AllDent Zahnzentrum Leipzig GmbH

Petersstraße 32, 04109 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 38631
Eingetragen
17.3.2021
Branche
ZahnarztpraxenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Gründung und der Betrieb eines oder mehrerer Medizinscher Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V zur Erbringung aller hiernach zulässigen ärztlichen, zahnärztlichen und nichtärztlichen Leistungen und aller hiermit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ivona Dr. Leventic
seit 18.4.2024
Geschäftsführer
Markus Alexander Henn
seit 18.4.2024
Geschäftsführer
Aurélien Fauvel
seit 17.3.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
New Crown Luxco S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AllDent Holding GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.599.755,99 1.792.441,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.040.936,33 107.176.498,65
3. Geleistete Anzahlungen 81.384,50 0,00
104.722.076,82 108.968.940,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.053.413,39 1.127.121,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 201.411,00 255.709,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.041.484,04 18.669.938,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.229.373,03 2.497.701,44
28.525.681,46 22.550.470,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.470.830,04 2.903.341,65
2. Unfertige Leistungen 0,00 34.008,42
3. Geleistete Anzahlungen 34.924,19 0,00
3.505.754,23 2.937.350,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.254.986,95 7.888.986,12
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.847.371,95 3.128.516,51
16.102.358,90 11.017.502,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.119.538,33 19.954.291,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 569.289,39 760.594,79
161.544.699,13 166.189.150,21

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 89.038,00 89.038,00
II. Kapitalrücklage 147.460.962,00 138.460.962,00
III. Konzernverlustvortrag -37.164.968,53 -21.933.765,47
IV. Konzernjahresfehlbetrag -16.259.318,66 -15.231.203,06
94.125.712,81 101.385.031,47
B. Sonderposten für Fördermittel 700.372,13 508.683,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.367.391,05 645.065,40
2. Sonstige Rückstellungen 3.089.704,96 2.401.220,17
4.457.096,01 3.046.285,57
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.089.002,69 55.621.836,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.576.490,21 2.538.643,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.216.781,28 2.122.173,38
davon aus Steuern EUR 1.131.074,80 (i. V. EUR 764.020,66)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 59.072,83 (i. V. EUR 42.539,63)
60.882.274,18 60.282.653,69
E. Passive latente Steuern 1.379.244,00 966.496,48
161.544.699,13 166.189.150,21

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 93.395.749,55 70.815.827,62
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -34.008,42 17.835,77
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.772.053,46 3.015.395,69
98.133.794,59 73.849.059,08
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.641.655,47 9.446.334,66
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.212.896,04 1.837.078,09
12.854.551,51 11.283.412,75
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 54.883.765,91 40.958.172,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 10.429.152,44 7.459.273,38
davon für Altersversorgung EUR 162.123,58 (i. V. EUR 151.761,00)
65.312.918,35 48.417.445,88
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.691.771,05 11.018.942,17
b) auf Gegenstände des Umlaufvermögens 0,00 57.656,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.991.792,47 14.441.196,82
-11.717.238,79 -11.369.594,54
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.663,89 72,86
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.629.986,07 3.012.064,20
-3.627.322,18 -3.011.991,34
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 912.461,17 847.438,66
11. Ergebnis nach Steuern -16.257.022,14 -15.229.024,54
12. Sonstige Steuern 2.296,52 2.178,52
13. Konzernjahresfehlbetrag -16.259.318,66 -15.231.203,06

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der AllDent Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.614.659,57 3.046.023,24 0,00 0,00 5.660.682,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 128.619.463,24 43.470,70 0,00 0,00 128.662.933,94
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 81.384,50 0,00 0,00 81.384,50
131.234.122,81 3.170.878,44 0,00 0,00 134.405.001,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.424.166,22 0,00 0,00 63.500,00 1.360.666,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 544.854,14 0,00 0,00 0,00 544.854,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.338.841,34 6.748.649,24 31.000,86 837.265,96 33.281.225,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.497.701,44 2.787.336,61 -31.000,86 24.664,16 5.229.373,03
31.805.563,14 9.535.985,85 0,00 925.430,12 40.416.118,87
163.039.685,95 12.706.864,29 0,00 925.430,12 174.821.120,12
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Änderung aufgrund BP Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 822.217,90 238.708,92 0,00 0,00 1.060.926,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.442.964,59 7.179.033,02 0,00 0,00 28.621.997,61
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.265.182,49 7.417.741,94 0,00 0,00 29.682.924,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 297.044,83 40.900,00 0,00 30.692,00 307.252,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 289.145,14 54.298,00 0,00 0,00 343.443,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.668.902,41 4.178.831,11 -770.746,12 837.245,96 11.239.741,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.255.092,38 4.274.029,11 -770.746,12 867.937,96 11.890.437,41
31.520.274,87 11.691.771,05 -770.746,12 867.937,96 41.573.361,84
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.599.755,99 1.792.441,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.040.936,33 107.176.498,65
3. Geleistete Anzahlungen 81.384,50 0,00
104.722.076,82 108.968.940,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.053.413,39 1.127.121,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 201.411,00 255.709,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.041.484,04 18.669.938,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.229.373,03 2.497.701,44
28.525.681,46 22.550.470,76
133.247.758,28 131.519.411,08

