Buschjost GmbH
Detmolder Straße 256, 32545 Bad Oeynhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Adam seit 16.12.2025 | Geschäftsführer |
Torsten Norff seit 21.11.2025 | Geschäftsführer |
Christian Günther Christian Keil seit 15.7.2025 | Geschäftsführer |
Torsten Böhmer seit 23.6.2025 | Geschäftsführer |
Heiko Saebel seit 29.1.2024 | Prokura |
Nils Berger seit 9.8.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IMI Germany Holding B.V. & Co. KGAlpenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Gliederung1. Grundlagen des Konzerns a. Geschäftsmodell, Strategie und Ziele b. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Lage d. Finanzielle Leistungsindikatoren e. Sonstiges 3. Chancen und Risiken 4. Prognosebericht 1. Grundlagen des Konzerns a. Geschäftsmodell, Strategie und Ziele Die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG vereinigt alle zu 100 % mittelbar im Eigentum der IMI plc, Birmingham, Großbritannien, stehenden deutschen Tochtergesellschaften zu einem Teilkonzern und übernimmt die oberste Holdingfunktion für sämtliche deutschen Tochtergesellschaften. Die Geschäftsführung der Komplementärin IMI Deutschland B.V., Almere, Niederlande, leitet die Geschäfte des deutschen IMI-Teilkonzerns. Die Geschäftsführung wird dabei unterstützt vom Country Management Board. Diesem obliegt die strategische Leitung der unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften und die Umsetzung der globalen Geschäftsstrategien der von der IMI plc geführten weltweiten Unternehmensgruppe auf der Ebene der deutschen Tochtergesellschaften. Dem Country Management Board gehört in der Regel mindestens ein Vertreter aus jedem Geschäftsbereich der IMI-Gruppe in Deutschland an. Zudem tätigt die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG verschiedene Dienstleistungen für Konzerngesellschaften. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG werden im Geschäftsbereich Precision Engineering durch die Norgren GmbH an verschiedenen Standorten in Deutschland, die Herion-Systemtechnik GmbH und die Fluid Automation Systems GmbH, im Geschäftsbereich Hydronic Engineering durch die IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH und im Geschäftsbereich Critical Engineering durch die Z & J Technologies GmbH, die Th. Jansen-Armaturen GmbH sowie die Bopp & Reuther Valves GmbH ausgeübt. Zu ausländischen Schwestergesellschaften bestehen bei allen Gesellschaften umfangreiche, zum Teil auch gegenseitige Lieferbeziehungen. Die seit 2014 umgesetzte Strategie unserer Muttergesellschaft IMI plc wurde auch im Geschäftsjahr 2021 im Hinblick auf ein langfristiges und nachhaltiges Wachstum des Konzernverbundes mit geändertem Schwerpunkt weiter fortgeführt. Nach der Verbesserung der internen und betrieblichen Prozesse liegt der Fokus weiterhin auf der Schaffung einer kundenorientierten Kultur sowie innovativem Wachstum mit neuen Produkten. Unsere strategischen Wachstumsprioritäten sind unverändert zu den Vorjahren. Im Fokus steht nach wie vor die Entwicklung zu einem "World-Class Unternehmen" mit der Implementierung von Lean Management Ansätzen in allen Bereichen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu stärken. Dies beinhaltet Prozessverbesserungen und die Entwicklung von Neuprodukten sowie weitere Akquisitionen, um das Wachstum zu beschleunigen. b. Forschung und Entwicklung Zur Sicherung und Steigerung der Marktanteile und für ein langfristiges organisches Wachstum werden bei allen Gesellschaften Neu- und Weiterentwicklungen einzelner Produkte und Produktserien mit großer Intensität betrieben. Insbesondere im Geschäftsbereich Precision Engineering arbeiten die deutschen Gesellschaften der Norgren-Gruppe eng mit den in den wesentlichen ausländischen Märkten ansässigen Schwestergesellschaften innerhalb des IMI-Konzerns zusammen. In der Produktentwicklung lag am Standort Alpen im Jahr 2021 ein Schwerpunkt in der Entwicklung von elektrischen Linearantrieben, die einen zusätzlichen Schutz von Menschen gegen potenzielle Gefährdung bei deren Benutzung unter verschiedenen Umgebungsbedingungen bieten. Weiterhin wurde die Entwicklung eines Handling-Tools gestartet, das in der Automatisierung von Logistikzentren zum Einsatz kommen wird. Damit werden eine Vielzahl von verschiedenen Artikeln per Vakuumtechnik entnommen und auf Transportbändern abgelegt. Ein weiteres Entwicklungsfeld war die Konstruktion von Mehrstellungszylindern zur Feindosierung von Asphalt, die in modernen Straßenbaumaschinen eingesetzt werden. Am Standort Fellbach wurden im Jahr 2021 im Bereich Industrie Automatisierung die Proportionalventil Plattformen VP23 und VP60 basierend auf einem aktuellen Mikroprozessor und mit IO-Link Protokoll ausgerüstet. Dies war erforderlich, um langfristige Verfügbarkeit der Proportionalventile für die Prozess- und Industrieautomatisierung sicherzustellen. Im Bereich Industrieautomatisierung, Energy, Rail und Nutzfahrzeuge wurden auch in Hinblick auf Value Engineering und zur Lösung der problematischen Materialverfügbarkeit (Kunststoffe, Elektronikkomponenten und Elastomere) im Jahr 2021 zahlreiche Aktivitäten durchgeführt. Im Bereich Nutzfahrzeuge wurde die B-Muster-Erprobung und Design der C-Muster für einen Kunden im Bereich Retarder Control vorangetrieben. Das Projekt für eine Pilotventileinheit für Trailer-Bremsen wurde fertiggestellt und die Serienlieferung in Fellbach begonnen. Basierend auf dem Growth Hub/NPD Ignite Projekt CVx Ventilplattform wurde eine Entwicklung bei einem Entwicklungspartner in Schweden in Auftrag gegeben, das in Lizenz gefertigt werden soll. Basierend auf der CVx Ventilplattform konnte ein weiterer Großauftrag eines Nutzfahrzeugkunden gewonnen werden. Dort werden zwei Proportionalventile durch Verwendung von 4 CVx, Drucksensor und Elektronik umgesetzt und passen in einen sehr begrenzten Bauraum. Die B-Muster-Entwicklung wurde gestartet. Die Entwicklungstätigkeiten am Standort Bad Oeynhausen hatten im Jahr 2021 folgende Schwerpunkte: Für Process Control ist eine neue Variante an Staubfilterventilen der Größe 3,5" entwickelt und eingeführt worden. Ebenfalls für die Staubfilterbranche ist ein Ventil als Peripherie entwickelt und eingeführt worden, welches als Pilotventil für einschlägige Steuerboxen dient. Und auch eine neue Steuermembran für dieses Produktsegment ist zur Senkung der Herstellkosten und Reduzierung der Teilevielfalt eingeführt worden. Außerdem ist die Überarbeitung der Atex-Magnete gemäß aktueller Normen- und Richtlinienlage abgeschlossen sowie weitere Varianten/Nennweiten der Ventilbaureihen 83830/83840 für den Einsatzzweck in Wasserstofftankstellen vorgestellt und eingeführt worden. Im Geschäftsbereich Hydronic Engineering wurden im Wesentlichen das TA-Smart-Regelventil um die Modelle DN 20 und DN 25 erweitert, der Flächensysteme-Verteiler Dynacon 150 mit automatischer Durchflussregelung für besonders kleine Kreiswassermengen sowie das Eclipse 300-Heizkörperventil mit automatischer Durchflussregelung entwickelt. Die Produktpalette wird kontinuierlich modernisiert, um die Marktführerschaft in Deutschland zu festigen und auszubauen. Der Umsatzanteil der neuen Produkte befindet sich mit 4,9 % um 0,9 % über Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Critical Engineering ist auch weiterhin die nachhaltige Verteidigung der bestehenden Weltmarktposition durch den hohen technischen Innovationsgrad sowie die kompromisslose Qualität der Produkte in allen Geschäftsbereichen die Grundlage für die weitere erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Z & J Technologies GmbH hat sich auch im Geschäftsjahr 2021 weiter darauf konzentriert, bestehende Produktlinien zu optimieren und Herstellkosten zu reduzieren. Der klare Fokus bei den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bleibt weiterhin, kundenorientierte Lösungen zu marktfähigen Preisen zu entwickeln. Zur Sicherung und Steigerung der Marktanteile und für ein langfristiges organisches Wachstum werden bei der Bopp & Reuther Valves GmbH wie in der Vergangenheit Neu- und Weiterentwicklungen von Sicherheitsventilen und Produktserien betrieben. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2021 deutlich von dem COVID-19-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt. Dies ist auf der einen Seite den mittlerweile verfügbaren COVID-19-Impfstoffen zu verdanken. Auf der anderen Seite wurde die Erholung der Weltwirtschaft durch weitere fiskalpolitische Maßnahmen unterstützt, insbesondere in den USA. Zugleich vollzieht sich die Erholung unterschiedlich schnell - abhängig etwa von der ungleichen Verteilung der Impfstoffe, den nationalen fiskal- und geldpolitischen Möglichkeiten oder dem unterschiedlichen Ausmaß der pandemiebedingten Belastung der einzelnen Volkswirtschaften. Beispielsweise haben sich die für viele unserer Kunden besonders wichtigen Volkswirtschaften China und die USA wesentlich schneller von der Krise erholt als viele andere Länder. In der zweiten Jahreshälfte wurde die Erholung jedoch teilweise durch Lieferengpässe und stark steigende Rohstoffpreise gebremst. Nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft dennoch um +5,7 % nach dem historischen Einbruch 2020 (-3,1 %). Für die Industrienationen beträgt die Wachstumsrate 5,0 % (2020: -4,5 %), die Wachstumsrate für die Schwellen- und Entwicklungsländer liegt bei 6,5 % (2020: -2,0 %). Der Welthandel ist währenddessen um 9,3 % gewachsen (2020: -8,2 %). Deutschland verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Wachstum von +2,6 % und konnte damit zum Teil die Einbußen aus dem Krisenjahr 2020 (-4,9 %) wettmachen. Zur Veränderung dieser Rahmenbedingungen bis zu unserer Berichterstattung verweisen wir auf den Prognosebericht. b. Geschäftsverlauf Die Gesellschaften im Konzernverbund der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG zeigten im Geschäftsjahr 2021 sowohl positive als auch negative Entwicklungen. • Geschäftsbereich Precision Engineering Im Geschäftsbereich Precision Engineering, insbesondere vertreten durch die Norgren GmbH, war auch das Geschäftsjahr 2021 geprägt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen operativen Herausforderungen. Hierbei stand vor allem der Schutz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Vordergrund. Im deutschen Markt sind verschiedene zum Geschäftsbereich Precision Engineering gehörende rechtlich selbständige Gesellschaften tätig. Die bedeutendste Gesellschaft innerhalb dieses Geschäftsbereiches ist die Norgren GmbH, Alpen, mit weiteren Betriebsstätten in Fellbach und Bad Oeynhausen. Die Produktion am Standort Fellbach wird geschlossen und größtenteils nach Tschechien verlagert. In Fellbach verleibt der Bereich Forschung und Entwicklung sowie die Kundenbetreuung. In unmittelbarer Nähe zum aktuellen Standort wird ein Technologiezentrum eröffnet, welches eines der größten innerhalb des gesamten weltweiten Geschäftsbereichs Precision Engineering sein wird. Das neue Technologiezentrum soll zudem zur Präsentation der Produkte und der technologischen Kompetenz für Kundengespräche und Schulungen genutzt werden. Es ist geplant die Verlagerung bis zum Ende des ersten Halbjahres 2023 abzuschließen. Für diese Maßnahme wurde ein entsprechend signifikanter Restrukturierungsaufwand in Höhe von EUR 22,7 Mio. im Geschäftsjahr berücksichtigt. Die Norgren GmbH betreibt innerhalb des Geschäftsbereichs IMI Precision Engineering die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb pneumatischer Komponenten sowie eigener und fremder Geräte, kompletter Anlagen und Systeme zum Messen, Steuern und Regeln von mechanischen, physikalischen, thermischen und chemischen Abläufen. Der Vertrieb für die Standorte Alpen und Fellbach erfolgt im Inland über eine eigene Vertriebsabteilung. Der Vertrieb für den Standort Bad Oeynhausen wird im Rahmen des Betriebsführungsvertrages von der Buschjost GmbH abgewickelt. Die Norgren GmbH ist im Bereich Fluidtechnik tätig, die in Deutschland eine typische Zulieferindustrie für den stark exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau ist. Im Geschäftsjahr 2021 sind die Umsätze für das Unternehmen insgesamt um EUR 70,0 Mio. bzw. 22,9 % gewachsen. Die Abschreibungen haben sich um TEUR 537 gegenüber dem Vorjahr erhöht, was im Wesentlichen eine Auswirkung der höheren Investitionen in den Jahren 2020 und 2021 ist. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung der Norgren GmbH verschlechterte sich insbesondere durch die Aufwendungen für Rationalisierung in Höhe von EUR 22,7 Mio. insgesamt von EUR 16,6 Mio. auf EUR 2 Mio. Auf Basis des Jahresergebnisses vor Ergebnisabführung konnte eine Umsatzrendite von 0,5 % erzielt werden (Vorjahr: 5,4 %). Ohne die Effekte aus dem Rationalisierungsaufwand würde dieser Wert 6,6 % betragen. Die Herion Systemtechnik GmbH, Weil der Stadt, beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Systemen für Antriebs- und Steuerungstechnik auf den Gebieten der Umform- und Energietechnik. Die Umsätze der Herion Systemtechnik GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 855 gestiegen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung lag um rund TEUR 177 über dem Vorjahrsniveau. Die Fluid Automation Systems GmbH, Fellbach, vertreibt Steuer- und Regelgeräte aller Art, insbesondere Magnetventile, die von Schwestergesellschaften bezogen werden. Für 2021 zeigt sich eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung für die Fluid Automation Systems GmbH: Die Umsätze der Gesellschaft lagen um 8,5 % unter denen des Vorjahres, was hauptsächlich auf die nachlassende Nachfrage nach Produkten des Bereichs Medizintechnik für Beatmungsgeräte zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Gewinnabführung lag dennoch um 16,4 % über dem des Vorjahres. • Geschäftsbereich Hydronic Engineering Der Geschäftsbereich Hydronic Engineering vertreten durch die IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH, Erwitte, erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Gewinnabführung von EUR 10,2 Mio., welches mit einer Steigerung um 18,2 % wieder deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Hier machen sich die Kostensenkungsmaßnahmen der Vergangenheit deutlich bemerkbar. Die IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH, Erwitte, entwickelt, fertigt und vertreibt im Wesentlichen Thermostatköpfe, Thermostat-Ventilunterteile, Heizkörper-Regulierventile und Rohrarmaturen. Die Entwicklung und Fertigung sind in Erwitte ansässig. Seit dem Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft das Geschäftsmodell auf eine Entrepreneurstruktur mit der IMI Hydronic Engineering International SA, Eysins, Schweiz, umgestellt. Im Rahmen dieses Geschäftsmodells übernimmt die IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH die Funktion der Auftragsfertigung sowie die Vertriebsfunktion im Inland. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird als Auftragsentwickler in Erwitte ausgeführt. Im Jahr 2021 haben sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 14,2 % erhöht; diese enthalten auch Erlöse aus internen Verrechnungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vj. EUR 5,5 Mio.) sowie Lizenzerträge in Höhe von EUR 2,1 Mio. (Vj. ebenfalls EUR 2,1 Mio.). Umsatzerlöse im Ausland mit unserer polnischen Schwestergesellschaft (EUR 11,87 Mio., Vorjahr EUR 10,21 Mio.) befinden sich über Vorjahresniveau. Die Umsätze im Inland mit externen Kunden liegen mit 13 % deutlich über Vorjahresniveau. Umsätze mit dem Schweizer Entrepreneur sind im Vergleich zum Vorjahr um 19 % gestiegen und damit erheblich über Vorjahresniveau; in 2021 konnte der leichte Umsatzeinbruch im Vorjahr, bedingt durch die Corona-Pandemie, kompensiert werden. Im Rahmen der Entrepreneurstruktur werden von uns gefertigte Waren zu einem Transferpreis, der den Produktionskosten zuzüglich eines vertraglich festgelegten Gewinnaufschlags entspricht, an IMI Hydronic International SA verkauft. Der Umsatz der Gesellschaft spiegelt die Bestrebungen der Gruppe wider, durch verkürzte Durchlaufzeiten und reduzierte Warenbestände einen verschwendungsarmen Produktionsprozess zu erreichen. Auf unserem wichtigsten Markt für Thermostatköpfe, Deutschland, hat sich unser Marktanteil um 8,2 % von 49,58 % auf 41,40 % verringert. Die Materialaufwandsquote liegt im Geschäftsjahr 2021 mit 66,9 % über Vorjahresniveau, dies ist auf gestiegene Einkaufspreise unserer wichtigsten Rohstoffe Messing und Rotguss zurückzuführen. Die Prognose für 2021 konnte überschritten werden durch die insgesamt sich erholende Konjunktur nach einem pandemiebedingten schwierigen Jahr 2020. Geschäftsbereich Critical Engineering Der Geschäftsbereich Critical Engineering wird durch die Z & J Technologies GmbH (im