Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 732063
Eingetragen
10.12.2009
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
a) die Entwicklung und Herstellung von extrudierten, laminierten Kunststoffplatten sowie deren Weiterverarbeitung; b) das Extrudieren und die Entwicklung von Problemlösungen für Kunststoffplatten und Folienherstellung sowie deren Verformung im Inline-Verfahren, c) die Weiterverarbeitung von Kunststoffen und Kunststofferzeugnissen aller Art, d) die Entwicklung und Erforschung von Kunststoffen und ihrer Anwendungen, e) die Aufarbeitung von Kunststoffabfällen zu Mahlgut und Granulaten und deren Wiederverarbeitung sowie f) der Vertrieb der Produkte der Gesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Mau
seit 7.4.2021
Prokura
Cornelia Neeser
seit 21.12.2015
Prokura
Kristin Hartl-Pütz
seit 21.12.2015
Prokura
Martin Markus Hartl
seit 10.12.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

48.64% identifiziert51.36% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Martin Markus HartlInfinex Holding GmbH+1
48.64%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Saathoff + Hartl GmbH & Co. KG
30.51%
20.85%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Infinex Kunststofftechnik GmbH

Haiterbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für Offenlegungszwecke

A. Geschäftsverlauf

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Gemäß zuletzt veröffentlichten Daten des IWF ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um insgesamt 3,1 Prozent gewachsen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) liegt mit 2,8 Prozent aus seinem Konjunkturbericht sogar etwas darunter. Damit rangiert man ein weiteres Mal unter den Wachstumsraten aus dem Vorjahr. Besonders gedämpft fiel das Wachstum im Euroraum aus, wo Verbraucherstimmung und Unternehmensinvestitionen unter den anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und den erhöhten Zinsen litten. Weltweit verzeichnen Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen weiterhin Produktionsrückstände im Vergleich zu vor der Pandemie - bei gleichzeitig erhöhten Kreditkosten.

Gemäß der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Das Verarbeitende Gewerbe war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland fiel im vergangenen Jahr 2023 um etwa 6 Prozent von 77,1 Mrd EUR im Vorjahr auf nur noch 72,5 Mrd EUR. Vor allem im Inland nahm das Geschäft zwischen Januar und Dezember 2023 massiv ab - nämlich um 9,4 Prozent auf nur noch 42,3 Mrd EUR. "Ein wesentlicher Grund für die negative Entwicklung sind die ungünstigen Rahmenbedingungen in Deutschland, die zu Zurückhaltung bei Investitionen und einer unsicheren Zukunftsperspektive führen." Dr. Fürst, Präsidentin des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV, Berlin), betonte ebenso die Notwendigkeit einer zukunftsorientierten Wachstumsagenda, die insbesondere die Bereiche Energie, Bürokratie, Investitionen und Digitalisierung adressiert, um die Wirtschaftskrise zu überwinden und der Industrie neue Impulse zu geben.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Rohergebnis der Infinex Kunststofftechnik GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 17,4 Mio. EUR und somit 4,1 Prozent unter Vorjahresniveau.

Die Infinex Kunststofftechnik litt unter der sinkenden Nachfrage im Bausektor. Ebenso belasteten fallende Verkaufspreise und steigende Personalkosten das Ergebnis.

Die Produktion der Infinex Kunststofftechnik erfolgt am Hauptsitz der Gesellschaft und im Standort Horb. Zum Jahresende wurde die Produktion am Standort Horb aufgegeben und in die neu errichtete Produktionshalle 1B nach Haiterbach verlagert. Die Betriebsstätte in Horb wurde zum 31. Dezember 2023 abgemeldet.

