Koehler Immobilien Oberkirch GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elke Sandra Renz seit 10.10.2024 | Prokura |
Frank Lendowski seit 20.9.2019 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Karrer seit 20.9.2019 | Geschäftsführer |
Kai Michael Furler seit 20.9.2019 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Koehler Holding SE & Co. KGOberkirchKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen Die Koehler Holding SE & Co. KG mit Sitz in Oberkirch wird im Handelsregister am Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter HRA 490392 geführt. II. Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der Koehler Holding SE & Co. KG, Oberkirch, für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und Co. aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Soweit Ausweise wahlweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang ausgeübt werden können, sind die Angaben im "Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022" gemacht. III. Konsolidierungskreis des Konzerns 1. Der Konsolidierungskreis des Konzerns umfasst folgende Konzernunternehmen:
Im Konzernabschluss werden die wesentlichen Tochtergesellschaften voll konsolidiert. Die Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH, Brunsbüttel, und die Schaefer Koehler Onsite GmbH, Diez, bei denen die Koehler Holding SE & Co. KG die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen (sogenannte assoziierte Unternehmen), werden nach der At-Equity-Methode bewertet. Die BigRep GmbH, Berlin, Nahwärme Ochsenhausen Verwaltungs GmbH, Ochsenhausen, die Energieholz Eggolsheim GmbH, Eggolsheim, die Bio-Energie Isny GmbH & Co. KG, Isny im Allgäu, die Bio-Energie Isny Beteiligungs GmbH, Isny im Allgäu, die Hydro Ludens Holdings Ltd., Edinburgh/Großbritannien, mit deren beiden Tochtergesellschaften Hydro Ludens Ltd., Edin- burgh/Großbritannien, und Kelburn Hydro Ltd., Edinburgh/Großbritannien, bei denen die Koehler Holding SE & Co. KG die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen (sogenannte assoziierte Unternehmen), werden gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der At-Equity-Methode bewertet, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die neun inländischen Konzernunternehmen in der Funktion als Komplementär-GmbH einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG), die Katz GmbH, Oberkirch, die CC Coaster Verwaltungs GmbH (vormals: Marienthaler Vertriebsgesellschaft mbH), Oberkirch, die WOODHOUSE Verwaltungs GmbH (vormals: KRE Holz Verwaltungs GmbH), Oberkirch, die Zollikofer Verwaltungs-GmbH, Bad Wurzach, die ZHB Verwaltungs GmbH, Baruth/Mark, die ZoBa Verwaltungs-GmbH, Bad Wurzach, die ZHT Verwaltungs-GmbH, Saalburg-Ebersdorf, die Schneider Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Wurzach, und die Zollikofer Nord Verwaltungs-GmbH, Bad Wurzach, wurden gemäß§ 296 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht einbezogen, da sie für die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die fünf inländischen Konzernunternehmen, die Marienthaler Holding Verwaltungs-GmbH, Oberkirch, die Koehler BGU Verwaltungs GmbH (vormals: Marienthaler Schleiden Verwaltungs GmbH), Oberkirch, die SunCoal Industries GmbH, Ludwigsfelde, die SunCoal Engineering GmbH, Ludwigsfelde, und die SunCoal Intellectual Property GmbH & Co. KG, Ludwigsfelde, sowie die sechs ausländischen Konzernunternehmen, die Koehler (UK) Ltd., Swanley/Großbritannien, die Koehler Italia S.R.L., Mailand/Italien, die Quarmby Promotions Ltd., Leicester/Großbritannien, die NEVIP, LLC, Las Vegas, Nevada/USA, die Beaver Papier B.V. i.L., Zandaam/Niederlande, und die August Koehler Paper Shanghai Co., Ltd., Shanghai/China, wurden gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht einbezogen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und Beteiligungen werden grundsätzlich mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bilanziert. Bei diesen Tochtergesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Gesellschaften mit geringer Geschäftstätigkeit sowie von untergeordneter Bedeutung. Bei der Erläuterung der Finanzanlagen werden die Gesellschaften des Konzerns der Koehler Holding SE & Co. KG aufgeführt. 2. Änderung des Konsolidierungskreises Mit notariell beurkundeter Vereinbarung vom 24. Mai 2022 hat die Koehler Renewable Energy GmbH im Wege eines Anteilstauschs sämtliche ihrer Anteile an der Windenergiepark Altenschlag GmbH abgetreten und im Gegenzug sämtliche Anteile des Joint Venture Partners an der Windenergiepark Wetzlar GmbH erhalten. Die Koehler Renewable Energy GmbH hält nunmehr 100% der Anteile an der Windenergiepark Wetzlar GmbH. Die Kapitalaufrechnung erfolgte auf Basis der Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, zu dem erstmals ein Mutter-Tochterverhältnis gem. § 290 HGB vorgelegen hat. Die Koehler Oberkirch GmbH hat mit notarieller Urkunde vom 20. Juli 2022 sämtliche Geschäftsanteile an der Notos Vermögensverwaltung 20. GmbH (seit dem 23. September 2022: Koehler Immobilien West GmbH) erworben. Für die Koehler Immobilien West wurde die Konsolidierung zum Erwerbszeitpunkt des Tochterunternehmens vorgenommen. Das Eigenkapital wurde zum Erstkonsolidierungszeitpunkt neu bewertet und stille Reserven in Höhe von 4.618 TEUR aufgedeckt. Die stillen Reserven werden über 33,3 Jahre linear abgeschrieben. Ein nach Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen Eigenkapital verbleibender Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.338 TEUR wurde als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Er wird über fünf Jahre abgeschrieben. Mit Gesellschaftsvertrag vom 12. September 2022 wurde die Zollikofer Nord GmbH & Co. KG gegründet. Für das neu einbezogene Konzernunternehmen wurde die Konsolidierung zum Gründungszeitpunkt des Tochterunternehmens vorgenommen. Die schwedischen Gesellschaften Svanskog Bruk AB i.L. und der Panier Svenska AB i.L. wurden am 14. Dezember 2022 liquidiert. Im Übrigen hat sich der Kreis der konsolidierten Gesellschaften im Geschäftsjahr nicht verändert. IV. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt seit 1. Januar 2009 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorhandenen sonstigen Vermögensgegenstände, Schulden und sonstige Posten sind zu diesem Zwecke mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt worden. Ein nach der Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem anteiligen Eigenkapital verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und bei den Kraftwerksgesellschaften linear über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten wird der Geschäfts- und Firmenwert bei den Gesellschaften der Paper Group linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Sich aus der Erstkonsolidierung ergebende technische passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß DRS 23 Tz. 147c bei der Begründung des Mutter-Tochter-Verhältnisses mittels Sacheinlage zu handelsrechtlichen Buchwerten im Konzernabschluss separat ausgewiesen. Die Auflösung des Betrags erfolgt nach der Fortschreibung der aufgedeckten stillen Reserven und Lasten über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 1. Januar 2009 nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Diese Methode wird aufgrund des Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB fortgeführt. Die Werte werden in diesen Altfällen nicht nachträglich angepasst. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Umrechnungsdifferenzen aus konzerninternen Valutapositionen wurden im Rahmen der Forderungs- und Schuldenkonsolidierung ergebniswirksam berücksichtigt. Auf zeitlich befristete Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen wurden gemäß §§ 274 und 306 HGB Steuerabgrenzungen vorgenommen. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und aller einbezogenen Tochtergesellschaften. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Währungsumrechnung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden Wahlrechte bezüglich der eigenständigen Bilanzierung und Bewertung gemäß § 300 Abs. 2 und § 308 Abs. 1 Satz 2 HGB beim Anlagevermögen ausgeübt. Im Übrigen entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses denen des Mutterunternehmens. Danach waren folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren, bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie die Kostenminderungen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB nicht angesetzt. Aus der Erstkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse des Geschäfts- oder Firmenwerts. Das Ertragspotential wird voraussichtlich über einen Zeitraum von 5 Jahren ausgeschöpft. Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte der Koehler Energy Group werden auch in der Fassung des BilRUG weiterhin über deren betrieblichen Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Fremdleistungen) bzw. unter Ansatz von Lohn-, Material- und angemessenen Gemeinkosten (Eigenleistungen), vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind, soweit sie auf Fremdkapital entfallen, welches zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes in den Kraftwerksgesellschaften verwendet wird und soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, einbezogen. Die Anschaffungskosten enthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie die Kostenminderungen. Das bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Degressive Abschreibungen auf Zugänge vergangener Jahre werden fortgeführt. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, falls dies zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Festlegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern erfolgt auf Basis der betriebs- oder branchenspezifischen Erfahrungen in Bezug auf die wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten und bewegt sich zwischen 1 und 50 Jahren. Vermögensvorteile durch die Gewährung eines Tilgungszuschusses werden erfolgsneutral durch Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten behandelt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag für das einzelne Wirtschaftsgut 250 EUR nicht übersteigen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 250 EUR und bis zu 800 EUR betragen, werden in ein besonderes, laufend zu führendes Verzeichnis im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG aufgenommen, welches im selben Jahr in voller Höhe als Aufwand in Abzug gebracht wird. Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zwei assoziierte Unternehmen wurden gemäß § 311 HGB nach den Grundsätzen der At-Equity-Konsolidierung gemäß § 312 Abs. 1 HGB mit der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss einbezogen. Damit zuvor mittelbar über die Equity-Beteiligung im Konzernabschluss enthaltene Vermögensgegenstände nicht mit von den fortgeführten Konzernanschaffungskosten abweichenden Werten angesetzt werden, wurde eine Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB durchgeführt. Dies führte zu einer erfolgsneutralen Ausbuchung zu Lasten des Goodwills gegen den Konzerngewinnvortrag. Die übrigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich erforderlicher Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen werden entsprechend berücksichtigt. Für Ersatzteile der Katz GmbH & Co. KG wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Als Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei Normalkapazität der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten für die betriebliche Altersversorgung, für soziale Einrichtungen des Betriebs und freiwillige soziale Leistungen des Unternehmens sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf die Herstellung entfallen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Wenn die Börsen- oder Marktpreise beziehungsweise die beizulegenden Zeitwerte der Absatzprodukte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, erfolgt eine Wertminderung auf diesen niedrigeren Wert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsverlauf erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Aufwendungen für Fertigstellung und Vertrieb. Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wenn die Börsen- oder Marktpreise bzw. die beizulegenden Zeitwerte der Absatzprodukte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, erfolgt eine Wertminderung auf diesen niedrigeren Wert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsverlauf erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Aufwendungen für Fertigstellung und Vertrieb. Unentgeltlich zugeteilte sowie entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen werden unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen. Die Bewertung unentgeltlich zugeteilter Emissionsberechtigungen erfolgt mit dem Erinnerungswert. Entgeltlich erworbene Emissions-berechtigungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung. Forderungen, die im Rahmen eines Factoringvertrags verkauft wurden und bei denen der Übergang des Delkredererisikos vollständig erfolgt ist, werden nach Begleichung durch die Factoring Gesellschaft ausgebucht. Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind zu Nennwerten aktiviert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Kapitalkonten sowie die Rücklagen sind zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß dem Teilwertverfahren passiviert. Als Rechnungsgrundlage dienten die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln.
Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurde wie im Vorjahr eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,00 % sowie ein Rechnungszins von 0,42 % (Vj. 0,30 %) angenommen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Ausweis der Aufwendungen für Aufzinsung erfolgt im Finanzergebnis. Für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsberechtigungen für die im Geschäftsjahr verursachten Emissionen wird zum Abschlussstichtag eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Der Wertansatz der Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen sowie dem Buchwert der im Bestand befindlichen zugekauften Emissionsberechtigungen, die für die Erfüllung der Verpflichtung benötigt werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Abgabepflicht zunächst durch Verwendung der unentgeltlich ausgegebenen Emissionsberechtigungen erfüllt wird. Werden zur Erfüllung der Verpflichtung weitere Emissionsberechtigungen benötigt, wird deren Zeitwert am Abschlussstichtag bei der Rückstellungsbewertung berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Aktive und passive latente Steuern werden nach dem bilanzorientierten Abgrenzungskonzept des § 274 HGB für sämtliche wesentlichen Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen, für wesentliche ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge werden nur angesetzt, soweit die Steuerminderungsansprüche sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den fünf folgenden Wirtschaftsjahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. aufgrund nahezu abgeschlossener Gesetzgebungsverfahren in Zukunft gelten werden. Das Wahlrecht zur Verrechnung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern wurde genutzt. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, das heißt, der Gefahrübergang auf den Abnehmer vorliegt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam. Soweit im Zusammenhang mit gesicherten Fremdwährungs- und Zinstransaktionen Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Wirksame Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Es wird die "Einfrierungsmethode" angewendet. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wert- bzw. Zahlungsstromänderungen werden dementsprechend bilanziell nicht erfasst. Insoweit kommen die handelsrechtlichen Vorschriften zur Bildung von Drohverlustrückstellungen, der Einzelbewertungsgrundsatz, das Imparitätsprinzip und die Grundsätze der Währungsumrechnung nicht zur Anwendung. Soweit sich Sicherungsbeziehungen als ineffektiv herausstellen, werden die allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsprinzipien angewendet. 2. Währungsumrechnung Die Konzernwährung im Konzernabschluss der Koehler Holding SE & Co. KG ist der Euro (EUR). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewandt. Vorräte wurden entsprechend dem maßgeblichen Beschaffungsmarkt zum Devisengeldkurs umgerechnet. Als Umrechnungsverfahren für die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften wird die funktionale Währungsumrechnung angewendet. Die funktionale Währung des Koehler-Konzerns ist der Euro. Im Konzernabschluss werden die Bilanzposten der ausländischen Gesellschaften mit Ausnahme des Eigenkapitals am Bilanzstichtag zu Devisenkassamittelkursen in Euro umgerechnet, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbständig in ihrer Landeswährung betreiben. Das Eigenkapital der betreffenden Gesellschaften wird zu historischen Kursen umgerechnet. Bei Aufwands- und Ertragsposten erfolgt die Umrechnung mit Jahresdurchschnittskursen. Die Differenzen, die bei der Umrechnung von in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüssen entstehen, werden erfolgsneutral unter dem Posten Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung erfasst. Für die Währungsumrechnung wurden u.a. folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
VI. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage 3) dargestellt. Die stillen Reserven aus dem Heizkraftwerk I (HKW I) der B E B Bio Energie Baden GmbH, Kehl, werden im Konzernabschluss nach der linearen Methode insgesamt über eine Restnutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben. Die Wertansätze beim Anlagevermögen sind dadurch im Vergleich zu den Einzelabschlüssen um 693.043,59 EUR (Vj. 1.386.083,73 EUR) erhöht. Der Gesamtbetrag der aktiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) der Koehler Energy Group beträgt zum 31. Dezember 2022 14.184.433,38 EUR (Vj.16.122.957,53 EUR). Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung der Beaver Paper GmbH und der Beaver Paper & Graphic Media, Inc., beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres. In den Anlagen im Bau im Sachanlagevermögen wurden im Berichtsjahr 0,00 EUR Zinsen (Vj. 102.900,00 EUR) als Herstellungskosten aktiviert. 2. Finanzanlagen Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB der konsolidierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
*) Von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 Nr.
4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
*) Von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 Nr.
4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
*) Von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 Nr.
4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
**) Von den Befreiungen des § 264b Nr. 3
HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Koehler Renewable Energy GmbH hat mit ihrer Tochtergesellschaft B E B Bio Energie Baden GmbH, die Koehler Paper SE mit ihren Tochtergesellschaften Koehler Kehl GmbH und XILLIX GmbH sowie die Koehler Holding SE & Co. KG mit ihrer Tochtergesellschaft Koehler Innovation & Technology GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Mit Beschluss vom 14. Februar 2022 wurde die Koehler BGU Transfer GmbH & Co. KG gegründet. Einzige Komplementärin der Koehler BGU-Transfer GmbH & KG war die Koehler BGU Verwaltungs GmbH (vormals Marienthaler Schleiden Verwaltungs-GmbH), einzige Kommanditistin war die Katz GmbH & Co. KG. Die Katz GmbH & Co. KG hat mit Vertrag vom 02. März 2022 den Kundenstamm ihres Geschäfts mit Bierglasuntersetzern einschließlich sämtlicher Kundenbeziehungen nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf die Koehler BGU-Transfer GmbH & Co. KG ausgegliedert. Mit Kommanditanteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 31. März 2022 hat die Katz GmbH & Co. KG ihren Kommanditanteil an der Koehler BGU-Transfer GmbH & Co. KG sodann an die CC Coaster GmbH & Co. KG (vormals Marienthaler Werbe-Offsetdruck GmbH & Co. KG) veräußert. Unmittelbar nach Wirksamwerden des Erwerbs des Kommanditanteils durch die CC Coaster GmbH & Co. KG ist die Komplementärin der Koehler BGU-Transfer GmbH & Co. KG ausgetreten, sodass sämtliche Aktiva und Passiva im Wege der Anwachsung auf die CC Coaster GmbH & Co. KG übergegangen sind und die Koehler BGU-Transfer GmbH & Co. KG aufgelöst wurde.
Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB der gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Durch Ausübung einer Put-Option hat die Koehler Renewable Energy GmbH am 18. Februar 2022 sämtliche ihrer im Vorjahr erworbenen Anteile an der MQE 2 SP. Z O.O. und an der MQE 3 SP. Z O.O. verkauft und abgetreten. Mit Gründungsvertrag vom 27. April 2022 wurde die Zollikofer Nord Verwaltungs-GmbH gegründet. Einzige Gesellschafterin war die WOODHOUSE GmbH & Co. KG. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 20. Oktober 2022 wurden zur Herstellung einer Einheitsgesellschaft alle Geschäftsanteile an der Zollikofer Nord Verwaltungs-GmbH von der WOODHOUSE GmbH & Co. KG auf die Zollikofer Nord GmbH & Co. KG übertragen. Die Zollikofer Nord Verwaltungs-GmbH ist seither persönlich haftende Gesellschafterin der Zollikofer Nord GmbH & Co. KG. Am 29. September 2022 ist die Koehler Ventures GmbH als Komplementärin der SunCoal Intellectual Property GmbH & Co. KG ausgeschieden und die SunCoal Engineering GmbH als neuer persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die Handelsregistereintragung erfolgte am 28. Oktober 2022. Die Liquidation der Katz Asia Private Ltd. i.L. wurde am 07. November 2022 abgeschlossen. Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB der gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der At-Equity-Methode bewerteten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Die zur Umrechnung in Euro benötigten Wechselkurse der in Fremdwährung erfolgten Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres können der Tabelle unter V.2 Währungsumrechnung entnommen werden. Assoziierte Unternehmen Der nach der At-Equity-Methode im Jahr der Erstkonsolidierung ermittelte Wertansatz der Schaefer Koehler Onsite GmbH (assoziiertes Unternehmen) wurde nach § 312 Abs. 4 Satz 1 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den der Koehler Paper SE gehörenden Anteilen am Kapital der Schaefer Koehler Onsite GmbH entsprechen, vermindert. Der Beteiligungsbuchwert erhöhte sich um das anteilige Jahresergebnis in Höhe von 256.121,34 EUR (Vj. 789.615,87 EUR) und verringerte sich aufgrund einer Kapitalausschüttung in Höhe von 1.225.000,00 EUR (Vj. 0,00 EUR). Der Beteiligungsbuchwert beträgt somit zum Ende des Geschäftsjahres 10.422.255,70 EUR (Vj. 11.391.134,37 EUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital beträgt 0,00 EUR (Vj. 0,00 EUR). In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt der Ausweis unter dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen. Grundlage für die Feststellung der Unterschiedsbeträge war der Einzelabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022. Die Beteiligung hat keine wesentlichen von der Koehler Holding SE & Co. KG abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der nach der At-Equity-Methode im Jahr der Erstkonsolidierung ermittelte Wertansatz der Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH (assoziiertes Unternehmen) wurde nach § 312 Abs. 4 Satz 1 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den der Koehler Renewable Energy GmbH gehörenden Anteilen am Kapital der Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH entsprechen, vermindert. Der Beteiligungsbuchwert erhöhte sich im Wesentlichen um den anteiligen Jahresüberschuss in Höhe von 694.586,47 EUR (Vj. 405.003,96 EUR) und verringerte sich um die Gewinnentnahme für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 376.500,00 EUR (Vj. 273.590,00 EUR). Der Beteiligungsbuchwert beträgt somit zum Ende des Geschäftsjahres 4.145.481,59 EUR (Vj. 3.878.983,80 EUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital beträgt 51.613,14 EUR (Vj. 103.201,81 EUR). In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt der Ausweis unter dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen. Grundlage für die Feststellung der Unterschiedsbeträge war der Einzelabschluss der Gesellschaft. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht angepasst. Die Beteiligung hat keine wesentlichen von der Koehler Holding SE & Co. KG abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 3. Vorräte Für Ersatzteile der Katz GmbH & Co. KG wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von 485.277,06 EUR (Vj. 485.277,06 EUR) gebildet. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungsspiegel des Geschäftsjahres per 31.12. in EUR
Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen 217.355,69 EUR (Vj.221.239,75 EUR) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 933.000,00 EUR (Vj.0,00 EUR) auf einen kurzfristigen Darlehensvertrag. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen, Strom- und Energiesteuererstattungsansprüche sowie einen Sicherheitseinbehalt aus dem Verkauf von Forderungen. Für die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen bis auf die unter 8. genannten keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Bei den sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Anzahlungen auf einen langfristigen Stromliefervertrag. 6. Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel (Anlage 6) dargestellt. Das Kapitalkonto I (Festkapital) in Höhe von 46.545.606,00 EUR (Vj. 46.545.606,00 EUR) ist eingeteilt in Stamm-Kapitalanteile in Höhe von 42.225.606,00 EUR (Vj. 42.225.606,00 EUR) und Vorzugs-Kapitalanteile in Höhe von 4.320.000,00 EUR (Vj. 4.320.000,00 EUR). Die Vorzugs-Kapitalanteile sind mit einem vierfachen Stimmrecht ausgestattet. Das Rücklagenkonto in Höhe von 123.001.022,69 EUR (Vj. 120.707.814,88 EUR) setzt sich aus dem Kapitalkonto II in Höhe von 98.298.014,00 EUR (Vj. 98.298.014,00 EUR) und dem gemeinsamen Rücklagenkonto in Höhe von 24.703.008,69 EUR (Vj. 22.409.800,88 EUR) zusammen und beinhaltet den das Kapitalkonto I übersteigenden Wert der Einlagen der Gesellschafter der Koehler Holding SE & Co. KG. Die Veränderung in Höhe von 2.293.207,81 EUR (Vj. 2.027.820,69 EUR) ist auf die Einstellung durch die Verwendung des Bilanzgewinns 2021 zurückzuführen. Der Posten Nicht beherrschende Anteile enthält die nicht der Koehler Holding SE & Co. KG gehörenden Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird das auf Minderheiten entfallende Kapital gesondert ausgewiesen. 7. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen wird die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewandt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 4.092.231,00 EUR (Vj. 5.953.818,00 EUR). Nach Verrechnung des Deckungsvermögens mit der korrespondierenden Pensionsrückstellung ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag von 3.671,00 EUR. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Rückstellungen für die Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, Erfolgsbeteiligung Mitarbeiter, Altersteilzeit, Resturlaubsverpflichtungen, Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Gutschriften und ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Rechtsberatungskosten und Rechtsstreitigkeiten. Im Rahmen eines Anti-Dumpingverfahrens befindet sich die Koehler Oberkirch GmbH in einem Rechtsstreit mit der Regierung der USA. Seit 2008 war die Gesellschaft zur Abgabe von jährlichen Berichten verpflichtet. In den Berichtsperioden 2 (vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2010) und 3 (vom 1. November 2010 bis zum 31. Oktober 2011) war es nach Auffassung der amerikanischen Verwaltung jeweils zu einem unvollständigen Bericht gekommen. Daraufhin hat die Verwaltung zu einem Schätzverfahren (Adverse Facts Available, AFA) gegriffen. Gegen die Anwendung von AFA hat die Gesellschaft geklagt. Für die Berichtsperiode 3 wurde am 11. Dezember 2017 die Klage vor dem Supreme Court der USA abgewiesen. Am 1. März 2019 wurde das beim Supreme Court anhängige Verfahren für die Berichtsperiode 2 abgewiesen. Damit ist die Verwaltungsentscheidung über diese Dumpingzölle rechtskräftig. Die Zollforderungen der amerikanischen Regierung sind in Deutschland nicht vollstreckbar. Die Tatsache, dass Zollforderungen im Ausland nicht vollstreckbar sind, hat die amerikanische Regierung veranlasst, bei den Zollbehörden ein Debarment Office einzurichten. Dieses Büro hat die Aufgabe, Importeure, die offene Zollrechnungen nicht begleichen, auf die sogenannte Debarment List zu setzen. Die Folge eines Debarment ist derzeit ein Verlust des Zugangs zu vereinfachter Zollabwicklung, wodurch der Zugang zum amerikanischen Markt erheblich erschwert wird. Für zu erwartende Kosten im Zusammenhang mit dem Anti-Dumpingverfahren hat die Gesellschaft durch ausreichende Rückstellungen eine angemessene Risikovorsorge getroffen. Die gebildete Altersteilzeitrückstellung (Blockmodell) umfasst die seitens der Arbeitnehmer bis zum Bilanzstichtag erdienten Ansprüche auf Lohn- und Gehaltszahlungen in der Freistellungsphase (Erfüllungsrückstand) sowie die Aufstockungsleistungen unter Anwendung des IDW HFA 3. 8. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 398.721,03 EUR (Vj.793.174,65 EUR) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern in Höhe von 4.088.101,16 EUR (Vj. 6.153.000,94 EUR). Zur Sicherung der zukünftigen Investitionen und des Betriebsmittelbedarf hat die Koehler Paper SE am 11. März 2022 eine Konsortialfinanzierung mit einem Bankenkonsortium unterzeichnet. Im Rahmen des Darlehensvertrags der Koehler Renewable Energy GmbH über 11.070.000,00 EUR (Vj. 12.300.000,00 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft die Ansprüche aus dem bestehenden Darlehen an die GBE - Gocher Bioenergie GmbH gem. Darlehensvertrag vom 1. Dezember 2009 ergänzt um Ergänzungsvereinbarung vom 28. Juni 2012 und Vereinbarungen vom 8. Januar/18. Januar/24. Januar 2013 zur Besicherung abgetreten. Im Rahmen des Darlehensvertrags der Edintore Wind Farm Ltd. über 10.585.860,11 EUR (Vj. 12.868.727,28 EUR) mit den kreditgebenden Banken hat die Gesellschaft sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaft als Sicherung an die Bank abgetreten. Als Sicherheit für eine Kreditlinie bei der GBE - Gocher Bioenergie GmbH wurden die Ansprüche aus der Stromeinspeisung und die Ansprüche auf Entgeltzahlungen aus dem Dampfliefervertrag mit der Nähr-Engel GmbH, Goch, abgetreten. Im Rahmen des Darlehensvertrags der EBE - Elsflether Bioenergie GmbH über 10.129.361,75 EUR (Vj. 11.971.063,87 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft folgende Vermögenswerte als Sicherung an die Bank abgetreten:
Als Sicherheit für einen Darlehensvertrag der DBE - Dollbergen Bioenergie GmbH über 23.663.408,00 EUR (Vj. 26.531.704,00 EUR) sowie als Sicherheit für eine Kreditlinie mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft folgende Vermögenswerte als Sicherung an die Bank abgetreten:
Im Rahmen des Darlehensvertrags der ZHT Holzverwertung-GmbH & Co. KG in Höhe von 158.152,79 EUR (Vj.245.994,90 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft sämtliche finanzierte Objekte als Sicherung an die Bank abgetreten. Im Rahmen der Darlehensverträge der ZHB Holzverwertung-GmbH & Co. KG in Höhe von 290.169,66 EUR (Vj. 145.215,21 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft sämtliche finanzierte Objekte als Sicherung an die Bank abgetreten. Im Rahmen der Darlehensverträge der Schneider & Söhne GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt 424.108,37 EUR (Vj.300.665,33 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft sämtliche finanzierte Objekte als Sicherung an die Bank abgetreten. Im Rahmen der Darlehensverträge der Zollikofer GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt 1.379.843,21 EUR (Vj. 2.444.989,39 EUR) mit den kreditgebenden Banken hat die Gesellschaft sämtliche finanzierte Objekte als Sicherung an die Banken abgetreten. Im Rahmen dieser Darlehen hat die Gesellschaft zudem in Höhe von 624.749,63 EUR (Vj. 965.902,28 EUR) sämtliche gegenwärtige und künftige Ansprüche gegen Drittschuldner (Globalabtretung) gem. Sicherungsvertrag vom 17.12.2015/04.01.2016 an die Bank abgetreten. Zusätzlich wurden Sicherheiten in Form von Grundschulden in Höhe von insgesamt 3.947.895,70 EUR (Vj. 3.947.895,70 EUR) gestellt. Im Rahmen der Darlehensverträge der NWO Nahwärme Ochsenhausen GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt 2.099.637,33 EUR (Vj. 2.299.247,71 EUR) mit der kreditgebenden Bank hat die Gesellschaft folgende Vermögenswerte als Sicherung an die Bank abgetreten:
Im Rahmen der Projektfinanzierung für die Windenergiepark Wetzlar GmbH wurden am 9. September 2022 Darlehensverträge mit einer kreditgebenden Bank abgeschlossen. Eine Inanspruchnahme erfolgte zum Bilanzstichtag noch nicht. Aufgrund der guten Finanz- und Ertragslage der betroffenen Tochterunternehmen gehen wir davon aus, dass eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen nicht erfolgt. 9. Latente Steuern Die zu aktiven latenten Steuern führenden Differenzen betreffen die abweichenden Bewertungen von immateriellen Vermögensgegenständen, vom Sachanlagevermögen sowie von Beteiligungen im Finanzanlagevermögen, die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, von Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit, Zeitwertkonten, Urlaub und Jubiläen, sowie den in der Steuerbilanz nicht anzusetzenden Drohverlustrückstellungen sowie Bewertungsabweichungen aufgrund § 4f EStG. Des Weiteren wurden aktive latente Steuer auf die Verlustvorträge gebildet. Dagegen wurden passive latente Steuern für die Bewertungsabweichungen beim Sachanlagevermögen, Rücklagen für Ersatzbeschaffung und die Umrechnung von Fremdwährungspositionen sowie die Bewertungsunterschiede aufgrund von § 5 Abs. 7 EStG saldiert. Zum 31. Dezember 2022 bestand per Saldo ein Passivüberhang. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte bis auf die Bewertung der latenten Steuern für die ausländische Tochtergesellschaften Edintore Wind Farm Ltd., Großbritannien (Steuersatz 25,00 Prozent) (Vj.25,00 Prozent), The Katz Group Americas, Inc., Sanborn, New York/USA (Steuersatz 21,00 Prozent) (Vj.21,00 Prozent), sowie der Beaver Paper & Graphic Media, Inc., Lawrenceville, Georgia/USA (Steuersatz 22,59 Prozent (Vj.23,0 Prozent)) grundsätzlich mit einem Steuersatz von 29,5 bis 31,6 Prozent (Vj.28,70 Prozent). Die Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge von Tochtergesellschaften sowie die auf Tochterpersonengesellschaften entfallenden Bewertungsabweichungen zwischen Konzern- und Steuerbilanz erfolgten mit den am Bilanzstichtag in den betroffenen Städten und Gemeinden gültigen Gewerbesteuersätzen in Höhe von 12,25 Prozent bis 22,59 Prozent (Vj.12,25 Prozent bis 17,15 Prozent). 10. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.
Im Rahmen des Avalkredits in Höhe von 163.744,00 EUR (Vj.163.744,00 EUR) wurde das entsprechende Guthaben auf dem Geldmarktkonto an die Bank verpfändet. Die harte Patronatserklärung deckt mit ihrem ausgewiesenen Wert bereits eine selbstschuldnerische Bürgschaft bis zum Betrag von 240.000,00 EUR (Vj. 240.000,00 EUR) ab. Aufgrund der guten Finanz- und Ertragslage der betroffenen Gesellschaften und der Genossenschaftsbank gehen wir davon aus, dass wir aus den Haftungsverhältnissen nicht in Anspruch genommen werden. 11. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und damit eine verbesserte Liquiditätsplanung ermöglicht. Alle wesentlichen Risiken sind an den Factor übergegangen. Zum 31. Dezember 2022 war ein Forderungsbestand im Nominalwert von 60.071.469,51 EUR (Vj. 53.971.835,28 EUR) verkauft. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Hauptumsatzträger sind hochwertige Spezialpapiere in den Bereichen Thermopapiere, Selbstdurchschreibepapiere, Feinpapiere, Farbige Papiere, Dekorpapiere und FlexTech-Papiere sowie Produkte auf Holzschliffbasis. Weitere Umsatzerlöse werden aus Vergütungen aus der Einspeisung von Strom inklusive Marktprämie und aus der Lieferung von Dampf erzielt. Durch das Joint Venture mit der Zollikofer Gruppe ist die Verwertung und der Verkauf von Holz ein weiterer Umsatzträger seit dem Geschäftsjahr 2021. Gliederung nach geographisch bestimmten Märkten:
Im Geschäftsjahr 2022 sind periodenfremde Umsatzkorrekturen von 2.238.878,63 EUR enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge Hierin sind periodenfremde Erträge von 12.037.039,89 EUR (Vj. 45.515.858,20 EUR) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Bewilligung einer Beihilfe für indirekte CO 2 -Kosten sowie Erträge aus Anlagenabgängen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zudem einen außergewöhnlichen Ertrag in Höhe von 3.784.404,91 EUR aus Zubuchungen von Ersatzteilen zu den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen der Koehler Kehl GmbH. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Erträge aus der Währungsumrechnung erfasst. Sie belaufen sich auf 26.545.522,08 EUR (Vj. 12.859.130,95 EUR). 3. Personalaufwand Die Forschungskosten des Koehler Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 2022 10.187.507,00 EUR (Vj. 9.813.864,00 EUR) und betreffen im Wesentlichen Personalkosten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Sie beinhalten im Wesentlichen Instandhaltungs- und Vertriebsaufwendungen, insbesondere Versandkosten und Zölle, sowie Beratungskosten, Mietaufwendungen und übrige Betriebsaufwendungen. Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.024.788,82 EUR (Vj. 3.410.146,81 EUR) enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 18.486.380,24 EUR (Vj. 4.487.128,41 EUR). 5. Ergebnis aus At-Equity-bewerteten Anteilen