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -16.259 -15.231
+/- Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 7.179 7.173
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf übrige Gegenstände des Anlagevermögens 4.513 3.846
- Erträge aus der Auflösung von Sonderposten -220 -164
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 688 369
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -891 58
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.462 -3.167
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 184 160
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -32 28
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 3.627 3.012
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 912 847
-/+ Ertragsteuerzahlungen 172 -172
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.589 -3.241
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.171 -1.837
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 90 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.536 -9.793
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.617 -11.630
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 9.000 20.000
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 8.500
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten -368 -370
+ Einzahlungen aus erhaltenen Fördermitteln 412 85
- Gezahlte Zinsen -3.507 -3.012
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.537 25.203
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -12.669 10.332
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.331 8.999
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.662 19.331
Finanzmittelfonds
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 1.458 623
Flüssige Mittel 8.120 19.954
6.662 19.331

KONZERNANHANG zum 31. Dezember 2022

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der

AllDent Holding GmbH in München

Registergericht: Amtsgericht München

Registernummer: HRB 243673

zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen der Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) beachtet.

Die Gliederung der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Die Konzernbilanz wurde zur Verbesserung der Aussagekraft um den Posten "Sonderposten für Fördermittel" erweitert.

B. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die AllDent Holding GmbH, München, sowie folgende Tochterunternehmen einbezogen:

Name Sitz Beteiligungsquote in %
STENUM Ortho GmbH * Ganderkesee 100,00
AllDent GmbH * München 100,00
Dentotrade GmbH * München 100,00
AllDent Zahnzentrum München GmbH * München 100,00
AllDent Zahnzentrum Frankfurt GmbH * Frankfurt 100,00
AllDent Zahnzentrum GmbH * München 100,00
AllDent Zahnzentrum Stuttgart GmbH Stuttgart 100,00
AllDent Zahnzentrum Augsburg GmbH * Augsburg 100,00
AllDent Zahnzentrum Mainz GmbH * Mainz 100,00
AllDent Zahnzentrum Hamburg GmbH * Hamburg 100,00
AllDent Zahnzentrum Leipzig GmbH * Leipzig 100,00
AllDent Zahnzentrum Mannheim GmbH * Mannheim 100,00
AllDent Zahnzentrum Dresden GmbH * Dresden 100,00
AllDent Zahnzentrum Essen GmbH * Essen 100,00
AllDent Zahnzentrum Wiesbaden GmbH * Wiesbaden 100,00
AllDent Zahnzentrum Bremen GmbH * Bremen 100,00
AllDent Zahnzentrum Bergedorfer Tor GmbH * Hamburg 100,00
Stenum Ortho MVZ GmbH * Ganderkesee 100,00
AllDent Zahnzentrum Bochum GmbH * Bochum 100,00
AllDent Zahnzentrum Köln GmbH * Köln 100,00
AllDent Zahnzentrum Karlsruhe GmbH * Karlsruhe 100,00
AllDent Zahnzentrum Berlin GmbH * Berlin 100,00

*Von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB wird für die Offenlegung Gebrauch gemacht.

Erstkonsolidierungen

Infolge von Neugründungen wurden folgende Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

AllDent Zahnzentrum Bochum GmbH (Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 - 307 HGB)

AllDent Zahnzentrum Köln GmbH (Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 - 307 HGB)

AllDent Zahnzentrum Karlsruhe GmbH (Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 - 307 HGB)

AllDent Zahnzentrum Berlin GmbH (Vollkonsolidierung gemäß §§ 300-307 HGB)

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises bestehen aufgrund der Neugründungen der Gesellschaften keine wesentlichen Veränderungen bei den konsolidierten Umsatzerlösen. Die Neugründungen haben eine Auswirkung auf das EBIT in Höhe von TEUR -2.197 sowie auf das Jahresergebnis in Höhe von TEUR - 2.249. Die Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage sind von untergeordneter Bedeutung.

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Alle einbezogenen Jahresabschlüsse sind nach den handelsrechtlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde durch Addition der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zum Summenabschluss sowie durch nachfolgende Konsolidierungsmaßnahmen erstellt.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag (31.12. eines jeden Jahres) des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Aus der damaligen Erstkonsolidierung zum 01.01.2019 ergab sich ein Zugang zu den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 128.099.

Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wird in Anlehnung an die geplanten Haltedauern mit 18 Jahren eingeschätzt, entsprechend auf Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2022 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert.

Gemäß § 304 HGB wurden zwischen den Gruppengesellschaften erzielte Zwischenergebnisse eliminiert.

Latente Steuern i. S. d. § 306 HGB auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Jahren voraussichtlich ausgleicht, wurden ermittelt und bilanziert.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden beachtet.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Going-Concern-Prinzip erstellt.

