Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 13999
Eingetragen
14.12.2016
Branche
Eisengießereien a. n. g.GraugießereienBuntmetallgießereien
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens von Amts wegen berichtigt: der Betrieb einer Eisengießerei für Grauund Sphäroguss Teile.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Preißler
seit 17.4.2025
Prokura
Holger Hartig
seit 2.9.2022
Prokura
Michael Kessler
seit 2.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AB-GUSStech GmbH

Aschaffenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Gründung des Unternehmens zum 28. September 2016

Im Rahmen einer Ausgliederung wurde die am Aschaffenburger Standort der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG (im Folgenden: Linde Hydraulics) betriebene Gießerei an die neu gegründete AB-GUSStech GmbH (im Folgenden: AB-GUSStech) übertragen (notarieller Gründungsvertrag vom 28. September 2016, Nachtrag vom 8. November 2016). Die AB-GUSStech wurde am 14. Dezember 2016 beim Amtsgericht Aschaffenburg unter HRB 13999 in das Handelsregister eingetragen und ist am 30. Dezember 2016 operativ entstanden.

2. Eigentümerstruktur

Die GmbH-Anteile der AB-GUSStech werden zu 100% von der Linde Hydraulics gehalten.

3. Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist gemäß dem Gesellschaftsvertrag der Betrieb einer Eisengießerei für Grau- und Sphäroguss.

Die Gießerei fertigt ausschließlich am Standort Aschaffenburg und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Herstellung von Hydraulikguss. Die Gesellschaft produziert unterschiedliche Gusssorten und beliefert im Wesentlichen Unternehmen der Linde Hydraulics Gruppe.

4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, sondern fragt diese bei Bedarf bei der Muttergesellschaft der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG nach.

5. Bedeutsame Leistungsindikatoren

Das Unternehmen verfolgt für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen und für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz (und Umsatzwachstum), EBIT (und Umsatzrendite) und den Operativen Cash Flow.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Operativen Cash Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen auf das Anlagevermögen, Veränderungen im Umlaufvermögen (ohne Posten, die der Finanzierungsund Investitionstätigkeit dienen), Dotierung (bzw. Auflösung) von Rückstellungen sowie Veränderungen des Fremdkapitals und anderer Passiva, die nicht der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit zuzuordnen sind.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen im Unternehmen keine Steuerungsgröße dar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur verlor im vierten Quartal 2023 wieder etwas an Geschwindigkeit, nachdem sie die ersten drei Quartale zunächst deutlich anzog und dann moderat weiter expandierte. Bremsend wirkte vor allem der geringere Anstieg der Produktion in den Schwellenländern, während sie in den führenden Volkswirtschaften wenig verändert mit geringer Rate wuchs. Nach Daten des Instituts der Weltwirtschaft, Kiel (IfW Kiel), hat sich das weltwirtschaftliche Wachstum mit 3,0% (Vorjahr: 3,3%) im Jahr 2023 weiter abgeschwächt. Der Euroraum trug nur mit einem geringen Anstieg von 0,5% (Vorjahr: 3,5%) bei. Die Wirtschaft in den USA zeigte sich dagegen weit dynamischer und stieg noch mit 2,5% (Vorjahr: 1,9%) an. Das Wachstum der ostasiatischen Schwellenländer entwickelte sich mit 3,1% (Vorjahr: 4,6%) robust. Das chinesische Bruttoinlandsprodukt wuchs wieder stärker um 5,2% (Vorjahr: 3,0%), wobei sich die verbesserten Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik zeigten. Die konjunkturelle Entwicklung in Lateinamerika war hingegen verhalten, wobei in Brasilien das zweite Quartal infolge Stagnation verzeichnet wurde und sich die argentinische Wirtschaft in einer Krise befindet. Der Tiefpunkt im Welthandel scheint trotz der Belastungen durch die Krise im Nahen Osten und des damit verbundenen riskanteren Transportweges durch das Rote Meer durchschritten. In der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich das Welthandelsvolumen allmählich stabilisiert, gegen Jahresende stieg es sogar wieder etwas.

2. Geschäftsverlauf im wirtschaftlichen Umfeld

Die Nachfrage nach den Produkten der AB-GUSStech hängt überwiegend vom Bedarf der Linde Hydraulics-Gruppe an Gussteilen sowie teilweise vom Fremdgeschäft ab.

Das erwartete Umsatzwachstum für das Jahr 2023, das im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet wurde, konnte übererfüllt werden. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 11,2% (Vorjahr: -2,6%). Trotz der Umsatzsteigerung war die Ausbringungsmenge von 14,4 Tausend Tonnen (Vorjahr: 14,8 Tausend Tonnen) mit -2,9% leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Prognostiziert war ein Anstieg auf rund 16 Tausend Tonnen im Geschäftsjahr 2023. Dies ist überwiegend bedingt durch eine Stabilisierung in unseren Kernabsatzmärkten, insbesondere im Material Handling Segment. Bei unseren Hauptkunden normalisierten sich deren globale Lieferketten, die im Vorjahr noch stark gestört waren, insbesondere in Folge des Konflikts in der Ukraine und der weltweiten Corona-Pandemie. Die operative Ergebniserwartung (EBIT), bei der ein leicht positives EBIT erwartet wurde, wurde verfehlt und lag bei einem niedrigen einstellig negativen Millionenbereich. Neben der beschriebenen Nachfragesituation in den Hauptabsatzmärkten konnten Rohstoff- und Energiepreissteigerungen im Geschäftsjahr 2023 weitestgehend weitergegeben werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, vor Steuern und vor Ergebnisabführung (EBIT) beläuft sich auf TEUR -2.590 (Vorjahr: TEUR -4.037).

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 erwartete Umsatzrendite im niedrigen einstelligen positiven Prozentbereich (Ergebnis vor Zinsen, vor Steuern und vor Ergebnisübernahme / Umsatzerlöse) wurde mit -6,5% (Vorjahr: -11,3%) demnach nicht erreicht. Der operative Cash Flow, der im mittleren dreistelligen positiven Tausenderbereich erwartet wurde, beläuft sich auf TEUR -377 (Vorjahr: TEUR -4.565). Die positive Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Verlustübernahme und den Rückgang der Vorräte sowie der Zunahme der Rückstellungen.