Die Investitionen liegen im Geschäftsjahr 2023 bei 1.243 TEUR und betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen und Investitionen im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Produktionshalle 1B.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl für 2023 beläuft sich auf 141 FTE, hinzu kommen im Durchschnitt weitere 40 FTE aus Arbeitnehmerüberlassungsverhältnissen.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023 ist nach wie vor sehr stabil. Die Bilanzsumme ist im Jahr 2023 um 3,9 Mio. EUR auf 19,1 Mio. EUR gestiegen. Es bestehen keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Eigenkapital ist Ergebnis- und Ausschüttungsbereinigt von 11,3 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR angewachsen. Die Eigenkapitalquote ist von 74,2% aus dem Vorjahr im Jahr 2023 leicht auf 71,0% gesunken.

Der vereinfachte Cashflow liegt mit 3,0 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (3,7 Mio. EUR). Die Finanzlage ist als gut zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität der Gesellschaft war stets gesichert.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 wurden durch Eigenmittel finanziert.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden hauptsächlich durch die Verkaufsaktivitäten ihrer Schwestervertriebsgesellschaft Interplast Kunststoffe bestimmt.

Der Materialaufwand beläuft sich auf 22,6 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang des Materialaufwands ist vor allem den deutlich gesunkenen Materialeinstandspreisen sowie der verringerten Absatzmenge geschuldet.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund von allgemeinen Lohnerhöhungen und einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl in den Produktionsbereichen leicht von 7,2 Mio. EUR auf 7,3 Mio. EUR gestiegen.

Aufgrund gesunkener Umsätze bei gleichzeitig gestiegenen Personal- und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte, wie prognostiziert, lediglich ein Betriebsergebnis von 3,1 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Das Finanzergebnis liegt mit 0,02 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Die Prognose für des Geschäftsjahr 2023 aus dem Lagebericht 2022, mit einem Rohergebnis deutlich unterhalb des Niveaus des Vorjahres, entsprach damit dem Resultat. Wenn auch die Umsatzpotentiale nicht in der Art und Weise realisiert werden konnten wie erhofft, sind im Gegenzug dazu die Aufwendungen auch nicht in der Art gestiegen wie befürchtet. Ein Jahresüberschuss von 2,25 Mio. EUR entspricht insgesamt einem zufriedenstellenden Ergebnis.

3. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Umsatzentwicklung, die Materialkostenquote und das Betriebsergebnis.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden ebenso regelmäßig ermittelt, überprüft und in Entscheidungen eingebunden. Hierzu zählen insbesondere qualitative Kennzahlen, regelmäßige Mitarbeiterbefragungen oder Fortschritte bei Entwicklungen und Prozessen.

Als Teil der Unternehmensphilosophie erhalten unsere Mitarbeiter einen großen Anteil an Eigenverantwortung und gleichzeitig arbeiten unsere Mitarbeiter bei intensiver Teamarbeit engagiert und verantwortungsbewusst. Wissen wird transferiert und Kompetenzen werden durch Schulungen sowie Fortbildungen konsequent verbessert, Führungskräfte gezielt weitergebildet und gefördert. Neue Mitarbeiter durchlaufen einen strukturierten Einarbeitungsprozess. Wir sind überzeugt davon, dass wir durch unser Ausbildungskonzept und der Zusammenarbeit mit einer regionalen dualen Hochschule den richtigen Weg zur Gewinnung neuer Mitarbeiter gehen.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor äußerst stabil ist.

C. Chancen- und Risikobericht

Generelle Einschätzung

Die Infinex Kunststofftechnik GmbH agiert im globalen Umfeld und ist mit Stammsitz und Niederlassungen in Baden-Württemberg ansässig. Die Gesellschaft verzeichnet nur geringfügige Umsätze mit externen Dritten, daher wird ihre Entwicklung im Wesentlichen durch den weltweit agierenden Vertrieb der Schwestergesellschaft Interplast Kunststoffe GmbH bestimmt. Entgegen der Aktivitäten im Bausektor und den Hohlkammerplatten, hat der Geschäftsbereich der Behälterummantelungen und Strukturkammerplatten im vergangenen Jahr an Bedeutung gewonnen.

