FACTUR Billing Solutions GmbH

Am Gut Wolf 9A, 52070 Aachen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 11740
Eingetragen
16.1.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Abrechnung von Versorgungsleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Energie- und örtlichen Wasserversorgung zu stärken. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Smart Metering und Energieeffzienz als unmittelbar mit den Bereichen Strom,-Gas,- Wärmeversorgung verbundenen Dienstleistungen. Bei der Erbringung dieser Dienstleistungen werden die Belange kleinerer Unternehmen, insbesondere des Handwerks, berücksichtigt. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschafter verpflichten sich, die gemeinsamen Belange zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Hüllenkremer
seit 20.1.2025
Geschäftsführer
Prokura
Karl Heinz Hatzig
seit 16.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadtwerke Aachen AG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadtwerke Aachen AG
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FACTUR Billing Solutions GmbH

Aachen

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlage des Unternehmens/Geschäftsmodell

Die FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR) ist ein Dienstleistungsunternehmen und bietet hochwertige, schlanke und qualitätsgesicherte Kundenservice-, Markt- und Abrechnungsprozesse modular im Kundenzuschnitt an. Die Kunden der FACTUR sind sowohl erfolgreiche lokal und bundesweit agierende Energievertriebe als auch Verteilnetzbetreiber.

Das Leistungsspektrum der FACTUR reicht von der Konzeption einer passenden IT-Plattform über den Bau, die Einrichtung und die Anbindung notwendiger Subsysteme bis hin zur operativen Übernahme sämtlicher Kundenservice- und Billingprozesse. Jede Geschäftsbeziehung der FACTUR und damit verbunden jede Leistung ist auf Nachhaltigkeit und Qualität des gemeinsamen Erfolgs ausgerichtet.

Die FACTUR versteht sich als Kompetenz- und Innovationsträger für alle Anforderungen rund um die gängigen Markt- und Endkundenprozesse.

Im Geschäftsfeld Prozessdienstleistungen bietet die FACTUR die modulare Abwicklung von Einzelprozessen oder die komplette Prozesskette kundenindividuell an und stellt dabei höchste Effizienz- und Qualitätsniveaus transparent über detaillierte Service-Level-Vereinbarungen sicher.

Im Geschäftsfeld Beratung und Anwendungsentwicklung/Implementierung legt die FACTUR den ganzen Fokus auf die Entwicklung zukunftsfähiger, effizienter IT-Lösungen. Für die stetig steigende Komplexität der Abwicklungsprozesse bietet die FACTUR passende Systemimplementierungen auf höchstem Anforderungsniveau. Die qualitative Betreuung unserer Lösungen im Rahmen des Applikationsmanagements sichert unseren Kunden dauerhaft und kosteneffizient den vollen Funktionsumfang.

Von der Beratung, der Implementierung über den Prozessbetrieb bis hin zum Applikationsmanagement können die Kunden der FACTUR sämtliche Leistungen auch als Komplettservice beziehen, wobei die jeweilige IT-Basis sowohl durch den Kunden als auch durch die FACTUR gestellt werden kann.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Energiewirtschaft

Der Energiemarkt war auch im Berichtsjahr 2023, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, starken Unsicherheiten und sehr hohen Preisen für Strom,- Gas und Wärme ausgesetzt.

Die Umsetzung der Gesetze zur Einführung einer Strompreisbremse (Strompreisbremsengesetz - StromPBG) und zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme (Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz - EWPBG)

waren für bundesweit alle Lieferanten und Dienstleister mit signifikant hohen Aufwänden verbunden. Die Maßnahmen wurden durch die FACTUR für ihre Kunden in die Systeme und Geschäftsprozesse integriert. In Summe konnte die FACTUR die gesetzlichen Anforderungen pünktlich und erfolgreich umsetzen.

Die gesamten Preisbremsen sind zum Ende des Jahres 2023 ausgelaufen, die temporäre Absenkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen endet Ende März 2024.

Preistreiber bei der Strompreisentwicklung 2024 könnten die Netzentgelte sein. Durch den Wegfall der Bundesmittel aus dem Wirtschaftsstabiltätsfond erhöhen sich die Netzentgelte und damit die Strompreise.

Strukturelle Veränderung der Energiewirtschaft

Die Struktur der Stromerzeugung in Deutschland war geprägt durch Kernkraft, der Braun- und der Steinkohle. Mit dem Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie reduziert sich der Beitrag der Kernkraftwerke zur Deckung des Strombedarfs. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen verdrängt die herkömmlichen Sektoren zunehmend.

Mit dieser Energiewende verändern sich die traditionellen Grenzen zwischen Erzeugern und Verbrauchern von Energie. Eine wachsende Zahl von Unternehmen und Haushalten erzeugt einen Teil ihrer Energie selbst und nutzt Energiespeichersysteme. Ihre zunehmende Beteiligung an den Energiemärkten soll sicherstellen, dass die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen abnimmt, um die Folgen des Klimawandels abzuschwächen.

Die Folge hieraus sind größere Anforderungen an die Netze hinsichtlich Flexibilität. Dominierte 2022 der veränderte Regelungsrahmen zur Steuerung von dezentralen Erzeugungsanlagen die Prozessveränderung bei den Netzbetreibern, wirken die erhöhte Nachfrage und prozessuale Umsetzung zum Umgang mit unterbrechbaren und steuerbaren Lasten sowie der neuen Marktrolle Energieserviceanbieter im Jahr 2023.

Diese Entwicklungen und Veränderungen auf dem Energiemarkt haben die Einführung von variablen Stromtarifen als Anreiz für Kundinnen und Kunden zur Folge. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) schreibt in § 41a vor, dass Stromlieferanten ihren Kunden Tarife anbieten müssen, die Anreize zum Energiesparen oder zur Steuerung des Energieverbrauchs bieten. Voraussetzung hierfür ist der Einbau eines intelligenten Messsystems. Dies ist aufgrund des verzögerten Smart-Meter-Rollouts noch nicht flächendeckend der Fall. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) initiierte Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende 2030 hat das klare Ziel, den Rollout intelligenter Messsysteme zu beschleunigen, um dynamische Stromtarife zu ermöglichen. Das Gesetz sieht den verpflichtenden Einbau von intelligenten Messsystemen an Verbrauchsstellen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh sowie bei Stromerzeugungsanlagen (zum Beispiel PV-Anlagen) vor.

Digitale Transformation

Die FACTUR hat im Jahr 2023 den Weg zu einer standardisierten, technisch modernisierten Prozess- und Systemlandschaft, insbesondere für Energievertriebe fortgesetzt.

Mit dem erfolgreichen Gewinn der Ausschreibung eines Bestandskunden zur Implementierung und Migration einer auf SAP S/4 Utilities basierenden Systemlandschaft und der Fortsetzung der Business Process Dienstleistung bis mindestens 2029 wurde dieser Weg belohnt.

Konkrete Entwicklungen im Jahr 2023

Der Gesamtumsatz der FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR) liegt zum 31.12.2023 bei 33.446 TEUR und somit 5.376 TEUR über dem Plan, davon entfallen auf konzerninterne Kunden 1.627 TEUR und auf konzernexterne Kunden 3.749 TEUR.

