entwässerung WHE, 2. BA (4,0 Mio. EUR) und die Arbeitsgemeinschaft Opel Los 2.9 (1,6 Mio. EUR). Die Gesamtleistung in diesem Bereich lag bei 8,3 Mio. EUR

Im Flughafenbereich entfiel die Leistung von 2,3 Mio. EUR auf das Projekt Sanierung der Start/Landebahn, Flughafen Coburg.

Im Geschäftsfeld Rückbau /Schadstoffsanierung hat sich die Leistung im Geschäftsjahr 2022 um rd. 54,3% auf 11,2 Mio. EUR erhöht (Vorjahr 7,3 Mio. EUR).

In der Bodensanierung /Erdarbeiten ist die Leistung dagegen um 9,3 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR zurückgegangen (Vorjahr: 18,5 Mio. EUR).

Die Leistung des Brückenbaus liegt mit 29,6 Mio. EUR um rd. 10,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (18,9 Mio. EUR).

Die Auftragslage stellt sich in den Geschäftsfeldern zum Jahresende wie folgt dar:

Geschäftsfeld Auftragsbestand 31.12.2021 Auftragsbestand 31.12.2022
Straßenbau 53,1 44,3
Erd- / Deponiebau 17,9 25,4
Sanierung 27,8 20,9
Erschließung 1,0 6,5
Flughafenausbau 0,2 0,6
Abbruch, Rückbau 11,0 12,1
Bodensanierung, Erdarbeiten 10,1 7,9
Brückenbau/-sanierung 33,7 39,0
Gesamt 154,8 156,7

3.5 Investitionen

Der DOBAU Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 Sachanlage-Investitionen in Höhe von 5,5 Mio. EUR getätigt. (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR), davon entfielen 1,0 Mio. EUR auf Anschaffungen der Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft HEITKAMP Productions GmbH & Co KG.

3.6 Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewerten wir insgesamt als gut.

Der Konzern ist für die Zukunft im relevanten Markt sehr gut positioniert. Durch die Beteiligung an 2 start up Unternehmen hat sich die Unternehmensgruppe in Bezug auf nachhaltige Baustoffentwicklung und Digitalisierung im Bereich der Arbeitsvorbereitung verstärken können.

Darüber hinaus ist der Konzern im Bereich des Energiewandels in Deutschland sehr gut positioniert.

Die Umsatz- und Ertragsentwicklung ist zufriedenstellend.

IV. Mitarbeiter/innen

Der Personalbestand im Konzern lag zum 31. Dezember 2022 bei 475 Mitarbeitern, (+ 12,1% gegenüber dem GJ 2021) davon 159 Angestellte, 20 Poliere und 296 gewerbliche Mitarbeiter. Darin enthalten sind 50 Auszubildende, sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich.

V. Finanzielle Leistungsindikatoren

In der HEITKAMP Unternehmensgruppe werden zur internen Unternehmenssteuerung vor allem folgende Kennzahlen herangezogen: Leistungsrendite, Leistung pro Mitarbeiter, Betriebsergebnis (wirtschaftlich) und Cashflow.

Die wirtschaftliche Leistung je Mitarbeiter lag im Berichtsjahr 2022 bei 291 TEUR und ist damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 9 TEUR gestiegen.

Die Leistungsrendite (vor Ertragssteuern) lag im Geschäftsjahr 2022 bei 6,1% (Vorjahr +6,7%).

VI. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mit Gründung der Heitkamp Productions GmbH & Co. KG 2018 hat die Gesellschaft eine wichtige Maßnahme ergriffen, die HEITKAMP als Arbeitgebermarke im hohen Maße stärkt.

Betriebsnotwendige Investitionen in das Sachanlagevermögen der Heitkamp-Unternehmensgruppe werden in dieser Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft getätigt.

Die Gesellschaft erwirtschaftet durch die Vermietung der Geräte an die Gesellschaften der Heitkamp-Gruppe Erträge. Der überwiegende Teil der erwirtschafteten Gewinne wird für Reinvestitionen genutzt.

Die Gesellschaft verspricht sich dadurch:

Verlängerung der Lebensdauer durch pfleglichen Umgang mit Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung

Stärkung der Attraktivität für potenzielle Mitarbeiter

Mitarbeiterbindung

zusätzlich Komponente zur Altersversorgung

Alleinstellungsmerkmal im Baubereich

Zur weiteren Stärkung der Arbeitgebermarke wurde in der HEITKAMP Unternehmensgruppe zum Ende des Geschäftsjahres Bike-Leasing eingeführt. Damit wird den Mitarbeitern ab 2022 die Möglichkeit geboten Fährräder und E-Bikes über die Arbeitgebergesellschaft zu leasen, um so einen zusätzlichen Umwelt- und Gesundheitsbeitrag zu unterstützen.

VII. Risikobericht

Die Gesellschaften des Konzerns verfügen über ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008, welches wesentliche Risikoprüfungen sowohl in der operativen als auch in der strategischen Steuerung der Geschäftsprozesse beinhaltet.

Das Qualitätsmanagementsystem basiert in allen Geschäftsprozessen auf einem Vier-Augen-Prinzip und ist das Managementsystem der Heitkamp Unternehmensgruppe integriert. Die Einhaltung des Systems wird fortlaufend auf Basis der regelmäßigen internen und externen Audits überwacht.

Als Risiken sind alle Entwicklungen zu sehen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele, insbesondere aber auf den Umsatz und das Ergebnis auswirken können.

