SIGNAL IDUNA Dialog Service GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Steinhauer seit 18.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Marc Jorzick seit 13.5.2025 | Prokura |
Jörg Krieger seit 25.8.2023 | Prokura |
Thomas Hubert Jacobi seit 25.8.2023 | Vorstandsmitglied |
Andreas Stein seit 11.1.2023 | Prokura |
Alexander Weissbrodt seit 26.10.2021 | Vorstandsmitglied |
Andreas Gründemann seit 17.8.2021 | Prokura |
Udo Kallen seit 12.7.2019 | Vorstandsmitglied |
Rainer Dr. Bertram seit 19.9.2018 | Prokura |
Markus Hildebrandt seit 25.9.2017 | Prokura |
Ralf Hüging seit 13.1.2017 | Prokura |
Axel Koch seit 29.1.2014 | Prokura |
Lowig Duer seit 11.4.2011 | Prokura |
Michael Quandt seit 31.1.2011 | Prokura |
Thomas Eurich seit 21.12.2010 | Prokura |
Olaf Geißler seit 22.1.2008 | Prokura |
Enrica Kaiser seit 22.1.2008 | Prokura |
Thomas Weißberg seit 5.2.2007 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADLER Versicherung AGDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht 2023LageberichtWirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche LageDas Jahr 2023 war erneut von großen Herausforderungen geprägt. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine, der drohende Flächenbrand im Nahostkonflikt und die damit einhergehende Zunahme von geopolitischen Spannungen, die hartnäckige Inflation sowie die hohen Zinsen wirkten sich belastend auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Positive Impulse ergaben sich für die Konjunktur aus der Bewältigung der Corona-Pandemie sowie der teilweisen Auflösung von Material- und Lieferengpässen. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - in Europa lag 2023 bei 6,4 %. Im Dezember 2023 fiel die Inflationsrate in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich auf 3,4 %. In den USA wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 %. Das BIP Chinas als zweitgrößte Volkswirtschaft stieg um 5,0 %. Dagegen wuchs die europäische Wirtschaft lediglich um 0,8 %. Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung und rutschte 2023 in eine Rezession. Die schwache gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat vielfältige Gründe. Die geopolitischen Spannungen und die damit einhergehende schwache Weltwirtschaft belasten Deutschland als Exportnation stärker als die anderen Länder Europas. Auch die weltweit gestiegenen Zinsen dämpfen weiterhin die Nachfrage nach deutschen Waren. Die hohen Zinsen treffen ebenfalls die Bauwirtschaft, wo zahlreiche Insolvenzen zu beobachten waren. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem Energieschock. Dieser belastete die deutschen Haushalte und Unternehmen in besonderem Maße. Der haushaltspolitische Spielraum der Bundesregierung wurde zudem im November 2023 mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingeschränkt. Diese Entwicklungen stellen Deutschland vor große Herausforderungen. Das preisbereinigte BIP war 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die konjunkturelle Schwäche kam auch auf dem Arbeitsmarkt an. Aber durch den fortschreitenden Arbeitskräftemangel und die rückläufige demografische Entwicklung war der Anstieg der Arbeitslosen auf ca. 2,6 Millionen Personen eher moderat. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate in Deutschland - gemessen am Verbraucherpreisindex - lag 2023 bei 5,9 %, im Dezember 2023 verminderte sich diese deutlich auf 3,8 %. Entwicklung der KapitalmärkteNach den enormen Turbulenzen des Vorjahres entwickelten sich die Kapitalmärkte 2023 trotz einer durch Zinsanstieg und Inflation belasteten Konjunktur letztendlich deutlich besser als zu Beginn des Jahres erwartet. An den Immobilienmärkten hingegen kam es zu Einbrüchen, die insbesondere das Projektentwicklungsgeschäft betrafen und hier bereits zu Insolvenzen führten. Als Reaktion auf die weiterhin hohen Inflationsraten setzten die Notenbanken ihren 2022 begonnenen Zinserhöhungskurs fort. Die US-Notenbank (FED) erhöhte den Leitzins in den ersten sieben Monaten des Jahres in vier Schritten um 1,0 %-Punkte auf 5,5 %, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins bis September in sechs Schritten um 2,0 %-Punkte auf 4,5 % anhob. Parallel wurde der Einlagenzins am 31. Dezember 2023 um 2,0 %-Punkte auf 4,0 % erhöht. Trotz fortgesetzt rückläufiger Inflationsraten blieben die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf unverändert. Im Gegensatz zu den massiven Wertverlusten im Jahr 2022 erholten sich die Kurse der zinstragenden Papiere 2023 in Summe wieder. So lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am 31. Dezember 2023 bei 2,02 % und damit 0,55 %-Punkte unter dem Jahresultimo 2022. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag zum 31. Dezember 2023 bei 3,88 % und damit konstant zum Vorjahresstand. Die Entwicklung zeigte sich jedoch im Jahresverlauf ausgesprochen volatil mit einem deutlichen Rückgang im Frühjahr angesichts einer befürchteten Bankenkrise und Höchstständen im Oktober. Im weiteren Verlauf sanken die Zinsen dann wieder deutlich auf das Jahresendniveau. Beide Zinskurven blieben aufgrund weiterhin bestehender Rezessionsängste auch 2023 invers. Die Aktienmärkte entwickelten sich 2023 trotz schwieriger konjunktureller und geopolitischer Rahmenbedingungen deutlich positiv. So stieg der DAX 40 zum 31. Dezember 2023 auf 16.752 Punkte und verzeichnete somit einen Wertzuwachs von 20,3 %. Die europäischen Aktienmärkte - repräsentiert durch den EuroStoxx50 - entwickelten sich ähnlich positiv und verzeichneten einen Gewinn von 19,2 % gegenüber dem Jahresultimo 2022 bei einem Stand von 4.522 Punkten. Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft Die Versicherungswirtschaft gehört nach wie vor zu den wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. Die deutschen Versicherer leisten einen wesentlichen Beitrag für die soziale Sicherung der privaten Haushalte. Sie ermöglichen wirtschaftliche Aktivitäten und Innovationen, indem sie Risiken übernehmen. Damit fördern sie Wohlstand und Beschäftigung. Durch die schnelle Bereitstellung finanzieller Mittel vor allem nach großen Schadenfällen wie Naturkatastrophen oder Pandemien erfüllt die Versicherungswirtschaft eine wichtige gesamtwirtschaftliche Stabilisierungsfunktion. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz ist nur zum Teil konjunkturabhängig. Auf der einen Seite ist die Risikowahrnehmung der Kundinnen und Kunden in Krisen, wie extremen Unwetterereignissen, dem Ukraine-Krieg oder der Corona-Pandemie, hoch. Dies erhöht die Nachfrage nach Versicherungsschutz. Auf der anderen Seite stellen die Auswirkungen der hohen Inflation die Versicherer vor große Herausforderungen. Die eingetrübte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte und der damit einhergehende Kaufkraftverlust bei den Konsumenten wirken sich negativ auf die Nachfrage nach Versicherungsleistungen aus. Zusätzlich beeinflussen die sinkende Arbeitsplatzsicherheit, Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen die Versicherungsnachfrage negativ. Die Branche gehört mit Kapitalanlagen von rund 1,8 Billionen EUR zu den größten institutionellen Anlegern in Deutschland. Durch die langfristige Ausrichtung ihrer Kapitalanlagen sind die Versicherer ein Stabilitätsanker auf den Finanzmärkten, die aufgrund der hohen globalen Vernetzung immer volatiler werden. Mit ihren Investitionen unterstützen die Versicherer auch die Finanzierung von Infrastruktur, neuen Technologien und Nachhaltigkeit. Das Umfeld der deutschen Versicherungswirtschaft befindet sich weiterhin im Umbruch. Themen wie die Extremwetterereignisse, eine hohe Inflation, die hohe Staatsverschuldung, die weiter voranschreitende Digitalisierung, immens hohe Regulierungsanforderungen, neue Risikolandschaften, bedingt durch den demografischen Wandel, und die Veränderung des Klimas sowie ein hoher Umsetzungsdruck bei der Nachhaltigkeit beeinflussen den Wettbewerb und die Innovationsdynamik der Branche. Die deutschen Versicherer bekennen sich zu ihrer Verantwortung und richten ihr Handeln zunehmend an Nachhaltigkeitszielen aus. Hierbei stehen insbesondere Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen sowie Gerechtigkeit und Sicherheit im Vordergrund. Versicherungen können mit nachhaltigen Kapitalanlagen diese gesellschaftlichen Ziele wirkungsvoll unterstützen. Für die etablierten Versicherer gilt es, die neuen Trends aktiv zu gestalten, um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein, insbesondere vor dem Hintergrund einer veränderten Wettbewerbslandschaft. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab sich für 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs der Beitragseinnahmen von 0,7 % auf 224,9 Mrd. EUR. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen um 6,8 % auf 84,5 Mrd. EUR. Die Beiträge der Privaten Krankenversicherungen stiegen um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR. Die Beiträge der Lebensversicherung im weiteren Sinne, mit Pensionskassen und Pensionsfonds, sanken um 5,0 % auf 92,2 Mrd. EUR. Die laufenden Beiträge blieben stabil bei 66,3 Mrd. EUR, während die Einmalbeiträge um 15,7 % auf 25,8 Mrd. EUR sanken. Besondere Ereignisse im BerichtsjahrDie SIGNAL IDUNA Gruppe stellte sich im Berichtsjahr erneut sehr herausfordernden Rahmenbedingungen. Die stark gestiegenen Preise, weitere Zinserhöhungen in kurzen zeitlichen Abständen durch die Notenbanken sowie die Material-und Lieferengpässe insbesondere in der Baubranche haben weiterhin einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Lage. Dem immer stärker werdenden Arbeitskräftemangel, der viele Branchen und auch die SIGNAL IDUNA Gruppe vor Herausforderungen stellt, wurde mit vielfältigen Maßnahmen begegnet. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen erzielte die SIGNAL IDUNA Gruppe das zweitbeste Vertriebsergebnis seit Gründung des Gleichordnungskonzerns. Um die Entwicklung von kundenorientierten Produkten und Dienstleistungen zu beschleunigen, hat die SIGNAL IDUNA Gruppe im Dezember 2022 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud ins Leben gerufen, die 2023 ausgeweitet wurde. Kundinnen und Kunden der SIGNAL IDUNA Gruppe sollen zukünftig von neuen, cloudbasierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz profitieren. Kapitalmarkt, Regulatorik und Kundenverhalten sind im Wandel und damit auch das Geschäftsmodell der Versicherung. Die SIGNAL IDUNA Gruppe hat 2023 ihr Transformationsprogramm VISION 2023 erfolgreich abgeschlossen. Es ging darum, das Geschäftsmodell grundlegend zu transformieren, um als Unternehmen flexibler, antizipativer und schneller auf die Veränderungen im Markt und auf Kundenwünsche zu reagieren. Schaden- und Unfallversicherung im MarktDie im Inland erzielten Beitragseinnahmen der Schaden-und Unfallversicherer wuchsen nach Angaben des GDV um 6,8 % auf 84,5 Mrd. EUR. In der Allgemeinen Unfallversicherung blieb die Beitragseinnahme unverändert bei 6,6 Mrd. EUR. Die Anzahl der Verträge ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % zurück und lag 2023 bei 24,9 Mio. Verträgen. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Beitragseinnahmen auch im Jahr 2023. Der Anstieg um 4,8 % auf 30,5 Mrd. EUR fiel deutlich höher aus als noch im Jahr 2022. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich über alle Vertragsarten um 1,8 % auf insgesamt 131,0 Mio. Verträge. In der Sachversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen für die private (+13,5 %) und gewerbliche Sach (+12,0 %) jeweils deutlich auf insgesamt 28,8 Mrd. EUR. Die Beiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung stiegen um 16,5 % auf 11,8 Mrd. EUR. Ein Anstieg der Beiträge um 3,0 % auf rund 8,5 Mrd. EUR war auch in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung zu verzeichnen. In der Rechtsschutzversicherung stiegen die Beiträge um 2,5 % auf 4,8 Mrd. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres in der Schaden- und Unfallversicherung stiegen 2023 auf 65,4 Mrd. EUR (+12,7 %). In der Allgemeinen Unfallversicherung war ein Anstieg der Leistungen um 1,5 % auf 3,5 Mrd. EUR zu verzeichnen. Die Schaden-Kostenquote (brutto) lag mit rund 76 % auf Vorjahresniveau. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Aufwendungen für Schäden gegenüber dem Jahr 2022 um 14,9 % auf 30,0 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) zeigte einen auch inflationsbedingten Anstieg auf 111,0 % (Vorjahr: 101,2 %). Die Aufwendungen für Schäden in der Sachversicherung stiegen um 17,8 % auf 20,9 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg von 97,5 % auf rund 99,0 %. In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung stieg der Aufwand für Schäden auf 5,3 Mrd. EUR. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg um 0,9%-Punkte auf ca. 85,0 %. In der Rechtsschutzversicherung war ein Anstieg der Leistungen auf 3,4 Mrd. EUR zu verzeichnen. Die Schaden-Kostenquote (brutto) stieg auf rund 97,0 % (Vorjahr: 91,0 %). Die Schaden-/Unfallversicherung weist im Jahr 2023 einen versicherungstechnischen Gewinn von 0,6 Mrd. EUR aus. Geschäftsverlauf unseres UnternehmensPositionierung im MarktIm Rahmen der Einbettung in die SIGNAL IDUNA Gruppe übernimmt die ADLER Versicherung AG (ADLER Versicherung) alle relevanten Aspekte der Geschäftsstrategie der SIGNAL IDUNA Gruppe. Die ADLER Versicherung ist Komposit-Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst sowie Risikoträger für das Komposit-Assekuradeurgeschäft. Sie trägt als integraler Bestandteil zur Zielerreichung der SIGNAL IDUNA Gruppe bei. Der intensive Wettbewerb auf dem gesamten Schaden- und Unfallversicherungsmarkt hielt auch im Jahr 2023 an. Die ADLER Versicherung konnte sich als Serviceversicherer mit ihren Produkten und Leistungen weiter am Markt behaupten. Hierzu trugen die weitergehende Digitalisierung sowie die Agilisierung der Unternehmensorganisation bei. In der Kraftfahrt-Versicherung wurde der Erfolg unseres Tarifes einmal mehr auch mit sehr guten Rating-Ergebnissen bestätigt (z. B. "Fairster KFZ-Versicherer" von Focus Money). Mit Einführung des neuen Produktes "EaSI Drive" ermöglichen wir Fahranfängerinnen und Fahranfängern sowie ihren Familien einen fairen Einstieg in die Fahrzeugversicherung. Die neue KF-Tarifgeneration, die wir im Oktober auf den Markt gebracht haben, umfasst zudem u.a. den Baustein "Lieblingsfahrzeug", der von Focus Money zum "Produkt des Monats" erkoren wurde. Im Segment der Privatkundinnen und -kunden haben wir - auch vor dem Hintergrund des Klimawandels - die Kalkulation der Versicherung gegen Elementargefahren verfeinert. In der Konsequenz sind die Preise differenzierter als bisher. Die Prozesse zur Unterstützung unserer Partnerinnen und Partner in den Vertrieben haben wir weiter verbessert, unter anderem durch die Anbindung einer Mehrwertplattform, die im ersten Schritt einen Zulassungsservice für neu versicherte Fahrzeuge anbietet. Um weiter allen Kundinnen und Kunden günstigen Versicherungsschutz anbieten zu können, haben wir - auch ausgelöst durch die gestiegene Inflation - unsere Bemühungen zur Profitabilisierung unserer Bestände fortgesetzt. So haben wir risikogerechte Beitragsanpassungen in besonders schadenbelasteten Segmenten vorgenommen und Anreize für die Umstellung älterer Verträge in die aktuellen Tarifwerke gesetzt. Unsere langfristig angelegte Professionalisierung des Schadenmanagements konnte erfolgreich weiterentwickelt werden. So haben wir die Messung der Kundenzufriedenheit im Schadenservice weiter verfeinert. Die Ausweitung unserer agilen Organisation haben wir hinsichtlich der Schadenbearbeitung vorangetrieben. Zudem wurden die digitalen Schadenservices erweitert und durch unsere Kundinnen und Kunden auch deutlich häufiger genutzt. Teilweise erfolgt eine automatisierte Freigabe benötigter Reparaturen, sodass für diese Geschäftsvorfälle Wartezeiten verringert werden konnten. Auch die Anbindung unserer Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner konnten wir verbessern, zum Beispiel indem die Online-Schadenmeldung auch für freie Vermittler ermöglicht wurde. Betriebene VersicherungszweigeUnsere Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland und beinhaltet ausschließlich das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft. Die von uns betriebenen Versicherungszweige und -arten sind auf Seite 31 wiedergegeben. Lage des UnternehmensBedeutsame finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die gebuchten Beiträge, die Schaden-Kostenquote, das gesamte Kapitalanlageergebnis sowie das Jahresergebnis. BeiträgeDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Mio. EUR bzw. 9,2 % auf 126,6 Mio. EUR. Die Beitragseinnahmen konnten in fast allen Versicherungszweigen gesteigert werden. Die höchsten Zuwächse gab es in der Feuer- und Sachversicherung mit 7,6 Mio. EUR bzw. 17,8 % (davon Verbundene Gebäudeversicherung: 6,6 Mio. EUR bzw. 23,1 %), in der Kraftfahrtversicherung mit 1,7 Mio. EUR bzw. 4,9 % und in der Unfallversicherung mit 1,2 Mio. EUR bzw. ebenfalls 4,9 %. Im Beobachtungszeitraum 2019 bis 2023 nahmen die gebuchten Bruttobeiträge aufgrund von Beitragsanpassungen sowie Neugeschäft kontinuierlich von Jahr zu Jahr um insgesamt 51,6 % zu. Gebuchte Bruttobeiträge 2019 - 2023 in Mio. EUR
Die Rückversicherungsbeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR. Unsere Selbstbehaltsquote - bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge - sank von 92,7 % auf 92,0 %. Die gebuchten Nettobeiträge stiegen um 9,1 Mio. EUR bzw. 8,5% auf 116,4 Mio. EUR. Zusammensetzung der Versicherungszweige - bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge - in %
VersicherungsbestandDer Versicherungsbestand wuchs um 25,1 Tsd. Verträge bzw. 3,0 % auf 860,0 Tsd. Verträge. Der Anstieg erfolgte im Wesentlichen in den Sonstigen Versicherungen mit 9,3 Tsd. Verträgen, in der Feuer- und Sachversicherung mit 9,1 Tsd. Verträgen und in der Kraftfahrtversicherung mit 5,3 Tsd. Verträgen. Anzahl Verträge * 2019 - 2023 in Tausend
* Bei Gruppenunfallverträgen wird die
Anzahl der Personen gezählt.
SchadenaufwendungenDie Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Mio. EUR bzw. 14,4 % auf 82,9 Mio. EUR. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 2019 - 2023 in Mio. EUR
Während in der Unfallversicherung ein Rückgang der Bruttoschadenaufwendungen um 6,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR zu verzeichnen war, stiegen sie in der Kraftfahrtversicherung um 8,8 Mio. EUR auf 33,4 Mio. EUR und in der Feuer- und Sachversicherung um 6,5 Mio. EUR auf 35,0 Mio. EUR. Der Schadenaufwand in der Unfallversicherung sank infolge eines verbesserten Abwicklungsergebnisses und aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Geschäftsjahresschadenaufwandes. Der Zuwachs in der Feuer-und Sachversicherung war insbesondere auf höhere Geschäftsjahresreserven in der Gebäudeversicherung zurückzuführen. Der Anstieg in der Kraftfahrtversicherung ergab sich aus der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Anzahl an gemeldeten Schäden sowie daraus resultierend - auch inflationsbedingt - höheren Schadenaufwendungen. Die Bruttoschadenquote stieg dadurch um 2,8 %-Punkte auf 66,6 %. Die Nettoschadenquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %-Punkte auf 71,1 %. BetriebsaufwendungenDie Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. EUR bzw. 13,2 % auf 32,5 Mio. EUR. Die Bruttokostenquote - bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge - erhöhte sich um 0,9 %-Punkte auf 26,1 %. Dabei stieg die Abschlusskostenquote wachstumsbedingt um 1,0 %-Punkte auf 16,6 %, während die Verwaltungskostenquote um 0,1 %-Punkte auf 9,5 % zurückging. Für eigene Rechnung erhöhte sich die Betriebskostenquote um 1,2 %-Punkte auf 28,3 %. RentenerhöhungEs wurden Rückstellungen von 23,6 TEUR (Vorjahr: 16,6 TEUR) für Renten gebildet, die sich aus der Leistungsart Unfallrente ergeben. Der bedingungsgemäße Erhöhungsprozentsatz beträgt für das Geschäftsjahr 2023 1,0 %. Dieser wird zum 1. August 2024 wirksam. Versicherungstechnisches ErgebnisDas versicherungstechnische Bruttoergebnis - vor Veränderung der Schwankungsrückstellung - belief sich im Geschäftsjahr auf 8,2 Mio. EUR und lag somit um 3,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die Schaden-Kostenquote - bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge - betrug 92,7 % (Vorjahr: 89,0 %). Das Rückversicherungsergebnis, das im Folgenden entweder mit " + " (= zu unseren Gunsten) bzw. mit " - " (= zu unseren Lasten) dargestellt wird, betrug -8,3 Mio. EUR (Vorjahr: -4,8 Mio. EUR), sodass das versicherungstechnische Nettoergebnis - vor Veränderung der Schwankungsrückstellung - mit einem Verlust von 0,1 Mio. EUR abschloss (Vorjahr: Gewinn von 7,0 Mio. EUR). Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: Zuführung von 0,7 Mio. EUR) ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn für eigene Rechnung von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR). Bericht über den Geschäftsverlauf in bestimmten Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweigen und -artenUnfall- und KrankenversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 1,1 Mio. EUR bzw. 4,6 % auf 25,1 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich um 5,8 Mio. EUR bzw. 51,1 % auf 5,5 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote sank von 47,4 % auf 22,1 %. Das Rückversicherungsergebnis betrug -1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurde somit ein versicherungstechnischer Gewinn für eigene Rechnung von 12,1 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR) erzielt. HaftpflichtversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,2 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR bzw. 4,7 % auf 4,3 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote wuchs von 49,7 % auf 50,8 %. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,3 Mio. EUR) und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) ergab sich im Geschäftsjahr ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Kraftfahrzeug-HaftpflichtversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,8 Mio. EUR bzw. 4,5 % auf 19,6 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote stieg von 56,6 % auf 84,4 %. Das Rückversicherungsergebnis betrug -1,9 Mio. EUR (Vorjahr: -3,3 Mio. EUR). Aufgrund einer Entnahme von 2,6 Mio. EUR aus der Schwankungsrückstellung (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) ergab sich im Geschäftsjahr ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Sonstige KraftfahrtversicherungenDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,8 Mio. EUR bzw. 5,4 % auf 15,7 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich aufgrund einer gestiegenen Anzahl von gemeldeten Schäden sowie inflationsbedingt um 2,9 Mio. EUR bzw. 20,4 % auf 16,8 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote wuchs damit von 94,2 % auf 107,3 %. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -0,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR) und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). FeuerversicherungDie Feuerversicherung wurde im Geschäftsjahr - wie auch im Vorjahr - nicht mehr aktiv betrieben. Verbundene HausratversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 0,9 Mio. EUR bzw. 7,3 % auf 12,7 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle wuchsen um 0,9 Mio. EUR bzw. 16,1 % auf 6,7 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich von 49,4 % auf 53,1 %. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR) und keiner Veränderung der Schwankungsrückstellung (Vorjahr: Entnahme von 0,3 Mio. EUR) belief sich der versicherungstechnische Nettogewinn auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Verbundene GebäudeversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich aufgrund der weiteren Zusammenarbeit mit den Assekuradeuren um 6,6 Mio. EUR bzw. 23,1 % auf 35,0 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im Geschäftsjahr von 22,1 Mio. EUR bzw. 24,7 % unter anderem auch aufgrund inflationsbedingt gestiegener Baupreise auf 27,5 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote wuchs von 82,5 % auf 82,8 %. Das Rückversicherungsergebnis betrug -2,4 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR). Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 12,6 TEUR (Vorjahr: Zuführung von 1,6 Mio. EUR) ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust von 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR). Sonstige SachversicherungDie gebuchten Bruttobeiträge in der sonstigen Sachversicherung, die bei unserem Unternehmen neben der Glasversicherung aus der Technischen Versicherung und der Reisegepäckversicherung besteht, erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle wuchsen um 0,1 Mio. EUR bzw. 15,1 % auf 0,8 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote stieg von 28,5 % auf 30,8 %. Der Nettogewinn betrug unverändert zum Vorjahr 0,8 Mio. EUR. Sonstige VersicherungenDie sonstigen Versicherungen bestehen aus der Schutzbrief- und der Reise-Rücktrittskostenversicherung. Der Schutzbrief beinhaltet Beistandsleistungen für die Sparten Kraftfahrt, Reise und Sach-Haftpflicht-Transport. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR bzw. 2,2 % auf 7,4 Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 0,8 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR. Die Bruttoschadenquote stieg von 55,8 % auf 65,0 %. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) ergab sich ein versicherungstechnischer Nettogewinn von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). KapitalanlagenIm Fokus der Anlage stand 2023 die Erzielung einer guten Verzinsung und die Erhöhung der laufenden Erträge in Verbindung mit einer guten Kreditqualität. Die Kapitalanlagen stiegen im Geschäftsjahr von 163,1 Mio. EUR um 11,8 Mio. EUR bzw. 7,2 % auf 174,9 Mio. EUR. Kapitalanlagen 2019 - 2023 in Mio. EUR
Die Zusammensetzung der Kapitalanlagen ist in dem folgenden Schaubild dargestellt. Zusammensetzung der Kapitalanlagen in %
Größere Strukturveränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Inhaberschuldverschreibungen (+6,3 %-Punkte) sowie bei den Aktien und Anteilen an Investmentvermögen (-2,1 %-Punkte) und den sonstigen Ausleihungen (-2,1 %-Punkte). Die Netto-Bewertungsreserven der Kapitalanlagen betrugen zum 31. Dezember 2023 insgesamt -6,1 Mio. EUR und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den deutlichen Zinsrückgang bei gleichzeitig positiver Aktienkursentwicklung zurückzuführen ist. Die Netto-Bewertungsreservenquote betrug zum Bilanzstichtag -3,5 % (Vorjahr: -8,0 %). Das gesamte Kapitalanlageergebnis stieg um 1,5 Mio. EUR bzw. 49,2 % auf 4,4 Mio. EUR. Dabei stieg das ordentliche Kapitalanlageergebnis um 1,5 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Ausschüttungen aus Investmentfonds und aus höheren Zinserträgen. Das außerordentliche Ergebnis sank um 64,8 TEUR auf -13,1 TEUR und resultierte im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Investmentfonds. Die Nettoverzinsung stieg von 1,9 % auf 2,6 %; die laufende Durchschnittsverzinsung stieg von 1,8 % auf 2,6 %. Verzinsung gesamt netto 2019 - 2023 in %