Deutlich sinkende Großhandelspreise für Strom und Gas im Jahr 2023 haben bei einem unserer externen Auftraggeber zu signifikant hohen Kundengewinnen und somit zur positiven Planabweichung geführt. Darüber hinaus mussten die Preisbremsen in Systeme und Prozesse integriert werden, sodass auch der Beratungsumsatz im Geschäftsjahr 2023 gestiegen ist.

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und die ansteigenden Kapitalmarktzinsen führen im Finanzergebnis der FACTUR zu niedrigeren Belastungen als in den Vorjahren. Die weiterhin sehr geringen Zinserträge für risikolose bzw. risikoarme Finanzanlagen halten die Ertragsseite unverändert unter Druck, während die Zinsenaufwände aus der gutachterlichen Bewertung der Altersruhegeldordnung sinken.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung des Geschäftsjahres 2023 erreicht hiernach einen Wert von 4.918 TEUR und liegt damit 2.569 TEUR über der ursprünglichen Planung (Plan 2023: 2.349 TEUR).

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen:

Umsatz im Geschäftsfeld Dienstleistungen (Konzern und konzernfremd)

Umsatz im Geschäftsfeld Beratung und Anwendungsentwicklung (Konzern und konzernfremd)

Gesamtumsatz (Konzern und konzernfremd)

Betriebsergebnis zur operativen Steuerung

Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung

Umsatzrendite

Abgerechnete Zählpunkte als Indikator des Leistungsumfangs

Anzahl MitarbeiterInnen

In der nachfolgenden Tabelle sind die Plan- und Ist-Werte gegenübergestellt und sowohl absolute als auch prozentuale Abweichungen aufgeführt. Nachfolgend wird im Text näher auf die Entwicklungen und Abweichungen eingegangen.

Werte in T€
Plan 2023 Ist 2023 Abw. Abs. Abw. %
Umsatz Prozess Dienstleistungen 23.360 27.469 4.109 17,6
Umsatz Prozess Dienstleistungen konzernfremd 8.817 11.806 2.990 33,9
Umsatz Prozess Dienstleistungen im Konzern 14.544 15.662 1.119 7,7
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung 4.710 5.977 1.267 26,9
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung konzernfremd 948 1.707 759 80,1
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung im Konzern 3.762 4.270 508 13,5
Umsatz Gesamt 28.070 33.446 5.376 19,2
Umsatz Gesamt konzernfremd 9.765 13.513 3.749 38,4
Umsatz Gesamt im Konzern 18.306 19.932 1.627 8,9
Betriebsergebnis 3.023 4.900 1.877 62,1
Jahresüberschuss 2.349 4.918 2.569 109,3
Umsatzrendite 8,4% 14,7% 6,3%
Abgerechnete Zählpunkte (Stk.) 1.410.415 1.646.385 235.970 16,7
Anzahl Mitarbeiteräquivalente Stand 31.12. 219 202 -17 -7,8

Das Geschäftsfeld Prozessdienstleistungen ist im zurückliegenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2.951 TEUR). Die Umsätze in Höhe von 27.469 TEUR liegen über dem geplanten Werten (17,6 %; Plan 2023: 23.360 TEUR). Die Ursache dieser Planabweichung ist der Anstieg der abgerechneten Zählpunkte.

Das Geschäftsfeld Beratung und Anwendungsentwicklung liegt im zurückliegenden Geschäftsjahr 870 TEUR über dem Vorjahreswert, ursächlich für diese Abweichung ist der gestiegene Beratungsbedarf bei unseren konzerninternen Kunden (450 TEUR) und bei unseren konzernfremden Kunden (420 TEUR). Außerdem wird die Anwendungsentwicklung für interne Prozessoptimierungs-/Prozessstabilisierungsprojekte eingesetzt, die in direkter Konkurrenz zum Umsatz stehen.

Bezogen auf den Gesamtumsatz der FACTUR gegenüber der Planung 2023 ergibt sich eine Steigerung von 5.376 TEUR oder 19,2 %.

Das Betriebsergebnis der FACTUR für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei einem Wert von 4.900 TEUR. Die positive Planabweichung beträgt 1.877 TEUR (Plan 2023: 3.023 TEUR), ursächlich hierfür ist die oben bereits erwähnte positive Umsatzabweichung. Steigende Umsätze bzw. steigende Zählpunkte haben auch steigende Kosten zur Folge. Unter anderem aus Mitarbeiterwachstum und die damit einhergehende Personalkostensteigerung. Jedoch kommt es aufgrund von Bewerbermangel zu nicht besetzten Stellen, so dass die Personalkosten nicht in dem Maße steigen wie geplant. Ein weiterer Effekt sind die ansteigenden IT-Betriebskosten, die im Zusammenhang mit der Zählpunkterhöhung stehen.

Auch im Bereich der Beratung/Anwendungsentwicklung sorgte der Bewerbermangel für unbesetzte Stellen, diese wurden mit Fremddienstleistungszukauf kompensiert.

Das Ergebnis zum 31.12.2023 erreicht eine Umsatzrendite von 14,7 % nach Pensionskosten und beläuft sich auf 4.918 TEUR und liegt damit um 2.569 TEUR über dem Planwert von 2.349 TEUR für das Geschäftsjahr 2023. Hierin sind Pensionskosten von 2.426 TEUR enthalten (Plan 2023: 1.070 TEUR). Bereinigt um die Pensionskosten erreicht die FACTUR eine Umsatzrendite von 22,0 %. Die Zahl abgerechneter Zählpunkte über alle Auftraggeber ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 gegenüber den Planannahmen um 235.970 oder 16,7 % gestiegen.

Die Anzahl der Beschäftigten weicht um 17 Mitarbeiter gegenüber der Planung ab und erreicht einen Wert von 202 Mitarbeiteräquivalenten im Geschäftsjahr 2023 gegenüber der Planung von 219 Mitarbeiteräquivalenten.

Personalwesen

In der FACTUR waren zum Ende des Geschäftsjahres 2023 202 Mitarbeiteräquivalente beschäftigt (Vorjahr: 198 Mitarbeiteräquivalente). Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 40,8 Jahre (Vorjahr: 40,9 Jahre) und liegt damit leicht unter Vorjahresniveau.

Im Rahmen der Ausbildung kaufmännischer Berufe ist die FACTUR in die Ausbildungsmaßnahmen des E.V.A.- Konzerns integriert und bildet eigenständig die Berufe des Fachinformatikers/der Fachinformatikerin aus. Die FACTUR unterstützt darüber hinaus berufsbegleitende Studiengänge bei der Fachhochschule der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen GmbH (FHDW) und übernimmt im Rahmen dieser Maßnahmen vereinbarungsgemäß die Studiengebühren.

Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung

Die Gesellschaft hat den im Gesellschaftsvertrag vorgegebenen und der Aufsichtsbehörde der Stadt Aachen angezeigten öffentlichen Zweck, "die Abrechnung von Versorgungsleistungen für die Gesellschafter sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der örtlichen Energie- und Wasserversorgung zu stärken", im Geschäftsjahr voll erfüllt.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die konzernfremden Umsätze auf 13.513 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 10.740 TEUR beträgt die Differenz 2.773 TEUR. Ursächlich für die Steigerung ist die Steigerung der abgerechneten Zählpunkte beim Prozessdienstleistungsumsatz. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen erreichen im Jahr 2023 ein Volumen von 19.932 TEUR (Vorjahr: 18.885 TEUR). Diese Veränderung von 1.047 TEUR resultiert aus Mehrumsätzen aus der Prozessdienstleistung (597 TEUR) und aus den Beratungsumsätzen (450 TEUR). Insgesamt bewegt sich der Gesamtumsatz im Jahr 2023 mit 33.446 TEUR um 3.821 TEUR über dem Niveau des Jahres 2022 (29.625 TEUR).

