Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 79958
Vorher
European Oxo GmbHOxea GmbHOQ Chemicals GmbH
Eingetragen
19.8.2003
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, die Vermarktung, der Vertrieb und der An- und Verkauf von Chemikalien aller Art, insbesondere von Oxo C3 Produkten wie u. a. n- und iso-Butyraldehyd, n- und iso-Butanol sowie 2-Ethylhexanol.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bastian Kuhl
seit 20.11.2025
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Carolina Pricking
seit 22.10.2020
Prokura
Christoph Balzarek
seit 12.7.2018
Prokura
Thomas Wüller
seit 24.1.2018
Prokura
Hans-Peter Imkamp
seit 21.2.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OXEA Holding GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OQ Chemicals GmbH

Monheim am Rhein

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 1.117.141,77 1.378.708,68
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.769,73 38.227,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 290.113,83 502.860,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.391,81 225.556,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 621.705,64 1.234.944,37
1.131.981,01 2.001.588,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 478.137.286,28 479.377.286,28
2. Beteiligungen 84.992,78 84.992,78
478.222.279,06 479.462.279,06
480.471.401,84 482.842.576,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 71.747.631,63 122.159.609,33
2. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren 56.510.980,37 92.209.297,55
128.258.612,00 214.368.906,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.933.278,16 32.735.857,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 160.591.777,60 57.887.806,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.611.955,47 9.200.723,39
201.137.011,23 99.824.386,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.479.698,28 27.471.583,63
335.875.321,51 341.664.877,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 753.922,13 595.076,29
817.100.645,48 825.102.530,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 46.753.022,02 46.753.022,02
III. Gewinnrücklagen 23.338.700,02 23.338.700,02
71.091.722,04 71.091.722,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.581.041,53 35.089.784,09
2. Sonstige Rückstellungen 21.534.487,57 22.045.692,56
56.115.529,10 57.135.476,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.164.640,64 68.209.918,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 633.874.268,49 627.002.195,60
3. Sonstige Verbindlichkeiten 854.485,21 1.663.217,44
davon aus Steuern EUR 261.992,15 (Vj. TEUR 417)
689.893.394,34 696.875.331,59
817.100.645,48 825.102.530,28

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 734.252.076,27 1.178.153.042,54
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 797.780.760,58 1.111.832.701,92
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -63.528.684,31 66.320.340,62
4. Vertriebskosten 8.037.243,02 13.973.054,91
5. Allgemeine Verwaltungskosten 19.412.043,39 21.400.653,88
6. Sonstige betriebliche Erträge 11.735.448,06 21.353.901,34
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 9.641.114,55 (Vj. TEUR 17.012)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.177.613,69 27.796.206,99
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 8.083.685,44 (Vj. TEUR 15.307)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB EUR 202.683,44 (Vj. TEUR 203)
33.891.452,04 41.816.014,44
8. Erträge aus Beteiligungen 14.527.175,75 130.917,41
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 14.527.175,75 (Vj. TEUR 131)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 340.848,75 102.373,12
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 72.812,79 (Vj. TEUR 76)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.739.689,25 29.430.596,54
davon an verbundene Unternehmen EUR 27.338.678,02 (Vj. TEUR 26.357)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 636.849,00 (Vj. TEUR 579)
-17.871.664,75 -29.197.306,01
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 126.388,50 263.707,00
12. Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung -115.418.189,60 -4.956.686,83
13. Ertrag aus Verlustübernahme -115.418.189,60 -4.956.686,83
14. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A - Grundlagen

Die OQ Chemicals GmbH hat ihren Sitz in Monheim und wird beim Amtsgericht Düsseldorf im Handelsregister unter der Nummer HRB 79958 geführt.

Die OQ Chemicals GmbH gehört zum OQ Konzern. Gesellschafterin mit 100 % der Anteile ist die OQ Chemicals Holding GmbH mit Sitz in Monheim am Rhein, welche wiederum indirekt zu 100 % von der Oman Oil Holding Europe B.V., Herikerbergweg 88, 1101 CM, Amsterdam/Niederlande, kontrolliert wird. Oberste Konzerngesellschaft ist die OQ S.A.O.C., Muscat/Sultanat Oman, die sich über die Oman Investment Authority (OIA) zu 100 % im Besitz der Regierung des Sultanats Oman befindet.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung, die Vermarktung, der Vertrieb und der An- und Verkauf von Chemikalien aller Art, insbesondere von Oxo C3 Produkten wie u. a. n- und iso-Butyraldehyd, n- und iso-Butanol sowie 2-Ethylhexanol.

Die OQ Chemicals GmbH hat mit Datum vom 9. März 2007 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. März 2007 mit der OQ Chemicals Holding GmbH, Monheim am Rhein, geschlossen. Danach wurde die Geschäftsführung der OQ Chemicals GmbH der Leitung und den Weisungen der OQ Chemicals Holding GmbH gem. § 308 AktG unterstellt. Es besteht eine umsatzsteuerliche, gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der OQ Chemicals International Holding GmbH, Monheim am Rhein, als oberster Organträgerin.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Absatz 1, 266ff HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 3 HGB).

B - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten soweit nicht auf Änderungen im Folgenden hingewiesen wird.

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen:

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Folgende Nutzungsdauern für planmäßige Abschreibungen werden zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer: in Jahren bis 2013
Bauten auf fremden Grundstücken 11 bis 35 11 bis 35
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 40 5 bis 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Anlagen 10 bis 30 3 bis 25

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Im Berichtsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen (Vorjahr: € 0,00). Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungswerten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet und dieser linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen:

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Vorräte:

Bei den Vorräten sind fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Waren auf Grund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie in einer Bilanzposition zusammengefasst. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.

Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode (§ 256 Satz 2 i. V. m. § 240 Abs. 4 HGB) ermittelt. Als Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Aufwendungen für allgemeine Verwaltung, soziale Einrichtungen des Betriebes und freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens sowie für betriebliche Altersversorgung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Abschläge auf Vorräte ergeben sich neben einem Preisrückgang der Absatzprodukte (verlustfreie Bewertung) auch durch niedrigere Wiederbeschaffungskosten der Rohstoffe. Wertaufholungen werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem verbleibenden allgemeinen Ausfallrisiko sowie dem Zinsverlust wird wie im Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1 % der Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die im Rahmen des Asset Backed Securities (ABS) Programms verkauften Forderungen werden aus der Bilanz ausgebucht, sobald OQ Chemicals GmbH das wirtschaftliche Eigentum an den Käufer übertragen hat.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. Langfristige Vermögensgegenstände in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten:

Die Bilanzierung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert bzw. bei Fremdwährungskonten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten:

Als aktive Rechnungsabgrenzung werden vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläen:

Die Pensionsrückstellungen sowie die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsleistungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G der Heubeck GmbH) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) bzw. für Jubiläum auf 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre (Jubiläum: 7 Jahre) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Pensionsrückstellungen betragen zum Jahresende € 34.581.041,53 (Vorjahr: € 35.089.784,09). Dieser Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung folgender Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- bzw. Rentenniveaus ermittelt worden:

in % 31.12.2023 31.12.2022
Gehaltstrend 3,00 3,00
Beitragsbemessungsgrenze-Trend 2,75 2,75
Rententrend 2,20 2,20

Darüber hinaus wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten zwischen 0 % und 12,5 % in die Berechnungen einbezogen.

Der Unterschiedsbetrag aus der Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,83 % bzw. eines 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,75 %) beträgt zum Stichtag nach § 253 Abs. 6 HGB T€ 465 (Vorjahr: T€ 2.169).

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist nicht ausschüttungsgesperrt.

Bei der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Bestimmungen ist ein Unterschiedsbetrag i. H. v. € 5.213.212,00 entstanden, der über 15 Jahre bis zum Jahr 2024 linear zugeführt wird (Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB und Verteilung des Unterschiedsbetrags über 15 Jahre). Aufgrund der im Geschäftsjahr 2016 vollzogenen Ausgliederung des Teilbetriebes "Standortservices" und der Ausgliederung des "Produktionsbereiches" wurde ein anteiliger Unterschiedsbetrag i. H. v. € 1.231.341,45 an die übernehmenden Rechtsträger übertragen. Der nach der Ausgliederung des Teilbetriebes "Standortservices" sowie des "Produktionsbereiches" zum Übertragungsstichtag 1. Juli 2016 verbliebende Unterschiedsbetrag i. H. v. € 1.722.812,34 wird mit einem Betrag von € 202.683,44 p.a. nach BilRUG der Rückstellung zugeführt. Der Aufwand aus der Zuführung wird im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Der ausstehende Zuführungsbetrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf € 202.683,47 (Vorjahr: € 405.366,91).

Wie im Vorjahr werden die Effekte aus der Auf- und Abzinsung der Pensionsrückstellungen im Finanzergebnis sowie die Effekte aus der Zinsänderung im Personalaufwand gezeigt.

Sonstige Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Rückstellungen für Restrukturierung wurden gebildet, sofern einzelne Maßnahmen hinreichend konkret waren und bereits eine faktische Verpflichtung zur Restrukturierung bestand.

Aufgrund einer im Dezember 2009 geschlossenen Betriebsvereinbarung können seit dem 1. Januar 2010 Mitarbeiter auf einem vom Unternehmen geführten Konto Arbeitszeiten und Gehaltsbestandteile einbringen, um sich diese zu einem späteren Zeitpunkt in Form von Freizeit wieder auszahlen zu lassen (Demografiefonds). Die Guthaben der Mitarbeiter werden in Rückdeckungsversicherungen angelegt, die dem Zugriff des Unternehmens und seiner Gläubiger entzogen sind. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte wertpapiergebundene Versorgungszusage im Sinne des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB, die entsprechend zum beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen) gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zu bewerten ist. Der Zeitwert, der im Übrigen den Anschaffungskosten einschließlich einer vorhandenen Überschussbeteiligung entspricht, beträgt € 1.511.588,51 (Vorjahr: € 1.318.952,58). Die mit den Aufwendungen aus der Verpflichtung zu verrechnenden Erträge aus der Rückdeckungsversicherung betragen € 1.917,45 (Vorjahr: € 7.189,58).

Verpflichtung und Deckungsvermögen sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Ausweis zu verrechnen. Da sie in gleicher Höhe bestehen, kommt es zu einem Null-Ausweis in der Bilanz.

Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum oder dem jeweils höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern:

Aufgrund der steuerlichen Organschaft sind auf Ebene der Gesellschaft keine latenten Steuern auszuweisen.

Derivative Finanzinstrumente:

Derivative Finanzinstrumente werden zur Abdeckung von Währungskursrisiken aus gebuchten Grundgeschäften eingesetzt. Es wird kein Hedge Accounting durchgeführt.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Kunden realisiert.

C - Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen:

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (als Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Finanzanlagen:

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Eigenkapital
in €
Jahresergebnis
in €
Kapitalanteil
in %
Inland
OPG OQ Beteiligungs-GmbH, Oberhausen 13.820,41 110,58 100 %
OQ International GmbH, Monheim am Rhein 33.957.474,18 1.651.682,75 100 %
OQ Chemicals Produktion GmbH & Co. KG, Oberhausen 161.599.167,59 8.918.904,05 100 %
OQ Services GmbH, Oberhausen 8.338.430,77 1.609.844,32 100 %
German Pipeline Development Company GmbH, Gelsenkirchen 1 19.321.927,77 -397.972,82 30 %
Ausland
OQ Chemicals Holding Corporation, Houston, TX, USA2, 3 238.203.877,84 -3.966.856,58 100 %
OQ Chemicals Japan Ltd., Tokio, Japan 2, 3 5.837.336,21 -1.110.197,02 100 %
OQ Chemicals Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 2 16.820.028,44 -708.569,37 100 %
OQ Chemicals UK Ltd., Surrey/UK 2, 3 86.139,42 5.247,82 100 %
OQ Chemicals Singapore Pte Ltd., Singapore 2, 3 415.328,43 31.539,66 100 %
OQ Quimicos Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien 2, 3 60.176,00 2.008,51 50 %
Mittelbar Ausland
OQ Chemicals Bishop LLC, Houston, TX, USA 2, 3 10.813.639,91 2.188.629,90 100 %
OQ Chemicals Corporation, Houston, TX, USA 2, 3 190.860.184,90 27.960.327,49 100 %
OQ Advanced Derivatives Nanjing Ltd., Nanjing, China 2, 3 36.477.592,89 3.242.312,83 100 %
OQ Services LLC, Houston, TX, USA 2, 3 17.376.342,45 -2.808.638,80 100 %

1 Vorläufige Daten.
2 Rechnungslegung IFRS (International Financial Reporting Standards).
3 Die Umrechnung der in fremder Währung geführten Jahresabschlüsse erfolgte zu Mittelkursen zum Abschlussstichtag als Durchschnitt von Geld- und Briefkurs - bzw. zu monatlichen Durchschnittkursen.

Die OQ Chemicals GmbH hält folgende Minderheitsbeteiligung an einer Entwicklungsgesellschaft in Deutschland:

Name der Gesellschaft Anteil
in €
Studiengesellschaft Kohle GmbH, Mülheim an der Ruhr 1.335,00

Das gesamte Eigenkapital der Beteiligung beträgt zum 31.12.2023 € 30.829,77.

Vorräte:

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in € 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 71.747.631,63 122.159.609,33
Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren 56.510.980,37 92.209.297,55
Gesamt 128.258.612,00 214.368.906,88

Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren wurden aufgrund der Produktionsstruktur in der chemischen Industrie zu einer Position zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag wurden Abwertungen auf den beizulegenden Wert i. H. v. € 37.136.976,75 (Vorjahr: € 9.531.315,59) vorgenommen. Hiervon entfallen € 31.520.484,37 auf die Abwertung von Rhodium.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2023 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 32.933.278,16 (Vorjahr: € 32.735.857,42).

Die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 40.000,00 (Vorjahr: € 40.000,00). Für das allgemeine Ausfallrisiko sowie den Zinsverlust wurde eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. € 365.000,00 (Vorjahr: € 345.000,00) gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen € 160.591.777,60 (Vorjahr: € 57.887.806,01). Diese resultieren mit € 19.032.969,84 (Vorjahr: € 35.437.102,39) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, mit € 19.350.000,00 (Vorjahr: € 360.000,00) aus kurzfristigen Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr sowie mit € 122.208.807,76 (Vorjahr: € 22.090.703,42) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Letztere beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag i. H. v. € 115.418.189,60 (Vorjahr: € 4.956.686,83), die mit dem Intercompany Darlehen der OQ Chemicals Holding Zwei GmbH im September 2024 verrechnet wurden. Weiterhin beinhalten die Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen aus Versicherungen i. H. v. € 1.575.810,74 (Vorjahr: € 1.267.787,03) und die Umsatzsteuerforderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft für den Monat Dezember 2023 i. H. v. € 5.002.999,80 (Vorjahr: € 2.809.954,64).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin i. H. v. € 115.421.125,66 (Vorjahr: € 4.964.084,62) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. € 7.611.955,47 (Vorjahr: € 9.200.723,39) enthalten im Wesentlichen Ansprüche auf im Rahmen des ABS-Programms vom Ankäufer einbehaltene Reserven i. H. v. € 7.210.093,83 (Vorjahr: € 8.265.815,86). Weiterhin enthalten sind ein debitorischer Kreditorenposten i. H. v. € 3.781,91 (Vorjahr: € 310.395,64), geleistete Anzahlungen i. H. v. € 292.063,42 (Vorjahr: € 473.917,43), Umsatzsteuerforderungen Ausland i. H. v. € 13.464,38 (Vorjahr: € 53.439,49), Forderungen gegen Belegschaft sowie eine Vielzahl weiterer Einzelsachverhalte.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten:

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. € 753.922,13 (Vorjahr: € 595.076,29) sind zum Stichtag im Wesentlichen Ausgaben für Softwarelizenzen sowie Beiträge und Gebühren ausgewiesen, die Aufwand späterer Perioden darstellen und über die individuellen Zeiträume ratierlich aufgelöst werden.

Eigenkapital:

Das gezeichnete Kapital der OQ Chemicals GmbH beträgt unverändert € 1.000.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage i. H. v. € 46.753.022,02 ist unverändert zum Vorjahr. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresfehlbetrag i. H. v. € 115.418.189,60 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag i. H. v. € 4.956.686,83) von der OQ Chemicals Holding GmbH ausgeglichen.

Die Gewinnrücklagen i. H. v. € 23.338.700,02 (Vorjahr: € 23.338.700,02) beinhalten andere Gewinnrücklagen aus der Übergangsvorschrift BilMoG i. H. v. € 901.552,51 (Vorjahr: € 901.552,51).

Sonstige Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. € 21.534.487,57 (Vorjahr: € 22.045.692,56) betreffen im Wesentlichen die personalbezogenen Verpflichtungen wie Bonusaufwendungen für Mitarbeiter mit € 667.822,41 (Vorjahr: € 1.521.585,00), andere Personalverpflichtungen mit € 892.071,78 (Vorjahr: € 899.505,19), Kundenbonifikationen mit € 3.806.277,97 (Vorjahr: € 3.585.230,55), ausstehende Rechnungen mit € 12.581.787,20 (Vorjahr: € 10.019.669,39), Rückstellungen für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften mit € 117.584,40 (Vorjahr: € 2.225.496,27) sowie Verpflichtungen gegenüber der German Pipeline Development Company GmbH, Gelsenkirchen, und deren Gesellschafter mit € 48.379,63 (Vorjahr: € 54.185,18).

Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen i. H. v. € 2.860.453,00 (Vorjahr: € 2.473.447,98), die Personalkosten betreffen.

Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen i. H. v. € 55.164.640,64 (Vorjahr: € 68.209.918,55). Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in € 31.12.2023 31.12.2022
Finanzverbindlichkeiten 606.065.013,88 597.705.942,58
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.387.314,08 14.886.849,02
Sonstige Verbindlichkeiten 6.421.940,53 14.409.404,00
Gesamt 633.874.268,49 627.002.195,60

Von den Verbindlichkeiten entfallen € 432.228.665,24 (Vorjahr: € 459.448.771,65) auf die Gesellschafterin OQ Chemicals Holding GmbH.

In den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind hauptsächlich Zinsen aus Intercompany Darlehen enthalten.

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, außer ein Intercompany Darlehen i. H. v. € 42.554.379,78 €, das eine Laufzeit von 1 - 5 Jahren hat. Pfandrechte und ähnliche Besicherungsrechte der Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag nicht.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 854.485,21 (Vorjahr: € 1.663.217,44) - sämtlich wie im Vorjahr mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr - werden u. a. die Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitorenposten i. H. v. € 533.107,38 (Vorjahr: € 124.018,52), Lohnsteuer i. H. v. € 184.113,51 (Vorjahr: € 231.916,64) sowie Umsatzsteuer Ausland i. H. v. € 77.878,64 (Vorjahr: € 185.183,01) und Zahlungseingänge von Kunden i. H. v. € 0,00 (Vorjahr: € 990.565,48) ausgewiesen, die an den Vertragspartner des ABS-Programms weiterzuleiten sind.

Haftungsverhältnisse:

Zum Bilanzstichtag sind wesentliche Teile des Anlagevermögens, der Beteiligungen, der gewerblichen Schutzrechte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Vorräte sowie der Guthaben bei Kreditinstituten im Rahmen der bestehenden Gruppenfinanzierungsverträge des OQ Chemicals Konzerns verpfändet bzw. sicherungsübereignet.

Darüber hinaus bestehen zwei Finanzgarantien für Risiken im Zusammenhang mit der Beteiligung an der German Pipeline Development Company GmbH, Gelsenkirchen, über zusammen € 9.933.333,34 (Vorjahr: € 9.933.333,34).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Neben den Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich wie folgt zusammensetzen:

in € 31.12.2023 31.12.2022
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen
• fällig im ersten Jahr davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 0,00 (VJ: € 0,00) 4.997.645,25 6.576.322,31
• fällig im zweiten bis fünften Jahr davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 0,00 € (VJ: € 0,00) 2.472.562,93 3.990.895,52
Gesamt 7.470.208,18 10.567.217,83

Die Miet- und Leasingverträge bestehen im Wesentlichen aus der Anmietung von Containern und Kesselwagen. Hauptgrund hierfür ist die Optimierung unseres Working Capital und operative Notwendigkeiten.

Seit 2015 besteht mit einem Standortpartner ein langfristiger Produktliefervertrag, der innerhalb des nächsten Jahres (bis 2025) zu fixen Mittelabflüssen von jährlich rund € 12.257.004,00,00 führen wird und vorerst im Jahr 2025 letztmalig von € 4.085.668,00. Für die Verlängerung des Vertrages sind bereits Verhandlungen aufgenommen worden, die Konditionen und die Laufzeit stehen derzeit noch nicht fest. Es werden in den nächsten Jahren Aufwendungen in vergleichbarer Höhe wie in den Vorjahren erwartet. Sofern die jährliche Abnahme aus dem Produktliefervertrag die vertraglich festgelegte Normalabnahme-Menge unterschreitet, kann es zu weiteren Liquiditätsabflüssen der Gesellschaft kommen. Zusätzlich besteht noch ein weiterer Liefervertrag mit der German Pipeline Development Co. GmbH der für das Geschäftsjahr 2024 zu weiteren fixen Mittelabflüssen i. H. v. € 2.020.000,00 führen wird.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene Geschäftsvorfälle:

Die OQ Chemicals GmbH hat mit der Weinberg Capital Designated Activity Company, Dublin/Irland, einen Vertrag über den revolvierenden Verkauf von Handelsforderungen im Rahmen eines Asset Backed Securities-Programms (ABS-Programm) abgeschlossen. Das Finanzierungsvolumen des Vertrages mit der Weinberg Capital Designated Activity Company kann zwischen US$ 5 bis US$ 15 Millionen und € 55 bis € 80 Millionen betragen. Per Ende Dezember 2023 waren die Finanzierungslimite auf US$ 5 Millionen sowie € 65 Millionen festgesetzt. Das Programm läuft bis Dezember 2026 und ist durch eine revolvierende Liquiditätslinie der Landesbank Baden-Württemberg unterstützt, die eine aktuelle Laufzeit bis Dezember 2026 hat. Die Finanzierungskosten belaufen sich auf den Markteinstand für die Emission kurzfristiger Commercial Papers zuzüglich einer Bankgebühr für die Verwaltung des Programms und die Bereitstellung der Liquiditätslinie. Für die im Rahmen eines Service Agreements erbrachten Dienstleistungen erhält die OQ Chemicals GmbH eine Service Fee.