Folgenden: Z&J) sowie durch die Bopp & Reuther Valves GmbH und durch die Th. Jansen-Armaturen GmbH vertreten. Die Z & J Technologies GmbH, Düren, entwickelt, fertigt und vertreibt Großventile. Hauptabnehmerindustrien sind die Stahlindustrie und die Petrochemie. Der Umsatz lag mit EUR 67 Mio. um 24,5 % niedriger als der Vorjahresumsatz. Im Wesentlichen ist dies der Umsetzung der Strategie geschuldet, bei welcher das Chinageschäft von der chinesischen Schwestergesellschaft eigenverantwortlich betrieben wird, während sich Z&J auf die übrigen Märkte und dort vor allem auf den Service-Markt konzentriert. Die Gesellschaft erhält hierfür Lizenzen von ihrer chinesischen Schwestergesellschaft. Die Umsatzerlöse für Neukonstruktionen im Bereich der chemischen und petrochemischen Industrie haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 54,2 Mio. auf EUR 27 Mio. halbiert. Die Bereiche Eisen- und Stahlindustrie sowie Glas sanken im Neuanlagengeschäft insgesamt um EUR 4,4 Mio. auf EUR 1,8 Mio. Die Umsätze im Bereich Service erhöhten sich hingegen um EUR 13,5 Mio. auf EUR 37,6 Mio. Der Materialaufwand lag im Betrachtungszeitraum mit 36,5 % der Gesamtleistung unter dem Niveau des Vorjahres von 42,4 %. Der Personalaufwand verringerte sich um EUR 17,4 Mio. und ist damit auf 29,3 % der Gesamtleistung gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 24,0 % der Gesamtleistung und lagen EUR 3,6 Mio. unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 0,3 Mio. auf EUR 3,4 Mio. gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 2,5 Mio.; Vorjahr EUR 1,6 Mio.) und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 366; Vorjahr TEUR 1.255). Covid-19-bedingt wurde der prognostizierte Umsatz i.H.v. EUR 73 Mio. im Berichtsjahr verfehlt, die angestrebte Rendite wurde jedoch erreicht. Bei der Bopp & Reuther Valves GmbH hat sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 65,3 Mio. deutlich erhöht; dieser war somit um EUR 12,4 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 52,9 Mio.). Die Umsatzerlöse wurden mit 84,7 % überwiegend im Ausland generiert, während auf Deutschland 15,3 % entfielen. Die Materialaufwandsquote liegt bei 23,6 % (Vj. 37,2 %) und spiegelt den hohen Anteil des Ersatzteilgeschäfts wider. Der Personalaufwand von EUR 19,7 Mio. repräsentiert eine Quote von 30,1 % (Vj. 47,6 %) am Umsatz. Die Abschreibungen in Höhe von EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 5,0 Mio.) enthalten im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen aus den erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei EUR 16,8 Mio. (Vj. EUR 23,4 Mio.). Hierin enthalten ist eine Konzernumlage von EUR 3,3 Mio. (Vj. EUR 2,5 Mio.). Im Vorjahr waren Personalaufwand aus Restrukturierung in Höhe von EUR 5,2 Mio., für den keine operative Arbeitsleistung geschuldet wird, enthalten. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 197 (Vj. TEUR 139) enthält vor allem Zinserträge aus der Ergebnisübernahme des Vorjahres sowie Zinsaufwendungen aus Darlehen. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beläuft sich auf EUR 4,9 Mio. Damit wurde eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (EUR 19,1 Mio.) erzielt. Zusammenfassende Konzernentwicklung Insgesamt erholte sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse konnten um insgesamt EUR 81 Mio. auf EUR 706 Mio. gesteigert werden, was vor allem auf die positive Entwicklung im Geschäftsbereich Precision Engineering zurückzuführen ist. Gegenläufig wurde die Umsatzentwicklung durch die Aufgabe des China-Geschäftes im Bereich Critical Engineering eingetrübt. Das Jahresergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr von EUR -77 Mio. auf EUR -67 Mio. verbessert werden, ist jedoch zum einen weiterhin stark belastet durch die hohen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung in 2011 (EUR 79 Mio.) und zum anderen aus den in 2021 beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen (EUR 23 Mio.) insbesondere den Standort Fellbach betreffend. c. Lage Ertragslage Wir verweisen auch auf die Darstellung der Entwicklung der Geschäftsbereiche im vorhergehenden Abschnitt. Der Umsatz des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 706,0 Mio. (Vj. EUR 624,7 Mio.) betrifft mit EUR 402 Mio. den Geschäftsbereich Precision Engineering, der zugleich auch den ergebnisstärksten Geschäftsbereich darstellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 6,8 Mio. (Vj. EUR 9,3 Mio.) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 3,4 Mio. (Vj. EUR 2,1 Mio.) und der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.). Die Materialaufwandsquote liegt mit 55,7 % um 0,5 %-Punkte über dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen sind um EUR 0,6 Mio. gesunken. Dies ist auf die gesunkene Zahl der Mitarbeiter im Konzern zurückzuführen. Die Abschreibungen von EUR 93 Mio. sind unwesentlich geringer als im Vorjahr (EUR 93,2 Mio.). Die gesamten Abschreibungen enthalten solche auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 79,0 Mio. (Vj. EUR 79,6 Mio.) sowie Abschreibungen auf das im Rahmen der Erstkonsolidierung neubewertete Anlagevermögen von weiteren EUR 0,8 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 103,2 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 98,3 Mio.). Dies beruht hauptsächlich auf außergewöhnlichen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere am Standort Fellbach. Im Konzern wurde ein im Vergleich zum Vorjahr EUR 10 Mio. verbessertes Ergebnis erwirtschaftet. Finanz- und Vermögenslage Zentrale Finanzierung und Liquiditätssicherung Die Finanzierung des Teilkonzerns erfolgt zentral über die IMI Kynoch Ltd., Birmingham/ Großbritannien, eine Tochtergesellschaft der IMI plc, innerhalb eines Cash-Management-Systems sowie über kurz- und mittelfristige Darlehen. Dabei übernimmt die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG die Aufgabe, den Finanzbedarf der inländischen Beteiligungen zu decken und Liquiditätsüberschüsse zur Deckung des Finanzbedarfs anderer Konzerngesellschaften zu sammeln. Zur Deckung des Finanzbedarfs der Konzerngesellschaften dient ein bei der Bank of America geführter Cash-Pool, dem alle inländischen Tochtergesellschaften angeschlossen sind. Die Finanzierung des Teilkonzerns einschließlich der erforderlichen Betriebsmittelfinanzierung der einzelnen in den Teilkonzern eingeschlossenen Gesellschaften war auch im Jahr 2021 stets sichergestellt. Im Rahmen eines strengen Controllings werden die Cash-Positionen und der aufgelaufene Cash-Flow jeder Gesellschaft wöchentlich an den Mutterkonzern gemeldet. Diese Meldungen dienen bei der IMI plc der fortlaufenden Überprüfung der aktuellen im Vergleich zur geplanten Finanzsituation und sind somit Grundlage für Entscheidungen künftiger Finanzbewegungen des Gesamtkonzerns IMI plc. Die Cash-Pool-Forderungen der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG gegen verbundene Unternehmen betragen zum Geschäftsjahresende EUR 90,6 Mio. Gegen die IMI Kynoch Ltd. bestehen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von EUR 12,8 Mio. Vermögenslage und Analyse der Bilanzstruktur Der aus der Erstkonsolidierung der Konzerngesellschaften resultierende Geschäfts- und Firmenwert ist zum Ende des Geschäftsjahres abgeschrieben; der verbleibende Betrag beläuft sich auf EUR 5,9 Mio. und beruht zum überwiegenden Teil auf einer Geschäftsübertragung im Bereich Critical Engineering aus den Vorjahren. Nach Eliminierung konsolidierungsbedingter Abschreibungen haben die Investitionen in das Anlagevermögen die Abschreibungen um EUR 3,8 Mio. (Vj. EUR 4,6 Mio.) unterschritten. Die Investitionen im Geschäftsjahr betrafen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen aufgrund der Altersstruktur des Anlagevermögens. Die Vorräte sind mit EUR 47,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 44,7 Mio.) leicht erhöht, was weiter auf Vorsichtsmaßnahmen im Rahmen der Coronapandemie sowie der Lieferkettenprobleme zurückzuführen ist. Die in den Vorjahren eingeleiteten Bestandsreduzierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Erhöhung der Umschlagshäufigkeiten wurden auch im Jahr 2021 grundsätzlich beibehalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 2021 um EUR 3,2 Mio. gefallen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen innerhalb des gesamten IMI Konzernverbundes sowie Forderungen aus der Cash-Pool-Finanzierung. Die Zunahme um EUR 24,6 Mio. auf EUR 133,4 Mio. beruht zum einen auf einer Erhöhung der Forderungen aus der Cash-Pool-Finanzierung, zum anderen auf einer Erhöhung der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen bei der Norgren GmbH im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderem Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.). Aufgrund von Vorauszahlungen an Steuerbehörden sind des Weiteren Steuerforderungen in Höhe von EUR 2,5 Mio. (Vj. EUR 4,1 Mio.) ausgewiesen. Die liquiden Mittel sind mit EUR 2,4 Mio. (Vj. EUR 2,2 Mio.) etwas höher als im Vorjahr. Dies betrifft im Wesentlichen den Geschäftsbereich Critical. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Kommanditistin IMI Germany Limited keine Entnahme getätigt. Der Kapitalanteil der Kommanditistin wurde aufgrund der durchgeführten Ergebnisverrechnung um EUR 14,4 Mio. erhöht. Es bestehen steuerliche Risiken aus der Betriebsprüfung einer Konzerngesellschaft (IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH) für die Jahre 2011 bis 2015 hinsichtlich einer Funktionsverlagerung aus Deutschland an die IMI Hydronic Engineering International SA mit Sitz in der Schweiz. Im ursprünglichen Übertragungsvertrag wurde hierfür ein Kaufpreis i.H.v. EUR 24,9 Mio. vereinbart. Die Betriebsprüfung erkannte die Funktionsverlagerung steuerlich nicht an. Die von der Betriebsprüfung vorgenommene steuerliche Würdigung ist unseres Erachtens unzutreffend. Der Fall wird aktuell in einem Verständigungsverfahren zwischen Deutschland und der Schweiz verhandelt; das Verständigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Für etwaige steuerliche Nachzahlungen einschließlich Zinsen aus einer möglichen Einigung im Verständigungsverfahren wurde eine entsprechende Rückstellung in Höhe von EUR 7,7 Mio. gebildet. In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 74,7 Mio. (Vj. EUR 62,7 Mio.) sind personalbezogene Rückstellungen, welche im Wesentlichen auf Restrukturierungsmaßnahmen beruhen, in Höhe von EUR 45,9 Mio. (Vj. EUR 42,4 Mio.) sowie vertriebsbezogene Rückstellungen von EUR 19,3 Mio. (Vj. EUR 9,7 Mio.) enthalten. Insgesamt sind die sonstigen Rückstellungen um EUR 12,0 Mio. gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind um EUR 11,8 Mio. auf EUR 199,4 Mio. gesunken, insbesondere aufgrund geringerer erhaltener Anzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 157,7 Mio. sind um EUR 7,0 Mio. gesunken. d. Finanzielle Leistungsindikatoren Kennzahlen Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens berichten wir nach International Financial Reporting Standards an unsere Konzernmutter IMI plc, auf deren Ebene die Daten monatlich konsolidiert werden. Jeder Standort erstellt ein Reporting, dessen Kennzahlen auch zur Steuerung des operativen Geschäfts und des Teilkonzerns dem deutschen Management vorliegen. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren nach HGB sind das EBIT (= Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und die Umsatzrendite. Auf Basis der Kennzahlen werden Maßnahmen definiert und ergriffen, um eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns sicherzustellen. Die Analyse der Ergebnisse erfolgt im Konzern vorwiegend geschäftsbereichsbezogen wie oben dargestellt. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Das EBIT und die Umsatzrendite haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Dies ist vor allem auf die verbesserte Umsatzentwicklung in 2021 gegenüber 2020 zurückzuführen. Sowohl der EBIT als auch die Umsatzrendite sind etwas besser als geplant. Dies liegt insbesondere daran, dass die Umsatzerlöse stärker gestiegen sind als ursprünglich erwartet. e. Sonstiges Arbeitnehmer Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 2.026 (inklusive 66 Auszubildende) und ist damit um 138 niedriger als im Vorjahr. Den fortlaufenden Bedarf an nachrückenden qualifizierten Mitarbeitern decken unsere Tochtergesellschaften überwiegend durch eigene Ausbildung an modernen Maschinen und in der Verwaltung. Dabei kooperieren die Betriebe teilweise mit Schulen am Ort und gewähren Schülern bereits früh durch betriebliche Praktika einen umfassenden Einblick in das Berufsleben. Zur Gewinnung exzellenter Hochschulabsolventen für künftige Managementaufgaben besteht ein weltweites Traineeprogramm für alle Fachrichtungen, das zentral über unsere Konzernmutter IMI plc gesteuert wird. Arbeitssicherheit Ein weiterer Fokus liegt in unseren konzernweiten "Health & Safety"-Maßnahmen. Arbeitssicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht nach wie vor im Mittelpunkt unseres täglichen Tuns und wird über konzernweite Meldungen in ein zentrales Tool nachverfolgt. Wir halten das Ergreifen von unverzüglichen Maßnahmen für eine Selbstverständlichkeit. Durch die stetige Unterstützung unserer Mitarbeiter können wir eine kontinuierliche Verbesserung in unseren "Health & Safety"-Prozessen gewährleisten. Dabei wird seit März 2020 infolge der Coronapandemie an allen Standorten ein besonderer Schwerpunkt auf entsprechende Präventivmaßnahmen gelegt: Für die Standorte wurden Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt, die neben allgemeinen Verhaltensregeln auch die jeweiligen gesetzlichen Anforderungen zum Infektionsschutz berücksichtigen - Letztere wurden und werden unserem Verständnis von Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entsprechend oftmals übererfüllt. Um Infektionen zu vermeiden, wurde das mobile Arbeiten während der Pandemie stark ausgebaut. Reisen wurden auf das notwendige Mindestmaß beschränkt und Präsenzbesprechungen durch virtuelle Meetings ersetzt. Zur Koordinierung der Anti-Corona-Maßnahmen wurden des Weiteren standortbezogene Corona-Krisenstäbe eingerichtet. Hiermit konnte die Gesundheit unserer Mitarbeiter geschützt und die negativen Effekte auf unseren Geschäftsbetrieb minimiert werden. Umweltbelange Energieeffizienz und Reduzierung der Umweltbelastung, die durch unsere Geschäftstätigkeit entsteht, sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tagesgeschäfts. Unsere standortbezogenen Energie- und Carbon-Effizienz-Programme wurden auch im Geschäftsjahr 2021 weiter vorangetrieben und haben zu einer Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes geführt. Der IMI-Konzern strebt bis 2030 eine Halbierung seiner CO 2 -Emissionen an. 3. Chancen und Risiken Die in diesem Abschluss konsolidierten Unternehmen sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit branchenabhängig einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die auch durch strategische Entscheidungen der Konzernmutter IMI plc wesentlich beeinflusst werden. Die Darstellung wesentlicher Risiken erstreckt sich auf einen risikoadäquaten Prognosezeitraum von mindestens zwei Jahren. Als Teilkonzern der IMI plc sind alle in diesem Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften in ein wirksames Risikomanagementsystem eingebunden. Aufgabe dieses Systems ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern, seinen Wert zu erhöhen und Einzelrisiken angemessen zu begegnen. Im Rahmen der Konzernstrukturen wird monats- und quartalsweise nach einheitlichen Vorgaben an die Segmentführungsgesellschaften innerhalb des Konzerns berichtet. Diese informieren die Konzerngeschäftsführung über die aktuelle Geschäftslage. Finanzierung und Cash-Flow sowie Vertriebsinformationen über Umsatz und Auftragseingang werden wöchentlich in ein zentrales elektronisches Informationssystem eingegeben. Die eingeführten Systeme für Controlling und Qualitätssicherung sorgen für sehr umfangreiche und zeitnahe Managementinformationen und sind Basis der Unternehmensstrategie. Eine hohe Qualität aller Produkte, Verfahren und Dienstleistungen ist ein vorrangiges Ziel der Geschäftstätigkeit aller unserer Beteiligungen. Insbesondere der Precision Engineering-Bereich ist an komplexen Entwicklungs- und Fertigungsprojekten im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und im Eisenbahnbau beteiligt. Zu den Risiken gehören unerwartete technische Probleme, Probleme bei unseren Zulieferbetrieben und logistische Schwierigkeiten. Den Prozess- und Wertschöpfungsrisiken begegnen alle Gesellschaften mit umfangreichen Verfahrensanweisungen sowie Projekt- und zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen. Für etwaige Haftungsrisiken und Schadensfälle