3. Lage

Das Geschäftsjahr 2023 gestaltete sich entsprechend weiterhin herausfordernd und die Ergebnisentwicklung verlief trotz gestiegener Umsatzerlöse nicht zufriedenstellend. Der geplante Anstieg der Produktions- und Ausbringungsmenge wurde verfehlt.

Unterjährig schwankenden Beschäftigungssituationen konnte durch das Nutzen von flexiblen Zeitkontenmodellen sowie durch befristet eingestelltes Personal begegnet werden. Die gestiegenen Material- und Energiepreise erforderten umgehende Maßnahmen und Preisanpassungen an unsere Kunden. Die Gesellschaft hatte das in 2020 begonnene Transformationsprogramm fortgeführt, bei dem die Gesellschafter der Linde Hydraulics GmbH &. Co. KG zusammen TEUR 60.000 Eigenkapital in die Muttergesellschaft eingebracht hatten. Es wird weiterhin in zukunftsweisende Technologien investiert und diese konsequent umgesetzt. Neben Investitionen arbeitet die Gesellschaft kontinuierlich an der weiteren Optimierung der Prozesse und Organisation sowie der Steigerung der Kosteneffizienzen. Das Unternehmen versucht sich dadurch den sehr schnell ändernden Marktgegebenheiten noch flexibler anzupassen und die weiteren Herausforderungen erfolgreich zu beschließen.

Die Gesellschaft hatte sich an die herausfordernde Situation bei den Lieferketten während der COVID-19 Pandemie in den vergangenen Jahren angepasst und wird durch höhere Diversifizierung und Mehrlieferantenstrategien dem risikoreduzierend entgegentreten. Das Unternehmen hielt an bereits in Vorjahren angelaufenen Maßnahmen fest und hat in weiteren Bereichen die Digitalisierung weiter verstärkt.

Schwerpunkte im Bereich der Ertragssicherung und Kostenoptimierung sind weiterhin a) Konzentration auf Kernkompetenzen, b) Verbesserung und Verschlankung der Abläufe, c) Kostenoptimierungen und d) Markteinführung neuer Produkte und Innovationen.

Mit der Umsetzung der genannten Maßnahmen plant die Gesellschaft ihre Fähigkeiten und Kapazitäten, auch in Kooperation mit anderen Unternehmen des Konzerns, weiter auszubauen, um die Wettbewerbsfähigkeit im Markt zu steigern und langfristig profitabel zu sein.

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Umsatzerlöse um 11,2% auf TEUR 39.885 (Vorjahr: TEUR 35.875). Absatzseitige Preiserhöhungen sowie die Normalisierung globaler Lieferketten führten zum Anstieg im niedrigen, zweistelligen Prozentbereich.

Der leichte Rückgang des Personalaufwandes um 2,7% auf TEUR 11.524 (Vorjahr: TEUR 11.845) ist in erster Linie durch die niedrigere Mitarbeiterzahl begründet. Dadurch ist auch die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Umsatzerlöse) im Vergleich zum Vorjahr von 33,0% auf 28,9% gefallen.

Der Materialaufwand ist zum Vorjahr im Zuge der anhaltenden allgemeinen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Einsatzmaterialien und Energie weiter, aber weniger deutlich, um 4,2% (Vorjahr: 11,5%) gestiegen und beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 23.990 (Vorjahr: TEUR 23.016). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) hat sich trotzdem aufgrund des kompensierenden Umsatzanstiegs im Vergleich zum Vorjahr von 64,2% auf 60,1% verbessert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens betragen TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 1.281). Es handelt sich hierbei um planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie auf Sachanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.866 (Vorjahr: TEUR 5.822) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:

Aufwendungen aus dem Transitional Services Agreement (TSA) mit TEUR 3.004 (Vorjahr: TEUR 3.118),

Aufwendungen für Mieten mit TEUR 844 (Vorjahr: TEUR 634),

Aufwendungen für Entsorgungen TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 718),

sonstige Fremdleistungen mit TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 240) und

Versicherungen mit TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 114).

Die gesamten Zinsaufwendungen betragen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 431). Dabei handelt es sich ausschließlich um Zinsen für das Diskontieren von Pensions-, Altersteilzeit-, Jubiläums- und sonstiger Personalrückstellungen.

Zwischen der AB-GUSStech GmbH und der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG besteht eine ertrags- und umsatzsteuerliche Organschaft. Latente und tatsächliche Steuern für das laufende Jahr werden daher bei der Organträgerin Linde Hydraulics GmbH & Co. KG gezeigt.

Der Ertrag aus der Verlustübernahme beträgt TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 4.259).

3.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt 37,9% (Vorjahr: 39,0%). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr begründet sich im Wesentlichen aus den erhöhten Verbindlichkeiten und Forderungen, resultierend in einer um 2,7% gestiegenen Bilanzsumme.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit TEUR 9.856 (Vorjahr: TEUR 9.989) bewertet. Die leichte Verringerung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch die marginale Zinserhöhung von 0,04 Prozentpunkten und den ansonsten unveränderten Bewertungsannahmen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 7.252 (Vorjahr: TEUR 6.260). Der Anstieg ist in erster Linie verursacht durch erhöhten Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen und Zeitkonten.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.092 (Vorjahr: TEUR 1.173) setzten sich hauptsächlich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 671 (Vorjahr: TEUR 769) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 327), die ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen. Die leichte Reduktion zum Vorjahresstichtag ist im Wesentlichen durch das Geschäftsvolumen stichtagsbedingt.

Der Operative Cash Flow im Jahre 2023 beträgt TEUR -377 (Vorjahr: TEUR -4.565). Der gestiegene Operative Cash Flow resultiert überwiegend aus dem deutlich verbesserten Jahresergebnis sowie dem gesunkenen Netto-Umlaufvermögen und der Zunahme der Rückstellungen. Hinsichtlich unserer Ausführungen der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Vermögenslage.