Die Gesamtleistung zum 31.12.2023 beträgt 33.583 TEUR. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2022 entspricht diese Veränderung einer Steigerung von 3.776 TEUR (Vorjahr: 29.807 TEUR), darin enthalten sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 139 TEUR (Vorjahr: 206 TEUR).

Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023 liegt mit einem Volumen von 8.464 TEUR über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 6.330 TEUR). Diese Kostenerhöhung steht im Zusammenhang mit der Zählpunktsteigerung und dem daraus resultierenden Anstieg an IT-Betriebskosten sowie im Bereich der Beratung/Anwendungsentwicklung mit einem erhöhten Fremddienstleistungszukauf, der aufgrund eines erhöhten Aufkommens an Beratungsprojekten sowie Nicht-Besetzung von offenen Stellen nötig wurde.

Die Personalkosten betragen 16.151 TEUR und liegen um 2.412 TEUR über dem Wert von 2022 (Vorjahr: 13.739 TEUR). Die Kosten für die Zuführung der Pensionsrückstellung in Höhe von 2.254 TEUR (Vorjahr:296 TEUR) sind hier ursächlich für die Veränderung.

Die Abschreibungen betragen für das Geschäftsjahr 2023 40 TEUR und sind um 82 TEUR gegenüber 2021 gesunken (Vorjahr: 122 TEUR).

Die sonstigen Aufwendungen liegen mit einem Wert von 4.028 TEUR um 137 TEUR höher als im Vorjahr (3.892 TEUR). Diese Erhöhung resultiert hauptsächlich aus höheren Unternehmensberatungskosten.

Insgesamt liegt der Betriebsaufwand der FACTUR am 31.12.2023 mit 28.683 TEUR um 4.600 TEUR erhöht gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 24.083 TEUR) und in Summe ergibt sich ein Betriebsergebnis von 4.900 TEUR (Vorjahr 5.725 TEUR).

Das Finanzergebnis beträgt +20 TEUR (Vorjahr: -666 TEUR). Der darin berücksichtigte Zinsaufwand besteht im Wesentlichen aus der Verzinsung des Bestandes der Pensionsrückstellungen von -172 TEUR (Vorjahr: -656 TEUR). Ebenfalls berücksichtigt wurden Erträge in Höhe von 196 TEUR, die im Rahmen eines Sonderguthabenzinses für das Cash-Pooling Guthaben bei der STAWAG ausgezahlt wurden.

Die sonstigen Steuern betragen 2 TEUR und resultieren aus der Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: 2 TEUR).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung erreicht hiernach einen Wert von 4.918 TEUR (Vorjahr: 5.056 TEUR).

Finanzlage

Aufgrund der mittelfristigen Laufzeiten der bestehenden Dienstleistungsverträge zwischen der FACTUR und den Konzernkunden Stadtwerke Aachen AG, Aachen, (STAWAG) und der Regionetz GmbH, Aachen, (Regionetz) sowie den bestehenden Verträgen mit der Hamburger Energiewerke GmbH, Hamburg, (Hamburger Energiewerke), der WINGAS GmbH, Kassel, (WINGAS) und der MONTANA Energieversorgung GmbH & Co. KG, Grünwald, (MONTANA) sind keine finanziellen Risiken erkennbar.

Die bestehende Auftrags- und Finanzlage der FACTUR für das Jahr 2024 sichert die finanzielle Ausstattung auch weiterhin, ohne auf Fremdmittel zurückgreifen zu müssen.

Zum 31.12.2023 verfügt die Gesellschaft über Forderungen gegen die STAWAG in Höhe von 27.648 TEUR. Darin enthalten sind, neben verrechneten Verbindlichkeiten, Forderungen aus Guthaben im Cash-Pool von 26.703 TEUR.

Die im Cash-Pool angelegte Liquidität der FACTUR ist grundsätzlich als Tagesgeldanlage konzipiert und jederzeit kurzfristig verfügbar.

Vermögenslage

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 hat sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2023 von 23.262 TEUR um 6.568 TEUR auf 29.830 TEUR erhöht.

Das Anlagevermögen ist in diesem Zeitraum um 11 TEUR auf 415 TEUR gesunken.

Sachanlagen für Betriebs- und Geschäftsausstattung von 110 TEUR zum 31.12.2022 sind nunmehr auf 99 TEUR zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gesunken. Die Finanzanlagen bewegen sich auf Vorjahresniveau (316 TEUR). Die planmäßige Abschreibung beträgt 40 TEUR (Vorjahr 122 TEUR).

Das Umlaufvermögen beträgt am Bilanzstichtag 29.307 TEUR. Dieser Ausweis entspricht einer Steigerung von 6.549 TEUR gegenüber dem 31.12.2022 mit einem Wert von 22.758 TEUR. Der Hauptgrund für die Veränderung ist der Anstieg der Forderungen gegenüber dem Gesellschafter um 6.006 TEUR (Vorjahr 1.375 TEUR). Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine saldierte Darstellung der Forderungen gegen Gesellschafter und der Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag gewählt, diese Verbindlichkeiten betrugen 5.059 TEUR. Im Geschäftsjahr 2023 werden die Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen (4.918 TEUR).

Der Kassenbestand beträgt zum 31.12.2023 gerundet 2 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).

Auf der Kapitalseite ergeben sich folgende Veränderungen:

Im Eigenkapital bleibt es beim identischen Ausweis gegenüber dem Vorjahr. Das Eigenkapital setzt sich aus 50 TEUR gezeichnetem Kapital und 417 TEUR Gewinnrücklagen zusammen. Die Rückstellungen steigen gegenüber dem Vorjahr um 2.770 TEUR auf 23.676 TEUR an. Dabei wachsen im Geschäftsjahr 2023 die Pensionsrückstellungen auf einen Bestand von 20.819 TEUR (Vorjahr: 18.770 TEUR). Die Veränderung der Pensionsrückstellung resultiert aus dem Zinsaufwand in Höhe von 172 TEUR (Vorjahr: 656 TEUR), dem Personalaufwand in Höhe von 2.426 TEUR (Vorjahr: 296 TEUR) und der Inanspruchnahme der Rentenleistung in Höhe von 378 TEUR (Vorjahr 264 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen betragen 2.857 TEUR (Vorjahr: 2.136 TEUR), die Steigerung ergibt sich aus der Zuführung in die Rückstellung der ausstehenden Rechnungen in Höhe von 587 TEUR, ursächlich hierfür war der frühere Buchungsschluss in der Rechnungseingangsverbuchung, der aufgrund der Systemstellung auf S/4 zum 01.01.2024 erforderlich wurde.

Die Verbindlichkeiten steigen gegenüber dem Stichtag 31.12.2022 um 3.798 TEUR auf einen Bestand von 5.687 TEUR zum Stichtag 31.12.2023 und bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 38 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 112 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.920 TEUR sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten in einem Volumen von 617 TEUR.