Am Bilanzstichtag betrug das Finanzierungsvolumen € 45,3 Millionen (Vorjahr: € 43,5 Millionen) und US$ 2,3 Millionen (Vorjahr: US$ 6,2 Millionen). Die zum Bilanzstichtag veräußerten Handelsforderungen belaufen sich auf € 55,3 Millionen (Vorjahr: € 57,3 Millionen und führen zu einem vorgezogenen Liquiditätszufluss.

Derivative Finanzinstrumente:

Derivative Finanzinstrumente werden zur Abdeckung von Währungskursrisiken aus bereits realisierten und gebuchten Grundgeschäften eingesetzt. Die Marktwerte werden auf Basis von aktuellen EZB-Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge zum Bilanzstichtag bestimmt und durch die kontrahierenden Banken bestätigt. Eine Übersicht der Nominalverpflichtungen aus den Devisentermingeschäften der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

in € 31.12.2023 31.12.2022
Anspruch aus Devisentermingeschäften mit Restlaufzeit von unter einem Jahr 21.989.660,24 -872.727,35

Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um offene Kaufs- und Verkaufstermingeschäfte, die eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2024 haben. Sie dienen der Absicherung der Fremdwährungsforderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Marktwert (Zeitwert) der Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag beträgt € 323.258,15 (positiver Marktwert) bzw. € -117.584,40 (negativer Marktwert). In Höhe der negativen Marktwerte wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

Umsatzerlöse:

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

in € 2023 2022
Chemische Erzeugnisse 593.937.409,90 948.753.968,92
Handelswaren 105.688.772,68 132.700.675,16
Sonstige Erlöse 34.625.893,69 96.698.398,46
Gesamt 734.252.076,27 1.178.153.042,54

Aufgliederung nach Regionen:

in € 2023 2022
Deutschland 192.331.518,66 354.043.176,88
Europa 322.235.116,11 459.905.058,35
NAFTA 71.390.133,62 163.626.543,12
Asien 140.441.226,99 189.444.578,45
Afrika 2.460.527,41 4.414.694,66
Südamerika 5.393.553,48 6.718.991,08
Gesamt 734.252.076,27 1.178.153.042,54

In den Umsatzerlösen aus Handelswaren sind € 11.434.523,29 (Vorjahr: € 25.969.013,14) aus dem Verkauf von Rhodium enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge:

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. € 11.735.448,06 (Vorjahr: € 21.353.901,34) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. € 9.641.114,55 (Vorjahr: € 17.011.906,33). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. € 2.094.333,51 (Vorjahr: € 4.201.995,01) enthalten. Diese beinhalten die Auflösungen von Rückstellungen i. H. v. € 2.261.085,19 (Vorjahr: € 3.607.549,87), davon im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v. € 788.329,83 (Vorjahr: € 2.644.845,13), Restrukturierungsrückstellungen i. H. v. € 505.046,15 (Vorjahr: € 190.600,00), Rückstellungen für Bonus Mitarbeiter i. H. v. € 128.230,00 (Vorjahr: € 523.406,10). Des Weiteren sind in den periodenfremden Erträgen Gutschriften von Vertragspartnern i. H. v. € 163.077,32 (Vorjahr: € 594.445,14) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. € 18.177.613,69 (Vorjahr: € 27.796.206,99) sind insbesondere die Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten i. H. v. € 6.710.982,02 (Vorjahr: € 8.362.694,66) und die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. € 8.083.685,44 (Vorjahr: € 15.307.485,34) enthalten.

Des Weiteren sind Restrukturierungskosten i. H. v. € 1.847.495,62 (Vorjahr: € 1.653.895,82) sowie Aufwendungen aus den ABS Transaktionen i. H. v. € 1.263.698,80 (Vorjahr: € 1.684.953,98) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. € 34.558,70 (Vorjahr: € 554.226,62), diese betreffen vor allem Rechnungen von Lieferanten.

Erträge aus Beteiligungen:

Die Erträge aus Beteiligungen in 2023 betragen € 14.527.175,75 (Vorjahr: € 130.917,41). Diese betreffen Dividendenausschüttungen der Tochterunternehmen OQ Services GmbH, OQ Chemicals Japan und OQ Chemicals Singapore Pte Ltd. Im Vorjahr betrafen diese die Tochterunternehmen OQ Chemicals UK Ltd. und OQ Quimicos Brasil Ltda.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge:

Die Zinserträge i. H. v. € 340.848,75 (Vorjahr: € 102.373,12) betreffen vornehmlich die Guthabenverzinsung der laufenden Bankkonten und kurzfristiger Termingelder i. H. v. € 268.035,96 (Vorjahr: € 26.363,67) sowie aus kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen i. H. v. € 72.812,79 (Vorjahr: € 76.009,45).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen:

Die Zinsaufwendungen i. H. v. € 32.739.689,25 (Vorjahr: € 29.430.596,54) betreffen im Wesentlichen Zinsen an verbundenen Unternehmen i. H. v. € 27.338.678,02 (Vorjahr: € 26.356.553,64) sowie die Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung i. H. v. € 626.743,00 (Vorjahr: € 569.657,00) und von sonstigen langfristigen Rückstellungen i. H. v. € 10.106,00 (Vorjahr: € 9.324,00). Außerdem enthalten die Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzaufwendungen i. H. v. € 1.911.831,78 (Vorjahr: € 1.880.723,87) an die German Pipeline Development Company GmbH, Gelsenkirchen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

Die im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen hauptsächlich das Ergebnis der Betriebsstätte in Italien, die einer eigenständigen Ertragsbesteuerung unterliegt.

Materialaufwand:

in € 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 562.701.851,68 760.706.685,04
Aufwendungen für bezogene Leistungen 168.812.018,70 252.661.726,70
Gesamt 731.513.870,38 1.013.368.411,74

Personalaufwand/Mitarbeiter:

Art der Aufwendung
in €
2023 2022
Löhne und Gehälter 9.950.243,89 12.691.030,43
Soziale Abgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.140.340,34 7.257.242,87
- davon für Altersversorgung 2.749.062,75 5.769.675,27
Gesamt 14.090.584,23 19.948.273,30

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) beträgt:

2023 2022
Mitarbeiter Produktion 1 6
Mitarbeiter Verwaltung 54 50
Mitarbeiter Vertrieb 34 40
Gesamt 89 96

Honoraraufwand Abschlussprüfer:

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da diese im Konzernabschluss der Oman Oil Holding Europe B.V., Herikerbergweg 88, 1101 CM, Amsterdam/Niederlande, der im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht wird, enthalten ist.

D - Sonstiges

Gesellschafterin und Konzernabschluss:

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift gem. § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes in Anspruch.

Die OQ Chemicals GmbH wird in den Konzernabschluss der Oman Oil Holding Europe B.V., Herikerbergweg 88, 1101 CM, Amsterdam/Niederlande, einbezogen. Die Oman Oil Holding Europe B.V. stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und wird bei der Oman Oil Holding Europe B.V., Herikerbergweg 88, 1101 CM, Amsterdam/Niederlande erhältlich sein. Der Konzernabschluss der Oman Oil Holding Europe B.V. wird zudem in deutscher Sprache im Bundesanzeiger unter der OQ Chemicals International Holding GmbH, Monheim am Rhein, veröffentlicht. Die OQ Chemicals GmbH wird zudem in den Konzernabschluss der OQ S.A.O.C., Muscat/ Sultanat Oman, einbezogen. Die OQ stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Nachtragsbericht:

Aufgrund einer erheblichen Betriebsstörung bei einem Rohstofflieferanten erklärte OQ Chemicals Force Majeure ("Höhere Gewalt") für bestimmte Produkte, die am Standort Oberhausen hergestellt werden.

Am 27. Februar 2024 kam es in der Synthesegasproduktion eines Rohstofflieferanten auf dem Werksgelände von OQ Chemicals in Oberhausen zu einer signifikanten Betriebsstörung. Der Standortpartner produziert in Oberhausen technische Gase, darunter Synthesegas, das als Rohstoff an OQ Chemicals zur Weiterverarbeitung geliefert wird. Der Stillstand der Synthesegasproduktion führte zu Liefereinschränkungen bei den in Oberhausen hergestellten Produkten von OQ Chemicals und hat gut zwei Monate gedauert. Hieraus haben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von Vermögensgegenstände ergeben.

Im April 2024 erklärte der Anteilseigner der OQ Chemicals-Gruppe, die OQ S.A.O.C. in Muscat / Oman, dass sie entgegen vorherigen Zusagen eine Refinanzierung der OQ Chemicals-Gruppe nicht mit eigenen Finanzmitteln unterstützt. Dadurch wurde die nahezu unterschriftsreife Refinanzierung obsolet. Als Konsequenz nahm die OQ Chemicals-Gruppe im Juni 2024 zunächst eine neue Super Priority-Finanzierung in Höhe von € 78,9 Millionen auf, davon € 37,0 Millionen und US$ 45,2 Millionen. Im September 2024 verlängerte sie die bestehende langfristige Finanzierung sowie die bestehende kurzfristige Betriebsmittellinie bis Ende 2026. In diesem Zusammenhang erhöhte sich die Inanspruchnahme der langfristigen Finanzierung per Ende September auf € 555,4 Millionen sowie auf US$ 478,2 Millionen; die Höhe der Betriebsmittellinie verringerte sich von € 102,5 Millionen auf € 33,4 Millionen, die per Ende September vollständig in Anspruch genommen waren.

Mit Kaufvertrag vom 12. Dezember 2024 hat die Gesellschaft die Beteiligung an der OQ Chemicals Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande verkauft.

Im Rahmen einer Restrukturierungsvereinbarung stimmte der Anteilseigner OQ S.A.O.C. einem Verkaufsprozess zu, im Rahmen dessen ein neuer Eigentümer für die OQ Chemicals-Gruppe gesucht wird. Per Ende Dezember 2024 lief dieser Prozess noch.

Geschäftsführung:

Die Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 Herr Dr. Oliver Borgmeier und Herr Stefan Schmidt waren in der OQ Chemicals Holding GmbH angestellt. Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Personen Mitglieder der Geschäftsführung:

Dr. Oliver Borgmeier, technischer Geschäftsführer, Neuss, bis 29. Juli 2024

Stefan Schmidt, Finanzgeschäftsführer, Neuss, bis 31. Dezember 2023

Im Geschäftsjahr 2024 sind folgende Personen Mitglieder der Geschäftsführung:

Silvia Weppler, Finanzgeschäftsführerin, Frankenthal, ab 1. Januar 2024 bis 18. Juli 2024

Hans-Joachim Ziems, Geschäftsführer, Bergisch Gladbach, ab 6. Mai 2024

Elmar Geissinger, Finanzgeschäftsführer, München, ab 18. Juli 2024

Ergebnisverwendung:

Der erzielte Jahresfehlbetrag wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von der Gesellschafterin ausgeglichen.