Die Gesellschaft bekommt von ihrer Gesellschafterin die für das operative Geschäft notwendigen Finanzmittel zur Verfügung gestellt und überlässt ihr ihre überschüssige Liquidität mittels eines Cash Pools. Zwar bestand in diesem Jahr infolge anhaltender, beschaffungsseitiger Preissteigerungen ein erhöhter Finanzierungsbedarf, weiterhin hat die Gesellschaft jedoch eine hohe Forderung gegen die Muttergesellschaft aus dem Cash Pooling (TEUR 10.170, Vorjahr: TEUR 6.889). Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 ausreichende Liquidität, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Finanzmanagement wird von der Muttergesellschaft durchgeführt und ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Im Geschäftsjahr wurde die Finanzierung des Unternehmens durch die Anteilseignerin stets sichergestellt. Hinsichtlich unserer Ausführungen der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Vermögenslage.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der AB-GUSStech beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 29.316 (Vorjahr: TEUR 28.539).

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 4.649 (Vorjahr: TEUR 5.228) und beinhalten im Wesentlichen den einer planmäßigen Abschreibung unterzogenen Geschäfts- oder Firmenwert.

Das Sachanlagevermögen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.857 (Vorjahr: TEUR 4.025). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.409 (Vorjahr: TEUR 1.022) getätigt.

Das Vorratsvermögen ist zum Bilanzstichtag überwiegend durch den Abbau von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und fertigen Erzeugnissen auf TEUR 4.811 (Vorjahr: TEUR 5.957) gesunken.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, bestehend im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen, umfassen zum 31. Dezember 2023 TEUR 14.991 (Vorjahr: TEUR 13.328). Der Anstieg ist vorrangig erklärbar durch die um TEUR 3.281 höhere Cash Pool Forderung aufgrund des höheren Geschäftsvolumens und Umsatzanstieges sowie gegenläufig durch die niedrigere Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 2.184.

Die liquiden Mittel mit Sichtguthaben bei Kreditinstituten betragen zum Stichtag wie im Vorjahr EUR 0 aufgrund eines praktizierten Cash Pools mit der Muttergesellschaft.

Das Anlagevermögen wird zu 116,9% (Vorjahr: 120,1%) vom Eigenkapital gedeckt.

3.4 Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im laufenden Jahr 2023 im Durchschnitt 152 Mitarbeiter (Vorjahr: 163).

III. Prognosebericht

Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der AB-GUSStech liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten, die Gesellschaft und deren Ergebnisse aus.

Der Konflikt in der Ukraine und im Nahen Osten sowie das weiterhin hohe Zinsniveau in den westlichen Staaten kann zu unerwarteten Entwicklungen der Weltkonjunktur führen, welche die Leistungen und Ergebnisse der Gesellschaft wesentlich beeinflussen können. Die potenziellen Auswirkungen sind im Folgenden dargestellt.

1. Ausblick Weltkonjunktur

Das IfW Kiel prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8%, sowie für 2025 wieder einen leichten Anstieg auf eine Wachstumsquote von 3,1%. Die Weltkonjunktur komme nur wieder allmählich in Schwung. So wird ausgeführt, dass im Jahr 2024 die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einer deutlichen Verstärkung der weltwirtschaftlichen Expansion entgegenstehen. Zwar haben sich die Perspektiven für den privaten Konsum verbessert, dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen, jedoch geht dies aber zum Teil zu Lasten der Gewinnspannen der Unternehmen und bremst Investitionen. Die Geld- und Finanzpolitik sind im Prognosezeitraum eher restriktiv ausgerichtet, wobei die Geldpolitik wohl im zweiten Halbjahr gelockert wird. Zudem belasten Unsicherheiten im Zusammenhang mit einer zunehmend interventionistischen Industrie- und Handelspolitik das weltwirtschaftliche Klima. Auch von China gehen derzeit nur wenig Impulse für die Weltkonjunktur aus, aufgrund starker Verschuldung von Unternehmen und Haushalten sowie große Überkapazitäten im Gebäudesektor.

Das derzeit ausgeprägte Konjunkturgefälle zwischen den Vereinigten Staaten einerseits und Europa sowie Japan andererseits dürfte im Prognosezeitraum nach und nach geringer werden. Während die US-Wirtschaft wohl etwas an Fahrt verliert, scheint der Tiefpunkt der Konjunktur im Euroraum, im Vereinigten Königreich und in Japan erreicht. Anregungen werden auch von dem sich anbahnenden Anziehen des Welthandels, ein weiteres Sinken der Inflation und dem Verharren der Arbeitslosigkeit auf niedrigem Niveau ausgehen. Bei alledem bleibt das Expansionstempo in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mäßig und wächst gemäß Prognose lediglich 1,4% im Jahr 2024 und 1,7% im darauffolgenden Jahr. Europa trägt dazu lediglich 0,8% BIP Wachstum im Jahr 2024 bei. In den Schwellenländern bleibt die geringe Dynamik in China eine Belastung; sie dämpft die Konjunktur über den Handel und über niedrigere Erlöse bei Rohstoffen. So hat sich die wirtschaftliche Aktivität in Lateinamerika und in südostasiatischen Ländern, für die Rohstoffexporte große Bedeutung haben, zuletzt verlangsamt, und es ist in den kommenden beiden Jahren mit wieder geringeren Produktionszuwächsen zu rechnen. Weiterhin dynamisch expandiert hingegen die indische Wirtschaft, wo in den Jahren 2024 und 2025 mit je 6,7% BIP Wachstum gerechnet wird, im Gegensatz dazu lediglich 4,4% und 4,7% in China und nur 1,2% und 2,2% in Lateinamerika.

2. Marktausblick

Der Gesamtmarkt für hydraulische Anwendungen wird auch künftig in hohem Maße vom konjunkturellen Umfeld in den wesentlichen Absatzmärkten abhängen, wobei der Investitionsnachfrage sowie der Entwicklung des Welthandels eine besondere Rolle zukommen. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine rückläufige Nachfrage, während der Preisdruck am Markt gleichzeitig steigen wird. Rohmaterialpreise werden sich vermutlich weiter rückläufig entwickeln. Das gleiche ist in Europa bezüglich Energiekosten zu erwarten.

3. Unternehmensausblick

Die Auftragslage zu Beginn des Jahres 2024 war trotz wirtschaftlicher Unwägbarkeiten als akzeptabel einzuschätzen. Etwaige Kapazitätsanpassungen werden im Wesentlichen durch ein aktives Zeitkontenmanagement, Flexibilisierung von Produktionsschichten und Rationalisierungsinvestitionen aus dem Transformationsprogramm umgesetzt. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein vergleichbares Produktions- und Umsatzniveau wie in der abgelaufenen Berichtsperiode. Kostensenkungen im Bereich Energie und Einsatzmaterial sowie Effizienzsteigerungen sollen zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) nahe des Break-Even führen. Die Geschäftsführung erwartet einen Operativen Cash Flow im mittleren dreistelligen positiven Tausenderbereich sowie entsprechend eine Umsatzrendite im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Weiterhin plant die Gesellschaft mit Investitionen in neue Technologien in der Zukunft und wird das begonnene Transformationsprogramm weiter wie geplant umsetzen. Die Erwartungen und Planungen können sich aufgrund von Effekten aus internationalen Konflikten für das Jahr 2024 noch verändern. Aufgrund der Unvorhersehbarkeiten der weiteren Verläufe kann jedoch nicht abschließend beurteilt werden, ob alle Effekte vollumfänglich zum derzeitigen Stand eingeflossen sind.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Transformationsprogramm der Gesellschaft

Das im zweiten Halbjahr 2020 begonnene Transformationsprogramm befindet sich auf Kurs. Im Vordergrund stehen die Fokussierung auf die Kernkompetenzfelder der Gesellschaft und die daraus resultierende Anpassung der dafür notwendigen gut ausgebildeten Belegschaft. Im Rahmen dieser Neuorientierung werden sowohl Prozesse vereinfacht als auch die Organisation verschlankt, um Effizienzen zu heben. Kapazitäten für nicht Kernkompetenzfelder werden umgewidmet und neu ausgerichtet. Des Weiteren wird verstärkt in die Rationalisierung des vorhandenen Maschinenparks als auch in die Digitalisierung der gesamten IT-Infrastruktur investiert, um nachhaltige Effizienzen zu generieren.

Das Transformationsprogramm soll bis 2025 erfolgreich abgeschlossen sein.

Das entwickelte Transformationsprogramm umfasst im Wesentlichen:

Investitionen in effizientere Maschinen und Produktionsprozesse,

die Erneuerung und Erweiterung des Produktportfolios,

Ausbau von Vertriebswegen verstärkt durch die Einbindung von Konzerngesellschaften und deren Synergien,

die Rationalisierung der gesamten Prozesse.

Die eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen des Transformationsprogramms betreffen alle Bereiche des Unternehmens.

Die Optimierung von organisatorischen Abläufen im Unternehmen erfordert bei allen Beteiligten neben der Bereitschaft für Veränderung, ein zielgerichtetes Bestreben der Mitarbeiter in der Bewältigung der täglichen Herausforderungen und den Blick auf Verbesserungen sowie Kosteneinsparungen nicht zu verlieren.

Das Gesamtziel, das Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich auf eine positive Ertragsbasis zu bringen, bleibt im permanenten Fokus.

Insgesamt liegt dem Transformationsprogramm eine Planung der finanzwirtschaftlichen Entwicklung zugrunde, dessen Annahmen von der Geschäftsführung in Abstimmung mit den Gesellschaftern getroffen wurden und in der Umsetzung befindlich sind.

2. Chancen

Unter Chance werden positive Effekte von dem im Prognosebericht erwähnten Erwartungen an das wirtschaftliche Umfeld verstanden.

Die AB-GUSStech beherrscht alle Kern-Prozessschritte einer Gießerei und ist als Zulieferer für die Versorgung von Linde Hydraulics und der KION-Gruppe mit Gussteilen verantwortlich. Das Gussgeschäft mit dem Konzern bildet das Fundament für die Auslastung der Kapazitäten. Fremdgussaufträge können für eine weitere Diversifizierung sorgen. Mit unserem Know-how bei Hydraulik- und Fahrzeugteilen und dem Zugriff auf Dienstleistungen des Konzerns bei der Gussbearbeitung, Vormontage und Konstruktion differenzieren wir uns als Lösungsanbieter für präzisionsbearbeitete Hydraulik- und Fahrzeugteile von reinen Gießereien. Mit diesem Leistungsportfolio wollen wir als kompetenter Anbieter unser Gussgeschäft sukzessive steigern und nachhaltig eine gute Kapazitätsauslastung erreichen.

Strategische Chancen, insbesondere durch Unterstützung des größten Anteilseigners, der Weichai Power sieht die Gesellschaft insbesondere auf der Einkaufsseite durch den Zugang zu den asiatischen Märkten (insbesondere China). Daraus können positive Chancen entstehen, die die Planungsannahmen übertreffen.

Markt- und Entwicklungschancen können insbesondere durch neue Produkte und Antriebslösungen im Konzernverbund entstehen, für die die AB-GUSStech ein möglicher Lieferant von Gussteilen sein kann.

Leistungswirtschaftliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere durch zukünftige Kosteneffizienzprojekte, die die gesamte Wertschöpfungskette noch positiver als in der Planung angenommen positiv beeinflussen können.

3. Risiken

3.1. Risikomanagement

Die AB-GUSStech ist in ihrer Geschäftstätigkeit mit unternehmerischen Risiken konfrontiert, die ihre Geschäftsziele gefährden können. Das Risikomanagement der AB-GUSStech ist eng verbunden mit der Linde Hydraulics und ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Für eine optimale Verzahnung des Risikomanagements mit dem gesamten Planungs- und Reporting- Prozess der AB-GUSStech ist das Risikomanagement organisatorisch im Konzern Controlling aufgehängt. Die Leitlinien für das Risikomanagement sind in der konzerneigenen Risikorichtlinie definiert.

3.2. Risiken

3.2.1. Marktrisiken

Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen kann als im Prognosebericht dargestellt. Zyklische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität haben seit jeher auch Auswirkungen auf den Markt für Gießereiprodukte. Ein Abschwung oder eine Stagnation in den für die AB-GUSStech relevanten Industrien und Märkten stellt ein Risiko dar. Investitionsentscheidungen von Kunden hängen insbesondere bei neuen Maschinen in hohem Maße von der konjunkturellen Entwicklung und dem Finanzierungsumfeld ab. Da die AB-GUSStech die Fixkosten nur teilweise an Nachfrageschwankungen anpassen kann, wirken sich Umsatzrückgänge ergebnisbelastend aus.

3.2.2. Wettbewerbsrisiken

Wettbewerbsrisiken beschreiben das Risiko, dass die AB-GUSStech aufgrund von wachsendem Wettbewerbsdruck die erwarteten Margen und Marktanteile nicht erreicht. Die Märkte der AB-GUSStech sind durch einen intensiven auch über den Preis geführten Wettbewerb gekennzeichnet. Insbesondere im asiatischen Bereich treten verstärkt neue Anbieter in die relevanten Märkte ein. Darüber hinaus ist denkbar, dass es zu Zusammenschlüssen kommen kann, um Synergien im Markt nutzen zu können. Die AB-GUSStech schätzt vor dem Hintergrund des eigenen Marktanteils Wettbewerbsrisiken als marginal ein. Aufgrund der steigenden weltweiten Produktionskapazitäten in der Branche haben die Wettbewerbsrisiken allerdings weiter zugenommen.

3.2.3. Forschungs- und Entwicklungsrisiken

Die Entwicklung der AB-GUSStech hängt im Wesentlichen von der Fähigkeit der Linde Hydraulics und der anderen Unternehmen des Konzernverbundes ab, Einzelprodukte und mobile hydraulische Antriebslösungen weiterzuentwickeln. Dazu sind laufende Produktentwicklungen erforderlich, die Kundenerwartungen erfüllen und technologische Rahmenbedingungen berücksichtigen. Sollten diese Erwartungen nicht erfüllt werden, könnte die Technologie und Qualitätsposition beeinträchtigt werden. Die Innovationen der Linde Hydraulics werden umfassend über Schutzrechte, insbesondere Patente, geschützt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Produkte oder Produktteile imitiert werden.

Die Anforderungen der mobilen Arbeitsmaschinen an die hydraulische Antriebstechnik entwickeln sich stetig weiter. Linde Hydraulics hat damit die Aufgabe seine Produkte durch stetige Weiterentwicklung an die veränderten Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Dies betrifft funktionale und technische Merkmale aber auch kommerzielle und regulatorische Gesichtspunkte. Gleichzeitig eröffnen sich durch den Fortschritt der Produktionstechnologien stetig neue Möglichkeiten für eine effizientere Herstellung der Produkte. Neue Herstellungsverfahren erfordern ebenfalls eine stetige Weiterentwicklung und Anpassung der Konstruktionen. Durch disruptive Neuentwicklungen können Risiken entstehen, die in der Art, Geschwindigkeit und Umfang schwer quantifizierbar erscheinen.

3.2.4. Beschaffungs- und Absatzrisiken

Auf der Beschaffungsseite stellen mangelnde Verfügbarkeit von Teilen und Komponenten sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten grundsätzlich potenzielle Risiken dar. Die gestiegenen Material-, Energie- und Logistikkosten beeinflussen weiterhin die Beschaffungsrisiken im Berichtsjahr. Darüber hinaus beeinflusst die Situation an den Rohstoffmärkten die Preisentwicklung in den Beschaffungsmärkten. Störungen in den Lieferketten und die damit einhergehende reduzierte Teile- und Materialverfügbarkeit werden durch anhaltende internationale Konflikte weiter verschärft. Daher können Kapazitätsbeschränkungen auf Lieferantenseite und daraus resultierende Lieferrückstände bei weiteren Rohstoffen und Komponenten auftreten.

Auf der Absatzseite bestehen neben möglichen Absatzmarktrückgängen auch die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Branchen als Risiken. Der Ukraine Konflikt wird diese Risiken weiterhin signifikant beeinflussen, da die Sanktionsvorschriften der Geschäftstätigkeit mit Russland auch unsere OEM-Kunden insbesondere im Agrar- und Baumaschinenmarkt betreffen. Im Berichtszeitraum traten in der Folge wesentliche Stornierungen oder gravierende Belastungen aus sonstigen Auftragsänderungen auf. Aufgrund der unsichereren gesamtwirtschaftlichen Situation kann das Risiko, dass Kunden Aufträge stornieren oder verschieben, weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird angesichts eines derzeit niedrigeren Auftragsbestandes geringer als im Vorjahr eingeschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit als zum Vorjahr vergleichbar eingeschätzt.

Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 nur eingeschränkt vorhersehbar. Die im Vorjahr frühzeitig eingeleiteten Gegenmaßnahmen wurden in der Berichtsperiode fortgeführt. Möglichen Störungen in den Lieferketten wurde mit einer stärkeren Diversifizierung auf der Lieferantenseite und einem engmaschigen Monitoring der Lieferanten begegnet. Die Gesellschaft arbeitet stets an der Optimierung der Lieferantenstruktur in Form von Mehrlieferantenstrategien, um bei Ausfall eines Lieferanten Produktions- und Auslieferungsrisiken zu vermeiden und gleichzeitig Kosteneinsparungspotenziale zu heben. Lieferketten, die Materialverfügbarkeit und Lieferfähigkeit der Lieferanten wird fortlaufend überwacht. Darüber hinaus werden aufgrund der unverändert hohen Dynamik bei den Material-, Energie- und Logistikkosten durch eine entsprechende Vertragsgestaltung angemessene Listenpreiserhöhungen, soweit möglich und unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation, an die Kunden weitergegeben, um der jeweils aktuellen Marktsituation gerecht zu werden. Entsprechend werden beschaffungs- und absatzbezogene Risiken für das Prognosejahr im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 sowohl bei der Risikohöhe als auch bei der Eintrittswahrscheinlichkeit als ähnlich hoch bewertet. Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Situation und internationale Krisen halten wir weiterhin einen engen Kundenkontakt aufrecht und beachten die Entwicklung weiterhin sehr wachsam.

3.2.5. Produktionsrisiken

Produktionsrisiken resultieren im Wesentlichen aus Lieferverzögerungen, möglichen Störungen der Betriebsabläufe, Produktionsausfällen oder Qualitätsproblemen, die wiederum die Marktpositionierung und insofern auch die wirtschaftliche Lage von der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten.

Das Risiko von Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen, das im Zuge der Corona-Pandemie vorübergehend angestiegen war, wird für das Jahr 2024 mit moderater Risikohöhe bei niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft. Eine hieraus resultierende Schließung von Produktionsbereichen war im Jahresverlauf 2023 erneut nicht erforderlich. Konjunkturell bedingte Nachfrageschwankungen unserer Kunden können zu temporären Überkapazitäten führen.

Des Weiteren setzt die Gesellschaft auf vorbeugende Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes und Mitarbeiterschulungen. Versicherungen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang begrenzen das Risiko möglicher Schadensfälle. Die Qualitätssicherung nimmt bereits am Anfang der Wertschöpfungskette einen hohen Stellenwert ein und reduziert mögliche Qualitätsrisiken im Rahmen der Leistungserstellung. Mit anspruchsvollen Qualitätsmaßstäben in der Entwicklung, intensiven Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg sowie engem Kunden- und Zuliefererkontakt grenzt die Gesellschaft mögliche Qualitätsrisiken deutlich ein.

3.2.6. IT Risiken

Die AB-GUSStech operiert zwar in einer eigenständigen IT-Infrastruktur, ist aber auf die systemseitige Unterstützung ihres Gesellschafters Linde Hydraulics sowie eines externen internationalen IT Dienstleisters angewiesen. Aufgrund der intensiven Vernetzung mit dem externen Unternehmensumfeld ist die Gesellschaft abhängig von reibungslos funktionierenden IT-Systemen. Etwaigen IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur oder Migrationsrisiken bei Software-Updates erwachsen können, wird durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft begegnet.

Weitere IT Risiken können auch aus möglichen Verstößen gegen datenschutzrechtliche Vorgaben etwa durch die Verarbeitung personenbezogener Daten und deren Dokumentation entstehen. Bei Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung können Bußgelder verhängt werden. Die AB-GUSStech hat die Datenschutz-Grundverordnung implementiert und verfolgt hohe Compliance-Standards, weshalb die Risiken aus datenschutzrechtlichen Verstößen unverändert als gering eingestuft werden.

3.2.7. Finanzielle Risiken

Die AB-GUSStech ist in das zentrale Liquiditätsmanagement der Linde Hydraulics vor allem via des Cash Pools eingebunden. Das zentrale Liquiditätsmanagement von Linde Hydraulics ist dafür verantwortlich, dass jederzeit ausreichend finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen. Finanzielle Risiken sind im Wesentlichen Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken. Den Umgang mit den genannten Risiken regelt die Treasury Richtlinie. Liquiditätsrisiken sind nach Einschätzung der AB-GUSStech aktuell nicht erkennbar. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Lieferungen werden teilweise über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität des potenziellen Kunden und Lieferanten. Insgesamt werden die finanziellen Risiken daher als gering eingestuft.

3.2.8. Personelle Risiken

Die AB-GUSStech ist abhängig von hoch qualifizierten Führungskräften und Experten in Schlüsselfunktionen. Der Abgang dieser Personen könnte die Perspektiven nachhaltig verschlechtern. Mittels einer aktiven Personalpolitik, die unter anderem die Weiterentwicklung und langfristige Bindung von Nachwuchskräften beinhaltet, wirkt die AB-GUSStech diesen Risiken entgegen.

3.2.9. Rechtliche Risiken

Derzeit bestehen keine rechtlichen Risiken aus laufenden Geschäftstätigkeiten. Obwohl Rechtsstreitigkeiten mit Dritten aktuell und in der Vergangenheit keine wesentliche Rolle gespielt haben, werden diese zentral erfasst und dokumentiert. Aufgrund der hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards hat das Unternehmen übliche Versicherungen abgeschlossen, die etwaige Forderungen gegenüber Dritten abdecken sollen.

3.2.10. Risiken aus internationalen Konflikten

Internationale Konflikte, wie z.B. die militärische Auseinandersetzung in der Ukraine oder im Nahen Osten bergen Risiken, deren Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht abschließend beurteilt werden können.

Der fortdauernde Ukraine Konflikt führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu erneut erhöhten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Dies wirkte sich auf die europäische Wirtschaft durch zwischenzeitlich signifikant gestiegene Energie- und Rohstoffpreise aus. Absatzseitig führten die Sanktionen auf unserer Seite zu einem de-facto Erliegen des Handelsverkehrs mit Unternehmen aus Russland, was für viele unserer OEM-Kunden in ähnlicher Weise zutrifft.

Zukünftig könnten weitere internationale Konflikte und nationaler Protektionismus, beispielsweise durch Strafzölle, neue Handelsbarrieren schaffen, welche die Produktion spürbar beeinträchtigen und zu deutlichen Handelshemmnissen führen könnten.

3.2.11. Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken wird über das Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet. Die Geschäftsführung der AB-GUSStech überprüft dabei regelmäßig die Risikosituation des Unternehmens.

Wesentliche Risiken sieht die Geschäftsführung derzeit in Produktionsunterauslastungen durch Absatzrückgänge infolge von Zulieferengpässen anderer Zulieferer auf Kundenseite sowie Absatzrisiken infolge einer potenziell rückläufigen Produktnachfrage bei potenziell rückläufiger konjunktureller Entwicklung.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Aschaffenburg, den 28. März 2024

Der Geschäftsführer

Michael Kessler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212,00 2.758,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.613.396,00 5.190.071,00
3. Geleistete Anzahlungen 35.594,15 35.594,15
4.649.202,15 5.228.423,15
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.228.841,00 2.037.690,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.202,00 426.884,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.190.570,15 1.560.219,69
4.856.613,15 4.024.793,69
9.505.815,30 9.253.216,84
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.160.536,12 1.783.731,26
2. Unfertige Erzeugnisse 1.397.632,20 1.251.925,12
3. Fertige Erzeugnisse 2.252.944,73 2.921.465,93
4.811.113,05 5.957.122,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 209.650,17 480.558,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.422.580,93 12.439.542,77
davon gegen die Gesellschafterin 14.417.575,20 EUR (Vj. 12.438.886,19 EUR)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 358.867,66 407.936,60
14.991.098,76 13.328.037,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.353,72 448,40
19.803.565,53 19.285.608,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.058,30 0,00
29.316.439,13 28.538.825,40

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 11.086.444,00 11.086.444,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
11.116.444,00 11.116.444,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.855.993,08 9.988.968,24
2. Sonstige Rückstellungen 7.251.672,35 6.260.338,12
davon Restrukturierungsrückstellung 3.237.315,11 EUR (Vj. 3.280.870,11 EUR)
17.107.665,43 16.249.306,36
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 671.115,89 769.393,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 356.002,75 327.091,59
davon gegenüber der Gesellschafterin 349.163,18 EUR (Vj. 317.947,79 EUR)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 65.211,06 76.589,57
davon aus Steuern 65.211,06 EUR (Vj. 74.013,98 EUR)
1.092.329,70 1.173.075,04
29.316.439,13 28.538.825,40

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

1.1.-31.12.2023
EUR
1.1.-31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 39.885.336,89 35.874.733,34
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -522.814,12 1.150.751,96
3. Sonstige betriebliche Erträge 572.058,28 901.388,29
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.851.548,07 20.464.665,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.138.802,99 2.551.228,44
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.620.151,79 8.977.061,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.904.324,01 2.867.623,65
davon für Altersversorgung EUR -116.124,67 (Vj. EUR 812.318,82)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.143.619,72 1.281.446,47
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.866.188,49 5.821.863,59
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 514.876,12 214.859,16
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 514.876,12 (Vj. EUR 214.859,16)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 105.006,00 431.418,41
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 105.006,00 (Vj. EUR 404.329,00)
10. Ergebnis nach Ertragsteuern -2.180.183,90 -4.253.574,69
11. Sonstige Steuern 3.985,72 5.907,46
12. Erträge aus Verlustübernahme -2.184.169,62 -4.259.482,15
13 Aufwendungen aus Gewinnabführung 0,00 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Das Unternehmen AB-GUSStech GmbH

Die AB-GUSStech GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" oder "Unternehmen") weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Aschaffenburg unter der Nummer HRB 13999 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Aschaffenburg.

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Eisengießerei für Grau- und Sphäroguss Teile.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beachtung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Zwischen der Gesellschaft und der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG besteht seit dem 22. Dezember 2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

AKTIVA:

Der aktivierte Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der derivative Firmenwert ist durch Ausgliederung aus einer bestehenden Gesellschaft entstanden. Es handelt sich hierbei um einen strategischen Erwerb. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Produktgruppen des Unternehmens ermittelt, die typische Lebenszyklen von 15 Jahren haben. Darüber hinaus verändert sich der Markt für diese Produktgruppen wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zeitanteilig vermindert. Es wird ausschließlich die Methode der linearen Abschreibung angewendet. Abschreibungen auf Zugänge erfolgen pro-rata-temporis. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen.

Nutzungsdauer
in Jahren
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens (geringwertige Anlagegüter) bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 (Vorjahr: EUR 250,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren (entsprechend § 6 Abs. 2a EStG) aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend mit 20% p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB).

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den beizulegenden Zeitwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren nach Maßgabe des Niederstwertprinzips ermittelt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten (§ 253 Abs. 4 HGB) angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 2 HGB (Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte (niedrigerer beizulegender Wert, §§ 253 Abs. 4 in Verbindung mit 255 Abs. 4 HGB) anzusetzen waren. Das Aktivierungswahlrecht bezüglich auf den Herstellungszeitraum entfallender Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB sowie Fremdkapitalzinsen nach § 253 Abs. 3 S. 2 HGB wurde nicht ausgeübt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt, es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen auf Vollkostenbasis ermittelte Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist grundsätzlich durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand (flüssige Mittel) wurde zu Nominalwerten (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt.

PASSIVA:

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: "Richttafeln 2018 G") ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit 1,83% (Vorjahr: 1,79%), gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009, verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0% bis 2,75% (Vorjahr: 2,75%) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,00% bis 2,20% (Vorjahr: 1,00% bis 2,20%) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von durchschnittlich 2,00% (Vorjahr: durchschnittlich 2,00%) berücksichtigt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel in Spezialfonds angelegt, die von dem Treuhänder Linde Hydraulics Vorsorge Aktiv e. V. verwaltet werden (Deckungsvermögen nach Maßgabe § 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Der Zugriff auf das Vermögen durch die Gesellschaft ist ausgeschlossen. Das Vermögen dient ausschließlich der Absicherung von Pensionsansprüchen gegen die AB-GUSStech GmbH. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis); dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern der AB-GUSStech ab.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden (§ 253 Abs. 2 S. 1, 4 HGB).

Insbesondere werden Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sowie Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zu erwartender Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 2,75%) sowie aktueller Sterbetafeln bewertet. Für die Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird ein Rechnungszinssatz von 1,75% (Vorjahr: 1,45%) verwendet. Dieser wurde unverändert zum Vorjahr aus einem siebenjährigen Durchschnitt bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren abgeleitet. Für die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen wurde des Weiteren eine Fluktuationsrate in Höhe von durchschnittlich 2,00% (Vorjahr: durchschnittlich 2,00%) angenommen.

Für die im Berichtsjahr abgeschlossenen Altersteilzeitverträge wird unterstellt, dass die zugesagten Leistungen Entlohnungscharakter haben. Folglich werden die Aufstockungsbeträge pro rata temporis über den Erdienungszeitraum angesammelt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Im Zuge der Ausgliederung des Gießerei-Betriebs der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG auf die AB-GUSStech GmbH im Geschäftsjahr 2016/2017 ist ein Geschäfts- oder Firmenwert mit historischen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 8.650 im immateriellen Anlagevermögen enthalten. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt; dieser befindet sich in der Anlage zum Anhang.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zum überwiegenden Teil Forderungen gegen die Muttergesellschaft. Dies sind im Einzelnen die Finanzforderung aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 10.170 (Vorjahr: 6.889 TEUR), die Forderung auf Verlustübernahme mit TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 4.259), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.795 (Vorjahr: TEUR 1.117) sowie die Forderung aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 174).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital gliedert sich in das Gezeichnete Kapital mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) sowie die Kapitalrücklage mit TEUR 11.086 (Vorjahr: TEUR 11.086).

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Linde Hydraulics GmbH & Co. KG wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 4.259) von Gesellschafterin übernommen.