LiquiditätslageDie liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 beliefen sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag bestanden daneben Liquiditätsreserven in Form von Einlagen bei Kreditinstituten von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) sowie darüber hinaus in Form vorhandener sofort veräußerbarer Wertpapiere. Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. GesamtergebnisDas versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung nach Veränderung der Schwankungsrückstellung betrug 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR). Das nichtversicherungstechnische Ergebnis stieg um 1,8 Mio. EUR auf -0,4 Mio. EUR. Insgesamt erzielten wir aus der normalen Geschäftstätigkeit einen Gewinn von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung eines Steueraufwandes von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) belief sich der Jahresüberschuss auf 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) und der Bilanzgewinn - unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) -auf 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR). Die Verwendung ist dem Gewinnverwendungsvorschlag auf Seite 58 zu entnehmen. Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zur Prognose des VorjahresDie Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr wie prognostiziert stark an. Die Schaden-Kostenquote (brutto) lag bei der ADLER Versicherung wie erwartet unter 100 %. Das gesamte Kapitalanlageergebnis stieg entsprechend der Prognose stark an. Der Jahresüberschuss hat sich aufgrund einer schadenbedingt abweichenden Entwicklung der Schwankungsrückstellung anders als prognostiziert leicht verbessert. VISION2023Die SIGNAL IDUNA Gruppe gehört zu den zwölf größten Versicherungsgruppen in Deutschland und pflegt enge Verbindungen zu Handwerk, Handel und zum öffentlichen Dienst. Volatile Märkte, geopolitische und makroökonomische Herausforderungen, wachsende regulatorische Anforderungen sowie die Digitalisierung verlangen von allen Versicherern hohe Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Verbesserungen. Die Strategie der SIGNAL IDUNA Gruppe zielt auf ertragreiches Wachstum durch konsequente Kundenorientierung und weitere Serviceverbesserungen. Dazu wurde Anfang 2018 das Transformationsprogramm VISION2023 gestartet, um neue Wachstumsimpulse zu setzen und gleichzeitig den immer dynamischeren Veränderungen des Marktes und den Anforderungen der Kundschaft weiterhin gerecht zu werden. Die SIGNAL IDUNA Gruppe hat bereits frühzeitig mit der digitalen Transformation des Kerngeschäfts begonnen. Dies betraf nicht nur Apps oder Online-Services, die zunehmend Papierformulare und Briefpost ersetzen. Es geht um das Produkt an sich: Die Versicherten wollen mehr als eine Versicherungspolice, nämlich Lösungen. Unsere Antwort auf diese Entwicklung war das Transformationsprogramm VISION2023. Im Mittelpunkt stehen die Kundinnen und Kunden und unsere Mission: "Gemeinsam mehr Lebensqualität schaffen!" VISION2023 war auf fünf Jahre ausgelegt und wurde als eines der ehrgeizigsten und umfangreichsten Transformationsprogramme in der Geschichte der SIGNAL IDUNA Gruppe 2023 erfolgreich abgeschlossen. Parallel wurde bereits die Entwicklung einer Folgestrategie konsequent vorangetrieben. Die agile Transformation der Organisation, die Offenheit und Bereitschaft für Veränderung im Dienst unserer Kundschaft gehen unverändert weiter. Fest steht unabhängig davon: Die Art zu leben und zu arbeiten hat sich deutlich verändert und zu einem enormen Digitalisierungsschub geführt. Gewinner sind deshalb Unternehmen, die besser die Zukunft antizipieren und schneller auf Veränderungen reagieren können, indem sie unter anderem ihre Produkte oder Services auch digital anbieten können. Allerdings bedeutet Digitalisierung gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten wie bestimmten Versicherungen nicht, dass die Kundinnen und Kunden auf eine Beratung verzichten wollen. Das persönliche Informationsgespräch wird bei Finanz- und Vorsorgeprodukten daher weiter eine wichtige Rolle spielen, auch wenn ein Teil dieser Gespräche künftig auf digitalen Kanälen stattfinden wird. Es wurde die neue Kunden-App "Meine SI Mobile" entwickelt und gestartet. Mit der neuen App wurde die technische Basis geschaffen, um künftig schneller und effizienter auf Kundenanforderungen und -bedürfnisse reagieren zu können. Die App ermöglicht den Kundinnen und Kunden die Einreichung von Unterlagen und Nachrichten. Sie bietet ein digitales Postfach und den Zugriff auf Vertrags- und Leistungsdaten sowie Kontaktdaten zu Ansprechpartnern. Zudem stehen verschiedene digitale Services zur Verfügung. Auch das "Meine SI Kundenportal" haben wir weiterentwickelt. Durch die Implementierung einer einfachen, themenorientierten Navigation, neue Dienste und einer Erweiterung um den Bereich der Lebensversicherung, erleichtern wir unseren Kunden den Zugang zu unseren Services. Sämtliche Funktionen zielen auf eine automatische Verarbeitung ab, die eine kürzere Bearbeitungszeit der Anliegen ermöglicht. Insgesamt haben wir 2023 mehr als 750.000 Bestandskundinnen und -kunden in der Kunden-App und dem Kundenportal, knapp 625.000 Schriftstücke ausschließlich digital bereitgestellt und konnten 250.000 Kundenanliegen digital abwickeln. 2023 lag der Fokus auf der Herstellung des technisch stabilen Fundaments und der Umsetzung erster Business-Initiativen. Dabei ist ein wichtiges Fokusthema der Einsatz Generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI). Als erste Anwendungsfelder wurden ein KV-Wissensassistent und der SI Chatbot auf Basis der Google Gemini Technologie ausgewählt, die künftig im Rahmen von Piloten verprobt werden. Die strategische Partnerschaft mit Google Cloud wird die Transformation der SIGNAL IDUNA Gruppe in ein datengetriebenes Unternehmen beschleunigen. Die Agilisierung haben wir als SIGNAL IDUNA Gruppe auch 2023 konsequent fortgeführt. Die verstärkte Kundenzentrierung als Basis der konzernweiten Transformation manifestiert sich in der erfolgreich abgeschlossenen organisatorischen Agilisierung weiterer Einheiten mit direktem Kundenkontakt. Hiermit konnte ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung des neuen, ganzheitlichen, agilen Organisationsmodells erfolgreich abgeschlossen werden. Die Veränderung der SIGNAL IDUNA Gruppe wird auch durch die Schaffung eines modernen und motivierenden Arbeitsumfeldes nach innen sichtbar. Um den ressortübergreifenden Austausch zu fördern, wurden bereits ganze Arbeitsflächen, Büros und Arbeitsplätze der SIGNAL IDUNA Gruppe modernisiert und digitaler ausgerichtet. Auch diese Maßnahmen zahlen auf die Weiterentwicklung unserer positiven Unternehmenskultur ein, und wir werden sie in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Auch zukünftig bleibt eines essenziell: Der Mensch bleibt immer im Mittelpunkt unseres Handelns! Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur LageTrotz des weiterhin vom Verdrängungswettbewerb gezeichneten Marktes ist die wirtschaftliche Lage der ADLER Versicherung gut. Die Beitragseinnahmen stiegen auch 2023 über dem Marktdurchschnitt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Schaden-Kostenquote (brutto) von 89,0 % auf 92,7 %. Das Kapitalanlageergebnis 2023 betrug 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss der ADLER Versicherung betrug im Geschäftsjahr 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR). Beziehungen zu verbundenen UnternehmenGemäß § 312 AktG haben wir dem Aufsichtsrat unseres Unternehmens den von den Abschlussprüfern testierten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vorgelegt und dazu erklärt: "Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem der im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse eines der herrschenden Unternehmen oder der mit ihnen verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren." ZweigniederlassungDie Gesellschaft unterhält die folgende Zweigniederlassung mit Sitz in Hamburg:
Personal- und SozialberichtPersonal SIGNAL IDUNA GruppeZum 31. Dezember 2023 waren 8.236 Mitarbeitende bei der SIGNAL IDUNA Gruppe beschäftigt, davon 340 Auszubildende. Hinzu kommen 2.863 selbstständige Außendienstpartnerinnen und -partner. Insgesamt sind 11.099 Mitarbeitende für die SIGNAL IDUNA Gruppe tätig (im Jahresdurchschnitt 11.044 Mitarbeitende). Qualifikation durch Aus- und WeiterbildungDie SIGNAL IDUNA Gruppe bietet mit fünf dualen Studien-und vier Ausbildungsgängen im Betrieb, Vertrieb, in der IT und bei den Tochtergesellschaften eine umfangreiche Auswahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an. Die neue Berufsordnung 2022 bzw. das neue Berufsbild wurden bereits in der Berufsausbildung der SIGNAL IDUNA Gruppe integriert und umgesetzt. Die guten Abschlüsse der Auszubildenden und der Studierenden und die konsequente digitale und agile Ausrichtung aller Ausbildungs- und Studiengänge konnte auch 2023 fortgeführt werden. Integraler Bestandteil der Ausbildung ist das Thema Diversität. Dadurch kann die SIGNAL IDUNA Gruppe ein breites Spektrum an beruflicher Qualifizierung der Auszubildenden und dual Studierenden und Perspektiven bieten, um als attraktiver und moderner Arbeitgeber Nachwuchs zu gewinnen und langfristig zu binden. 2023 wurden an den beiden Hauptverwaltungsstandorten 45 Auszubildende und dual Studierende eingestellt. Hinzu kamen 79 Auszubildende und dual Studierende im Vertrieb. Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt darüber hinaus eine systematische und an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Entwicklung ihrer Mitarbeitenden. Dafür wurde ein nachhaltiges Kompetenzmanagement eingeführt, das die konsequente Qualifizierung und Entwicklung der Mitarbeitenden vorsieht. Dieses wurde softwaregestützt sukzessive in allen Unternehmensbereichen eingeführt. Um eine hochwertige Kompetenzentwicklung von Mitarbeitenden sicherzustellen und die Arbeitgeberattraktivität durch eine gezielte Förderung zu erhöhen, unterstützt die SIGNAL IDUNA Gruppe die "Nebenberufliche Weiterbildung" sowohl finanziell als auch durch Freistellungstage. Darüber hinaus vergibt die SIGNAL IDUNA Gruppe jährlich zwei Voll-Stipendien für berufsbegleitende Weiterbildungen, deren Schwerpunkt auf dem Ausbau digitaler Kompetenzen, agiler Methoden oder IT-Kenntnissen liegt. Hiermit wird das Ziel verfolgt, hochqualifizierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu entwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben dem bestehenden Netzwerk von externen Bildungsanbietern ist ein internes Netzwerk für nebenberufliche Studierende entstanden, das stetig wächst. Hierzu finden regelmäßig Informationsveranstaltungen statt, die den Mitarbeitenden und Führungskräften Impulse und Orientierung für strategisch relevante Weiterbildungen geben. ChancengerechtigkeitIm April 2023 wurde als neue Funktion das Diversitätsmanagement bei der SIGNAL IDUNA Gruppe geschaffen. Ziel ist es, Diversität langfristig und nachhaltig mit all ihren Dimensionen zu etablieren. Unsere Initiative #wirfürvielfalt ist weiterhin aktiv und bietet Formate für die Mitarbeitenden in Form von Keynotes und Veranstaltungen mit Vorstandsbeteiligung an. Auch das Frauennetzwerk women@SI fördert die Kommunikation zur Bedeutung von Diversität in der Organisation. Als moderner Arbeitgeber arbeiten wir auch stets an neuen Führungskonzepten, um den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden gerecht zu werden. Vielfältige Arbeitszeitmodelle und flexible Arbeitszeiten unterstützen dabei, Berufliches und Privates gut miteinander zu vereinbaren. Mobiles Arbeiten ist dabei ein fester Bestandteil und seit 2022 auch in einer Betriebsvereinbarung festgehalten. Die unkomplizierte Abgeltung von Sonderzahlungen u. Ä. durch Freizeit ist eine weitere attraktive Möglichkeit, die Work-Life-Balance zu fördern, z. B. durch eine längere, berufliche Auszeit. Weitere Angebote rund um das Thema Familie sind Ruheräume für werdende Mütter, KITA-Plätze ("Elbkinder"), Kinderbetreuungskostenzuschuss, Eltern-Kind-Zimmer sowie eine Pflegeberatung. Betriebliches GesundheitsmanagementDas Betriebliche Gesundheitsmanagement bietet den Mitarbeitenden eine umfangreiche Auswahl an Maßnahmen. Es gibt ein vernetztes Konzept gesundheitsfördernder Aktivitäten, wie Seminare, Workshops, Bewegungs- und Beratungsangebote, die remote, hybrid und in Präsenz umgesetzt werden. Wir verfolgen mit unserem Betrieblichen Gesundheitsmanagement u. a. folgende Ziele:
