Lippert KG
Selbe AdresseLeichtmetallgießereien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tassilo Daniel Hahn seit 25.7.2025 | Prokura |
Heike Willms seit 22.1.2025 | Prokura |
Thomas Rosenfeld seit 5.8.2024 | Vorstandsmitglied |
Anita Prattki seit 11.4.2022 | Vorstandsmitglied |
Lars Mehlhose seit 10.12.2020 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
| 25.94% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Westend Bank AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.20241. Jahresbilanz zum 31.12.2024Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2024
Anhang zum Jahresabschluss 20241. AllgemeinesDie Westend Bank AG (die "Bank") mit Sitz in Frankfurt am Main ist in das Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 116139 eingetragen. Die rechtlichen Grundlagen sind in der Satzung in der Fassung vom 08. April 2024 festgelegt. Alleinige Aktionärin der Bank ist die DAH Beteiligungs GmbH mit Sitz in Mannheim. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der Bank wurde nach den allgemeinen Vorschriften des HGB, des AktG sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen aus der Satzung bestehen nicht. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 2 RechKredV nach Formblatt 1 und 3. Vom Wahlrecht des § 265 Abs. 8 HGB wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit Gebrauch gemacht. Dieses Wahlrecht wurde analog auf die in den Formblättern vorgesehenen "davon-Vermerke" angewandt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 242 ff. und 340 ff. HGB sowie der RechKredV in der aktuellen Fassung. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Unter den Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden sämtliche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die unmittelbar aus Geschäftsbeziehungen im Zusammenhang mit dem originären Dienstleistungsgeschäft resultieren, ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten darüber hinaus Darlehen der Gesellschafterin. Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nominalwert ausgewiesen. Zinsabgrenzungen auf Forderungen und Verbindlichkeiten sind den entsprechenden Kapitalbeträgen zugeschlagen. Forderungen an Kunden sind zum Nennwert ausgewiesen. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Im Berichtsjahr waren keine derivativen Geschäfte vorhanden. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n.F. verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach verbleibenden Verlustüberhang wäre eine Drohverlustrückstellung zu bilden. Nach dem Ergebnis der Berechnungen war zum Bilanzstichtag keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Standardsoftware wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen. Von der Möglichkeit der sofortigen Absetzung geringwertiger Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurde Gebrauch gemacht. Ihr Abgang wird im Zugangsjahr unterstellt. Die regelmäßigen Nutzungsdauern der Anlagen liegen zwischen einem und 14 Jahren. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen im Voraus geleistete Zahlungen für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag. Latente Steuern wurden nicht bilanziert. Es ergibt sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz und ergaben sich im Wesentlichen aus dem Bilanzposten Passiva 7 "Rückstellungen". Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,925 % zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verrechnungen von Vermögensgegenständen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgen nicht. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem EZB-Referenzkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge von 3 TEUR. Eventualverbindlichkeiten werden zum Nennwert nach Abzug von Pauschalrückstellungen und Bardeckungen ausgewiesen, unwiderrufliche Kreditzusagen sind mit dem Betrag der nicht ausgenutzten Zusagen angegeben. 3. Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenIm Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen in Bilanzierungs-, Bewertungs- bzw. Umrechnungsmethoden ergeben. 4. Erläuterungen zur BilanzDie Aufgliederung der Forderungen nach Restlaufzeiten (§ 9 RechKredV) stellt sich wie folgt dar:
Zinsabgrenzungen wurden dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet. Die Bank hält zum Bilanzstichtag einen Anteil von 14,6 % an der Capitell Vermögens-Management AG, Frankfurt am Main ("Capitell"). Die Aktien der Capitell sind nicht börsennotiert. Der Anlagespiegel ist aus der Anlage 1 zum Anhang ersichtlich. Die darin aufgeführten Sachanlagen werden sämtlich als Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen der eigenen Tätigkeit der Bank genutzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände (290 TEUR, Vorjahr: 391 TEUR) betreffen im Wesentlichen Körperschafts- (178 TEUR) und Gewerbesteuererstattungsansprüche (48 TEUR) sowie Rückforderung von gezahlten Versicherungsprämien (54 TEUR). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (119 TEUR, Vorjahr: 118 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen für bereits gezahlte, das Jahr 2025 betreffende Versicherungsprämien (113 TEUR). Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar:
Zinsabgrenzungen wurden dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet, sofern die Zinszahlungen im Folgejahr fällig werden. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entfallen insgesamt 0 TEUR (Vorjahr: 14.000 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, diese bestanden in unverbriefter Form. Sonstige Verbindlichkeiten (849 TEUR, Vorjahr: 521 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus noch nicht beglichenen Eingangsrechnungen (160 TEUR) sowie noch abzuführende Lohn- (71 TEUR) und Kapitalertragssteuer (617 TEUR). Passive Rechnungsabgrenzungsposten (47 TEUR, Vorjahr: 292 TEUR) bestehen im Wesentlichen für Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Krediten in Abzug gebracht wurden (41 TEUR). Steuerrückstellungen bestehen nicht (Vorjahr: 127 TEUR). Andere Rückstellungen (515 TEUR, Vorjahr: 1.092 TEUR) bestehen im Wesentlichen für Tantiemen (150 TEUR), Prüfungs- und Jahresabschlusskosten (75 TEUR) sowie für ungewisse Verpflichtungen für Lagerkosten im Kunstkreditgeschäft (109 TEUR). Das gezeichnete Kapital der Bank betrug zum Bilanzstichtag 30.000 TEUR (Vorjahr 30.000 TEUR) und ist in 30.000.000 (Vorjahr 30.000.000) Namensaktien eingeteilt. Daneben bestehen unverändert eine Kapitalrücklage von 29.619 TEUR sowie eine Gewinnrücklage von 5.600 TEUR. Die Eventualverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber einem Versicherungsunternehmen aus Darlehensgewährungen an Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik Deutschland sowie gegenüber diversen Begünstigten aufgrund von Bürgschaften in Höhe von 4.017 TEUR (Vorjahr 3.420 TEUR), die gegen Bardeckung gestellt wurden. Als Sicherheit für die gegenüber den Versicherungsunternehmen verbürgten Kreditausreichungen bestehen Rückkaufswerte von Lebensversicherungen in Höhe von 803 TEUR. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Einzelrückstellungen gedeckt. Zusätzlich wurden Pauschalrückstellungen für Eventualverbindlichkeiten gebildet. Die ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Unwiderrufliche Kreditzusagen bestehen in Höhe von 1.203 TEUR (Vorjahr: 3.593 TEUR). 5. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie wesentlichen Ertragsquellen der Bank betreffen Zinserträge. Die Zinserträge (11.407 TEUR, Vorjahr: 14.558 TEUR) entfallen im Wesentlichen auf Kreditaufträge, Projekt- und Sachwertfinanzierungen. Die Zinsaufwendungen (3.253 TEUR, Vorjahr: 6.940 TEUR) entfallen im Wesentlichen aufgestellte Barsicherheiten für Kreditaufträge und Refinanzierungen (2.968 TEUR). In Höhe von 285 TEUR (Vorjahr: 1.482 TEUR) betreffen die Zinsaufwendungen verbundene Unternehmen. Die Provisionserträge (735 TEUR, Vorjahr: 383 TEUR) betreffen im Wesentlichen Einmalgebühren für die Kreditbearbeitung (433 TEUR) sowie Provisionen im Zusammenhang mit der Vergabe von Darlehen auf Veranlassung Dritter (Fronting) (243 TEUR). Die Provisionsaufwendungen (45 TEUR, Vorjahr: 162 TEUR) entfallen im Wesentlichen auf Auskunfts- und Ratinggebühren (20 TEUR) sowie Kreditvermittlungsprovisionen (14 TEUR). Im Rahmen der zulässigen Verrechnung von Aufwands- und Ertragsposten (§ 32 RechKredV) werden die Positionen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft mit den Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft kompensiert. Danach ergibt sich ein Aufwandsüberschuss von 3.424 TEUR (Vorjahr: Aufwand 364 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge (623 TEUR, Vorjahr: 678 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus der Rückerstattung von verauslagten Kosten durch Kunden (340 TEUR) sowie der Erstattung von Schäden durch Versicherungen (250 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (317 TEUR, Vorjahr: 468 TEUR) betreffen im Wesentlichen an Kreditnehmer weiterbelastete Kosten (312 TEUR). Die anderen Verwaltungsaufwendungen (3.500 TEUR, Vorjahr: 2.338 TEUR) betreffen im Wesentlichen Prüfungs- und Beratungsaufwand (1.433 TEUR), Versicherungskosten im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft (363 TEUR), Aufwendungen für das Bankgebäude (198 TEUR), Aufwendungen für Outsourcing und fremdbezogene Leistungen (227 TEUR) sowie Aufwendungen für Rechenzentrumsleistungen (235 TEUR). 6. Sonstige Angaben6.1. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen setzen sich wie folgt zusammen:
6.2. Organe der GesellschaftIm Aufsichtsgremium folgender großer Kapitalgesellschaft nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr: LRI Invest S.A., Luxemburg - 1 Mandat Fund-Rock Holding S.A., Luxemburg - 1 Mandat Der Vorstand führte die Geschäfte gesamtverantwortlich. Die Zuständigkeiten waren gemäß Geschäftsverteilungsplan wie folgt geregelt:
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Für den Vorstand wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 lit. a HGB in Anspruch genommen. Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 50 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen wurden nicht eingegangen. 6.3. PersonalstatistikWährend des Geschäftsjahres wurden neben dem Vorstand durchschnittlich 14 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. 6.4. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers:Für das Geschäftsjahr sind für Prüfungshonorare und -leistungen unseres Abschlussprüfers folgende Aufwendungen angefallen:
6.5. Ergebnisverwendung:Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn i.H.v. 7.450 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Die Gesellschaft wird nicht in einen Konzernabschluss einbezogen.
Frankfurt, den 13. März 2025 Der Vorstand Thomas Rosenfeld Dr. Marcel Morschbach Anita Prattki Anlagen: Anlage 1 - Anlagenspiegel Entwicklung des Anlagevermögens der Westend Bank AG zum 31. Dezember 2024
WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSZu dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 (Anlage 4) haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Westend Bank AG, Frankfurt am MainPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Westend Bank AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westend Bank AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 31. März 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Lorenz Muschal, Wirtschaftsprüfer Marcel Filusch, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024der Westend Bank AG, Frankfurt am Main,1 Grundlagen und Geschäftsmodell1.1 Strategische AusrichtungDie Westend Bank AG (im Folgenden "Bank") ist eine unternehmerisch geprägte Bank, die auf eine lange Tradition als Spezialfinanzierer zurückblickt. Im Wesentlichen werden die folgenden Finanzierungsarten im Geschäftsbereich Finance angeboten:
Die Bank plant das Leistungsangebot aus dem Geschäftsbereich Finance perspektivisch um die Geschäftsfelder
zu erweitern, dies auch über das bisherige Kreditgeschäft hinaus und im Aufbau jeweils mit Kooperationspartnern. Zielgruppe sind in erster Linie Family Offices, semi-Institutionelle Kunden sowie vermögende Familien, was eine Neuausrichtung der Geschäftsstrategie darstellt. Die Bereitschaft hinsichtlich Nachhaltigkeit ist in der Unternehmensstrategie verankert und bedeutet bei der Erschließung der neuen sowie dem Ausbau der bestehenden Geschäftsfelder nicht nur Pflichterfüllung, sondern Auftrag. Die DAH Beteiligungs GmbH, Mannheim, ist seit 2006 alleiniger Aktionär der Bank. Seit 2019 hat die Bank ihren Sitz in Frankfurt am Main. 1.2 Überblick Geschäftsjahr 2024Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeiten standen im Berichtsjahr 2024 unverändert dinglich besicherte Kredite, im Wesentlichen für Kunstgegenstände, historische Automobile sowie Immobilien. Das Kreditgeschäft der Bank im Geschäftsjahr 2024 umfasste:
Darüber hinaus wurden in früheren Jahren akquirierte Darlehen an Beamte und Akademiker als Abwicklungsportfolien verwaltet. Das Geschäft mit bar unterlegten Kreditaufträgen hatte mit ca. 39 % einen erheblichen Anteil am Geschäftsvolumen der Bank. Vorzeitige und planmäßige Ablösungen von Kreditaufträgen im Umfang von ca. 97 Mio. Euro im Laufe des Berichtsjahres haben sowohl das Kreditvolumen als auch die Quote zum Geschäftsjahresende deutlich reduziert. Weiterhin unbedeutend und planmäßig rückläufig sind dagegen Produkte in den Abwicklungsportfolien, welche von der Bank seit 2012 bzw. 2018 nicht mehr aktiv angeboten werden. Der Vertrieb erfolgt durch die Bank selbst (Direktvertrieb) und im Sachwertgeschäft über Bank-Partner. Die Bank refinanziert sich im Kreditgeschäft bislang im Wesentlichen durch Eigenkapital sowie Refinanzierungslinien des Aktionärs. Kreditaufträge werden durch die jeweiligen Kreditauftraggeber vollständig barunterlegt. Zentrale Geschäftsprozesse werden durch eigene Ressourcen der Bank abgebildet. Zentrales Element der technologischen Infrastruktur ist das Kernbankensystem agree21 der Atruvia AG. Sofern nicht mit eigenem Personal abbildbar, werden Überwachungsfunktionen ausgelagert. 1.3 Erlaubnis gem. § 32 KWG und GewODie Bank ist Kreditinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 KWG. Für die Erbringung der in Abschnitt 1.2 aufgeführten Dienstleistungen verfügt sie über die Erlaubnis gem. § 32 KWG für die folgenden Geschäftsarten: 1. Kreditgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, seit 05.01.1965) 2. Diskontgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 KWG, seit 05.01.1965) 3. Eingehung der Verpflichtung, zuvor veräußerte Darlehensforderungen vor Fälligkeit zurück zu erwerben (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 KWG, seit 05.01.1965) 4. Garantiegeschäft (§ 1 Abs. 1 Nr. 8 KWG, seit 05.01.1965) 5. Lastschriftgeschäft ohne Kreditgewährung innerhalb der genannten Geschäftsarten (§1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3a ZAG, seit 13.07.2018) 6. Überweisungsgeschäft ohne Kreditgewährung innerhalb der genannten Geschäftsarten (§1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3c ZAG, seit 13.07.2018) Die Bank besaß darüber hinaus seit 27.11.2012 die Erlaubnis gem. § 34 Abs. 1 GewO zum Betreiben des Gewerbes als Pfandleiher. Im Januar 2024 hat die Bank diese Erlaubnis zurückgegeben. 