Die Geschäftsführung der FACTUR wertet die Gesamtentwicklung des Geschäftsjahres 2023 als sehr zufriedenstellend.

Prognosebericht

Die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Planung von Bedeutung sind, werden nachstehend für die Jahre 2024 und 2025 prognostiziert. An der Entwicklung dieser Kennzahlen bemessen sich die Zukunftsaussichten.

- Werte in T€ -
Ist 2023 Plan 2024 Plan 2025
Umsatz Prozess Dienstleistungen 27.469 26.750 27.674
Umsatz Prozess Dienstleistungen konzernfremd 11.806 11.280 12.020
Umsatz Prozess Dienstleistungen im Konzern 15.662 15.469 15.654
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung 5.977 5.660 5.629
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung konzernfremd 1.707 1.799 1.799
Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung im Konzern 4.270 3.861 3.830
Umsatz Gesamt 33.446 32.410 33.303
Umsatz Gesamt konzernfremd 13.513 13.079 13.819
Umsatz Gesamt im Konzern 19.932 19.330 19.484
Betriebsergebnis 4.900 4.216 4.121
Jahresüberschuss 4.918 4.185 4.240
Umsatzrendite 14,7% 12,9% 12,7%
Abgerechnete Zählpunkte (Stk.) 1.646.385 1.614.661 1.660.591
Anzahl Mitarbeiteräquivalente Stand 31.12. 202 240 245

Im Jahr 2024 wird die FACTUR planerisch einen Umsatz von 32.410 TEUR und im Jahr 2025 von 33.303 TEUR erreichen.

Ausgehend vom Bestandsgeschäft plant die FACTUR Projektumsätze im Jahr 2024 in Höhe von 5.660 TEUR. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem nahezu gleichen Volumen von 5.629 TEUR gerechnet. Wir gehen davon aus, dass die Investitionsbedarfe in Software-Modernisierung, Applikationsmanagementumsätze sowie aufgrund von Anpassungsbedarfen wegen der weiter voranschreitenden Digitalisierung zu stabilen Beratungsumsätzen in den Folgejahren führen.

Der konzernfremde Projektumsatz wird in den Jahren 2024 und 2025 einen Wert von 1.799 TEUR erreichen und damit ca. 30 % der gesamten Projektumsätze ausmachen. Die Applikationsmanagementumsätze stellen die Grundlastsicherung sowie klassische Projekte. Die mittelfristig wichtigsten Bestandskunden der FACTUR im Geschäftsfeld der Prozessdienstleistungen bleiben die STAWAG und die Regionetz, gefolgt von den strategisch wichtigen Kunden Hamburger Energiewerke sowie MONTANA.

Über alle Kunden hinweg werden im Geschäftsjahr 2024 Dienstleistungen im Umfang von 26.750 TEUR (2025: 27.674 TEUR) erbracht.

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 sinken die Gesamtumsätze im Geschäftsjahr 2024 um 1.036 TEUR. Unsere Kunden werden die stets schwankenden Großhandelspreise an ihre Kunden weitergeben, dies kann zu erhöhter Wechselbereitschaft der Endkunden führen und hätte steigende oder sinkende Zählpunkte zur Folge. Aber auch das Beratungsvolumen unterzieht sich der Schwankung.

Das Betriebsergebnis erreicht 2024 einen Wert von 4.216 TEUR und 2025 einen Wert von 4.121 TEUR. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2023 sinkt 2024 das Betriebsergebnis um 684 TEUR, bedingt durch den oben genannten Umsatzeffekt.

In der Folge der aufgezeigten Effekte wird der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im Jahr 2024 mit 4.185 TEUR und im Jahr 2025 mit 4.240 TEUR prognostiziert.

Die Umsatzrenditen entwickeln sich ausgehend von den letzten Geschäftsjahren tendenziell in einer Schwankungsbreite zwischen 9,9 % und 18,5 % und erreichten 16,7 % im Jahr 2023. Für die Jahre 2024 und 2025 sind 12,9 % und 12,7 % prognostiziert.

Die Zahl der abgerechneten Zählpunkte erreicht 2024 planerisch einen Wert von 1.614.661 und 2025 einen Wert von 1.660.591.

Risiken-/Chancenbericht

Die FACTUR ist in das konzernweite Risiko-Chancen-Management-System der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen, Aachen, (E.V.A.) eingebunden. Mit diesem Instrumentarium werden nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und bestandsgefährdende Risiken erkannt. Als Ergebnis der Risikoinventur liegen für 2023 keine den Unternehmensbestand gefährdenden Risiken vor.

Ein Geschäftsrisiko der FACTUR besteht in der geringen Kundendiversifikation. Längerfristig können Skaleneffekte in der Zahl der abgerechneten Zählpunkte bei einer gleichzeitig breiteren Kundenbasis für mehr Stabilität gegenüber Vertrags- und Geschäftsstörungen sorgen.

Zudem besteht ein weiteres Geschäftsrisiko darin, dass der Komplexitätsanstieg in sämtlichen Serviceleistungen und in den betreuten Systemlandschaften unserer Kunden zunehmend negativ auf die Ergebnisqualität der FACTUR wirkt. Gleichzeitig steigt die Erwartungshaltung unserer Auftraggeber nach Preisreduktionen.

Diese Effekte werden ergänzt durch die allgemeine Entwicklung der Rechnungszinsen und deren Auswirkung auf die Pensionszusagen der FACTUR.

Einige der beschriebenen Effekte treffen die gesamte Branche und eröffnen umgekehrt auch Chancen durch die voranschreitende Marktbereinigung.

Eine wesentliche Chance liegt in neuen Vereinbarungen mit unseren Auftraggebern hin zu reglementierten Prozessdefinitionen, die, einmal festgelegt, keine Varianz in der Prozessausführung ohne Change-Management-Prozesse zulassen und Kostenvorteile in der Abwicklung erzeugen. Aber auch eine höhere Kundendiversifikation ist eine Chance, die wir anstreben.

Die Beteiligung der FACTUR an der WILKEN PRO GmbH, Aachen, (WILKEN PRO) und die parallellaufende Kooperation mit dem Mutterhaus der Gesellschaft gibt der FACTUR derzeit einen breiteren Marktüberblick bei kleineren und mittleren Stadtwerken. Dieses Marktsegment kann die FACTUR mit Softwarelösungen der SAP SE, Walldorf, (SAP) nicht wirtschaftlich erreichen. Das Ergebnis des durchgeführten Werthaltigkeitstests dieser Beteiligung, im Rahmen des Jahresabschlusses, führt zu keiner Wertbeeinträchtigung. Der Test wurde auf Basis der Wirtschaftsplanung der nächsten fünf Jahre und Berechnung einer ewigen Rente für die Zeit danach durchgeführt. Zu beachten ist, dass die Wirtschaftsplanung zukunftsorientierte Aussagen enthält, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sein können.

Seitens der SAP wurde das Wartungsende für die alte Utilities Lösung (SAP IS-U) zum Ende des Jahres 2027 angekündigt, sodass bis zu diesem Zeitpunkt alle von der FACTUR betreuten Kundensysteme für unsere Auftraggeber auf die neue Lösung S/4 Hana for utilities umzustellen sind. Ein erstes Umstellungsprojekt startet im Jahr 2024.