Als Produktionsunternehmen im Kunststoffsektor ist man im besonderen Maß von der Rohstoff- und Energiepreisentwicklung abhängig. Insbesondere innerhalb der Baubranche, welche noch vergleichsweise robust durch die Coronakrise kam, führten massive Materialkostensteigerungen, Fachkräftemangel und nicht zuletzt schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem Konjunktureinbruch. Die Gesellschaft ist jedoch aufgrund der diversifizierten Geschäftsbereiche in der Lage auch längere Rezessionsphasen ohne wesentlichen Substanzverlust zu überstehen.

Internes Kontrollsystem

Erkennen und Beherrschen von Risiken ist Teil der täglichen Arbeit unserer Mitarbeiter. Die Infinex Kunststofftechnik verfügt über ein ausgereiftes internes Kontrollsystem. Aufträge werden vor Preisabgabe vorkalkuliert, etwaige Risiken berücksichtigt und bewertet. Diese Vorgänge erfordern eine intensive interne Abstimmung. IT-Systemseitig unterliegen kritische Funktionen wie Personal, Beschaffung und Finanzen Zugriffsbeschränkungen. Budgetabweichungen werden über viele Unternehmensbereiche taggenau in vorhandenen BI Applikationen ausgewertet. Die Geschäfts- und Abteilungsleiter werden mittels standardisierter Berichte und Dashboards sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen informiert.

Die Prozesse sind zur Risikovermeidung gestaltet, entsprechende Unterschriftenregelungen sind implementiert und werden permanent überwacht. Anerkennung erlangt die Prozesslandschaft im Unternehmen durch die Zertifizierung des Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001:2015. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 und ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018.

Risiken

Konjunkturrisiken: Für uns relevante Märkte, wie auch die Entwicklung unserer Geschäftspartner, beobachten wir genau. In der heutigen globalisierten Welt kommen Einbrüche, wie auch Aufschwünge, schneller zum Tragen. Aufgrund der breiten Aufstellung unserer Produkte im Baubereich, den Behälterummantelungen und diversen Struktur- und Hohlkammerplattenanwendungen sowie der Fertigung an mehreren Standorten sind wir gegenüber etwaigen konjunkturellen Schwankungen in einzelnen Bereichen abgesichert und können lokale und branchenbedingte Einbrüche zu einem gewissen Grad ausgleichen.

Markt- und Wettbewerbsrisiken: Auch für uns bleibt die Markt- und Wettbewerbssituation herausfordernd. Wir sind uns bewusst, dass wir uns als lang etablierter Marktakteur und Serviceführer nicht ausruhen können, sondern uns immer wieder durch Neuartigkeit und Weiterentwicklung beweisen müssen. Unser eigener Qualitätsanspruch sowie auch der unserer Kunden an unsere Marken TRIPLEX, ISO DRAIN und KIBO ist hoch - und wir tun alles um diesem gerecht zu werden und die Anforderungen des Kunden bestmöglich zu treffen. Mit kompetenter, ehrlicher und proaktiver Beratung erfüllen wir die Bedürfnisse des Kunden und sorgen so für einen hohen Kundenbindungsgrad, welcher sich auch in der hohen Anzahl der Wiederholaufträge widerspiegelt.

Durch die Verschlankung der Prozesse und fortwährenden Innovationen entlang unseres gesamten Sortiments bei stetig guter Qualität sichern wir unsere Stellung am Markt und machen es für Wettbewerber schwer, sich gegen uns zu behaupten.

Produktrisiken: Unsere Innovationen entstehen sowohl im eigenen Haus durch F&E als auch mit und durch unsere Kunden. Wir sind regelmäßig auf den weltweit relevanten Messen vertreten, beobachten die technologische Entwicklung und befinden uns im stetigen Austausch mit Kunden und Lieferanten. Daher gehen wir davon aus, dass wir keinen wesentlichen Produktrisiken unvorhergesehen gegenübertreten müssen.