1.4 StandorteDie Bank war im Geschäftsjahr ausschließlich am Sitz in Frankfurt am Main tätig. Zweigniederlassungen wurden nicht unterhalten. 1.5 ZielmärkteZielmärkte der Bank sind insbesondere Deutschland, im Kunst- und Automobildarlehensgeschäft auch das europäische Ausland (EU, Schweiz, Großbritannien), soweit dies unter dem lokalen Aufsichtsrecht zulässig ist. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1Die deutsche Wirtschaft beendete das von konjunkturellen wie strukturellen Herausforderungen geprägte Jahr 2024 im Minus: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2024 insgesamt um 0,2 % zurück 2. Innerhalb der anderen großen Mitgliedstaaten der EU stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP in Spanien mit +0,8 % am stärksten. In Frankreich wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,4 %, während sie in Italien im Vergleich zum Vorquartal stagnierte (0,0 %). In den USA war die wirtschaftliche Entwicklung mit +0,7 % zum Vorquartal deutlich besser als in der EU. Im preis-, saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich lag Deutschland mit -0,3 % deutlich unterhalb der Entwicklung in der EU (+1,0 %). 2 Gemäß Umfrage der Deutschen Bundesbank gehen die Banken von einer unveränderten Kreditnachfrage seitens der Unternehmen für das erste Quartal 2025 aus, auch wenn die Kreditbedingungen im Firmenkundengeschäft wegen strengerer Vergaberichtlinien und höheren Kreditrisiko unterm Strich deutlich gestiegen sind. 3 Immobilienmarkt 4Nach einem schwachen ersten Quartal setzte eine sichtbare Belebung des Investmentgeschehens im zweiten Quartal 2024 auf dem deutschen Wohn-Investmentmarkt ein, die sich auch im dritten Quartal fortsetzte. Bundesweit wurden bis Q3 2024 5,9 Mrd. € in größere Wohnungsbestände (ab 30 Wohneinheiten) investiert. Damit wurde der langjährige Durchschnitt zwar um 51 % unterschritten, das Vorjahresergebnis allerdings um 50 % übertroffen und zum dritten Quartal bereits das Gesamtvolumen von 2023 erzielt. Eine erhöhte Anzahl an registrierten großvolumigen Transaktionen in den Top-Städten belegt, dass sich nach den Unsicherheiten der vergangenen Quartale ein marktgängiges Preisgefüge herausgebildet hat. Zudem wurden mehrere großvolumige "Value-Add-Deals", d.h. Transaktionen mit höherem Risiko abgeschlossen. Weiterhin ist das solide Investmentumfeld der so genannten A-Städte stark nachgefragt. Die A-Städte zeichnen für einen überdurchschnittlichen Anteil von rund 55 % (0 10 Jahre: 48 %) des Investmentvolumens verantwortlich. Besonders die Bundeshauptstadt setzt mit dem höchsten je gemessenen Umsatzanteil (39 %) bzw. einem Investmentvolumen von 2,3 Mrd. € ein starkes Ausrufezeichen. So gehen allein fünf Großtransaktionen über 100 Mio. € aus dem Core-/Core-Plus-Bereich (d.h. beste / gute Objekte hinsichtlich Zustand, Lage und Vermietbarkeit) auf Berlin zurück. Solche Benchmark-Transaktionen belegen das intakte hohe Investoreninteresse an Berlin sowie die mittel- und langfristig guten Perspektiven. Jedoch ist auch abseits der A-Städte wieder eine verstärkte Ankauftätigkeit zu registrieren, wie etwa in Leipzig und Dresden mit Investmentvolumen im Bereich von jeweils knapp 200 Mio. €. Bestandsportfolios verzeichnen mit 38 % (0 10 Jahre: 51 %) einen deutlich höheren Marktanteil als zuletzt. Ein Beleg für die vorhandene Kapitalverfügbarkeit ist die anziehende Bedeutung von großvolumigen Transaktionen: So gehen 59 % des Investmentvolumens auf Transaktionen aus dem Segment über 100 Mio. € zurück (0 10 Jahre: 55 %). Kumuliert wurden hier 3,5 Mrd. € investiert. Deutsches Kapital trägt rund 84 % zum Umsatz auf dem deutschen Wohn-Investmentmarkt bei (0 10 Jahre: 75 %) und dominiert damit deutlich stärker als in den Vorjahren den Markt. Die öffentliche Hand ist mit einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. € bzw. einem Marktanteil von 25 % (0 10 Jahre: 9 %) die mit Abstand zweitstärkste Käufergruppe. 3
1 Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/11/PD24_438_811.html
KunstmarktDas zweite Jahr in Folge kennzeichneten den internationalen Kunstmarkt 2024 sinkende Umsätze. Eine Zurückhaltung der Verkäufer zur Einlieferung hochpreisiger Kunst reduzierte das Angebot an hochkarätigen Werken. Zugleich zeigte sich verstärkt ein sehr selektives Kaufinteresse. Geopolitische Unsicherheiten, anhaltende Inflation aber auch strukturelle Herausforderungen wie niedrigere Investitionen und ein sehr schwaches Produktivitätswachstum bremsten in vielen Ländern das Wachstum und tangierten auch die Entwicklungen auf dem Kunstmarkt 5. Doch nicht generell zeigte sich der Markt für Kunst national und vor allem international schwierig. Überall dort wo "marktfrische" Werke bzw. Werke herausragender Qualität mit bester Provenienz angeboten, neue Wege der Vermittlung weiter beschritten oder Angebote auf eine sich verjüngende Zielkundschaft angepasst wurden, konnten Erfolge verbucht und gelegentlich auch Rekordergebnisse erzielt werden. Christie's verzeichnete gegen Ende des Jahres einen Umsatzrückgang von rund 6 % und bewies, dass man in der Lage war, dem Anfang 2024 zu verzeichnenden Rückgang von 22 % entgegenzuwirken. Deutlich angespannter zeigte sich die Entwicklung des Auktionshauses Sotheby's, welches einen Umsatzrückgang von 23 % verkraften musste. Trotzdem verblieb das Haus mit einem Umsatz von $ 6 Milliarden an der Spitze des Marktes 6. Die großen europäischen und hier insbesondere die deutschen Auktionshäuser schauten in der Regel positiv auf das Kunstmarktjahr zurück. Kornfeld, Ketterer, Grisebach und Lempertz konnten hohe Preise für ausgewählte Werke des 20. und 21. Jahrhunderts erzielen. Van Ham feierte einen großen Erfolg mit der Versteigerung von Werken aus einer privaten Sammlung. Mit insgesamt 41 kuratierten Online-Auktionen erzielte das Kölner Haus ein Plus von rund 10 % und blieb auf diesem Feld erneut deutscher Marktführer. 7 Die zahlreichen großen internationalen Kunstmessen, wie die TEFAF in Maastricht, die Frieze in London, New York und Miami oder die Art Basel in Basel, bewiesen sich als bedeutende Orte für Kunstinteressenten. Auf der Baseler Messe stieg die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr und der neue Art Basel Standort in Paris wurde aus dem Stand zum wichtigen Treffpunkt der internationalen Kunstszene. Darüber hinaus zeigte sich eine Tendenz zu einer stärker nationalen Entwicklung des Kunstmarktes. Damit wird den Interessen neuer Käufergruppen unter anderem aus dem arabischen Raum, Indien, China oder Südostasien Rechnung getragen 8. Im Bereich der Private Sales ist bei einigen Auktionshäusern ein deutlicher Anstieg der Private Sales zu konstatieren. Christie's kommunizierte in diesem Segment beispielsweise einen Umsatzzuwachs von 41 % 9.