Das installierte Managementsystem ist ein lebendes System und wird laufend angepasst und bei Erkennen etwaiger Schwachstellen in den diversen Geschäftsprozessen weiter optimiert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse sind vor allem die folgenden Entwicklungen hervorzuheben:

7.1 Absatzmarktrisiken

Die Geschäftsentwicklung des Konzerns wird in den Geschäftsbereichen Straßenbau und Brückenbau maßgeblich durch die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur beeinflusst.

Über die Verkehrswegeplanung des Bundes ist der Konzern jederzeit über die Infrastrukturausgaben im Bereich Straßenbau in Deutschland bzw. NRW informiert. Anpassungen der öffentlichen Ausgaben gelangen so rechtzeitig zur Kenntnis, so dass die Gesellschaft rechtzeitig gegensteuern kann.

Aufgrund der soliden Haushaltslage auf Bundesebene und der Bereitschaft die Ausgaben im Infrastrukturbereich zu steigern, ist das Absatzmarktrisiko im öffentlichen Bereich überschaubar.

Weiterhin hat die Gesellschaft in den übrigen Geschäftsfeldern wie z.B. Sanierung, Erschließung, Erdbau- und Flughafenausbau sowie in den Bereichen der umweltnahen Bauwirtschaft überwiegend halb-öffentliche oder private Kunden.

Hier besteht keine unmittelbare Abhängigkeit von den öffentlichen Investitionsausgaben.

7.2 Beschaffungsmarktrisiken

Beim Einkauf von Materialien und Nachunternehmerleistungen ist der Konzern zwar auf die Beschaffungsmärkte angewiesen, konkrete Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten oder Nachunternehmern sind jedoch nicht gegeben.

Die Nachunternehmerleistungen bzw. das Material sind in ausreichender Menge am Markt verfügbar. Auf den Beschaffungsmärkten ist darüber hinaus eine überwiegend gesunde Wettbewerbssituation vorhanden.

Lediglich bei der Beschaffung von bituminösem Asphaltmischgut kann es aufgrund der technischen Versorgungsreichweite der Mischwerke und der Lage der Baustelle in Einzelfällen zu einer eingeschränkten Wettbewerbssituation kommen.

Ein besonderes Risiko in den Beschaffungsmärkten ist im ersten Quartal 2022 aufgekommen.

Der Krieg in der Ukraine hat zu einem erheblichen Preisanstieg bei vielen Produktgruppen (z.B. Kunststoffrohre, bituminöses Asphaltmischgut, Folien, Dichtungsbahnen, Zementprodukte, Betonstahl etc.) und bei den Energie- und Dieselkosten geführt.

Die Preisexplosionen konnten weder bei den bestehenden Aufträgen noch bei künftigen Vergabeverfahren sachgerecht kalkuliert werden und stellen zunächst ein unkalkulierbares Risiko für das Unternehmen dar.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr sind mit ihrem Erlass vom 25.03.2022 dem Preis- und Beschaffungsmarktrisiko infolge des Ukraine-Krieges entgegengetreten.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben die bauausführenden Unternehmen bei verschiedenen Produktgruppen und Betriebsstoffen die Möglichkeit sowohl bei laufenden Aufträgen, als auch bei neuen Vergabeverfahren eine Preisgleitklausel in Anspruch zu nehmen.

Damit wird der Preisanstieg beim Einkauf diverser RHB Stoffe infolge des Ukraine Krieges von den öffentlichen Auftraggebern zumindest teilweise kompensiert.

7.3 Vertrags- und Projektrisiken

Der Konzern verfügt über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008, in dem die Kernprozesse Auftragsbeschaffung und Auftragsabwicklung integraler Bestandteil sind. Das Risikomanagementsystem setzt in der Prozesskette bereits in der Angebots- und Kalkulationsphase ein.

In der Kalkulationsabteilung erfolgt eine kontinuierliche Sichtung des Marktes und der ausgeschriebenen Projekte. Nach Anforderung geeigneter Ausschreibungsunterlagen wird eine Sichtung der Unterlagen sowie eine Chance-/Risikobewertung der Projekte vorgenommen. Auf Basis dieser Einschätzung erfolgt in aller Regel eine detaillierte Kalkulation nur bei den Projekten, die auch eine realistische Auftragschance beinhalten.

Zur Absicherung der Angebotspreisfindung arbeitet die Kalkulationsabteilung eng mit der Einkaufsabteilung zusammen, um kostenintensive Nachunternehmer- und Materialpositionen preislich zu sichern.

Zur Absicherung der kalkulierten Eigenleistung erfolgt regelmäßig eine Rückkopplung mit dem technischen Führungspersonal.

Vertragliche Risiken spielen insbesondere im Straßenbau eine eher untergeordnete Rolle (VOB-Standardverträge). Bei Projekten für private Auftraggeber mit abweichenden Vertragsbedingungen werden die vertraglichen und finanziellen Risiken auch unter Einschaltung externer Berater bewertet und abgewogen.

Im Auftragsfall erfolgt eine Übergabe des Projektes aus der Kalkulationsphase in die Ausführungsphase im Rahmen eines Baustelleneröffnungsgespräches. Hier werden alle an einem Projekt beteiligten Mitarbeiter über sämtliche Vorüberlegungen und die bewerteten Chancen und Risiken informiert.

7.4 Finanzrisiken

Der Konzern finanziert sich selbstständig aus dem Cashflow der laufenden Aufträge. Durch die Art des Geschäftes und der damit verbundenen Kundenstruktur sind rd. 60-70 % der Kunden öffentliche Auftraggeber. Damit sind finanzielle Risiken z. B. durch Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen kaum vorhanden.

Darüber hinaus sind die privaten Auftraggeber im Regelfall Stammkunden der Gesellschaft, so dass auch hier die Bonität und das Zahlungsverhalten überwiegend bekannt und gesichert sind.

Bei Geschäften mit "privaten Neukunden" werden in aller Regel bereits in der Angebotsphase Bonitätsauskünfte eingeholt, um etwaige finanzielle Risiken besser beurteilen zu können. Bei nicht befriedigender Bonitätsauskunft wird in der Regel eine Sicherheit für die Werklohnforderung eingefordert.

Die kurzfristige Liquiditätssteuerung erfolgt täglich durch Kontrolle der Zahlungseingänge und ggf. aktives Forderungsmanagement und Festlegung der Zahlungsausgänge an Lieferanten und Nachunternehmern unter bestmöglicher Ausnutzung von Skontofristen.

7.5 Personalrisiken

Der Konzern verfügt über sehr gut ausgebildete Führungs- und Fachkräfte. Die Qualifizierung der Mitarbeiter wird durch ständige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sichergestellt. Der Schulungsbedarf wird jährlich im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems erfasst und in einem Schulungsplan festgeschrieben, der im Folgejahr konsequent umgesetzt wird.

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die kontinuierliche Ausbildung im gewerblichen Bereich (z.B. Straßen-, Asphalt-, Kanal-, Stahlbetonbauer und Baugeräteführer) gelegt, um so einer drohenden Fachkräftelücke in der Zukunft entgegenzuwirken.

Die Unternehmensgruppe hat ihre Aktivitäten zur Gewinnung von Auszubildenden in den letzten Jahren erheblich verstärkt. Hier zählen u.a. regelmäßige Präsenz auf diversen Berufs-Informationsmessen und Informationsaustausch mit Schulen, Aktionstage für potenzielle Bewerberkandidaten.

Der weitere Erfolg des Unternehmens ist aber auch davon abhängig, zukünftig geeignete Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an die Gesellschaft zu binden. Aus diesem Grund wird ein enger Kontakt zu ausgesuchten Hochschulen gepflegt, um Studierenden die Möglichkeit von Praktika bzw. Themen für Seminar- und Diplomarbeiten anbieten zu können, um dadurch qualifizierte und hochmotivierte Studierende für eine berufliche Laufbahn bei Heitkamp zu begeistern.

Seit Anfang 2022 geht die HEITKAMP Unternehmensgruppe in der Personalakquisition neue Wege. Es wurden Kooperationen mit Verbänden, sowie der Deutsch - Mongolischen Technischen Hochschule (GMIT) in der Mongolei geschlossen. Im Rahmen dieser Kooperation sind seit August 2022 die ersten mongolischen Auszubildenden in diversen gewerblichen Ausbildungsberufen tätig. Das Integrations- und Ausbildungsprojekt ist erfolgreich gestartet und wird in den Folgejahren weiter ausgebaut.

Wichtig ist für die Geschäftsführung eine angemessene Personalentwicklung auf allen Ebenen und eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern. Führungspositionen werden, soweit es geht, aus eigenen Reihen besetzt.

7.6 IT-Risiken

Das unternehmenseigene Rechenzentrum und die aufgebauten IT-Strukturen sind weitgehend standardisiert. Geltende Sicherheitsrichtlinien werden laufend auf den neuesten technischen Entwicklungen angepasst.

Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit der Systeme zu garantieren, schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen.

Weiterhin werden die Mitarbeiter-/innen regelmäßig für das Thema IT-Sicherheit sensibilisiert und geschult, damit sich das Unternehmen erfolgreich vor Cyber-Angriffen schützen kann.

7.7 Ukraine-Krise

Durch den Ukraine-Krieg sind im 1. Quartal 2022 zusätzliche Risken aufgekommen, die sich quer durch die gesamte Wirtschaft ziehen und vielerlei Auswirkungen haben.

Durch das weitreichende Embargo der Handelbeziehungen zu Russland und der schlagartigen Reduzierung der Importe von russischem Gas, Kohle, und Öl ist es zu einer massiven Preissteigerung insbesondere bei den Energiekosten gekommen.

Die durch die Energiekrise ausgelösten Preissteigerungen haben sich im Laufe des Geschäftsjahres 2022 auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche ausgewirkt und in der Spitze zu einer Inflationsrate von 10,4 % geführt (Oktober 2022). Im Jahresdurchschnitt erwartet der Sachverständigenrat eine Inflationsrate von 8%.

Die Europäische Zentralbank wirkt seit Mitte des Jahres 2022 durch Zinserhöhungen der Inflation entgegen und hat den Leitzins bis Juni 2023 schrittweise auf 4% angehoben. Die Zeiten von Negativzinsen und Verwahrentgelt gehören damit der Vergangenheit an.

Durch diese Entwicklung haben sich sowohl die Baukosten als auch die Finanzierungskosten seit dem Sommer 2022 deutlich erhöht und die Nachfrage nach Bauleistungen ist deutlich zurückgegangen.