Qualitätsrisiken: Unser Qualitätsmanagement ist allumfassend im Unternehmen implementiert und wird auf Lieferanten ausgeweitet. Seit vielen Jahren ist hierfür eine eigene Stabsstelle fest in unserer Organisation etabliert. Die Prozesse sind klar definiert und beschrieben, werden stetig hinterfragt und entsprechend verschlankt. Regelmäßige Zertifizierungen sowie Mitarbeiterschulungen sichern den Fortbestand unseres hohen Qualitätsanspruchs.

Beschaffungsrisiken: Die Infinex Kunststofftechnik GmbH hat langfristige Partner als Lieferanten und wählt neue Lieferanten sorgfältig aus. Zudem wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten durch Streuung der Bestellungen und Aufbau verschiedener Lieferanten für gleiche Materialien reduziert. Auch zu Engpasszeiten waren wir stets in der Lage die erforderlichen Roh- und Hilfsstoffe rechtzeitig und in ausreichenden Mengen an allen Standorten zu beschaffen. Die Beschaffung sämtlicher erforderlicher Materialien stellt das Hauptaugenmerk im Beschaffungsbereich dar.

Personelle Risiken: Gute Mitarbeiter sind Voraussetzung für den Erfolg der Infinex Kunststofftechnik GmbH. Wir sind stolz darauf eine gesunde Mischung aus langjährigen, erfahrenen Mitarbeitern und jungen Nachwuchskräften vorweisen zu können. Durch die Nutzung geeigneter Verfahren zur Rekrutierung und einer intensiven Begleitung in der Einarbeitungsphase versuchen wir, die besten Mitarbeiter langfristig an uns zu binden.

Liquiditäts- und Finanz-Risiken: Die Infinex Kunststofftechnik GmbH und deren Schwesterfirmen wickeln ihre Geschäfte fast ausschließlich im EURO-Raum bzw. zu EUR Devisen ab, was zu einer Eliminierung der Währungsrisiken führt. Insgesamt ist das Unternehmen zum überwiegenden Teil aus Eigenkapital finanziert, nur ein kleiner Teil der Bilanzsumme wird durch Gesellschafter oder Verbundunternehmen finanziert. Das festigt das Unternehmen und reduziert automatisch die Risiken aus dem Einsatz von Fremdkapital. Dennoch werden auch von der Infinex Kunststofftechnik Finanzinstrumente eingesetzt. Hierunter fallen Bankkredite im kleineren Umfang, Maschinenleasing sowie Auftragsfinanzierungen.

Sonstige wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir derzeit nicht.

Chancen

Chance Verbundunternehmen: In diesem Bereich sehen wir eine Stärke der Infinex Kunststofftechnik GmbH. Wir können unseren Kunden weltweit einen exzellenten und insbesondere auch zeitnahen Service bieten. Hierzu greifen wir auf erfahrene Mitarbeiter und Technik unserer Verbundunternehmen aus der Infinex Gruppe zurück. Da auch viele unserer Kunden weltweit agieren sehen wir hierin eine Chance.

Chance Kunststoffrecycling: In einem zunehmend nachhaltig agierenden Umfeld kommt insbesondere in unserer Branche der Wiederverwertung der eingesetzten Kunststoffe eine stetig steigende Bedeutung zu. Unser zunehmender Fokus vom Einkauf, über Fertigung bis hin zum Vertrieb von Recyclingwaren- und Produkten unterstreicht diesen Ansatz. Nicht zuletzt aufgrund der in der gesamten Infinex Gruppe bestehenden Kapazitäten zur Verarbeitung und Erzeugung von Recyclinggranulaten sehen wir in diesem Trend eine Chance.

Chance Digitalisierung Produktionsprogrammplanung und -steuerung: wir werden zukünftig verstärkt auf eine Automatisierung und Digitalisierung unseres Produktionsplanungs- und Steuerungsprozesses setzen. Hierdurch erwarten wir eine deutliche Effizienzsteigerung der eingesetzten Anlagen und Mitarbeiter, höhere Ausbringungsmengen und kürzere Lieferzeiten. Um diese Entwicklung aktiv voranzutreiben, wurden Projekte gestartet und ein eigenes Team hierfür definiert welches durch externe Fachberater unterstützt wird.