sind seit Jahren Versicherungen innerhalb von Konzernversicherungsverträgen abgeschlossen, um die möglichen Folgen der in den Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten. Alle Versicherungen unterliegen einer jährlichen Überprüfung durch die Konzernversicherungsabteilung der IMI plc. Devisentermingeschäfte werden im geringen Umfang ausschließlich zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken abgeschlossen. Dabei werden in US-Dollar bestehende Fremdwährungsforderungen über ein verbundenes Unternehmen kursgesichert. Den Anforderungen an den Umweltschutz und Ressourcenschonung stellen sich alle Gesellschaften mit hoher Verantwortung und Gewissenhaftigkeit. Durch umfangreiche Maßnahmen bei der Produktion, der Entwicklung neuer und Überarbeitung laufender Produkte engagieren sich die Gesellschaften, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. In allen Bereichen sind unsere Beteiligungen in ständiger Zusammenarbeit mit dem Country Management Board der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG sowie der Segmentführung aktiv dabei, die Chancen der Unternehmen auszuloten. Insbesondere von den auf die Kunden ausgerichteten Organisationen der einzelnen Gesellschaften werden die Chancen neuer und erweiterter Märkte direkt wahrgenommen. Hochqualifizierte Mitarbeiter in Technik und Produktion sind weitere Glieder bei der Erstellung eines chancenorientierten Gesamtkonzeptes. In der Entwicklung technisch anspruchsvoller Produkte und der Erschließung neuer Kundenkreise und Märkte sehen wir wesentliche Chancen. Daneben bestehen vielfältige Projekte, durch konsequente eigene Anstrengungen die Leistung im gesamten Konzern zu steigern und damit die Ertragskraft zu stärken. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen unter Kapitel 1. Steigenden Materialpreisen begegnen die Gesellschaften - soweit möglich - durch verstärkten Zukauf von kostengünstigen Bauteilen in Osteuropa und Fernost. Daneben werden Einkaufsvolumina gebündelt und logistische Abläufe innerhalb der Konzernstrukturen zentralisiert. Schwerpunkte organisatorischer Veränderungen in den Gesellschaften werden auch im folgenden Jahr in den Bereichen EDV und Logistik liegen. Die Möglichkeit von Optimierungen zur weiteren Steigerung der Produktivität in Produktion, Verwaltung und Vertrieb werden auch weiterhin ständig verfolgt. Die Risiken aus dem wirtschaftlichen Umfeld sind aufgrund der Coronapandemie und damit verbundener Lieferkettenprobleme im Jahr 2021 weiterhin hoch geblieben. Zur Schadensbegrenzung wurden notwendige Maßnahmen implementiert, hierzu gehören unter anderem die Einführung von Kurzarbeit, die Reduzierung von nicht betriebsnotwendigen Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen, ein rigides Working Capital Management sowie die umsichtige Genehmigung neuer Investitionen. Mit diesem etablierten Maßnahmenkatalog sehen wir uns auch künftig für die anhaltend großen Herausforderungen gut gerüstet. Zahlungsausfälle von Kunden stellen weiterhin ein Unternehmensrisiko dar, besonders im Zuge der Coronapandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen. Daher wurden die bereits erhöhten Anforderungen im Vorjahr nochmals verstärkt, um durch einen hohen Fokus aller beteiligten Abteilungen drohende Forderungsverluste frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenwirken zu können. Im Rahmen des Risikomanagementsystems werden Währungs- und Liquiditätsrisiken zentral überwacht und gesteuert. Den Auswirkungen von Wechselkursschwankungen wird durch ein rollierendes Wechselkurssicherungssystem der IMI-Gruppe begegnet. Auf der Beschaffungsseite werden Preisrisiken bei einzelnen Rohstoffen über geeignete Maßnahmen wie langfristige Lieferantenverträge zum großen Teil abgedeckt. Dem Risiko von Lieferantenausfällen, der verzögerten Lieferung von Komponenten oder minderer Qualität wird durch kennzahlenorientiertes Lieferantenmonitoring und durch ein konsequentes und systematisches Beobachten aller relevanten Märkte entgegengewirkt. Durch diese Maßnahmen ist das Risiko von Lieferantenausfällen insgesamt niedrig geblieben. Im Hinblick auf mögliche, durch die Coronapandemie verursachte negative Auswirkungen auf die weltweite Supply Chain, insbesondere hinsichtlich des Teilezukaufs aus Asien, werden ein konsequentes Risikomanagement betrieben und wo erforderlich alternative Lieferanten in Europa eingesetzt. Aufgrund der breiten Diversifizierung unserer Kunden über verschiedene Branchen sehen wir uns gut aufgestellt, um möglichen Kundenrisiken zu begegnen. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns oder einzelner Konzernunternehmen gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Prognosebericht Wirtschaftliche Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für das Jahr 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % ermittelt. Regional wurden erhebliche Unterschiede in der Ausprägung der Erholung festgestellt, je nachdem wie stark die einzelnen Länder und Regionen ihre Wirtschaften durch Konjunkturprogramme oder staatliche Hilfsmaßnahmen unterstützen konnten. Auch für Deutschland war eine Abschwächung des Wachstums zu verzeichnen. Ursachen hierfür sind der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation in den USA und im europäischen Raum sowie ein unerwartet starker Wirtschaftseinbruch in China, der auf Coronaausbrüche und damit verbundene Lockdowns zurückzuführen ist. Der IWF kalkulierte, basierend auf diesem Szenario, für das Jahr 2022 insgesamt nur noch 1,9 % Wachstum der deutschen Wirtschaft. Für das Jahr 2023 geht der IWF in seiner Prognose vom April 2023 von einem abgeschwächten Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 % aus. Der Krieg in der Ukraine und starke Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation stellen die Hauptherausforderungen dar. Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IFW für 2023 sogar mit einer Abschwächung um 0,1 %. Die einzelnen Geschäftsbereiche stellen sich wie folgt dar: Geschäftsbereich IMI Precision Engineering Die Geschäftsentwicklung zeigte sich in 2022 erfreulich. Die Umsatzerlöse lagen über 2021 und auch das Ergebnis konnte deutlich verbessert werden, was auch auf die in 2021 eingeleiteten Restrukturierungen zurückzuführen ist. In 2023 zeigt sich die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen und Monaten des Jahres 2023 im Wesentlichen im Rahmen der ursprünglichen Planung. Die im Jahr 2021 begonnene Erholung von den starken Rückgängen der Corona-Pandemie hat sich inzwischen deutlich verlangsamt und aufgrund der vielen internationalen Krisenherde bewegt sich der Umsatz mit externen Kunde nur knapp über dem Niveau des Vorjahres. Hierbei profitieren wir weiterhin von einem hohen Auftragsbestand, wobei sich bei neuen Auftragseingängen eine sukzessive Abschwächung zeigt. Zudem leidet das Geschäft weiterhin in einigen Bereichen unter den negativen Auswirkungen der Probleme in den internationalen Lieferketten. Aufgrund längerer Lieferzeiten bei einigen Schlüsselkomponenten können Kundenaufträge nicht in der gewohnten Schnelligkeit bedient werden. Dies führt zu einer Verschiebung der Umsätze bei anhaltend hohen Auftragsbeständen. Insgesamt ist der Umsatzausblick für das Gesamtjahr 2023 trotzdem, auch aufgrund der realisierten Preiserhöhungen, grundsätzlich positiv. Geschäftsbereich IMI Hydronic Engineering Im Geschäftsjahr 2022 konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2021 leicht gesteigert werden. Da jedoch die Materialaufwendungen aufgrund hoher Preissteigerungen stärker gestiegen sind als die Umsatzerlöse, haben wir in diesem Geschäftsbereich einen leichten Ergebnisrückgang zu verzeichnen. Die Aussichten für das Jahr 2023 sind insgesamt positiv. Der Geschäftsbereich erwartet einen Zuwachs auf dem deutschen Markt von ca. 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieses ist auf die nach wie vor hohe Investitionstätigkeit der privaten Haushalte in energiesparende Maßnahmen, besonders im Hinblick auf die sich stark erhöhenden Energiepreise, zurückzuführen. Die branchenüblichen längeren Produkteinführungsphasen lassen in 2023/2024 erwarten, dass die Umsatzzahlen durch Neuprodukte der Marken Heimeier, TA sowie Pneumatex gestützt werden. Ferner wird der Ausbau des Produktspektrums insbesondere durch die Entwicklung von Produkten zur Klimatisierung sowie für den Bereich der erneuerbaren Energien (insbesondere Wärmepumpentechnologie) zu einer positiven und zukunftsfähigen Gesamtlage beitragen. Metall- und Energieaufwendungen stellen eine immense Herausforderung auch für das Jahr 2023 dar, der wir mit Preiserhöhungen im Absatzbereich sowie kontinuierliche Produktions-Prozessoptimierungen begegnen. Kostensteigerungen im Personalbereich, welche durch die Tarifvertragsparteien vereinbart werden, sollten durch entsprechende Produktivitätssteigerungen kompensiert werden. Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen im Maschinenpark tragen zur Optimierung der Kostenstruktur bei. Zudem werden wir den Fokus im Bereich der Projektgeschäfte weiter intensivieren. Der Geschäftsbereich ist ferner in der Lage, das Wachstum im internationalen Bereich über die Vertriebsorganisation des Geschäftsbereichs IMI Hydronic Engineering zu nutzen. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einem Umsatzzuwachs von 10 % und durch im Jahr 2022 eingeleitete Maßnahmen einem entsprechenden Ergebnis über Vorjahresniveau aus. Geschäftsbereich Critical Engineering Durch das Projektgeschäft in diesem Bereich sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis stark stagnierend. In 2022 sind Umsatzerlöse und Ergebnis im Vergleich zu 2021 anhand der vorläufigen Jahresabschlüsse rückläufig. Für das Jahr 2023 rechnet die Bopp & Reuther Valves GmbH (im Folgenden: B&R Valves) mit stagnierenden Umsätzen. Es wird erwartet, dass das Geschäft mit Ersatzteilen leicht zurückgeht. Monteureinsätze werden auf hohem Level stabil bleiben. B&R Valves rechnet für das Jahr 2023 mit einem Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der B&R Valves infolge der geopolitischen Entwicklungen, insbesondere des Krieges in der Ukraine, müssen weiter beobachtet werden. Allerdings wird derzeit nicht mit weiteren negativen Auswirkungen auf die Aufträge mit Russland gerechnet, da diese schon 2022 aus dem Auftragsbuch genommen sind. Z & J Technologies GmbH geht für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 von einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf aus. Der Auftragsbestand bildet eine gute Grundlage zur Erreichung der finanziellen Ziele. Zum Erfolg des Unternehmens im Jahr 2023 werden aber noch Auftragseingänge in den margenträchtigen Bereichen benötigt. Die konjunkturellen Prognosen für 2023 sind auch weiterhin mit Unsicherheiten aus den Themen Ukraine-Krieg und Energiekosten behaftet. Z&J rechnet mit einer im Vergleich zum Jahr 2022 stabilen Nachfrage nach Produkten und Services. Konzernentwicklung Die globale Konjunktur ist aufgrund des Krieges in der Ukraine, des exorbitanten Anstiegs der Energiepreise und des hohen Zinsniveaus nach wie vor beeinträchtigt; es bleiben, wenn auch abgeschwächt, die Probleme mit den weltweiten Lieferketten bestehen. In den USA und dem europäischen Raum ist die Inflation nach wie vor auf zuvor langen nicht gesehenen Höchstständen. Die meisten westlichen Industriestaaten versuchen, die erwarteten wirtschaftlichen Folgen mit umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen abzumildern. Für 2022 ist die Umsatzrendite aufgrund der vielfältigen Restrukturierungsmaßnahmen deutlich gestiegen und liegt nun im positiven Bereich. Als EBIT erwarten wir - hauptsächlich bedingt durch hohe Restrukturierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2021 sowie den Wegfall der Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung - einen Wert von um die EUR 10 Mio. Für 2023 erwarten wir eine deutlich höhere Umsatzrendite und ein verbessertes EBIT gegenüber 2021, aber auch gegenüber 2022, da die Restrukturierungsmaßnahmen weitestgehend abgeschlossen sind und damit unser Ergebnis nicht mehr belasten und die Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung vollständig abgewertet sind. Hinzu kommt der Beitrag der in 2022 neu erworbenen Konzerngesellschaft Bahr Modultechnik GmbH. Die Ausrichtung der Strategie der IMI plc, wie unter Kapitel 1. beschrieben, wird auf jeden unserer Geschäftsbereiche langfristig deutlich positive Auswirkungen haben. Unser Fokus liegt dabei auf der Kundenorientierung und innovativen Produktentwicklungen sowie der kontinuierlichen Entwicklung unseres Konzerns.
Alpen, 28. Juli 2023 IMI Deutschland B.V. Georg Deupmann Christian Keil Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG hat ihren Sitz in Alpen und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Kleve unter HRA 3849. Der Konzernabschluss der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Stichtag 31. Dezember 2021 war auch Bilanzstichtag sämtlicher in die Konsolidierung einbezogener Gesellschaften. Die Gliederung der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen oder von Einbeziehungswahlrechten Gebrauch gemacht wurde. Alle Tochterunternehmen, auf die die Mutter einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, werden nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen. Eine Ausnahme stellen die Tochterunternehmen dar, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit von untergeordneter Bedeutung sind. Die Beteiligungen werden mit ihren gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen geminderten Anschaffungskosten angesetzt. Im Einzelnen sind folgende Unternehmen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 berücksichtigt worden:
Die Herion Fluidtronic PVT. Ltd, New Delhi, Indien, wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Bilanzsumme, Eigenkapital, Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der nicht einbezogenen Gesellschaft sind für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Konsolidierungsgrundsätze Die Erstkonsolidierung erfolgt auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Tochterunternehmen (§ 301 Abs. 2 HGB). Die Erstkonsolidierung der bereits vor 2015 bestehenden Tochterunternehmen erfolgte am 14. Dezember 2011. Die Erstkonsolidierung der für den Konzernabschluss wesentlichen Gesellschaften der Bopp & Reuther Gruppe erfolgte am 2. Januar 2015. Die Erstkonsolidierung der THJ Holding GmbH und der Th. Jansen-Armaturen GmbH erfolgte am 12. Dezember 2017. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) vorgenommen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Zwischenergebnisse sowie Beteiligungserträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Eventualverbindlichkeiten werden im erforderlichen Umfang konsolidiert. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung gem. § 301 Abs. 3 HGB betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 5.896 (i. Vj. TEUR 84.874). Mit Erstkonsolidierung zum 14. Dezember 2011 wurde durch die damalige IMI Germany Holding Limited & Co. KG (nunmehr als IMI Germany Holding B.V. & Co. KG firmierend) die IMI Holding GmbH, Alpen, erworben. Die IMI Holding GmbH, Alpen, hielt Beteiligungen an nahezu sämtlichen Tochtergesellschaften. Der Kaufpreis wurde seinerzeit nicht auf die Tochtergesellschaften aufgeteilt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 596 (i. Vj. TEUR 77.943) wurde entgegen den Bestimmungen des DRS 4 nicht auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufgeteilt. Währungsumrechnung Die Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen wurden gemäß § 308a HGB, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wurde, mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den dafür gebildeten Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. Segmentberichterstattung Vom Wahlrecht, gemäß § 297 Abs. 1 HGB eine Segmentberichterstattung i. S. v. DRS 3 "Segmentberichterstattung" zu erstellen, wurde kein Gebrauch gemacht. Finanzmittelfonds Als Finanzmittelfonds sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente definiert. Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG, Alpen, einbezogenen Unternehmen werden im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und soweit abnutzbar planmäßig abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Handelsbilanzen II der Konzerngesellschaften sowie aus der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer und dem Lebenszyklus der Produkte über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und entsprechend den betriebs- und branchenspezifischen Besonderheiten sowohl linear als auch degressiv über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen und anteilige Verwaltungskosten.
Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei vorübergehender Wertminderung erfolgt grundsätzlich keine Abschreibung. Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren grundsätzlich mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. aufgrund betriebs- und branchenspezifischer Besonderheiten unter Anwendung des Fifo-Prinzips oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sind angemessene Teile der Gemeinkosten enthalten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Für Risiken, die sich aus der Lagerdauer sowie aus verminderter Brauchbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen, wobei betriebs- und branchenspezifische Besonderheiten berücksichtigt wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Auf die nicht einzelwertberichtigten oder kreditversicherten Forderungen wird eine betriebs- und branchenspezifische Pauschalwertberichtigung gebildet. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected-Unit-Credit-Methode") unter Verwendung der "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der Berechnung der Rückstellung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde in Anspruch genommen. Der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag wird über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der bis zum Jahr 2024 noch zu verteilende Fehlbetrag beträgt TEUR 1.407. In Höhe von TEUR 7.731 entfallen die Pensionsrückstellungen auf die Zimmermann & Jansen Gruppe. Bei den Unternehmen der Zimmermann & Jansen Gruppe wurde der im Jahr der Erstanwendung des BilMoG zu erfassende Betrag der Unterdeckung in Höhe von TEUR 795 bereits am 31. Dezember 2010 zur Gänze erfolgswirksam als außerordentlicher Aufwand gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB erfasst. Die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinsten Verpflichtungen liegen zum 31. Dezember 2021 um TEUR 6.233 (Vorjahr: TEUR 4.244) höher als die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinsten Verpflichtungen. Soweit Verpflichtungen aus Pensionszusagen durch Vermögensgegenstände (Rückdeckungswerte bei Versicherungen) gesichert sind, diese ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden diese Vermögensgegenstände nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Verrechnung der Rückstellungen für Pensionen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 76 mit dem Deckungsvermögen, welches einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 73 hat. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 70. Die hieraus resultierenden Aufwendungen und Erträge gleichen sich aus. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen umfasst neben den Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter in der Freistellungsphase auch die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Aufstockungsleistungen wird bereits dann in voller Höhe gebildet, wenn sich die Gesellschaft der Einräumung der Möglichkeit zur Altersteilzeit nicht mehr entziehen kann. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Währungsderivate werden mit den Marktterminkursen bewertet. Aus der Bewertung resultierende unrealisierte Verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt. Für Verlustüberhänge aus Währungsderivaten werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Unrealisierte Gewinne aus Währungsderivaten werden nicht berücksichtigt. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Es wird die sogenannte Einfrierungsmethofe verwendet, d.h. die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein möglicher Überhang an aktiven latenten Steuern wird in der Bilanz ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf Basis des Gewerbesteuersatzes des Konzernkreises von 14,88 % (i. Vj. 14,88 %). Erläuterungen zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Einzelheiten zu den Beteiligungen sind in der Liste des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021 auf Seite 2 dargestellt. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich aus der Anlage zum Konzernanhang. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 11.413 der Forschungs- und Entwicklungskosten wird ein Betrag von TEUR 735 aktiviert. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.727 (i. Vj. TEUR 2.430) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 75.243 (i. Vj. TEUR 59.803) (Cash-Pool-Forderungen) enthalten. (3) Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Bei den ausgewiesenen aktiven latenten Steuern handelt es sich um zeitliche Bilanzierungsunterschiede, aus denen eine zukünftige Steuerentlastung für den Konzern resultieren wird, sowie um latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen nach § 306 HGB. Die aktiven Steuerlatenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen und der Bewertung von Rückstellungen. Die passiven Steuerlatenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen betreffen im Wesentlichen die Neubewertung des Anlagevermögens zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Weitere passive latente Steuern resultieren aus immateriellen Vermögensgegenständen infolge von höheren Ansätzen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen. Die ausgewiesenen latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
(4) Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditistin wurden aufgrund der durchgeführten Gewinnverrechnung um TEUR 14.433 erhöht. (5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bei der versicherungsmathematischen Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Abhängig vom Standort der Gesellschaft wird dabei von jährlichen Anpassungen zwischen 0,0 % und 2,2 % (i. Vj. 0,0 % und 2,2 %) bei den Entgelten und 1,6 % (i. Vj. 1,6 %) bei den Renten ausgegangen. Der Berechnung der Rückstellung wurde für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen ein Rechnungszins zum Geschäftsjahresende 2021 in Abhängigkeit der restlichen Laufzeit zwischen 1,05 % und 6,00 % (i. Vj. 1,58 % und 2,31 %) zugrunde gelegt. Bei der Norgren GmbH bestehen zudem folgende mittelbare Verpflichtungen aus Zusagen für laufende Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Verpflichtungswert zum 31. Dezember 2021: TEUR 7 Dem Verpflichtungswert steht ein Deckungskapital wie folgt gegenüber: Deckungskapital zum 31. Dezember 2021: TEUR 5 (6) Steuerrückstellungen In den Steuerrückstellungen werden neben den laufenden Steuerverpflichtungen auch Risiken aus einer laufenden Betriebsprüfung berücksichtigt. Es bestehen steuerliche Risiken aus der Betriebsprüfung einer Konzerngesellschaft (IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH) für die Jahre 2011 bis 2015 hinsichtlich einer Funktionsverlagerung aus Deutschland an die IMI Hydronic Engineering International SA mit Sitz in der Schweiz. Im ursprünglichen Übertragungsvertrag wurde hierfür ein Kaufpreis i.H.v. EUR 24,9 Mio. vereinbart. Die Betriebsprüfung erkannte die Funktionsverlagerung steuerlich nicht an. Die von der Betriebsprüfung vorgenommene steuerliche Würdigung ist unseres Erachtens unzutreffend. Der Fall wird aktuell in einem Verständigungsverfahren zwischen Deutschland und der Schweiz verhandelt; das Verständigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Für etwaige steuerliche Nachzahlungen einschließlich Zinsen aus einer möglichen Einigung im Verständigungsverfahren wurde eine entsprechende Rückstellung in Höhe von EUR 7,7 Mio. gebildet, wovon EUR 1,9 Mio. auf die Zinsen entfallen und entsprechend in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Beträge für Restrukturierungen, Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen, Gewährleistungsrisiken, ausstehende Rechnungen und Gutschriften, Drohverluste, Gleitzeitguthaben und rückständigen Urlaub, Tantiemen, Provisionen, Umweltschäden, unterlassene Instandhaltungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Jahresabschlusskosten. (8) Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von TEUR 215 (i. Vj. TEUR 235). Es bestanden zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 0). Sämtliche Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte gesichert. (9) Haftungsverhältnisse Als Trägerunternehmen der Bopp & Reuther Unterstützungskasse e.V., Mannheim, haftet die Bopp & Reuther Valves GmbH subsidiär für den auf sie entfallenden Deckungsfehlbetrag von TEUR 1.071. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Finanzlage als gering eingestuft. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die oben genannten Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um die Liquiditätsbindung zu begrenzen. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung (11) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen lassen sich wie folgt darstellen:
(12) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.357 (i. Vj. TEUR 2.137), dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 121 (i. Vj. TEUR 17) und der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.284). (13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.188 (i. Vj. TEUR 18.520) für Restrukturierung angefallen. (14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 10.506 (Steueraufwand; i. Vj. TEUR -2.959 Steuerertrag) betreffen mit TEUR -781 latenten Steuerertrag (i. Vj. TEUR -674 latenter Steuerertrag) sowie mit TEUR 5.487 (Steueraufwand; i. Vj. TEUR -2.285 Steuerertrag) laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und mit TEUR 5.800 die oben beschriebenen Risiken aus einer laufenden Betriebsprüfung für Vorjahre. (14) Derivative Finanzinstrumente Für Forderungen in US-Dollar wurden über den Konzern abgeschlossene Devisentermingeschäfte in die Bewertung einbezogen. Zum Stichtag bestehen im Konzern Sicherungsgeschäfte mit einem Nominalvolumen in Höhe von TUSD 10.893 (i. Vj. TUSD 3.075). Es wurden Fremdwährungsforderungen mit einem Volumen von TUSD 10.893 (i. Vj. TUSD 1.115) abgesichert. Die gesicherten Kurse gelten dabei für einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 598). Die beizulegenden Zeitwerte sind auf die Marktwerte zum Bilanzierungszeitpunkt bezogen und wurden unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Spot-Währungskurse ermittelt. (15) Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
(16) Geschäftsführung Die Gesellschaft wird vertreten durch die Komplementärin IMI Deutschland B.V. mit Sitz in Almere/Niederlande. Im Geschäftsjahr 2021 waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 823 (i. Vj. TEUR 581). Für einen ehemaligen Geschäftsführer besteht zum 31. Dezember 2021 eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 336. (17) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Seit dem 1. September 2004 werden die Fertigerzeugnisse der Norgren GmbH - mit Ausnahme der Direktbelieferung einiger Kunden vornehmlich aus der Nutzfahrzeugbranche - direkt nach Fertigstellung zu Herstellungskosten zzgl. eines Aufschlags an die IMI Precision Engineering Limited, Lichfield, Großbritannien, (PEL) (vormals: Norgren European Logistic Company Limited) veräußert. Durch die PEL erfolgt die zentrale Beschaffung aller Handelswaren. Insofern weist die Gesellschaft zum Jahresende nur im geringen Umfang Fertigerzeugnisse und Handelswaren aus. Im Gegenzug erfolgt der Bezug der Fertigerzeugnisse und Handelswaren von der PEL auf Basis der bei der Norgren GmbH eingehenden Bestellungen zum Kundenverkaufspreis abzüglich vereinbarter Marge. Im Anschluss daran erfolgt der direkte Weiterverkauf an den Endkunden. Der Verkauf der Erzeugnisse unmittelbar nach Fertigstellung an die PEL verbunden mit dem späteren Einkauf von der PEL und schließlich der Weiterverkauf an den Endkunden führen zu einer strukturbedingten Erhöhung der Umsatzerlöse. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. September 2004 wurde mit der PEL ein Service Agreement abgeschlossen, welches bestimmte Dienstleistungen wie die Bereitstellung und den Unterhalt des Fertigwarenlagers am Standort Alpen, die Stellung des benötigten Lagerhaushaltspersonals sowie die Beschaffung von Handelswaren im Namen der PEL umfasst. Die Weitergabe der Kosten dieser Dienstleistungen an die PEL erfolgt zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Betrag von EUR 11,6 Mio. (i. Vj. EUR 10,0 Mio.) weiterbelastet. Die standardisierte Teilefertigung aus den Betriebsteilen Alpen, Fellbach und Großbettlingen wurde seit 2002 nach und nach in das verbundene Unternehmen IMI International s.r.o., Brno, Tschechische Republik, verlagert. Mit Wirkung zum 1. September 2004 wurde eine Vereinbarung geschlossen, nach der die IMI International s.r.o. die Einsatzmaterialien von verbundenen Unternehmen oder Dritten bezieht und als Auftragsfertiger die Fertigteile auf der Basis von Bestellungen der Norgren GmbH an die Gesellschaft liefert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Umsatz aus dem Verkauf an IMI International s.r.o. EUR 13,2 Mio. (i. Vj. EUR 9,3 Mio.). Da die IMI International s.r.o. zur Produktion der Fertigteile auf das geistige Eigentum der Norgren GmbH zurückgreift, wurde eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen, die die Nutzung dieses Eigentums gegen Zahlung einer Lizenzgebühr gestattet. Für das abgelaufene Geschäftsjahr verzeichnet die Gesellschaft hierfür Einnahmen in Höhe von EUR 0,6 Mio. (i. Vj. EUR 0,3 Mio.). Seit dem 1. August 2011 werden die Fertigerzeugnisse der IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH direkt nach Fertigstellung zu Herstellungskosten zzgl. eines Aufschlags an die IMI Hydronic Engineering International S.A., Eysins, Schweiz, ("Entrepreneur") veräußert. Im Gegenzug erfolgt der Bezug der Fertigerzeugnisse vom Entrepreneur auf Basis der bei der IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH eingehenden Bestellungen zum Kundenverkaufspreis abzüglich einer vereinbarten Marge. Im Anschluss daran erfolgt der direkte Weiterverkauf an den Endkunden in Deutschland. Der Verkauf der Erzeugnisse unmittelbar nach Fertigstellung an den Entrepreneur verbunden mit dem späteren Einkauf vom Entrepreneur und schließlich der Weiterverkauf an den Endkunden führen zu einer strukturbedingten Erhöhung der Umsatzerlöse in Höhe von EUR 59,6 Mio. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. August 2011 wurde mit dem Entrepreneur eine Vereinbarung über durch die von IMI Hydronic Engineering Deutschland GmbH zu erbringenden Lagerhaltungs- und Logistikleistungen getroffen. Die Weitergabe der Kosten dieser Dienstleistungen an den Entrepreneur erfolgt zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Darüber hinaus besteht eine Lizenzvereinbarung mit dem Entrepreneur. Weiterhin wurden Personal- und Marketingkosten weiterbelastet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden hieraus insgesamt Erträge von EUR 5,7 Mio. (i. Vj. EUR 7,7 Mio.) erzielt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu unüblichen Konditionen getätigt. (18) Abschlussprüferhonorar Für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse von im Konzernabschluss berücksichtigten deutschen Tochtergesellschaften betrug das Gesamthonorar für die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TEUR 469. Dieses betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. (19) Konzernzugehörigkeit Der Konzernabschluss der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG wird in den Konzernabschluss der IMI plc, Birmingham/Großbritannien, der den Abschluss für den kleinsten und zugleich größten konsolidierten Kreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Homepage der IMI plc veröffentlicht. Der deutsche Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der IMI plc. wird in England unter der Nummer 714275 (Register für England und Wales) geführt. Die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG und die im Folgenden dargestellten Tochterunternehmen sind in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen und haben nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse verzichtet.
(20) Ergebnisverwendung Der Gewinn der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG wird dem Kapitalkonto der Kommanditistin gutgeschrieben. (21) Nachtragsbericht Im Februar 2022 ist in der Ukraine ein Krieg ausgebrochen. Dies führte vor allem zu einer Erhöhung der Energiekosten und einer hohen Inflation, wodurch die allgemeinen Aufwendungen angestiegen sind, die wir teilweise an unsere Kunden weitergeben konnten. Falls sich hieraus eine wirtschaftliche Konjunkturdelle bzw. langfristige Auswirkungen auf der Beschaffungsseite oder bei unseren Kunden ergeben sollten, könnte sich dies auf unser Geschäft entsprechend auswirken. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht. Im Juni 2022 hat die Norgren GmbH 100 % der Anteile der Bahr Modultechnik Holding GmbH, Luhden, erworben. Um diese Anteile zu erwerben, hat die Norgren GmbH ein Darlehen von der IMI Finance S.A., Eysins/Schweiz, erhalten.
Alpen, den 28. Juli 2023 IMI Deutschland B.V. Christian Keil Georg Deupmann Die Billigung des Konzernabschlusses der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte am 7. August 2023. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IMI Germany Holding B.V. & Co. KG, Alpen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG, Alpen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IMI Germany Holding B.V. & Co. KG, Alpen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 28. Juli 2023 Deloitte
GmbH
Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer Angela Schroeder, Wirtschaftsprüferin |
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