VIII. Prognosebericht

8.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Sachverständigenrat hatte in seinem Jahresgutachten 2022/2023 für das Jahr 2022 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von +1,7% prognostiziert (Vorjahr: 4,6%). Die Folgen der Ukraine-Krise haben die noch im Vorjahr prognostizierte Erholung der Wirtschaft nach Abklingen der Coronakrise deutlich abgeschwächt.

Es bestehen auch für das Geschäftsjahr 2023 erhebliche Abwärtsrisiken für den konjunkturellen Ausblick. Der Sachverständigenrat rechnet für 2023 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,2 %.

Trotz der eingetrübten Rahmenbedingungen und des rückläufigen Bruttoinlandsproduktes rechnet die Gesellschaft mit der stabilen Geschäftsentwicklung. Der rückläufigen Nachfrage bei privat finanzierten Entwicklungsprojekten, steht eine stabile Nachfrage im Straßen- und Infrastrukturbau gegenüber.

Chancen ergeben sich für die HEITKAMP Unternehmensgruppe vor allem im Brückenbau durch den erheblichen Sanierungsbedarf und den patentierten und nachhaltigen Schnellbaubrückensystem der Gesellschaft.

Darüber hinaus hat die HEITKAMP Erd- und Straßenbau GmbH eine sehr gute Chance im Zusammenhang mit dem Energiewandel in Deutschland. Die Gesellschaft befindet sich seit Anfang 2022 im Rahmen eines Konsortiums in der Angebots- und Projektierungsphase eines größeren Leitungsprojektes mit großer Auftragschance.

Aus diesem Projekt heraus könnte sich ein weiteres strategisches Geschäftsfeld für die HEITKAMP Unternehmensgruppe entwickeln.

8.2 Ausblick auf das folgende Geschäftsjahr

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 ist für die Wirtschaftsprognosen insgesamt und auch für Geschäftsentwicklung der Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Folgewirkungen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

Zum Bilanzstichtag hat die Gruppe einen Auftragsbestand von 156,7 Mio. EUR (Vorjahr: 154,8 Mio. EUR).

Auf dieser Basis plant der Konzern für 2023 mit einer wirtschaftlichen Bauleistung von rd. 138 Mio. EUR und mit einem Konzernergebnis (n. St.) von rd. 4,9 Mio. EUR

 

Herne, 19.September 2023

Die Geschäftsführung

gez. Jörg Kranz

gez. Kosima Stricker-Rasch

Bilanz

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.210.984,92 2.435.358,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.176.609,50 5.052.763,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.680.810,12 2.452.355,12
Summe Sachanlagen 9.068.404,54 9.940.477,54
II. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.108.085,90 767.634,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.900.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.002.500,00 3.500.000,00
Summe Finanzanlagen 7.010.585,90 4.267.634,71
Summe Anlagevermögen 16.078.990,44 14.208.112,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.000,00 10.000,00
2. In Ausführung befindliche Bauaufträge 179.915.338,59 147.071.426,56
3. Sonstige Vorräte 0,00 463.270,57
4. Erhaltene Anzahlungen -179.915.338,59 -147.071.426,56
Summe Vorräte 10.000,00 473.270,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.541.470,49 3.319.704,70
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 20.832.286,19 21.876.485,53
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 177.536,37 251.836,54
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.654.922,36 2.122.743,41
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.206.215,41 27.570.770,18
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 6.560.386,35 7.104.527,03
Summe Wertpapiere 6.560.386,35 7.104.527,03
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 49.986.555,91 33.668.664,74
Summe Umlaufvermögen 86.763.157,67 68.817.232,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.236,10 21.864,49
D. Bilanzsumme Aktiva 102.854.384,21 83.047.209,26

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.080.000,00 1.080.000,00
III. Konzernbilanzgewinn / Konzernbilanzverlust 25.180.957,53 19.867.512,16
IV. Nicht beherrschende Anteile 910.144,58 728.044,79
Summe Eigenkapital 27.197.102,11 21.701.556,95
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 28.863,78
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.451.647,00 3.182.337,00
2. Steuerrückstellungen 1.008.235,88 370.919,12
3. Sonstige Rückstellungen 44.370.350,07 41.406.075,61
Summe Rückstellungen 48.830.232,95 44.959.331,73
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366.654,00 433.322,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.442.114,20 2.753.932,31
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.293.404,31 5.243.279,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 2.954.572,12 2.140.059,12
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.312,65 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.704.962,57 5.741.834,23
Summe Verbindlichkeiten 26.782.019,85 16.312.427,50
E. Rechnungsabgrenzungsposten 13.394,52 13.394,52
F. Passive latente Steuern 31.634,78 31.634,78
G. Bilanzsumme Passiva 102.854.384,21 83.047.209,26

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 96.406.931,40 75.170.493,31
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 32.380.641,46 24.512.888,40
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.738.413,99 1.746.298,00
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -27.100.387,95 -19.199.464,44
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -55.709.748,41 -39.689.256,64
Summe Materialaufwand -82.810.136,36 -58.888.721,08
5. Rohergebnis 47.715.850,49 42.540.958,63
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -25.982.478,64 -23.206.510,36
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.456.888,97 -4.494.518,98
Summe Personalaufwand -31.439.367,61 -27.701.029,34
7. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.086.809,31 -4.287.558,52
Summe Abschreibungen -3.086.809,31 -4.287.558,52
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.256.749,43 -3.870.447,80
9. Ordentliches Betriebsergebnis 7.932.924,14 6.681.922,97
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 785.451,20 238.192,87
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.935,83 275.876,89
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -914.880,48 -539.798,14
13. Finanzergebnis -70.493,45 -25.728,38
14. Ergebnis vor Steuern 7.862.430,69 6.656.194,59
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.389.891,37 -2.317.129,58
16. Ergebnis nach Steuern 5.472.539,32 4.339.065,01
17. Sonstige Steuern -55.203,94 -53.657,62
18. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 5.417.335,38 4.285.407,39
19. Jahresüberschuss mit Ergebnisverwendung 5.417.335,38 4.285.407,39
20. Nicht beherrschende Anteile -103.890,01 -98.950,10
21. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 19.867.512,16 15.681.054,87
22. Konzernbilanzgewinn / Konzernbilanzverlust 25.180.957,53 19.867.512,16

Kapitalflussrechnung

2022
EUR
EUR 2021
EUR
EUR
1 Periodenergebnis 5.417 4.285
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 3.087 4.288
3 + Zunahme /- Abnahme der Rückstellungen 3.230 2.344
4 + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /- Erträge -891 -1.080
5 - Zunahme / + Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.541 -5.983
6 + Zunahme / - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.351 1.232
7 - Gewinn / + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -571 -788
8 + Zinsaufwendungen / - Zinserträge 856 264
9 - sonstige Beteiligungserträge -785 -238
10 + / - Ertragsteueraufwand/ -ertrag 2.390 2.317
11 + / - Ertragsteuerzahlungen -1.753 -2.247
12 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 19.790 4.394
13 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen -5 -245
14 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.068 2547
15 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.218 -3.248
16 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.402 -3.500
17 + Auszahlungen Zugänge zu dem Konsolidierungskreis -778 0
18 + erhaltene Zinsen 59 276
19 Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.276 -4.170
20 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzung anderer Gesellschafter 0 -6
21 - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -67 -67
22 - gezahlte Dividenden an die Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 -1.280
23 - gezahlte Zinsen -809 0
24 - gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -37 -35
25 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -913 -1.388
26 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 33.668 34.776
27 Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 716 56
28 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 49.985 33.668

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzernbilanzgewinn Summe
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss
1. Stand am 31.12.2021 26.000,00 1.080.000,00 15.681.054,87 4.186.457,29 20.973.512,16
2. Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. andere Kapitalveränderungen 0,00 0,00 4.186.457,29 -4.186.457,29 0,00
5. Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 5.313.445,37 5.313.445,37
6. Stand am 31.12.2022 26.000,00 1.080.000,00 19.867.512,16 5.313.445,37 26.286.957,53
Auf nicht behrrschende Anteile entfallende Gewinne Konzerneigenkapital
1. Stand am 31.12.2021 728.044,79 21.701.556,95
2. Kapitalerhöhung 114.500,00 114.500,00
3. Ausschüttung -36.718,48 -36.718,48
4. andere Kapitalveränderungen 428,26 428,26
5. Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 103.890,01 5.417.335,38
6. Stand am 31.12.2022 910.144,58 27.197.102,11

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben

1. Angaben zu Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: DOBAU Holding GmbH
Firmensitz: Herne
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bochum
Register-Nr.: 14655

Der Konzernabschluss der DOBAU Holding GmbH wurde auf der Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die im Vorjahr unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Wertpapiere sind dem Grundsatz der Klarheit folgend in diesem Jahr unter den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde angepasst.

Dem Grundsatz der Klarheit folgend sind Erweiterungen des gesetzlichen Bilanzschemas aufgrund langjähriger Praxis vorgenommen worden. Dabei handelt es sich insbesondere um "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" sowie im die "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften". In den Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sind die Salden der entsprechenden Arbeitsgemeinschaften enthalten, die sich aus Lieferungen, Bauleistungen, Verwaltungsgebühren, Barvorlagen und anteilige Ergebnisübernahmen zusammensetzen.

Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder.

Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angabe der Befreiung der Konzernunternehmen

Die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von der Verpflichtung befreit, einen Einzelabschluss offenzulegen:

Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, Herne,

Heitkamp Brückenbau GmbH, Herne,

Heitkamp Umwelttechnik GmbH, Herne,

Heitkamp Service GmbH, Herne,

Heitkamp Immo Team GmbH, Herne,

Heitkamp Produktions Verwaltungs GmbH, Herne,

Heitkamp Produktions GmbH & Co. KG, Herne,

dreigrund development "Wohnen am weißen Stein" GmbH, Herne,

Heitkamp Neo GmbH & Co. KG, Herne,

Heitkamp Neo Verwaltungs GmbH, Herne,

reincem GmbH & Co. KG, Herne,

reincem Verwaltungs GmbH, Herne.

II. Konsolidierungskreis

1. Angaben zu allen Konzernunternehmen

In den Konsolidierungskreis wurden die folgenden Tochterunternehmen einbezogen:

Bezeichnung Gezeichnetes Kapital / Kommanditkaptital
(in EUR)
Beteiligungsquote Sitz
DOBAU Holding GmbH (Muttergesellschaft) 26.000,00 Herne
Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH 150.000,00 100,00% Herne
Heitkamp Brückenbau GmbH 25.000,00 100,00% *) Herne
Heitkamp Umwelttechnik GmbH 25.600,00 100,00% *) Herne
Heitkamp Service GmbH 25.000,00 100,00% Herne
Heitkamp Immo Team GmbH 25.000,00 100,00% *) Herne
Heitkamp Productions Verwaltungs GmbH 25.000,00 100,00% **) Herne
Heitkamp Productions GmbH & Co. KG 1.219.400,00 50,11% **) Herne
Dreigrund develeopment "Wohnen am weißen Stein" GmbH 25.000,00 100,00% *) Herne
Heitkamp Neo GmbH & Co. KG 700.000,00 100,00% *) Herne
Heitkamp Neo Verwaltungs GmbH 25.000,00 100,00% *) Herne
reincem GmbH & Co. KG 40.000,00 70,00% **) Herne
reincem Verwaltungs GmbH 12.500,00 70,00% **) Herne

* indirekt über die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH

** indirekt über verschiedene Tochterunternehmen

Die Beteiligungsquote entspricht den Stimmrechten.

Die Heitkamp Productions Verwaltungs GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Heitkamp Productions GmbH & Co. KG.

Die Heitkamp Neo Verwaltungs GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Heitkamp Neo GmbH & Co. KG. Die reincem Verwaltungs GmbH ist ebenfalls unbeschränkt haftender Gesellschafter der reincem GmbH & Co. KG.

Die Heitkamp Productions GmbH & Co. KG wird aufgrund § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Muttergesellschaft bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt. Die Gesellschaft erwirbt und vermietet Mobilien, die die Konzerngesellschaft zur Erfüllung ihres Unternehmenszweckes benötigt und soll die Mitarbeiter an den Konzern binden (Mitarbeiterbeteiligungsgesellschaft). Die Mitarbeiter scheiden bei Verlassen des Konzerns aus der Gesellschaft aus.

2. Assoziierte Unternehmen

Die Beteiligungen an assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode angesetzt.

In den Konzernabschluss wurden folgende assoziierte Unternehmen einbezogen:

Bezeichnung Gezeichnetes Kapital / Kommanditkaptital
(in EUR)
Beteiligungsquote Sitz
Projektentwicklung Enerke GmbH 25.000,00 50,00% *) Herne
Wohnen in der Waldsiedlung GmbH 50.000,00 50,00% **) Essen
dreigrund development GmbH & Co. KG 750.000,00 33,33% **) Herne
dreigrund development Verwaltungs GmbH 27.000,00 33,33% **) Herne

* indirekt über die Heitkamp Umwelttechnik GmbH

** indirekt über die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH

Die Beteiligungsquoten entsprechen den Stimmrechten.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der DOBAU Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

1. Angaben zum Konsolidierungsstichtag

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 23 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt.

3. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen

Die Erstkonsolidierung der DOBAU Holding GmbH, Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, Heitkamp Umwelttechnik GmbH, und Heitkamp Service GmbH erfolgte zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs im Jahre 2012.

2013 wurde die Heitkamp Immo Team GmbH und im Jahr 2014 die Heitkamp Brückenbau GmbH gegründet und mit einbezogen.

2016 erwarb die Heitkamp Umwelttechnik GmbH 50 % der Anteile an der Projektentwicklung Enerke GmbH, die Einbeziehung erfolgt mittels Equity-Methode.

2017 gründeten die Heitkamp Umwelttechnik GmbH (25 % Anteilsbesitz), die Heitkamp Service GmbH (25 % Anteilsbesitz), die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH (25 % Anteilsbesitz) und die Heitkamp Brückenbau GmbH (25% Anteilsbesitz) die Heitkamp Produktions Verwaltungs GmbH. Die Einbeziehung erfolgte als Tochterunternehmen.

2018 gründeten die Heitkamp Umwelttechnik GmbH, die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, die Heitkamp Service GmbH und die Heitkamp Brückenbau GmbH mit einem kumulierten Anteil von 50,4 % die Heitkamp Productions GmbH & Co. KG. Die Einbeziehung erfolgt als Tochterunternehmen.

2021 wurde die dreigrund development Wohnen am weißen Stein GmbH als Tochterunternehmen einbezogen.

2022 wurden die Heitkamp NEO Verwaltungs GmbH, die Heitkamp NEO GmbH & Co. KG, die reincem Verwaltungs GmbH und die reincem GmbH & Co. KG gegründet und mit einbezogen.

4. Unterschiede aus der Kapitalkonsolidierung

Der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ist durch langfristige Kundenbeziehungen zur öffentlichen Hand bzw. Auftragsgebern sowie dem vorhandenen Know-How im Straßen- und Spezialtiefbau begründet.

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung enthält den passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung eines Tochterunternehmens. Dieser besitzt Eigenkapitalcharakter, da es sich um einen günstigen Gelegenheitskauf handelt. Dieser wird planmäßig abgeschrieben.

5. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert.

Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert.

6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufträgen verrechnet.

7. Zwischenergebniseliminierung

Die Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 HGB vorgenommen.

8. Equity-Methode

Assoziierte Unternehmen werden, soweit nicht unwesentlich, nach der Equity-Methode konsolidiert. Erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Beteiligungen ausgewiesen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Bilanzierung und Bewertung

Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-gesetzes zu beachten.

Das Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und bewertet. Der niedrigere Wert wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden auf den niedrigeren Wert abgeschrieben, wenn die Wertminderung von Dauer ist. Auf die Abschreibung der Wertpapiere wurde verzichtet, da bei der Erhöhung des Marktzinssatzes eine unveränderte Bonität der Gläubiger der Anleihen vorliegt. Der Börsenkurs der Anleihen lag zum Stichtag bei EUR 3.720.341.