Zusammenfassung: Nach Abwägung von Chancen und Risiken sehen wir die berechtigte Hoffnung, auch in den nächsten Jahren unseren erfolgreichen Kurs fortzusetzen. Chancen ergeben sich unter anderem aus dem weiteren Ausbau der Geschäfte im Unternehmensverbund sowie der Einführung neuer Produktinnovationen. Die Risiken sehen wir als beherrschbar an bzw. haben hierfür konkrete Maßnahmen ergriffen oder befinden uns hierzu in der Planung.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zum Rechnungslegungsprozess

Unsere Bilanzierungspolitik ist äußerst konservativ, es erfolgen regelmäßige Wertberichtigungen auf Bestände, Wertansätze erfolgen mit kaufmännischer Vorsicht. Aktivierungen von Eigenleistungen finden faktisch nicht statt. Über vertraglich vereinbarte Zahlungsbedingungen und einem etablierten Prozess zur Vergabe interner Kreditlimits haben wir Forderungsausfälle (Produktions- und Delkredererisiken) in den vergangenen Jahren auf nahezu null reduziert. Auf Beschaffungsseite werden alle alten und neuen Lieferanten regelmäßig einer Prüfung unterzogen.

Durch die Implementierung und kontinuierliche Überprüfung von Freigabeprozessen und Zeichnungsbefugnissen werden Risiken im Unternehmensumfeld frühzeitig erkannt und durch geeignete Maßnahmen beseitigt. Seit der Einführung eines vollintegrierten ERP-Systems werden Prozesse kontinuierlich automatisiert und standardisiert, um somit noch mehr Transparenz im gesamten Unternehmen zu schaffen.

Aussagekräftiges Controlling

Das Steuerungssystem basiert insbesondere auf einem aussagekräftigen Controlling. Dieses stellt wiederkehrend Informationen zur Unternehmenssteuerung bereit, die offen und bereichsübergreifend diskutiert werden, um frühzeitig adäquat reagieren zu können. Diese Informationen beinhalteten aber nicht nur rückwärtige Betrachtungen, sondern es werden auch Szenarien, Planungen und Forecasts durchgeführt, in denen Informationen aus allen Bereichen zusammenfließen. Die kontinuierlich, in Business Intelligence Anwendungen generierten Informationen, gepaart mit der Erfahrung der Akteure in der Branche, sind die Grundpfeiler der strategischen Risikominimierung.

Aufgrund der Zugehörigkeit des Unternehmens zur Infinex Gruppe hat man Zugriff auf sämtliche nationale und internationale Ressourcen und Akteure der Verbundunternehmen. Auch wird die Implementation verschiedenster BI Dashboards, Kennzahlensysteme und Auswertungen in allen Unternehmensabteilungen weiter vorangetrieben.

D. Prognosebericht

Der nachfolgende Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 spiegelt die Planung wider, wie sie die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts eingeschätzt hat. Weitere Einschränkungen aufgrund des Ukraine- und Nahostkonflikts und daraus resultierende weltweite Markt-, Rohstoff- und Preisentwicklungen lassen sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht verlässlich abschätzen. Vor diesem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten und der hohen Dynamik können die ökonomischen Auswirkungen auf die Infinex Kunststofftechnik GmbH derzeit nicht hinreichend verlässlich und genau ermittelt werden.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte seine Konjunkturprognose für 2024 massiv und erwartet praktisch eine Stagnation. Das BIP werde im laufenden Jahr nur um 0,1 Prozent wachsen statt der bisher erwarteten 0,9 Prozent, hieß es in der im März veröffentlichten Schätzung. Auch die Bundesregierung hatte ihre Prognose für 2024 jüngst von 1,3 auf 0,2 Prozent Wachstum gesenkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr lediglich um 0,2 Prozent wachsen. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Eine spürbare Erholung lasse noch auf sich warten, meint auch ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Mit dem allmählichen Wegfall der Belastungen bei Zinsen und Preisen und den Auswirkungen der höheren Kaufkraft für die Verbraucher" werde sich die Wirtschaftsleistung erst zur Jahresmitte beschleunigen.