 

Monheim am Rhein, 30. Dezember 2024

Hans-Joachim Ziems

Elmar Geissinger

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellkosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 16.059.423,13 0,00 474.739,39 386.903,05 15.971.586,79
16.059.423,13 0,00 474.739,39 386.903,05 15.971.586,79
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.790,33 0,00 0,00 0,00 71.790,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.268.420,42 0,00 1.125.767,62 0,00 2.142.652,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.928,70 5.483,36 4.313,84 2.251,77 474.349,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.234.944,37 0,00 224.083,91 -389.154,82 621.705,64
5.046.083,82 5.483,36 1.354.165,37 -386.903,05 3.310.498,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 479.377.286,28 0,00 1.240.000,00 0,00 478.137.286,28
2. Beteiligungen 84.992,78 0,00 0,00 0,00 84.992,78
479.462.279,06 0,00 1.240.000,00 0,00 478.222.279,06
500.567.786,01 5.483,36 3.068.904,76 0,00 497.504.364,61
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 14.680.714,45 635.273,14 461.542,57 14.854.445,02 1.117.141,77 1.378.708,68
14.680.714,45 635.273,14 461.542,57 14.854.445,02 1.117.141,77 1.378.708,68
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.563,19 2.457,41 0,00 36.020,60 35.769,73 38.227,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.765.559,96 212.746,63 1.125.767,62 1.852.538,97 290.113,83 502.860,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.371,75 48.900,27 4.313,84 289.958,18 184.391,81 225.556,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 621.705,64 1.234.944,37
3.044.494,90 264.104,31 1.130.081,46 2.178.517,75 1.131.981,01 2.001.588,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 478.137.286,28 479.377.286,28
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 84.992,78 84.992,78
0,00 0,00 0,00 0,00 478.222.279,06 479.462.279,06
17.725.209,35 899.377,45 1.591.624,03 17.032.962,77 480.471.401,84 482.842.576,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell der OQ Chemicals GmbH

Die OQ Chemicals GmbH ist eine deutsche operative Gesellschaft im Konzern der Oman Oil Holding Europe B.V., Amsterdam/Niederlande, und wurde in 2003 gegründet. Sie betätigt sich auf dem Gebiet der Entwicklung, der Herstellung, der Vermarktung, dem Vertrieb und dem An- und Verkauf von Chemikalien aller Art, insbesondere von Oxo C3 Produkten wie u. a. n- und iso-Butyraldehyd, n- und isoButanol sowie 2-Ethylhexanol.

Seit dem 6. Dezember 2013 gehört die OQ Chemicals Gruppe (im Folgenden auch "OQ Chemicals") zu 100 % zur OQ S.A.O.C, Muscat/Oman (OQ), die sich über die Oman Investment Authority (OIA) zu 100 % im Besitz der Regierung des Sultanats Oman befindet.

Als international vertretenes Chemieunternehmen sind wir in allen wichtigen Märkten präsent. Spezialisiert auf Oxo-Produkte und Derivate wie Alkohole, Polyole, Carbonsäuren, spezielle Ester und Amine, gehören wir in diesem Marktsegment zu den Marktführern auf dem europäischen und amerikanischen Kontinent.

Unser Ziel ist es, das Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu gehört, dass wir unsere Position in Europa und Nordamerika weiter ausbauen und gleichzeitig unsere globale Position verbessern. Der Ausbau unseres Produktportfolios gehört genauso dazu wie neue Produktionsstätten und die Stärkung unseres Vertriebs. Basis hierfür sind nicht zuletzt unsere internationale Aufstellung und unsere Verbindungen zu unseren Geschäftspartnern.

1.2. Nachhaltigkeit bei OQ Chemicals

Wir verstehen uns als nachhaltiges Unternehmen, das die drei Wirkungskreise des Nachhaltigkeitskonzeptes ganzheitlich durch viele Facetten und Projekte in den Bereichen ökologische Verantwortung, soziale Kompetenz und ökonomische Stärke verwirklicht.

Für uns ist die Gleichwertigkeit der drei Wirkungskreise die Basis für die erfolgreiche Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes.

Alle Bereiche entlang der Wertschöpfungskette sind in das ganzheitliche Konzept eingebunden und wirken bei der kontinuierlichen Verbesserung aktiv mit. So nutzen wir die Innovationen unserer Mitarbeiter durch unser IMPULSE-Programm (Ideenmanagement), um weitere nachhaltige Ideen zu generieren.

Dem ökonomischen Grundprinzip folgend - effizient und schonend mit allen Ressourcen umzugehen - basiert unser Geschäftsmodell darauf, dass alle unsere Anlagen im Produktionsverbund effektiv verknüpft sind.

Unser langfristiges, wirtschaftlich orientiertes Handeln verbunden mit Innovationen und Investitionen bildet die Basis sicherer Arbeitsplätze, finanzieller Stabilität des Unternehmens und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

Unsere ökologische Verantwortung umfasst den Schutz von Mensch und Umwelt - bei OQ Chemicals weltweit. Durch unsere Methoden zur Risikobewertung versuchen wir, mögliche Risiken unserer Produkte und Verfahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Wir tragen aktiv zum globalen Klimaschutz bei, indem wir unsere Produktionsprozesse kontinuierlich optimieren, energieeffiziente Technologien einsetzen und ressourcenschonende Verfahren entwickeln. Unsere innovativen Ansätze zielen darauf ab, den CO^-Fußabdruck unserer Anlagen zu minimieren und die Umweltbelastung nachhaltig zu reduzieren.

Neben dem hohen Innovationspotenzial von OQ Chemicals können sich unsere Geschäftspartner zudem auf unsere langjährige Erfahrung, die konstant hohe Qualität unserer Produkte sowie unsere verlässliche Lieferkette verlassen. Wir stellen sicher, dass alle Anforderungen mit höchster Sorgfalt und unter Einhaltung unserer Nachhaltigkeitsziele erfüllt werden. Diese Faktoren machen OQ Chemicals zu einem zuverlässigen Partner am Markt.

Der globale Klimawandel und seine Folgen sind eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Über die Klimaziele von OQ Chemicals inklusive der Ziele zur Senkung unserer Abfälle, unseres Energieverbrauchs berichten wir in unserem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts. Unser Konzernweites Programm reduce beschäftigt sich dediziert mit unserem Ziel und Weg bis Mitte zum Jahr 2045 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden.

Um die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken und bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu werden, hat OQ Chemicals ein unternehmensweites Projekt unter Einbezug verschiedener Fachgremien und Arbeitskreise ins Leben gerufen.

OQ Chemicals beteiligt sich aktiv an den weltweiten und europäischen Bemühungen hinsichtlich nachhaltiger Chemie. Nach unserem Selbstverständnis als Teil der Weltgemeinschaft befürworten wir die Prinzipien verantwortlichen unternehmerischen Handelns (Corporate Social Responsibility - CSR) und streben nach deren Umsetzung. Dabei setzen wir bewusst bestimmte, für die B2B-Zusammenarbeit entwickelte Instrumente aus diesem Bereich ein und bewerten unsere Nachhaltigkeitsperformance jährlich mithilfe der EcoVadis-Plattform und -Bewertung. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde OQ Chemicals mit einer "Goldmedaille" von EcoVadis ausgezeichnet.

1.3. Forschung und Entwicklung

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum der OQ Services GmbH trägt mit fachlichem Know-how und experimenteller Arbeit sowohl zu marktorientierten Geschäftsentwicklungsinitiativen als auch zur Weiterentwicklung der Produktionsverfahren der OQ Chemicals bei, und legt dabei besondere Schwerpunkte auf zukünftige nachhaltige Prozesse und Produkte.

Die beiden Hauptfunktionen der OQ Chemicals bestehen in der Optimierung vorhandener Produktionsverfahren sowie der Unterstützung der Anwendungsentwicklung für die Produkte der OQ Chemicals. Die Entwicklung und die Beurteilung alternativer, nachhaltigerer und ergänzender Produktionsverfahren sind mittelfristige Ziele, genau wie die Entwicklung ausgewählter neuer Produkte zur Erfüllung der Marktbedürfnisse. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum baut sein Netzwerk an Partnern in Hochschulen und in der Industrie kontinuierlich aus, um gemeinsam Ziele zu erreichen. Dies schließt auch die Teilnahme an Innovationsprogrammen mit Fördermitteln von öffentlichen Stellen mit ein.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum betreibt ein Labor und Miniplant-Anlagen am Standort Oberhausen.

Im Geschäftsjahr 2023 wendete die OQ Chemicals für unterstützende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten € 6,7 Millionen (Vorjahr: € 9,3 Millionen) auf, hiervon betreffen € 5,5 Millionen (Vorjahr: € 7,5 Millionen) die OQ Chemicals GmbH. Im Jahresdurchschnitt waren 34 Mitarbeiter (Vorjahr: 35 Mitarbeiter) im Forschungs- und Entwicklungszentrum tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Entwicklung der Weltwirtschaft und der chemischen Industrie

Bei der Analyse der weltwirtschaftlichen Entwicklung bezieht sich OQ Chemicals auf Zahlenangaben und Prognosen renommierter Institutionen wie u.a. der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der EU Kommission und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Mehr als drei Jahre nachdem die Weltwirtschaft den größten Schock der letzten 75 Jahre erlitten hat, sehen wir weiterhin Wachstumsunterschiede zwischen den Regionen. Nach einer anfänglich starken Erholung vom Tiefpunkt der COVID-19-Pandemie hat sich das Tempo der Erholung verlangsamt. Die Erholung wird durch mehrere Faktoren gebremst. Einige spiegeln die langfristigen Folgen der Pandemie, des Krieges in der Ukraine und der zunehmenden geoökonomischen Fragmentierung wieder. Andere sind eher konjunkturell bedingt, darunter die Auswirkungen der zur Senkung der Inflation notwendigen geldpolitischen Straffung, die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung und extreme Wetterereignisse. Trotz der Anzeichen wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit zu Beginn dieses Jahres und der Fortschritte bei der Senkung der Gesamtinflation bleibt die Wirtschaftstätigkeit im Allgemeinen hinter den Prognosen vor der Pandemie zurück, insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Die stärkste Erholung unter den großen Volkswirtschaften war in den Vereinigten Staaten zu verzeichnen, wo das BIP im Jahr 2023 über dem Niveau vor der Pandemie liegen wird. Der Euroraum hat sich erholt, wenn auch weniger stark, und die Produktion liegt immer noch 0,5 % unter den Projektionen für die Zeit vor der Pandemie, was auf die stärkere Gefährdung durch den Krieg in der Ukraine sowie auf einen Anstieg der Energieimportpreise zurückzuführen ist. In China tragen die pandemiebedingte Verlangsamung im Jahr 2022 und die Krise im Immobiliensektor zu den größeren Produktionsverlusten von etwa 5,2 % im Vergleich zu den Prognosen vor der Pandemie bei. In anderen Schwellen- und Entwicklungsländern ist die Erholung noch schwächer ausgefallen, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen, wo die Produktionsverluste im Durchschnitt mehr als 6,5 % betragen. Höhere Zinssätze und abgewertete Währungen haben die Schwierigkeiten der einkommensschwachen Länder verschärft, so dass mehr als die Hälfte von ihnen entweder stark gefährdet oder bereits in Schwierigkeiten ist.

Das Wachstum im Euroraum ist im dritten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal um 0,1 % gesunken. Die Unsicherheit hat mit der Verschlechterung der geopolitischen Lage weiter zugenommen. Zukunftsweisende Indikatoren für Stimmung und Vertrauen haben sich verschlechtert. Die erwarteten Verbesserungen im dritten Quartal 2023 haben sich verflüchtigt, da die Produktion im verarbeitenden Gewerbe weiter zurückging, während sich das Vertrauen und die Produktion im Dienstleistungssektor abschwächten. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor angespannt, und die Zahl der offenen Stellen liegt nur geringfügig unter ihrem jüngsten Höchststand. Die europäischen Unternehmen haben die Energiekrise gut überstanden, was zum Teil auf den starken Rückgang der Energienachfrage zurückzuführen ist.