Im Berichtsjahr wurde der Ausweis aus dem Verbrauch des Disagio MidCap Funding geändert (TEUR 120) und dieser nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (i. V. TEUR 109), sondern unter den Zinsaufwendungen gezeigt. Der Vorjahressaldo ist aus Wesentlichkeitsgründen unverändert ausgewiesen.

Darüber hinaus sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Bewertung der Gegenstände des Sachanlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgte einheitlich nach den für das Mutterunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften.

I. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 30 Jahren.

Ein erworbener Geschäfts- oder Firmenwert aus einer Patientenkartei wird über die Nutzungsdauer der durchschnittlichen Verweildauer von Patientenakten von 15 Jahren abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwendungen behandelt, sofern die Anschaffungskosten den Betrag von EUR 250,00 (ohne Umsatzsteuer) nicht überschreiten. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 (ohne Umsatzsteuer) übersteigen, werden im Zugangsjahr aus Vereinfachungsgründen in einen Sammelposten eingestellt, und über die Nutzungsdauer linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

II. Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die Überlieger (unfertige Leistungen) werden mit den Leistungen bewertet, die an Patienten bis zum Bilanzstichtag erbracht wurden. Die Bewertung erfolgt zu den Herstellungskosten anhand der kalkulierten DRGs gemäß den Kalkulationsergebnissen des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH (InEK).

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

V. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. Das in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben.

VI. Sonderposten für Fördermittel

Der Sonderposten für Fördermittel wird im Grundsatz entsprechend den anteiligen Abschreibungen der mit diesen Mitteln finanzierten Anlagegegenstände aufgelöst.

VII. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

VIII. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

IX. Latente Steuern

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB wurden nicht aktiviert. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der beigefügte Anlagenspiegel, der integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist.

Der Zugang des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Kauf des Patientenstamms in 2022 in Höhe von TEUR 43 wird über die Nutzungsdauer der durchschnittlichen Verweildauer der Patientenakten von 15 Jahren abgeschrieben.

II. Rechnungsabgrenzungsposten

In dem Posten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 332 (i. V. TEUR 452) enthalten.

III. Eigenkapital

Im Geschäftsjahr wurde aus Gesellschaftermitteln eine Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.000 durchgeführt. Durch den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 16.259 zusammen mit dem Konzernverlustvortrag in Höhe von TEUR 37.165 ergibt sich im Geschäftsjahr ein Konzernbilanzverlust in Höhe von TEUR 53.424.

IV. Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Steuerrückstellungen TEUR 1.367 (i. V. TEUR 645), Rückstellungen für Personalkosten TEUR 1.569 (i. V. TEUR 907), Rückstellungen für Berufsgenossenschaft TEUR 167 (i. V. TEUR 134), Rückstellungen für Abschluss und Prüfung TEUR 251 (i. V. TEUR 222), Rückstellungen für den MDK sowie für die Wirtschaftlichkeitsprüfung TEUR 904 (i. V. TEUR 933) sowie Rückstellungen für Archivierung TEUR 176 (i. V. TEUR 188).

V. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zeigt folgende Übersicht:

Stand 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über ein Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.089.002,69 1.681.635,76 54.407.366,93 0,00
(Vorjahr) (55.621.836,63) (881.081,56) (54.740.755,07) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.576.490,21 2.576.490,21 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.538.643,68) (2.538.643,68) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.216.781,28 2.048.811,28 167.970,00 0,00
(Vorjahr) (2.122.173,39) (1.893.003,39) (229.170,00) (0,00)
60.882.274,18 6.306.937,25 54.575.336,93 0,00
(Vorjahr) (60.282.653,70) (5.312.728,63) (54.969.925,07) (0,00)

In den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.217 sind auch Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 95 aus Änderungen Betriebsprüfung 2015-2018 enthalten.

VI. Latente Steuern

Die latenten Steuern betreffen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.467, die im Wesentlichen aus der Abschreibung in Höhe von TEUR 1.422 p.a. auf den Einbringungsgewinn I resultieren, und aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 88 aus Konsolidierungsmaßnahmen. Der Steuersatz, der zu Grunde gelegt wurde, beträgt 30 %.

Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

TEUR TEUR TEUR
Latente Steuerart Stand zum 31.12.2021 Zuführung Stand zum 31.12.2022
Aktive latente Steuern 74 14 88
Passive latente Steuern 1.040 427 1.467
Summe 966 413 1.379

E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

I. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf den zahnmedizinischen Bereich in Höhe von TEUR 80.427 und auf den orthopädischen Bereich in Höhe von TEUR 12.969. Alle Umsätze wurden im Inland erzielt.

II. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 771 ausgewiesen, welche aus den Betriebsprüfungen für die Veranlagungszeiträume 2015-2018 resultieren.

III. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Nichtabziehbare Vorsteuerbeträge führten im laufenden Geschäftsjahr sowohl zu Aktivierungen im Sachanlagevermögen als auch zu höheren Sachkosten. Die Beträge aus dem Zeitraum Geschäftsjahr 2020-2021 waren ebenfalls im Geschäftsjahr 2022 miteinzubeziehen. Für die Vorperiode Geschäftsjahr 2020 sind TEUR 92 nachaktiviert und TEUR 116 als periodenfremde Aufwendungen berücksichtigt. Für die Vorperiode Geschäftsjahr 2021 sind TEUR 468 nachaktiviert und TEUR 200 als periodenfremde Aufwendungen berücksichtigt.

IV. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr 2022 fielen negative Zinsen auf Bankguthaben i. H. v. TEUR 35 an. Der Ausweis erfolgte unter dem Zinsaufwand.

V. Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Zuführung zur Gewerbesteuerrückstellung TEUR 705 (i. V. TEUR 495), für Körperschaftsteuer TEUR 17 (i. V. TEUR 0), Erträge aus latenten Steuern TEUR 14 (i. V. TEUR 74) und Aufwendungen aus latenten Steuern TEUR 427 (i. V. TEUR 427). Hierin sind periodenfremde Steuern aus der Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015-2018 in Höhe von TEUR 165 enthalten.

F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der nach DRS 21 Konzernkapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände (TEUR 113) und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 8.007) abzüglich jederzeit fälliger Bankenverbindlichkeiten (TEUR 1.458).

G. Sonstige Angaben

I. Nachtragsbericht

Am 17. März 2023 startete die AllDent Zahnzentrum Köln GmbH ihren Geschäftsbetrieb. Somit betreibt die AllDent Gruppe vierzehn Zahnzentren, zwei davon nun in Nordrhein-Westfalen.

Die AllDent Holding GmbH hat am 17. Februar 2023 eine weitere Zuführung zur Kapitalrücklage aus Gesellschaftermitteln in Höhe von TEUR 9.000 erhalten. Dies dient zur Finanzierung des weiteren Wachstums der Gruppe.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

II. Organe des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer gem. § 314 Nr. 6 HGB beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.290.

III. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.537 Arbeitnehmer, davon 1.209 Angestellte und 328 Aushilfen beschäftigt.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 88.088. Im Wesentlichen resultieren die Verpflichtungen aus zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernanhangs bestehenden mehrjährigen Mietverträgen der Zahnzentren (TEUR 85.626). Die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 13 Jahren.

V. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand von TEUR 1.655 verkauft, der noch nicht fällig war. Risiken aus dem Factoring bestehen nicht. Diese Maßnahme bietet eine verbesserte Liquiditätslage und -planung.

V. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar setzt sich aus den folgenden Leistungen zusammen:

a)

Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 73

b)

Andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 11

VI. Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die AllDent Holding GmbH, München (HRB 243673) erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen nach handelsrechtlichen Vorschriften. Er wird im Unternehmensregister offengelegt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 27.639.523,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 8. Mai 2023

AllDent Holding GmbH

Geschäftsführung

Dr. Dr. Ruben Stelzner

Dr. Matthias Stelzner

Aurélien Fauvel

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

In 2011 wurde das erste AIIDent Zahnzentrum gegründet.

Die heutige AIIDent Holding GmbH - Gruppe wurde im Jahre 2011 ins Leben gerufen.

Zur Unternehmensgruppe gehören folgende Tochtergesellschaften:

AllDent GmbH (100 %)

STENUM Ortho GmbH (100 %)

AIIDent Zahnzentrum GmbH (100 %)

AIIDent Zahnzentrum München GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Augsburg GmbH (100 %)

AIIDent Zahnzentrum Frankfurt GmbH (100 %)

AIIDent Zahnzentrum Hamburg GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Stuttgart GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Wiesbaden GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Leipzig GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Mannheim GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Mainz GmbH (100 %)

AIIDent Zahnzentrum Essen GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Dresden GmbH (100 %)

STENUM Ortho MVZ GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Bergedorfer Tor GmbH (100%)

AllDent Zahnzentrum Bremen GmbH (100%)

Dentotrade GmbH (100 %)

AllDent Zahnzentrum Bochum GmbH (100%)

AIIDent Zahnzentrum Köln GmbH (100%)

AllDent Zahnzentrum Karlsruhe GmbH (100%)

AllDent Zahnzentrum Berlin GmbH (100%)

Die AllDent Gruppe ist im Bereich der Zahnmedizin tätig. Die Gruppe betreibt im Geschäftsjahr 2022 dreizehn MVZ (Medizinische Versorgungszentren) in zwölf deutschen Städten sowie eine Fachklinik für Orthopädie (STENUM Ortho GmbH) und eine orthopädische Praxis (STENUM Ortho MVZ GmbH).