Die Kunststoffbranche steht insgesamt wohl vor einem herausfordernden Jahr 2024. Das Tal sei noch nicht durchschritten, aber immerhin hellt sich die Stimmung auf, und am Horizont glimmt so etwas wie ein Hoffnungsschimmer. So lassen sich zumindest die Ergebnisse der 46. Konjunkturumfrage von Kunststoff Information zusammenfassen. Mit einer kurzfristigen Erholung der Wirtschaft innerhalb der nächsten fünf Monate rechnet in der Kunststoffindustrie derzeit niemand. Ein Viertel aller im Rahmen des "KI Dialogs" befragten Unternehmen erwartet eine Rückkehr auf das Normalniveau aus Vor-Krisen-Zeiten nicht vor dem zweiten Halbjahr 2024. Rund 41 Prozent der Unternehmen prognostizieren die Normalisierung sogar frühestens für das kommende Jahr 2025.

Auch der GKV hat die Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie nach ihrer Einschätzung bezüglich des Ausmaßes der Kosteneffekte auf ihre Wettbewerbsfähigkeit befragt. So schlechte Werte wie der diesjährigen Frühjahrsumfrage hat der GKV nach Worten von Hauptgeschäftsführer Dr. Oliver Möllenstädt nur sehr selten ermittelt. Die Umsatzerwartungen für das Jahr 2024 sind verhalten, Lohn- und Energiekosten zudem stark gestiegen. Geschlossen wird die Erhebung mit einer klaren Botschaft an die Politik: "Die Befragungsergebnisse machen deutlich, dass die Kosten für Strom, Löhne und Gas die Unternehmen deutlich stärker belasten als zuvor, gefolgt von den Bürokratiekosten..." so Möllenstädt.

Auch für die Infinex Kunststofftechnik GmbH wird das Jahr 2024 eine Herausforderung. Aufgrund der zurückhaltenden Konjunktur im Bausektor, Engpässen von Fachpersonal in vielen Unternehmensbereichen und steigendem Konkurrenzdruck am Markt erwarten wir rückläufige Umsätze und Erträge. Neukunden, auch über Verbundunternehmen in den USA und eine erhöhte Nachfrage bei den Behälterummantelungen werden zusätzliche Umsätze erwirtschaften. Die fehlenden Impulse aus dem Bausektor können dadurch jedoch bestenfalls ausgeglichen werden.

Einer schnellen Erholung stehen ein weiterhin hohes Zinsniveau, steigende Rohmaterial- und Energiekosten aber auch Engpässe in der Personalverfügbarkeit entgegen. Die erweiterte Verfügbarkeit von Regranulaten im Verbund der Infinex Gruppe kann diesen Trends entgegenwirken und zugleich zur Versorgungssicherheit der Infinex Kunststofftechnik beitragen, ein allgemeiner Kostenanstieg über die gesamte Gesellschaft wird jedoch unvermeidbar sein.

Unsere Produkte konzentrieren sich auf Themen wie Umweltschutz, Kostenreduzierung, CO 2 Bilanz usw. Alles Themen, die stetig an Bedeutung gewinnen. Auch wenn wir Kunststoffe einsetzen, setzen wir diese doch sinnvoll und nachhaltig ein. Die bestehenden Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 14001 & ISO 50001 werden aufrechterhalten.