5 Quelle:
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/12/10-konjunktur-weltwirtschaft.html
Automobilmarkt10Der Markt war in 2024 durch eine deutliche Zurückhaltung auf der Nachfrageseite gekennzeichnet, wobei zunehmend erkennbar ist, dass die Erbengeneration der Oldtimer-Enthusiasten deutlich weniger Affinität und Sammler-Leidenschaft zu Vorkriegsmodellen und 50er-Jahre-Fahrzeugen aufweist als die Vorgänger-Generation. Diese Entwicklung schlägt sich zwischenzeitlich auch in den Preisen für Oldtimer nieder, während Luxus-Fahrzeuge der jüngeren Epochen weiter sehr gefragt sind. In Deutschland zeigten sich beim Kaufverhalten zurückhaltendere Tendenzen: Der vom Verband der Automobilindustrie (VDA) in Auftrag gegebene Deutsche Oldtimer Index verzeichnete zum Stichtag 1. Januar 2024 lediglich ein bescheidenes Wachstum von einem Prozent - ein deutliches Signal für die verhaltene Marktdynamik. Hohe Nachfrage besteht zwar unverändert bei Oldtimern in sehr gutem Originalzustand, das Interesse an Vorkriegs-Oldtimern und Fahrzeugen aus den 50er und 60er Jahren ist aber rückläufig, was u.a. an den nicht unerheblichen Wartungs- und Unterhaltskosten und dem Generationenwechsel liegt 11.
10 Quelle:
https://www.classicmotorinvestment.ch/oldtimer-preise-die-entwicklung-im-jahr-2024/
2.2 GeschäftsverlaufDie Marktteilnehmer hielten sich mit Nachfragen nach neuen Finanzierungen zurück. Die Nonperforming Loans (NPL) konnten im Jahr 2024 durch umfangreiche Maßnahmen um 20 Mio. EUR reduziert werden. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Kreditaufträge mit erheblichem Kreditvolumen von den Kreditauftraggebern ausgelöst, wodurch die Bilanzsumme mehr als halbiert wurde. Die planmäßigen Kreditausläufe konnten nur in Höhe von ca. 45 Mio. EUR durch Neugeschäft kompensiert werden. Für Spezialfinanzierungen stehen auskömmliche liquide Mittel und Kreditzusagen für die Refinanzierung zur Verfügung. Auf die Ausführungen in Kapitel 4 wird verwiesen. Aus den Kooperationen im Bereich der Sachwertfinanzierungen konnten im Geschäftsjahr 2024 keine Provisionen generiert werden. Aufwandsseitig wurde das Ergebnis durch einmalige projektbezogene Sachaufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung der Bank und durch das Bewertungsergebnis erheblich belastet. 2.3 ErtragslageDie Ertragslage der Bank stellte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Im Zinsertrag sind Einmaleffekte aus der vorzeitigen Ablösung von Kreditforderungen enthalten. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der geringen Ausnutzung der Kreditlinien und den deutlich reduzierten verzinslichen Barsicherheiten im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesenkt worden. Das Provisionsergebnis konnte durch Einmalentgelte für die Kreditbearbeitung und die Vergabe von Krediten auf Veranlassung Dritter (Fronting) deutlich gesteigert werden. Die Provisionen sind für die Westend Bank derzeit noch von nachgelagerter Bedeutung. Die Personalaufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich reduziert werden. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind durch einmalige, projektbezogene Prüfungs- und Beratungsaufwendungen im Berichtsjahr deutlich erhöht. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betreffen die planmäßigen Abschreibungen der Bank und sind im Vergleich zum Vorjahr trotz Neuanschaffungen leicht gesunken. Die Cost-Income-Ratio (Verwaltungsaufwand im Verhältnis zum Ertrag) lag im Berichtsjahr bei 62,2 % und verbesserte sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr (66,4 %). Das Bewertungsergebnis in Höhe von -3.424 TEUR betrifft im Wesentlichen Problemkredite im Bereich Immobilien und Kunst. Daneben berücksichtigt die Risikovorsorge alle sonstigen akut ausfallgefährdeten Kredite. Es verbleibt ein Jahresüberschuss von 72 TEUR (Vj. 2.054 TEUR) bzw. ein Bilanzgewinn von 7.450 TEUR (Vj. 7.378 TEUR). 2.4 VermögenslageDie Vermögenslage der Bank stellte sich am 31.12.2024 im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt dar: Aktiva
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme deutlich reduziert. Hauptursachen sind die Ablösung von bar besicherten Krediten sowie der Abbau von Gesellschafterfinanzierungen aus freier Liquidität.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen Darlehen zur Refinanzierung von Kreditauftragsgeschäften. Die Vermögenslage der Bank ist geordnet, sämtliche Bewertungen der einzelnen Bilanzpositionen erfolgten nach den gesetzlichen Vorschriften. Wir gehen davon aus, dass sich in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögenslage der Bank ergeben werden. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt nach wie vor deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die für das geplante Geschäftswachstum im laufenden und in den darauffolgenden Geschäftsjahren erforderliche Eigenmittelbasis ist sichergestellt. Die aufsichtsrechtlich geforderte Eigenkapitalunterlegung der Risikoaktiva wurde jederzeit eingehalten. Das vorhandene Eigenkapital überschreitet mit einer Kern- und Gesamtkapitalquote von je 73,66 % deutlich den aufsichtsrechtlich geforderten Mindestwert von 12,26 % zum Stichtag. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen und Sicherheiten abgeschirmt. Latente Risiken sind durch Pauschalwertberichtigungen und erhebliche Eigenmittel abgedeckt. Die Großkrediteinzelobergrenze nach dem KWG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Bei den immateriellen Anlagewerten und den Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr Investitionen i. H. v. insgesamt 54 TEUR getätigt. 2.5 Finanz- und LiquiditätslageEine Darstellung der Maßnahmen zur Überwachung und Steuerung der Liquidität ist im Risikobericht enthalten. Die Finanz- und Liquiditätslage der Bank ist geordnet. Die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zu Liquiditäts-Kennziffern waren im Geschäftsjahr jederzeit eingehalten; die Werte für die Liquiditätskennziffern LCR und NSFR lagen weit über den aufsichtsrechtlichen Grenzwerten. Die Zahlungsfähigkeit der Bank war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Bei Bedarf stehen verbindlich zugesagte Refinanzierungslinien der Alleingesellschafterin zur Verfügung. 