Soweit erforderlich, wurde der Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag keine niedrigeren Wiederbeschaffungspreise vorliegen.

Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge zu Herstellkosten umfasst die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Löhne, Material und Fremdleistungen) sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und die Abschreibungen auf Fuhrpark und Geräteeinsatz. Außerdem werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Der Ermittlung der Herstellkosten liegen die Ist-Kosten zugrunde. Sind die Herstellkosten höher als die zu Vertragspreisen errechnete Leistung, so wird zu Vertragspreise bewertet. Zur verlustfreien Bewertung wird ein niedriger beizulegender Wert zunächst aktivisch durch Abschläge vom Leistungswert berücksichtigt. Soweit die zukünftigen Verluste den erbrachten Leistungswert zum Bilanzstichtag überschreiten, werden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. In Einzelfällen sind effektive erbrachte Leistungen, die am Bilanzstichtag den bauvertraglich vereinbarten Umfang übersteigen, mit dem als realisierbar erbrachten Wert berücksichtigt.

Die fertigen, nicht schlussgerechten Bauleistungen werden zu Vertragspreisen der errechneten Leistungen abzüglich eines angemessenen Abschlages für noch anfallende Abrechnungskosten und Gewährleistungsverpflichtungen bewertet.

Dabei werden die für die einzelnen Bauprojekte bereits erhaltene Anzahlungen aktivisch vom Bestand der unfertigen bzw. der fertigen Bauleistungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.

In Einzelfällen sind bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen effektiv erbrachte Leistungen, die den bauvertraglich festgelegten Umfang überseigen, mit dem als realisierbar erbracht Wert berücksichtigt.

Risiken bei den Forderungen und en sonstigen Vermögensgegenständen wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine pauschale Abwertung der Forderungen aus Lieferung und Leistung und der Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften um die gebildeten Einzelwertberichtigungen gekürzten Forderungen vorgenommen.

Gegen Arbeitsgemeinschaften werden grundsätzlich Verrechnungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, Ansprüche aus Einlagen sowie anteilige Ergebnisübernahmen unter den gesondert ausgewiesenen Positionen "Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" ausgewiesen. Für entstandene Verlustanteile aus nicht abgerechneten Arbeitsgemeinschaften sowie für etwaige Risiken, die nicht in der Bilanz der jeweiligen Arbeitsgemeinschaft berücksichtigt sind, werden von der Gesellschaft als Arge-Partner Wertberichtigungen auf die Forderungen und ggf. Rückstellungen gebildet. Der Bemessung dieser etwaigen Risiken liegen Ermittlungen bezüglich der angesetzten tatsächlich erbrachten Bauleistung zum Bilanzstichtag sowie Schätzungen der noch bis Bauende anfallende Kosten und erzielbaren Auftragserweiterungen zugrunde. Im Rahmen dieser Prognose werden weiterhin positive Effekte aus der Weiterberechnung von Personal- und Materialaufwendungen an die jeweilige Arbeitsgemeinschaft berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch mit der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" nach den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck unter der Berücksichtigung von Gehalts- und Rentensteigerungen von 2,3 % ermittelt. Für die Abzinsung wurde der Zinssatz laut Abzinsungstabelle der deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB (1,78%) verwendet.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr von EUR 184.065,00 (Vorjahr: EUR 262.370,00). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Abgesicherte Pensionszusagen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden mindestens in Höhe des Wertes der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen und verzinsliches Guthaben) angesetzt.

Die Verpflichtungen sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt EUR 3.451.647,00. Der beizulegende Wert des angelegten Vermögens beträgt TEUR 195. Die mit dem Personalaufwand verrechneten Erträge betragen TEUR 2.

Durch die Anwendung des BilMoG ist es zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 421.375,00 gekommen. Gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird der entstandene Mehraufwand auf 15 Jahre verteilt. Die Unterdeckung beträgt zum 31.12.2022 TEUR 57.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die passiven latente Steuern beruhen auf stille Reserven bei der Neubewertung im Wertansatz assoziierter Unternehmen im Konzernabschluss. Die voraussichtliche Steuerbelastung wird EUR 31.634,78 betragen. Eine Änderung ergab sich 2022 nicht.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde der Gesamtsteuersatz von 32,63% zugrunde geführt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Konzernabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sacherhalte:

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 400.000,00 (Vorjahr: EUR 400.000,00) enthalten.

2. Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Konzernbilanz ist dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen

3. Anlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden TEUR 393 für Forderungen zur Absicherung von Arbeitszeitflexibilisierung ausgewiesen.

5. Gewinn-/ Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Der Konzernabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In den Konzernbilanz wurde ein Gewinnvortrag von EUR 19.867.512,16 einbezogen.

6. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind überwiegend die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Verpflichtungen aus dem Personalbereich

- sonstige auftragsbezogene Rückstellungen

7. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von >5 Jahren und der Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind im Rahmen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten abgesichert.

8. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Nominalbetrag der Miet- und Leasingverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 495,3 (Vorjahr TEUR 447,4), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr TEUR 250,9 (Vorjahr TEUR 280,2).

Die Gesellschaft haftet für Verpflichtungen aus Arbeitsgemeinschafts-Garantien der Bau-Argen, an denen die Gesellschaften beteiligt sind, höchstens mit dem Auftragswert. Diese lagen zum 31.12.2022 bei TEUR 27.253.

9. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfond der Kapitalflussrechnung umfasst die liquiden Mittel, die im Posten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesen sind.

VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

1. Aufgliederung der Gesamtleistung

Nachfolgend sind gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen aufgegliedert.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2022/
EUR
2021/
EUR
Straßenbau 31,4 31,7
Sanierung 13,6 15,0
Erd- und Deponiebau 27,2 13,3
Erschließung 7,8 1,7
Flughafenbau 2,1 0,4
Abbruch, Rückbau 10,5 15,6
Bodensanierung, Erdarbeiten 8,5 6,1
Brückenbau, -sanierung 27,7 15,9
Bilanzielle Gesamtleistung 128,8 99,7

Die Angaben beziehen sich auf die bilanzielle Gesamtleistung. Diese entspricht den Umsatzerlösen zuzüglich den Bestandserhöhungen im Wirtschaftsjahr, bewertet nach den erzielbaren Preisen.

Eine Aufgliederung nach geographischen Märkten entfällt, da sämtliche Konzernunternehmen auf dem gleichen regionalen Markt tätig sind.

Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilige Ergebnisübernahmen aus Arbeitsgemeinschaften.

Die Erlöse aus Arbeitsgemeinschaften betragen TEUR 6.808,8 (Vorjahr TEUR 7.489,0). Diesen stehen anteilige Bauleistungen der Arbeitsgemeinschaften von TEUR 31.170 (Vorjahr TEUR 35.645) gegenüber.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erbracht.

VII. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:

gewerbliche Mitarbeiter 288
(VJ: 274)
Angestellte 147
(VJ: 132)
435
(VJ 406)

2. Namen der Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2022 waren Dipl.-Ing. Jörg Kranz als technischer Geschäftsführer und Frau Dipl.-Kfm. Kosima Stricker-Rasch als kaufmännische Geschäftsführerin der DOBAU Holding GmbH bestellt.

In sinngemäßer Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB hat die Geschäftsführung auf die Angaben der Bezüge bzw. Pensionsanwartschaften der gegenwärtigen und früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans verzichtet.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der JAS-Beteiligungs GmbH enthalten.

4. Einbeziehung in Konzernabschluss anderer Gesellschafter

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die JAS-Beteiligungs GmbH, Duisburg. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht

Unterschrift

 

Herne, den 19. September 2023

gez. Jörg Kranz

gez. Kosima Stricker-Rasch

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 659.661,72 4.572,00 0,00 0,00 664.233,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.021.219,90 0,00 8.021.219,90 0,00 0,00
8.680.881,62 4.572,00 8.021.219,90 0,00 664.233,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.908.558,90 22.802,06 0,00 0,00 2.931.360,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.442.407,09 1.020.831,83 4.366,00 0,00 15.458.872,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.255.994,76 1.174.796,42 5.790,63 0,00 8.425.000,55
24.606.960,75 2.218.430,31 10.156,63 0,00 26.815.234,43
II. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 767.634,71 1.828.802,16 488.350,97 0,00 2.108.085,90
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.400.000,00 0,00 2.500.000,00 3.900.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 3.500.000,00 2.500,00 0,00 -2.500.000,00 1.002.500,00
4.267.634,71 3.231.302,16 488.350,97 0,00 7.010.585,90
37.555.477,08 5.454.304,47 8.519.727,50 0,00 34.490.054,05
Abschreibungen
Stand 1.1.2022
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 659.661,72 4.572,00 0,00 664.233,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.021.219,90 0,00 8.021.219,90 0,00
8.680.881,62 4.572,00 8.021.219,90 664.233,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 473.199,98 247.176,06 0,00 720.376,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.389.643,59 1.892.619,83 0,00 11.282.263,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.803.639,64 942.441,42 1.890,63 5.744.190,43
14.666.483,21 3.082.237,31 1.890,63 17.746.829,89
II. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
23.347.364,83 3.086.809,31 8.023.110,53 18.411.063,61
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.210.984,92 2.435.358,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.176.609,50 5.052.763,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.680.810,12 2.452.355,12
9.068.404,54 9.940.477,54
II. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.108.085,90 767.634,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.900.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.002.500,00 3.500.000,00
7.010.585,90 4.267.634,71
16.078.990,44 14.208.112,25

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366.654,00 66.668,00 266.672,00 33.314,00
(433.322,00) (66.668,00) (266.672,00) (99.982,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.442.114,20 9.442.114,20 0,00 0,00
(2.753.932,31) (2.753.932,31) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.293.404,31 7.293.404,31 0,00 0,00
(5.243.279,84) (5.243.279,84) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 2.954.572,12 2.954.572,12 0,00 0,00
(2.140.059,12) (2.140.059,12) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.312,65 20.312,65 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.704.962,57 6.165.571,68 539.390,89 0,00
(5.741.834,23) (5.741.834,23) (0,00) (0,00)
davon aus Steuern 4.171.818,70
(2.469.448,92)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 44.657,02
(21.277,40)
26.782.019,85 25.942.642,96 806.062,89 33.314,00
(16.312.427,50) (15.945.773,50) (266.672,00) (99.982,00)

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 27.11.2023 gebilligt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DOBAU Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DOBAU Holding GmbH, Herne und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DOBAU Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zu treffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, so wie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern an gewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammen hang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dar gestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stadtlohn, den 19. September 2023

Heisterborg Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dirk Meyer, Wirtschaftsprüfer

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