Ein Schwerpunkt bleibt die Personalentwicklung. Zum einen sollen die Führungskräfte auf allen Ebenen weiterentwickelt werden, zum anderen wird der Fokus auf die Schichtführer- und Gruppenkoordinatorausbildung fortgesetzt. Dies soll durch interne Fortbildungsprogramme und auch unter Einbeziehung externer Berater zur weiteren Qualifizierung der Mitarbeiter führen. Zudem rückt die Beschaffung des notwendigen Personalstamms zunehmend in den Vordergrund. Verbunden damit werden die Bestrebungen zur Investition in Automatisierungstechniken in der Fertigung fortgeführt. Zudem versprechen wir uns von der Automatisierung und Digitalisierung unseres Produktionsplanungs- und Steuerungsprozesses eine deutliche Effizienzsteigerung der eingesetzten Anlagen und Mitarbeiter, höhere Ausbringungsmengen sowie kürzere Lieferzeiten.

Insbesondere aufgrund der konjunkturellen Schwäche in der Baubranche, Personalengpässen in Verwaltung und Fertigung die nur langsam abgebaut werden können, beträchtlicher Investitionen in Anlagen und Gebäude und nicht zuletzt hoher Personal- und Energiekosten erwarten wir für 2024 trotz ausreichender Umsatzpotentiale und straffen Kostenmanagements zwar ein leicht höheres Rohergebnis aber insgesamt ein leicht unter dem Vorjahresniveau liegendes Betriebsergebnis.

 

Haiterbach, den 15. Mai 2024

Infinex Kunststofftechnik GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.323,80 5.539,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 654.105,96 699.710,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.174.962,10 1.069.822,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.814,45 1.188.604,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 359.495,06 78.098,67
Summe Sachanlagen 3.534.377,57 3.036.234,87
Summe Anlagevermögen 3.537.701,37 3.041.773,87
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.157.076,11 5.072.899,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 276.502,53 315.225,80
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.762.732,96 6.771.380,21
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.630.615,39 338.402,84
Summe Umlaufvermögen 15.550.424,46 12.182.682,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.911,28 10.295,31
D. Bilanzsumme Aktiva 19.096.037,11 15.234.751,67

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 500.000,00 (Vj: 500.000,00)
II. Kapitalrücklage 700.000,00 700.000,00
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 12.356.344,93 10.110.442,90
Summe Eigenkapital 13.556.344,93 11.310.442,90
B. Rückstellungen 911.816,31 1.359.456,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.661.472,05 1.051.480,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2.661.472,05 (Vj: 1.051.480,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 155.485,00 859.399,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 155.485,00 (Vj: 859.399,00)
Summe Verbindlichkeiten 4.626.641,05 2.564.852,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.234,82 0,00
E. Bilanzsumme Passiva 19.096.037,11 15.234.751,67

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 17.355.998,22 18.097.619,67
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -6.045.015,21 -6.020.421,92
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.277.032,84 -1.192.448,86
- davon für Altersversorgung: -3.402,86 (Vj: -4.165,65)
Summe Personalaufwand -7.322.048,05 -7.212.870,78
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -747.039,41 -715.628,17
Summe Abschreibungen -747.039,41 -715.628,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.176.258,28 -5.996.837,44
- davon aus der Währungsumrechnung: -2.971,87 (Vj: -22,84)
5. Ordentliches Betriebsergebnis 3.110.652,48 4.172.283,28
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.291,70 18.968,75
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.739,21 -43.631,37
8. Finanzergebnis -23.447,51 -24.662,62
9. Ergebnis vor Steuern 3.087.204,97 4.147.620,66
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -839.856,48 -1.168.393,79
11. Ergebnis nach Steuern 2.247.348,49 2.979.226,87
12. Sonstige Steuern -1.446,46 -837,08
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.245.902,03 2.978.389,79
14. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 10.110.442,90 7.132.053,11
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 12.356.344,93 10.110.442,90