Das BIP-Wachstum im Euro-Raum für 2023 verlangsamte sich weiter auf 3,1 %, nach 3,5 % im Jahr 2022.

Die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie blickt auf ein besonders schwieriges Jahr zurück. Die Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung haben sich nicht erfüllt. Die gesamte deutsche Wirtschaft leidet unter dem schwachen Geschäftsklima und strukturellen Problemen. Insgesamt ist die chemisch-pharmazeutische Produktion im Jahr 2023 um 8,0 % gesunken. Ohne das Pharmageschäft lag der Rückgang bei 11,0 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend Aufträge. Mit durchschnittlich rund 77 % waren die Kapazitäten der Industrie nicht ausgelastet. Mit rund € 230,0 Milliarden lag der Umsatz der Branche um 12 % niedriger als noch 2022. Besonders ausgeprägt war der Rückgang im Inlandsgeschäft, wo der Umsatz um 16 % auf € 86 Milliarden zurückging. Der Auslandsumsatz belief sich auf € 144 Milliarden und lag damit 10 % unter dem Vorjahreswert. Auch die sinkenden Preise für Chemikalien trugen zu dem Umsatzrückgang bei. Im Jahr 2023 lagen die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte im Durchschnitt rund 1 % niedriger als ein Jahr zuvor.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland verzeichnete im Jahr 2024 eine moderate Erholung. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stieg die Produktion um 3,5 %, wobei insbesondere das Pharmageschäft eine Schlüsselrolle spielte und mit einem Umsatzwachstum von 6 % den Sektor stützte. Der Gesamtumsatz der Branche wird voraussichtlich um 1,5 % auf etwa 231 Milliarden Euro zulegen, trotz eines leichten Rückgangs der Erzeugerpreise um durchschnittlich 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt die Kapazitätsauslastung mit rund 78 % unter dem Normalwert, was die weiterhin vorhandenen strukturellen Herausforderungen verdeutlicht. Während das Auslandsgeschäft leichte Zuwächse verzeichnete, zeigte sich das Inlandsgeschäft weiterhin schwach, mit einem Umsatzrückgang von 5 %. Die hohen Energiepreise und eine anhaltende bürokratische Belastung stellen dabei zentrale Standortprobleme dar, die auf eine notwendige politische Unterstützung hinweisen.

2.1.2. Märkte und Standorte

Die OQ Chemicals ist ein weltweit agierender Hersteller von Oxo-Intermediates und Oxo-Derivaten, wie Aldehyde, Alkohole, Polyole, Carbonsäuren, Spezialitätenester und Amine. Die OQ Chemicals unterhält weltweit sechs Produktionsstandorte, davon zwei in Deutschland (Oberhausen, Marl), zwei in den USA (Bay City, Bishop), einen in den Niederlanden (Amsterdam) und einen in China (Nanjing) sowie mehrere dezentrale Verkaufsbüros/Tochtergesellschaften in Houston, Tokio, Singapur, Mexiko-Stadt, Shanghai und São Paulo.

Die OQ Chemicals ist in der Produktion von Carbonsäuren und in nahezu allen anderen Produktlinien unter den führenden Herstellern der Welt zu finden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erzielte die OQ Chemicals GmbH im Bereich des Chemiegeschäftes rund 68 % (Vorjahr: 66 %) der Umsatzerlöse in Europa sowie 10 % in Nordamerika (NAFTA) (Vorjahr 15 %), 21 % (Vorjahr: 18 %) im Asiatisch-Pazifischen-Raum, 1 % in Südamerika. Die Umsätze aus dem Chemiegeschäft machen rund 95 % der gesamten Umsätze aus. Aus den sonstigen Umsatzerlösen, im Wesentlichen aus dem Servicegeschäft in Deutschland, resultieren rund 5 %.

2.2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das EBITDA in Prozent vom Umsatz.

Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren sowie anderer wesentlicher Kennzahlen verweisen wir auf das Kapitel 2.4.1. Ertragslage.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die im Folgenden erläuterten Erfolgsfaktoren setzen wir zurzeit nicht im Sinne quantifizierter Zielvorgaben zur Steuerung unseres Unternehmens ein. Sie sind jedoch für uns von wesentlicher Bedeutung und haben deshalb großen Einfluss auf unser unternehmerisches Handeln.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der OQ Chemicals ist unsere Produktionstechnologie. Kontinuierlich arbeiten wir daran, unsere Anlagen und die chemischen Verfahren zu optimieren. So sorgen wir für eine höhere Produktivität und Effektivität - bei gleichbleibender Qualität sowie Sicherheit für Mensch und Umwelt.

Auf Grundlage unserer langfristigen strategischen Ziele haben wir in den letzten Jahren verstärkt in die Optimierung und die Erhaltung der Produktionsanlagen investiert, um unsere Produkte zu verbessern und Produktionsabläufe zu optimieren. Im Berichtsjahr lag die Auslastung unserer Produktionsanlagen in Europa bei 48,8 % (Vorjahr: 61,0 %). Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen zukünftig Einsparungen bei CO 2 Ausstoß zu realisieren und unseren Energieverbrauch effizienter zu gestalten. Darüber hinaus investieren wir laufend in die Verbesserung der Sicherheit unserer Anlagen.

Sicherheit spielt bei OQ Chemicals eine wichtige Rolle. Denn so, wie wir für die Qualität unserer Produkte in der Verantwortung stehen, tragen wir die Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Nachbarinnen und Nachbarn sowie den Schutz der Umwelt. Jede Investition in unsere Anlagen geht deshalb immer einher mit der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen. Dabei arbeiten wir mit den Behörden und unabhängigen Sachverständigen zusammen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Sachen Sicherheit kontinuierlich weitergebildet.

Für ergänzende Informationen hierzu verweisen wir auf die Kapitel Nachhaltigkeit bei OQ Chemicals (Kapitel: 1.2.), und Mitarbeiter (Kapitel: 2.4.4.) sowie auf das Kapitel Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (Kapitel: 2.4.6.).

2.3. Geschäftsverlauf der OQ Chemicals Gruppe

Ein schwaches externes Umfeld kennzeichnete die chemische Industrie im Jahr 2023. Der rückläufige Trend, insbesondere in der europäischen Chemieindustrie, der in der zweiten Jahreshälfte 2022 begann, setzte sich auch 2023 fort. Die für das zweite Halbjahr 2023 prognostizierte Erholung der globalen Chemieindustrie ist nicht eingetreten. Die weltweite Chemieproduktion ohne China ging im dritten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter zurück. Die europäische Chemieproduktion wurde durch die hohe Inflation, steigende Zinssätze und die im Vergleich zu anderen Regionen ungünstigen Gaspreise beeinträchtigt. Auch in den USA schwächte sich die Nachfrage nach Chemikalien in der zweiten Jahreshälfte 2023 entsprechend der prognostizierten Weichlandung der US-Wirtschaft ab. Der allgemeine Abbau von Lagerbeständen zum Jahresende in der Branche war auch im vierten Quartal zu beobachten.

Die Absatzmengen und Finanzergebnisse wurden durch die oben erwähnte Verschlechterung des Umfelds und der Großstillstände an unseren beiden wichtigsten Produktionsstandorten Oberhausen, Deutschland, und Bay City, USA beeinflusst. Infolgedessen sank der Absatz im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf 805 kt.

Das Geschäftsjahr 2023 war mit einem EBITDA von € 93,0 Millionen eines der schwächsten Jahre in der Geschichte der Gruppe, gekennzeichnet durch eine schwache Nachfrage und eine Kombination verschiedener außerordentlicher, einmaliger Ereignisse, die sich negativ auf die Ergebnisse auswirkten.

2.4. Ergebnisentwicklung der OQ Chemicals GmbH

2.4.1. Ertragslage

Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsatzerlöse lagen mit € 734,3 Millionen stark unter dem Vorjahreswert von € 1,2 Milliarden. Die Umsatzerlöse im Bereich des Chemiegeschäftes lagen mit € 699,6 Millionen ebenfalls unter dem Vorjahreswert von € 1.081,5 Millionen.

Der Rückgang des Umsatzes mit Dritten ist insbesondere auf die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage der deutschen Chemieindustrie zurückzuführen. Insgesamt war das Verkaufsvolumen in 2023 niedriger als erwartet und lag mit 17,0 % unter dem Vorjahr.

Die Margen-Leistungen der Geschäftsbereiche der Intermediate und Derivate lagen aufgrund der gesunkenen Nachfrage und gestiegenen Kosten sowohl hinter den Erwartungen für 2023 als auch gegenüber dem Vorjahr.

Der Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten um € 2,0 Millionen auf € 19,4 Millionen beruht vor allem auf rückläufige Personalkosten und Fremdarbeiten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um € 9,6 Millionen auf € 11,7 Millionen ist im Wesentlichen auf die um € 7,4 Millionen niedrigere Erträgen aus der Währungsumrechnung sowie auf die um € 2,3 Millionen niedrigeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 9,6 Millionen auf € 18,2 Millionen ist insbesondere auf die im Vergleich zum Vorjahr um € 7,2 Millionen rückläufigen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung zurückzuführen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 3,3 Millionen auf € 32,7 Millionen angestiegen, im Wesentlichen aus Zinsen aus dem ABS-Programm in Höhe von € 1,9 Millionen sowie aus Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1,0 Millionen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag aufgrund der beschriebenen Entwicklungen im Geschäftsjahr mit € -82,0 Millionen und einer EBITDA-Marge von -13,1 % deutlich unter dem Wert des Vorjahres von € 25,6 Millionen (Vorjahr: EBITDA-Marge von 2,2 %).

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Verlust vor Ergebnisübernahme in Höhe von € 115,4 Millionen erzielt. Im Vorjahr belief sich der Verlust vor Ergebnisübernahme auf € 5,0 Millionen.

Plan/Ist Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren:

Ist 2023 Prognose für 2023
Umsatz -37,7 % -1 - -3 %
EBITDA (in % vom Umsatz) -13,1 % ca. 3 - 5 %

Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen in der chemischen Industrie lag das Jahr 2023 deutlich unter den Erwartungen. Die schwache Nachfrage nach Industriegütern und entsprechend geringe Anforderungen an Vorleistungen aus der Chemieindustrie, kombiniert mit einem anhaltenden Importdruck aus China, führten dazu, dass die Produktion in der EU und insbesondere in Deutschland auf einem niedrigen Niveau verblieb. Der Rückgang der Produktion aufgrund von Energiekosten in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 konnte in diesem schwierigen Umfeld nicht ausgeglichen werden. Obwohl die Gaspreise im Jahr 2023 wieder unter das Niveau vor Beginn des Ukraine-Krieges sanken, blieben sie im internationalen Vergleich hoch.

Die wesentlichen Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

€ Tausend 2023 2022
Nettoumsatzerlöse 754.252 1.178.153
Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) -81.994 25.645
EBITDA-Marge (%) -11,2 % 2,2 %
Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT) -97.420 24.504
Zinsergebnis -17.872 -29.197
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung -115.418 -4.957
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung in Prozent vom Umsatz -15,7 % -0,4 %

2.4.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um € 8,0 Millionen auf € 817,1 Millionen gesunken.

Innerhalb des Anlagevermögens dominieren nach wie vor die Finanzanlagen. Ihr Buchwert ist im Vergleich zum Vorjahr um € 1,2 Millionen auf € 478,2 Millionen gesunken.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine wesentlichen Investitionen im Sachanlagevermögen statt (Vorjahr: € 0,8 Millionen).

Der Rückgang der Vorräte um € 86,1 Millionen auf € 128,3 Millionen ist im Wesentlichen auf ein diszipliniertes Bestands-Management zurückzuführen, wodurch wir unsere Bestände stark verringern konnten. Zusätzlich führte der außerordentlich gesunkene Katalysatoren-Preis (Rhodium) in der zweiten Hälfte 2023 von € 372 Tausend pro kg auf € 130 Tausend pro kg dazu, dass wir hohe Bewertungsanpassungen durchführen mussten. Zum Jahresende waren 421,5 kg Rhodium im Bestand. Die, im Vergleich zu 2022, wieder gesunkenen Energiekosten, hatten ebenfalls Einfluss auf die anzusetzenden Fixkosten der vorhandenen Bestände.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 0,2 Millionen auf € 32,9 Millionen leicht angestiegen. Darin enthalten ist ein Sondereffekt von € 1,1 Millionen Forderungen über Instandhaltungsarbeiten an den Standortbetreiber in Marl.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um € 102,7 Millionen auf € 160,6 Millionen angestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich um € 16,4 Millionen, davon € 15,0 Millionen gegenüber ausländischen verbundenen Unternehmen. Dahingehend sind die Forderungen aus kurzfristigen Darlehen um € 19,0 Millionen auf € 19,4 Millionen und die sonstigen Forderungen an verbundene Unternehmen um € 100,1 Millionen auf € 122,2 Millionen angestiegen. Letztere beinhaltet Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag i. H. v. € 115,4 Millionen (Vorjahr: € 5,0).

Die flüssigen Mittel sanken um € 21,0 Millionen auf € 6,5 Millionen. Die Veränderung der flüssigen Mittel als Teil des Finanzmittelfonds ist in den Darstellungen zur Finanzlage erläutert.

Die Rückstellungen für Pensionen betrugen zum Bilanzstichtag € 34,6 Millionen nach € 35,1 Millionen im Vorjahr. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Abzinsungsfaktors für Pensionsverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 0,5 Millionen auf € 21,5 Millionen gesunken. Wesentliche Veränderungen ergeben sich aus um € 2,9 Millionen höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, gegensätzlich hierzu sind die Rückstellungen für Bonuszahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr um € 1,7 Millionen niedriger als im Vorjahr.

In Summe sanken die Verbindlichkeiten um € 7,0 Millionen von € 696,9 Millionen auf € 689,9 Millionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um € 13,0 Millionen und belaufen sich nunmehr auf € 55,2 Millionen (Vorjahr: € 68,2 Millionen).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Wesentlichen aufgrund folgender Effekte um € 6,9 Millionen auf € 633,9 Millionen erhöht:

Zunahme der Finanzverbindlichkeiten um € 8,4 Millionen im Wesentlichen aus langfristigen Darlehen gegenüber der OQ Chemicals Corporation in Höhe von US$ 47,0 Millionen. Gegensätzlich hierzu ist das kurzfristige Darlehen gegenüber der Gesellschafterin OQ Chemicals Holding GmbH um € 27,5 Millionen auf € 429,9 Millionen gesunken.

Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten um € 8,0 Millionen im Wesentlichen aufgrund des im Vorjahr erfassten debitorischen Kreditoren in Höhe von € 9,8 Millionen.

2.4.3. Finanzlage

Der aus liquiden Mitteln bestehende Finanzmittelbestand hat sich um € 21,0 Millionen auf € 6,5 Millionen vermindert. Die Abnahme ergibt sich aus einem negativen Cashflow aus der operativen Tätigkeit in Höhe von € -3,1 Millionen (Vorjahr: € -33,6 Millionen) sowie Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit in Höhe von € 1,2 Millionen (Vorjahr: € 0,5 Millionen) und aus einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € -19,1 Millionen (Vorjahr: € 12,2 Millionen).

Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr keine langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzern-Externen. Die Finanzierung erfolgt in erster Linie aus dem erwirtschafteten Cashflow sowie über Darleen von verbundenen Unternehmen (siehe die Erläuterungen zur Finanzierungspolitik unter Abschnitt 2.4.5.)

2.4.4. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr beschäftigt die OQ Chemicals GmbH durchschnittlich 89 (Vorjahr: 96) Mitarbeiter.

Wir sind uns bewusst, dass zufriedene, motivierte und engagierte Mitarbeiter zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines wachstumsorientierten Unternehmens gehören. Unsere Unternehmenskultur, gekennzeichnet durch unsere Kernwerte Care, Share and Dare, schafft eine Umgebung, die es uns ermöglicht, ein attraktiver Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter zu sein. Durch unsere internen Ausbildungsprogramme bieten wir unseren Mitarbeitern vielfältige Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Durch eine zukunftsorientierte und ebenso konsequente Personalstrategie stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Die Personalstrategie besteht aus fünf strategischen Elementen:

Gesundheitsförderung

Wissensmanagement

Mitarbeitergewinnung

Mitarbeiterbindung

Altersdifferenzierte Arbeitsbedingungen

2.4.5. Finanzierungspolitik

Die Finanzierungspolitik der OQ Chemicals GmbH war in der Vergangenheit eng in die Prozesse und Richtlinien des OQ Konzerns eingebunden. Durch dessen Absage an die Unterstützung der Refinanzierung der OQ Chemicals-Gruppe im Frühjahr 2024 ist dies nicht mehr der Fall, daher verwaltet die OQ Chemicals GmbH ihre Finanzierungsprozesse seitdem eigenständig. Im Oktober 2017 hatten die Schwestergesellschaften OQ Chemicals Holding Drei GmbH, Monheim am Rhein, und OQ Chemicals Corporation, Houston/USA, einen besicherten langfristigen externen Finanzierungsvertrag über € 475 Millionen und US$ 500 Millionen mit einer Laufzeit bis 2024 abgeschlossen. Aus der hierauf aufgebauten Gruppenfinanzierung valutiert zum Bilanzstichtag eine Darlehensverbindlichkeiten der OQ Chemicals GmbH gegenüber der OQ Chemicals Holding GmbH in Höhe von € 429,9 Millionen (Vorjahr: € 457,4 Millionen). Darüber hinaus weist die OQ Chemicals GmbH zum Bilanzstichtag eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der OQ Chemicals International Holding GmbH in Höhe von € 107,3 Millionen (Vorjahr: € 104,1 Millionen) aus und gegenüber der OQ Chemicals Corporation in Höhe von US$ 62,0 Millionen (Vorjahr: 0).

Zur Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität enthalten die langfristigen externen Kreditverträge außerdem eine Betriebsmittellinie der OQ Chemicals in Höhe von € 102,5 Millionen mit einer Laufzeit bis Juli 2024, die sowohl für Inanspruchnahmen in laufender Rechnung als auch für Bürgschaften und Garantien zur Verfügung steht (Vorjahr: € 137,5 Millionen). Die Linie steht laut Kreditvertrag zu 35 % bedingungslos und zu 65 % unter der Bedingung der Einhaltung eines Leverage - Covenants, der ggf. am Quartalsende getestet werden muss, zur Verfügung. Am Stichtag bestand eine solche Testpflicht nicht.

Mehrere Gesellschaften der OQ Chemicals-Gruppe, darunter die OQ Chemicals GmbH, sind zu Ziehungen unter dieser Linie berechtigt. Die Verzinsung sowohl der langfristigen Darlehen als auch der Betriebsmittellinie ist variabel und setzt sich aus einem Marktzinssatz (unter Berücksichtigung eines Floors) sowie einer Marge (in Abhängigkeit vom Konzern-Verschuldungsgrad) zusammen.

Zum Bilanzstichtag war die Betriebsmittellinie lediglich mit einem Betrag von € 10,3 Millionen (Vorjahr: € 12,7 Millionen) für überwiegend langfristige Bürgschaften und Garantien in Anspruch genommen, davon € 8,7 Millionen (Vorjahr: € 11,1 Millionen) durch die OQ Chemicals GmbH.

Zusammen mit den liquiden Mitteln am Bilanzstichtag verfügt die OQ Chemicals GmbH damit über erhebliche Liquiditätsreserven. Darüber hinaus verfügte die indirekte Muttergesellschafterin der OQ Chemicals GmbH, die OQ Chemicals International Holding GmbH, über eine Kreditlinie der finalen Konzernmutter, der OQ S.A.O.C. in Muscat / Oman, in Höhe von € 100,0 Millionen, die sie unter Einhaltung einer Reihe von Bedingungen selbstständig zu Unternehmensfinanzierungszwecken in Anspruch nehmen kann. Mittel aus der Inanspruchnahme dieser Kreditlinie können über konzerninterne Verrechnungswege auch durch die OQ Chemicals GmbH in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie vollständig verfügbar und komplett ungezogen.

Die Kreditlinie der finalen Konzernmutter i. H. v. € 100,0 Millionen ist im April 2024 aufgelöst worden. Es gab keine Ziehungen unter dieser Linie.

Im September 2024 wurde die Laufzeit des externen Finanzierungsvertrages bis Dezember 2026 verlängert. In Zusammenhang mit dieser Verlängerung der Kreditlinien hat sich der Gesellschafter der obersten Konzernmutter OQ Chemicals International Holding GmbH ("OQ Holding") verpflichtet, seine Beteiligung an der OQ Holding an einen Treuhänder zu übergeben mit dem Ziel einen neuen Gesellschafter für die Gruppe zu finden. Dieser M&A Prozess ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses noch nicht abgeschlossen.

Im Rahmen der Laufzeitverlängerung der Kreditlinien erhöhten sich die Darlehensbeträge auf € 555,4 Millionen und US$ 478,2 Millionen per Ende September 2024 und ein zuvor bestehender Leverage-Covenant wurde durch einen EBITDA-Covenant und einen Liquidity-Covenant ersetzt. Außerdem wurde die Betriebsmittellinie der OQ Chemicals von € 102,5 Millionen auf € 33,4 Millionen per Ende September 2024 verringert. Diese Linie war vollständig in Anspruch genommen, die Einschränkung durch einen Leverage-Covenant ist entfallen. Die Verzinsung sowohl der langfristigen Darlehen als auch der Betriebsmittellinie ist unverändert variabel und setzt sich aus einem Marktzinssatz (unter Berücksichtigung eines Floors) sowie einer fixen Marge zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der OQ Chemicals Holding GmbH per Ende September 2024 haben sich auf € 426,6 Millionen, gegenüber der OQ Chemicals International Holding GmbH auf € 22,9 Millionen und gegenüber der OQ Chemicals Corporation auf US$ 50,0 verringert.

Die OQ Chemicals GmbH hat im Juni 2024 zwei neue Darlehen von der OQ Chemicals Holding Drei i. H. v. € 35,2 Millionen und US$ 21,3 Millionen aufgenommen, die diese im Nachgang des Abschlusses eines neuen Super Priority Credit Agreements im EUR-Gegenwert von € 78,9 Millionen bereitgestellt hat.

Die Einhaltung der Auflagen aus den Finanzierungsverträgen wird durch ein stringentes Vertragsmanagement und regelmäßige Prognoseberechnungen der Finanzkennzahlen (u. a. der Financial Covenants) gewährleistet.