Die zahnmedizinischen MVZ bieten ein breites Spektrum an zahnmedizinischen Behandlungen wie Notdienst, Prophylaxe, konservierende Chirurgie, Zahnersatz oder Paradontitisbehandlungen. Durch die Positionierung als Anbieter einer preiswerten und zugleich guten Zahnmedizin spricht AIIDent viele gesetzlich- oder privatversicherte Patienten deutschlandweit an.

Zur Gruppe gehört auch die Dentotrade GmbH, ein Einkaufsunternehmen, das exklusiv für die AllDent Gruppe tätig ist und dessen Kerngeschäft der Einkauf sowie weitere interne Verrechnungen von Geräten oder Materialien für den Verbrauch bzw. die Nutzung in den Kliniken ist.

Die AllDent Holding GmbH, mit Sitz in München, stellt die benötigte Infrastruktur für den erfolgreichen, bundesweiten Betrieb von Zahnarztpraxen.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022 war im Wesentlichen vom Krieg in der Ukraine sowie den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt.

Es kam zu Einschränkungen beim Waren- und Dienstleistungsangebot sowie einer Verknappung der Gaslieferungen aus Russland in die Europäische Union, was zu starken Anstiegen vor allem bei Energiekosten und Lebensmittelpreisen führte. Das Statistische Bundesamt errechnet für das abgelaufene Jahr eine Inflationsrate von 6,9 %. Es ist die höchste Jahresteuerungsrate seit der Ölkrise zu Beginn der 1970er-Jahre.

Die hohe Inflationsrate veranlasste die Notenbanken, eine Zinswende einzuleiten. Nachdem der Leitzins seit März 2016 bei Null Prozent gelegen hatte, wurde er im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal erhöht, zuletzt auf 2,5 % im Dezember 2022.

Infolge der starken Abhängigkeit von russischem Gas und globalen Lieferengpässen hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft deutlich abgeschwächt. Während das Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Jahres trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen noch zulegen konnte, ist es im 4. Quartal 2022 gesunken. Insgesamt wird das preisbereinigte Wachstum für das Gesamtjahr 2022 mit 1,8 % vom Statistischen Bundesamt angegeben und bleibt damit hinter dem Wachstum des Vorjahres (2021: +2,6 %) zurück.

b. Branche

Zahnmedizin:

Die im Berichtsjahr hohe Inflation hat das Verhalten der Patienten bei der Entscheidung über größere Behandlungen negativ beeinflusst, sodass nicht notwendige Eingriffe eher aufgeschoben wurden. Die Corona-Krise hat hingegen das abgelaufene Kalenderjahr 2022 weit weniger geprägt als dies noch im Vorjahr der Fall war.

Krankenhäuser:

Auch im Krankenhaus Umfeld hat die Corona Krise die Branche weniger beeinflusst als in 2021; der Krieg in der Ukraine und die darauffolgende steigende Inflation haben sich jedoch auf die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser stark ausgewirkt. Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) werden die Krankenhäuser in 2022 ein Gesamtdefizit von fast 9 Milliarden Euro verzeichnen.

c. Entwicklung der Gruppe

Der Umsatz der Gruppe ist im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 wieder deutlich angestiegen (rd. + 32 %). Dieser Umsatzanstieg stammt sowohl aus den bestehenden als auch aus den neu eröffneten MVZ. Der geplante Umsatz i. H. v. TEUR 103.889 für das Jahr 2022 wurde nicht erreicht, was hauptsächlich auf eine langsamere Besetzung der geplanten Stellen im medizinischen Bereich in manchen Zahnzentren sowie auf die Verschiebung der Eröffnung des Standorts Köln auf 2023 zurückzuführen ist.

Trotz der Eröffnung neuer Standorte und dem weiteren Aufbau der Organisation in der Zentrale - zur Erreichung des geplanten Wachstums - hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) um rd. TEUR 268 verbessert.

Im Jahr 2022 ist der Umsatz der STENUM Ortho GmbH im Vergleich zu 2021 leicht gesunken. Dies ist auch bedingt durch den Wegfall von wichtigen öffentlichen Fördermaßnahmen zur finanziellen Unterstützung bezüglich COVID-19.

Insgesamt ist die Geschäftsführung der AllDent Gruppe mit der Entwicklung der Gruppe im Jahr 2022 zufrieden. Trotz der COVID-19 Krise, der Inflationswelle und des Kriegs in der Ukraine ist der Umsatz bei allen Kliniken der Gruppe gestiegen und zwei neue MVZ konnten erfolgreich eröffnet werden. Die Entwicklung des Umsatzes zeigt zum einen, dass die Branche, in der AllDent tätig ist, krisensicher ist und zum anderen, dass das Geschäftsmodell der Gruppe für Patienten attraktiv bleibt.