Für die Zukunftssicherheit am Standort Aachen bleibt weiter die Herausforderung, den Spagat zwischen kostengünstigen Prozessen und hoher Dienstleistungsqualität auf der einen Seite und sozial angemessenen Lohn- und Gehaltsentwicklungen für die Beschäftigten auf der anderen Seite bewältigen zu können.

In einen reinen Preiswettbewerb ohne soziale Aspekte wird die FACTUR nicht eintreten, weil damit keine nachhaltigen Erfolge zu erzielen sind. Sicherlich erfolgt hieraus eine zusätzliche Ergebnisbelastung, langfristig wird sich nach unserer Einschätzung diese Strategie im umkämpften Arbeitsmarkt der Zukunft durchsetzen.

Aus den vorgenannten Entwicklungen leitet die FACTUR Chancen ab und blickt zuversichtlich in die unternehmerische Zukunft. Insgesamt wird mit einer positiven Entwicklung für 2024 gerechnet.

 

Aachen, den 10. April 2024

FACTUR Billing Solutions GmbH

Die Geschäftsführung

Karl-Heinz Hatzig

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.106,00 110.357,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 299.000,00 299.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 17.002,64 16.500,00
415.108,64 425.857,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen (2) 0,00 1.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.519.535,05 980.264,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 117.576,89 2.390,88
3. Forderungen gegen Gesellschafter 27.647.571,14 21.641.187,08
4. Sonstige Vermögensgegenstände 20.201,78 132.081,71
29.304.884,86 22.755.924,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (4) 1.981,28 1.343,79
29.306.866,14 22.758.268,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 108.398,41 78.001,77
29.830.373,19 23.262.127,00

Passiva

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital (5)
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 416.914,33 416.914,33
466.914,33 466.914,33
B. Rückstellungen (6)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.818.903,00 18.770.210,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.857.111,36 2.135.644,25
23.676.014,36 20.905.854,25
C. Verbindlichkeiten (7)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.089,89 1.068.059,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.301,83 124.269,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.919.596,09 131.878,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 617.456,69 565.150,91
5.687.444,50 1.889.358,42
29.830.373,19 23.262.127,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse (8) 33.445.721,46 29.625.200,06
2. Bestandsveränderung unfertige Leistungen (9) -1.000,00 -24.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 138.683,63 206.238,02
4. Materialaufwand (11)
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.463.812,91 6.330.326,30
5. Personalaufwand (12)
a) Gehälter 11.841.159,98 11.348.009,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.309.564,65 16.150.724,63 2.390.684,04
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 40.390,71 122.251,03
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 4.028.378,90 3.891.639,68
Betriebsergebnis 4.900.097,94 5.724.527,84
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 223,15 0,00
9. Sonstige Zinserträge 195.990,12 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (14) 176.003,31 665.667,63
11. Ergebnis nach Steuern 4.920.307,90 5.058.860,21
12. Sonstige Steuern (15) 1.812,00 2.380,00
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne (16) 4.918.495,90 5.056.480,21
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der FACTUR Billing Solutions GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Sie hat ihren Sitz in Aachen und ist unter der Nummer HRB 11740 im Handelsregister B des Amtsgerichts Aachen eingetragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und planmäßig linear abgeschrieben. Aktivierte Software sowie Lizenzen werden über die planmäßige Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt.

Die aktivierte Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über die planmäßige Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahre (bis 2008 degressiv und ab 2008 linear) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter im Wert bis 250,00 EUR gelangen sofort in den Aufwand. Zugänge zu den Geringwertigen Anlagegütern im Wert zwischen 250,01 und 800,00 EUR werden im Zugangsjahr sofort voll abgeschrieben. Die Bilanzierung erfolgt analog § 6 Abs. 2a EStG. Unter den Finanzanlagen ist die Beteiligung (Wilken PRO GmbH, Ulm) mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Ausleihungen an Mitarbeiter werden mit einem abgezinsten Wert bilanziert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert.

Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode. Dabei wurde unter Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 253 (2) Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,82 % unterstellt sowie Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,0 % und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 % berücksichtigt Es wurde eine unternehmensindividuelle Fluktuationsannahme berücksichtigt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der in den Rückstellungen enthaltene Zinsanteil ist im Zinsaufwand ausgewiesen.

Der Verpflichtungswert zum 31.12.2023 der Pensionsverpflichtung ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 21.137 TEUR. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB beträgt 318 TEUR.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtung erfolgt nach der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode. Dabei wurde unter Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 253 (2) Satz 2 HGB ein Zinssatz von 1,74 % unterstellt sowie Gehaltssteigerungen von 2,5 % p.a. die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,25 %. Die Fluktuationsquote wurde nach der EON spezifischen Fluktuationstabelle unternehmensindividuell berechnet. Zudem wurde die Sterbetafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der in den Rückstellungen enthaltene Zinsanteil ist im Zinsaufwand ausgewiesen.

Der Verpflichtungswert zum 31.12.2023 der Jubiläumsverpflichtung ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt 103 TEUR.

Für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sonstige Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden in fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anschaffungswerte
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 158.352,95 0,00 0,00 158.352,95
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 1.028.932,46 0,00 0,00 1.028.932,46
1.187.285,41 0,00 0,00 1.187.285,41
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 756.083,53 29.139,71 0,00 785.223,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 299.000,00 0,00 0,00 299.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 16.500,00 5.000,00 4.497,36 17.002,64
315.500,00 5.000,00 4.497,36 316.002,64
2.258.868,94 34.139,71 4.497,36 2.288.511,29
Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 158.352,95 0,00 0,00 158.352,95
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 1.028.932,46 0,00 0,00 1.028.932,46
1.187.285,41 0,00 0,00 1.187.285,41
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.726,53 40.390,71 0,00 686.117,24
1.833.011,94 40.390,71 0,00 1.873.402,65
Buchwerte
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.357,00 99.106,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 299.000,00 299.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 16.500,00 17.002,64
315.500,00 316.002,64
425.857,00 415.108,64

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Es besteht zum 31.12.2023 eine Beteiligung an der Wilken PRO GmbH.

Gesellschaft Sitz Höhe der Beteiligung Eigenkapital * Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Wilken PRO GmbH Ulm 49,0 150 * 62

* Werte zum 31.12.2022

(2) Vorräte

Unter den unfertigen Leistungen werden noch nicht abgerechnete Leistungen in Höhe von 0 € (Vorjahr 1.000 €) ausgewiesen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Dienstleistungsabrechnungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Dienstleistungsabrechnungen gegenüber der Regionetz GmbH und E.V.A. GmbH.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die alleinige Gesellschafterin STAWAG, die gleichzeitig ein verbundenes Unternehmen ist, und gliedern sich wie folgt: Das Cash-Pooling wurde zum 1. Dezember 2015 auf ein zweistufiges Verfahren umgestellt. Aus diesem Grund führt die FACTUR ihre liquiden Mittel direkt an die Gesellschafterin STAWAG ab.