3 RisikoberichtDas Risikomanagement ist fest in die Unternehmenskultur verankert. Risikobewusstsein prägt das tägliche Denken und Handeln des Vorstands und der Mitarbeiter. Den Mitarbeitern wird transparent gemacht, welches Verhalten von ihnen erwartet wird und welches nicht und - damit einhergehend - welche Risiken die Bank einzugehen bereit ist und welche nicht. Von den Führungskräften und Mitarbeitern wird erwartet, dass sie die für ihre Aufgabenerfüllung relevanten Teile der Geschäfts- und Risikostrategie kennen und ihr Handeln darauf ausrichten. Die Überwachung und Steuerung von Risiken stellt einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung der Bank dar. Risiken werden bewusst eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Die Risikopolitik orientiert sich an der Risikotragfähigkeit der Bank. Diese gibt den Rahmen vor, innerhalb dessen die Bank hinsichtlich des Eingehens von Risiken handelt. Hierbei wird in der ökonomischen Perspektive im Rahmen der Gesamtbanksteuerung mit dem Gesamtbankrisikolimit der Anteil des Risikokapitals bestimmt, den die Bank zur Abdeckung ihrer Risiken bereitstellt. Ausgehend von einer barwertigen Ableitung des Risikodeckungspotenzials werden die Risiken ebenfalls barwertig gemessen. Das Gesamtbankrisikolimit wird für einzelne Risikoarten unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung und der Erwartungen für die Zukunft limitiert und überwacht. In Ergänzung zur ökonomischen Perspektive werden in der normativen Perspektive alle aufsichtlichen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen berücksichtigt. Im Rahmen der Kapitalplanung werden hierbei ein Plan- sowie ein adverses Szenario für einen Planungshorizont von drei Jahren bestimmt und regelmäßig überprüft. Dem Risikoverständnis der Bank liegen dabei in den unterschiedlichen Perspektiven folgende Definitionen von Risiko zu Grunde:
Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur erfolgt eine Quantifizierung der Wesentlichkeit der Risiken. Die Bestimmung der Wesentlichkeit einzelner Risikoarten leitet sich dabei vom verfügbaren Risikodeckungspotenzial der Bank ab. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden in Folge der Risikoinventur folgende Risikoarten als wesentlich für die Bank eingestuft:
Vorstand und Aufsichtsrat werden mittels eines Geschäfts- & Risikoberichts vierteljährlich über die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen und normativen Perspektive sowie über die Angemessenheit der Liquiditätsausstattung und die Ergebnisse der Stresstests informiert. Darüber hinaus wurden ad-hoc Berichtspflichten für bestimmte Konstellationen definiert, in denen Vorstand und ggf. Aufsichtsrat auch außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung unverzüglich über bestimmte Sachverhalte zu informieren sind. 3.1 Risikosituation im Jahr 2024Die Bank verfügt im Bereich des Kreditgeschäfts über ein Überwachungs-, Mahn- und Abwicklungssystem zur Steuerung der Risiken. Die Überwachung und Zuordnung einer Risikokategorie nach den MaRisk erfolgt anhand definierter Kriterien und Frühwarnindikatoren. Vorstand und Aufsichtsrat der Bank sind eng in die Prozesse eingebunden, wesentliche negative Veränderungen werden zeitnah zur Kenntnis gegeben. 3.2 KreditrisikenKreditrisiko ist die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Dabei wird ausschließlich auf die potenzielle Erfolgswirkung abgestellt. Die Liquiditätswirkung wird unter dem Liquiditätsrisiko betrachtet. Die bewusste Übernahme und das aktive Management von Kreditrisiken bilden den Kern der Risikostrategie. Auf Grund der Volumensverschiebung von Sachwertdarlehen und Kreditauftragsgeschäft hin zu Immobilienfinanzierungen haben sich die Blanko-Volumen im Vorjahresvergleich etwas erhöht. Sicherheiten werden einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen. ESG-Risiken, die sich als Risikotreiber innerhalb der Kreditrisiken auswirken - aber keine eigenen Risikoart darstellen - werden im Kreditvergabeprozess berücksichtigt. Kontrahentenrisiken aus Geschäftsbeziehungen mit Kreditinstituten sind gering, da die Bank im Geschäftsjahr nur Guthabenkonten bei ausgewählten deutschen Großbanken führt. Länderrisiken beschränken sich originär insbesondere auf Deutschland, Westeuropa sowie Hong Kong und werden aufgrund von Bardeckungen sowie der Lagerung von Sachsicherheiten insbesondere in Deutschland und der Schweiz weiter stark mitigiert. Für erkennbare Risiken werden zeitnah Einzelwertberichtigungen gebildet. Die unterjährige Risikofortschreibung ermöglicht einen laufenden Abgleich mit der Risikoplanung. Im Jahr 2024 wurden saldiert TEUR 3.373 an Einzelwertberichtigungen gebildet. Trotz der Zuführung konnte die NPL-Quote im Jahr 2024 von im Vorjahr 14,8 % auf 12 % gesenkt werden. Eine weitere Reduzierung m Jahresverlauf 2025 zeichnet sich bereits ab. Für das Jahr 2024 wurden Pauschalwertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von TEUR 125 aufgelöst. Die regelmäßige Überwachung von Kreditrisiken erfolgt - ergänzend zu u. g. Limitierung - insbesondere über die Beobachtung der Entwicklung des Kreditportfolios z.B. nach Größen- und Ratingklassen, der Kredit- und Besicherungsqualität. Für die Kreditrisiken besteht in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein Limit von 32,0 Mio. EUR. Der maximale Risikowert betrug im Jahre 2024 15,0 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von circa 46,8 %. 3.3 Operationelle RisikenOperationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen ein. Den operationellen Risiken werden auch die IT-Risiken zugerechnet. Die Bank nutzt als Kernbanksystem agree21 der Atruvia AG. Diese bei einer Vielzahl von Kreditinstituten zum Einsatz kommende Standardlösung unterstützt bei der Abbildung und Überwachung der Prozesse im Kreditgeschäft und aller sonstigen Anforderungen des Bankgeschäftes, insbesondere auch zur Einhaltung der regulatorischen Vorgaben. Die Risiken, die mit der Nutzung des Systems selbst einhergehen, werden im Rahmen des Auslagerungsmanagements und des Informationsrisikomanagements regelmäßig bewertet. Gleichzeitig sind im Kernbankensystem Kontrollpunkte integriert, welche der allgemeinen Vermeidung von operationellen Risiken dienen. Diese Kontrollpunkte werden stetig ausgebaut, weitere Kontrollpunkte sind auch in den nicht-technischen Prozessen integriert. Rechtsrisiken werden i. d. R. durch die Verwendung systemseitiger Formulare und Verträge minimiert. Verträge mit Kunden werden unter Einbindung von Fachanwälten und/oder der bankinternen Rechtsabteilung umgesetzt. Oberhalb definierter Selbstbehalte werden operationelle Risiken nach Möglichkeit abgesichert. Zur stetigen Verbesserung des Risikomanagements wird im Rahmen der Risikokultur erwartet, dass faktische, Beinahe- oder potenzielle Schäden unverzüglich intern anzeigt werden. Sollten Schadensfälle auftreten, werden diese in einer Schadensfalldatenbank dokumentiert und ab einem definierten Schwellenwert näher analysiert. Für die operationellen Risiken besteht in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein Limit von 4,0 Mio. EUR. Der maximale Risikowert betrug, basierend auf dem VaR-Ansatz, im Jahre 2024 3,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von circa 85,0 %. 