Die OQ Chemicals GmbH hat mit der Weinberg Capital Designated Activity Company, Dublin/ Irland, einen Vertrag über den revolvierenden Verkauf von Handelsforderungen im Rahmen eines Asset Backed Securities-Programms (ABS-Programm) abgeschlossen. Das Programm läuft bis Dezember 2026. Es wird durch eine fest zugesagte Liquiditätslinie der Landesbank Baden-Württemberg unterstützt, die am Bilanzierungsstichtag eine Laufzeit bis November 2024 hat und im September 2024 bis Dezember 2026 prolongiert wurde. Außerdem wurden ein zuvor bestehender Leverage-Covenant und Liquidity Covenant durch einen EBITDA-Covenant und einen geänderten Liquidity Covenant ersetzt, beide Covenants sind identisch mit dem langfristigen externen Finanzierungsvertrag.

Das Finanzierungsvolumen des Vertrags mit der Weinberg Capital Designated Activity Company kann variabel zwischen US$ 5 bis 15 Millionen und zwischen € 55 bis € 80 Millionen gewählt werden. Die Finanzierungskosten belaufen sich auf den Markteinstand für die Emission kurzfristiger Commercial Papers zuzüglich einer Bankgebühr für die Verwaltung des Programms und die Bereitstellung der Liquiditätslinie. Für die im Rahmen eines Service Agreements erbrachten Dienstleistungen erhält die OQ Chemicals GmbH eine Service Fee.

Am Bilanzstichtag betrug das Finanzierungsvolumen der OQ Chemicals GmbH € 45,3 Millionen (Vorjahr: € 43,5 Millionen) und US$ 2,3 Millionen (Vorjahr: US$ 6,2 Millionen). Die zum Bilanzstichtag veräußerten Handelsforderungen belaufen sich auf € 55,3 Millionen (Vorjahr: € 57,3 Millionen) und führen zu einem vorgezogenen Liquiditätszufluss.

Mit unserer Finanzierungspolitik zielen wir darauf ab, die Liquidität zu sichern, die wirtschaftlichen Risiken zu begrenzen sowie eine angemessene Bonität zu gewährleisten. Die Ausgestaltung der finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der OQ Chemicals orientiert sich am operativen Geschäft und der strategischen Ausrichtung des Konzerns. Wie in den Vorjahren stand auch in 2023 die Einhaltung sämtlicher Vorgaben und sonstiger Anforderungen der Finanzverträge im Fokus der Finanzierungspolitik.

2.4.6. Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

In der Werteskala von OQ Chemicals stehen die Bereiche Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit gemeinsam an oberster Stelle. Sogenannte EHS-Ziele (Environment, Health and Safety - Umwelt, Gesundheit und Sicherheit) wurden für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 festgelegt. Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Ereignisse in jeder Kategorie im Jahr 2023:

Ereignisse 2023
Umwelt
K I - Major 0
K II - Serious 1
Verletzungen
K I - LTI 3
RWC 1
K II - MTC 0
Brand & Explosionen
K I - Major 0
K II - Serious 0

Im Jahr 2023 gab es keine ernsthaften oder größeren Brände oder Gewaltbrüche. Der TOC (Organischer Kohlenstoffgehalt) eines Frischwasserkanals wurde durch den Eintrag von Spülwasser erhöht und führte zu dem einen Umweltereignis (KII). Es gab keine Auswirkungen außerhalb des Werkes. Grenzwerte wurden nicht überschritten.

Die Indikatoren der US-Behörde OSHA (Occupational Safety and Health Administration) dienen als international verwendeter Standard für arbeitsbedingte Verletzungen. Für Mitarbeitende von OQ Chemicals wurde eine OIR-Quote (OSHA Incident Rate; Arbeitsunfälle je 200.000 Arbeitsstunden) von 0,25 (i. Vj.: 0,41) erreicht, mit einer Lost Time Injury Rate (LTIR; Unfälle mit Ausfallzeit von einem Tag und mehr pro 200.000 Arbeitsstunden) von 0,17 (i. Vj.: 0,08). Die Tausend-Mann-Quote (TMQ, meldepflichtige Unfälle pro 1.000 Mitarbeitende) betrug für die deutschen Standorte im Jahr 2023 Null (i. Vj.: 0,94). Für Mitarbeitende von OQ Chemicals und von Auftragnehmern wurde eine Total Recordable Injury Frequency (TRIF; Arbeitsunfälle je eine Million Arbeitsstunden für OQ Chemicals Mitarbeiter und externen Auftragnehmern) von 1,1 (i. Vj.: 1,8) bei einer Lost Time Injury Rate (LTIR; Unfälle mit Ausfallzeit von einem Tag und mehr pro eine Million Arbeitsstunden für OQ Chemicals Mitarbeiter und externen Auftragnehmern) von 0,9 (i.Vj.: 0,6) erzielt. Unsere solide Sicherheitsbilanz setzte sich im Jahr 2023 fort. Dennoch liegt unser Ziel auch weiterhin bei null Unfällen.

OQ Chemicals verstärkte und intensivierte die Initiative "I-Safety" (auch als "Safety = I" kommuniziert). Diese Initiative zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass jeder Mitarbeitende konsequent und kontinuierlich in die Bereiche Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS) einbezogen wird. Das EHS-Leitindikatorenprogramm und die EHS-Tage sind als Teil dieser Initiative darauf ausgerichtet, die proaktive EHS-Arbeit zu unterstützen und zu intensivieren.

2.4.7. REACH

Die für die Umsetzung von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemical substances) erforderlichen Geschäftsprozesse wurden bei OQ Chemicals etabliert und werden fortlaufend verbessert bzw. geänderten Gegebenheiten angepasst.

Im Jahr 2023 sind verschiedene Registrierungstätigkeiten, wie Dossieraktualisierungen und der Kommunikation zwischen den Konsortien, erfolgt. Auf internationaler Ebene führte OQ Chemicals einzelne Registrierungsverfahren nach der REACH entsprechenden Gesetzgebung in Südkorea bzw. der Türkei fort und bereitete die Schlüsselanforderungen für die UK-REACH-Anforderungen vor.

Gesamtaussage

Das Jahr 2023 war gekennzeichnet durch ein schwaches externes Umfeld und mehrere außergewöhnliche Ereignisse, die sich negativ auf die Ergebnisse auswirkten. Unsere ursprüngliche Erwartung für 2024, dass Nachfrage und Volumen im Vergleich zu 2023 steigen würden, hat sich aufgrund der schwierigen Marktbedingungen nicht vollständig erfüllt. Zusätzlich führte ein unerwarteter Produktionsausfall über zwei Monate infolge einer Explosion in einer Anlage unseres Synthesegas Lieferanten im Standort Oberhausen zu geringeren Umsätzen, was die Situation weiter belastet hat. Kosteneinsparungen und das Management des Umlaufvermögens (Working Capital) werden im Jahr 2024 weiterhin im Fokus stehen.

3. Risiko- und Chancenbericht

Grundsätzliche Risiken und Chancen Allgemeines

Der Erfolg von OQ Chemicals hängt wesentlich davon ab, dass Risiken in unseren Geschäftstätigkeiten erkannt und aktiv gesteuert werden. Ziel des Risikomanagementsystems ist die langfristige Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie die Gewährleistung der erfolgreichen laufenden Entwicklung durch die Identifizierung von Risiken sowie, je nach Risikoart, deren angemessene Berücksichtigung in strategischen und operativen Entscheidungen. Risiken werden als unsichere Ereignisse verstanden, die eine Verfehlung der Geschäftsziele aufgrund von internen oder externen Faktoren nach sich ziehen können.

Zu unserem Risikomanagementsystem gehört ein Modul für die strategische Geschäftsplanung, kombiniert mit Instrumenten zur detaillierten Risikobewertung, -beurteilung, -überwachung und -berichterstattung, welche als internes Frühwarn- und Kontrollsystem dienen.

Sämtliche Unternehmensbereiche berichten mögliche Risiken über ein Risikomanagementsystem direkt an die Abteilung Risikomanagement. Risikoupdates werden halbjährlich erstellt und die Ergebnisse dem Management-Team und dem Prüfungs- und Risikoausschuss der Geschäftsführung übermittelt.

Die nachfolgenden Risiken und Chancen sind der Reihe nach ihrer Wichtigkeit zugeordnet beginnend mit dem wesentlichsten Risiko.

Risiken in Zusammenhang mit der Restrukturierung der OQC-Gruppe - Liquiditätsrisiken

Maßgeblich auf Grund des in Abschnitt 2.4.5 dargestellten Entzugs der Unterstützung durch den Shareholder und der daraufhin eingeleiteten, von den Kreditgebenden Banken eng begleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, hat die Geschäftsführung ein externes Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S6 durch einen externen Berater erstellen lassen.

Das Sanierungsgutachten geht davon aus, dass OQC durch die erfolgreiche Verlängerung und Erweiterung der bestehenden Kreditlinien weiterhin sanierungsfähig ist und eine positive Fortbestehensprognose hat.

Es basiert auf der Budget- und Mittelfristplanung für 2024 bis 2026, berücksichtigt das schwierige Marktumfeld und enthält bestimmte Liquiditäts- und Restrukturierungsmaßnahmen.

Auf Grund der beschriebenen negativen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2024 und deren negativen Auswirkungen auf die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage, hat sich das Liquiditätsrisiko als ein wesentliches Risiko für die Fähigkeit von OQC zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit dargestellt.

Abweichungen von geplanten Umsätzen und Ergebnissen könnten die Liquidität gefährden, insbesondere aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und den damit zusammenhängenden gesamtwirtschaftlichen Veränderungen.

Probleme bei der Umsetzung von Liquiditäts- und Restrukturierungsmaßnahmen können das Sanierungskonzept ebenfalls gefährden. Mögliche unkalkulierbare Effekte können zu großen Unsicherheiten hinsichtlich des operativen Geschäftsverlaufs führen. Gleichzeitig können diese negativen Effekte, wenn diese weit über die Planungsprämissen hinausgehen oder gleichzeitig andere negative Effekte auf die Liquidität eintreten, zu einem Risiko für die Fähigkeit von OQC zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit führen.

Die Geschäftsführung überprüft fortlaufend den Fortschritt der Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen. Sie geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass im Prognosezeitraum keine Liquiditätslücken entstehen werden.

Die Liquidität wird zentral gesteuert, und es gibt regelmäßige Liquiditätsplanungen und -prognosen.

Marktbetrachtung

Auf Beschaffungsseite liegen die Hauptrisiken in der hohen Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise. Eine Zu- oder Abnahme der Preise für die von uns eingesetzten Materialien führt unmittelbar zu höheren oder niedrigeren Produktionskosten. Bei einem Preisrückgang müssen möglicherweise Abschreibungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen werden. Zudem schlagen sich Änderungen bei Rohstoffpreisen in höheren oder niedrigeren Absatzpreisen nieder - entweder unmittelbar oder mit zeitlicher Verzögerung. Derartigen Situationen begegnen wir durch die Verfolgung einer bewussten Vorrats- und Beschaffungspolitik. Der Rohstoff- und Energiebedarf der Gesellschaft wird größtenteils durch langfristige Lieferverträge und Verträge mit Preisgleitklauseln abgedeckt. Viele Kundenverträge enthalten ebenfalls Preisgleitklauseln. Wir suchen ständig nach Wegen, unsere Ressourcen effizienter einzusetzen, um gestiegene Kosten durch eine höhere Produktion abzufangen.