Das Ergebnis aus der Änderung des At-Equity-Wertes wurde nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Berichtsjahr wurden nicht konsolidierte Anteile an assoziierten Unternehmen aufgrund anhaltender Verluste in Höhe von 7.000.000,00 EUR (Vj. 2.500.000,00 EUR) außerplanmäßig abgeschrieben. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen belaufen sich auf 2.798.680,99 EUR (Vj. 6.589.430,87 EUR). Der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen wurde mit Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von 4.941,00 EUR verrechnet. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das laufende Jahr wurden mit den Steuersätzen des jeweiligen Steuersubjekts berechnet. Hierbei kamen für Kapitalgesellschaft Steuersätze von 29,5 bis 31,6 Prozent für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und für Personengesellschaften Steuersätze von 11,90 bis 15,05 Prozent zur Anwendung. VIII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) Nr. 21, Kapitalflussrechnung, erstellt (siehe Anlage 5). Bei der Erstellung der Konzernkapitalflussrechnung wird als Finanzmittelfonds der Bestand der flüssigen Mittel abzgl. Kontokorrentverbindlichkeiten laut Konzernbilanz zugrunde gelegt. Diese kurzfristigen Zahlungsmittel belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 91.966 TEUR (Vj. 77.920 TEUR). IX. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
Bei allen Leasingverträgen handelt es sich um Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte in der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 2. Belegschaft Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer der vollkonsolidierten Unternehmen, getrennt nach Gruppen (§ 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB):
3. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Koehler Holding SE & Co. KG durch die Vorstände der Komplementär-Gesellschaft, der Koehler Management SE mit Sitz in Oberkirch. Vorstände der Koehler Management SE sind:
Der Beruf der Vorstandsmitglieder ist mit ihrer Organstellung identisch. Herr Kai Furler vertritt die Gesellschaft allein und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Dr. Stefan Karrer beziehungsweise Herr Frank Lendowski vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren Mitglied des Vorstands oder mit einem Prokuristen. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 314 Abs.1 Nr. 6 HGB) Für die Geschäftsführung erhält die Koehler Management SE keinerlei Bezüge. Für die Vorstände wird die Befreiung nach § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 5. Honorar des Abschlussprüfers (§ 314 Abs.1 Nr. 9 HGB) Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 364.450,00 EUR und betrifft in Höhe von 360.450,00 EUR Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von 4.000,00 EUR andere Bestätigungsleistungen. 6. Finanzinstrumente, Sicherungspolitik und Risikomanagement (§ 314 Abs. 1 Nr. 11 HGB) Der Koehler Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken werden durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte betrags- und fristenkongruent begrenzt. Im Rahmen verschiedener Projektfinanzierungen sind Darlehen einzelner Gesellschaften der Koehler-Gruppe Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte betrags- und fristenkongruent begrenzt. Die im Währungsmanagement eingesetzten Finanzinstrumente sind Zins- und Währungsswaps. Sie werden mit den bereits kontrahierten Grundgeschäften zu Micro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag sind bei einer in Britischen Pfund bilanzierenden Tochtergesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 9.714.281,00 EUR (Vj. 11.102.037,00 EUR) einbezogen gewesen. Mit den bestehenden Sicherungsinstrumenten wurden aus Währungskurs- und Zinsschwankungen resultierende Risiken abgesichert. Die aus Wechselkurs- und Zinsänderungen resultierenden Änderungen des Wertes von Grund- und Sicherungsgeschäften sind aufgrund der Struktur der aus ihnen resultierenden Zahlungsströme grundsätzlich gegenläufig. Sie gleichen sich über den verbleibenden Zeitraum von 10 Jahren in Bezug auf das Wechselkurs- und Zinsrisiko systematisch und nahezu vollständig aus. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung (critical terms match-Methode) nachgewiesen. Kontrakte werden ausschließlich mit erstklassigen Banken abgeschlossen, deren Bonität laufend von führenden Rating-Agenturen überprüft wird. Die Buch- und Zeit- bzw. Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Koehler-Gruppe stellen sich wie folgt dar:
Die Zeitwerte der Derivate werden durch den Einsatz von anerkannten mathematischen Bewertungsmethoden (z. B. Black & Scholes Model) auf der Basis von aktuellen Marktparametern ermittelt. Dabei werden Parameter wie Volatilität, Restlaufzeit und Kapitalmarktzinsen berücksichtigt. Ein Marktrisiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Finanzinstrumenten negativ beeinflussen. Die in der Übersicht aufgeführten Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Ein Zinsrisiko, das heißt mögliche Wertschwankungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze, kann sich vor allem bei langfristigen Verbindlichkeiten ergeben. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegenüber den jeweiligen Kontrahenten. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Die im Bestand befindlichen Sicherungsinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. 7. Persönlich haftender Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter der Koehler Holding SE & Co. KG ist die Koehler Management SE, Oberkirch mit einem gezeichneten Kapital von 120.000,00 EUR (Vj. 120.000,00 EUR). 8. Nachtragsbericht (§ 314 Nr. 25 HGB) Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 eingetreten.
Oberkirch, den 21. April 2023 Koehler Holding SE & Co. KG vertreten durch die Vorstände der Koehler Management SE Kai Furler Dr. Stefan Karrer Frank Lendowski Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Koehler Holding SE & Co. KG, Oberkirch, im Geschäftsjahr 2022
Der Konzernabschluss der Koehler Holding SE & Co. KG zum 31. Dezember 2022 wurde am 24. April 2023 gebilligt. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Die Koehler-Gruppe produziert im Kerngeschäft hochwertige Spezialpapiere eingeteilt in die Sparten
Die Konzern-Verwaltung der Koehler-Gruppe hat ihren Sitz in Oberkirch und stellt als eines der wenigen unabhängigen großen deutschen Familienunternehmen in der Papierindustrie seine Produkte mit modernster Technik her. Mit Thermopapieren, Spielkartenkarton und Bierglasuntersetzern hat es das Unternehmen an die Weltmarktspitze geschafft, mit Selbstdurchschreibepapieren ist es europaweit führend. Dekorpapiere für die Möbelindustrie, Sublimationspapiere, hochwertige Feinpapiere und Spezialpapiere sowie bunte Recyclingkartons aus 100 Prozent Sekundärfaserstoffen runden unsere Produktpalette ab. Am Standort Kehl werden flexible Verpackungen an einer neuen Produktionslinie hergestellt. Unter der CC Coaster and Cardboard Holding GmbH & Co. KG sind die Pappen-Aktivitäten vereint. Mit allen Ressourcen sparsam umzugehen, bleibt untrennbar mit der Zukunftssicherung des Unternehmens verbunden. Deshalb investiert die Koehler-Gruppe neben dem Kerngeschäft Papier verstärkt in den Bereich der erneuerbaren Energien. Bilanziell mehr erneuerbare Energie zu produzieren als für die eigene Papierproduktion verbraucht wird, ist das langfristige Ziel. Die Erforschung neuer Technologien gehört für uns ebenso zum Zukunftskonzept, wie die Investition in vielversprechende Start-Ups. Die Koehler Paper SE fungiert als operative Obergesellschaft der Koehler Paper Group und beinhaltet im Wesentlichen den Geschäftsbereich Vertrieb im Kerngeschäft Spezialpapiere. Dabei erwirbt die Gesellschaft die Produkte der Werke Kehl und Oberkirch und vertreibt Sie an den Kunden. Des Weiteren ist die Funktion "Supply Chain Management" in der Gesellschaft angesiedelt. Sie hält außerdem Marken, Beteiligungen an ausländischen Vertriebsgesellschaften, an den Produktionsgesellschaften (Koehler Kehl GmbH und Koehler Oberkirch GmbH), der Koehler Greiz GmbH & Co. KG, der CC Coaster and Cardboard Holding GmbH & Co. KG, der Koehler Invest Inc., der Beaver Paper GmbH sowie an weiteren Gesellschaften. Zwischen der Koehler Paper SE, Oberkirch, und der Koehler Kehl GmbH, Kehl, sowie zwischen der Koehler Paper SE, Oberkirch, und der Koehler Oberkirch GmbH, Oberkirch, bestehen Vereinbarungen zur Intercompany-Verrechnung. Die Verrechnung der Produkte erfolgt zu Herstellungskosten zuzüglich eines Gewinnzuschlags (sog. HK-Plus-Methode). Der Verrechnungspreis pro Verkaufsartikel ermittelt sich über die berechneten Herstellkosten plus Gewinnzuschlag von 5 Prozent. Die Koehler Paper SE vertreibt die oben genannten Produkte für die Werke Kehl und Oberkirch. Am Standort Oberkirch produziert die Koehler Oberkirch GmbH auf drei Papiermaschinen (im Nachfolgenden PM genannt). Auf der PM 5 werden vorwiegend Dünndruck-, Selbstdurchschreibe- und Thermosublimationspapiere gefertigt. Die PM 4 ist auf die Produktion von Feinpapieren spezialisiert. Auf der PM 3 werden Kanten-Dekorpapiere und Feinpapiere hergestellt. Im Werk Kehl werden von der Koehler Kehl GmbH auf vier hochmodernen Produktionslinien im Wesentlichen Thermopapiere, Dekorpapiere und Flexible Verpackungspapiere (FlexTech) produziert. Auf einer Papiermaschine im Werk Greiz produziert die Koehler Greiz GmbH & Co. KG hochwertige farbige Papiere und Kartons (Eulerpapiere). Der Vertrieb der Eulerpapiere erfolgt von der Koehler Greiz GmbH & Co. KG selbst. Unter der CC Coaster and Cardboard Holding GmbH & Co. KG sind die Pappe-Aktivitäten vereint. Die The KATZ Group produziert im Werk Weisenbach und an den beiden Standorten der The Katz Group Americas Inc., Sanborn, New York/USA, und am Standort Johnson City, Tennessee/USA, im Wesentlichen Bierglasuntersetzer. Der Vertrieb der Pappe erfolgt von der The KATZ Group selbst. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Katz GmbH & Co. KG den Kundenstamm ihres Geschäfts mit Bierglasuntersetzern auf die CC Coaster GmbH & Co. KG (vormals Marienthaler Werbe-Offsetdruck GmbH & Co. KG) übertragen. Die Produktion für die seit 2021 vollständig zum Koehler Konzern gehörende CC Coaster GmbH & Co. KG erfolgt derzeit durch The KATZ Group, der Vertrieb der Coasters durch die CC Coaster GmbH & Co. KG. Da eine Kapazitätserweiterung in Weisenbach nicht möglich ist, soll am Standort Willstätt ein Ausrüstungszentrum für die Bedruckung von Bierglasuntersetzern errichtet werden. An den Standorten Willstätt (Deutschland) und Atlanta, Georgia/USA, verarbeitet die Firmengruppe Beaver Paper Sublimationsmedien für die Farbstoffsublimations- und Digitaldruckindustrie, die sie selbst vertreibt. Die Koehler Renewable Energy wurde 2012 als Teil der Koehler-Gruppe gegründet und möchte nachhaltig an der Energiewende in Deutschland mitwirken und diese Herausforderung annehmen. Die Produktion von unter anderem Strom und Dampf hat sich unter der Koehler Renewable Energy innerhalb kurzer Zeit zu einem bedeutenden zweiten Standbein entwickelt, das die Koehler-Gruppe weiter ausbaut. Ziel ist es, bis 2030 bilanziell mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, als für die Papierproduktion benötigt wird. Gemeinsam mit Geschäftspartnern investieren wir in Biomasse Kraft-Wärmekopplungsanlagen, Onshore Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft. Auch neue Energietechnologien sind im Fokus. Dabei wollen wir das seit Jahrzehnten im Hause vorhandene Knowhow nutzen, um Projekte im Bereich Erneuerbare Energien zu entwickeln und auch später zu betreiben. Dafür investiert Koehler weiter in Biomasse-Heizkraftwerke, Windparks, Wasserkraft und Solarenergie. Die Biomasse-Heizkraftwerke entstehen dort, wo insbesondere auch die Wärme benötigt wird. Das beschränkt sich nicht auf die Papierindustrie. Auch andere Industrien benötigen Energie und Wärme. Biomasse eignet sich hier in besonderer Art und Weise, weil zwar Energie durch Verbrennung erzeugt wird, dabei aber keine fossilen Brennstoffe zum Einsatz kommen und so nur CO 2 freigesetzt wird, das auch in einem Verrottungsprozess freigesetzt werden würde. Die B E B Bioenergie Baden GmbH besitzt und betreibt am Standort Kehl zwei mit Altholz befeuerte Biomasse-Heizkraftwerke. Die Biomasse-Heizkraftwerke erzeugen mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung der Papierproduktion der Papierfabrik Koehler Kehl GmbH mit Prozessdampf sowie zukünftig mit Strom. Das Biomasse-Heizkraftwerk der DBE - Dollbergen Bioenergie GmbH in Dollbergen ist im Juli 2020 in Betrieb gegangen. Hinter dem Projekt steht als Hauptgesellschafter die Koehler Renewable Energy GmbH, welche zusammen mit der Umwelt Management AG UMaAG das Projekt realisierte. In Dollbergen wird naturbelassenes Holz verfeuert, das mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung der Produktion von AVISTA OIL mit Prozessdampf. Die EBE - Elsflether Bioenergie GmbH besitzt und betreibt am Standort in Elsfleth ein mit naturbelassenem Holz befeuertes Biomasse-Heizkraftwerk, welches mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung der Produktion von Omni-Pac GmbH, Elsfleth, mit Prozessdampf. Die GBE - Gocher Bioenergie GmbH besitzt und betreibt am Standort Goch ein mit naturbelassenem Holz befeuertes Biomasse-Heizkraftwerk, welches mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung der Produktion von Nähr-Engel GmbH, Goch, mit Prozessdampf. Die WBE - Wiesmoorer Bioenergie GmbH besitzt und betreibt am Standort Wiesmoor ein Biomasse-Heizkraftwerk, welches mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung verschiedener Gartenbaubetriebe mit Wärme. Des Weiteren besteht eine 25,1 %ige Beteiligung an der Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH, Brunsbüttel. Diese betreibt seit September 2008 ein Biomasse-Heizkraftwerk und liefert ihren benachbarten Industriekunden Wärmeenergie in Form von Prozessdampf aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist die Stromeinspeisung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Versorgung der Produktion von benachbarten Industriekunden mit Prozessdampf. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie wird das Kraftwerk am Standort Oberkirch auf Biomasse umgestellt werden. Der Einsatz von Biomasse statt Kohle soll damit die CO 2 Emissionen um mehr als 150.000 t pro Jahr reduzieren. Die Koehler Renewable Energy GmbH hält zur langfristigen Rohstoffversorgung für Biomasse-Kraftwerke 60 Prozent der Anteile an der Zollikofer-Gruppe. Die Übernahme im Vorjahr erfolgte, um die schon bestehenden und weiter geplanten Biomasse-Kraftwerke langfristig mit Biomasse versorgen zu können. Die Zollikofer-Gruppe wurde 1966 in Bad Wurzach gegründet und hat sich seitdem zum großen Anbieter für die Ver- und Bearbeitung sowie den Handel und die Logistik von Holz und Holzprodukten, insbesondere Sägeneben- und Rindenprodukte, Gebraucht-, Wald-, Energie- und Recyclingholz und Biomasse für die thermische und stoffliche Verwertung entwickelt. Darüber hinaus hält die Koehler Renewable Energy GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der Edintore Wind Farm Ltd., Edinburgh/Großbritannien, die 6 Enercon E-92-Windenergieanlagen betreibt. Bezüglich der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang. Leistungsindikatoren Unsere Leistung messen wir regelmäßig anhand steuerungsrelevanter Indikatoren. Die Unternehmenssteuerung ist im Wesentlichen auf finanzielle Leistungsindikatoren ausgerichtet. Wichtige Kennzahl zur Unternehmenssteuerung ist neben den Umsatzerlösen das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern abzüglich Zins- und Beteiligungsergebnis). Nicht finanzieller Leistungsindikator ist im Rahmen der Unternehmenssteuerung die Absatzmenge. Innerhalb der einzelnen Sparten der Koehler-Gruppe wird im Wesentlichen über die Absatzmenge gesteuert. Nachhaltigkeitsstrategie 2030 Die Koehler-Gruppe ist ein dynamisches unabhängiges Familienunternehmen. Verantwortungsbewusstsein und kluge unternehmerische Entscheidungen begleiten die Geschichte des Unternehmens seit jeher. So ist Nachhaltigkeit ein Grundprinzip des Handelns der Koehler-Gruppe, Grundlage der Unternehmensstrategie und somit ein integraler Bestandteil der Organisation. Wir stehen für absolute Verlässlichkeit, Loyalität und unternehmerische Leidenschaft. Dazu zählen eine hohe Innovations- und Investitionsbereitschaft. Das schafft langfristig einen Mehrwert und Vertrauen, insbesondere bei der Belegschaft und bei Geschäftspartnern. Die Zukunft der Koehler-Gruppe wird bestimmt durch das Bestreben, nachhaltige, innovative Lösungen entlang der Wertschöpfungskette umzusetzen und unsere ambitionierten Klimaschutzziele zu verwirklichen. Sinnvoll und effizient setzen wir unsere Ressourcen ein und schützen damit unsere Umwelt. Dabei sind Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz elementare Grundsätze. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz verbessern wir kontinuierlich unsere ökologische und ökonomische Wirkung sowie unseren sozialen Beitrag. Gemeinsam schaffen wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kreative Räume, in welchen wir ausbilden, lernen, fördern und uns weiterentwickeln. Vielfalt und Gleichberechtigung werden gefordert und aktiv gefördert. Der Nachhaltigkeitsgedanke begleitet uns seit je her und wird es weiter tun. Unsere Nachhaltigkeitspositionierung umfasst die Nachhaltigkeitsdimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie, die wir in konkrete Ziele und Handlungsfelder übersetzt haben. Dabei wurde folgende wesentlichen Handlungsfelder definiert:
Forschung und Entwicklung Der Koehler-Konzern wird seinem Marktbild als innovatives Unternehmen unter anderem durch Systeminnovationen mittels Einführung innovativer Rohstoffe, Produkte und Fertigungstechnologien gerecht. Der Bereich Technologie arbeitet in enger Abstimmung mit allen Bereichen und Sparten an der Umsetzung der Koehler Vorwärtsstrategie. Im Jahresdurchschnitt waren im Bereich Forschung und Entwicklung 78 (Vj. 76) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Die Gesamtkosten für die Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2022 10.188 TEUR (Vj. 9.814 TEUR). Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben wir vollständig als Aufwand gebucht. Das Aktivierungswahlrecht der Entwicklungskosten wurde nicht in Anspruch genommen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als global tätiges Unternehmen ist Koehler in hohem Maße von den regionalen wie auch weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Hierbei sind wir einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können. Dies gilt vor allem für die wichtigen Absatzmärkte Europa und Nord-/Südamerika. Unsere Einschätzung der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung in der nächsten Zukunft werden wir auch im Prognosebericht des Konzernlageberichts 2022 ausführlich darstellen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Ende Januar 2023 veröffentlichten World Economic Outlook (WEO) Update davon aus, dass sich das globale Wachstum im Jahr 2022 auf 3,4 Prozent abgeschwächt hat. Für 2023 wird ein weltweites Wachstum von nur 2,9 Prozent vorausgesagt, womit es sich im Vergleich zu 2021 mehr als halbieren würde. Damit stünde die Weltwirtschaft immer noch deutlich besser da als Deutschland: Für die deutsche Wirtschaftsleistung geht der IWF in 2022 noch von einem Anstieg von 1,9 Prozent aus, wohingegen für 2023 eine deutliche Reduktion des Wachstums auf 0,1 Prozent erwartet wird. Die aktuelle Statistik des Verbands DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. weist für 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Produktionsrückgang von Papier, Karton und Pappe um 6,5 Prozent auf 21,6 Mio. Tonnen aus. Der Absatz verzeichnete einen Rückgang um 6,4 Prozent. Die deutsche Papierindustrie exportiert einen großen Teil ihrer Produkte in das europäische, aber auch nicht-europäische Ausland und unterliegt daher den weltwirtschaftlichen und handelspolitischen Rahmenbedingungen. Der Auslandsabsatz der deutschen Papierindustrie verringerte sich um 4,8 Prozent und der Inlandsabsatz um 7,9 Prozent (Quelle: "Kenndaten Zellstoff- und Papierindustrie in Deutschland 2022"). Die Situation bei den einzelnen Sorten ist dabei unterschiedlich. Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Energieumfeld waren von großen Preissprüngen an den Energiemärkten, einem deutlich niedrigeren Energieverbrauch von Haushalten und Industrie und einer witterungsbedingten Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch geprägt. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2021 stiegen die Preise an den Energiebörsen im Jahresmittel 2022 um 167 Prozent für Erdgas, um 157 Prozent für Steinkohle und um 54 Prozent für Öl. Laut Agora ist der Energieverbrauch in Deutschland um 4,7 Prozent zurückgegangen, unter anderem aufgrund der massiven Preissteigerungen bei Erdgas und Strom sowie der milden Witterung. Zur Sicherstellung der Energiesicherheit kamen verstärkt Kohle und Öl zum Einsatz. Für den Einsatz Erneuerbarer Energien war 2022 ein Rekordjahr. Insgesamt lieferten diese einen neuen Höchstwert von 46,0 Prozent an der gesamten Stromerzeugung im Vergleich zu 40,5 Prozent im Jahr 2021. Laut Agora-Analyse sei dieser Anstieg jedoch vor allem witterungsbedingt und damit nicht auf einen strukturellen Ausbau zurückzuführen. So dauere in Deutschland insbesondere die Ausbau-Krise bei der Windenergie an (Quelle: Agora Energiewende vom 04.01.2023). Geschäftsverlauf Der Umsatz des Geschäftsjahres liegt deutlich über dem Plan und mit 1.322.607 TEUR um 381.972 TEUR deutlich über dem Vorjahr. Das operative Ergebnis liegt mit 173.943 TEUR um 98.615 TEUR deutlich über dem Vorjahr und deutlich über dem Plan. Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr durch Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gekennzeichnet, die aufgrund steigender Rohstoffpreise und Energiekosten am Markt durchgesetzt werden konnten. Die Koehler Paper Group konnte im Geschäftsjahr die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse und das prognostizierte operative Ergebnis übertreffen, welches aus den oben genannten Effekten resultierte. Die Koehler Energy Group konnte im Geschäftsjahr die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse und das prognostizierte operative Ergebnis ebenfalls deutlich übertreffen. Grund hierfür waren steigende Stromerlöse oberhalb der EEG-Vergütung und einmalige Sondereffekte, wie ein Mehrerlös durch den Verkauf eines deutschen Windparks (Anteilstausch). Der im Vorjahr prognostizierte Absatz konnte nicht erreicht werden. Für den Dampf- und Wärmeabsatz liegen die Werte deutlich unter Plan, für den Stromabsatz nur leicht. Produktion Die Koehler Paper Group produzierte im Geschäftsjahr 2022 556.711 Tonnen (Vj. 574.401 Tonnen) Papier und Pappe. Dies entspricht einer Verminderung um 3,1 Prozent (Vj. Erhöhung um 19,2 Prozent). Absatz Der Absatz liegt bei verkauften 557.619 Tonnen (Vj. 567.958 Tonnen) Papier. Absatz in Tonnen
Absatzmenge in Tonnen nach Regionen:
Der Gesamtabsatz im Geschäftsjahr 2022 liegt unter Planniveau (602.227 Tonnen). Hierbei wurden für die Sparten Selbstdurchschreibe- und Thermopapiere 325.000 Tonnen, Feinpapiere 88.874 Tonnen, Dekorpapiere 56.105 Tonnen und FlexTech-Papiere 60.797 Tonnen geplant. Der Planabsatz 2022 der Beaver Paper Group belief sich auf 14.161 Tonnen, der Koehler Greiz auf 32.824 Tonnen und der CC Coaster Gruppe auf 24.466 Tonnen. Der Stromabsatz liegt mit verkauften 289.517 MWh (Vj. 268.114 MWh) Strom um 8,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres: Eingespeister Strom in MWh
Des Weiteren wurden von der Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH, an der die Koehler Renewable Energy GmbH 25,1 Prozent der Anteile hält (assoziiertes Unternehmen), 37.605 MWh (Vj. 42.696 MWh) Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Der Dampfabsatz liegt mit verkauften 191.784 Tonnen (Vj. 160.188 Tonnen) Dampf 19,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Absatz Dampf in Tonnen
Von der Bioenergie Brunsbüttel Contracting GmbH (assoziiertes Unternehmen) wurden im Geschäftsjahr 2022 114.329 Tonnen Dampf (Vj. 126.407 Tonnen) abgesetzt. Des Weiteren hat die WBE - Wiesmoorer Bioenergie GmbH 24.497 MWh (Vj. 25.543 MWh) Wärme als Heißwasser an benachbarte Gärtnereien geliefert. Auftragslage Die Geschäftsfelder der Koehler Paper Group fertigen überwiegend auf Kundenbestellung aus dem Sortimentsprogramm Selbstdurchschreibe- und Thermopapiere, Fein- und Eulerpapiere, Dekorpapiere sowie FlexTech-Papiere. Dabei werden die Kapazitäten bei einzelnen Papieren in gewissem Rahmen flexibel der sich ändernden Nachfrage angepasst. Insgesamt ist die Auftragssituation der Koehler Paper Group zufriedenstellend. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 147.542 Tonnen (Vj. 198.809 Tonnen) deutlich unter Vorjahresbestand. Unsere Kapazitäten sind somit im Wesentlichen gut ausgelastet, wobei deutliche Unterschiede innerhalb des Sortimentsprogramms bestehen. Die Geschäftsfelder der CC Coaster beinhalten einerseits die Fertigung von Pappe sowie andererseits die Verarbeitung und die Bedruckung dieser Pappe zu Bierglasuntersetzern oder anderen bedruckten Pappestanzprodukten. Die Veredelung der Pappe erfolgt auf Bestellung nach den Wünschen der Kunden im Werk in Weisenbach. Die Beaver Gesellschaften vertreiben auf dem US-Markt durch die Beaver Paper & Graphic Media, Inc., Lawrenceville und auf dem europäischen Markt durch die Beaver Paper GmbH, Willstätt, Transferpapier, das im Wesentlichen zur Bedruckung von Textilen genutzt wird. Die Biomasseheizkraftwerke der Koehler Energy Group produzieren bedarfsgerecht Dampf für verschiedene anliegende Großdampfabnehmer. Das Biomasseheizkraftwerk der WBE in Wiesmoor liefert Wärme an mehrere umliegende Großgärtnereien. Personalbericht Im Koehler-Konzern werden zum Bilanzstichtag in den einzelnen Gesellschaften folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt:
Der Personalaufwand erhöhte sich im Kalenderjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 23.141 TEUR (Vj. 9.420 TEUR) auf 190.472 TEUR. Der Anteil der Personalkosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen hat sich im Koehler-Konzern auf 14,4 Prozent (Vj. 17,8 Prozent) reduziert. Zum Schluss des Geschäftsjahres 2022 befanden sich insgesamt 129 (Vj. 115) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koehler-Gruppe in der Altersteilzeitregelung; davon 61 (Vj. 54) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Vollarbeitsphase, 52 (Vj. 45) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Freistellungsphase und 16 (Vj. 16) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wartephase. Die Rückstellung für Altersteilzeit belief sich am 31.12.2022 auf 7.249 TEUR (Vj. 6.942 TEUR). Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 stiegen die Umsatzerlöse des Koehler Konzerns um 40,6 Prozent auf 1.322.607 TEUR (Vj. 940.635 TEUR). Die Umsatzerlöse in der Koehler Paper Group sind im Berichtsjahr durch Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr gekennzeichnet, die aufgrund steigender Rohstoffpreise und Energiekosten am Markt durchgesetzt werden konnten. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse der Koehler Energy Group resultiert einerseits aus der ganzjährigen Einbeziehung der Zollikofer-Gruppe, wohingegen diese im Vorjahr erst zum 1. Juni bzw. 1. Juli 2021 erfolgte. Andererseits lag der externe Dampfabsatz um 5,6 Prozent und die Stromabsatzmengen um 8,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, was neben steigenden Strompreisen oberhalb der EEG-Vergütung zu einem weiteren Anstieg beigetragen hat. Die Umsatzerlöse des Koehler Konzerns betrugen im Inland 435.564 TEUR (Vj. 303.012 TEUR), in der Europäischen Union 364.818 TEUR (Vj. 241.822 TEUR) und in den sonstigen Drittländern 522.225 TEUR (Vj. 395.801 TEUR). Im Berichtsjahr beläuft sich die Bestandsveränderung aufgrund erhöhter Bevorratung und gestiegener Preise auf +28.480 TEUR (Vj. +30.751 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Berichtsjahr um -21.331 TEUR auf 55.232 TEUR. Die Abweichung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem im Vorjahr enthaltenen außergewöhnlichen Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen im Rahmen der Anpassung einer Risikoposition in Höhe von 27.980 TEUR. Die Erträge aus der Währungsumrechnung haben sich im Berichtsjahr um 12.859 TEUR auf 26.546 TEUR erhöht. Die Materialaufwendungen belaufen sich auf 766.663 TEUR (Vj. 573.695 TEUR) und liegen damit deutlich über dem Vorjahr. Die Materialeinsatzquote des Koehler-Konzerns beträgt 58,0 Prozent gegenüber 61,0 Prozent im Vorjahr. Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für sonstige bezogene Waren und Dienstleistungen. Die deutliche Erhöhung des Materialaufwands resultiert im Wesentlichen aus im Jahr 2022 gestiegenen Rohstoffpreisen und höheren Energiekosten. Die Personalaufwendungen in Höhe von 190.472 TEUR (Vj. 167.331 TEUR) sind um 13,8 Prozent gestiegen. Die Abweichung erklärt sich im Wesentlichen aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl und im Geschäftsjahr erfolgten Lohn- und Gehaltsanpassungen und Zuführungen zu personalbezogenen Rückstellungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr auf 54.337 TEUR (Vj. 50.780 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 39.875 TEUR bzw. 22,0 Prozent auf 221.153 TEUR erhöht. Dabei sind die Instandhaltungsaufwendungen um 22.498 TEUR und die Frachtaufwendungen und Zölle um 18.459 TEUR gestiegen. Gegenläufig haben sich die Beratungskosten um 22.234 TEUR verringert. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 18.486 TEUR (Vj. 4.487 TEUR). Das sich aus den vorgenannten Positionen ergebende operative Ergebnis des Koehler-Konzerns lag zum Geschäftsjahresende bei 173.943 TEUR (Vj. 75.328 TEUR) und somit deutlich über dem Vorjahr. Hauptursächlich für die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr war das aufgrund der oben erläuterten Effekte um 165.186 TEUR verbesserte Rohergebnis. Gegenläufig waren insbesondere um 23.141 TEUR höhere Personalaufwendungen sowie um 39.875 TEUR höhere sonstige betriebliche Aufwendungen. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beläuft sich auf-15.571 TEUR (Vj. -13.161 TEUR). Die Veränderung ist einerseits auf um 4.500 TEUR höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen. Gegenläufig hat sich das negative Zinsergebnis per Saldo um 3.156 TEUR auf -9.538 TEUR (Vj.-12.694 TEUR) verbessert. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 158.373 TEUR deutlich über dem Vorjahresergebnis (62.168 TEUR). Der Jahresüberschuss beträgt 112.612 TEUR (Vj.40.289 TEUR). Finanzlage Das Eigenkapital des Koehler-Konzerns stieg im Geschäftsjahr um 98.968 TEUR (Vj. 9.518 TEUR) auf 698.994TEUR (Vj. 600.026 TEUR). Die Steigerung beruht auf dem Konzernjahresüberschuss abzüglich der bei der Koehler Holding SE & Co. KG als Fremdkapital zu behandelnden Gewinnentnahmen, den Veränderungen im Konsolidierungskreis und der Veränderung der Währungsumrechnungsrücklage infolge der Konsolidierung der in Fremdwährung bilanzierenden konsolidierten Tochtergesellschaften. Die Eigenkapitalquote beläuft sich bei einer gestiegenen Bilanzsumme auf 54,2 Prozent (Vj. 51,5 Prozent) und hat das langfristige Ziel von mehr als 40 Prozent deutlich überschritten. Die wesentlichen Vorgänge sind dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Mit 166.712 TEUR (Vj. 131.380 TEUR) haben die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten (mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren), insbesondere die Pensionsrückstellungen und die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, einen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 12,9 Prozent (Vj. 11,3 Prozent). Die kurz- und mittelfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, mit einer Restlaufzeit unter fünf Jahren, sind um 14.123 TEUR auf 408.664 TEUR (Vj.422.787 TEUR) gesunken. Sie betragen 31,7 Prozent (Vj.36,3 Prozent) der Bilanzsumme. Die Rückstellungen betreffen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen, wie beispielsweise Rückstellungen für die Prüfung der Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses, unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, Erfolgsbeteiligung Mitarbeiter, Altersteilzeit, Resturlaubsverpflichtungen, Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Gutschriften und ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Rechtsberatungskosten und Rechtsstreitigkeiten. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang zu entnehmen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 107.090 TEUR (Vj. 16.650 TEUR), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -61.038 TEUR (Vj. -53.424 TEUR) und der Cashflow der Finanzierungstätigkeit -34.875 TEUR (Vj. 44.795 TEUR). Weitere Angaben zum Cashflow sind im Konzernanhang dargestellt. Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (inklusive der Kontokorrentverbindlichkeiten) sind von 215.215 TEUR auf 192.573 TEUR gesunken. Der Anteil der Bankverbindlichkeiten an der gestiegenen Bilanzsumme beträgt 14,9 Prozent (Vj. 18,5 Prozent). Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Konsortialfinanzierung bestehen Covenants, die zum 31. Dezember 2022 vollständig eingehalten wurden. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 125.492 TEUR von 1.165.096 TEUR auf 1.290.558 TEUR. Hiervon entfallen 659.172 TEUR (Vj. 658.121 TEUR) auf das Anlagevermögen und 631.416 TEUR (Vj. 506.974 TEUR) auf das Umlaufvermögen und den Rechnungsabgrenzungsposten. Das Anlagevermögen ist um 1.051 TEUR (Vj. 1.615 TEUR) gestiegen. Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um 124.441 TEUR (Vj. 131.101 TEUR) erhöht. Insgesamt investierte die Koehler-Gruppe 65.826 TEUR (Vj.32.870 TEUR). Dabei beliefen sich die Investitionen in das immaterielle Vermögen auf 2.094 TEUR (Vj. 897 TEUR) und in das Sachanlagevermögen auf 61.827 TEUR (Vj.25.467 TEUR). Letztere entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in den Standort Willstätt, Anzahlungen im Zusammenhang mit den Dekarbonisierungsprojekten in Oberkirch und Greiz, den Erweiterungsbau der Abwasserreinigungsanlage in Kehl sowie Investitionen im Papierbereich, wie bspw. Anzahlungen für die Rollmaschine 17, eine Rollentransportanlage sowie Ausbaustufen an der SM 8. Die Abgänge aus dem Sachanlagevermögen (abzüglich Abschreibungen) betragen 1.313 TEUR (Vj.25.721 TEUR). Die Zugänge zum Finanzanlagevermögen betrugen 1.905 TEUR (Vj.6.506 TEUR) und entfallen im Wesentlichen auf Anteile an At-Equity-konsolidierten Unternehmen bzw. nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Die Abschreibungen auf Anteile an Beteiligungsunternehmen beträgt 7.000 TEUR (Vj.2.500 TEUR). Der Koehler-Konzern hat zum 31.12.2022 Investitionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 67.054. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für die Dekarbonisierungsprojekte in Oberkirch (TEUR 29.699) und Greiz (TEUR 1.303), eine neue Rollenschneidemaschine in Kehl (TEUR 6.965), das Ausrüstungszentrum in Willstätt (TEUR 6.836), den Windpark Wetzlar (TEUR 11.964) und das Post EEG Projekt der B E B Bio Energie Baden GmbH (TEUR 8.736). Finanziert werden diese Projekte im Wesentlichen aus dem laufenden Cashflow, dem bestehenden Konsortialkredit sowie Projektfinanzierungen. Die Bestände an Waren, fertigen und unfertigen Erzeugnissen sind zum Jahresende um 29.782 TEUR von 87.664 TEUR auf 117.446 TEUR gestiegen. Aufgrund einer hohen Vorratshaltung und hohen Rohstoffpreisen, insbesondere beim Zellstoff, betragen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 171.345 TEUR (Vj. 117.222 TEUR). Insgesamt haben sich die Vorräte um 83.819 TEUR auf 288.791 TEUR erhöht. Im Umlaufvermögen sind des Weiteren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 39.813 TEUR auf 189.924 TEUR deutlich gestiegen. Zur Optimierung des Working Capital Bedarfs und auch im Hinblick auf eine diversifizierte kurzfristige Finanzierungsstrategie, verkauft die Koehler Gruppe, wie im Vorjahr, einen Teil Ihrer Forderungen an eine Factoring Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2022 war ein Forderungsbestand im Nominalwert von 60.071 TEUR (Vj. 53.972 TEUR) verkauft. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 43.210 TEUR (Vj. 44.240 TEUR) und sind leicht gesunken. Sie beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche sowie einen Sicherheitseinbehalt aus dem Verkauf von Forderungen. Weitere Details der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind dem Forderungsspiegel im Anhang zu entnehmen. Des Weiteren sind die flüssigen Mittel um 1.093 TEUR auf 91.966 TEUR leicht gestiegen. Es stehen Kreditlinien derzeit sowie in der Zukunft in ausreichendem Umfang zur Verfügung und die Liquiditätssituation ist aus Sicht des Koehler Konzerns zufriedenstellend. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sanken um 154 TEUR auf 16.373 TEUR und betreffen im Wesentlichen aktivierte Vorauszahlungen im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag. Gesamtaussage Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf, dem Stand und der wirtschaftlichen Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2022 sehr zufrieden. Die Planung für das Geschäftsjahr wurde trotz herausfordernder Entwicklungen deutlich übertroffen. Dies ist in der Koehler Paper Group im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Kostensteigerungen an den Markt weitergegeben werden konnten. In der Koehler Energy Group wurde die Planung aufgrund von hohen Strompreisen im Jahr 2022 oberhalb der EEG-Vergütung deutlich übertroffen. III. Chancen- und Risikobericht Die wesentlichen Determinanten der künftigen positiven Entwicklung des Koehler-Konzerns liegen primär in zukunftsgerichteten Strategien und Maßnahmen, die das stetige qualitative und quantitative Wachstum des Unternehmens nachhaltig sicherstellen sollen. Die Geschäftsfelder des Koehler-Konzerns sind im Rahmen ihrer globalen Aktivitäten und aufgrund der fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Als Chancen definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen. Unter Risiken verstehen wir jedes Ereignis, welches das Erreichen unserer kurzfristigen operativen oder unserer langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Das Risikomanagement von Koehler hat das Ziel, Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung von Koehler verhindert und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden. Durch den Risikomanagementprozess soll sichergestellt werden, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Koehler Management SE vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem regelt die Erfassung, die Bewertung und die Berichterstattung von Risiken. Das Risikomanagement des Koehler-Konzerns fordert in der derzeitigen Ausprägung nicht die Identifizierung und Bewertung von Chancen. Chancen Die Koehler-Gruppe befindet sich in einer Transformation zu einem nachhaltigen Unternehmen. 2021 wurde der erste Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt und im Geschäftsjahr die Nachhaltigkeitsstrategie 2030 entwickelt. Es ergeben sich Chancen durch die erfolgreiche Entwicklung der bereits oben genannten sechs festgelegten Handlungsfelder. Die allgemeine Erwartung ist, mit einer nachhaltigen Ausrichtung ein überdurchschnittliches Wachstum von Absatz, Umsatz und Ertrag zu erwirtschaften. Insbesondere mit den Produkten der Blue4est Familie und den Barrierelösungen für die FlexTech-Sparte wurden Alleinstellungen geschaffen. Chancen ergeben sich auch durch das Vorantreiben der Dekarbonisierung mit dem damit verbundenen Vermeiden von Emissionsabgaben und das Hedging von Energiekostenrisiken durch den Ausbau der Energieerzeugungskapazitäten in der Koehler Renewable Energy. Im Jahr 2030 soll in der Koehler-Gruppe bilanziell mehr Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden, als für die Papierproduktion benötigt wird. Die Vermarktung der elektrischen Energie der Kraftwerke erfolgt nach dem Gesetz der Erneuerbaren Energie und ist daher per Gesetz für die Dauer von 20 Jahren gewährleistet. In 2022 lagen die Strombörsenpreise deutlich über der EEG-Vergütung und die Kraftwerke konnten zusätzliche Erträge über der geplanten EEG-Vergütung erzielen. Hieraus ergibt sich auch für 2023 eine Chance für den Fall, dass die Strombörsenpreise weiterhin über der EEG-Vergütung liegen. Nicht zuletzt durch Digitalisierungsprojekte soll der Einsatz von Ressourcen weiter effizient optimiert werden. Chancen ergeben sich aus besserer Verfügbarkeit und Qualität von Informationen und der damit verbundenen Steigerung der Effizienz. Mit unserer verstärkten Ausrichtung auf den Erfolgsfaktor Mensch erarbeiten wir Chancen in einem immer kompetitiveren Arbeitsmarkt, der zudem von demographischem Wandel geprägt ist. Wir fördern und entwickeln unsere Mitarbeiter durch gute Aus- und Weiterbildung, deren Gesundheit durch vielfältige Vorsorge- und Gesundheitsprogramme. Das Risikomanagementsystem Die Sparten- und Bereichsleiter sind in ihren Bereichen für die Identifizierung und Bewertung der wesentlichen Risiken nach vorgegebenen Kriterien verantwortlich. Auf Basis einer umfassenden Risikoinventur wurden die Risiken in einem umfassenden Risikobericht 2022 im November 2022 dargestellt. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand der Koehler Management SE. Im Rahmen des monatlichen Reports über die Geschäftsentwicklung werden auch Veränderungen der gemeldeten Risiken und Entwicklungen, die zu wesentlichen Risiken werden könnten, diskutiert. Neben der Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht. Für jedes identifizierte Risiko werden geeignete Maßnahmen durch das verantwortliche Management definiert. Diese werden im Reportingsystem dokumentiert. Für die Koehler-Gruppe hat der Vorstand einen Code of Conduct erlassen. Darin kommt die Erwartungshaltung des Vorstands an regeltreues Verhalten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Führungskräfte zum Ausdruck. Zur Minimierung von Regelverstößen hat der Vorstand außerdem ein Compliance Management System eingerichtet. In diesem Rahmen wird der Vorstand quartalsweise durch Berichte des Compliance-Ausschusses informiert. Der Aufsichtsrat wird durch den jährlichen Compliance-Bericht des Vorstands über die wesentlichen Compliance-Risiken informiert. Einzelrisiken Folgende Risiken, die allesamt einzeln und auch aus aggregierter Sicht als nicht bestandsgefährdend eingestuft werden, sind grundsätzlich nach Risikobegrenzungsmaßnahmen (wenn vorhanden) und in ihrer Rangfolge hinsichtlich der Bedeutsamkeit dargestellt: Für die Koehler Oberkirch GmbH besteht das wesentlichste operative Risiko aufgrund von eingeforderten Zollnachzahlungen. Im Rahmen eines Anti-Dumpingverfahrens befindet sich die Gesellschaft in einem Rechtsstreit mit der Regierung der USA. Seit 2008 war die Gesellschaft zur Abgabe von jährlichen Berichten verpflichtet. In den Berichtsperioden 2 (vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2010) und 3 (vom 1. November 2010 bis zum 31. Oktober 2011) war es nach Auffassung der amerikanischen Verwaltung jeweils zu einem unvollständigen Bericht gekommen. Daraufhin hat die Verwaltung zu einem Schätzverfahren (Adverse Facts Available, AFA) gegriffen. Gegen die Anwendung von AFA hat die Gesellschaft geklagt. Für die Berichtsperiode 3 wurde am 11. Dezember 2017 die Klage vor dem Supreme Court der USA abgewiesen. Am 1. März 2019 wurde das beim Supreme Court anhängige Verfahren für die Berichtsperiode 2 abgewiesen. Damit ist die Verwaltungsentscheidung über diese Dumpingzölle rechtskräftig. Die Zollforderungen der amerikanischen Regierung sind in Deutschland nicht vollstreckbar. Die Tatsache, dass Zollforderungen im Ausland nicht vollstreckbar sind, hat die amerikanische Regierung veranlasst, bei den Zollbehörden ein Debarment Office einzurichten. Dieses Büro hat die Aufgabe, Importeure, die offene Zollrechnungen nicht begleichen, auf die so genannte Debarment-List zu setzen. Die Folge eines Debarment ist derzeit ein Verlust des Zugangs zu vereinfachter Zollabwicklung, wodurch der Zugang zum amerikanischen Markt erheblich erschwert wird. Für zu erwartende Kosten im Zusammenhang mit dem Anti-Dumpingverfahren hat die Gesellschaft durch ausreichende Rückstellungen eine angemessene Risikovorsorge getroffen. Am 7. Oktober 2020 hat die amerikanische Regierung ein weiteres neues Anti-Dumpingverfahren eröffnet. Betroffen ist Thermopapier aller Flächengewichte aus Deutschland, Spanien, Japan und Südkorea sowie Kassenrollen aus einer Reihe von Ländern wie Kanada, Mexiko, Türkei und Malaysia. Im November 2021 wurde vom US Department of Commerce ein Zollsatz gegen Importe von 2,90 Prozent aus Deutschland, 6,19 Prozent aus Südkorea und zwischen 37 Prozent und 140 Prozent aus den anderen Ländern festgelegt. Damit kann Koehler bis zur Überprüfung im Laufe des Jahres 2023 Thermopapiere mit dem oben genannten Zollsatz einführen. Gegen die Regierungsentscheidung haben die US-Wettbewerber Klage gegen die amerikanische Regierung erhoben mit dem Ziel, die Zollsätze zu erhöhen. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Aufgrund der Gesamtsituation der Energiepreisentwicklung sehen wir Preissteigerungen bei den Commodities Erdgas und Strom als wesentliches Risiko. Noch weitere Preiserhöhungen als die bereits geplanten könnten zu negativen Ergebniseffekten führen. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Die Kohlepreisentwicklung ist weiterhin stark abhängig von politischen Entscheidungen. Durch die Kriegslage in der Ukraine steigt das Risiko, dass der gestiegene Kohlepreis nicht mehr am Markt weitergegeben werden kann. Aufgrund unserer Abhängigkeit von Kohle am Standort Oberkirch haben wir Kohlepreissteigerungen neu in das Portfolio der wesentlichen Risiken aufgenommen. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Durch aggressives Wettbewerberverhalten weiterer Thermopapierhersteller, nicht nur aus dem asiatischen Raum, könnte ein überplanmäßiger Preisverfall eintreten und unsere zukünftigen Ergebnisse belasten. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Darüber hinaus sehen wir neue Risiken in der allgemeinen Verfügbarkeit und in der Kostenentwicklung von Rohstoffen, die das Risiko von Produktionsausfällen erhöhen. Aus diesem Grund haben wir das Risiko in das Portfolio der wesentlichen Risiken aufgenommen. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Den kommerziellen und politischen Risiken bei unseren Debitorenforderungen wirken wir unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Kreditversicherern entgegen. Da nicht alle Einzelrisiken in voller Höhe abgesichert werden können, sehen wir das Bonitäts- und Ausfallrisiko als wesentliches finanzwirtschaftliches Risiko. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Durch die bestehenden Unsicherheiten der Versorgung mit Strom und Gas, insbesondere in den Wintermonaten aber auch aufgrund der Gesetzgebung zur Einwirkung auf die Großhandelspreise, haben wir das Risiko der Versorgungssicherheit neu in das Portfolio der wesentlichen Risiken aufgenommen. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Des Weiteren resultieren aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen, insbesondere in US-Dollar. Daraus entsteht das Risiko von Verlusten, weil in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs bewertete Vermögensgegenstände an Wert verlieren und Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden können. Andererseits können durch die Volatilität von Wechselkursen Chancen entstehen. Sofern ein wesentlicher US-Dollar-Bedarf feststeht, wird gemeinsam mit dem Vorstand entschieden, ob und in welcher Höhe Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Am Standort Greiz besteht das Risiko, dass sich die Inbetriebnahme des neuen Holzfeinfraktion-Kraftwerks verzögert und sich ein Lieferengpass bei dem derzeitigen Brennstoff Braunkohle ergibt. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Ein weiteres Risiko ist das Zinsänderungsrisiko bei der Finanzierung, welches als gering angesehen wird. Hier wird darüber nachgedacht, zukünftig Zinssicherungsgeschäfte zur Begrenzung des Risikos abzuschließen. Bezüglich der Bildung von Bewertungseinheiten und unserer Finanzinstrumente verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beziehungsweise die sonstigen Pflichtangaben im Anhang. Im Übrigen ist es wesentliches Ziel des Risikomanagements bei Koehler, Leistungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken. Die übrigen Risiken werden als nicht bedeutsam eingestuft. Gesamtrisikosituation Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund des Kriegs in der Ukraine und den daraus folgenden Wirtschaftssanktionen erhöht. Wesentliche Veränderungen sind in der Verfügbarkeit von Rohstoffen und hieraus drohenden Produktionsausfällen zu verzeichnen. Des Weiteren ergibt sich durch die Dekarbonisierung des Kraftwerks in Greiz ein neues Risiko. Das Beschaffungsrisiko im Zusammenhang mit Bisphenol S konnte aufgrund einer Diversifizierung der Bezugsquellen aus dem Portfolio der bedeutsamen Risiken herausgenommen werden. Auch die Beschränkung von Bisphenol S und strukturverwandten Entwicklersubstanzen wird für die Koehler-Gruppe nicht mehr als bedeutsam eingestuft. Nach heutiger Einschätzung sehen wir weder Einzelrisiken noch eine Kombination bzw. Wechselwirkung mehrerer Risiken, die zu einer Bestandsgefährdung des Koehler-Konzerns führen könnten. IV. Prognosebericht Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen sowie der Kampf der Zentralbanken gegen die Inflation sind die beiden wesentlichen Treiber, die nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2023 zu einer Verringerung des Wachstums der globalen Weltwirtschaft um 0,5 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent führen. Zwar erhöhte der IWF in seinem jüngsten WEO Update von Januar 2023 seine Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte gegenüber der Prognose aus Oktober 2022. Dennoch erwartet der IWF einen Rückgang, der sich insbesondere in den etablierten Volkswirtschaften zeigen wird. Für die USA, die weltgrößte Volkswirtschaft, prognostiziert die in Washington ansässige Organisation in ihrer Prognose ein Wachstum in Höhe von 1,4 Prozent gegenüber einem Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2022. Für China, die zweitgrößte Volkswirtschaft, wird ein Wachstum um 5,2 Prozent gegenüber 3,0 Prozent im Vorjahr erwartet. Für den Euroraum prognostiziert der IWF im Jahr 2023 ein Wachstum um 0,7 Prozent, was ein um 2,8 Prozentpunkte geringeres Wachstum als im Vorjahr bedeuten würde. Die Inflation, die im Jahr 2022 sprunghaft gestiegen ist, dürfte sich nach Ansicht des IWF verringern, wenn auch in 2023 weiterhin von einer hohen globalen Inflationsrate von 6,6 Prozent ausgegangen wird. Für die Industrienationen geht der IWF von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 4,6 Prozent aus. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung um 2,7 Prozentpunkte. In Entwicklungs- und Schwellenländern soll die Teuerungsrate 2023 im Schnitt bei 8,1 Prozent liegen. Die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in diesem Jahr erhöhte der IWF in seinem WEO Update von Januar 2023 auf 0,1 Prozent. Im WEO aus Oktober 2022 wurde noch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent erwartet. Voraussichtliche Entwicklung der Koehler-Gruppe Die Koehler-Gruppe wird sich auch 2023 weiter in einem schwierigen Markt- und geopolitischen Umfeld behaupten. Die Koehler Paper Group plant für 2023 einen deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Der externe Absatz wird sich im Jahr 2023 nach derzeitiger Planung ebenfalls deutlich erhöhen. In der Sparte Thermopapier planen wir in 2023 mit einem leichten Mengenanstieg von 254.260 Tonnen auf 260.000 Tonnen. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere Absatzmenge erklärt sich aus einem Anstieg insbesondere bei den Blue4Est-Produkten bei gleichzeitig geringerem POS-Absatz. Die geplante Absatzmenge für das Jahr 2023 von 64.000 Tonnen in der Sparte Selbstdurchschreibepapiere liegt mäßig über dem Jahr 2022. Aufgrund des weiterhin rückläufigen Marktes werden die Mengen in den Folgejahren sukzessive zurückgehen. Nachdem in der Sparte Dekor die Absatzmengen im Jahr 2022 deutlich gesunken ist, planen wir im Jahr 2023 mit einem mäßigen Anstieg der Absatzmenge auf circa 45.000 Tonnen. Die Planung für das Jahr 2023 im Bereich Fine Tech sieht weiterhin eine deutliche Erhöhung der Absatzmengen vor, dabei soll im Plan eine Menge von knapp 95.000 Tonnen erreicht werden. Im Wesentlichen werden diese Zusatzmengen im Bereich Spielkarten und Thermo-Sublimationspapier erzielt. In der Sparte FlexTech wird die Entwicklungsarbeit und die Akquise neuer Kunden und Produkte weiter vorangetrieben. Die geplante Absatzmenge soll im Planjahr 2023 deutlich steigen. Nachdem die Absatzmengen im Jahr 2022 bei der Koehler Greiz GmbH & Co. KG bereits deutlich gesteigert werden konnten, soll die Absatzmenge im Planjahr 2023 weiter mäßig ansteigen, um knapp 33.000 Tonnen zu erreichen. Dieser Mengenanstieg soll mit Ausnahme von Bürokarton in allen Produktbereichen verwirklicht werden, unter anderem auch durch neue Produkte. Neben den traditionellen Produktsegmenten von Koehler Greiz möchte die Gesellschaft zukünftig vermehrt in den Bereichen starre Verpackungen Mengen absetzen und somit Synergien zusammen mit anderen Sparten wie FlexTech aber auch den Produkten von Katz im Rahmen des Nachhaltigkeitskonzept nutzen. Die durch die Pandemie stark beeinträchtigte CC Coaster Gruppe hat sich in 2022 gut erholt und konnte ihren Absatz deutlich steigern. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Katz GmbH & Co. KG den Kundenstamm ihres Geschäfts mit Bierglasuntersetzern auf die CC Coaster GmbH & Co. KG (vormals Marienthaler Werbe-Offsetdruck GmbH & Co. KG) übertragen. Die Produktion für die seit 2021 vollständig zum Koehler Konzern gehörende CC Coaster GmbH & Co. KG erfolgt derzeit durch The KATZ Group. Da eine Kapazitätserweiterung in Weisenbach nicht möglich ist, wird am Standort Willstätt ein Ausrüstungszentrum für die Bedruckung von Bierglasuntersetzern errichtet. Der externe Pappeabsatz des Pappe-Segments soll leicht auf knapp 9.700 Tonnen steigen, bei der Verarbeitung zu BGUs wird mit einem mäßigen Rückgang auf 2.689 Mio. Stück gerechnet. Der Plan für das Jahr 2023 für die Beaver Paper Group sieht einen deutlichen Mengenzuwachs vor. Nachdem die Gruppe v.a. auf dem US-Markt in den vergangenen Jahren stark von der Corona Krise betroffen war, geht man für 2023 von einer weiteren Markterholung aus. Die Planung für das Jahr 2023 der Koehler Energy Group geht von einem deutlichen Umsatzwachstum und einer mäßigen Ergebniserhöhung aus. Insgesamt ist die Planung optimistisch im Hinblick auf die geplanten Strompreise. Zum Planungszeitpunkt war die Erlösabschöpfung noch nicht gesetzlich verankert. Die Investitionen in erneuerbare Energien, Biomasse, Wind, Wasser und Photovoltaik werden fortgesetzt. So ist in der Mittelfristplanung die Inbetriebnahme von fünf weiteren Windparks, zwei weiteren Biomasse-Anlagen sowie verschiedener Photovoltaik-Anlagen geplant. Hierbei ist beabsichtigt, dass die Koehler Renewable Energy GmbH die erforderlichen Dienstleistungen erbringt und sich somit der Dienstleistungsumfang in Zukunft wieder erhöht. Mit diesen Neuprojekten soll das Wachstum der Koehler Energy Group weiter vorangetrieben werden. Aufgrund der benannten Projekte wird sich der Absatz von Strom als auch Dampf und Wärme im Planungszeitraum erhöhen. Gesamteinschätzung der erwarteten künftigen Entwicklung Der Koehler-Konzern strebt 2023 wie auch in den darauffolgenden Geschäftsjahren ein nachhaltiges qualitatives und quantitatives Wachstum an. Wir gehen davon aus, dass sich das im Jahr 2022 erreichte operative Ergebnis in 2023 mäßig verringern wird. Aufgrund von Mengen- und Preissteigerungen wird der Umsatz der Koehler Paper Group voraussichtlich deutlich steigen. Gegenläufig erwarten wir allerdings weitere signifikante Kostensteigerungen im Energie- und Rohstoffbereich, welche sich in den Herstellkosten niederschlagen und zu einer deutlichen Reduktion des operativen Ergebnisses führen. Der Stromabsatz der Koehler Energy Group wird in 2023 leicht rückläufig erwartet, der Dampfabsatz soll deutlich steigen. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse und der mäßige Anstieg des operativen Ergebnisses im Plan 2023 sind im Wesentlichen durch die geplanten Strom- aber auch teilweise Dampfpreise begründet. Der Vorstand der Koehler-Gruppe, die Führungskräfte und die gesamte Belegschaft, vertreten durch den Betriebsrat, arbeiten gemeinsam an einer nachhaltig profitablen Zukunftsfähigkeit. Der Vorstand ist überzeugt, dass dieses gute Miteinander auch in den nächsten Jahren eine hervorragende Grundlage sein wird, um die Koehler-Gruppe erfolgreich weiterzuentwickeln. Disclaimer Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.
Oberkirch, den 21. April 2023 Koehler Holding SE & Co. KG vertreten durch die Vorstände der Koehler Management SE Kai Furler Dr. Stefan Karrer Frank Lendowski Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Koehler Holding SE & Co. KG, Oberkirch Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Koehler Holding SE & Co. KG, Oberkirch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Koehler Holding SE & Co. KG SE, Oberkirch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, 21. April 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns 2022Die Gesellschafter der Koehler Holding SE & Co. KG beschlossen in der Gesellschafterversammlung am 24. April 2023 folgende Verwendung: Der Bilanzgewinn beläuft sich auf EUR 12.101.505,10. Er wird gemäß § 15 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrags den Gesellschafter-Darlehenskonten gutgeschrieben. Die Gesellschafter beschlossen eine Entnahme in Höhe von EUR 12.000.000,00 sowie eine Einstellung in das gemeinsame Rücklagenkonto in Höhe von EUR 101.505,10 gemäß § 15 Abs. 4 des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft. Mitteilung gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB Der Konzernjahresabschluss der Koehler Holding SE & Co. KG zum 31. Dezember 2022 wurde durch die Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung am 24. April 2023 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
28 nahegelegene Organisationen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Wärme- und Kältehandel
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Papier, Karton und Pappe
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen