Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 119680
Vorher
Pier 7 Foods Import GmbH
Eingetragen
26.2.1998
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.Großhandel mit Zucker, Süßwaren und Backwaren
Gegenstand
Import von und Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Lebensmitteln, ausgenommen Import von und Handel mit erlaubnispflichtigen Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Grant Leslie Cox
seit 17.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bidcorp Foodservice (Europe) LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pier 7 Foods Import GmbH

Bergkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Geänderte Bilanz zum 30. Juni 2023

AKTIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.632,58 80.723,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 439.216,00 461.210,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.103.813,00 1.887.363,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 108.977,40
2.543.029,00 2.457.550,40
2.672.661,58 2.538.273,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 4.598.629,82 3.809.172,88
2. Geleistete Anzahlungen 51.744,98 81.771,10
4.650.374,80 3.890.943,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.318.364,94 3.234.453,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.970,42 84.153,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 768.524,39 1.133.220,61
4.192.859,75 4.451.828,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 726.476,17 624.104,85
9.569.710,72 8.966.876,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 283.815,84 146.835,40
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.038.547,45 8.530.461,27
Summe Aktiva 21.564.735,59 20.182.446,98

PASSIVA

30.06.2023 30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II Kapitalrücklage 273.839,24 273.839,24
III. Verlustvortrag -8.829.865,10 -3.529.834,54
IV. Jahresfehlbetrag -508.086,18 -5.300.030,56
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.038.547,45 8.530.461,27
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.492.414,85 3.110.622,70
2.492.414,85 3.110.622,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.118.539,15 1.503.746,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.692.894,77 4.010.060,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.285.709,49 10.637.804,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 975.177,33 920.213,28
- davon aus Steuern € 130.644,31 (Vj. € 179.059,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.765,50 (Vj. € 9.063,97)
19.072.320,74 17.071.824,28
Summe Passiva 21.564.735,59 20.182.446,98

Geänderte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

01.7.2022- 30.6.2023 01.7.2021- 30.6.2022
1. Rohergebnis 18.462.583,36 16.103.076,49
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -8.571.709,55 -8.090.872,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.544.180,47 -1.417.506,77
- davon für Altersversorgung € 6.458,57 (Vj. € 3.870,15)
-10.115.890,02 -9.508.379,67
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -471.710,63 -1.331.317,99
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.889.403,64 -10.193.932,48
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 449,65 143,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -476.665,18 -335.986,74
- davon an verbundene Unternehmen € 337.854,17 (Vj. € 318.441,65)
7. Steuern vom Einkommen und Etrag 2.032,80 0,00
8. Ergebnis nach Steuern -488.603,66 -5.266.396,86
9. Sonstige Steuern -19.482,52 -33.633,70
10. Jahresfehlbetrag -508.086,18 -5.300.030,56

Geänderter Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

I. Allgemeine Angaben zum geänderten Jahresabschluss

Die Pier 7 Foods Import GmbH hat ihren Sitz in Bergkirchen und ist beim Amtsgericht München unter der HRB 119680 eingetragen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße GmbH nach § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschafterversammlung hat am 17. Juni 2024 beschlossen, den bislang nicht festgestellten Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wie folgt zu ändern: Der Beschluss vom 29. Juni 2023, auf das Gesellschafterdarlehen im Betrag von T€ 10.620 zu verzichten, wurde aufgehoben. Es wurde beschlossen, der Gesellschaft den Betrag weiterhin in vorgenannter Höhe als Darlehen zu gewähren.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare, planmäßige Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von drei bis sechs Jahren vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um lineare planmäßige Abschreibungen entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von drei bis neunzehn Jahren vermindert. Vermögensgegenstände sind wegen dauernder Wertminderung im Betrag von T€ 23 abgeschrieben worden.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Auf Überbestände werden Wertberichtigungen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, die vor dem Bilanzstichtag gezahlt wurden.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge enthalten, die erst nach einem Jahr fällig werden (T€ 360 (Vorjahr T€ 0)).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 62 (Vorjahr: T€ 69).

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

31.06.2023 30.06.2022
T€ T€
Noch nicht genommenen Urlaub 250 314
Mehrarbeitsstunden 68 54
Abfindungen 259 202
Incentives und Provisionen 380 402
Rückvergütungen an Kunden 204 211
Ausstehende Rechnungen aus Warenlieferungen 734 605
Ausstehende Aufwandsrechnung 353 492
Erstellung Jahresabschluss und Prüfung 72 67
Aufbewahrungspflicht 80 80
Übrige 92 0
Schließung Standort Hamburg 0 684
Summe 2.492 3.111

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 30.06.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J.
T€ T€ T€ Sicherung
gegenüber Kreditinstituten 3.119 3.119 (Vj. 1.504) 0 (Vj. 0) Nr. 3
aus Lieferungen und Leistungen 3.693 3.693 (Vj. 4.010) 0 (Vj. 0) Nr. 1
gegenüber verbundenen Unternehmen 11.286 666 (Vj. 10.638) 10.620 (Vj. 0)
sonstige Verbindlichkeiten 975 828 (Vj. 749) 147 (Vj. 171) Nr. 2
Summe 19.073 8.306 (Vj. 16.901) 10.767 (Vj. 171)

Nr. 1) - Teilweise besichert durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt.

Nr. 2) - Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die aufgrund branchenüblicher Sicherungsübereignungen aus Mietkaufverträgen gesichert sind, beträgt T€ 784.

Nr. 3) - Überziehungskredit gesichert durch Bürgschaft, BIDCORP FOODSERVICE INTERNATIONAL LIMITED Global Guarantee.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt (T€ 11.286). Hiervon wird ein Betrag von T€ 11.148 (Vorjahr T€ 10.620) als Darlehen gewährt. Beträge von T€ 138 (Vorjahr T€ 18) sind Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Gegenüber dem Gesellschafter beläuft sich die Verpflichtung auf TE 11.148 (Vorjahr: T€ 10.620).

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 3.991 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen zu Miet- und Leasingverträgen. T€ 1.770 haben eine Laufzeit von weniger als ein Jahr und T€ 961 eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.199.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten überwiegend Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens, u.a. von Vermögen der ehemaligen Niederlassung Hamburg (T€ 595), die zum 30. Juni 2022 geschlossen wurde, aus Aufwandserstattungen und aus Erträgen aus Investitionszuschüssen de-minimis für 2022 und 2023 in Höhe von T€ 73 enthalten. Im Vorjahr waren hier die Leistungen aus den Coronahilfen T€ 1.354; im aktuellen Geschäftsjahr sind keine Leistungen zugeflossen.

Im Ergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 855 (Vorjahr: T€ 38), u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und dem Eingang abgeschriebener Forderungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen sind zum Vorjahr deutlich verringert, überwiegend waren im Vorjahr Schließungskosten für den Standort Hamburg in Höhe von T€ 1.517 verbucht (darin außerplanmäßige Abschreibung (T€ 802) und übrige Schließungskosten (T€ 715)). Ausgangsfrachten, Kraftstoffe, Reparaturen an Kfz sind in diesem Jahr mit T€ 2.183,4 enthalten und konnten zum Vorjahr ebenfalls deutlich gemindert T€ -810,3 (Vorjahr (T€ 2.993,7).

Im Ergebnis sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr: T€ 4) enthalten; u.a. aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsen an den Gesellschafter in Höhe von T€ 338 (Vorjahr: T€ 318). Erträge aus Währungsumrechnungen ergaben sich in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 6); es entstanden Aufwendungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 8).

V. Sonstige Angaben

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen 166 angestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Davon waren 57 in der Lagerwirtschaft und 109 im Vertrieb und der Verwaltung beschäftigt.

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Bidfood Germany Holding GmbH (vormalige Firmierung: Pier 7 Holding GmbH), Kiesweg 2, 85232 Bergkirchen, gehalten.

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der Bidcorp Foodservice International Limited, Isle of Man aufgestellt. Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der Bid Corporation Limited Incorporated, Sandton, Südafrika, aufgestellt. Der Konzernabschluss wird auf www.bidcorpgroup.com veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um einen für das direkte Mutterunternehmen befreienden Konzernabschluss nach § 292 HGB.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer, Herrn Markus Erhart, Gröbenzell, und Herrn Harald Hamster-Egerer, Germering, geführt. Herr Markus Erhart ist als Geschäftsführer ausgeschieden, Herr Harald Hamster-Egerer, Germering, bestellt worden; die Eintragung im Handelsregister ist jeweils am 29. August 2022 erfolgt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 508.086,18 wird auf die bisherigen Verlustvorträge vorgetragen.

VI. Nachtragsbericht

Das im April 2023 vollständige Aufheben der Regelungen und Einschränkungen zu Covid-19 hat der wirtschaftlichen Lage im Restaurant- und Beherbergungsbereich zusätzlich noch einmal gutgetan, die Einstellung der Menschen wurde deutlich positiver und beeinflusste positiv. Negativ beeinflusst jedoch seither der Rückgang des Personals in der Branche. Die Pier 7 Foods Import GmbH hat dies deutlich in den letzten drei Monaten in einem stagnierenden Geschäft in den Umsatzzahlen spüren können.

Das Management steuert aktiv das Liquiditätsrisiko, ein bedienen aller Verbindlichkeiten und die Fähigkeit zur Deckung laufender Kosten ist stets verstanden und fokussiert.

Das Geschäftsjahr 2022/23 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 508 ab. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung ist mit dem Gesellschafter ein Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen worden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Abs. Nr. 33 HGB sind uns nicht bekannt.

 

Bergkirchen, den 17.06.2024

Harald Hamster-Egerer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.07.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 637.612,28 136.029,16 180.884,93 592.756,51
637.612,28 136.029,16 180.884,93 0,00 592.756,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 512.473,39 8.407,53 3.268,49 0,00 517.612,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.231.441,59 470.501,52 1.475.373,62 108.977,40 4.335.546,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 108.977,40 -108.977,40 0,00
Summe 5.852.892,38 478.909,05 1.478.642,11 0,00 4.853.159,32
Summe Anlagevermögen 6.490.504,66 614.938,21 1.659.527,04 0,00 5.445.915,83
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.07.2022 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand 30.06.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 556.889,28 82.526,58 176.290,93 463.124,93
556.889,28 82.526,58 0,00 176.290,93 463.124,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 51.263,39 30.130,53 2.997,49 78.396,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.344.078,59 359.053,52 779.304,00 692.095,22 2.231.732,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe 3.395.341,98 389.184,05 779.304,00 695.092,71 2.310.129,32
Summe Anlagevermögen 3.952.231,26 471.710,63 779.304,00 871.383,64 2.773.254,25
Buchwerte
Stand 30.06.2023 Stand 30.06.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.631,58 80.723,00
129.631,58 80.723,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 439.216,00 461.210,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.103.814,00 1.887.363,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 108.977,40
Summe 2.543.030,00 2.457.550,40
Summe Anlagevermögen 2.672.661,58 2.538.273,40

Geänderter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23

A. Grundlagen des Unternehmens

Vorbemerkung: Die Gesellschafterversammlung hat am 17. Juni 2024 beschlossen, den bislang nicht festgestellten Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wie folgt zu ändern: Der Beschluss vom 29. Juni 2023, auf das Gesellschafterdarlehen im Betrag von T€ 10.620 zu verzichten, wurde aufgehoben. Es wurde beschlossen, der Gesellschaft den Betrag weiterhin in vorgenannter Höhe als Darlehen zu gewähren. Folgeänderung hieraus sind zu erfassen.

1. Organisatorische Struktur des Unternehmens

Die Pier 7 Foods Import GmbH wurde 1998 gegründet und hat ihren Sitz im November 2019 von Gröbenzell nach Bergkirchen verlegt. Die rechtliche Eigentümerstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht verändert. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Bidfood Germany Holding GmbH (vormalige Firmierung: Pier 7 Holding GmbH), Bergkirchen, gehalten. Seit dem 3. Juli 2017 ist die Gesellschaft Mitglied des international tätigen Konzerns der Bidcorp Corp, Johannesburg, Südafrika, deren Aktien an verschiedenen Börsenplätzen weltweit gehandelt werden und die mehr als 10 Mrd. € Umsatz realisiert.

Die Pier 7 Foods Import GmbH ist auf dem Gebiet Foodservice tätig. Sie betreibt den Großhandel von Lebensmitteln für Gastronomie und Hotellerie und vergleichbaren Branchen an den Standorten Bergkirchen, Stuttgart (Mönsheim) und Ingolstadt (Manching). Die Aktivitäten sind auf Deutschland beschränkt. Über ein Schwesterunternehmen wird der Markt Österreich bedient. Dieses Unternehmen wird von der Pier 7 Foods Import GmbH beliefert.

2. Notwendige Einsatzfaktoren für die Durchführung der Geschäftstätigkeit

Lebensmittel sind Verbrauchsgüter des täglichen Lebens, die ständig beschafft werden. Um im Wettbewerbsumfeld bestehen zu können, ist es erforderlich, besondere Unterscheidungsmerkmale zu den umfangreichen Wettbewerbern für den Abnehmermarkt bereit zu stellen. Hier bekommen Qualität und die Servicekomponente eine besondere Bedeutung. Der einfache Handel, der sich nur dadurch auszeichnet, dass der Anbieter eine bestimmte Ware von Ort A zu Ort B transportiert, ist stark umkämpft und wird von Logistikern dominiert. Er ist konsequenterweise äußerst preissensibel und auf sehr hohes Volumen für einzelne Artikel ausgelegt. Auf der anderen Seite des Großhandels sind Anbieter zu finden, die nahe an den Einzelhandel angelehnt sind, und bemüht sind, dem Endabnehmer eine Vielzahl von Artikeln anzubieten, die sich durch ein geringeres Volumen auszeichnen. Die Pier 7 Foods Import GmbH versteht sich als ein Lebensmittelgroßhändler, der zwischen diesen beiden Extrempunkten positioniert ist. Diese Positionierung hat zur Konsequenz, dass insbesondere die Einsatzfaktoren Personal, Lagermöglichkeiten und Verteilung von enormer Bedeutung sind.

Die Qualität der Servicekomponente, im Sinne von Beratung, Flexibilität und just-in-time Belieferung erfordert Personal, das sich in einem besonderen Maße an den Bedürfnissen der Kunden orientiert. Hier hat es die Pier 7 Foods Import GmbH geschafft, ein effizient strukturiertes Team aufzustellen, das es Pier 7 ermöglicht, einen marktgerechten Service zu erbringen. Durch eine zukunftsträchtige Erweiterung des Artikelportfolios und enge Kontakte zu aktuellen oder künftigen Lieferanten, ist es das Ziel des Unternehmens, die Qualität des Artikelportfolios zu sichern und im Zeitablauf kontinuierlich zu verbessern.

Zur Sicherstellung der Umsetzung dieser Artikel in konkreten Umsatz wird viel Wert auf Artikel-Know-How im Außendienst gelegt. Die Außendienstmitarbeiter sind überwiegend fachlich versierte Köche. Den Kunden wird außerdem ein nahezu 24 Stundenservice angeboten.

Der Lebensmittelgroßhandel erfordert Lagermöglichkeiten, mit denen sichergestellt wird, dass die angebotenen Artikel vorhanden sind und die Qualität der Artikel erhalten bleibt. Im Herbst 2019 wurde ein hochmodernes, auf neuestem Stand der Technik errichtetes, Tiefkühllagerhaus in Bergkirchen-GADA bezogen.

Die Verteilung der Artikel, auf Grundlage der von der Disposition erarbeiteten Tourenpläne, erfolgt über einen 35 Lastkraftwagen umfassenden eigenen Fuhrpark sowie entsprechende Mietfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind ausgestattet mit einem 2 Kammer-Systemen für Kühl- und Tiefkühlware, die in regelmäßigen Abständen zur Sicherstellung einer den jeweils neuesten Umweltstandards entsprechenden Ausstattung, ausgetauscht werden.

3. Beschaffungs- und Absatzmärkte

Konsequent zur generellen Positionierung der Pier 7 Foods Import GmbH (kein volumenorientierter Logistiker und kein ausschließlich auf Spezialprodukte fokussierter Einzelhandel), macht es für Pier 7 zur Erhaltung des Unique Selling Point (USP) erforderlich, weltweit nach Produkten Ausschau zu halten. Gleichzeitig wird dem allgemeinen Trend nach Bevorzugung regional erzeugter Lebensmittelprodukte Genüge getan. Vor diesem Hintergrund weist die Beschaffungspolitik der Pier 7 ein hohes Maß an Diversifikation auf. Die Unabhängigkeit wird dabei durch eine "double-source-policy", dort wo machbar, nicht aufgegeben. Der sehr enge Kontakt zu Lieferanten wird zum Wohle der Kunden und zur Befriedigung, der bei diesen auftretenden Spezialwünschen genutzt.

Regional konzentriert sich Pier 7 auf den deutschen Absatzmarkt. Lokale Besonderheiten werden durch die derzeitigen Niederlassungen bedient, die insofern auch, soweit sinnvoll und erforderlich, durch eine niederlassungsbezogene Beschaffung unterstützt werden. Regionen, die derzeit von Pier 7 in Deutschland nicht durch eigene Niederlassungen besetzt werden, werden über selbständige strategische Partner, regionale Großhändler, bedient. Abnehmerseitig konzentriert sich Pier 7 auf die Gastronomie, Hotellerie, Coffeeshops, Bäckereien, Unternehmens- und Vereinskantinen sowie vergleichbare Organisationen, die Großküchen betreiben. Vereinzelt erfolgt auch ein Absatz an Endabnehmer.

4. Ziele und Strategien

Die Pier 7 Foods Import GmbH verfolgt die strategischen Ziele der Marktanteilsgewinnung und der Kundenzufriedenheit. Dies wird durch Diversifikation und Fokussierung angestrebt. Diversifikation erfolgt derzeit insbesondere durch eine gezielte Ausweitung des Artikelportfolios. So fokussiert man sich, wie bereits im Vorjahr, auch im aktuellen Geschäftsjahr 2022/2023 weiter auf den gezielten Aufbau der Linie mit italienischen Artikeln und die Erschließung neuer Kundengruppen.

Geschuldet der lang andauernden Pandemie, wurden die Ziele und Strategien durch den Bereich Snack für den "to-go" Bereich mit Schwerpunkt Bäckereiprodukte in den Fokus genommen. Hier gelang die Umsetzung durch eine Akquisition, die im Vorjahr abgeschlossen wurde. Die Pier 7 Foods Import GmbH übernahm das aktive Geschäft mit der dafür neu gegründeten Niederlassung; der Pier 7 Foods Import GmbH, Niederlassung Manching. Somit können die geschaffenen Einkaufssynergien gesamtheitlich ausgeschöpft werden und der Vertrieb des neu hinzugekommenen Artikelsortiments auf eine breitere Basis gestellt werden, indem traditionelle Pier 7 Kunden für diesen Teilbereich begeistert werden. Der Zusammenschluss der Synergien und die Anpassung der betriebsinternen Prozesse machte eine gesamtheitliche Betreuung aus Bergkirchen möglich und wir konnten die Niederlassung als Cross-Docking Standort mit einer hohen Auslastung gezielter nutzen zur Belieferung der Region Nordbayern.

Eine weitere Marktanteilsgewinnung wird für das kommende Geschäftsjahr fokussiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Pier 7 zu den verlorenen Umsätzen aus den Vorjahren diese vollständig aufgeholt und weiter Umsätze akquirieren können, die nicht nur aus der Inflation, sondern aus der Steigerung des Volumens stammen. Analysen und Pläne zu weiteren Ausbaumöglichkeiten sind entwickelt. Ein wesentlicher Schwerpunkt dabei ist die Optimierung der Ein- und Ausgangsfrachten, um die verfolgten Ziele der Optimierung des Betriebsergebnisses durch Volumenausweitung, nicht mit zu hohen Logistikkosten unprofitabel zu gestalten. Die Struktur des Fuhrparks nebst zugehörigen Dienstleistern wird mit einem hohen Maße an Flexibilität geplant.

Daneben wird weiterhin besonderes Augenmerk auf die Ausweitung des dem von Pier 7 Foods Import GmbH betriebenen Handels begleitenden Serviceangebotes gelegt. Dies erfolgt durch Ausweitung der gezielten Beratungsaktivitäten, die speziell auf den einzelnen Kunden und auch Kundengruppen zugeschnitten werden. In Form einer persönlichen Beratung, Webshop Anpassung oder auch kundenspezifische Kataloggestaltung. Hierdurch wird eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit erreicht werden, mit dem Ziel, einer verstärkten Marktpositionierung der Pier 7 Foods Import GmbH.

5. Steuerungssystem

Grundlage des Steuerungssystems der Pier 7 Foods Import GmbH ist stets ein im Vorjahr aufgestellter Jahresplan, der eine Ergebnisplanung, eine Finanzplanung, einen Investitionsplan sowie zur Bestimmung der erwarteten Liquiditätsentwicklung einen Bilanzplan umfasst. Diese Gesamtplanung wird "bottom-up" angefertigt und im Rahmen des globalen Planungsprozesses des BidCorp Konzern vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres angefertigt und im Detail erörtert und abgestimmt.

Als Großhandelsunternehmen für Lebensmittel wird die geschäftliche Entwicklung bei der Pier 7 Foods Import GmbH über die finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse, Rohertrag und Jahresergebnis gesteuert. Genutzt werden hierfür zwei grundsätzlich voneinander unabhängige Systeme. Zum einen ein Warenwirtschaftssystem, das die aktuellen Umsatz- und Roherlöse ausweist und zum anderen ein Finanzbuchhaltungssystem, das die erforderlichen Informationen zur Liquidität bereitstellt. Die Existenz zweier unabhängiger Systeme, die ein einheitliches Unternehmen abbilden, sichert neben den zeitnahen Informationen über die beiden Steuerungsfaktoren die Richtigkeit der erfassten Daten - offensichtlich werdende Differenzen geben die erforderlichen Hinweise zu Erfassungsfehlern, die dann unverzüglich aufgelöst werden können.

Auf wöchentlicher Basis werden die Entwicklungen der Umsatz- und Roherlöse sowohl mit den Vorjahresentwicklungen als auch den geplanten Entwicklungen abgestimmt und auf Management- und Board-Ebene erörtert sowie Gegensteuerungsmaßnahmen festgelegt. Auf Basis eines wöchentlich erstellten Liquiditäts-Forecasts und täglich angefertigter Zusammenstellungen der aktuellen Liquiditätslage, wird die Liquiditätslage täglich vom CEO und Finance Director analysiert und bei Signalen für Handlungsbedarf entsprechende Abstimmungen in der Geschäftsführung herbeigeführt bzw. bei Bedarf mit den Mitgliedern des Boards erörtert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Umsatz im für Pier 7 relevanten Markt ist in der Zeit nach der Pandemie gewachsen. Die Auswirkungen der Corona Pandemie im gesamtwirtschaftlichen Markt und auch dem des Gastgewerbes sind dennoch in der daraus entstandenen Personalsituation sowohl im eigenen Unternehmen als aber auch in der Personalknappheit bei Kunden und Lieferanten zu spüren.

Deutlich kann man auch im Rückblick der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorkrisenjahr sehen das real noch keine Umsatzwachstum erfolgt ist. Nach Berichten des statistischen Bundesamtes stagniert seit 1. Quartal 2023 das Wirtschaftswachstum.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/04/PD23_169_811.html)

Die wirtschaftliche Gesamtsituation geht einher mit dem Bereich des Gastgewerbes hier geht man nicht mehr von einem Anstieg im Wachstum aus. Das Gastgewerbe ist je nach gesamtwirtschaftlicher Situation, mehr oder weniger stark eingeschränkt.

Quelle: https://www.dehoga-bundesverband.de/zahlen-fakten/umsatzentwicklung

1. Quartal 2023 Jahr 2022
Betriebsart nominal real nominal real
Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe, Pensionen) 5,9% -9,1% 1,3% -9,2%
Beherbergungsgewerbe insgesamt 5,5% -9,7% 1,5% -8,9%
speisengeprägte Gastronomie 8,4% -12,8% 4,6% -9,8%
getränkegeprägte Gastronomie -12,3% -34,1% -15,9% -31,1%
Gaststättengewerbe 6,5% -14,8% 2,7% -11,8%
Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleistungen 11,2% -10,3% -1,8% -12,9%
Gastgewerbe 7,1% -12,5% 0,2% -12,3%

Umsatzentwicklung im Gastgewerbe

Bericht DEHOGA

1. Quartal 2023

(Veränderungen gegenüber Vorkrisenjahr 2019)

Quelle: https://www.dehoga-bundesverband.de/fileadmin/Startseite/ 04_Zahlen_Fakten/07_Zahlenspiegel_Branchenberichte/Zahlenspiegel/DEHOGA-Zahlenspiegel_1._Quartal_2023.pdf

In einer Übersicht "Umsatzentwicklung 2020 und 2021 (Veränderungen gegenüber 2019)" sind Zahlen und Fakten der DEHOGA für den Umsatz im Gastgewerbe gegenüber dem letzten Vorjahreskrise 2019 bewertet.

So verzeichnete der Umsatz 2021 der Hotellerie nominal ein Minus von -45,0% (real -46,5%), der des Beherbergungsgewerbes gesamt ein Minus von -42,7% (real -44,5%), das Gastgewerbe verlor -35,9% (real -39,8%).

Für 2023, gegenüber dem Jahr 2019, betrug der Umsatzwachstum nominal im 1. Quartal 2023 7,1%, real jedoch war ein Umsatzrückgang im Gastgewerbe von -12,5% zu verzeichnen. Das Beherbergungsgewerbe verzeichnet ein Umsatzplus von 5,5% (real -9,7%), das Gaststättengewerbe ein Umsatzplus von 6,5% (real - 14,8%). Die Caterer hatten einen Umsatzplus von 11,2% (real -10,3) gegenüber 2019 zu verzeichnen.

Der Umsatzverlust von April 2019 (Vorkrisenjahr) verglichen zum April 2023 beläuft sich im Gastgewerbe auf nominal € 18,3 Mrd. In Werten festgehalten:

Umsatz April 2019 € 103,5 Mrd, Umsatz April 2020 € 32,8 Mrd, Umsatz April 2023 € 85,2 Mrd.

Der Umsatz im Gastgewerbe fiel im April 2023 preis-, kalender- und saisonbereinigt um 3,2 % gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2022 lag er um 1,4 % niedriger. Gegenüber April 2019 lag der Gastgewerbeumsatz im April 2023 um 14,6 % niedriger.

Quelle: https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile_1667810908930

Deutlich spiegeln die Grafik und die Werte wider, dass die Umsätze verglichen zum Vorkrisenjahr noch nicht wieder aufgeholt werden konnten.

Auch die Berichte des Statistischen Bundesamtes im Dashboard Deutschland zeichnen ein ähnliches Bild: So verzeichneten Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen im April 2023 gegenüber März 2023 ein reales Umsatzminus von 1,5 %. Gegenüber April 2022 stieg der Umsatz um 7,9 %, gegenüber April 2019 sank er um 7,1 %. In der Gastronomie war der Umsatz im April 2023 real 6,1 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum April 2022 stieg der Umsatz um 0,6 %. Er war damit allerdings 17,7 % niedriger als im April 2019. Die Zimmerauslastung in Betrieben der Hotellerie nimmt nun wieder zu und hat das Niveau von vor der Pandemie erreicht, teilweise sogar übertroffen; nach den Berichten des Statistischen Bundesamtes mit den Werten aus Mai 2023. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Mai 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,6 % auf 39,8 Millionen. Das waren 8,2 % mehr Übernachtungen als im Mai 2019. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 18,9 % auf 7,2 Millionen, lag damit aber noch 6,0 % unter dem Vorkrisenniveau von Mai 2019.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/07/PD23_271_45412.html)

Im September 2022 gab es 1.079.359 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Gastgewerbe. Das entspricht einem Rückgang von 40.419 Personen bzw. -3,6% gegenüber September 2019.

(Quelle, DEHOGA-Zahlenspiegel I/2023 Key Facts)

Die Geschäftsleitung ging aufgrund der prognostizierten und benannten stagnierenden wirtschaftlichen Aussichten ebenfalls davon aus, dass sich die Umsätze auch bei Pier 7 dementsprechend entwickeln.

2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022/2023

Im dritten Jahr nach der Konsolidierung der unternehmerischen Aktivitäten wurden sowohl die Einkaufs- und Vertriebsbereiche als auch die innerbetrieblichen Leistungsprozesse effizienter gestaltet. Durch die Zusammenführung rechtlicher Einheiten und die Vereinfachung und Modernisierung der genutzten ERP- und Buchhaltungssysteme kann durch neu geschaffene Auswertungsmöglichkeiten und Vorjahresvergleiche der Geschäftsverlauf deutlich besser verfolgt werden. Einhergehend wurde die Digitalisierung in den Rechnungswesen-Prozessen vollständig umgesetzt, Weitere sind bereits in Planung.

Nach der Schließung des Standortes Hamburg und dem Verkauf der Geschäftsaktivitäten an einen Lebensmittelhändler aus der Region konnte der neue Eigentümer als Großkunde gewonnen werden. Damit wurden ca. 25% des verlorenen Umsatzes gesichert.

Die Umsetzung des Strategiewechsels zeigt den deutlichen Umsatzanstieg in den Kundenbereichen Bäckereien, Restaurants am Flughafen und in den Sportveranstaltungen. Eine weitere Steigerung wurde in der Gesamtheit der Restaurant Kunden erzielt. Der Anteil aus Wachstum am Volumen und Wachstum durch Preissteigerung sind hier gleichwertig, insgesamt 22%.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt war die Maximierung der Auslastung der Auslieferungstouren. Dazu wurden eigens ein täglich erstellter Bericht entwickelt, der es den Entscheidungsträgern ermöglicht zu überprüfen, inwieweit es schon gelungen ist das Artikelportfolio bei Bestandkunden zu erweitern, eine vollumfängliche Belieferung sichergestellt ist und somit den Anteil der Kunden, die nicht nur ausgewählte Produkte beziehen, sondern einen Großteil des Pier 7-Sortiment zu erhöhen.

Die drastisch gestiegenen Energie- und Treibstoffkosten haben sich im Laufe des Geschäftsjahres wieder auf das Vorkriegsniveau erholt, so dass die getroffenen Optimierungsmaßnahmen, vor allem bei der Tourenplanung und Kapazitätsauslastung der Auslieferungsfahrzeuge, voll zur Ergebnisverbesserung beitragen konnten und nicht nur zum Ausgleich der Preissteigerungen.

Die Niederlassung Manching wurde im Rahmen der Belieferung Nordbayerns als Cross-Docking Standort ausgebaut. Nach intensiver Analyse und Abwägung aller betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten ist ein Ausbau des Standortes mit eigener Kommissionierung mit den beförderten Tiefkühlwaren in der benötigten Form nicht möglich. Die Weiterverarbeitung von verschiedenen Käseprodukten verblieb weiter am Standort Manching. Die verarbeitenden Produkte werden täglich frisch entweder direkt vom Lieferanten oder aus dem Lager Bergkirchen geliefert, die produzierten Produkte direkt zur Lieferung gebracht, womit eine Fixkostenreduktion erreicht wurde.

3. Ertragslage

Ein Vergleich der Ertragslage der Pier 7 Foods Import GmbH mit dem Vorjahr oder den Vorjahren ist nur bedingt möglich. Um nur einige Faktoren zu benennen: Die Pandemie und deren Auswirkungen ein stetiges Auf und Ab das es nach sich zog. Seit März 2020 und den Folgemonaten im Jahr 2021 ein stetiger Rückgang, der sich erst seit März 2022 in eine deutlich spürbare Erholung drehte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war insgesamt wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen, gebremst nur durch den Personalmangel, der jedoch bis heute seit der Beendigung der Einschränkungen immer noch für alle Beteiligten im Gastgewerbe als größtes Wachstumshemmnis bezeichnet wird. Zudem ist die Schließung der Niederlassung Hamburg ein weiterer Faktor, der einen Gesamtvergleich nur eingeschränkt möglich macht. Es sind nicht alle geschäftlichen Aktivitäten im Norden weggefallen, da durch einen dazugewonnenen Großkunden Pier 7 Eigenmarken durch diesen weiterhin an die ehemaligen Kunden geliefert werden.

So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, trotz der hohen Preissteigerungen, nur um 14% (Vorjahr: 58%) von T€ 56.024 auf T€ 64.011. Der Materialaufwand dagegen stieg nur in der Höhe von 13% (Vorjahr: 49%).

Die starke Umsatzsteigerung zum Vorjahr wurde durch zusätzliche Neukundengewinnung mit selektiverem Hintergrund und der Umsatzausweitung bei bestehenden Kunden beflügelt, obwohl auch Geschäftsbeendigung durch Schließungen von Restaurants zu verzeichnen waren. Der teilweise dramatischen Preissteigerungen über alle Produkte und Sortimente wurde mit stetigen Preisanpassungen entgegengewirkt, so dass ein sehr dynamischer Markt entstand, der sich immer wieder sprunghaft entwickelte. Durch kluge Kontingentkäufe, Abrufe von Waren zur überdurchschnittlichen Bevorratung und einer Bereinigung des Sortiments konnte die Rohertragsmarge, berechnet als Quotient des Rohertrags zum Umsatz, auf 26% (Vorjahr 25%) gesteigert werden.

Die bereits im Vorjahr deutlich bessere Nutzung des neuen Tiefkühlhauses konnten vollumfänglich ausgenutzt und weiter angepasst werden, vor allem durch die Neukonzeption und Anpassung der Lagerplätze und Kommissionierstrategie. Durch die verbesserte Kommissionierung und die sich daraus ergebende effizientere Distribution war eine Steigerung der Effizienz pro Mitarbeiter möglich.

Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Großhandel die Kosten der Distribution. Während diese im Vorjahr noch sprunghaft angestiegen waren, konnten diese im Geschäftsjahr 2022/23 deutlich, nämlich um T€ -810,3, gesenkt werden. Neben den Ausgangsfrachten und laufenden Kfz-Kosten um fassen die Distributionskosten auch Aufschläge für Kraftstoffe und sonstige Zuschläge für Energie. Die Verbesserung in der Distribution in Tourenplanung, Auslastungen von Lkws und verbesserte Ausnutzung des neuen Tiefkühl-/Kühlhauses haben deutliche Synergieeffekte gezeigt und Einsparungspotenzial sichtbar gemacht. Pier 7 ist es damit gelungen den Schwerpunkt eines Lebensmittelgroßhändlers, die Ausbringung der Waren, wesentlich effizienter zu gestalten und damit konkurrenzfähiger zu werden.

Der aus dem Vorjahr noch auszugleichende Personalmangel, der im Wesentlichen durch kostenintensives Leihpersonal aufgefangen werden musste, ist inzwischen durch neues, eigenes Personal der Pier 7 Foods Import GmbH aufgefangen worden. Durch die Übernahme von Mitarbeitern, Neueinstellungen in allen Bereichen und die damit einhergehenden Kosten für die Personalbeschaffung ist auch der Personalaufwand wieder angestiegen, um T€ 607,5. Notwendig waren vor allem Neueinstellungen von Mitarbeitern für die Bereiche Vertrieb, Lager und Fahrer zur Kundenbelieferung. Zur Sicherung der Mitarbeiterschaft wurden auch Lohn- und Gehaltssteigerungen beim Stammpersonal gewährt. Durch höhere Umsätze sind auch höhere Boni und Verkaufsprovisionen für Mitarbeiter im Vertrieb angefallen.

Bei den Abschreibungen sind die laufenden Werte berücksichtigt. Außerplanmäßige Abschreibungen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens waren nicht notwendig.

Für die Schließung der Niederlassung Hamburg und die sich daraus ergebenden Kosten für die Endabwicklungen aus bestehenden Langzeitverträgen, Kosten für die Umlagerungen wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Vorjahr Rückstellungen in Höhe von T€ 714,9 gebildet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich kein zusätzlicher Bedarf.

Der Finanzaufwand stieg deutlich zum Vorjahr. Der Anstieg zum Vorjahr von T€ 141, kommt aus der laufenden Verzinsung aus dem verbleibendenden Darlehen an die Pier 7 Holding GmbH und der Teilnutzung der Betriebsmittelline bei der HSBC Spain.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist mit einem negativen Jahresergebnis von ca. € -2,7 Mio. geplant worden. Operativ wurde ein deutlich besseres Ergebnis erzielt. Es ist ein operatives Ergebnis von T€ 508 erzielt worden. Neben vielen Effizienzverbesserungs-maßnahmen haben dazu die getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen mit der Schließung der Niederlassung Hamburg und der Cross-Docking Strategie für die Niederlassung Manching wesentlich beigetragen.

4. Finanzlage

Die Finanzlage der Pier 7 Foods Import GmbH war in den Vorjahren geprägt durch einen erhöhten Finanzbedarf aufgrund der pandemiebedingt unbefriedigenden wirtschaftlichen Entwicklung.

Der Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres hat sich von T€ 626 im Vorjahr auf T€ 726 leicht erhöht. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -1.499 und der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -610 stehen dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 2.211 gegenüber. In den kommenden Jahren belasten somit nur noch geringe Rück- oder Zinszahlungen den Cashflow. Somit steht der erwirtschaftete Cashflow zukünftig im Wesentlichen zur Finanzierung der Investitionen und für den Aufbau des Finanzmittelfonds zur Verfügung.

Die Investitionen sind gegenüber Vorjahr geringfügig niedriger; es wurden notwendig gewordene Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, insbesondere im Bereich Fuhrpark getätigt. Die Finanzierung der Investition des Fuhrparks erfolgt über Langzeit-Mietkaufverträge.

Die Forderungen aus dem operativen Geschäft sind aufgrund des verbesserten Forderungsmanagement und der Umstellungen eines großen Teils der Kunden auf Lastschriftverfahren im Verhältnis zum Umsatz zurückgegangen (minus T€ 480). Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Bilanzausweis resultiert aus einer Forderung aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (T€ 582).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sind dagegen leicht gesunken. Durch verbesserte Rechnungsprüfung und Wareneingangsprozesse konnte eine schnellere Abwicklung erzielt werden und damit die fristgerechte Bezahlung der Lieferanten sichergestellt werden. Dies lässt sich auch in der verbesserten Bewertung der Creditreform ablesen. Mit einem Bonitätsindex von 281, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich auf nunmehr nur noch 0,90% gesunken, so dass Pier 7 damit deutlich unter den Durchschnitt in Deutschland von 1,14% liegt.

Die Erhöhung der fertigen Waren im Verhältnis zu den Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag geht nicht auf mengenmäßig höhere Warenbestellungen zurück, sondern lediglich auf die Preissteigerungen, die im Zuge der Ukrainekrise und Inflation bei Lebensmitteln besonders ausgeprägt war.

Die Pier 7 Foods Import GmbH ist durch Gesellschaftermittel und Fremdkapital finanziert. Mit Vertrag vom 1. Juni 2020 hat die Muttergesellschaft ein Darlehen von bis zu T€ 15.350 zur Verfügung gestellt. Zum Beginn des Wirtschaftsjahres wurde eine Linie von T€ 10.620 ausgenutzt Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zudem T€ 500 neu aufgenommenen.

Des Weiteren wurde der Pier 7 Foods Import GmbH eine Betriebsmittelkreditlinie, gesichert durch eine Garantie der Konzernmuttergesellschaft, durch die HSBC Spain zur Verfügung gestellt. Ein Gesamtvolumen von T€ 6.000 wurde auf Abruf bereitgestellt. Zum Bilanzstichtag ist ein Betrag von T€ 3.000 abgerufen worden.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr aufgrund der Finanzierung durch die Muttergesellschaft und eines gezielten Liquiditätsplans jederzeit gegeben.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Pier 7 Foods Import GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr zum 30. Juni 2023 um T€ 1.382 auf T€ 21.565 erhöht.. Angestiegen sind das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen wie auch die Guthaben bei Kreditinstituten gestiegen; das negative Jahresergebnis hat zudem den Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag erhöht

Die Steigerung im Umsatz und die weiter hohen Aufträge halten den Forderungsbestand vergleichsweise neutral.. Somit ist das Umlaufvermögen, speziell die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wieder auf angemessen höherem Niveau wie vor der Pandemiezeit. Da das Vorratsvermögen zum größten Teil aus tiefgefrorenen Lebensmitteln besteht, hat sich dieses nicht wesentlich verändert. Frischwaren werden nach Kundenbestellungen disponiert, daher zum Stichtag ein ähnlicher Bestand. Die leichte Erhöhung ist nicht auf erhöhtes Volumen der Artikel, sondern auf die Preiserhöhungen zurückzuführen T€ 4.599 (Vorjahr: T€ 3.809).

Das Verhältnis Anlagevermögen zu Bilanzsumme lag bei etwa 21,4% (Vorjahr 21,8% (Bilanzsumme ohne Aktivposten des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags)).

Seit dem Umzug im Jahr 2019 in das neue Gebäude in Bergkirchen besteht nur in geringem Maße die Notwendigkeit, zusätzliche Anschaffungen zu tätigen, da die Investitionen im Gesamtprojekt und Ersteinrichtung bereits enthalten waren. Daher betrugen die Investitionen in das Anlagevermögen in 2022/23 nur T€ 615. Aus den Anlagen im Bau konnten fertiggestellte Anlagen in Betrieb, und somit aktiviert, werden. Abgänge waren mit T€ 1.660 zu verzeichnen, die überwiegend aus dem Abgang der im Vorjahr wertberichtigten Tiefkühlanlage aus Hamburg resultierten. Die Tiefkühlanlage konnte veräußert werden, die geschäftliche Abwicklung fand im abgelaufenen Geschäftsjahr statt.

Des Weiteren gab es Abgänge zum Austausch von Lkw sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Da alle Leistungen abgeschlossen zum Geschäftsjahresende werden konnten, wurden die geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau mit T€ 0,00 ausgewiesen (Vorjahr T€ 109).

Das Eigenkapital ist weiterhin negativ; der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt T€ 9.039. Mit dem Gesellschafter ist eine Rangrücktrittsvereinbarung geschlossen worden, um die bilanzielle Überschuldung zu beseitigen.

Daneben bestanden T€ 2.492 Rückstellungen und T€ 8.452 Verbindlichkeiten. Veränderungen zum Vorjahr ergaben sich im Wesentlichen durch die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die dahinterstehenden neuen Mietkaufverträgen für Lkw, Stapler-, Hubwagen und Flurförderfahrzeuge. Warenverbindlichkeiten waren um T€ 317 niedriger als im Vorjahr.

Bestehende Risiken wurden sowohl durch die genannten Rückstellungen und Abschreibungen als auch durch Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Mit den gebildeten Wertberichtigungen wurde den spezifischen und allgemeinen Risiken sowie den sonstigen Verpflichtungen, insbesondere bei überfälligen Forderungen, angemessen Rechnung getragen.

Aufgrund einer vom Gesellschafter bereitstehenden konzerninternehmen Finanzierungen zuzüglich der Überziehungskreditlinie der HSBC Spain verfügt das Unternehmen über die notwendigen Mittel, den Geschäftsbetrieb im nächsten Jahr vollständig aufrecht zu halten. Zur Sicherung der Betriebsmittelfinanzierung wurde ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 11.120 zur Verfügung gestellt. Da der Kreditrahmen sich insgesamt auf T€ 15.350 beläuft, bestehen noch Handlungsspielräume.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenserfolg bei der Pier 7 Foods Import GmbH wird anhand definierter finanzieller Steuerungsgrößen gemessen. Bei den Leistungsindikatoren liegt der Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Optimierung und Überwachung der für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens unerlässlichen Zielgrößen, die sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt haben:

Finanzkennzahlen Einheit 2023 2022
Umsatzerlöse T€ 64.011 56.024
Rohertrag (Umsatzerlöse dividiert durch Materialaufwand) % 26,0 25,0
Jahresergebnis T€ -508 -5.300

Es wird außerdem auf die Erläuterungen im Abschnitt B.3. "Ertragslage" verwiesen.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Besondere, nicht beherrschbare, Risiken sind die in der Zukunft zu betrachtende Geschäftslage und die Auswirkungen der vielleicht noch anstehenden Einschränkungen durch die weiterhin bestehende Ukrainekrisensituation, die daraus resultierenden potenziellen Einschränkungen bei der Lebensmittelbeschaffung und auch die bereits entstandene Inflation. Planungsunsicherheiten bestehen bei der Umsetzung oder auch über den Zeitpunkt der Preissteigerungen, die Beschaffung von alternativen Produkten und weiteren Energie-/ Logistikzuschlägen sowie dem weiterhin bestehenden Personalmangel im Hotel- und Gastgewerbe, in dem wieder mit geringerer Kapazität gearbeitet wird und auch mit Teilschließungen gerechnet werden muss.

Die derzeitige Kreditlinie des Gesellschafters sorgt für ausreichende Liquidität. Der Gesamtkreditrahmen ist nicht ausgeschöpft und kann konzernintern abgerufen werden. Weitere Spielräume bestehen durch den Überziehungskredit der HSBC Spain.

Die Geschäftsentwicklung der Pier 7 hängt maßgeblich von der Branchenentwicklung und oben genannten Einschränkungen im Gaststätten- und Hotelgewerbe ab.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft bedient sich geeigneter Methoden, um sicherzustellen, dass betriebliche und finanzielle Risiken auf ein für die Gesellschaft tragbares Risiko reduziert werden. Durch detaillierte Budgetierung der Umsätze, deren regelmäßigem Soll-Ist-Vergleich sowie einer kontinuierlichen Überwachung der Kosten und Liquidität sind Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegensteuerungsmaßnahmen konnten und können kurzfristig eingeleitet werden.

Aufbauend auf den quartalsweise erstellten Risikobericht an die Konzernmutter und regelmäßige interne Revisionen durch den Hauptgesellschafter werden gezielte Maßnahmen definiert und deren Umsetzung sichergestellt.

Risiken werden weiterhin anhand Ihrer erwarteten Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet. Dabei wird in drei Kategorien unterschieden:

Kategorie Definition der Kategorie in Bezug auf deren Auswirkung
Grün Geringe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gelb Moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Rot Erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Einordnung in die Kategorien erfolgt aus der Bewertung der Risikohöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Risikos. Die Ermittlung des Risikoerwartungswertes führt zur Kategorisierung der einzelnen Risiken in der oben dargestellten Weise.

Die globale und regional Unsicherheit, während dem Verlauf des Ukrainekrieges und deren künftigen Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie kurz- und mittelfristigen Planungsunsicherheiten haben. Die Geschäftsführung passt laufend die Maßnahmen an die aktuelle Situation an. Die Auswirkungen werden im Abschnitt D.3 "Prognosebericht" erläutert.

Es besteht das Risiko, dass die Pier 7 Foods Import GmbH nicht über ausreichend Liquidität verfügt, um allen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachzukommen. Zur Sicherung der Liquidität steht der Pier 7 Foods Import GmbH ein Kreditrahmen der Muttergesellschaft von T€ 15.350 zur Verfügung. Aktuell beläuft sich die Ausnutzung des Kreditrahmens auf T€ 11.120. Dieser ist mit einem Rangrücktritt versehen. Zudem ist hinzuzufügen, dass finanzielle Unterstützung durch den Konzern BidCorp wie auch durch die Muttergesellschaft Bidfood Germany Holding GmbH stets gegeben sind. Vor diesem Hintergrund wird sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch dieses Risiko als gering eingeschätzt.

Risiken im Bereich von Forderungsausfällen wird durch konsequentes und strukturiertes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Um das Ausfallrisiko bei Kunden zu reduzieren, werden Neukunden überwiegend für die Erstbelieferungen mit Vorauskasse abgewickelt und danach mit einem Lastschriftmandant gelistet. Sind Zahlungsschwierigkeiten erkennbar, werden die Zahlungskonditionen auf Vorauskasse oder Barzahlung umgestellt bis hin zur Liefersperre, die eine Belieferung erst nach Tilgung der Schulden wieder erlauben. Zudem arbeiten die Pier 7 Foods Import GmbH mit einem Inkassounternehmen zusammen. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt, wenngleich im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Inflation das Risiko im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich höher eingestuft wird.

Schäden aufgrund Betrugs und/oder Nachlässigkeit im Bereich der kaufmännischen Risiken (z.B. Zahlungsausgang, -eingang, Rechnungsprüfung) werden aufgrund geeigneter Kontrollen und strikter Aufgabentrennung in den gefährdeten Bereichen minimiert. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft beobachtet nach der multiplen aufeinanderfolgenden Krise, Pandemie, Ukrainekrieg und Inflation, die aktuelle Marktentwicklung zwecks Schließung von Restaurant und Neueröffnungen kritisch. Es ist nicht weiter auszuschließen, dass Insolvenzen von Kunden die Entwicklung der Bestandskunden drücken und sich somit der Wettbewerbsdruck in der Neukundengewinnung erhöht, besonders im Bereich der Logistikkunden, die auch im nächsten Geschäftsjahr noch Auswirkungen zeigen kann. Um dem entgegenzuwirken, wurden Eigenmarken, Direktimporte aus dem Ausland und die Digitalisierung weiter vorangetrieben. Die Auswirkung wird daher als moderat eingeschätzt.

Neben der Verfolgung dieser speziellen Risiken wird durch die monatliche Erstellung der betriebswirtschaftlichen Auswertungen und deren Analyse durch das Management sichergestellt, dass eventuell neu auftretende Geschäftsrisiken und -veränderungen zeitnah erkannt werden, um Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Daher kommt diesem Instrument eine wichtige Funktion im Rahmen des Risikomanagements bei Pier 7 zu.

In den kommenden Jahren können Risiken in Bezug auf Datensicherheit, Entwicklung der Digitalisierung und Unsicherheiten durch die veränderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auftreten, deren Auswirkungen derzeit als moderat eingestuft werden. Der Ausbau der IT-Infrastruktur, Sicherungssystemen zur Gewährleistung der Datensicherheit, die Datenanpassung und -bereinigung zur Implementierung eines neuen ERP- System stehen in der Planung. Die aktuelle Geschäftstätigkeit und der Umzug aus dem eigenen Rechenzentrum in die Microsoft Azure Cloud mit den derzeitigen Systemen haben zu einer Risikoreduzierung in diesem Bereich beitragen.

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine führten zu einem veränderten Beschaffungsmarkt, der immer noch durch Lieferschwierigkeiten oder unterbrochene Lieferketten und teilweise sprunghafter Warenverfügbarkeiten durch Lieferanten im In- und Ausland geprägt ist. Die Warenverfügbarkeit und die damit verbundenen Preiserhöhungen sind nicht direkt abschätzbar. Derzeit ist für Lebensmittel und Nebenprodukte eine Verfügbarkeit im Wesentlichen wieder gegeben - die Marktsituation zwischen Verfügbarkeit und Preis steht stets im Fokus sowie die damit einhergehende Überwachung und Anpassung der Preise zum Kunden. Das Risiko ist noch als moderat einzuschätzen und durch aktive Marktbeobachtung zu steuern.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nach Einschätzung der Geschäftsleitung nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die wesentlichen Chancen ergeben sich aus einer Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und dem Ende der Krisensituationen (international/regional). Darüber hinaus sichern die gezielte Marktbearbeitung, das frühzeitige Erkennen von Veränderungen des Nachfrageverhaltens, das rechtzeitige Erkennen von neuen Trends in der Gastronomie und die damit einhergehende gezielten Maßnahmen, die Marktposition des Unternehmens.

Der überwiegende Kundenstamm der Pier 7 Foods Import GmbH ist dem Gastgewerbe zuzuordnen. Der aktuelle Kundenkreis umfasst Abnehmer aus allen drei Säulen, Beherbergung, Gastronomie und Catering. Das gesamte Gastgewerbe erzielte in den letzten 10 Jahren eine kontinuierliche Steigerung, die sich in den Jahren seit 2014 bis vor der Pandemie auf stabil 3 % p.a. eingependelt hatte (siehe Grafik B 1.).

Diese feststellbare Gesamtentwicklung begründet eine enorme Chance für ein Umsatzwachstum der Pier 7 Foods Import GmbH. Hier gilt es, die zutreffenden Konzepte, konkretisiert in dem angebotenen bzw. anzubietenden Artikelportfolio, den Abnehmern zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck wird die hausinterne Produktentwicklung konsequent ausgebaut und auf eine Internationalisierung ausgerichtet, ohne hierbei den, aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen, ebenfalls zu berücksichtigenden regionalen Markt mit seinen spezifischen Artikelwünschen zu vernachlässigen. Dies, in Kombination mit einer ausgewählten Marketingstrategie, ist die Basis zur Sicherstellung eines angemessenen Anteils an der künftigen Weiterentwicklung des Gastgewerbes.

Die beim Abnehmerkreis festzustellende zunehmende Konzentration auf Premiumprodukte der Tiefkühl-, Convenience- und Frische-Gastronomie beschert der Pier 7 Foods Import GmbH eine gute Marktposition. Das im Herbst 2019 neu bezogene Tiefkühllagerhaus, verbunden mit der ausgefeilten, professionell organisierten Distribution, bestehend aus Disposition und Logistik, bieten hierfür die Basis und ermöglichen es der Pier 7 Foods Import GmbH ihren Kunden einen passgenauen und einheitlichen Service anzubieten.

Eine Erweiterung des Produktportfolios erfolgte im Geschäftsbereich Snack. Der hohe Beliebtheitsgrad der "to-go" Gastronomie ist auch nach der Zeit der Pandemie gefragt. Somit ermöglicht es insgesamt auch hier eine umfangreichere Absatzstruktur aufzubauen. Mit einem speziellen Katalog für Bäckereien und den klassischen Snackanbieter können Produkte sortimentsorientierter präsentiert werden. Hier hat die Pier 7 Holding durch den Kauf der Fein Feinkost GmbH & Co. KG, Manching, zum 01. April 2021 den Eintritt in die "to-go" Gastronomie und Bäckereien geschafft. Im Juni 2022 hat die Pier 7 Foods Import GmbH eine Niederlassung am Standort der Fein Feinkost GmbH & Co. KG gegründet; hier wurde über Cross-Docking das aktive Geschäft weiter ausgebaut. Grundsätzlich ist das Sortiment der Fein Feinkost GmbH & Co. KG dem von Pier 7 sehr ähnlich, so dass neben Sortimentsergänzungen auch Synergien und Preisvorteile beider Beschaffungen aus Einkauf- und Lieferantenverbindungen genutzt werden können.

Für den Bereich Backwaren konnten ausgewählte Lieferanten gewonnen werden, die Bio-zertifiziert sind und in gewünschter Qualität Backwaren liefern, mit denen das große Interesse der Kunden erfüllt werden kann. Das immer größere Interesse der Kunden an Qualitäts-Bio-Produkten ermöglicht es Pier 7 mit den neu gewonnen Lieferanten auch den umfangreichen Bereich Bio abzudecken und ein Umsatzwachstum zu generieren. Zudem hat man mit Di Marco, den Hersteller der originalen Pinsa Romana, als Lieferanten gewonnen. Mit Produkten aus dem Haus Di Marco konnten schon im ersten Jahr T€ 500 erzielt werden, eine der erfolgreichsten der Produktneueinführungen der letzten Jahre.

Weitere Chancen liegen im Ausbau der Eigenmarken der Pier 7 Food Group. Hier können auf Basis des schon bestehenden, sehr erfolgreichen Programms, weitere Produkte entwickelt werden. Die besondere Stärke der Pier 7 Burger Range bietet eine gute Plattform für den Ausbau der Eigenmarken auch für die Zusammenarbeit mit Großhändlern, um das Umsatzwachstum für die Pier 7 Eigenmarken deutlich voranzutreiben.

Dem zu erwartenden Umsatzrückgang aus dem Verkauf der Niederlassung in Hamburg wurde durch eine Listung als Lieferant beim Service-Bund Lebensmittelgroßhandel, einem starken Partner mit einem innovativen Vollsortiment für die Profi-Küche und einem klaren Schwerpunkt auf den maßgeschneiderten Lieferservice, entgegengewirkt. Ziel ist es, den bisherigen Direktumsatz im Norden Deutschlands durch die Partnerschaft mit den Service-Bund Großhändlern zu ersetzen und diesen Vertriebsweg weiter auszubauen.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023/24 stehen die weitere selektive Neukundengewinnung und der Ausbau der Bestandskunden, einhergehend mit der Platzierung im Markt durch Geschäftsakquisitionen zur weiteren Stärkung und Etablierung der Konzern-Eigenmarke im Fokus. Für die einzelnen unternehmerischen Bereiche bedeutet dies folgendes:

Der Handel mit Groß- sowie Logistikkunden wird unter der Prämisse der Realisierung eines angemessenen bzw. ausgewogenen Rohertragspotenzials, welches der einzelne Großkunde, einschließlich seines Umfeldes bietet, ganz gezielt ausgerichtet, auch durch eine weitere Verbesserung des Key-Account Managements. In Metropolen ansässigen Großkunden wird dabei Vorrang gewährt. Dies führt nicht nur zu einer Verbesserung des Rohertrages, sondern schafft auch Freiräume in der Lagerwirtschaft und Distribution, wodurch die Voraussetzungen zur individuellen Betreuung der neuen Zielkunden geschaffen werden. Hierzu wird die Kapazitätserhöhung im Back-Office und Customer Support beigetragen, die den direkten Kontakt zu den Kunden intensivieren und Angebot zum Ausbau des Sortimentes beim Kunden direkt präsentieren.

Durch die neue Vertriebsausrichtung wird nicht nur die Produktpalette gezielt für die Ansprüche der Kunden adjustiert, sondern auch die Qualität weiter verbessert sowie Alleinstellungsmerkmale bei Kunden geschaffen. Die Beschaffungsquellen sind definiert und durch gezielte neue Kooperationen mit ausländischen Partnern für Direktimporte, überwiegend aus Italien und Irland, die Einkaufssituation wirtschaftlich verbessert. Das eingebrachte Know-how des weltweit im Markt agierenden Gesellschafters trägt hierzu ebenso bei und soll darüber hinaus weitere Stabilität in das Geschäft der Pier 7 Foods Import GmbH bringen.

Die Steigerung des Anteils an hochwertigen Produkten und dazu die Ergänzung des Sortiments pro Kunde mit gewichtsleichteren Produkten wird zur weiteren Verbesserung der Rentabilität der Transportfahrzeuge führen, was dann zur Effizienzsteigerungen der hauseigenen Logistik führt. Hierdurch werden Räume geschaffen, die es der Disposition ermöglichen, die Auslastung der Transportfahrzeuge substanziell zu verbessern, die somit zu einer Minderung der Distributionskosten pro "Stop" führen. Im Bereich der Logistik werden die Fahrzeuge künftig ergänzend auch von einem Dienstleister mit Vollservice geleast. Hierdurch wird eine bessere Kostenkontrolle angestrebt und die kontinuierliche Ersatzbeschaffung gesichert.

Die Lagerwirtschaft erhielt durch die Errichtung eines hochmodernen Kühllagers enormes Einsparungspotenzial. Verbesserte Lagermöglichkeiten, gezieltere Kommissionierungstätigkeiten, verbunden mit energieeffizienter Gestaltung der notwendigen Tiefkühleinrichtungen tragen zur Verbesserung der Lagerbewirtschaftungskosten ebenso bei, wie die bereits eingeleitete Optimierung der Personalstruktur und der Lagerbewirtschaftungsprozesse. Nach dem Ende der Pandemieeinschränkungen konnte die geplante Bestückung des Lagers weiter gezielt angepasst und weiter optimiert werden, um den neuen Vertriebskanälen Platz und Raum zu schaffen. Die EDV-Unterstützung der Lagerwirtschaft und die Planung der Warenverfügbarkeit sind sichergestellt und wird der neuen Vertriebsstrategie stets angepasst was zur Optimierung des Einkaufs als auch zur Erhöhung der Servicequalität und der Kundenzufriedenheit führen wird.

Die Finanzierung ist nicht zuletzt durch den aktiven Betrag des weltweit im Food-Business tätigen Gesellschafters gesichert. Der Kapitaldienst für die Darlehen wird erbracht.

Die vorhandenen Niederlassungen in Stuttgart und Manching, unsere langjährigen Partner Pier 7 Foods Handels GmbH in Wien, Füss, Mößle, Werner und Obst Winkler sowie die neuen Vertriebspartner Service-Bund und FRIPA ermöglichen neben der Hauptniederlassung in Bergkirchen eine gewisse deutschlandweite und regional österreichweite Präsenz. Die Niederlassung Manching kann zukünftig als Erweiterung und positive Stärkung für die Kundenbelieferungen der nordbayrischen Regionen genutzt werden, um über kürzere Wege besser und kostengünstiger zu beliefern. Alle Vertriebskanäle werden hinsichtlich ihrer Effizienz und ihres Beitrags für das Gesamtunternehmen ständig analysiert und wo erforderlich auch optimiert. Durch die Erweiterung der Vertriebspartner und den Ausbau der Bestandskunden, wird der im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederbelebte Wachstumspfad beschritten werden.

Das Wachstumspotenzial für die Pier 7 zeigt sich durch die rasche Erholung des Umsatzes nach Beendigung der umfangreichen Einschränkungen und Maßnahme aus der Pandemiezeit. Mit € 64,0 Mio. erreichte Pier 7 einen um knapp € 4 Mio. höheren Umsatz als nach den vorläufig geplanten Zahlen das Geschäftsjahr 2022/2023 angestrebt. Das Niveau der Vor-Pandemiezeit soll überholt werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich ein negatives Jahresergebnis von T€ 508. Das war jedoch um € 2,2 Mio. besser als die Planzahlen. Für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 wird mit einem Umsatz von € 68 Mio. und einem ausgeglichenem Jahresergebnis gerechnet. Das Geschäftsjahr 2023/24 wird nach den Erwartungen der Geschäftsleitung in den Umsätzen und zudem zufolge auch im Ergebnis mit deutlich schwankenden Monaten zeigen, die geschäftliche Situation wird kurzfristiger und bedingt dadurch muss mit schnellem Handeln agiert werden.

 

Bergkirchen, den 17. Juni 2024

Harald Hamster-Egerer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pier 7 Foods Import GmbH, Bergkirchen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pier 7 Foods GmbH, Bergkirchen - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Pier 7 Foods Import GmbH, Bergkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes, der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 24. August 2023 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer am 25. Juni 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, der sonstigen betrieblichen Erträge und der korrespondierenden Angaben im Anhang sowie auf korrespondierende Aussagen im Lagebericht bezog. Auf die Begründung der Änderungen durch die Gesellschaft im geänderten Anhang sowie im geänderten Lagebericht wird verwiesen.

 

München, den 24. August 2023/25. Juni 2024

WZT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Zingraf, Wirtschaftsprüfer

Graf, Wirtschaftsprüfer

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Inhalt des aufgestellten und geprüften Jahresabschlusses und damit auch auf die gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliederte Gewinn- und Verlustrechnung ohne die Erleichterungen der § 276 Satz 1 HGB sowie den Anhang mit den in § 327 Nr. 2 HGB vorgesehenen und im Rahmen der Publizität wahrgenommenen Erleichterungen.

Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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