Qualifizierte betriebliche Suchtberatende unterstützen bei konkreten Fragestellungen. Eine Pflegeberatung für Fälle in der Familie, sowie ein umfangreiches Lebenslagencoaching, das Mitarbeitende bei herausfordernden Situationen im beruflichen und privaten Bereich sowie bei Krankheit jederzeit telefonisch oder persönlich nutzen können, runden das Angebot ab. Zudem gibt es die Möglichkeit, digital Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung) zu einem vergünstigten Preis für sich selbst und seine Familienangehörigen zu erstellen. Das breite Angebot wird ergänzt durch spezielle (Online-) Workshops mit dem Titel "Gesund Führen - gesundes Führen". Diese sensibilisieren Führungskräfte für den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen und zum wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden. Als Ausgleich zur Tätigkeit im Büro können die Mitarbeitenden die zahlreichen Angebote der Betriebssportgruppen und weiterer Kooperationspartner nutzen. Zufriedenheit der MitarbeitendenMit Einführung des Transformationsprogramms VISION2023 und der damit verbundenen Neuausrichtung des Unternehmens im Jahr 2018 wurde im Rahmen des damaligen Handlungsfeldes Unternehmenskultur die MEHR WIR Pulsbefragung als umfängliche Befragung aller Mitarbeitenden initiiert. Das Ziel der Befragung war es, die Stimmung in der Gesamtbelegschaft entlang der Transformation des Unternehmens zu erheben und transparent zu machen. Im direkten Vergleich zur ersten Messung im Jahr 2018 ist insgesamt eine positive Entwicklung der Zustimmung zu beobachten. Besonders positive Unterschiede sind in den Themenfeldern Transparenz und Leistungsmotivation festzustellen. Für die erfolgreiche Bewältigung der vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten im Jahr 2023 danken wir den Mitarbeitenden sowie den Außendienst- und Vertriebspartnerinnen und -partnern der SIGNAL IDUNA Gruppe. Unser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betrieblichen Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage dafür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge. Zufriedenheit der Kundinnen und KundenDie SIGNAL IDUNA Gruppe legt großen Wert darauf, ihren Kundinnen und Kunden einen exzellenten Service zu bieten. Für die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden durch eine hohe Servicequalität wurden Servicegrundsätze vereinbart. Regelmäßige interne und externe Messungen helfen dabei, diese Grundsätze einzuhalten. So werden Kennzahlen zu unseren Geschäftsprozessen, z. B. die Bearbeitungszeiten von Anträgen, ermittelt und ausgewertet. Die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden messen wir durch Befragungen zum Serviceerlebnis. Auf Basis der Ergebnisse werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, mit denen wir die Servicequalität kontinuierlich verbessern und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden fortwährend erhöhen. NachhaltigkeitNeben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitsanforderungen wünschen sich auch Kundinnen und Kunden zunehmend nachhaltig ausgerichtete Unternehmen und Produkte. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus und verfolgt einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit. Nachhaltige Investments sind ein essenzieller Beitrag zur Sicherung der Wertstabilität unserer Kapitalanlagen. Seit Anfang 2020 haben wir Nachhaltigkeitsaspekte in unseren Investment- und Risikomanagementprozess integriert. So bewerten wir beispielsweise auch die Nachhaltigkeit von Wertpapieren unter anderem durch ein sogenanntes "ESG-Rating" auf Basis externer Daten (MSCI). Unter dem Begriff ESG-Rating versteht man eine Bewertung der Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in Unternehmen. Anfang 2021 wurden zudem die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) unterzeichnet, 2022 folgten die Prinzipien für nachhaltige Versicherung UN PSI (Principles for Sustainable Insurance). Dies bekräftigt das Ziel der SIGNAL IDUNA Gruppe, nachhaltige Aspekte im Kerngeschäft zu verankern. 2023 wurden die ersten PRI- und PSI-Reportings durchgeführt. Risiko- und ChancenberichtNach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB ist das Unternehmen verpflichtet, über wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung zu berichten. Die nach § 91 Abs. 2 AktG sowie darüber hinaus die nach § 26 VAG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Überwachungs- bzw. Risikomanagementsystems wurden getroffen. Als Risiken und Chancen werden negative bzw. positive Abweichungen von den Zielerwartungen mit entsprechender Implikation auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens definiert. Die für das Unternehmen relevanten Risiken und Chancen werden im Folgenden näher beschrieben. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems des UnternehmensZentrale Eckpfeiler des Risikomanagementsystems sind die Risikokultur im Unternehmen, die Risikostrategie sowie der Risikomanagementprozess. Die zu erfüllenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden durch die Risikomanagementorganisation in die aufbauorganisatorischen Regelungen integriert. Die vorhandene Risikokultur fördert ein übergreifendes Bewusstsein für das Vorhandensein von Risiken und den offenen Umgang mit diesen. Die Risikostrategie wird aus der Geschäftsstrategie der ADLER Versicherung abgeleitet und ist zu dieser konsistent. Die Risikostrategie des Unternehmens beinhaltet die Beschreibung der sich aus der Geschäftsstrategie ergebenden Risiken bezüglich ihres Einflusses auf die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie den daraus resultierenden Umgang mit den Risiken einschließlich Steuerung und Überwachung. Dabei ist festgelegt, dass nur solche Risiken eingegangen werden, die nicht zu einer existenzgefährdenden Situation für das Unternehmen führen. Dies beinhaltet insbesondere die Sicherstellung der Eigenständigkeit der SIGNAL IDUNA Gruppe, den Schutz der Versicherten sowie die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Darüber hinaus sind Anlässe definiert, die eine Ad-hoc-Überprüfung erfordern, wie beispielsweise die Aktualisierung der Geschäftsstrategie oder signifikante Änderungen des Gesamtrisikoprofils. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus der Risikoidentifikation, der Risikoanalyse und -bewertung, der Risikosteuerung sowie der Risikoüberwachung und -berichterstattung zusammen. Die wesentlichen Bestandteile werden in internen Leitlinien definiert. Zur Risikoidentifikation werden quartalsweise Risikoinventuren durchgeführt. Darüber hinaus findet eine jährliche Emerging-Risk-Inventur statt. Bei dieser werden neu auftretende Ereignisse oder zunehmende Trends berücksichtigt, die das Geschäftsumfeld der SIGNAL IDUNA Gruppe betreffen, wobei deren Ursache nicht oder nicht direkt von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflussbar sein können. Für alle Einzelrisiken erfolgt die Risikoanalyse und -bewertung als Teil der Risikoinventur. Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Schadenhöhe bewertet. Die getroffenen Maßnahmen sind zu berücksichtigen (Nettobewertung). Darüber hinaus werden die Risiken durch die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderung sowie mittels der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment, kurz: ORSA) quantitativ bewertet. In diesem ORSA-Prozess erfolgt zusätzlich eine Analyse der Veränderung des Risikoprofils und der Kapitalanforderungen über den Planungszeitraum. Materielle Änderungen des Risikoprofils sowie bedeutende Entscheidungen und Ereignisse führen darüber hinaus zur Durchführung eines nichtregelmäßigen bzw. Ad-hoc-ORSA. Für Initiativen, die eine hohe Implikation auf die Erreichung der Unternehmensziele der SIGNAL IDUNA Gruppe haben, erfolgt zudem eine gesonderte Risikobewertung. Sowohl die Risikosteuerung als auch die Risikoüberwachung werden durch das Risikotragfähigkeitskonzept, das daraus abgeleitete Limitsystem, welches den Risikoappetit des Unternehmens berücksichtigt, sowie ein differenziertes Kennzahlensystem unterstützt. Die genannten Instrumente werden stetig weiterentwickelt. Die Risikotragfähigkeit, basierend auf Eigenmitteln und den Kapitalanforderungen nach Solvency II, determiniert den maximalen Umfang der Risikoübernahme. Die darauf aufbauenden Limite sowie das implementierte Frühwarnsystem setzen die Vorgaben aus der Risikostrategie um. Über die im Rahmen des Risikomanagementprozesses und der Risikoinventur als materiell eingestuften Risiken erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee und den Vorstand. Darüber hinaus sind Sachverhalte definiert, die eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung auslösen. Ereignisse und Entwicklungen mit Auswirkungen auf die Risikolage und die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und in die Berichterstattung integriert. Hierzu zählen aktuell insbesondere die Themenfelder Inflation und mit dem Zinsanstieg der Vorjahre verbundene Auswirkungen. Innerhalb des Risikomanagements werden Planungs- und Überwachungssysteme eingesetzt, die die Verfolgung von Ziel-/Ist-Abweichungen ermöglichen. Die Überwachungssysteme und -prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Unser Risikomanagementsystem umfasst auch ausgegliederte Funktionen, Prozesse und extern vergebene Dienstleistungen - z. B. Haupt- und Nebendienstleistungen i. S. der VAIT - da Risiken auch hieraus resultieren können. Für neue Ausgliederungen und die Überwachung bestehender Ausgliederungen ist ein strukturierter Ausgliederungsprozess etabliert. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird fortlaufend durch die Risikomanagementfunktion überwacht. Das Risikomanagementsystem der SIGNAL IDUNA Gruppe ist zudem Prüfungsgegenstand der Internen Revision. Zur Sicherstellung der Anforderungen an die fachliche Qualifikation von Aufsichtsräten, Vorständen sowie verantwortlichen Personen und Mitarbeitenden von Schlüsselfunktionen wurden auch in 2023 Schulungen angeboten und durchgeführt. Die Risikosteuerung liegt dezentral in der Verantwortung der Fachbereiche. Durch die Trennung des Eingehens von Risikopositionen und der Risikoüberwachung wird organisatorisch sichergestellt, dass keine Interessenkonflikte entstehen. Die von der Risikosteuerung unabhängige Risikoüberwachung, die Förderung der Umsetzung des Risikomanagementsystems sowie die operative Durchführung des Risikomanagements erfolgen durch die Risikomanagementfunktion. Dazu gehören insbesondere:
Die Risikomanagementfunktion setzt sich aus der Funktionsstelle Zentrales Risikomanagement (zentrale Risikomanagementfunktion) sowie dezentralen Risikomanagementfunktionen in einzelnen Vorstandsressorts zusammen. Bei der zentralen Risikomanagementfunktion liegt die Verantwortung insbesondere für die abschließende Sicherstellung der Unabhängigkeit der Risikomanagementfunktion von der Risikosteuerung sowie die übergreifende Koordination des Risikomanagementprozesses. Außerdem erfolgen in der zentralen Risikomanagementfunktion die Koordination, die Analyse und die Validierung der Berechnung sowie die Berichterstattung zur aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderung gemäß Solvency II und zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. Materielle Risiken und Chancen des UnternehmensDie Risiken der ADLER Versicherung entstammen im Wesentlichen aus dem betriebenen Erstversicherungsgeschäft und dem damit verbundenen Kapitalanlagegeschäft. Versicherungstechnische RisikenFür die ADLER Versicherung sind insbesondere folgende versicherungstechnische Risiken von zentraler Bedeutung, die nach Materialität gemäß der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung absteigend geordnet sind:
Das Prämienrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Schwankungen in Bezug auf das Eintreten, die Häufigkeit und die Schwere der zukünftigen versicherten Ereignisse ergibt. Die Steuerung des Risikos erfolgt durch eine risikogerechte Differenzierung des Tarifs, die Einrechnung eines Sicherheitszuschlags in die Prämie, Risikoprüfungen, Annahmerichtlinien, Sanierungen, Beitragsanpassungen, Produktcontrolling, das aktive Schadenmanagement und angemessene Rückversicherungsmaßnahmen. In 2024 wird es inflationsbedingt deutliche Beitragsanpassungen in den Schadenversicherungs-Sparten geben. Weitere Optimierungen der Sanierungsprozesse mit positiver Wirkung auf das Prämienrisiko sind geplant. Neben dem Prämienrisiko spielt das Reserverisiko eine wesentliche Rolle. Dies wird definiert als Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Schwankungen in Bezug auf die Abwicklung eingetretener Schäden ergibt. Das Risikopotenzial, das sich aus den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergibt, wird dadurch begrenzt, dass deren Abwicklung laufend verfolgt wird und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die aktuellen Schätzungen der endgültigen Schadenaufwendungen berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Rückstellungen anhand aktuarieller Verfahren überprüft. Das aktive Schadenmanagement wirkt sowohl positiv auf das Prämienrisiko als auch auf das Reserverisiko. Es zeichnet sich durch diverse Ansätze aus, wie z. B. aktive Dienstleistervermittlung, Dunkelverarbeitung einfacher Geschäftsvorgänge, KI gestützter Betrugserkennung sowie den Ausbau der kundenorientierten Außenregulierung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse wird im Rahmen des Transformationsprogramms durch die Zusammenführung der Delivery-Units und die Einrichtung von selbstorganisierend arbeitenden Customer-Loyalty Teams gefördert. Zusätzlich überwacht der Verantwortliche Aktuar, dass die Deckungsrückstellungen für Rentenzahlungsverpflichtungen aus Unfall- und Haftpflichtschäden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet werden. Einen besonderen Stellenwert nehmen zudem Katastrophenrisiken aus versicherten Naturgefahren und sonstigen Kumulereignissen ein. Dabei besteht das Risiko einer nachteiligen Veränderung des Wertes der Versicherungsverbindlichkeiten aufgrund von extremen oder außergewöhnlichen Ereignissen, wie zum Beispiel Pandemien, schweren Stürmen, erheblichen Überschwemmungen oder weiteren Großschäden. Als wesentliches Element zur Steuerung und Begrenzung von Katastrophenrisiken dient die Rückversicherung. Um die Risiken zu quantifizieren und die Angemessenheit des Rückversicherungsschutzes zu überprüfen, erfolgt die Bewertung dieser Risiken anhand spezieller Simulationsmodelle und Szenariobetrachtungen. Ein günstigerer Schadenverlauf als zuvor angenommen kann sich als Chance für das Unternehmen darstellen. Es besteht marktweit das Risiko, dass bei steigendem Nat-Cat-Exposure und nicht im gleichen Umfang wachsenden Rückversicherungskapazitäten nicht der gewünschte Rückversicherungsschutz zur Verfügung steht. Dem begegnen wir mit einer vorausschauenden Rückversicherungsstrategie. Das Stornorisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Storno-, Unterbrechungs- und Verlängerungsraten von Versicherungspolicen ergibt. Die Überwachung des Stornorisikos erfolgt durch eine laufende Beobachtung der Bestandsentwicklung. Die ständige Weiterentwicklung unserer Versicherungsprodukte - insbesondere für unsere Zielgruppen - führt auch zu einer höheren Kundenbindung und wirkt damit dem Stornorisiko entgegen. Durch unsere systematische Verbesserung und Weiterentwicklung des Schadenmanagements, wie z. B. die aktive Dienstleistungsvermittlung, erreichen wir sowohl die Senkung des Schadenaufwands als auch die Erhöhung der Kundenzufriedenheit, die ebenfalls zur Steigerung der Bestandssicherung beiträgt. Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung entwickelten sich in den letzten Jahren wie folgt:
*) Nettoschadenaufwendungen in % der verdienten
Nettobeiträge
Die künftige Entwicklung von Prämien und Schäden wird durch den Einsatz von Planungsrechnungen geschätzt. Zum Ausgleich von Schwankungen im Schadenverlauf wurden Schwankungsrückstellungen von 25,8 Mio. EUR gebildet. MarktrisikenDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Es umfasst im Wesentlichen das Verlustrisiko aufgrund von nachteiligen Änderungen von Aktienkursen, Zinsen, Währungskursen, Credit Spreads sowie von Zeitwerten bei Beteiligungen und Immobilien. Zusätzlich zählt die Marktrisikokonzentration zur Gruppe der Marktrisiken. Das Marktrisiko wurde in 2023 maßgeblich durch die vorgenannte Entwicklung der Kapitalmärkte (insbesondere Inflation und Zinsentwicklung) geprägt. Zu den für die ADLER Versicherung wesentlichen Marktrisiken gehören insbesondere:
Das Spreadrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Credit Spreads über der risikofreien Zinskurve. Im Rahmen des Spreadrisikos werden die Auswirkungen der Änderungen von Credit Spreads gegenüber dem risikofreien Zins auf den Marktwert von Kapitalanlagen unter Kreditrisikoaspekten analysiert. Die Veränderung der Credit Spreads resultiert aus Bonitätsänderungen der Schuldner sowie Veränderungen der Liquidität und somit der Handelbarkeit der Kapitalanlage. Das Risiko besteht im Werteverfall eines Kredits bzw. in der Möglichkeit, dass sich Verluste in Form von Kreditausfällen oder Ertragsausfällen ergeben. Das Spreadrisiko wird im Rahmen der regelmäßigen Bewertung der Zinsträger beobachtet und bewertet. Im Rahmen des implementierten Kreditprozesses erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Kreditengagements. Das Emittentenuniversum basiert auf einem internen Scoring-Prozess und definierten Limiten je Emittenten. Neue Kreditsegmente und nicht alltägliche Anlagen durchlaufen einen standardisierten Prüfungsprozess. Die Anlage erfolgt auf Basis des vom Vorstand verabschiedeten internen Anlagekatalogs und unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Risikotragfähigkeit. Die Neuanlage in Zinsträger im Direktbestand bestand aus Anlagen bei Kreditinstituten guter Bonität. Die im Folgenden genannten Quoten wurden auf Basis von Marktwerten ermittelt. Das Bankenexposure bildet mit 61,7 % der Kapitalanlagen weiterhin den Schwerpunkt im Portfolio. Hiervon sind 27,7 % Pfandbriefe, 63,7 % erstrangige Anlagen und 6,3 % Nachrangtitel. Die übrigen 2,2 % des Bankenexposures sind Aktien, Tagesgelder und andere Anlagen. Das Unternehmen ist mit 9,8 % in Staatsanleihen exklusive Bund und Länder investiert. Zu den Top-Emittenten gehören Frankreich mit 3,1 %, Spanien mit 2,9 % und Belgien mit 1,3 %. Der Anteil der Anlagen bei Unternehmen außerhalb des Bankensektors beträgt 13,1 %, davon sind 69,5 % Zinsträger und 30,5 % Aktien bzw. Beteiligungen. Der Erhalt einer guten Kreditqualität im Bestand steht weiterhin im Fokus der Neuanlage. Aufgrund des höheren Zinsniveaus erfolgte die Neuanlage in 2023 auch bei Erzielung einer angemessenen Rendite wieder im höher gerateten Bereich. Dem folgend ist das Durchschnittsrating im Bestand der Zinsträger im Jahresverlauf gestiegen und beträgt zum 31. Dezember 2023 A+. Der Bestand weist folgende Ratingstruktur auf:
Chancen ergeben sich aus einer sich verbessernden durchschnittlichen Kreditwürdigkeit im Emittentenuniversum sowie aus steigenden Zinsen, die auch für hoch geratete Anlagen wieder zu höheren Renditen führen. Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von Aktien. Chancen ergeben sich hierbei insbesondere aus einer die Prognose übersteigenden positiven Entwicklung der Aktienmärkte. Die Aktienquote zu Marktwerten beträgt zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung von Absicherungsgeschäften 3,3 %. Für die Überwachung der Marktrisiken von Aktien werden Sensitivitätsanalysen und Stresstests eingesetzt, welche die Wertveränderung des Portfolios in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen. Beim Zinsrisiko handelt es sich um das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der risikofreien Zinsstrukturkurve oder in Bezug auf die Volatilität der Zinssätze. Das Zinsrisiko besteht für alle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente, deren Marktwert auf eine Änderung der Zinskurve reagiert. Chancen ergeben sich hierbei insbesondere aus weiter moderat steigenden Zinsen. Für die Überwachung der Marktrisiken von Zinsträgern werden Sensitivitätsanalysen und Stresstests eingesetzt, welche die Wertveränderung des Portfolios in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen. AusfallrisikenDas Ausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern von Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften ergeben. Bei der Bewertung des Ausfallrisikos werden die risikomindernden Verträge wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die im Spreadrisiko nicht abgedeckt sind, berücksichtigt. Es bestehen Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Rückversicherer. Gegen Versicherungsnehmer liegen die Beitragsforderungen zum 31. Dezember 2023 bei 903 TEUR. Der Anteil der ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, beläuft sich auf 176 TEUR. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Geschäftsjahre beträgt (bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge) 0,01 %. Im Rahmen eines existierenden Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig diesen Ausfallrisiken entgegengewirkt. Für die Forderungen gegen Versicherungsnehmer werden Wertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis der Erfahrungswerte aus den Vorjahren vorgenommen und uneinbringliche Forderungen abgeschrieben. Die Auswahl der Rückversicherer orientiert sich an Qualitätskriterien hinsichtlich der Finanzstärke, der fachlichen Qualität, den Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie der geschäftlichen Ausrichtung des Unternehmens. Die Ratingeinstufungen der Rückversicherer sind ein weiteres wichtiges Indiz für deren Solidität. Durch den Einkauf von Rückversicherungsschutz bei mehreren Rückversicherungspartnern wird dieses Ausfallrisiko diversifiziert. Insgesamt verteilen sich sowohl die Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer als auch deren Beteiligungen an den versicherungstechnischen Rückstellungen auf Unternehmen mit hohen Ratingklassen von internationalen Ratingagenturen. Die Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer zum 31. Dezember 2023 betragen 1,7 Mio. EUR. Operationale RisikenOperationale Risiken betreffen die Qualität und Effizienz der Organisation, der funktionalen Abläufe, des Personals, der Technik und der Kontrolle und beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitenden oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Außerdem ist das Rechtsrisiko ein Bestandteil des operationalen Risikos. Zu den für die ADLER Versicherung wesentlichen operationalen Risiken gehören insbesondere:
Zur weiteren Verbesserung einer nachvollziehbaren, effizienten und wirksamen Steuerung von im Geschäftsbetrieb existierenden operationalen Risiken wird das Interne Kontrollsystem einschließlich der Software-gestützten Abbildung stetig weiterentwickelt. Da in der SIGNAL IDUNA Gruppe alle wesentlichen Geschäftsprozesse und Aufgaben durch Informationstechnik (IT) unterstützt werden, liegt hier ein besonderer Schwerpunkt in der Betrachtung der operationalen Risiken. IT-Risiken umfassen dabei alle IT-bezogenen Risiken, die aus dem Eigentum, dem Betrieb, der Nutzung sowie bei Änderungen von Informationstechnologie entstehen. Einem möglichen Ausfall der IT-Systeme wird mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Zentrale Elemente sind beispielsweise der Betrieb eines Sekundär-Rechenzentrums, die Durchführung umfangreicher Datensicherungen und -spiegelungen, maschinelle Überwachung der Systeme auf allen Ebenen, Bereitschaftsregelungen sowie Wartungsverträge mit den verschiedenen Anbietern von Hard- und Software. Zum Schutz der Daten vor unberechtigtem Zugriff und Manipulation sind angemessene technische und organisatorische Vorkehrungen getroffen worden - z. B. durch die Installation von Firewall-Systemen (Trennung vom öffentlichen Netz), Virenscannern, Verschlüsselungen, abgesicherten Verbindungen (z. B. zu den Organisations- oder Gebietsdirektionen und den außerbetrieblichen Arbeitsplätzen) und die Nutzung von Authentifizierungssystemen. Die Eignung der beschriebenen Vorkehrungen wird regelmäßig, z. B. im Rahmen von Notfallübungen oder Penetrationstests, überprüft und bewertet. Die IT wirkt den im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entstandenen neuen digitalen Bedrohungen, insbesondere Cyber-Risiken, hinreichend entgegen. Die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten sind auch bei der Verarbeitung der Daten gewährleistet. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt eine hinreichende Informationssicherheit aller IT-Infrastrukturen und -Anwendungen sicher. Um die Sicherheit aller vorhandenen Informationen zu managen, orientiert sich die Informationssicherheit der SIGNAL IDUNA Gruppe an international anerkannten Standards zur Informationssicherheit (ISO 27001/ISO 27002). Die Informationssicherheitspolitik wird durch die Informationssicherheitsleitlinie und weitere Richtlinien zum Information Security Management System (ISMS) ergänzt. Informationssicherheitsrisiken werden im Rahmen des ISMS kontinuierlich auf unterschiedlichen Wegen identifiziert (z. B. Allgemeine Risikoanalyse, Audits). Die Informationssicherheit ist neben der Überwachung des Einhaltens von Informationssicherheitsvorgaben auch für die Behandlung von Informationssicherheitsvorfällen verantwortlich. Darüber hinaus werden von ihr Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen (Awareness) durchgeführt. Nicht zuletzt aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges wurden seitens der SIGNAL IDUNA Gruppe zusätzliche, präventive Schutzmaßnahmen zur Gefahrenabwehr auf die IT-Sicherheitslage implementiert. Hinsichtlich der Risikoeinschätzung und Maßnahmen orientiert sich die SIGNAL IDUNA Gruppe an den Empfehlungen des BSI. Die grundsätzliche Zielrichtung vieler laufender Initiativen, die Komplexität der Infrastruktur und Anwendungslandschaft weiter zu reduzieren, neue Technologien bereitzustellen und die Organisation in Richtung agiler Organisationsstrukturen weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel digitalisierter Prozesse und der gezielten Bereitstellung von kundenzentrierten Lösungen soll eine weitere Steigerung der Kundenorientierung ermöglicht werden. Ende 2022 ist die SIGNAL IDUNA Gruppe zusammen mit Google Cloud eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Entwicklung von cloudbasierten, kundenzentrierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen bei der SIGNAL IDUNA Gruppe zu beschleunigen und Kunden maßgeschneiderte Lösungen und Dienstleistungen anzubieten. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit zu einer schnelleren Umsetzung von IT-Projekten beitragen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und neuen Werkzeugen unterstützen. Aus der Partnerschaft werden sich in den kommenden Jahren Chancen für die SIGNAL IDUNA Gruppe ergeben. Die hiermit verbundenen Änderungen auf IT- und weitere Risiken werden im Risikomanagementprozess berücksichtigt. Das Compliance-Risiko ist definiert als Auswirkungen aus dem Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen, Vorgaben der Rechtsprechung, regulatorische Standards oder wesentliche vom Unternehmen selbst gesetzte ethische Normen und interne Anforderungen. Diese Auswirkungen umfassen finanzielle Schäden, Sanktionen der Aufsichts- und Ermittlungsbehörden, Reputationsschäden und Haftungstatbestände der Organmitglieder. Die Einhaltung der zu beachtenden Gesetze und Verordnungen, aufsichtsbehördlichen Anforderungen sowie zu deren Beachtung gesetzter interner Vorgaben und Standards wird durch die Umsetzung umfassender präventiver Maßnahmen (z. B. Rechtsmonitoring, regelmäßige Überwachungshandlungen und Compliance-Risikoanalysen) unterstützt. Grundlage des rechtskonformen Verhaltens aller Mitarbeitenden sind der Compliance-Kodex der SIGNAL IDUNA Gruppe, Compliance-Schulungen sowie umfassende interne Richtlinien und Anweisungen. Die Compliance-Funktion als eine der vier geforderten Schlüsselfunktionen gemäß Solvency II setzt sich aus einem zentralen Compliance Office, geführt durch den Chief Compliance Officer und zusätzlichen dezentralen Compliance Officern je Ressort zusammen. Die Compliance-Funktion betreibt das Compliance-Management-System und entwickelt dieses parallel zu den regulatorischen Anforderungen weiter. Sie unterstützt Mitarbeitende, Führungskräfte und Vorstand bei der Umsetzung der im Compliance-Kodex festgelegten Unternehmensgrundsätze. Zur Reduzierung (bzw. Vermeidung) von Compliance- und Rechtsrisiken wird eine regelmäßige Beobachtung des Rechtsraumes durchgeführt. Relevante Rechtsänderungen und die aktuelle Rechtsprechung werden über ein eigenes Informationssystem an die für die Geschäftsprozesse verantwortlichen Mitarbeitenden weitergegeben. Festgestellten Rechtsänderungen kann so zeitnah entsprochen werden und Verstößen gegen die aktuelle Rechtslage wird vorgebeugt. Das Prozessrisiko bezeichnet Risiken, die aufgrund fehlgeschlagener Prozesse direkt oder indirekt zu Verlusten führen, vor allem im Falle von Prozessen mit Kontakt zu Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern. Prozesse unterliegen dem Risiko, dass sie aufgrund von Fehlbearbeitungen ganz oder teilweise fehlschlagen. Unsere Prozesse entwickeln wir kontinuierlich weiter. Durch prozessinhärente Kontrollen und die regelmäßige Überprüfung der Prozessgestaltung wird Risiken aus der Veränderung von Prozessen entgegengewirkt. Den Risiken aus Fehlbearbeitungen wird mit verbindlichen, zum Teil maschinellen Prüfverfahren begegnet. Für die wesentlichen Prozesse der SIGNAL IDUNA Gruppe werden Prozessdokumentationen erstellt, die jeweiligen prozessrelevanten, operationalen Risiken identifiziert und ein entsprechender risikomindernder/-vermeidender Kontrollrahmen durch den prozessverantwortlichen Bereich/Tribe aufgesetzt. Geschäftskritische Prozesse werden zudem im Business Continuity Management (BCM) identifiziert und dokumentiert. Kontrollen können vor- oder nachgelagert zum Prozess greifen, präventiver oder detektiver Art sein, sowie automatisiert, teilautomatisiert oder manuell ablaufen. Unter risikomindernden/-vermeidenden Maßnahmen werden Schulungs-, Kommunikations- und sonstige Maßnahmen (z. B. organisatorische Maßnahmen) verstanden, welche reduzierenden/vermeidenden Einfluss auf die prozessrelevanten Risiken haben. Um langfristig ihre Ziele erreichen zu können, ist die SIGNAL IDUNA Gruppe auf ihre Mitarbeitenden und deren individuellen Stärken angewiesen. Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt die systematische und an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Entwicklung der Fähigkeiten und des Wissens ihrer Mitarbeitenden und Führungskräfte durch ein professionelles Kompetenzmanagement, ein ansprechendes und umfangreiches Lernangebot sowie die gezielte Förderung von Potenzialträgern. Zudem wird die adäquate Nachbesetzung von Schlüsselpositionen durch Einführung eines Nachfolgemanagements unterstützt. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden verschiedene Angebote ermöglicht, um die Gesundheit und die Leistung ihrer Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Hierdurch wird dem operationalen Risiko entgegengewirkt. Sonstige RisikenZu den sonstigen Risiken gehören insbesondere das Neugeschäftsrisiko und das Reputationsrisiko. Das Neugeschäftsrisiko umfasst das Risiko, dass gesetzte Ziele für das Neugeschäft nicht erreicht werden und dieser Umstand negativ auf die Bestandsentwicklung des Unternehmens wirkt. Zur Wahrnehmung von Wachstumschancen sowie zur stetigen Verbesserung der Ertragssituation wurden eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, die diesem Risiko entgegenwirken. Für 2024 sind hauptsächlich einzelne Produkt-Updates und -modifikationen geplant, wie z. B. der neue Kraftfahrt-Tarif 2024 in einem durch die hohe Inflation geprägten Marktumfeld. Mit dem weiteren Fokus auf die Verbesserung unserer Prozesse soll das Serviceerlebnis unserer Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner deutlich gesteigert werden. Beim Reputationsrisiko handelt es sich um das Risiko einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern, Eigentümerinnen und Eigentümern/Aktionärinnen und Aktionären, Behörden). Das Reputationsrisiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. So kann sich ein Reputationsschaden unter anderem auf das Neugeschäft und die Stornoquoten und damit auf die Bestandsentwicklung auswirken. Zur Gruppe der sonstigen Risiken gehört auch das Liquiditätsrisiko. Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu liquidieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Als Folge des Zinsanstieges in den Vorjahren, des damit verbundenen Rückgangs stiller Reserven und des Entstehens stiller Lasten ist die Möglichkeit zur Veräußerung von Vermögenswerten gemindert. Die Gefahr, dass Verluste realisiert werden müssen, wird durch den Einsatz von Finanzplanungsinstrumenten begrenzt, welche zur Abstimmung des Kapitalanlagebestandes, der laufenden Zahlungsströme und der versicherungstechnischen Verpflichtungen eingesetzt werden. Das Risiko gewinnt in der gesamtwirtschaftlichen Situation durch erhöhte Wahrscheinlichkeiten von Storno, Beitragsausfällen sowie aufgrund von Inflation an Bedeutung. Unsere Liquiditätskennzahlen lassen jedoch kein materielles Liquiditätsrisiko erkennen. Abschließend werden bei den sonstigen Risiken auch externe Risikoereignisse betrachtet, die außerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe stattfinden bzw. deren Realisation nicht von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflusst werden kann, deren Realisation aber Auswirkungen auf die SIGNAL IDUNA Gruppe hat, wie beispielsweise die Eskalation geopolitischer Konflikte. Maßnahmen, die sich auf externe Risikoereignisse beziehen, zielen nicht auf die Verhinderung des Eintritts des Risikoereignisses ab, sondern auf die Steuerung der Auswirkung. NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation haben können. Risiken im Bereich Umwelt schließen klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein. Physische Risiken resultieren unmittelbar aus dem Klimawandel, z. B. durch eine zunehmende Intensität oder Häufigkeit von Extremwetterereignissen. Transitionsrisiken entstehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft, z. B. der Verzicht auf Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen und Orientierung an erneuerbaren Energien, d. h. eine Veränderung der Zusammensetzung der globalen Stromerzeugung. In Übereinstimmung mit dem "Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken" der BaFin wird in der SIGNAL IDUNA Gruppe für Nachhaltigkeitsrisiken keine separate Risikokategorie abgegrenzt, vielmehr sind diese Risiken in die bestehenden Prozesse als eine spezielle Ausprägung der bestehenden Risikokategorien integriert. Nachhaltigkeitsrisiken werden damit insbesondere auch systematisch identifiziert und dokumentiert. Klimarisiken werden mittels Szenarioanalysen analysiert. Ziel ist es, mögliche zukünftige Risiken und Chancen zu identifizieren, die infolge des Klimawandels entstehen und adverse Auswirkungen auf das Unternehmen entfalten können. Als Basis wurden zwei vom Network for Greening the Financial System (NGFS) beschriebene Erderwärmungsszenarien verwendet; das sog. "Delayed Transition"-Szenario, welches einen erwarteten Anstieg der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 um 1,6°C im Vergleich zur Referenzperiode 1850-1900 unterstellt, sowie das sog. "Current Policies"-Szenario, bei dem die globale Temperatur bis zum Jahr 2100 um 3,3°C im Vergleich zur Referenzperiode 1850-1900 steigt. Die physischen und transitorischen Risiken können potenziell wesentliche Auswirkungen auf die Risikolage haben. Die möglichen, daraus resultierenden Veränderungen der ökonomischen Eigenmittel sowie der Kapitalanforderungen wurden im Berichtsjahr mittels eines Stresstestansatzes quantifiziert. Bei Bedarf wird der quantitative Ansatz durch geeignete qualitative Analysen flankiert. Die Ergebnisse sind Bestandteil der ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Berechnungen. Zusammenfassende DarstellungDie aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nach Solvency II wurden gemäß der Berichterstattung an die BaFin im gesamten Geschäftsjahr erfüllt. Die aus geopolitischen Konflikten resultierenden Unsicherheiten sowie die auch auf mittlere Sicht inflationsbedingt steigenden Schadenaufwendungen führen zu Herausforderungen für das Unternehmen, denen mit vielfältigen Maßnahmen entgegengewirkt wird. Zum heutigen Zeitpunkt haben wir keine Erkenntnisse, dass es nicht gelingt, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Zusammenfassend ist für unser Unternehmen festzustellen, dass derzeit den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken nicht erkennbar sind. PrognoseberichtAuf die Versicherungswirtschaft wirken durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld unterschiedliche Impulse ein. Zurzeit ist die weltweite Unsicherheit über die Entwicklung der Zinsen noch groß. Nachdem die Zentralbanken nach der Pandemie vielfach dafür kritisiert wurden, zu spät auf die Inflationsentwicklung reagiert zu haben, werden sie sich nun der schwierigen Debatte über den richtigen Zeitpunkt für Zinssenkungen stellen müssen. Die hohen Zinsen dämpfen derzeit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Durch den Rückgang der Inflation und die gestiegenen Löhne nimmt das Realeinkommen der Beschäftigten etwas zu und könnte die Konsumausgaben wiederbeleben und damit die Konjunktur stärken. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts Europas und vor allem der USA entwickelt sich seit einiger Zeit gegenläufig, doch die Inflation fiel zuletzt auf beiden Seiten deutlich und liegt im Euroraum nun nahe des EZB-Ziels. Es ist anzunehmen, dass die weltweite Inflation weiter zurückgeht. Für 2024 wird für die (fortgeschrittenen) Volkswirtschaften eine jahresdurchschnittliche Inflation von 2,6 % angenommen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt wird mit 2,9 % für 2024 prognostiziert, da die Wirtschaft zwar in den USA wächst, aber in Europa und China schwächer eingeschätzt wird. Weiterhin sorgen der Krieg in der Ukraine und der mögliche Flächenbrand in Nahost für wirtschaftliche Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine hat für die deutschen Versicherer grundsätzlich nur geringe direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da sie kaum in der Ukraine und in Russland engagiert sind. Es bleibt die gesamtwirtschaftliche, indirekte Wirkung auf die deutschen Versicherungsunternehmen, insbesondere aufgrund der hohen Energiekosten und massiv erhöhter geopolitischer Unsicherheiten. Die Kämpfe und zunehmenden Spannungen in Nahost haben Auswirkungen auf die Logistik, da zunehmend die Wege über die angrenzenden Meere bedroht werden. Auch 2024 werden die Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen und weiterhin hoher Inflation von Unsicherheit geprägt sein. Es besteht zwar die Erwartung, dass der Preisdruck tendenziell weiter nachlassen wird, jedoch dürfte sich die Inflationsrate weiterhin oberhalb von 2,0 % bewegen. Die nachlassende Inflation könnte zu ersten Zinssenkungen seitens der Notenbanken führen, was wiederum grundsätzlich positiv sowohl auf die Renten- als auch die Aktienmärkte wirken dürfte. Dennoch bleiben die Erwartungen aufgrund der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen eher zurückhaltend. Die Immobilienbranche wird auch 2024 weiter unter Druck stehen. Die deutsche Haushaltskrise verdüstert den Ausblick auf das Jahr 2024. Gleichzeitig gibt es Signale für Wachstum des privaten Konsums. An den Finanzmärkten haben die sinkenden Inflationsraten für Erleichterung gesorgt. Es werden nun mehr und frühere Zinssenkungen eingepreist. Für das Jahr 2024 wird für Deutschland mit einer schwach steigenden wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet. Die Prognose liegt derzeit bei 0,2 %. Aus diesen Prognosen ergibt sich für die Versicherungswirtschaft, dass die Beitragseinnahmen in den Hauptsparten um rund 2,9 % steigen könnten. Die Digitalisierung, die das Leben auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene nachhaltig verändert, wird uns auch 2024 beschäftigen und die deutschen Versicherer damit weiter vor große Herausforderungen stellen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung große Fortschritte gemacht. Die strategische Partnerschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe mit Google Cloud wird mehrere strategische Projekte umfassen, darunter den Umstieg in eine moderne Cloud-Umgebung. Dies wird die Transformation der SIGNAL IDUNA Gruppe in ein datengetriebenes Unternehmen beschleunigen. Auch nachhaltige Geschäftsmodelle haben an Bedeutung gewonnen. Sie sind mittlerweile eine wichtige Basis, um eine langfristig positive wirtschaftliche Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Neben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitszielen ist den Kundinnen und Kunden eine nachhaltige Positionierung der Unternehmen sowie ein nachhaltiges Produktangebot wichtig. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus. Sie verfolgt dabei einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit. Der Vorsorge- und Absicherungsbedarf in der Bevölkerung wird weiter zunehmen. Aufgabe der Versicherungsbranche ist es, gemeinsam mit der Politik in diesem Umfeld die Bedeutung der eigenverantwortlichen Vorsorge deutlich zu machen. Die Schaden- und Unfallversicherung als ein Wachstumsträger der SIGNAL IDUNA Gruppe wird auch im Jahr 2024 weiterentwickelt. Hierfür setzen wir die Ausweitung unserer agilen Organisation auf operative Bereiche wie z. B. die Schaden-/Leistungsbearbeitung fort. Produktseitig sind für das Jahr 2024 hauptsächlich einzelne Produkt-Updates und -modifikationen vorgesehen, da wir uns weiter auf die Verbesserung unserer Prozesse und damit des Serviceerlebnisses unserer Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner fokussieren werden. Die Verbesserung der Prozesse hat neben einer Verbesserung des Serviceerlebnisses für unsere Kundinnen und Kunden bzw. Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner unter anderem zum Ziel, die Ertragskraft zu stärken und die weiterhin durch die Inflation zu erwartenden Ertragsbelastungen abzumildern. Ein Beispiel für eine prozessuale Verbesserung ist das Angebot, die Umstellung alter Verträge bequem über eine individuelle Internetseite ("Landing-Page") vorzunehmen. Im Zuge der Prozessoptimierung wollen wir aber auch die Möglichkeiten zur Dunkelverarbeitung noch weiter ausbauen und interne Abläufe digital optimieren. Der digitale Schadenservice soll weiter ausgebaut und so für noch mehr Nutzerinnen und Nutzer attraktiv gemacht werden. Auch die Prozesse für und mit unseren Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartnern werden wir weiter optimieren. Gesamtaussage zur künftigen EntwicklungMit den in der Prognose dargestellten Maßnahmen verbessern wir kontinuierlich unseren Marktauftritt. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 strebt die ADLER Versicherung stark steigende gebuchte Beiträge und eine Schaden-Kostenquote (brutto) von unter 100 % an. Allerdings erschweren besondere Einflüsse wie z. B. Groß- und Naturkatastrophenschäden oder die Inflation eine Prognose. Gemäß der Planung geht die ADLER Versicherung von einem leichten Anstieg des gesamten Kapitalanlageergebnisses aus. Für 2024 erwartet die ADLER Versicherung ein moderat rückläufiges Jahresergebnis. Betriebene Versicherungszweige und -artenSelbst abgeschlossene VersicherungenKrankenversicherungReisekrankenversicherung UnfallversicherungEinzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung Kraftfahrtunfallversicherung HaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung KraftfahrtversicherungKraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung Fahrzeugvollversicherung Fahrzeugteilversicherung Feuerversicherungsonstige Feuerversicherung Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-VersicherungLeitungswasser (Lw)-VersicherungGlasversicherungSturmversicherungVerbundene HausratversicherungVerbundene WohngebäudeversicherungTechnische VersicherungenElektronikversicherung Bauleistungsversicherung Betriebsunterbrechungs-VersicherungFeuer-Betriebsunterbrechungsversicherung sonstige Betriebsunterbrechungsversicherung BeistandsleistungsversicherungSonstige SchadenversicherungReisegepäckversicherung Reise-Rücktrittskosten-Versicherung Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten E.III.1. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Dortmund, 17. Januar 2024 Dr. Ott, Verantwortlicher Aktuar Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können im Lagebericht und im Anhang Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, etc.) auftreten. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. BeteiligungenDie Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt, die gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert werden. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche WertpapiereGrundsätzlich werden Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere zu Anschaffungskosten bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für ausgewählte Investmentanteile Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine Wertminderung wird als dauerhaft angesehen, wenn der langfristig beizulegende Wert des Investmentvermögens unter dem Buchwert liegt. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle und in Abhängigkeit von der Strategie des jeweiligen Fonds, gegebenenfalls unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen und Korrekturfaktoren. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereInhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden zu Anschaffungskosten - zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode - bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden demnach wie Schuldscheinforderungen und Darlehen analog § 341c Abs. 3 HGB bilanziert. Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für Inhaberschuldverschreibungen, die dauerhaft dem Unternehmen dienen sollen, Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Sonstige AusleihungenBei Anschaffung der Namensschuldverschreibungen werden die Nennwerte aktiviert. Die Unterschiedsbeträge zu den hingegebenen Beträgen werden aktivisch und passivisch abgegrenzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung. Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen werden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Vinkulierte Wertpapiere mit Kuponzahlung werden zu Nennwerten bilanziert. Strukturierte Produkte und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden grundsätzlich einheitlich bilanziert. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertung der anderen Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen. Weist das strukturierte Finanzinstrument durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche bzw. andersartige Risiken auf, werden Basisinstrument und eingebettetes Derivat getrennt bilanziert. Einlagen bei KreditinstitutenDie Bilanzierung der Tages- und Festgelder wird zu Nominalwerten vorgenommen. ForderungenForderungen werden mit dem Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen angesetzt. Im Einzelnen gilt dies für:
Das Ausfallrisiko der Forderungen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen zu den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer werden unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen vorgenommen. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden jeweils aktivisch abgesetzt. SachanlagenSachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen, bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandLaufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände werden zum Nominalwert bilanziert. Andere VermögensgegenständeDie Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie noch nicht fälligen Zinsen und sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig ermittelt, die Agiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst. Aktive latente SteuernLatente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der versicherungstechnischen Rückstellungen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde gelegt. BeitragsüberträgeDie Beitragsüberträge werden grundsätzlich vertragsweise nach dem pro-rata-temporis-Verfahren berechnet und um anteilige Vertreterbezüge und vergleichbare Kosten gekürzt. Die Anteile der Rückversicherer werden nach den Brutto-Beitragsübertragssätzen berechnet und um anteilige Rückversicherungsprovisionen gekürzt. Die von den Beitragsüberträgen abzusetzenden äußeren Kosten errechnen sich nach Maßgabe des BMF-Erlasses vom 30. April 1974 aus dem Verhältnis von 85 % der Provisionen und sonstigen Bezüge der Vertreter zum Beitragsübertragsanteil an den Bruttobeiträgen. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Schadenrückstellung wird grundsätzlich einzeln für jeden Versicherungsfall ermittelt. Ausnahmen bestehen für Kleinstschäden im Versicherungszweig Unfall, für die ein Durchschnittsbetrag angesetzt wird. Die Rückstellung für Spätschäden wird auf der Grundlage mehrjähriger Beobachtungen der Nachmeldungen hinsichtlich Stückzahl und Durchschnittsschaden berechnet. Das Verfahren für die Berechnung der Schadenregulierungskosten ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gegenüber festgelegt. Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen zu bereits abgewickelten Versicherungsfällen werden als Abzugsposten innerhalb der Schadenrückstellung berücksichtigt. Der Anteil der Rückversicherer an den Brutto-Schadenrückstellungen wird entsprechend den vertraglichen Bestimmungen angesetzt. Die Renten-Deckungsrückstellung wird im Wesentlichen unter Berücksichtigung der Sterblichkeit gemäß der Sterbetafel DAV 2006 HUR, dem zum Anerkennungszeitpunkt maßgeblichen Höchstrechnungszins und einer Verwaltungskostenrückstellung nach versicherungsmathematischen Grundsätzen einzelvertraglich berechnet. Bei der Berechnung wird der Referenzzins gemäß § 5 DeckRV berücksichtigt. Schwankungsrückstellung und ähnliche RückstellungenDie Berechnung der Schwankungsrückstellungen erfolgt gemäß § 341h HGB i. V. m. § 29 RechVersV sowie der Anlage dazu. Sonstige versicherungstechnische RückstellungenDie Rückstellung für noch zu regulierende Kraftfahrzeug-Haftpflicht-Versicherungsfälle durch den Verein Verkehrsopferhilfe e. V. wird in Höhe der Aufgabe des Vereins gebildet. Für berechtigte Rentenfälle wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen eine Rückstellung für eine Rentenerhöhung zum 1. August 2024 gebildet. Die Stornorückstellung wegen Fortfalls oder Verminderung des technischen Risikos wird in Höhe der mutmaßlich zurückzugewährenden Beiträge gebildet. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen in den Kumulschadenexzedentenverträgen mit Deckung für Naturkatastrophenereignisse wurde eine Rückstellung für noch zu zahlende Wiederauffüllungsprämien gebildet. Andere RückstellungenPensionsrückstellungenFür die Bewertung werden als Rechnungsgrundlagen die biometrischen Grundwerte aus den HEUBECK-Richttafeln 2018 G verwendet. Der Erfüllungsbetrag wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 berechnet. Dabei wird das Deckungskapitalverfahren mit dem Aktivprimat angewendet. Der gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendete und zum Bilanzstichtag auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierte und verwendete durchschnittliche Rechnungszins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, beträgt 1,82 %. Der Zinssatz weicht nicht vom durch die Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zins ab und führt zu keinen Änderungen des Verpflichtungsumfangs. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren wird in den Erläuterungen zur Bilanz angegeben. Darüber hinaus werden folgende Bewertungsparameter bei der Berechnung berücksichtigt: Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Versorgungsberechtigten die Betriebsrente mit dem frühestmöglichen Bezug einer Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Falls in der Pensionszusage ein früheres Pensionierungsalter vereinbart ist, so wird dieses Pensionierungsalter bei der Bewertung berücksichtigt. Für die Ausscheideursache Fluktuation wird eine Wahrscheinlichkeit von 0,50 % bei Männern und 0,40 % bei Frauen angesetzt. Der Gehaltstrend inklusive einer Karrierekomponente fließt mit 2,50 % ein. Falls die Pensionszusage eine garantierte Rentenanpassung enthält, wird diese berücksichtigt. Die übrigen Pensionszusagen werden mit einem Rententrend von 2,30 % bewertet. Am 1. Oktober 2019 wurden Pensionsverpflichtungen für die zu diesem Zeitpunkt laufenden Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentner unseres Unternehmens auf die SIGNAL IDUNA Versorgungskasse e.V. übertragen. Somit erfolgte für diesen Teil der Pensionszusagen ein Wechsel von einer unmittelbaren in eine mittelbare Zusage. Durch die Dotierung der Versorgungskasse haben sich die Pensionsrückstellungen unseres Unternehmens um den eingezahlten Betrag reduziert. Infolge des Wechsels des Durchführungsweges verändern Gewinne und Verluste aus der tatsächlichen Sterblichkeit sowie Zinseffekte bei der ADLER Versicherung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erfolgswirksam die Pensionsrückstellungen für die betroffenen Leistungsempfänger. Gleichwohl bleibt das Unternehmen aus den Pensionszusagen weiterhin verpflichtet (Subsidiärhaftung), sodass sich für die Leistungsempfänger keine Änderungen ergeben. Für die bestehenden unmittelbaren Zusagen gegenüber Anwärtern erfolgt weiterhin die Diskontierung gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre. Die Bewertungseffekte aus der Verzinsung der Erfüllungsbeträge sowie aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Das im Jahr 2010 aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ausgeübte Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird weiterhin in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2023 wird erneut ein Fünfzehntel zugeführt. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen werden nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Andere VerbindlichkeitenDie Passivierung der Verbindlichkeiten wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen. Passive RechnungsabgrenzungspostenVorausgezahlte Zinsen werden zeitanteilig ermittelt, Disagiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst. Passive latente SteuernLatente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Mindeststeuergesetz (MinStG)Das Unternehmen ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer. AssekuradeurgeschäftDie Abrechnungen des Assekuradeurgeschäftes werden um einen Monat zeitversetzt erfasst. Entwicklung der Aktivposten B, C I bis III im Geschäftsjahr 2023
Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023
Die Zeitwertermittlung der Beteiligung erfolgt nach der At-Equity-Methode. Für börsennotierte Kapitalanlagen werden grundsätzlich die Kurswerte zum letzten Börsentag vor dem Abschlussstichtag zugrunde gelegt. Investmentanteile werden mit den von den Fondsgesellschaften mitgeteilten Rücknahmekursen angesetzt. Für börsennotierte Inhaberpapiere, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Sowohl für die zum Nennwert bilanzierten Namensschuldverschreibungen als auch für die zu Anschaffungskosten bilanzierten Schuldscheinforderungen und Darlehen werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Die unsaldierten stillen Lasten betragen im Bilanzposten C.III.4.a) 2.306.201 EUR bei einem Buchwert von 25.500.000 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 23.193.799 EUR und im Bilanzposten C.III.4.b) 192.189 EUR bei einem Buchwert von 6.000.000 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 5.807.811 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Papier wird ein Forderungsausfall erwartet. Somit ist die Wertminderung als nicht dauerhaft zu betrachten.