4. Verrechnung von Planvermögen im Bereich der Pensionsrückstellung

Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des bei dem Linde Hydraulics Vorsorge Aktiv e.V. angelegten Vermögens wurde aus den Marktpreisen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Die Werte der zu verrechnenden Posten nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Anschaffungskosten des in Spezialfonds angelegten Vermögens 375 375
Beizulegender Zeitwert des in Spezialfonds angelegten Vermögens 385 364
Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 9.856 9.989

5. Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2023

Der für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 ermittelte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 759).

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 7.252 (Vorjahr: TEUR 6.260). Die größten Posten bilden hierbei die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 3.237 (Vorjahr: TEUR 3.281). Weiter gliedert sich der Posten auf in Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.751 (Vorjahr: TEUR 1.521) mit Rückstellungen für Jubiläen, Altersteilzeit, Sondervergütungen, Zeitkonten und Urlaub. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.102 (Vorjahr: TEUR 491) passiviert sowie Rückstellungen für Garantien mit TEUR 889 (Vorjahr: TEUR 777) angesetzt.

7. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel:

in TEUR

Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2023 bis 1 Jahr Stand 31.12.2022 bis 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 671 671 769 769
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 356 356 327 327
3. Sonstige Verbindlichkeiten 65 65 77 77
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
- davon aus Steuern 65 65 74 74
Gesamt 1.092 1.092 1.173 1.173

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zu TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 327) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten haben keine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 893 (Vorjahr: TEUR 883).

Hierin enthalten sind sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien in Höhe von TEUR 881 (Vorjahr: TEUR 882). Diese Verpflichtungen bestehen vollumfänglich gegenüber der Gesellschafterin.

In Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 2) bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Mietverträgen für Mobilien.

Der Mietverträge für Immobilien haben eine Restlaufzeit von zwischen einem Jahr und achteinhalb Jahren. Die Mietverträge für Mobilien haben Restlaufzeiten von fünf Jahren.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 39.885 (Vorjahr: TEUR 35.875) beinhalten überwiegend Umsätze mit verbundenen Unternehmen, vor allem mit der Muttergesellschaft (TEUR 32.948 Vorjahr: TEUR 27.284).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 899). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Forderung aus der Erstattung von Strom- und Energiesteuer mit TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 394), öffentlichen Beihilfen mit TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 81) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 377).

3. Personalaufwendungen

Die gesamten Personalaufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 11.524 (Vorjahr: TEUR 11.845).

4. Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.144 (Vorjahr: TEUR 1.281). Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 5.866 (Vorjahr: TEUR 5.822).

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge resultieren mit TEUR 397 aus der Cash Pool Forderung (Vorjahr: TEUR 215).

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet überwiegend die Zinsaufwendungen für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 404).

Im Rahmen der Verrechnung der Pensionszusagen mit Deckungsvermögen sind auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 2. HS HGB). Es entstanden hieraus im Geschäftsjahr 2023 zu saldierenden Erträge i. H. v. EUR 0 (Vorjahr: TEUR 297).

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren in der Gesellschaft quartalsweise durchschnittlich 152 Mitarbeiter (Vorjahr: 163) beschäftigt. Diese Zahl teilt sich wie folgt auf die einzelnen Mitarbeitergruppen auf:

Mitarbeitergruppen 31.12.2023 31.12.2022
• Gewerbliche Arbeitnehmer 136 136
• Angestellte 16 27
152 163
• Auszubildende 2 3
Gesamt 154 166

2. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr war die folgende Person für die Geschäftsführung bestellt:

Michael Kessler, Geschäftsführer, Aschaffenburg

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die in § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB.

4. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Weichai Power Co., Ltd., Section A, 197, Fu Shou East Street High Technology Industrial Development Zone Weifang Shandong Province, Weifang, Volksrepublik China, einbezogen, die den weltweiten Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Weichai Power Co. Ltd. in Weifang, Volksrepublik China, erhältlich. Darüber hinaus ist der Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis der Weichai Power Co., Ltd., Weifang, Volksrepublik China, in deutscher Sprache beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers erhältlich.

5. Nachtragsbericht

Es liegen der Geschäftsführung aus heutiger Sicht keine Hinweise für Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft vor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Aschaffenburg, den 28. März 2024

Der Geschäftsführer

Michael Kessler

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
01.01.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.730,00 0,00 0,00 0,00 12.730,00 9.972,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.650.115,97 0,00 0,00 0,00 8.650.115,97 3.460.044,97
3. Geleistete Anzahlungen 35.594,15 0,00 0,00 0,00 35.594,15 0,00
8.698.440,12 0,00 0,00 0,00 8.698.440,12 3.470.016,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.653.235,20 97.588,25 80.644,04 554.806,00 7.224.985,41 4.615.545,20
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.920.178,81 95.513,15 0,00 30.256,32 2.045.948,28 1.493.294,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.560.219,69 1.215.412,78 0,00 -585.062,32 2.190.570,15 0,00
10.133.633,70 1.408.514,18 80.644,04 0,00 11.461.503,84 6.108.840,01
18.832.073,82 1.408.514,18 80.644,04 0,00 20.159.943,96 9.578.856,98
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.546,00 0,00 0,00 12.518,00 212,00 2.758,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 576.675,00 0,00 0,00 4.036.719,97 4.613.396,00 5.190.071,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 35.594,15 35.594,15
579.221,00 0,00 0,00 4.049.237,97 4.649.202,15 5.228.423,15
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 448.947,25 68.348,04 0,00 4.996.144,41 2.228.841,00 2.037.690,00
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.451,47 0,00 0,00 1.608.746,28 437.202,00 426.884,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 2.190.570,15 1.560.219,69
564.398,72 68.348,04 0,00 6.604.890,69 4.856.613,15 4.024.793,69
1.143.619,72 68.348,04 0,00 10.654.128,66 9.505.815,30 9.253.216,84

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AB-GUSStech GmbH, Aschaffenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AB-GUSStech GmbH, Aschaffenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AB-GUSStech GmbH, Aschaffenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kirsten Gräbner-Vogel, Wirtschaftsprüferin

Ogai Bazgar, Wirtschaftsprüferin

Feststellungsbeschluss AB-GUSStech GmbH:

Der Jahresabschluss der AB-GUSStech GmbH auf den 31.12.2023 wurde am 04.06.2024 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt.

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