Zusätzlich zu den Risiken aus der Entwicklung der Gesamtkonjunktur stellen Nachfrageschwankungen wichtiger Kunden Risiken auf dem Absatzmarkt dar. Diesen Gefährdungen wirkt OQ Chemicals durch aktives Customer Relationship Management sowie strategische Maßnahmen und Produktoptimierung entgegen. Sollte es jedoch erneut zu einer weltweiten Finanzkrise bzw. einem Konjunktureinbruch und damit einhergehend auch zu verschlechterten Produktionsauslastungen inklusive Rückgang der Absatzmengen kommen, würde dies auch die OQ Chemicals GmbH nachhaltig treffen.

Unsere Chancen liegen insbesondere in der starken Ausrichtung von Strategie und Marketingmaßnahmen. Die Tatsache, dass sich OQ Chemicals auch auf die Wachstumsmärkte der chemischen Industrie fokussiert und hier bereits frühzeitig Kooperationsmöglichkeiten und Vertriebswege analysiert, schafft die Basis für eine gute Positionierung in diesen Regionen. So könnten sich zusätzliche interessante Wachstumspotenziale ergeben. Die bereits umgesetzten bzw. in die Wege geleiteten umfangreichen Investitionen in neue Anlagen bzw. Kapazitätserweiterungen bei bestehenden Anlagen stärken unsere Möglichkeiten, noch flexibler auf Änderungen der Nachfrage reagieren und weiteres Umsatzwachstum in Mengen realisieren zu können.

Betreiberrisiken

OQ Chemicals verfügt über hohe Sicherheitsstandards für den Anlagenbetrieb zum Schutz von Menschen und Umwelt sowie einen klaren Verhaltenskodex und Unternehmensgrundsätze. Weiterhin wurden organisatorische Maßnahmen ergriffen, um Richtlinien- oder gesetzeswidriges Verhalten zu verhindern.

Die europäische Chemikalienverordnung, in der die Bedingungen für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und für die Schaffung eines Europäischen Amts für chemische Stoffe (REACH) dargelegt sind, trat am 1. Juli 2007 in Kraft. Die Einhaltung der Complianceanforderungen umfassten Erstregistrierungen, Dossieraktualisierungen und neue Studien, um den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Als international tätiges Unternehmen ist die OQ Chemicals GmbH unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, wurden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungsverträge abgeschlossen. Elementarversicherungsverträge schützen uns vor den Folgen einer vollständigen oder teilweisen Zerstörung der Produktionsanlagen durch externe Ursachen, beispielsweise durch Feuer oder Explosionen, sowie vor den Folgen der daraus resultierenden Betriebsunterbrechungen. Des Weiteren verfügen wir über Versicherungspolicen zum Schutz vor Produkt-, Umwelt- und allgemeinen Haftpflichtrisiken, die sich aus unserer Tätigkeit ergeben. Der Umfang und die Höhe des Versicherungsschutzes werden von OQ Chemicals laufend in Zusammenarbeit mit externen Beratern überprüft.

OQ Chemicals produziert in größeren Verbundstandorten wo mehrere Chemieunternehmen in unterschiedlichen Teilen der Wertschöpfungsketten ihre Produkte herstellen. Jedes dieser Unternehmen kann hierdurch eine Rolle als Produzent oder Abnehmer für andere Standortunternehmen haben. Durch die Integration entstehen viele produktionslogistische Vorteile. Bedingt durch diesen engen Verbund können Risiken bei Standortpartner stärker auf OQ Chemicals einwirken. Betriebsunterbrechungen dort, können auch bei OQ Chemicals zu Störungen im Betriebsablauf führen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Kontrollsystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

OQ Chemicals hat unter Beachtung branchenüblicher Standards und gesetzlicher Bestimmungen ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess eingerichtet, um potenzielle Risiken erfassen und mit geeigneten Maßnahmen minimieren zu können.

Die geeignete personelle und materielle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. OQ Chemicals verfügt über klar abgegrenzte Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen (insbesondere Plausibilitätskontrollen und Vier-Augen-Prinzip). Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Rechnungslegung bei der OQ Chemicals im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, nationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt. Außerdem ist auf diese Weise die einheitliche und korrekte Erfassung und Bewertung von Geschäftsvorfällen bei OQ Chemicals auf der Basis der gesetzlichen Offenlegungsanforderungen gewährleistet.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Absicherung finanzwirtschaftlicher Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems der OQ Chemicals und basiert auf detaillierten Richtlinien und Vorgaben und einer zentralen Steuerung durch die Geschäftsleitung. Währungsänderungsrisiken im operativen Geschäft werden weitgehend durch derivative Instrumente abgesichert. Zukünftige Zu- oder Abflüsse in fremder Währung werden über offene Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungsänderungsrisiken, die aus Finanzierungsaktivitäten resultieren, werden nur insoweit abgesichert, als sie zu Zahlungsströmen führen. Zinsänderungsrisiken ist die OQ Chemicals GmbH derzeit nicht ausgesetzt, da die OQ Chemicals GmbH über festverzinsliche Intercompany Darlehen finanziert ist. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag keine kurzfristigen Ziehungen unter dem Betriebsmittelkredit, dieser wird lediglich zu einem kleinen Teil für langfristige Bürgschaften und Garantien in Anspruch genommen. Eine Absicherung von Preisänderungsrisiken für Rohstoffe erfolgt im Wesentlichen über Preisgleitklauseln mit einer Vielzahl unserer Kunden. Grundsätzlich schließen wir Absicherungsgeschäfte nur für existierende operative Risiken ab.

Liquiditätsrisiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennt das Unternehmen im Rahmen der Liquiditätsplanung frühzeitig, so dass wir gegebenenfalls gegensteuern können. Bonitäts- oder Ausfallrisiken wirkt OQ Chemicals durch das Einholen externer professioneller Informationen z. B. durch Wirtschaftsauskunfteien, Ratingagenturen oder Kreditversicherungen entgegen. Ein Teil des Kundenportfolios ist durch eine Kreditversicherung abgesichert. Für sämtliche Kunden vergeben wir auf der Basis u. a. dieser Informationen individuelle Kreditlimite, deren Einhaltung permanent überwacht wird. Darüber hinaus ist ein großer Teil unserer Kundenforderungen im Rahmen eines ABS-Programms rechts- und bilanzwirksam verkauft. Counterparty-Risiken im Rahmen der Geldanlage prüfen wir im Vorfeld sorgfältig. Außerdem tätigt OQ Chemicals Geldanlagen nur in risikoarme Anlageformen sehr guter oder guter Bonität.

4. Prognosebericht

Unsere im Folgenden beschriebenen Prognosen beruhen auf Annahmen, Schätzungen, Vorhaben und Erwartungen im Hinblick auf künftige Entwicklungen oder das Eintreffen künftiger Ereignisse. Diese können im Nachhinein deutlich von den tatsächlich eingetroffenen Ergebnissen abweichen. Wir weisen daher darauf hin, dass die im Lagebericht dargestellten Prognosen von den künftigen Ergebnissen abweichen können.

Das globale BIP-Wachstum, das für 2023 auf 3,1 % geschätzt wird, wird den Projektionen zufolge 2024 bei 3,1 % bleiben und leicht auf 3,2 % im Jahr 2025 ansteigen. Diese Prognosen beruhen auf der Annahme, dass die Preise für Brennstoffe und andere Rohstoffe in den Jahren 2024 und 2025 sinken werden und dass die Zinssätze in den großen Wirtschaftsräumen zurückgehen werden. Die Ölpreise werden im Jahresdurchschnitt 2024 voraussichtlich um etwa 2,3 % sinken, während die Preise für andere Rohstoffe als Brennstoffe um 0,9 % zurückgehen dürften. Das IMF (International Monetary Fund) geht davon aus, dass die Leitzinsen der Federal Reserve, der Europäischen Zentralbank und der Bank of England bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2024 auf dem derzeitigen Niveau bleiben werden, bevor sie allmählich sinken, wenn sich die Inflation ihren Zielen nähert.

Laut des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) herrscht in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3,0 % erwartet.

Für OQ Chemicals war das Jahr 2023 durch ein schwaches externes Umfeld und mehrere außergewöhnliche Ereignisse gekennzeichnet, die sich negativ auf die Ergebnisse auswirkten. Für 2024 wird eine Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 erwartet, da der Fünf-Jahres-Großstillstand in Oberhausen in 2023 abgeschlossen wurde. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir in den USA ein Wachstum im Segment Intermediates. Dieses Wachstum wird hauptsächlich durch eine erhöhte Nachfrage nach Propionaldehyd von Röhm getrieben. Für Säure und Ester wird eine gewisse Erholung erwartet, da wichtige Verträge verbessert wurden und die Nachfrage nach Säuren und TCD-Diol wird sich mit der Vorbereitung auf das Verbot von Bisphenol A (BPA) in Dosenbeschichtungen erholen. Die variable Marge wird voraussichtlich gegenüber 2023 leicht steigen, aber unter den Rekordwerten der Jahre 2021 und 2022 bleiben.

Mehrere Risikofaktoren bringen im Jahr 2024 einige Unwägbarkeiten mit sich, z. B. die Abschwächung der weltweiten Konjunktur, einschließlich der EU und der USA mit dem potenziellen Risiko einer Rezession, hohe europäische Erdgas- und Energiepreise, hohe Rohstoffpreise, Rohstoffmangel, Logistikprobleme, hohe Inflation und hohe Zinssätze in Verbindung mit den Finanzierungskosten. Darüber hinaus beobachtet die Geschäftsführung die allgemeine Lage aufmerksam und ergreift Maßnahmen, um Risiken zu begrenzen, einschließlich Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Verbesserung des Betriebskapitals.

Das Jahr 2023 wurde durch mehrere außerordentlichen negativen Faktoren negativ beeinflusst, die 2024 voraussichtlich nicht wiederkehren werden. Günstigere Verträge für die wichtigsten Rohstoffe in Europa, der Abschluss des Projekts Propel in den USA sowie die steigende Nachfrage nach Intermediates in USA, wie auch Säuren und Polyole, werden voraussichtlich zu einem höheren EBITDA im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 führen.

Für 2024 erwartet OQ Chemicals GmbH keinen wesentlichen Anstieg der Umsätze im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Der Umsatz wird voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bleiben. Des Weiteren rechnet OQ Chemicals mit einem deutlich steigenden Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (EBITDA - Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Das EBITDA wird voraussichtlich zwischen 1 - 3% des Umsatzes liegen.

Gesamtaussage

Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass wir auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen für die OQ Chemicals GmbH für 2024 und für die darauffolgenden Jahre von einer leicht verbesserten und insgesamt stabilen Lage ausgehen. Die Einschätzung zur stabilen Lage wurde von PWC durch ein unabhängiges IDW S6 Gutachten bestätigt. Die Geschäftsführung und das Risikomanagement der Gesellschaft überwacht fortlaufend die Einhaltung der IDW S6 Prämissen und leitet gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ein, um die Annahmen nicht zu gefährden.

 

Monheim am Rhein, 30. Dezember 2024

Hans-Joachim Ziems

Elmar Geissinger

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OQ Chemicals GmbH, Monheim am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OQ Chemicals GmbH, Monheim am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OQ Chemicals GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den nicht inhaltlich geprüften Abschnitt 1.2 "Nachhaltigkeit bei OQ Chemicals GmbH" des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Januar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Uhde, Wirtschaftsprüfer

Kai Krecher, Wirtschaftsprüfer

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