3.4 MarktrisikenMarktrisiko ist die Gefahr, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktparametern (z. B. Zinsstrukturkurve) vom geplanten Ergebnis abweicht. Dabei wird ausschließlich auf die Erfolgswirkung abgestellt. Die Liquiditätswirkung wird unter dem Liquiditätsrisiko betrachtet. Erfolgswirkungen aus einer mangelnden Marktliquidität werden ebenfalls im Marktrisiko erfasst, da diese implizit in den zur Risikoberechnung herangezogenen Historien enthalten sind. Marktrisiken stehen nicht im Fokus der Geschäftstätigkeit und sind daher nach Möglichkeit weitgehend zu vermeiden. Die Bank tätigt keine Eigenhandelsgeschäfte, sondern beschränkt sich auf die kurzfristige Anlage von Geldern im Rahmen des Liquiditätsmanagements bzw. zur Sicherstellung des Zahlungsverkehrs bei den Hausbanken und der Zentralbank. Im Jahr 2024 bestanden weder Wertpapier- noch offene Fremdwährungspositionen. Im Wesentlichen beschränkt sich das Marktrisiko entsprechend auf Zinsrisiken. Die regelmäßige Überwachung erfolgt - ergänzend zu u. g. Limitierung - auch auf Basis aufsichtlich definierter Zinsschocks und Frühwarnindikatoren. Für die Marktrisiken besteht in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein Limit von 6,0 Mio. EUR. Der maximale Risikowert betrug im Jahre 2024 2,6 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von circa 43,6 %. 3.5 LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Liquiditätsrisiken werden im Vergleich zu Kreditinstituten, die das Einlagengeschäft betreiben, äußerst konservativ gesteuert. Ohne gesicherte Refinanzierung sind an die Bank herangetragene Geschäfte abzulehnen. Die Bank hat aufgrund ihres Geschäftsmodells keine stochastischen Liquiditätsabflüsse. Die Anforderungen an die Liquiditätskennzahlen der Liquiditätsverordnung und an den LCR wurden immer weit übertroffen. Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund der deterministischen Zahlungsströme und den durch den Gesellschafter gestellten Refinanzierungsfazilitäten überschaubar. Die regelmäßige Überwachung des Liquiditätsrisikos erfolgt - ergänzend zu u. g. Limitierung - auf Basis der aufsichtlichen Kennziffern LCR und NSFR sowie des Überlebenshorizonts auf Basis der Geschäftsstrukturplanung. Für die Liquiditätsrisiken besteht in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung ein Limit von 3,0 Mio. EUR. Der maximale Risikowert betrug im Jahre 2024 0,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer Limitauslastung von circa 23,3 %. 3.6 KonzentrationsrisikenNeben solchen Risikopositionen gegenüber Einzeladressen, die allein aufgrund ihrer Größe eine Risikokonzentration darstellen, können Risikokonzentrationen sowohl über den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch durch den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg (durch gemeinsame oder Interaktion verschiedener Risikofaktoren "Inter-Risikokonzentration") entstehen. Wesentliche Intra-Risikokonzentration innerhalb der Kreditrisiken wurden netto in Bezug auf die Sicherheitenstrukturen und mittelbare Währungsrisiken aus Sicherheitenstellungen identifiziert. Diesen wird mit einem umfassenden Sicherheitenmanagement, der Durchführung von Stresstests und Szenariobetrachtungen Rechnung sowie Frühwarnindikatoren Rechnung getragen. Ansetzbare Beleihungsgrenzen werden regelmäßig überprüft. Wesentliche Intra-Risikokonzentrationen innerhalb der Marktrisiken wurden in Bezug auf die Veränderung der Zinsstruktur identifiziert. Diesen wird mit einer regelmäßigen Risikomessung und der Durchführung von Stresstests und Beobachtung von Frühwarnindikatoren Rechnung getragen. Zusammenhänge innerhalb des operationellen Risikos hinsichtlich der einzelnen Schadensfallkategorien bestehen aus Sicht der Bank nicht. Entsprechend wurden hier keine wesentliche Intra-Risikokonzentrationen identifiziert. Entsprechendes gilt für Liquiditätsrisiken sowie für Inter-Risikokonzentration. Ertragskonzentrationen lassen sich unverändert in Bezug auf den auf wenige Kreditkunden basierenden Zinsertrag feststellen. Das Wegbrechen entsprechender Kunden wie auch die Einengung des betroffenen Konditionsbeitrages hat stark spürbare Auswirkungen insbesondere auf die Ertragslage der Bank. Perspektivisch will die Bank dieser Konzentration mit einer Diversifikations- und Wachstumsstrategie begegnen. 3.7 GesamteinschätzungDie Höhe der eingegangenen Risiken ist in Bezug auf die verfügbare Risikodeckungsmasse sowie das zur Verfügung gestellte Gesamtbankrisikolimit i. H. v. 45,0 Mio. EUR vertretbar. Die Ausnutzung des Gesamtlimits lag im Jahr 2024 bei maximal circa 46,2 %. Mit Stresstests wurden zwar potenzielle Risikowerte simuliert, die zu einer Überschreitung des Gesamtbankrisikolimits führen würden, in keinem Fall führten diese Simulationen aber auch nur annähernd zu einem Verzehr des Risikodeckungspotenzials der Bank. Risiken, die in absehbarer Zukunft bestandsgefährdend werden können, sind nicht erkennbar. Mit einer Kern- und Gesamtkapitalquote gemäß Kapitel 2.4 ist die Bank aus normativer Sicht im Branchenvergleich sehr gut aufgestellt. Die Kapitalprognosen zeigen über den dreijährigen Planungshorizont hinweg - selbst im adversen Szenario - unverändert die Einhaltung aller normativ geforderten Kennzahlen. Die Liquiditätsprognose auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz zeigt ebenfalls keine problematischen Entwicklungen auf. 4 Chancen- und PrognoseberichtSeit ihren letzten Prognosen aus dem Frühjahr und Sommer des Jahres 2024 haben der Internationale Währungsfonds und die OECD ihre Einschätzungen zur Entwicklung der Weltwirtschaft kaum geändert. Die globale Projektion für das BIP-Wachstum 12 schwankt sowohl kurz- als auch mittelfristig um die 3 %. Allerdings überdecken die stabilen globalen Aussichten sektorale und regionale Verschiebungen: Eine Verlagerung des Konsums weg von Waren und hin zu Dienstleistungen führt weltweit zu einer Belebung des Dienstleistungssektors, dämpft jedoch das Verarbeitende Gewerbe. Dessen Produktion verlagert sich zudem zunehmend in die Schwellenländer - insbesondere nach China und Indien -, gegenüber denen die etablierten Industriestaaten an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Mit 3,2 % in den Jahren 2024 und 2025 ist die Wachstumsprognose gegenüber den Projektionen vom Juli und April 2024 praktisch unverändert. Die OECD, deren aktuellste Prognose vom 25. September datiert, erwartet für die Welt exakt dieselben Wachstumszahlen, was einer marginalen Anhebung für 2024 im Vergleich zur Mai-Prognose entspricht. Im Detail gab es jedoch Revisionen: Der IWF nahm Anhebungen der Prognose für die Vereinigten Staaten und Herabstufungen für andere fortgeschrittene Volkswirtschaften, insbesondere die großen europäischen Länder, vor. Auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern haben Produktionsunterbrechungen und stockender Transport von Rohstoffen - insbesondere von Öl -, Konflikte, zivile Unruhen und Extremwetterereignisse zu negativeren Einschätzungen geführt. Entsprechende Abwärtskorrekturen für den Nahen Osten und Zentralasien sowie für Afrika südlich der Sahara wurden durch Anhebungen der Prognosen für die asiatischen Schwellenländer ausgeglichen, wo die steigende Nachfrage nach Halbleitern und Elektronik, ihrerseits angetrieben durch erhebliche Investitionen in Künstliche Intelligenz, das Wachstum gestärkt hat. Ohne einen starken Impuls für Strukturreformen sieht der IWF beim Wachstum auch mittelfristig nur Mittelmaß. Strukturelle Herausforderungen wie die Alterung der Bevölkerung in den Industrieländern, schwache Investitionen und ein historisch niedriges Produktivitätswachstum bremsen das globale Wachstum weiterhin. Entsprechend liegt die Fünf-Jahres-Prognose für das globale Wachstum bei nur 3,1%, geringer als vor der Pandemie. In Europa schwächelt die Konjunktur weiter. Jüngste Daten zeigen, dass das BIP in der Eurozone zuletzt leicht gestiegen ist, wozu vor allem Spanien und Frankreich beitrugen. Die Inflation in der gesamten Eurozone ist weiterhin niedrig, die Bandbreite reicht allerdings von 0,0 % in Slowenien bis 4,7 % in Belgien, wobei die Amplitude 4,7 Prozentpunkte beträgt und eine steigende Tendenz aufweist. Laut EZB-Prognose vom 12. September wird die Inflation von 2,5 % im Jahr 2024 auf 2,2 % im Jahr 2025 und 1,9 % im Jahr 2026 sinken, was auch den Erwartungen von OECD und IWF entspricht. Der private Konsum wird voraussichtlich durch Lohnerhöhungen und steigende Realeinkommen, unterstützt von einer zurückgehenden Inflation, gestärkt. Investitionen dürften durch eine allmähliche Lockerung der Finanzierungsbedingungen und die fortlaufende Auszahlung von Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität profitieren. Die EU-Kommission erwartet ein BIP-Wachstum von 0,8 % für 2024 in der Eurozone, und prognostiziert für 2025 einen Anstieg auf 1,3 % (Herbstprognose vom 15.11.2024). Ähnlich rechnet die OECD mit einem schwachen Wachstum von 0,7 % in 2024, das sich 2025 auf 1,3 % verbessern könnte, wenn sich die Binnennachfrage erholt. Der IWF sieht eine Erholung mit einem Wachstum von 0,8 % im Jahr 2024 und vergleichsweise geringen 1,2 % im Jahr 2025 -die anhaltende Schwäche des Verarbeitenden Gewerbes belaste das Wachstum in Deutschland und Italien. Das insgesamt eher trübe weltwirtschaftliche Panorama wird durch die Erfolge bei der Inflationsbekämpfüng etwas aufgehellt. Allerdings liegt die Kerninflation bei den Dienstleistungspreisen in den wichtigsten fortgeschrittenen und aufstrebenden Volkswirtschaften (ohne die USA) noch immer etwa 50 % höher als vor der Pandemie. Aktuell sieht der IWF jedenfalls keine Gefahr von Lohn- Preis-Spiralen, sondern die globale Gesamtinflation weiter zurückgehen, und zwar von 6,7 % im Jahr 2023 auf 5,8 % in 2024 und 4,3 % in 2025. Für die entwickelten Volkswirtschaften wird ein schnellerer Inflationsrückgang mit Stabilisierung bei etwa 2 % im Jahr 2025 erwartet. Die geldpolitische Straffung könnte sich stärker auswirken als beabsichtigt. Eine geldpolitisch induzierte Abschwächung der Konjunktur würde sich negativ auf die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen auswirken, d. h. die Ausgaben der privaten Haushalte stärker belasten und die Unternehmen veranlassen, Investitionen zurückzustellen. Die Finanzmärkte könnten als Folge der Neubewertung der Geldpolitik neue Preise festlegen. Die "letzte Meile" in Richtung Geldwertstabilität könnte die Geldpolitik vor größere Herausforderungen stellen. Erweist sich die Inflation als hartnäckiger als erwartet, könnten die Verbraucher ihre kurzfristigen Inflationserwartungen anpassen, was die Zentralbanken zwingen würde, den Pfad der geldpolitischen Normalisierung wieder zu verlassen. Finanzmarktturbulenzen könnten wiederaufleben und Preiskorrekturen auslösen. 1 Angesichts vielfältiger Portfolio-Arrondierungen im Kreis institutioneller Anleger und vermögender Privatkunden rechnet die Westend Bank für 2025 mit einer steigenden Nachfrage nach Kreditauftrags- und Frontinggeschäften. Im Bereich der Sachwertfinanzierungen rechnen wir mit einer moderaten Nachfrage im Netto-Neugeschäft, bedingt einerseits durch das Zinsniveau, andererseits aufgrund einer allgemeinen Tendenz zu größerer Vorsicht in Sammlerkreisen. Liquidität ist ohnehin die dominante Risikokategorie bei Kunst- und Classic-Car-Investitionen; dies dürfte so bleiben und gleichzeitig der Bedarf an Kunstberatungsdienstleistungen ansteigen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir in der Kunstberatung erstmalig Provisionserträge auf noch niedrigem Niveau. Im Bereich der Finanzierung von Immobilienprojekten besteht weiterhin erhebliche Nachfrage. Die Westend Bank wird hier angesichts der nach wie vor vorhandenen Risiken im deutschen Immobilienmarkt selektiv bei der Finanzierung von Immobilienprojekten und bei bestehenden Objekten vorgehen, insbesondere mit Blick auf die erforderlichen Risikoprämien. Trotz vieler Herausforderungen zeigte sich der Kunstmarkt insgesamt stabil. Einige Aspekte, wie das hohe Interesse an herausragender Qualität, die Gewinnung vieler jüngeren Neukunden sowie die europäische, deutsche Wiederstandfähigkeit auf der einen und international gewachsene Märkte auf der anderen Seite, lassen optimistisch vorausschauen. Aufgrund des prognostizierten leichten Wachstums, das die Thesaurierungsmöglichkeiten übersteigen soll, rechnen wir mit einer leicht sinkenden Eigenmittelquote, die aber immer noch weit über den geforderten Mindestwerten liegen und somit Potenzial für weiteres zukünftiges Wachstum bieten wird. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquiditätsausstattung werden wir auch in den folgenden Jahren problemlos einhalten können. Den Bedarf an weiterer Risikovorsorge im Kreditgeschäft sehen wir aufgrund des permanenten Monitorings von Sicherheiten und Kreditnehmer-Bonitäten als überschaubar an. Das wesentliche Risiko für die Ertragslage der Bank besteht aufgrund unseres auf Kreditgeschäft fokussierten Geschäftsmodells vor allem im Nicht-Erreichen der Ertrags- und Wachstumsziele bei vorhandenem Kostenblock, daneben aber auch in dem Ausfall einzelner Kreditnehmer. Wir erwarten 2025 bis 2027 gemäß vorsichtiger Planung schwankende Ergebnisse, die zunächst in 2025 niedrig ausfallen, ab 2026 aber aufgrund stark steigender Zins- (aus dem bestehenden Geschäftsmodell) und sich kontinuierlich aufbauender Provisionsergebnisse (aus den neu aufzubauenden Geschäftsfeldern) deutlich ansteigen werden. Die hierfür notwendigen erheblich steigenden Personalkosten werden durch den Abbau von anderen Verwaltungsaufwendungen, die in 2025 im Wesentlichen aus einmaligen Projektkosten resultieren, weitestgehend kompensiert. Ergebnisbelastungen aus Bewertungserfordernissen, welche im Wesentlichen aus der Bildung von Pauschalwertberichtigungen nach BFA 7 resultieren, wurden im Planungshorizont mit einer leicht steigenden Tendenz berücksichtigt. Des Weiteren wollen wir auch zukünftig notleidende Kredite aus früheren Phasen zügig abwickeln und die NPL-Quote weiter senken. Für 2025 erwarten wir einen Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2024. 5 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktGDie Gesellschaft hat bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten und andere Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden.
Frankfurt, 13. März 2025 Der Vorstand Thomas Rosenfeld Dr. Marcel Morschbach Anita Prattki Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von 7.450.326,79 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt, den 13. März 2025 Der Vorstand Thomas Rosenfeld Dr. Marcel Morschbach Anita Prattki Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde durch den Aufsichtsrat in der Sitzung am 10. April 2025 gebilligt und damit festgestellt. Die Hauptversammlung vom 10. April 2025 hat die Verwendung des Bilanzgewinnes in Höhe von 7.450.326,79 EUR wie vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, beschlossen. Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Während des Berichtszeitraums wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend und zeitnah über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung, insbesondere die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorgänge mündlich und schriftlich unterrichtet. Hierzu zählten die regelmäßigen Informationen im Wege von schriftlichen Berichten, insbesondere Quartals- und Risikoberichten, sowie die gemeinsamen Erörterungen mit dem Vorstand im Rahmen von fünf Aufsichtsratssitzungen am 08. April, 14. Juni, 04. Juli, 05. September und 28. November. Der Aufsichtsrat der Westend Bank AG hat dabei die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2024 mit großer Sorgfalt wahrgenommen und sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft befasst. Den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Westend Bank AG überwacht und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Aufsichtsratsmitglieder haben darüber hinaus in telefonischen und persönlichen Gesprächen mit dem Vorstand über die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Bank diskutiert. In Entscheidungen von besonderer Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Gegenstand der regelmäßigen Beratungen waren insbesondere die Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung der erwarteten Marktveränderungen durch die Geldpolitik der EZB, die geschäftlichen Schwerpunkte, die Unternehmenszahlen, die Entwicklung und Nachhaltigkeit der einzelnen Geschäftsfelder sowie die Entwicklung des Kreditportfolios. Abweichungen des Geschäftsverlaufes und der Ergebnisentwicklung von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Von wesentlicher Bedeutung waren dabei die Erweiterung von unabhängigen Refinanzierungen sowie die geplante Erschließung neuer strategischer Geschäftsfelder. Der vom Vorstand mit Datum vom 13. Februar 2025 aufgestellte Jahresabschluss der Westend Bank AG zum 31. Dezember 2024 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung hat, wie aus dem Prüfungsbericht hervorgeht, zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Bericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat im Vorfeld der Bilanzsitzung zur Prüfung zugesandt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat im Rahmen der Bilanzsitzung darüber hinaus persönlich über die wesentlichen Erkenntnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Prüfungsbericht und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für die Westend Bank AG durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Westend Bank AG in seiner Sitzung vom 10. April 2025 gebilligt, der Jahresabschluss ist damit gemäß Satzung festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands über den Vortrag des Bilanzgewinns hält der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage der Bank für angemessen und hat sich daher diesem Vorschlag angeschlossen. Außerdem wurde dem Aufsichtsrat der Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie den hierzu vom Abschlussprüfer erstatteten Prüfungsbericht im Vorfeld der Bilanzsitzung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und ihn sowie den hierzu erstatteten Prüfungsbericht gebilligt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben. Im Rahmen der Nachfolgeregelung für das zum 30.06.2025 planmäßig ausscheidende Vorstandsmitglied Dr. Marcel Morschbach bestellte der Aufsichtsrat Herrn Thomas Rosenfeld zum 01.08.2024 zum Mitglied und Sprecher des Vorstands. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2024 geleistete Arbeit.
Frankfurt am Main, den 10. April 2025 Der Aufsichtsrat Lutz Weiler, Vorsitzender |
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