Bilanz 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Forderungen gegen Gesellschafter EUR EUR EUR %
STAWAG
Forderungen aus
Cash - Pooling 26.703.086,09 25.692.952,48 1.010.133,61
Dienstleistungsabrechnung 766.480,17 958.588,57 -192.108,40
anrechenbare Zinsabschlagsteuer 178.004,88 178.004,88 0,00
27.647.571,14 26.829.545,93 818.025,21
abzüglich Verbindlichkeiten
für Gewinnabführung 0,00 -5.056.480,21 5.056.480,21
für Material/Fahrtkosten 0,00 -131.878,64 131.878,64
0,00 -5.188.358,85 5.188.358,85
27.647.571,14 21.641.187,08 6.006.384,06 27,8

Zur besseren Übersichtlichkeit wurde mit Wirkung für das Jahr 2023 auf eine Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter verzichtet. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden insbesondere Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR) ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(4) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Aufgrund der Einbeziehung zum konzernweiten Cash-Poolings im STAWAG Konzern bestehen zum Abschlussstichtag keine Guthaben bei Kreditinstituten (Vorjahr: 0 TEUR) mehr.

(5) Eigenkapital

Am gezeichneten Kapital ist die Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Aachen (STAWAG) als alleinige Gesellschafterin beteiligt.

(6) Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Personalverpflichtungen und werden zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Dienst- und Beratungsleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 112 TEUR (Vorjahr: 124 TEUR) gegen die Regionetz GmbH, Aachen, und haben eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen mit 4.919 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR) gegen die Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Aachen (STAWAG), und haben in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 132 TEUR) eine Mitzugehörigkeit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sind in Höhe von 4.918 TEUR (Vorjahr: 5.056 TEUR unter Forderungen ausgewiesen) der Gewinnabführung zugehörig.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen mit 397 TEUR (Vorjahr: 311 TEUR) um abzuführende Umsatzsteuer, mit 197 TEUR (Vorjahr: 181 TEUR) um Lohn- und Kirchensteuer und mit 22 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) um Verpflichtungen aus Sozialversicherung.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitsspiegel und liegen wie im Vorjahr alle unter einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die über den Ausweis in der Bilanz hinausgehen, bestehen im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen gegenüber der STAWAG und Regionetz, EDV-Leistungen gegenüber der regio iT und Dienstleistungen gegenüber der E.V.A. Diese Verpflichtungen betragen 5.219 TEUR für das Jahr 2024 und rd. 5.277 TEUR für das Jahr 2025.

31.12.2023 davon mit Restlaufzeiten
Verbindlichkeitenspiegel Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.089,89 38.089,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 112.301,83 112.301,83 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.919.596,09 4.919.596,09 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 617.456,69 617.456,69 0,00 0,00
davon aus Steuern 593.456,80 593.456,80 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21.834,08 21.834,08 0,00 0,00
Verbindlichkeiten insgesamt 5.687.444,50 5.687.444,50 0,00 0,00
31.12.2022 davon mit Restlaufzeiten
Verbindlichkeitenspiegel Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.068.059,72 1.068.059,72 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124.269,15 124.269,15 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 131.878,64 131.878,64 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 565.150,91 565.150,91 0,00 0,00
davon aus Steuern 491.165,65 491.165,65 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.555,26 5.555,26 0,00 0,00
Verbindlichkeiten insgesamt 1.889.358,42 1.889.358,42 0,00 0,00

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen, die ausschließlich im Inland erzielt wurden, resultieren 19.932 TEUR (Vorjahr: 18.885 TEUR) mit verbundenen Unternehmen.

(9) Bestandsveränderungen

Unter den Bestandsveränderungen werden die noch nicht gegenüber der Regionetz GmbH abgerechneten Leistungen über - 1 TEUR (Vorjahr - 24 TEUR) ausgewiesen.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) enthalten.

(11) Materialaufwand

Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Aufwendungen für EDV-Kosten, Portokosten und Dienstleistungen für Projektbetreuung und Beratung. Von den bezogenen Leistungen entfallen 47 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) auf verbundene Unternehmen.

(12) Personalaufwand

Der Personalaufwand resultiert aus der Beschäftigung von durchschnittlich 223 Angestellten (Vorjahr: 227) davon 155 Vollzeit (Vorjahr: 165) und 68 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 62) (ohne Geschäftsführung). Die Aufwendungen zur Altersversorgung betragen 2.268 TEUR (Vorjahr: 308 TEUR) und betreffen im Wesentlichen die Zuführung zur Pensionsrückstellung.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Mieten von Geschäftsräumen, Beratungs- und Kommunikationsaufwand sowie sonstige Verwaltungskosten. Der Aufwand mit verbundenen Unternehmen beträgt 1.915 TEUR (Vorjahr: 1.943 TEUR).

(14) Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinserträge bestehen mit 196 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) im Wesentlichen aus Zinsen aus Cash-Pooling.

In den Zinsaufwendungen sind die Zinsanteile von 172 TEUR (Vorjahr: 656 TEUR) aus Rückstellungszuführungen für Pensionsverpflichtungen, für Jubiläumsverpflichtungen 0 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) und für Energiepreisvergünstigungen 4 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) ausgewiesen.

(15) Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern ist Kraftfahrzeugsteuer mit 2 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) enthalten.

(16) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Das Ergebnis in Höhe von 4.918 TEUR (Vorjahr: 5.056 TEUR) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die STAWAG abgeführt.

Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG

Für die Regionetz GmbH und Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) werden Prozessdienstleistungen erbracht in den Bereichen Kundenservice, Ablesung, Abrechnung, Zahlungs- und Forderungsmanagement, Marktkommunikation sowie Systembetreuung und Weiterentwicklung, in Höhe von 11.055 TEUR (Vorjahr: 10.889 TEUR) mit der Regionetz und in Höhe von 8.742 TEUR (Vorjahr: 7.896 TEUR) mit der STAWAG. Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Gebäudemieten, Kraftfahrzeugkosten sowie Fremdleistungen- und lieferungen enthalten, davon insgesamt fallen auf die STAWAG 918 TEUR (Vorjahr: 925 TEUR) und 93 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR) auf die Regionetz GmbH. Weiterhin beinhaltet der sonstige betriebliche Aufwand 903 TEUR (Vorjahr: 929 TEUR), die im Rahmen der Dienstleistungserbringung der E.V.A. entstanden sind. Die E.V.A. erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen einschließlich Controlling, Beschaffung, Personal, Recht, Gebäudemanagement, Revision und Informationstechnologie. Die regio IT erbringt Dienstleistungen im Rahmen der IT-Infrastruktur, IT-Arbeitsplatzausstattung, IT-Applikationen, IT-Beratung und Projektbetreuung. Im Materialaufwand sind hierfür Kosten in Höhen von 4.513 TEUR (Vorjahr: 4.278 TEUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Die Angaben der im Geschäftsjahr erfassten Honorare nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang der E.V.A.

Der Jahresabschluss der FACTUR wird in den Konzernabschluss der E.V.A. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der E.V.A. werden im Unternehmensregister unter der Nummer HRB 956 veröffentlicht.

Auf die Angabe der gewährten Gesamtbezüge für die Tätigkeit des Geschäftsführers im Berichtsjahr wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft ist im steuerlichen Organkreis der E.V.A. einbezogen. Latente Steuern werden beim Organträger ausgewiesen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten.

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Karl-Heinz Hatzig, hauptberuflich Geschäftsführer der FACTUR.