d. Lage der Gruppe

Ertragslage

2022 2021
TEUR % TEUR %
Rohergebnis 85.280 100% 62.566 100%
Personalaufwand 65.313 77% 48.418 77%
Abschreibungen 11.692 14% 11.077 18%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.992 23% 14.441 23%
Betriebsergebnis (EBIT) -11.717 -14% -11.370 -18%
Finanzergebnis -3.627 -4% -3.012 -5%
EE-Steuern 913 1% 847 1%
Ergebnis nach Steuern -16.257 -19% -15.229 -24%
Sonstige Steuern 2 0% 2 0%
Jahresfehlbetrag -16.259 -19% -15.231 -24%
Veränderung
TEUR %
Rohergebnis 22.713 36%
Personalaufwand 16.895 35%
Abschreibungen 615 6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.551 38%
Betriebsergebnis (EBIT) -347 3%
Finanzergebnis -615 20%
EE-Steuern 66 8%
Ergebnis nach Steuern -1.028 7%
Sonstige Steuern 0 5%
Jahresfehlbetrag -1.028 7%

Durch das Wachstum in den bestehenden Praxen sowie die Eröffnung zwei weiterer Kliniken konnte im Jahr 2022 der Umsatz in der Gruppe deutlich gesteigert werden (+32 %). Gleichzeitig hat sich der Personalbedarf maßgeblich erhöht: im Geschäftsjahr 2022 wurde die Anzahl der Arbeitnehmer auf durchschnittlich 1.537 aufgestockt (2021: 1.101). Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 38 % hängt mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie mit der Eröffnung neuer Standorte zusammen.

Insgesamt bewegt sich das Betriebsergebnis (EBIT) mit TEUR -11.717 auf Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -3.627 enthält im Wesentlichen neben Zinsaufwendungen auch negative Zinsen auf Bankguthaben sowie Aufwendungen aus der Auflösung eines Disagios. Nach Abzug der Ertragsteuern sowie der sonstigen Steuern verbleibt ein um TEUR 1.028 verschlechtertes Konzernergebnis in Höhe von TEUR -16.259.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gruppe war im Berichtsjahr unter anderem durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.000 zu jeder Zeit gesichert. Alle Verbindlichkeiten wurden und werden innerhalb des Zahlungsziels bezahlt. Zu jeder Zeit bestanden großzügige Reserven in den Barreserven. Zum Stichtag betrug der Kassen-/Bankbestand TEUR 8.120.

Vermögenslage

2022 2021
TEUR % TEUR %
Immaterielle VG 104.722 65% 108.969 66%
Sachanlagen 28.526 18% 22.550 14%
Anlagevermögen 133.248 82% 131.519 79%
Vorräte 3.506 2% 2.937 2%
Forderungen 16.102 10% 11.018 7%
Liquide Mittel 8.120 5% 19.954 12%
Umlaufvermögen 27.728 17% 33.909 20%
Rechnungsabgrenzung 569 0% 761 0%
Bilanzsumme (Aktiva) 161.545 100% 166.189 100%
Veränderung 2022/2021
TEUR %
Immaterielle VG -4.247 -4%
Sachanlagen 5.976 26%
Anlagevermögen 1.729 1%
Vorräte 569 19%
Forderungen 5.084 46%
Liquide Mittel -11.834 -59%
Umlaufvermögen -6.181 -18%
Rechnungsabgrenzung -192 -25%
Bilanzsumme (Aktiva) -4.644 -3%

Die Bilanzsumme ist um 3 % auf TEUR 161.545 gesunken (Vorjahr: TEUR 166.189).

Das Anlagevermögen ist um 1 % gestiegen und betrug am Stichtag TEUR 133.248 (Vorjahr: TEUR 131.519). Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen insbesondere die Ausstattungen der Zahnarztpraxen.

Das Umlaufvermögen ist um 18 % auf TEUR 27.728 zurückgegangen (Vorjahr: TEUR 33.909) und basiert im Wesentlichen auf dem geringeren Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig sind die Vorräte auf TEUR 3.506 gestiegen (Vorjahr: TEUR 2.937). Die Forderungen sind auf TEUR 16.102 angestiegen (Vorjahr: TEUR 11.018). Die Zunahme beider Bilanzposten ist ebenfalls auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Kapitalstruktur

2022 2021
TEUR % TEUR %
Eigenkapital vor JÜ 110.385 68% 116.616 70%
Konzernjahresergebnis -16.259 -10% -15.231 -9%
Eigenkapital 94.126 58% 101.385 61%
Sonderposten 700 0% 509 0%
Rückstellungen 4.457 3% 3.046 2%
Verb. Kreditinstitute 56.089 35% 55.622 33%
Verb. L + L 2.576 2% 2.539 2%
Übrige Verbindlichkeiten 2.218 1% 2.122 1%
Verbindlichkeiten 60.883 38% 60.283 36%
Lat. Steuern 1.379 1% 966 1%
Bilanzsumme (Passiva) 161.545 100% 166.189 100%
Veränderung 2022/2021
TEUR %
Eigenkapital vor JÜ -6.231 -5%
Konzernjahresergebnis -1.028 7%
Eigenkapital -7.259 -7%
Sonderposten 191 38%
Rückstellungen 1.411 46%
Verb. Kreditinstitute 467 1%
Verb. L + L 37 1%
Übrige Verbindlichkeiten 96 4%
Verbindlichkeiten 600 1%
Lat. Steuern 413 43%
Bilanzsumme (Passiva) -4.644 -3%

Das Eigenkapital des Konzerns am Bilanzstichtag beträgt TEUR 94.126. Im Geschäftsjahr wurde eine Erhöhung der Kapitalrücklage aus Gesellschaftermitteln in Höhe von TEUR 9.000 vorgenommen. Die Eigenkapitalquote des Konzerns zum 31.12.2022 beläuft sich dementsprechend auf 58,3 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Stichtag TEUR 2.576 (Vorjahr: TEUR 2.539) und konnten somit nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden.

e. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft haben sich wie folgt entwickelt:

Finanzieller Leistungsindikator 2022 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatz 93.396 70.816 22.580 32%
EBIT -11.717 -11.370 -347 3%

Durch das Geschäftsmodell der zahnmedizinischen MVZs und deren Kostenstruktur sind vor allem der Gesamtumsatz eines Standortes und der Umsatz pro behandelnden Zahnarzt die wichtigsten wirtschaftlichen Leistungsindikatoren.

Der Umsatz pro Standort hat sich bei allen Praxen im Vergleich zu 2021 gesteigert, und trotz COVID-19 konnte auch der Umsatz pro behandelnden Zahnarzt bei fast allen Standorten gesteigert werden.

Die Qualität der Behandlungen wird hauptsächlich durch die Onlinebewertungen, die Höhe der Kulanz und die Ergebnisse der Patientenzufriedenheitsbefragungen überwacht. AllDent genießt weiterhin einen sehr guten Ruf bei den Patienten, eine hervorragende Zufriedenheit (sog. Net Promoter Score) und dadurch bleibt der Patientenzufluss für die Zukunft gesichert. Um diesen Patientenzufluss weiterhin zu verstärken werden Marketing-Maßnahmen eingeleitet, die monatlich kontrolliert und ggf. angepasst werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zwar erhoben, aber nicht zur Steuerung herangezogen.

Im orthopädischen Bereich werden u.a. der Umsatz sowie die Anzahl der Patienten (gesamt und aus dem Ausland) und die Bewertung der OPs monatlich überwacht.

III. Prognosebericht

Die weltweiten Risiken hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung sind im Vergleich zu den Vorjahren noch gestiegen.

Auch wenn die aktuell hohe Inflation in Deutschland noch keine deutlichen Konsequenzen auf das Verhalten der Patienten bis jetzt hatte, ist es nicht auszuschließen, dass diese in Zukunft ein Risiko für die weitere Entwicklung der Zahnzentren darstellt.

Die AllDent Gruppe befindet sich in einer starken Wachstumsphase und investiert weiterhin viel in die Eröffnung neuer Standorte sowie in das Wachstum der bestehenden Standorte. Die Performance im Jahr 2022 hat gezeigt, dass die Gruppe weiterhin solide und stark wächst und dass das AllDent Konzept von Patienten sehr gut angenommen wird.

Im Jahr 2023 sollen drei weitere Standorte eröffnet und die bestehenden Praxen weiterentwickelt werden. Die Gruppe erwartet ein Umsatzplus im Bereich von TEUR + 40.000, zu dem sowohl die erst in 2021 und 2022 eröffneten Standorte beitragen sollen als auch die Bestandspraxen.

Trotz des weiteren Ausbaus der zentralen Funktionen (rd. TEUR + 1.700 an Kosten) und der Anlaufverluste der neuen Standorte wird ein deutlich besseres Betriebsergebnis (um TEUR + 11.000) erwartet, sodass die Geschäftsleitung mit einem nahezu ausgeglichenen EBIT rechnet.

IV. Chancen- und Risikobericht

a. Risiken

IT-Risiken

Die Zuverlässigkeit und Sicherheit der IT-Systeme und der personenbezogenen Daten sind Schlüsselfaktoren des geschäftlichen Erfolges eines "End-Verbraucher" Geschäfts.

Zur Betreuung und Weiterentwicklung der IT-Systeme wird einerseits die Organisation mit zusätzlichem qualifizierten Personal weiter ausgebaut, andererseits wird eine gleiche, sogenannte "Blue-Print" Infrastruktur in jedem neuen MVZ umgesetzt. Dieses "Blue-Print" Konzept reduziert die mögliche Komplexität, die durch das Wachstum entstehen könnte und ermöglicht zugleich eine einheitliche Betreuung durch die IT-Mitarbeiter in der Zentrale.

Risiken sind neben schlechter Systemperformance oder Systemausfällen die Datensicherheit und der Datenschutz. Es wurden Konzepte entwickelt und umgesetzt, welche beide Themen, soweit möglich, sicherstellen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquidität der Gesellschaft wird fortlaufend überwacht und war im Berichtsjahr stets sichergestellt. Das angestrebte Wachstum für die nächsten Jahre benötigt signifikante Investitionen sowohl in Anlagen, insbesondere für neue Standorte, als auch in Umlaufvermögen zur Finanzierung der Erstausstattung der neuen Standorte mit Material als auch zur Deckung der Kosten für Personalbeschaffung durch Anzeigen und Inserate. Diese benötigten Investitionen und Erstausstattungskosten sind durch verschiedene Finanzierungsmaßnahmen gesichert.

Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder gegenüber den kassenzahnärztlichen Vereinigungen oder einzelnen Patienten bestehen, ist die Gefahr von erheblichen Forderungsverlusten als sehr gering einzuschätzen.

Marktrisiken

Der Markt der medizinischen Versorgung konnte sich im Jahr 2022 weiterentwickeln. Das Risiko, dass dieser Markt aufgrund einer Krise schwer einbricht, ist sehr gering. Im Gegensatz dazu steigen die Umsätze der Branche jedes Jahr überdurchschnittlich an.

Der Fachkräftemangel im zahnmedizinischen Bereich erschwert zwar die Eröffnung neuer Standorte, dennoch hat AllDent die Rekrutierungsfunktion ausgebaut, um dieses Risiko zu minimieren. Zusätzlich bietet AllDent ein attraktives Arbeitsmodell für die Fachkräfte der Branche, so dass dieses Risiko für die AllDent Gruppe als unter Kontrolle einzuschätzen ist.

Regulatorische Risiken

Die politische Debatte rund um das Betreiben von medizinischen Einrichtungen durch Investorgetriebene Strukturen hat sich in den letzten Monaten verschärft. Die Konsequenzen aus dieser Debatte und der darauffolgenden Gesetze ist aktuell schwer einzuschätzen. Dennoch erscheint das Risiko, dass große Veränderungen in der zahnmedizinischen Branche umgesetzt werden, als relativ gering.

Kostenrisiken

Die aktuelle Inflation hat die Einkaufspreise mancher Artikel negativ beeinflusst. Trotzdem ist das Risiko - bedingt durch den geringen Anteil der Materialkosten am Umsatz (rd. 5%) - als relativ gering einzuschätzen.

Den größten Anteil an den Gesamtkosten beanspruchen die Personalkosten. Da sich die Kosten für das medizinische Personal in den zahnärztlichen MVZs (Zahnärzte, Oberärzte, Chirurgen) marktüblich am generierten Honorar orientieren, ist das Risiko überdurchschnittlicher Personalkosten ebenso gering.

b. Chancenbewertung

Marktchancen

Der Markt der Zahnmedizin bleibt hoch fragmentiert und bietet dementsprechend weiterhin große Wachstumschancen für eine Gruppe wie AllDent. Aufgrund der lokalen Natur des Marktes (lokale Präsenz unvermeidbar) und des Geschäftsmodells von AllDent (Neugründung von MVZ) bleibt diese Wachstumschance vorhanden.

Operative Effizienz

Dadurch, dass AllDent weiterhin wächst, werden zunehmend operative Effizienzen, z.B. im Bereich Einkauf, IT oder Rekrutierung, erzielt sowie das Gewicht der zentralen Funktionen in Relation zum Umsatz reduziert. Die Profitabilität der Gruppe soll entsprechend steigen.

c. Gesamtbewertung

Insgesamt sieht die Geschäftsführung deutlich mehr Chancen als Risiken für die Zukunft der AllDent Gruppe. Das Jahr 2022 hat weiterhin bewiesen, dass zum einen AllDent mehrere neue MVZ erfolgreich öffnen kann und zum anderen, dass die zahnmedizinische Branche eher krisensicher ist und dass das Geschäftsmodell der Gruppe erfolgreich ist.

 

München, den 8. Mai 2023

Geschäftsführung

Dr. Dr. Ruben Stelzner

Dr. Matthias Stelzner

Aurélien Fauvel

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzernverlustvortrag Konzernjahresergebnis Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 89.038,00 118.460.962,00 -12.746.651,57 -9.187.113,90 96.616.234,53
Umgliederung in den Verlustvortrag 0,00 0,00 -9.187.113,90 9.187.113,90 0,00
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,00 20.000.000,00 0,00 0,00 20.000.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -15.231.203,06 -15.231.203,06
Stand am 31. Dezember 2021 89.038,00 138.460.962,00 -21.933.765,47 -15.231.203,06 101.385.031,47
Umgliederung in den Verlustvortrag 0,00 0,00 -15.231.203,06 15.231.203,06 0,00
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,00 9.000.000,00 0,00 0,00 9.000.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -16.259.318,66 -16.259.318,66
Stand am 31. Dezember 2022 89.038,00 147.460.962,00 -37.164.968,53 -16.259.318,66 94.125.712,81

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AIIDent Holding GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AlDent Holding GmbH, München, und ihren Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AllDent Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 23. Mai 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Annette Lang, Wirtschaftsprüferin

Reinhard Haug, Wirtschaftsprüfer

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