Anhang für Offenlegungszwecke

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Infinex Kunststofftechnik GmbH hat ihren Sitz in Haiterbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 732063).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die selbstständig nutzbaren beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die übrigen Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen bewertet, wobei die Herstellungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den letzten Durchschnittspreisen bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades zum Bilanzstichtag bewertet. Grundlage für die Bewertung zu Herstellungskosten sind die Einzelkalkulationen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten auch die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden analog der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Flüssige Mittel und die sonstigen Aktiva sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen in Höhe von TEUR 3.085 (Vj. TEUR 2.947) hatten im Berichtsjahr eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 10.110.442,90 EUR enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Stand 31.12.2023 (Vorjahr)
EUR
Restlaufzeit < 1 Jahr (Vorjahr)
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr (Vorjahr)
EUR
Restlaufzeit >5 Jahre (Vorjahr)
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 912.832,26 912.832,26 0,00 0,00
(Vj.) (482.913,17) (482.913,17) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.661.472,05 2.661.472,05 0,00 0,00
(Vj.) (1.051.480,00) (1.051.480,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 155.485,00 155.485,00 0,00 0,00
(Vj.) (859.399,00) (859.399,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 896.851,74 896.851,74 0,00 0,00
(Vj.) (171.059,87) (171.059,87) (0,00) (0,00)
Gesamt 4.626.641,05 4.626.641,05 0,00 0,00
(Vj.) (2.564.852,04) (2.564.852,04) (0,00) (0,00)

Außer den üblichen Eigentumsvorbehalten bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 687 (Vj. TEUR 56) und aus Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Mitzugehörigkeitsvermerk

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, darin enthalten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
aus erhaltene Anzahlungen 2.572.000,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 89.472,05 1.051.480,00

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, darin enthalten:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
aus Lieferungen und Leistungen 155.485,00 109.399,00

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen aus einer gesamtschuldnerischen Mithaftung zusammen mit der Infinex Holding GmbH, der Interplast Kunststoffe GmbH, der Infinex North America Corp. und der Interplast Kunststoffe s.r.o. (Tschechien) gegenüber der Sparkasse aus einem Darlehen der M. Hartl Beteiligungen GmbH über TEUR 1.485.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften als gering eingestuft.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 9.835. Darin enthalten sind Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 61.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2039.

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Martin Hartl, Dipl.-Ing., Horb am Neckar

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Lohnempfänger 125
Angestellte 24
Auszubildende 8
156

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der M. Hartl Beteiligungen GmbH, Haiterbach, einbezogen, welcher beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen ist.

 

Haiterbach, den 15. Mai 2024

Infinex Kunststofftechnik GmbH

Die Geschäftsführung

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.963,76 0,00 0,00 0,00 14.963,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.687.791,42 15.724,56 10.106,48 85.326,67 2.778.736,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.774.275,24 180.125,58 2.100,00 222.821,05 6.175.121,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.113.702,18 264.949,57 0,00 192.625,09 3.571.276,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.098,67 782.169,20 0,00 -500.772,81 359.495,06
Summe Sachanlagen 11.653.867,51 1.242.968,91 12.206,48 0,00 12.884.629,94
Summe Anlagevermögen 11.668.831,27 1.242.968,91 12.206,48 0,00 12.899.593,70

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.424,76 2.215,20 0,00 11.639,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.988.081,22 146.654,47 10.105,48 2.124.630,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.704.453,24 297.805,53 2.099,00 5.000.159,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.925.098,18 300.364,21 0,00 2.225.462,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.617.632,64 744.824,21 12.204,48 9.350.252,37
Summe Anlagevermögen 8.627.057,40 747.039,41 12.204,48 9.361.892,33

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.323,80 5.539,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 654.105,96 699.710,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.174.962,10 1.069.822,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.814,45 1.188.604,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 359.495,06 78.098,67
Summe Sachanlagen 3.534.377,57 3.036.234,87
Summe Anlagevermögen 3.537.701,37 3.041.773,87

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für Offenlegungszwecke

An die Infinex Kunststofftechnik GmbH, Haiterbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Infinex Kunststofftechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Infinex Kunststofftechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 15. Mai 2024

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Reutlingen

Marion Moser, Wirtschaftsprüferin

Harald Aigner, Wirtschaftsprüfer

Beschluss Ergebnisverwendung vom 01.07.2024:

Der Bilanzgewinn von EUR 12.356.344,93 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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