 

Aachen, den 10. April 2024

FACTUR Billing Solutions GmbH

Karl-Heinz Hatzig

Tätigkeitsabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Aktiva

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.669,47 28.282,29
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 3.854,33 4.203,10
28.523,80 32.485,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 0,00 640,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.303,11
3. Forderungen gegen Gesellschafter 6.395.489,73 5.511.544,75
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.028,63 33.849,90
5. Forderungen gegenüber anderen Tätigkeiten 2.072.648,20 2.340.920,39
8.473.166,56 7.887.618,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 493,18 344,39
8.473.659,74 7.888.603,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.982,53 19.990,29
8.529.166,07 7.941.078,92

Abbildung 1: Bilanz Elektrizitätsverteilung Aktiva

Passiva

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.446,00 12.814,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 103.778,32 106.846,80
116.224,32 119.660,80
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.173.248,42 6.813.135,31
2. Sonstige Rückstellungen 667.830,38 544.512,10
7.841.078,80 7.357.647,41
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.885,43 233.401,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.954,17 31.847,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 325.237,58 33.797,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 148.785,77 164.723,95
571.862,95 463.770,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
8.529.166,07 7.941.078,92

Abbildung 2: Bilanz Elektrizitätsverteilung Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember

Elektrizitätsverteilung 2023 Elektrizitätsverteilung 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 6.897.400,80 6.976.831,78
2. Bestandsveränderung unfertige Leistungen -622,30 -15.376,80
3. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,00
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.406.464,24 1.044.463,09
5. Personalaufwand
a) Gehälter 2.555.002,11 2.739.510,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.673.833 685.425
4.228.834,85 3.424.935,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.464,69 30.209,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 866.793,47 985.564,87
Betriebsergebnis 386.221,26 1.476.282,72
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 0,00 0,00
9. Sonstige Zinserträge 33.842,40 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.721,59 402.648,14
10. Ergebnis nach Steuern 325.342,07 1.073.634,58
11. Sonstige Steuern 378,35 589,46
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 324.963,72 1.073.045,11
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Abbildung 3: Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung

Aktiva

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.957,16 12.554,21
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.711,93 1.865,71
12.669,09 14.419,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 0,00 284,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 578,44
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.840.612,83 2.446.516,82
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.233,51 15.025,62
5. Forderungen gegenüber anderen Tätigkeiten 920.584,87 1.039.109,97
3.763.431,20 3.501.230,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 219,05 152,87
3.763.650,25 3.501.668,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.984,53 8.873,48
3.788.303,88 3.524.961,52

Abbildung 4: Bilanz G-Verteilung Aktiva

Passiva

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.528,00 5.688,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 46.094,05 47.428,17
51.622,05 53.116,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.186.061,17 3.024.279,20
2. Sonstige Rückstellungen 296.622,72 241.703,20
3.482.683,88 3.265.982,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.040,23 103.604,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.416,09 14.136,86
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 144.457,12 15.002,51
4. Sonstige Verbindlichkeiten 66.084,50 73.119,23
253.997,94 205.862,94
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
3.788.303,88 3.524.961,52

Abbildung 5: Bilanz G-Verteilung Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember

Gasverteilung 2023 Gasverteilung 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 3.063.541,03 2.711.014,21
2. Bestandsveränderung unfertige Leistungen -276,40 1.769,09
3. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,00
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 624.693,42 368.601,29
5. Personalaufwand
a) Gehälter 1.134.826,59 1.170.455,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 743.447,48 364.613
1.878.274,07 1.535.068,53
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.759,66 16.625,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 384.993,92 395.650,53
Betriebsergebnis 171.543,56 396.837,54
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 0,00 0,00
9. Sonstige Zinserträge 15.031,40 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.071,42 278.653,73
10. Ergebnis nach Steuern 144.503,53 118.183,81
11. Sonstige Steuern 168,05 258,66
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 144.335,49 117.925,15
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Abbildung 6: Gewinn- und Verlustrechnung Gasverteilung

Aktiva

Messstellenbetrieb 2023 Messstellenbetrieb 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.619,35 2.847,21
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 565,48 423,13
4.184,83 3.270,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 0,00 64,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 131,19
3. Forderungen gegen Gesellschafter 938.306,62 554.853,50
4. Sonstige Vermögensgegenstände 737,77 3.407,71
5. Forderungen gegenüber anderen Tätigkeiten 304.086,10 235.663,13
1.243.130,50 794.055,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 72,36 34,67
1.243.202,85 794.154,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.958,71 2.012,45
1.251.346,40 799.437,48

Abbildung 7: Bilanz Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme Aktiva

Passiva

Messstellenbetrieb 2023 Messstellenbetrieb 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.826,00 1.290,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 15.225,71 10.756,39
17.051,71 12.046,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.052.414,56 685.886,10
2. Sonstige Rückstellungen 97.979,94 54.816,65
1.150.394,50 740.702,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.253,16 23.496,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.101,26 3.206,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 47.716,84 3.402,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.828,93 16.582,95
83.900,19 46.688,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
1.251.346,40 799.437,48

Abbildung 8: Bilanz Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme Passiva

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember

Messstellenbetrieb 2023 Messstellenbetrieb 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.011.943,91 702.365,62
2. Bestandsveränderung unfertige Leistungen -91,30 -1.548,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,00
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 206.347,72 105.147,29
5. Personalaufwand
a) Gehälter 374.854,08 275.789,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 245.574 69.002
620.428,45 344.792,14
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.241,89 3.041,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 127.170,57 99.217,94
Betriebsergebnis 56.663,99 148.619,07
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 0,00 0,00
9. Sonstige Zinserträge 4.965,15 1,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.896,96 40.535,05
10. Ergebnis nach Steuern 47.732,17 108.085,02
11. Sonstige Steuern 55,51 59,34
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 47.676,66 108.024,68
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Abbildung 9: Gewinn- und Verlustrechnung Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme

Ergänzende Angaben der FACTUR Billing Solutions GmbH zur Rechnungslegung nach § 6 Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr 2023

Vorbemerkung

Gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG haben Unternehmen, die i. S. v. § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, mit der Erstellung des Jahresabschlusses für jeden der in § 6 b Abs. 3 S. 1 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche eine für Kapitalgesellschaften Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, aufzustellen. Gem. § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG sind dabei in der internen Rechnungslegung die Regeln der Zuordnung einschließlich der angewandten Abschreibungsmethoden anzugeben.

Die FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR) erbringt Dienstleistungen für die Verteilungstätigkeiten der mit ihr verbundenen Regionetz GmbH. Hieraus besteht die Verpflichtung zur Aufstellung eines Tätigkeitsabschlusses für die Elektrizitäts- und Gasverteilung. Zusätzlich erfolgt der Ausweis von Dienstleistungen für die von der Regionetz ausgeprägte Tätigkeit des grundzuständigen Messstellenbetriebs für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme Elektrizität" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG (kurz: Messstellenbetrieb).

Vorgehensweise bei der Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse

(1) Zugrunde gelegter Jahresabschluss

Die Ermittlung des Tätigkeitsabschlusses nach § 6b Abs. 3 EnWG ist auf Grundlage des Jahresabschlusses der FACTUR des abgeschlossenen Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erfolgt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Tätigkeiten entsprechen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im handelsrechtlichen Jahresabschluss der FACTUR. Diesbezüglich verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses der FACTUR.

(2) Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden

(a) Abschreibungsmethoden

Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Geringwertige Anlagegüter bis einschließlich 250,00 EUR werden sofort als Aufwand behandelt. Zugänge zu den geringwertigen Anlagegütern im Wert zwischen 250,01 und 800,00 EUR werden im Zugangsjahr sofort voll abgeschrieben.

(b) Zuordnungsregeln

In den Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt die Zuordnung von Aufwands- und Ertragspositionen in Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug vorliegt oder eine direkte Zuordnung mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, auf Basis eines sach- und verursachungsgerechten Schlüsselkonzeptes. Diesem liegt zum einen eine geschäftsfeldbezogene Arbeitszeiterhebung je Mitarbeiter und Organisationseinheit zu Grunde (Mitarbeiterschlüssel), in der jährlich überprüft wird, in welchem Umfang die den Kostenstellen zugeordneten Mitarbeiter für verschiedene Geschäftseinheiten tätig sind.

Zudem kommt im Bereich der Overhead- bzw. Verwaltungskosten der Verwaltungsschlüssel (VW Schlüssel) zur Anwendung, der die prozentuale Zuordnung der Tätigkeiten in dem Bereich Verwaltung auf die einzelnen Geschäftsfelder abbildet. Das Ergebnis ist eine Verteilungsmatrix unter Einbeziehung folgender (Ziel-)Geschäftsbereiche:

Betriebsführung Regionetz

Betriebsführungen (ohne Regionetz)

Sonstige Tätigkeiten

Die der Betriebsführung Regionetz zugeordneten Aufwands- und Ertragspositionen bzw. Aktiv- und Passivpositionen werden in einem zweiten Schritt sowohl in den Tätigkeiten- Gewinn- und Verlustrechnungen als auch in den Tätigkeiten-Bilanzen über einen übergeordneten Schlüssel (Tätigkeiten Schlüssel) weiter aufgeteilt, nämlich auf die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, Messstellenbetrieb und die sonstigen Tätigkeiten.

Der Tätigkeiten Schlüssel leitet sich aus dem Jahresabschluss des Leistungsempfängers Regionetz GmbH ab. Er entspricht der dort vorgenommenen Aufteilung der Aufwendungen für die FACTUR Betriebsführungsleistungen des Geschäftsjahres 2023 auf die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, Messstellenbetrieb und sonstige Tätigkeiten.

Im Rahmen der Bilanzerstellung für die Verteilungstätigkeiten wird entsprechend üblicher fachlicher Praxis und in Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechnungslegungsstandards verfahren. Hierbei werden die Schlussbilanzsalden zunächst nach ihren Einzelbestandteilen analysiert, und je nach Inhalt zunächst auf das Geschäftsfeld und in der Folge dem Tätigkeiten-Schlüssel zugeordnet.

Bei Aufwendungen und Erträgen sowie Vermögensgegenständen und Schulden, deren Ausprägung und Entwicklung in einem engen Sachzusammenhang stehen, wird durch die Anwendung sich entsprechender Zuordnungs- und Verteilungsregeln eine höchstmögliche Konsistenz erzielt. Dies gilt z.B. für Aufwände, die im Zusammenhang mit dem Pensionsaufwand stehen und der daraus resultierenden Rückstellung.

Die Zuordnung der in den Finanzanlagen erfassten Sonstige Ausleihungen auf das Geschäftsfeld Betriebsführung Regionetz (spartenübergreifend) erfolgt unter Verwendung des Mitarbeiterschlüssels. Für die Ermittlung der Anteile für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb wird der übergeordnete Tätigkeiten Schlüssel herangezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen aufgrund direkter Zuordnung ausschließlich auf die sonstigen Sparten.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen aufgrund direkter Zuordnung ausschließlich auf die sonstigen Sparten.

In der Position Forderungen gegen Gesellschafter sind Cash-Pooling Forderungen gegenüber unserer Gesellschafterin STAWAG und sonstige Forderungen enthalten. Für die Aufteilung der Cash-Pooling Forderungen auf die Geschäftsfelder kommt der VW Schlüssel zur Anwendung, die Forderungen aus der Ergebnisabführung richten sich nach der auf die Tätigkeiten entfallenden Gewinnanteile.

Die Forderungen gegenüber anderen Tätigkeiten beinhalten den Kapitalausgleichsposten und beruhen auf der Aufteilung der Bilanz der FACTUR auf Sparten. Der Kapitalausgleichsposten entspricht dem Unterschied zwischen den sich für die Aktiv- und die Passivseite der Bilanzen im Tätigkeitsabschluss summarisch ergebenden Werten.

Die Zuordnung des Kassenbestands und der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgen mit dem VW Schlüssel.

Die auf das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen entfallenden Bestandteile des Eigenkapitals werden mit dem VW Schlüssel den Geschäftsfeldern zugeordnet, innerhalb des Geschäftsfeld Betriebsführung Regionetz kommt der Tätigkeiten Schlüssel zur Anwendung.

Die Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen.

Die Zuordnung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des Umsatzes der einzelnen Geschäftsbereiche, in denen die Mitarbeiter mit einer entsprechenden Pensionszusage tätig sind.

Die Schlüsselung der sonstigen Rückstellungen erfolgt bei den mitarbeiterbezogenen Rückstellungen (Vergütung Urlaub, Tantiemen und Erfolgsprämien, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Jubiläen, EPV) mit dem Mitarbeiterschlüssel, korrespondierend zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung verwendeten Schlüssel. Bei den Rückstellungen ohne Mitarbeiterbezug (Aufbewahrungspflichten, ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss und Sonstiges) wird der VW Schlüssel angewendet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden, sofern keine direkte Zuordnung zu den Geschäftsbereichen möglich ist, mit dem Mitarbeiterschlüssel zugeordnet.

Für die Aufteilung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird der VW Schlüssel herangezogen.

In der Position Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, sind Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin STAWAG und Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung enthalten. Für die Aufteilung der Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin kommt der VW Schlüssel zur Anwendung, die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung richtet sich nach der auf die Tätigkeiten entfallenden Gewinnanteile.

Die nicht direkt zuordenbaren Anteile der in den sonstigen Verbindlichkeiten erfassten mitarbeiterbezogenen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer-Zahllast werden mittels des Mitarbeiterschlüssels und des VW Schlüssels auf die Geschäftsfelder verteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FACTUR Billing Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FACTUR Billing Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FACTUR Billing Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "Grundzuständiger Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme Elektrizität" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Duisburg, den 10. April 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Lickfett, Wirtschaftsprüferin

Pentschev, Wirtschaftsprüfer

Mit Beschluss der 34. Gesellschafterversammlung der FACTUR Billing Solutions GmbH, Aachen, (FACTUR) wurde der Jahresabschluss 2023 am 15. Mai 2024 festgestellt.

Auszug aus der Niederschrift zur 34. Gesellschafterversammlung der FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR) am 15. Mai 2024 in den Geschäftsräumen der STAWAG, Raum 302

zu TOP 3: Terminierung des Zahlungsausgleichs aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 16.10.2008 zwischen der STAWAG und der FACTUR

Der aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 16.10.2008 abzuführende Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 4.918.495,90 € und trägt den Bestätigungsvermerk der PKF Fasselt Partnerschaft mbB, Duisburg.

Die Gesellschafterversammlung nimmt die Abführung des Gewinns in Höhe von 4.918.495,90 € spätestens 7 Werktage nach endgültiger Feststellung zur Kenntnis.

 

Aachen, 15. Mai 2024

gez. Wilfried Ullrich, Vorsitzender

gez. Karl-Heinz Hatzig, Geschäftsführer

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