Die Aufstellung enthält abweichend von der Vorgabe des § 285 Nr. 26 HGB auch Fonds mit einer Anteilsquote unter 10 %. Es handelt sich hierbei um die Fonds HANSAreal 2 mit 0,3 % und HANSAmezzanine mit 0,2 %. Die oben aufgeführten Fonds können börsentäglich zurückgegeben werden. Einzahlungsverpflichtungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Die Fonds mit einem Buchwert von 49.708.928 EUR sind gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle. Die Summe dieser Einzelwerte hat bei einem Wertpapierspezialfonds einen niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag ergeben. Daher wurde bei dem Fonds HANSAmezzanine eine Abschreibung in Höhe von 12.886 EUR, vorgenommen. Die verbleibenden stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 1.366.332 EUR bei einem Buchwert von 43.392.764 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 42.026.433 EUR. Die stillen Lasten werden als nicht dauerhaft betrachtet. Die nach Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wie Anlagevermögen bewerteten Spezialfonds sind primär auf die Erwirtschaftung von laufenden Erträgen ausgerichtet und tragen zur Erreichung des passivseitigen Zinserfordernisses bei. C.III.2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereWeiterhin sind Inhaberschuldverschreibungen, die dem Unternehmen dauerhaft dienen sollen, gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Es handelt sich hierbei um Papiere mit einem Buchwert von 73.126.689 EUR. Die stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 4.986.730 EUR und betreffen einen Teilbestand mit einem Buchwert von 50.493.055 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 45.506.326 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Papier wird ein Forderungsausfall erwartet. Die Wertminderung wird somit als nicht dauerhaft angesehen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
- = zugunsten der Rückversicherer Technischer Zinsertrag für eigene RechnungDie Höhe der Zinszuführung für die Renten-Deckungsrückstellung in der Allgemeinen Unfallversicherung sowie in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung wurden mit 0,25 %, 0,90 %, 1,25 %, 1,57 % bzw. 1,86 % aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der jeweiligen Renten-Deckungsrückstellung ermittelt. AbwicklungsergebnisAus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Geschäfts für eigene Rechnung ergibt sich ein Abwicklungsgewinn in branchenüblichem Ausmaß.
Sonstige AngabenGesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates, gewährte KrediteDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr beliefen sich auf 120,0 TEUR (Vorjahr: 120,0 TEUR). Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten vom Unternehmen 0,0 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit 77,6 TEUR (Vorjahr: 78,3 TEUR). An Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt. Gesamthonorar AbschlussprüferAuf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. enthalten sind. Die dort berücksichtigten Honorare für Abschlussprüfungsleistungen entfallen auf die Prüfung des Jahresabschlusses und der Solvabilitätsübersicht. MitarbeitendeUnser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betriebliche Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage hierfür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge. In der SIGNAL IDUNA Gruppe betrug in 2023 die durchschnittliche Anzahl der angestellten Innen- und Außendienstmitarbeitenden 8.173 (Vorjahr: 7.950). Außerdem waren 2.871 (Vorjahr: 2.920) selbstständige Ausschließlichkeitsagenturen tätig. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAufgrund unserer Mitgliedschaft in dem Verein "Verkehrsopferhilfe e. V." sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Der auf unser Unternehmen entfallende Betrag bemisst sich nach unserem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben. Für eine Inanspruchnahme liegen keine Anhaltspunkte vor. Die nach BilMoG neu bewerteten und aufgrund des Verteilungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen betragen 27,6 TEUR (Vorjahr: 55,0 TEUR). Außerdem besteht ein Fehlbetrag im Zusammenhang mit mittelbaren Altersversorgungszusagen aus der Übertragung von Pensionsverpflichtungen gegenüber Rentnern der ADLER Versicherung auf die SIGNAL IDUNA Versorgungskasse e.V. in Höhe von 849,4 TEUR (Vorjahr: 741,4 TEUR). Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
NachtragsberichtÜber weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nichts zu berichten. OrganeAufsichtsratDr. Stefan KutzVorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe Vorsitzender Ulrich SilberbachBundesvorsitzender, dbb beamtenbund und tarifunion stellv. Vorsitzender Martin BurkertVorsitzender, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bis 30. Juni 2023 Thomas Eigenthalerstellv. Bundesvorsitzender i. R., dbb beamtenbund und tarifunion bis 30. Juni 2023 Simone Fleischmannstellv. Bundesvorsitzende, dbb beamtenbund und tarifunion seit 1. Juli 2023 Volker Geyerstellv. Bundesvorsitzender, dbb beamtenbund und tarifunion Andreas HemsingBundesvorsitzender, komba gewerkschaft Florian KöblerBundesvorsitzender, DSTG Deutsche Steuer-Gewerkschaft e. V. seit 1. Juli 2023 Friedhelm Schäfer2. Vorsitzender, dbb beamtenbund und tarifunion Ulrich ScheeleGeneralbevollmächtigter, SIGNAL IDUNA Gruppe Dr. Norbert A. VogelBereichsleiter i. R., SIGNAL IDUNA Gruppe VorstandThomas H. JacobiTribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe Allgemeine Verwaltung; Angelegenheiten der Gremien/Revision; Recht/Compliance; Schaden seit 1. Juli 2023 Udo KallenTribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe Vertrieb; Marketing; Technik/Prozesse/Betriebsorganisation Jörg KriegerBereichsleiter, SIGNAL IDUNA Gruppe Allgemeine Verwaltung; Angelegenheiten der Gremien/Revision; Recht/Compliance bis 30. Juni 2023 Dr. Andreas ReinholdTribe Lead, SIGNAL IDUNA Gruppe Betrieb, Vertragsverwaltung, Produktentwicklung (inklusive VMF); Rückversicherung; Kapitalanlagen (ausgenommen Kapitalanlagencontrolling) zuständig bis 30. Juni 2023: Schaden Alexander WeissbrodtBereichsleiter, SIGNAL IDUNA Gruppe Risikomanagement; Rechnungswesen/Steuern; Planung und Controlling (inklusive Kapitalanlagencontrolling) Verantwortlicher AktuarDr. Christian OttAbschlussprüferKPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KonzernangabenDie SIGNAL IDUNA Allgemeine Aktiengesellschaft, Dortmund, hat uns, ADLER Versicherung AG, Dortmund (Amtsgericht Dortmund, Handelsregisternummer HRB 20214), gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie zu 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt ist. Das Grundkapital von 8.960.000,00 EUR ist voll eingezahlt. Wir sind aufgrund der Beteiligungsverhältnisse ein von der SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund, abhängiges Unternehmen. Gemäß § 290 HGB wird unser Unternehmen in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, einbezogen. Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht und hinterlegt. Zur SIGNAL IDUNA Gruppe gehören folgende Unternehmen:
Sie stehen unter einheitlicher Leitung und bilden deshalb einen Konzern nach Aktiengesetz.
Dortmund, 25. März 2024 Der Vorstand Thomas H. Jacobi Udo Kallen Dr. Andreas Reinhold Alexander Weissbrodt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ADLER Versicherung AG, DortmundVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ADLER Versicherung AG, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADLER Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte VersicherungsfälleHinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Risikoangaben sind im Chancen- und Risikobericht als Teil des Lageberichts unter dem Punkt "Versicherungstechnische Risiken" enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt EUR 117,2 Mio. Dies sind 63,4 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens. Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen. Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Für noch nicht bekannte Schadenfälle werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung. Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch ausstehenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den bereits eingetretenen, jedoch noch nicht gemeldeten Schadenfällen (unbekannte Spätschäden) besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungBei der Prüfung der Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDie verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen und wurden korrekt angewendet. Die zugrunde liegenden Annahmen und Parameter wurden in geeigneter Weise abgeleitet. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Unternehmens zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 26. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der ADLER Versicherung AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christof Hasenburg.
Berlin, den 6. Mai 2024 KPMG
AG
Dr. Hasenburg, Wirtschaftsprüfer Koch, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich insbesondere vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Risiken und die finanzielle Situation sowie über die Lage des Unternehmens schriftlich und mündlich unterrichten lassen und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend über die geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens informiert und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Neben einer mündlichen Berichterstattung des Vorstandes in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seines Prüfungsausschusses haben die Mitglieder des Aufsichtsrates vierteljährliche schriftliche Berichte erhalten. Bei dem Unternehmen besteht ein Prüfungsausschuss. Dieser hat die erforderlichen Entscheidungen des Aufsichtsrates über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems und der Compliance vorbereitet. Darüber hinaus hat er den Aufsichtsrat bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfung, insbesondere hinsichtlich der Auswahl und Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, unterstützt. Dem Aufsichtsrat wurde über die Arbeit des Ausschusses berichtet. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ist von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, ebenfalls geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung des Unternehmens nicht unangemessen hoch war." Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Vertreter des Abschlussprüfers haben neben der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses auch an der Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. Mai 2024 teilgenommen und jeweils über ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse berichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete in der Bilanzaufsichtsratssitzung über die vorbereitenden Tätigkeiten und Prüfungen des Ausschusses. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Jahresabschluss zu billigen. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss und den Lagebericht, ebenso den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Dies gilt auch für die Erklärungen des Vorstandes im Lagebericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der SIGNAL IDUNA Gruppe gilt der Dank des Aufsichtsrates für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Dortmund, 23. Mai 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Stefan Kutz Ulrich Silberbach Simone Fleischmann Volker Geyer Andreas Hemsing Florian Köbler Friedhelm Schäfer Ulrich Scheele Dr. Norbert A. Vogel GewinnverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung hat am 23. Mai 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 6.942.072,06 EUR wie vorgeschlagen zu verwenden:
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